nVidia GeForce 6800 GS im Test: Der Radeon X1600 XT deutlich voraus

 2/21
Wolfgang Andermahr
72 Kommentare

Technische Daten

GeForce
6800 GT
GeForce
6800 GS
GeForce
7800 GT
Radeon
X1600 XT
Radeon
X800 GTO
Logo GeForce-6800-GT-Logo GeForce-6800-Logo G70-Logo Radeon-X1600-Logo Radeon-X800-Logo
Chip NV40/45 NV42 G70 RV530 R430R423/R480
Transistoren ca. 222 Mio. ca. 202 Mio. ca. 303 Mio. ca. 157 Mio. ca. 160 Mio.
Fertigung 0,13 µm 0,11 µm 0,11 µm 0,09 µm 0,11 µm
0,13 µm low-k
Chiptakt 350 MHz 425 MHz 400 MHz 590 MHz 400 MHz
Pixel-Pipelines 16 12 20 12 12
ROPs 16 12 16 4 12
Pixelfüllrate 5600 MPix/s 5100 MPix/s 6400 MPix/s 2360 MPix/s 4800 MPix/s
TMUs je Pixel-Pipeline 1 1 1 4 (insgesamt!) 1
Texelfüllrate 5600 MTex/s 5100 MTex/s 8000 MTex/s 2360 MTex/s 4800 MTex/s
Vertex-Pipelines 6 5 7 5 6
Dreiecksdurchsatz 525 MV/s 531 MV/s 700 MV/s 738 MV/s 600 MV/s
Pixelshader PS 3.0 PS 3.0 PS 3.0 PS 3.0 PS 2.b
Vertexshader VS 3.0 VS 3.0 VS 3.0 VS 3.0 VS 2.0
Speichermenge 256 GDDR3 256 GDDR3 256 GDDR3 256 GDDR3 256 GDDR3
Speichertakt 500 MHz 500 MHz 500 MHz 690 MHz 490 MHz
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 128 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 32000 MB/s 32000 MB/s 32000 MB/S 22080 MB/s 31360 MB/s
Präzision pro Kanal FP32/FP16 FP16/FP32 FP32/FP16 FP32 FP24
Interface PCIe/AGP PCIe PCIe PCIe PCIe/AGP
SLI/CF-Unterstützung Ja (PCIe) Ja Ja Ja Ja (PCIe)

Die nVidia GeForce 6800 GS basiert auf dem in 110-nm-Technologie hergestellten NV42-Chip, der mit 202 Mio. Transistoren etwas kleiner ausfällt als der ursprüngliche NV40. Auf jenem Chip sind 12 Pixel-Pipelines, ROPs sowie TMUs vorhanden, die auch alle bei einer 6800 GS aktiviert werden und mit 425 MHz im 3D-Betrieb arbeiten. Somit ergibt sich insgesamt eine Füllrate, die nahe an die Rechenleistung einer GeForce 6800 GT heranreicht. Auch gegen eine Radeon X800 GTO steht der jüngste nVidia-Spross gut da und bietet eine minimal höhere Pixel- sowie Texelfüllrate. Die direkte Konkurrenz, eine Radeon X1600 XT, wird in dieser Disziplin problemlos geschlagen, was aber an der veränderten Architektur des RV530-Chips liegt: Jener soll vor allem bei Shader-lastigen Spielen punkten, während die Texturleistung eher schwach ausfällt.

Weiterhin sind bei der GeForce 6800 GS fünf Vertex-Pipelines vorhanden, womit man in Kombination mit dem Chiptakt einen Dreiecksdurchsatz erreicht, der sogar leicht über dem theoretischen Wert einer älteren 6800 GT liegt. Gegen die beiden ATi-Adaptionen muss man sich (wie gewöhnlich) geschlagen geben, was bei einer aktuellen 3D-Anwendung allerdings kein Problem darstellt, da diese kaum geometrielimitiert sind. Bei der Speicherausstattung geben sich die aktuellen Grafikkarten des oberen Mid-Range-Segments nichts. Alle entsprechenden Derivate sind mit einem 256 MB großen VRAM bestückt.

Aufgrund des 256 Bit breiten Speicherinterfaces taktet die GeForce 6800 GS mit „moderaten“ 500 MHz, weswegen die Speicherbandbreite auf dem Level einer GeForce 6800 GT und nur knapp über dem Niveau einer Radeon X800 GTO liegt. Eine Radeon X1600 XT schlägt die neue nVidia-Adaption problemlos, da diese auf ein nur halb so breites Speicherinterface setzt.