VIA KT333 im Test: EPoX 8K3A+ gegen MSI KT3 Ultra ARU

Jan-Frederik Timm
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VIA KT333 im Test: EPoX 8K3A+ gegen MSI KT3 Ultra ARU

Einleitung

Es ist schon einige Zeit vergangen, seitdem wir mit dem K7S6A respektive dem SiS745 den ersten Chipsatz mit DDR333 (PC2700) Unterstützung unter die Lupe genommen haben und die damals etwas zwiespältigen Ergebnisse sind uns noch immer gut in Erinnerung. Allem voran der RAM schien uns damals einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben. Gewappnet mit drei verschiedenen RAM-Modulen von sehr guter Qualtität wollten wir nun einen Blick auf den neuesten Spross aus dem Hause VIA, den KT333, werfen. Ob sich der Chipsatz für DDR-Ram-Einsteiger oder Besitzer eines KT266(A) trotz seiner ansonsten identischen Eigenschaften zum Vorgänger lohnt, wollten wir in unserem Review anhand zweier Platinen herausfinden. An dieser Stelle herzlichen Dank an EpoX und MSI, die uns die Mainboards 8K3A+ bzw. KT3 Ultra zur Verfügung gestellt haben. Obwohl fest eingeplant, hat es das Asus A7V333 leider nicht mehr in unseren Test geschafft.

8K3A+ & MSI KT3 Ultra ARU
8K3A+ & MSI KT3 Ultra ARU

Nachtrag: Elitegroup K7S6A

Wie damals im Review angekündigt, schickten wir auch das K7S6A nochmals mit dem aktuellsten Bios und hochwertigem Speicher (Corsair) in den Testparcours, um die teilweise desolate Leistung der Platine mit fraglichem Bios und relativ wählerischem Nanya-RAM gerade zu biegen. Doch obwohl wir dieses Mal die absolut schärfsten Timings im Bios aktivieren konnten, blieben die mit PC2700 erzielten Werte praktisch auf dem selben, schlechten Niveau. Da dieser Umstand nun doch dem Board zugeschrieben werden muss, haben wir uns zu einer Abwertung der Platine entschieden. Das komplette Review findet sich hier.

Die Qual der Speicherwahl?

Viel ist geschrieben worden über die Vor- und Nachteile der neuesten Chipsatzgeneration mit PC2700-Unterstützung. Von den Herstellern als weiterer Meilenstein in der Computer-Entwicklung gepriesen, waren wir schon vor unserem Review des K7S6A mit SiS745 Chipsatz sehr skeptisch. Prompt wurde uns damals der verwendte RAM zum Verhängnis, der eine perfekte Bewertung der Platine unmöglich machte.

Um uns dieses Mal einen möglichst runden Überblick über die maximale Leistung des KT333 verschaffen zu können, haben wir sage und schreibe drei verschiedene RAM-Fabrikate zur Hilfe gezogen, die in zahlreichen Tests ihre gute bis sehr gute Performance unter Beweis stellen konnten. Wir möchten an dieser Stelle bei den Firmen OCZ, Crucial und Corsair recht herzlich für die Bereitstellung der Module danken.

Crucial DDR333 CL2.5
Crucial DDR333 CL2.5
Corsair DDR333 CL2.0
Corsair DDR333 CL2.0
OCZ DDR400 CL2.5
OCZ DDR400 CL2.5

Ohne Komplikationen ging es jedoch auch dieses Mal nicht vonstatten. Als erstes mussten die Platinen mit dem bekannten Speicher von Crucial vorlieb nehmen. Der RAM ist auf CL2.5 spezifiziert und JEDEC-Konform. Sowohl das EpoX 8K3A+ als auch das MSI KT3 Ultra ARU verweigerten somit prompt die Zusammenarbeit bei CL2.0. Gab sich das 8K3A+ mit der Einstellung 2.5 bei ansonsten schnellsten Timings jedoch zufrieden, wollte das MSI KT3 Ultra erst mit einer 'Active to Precharge' von 6 starten. Den Speicher, der in verschiedensten Test mit optimalsten Timings noch weit über der eigentlichen Taktfrequenz lief, konnte das Board demnach nicht voll nutzen.

Der uns von Corsair zur Verfügung gestellte RAM sollte hier Abhilfe schaffen. Offizielle bis 180MHz auf CL2.0 spezifiziert, zeigte der Speicher in einigen Reviews bei bis zu 200MHz sein Können. Erste Tests mit dem 8K3A+ verliefen jedenfalls positiv, sodass einem Test mit perfekten Speichertimings, also der maximal möglichen Chipsatzperformance, nichts im Wege stand. Anders verhielt sich das KT3, welches auch mit dem Corsair RAM kein CL 2.0 fahren wollte. Windows 2000 bootete zwar, lief jedoch äußerst instabil und spätestens der erste Benchmark brachte den unfreiwilligen Bluescreen/Reset. Um diesen Umstand dem Board und nicht dem Speicher zuschreiben zu können, wurde das MSI-Board kurzer Hand mit einem DDR400-Modul (CL2.5) von OCZ bestückt. Doch auch hier verabschiedete sich die Platine nach wenigen Sekunden mit einem Reset. Immerhin lies sich mit beiden RAMs die ebenfalls recht wichtige Acitve to Precharge Time auf 5 einstellen.

Sollte unser Duell somit mit verschiedenen Voraussetzungen in den Speichertimings stattfinden? Ein Blick auf die Ergebnisse scheint dies zu entkräften und gleichzeitig das ernüchternde Verhalten des MSI KT3 Ultra bei einer CAS Latency von 2.0 erklären. Soviel vorweg genommen: Die auf 2.5 laufende Platine sollte sich nämlich als nur unwesentlich langsamer als das auf 2.0 laufende 8K3A+ erweisen, was die Vermutung nahe liegen läßt, dass der Chip auf dem MSI-Board bereits mit schärferen Timings getaktet ist, als es das Bios preisgeben möchte. Das EpoX 8K3A+ hingegen geht eher konservativ an den Start, läßt sich aus diesem Grund jedoch wesentlich stärker tunen.

Doch werfen wir vorerst einen Blick auf die Testkandidaten.