Zum Test kam ein letztes Mal unser mit 133MHz-FSB betriebener Pentium 4 auf einem i845D-Mainboard mit 512MB PC2100-RAM zum Einsatz. Wir testen unter Windows XP, da es sich mittlerweile auf die eine oder andere Weise im Homebereich durchgesetzt hat und für viele mittlerweile auch zum Spielen die erste Wahl geworden ist.
Zur Geräuschuntermalung wurde der Onboard-Sound des Boards basierend auf dem C-Media CMI8738 mit Sechs-Kanal Unterstützung verwandt.
Wir haben nahezu alle Karten, die sich zum Testzeitpunkt in mittelbarer oder unmittelbarer Verfügungsreichweite befanden, requiriert und durch unseren kurzen, aber harten Test gescheucht.
Als Meßgerät kam ein ELV EM600 Energiemonitor zum Einsatz, der die Wirkleistung 0,5s Intervallen mit einer Auflösung von 0,1W und einer Genauigkeit von 1% erfassen kann.
Wir haben mit den Messpunkten "BIOS" und "Windows-Desktop" zwei sehr gut vergleichbare Messpunkte gewählt, weil hier die Aktivität der restlichen Komponenten nicht ins Gewicht fällt.
Etwas schwieriger wird es natürlich, wenn das System unter Last gesetzt ist und die Karten je nach ihren technischen Möglichkeiten auch CPU, RAM und Chipsatz fordern.
Für eine möglichst reine GPU-Last haben wir das Tool BenMark5, welches schon zu Zeiten der GeForce256 einen relativ simplen Dreiecksdurchsatz gemessen hat, ausgewählt, da es in unserem Test mit der GeForce FX5800 mit die höchsten Chipinternen Temperaturen produzierte. Hier haben wir einen Mittelwert eines ca. 10 sekündigen Testlaufes in 1024x768 und 16Bit Farbtiefe, also der default-Einstellung, als Messwert auserkoren.
Der nächste Test war der Füllraten- und HSR-Test Villagemark, welchen wir in Version 1.20 und 1024x768 und 32Bit Farbtiefe durchführten. Ablesepunkt war das Ende des Tests, an dem kaum noch Transformationsarbeit anfällt.
Der nächste Test fordert nicht nur die gesamte Grafikkarte inklusive des verbauten RAM, sondern auch AGP-Bus und Chipsatz heraus. Der Codecreatures Bench wird aufgrund seiner Release zum Start der GeForce4 und deren überaus guten Abschneidens hierin, als sehr nV-lastig angesehen, aber hier interessieren uns die Leistungswerte ausnahmsweise nur in ihrer alternativen Bedeutung, so daß dies keine allzu große Einschränkung darstellt.
Um die Last noch weiter auf das Grafiksystem zu schieben, haben wir hier 2xFSAA und zusätzlich 4xAF aktiviert. Der Ablesepunkt war das Mittel einer Zeitspanne von ca. 5 Sekunden im Endbildschirm von Codecreatures, wo zwar noch Aktivität herrscht, aber schon die erreichte Bildrate angezeigt wird.
Dass hier die Radeon 7500 und die GeForce4 MX440 mangels Pixelshader außen vor blieben, soll noch der Vollständigkeit halber erwähnt sein.
Zu gute Letzt haben wir auch noch ein "echtes" Spiel mit in diesen doch sehr theoretisch angehauchten Test genommen. Mit Unreal Tournament 2003, wenn auch wiederum nur in der Demo-Version, haben auch aktuelle Systeme ziemlich zu kämpfen. Was das für den Stromverbrauch heißt, wollten wir daher auch wissen. Im Unterschied zu den anderen Tests, wo größtenteils Mittelwerte zum Zuge kamen, interessierte uns hier, unter realen Bedingungen, wenn man so will, die Spitzenlast, die das Netzteil schlucken musste, um den PC mit genügend Saft für UT2003 zu versorgen. Diese haben wir im FlyBy-Demo des Antalus-Levels gemessen.
Bei allen Tests haben wir darauf geachtet, dass zufällig Zugriffe auf die Festplatten oder das DVD-ROM, welche beide mit etwa 10W höherer Leistungsaufnahme zu Buche schlugen, nicht in den Messwerten berücksichtigt wurden!