Chromebook 11 ausprobiert : Acer baut Deutschlands günstigstes Chromebook

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Chromebook 11 ausprobiert: Acer baut Deutschlands günstigstes Chromebook

Im Rahmen der CES 2016 hat Acer eine neue Variante des Chromebook 11 vorgestellt, die mit einem Einstiegspreis von 229 Euro die Messlatte so niedrig wie kein anderes Chromebook in Deutschland setzt. Auf zwei Funktionen des bisher günstigsten Modells muss zwar verzichtet werden, dennoch macht das Gerät einen guten Gesamteindruck.

Acers neues Chromebook 11 trägt die Kennung CB3-131 und ist eine Alternative zum CB5-132T, das im Preisvergleich derzeit rund 300 Euro kostet. Für 70 Euro weniger fehlen dem neuen CB3-131 das 360-Grad-Scharnier und das Touch-Display. Das dafür nun matte IPS-Display ist weiterhin 11,6 Zoll groß und löst mit 1.366 × 768 Bildpunkten auf. Die nicht sonderlich hohe Pixeldichte von 135 ppi ist zwar ein Nachteil des Panels, die allgemeine Darstellungsqualität ist aber in Ordnung und auch die Blickwinkelstabilität fällt dank IPS-Technik gut aus. Subjektiv eingeschätzt ist die maximale Display-Helligkeit aber nur mittelmäßig, was den Außeneinsatz einschränken kann.

Punkten kann das CB3-131 über seine guten Eingabegeräte, die qualitativ deutlich über dem Niveau anderer 230-Euro-Notebooks liegen. Hier scheinen von Google vorgegebene Mindeststandards zu greifen, denn Tastatur und Trackpad entsprechen nicht dem üblichen Acer-Design. Das tastenlose Trackpad ist ungewöhnlich groß für diese Preisklasse und erkennt präzise Wischgesten unter Chrome OS. Die Tastatur des Chromebooks bietet einen angenehmen Hub, wenngleich die Tasten etwas schwammig im Gehäuse sitzen. Das Layout und die gewählte Font entsprechen auch hier anderen Chromebooks, sodass Gerätewechsler sich schnell umstellen können.

Für Vortrieb sorgt im Chromebook 11 noch kein neues SoC aus Intels Braswell-Serie, sondern noch ein Celeron N2840 aus der Bay-Trail-Familie. Der Prozessor mit zwei Kernen und zwei Threads bietet einen Grundtakt von 2,16 Gigahertz und einen Burst-Takt von maximal 2,58 Gigahertz. Den Prozessor kühlt Acer erneut lüfterlos, sodass lautloses Arbeiten möglich ist. Die Leistung fällt den Spezifikationen entsprechend mittelmäßig aus, ist für einfache Textverarbeitung und das Surfen im Netz oder das Schauen von Video aber ausreichend.

Acers positioniert das Chromebook klar über den Preis am Markt, dennoch ist das Gerät mit 1,1 Kilogramm leicht und soll mit einem 37,7 Wh leistenden Akku für rund neuen Stunden Laufzeit ausreichen. Standardmäßig sind nur 16 Gigabyte Speicher bei der Variante mit 2 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut, sodass sich die Erweiterung über den SD-Kartenleser empfiehlt. Für einen Aufpreis von 50 Euro lässt sich das Chromebook auch mit 32 Gigabyte Speicher und 4 Gigabyte RAM konfigurieren. Der Marktstart für Deutschland ist grob für März abgesteckt, zum Preis ab 229 Euro.

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