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7. Januar 2007

Test: ATi Radeon X1950 Pro (2/30)

GeCube und PowerColor mit zwei Sonderlingen
Autor: Wolfgang Andermahr

Technische Daten

Radeon
X1900 GT
Radeon
X1950 Pro
Radeon
X1900 XT 256
GeForce
7900 GS
Logo
Radeon X1900 GT
Radeon X1950 Pro
Radeon X1900 Series
GeForce 7900 GS
ChipR580RV570R580G71
Transistorenca. 384 Mio.ca. 330 Mio.ca. 384 Mio.ca. 278 Mio.
Fertigung90 nm80 nm90 nm90 nm
Chiptakt575 MHz575MHz625 MHz450 MHz
Shadertakt575 MHz575MHz625 MHz450 MHz
Pixel-Pipelines12121620
Shader-Einheiten
(MADD)
36 (4D)36 (4D)48 (4D)40 (4D)
FLOPs (MADD/ADD)248 GFLOPs248 GFLOPs360 GFLOPs144 GFLOPs
ROPs12121616
Pixelfüllrate6900 MPix/s6900 MPix/s10000 MPix/s7200 MPix/s
TMUs12121620
TAUs12121620
Texelfüllrate6900MTex/s6900 MTex/s10000 MTex/s9000 MTex/s
Vertex-Shader8887
Unified-Shader
in Hardware
XXXX
PixelshaderPS 3.0PS 3.0PS 3.0PS 3.0
VertexshaderVS 3.0VS 3.0VS 3.0VS 3.0
GeometryshaderXXXX
Speichermenge256 GDDR3256 GDDR3256 GDDR3256 GDDR3
Speichertakt600 MHz690 MHz725 MHz660 MHz
Speicherinterface256 Bit256 Bit256 Bit256 Bit
Speicherbandbreite38400 MB/s44160 MB/s46400 MB/s42240 MB/s

Auf der ATi Radeon X1950 Pro kommt erstmals die neue RV570-GPU zum Einsatz, die in 80-nm-Technologie bei TSMC gefertigt wird und 330 Millionen Transistoren umfasst. Technisch gesehen ist der RV570 – von der kleineren Fertigung einmal abgesehen – in Grundzügen identisch zum teureren R580. Allerdings hat ATi ein Pixel-Quad weniger verbaut. Somit stehen dem RV570 insgesamt zwölf Pixel-Pipelines mit je drei MADD- und ADD-fähigen ALUs zur Verfügung. Auf dem Chip werden zwölf ROPs sowie zwölf TMUs eingesetzt, womit das für ATi typische 3:1-Verhältnis zwischen Arithmetik- und Texturoperationen beibehalten wird.

Neben den 36 Pixelshadern sind volle acht Vertexshader vorhanden. Warum ATi diese nicht ebenfalls gekürzt hat, bleibt uns allerdings unklar. Bekanntlich limitieren die Vertex-Shader selbst auf einer Radeon X1950 XTX nur in den seltensten Fällen, und somit ist dies auf der Radeon X1950 Pro noch seltener der Fall. Dabei ist es durchaus denkbar, dass die R5x0-Architektur, was die Vertexshader betrifft, weniger flexibel ist als zuerst gedacht.

Die Taktrate der GPU beträgt 575 MHz. Verschiedene Taktdomänen, wie es auf dem G71- oder dem neuen G80-Chip von nVidia der Fall ist, gibt es nicht. ATi setzt bei der Radeon X1950 Pro auf ein leistungsstarkes 256-Bit-Speicherinterface, dessen 256 MB großer GDDR3-VRAM mit einer Frequenz von 690 MHz an die GPU angebunden ist. Vergleicht man die ATi-Grafikkarten der letzten Zeit untereinander, fällt auf, dass die Radeon X1950 Pro beinahe identisch zur Radeon X1900 GT ist. Der einzige Unterschied betrifft die Taktfrequenz des Speichers, der auf der Radeon X1950 Pro 90 MHz höher liegt. Im Vergleich zur preislichen Konkurrenz, der GeForce 7900 GS, kann je nach Disziplin Mal die eine und Mal die andere Grafikkarte in Führung gehen.

Während die Radeon X1950 Pro mit 248 GFLOPs pro Sekunde im Gegensatz zu 144 GFLOPs auf der GeForce 7900 GS die deutlich höhere (theoretische) Arithmetikleistung inne hat, kontert die GeForce-Karte in der wichtigen Disziplin Texelfüllrate mit 9000 MTex/s zu 6900 MTex/s. In der Speicherbandbreite kann die Radeon X1950 Pro einen knappen Sieg für sich verbuchen. Wie sich diese theoretischen Leistungsdaten in der Praxis schlagen, werden die folgenden Seiten zeigen.

RV570-GPU

Komplett neu auf der Radeon X1950 Pro ist die Implementierung der Dual-GPU-Technik „CrossFire“. Während es bei dem Top-Modell Radeon X1950 XTX beispielsweise noch bis vor einigen Wochen (siehe „Software-CrossFire“) notwendig war, eine so genannte „Master-Karte“ zu kaufen und diese mit einem Kabel mit der herkömmlichen Grafikkarte zu verbinden, entfällt diese umständliche Einschränkung bei der Radeon X1950 Pro. Es ist für CrossFire völlig ausreichend, zwei normale Exemplare zu erwerben. Als Ersatz für das externe „Loop-Through-Kabel“ halten zwei an den Karten verbaute „Brückenkontakte“, die sehr an nVidias SLI-Technologie erinnern, her.

Die zwei Kontakte bilden zwei parallele 12-Bit-Kanäle, über die die Grafikkarten untereinander kommunizieren können. Die Kanäle sind „Full Duplex“, das heißt es kann gleichzeitig gesendet und empfangen werden. Wie hoch die genaue Bandbreite über die Verbindung ist, bleibt leider unklar. Man spekuliert derzeit, dass über die nVidia-Variante mehr Daten übertragen werden können. ATi selber gibt an, dass für CrossFire theoretisch eine einzige Bridge ausreichend ist, der Treiber die Multi-GPU-Technologie aber erst bei zwei Brücken initialisiert. Somit soll es für ATi später einfacher sein, weitere Grafikkarten – beispielsweise für die Physik-Beschleunigung – einzubinden. Die Compositing-Engine, die bis jetzt aufwendig auf dem PCB verbaut werden musste, ist beim RV570 in die GPU integriert worden.

Radeon X1950 Pro CrossFire

In Kooperation mit Lycos Europe Network