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9. Dezember 2003

Test: 5950/5700 Ultra gegen 9800/9600XT (8/30)

Rendern um den Gabentisch
Autor: Christoph Becker

ATi R360 und RV360

Technische Daten

Auch ATi hat in diesem Herbst seine neuen Produkte vorgestellt, die wir im Rahmen dieser Tabelle nochmals mit den Vorgängern vergleichen wollen.

ATi-Chips im Überblick
Radeon 9800 ProRadeon 9800 XTRadeon 9600 ProRadeon 9600 XT
ChipR350R360RV350RV360
Taktung (MHz)380412400500
Renderpipelines8844
Füllrate (Pixel=Texel)3040MPix/s3296MPix/s1600MPix/s2000MPix/s
TMUs je Pipe
1
Vertexshader
DX9 VS2.0
Vertexpipes4422
Dreiecksdurchsatz~380MT/s~412MT/s~200MT/s~250MT/s
Texturen pro Pass
8 (16)
Pixelshader
PS 2.0
Speicher256MB256MB128MB128MB
Anbindung256Bit DDR-II256Bit DDR-II128Bit DDR128Bit DDR(-II)
Speichertakt (MHz)350365300300
Bandbreite22400 MB/s23360 MB/s9600 MB/s9600 MB/s
Single-Pass Texturops
16(D3D) / 8(oGL) mit Catalyst 3.8
FSAA/AF-Technik**
SmoothVision 2.1
RAMDAC
2x400MHz
TV-Encoder
integriert
Genauigkeit pro Kanal°
96Bit (FP24)
FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°
Min. Instr./s3040M+3040M3296M+3296M1600+1600M2000+2000M
Max. Instr./s3040M+3040M3296M+3296M1600+1600M2000+2000M
Peak Instr./s6080M6592M3200M4000M
** Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. ATi verwendet
für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse
sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von ATi verwendet hier
eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht auf Bildqualität der Leistung zugute kommt.
° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann.
°° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur
dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisung pro Takt
und Pipeline verarbeiten.

ATi Radeon 9800 Pro/XT ATi Radeon 9600 Pro/XT

Richtig Neues gibt es auch bei ATi nicht zu berichten. So sind auch Radeon 9600 XT und 9800 XT nichts anderes als aufgebohrte Versionen der Vorgängerchips. So wird der R360 weiterhin von TSMC in 0,15µm breiten Strukturen gefertigt, während man im Mittelklassesegment mittlerweile seit einiger Zeit auch auf die 0,13µm-Fertigung vertraut. Dieser ist es wohl auch zu verdanken, dass der RV360 mit brachialen 500 MHz ans Werk geht, dennoch aber immer noch mit den alten 300 MHz Speichertakt daherkommt. Vorteile? Neben einer erhöhten Füllrate kann die Radeon 9600 XT nun auch mehr Shaderopterationen ausführen. Die demnächst kommende Spielegeneration auf Basis von DirectX 9 wird sich freuen. Ein weiteres neues Feature beider Chips ist die integrierte Hardwareüberwachung, die es vormals nur bei Konkurrent nVidia gab. Diese ist dann auch Grundlage für die neue Overdrive-Funktion des Catalyst 3.8, die eine dynamische, temperaturgesteuerte Übertaktung des Grafikchips erlaubt.