Um die drei Grafikkarten nicht durch eine zu geringe allgemeine Systemleistung in ihren Möglichkeiten einzuschränken, haben wir sie auf einem schnellen AMD Athlon 1000MHz mit einem großzügig bemessenen Arbeitsspeicher getestet. Daher dürften die Grafikkarten der Flaschenhals im System sein und können bestens zeigen, was in ihnen steckt. Als Betriebssystem kam diesmal wieder Windows 2000 Professional mit dem Service Pack 2 zum Einsatz. Dieses kann in Sachen Performance bis auf wenige Ausnahmen wie Unreal Tournament mittlerweile recht gut mit den auf Windows 9x basierenden Betriebssystemen mithalten. Viel wichtiger für uns war jedoch der Aspekt, dass die Architektur der Windows9x-Serie keinen Nachfolger mehr finden wird. Windows XP basiert ja bekanntlich auf der NT-Technologie, sodass die Benchmarks mit Windows 2000 für die Zukunft wesentlich mehr Bedeutung haben. Als Grafikkarten-Treiber kamen der offiziellen Detonator in Version 12.41 zum Einsatz.
Da die als Vergleichs-Grafikkarte zum Einsatz gekommene GeForce2 MX von Hercules stammte, also von Haus aus übertaktet war, haben wir diese mit dem GeForce2 MX Standard-Takt (Grafikchip 175MHz; Speicher 166MHz) getestet, um einen allgemeinen Vergleich zu einer GeForce2 MX zu haben. Die beiden Grafikkarten von Inno3D haben wir jedoch bei ihrem Takt belassen, da wir nach Rücksprache mit Inno3D erfahren haben, dass diese Grafikkarten auch so ausgeliefert werden.
Um möglichst viele aktuelle und zukünftige Spiele-Engines abzudecken, haben sowohl Benchmarks, die auf DirectX 7 aufbauen als auch Benchmarks, die auf DirectX 8 aufbauen, Verwendung gefunden. Natürlich kamen auch OpenGL-Benchmarks zum Einsatz, ein bekannter Vertreter dieser Gattung ist Quake 3 Arena. Man sieht, dass immer ein synthetischer und ein praxisnaher Benchmark zum Einsatz kam. Da die 2D-Leistung aller GeForce-Grafikkarten bekanntlich keine Wünsche offen lässt, haben wir hier auf einen Test mit SystemMark verzichtet.