Kommentar : Nie wieder ohne FreeSync/G-Sync

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Wolfgang Andermahr

Schon meine redaktionellen Kontakte mit FreeSync und G-Sync hatten mich überzeugt. Meine privaten Langzeiteindrücke fallen nach zwei Monaten mit FreeSync aber noch positiver aus. Ich will nicht mehr ohne diese Techniken spielen. Aber der letzte große Haken, die Inkompatibilität, gehört endlich abgeschafft.

Früher war nicht alles besser: Wenn ich mich in einem Spiel umgedreht habe, hat die Grafik trotz 50 FPS gestottert und das Bild wurde in zwei unschöne Hälften zerschnitten. Also V-Sync an. Dann war die Grafik zwar einwandfrei, aber das Stottern blieb. Und zwischen Maus- und Tastaturbefehl und deren Umsetzung auf dem Bildschirm stieg die Verzögerung. Gestört hat mich das schon immer, aber ich hatte mich damit arrangiert.

Dass es dank FreeSync und G-Sync auch anders geht, habe ich als Redakteur schon des Öfteren erleben dürfen. Zu Hause erwartete mich aber weiterhin ein Monitor ohne Variable Refresh Rate. Dort stockte, ruckelte und zerriss es das Bild dann wieder. Irgendwie gehörte das ja auch dazu, aber von Tag zu Tag nervte es mehr.

Meine jahrelange Suche nach einem neuen Monitor fand deshalb vor ein paar Monaten in einem Modell mit Adaptive Sync ein Ende. Und seit einigen Wochen berechnet die Inhalte eine Grafikkarte von AMD, die FreeSync unterstützt. Das Ergebnis: Genial. Und mit jedem Tag wird es besser. Das flüssige, gleichmäßige, störungsfreie Bild – um Meilen besser als schwankende 100 FPS. Besser als eine neue Grafikkarte, erst recht besser als ein neuer Prozessor. Ich will wirklich nicht mehr zurück. Aber vielleicht muss ich das?

Entgegen meiner Absichten, habe ich nicht mehr auf die Vereinigung von FreeSync und G-Sync gewartet. Ich habe auf Adaptive Sync und damit vorerst auf AMDs FreeSync gesetzt. Wäre meine nächste Grafikkarte eine von Nvidia, mit dem synchronen Spielen wäre es vorbei. Ich bin Enthusiast genug, um dieses Risiko einzugehen. Ich hoffe auf eine baldige Unterstützung von Adaptive Sync durch Nvidia.

Für die meisten Spieler ist der aktuelle Status quo zurecht aber immer noch ein riesiger Hemmschuh. Im Ergebnis hemmt das eine wirklich bahnbrechende Innovation und für viele Spieler heißt es bei der Ansicht zerrissener Bilder weiterhin: Willkommen im Jahr 2015.

Hinweis: Der Inhalt dieses Kommentars gibt die persönliche Meinung des Autors wieder. Diese Meinung wird nicht notwendigerweise von der gesamten Redaktion geteilt.

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