2/9 Radeon 300 im Test : Alle AMD-Grafikkarten von R7 360 bis R9 390X im Vergleich

, 343 Kommentare

Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten testet, lässt sich in dem Benchmark-&-Methodik-Artikel nachlesen. Bei sämtlichen Radeon-300-Produkten ist der Catalyst 15.15 installiert, der im 3D-Part quasi dem Catalyst 15.7 entspricht. Damit hat die Radeon-200-Serie einen kleinen Nachteil.

Tests in 1.920 × 1.080 und 2.560 × 1.440

In 1.920 × 1.080 legen die Radeon-R9-390(X)-Karten einen starken Auftritt hin. So muss sich die Radeon R9 390X nur knapp (drei Prozent) dem Referenzdesign der GeForce GTX 980 geschlagen geben und auch der Abstand zur deutlich teureren Radeon R9 Fury ist mit fünf Prozent sehr gering. Die Radeon R9 390 rendert gleich schnell wie eine übertaktete Variante der GeForce GTX 970. Gegenüber der Vorgängergeneration können sich die neuen Modelle allerdings nur gering absetzen. Der Abstand untereinander fällt im Vergleich zu den älteren Karten dagegen etwas größer aus und beträgt nicht ganz zehn Prozent.

Die Radeon R9 380 ist hingegen deutlich langsamer als die 390er-Serie. Die Differenz zur Radeon R9 390 beträgt stolze 46 Prozent. Den eigentlichen Gegner, die GeForce GTX 960, schlägt die Radeon R9 380 jedoch knapp. Die AMD-Grafikkarte ist vier Prozent schneller und auch gleich schnell wie eine von Haus aus übertaktete GeForce GTX 960. Auch hier ist der Abstand zur Vorgängergeneration zwar vorhanden, aber recht klein.

Der Abstand zur Radeon R7 370 wiederum fällt mit 39 Prozent erneut groß aus. Und selbst wenn sie die Radeon R9 270 hinter sich lässt, ist die Radeon R9 270X schneller. Dafür sticht die Radeon R7 370 in eine Lücke, in der Nvidia aktuell keine Grafikkarte platziert hat. Den Gerüchten zufolge wird die GeForce GTX 950 dies jedoch bald ändern.

Die Radeon R7 360 ist das langsamste Produkt im ComputerBase-Testfeld, denn die Grafikkarte liegt wie die größere Variante hinter der Radeon R7 260X, jedoch vor der Radeon R7 260. Die GeForce GTX 750 Ti ist der R7 360 damit um sechs Prozent voraus.

Wie üblich fühlen sich die beiden flotten Radeon-R9-390-Modelle unter 2.560 × 1.440 noch etwas wohler. In dieser Auflösung liegt die Radeon R9 390 auf dem Niveau einer Referenzkarte der GeForce GTX 980 und die Radeon R9 390 kann den übertakteten GeForce-GTX-970-Modellen etwas enteilen. Dafür wächst aber auch der Abstand von der Radeon R9 390X zur Radeon R9 Fury auf neun Prozent an – letztere kann die Shader-Einheiten bei höheren Auflösungen deutlich besser auslasten.

In der hohen Qualitätseinstellung ändert sich hingegen nicht viel. Die Radeon R9 390X und die Radeon R9 390 schlagen sich genauso wie in der geringeren Grafikqualität. Die Radeon R9 380 verliert dagegen etwas mehr an Performance. Denn den Gleichstand zu den übertakteten Variante der GeForce GTX 960 verliert der 3D-Beschleuniger und muss sich gar um drei Prozent einer normalen GeForce GTX 960 geschlagen geben. Die Radeon R7 370 und die Radeon R7 360 schneiden dagegen wieder wie mit den niedrigeren Einstellungen ab.

In den Einzel-Benchmarks lässt sich gut erkennen, warum die Radeon R9 380 bei den hohen Qualitätseinstellungen zurückfällt. Auch wenn der neue Treiber in einigen Spielen eine etwas bessere Geschwindigkeit erzielt, hat AMD offenbar auch etwas am Speichermanagement geändert. Während zum Beispiel in Assassin's Creed eine Radeon R9 285 mit 2.048 MB und älteren Treibern in der hohen Qualitätseinstellung kein Problem hat, geht der Radeon R9 380 mit derselben Speichergröße und dem neuen Treiber plötzlich der VRAM aus – und die Grafikkarte läuft langsamer. Nicht nur Assassin's Creed ist von diesem Verhalten betroffen, dasselbe gilt für Call of Duty: Advanced Warfare sowie zu einem kleineren Anteil auch für Far Cry 4. In Spielen, in denen der zwei Gigabyte große Speicher nicht zum Problem wird, verhält sich die Radeon R9 380 hingegen völlig normal.

Auf der nächsten Seite: Ultra-HD-Tests in 3.840 × 2.160 (4K)

343 Kommentare
Themen: