E-Sport : CS:GO-Spieler gesteht Doping zur Leistungssteigerung

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E-Sport: CS:GO-Spieler gesteht Doping zur Leistungssteigerung
Bild: Steam

Während Hilfsmittel wie Aimbots oder Wallhacks im E-Sport und vor allem auch bei Counter-Strike ein häufiges Problem sind, ist Doping im Bereich des E-Sports bislang unbekannt. In einem Interview erklärt der Spieler Kory „Semphis“ Friesen nun, dass er zur Leistungssteigerung Psychostimulanzien eingenommen hat.

In einem Interview mit Launders.tv wird Friesen zu seinem Wechsel von dem Team Cloud9 zu Nihilum befragt, da er in der neuen Mannschaft eine Doppelrolle als Trainer und Spieler einnimmt. Dabei räumt der E-Sportler ein, dass dieser – noch als Mitglied bei Cloud9 – bei einem Turnier in Polen mit dem Psychopharmaka Adderall gedopt war, wodurch die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden sollte.

Adderall ist ein Mittel, das als Alternative zu Ritalin eingesetzt wird und zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-, Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) genutzt wird. Allerdings ist Adderall in der Medizin umstritten und in Deutschland, Kanada oder Österreich nicht zugelassen. Lediglich die USA behandeln im großen Stil Patienten mit diesem Mittel.

Problematisch ist zudem, dass Adderall zwar die Konzentrationsfähigkeit des Patienten erhöhen kann, allerdings auch eine lange Liste an Nebenwirkungen mitbringt. Unter anderem werden Aggressivität, Bluthochdruck, Halluzinationen, Herzfrequenzerhöhung, Kopfschmerzen, Panik, Schlaflosigkeit, Schwindel und Zittern genannt. Bei regelmäßigem Konsum besteht zudem die Gefahr, dass Adderall geistig und körperlich abhängig macht.

Kory „Semphis“ Friesen über seinen Wechsel zum Team Nihilum

Friesen sieht die Einnahme von Adderall allerdings eher gelassen und betont im Interview, dass nicht nur er, sondern auch seine Teammitglieder das Mittel im Rahmen des ESL-Turniers in Polen genommen haben. Auch unterstreicht der Spieler, dass ihn die Meinung der Fans zu diesem Thema nicht interessiere.

Unbekannt ist, ob Adderall oder andere Mittel auch von weiteren Teams des Turniers eingenommen wurden. Friesen selbst kann diese Frage nicht beantworten, unwahrscheinlich erscheint die Einnahme von Dopingmitteln auch bei anderen Teams und Spielern in Anbetracht der lockeren Haltung von Friesen allerdings nicht.

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