30.09.2008 06:01

Kurztest: ATi Radeon HD 4550 (6/7)

Die optimale HTPC-Karte?
Autor: Wolfgang Andermahr

Sonstige Messungen

Bevor wir mit den sonstigen Messungen beginnen, möchten wir uns dafür entschuldigen, dass viele Testkandidaten in dieser Disziplin fehlen. Allerdings mussten wir viele Karten mit den uns zur Verfügung stehenden 3D-Beschleunigern bei den Leistungsmessungen simulieren, da wir einige Grafikkarten nicht vor Ort hatten. In den nun folgenden Kategorien haben wir die simulierten Karten selbstverständlich nicht mit aufgenommen.

Lautstärke

 Idle:
ATi Radeon HD 3450
43
Hinweis: Passivkühlung
ATi Radeon HD 4550
43
Hinweis: Passivkühlung
S3 Chrome 430 GT
48
Nvidia GeForce 8500 GT
48
 Last:
ATi Radeon HD 3450
43
Hinweis: Passivkühlung
ATi Radeon HD 4550
43
Hinweis: Passivkühlung
S3 Chrome 430 GT
48
Nvidia GeForce 8500 GT
48
Angaben in Dezibel

Da das Referenzdesign der Radeon HD 4550 wie beim Vorgänger Radeon HD 3450 mit einem vollkommen lüfterlosen Kühlsystem daher kommt, bleibt die Grafikkarte logischerweise in allen Lebenssituationen unhörbar. Damit eignet sich der 3D-Beschleuniger perfekt für einen Silent- sowie einen HTPC, der im Wohnzimmer steht. Sowohl die GeForce 8500 GT (von MSI) als auch die S3 Chrome 430 GT verrichten ihre Arbeit um einiges lauter als die ATi-Produkte.

Temperatur

 Idle – GPU:
ATi Radeon HD 3450
38
ATi Radeon HD 4550
40
S3 Chrome 430 GT
48
Nvidia GeForce 8500 GT
53
 Last - GPU:
ATi Radeon HD 3450
53
S3 Chrome 430 GT
64
Nvidia GeForce 8500 GT
64
ATi Radeon HD 4550
64
 Last - Chiprückseite:
S3 Chrome 430 GT
35
Nvidia GeForce 8500 GT
36
ATi Radeon HD 3450
43
ATi Radeon HD 4550
46
Angaben in °C

Obwohl eine passive Kühlung meistens eine hohe Temperatur zur Folge hat, wird die ATi Radeon HD 4550 unter Windows mit maximalen 40 Grad Celsius nicht warm, was an dem guten funktionierenden Stromsparmechanismus liegt. Unter Last greifen diese Maßnahmen natürlich nicht mehr, weswegen sich die RV710-GPU auf bis zu 64 Grad Celsius aufheizt. Probleme sollte es aber selbst nach einer langen Beanspruchung in warmen Räumen nicht geben. Auf der Chiprückseite wird die Grafikkarte 46 Grad Celsius warm.

Leistungsaufnahme

 Idle:
ATi Radeon HD 3450
118
ATi Radeon HD 4550
119
S3 Chrome 430 GT
123
Nvidia GeForce 8500 GT
127
 Last:
ATi Radeon HD 3450
162
ATi Radeon HD 4550
172
S3 Chrome 430 GT
174
Nvidia GeForce 8500 GT
182
Angaben in Watt (W)

Während der Stromsparmechanismus auf den Radeon-HD-4800-Karten – abgesehen von der Radeon HD 4870 X2 – immer noch einige Schwierigkeiten bereitet (die von ATi vor Monaten in Aussicht gestellte Lösung lässt weiter auf sich warten), zeigt sich PowerPlay 2.0 auf der Radeon HD 4550 in guter Verfassung. Die Leistungsaufnahme liegt mit der neuen Low-End-Karte bei 119 Watt (gemeint ist der gesamte PC), was nur ein einziges Watt über dem Verbrauch einer deutlich langsameren Radeon HD 3450 liegt. Unter Last zieht die Radeon HD 4550 mit 172 Watt etwas mehr Strom aus der Leitung als die Radeon HD 3450, jedoch hält sich die Leistungsaufnahme noch immer in Grenzen.

Übertaktbarkeit

 Company of Heroes:
HD 4550 - Übertaktet (716/958)
51,4
HD 4550 - Standard (600/800)
43,0
 Clive Barker's Jericho:
HD 4550 - Übertaktet (716/958)
19,9
HD 4550 - Standard (600/800)
16,8
 World in Conflict:
HD 4550 - Übertaktet (716/958)
54,1
HD 4550 - Standard (600/800)
45,1

Obwohl die Radeon HD 4550 vor allem aufgrund der passiven Kühlung sicherlich nicht für hohe Übertaktungsergebnisse ausgelegt ist, können wir die GPU von 600 MHz um gute 116 MHz auf 716 MHz übertakten. Auch der Spielraum beim DDR3-Speicher ist groß, der ein Plus von 158 MHz mit macht, bevor es zu ersten Grafikfehlern kommt. 958 MHz ist die maximal mögliche Frequenz. Somit können wir die Performance der ATi Radeon HD 4550 je nach Applikation zwischen 18 und 20 Prozent steigern.

VC1-Wiedergabe

VC1-Wiedergabe

 Maximal:
S3 Chrome 430 GT
56
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
51
ATi Radeon HD 4550
40
 Durchschnitt:
S3 Chrome 430 GT
45
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
39
ATi Radeon HD 4550
27
 Minimal:
S3 Chrome 430 GT
36
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
29
ATi Radeon HD 4550
14
Angaben in Prozent

Bei der CPU-Auslastung während der Wiedergabe eines im VC1-Codec codierten HD-Films kann sich die ATi Radeon HD 4550 wie gewohnt vor die Konkurrenz aus dem Hause Nvidia setzen. Auch die S3 Chrome 430 GT ist bei den Messungen chancenlos. Beim H.264-Codec kann die Konkurrenz dagegen eher überzeugen, wobei die Radeon HD 4550 nichtsdestotrotz immer noch den zweiten Platz einheimst. Einzig der Chrome 430 GT kann einen kleinen Überraschungserfolg erzielen, wobei die Unterschiede im Bereich der Messungenauigkeit liegen.

H.264-Wiedergabe

H.264-Wiedergabe

 Maximal:
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
57
ATi Radeon HD 4550
54
S3 Chrome 430 GT
52
 Durchschnitt:
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
39
S3 Chrome 430 GT
35
ATi Radeon HD 4550
35
 Minimal:
ATi Radeon HD 4550
26
Nvidia GeForce 9400 GT DDR2
26
S3 Chrome 430 GT
25
Angaben in Prozent

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