CPU-Gerüchte zur CES : 10-Kern-Broadwell-E für 1.500 US-Dollar, Kaby Lake erst 2017

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CPU-Gerüchte zur CES: 10-Kern-Broadwell-E für 1.500 US-Dollar, Kaby Lake erst 2017

Alle großen Mainboardhersteller sind zur CES 2016 vertreten, und alle haben einen gewissen Informationsstand zu noch nicht angekündigten Produkten. Unterm Strich manifestiert sich jedoch das Bild, was sich bereits abzeichnete: Kaby Lake wird es im Desktop erst 2017 geben, Intels neues Flaggschiff wird es preislich in sich haben.

Die Zehn-Kern-Variante von Broadwell-E soll nach aktuellem Stand bis zu 1.500 US-Dollar kosten und damit noch einmal 50 Prozent über dem Acht-Kern-Modell liegen. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine CPU für den Desktop 1.499 US-Dollar kostet. Noch 2009 gab es das ursprünglich für die gefloppte Skulltrail-Plattform angedachte Prozessormodell Core 2 Quad QX9775 für den besagten Preis von 1.499 US-Dollar (PDF). Dieses entsprach seinerzeit ebenfalls nahezu komplett den Xeon-Prozessoren, bei Broadwell-E in Form einer Zehn-Kern-Variante wird dies nicht anders sein. Die Ableger mit acht und sechs Kernen sollen dem aktuellen Preisschema der Haswell-E-CPUs folgen. Als Starttermin gilt das zweite Quartal als gesetzt, mit einer Tendenz zur Computex 2016 Anfang Juni.

Die Mainboardhersteller suchen ihr Heil bereits in der Vorbereitung für neue Hauptplatinen mit dem X99-Chipsatz, um dem High-End-Prozessor Mitte 2016 auch eine angemessene Plattform bieten zu können. Aufgrund der Limitierungen des Chipsatzes auf nur acht Lanes im PCIe-2.0-Standard sind Wunder dort aber nicht zu erwarten, Intels Mainstream-Chipsatz Z170 ist mittlerweile deutlich besser aufgestellt.

An der Mainstream-Front soll beginnend in diesem Jahr der Skylake-Refresh Kaby Lake nach und nach eingeführt werden. Zuletzt hatte sich bereits abgezeichnet, dass diese neuen Modelle zuerst für Notebooks vorgestellt werden sollen, deutlich später wird demnach der Desktop bedacht. Eine letzte, inoffizielle Roadmap sprach von einem Produktionsbeginn zwar noch in diesem Jahr, konnte jedoch noch kein exaktes Startfenster eingrenzen. Von Mainboardherstellern war direkt zu vernehmen, dass im Desktop dieses Jahr für den Sockel LGA 1151 nichts mehr passieren wird, ein minimales Taktupdate für das eine oder andere Skylake-Modelle ausgenommen.

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