Nvidia GeForce GTX 780 im Test: Ein kleiner Titan. Ganz groß.

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Wolfgang Andermahr
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Sondertests

Wie hoch taktet der Turbo?

Die GeForce GTX 780 kommt wie die GeForce GTX Titan mit GPU Boost 2.0 daher, sodass der anliegende Takt nicht nur durch das Power Target (maximale Leistungsaufnahme), sondern auch durch das so genannte „Temperature Target“, sprich eine vorher festgelegte Temperaturschwelle von maximal 80 °C, bestimmt wird. Damit erhält das benutzte Gehäuse sowie die Belüftung einen großen Einfluss auf die endgültige Geschwindigkeit der GeForce GTX 780.

Wir setzen ein geschlossenes Gehäuse inklusive zwei sich langsam drehender Lüfter für unsere Grafikkarten-Tests ein, um ein realitätsnahes Szenario zu simulieren. Wir gehen deshalb davon aus, dass unsere Werte mit denen im heimischen PC vergleichbar sind.

Darüber hinaus ist es für das korrekte „Benchmarken“ entscheidend, den Rechner und damit die Grafikkarte „aufzuwärmen“. Denn bei (normal) hohen Temperaturen taktet die GeForce GTX 780 in den Standardeinstellungen teils deutlich niedriger als bei geringen Temperaturen, die nach dem Starten des Spiels zwangsweise noch gegeben sind. Dementsprechend heizen wir das Spiel 15 Minuten auf. Ein längeres Aufheizen hat keinen weiteren Unterschied ergeben. Neben den Standardeinstellungen testen wir darüber hinaus die Maximaleinstellung (Power Target bei 106 Prozent mit einer GPU-Zieltemperatur von 94 Grad Celsius).

Spiel Base-Clock Boost-Clock „unser“ Takt +6% Power
94° Celsius
Alan Wake 862 MHz 900 MHz 901 MHz 993 MHz
Anno 2070 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Assassin's Creed 3 862 MHz 900 MHz 888 MHz 967 MHz
Battlefield 3 862 MHz 900 MHz 875 MHz 993 MHz
Crysis 2 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Crysis 3 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Dirt: Showdown 862 MHz 900 MHz 928 MHz 993 MHz
Far Cry 3 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Hitman: Absolution 862 MHz 900 MHz 915 MHz 993 MHz
Max Payne 3 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
MoH: Warfighter 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Metro 2033 862 MHz 900 MHz 928 MHz 993 MHz
Planetside 2 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Project Cars 862 MHz 900 MHz 915 MHz 993 MHz
Risen 2 862 MHz 900 MHz 915-928 MHz 993 MHz
Skyrim 862 MHz 900 MHz 901-915 MHz 993 MHz
The Witcher 2 862 MHz 900 MHz 862 MHz 993 MHz
Tomb Raider 862 MHz 900 MHz 901 MHz 993 MHz

Der Turbo auf der GeForce GTX 780 funktioniert in einem geschlossenen Gehäuse besser als auf der GeForce GTX Titan, der von Nvidia angegebene Boost-Takt wird aber dennoch längst nicht immer erreicht wird. Dies ist nur in Alan Wake (901 MHz), Dirt: Showdown (928 MHz), Hitman: Absolution (915 MHz), Metro 2033 (928 MHz), Project Cars (915 MHz), Risen 2 (915 bis 928 MHz) sowie Skyrim (901 bis 915 MHz) der Fall, in allen anderen Spielen liegt weniger an.

Maximiert man das Power Target sowie das Temperature Target, agiert die GeForce GTX 780 beinahe durchgängig mit den maximal möglichen 993 MHz. Die einzige Ausnahme ist Assassin's Creed 3, das die GPU auf 963 MHz herunter takten lässt – dort wird das Power Target überschritten.

Die höhere Leistung hat aber auch seinen Preis: Die Leistungsaufnahme steigt um 67 Watt auf 351 Watt an, die Lautstärke um 5,5 Dezibel auf 53 Dezibel und die GPU-Temperatur um vier Grad auf 85 Grad Celsius.