Vorwort
Google gehört mittlerweile ohne Zweifel zu den Konzernen, die in der Öffentlichkeit häufig und kontrovers diskutiert werden. Dies ist zum größten Teil auf die atemberaubende Geschäftsentwicklung zurückzuführen, die gerade in letzter Zeit durch immer neue Produkte zusätzlichen Auftrieb erhält. Vom kleinen, aber smarten Microsoft- und Yahoo-Herausforderer über den Rang der größten Suchmaschine der Welt bis hin zu dem wohl wichtigsten Internetkonzerne der Gegenwart – bei Google werden Träume wahr.
Doch hat die Erfolgsmedaille wie so oft zwei Seiten. Neben euphorischem Jubel und einem hohen Börsenkurs wähnen immer mehr Nutzer, Kommentatoren und Datenschutzrechtler eine latente Gefahr bei der Nutzung der mittlerweile so zahlreichen Angebote. Und durchaus: Bei der schieren Masse an Informationen, die täglich auf den Google-Servern zusammenfließ, kann einem Angst und Bange werden. Dabei kann indes nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, ob hier tatsächlich berechtigte Bedenken formuliert werden, oder ob die zunehmend lauten, warnenden Stimmen primär auf die aktuelle Situation zurückzuführen sind, in der vor dem Hintergrund von spionierenden Großkonzernen, gestohlenen Bankdaten und einem (vermeintlich?) neuen Überwachungsstaat all jene zu brandmarken sind, die potentiellen Missbrauch an einem größeren Datensatz begehen könnten.
Mit Blick auf eben dieses Hintergrundrauschen kam es dann auch erst recht einem kleinen Urknall gleich, als Google vor etwas über einem Jahr mit Android zwar kein eigenes „gPhone“, dafür aber ein eigenes offenes Betriebssystem [1] für den mobilen Sektor ankündigte, das im Idealfall auf einer größeren Anzahl von Geräten zum Einsatz kommen soll.
Mit dem HTC G1 hat T-Mobile als exklusiver Partner auch hierzulande Anfang Februar ein erstes, auf Android basierendes Gerät eingeführt, das in diesem Test näher beleuchtet werden soll.
Spezifikationen
| Komponente | G1-Austattung |
|---|---|
| Betriebssystem | Android |
| Prozessor | Qualcomm MSM7201A, 528 MHz |
| Arbeitsspeicher | 256 MB (ROM), 192 MB (RAM) |
| Speicherplatz | 128 MB, 2 GByte (via SD, erweiterbar) |
| Größe | 118 x 57 x 17 (L x B x H in mm) |
| Display | 3,2-Zoll HVGA (Auflösung: 320 x 480) |
| Gewicht | 160 Gramm (inklusive Akku) |
| Bedienung | Touch-Display (Single-Touch), Tastatur, Trackball |
| Typ | Slider |
| Kommunikation | Quad-band GSM/GPRS/EDGE, UMTS (HSDPA, HSUPA), WLAN, Bluetooth |
| Kamera | 3,2 Megapixel Auto-Fokus |
G1 im Überblick
Lieferumfang & Inbetriebnahme
Das G1 kommt in einem HTC-üblichen, praktischen Gewand daher: Unter der T-Mobile-Verpackung schlummert der typische würfelförmige Karton samt Klappverschluss, wobei man gleich zu oberst auf das Objekt der Begierde stößt. Neben dem Smartphone liegt im Inneren der Verpackung überdies der Akku, ein Headset, ein USB- und Stromkabel, ein passendes Etui sowie das übliche Zubehör wie CDs und Handbücher verborgen.
Da die standardmäßig erworbene 2-GByte-SD-Karte bereits eingebaut ist (zur freien Verfügung stehen abzüglich der Systemdateien rund 1,8 GByte), ist die Inbetriebnahme nach dem Abnehmen der rückwärtigen Abdeckung und dem Einbau von SIM-Karte und Akku bereits möglich. Allerdings sollte sogleich der Akku geladen werden, da der Stand von Werkswegen aus recht niedrig ausfällt.
Maße & Optik
Was das Gewicht und die Größe anbetrifft, so bleibt das G1 im konventionellen Rahmen: Mit rund 160 Gramm (inklusive Akku) und einem Größenverhältnis von 118 x 57 x 17 (L x B x H in mm) bewegt sich das Gerät im Mittelfeld, ist aber zum Beispiel circa 30 Gramm schwerer (dafür aber etwas kleiner) als das iPhone aus dem Hause Apple.
Besonders auffällig ist jedoch das Äußere: Wer ein schickes Hochglanz-Gerät erwartet, das mit einer eleganten Form aufwartet und aus allen Winkel betrachtet optisch zu überzeugen weiß, der wird bitter enttäuscht. Auf den Punkt gebracht lässt sich sagen, dass das G1 für besonders kritische Geister wie ein in die Jahre gekommenes Handy der zweiten Generation wirken dürfte. Dies ist mitunter auch auf die spezielle Form zurückzuführen, da das G1 im unteren Bereich einen eher hässlichen Knick aufweist.



Zusätzlich verstärkt wird der Eindruck von einer in Teilen mäßigen Verarbeitungs- und Materialqualität. So können grobere Zeitgenossen mit weniger Geduld beim Entfernen der rückwärtigen Handy-Schale durchaus leicht ernsthafte Schäden an der billigen Plastikabdeckung hinterlassen. Auch die Plastik-Clips für den SD-Karten-Slot sowie die USB-Schnittstelle erwecken kein sonderliches Vertrauen was die dauerhafte Unversehrtheit anbetrifft. Ein weiterer Schwachpunkt könnte im unter „Bedienung“ noch näher zu betrachtenden Trackball zu finden sein, der aufgrund der häufigen Nutzung wie bei vielen anderen Geräten prinzipiell großer Belastung ausgesetzt ist, in unserer einwöchigen Testphase allerdings tadellos funktionierte. Geht es um die wichtigen Funktionen des G1, so kann glücklicherweise festgestellt werden, dass die Verarbeitung hier nichts zu wünschen übrig lässt. Die noch näher zu beschreibenden, vielfältigen Funktionalitäten lassen sich ohne Komplikationen ausführen und auch die integrierte Tastatur und die Slide-Funktion gaben keinerlei Anlass zur Beanstandung.
Bedienung
In Sachen Bedienung muss sich das G1 – anders als bei der Optik und Verarbeitung – nicht vor der Konkurrenz verstecken. Zwar mutet die Integration eines separaten Trackballs vor dem Hintergrund der möglichen Bedienung über die Touch-Funktion sowie das Vorhandensein einer vollwertigen Tastatur zunächst nicht als unbedingt notwendig an, doch offenbart sich hier eine große Stärke des Gerätes. Die kombinierte Bedienung, beispielsweise über das Berühren des 3,2-Zoll kleinen Displays (Auflösung: 320 x 480) und den Trackball, funktioniert ganz hervorragend und macht das fehlende Multi-Touch-Feature in Teilen wieder wett.
Auch in anderer Hinsicht weiß das Konzept zu überzeugen: Vor allem bei kleinteiligen Arbeiten und beim Surfen erweist sich der Trackball, der übrigens sehr stark an Pendants erinnert, die in mancher BlackBerry-Reihe zum Einsatz kommen, als wahrer Segen, da das Ansteuern von kleinen Feldern hiermit weitaus leichter fällt als durch eine Berührung. Auch die über die Slide-Funktion sichtbar zu machende beleuchtete Tastatur – beim damit einhergehenden quer legen des Gerätes kippt das Bild ähnlich wie beim iPhone auf Querformat – ist einer flüssigen Bedienung zuträglich und stellt bei längerer, intensiver Benutzung von Features wie dem IM oder der mobilen E-Mail-Funktion eine nahezu unerlässliche Funktionalität dar. Problematisch ist indes, dass tatsächlich alle Textarbeiten am Gerät die Tastatur benötigen, sodass man das G1 selbst für eine kurze SMS zwingend aufklappen muss.
Da der Trackball über eine Enter-Funktion verfügt und man essentielle Funktionen (Home, Zurück, Anruf annehmen/ablehnen) auch über die Knöpfe des G1 aufrufen kann, wird man bei längerer Nutzung wahrscheinlich ähnlich wie in unserem Test dazu übergehen, im aufgeklappten Zustand primär mit der Kombination Trackball/Knöpfe zu navigieren, während sich bei geschlossenem Smartphone vornehmlich eine Mischung aus Touch-Funktion und Steuerung via Knöpfe anbietet.
Oberfläche & Software
Bisher befasste sich dieser Test nahezu ausschließlich mit einem Gerät, das man gut und gerne auch als HTC Dream erwerben kann. Erst die inneren Werte machen aus dem Dream das G1.
Die Oberfläche, auf die der Benutzer bei der Bedienung des G1 trifft, ist in einem angenehm nüchternen Stil gehalten. Die Navigation durch die einzelnen Menüs und Einstellungen funktioniert in einer tadellosen Geschwindigkeit, wobei man dank einer sehr einfach gehaltenen Struktur niemals die Orientierung verliert. Aus ästhetischen wie praktischen Gründen hat der Nutzer überdies Zugriff auf drei separate Desktops, die im Bruchteil einer Sekunde über den Trackball angewählt werden können: Während eine Variante ohne viel Schnickschnack aufwartet und nur die stets im oberen Teil einsehbare System-Tray mit den wichtigsten Informationen bereithält, verfügt der standardmäßig angewählte mittlere Screen über die wichtigsten Einträge (Kontakte, Einstellung, etc.) zur Direktanwahl, während der dritte Desktop einen Quasi-Schnellzugriff auf die Suche von Google darstellt. Insgesamt wirkt Android deutlich abgespeckter, als das manchmal schwerfällige Windows Mobile. Trotz der Benutzerfreundlichkeit gilt auch hier: Jeder Plattform-Wechsel ist schwer. Da mancher Standard-Vorgang auf Android anders zu bewerkstelligen ist als beispielsweise auf Windows Mobile, muss man sich zumindest zu Beginn auf manche Ehrenrunde bei der Suche nach einer Funktionalität einstellen.
Die Nutzung der gängigen Google-Software in der Mobile-Fassung stellt die wohl wichtigste Voraussetzung für eine volle Ausschöpfung der Features des G1 dar; in Teilen ist sie sogar obligatorisch. So funktioniert das erste Setup nur mit einem gültigen Google-Account – die gegebenenfalls notwendige, kostenlose Erstellung ist allerdings in wenigen Minuten gemacht. Doch auch in anderer Hinsicht sollte man keinerlei Berührungsängste mit Google-Produkten mitbringen: Ob Google Calender, Maps, Mail, Contacts oder YouTube – nahezu jede wichtige Smartphone-Funktion wird auf dem G1 von der einschlägigen Software geregelt. Die alternative Möglichkeit des E-Mail-Empfangs über einen entsprechenden Client für POP3 und IMAP, die neutrale IM-Applikation (Google Talk, AIM, Microsoft, Yahoo) sowie die Integration des Amazon-MP3-Store, über den man DRM-freie Musik beziehen kann, stellen also eine Ausnahme im Reigen der klassischen Google-Software dar.
Wer schon heute regelmäßig mit Google Maps navigiert, wird mit dem G1 übrigens seine wahre Freude haben: Abseits der Lokalisierung über Mobilfunkmasten erlaubt ein integrierter GPS-Empfänger die Positionsabfrage über GPS. Allerdings funktionierte dies in Räumen nicht immer einwandfrei – außerdem zerrt die stetige Aktivierung der Option massiv am Akku. Die mitunter wichtigste Anwendung im Android-Portfolio stellt aber der neue Webbrowser dar, der alles in allem mit einem schnellen Aufbau und in Verbindung mit einem Lupensystem und dem Trackball zur Bedienung ordentlich funktioniert (siehe Bilderreihe auf der nächsten Seite). Das einzige, was jetzt noch fehlt ist die Unterstützung von Flash – Adobe arbeitet dran.
Oberfläche & Software (Fortsetzung)
Die eben beschriebene – übrigens völlig naheliegende – Fokussierung hat für wahre Freunde google'scher Anwendungen immense Vorteile, da nicht etwa nur der Einstieg aufgrund der bekannten Oberflächen im Handumdrehen gelingt. Zudem hat man seine Daten aufgrund der zentralen Webspeicherung bei intensiver Nutzung der genannten Programme (E-Mails, Kontakte, Kalendereinträge) jederzeit verfügbar, was eine stetige Synchronisation mit einem PC sowie die aufwändige regelmäßige Absicherung eigentlich unnötig macht. Eigentlich, denn: Dazu bedarf es selbstredend und in Erinnerung an das Vorwort zu diesem Test einem ausgeprägten Vertrauen in die Konzernethik und in die Stabilität und Sicherheit der Google-Server. Die Synchronisation erfolgt dabei übrigens in automatischen Intervallen, wobei der Nutzer die Möglichkeit hat festzulegen, welche Datensätze genau abgeglichen werden sollen.



Doch auch Liebhaber von Dritt-Software können auf ihre Kosten kommen. Abseits der standardmäßigen Software-Ausstattung bietet der im stetigen Ausbau befindliche Android-Marktplatz jede Menge Abwechslung und gehört schon jetzt zu den besten Features der neuen Plattform. In Anlehnung an den Apple App Store können hier im Geiste des offenen Android-Ansatzes diverse zusätzliche Anwendungen heruntergeladen werden. Die Auswahl ist zwar noch nicht riesig, bietet aber beispielsweise mit Spielen (u.a. Snake), Kommunikationsprogrammen (u.a. Opera Mini) und einer Vielzahl von Office-Anwendungen bereits jetzt ausreichenden Raum, um die Software-Ausstattung des G1 nach belieben zu erweitern. Löblich auch, dass die Installation von Angeboten von Dritt-Webseiten hier anders als beim iPhone erlaubt ist und dass viele zusätzliche Anwendungen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen unseres Tests erwies sich das Bewertungssystem überdies als Funktionsfähigkeit, da ansprechende Angebote als erstes geführt werden, während weniger starke Applikationen auf den hinteren Rängen zu finden sind.
Kommunikation & Multimedia
Die Kommunikations- und Multimediamöglichkeiten eines Smartphones gehören ebenfalls zu den wichtigeren Aspekte der Bewertung. Dabei gilt, dass ein bestimmter, den Features entsprechender Standard in der Ausstattung erreicht werden muss. Beim G1 ist die UMTS-Unterstützung mit HSDPA und damit theoretischen Downloadraten von bis zu 7,2 Mbit/s deswegen unersetzlich. Im Ballungszentrum Berlin liefen die vielfältigen Online-Tätigkeiten am G1 aus diesem Grund – abgesehen von einigen wenigen Netzaussetzern – in einem hervorragenden Tempo ab. Auch die weiteren obligatorischen Optionen wie das Einklinken in ein lokales WLAN (802.11b/g) oder die Verbindung über Bluetooth 2.0 (EDR) gehören zum Standard-Repertoire, dass man nicht mehr missen möchte. Die Sprachqualität bewegt sich ebenfalls in einem annehmbaren Bereich.
Mit Blick auf die Multimedia-Fähigkeit weiß das G1 indes weniger zu überzeugen. Wer einmal ein Video auf dem riesigen HTC Touch HD angeschaut hat, wird sich mit dem eher kleinen HVGA-Display des G1 zumindest für derlei Anwendungsbereiche nicht so recht anfreunden können. Die Sound-Leistung des G1 ist dagegen angemessen, während die integrierte 3,2 Megapixel Kamera mit Auto-Fokus bescheidene Bilder liefert, wobei zusätzlich negativ angemerkt werden muss, dass das Aufrufen der Fotografie-Funktion über einen billigen Plastikknopf äußerst schleppend verläuft. Zudem ist die Kamera des G1 nicht in der Lage, Videos aufzunehmen. Ein letzter Kritikpunkt stellt in diesem Zusammenhang auch das gänzliche Fehlen eines 3,5-mm-Klinkensteckers dar. Statt über diesen müssen beispielsweise Headsets umständlich via Adapter an den somit universellen USB-Anschluss angestöpselt werden.
Laufzeiten
Wie bei allen mobilen Geräten spielt die Laufzeit auch bei dem G1 eine nennenswerte Rolle. Der folgende Graph visualisiert eben diese auf Basis von Herstellerangaben.
Akku-Laufzeiten (Herstellerangaben)
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Dazu muss bemerkt werden, dass die Angabe von Laufzeiten prinzipiell schwierig ist, da hier selbstredend verschiedene Aspekte eine Rolle spielen. Maßgeblich sind stets die Intensität der Nutzung sowie die dabei verwendeten Features. Die GPS-Funktion des G1 ist beispielsweise nicht ohne Grund standardmäßig deaktiviert – bei durchgängiger Aktivierung macht der Akku nach einigen Stunden schlapp. Doch auch im Rahmen einer konventionelleren Nutzung ist das Android-Smartphone kein Langläufer. Wer regelmäßig telefoniert, E-Mails schreibt, chattet und dann auch noch surft, sollte damit rechnen, dass das G1 nach 24 Stunden, aller spätestens nach zwei Tagen an die Steckdose gehängt werden muss, was keine explizit schlechte, aber auch keine herausragende Leistung bedeutet. Ein Aufladezyklus dauert übrigens ebenfalls annehmbare aber nicht bemerkenswerte 120 Minuten.
Synchronisation
Die Synchronisation des G1 mit einem PC ist – wie im Abschnitt „Oberfläche & Software“ – erwähnt aufgrund der webbasierten Lagerung der relevanten Dateien nicht notwendig. Dennoch ist es natürlich möglich, beliebige Daten wie zum Beispiel Fotos oder Musik mit einem externen Medium auszutauschen. Dazu bedarf es löblicherweise keiner separaten Software. Stattdessen wird das G1 als herkömmlicher USB-Massenspeicher erkannt, sodass man den Austausch entsprechend einfach per Drag & Drop vornehmen kann.
Verfügbarkeit & Preise
Das G1 ist in Deutschland seit dem 2. Februar erhältlich. Auch hierzulande wird das Android-Gerät exklusiv über T-Mobile vertrieben, wobei man je nach persönlichem Anspruch aus einigen Tarifen auswählen kann. Diese beginnen preislich bei 24,95 Euro („Combi Flat XS“) monatlich für eine Wochenend-Flatrate, 200 MB Inklusivvolumen und einen recht happigen Minutenpreis von 29 Cent in alle deutschen Netze. Allerdings schlägt das G1 dabei noch mit 59,95 Euro zu Buche.
Ab dem Tarif „Combi Flat S“ gibt es das Handy dann für einen Euro. Für das umfangreichste Tarifpaket „Combi Flat L“ werden monatlich bereits 119,95 Euro fällig. Dafür erhält man eine Flatrate für Gespräche in alle deutschen Netze, 3.000 SMS und 100 MMS in alle deutschen Netze sowie eine Daten-Flatrate und eine Flatrate zur Nutzung der T-Mobile-Hotspots. Für alle Kunden bis 25 Jahren und für alle Studenten bis zum vollendeten 29. Lebensjahr gibt es übrigens 10,- Euro Rabatt auf die Tarife Combi Flat M und L.
| Combi Flat XS | Combi Flat S | Combi Flat M | Combi Flat L |
|---|---|---|---|
| Weekend Flat, 0,29 €/Min. in alle dt. Netze, 200 MB Inklusivvolumen |
Weekend Flat, Fest- oder T-Mobile Flat, T-Mobile SMS Flat, 5 MMS netzintern, Data Flat, HotSpot Flat |
Festnetz- und T-Mobile Flat, T-Mobile SMS Flat T-Mobile MMS Flat, Data FlatHotSpot Flat |
Flat in alle Netze, 3000 SMS in alle Netze, 100 MMS in alle Netze, Data Flat, HotSpot Flat |
| 24,95 Euro/Monat | 44,95 Euro/Monat | 59,95 Euro/Monat | 119,95 Euro/Monat |
| G1: 59,95- Euro* | G1: 1,- Euro | G1: 1,- Euro | G1: 1,- Euro |
| *Promotion-Aktion befristet bis zum 31.03.2009 | |||
Fazit
Das Debüt der neuen mobilen Plattform Android ist alles in allem hervorragend gelungen. Der Untertitel, der zu diesem Test gewählt wurde, passt allerdings ebenso treffend: Von außen betrachtet hat man es offenbar mit einem Gerät zu tun, bei dem der HTC-Praktikant das Design übernehmen durfte, während alle anderen verantwortlichen Mitarbeiter Kaffeepause gemacht haben. Dabei zeigen die Taiwanesen unter anderem mit dem Touch HD [2], dass ein ansprechendes Äußeres eigentlich nicht das Problem darstellt. Neben dem schalen Aussehen ist das G1 in Teilen zudem schlichtweg mäßig verarbeitet. Die besten Beispiele hierfür stellen die rückwärtige Schale des Gerätes sowie die anfälligen Clip-Abdeckungen für den USB- und SD-Kartenslot dar.
Abseits davon erhält man mit dem G1 allerdings ein erstklassiges Gerät. Möglich macht dies im Alleingang die neue Google-Plattform samt dem umfassenden Software-Angebot. Android wartet beim ersten Auftritt vor der breiten Öffentlichkeit mit einer aufgeräumten, übersichtlichen Struktur und einer hohen Performance auf. Dabei beherbergt es die gängigen Software-Angebote aus dem Hause Google, die sich bereits im nicht-mobilen Bereich dank einiger Features und einer guten Usability durchgesetzt haben. Wirklich herausragend ist aber der Marktplatz, auf dem es zukünftig mit der zu erwartenden Erweiterung des Portfolios der Android-Geräte weitaus mehr Anwendungen zum Herunterladen geben wird. Schon heute stellt das Angebot eine äußerst sinnvolle und obendrein häufig auch noch kostenlose Möglichkeit dar, die Anwendungsmöglichkeiten des G1 sinnvoll zu erweitern. Nicht nur mit Blick auf häufige Besuche des Marktplatzes, sondern auch aufgrund der zahlreichen anderen Online-relevanten Optionen ist eine Verbindung der G1-Nutzung mit einem entsprechenden Datenvertrag deshalb zu empfehlen.
All dies bedeutet jedoch auch, dass man sich zwingend auf die vermeintliche „Datenkrake“ Google einlassen muss, da die Plattform ohne die Nutzung der genannten Software einen Großteil ihrer Möglichkeiten und ihres Komforts einbüßt.
Da zumindest das G1 in Sachen Multimedia nicht wirklich zu überzeugen weiß, werden auch all jene, die nach einem Quasi-PMP in Form eines Smartphones suchen, zu einem Gerät der Konkurrenz greifen. Hier könnten zukünftige Veröffentlichungen auf Android-Basis allerdings für wechselnde Verhältnisse sorgen.
Der Business-Bereich ist, zumindest bisher, ebenfalls weitgehend ausgeschlossen, was auf die Barrieren zum in dem Segment weiterhin dominanten Microsoft zurückzuführen ist. Bleiben neben den technikaffinen „First Movern“ all jene, die bereits heute regelmäßig mit Google-Software hantieren und die ihr Durchschnitts-Handy dem einschlägigen Trend folgend über kurz oder lang gegen ein Smartphone eintauschen werden.
Die Größe dieser letzten Gruppe darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie aktuell vielleicht noch nicht zu einer grundlegenden Verschiebung der Verhältnisse führen wird. Bis dies möglicherweise der Fall ist, bleibt Android und somit auch das G1 erstmal genau das: Ein neuer, gelungener Schritt in der mobilen Datenwelt – fernab der großen Masse.




