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24. Juli 2008

Kurztest: Asus Radeon HD 4870 TOP (4/5)

Die 800-MHz-Schallmauer geknackt
Autor: Wolfgang Andermahr

Sonstige Messungen

Lautstärke

 Windows:
ATi Radeon HD 4870
43,5
MSI Radeon HD 4870 OC
46,0
Nvidia GeForce GTX 260
46,5
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
46,5
Nvidia GeForce GTX 280
48,5
Asus GeForce GTX 280 TOP
48,5
Asus Radeon HD 4870 TOP
52,5
 Last:
ATi Radeon HD 4870
51,0
MSI Radeon HD 4870 OC
54,0
Nvidia GeForce GTX 260
55,0
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
55,0
Nvidia GeForce GTX 280
57,5
Asus Radeon HD 4870 TOP
61,5
Asus GeForce GTX 280 TOP
62,5
Angaben in Dezibel

Sowohl die Radeon HD 4850 als auch die Radeon HD 4870 werden im Betrieb sehr warm, was für die Karten aber nicht gefährlich ist. Denn diese sind für solche Temperaturen ausgelegt. Nichtsdestotrotz ist das einigen Käufern zu viel, weswegen manche Hersteller reagieren und den Lüfter schneller drehen lassen. Asus ist bei der Radeon HD 4870 TOP jedoch etwas über das Ziel hinaus geschossen. So erreicht die Grafikkarte schon unter Windows einen Wert von 52,5 Dezibel, was aus einem geschlossenen Gehäuse gut auszumachen ist. Ein ruhiges Arbeiten ist nur noch bedingt möglich, da der Lüfter immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Unter Last mutiert das Asus-Produkt dann zu einem kleinen Radaumacher. 61,5 Dezibel sind deutlich zu laut und noch aufdringlicher als eine ohnehin schon zu laute GeForce GTX 280. Der 3D-Beschleuniger fällt durch ein stetiges Rauschen negativ auf.

Temperatur

 Windows:
Nvidia GeForce GTX 260
43
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
44
Nvidia GeForce GTX 280
45
Asus GeForce GTX 280 TOP
45
Asus Radeon HD 4870 TOP
53
MSI Radeon HD 4870 OC
60
ATi Radeon HD 4870
77
 Last – GPU:
Asus Radeon HD 4870 TOP
68
MSI Radeon HD 4870 OC
71
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
77
Nvidia GeForce GTX 260
78
Nvidia GeForce GTX 280
80
ATi Radeon HD 4870
84
Asus GeForce GTX 280 TOP
85
 Last – Chiprückseite:
Asus Radeon HD 4870 TOP
53
MSI Radeon HD 4870 OC
57
Nvidia GeForce GTX 260
59
Nvidia GeForce GTX 280
64
Asus GeForce GTX 280 TOP
65
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
65
ATi Radeon HD 4870
70
Angaben in °C

Wie oben bereits erwähnt, hat ein schnell drehender Lüfter niedrige Temperaturen zu Folge. Dementsprechend wird der RV770-Chip unter Windows nur 53 Grad Celsius warm, satte 24 Grad weniger als das Referenzdesign. Unter Last fallen die Ergebnisse ebenfalls „besser“ aus. Auf der Asus Radeon HD 4870 TOP wird die GPU nicht wärmer als 68 Grad, während sich die Standard-Version auf 84 Grad Celsius aufheizt. Auf der Chiprückseite liegt die Differenz bei 17 Grad Celsius. Selbst in schlecht belüfteten Gehäusen sollte es zu keinerlei Schwierigkeiten kommen.

Leistungsaufnahme

 Windows:
Nvidia GeForce GTX 260
154
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
155
Nvidia GeForce GTX 280
158
Asus GeForce GTX 280 TOP
162
Asus Radeon HD 4870 TOP
192
ATi Radeon HD 4870
197
MSI Radeon HD 4870 OC
198
 Last:
Nvidia GeForce GTX 260
320
ATi Radeon HD 4870
333
Asus Radeon HD 4870 TOP
333
Zotac GeForce GTX 260 AMP!
333
MSI Radeon HD 4870 OC
335
Nvidia GeForce GTX 280
360
Asus GeForce GTX 280 TOP
379
Angaben in Watt (W)

Übertaktete Grafikkarten benötigen in der Regel mehr Leistung als normale Modelle. Das das nicht immer so sein muss, beweist die Asus Radeon HD 4870 TOP, auch wenn wir vermuten, dass das Ergebnis aus einer Fertigungsschwankung herrührt. Das TOP-Model zieht unter Windows mit 192 Watt genau fünf Watt weniger aus der Leitung als eine herkömmliche Radeon HD 4870, was aber immer noch deutlich zu viel ist. Unter Last liegen die beiden ATi-Probanden dann mit derselben Leistungsaufnahme von 333 Watt gleich auf. Eine GeForce GTX 260 benötigt etwas weniger Leistung, eine GeForce GTX 280 dagegen mehr.

Übertakten

 Call of Duty 4:
Asus HD 4870 TOP – Übertaktet (860/2.200)
69,2
Asus HD 4870 TOP – Standard (815/1.850)
64,8
 Stalker:
Asus HD 4870 TOP – Übertaktet (860/2.200)
49,4
Asus HD 4870 TOP – Standard (815/1.850)
46,1
 Unreal Tournament 3:
Asus HD 4870 TOP – Übertaktet (860/2.200)
109,1
Asus HD 4870 TOP – Standard (815/1.850)
97,9
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

Obwohl die Asus Radeon HD 4870 TOP mit einem recht deutlich gesteigerten GPU-Takt daher kommt, ist bei unserem Modell das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Um weitere 45 MHz auf 860 MHz können wir die RV770-GPU übertakten, bevor es zu ersten Abstürzen kommt. Auch der GDDR5-Speicher hat noch ein hohes Potenzial. Nochmals 400 MHz mehr und somit eine Frequenz von 2.200 MHz sind möglich. Die Performancesteigerung liegt im Durchschnitt etwa bei etwa sieben Prozent, wobei es je nach Anwendung auch Ausreißer nach oben und unten geben kann.

In Kooperation mit Lycos Europe Network