Type Cover Fingerprint ID im Test : Surface Pro 3 & 4 schnell mit dem Finger entsperren

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Type Cover Fingerprint ID im Test: Surface Pro 3 & 4 schnell mit dem Finger entsperren

Mit Windows Hello hat Microsoft die Nutzung biometrischer Sensoren direkt in Windows 10 integriert. Mit Surface Pro 4 und Surface Book hat der Konzern auch zwei Geräte im Portfolio, die dank Infrarot-Kamera ein Entsperren per Gesichtserkennung ermöglichen. Die Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL ermöglichen das Entsperren mittels Iris-Scan.

Seit heute können Surface Pro 3 und Surface Pro 4 darüber hinaus mit einem Fingerabdrucksensor versehen werden. Das entsprechende Type Cover mit Touch ID ist fünf Monate nach der Vorstellung ab sofort auch in Deutschland verfügbar.

ComputerBase zieht pünktlich zum Marktstart einen Vergleich zwischen Gesichtserkennung und Erkennung über den Fingerabdruck.

Entsperren per Gesicht und Finger

Bereits die Anmeldung per Gesichtserkennung hat im Test des Surface Pro 4 aufgrund der Geschwindigkeit überzeugt. Auf dem Sperrbildschirm sucht das 2-in-1-Tablet durchweg nach dem Nutzer, indiziert durch das rote Leuchten der Infrarotlampe neben der Kamera. Die Erkennung und die Anmeldung funktionieren sehr schnell und komfortabel, teils schneller, als der Anwender vor dem Surface Pro Platz genommen hat.

Schnell konfiguriert, sehr schnell erkannt

Wie die Einrichtung der Gesichtserkennung erfolgt das Speichern der Finger in wenigen Schritten, dauert aber etwas länger als per Kamera. Zehn Fingerabdrücke können hinterlegt werden. Die anschließende Geschwindigkeit des Fingerabdrucksensors steht der Gesichtserkennung dann wiederum in nichts nach: Finger auflegen und der Benutzer wird in der Regel sofort bekannt. Ein Wischen über den Scanner ist nicht erforderlich.

Surface Pro 4: Windows Hello im Vergleich

Wie beim Smartphone kann es aber auch beim Type Cover mit Touch ID dazu kommen, dass der Finger nicht beim ersten Mal korrekt erkannt wird, insbesondere feuchte Finger bleiben ein Problemfeld.

Nur die Kamera ist immer dabei

Ein Vorteil der Gesichtserkennung ist deren dauerhafte Verfügbarkeit: Der optionale Fingerabdrucksensor funktioniert nur mit angeschlossenem und aktivem Type Cover. Wenn unterwegs nur das Surface Pro 4 zur Hand ist, fällt diese Option weg. Selbst konfigurieren lässt sie sich in der Systemsteuerung nicht mehr.

Nach Einrichtung sucht das gesperrte Surface Pro 4 nach dem Inhaber
Nach Einrichtung sucht das gesperrte Surface Pro 4 nach dem Inhaber

Dafür passen die neuen Tastaturen auch an das alte Surface Pro 3, das damit erstmals mit Windows Hello umzugehen weiß. Weil die vierte Generation der Tastatur auch sonst deutlich besser als die dritte ist, kann sich der Kauf für diesen Kundenkreis gleich doppelt lohnen.

Der Vorteil der biometrischen Sensoren ist im Alltag aber nicht nur in der Anmeldung zu finden, auch zur Verifizierung bei Vorgängen, die ein Passwort erfordern, können die biometrischen Sensoren genutzt werden.

Fazit: Schnell, aber teuer

Mit Windows Hello kann Microsoft mit einer gelungen Integration biometrischer Sensoren aufwarten. Im Alltag ist eine deutliche Erleichterung verglichen mit PINs und Passwörtern spürbar. Damit übersteigen die Funktionen dank der Zuverlässigkeit und tiefen Integration ins Betriebssystem auch den Status eines Gimmicks.

Nutzer des Surface Pro 4 haben dabei ab sofort die Wahl zwischen Gesicht und Finger, wenn denn das rund 180 Euro teure Type Cover mit Fingerprint ID gekauft wird. Der Aufpreis gegenüber dem herkömmlichen Type Cover der 4. Generation beträgt 30 Euro, der an sich schon sehr hohe Preis für die in der Regel benötigte Tastatur steigt dadurch weiter an.

Tastatur mit Fingerabdruck ist für das Pro 3 interessant

Das Type Cover mit Fingerprint ID ist damit insbesondere für Inhaber des Surface Pro 3 interessant, die Windows Hello bisher nicht nutzen können. Zugleich ist die neue Tastatur in Sachen Schreibgefühl und Touchpad deutlich besser als der Vorgänger.

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  • Mahir Kulalic E-Mail Twitter
    … schreibt mit Schwerpunkt im Ressort Mobiles für ComputerBase. Sein Interesse lag schon früh bei Smartphones, später kamen Tablets hinzu.