07.11.2005 15:00

Test: nVidia GeForce 6800 GS (20/21)

Der Radeon-X1600-XT-Gegenspieler
Autor: Wolfgang Andermahr

Stromverbrauch

Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut durch Verwendung des 3DMark05 simuliert.

Stromverbrauch

 Idle (Windows-Desktop):
nVidia GeForce 6800
103
ATi Radeon X800
105
nVidia GeForce 7800 GT
105
ATi Radeon X800 GTO
106
ATi Radeon X700 Pro
106
nVidia GeForce 6600 GT
107
ATi Radeon X800 XL
107
ATi Radeon X850 XT
109
nVidia GeForce 6800 GS
109
ATi Radeon X800 GT
110
ATi Radeon X850 Pro
111
ATi Radeon X1300 Pro
115
nVidia GeForce 7800 GTX
119
ATi Radeon X1600 XT
120
nVidia GeForce 6800 Ultra
128
ATi Radeon X1800 XL
137
ATi Radeon X1800 XT
152
 Last:
ATi Radeon X1300 Pro
149
ATi Radeon X700 Pro
156
nVidia GeForce 6800
160
ATi Radeon X1600 XT
164
nVidia GeForce 6600 GT
167
ATi Radeon X800 GT
167
ATi Radeon X800
169
ATi Radeon X800 XL
176
ATi Radeon X800 GTO
176
nVidia GeForce 7800 GT
177
nVidia GeForce 6800 GS
178
ATi Radeon X1800 XL
186
ATi Radeon X850 Pro
190
ATi Radeon X850 XT
192
nVidia GeForce 7800 GTX
204
ATi Radeon X1800 XT
206
nVidia GeForce 6800 Ultra
208
Angaben in Watt (W)

Die GeForce 6800 GS nimmt bezüglich der Stromaufnahme unter Windows einen Platz im Mittelfeld ein und bleibt deutlich genügsamer als beispielsweise eine GeForce 6800 Ultra. Zwar muss man sich leicht einer Radeon X800 GTO geschlagen geben, die X1600 XT aus demselben Hause lässt mal allerdings spielend hinter sich.

Unter Last katapultiert sich die neue nVidia-Karte in das obere Mittelfeld, bleibt aber immer noch im akzeptablen Bereich. Gegen eine Radeon X800 GTO müssen sich die Kalifornier im 3D-Modus leicht geschlagen geben; eine Radeon X1600 XT benötigt interessanterweise deutlich weniger Strom.

Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Far Cry, Half-Life 2 sowie Doom3. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit

 Doom 3 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
6800 GS - Übertaktet (480/660)
36,0
6800 GS - Standard (425/500)
30,6
 Half-Life 2 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
6800 GS - Übertaktet (480/660)
39,9
6800 GS - Standard (425/500)
34,6
 Far Cry - 1600x1200 4xAA/16xAF:
6800 GS - Übertaktet (480/660)
35,9
6800 GS - Standard (425/500)
30,6
Angaben in Punkten

Während der Chip sich mit einer Takterhöhung von 55 MHz nur durchschnittlich übertakten lässt, weiß der verbaute VRAM von Samsung mit einer Zugriffszeit von 2,0 ns zu überzeugen. Er stellt einen richtigen Rekordwert auf, für den eigentlich mindestens 1,6-ns-Speicher benötigt wird. Um satte 160 MHz konnten wir den Takt erhöhen, was mehr als nur ein gutes Ergebnis ist. Somit konnte die Performance in allen drei getesteten Spielen recht deutlich gesteigert werden.

HDTV-Wiedergabe

Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia und ATi, den Media Player in der Version 10 und ein spezielles Hotfix, damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.

WMV HD-Wiedergabe (CPU-Last)

Wie man am Diagramm erkennen kann, bietet der verbaute NV42-Chip auf der GeForce 6800 GS eine sehr gute WMV-HD-Beschleunigung. Selbst an der ebenfalls in dieser Disziplin überzeugenden GeForce 7800 GT rutscht man vorbei. Die entsprechenden ATi-Pendants wie eine Radeon X800 XL oder die neue X1600 XT lässt man gar mit einem relativ großen Abstand hinter sich.