3/4 AMD Radeon R9 390X, 390, 380 und R7 370 im Test : Den Unterschieden zur R9-200-Serie auf der Spur

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Testergebnisse

Da die Grafikkarten erst am Tag vor der Vorstellung geliefert wurden, greift ComputerBase für diesen ersten Test der neuen 300er-Serie aus Zeitgründen auf einen verkleinerten Testparcours zurück, der nur eine Auswahl der ansonsten durchgeführten Tests enthält. Zu einem späteren Zeitpunkt wird ein ausführlicher Artikel nachgereicht. Dabei kommt jedoch das übliche Testverfahren auf dem etablierten Grafikkarten-Testsystem zum Einsatz. Die Einzelheiten hierzu können im Artikel „Grafikkarten: Benchmarks & Methodik“ nachgelesen werden.

Für die Benchmarks werden die Partnerkarten der Radeon-300-Serie mit den offiziellen Referenztaktraten betrieben und in den Diagrammen beispielsweise als AMD Radeon R9 390X benannt, um einen direkten Vergleich mit der Radeon-200-Serie zu ermöglichen. Aber: Den Treiber für die Radeon 300 hat AMD nicht für die 200er Serie freigegeben, was den direkten Vergleich erschwert. Bei den Messungen der Lautstärke, Temperatur und Leistungsaufnahme kommen hingegen die gegebenenfalls höheren Taktraten des jeweiligen Modells zum Einsatz, so dass diese Werte Aussagen zur jeweiligen Partnerkarte ermöglichen.

In einem späteren Vergleichstest werden die Partnerkarten von Sapphire und Asus erneut vertreten sein und dann auch in den Benchmarks mit weiteren Partnerkarten verglichen.

Leistung

8 Einträge
Rating 1.920 × 1.080 – normale Qualität
Angaben in Prozent
    • GeForce GTX 980 Ti OC-Karte
      217,4
    • Nvidia GeForce GTX Titan X (Max)
      207,9
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      204,8
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (Max)
      204,8
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      198,6
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      179,5
    • Nvidia GeForce GTX 980
      164,2
    • AMD Radeon R9 390X
      158,6
    • AMD Radeon R9 390
      147,1
    • Radeon R9 290X OC-Karte
      147,1
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      147,0
    • Radeon R9 290 OC-Karte
      141,0
    • Nvidia GeForce GTX 970
      140,4
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      137,5
    • Nvidia GeForce GTX 780
      125,6
    • AMD Radeon R9 290X
      125,4
    • AMD Radeon R9 290
      124,6
    • AMD Radeon R9 280X
      105,7
    • Nvidia GeForce GTX 770
      105,1
    • GeForce GTX 960 OC-Karte
      102,4
    • AMD Radeon R9 380 4GB
      100,0
    • AMD Radeon R9 380 2GB
      98,3
    • Nvidia GeForce GTX 960
      98,0
    • AMD Radeon R9 285
      89,8
    • Nvidia GeForce GTX 760
      81,8
    • AMD Radeon R9 270X
      81,1
    • AMD Radeon R7 370
      72,8
    • Nvidia GeForce GTX 580
      59,6
    • AMD Radeon HD 6970
      59,2
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      57,8
    • AMD Radeon R7 260X
      56,9

Eine Anmerkung vorweg: Der neue Catalyst 15.15 bringt einen ordentlichen Geschwindigkeitsschub in Assassin's Creed Unity. Allerdings lässt sich der Treiber zur Zeit nur auf den neuen Radeon-300-Grafikkarten installieren, sodass die Radeon-200-Modelle noch mit einem älteren Treiber getestet werden müssen. Mit demselben Treiber wäre die ältere Generation deshalb etwas näher an den neuen 300er-Modellen.

Die AMD Radeon R7 370 ist aufgrund der Spezifikationen der Radeon R9 270X unterlegen, macht sich jedoch die große Lücke im Nvidia-Sortiment zwischen der GeForce GTX 750 Ti und der GeForce GTX 760 beziehungsweise GeForce GTX 960 zu nutze. Die Radeon R9 380 ist dann minimal schneller als eine GeForce GTX 960 und liegt nur rund fünf Prozent hinter der Radeon R9 280X zurück – obwohl letztere mehr Shadereinheiten und ein größeres Speicherinterface hat. Hier macht sich das bessere Front-End von Tonga auf der 370 gegenüber Tahiti auf der 280X bemerkbar. Zudem ist die Vier-Gigabyte-Karte dem Zwei-Gigabyte-Modell der R9 380 im Durchschnitt zwei Prozent überlegen. Allein in Assassin's Creed Unity bringt der größere Speicher acht Prozent mehr Geschwindigkeit.

Fast zusätzliche 50 Prozent an Leistung erhält der Käufer mit der Radeon R9 390. Die Grafikkarte legt sich bereits mit den Referenztaktraten mit einer GeForce GTX 970 von Nvidia an und agiert auf dem Niveau einer Radeon R9 290X. Die Radeon R9 390X ist weitere acht Prozent schneller und kann sich so fast mit einer GeForce GTX 980 anlegen. Letztere ist nur vier Prozent schneller als die neue AMD-Grafikkarte.

Lautstärke & Temperatur

Wie die letzten Nvidia-Grafikkarten schalten die Bordpartner nun auch bei den AMD-Produkten die Lüfter bei niedrigen GPU-Temperaturen aus. Damit sind sämtliche von ComputerBase getesteten Radeon-300-Modelle lautlos unter Windows.

Anders als die Referenzkarten der Radeon R9 290(X) halten sich die Partnerkarten der neuen Generation unter Last vornehm zurück. Die Asus Radeon R7 370 Strix ist gar flüsterleise und aus einem geschlossenen Gehäuse nicht herauszuhören. Etwas lauter aber dennoch immer noch vergleichsweise leise sind die Sapphire Nitro R9 380 und die Nitro R9 390 aus demselben Hause. Die Sapphire Tri-X R9 390X ist hingegen gut zu hören, wird im laufenden Betrieb jedoch nicht unangenehm. Dennoch gibt es diesbezüglich noch Verbesserungsbedarf. Immerhin kann man selbst ein wenig mehr Ruhe ins Spiel bringen und die Lüftersteuerung anpassen. Einige Grad wärmer kann die Grafikkarte nämlich ohne Probleme noch werden. Die Asus Radeon R9 380 Strix mit zwei Gigabyte ist noch ein bisschen lauter und im Vergleich zum Sapphire-Pendant unnötig laut.

Sämtliche fünf Testkandidaten der Radeon-300-Serie halten sich bezüglich der GPU-Temperatur unter Last zurück. Die Asus Radeon R9 380 Strix wird mit 81 Grad Celsius am wärmsten. Auf der Kartenrückseite sind die Asus Radeon R7 370 Strix und die Sapphire Tri-X R9 390X mit 85 Grad die Spitzenreiter.

Leistungsaufnahme

9 Einträge
Leistungsaufnahme - Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
  • Leerlauf Windows, kein Monitor:
    • Intel Core i7-4770K
      61
    • AMD Radeon R9 270X
      63
    • AMD Radeon R7 260X
      66
    • AMD Radeon R9 285
      67
    • AMD Radeon R9 290
      68
    • AMD Radeon R9 290X
      68
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      69
    • Asus Radeon R7 370 Strix
      69
    • Nvidia GeForce GTX 770
      71
    • Nvidia GeForce GTX 960
      71
    • Nvidia GeForce GTX 980
      71
    • AMD Radeon R9 280X
      72
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      72
    • Nvidia GeForce GTX 970
      72
    • Asus Radeon R9 380 Strix 2GB
      72
    • Sapphire Nitro R9 380 4GB
      72
    • Sapphire Nitro R9 390
      72
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      73
    • Sapphire Tri-X R9 390X
      73
    • Nvidia GeForce GTX 760
      74
    • Nvidia GeForce GTX 780
      74
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      75
    • AMD Radeon HD 6970
      84
    • Nvidia GeForce GTX 580
      96

Der Komplette PC mit Asus Radeon R7 370 Strix verbraucht mit 69 Watt unter Windows am wenigsten von den neuen Grafikkarten. Die anderen Modelle weisen eine Leistungsaufnahme von 72 Watt oder 73 Watt auf. Dies ist etwas mehr als die meisten anderen Modelle, die Differenz liegt jedoch nur bei rund fünf Watt.

8 Einträge
Leistungsaufnahme - Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
  • Last in Ryse: Son of Rome:
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      171
    • Nvidia GeForce GTX 960
      198
    • AMD Radeon R7 260X
      214
    • GeForce GTX 960 OC-Karte
      215
    • Asus Radeon R7 370 Strix
      231
    • Nvidia GeForce GTX 760
      242
    • Nvidia GeForce GTX 970
      244
    • AMD Radeon R9 270X
      246
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      268
    • AMD Radeon R9 285
      282
    • Nvidia GeForce GTX 980
      283
    • Nvidia GeForce GTX 770
      295
    • AMD Radeon HD 6970
      298
    • Asus Radeon R9 380 Strix 2GB
      298
    • Sapphire Nitro R9 380 4GB
      299
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      318
    • Nvidia GeForce GTX 780
      325
    • AMD Radeon R9 290X
      326
    • Nvidia GeForce GTX 580
      337
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      337
    • AMD Radeon R9 280X
      340
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      353
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      354
    • AMD Radeon R9 290
      360
    • Nvidia GeForce GTX Titan X (Max)
      374
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (Max)
      379
    • Sapphire Nitro R9 390
      397
    • GeForce GTX 980 Ti OC-Karte
      400
    • Radeon R9 290 OC-Karte
      402
    • Radeon R9 290X OC-Karte
      411
    • Sapphire Tri-X R9 390X
      421

Unter Last zeigt sich dann, dass es bezüglich der Leistungsaufnahme keine großen Überraschungen gibt. Die Sapphire Nitro R9 390 fällt mit 397 Watt positiv auf, da die Karte schneller als eine übertaktete Radeon R9 290 ist, dabei aber etwas weniger Energie benötigt. Die anderen Modelle landen dann ziemlich genau da, wo man es bezüglich der Taktraten und Ausführungseinheiten vermuten konnte. Die Energieeffizienz erreicht so nicht das Niveau von Nvidias Maxwell-Modellen.

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