Kühlprodukte des asiatischen Herstellers Auras sind hierzulande noch nicht weit verbreitet. Nur vereinzelte Fachhändler führen bis dato entsprechende Prozessorkühler dieses Fabrikates. Zur diesjährigen CeBIT konnten wir uns von der Qualität der Auras-Produkte überzeugen und stießen mit dem „Fridge“ auf einen überaus interessanten Grafikkartenkühler, der nun auch in Deutschland zum konkurrenzfähigen Preis von etwa 25 Euro verfügbar ist.
Zum Lieferumfang des Fridge, der ohne Lüfter daher kommt, gehören neben dem Montagematerial für die unten aufgeführten Grafikkarten auch ein Dutzend passive Speicherkühler, eine Spritze Wärmeleitpaste sowie acht Spreizstifte zur Lüfterfixierung.
Technische Eckpunkte
Kurzbeschreibung
Der Auras Fridge ist ein großflächiger Grafikkartenkühler im Stile des Arctic-Cooling Accelero S1. Anders als die meisten Umsetzungen der Kontrahenten verfügt er über vier horizontal installierte Heatpipes. Auf diese wurden insgesamt 54 hauchdünne Aluminiumlamellen aufgefädelt, die im weiten 3-mm-Abstand beste Vorzeichen für langsam drehende Belüftungen bieten. Die Wärmeaufnahme wird unterdessen von einer sehr dünnen und veredelten Kupferbodenplatte realisiert.
Hinsichtlich der Lüfterbestückung präsentiert sich der Neuling flexibel. An den installierten Bügeln können sowohl zwei 80- oder 92-mm-Modelle als auch ein einzelner 120-mm-Lüfter befestigt werden. Dies geschieht ohne Schrauben mit Hilfe von Spreizstiften. Der einheitliche Look des Fridges lässt die Konstruktion sehr hochwertig wirken. In der Tat würde man auf den ersten Blick eher ein Thermalright-Emblem auf der Verpackung vermuten. Aus qualitativer Sicht kann das Auras-Produkt, auch mit Blick auf den Verkaufspreis, also durchaus überzeugen.
Die Montage des Kühlers erweist sich dagegen als etwas fummelig. Nachdem die GPU mit Wärmeleitpaste benetzt und die Speicherbausteine mit den entsprechenden Passivblöcken beklebt wurden, muss der Kühler vorderseitig aufgesetzt, ausgerichtet und rückseitig verschraubt werden. Das Problem bei unserem Vorserienexemplar besteht darin, die vier langen Schrauben mit Druck gegen die Federkraft angesichts des großen Abstandes über die Gewindelöcher der Haltevorrichtung zu manövrieren und im richtigen Moment einzudrehen. Möglicherweise wird diese Montageform bei der finalen Version noch überarbeitet.