In Win 805 im Test : Ein echter Hingucker aus Glas und Aluminium

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In Win 805 im Test: Ein echter Hingucker aus Glas und Aluminium

Die Kombination aus gewagtem Design, Aluminium und Echtglas hat sich für den taiwanischen Hersteller In Win bewährt: Die Gehäuse der Marke haben sich binnen kürzester Zeit einen exklusiven Ruf erarbeitet, horrend teure Studien für zusätzlichen Aufwind gesorgt.

Das 805 setzt die Serie der bodenständigeren Edelgehäuse, durch die Hersteller In Win so bekannt geworden ist, fort. Die schlichte Präsenz des Midi-Towers wird durch einen weiß beleuchteten Schriftzug und einen gleichfarbigen LED-Hecklüfter aufpoliert. Durch das getönte Glas erstrahlen sie anschließend in reduzierter Helligkeit. Ein waschechtes Showcase, das Hardware vorzeigen will.

In Win 805
In Win 805

Den ersten prüfenden Blicken standgehalten, verheißt die Verarbeitungsqualität des 150 Euro teuren Gehäuses ausschließlich Gutes. Beim Innenraumaufbau konnte bisher jedoch kein Gehäuse von In Win auch nur annähernd mit den Top-Produkten der Konkurrenz mithalten.

Midi-Tower mit USB Typ C

Mit den 3 mm starken Glasseitenteilen bringt das 805 von In Win 9,2 Kilogramm auf die Waage und zählt mit seinen Abmessungen von 455 × 205 × 476 (L × B × H in mm) zu den klassischen Midi-Towern. Neben der sonst sehr konventionellen Ausstattung gehört das 805 zu den ersten Gehäusen, die mit einer Buchse nach USB Typ C am Frontpanel ausgestattet sind.

In Win 805
Mainboard-Format: ATX, Micro-ATX
Chassis (L × B × H): 455 × 205 × 476 mm (44,40 Liter)
Seitenfenster
Material: Aluminium, Glas
Nettogewicht: 9,20 kg
I/O-Ports: 1 × USB 3.1 Type C, 1 × USB 3.0, 2 × USB 2.0, HD-Audio
Einschübe: 2 × 3,5"/2,5" (intern)
4 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 8
Lüfter: Front: 2 × 140/120 mm (optional)
Heck: 1 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Boden: 2 × 120 mm (optional)
Staubfilter: Boden
Kompatibilität: CPU-Kühler: 160 mm
GPU: 390 mm
Netzteil: 220 mm
Preis: ab € 158

Glas und Alu in perfekter Symbiose

Äußerlich besticht das In Win 805 durch seine getönten Echtglasseitenteile. Auch nahezu die gesamte Vorderseite ist mit Glas verkleidet. Ausgenommen ist das Frontpanel, das in einem Stück gebürsteten Aluminium eingelassen wurde. Der Deckel des Midi-Towers ist ebenfalls gebürstet.

Da durch das Glas für die beiden optionalen 120- oder 140-mm-Frontventilatoren keine Möglichkeit besteht, Frischluft zu beziehen, muss dies anders realisiert werden. Im Boden ist für diesen Zweck ein Lufteinlass vorhanden, der durch einen Nylonstaubfilter geschützt wird.

Akzente setzt der Hersteller mit einem weißen LED-Hecklüfter und einem gleichfarbigen In-Win-Logo. Im Betrieb schimmert das weiße Licht dezent durch das getönte Hartglas.

Neben dem USB-Typ-C-Anschluss finden sich am Front-Panel ein weiterer USB-3.0-Anschluss, zwei USB-2.0-Ports und Mikrofonein- sowie Soundausgang in Form von zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen. Links neben den quadratischen Startknopf hat In Win zudem zwei LEDs eingelassen. Während eine blaue Diode den Betrieb des Computers anzeigt, dient eine gelbe LED als Indikator für Festplattenzugriffe.

Die zerbrechlichen Seitenteile werden durch vier große Rändelschrauben am Korpus gehalten. Um die Entkopplung zu verbessern, liegen sie auf der gleichen Anzahl an Gummiringen auf.

Am Boden des Midi-Towers lassen sich zwei weitere 120-mm-Lüfter einsetzen. Hierfür ist es allerdings notwendig, den Festplattenkäfig entweder komplett auszubauen oder ihn an einem der beiden Plätze des Brackets im Innenraum anzubringen. Auch sie werden vom großen Nylonstaubfilter daran gehindert, große Mengen Staub in das Innere des Gehäuses zu befördern.

Nur die Standfüße sind aus Kunststoff

Das In Win 805 besteht zwar im Wesentlichen aus Glas und Aluminium, bei den beiden stabilen Standfüßen greift der taiwanische Hersteller jedoch auf Kunststoff zurück. Vier rechteckige Gummisohlen sollen die Entkopplung des Midi-Towers noch weiter verbessern.

In Win 805 – Untersicht
In Win 805 – Untersicht

Die Hülle des In Win 805 ist perfekt verarbeitet. Nirgendwo am Gehäuse finden sich unregelmäßige Spaltmaße, Verarbeitungsfehler oder sonstige Mängel.

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  • Carsten Lissack E-Mail
    … ist auf ComputerBase für den Bereich PC-Gehäuse verantwortlich. Fotografie ist seine Leidenschaft.