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AMD Radeon R9 Nano im Test: Die schnellste kleine Grafikkarte für Mini-ITX

 8/11
Wolfgang Andermahr
362 Kommentare

Leistungsaufnahme

Bei der Radeon R9 Nano soll es sich laut AMD um die energieeffizienteste High-End-Grafikkarte handeln. Der Testrechner kommt mit dem 3D-Beschleuniger nur auf 298 Watt und liegt satte 97 Watt unter der Radeon R9 Fury X und 91 Watt unter der kaum schnelleren Radeon R9 Fury. Selbst die deutlich langsamere und ebenfalls kleinere Sapphire Radeon R9 380 ITX weist mit 283 Watt eine kaum niedrigere Leistungsaufnahme auf.

Leistungsaufnahme – Gesamtsystem
  • Last in Ryse: Son of Rome:
    • Nvidia GeForce GTX 960
      198
    • GeForce GTX 960 OC-Karte
      215
    • Nvidia GeForce GTX 970
      244
    • Asus GeForce GTX 970 Mini
      253
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      268
    • Nvidia GeForce GTX 980
      283
    • Sapphire Radeon R9 380 ITX
      283
    • AMD Radeon R9 380
      293
    • AMD Radeon R9 Nano
      298
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      318
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      353
    • AMD Radeon R9 Fury
      389
    • AMD Radeon R9 Nano (Max)
      391
    • AMD Radeon R9 390
      395
    • AMD Radeon R9 Fury X
      395
    • GeForce GTX 980 Ti OC-Karte
      400
    • AMD Radeon R9 390X
      420
Einheit: Watt (W)

AMDs Aussage entwickelt sich mit einem Blick zur Asus GeForce GTX 970 Mini knapp zur Realität: Denn die GTX 970 benötigt im Testrechner 253 Watt, also noch einmal 45 Watt weniger als die Radeon R9 Nano. Allerdings ist die GTX 970 in der gewählten Auflösung im Durchschnitt 24 Prozent langsamer und in dem genutzten Spiel sogar 37 Prozent. Die Radeon R9 Nano fährt somit bezogen auf die Energieeffizienz tatsächlich ein besseres Ergebnis als die GeForce GTX 970 ein – beeindruckend!

Vorbei mit der guten Energieeffizienz ist es beim maximierten Power Target. Denn dann benötigt die Radeon R9 Nano 93 Watt mehr und kommt im Testsystem auf 391 Watt. Dies ist vier Watt weniger als die Radeon R9 Fury X und zwei Watt mehr als die Radeon R9 Fury. Die Energieeffizienz kommt damit ausschließlich durch das aggressivere Power Target zu Stande, bei der Hardware gibt es keine Unterschiede.

Gesamtsystem
Leistungsaufnahme – Gesamtsystem
  • Leerlauf Windows, ein Monitor:
    • Nvidia GeForce GTX 960
      73
    • Nvidia GeForce GTX 980
      74
    • AMD Radeon R9 380
      75
    • AMD Radeon R9 390
      75
    • Nvidia GeForce GTX 970
      75
    • AMD Radeon R9 390X
      76
    • Asus GeForce GTX 970 Mini
      76
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      77
    • Sapphire Radeon R9 380 ITX
      77
    • AMD Radeon R9 Nano
      79
    • AMD Radeon R9 Fury
      80
    • AMD Radeon R9 Fury X
      82
Einheit: Watt (W)

Im Desktop-Betrieb liegt die Leistungsaufnahme des Testsystems bei 79 Watt, womit sich die Radeon R9 Nano knapp vor die Radeon R9 Fury und die Radeon R9 Fury X setzt. Der ZeroCore-Power-Modus funktioniert dabei immer noch nicht auf einer Grafikkarte mit der Fiji-GPU.

Gesamtsystem
Leistungsaufnahme – Gesamtsystem
  • Blu-ray-Wiedergabe, ein Monitor:
    • Nvidia GeForce GTX 970
      81
    • Asus GeForce GTX 970 Mini
      84
    • Nvidia GeForce GTX 960
      85
    • Nvidia GeForce GTX 980
      86
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      87
    • AMD Radeon R9 Nano
      95
    • AMD Radeon R9 Fury
      97
    • AMD Radeon R9 Fury X
      98
    • Sapphire Radeon R9 380 ITX
      104
    • AMD Radeon R9 380
      130
    • AMD Radeon R9 390X
      152
    • AMD Radeon R9 390
      155
Einheit: Watt (W)

Im Blu-ray- als auch im Multi-Monitor-Betrieb haben die zwei anderen Fiji-Grafikkarten massive Verbesserungen gegenüber den älteren GPUs gezeigt, was sich auch mit der Radeon R9 Nano nicht ändert. Bei der Wiedergabe einer Blu-ray benötigt der Testrechner mit der neuesten AMD-Grafikkarte 95 Watt und schneidet damit zwar minimal besser als die zwei anderen Probanden, aber noch rund zehn Watt schlechter als vergleichbare Nvidia-Grafikkarten ab. Im Multi-Monitor-Betrieb kann die 15-Zentimeter-Grafikkarte dann auftrumpfen und taktet selbst bei drei Monitoren nicht mehr hoch – die benötigte Leistungsaufnahme ändert sich also nicht (beziehungsweise kaum). Dies liegt an den neuen HBM-Modulen, die deutlich weniger Energie benötigen als der alte GDDR5-Standard.

Übertaktbarkeit

An dieser Stelle finden sich normalerweise die Übertaktungsergebnisse wieder. Die Radeon R9 Nano lässt sich derzeit jedoch nicht übertakten. Zwar kann ein höherer Takt eingestellt werden, der auch korrekt übernommen wird, allerdings ist selbst das maximierte Power Target zu niedrig, um einen höheren Takt als 1.000 MHz zu ermöglichen. Nach wenigen Sekunden taktet die Radeon R9 Nano 1.000 MHz oder weniger herunter. Davon abgesehen scheint das ComputerBase-Textexemplar der Radeon R9 Nano lediglich einen maximalen Takt von 1.075 MHz (+ 75 MHz) zuzulassen. Ein eingestellter Takt von 1.100 MHz führt zu einem sofortigen Absturz.

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