Lange, lange, ja, sehr lange sogar galten Apple-Produkte in einer gewissen Weise als etwas mit, nun, nennen wir es „Deluxe“-Charakter. Produkte mit Charme. Produkte mit Ausstrahlung. Produkte mit Eleganz. Und, naja, eben gewiss auch Produkte mit einem relativ hohen Preis. Zugegeben: So richtig verschwunden ist dieses Image nicht, aber die Welt staunte nichtsdestotrotz nicht schlecht, als sich die zuvor von Insider-Webseiten geäußerten Gerüchte bewahrheiteten, Apple wolle einen „echten“ Macintosh für verhältnismäßig wenig Geld anbieten – der Mac mini ward geboren.
Doch genug der Floskeln und Ausholerei: Wie „echt“ ist der Mac mini tatsächlich? Oder: Wie sieht Apples Definition von „echt“ aus? Dies soll grundsätzlich als Leitfrage dieses Artikels betrachtet sowie im nachfolgenden Verlauf entsprechend durchleuchtet werden – und das sicherlich nicht à la „mini“.
Wie „mini“ der Mac mini wirklich ist, wird im konkreten Angesicht der Abmessungen deutlich: Mit einer Breite von 16,51, einer Tiefe von 16,51 sowie einer Höhe von 5,08 Zentimetern bringt der Computer – je nach Hardware-Konfiguration – knappe 1,32 Kilogramm auf die Waage.
Während man als Kunde - abgesehen vom eigentlich Gerät - noch einen recht großen Batzen an Software vorfindet, fehlt etwaige Peripherie wie Bildschirm, Tastatur und Maus völlig, wobei diese Tatsache denkbarerweise ihren Teil zum Preis beigetragen hat. Der Lieferumfang ergibt sich summa summarum wie folgt:
Widmen wir uns nach dem Lieferumfang direkt der Hardware. Logischerweise ist der Mac mini nicht nur in Relation zu weiteren Produkten aus dem Hause Apple hinsichtlich des Preises ein Fliegengewicht. Auch stutzte der Hersteller das neue Modell entsprechend in Sachen Leistungsfähigkeit ein gutes Stück herunter.
Zunächst sei festgehalten, dass der Mac mini ab dem 26. Juli [1] in drei verschiedenen Varianten daherkommt: dem „1,25GHz Mac mini“ (Modell M9686*/B) mit 512 MB DDR333, dem „1,42GHz Mac mini“ (Modell M9687*/B) mit 512 MB DDR333, Bluetooth und AirPort Extreme und dem „1,42GHz Mac mini“ (Modell M9971*/B) mit 512 MB DDR333, Bluetooth und AirPort Extreme und SuperDrive-Laufwerk. Ferner besitzt die 1,25-GHz-Variante eine Festplattenkapazität von 40 Gigabyte, während die teureren Version die doppelte Menge, also 80 Gigabyte, zur Verfügung stellen.
Ansonsten bieten alle drei Modelle folgende technische Merkmale, die sich stellenweise – etwa beim Arbeitsspeicher – gegen Aufpreis erweitern lassen:
Negativ ist an dieser Stelle zu vermerken, dass kein Audio-Eingang zur Verfügung steht. Obwohl sich der Mac mini möglicherweise doch in dem ein oder anderen kleineren Studio gut machen würde. Nett ist hingegen der integrierte Lautsprecher, der – hält man sich in Sachen Soundausgabe eher minimalistisch – etwaige zusätzliche Lautsprecher ersetzen kann - aber nicht muss.
Das uns zur Verfügung stehende Modell lief mit 1,42 Gigahertz, hatte die 80-GB-Festplatte und wies 512 Megabyte an Arbeitsspeicher auf. Es stammte allerdings noch aus der ersten Serie mit der Modellnummer M9686*/A und verfügte somit noch nicht über Bluetooth, AirPort Extreme oder ein SuperDrive. Ferner wurden uns das Apple Wireless Keyboard sowie die zugehörige Wireless Mouse bereit gestellt, die jedoch nicht zum allgemeinen Lieferumfang des Mac mini gehören.
Quasi wie auf dem nebenstehenden Screenshot sieht es aus, startet man den Mac mini zum allerersten Mal und hat man sich durch eine kleine und verständliche Konfigurationsprozedur (Tastatur, Maus, Benutzerzugang) durchgehangelt. Richtet man den Blick darauffolgend für einen Moment vom Monitor weg gen Mac mini, schießen einem in der Regel „süß!“ und alle Wortderivate ähnlicher Bedeutung in den Kopf. In der Tat wirkt es auf den ersten Blick beachtlich, was der kleine Ein-Kilo-Kasten zu leisten vermag.
Doch nichts währt ewig und so wies das uns zugesendete Exemplar, das seinen Weg scheinbar bereits durch die ein oder andere Redaktion gemacht hatte, bereits teilweise heftige Kratzer auf. Besitzer von Apple-Produkten mit ähnlicher weißer Beschichtung (iPod und Co.) werden das Problem der immensen Kratzeranfälligkeit kennen und auch der Mac mini bleibt nicht davon verschont. Schade eigentlich, wo sich die Oberseite als guter Platz für einen Flachbildschirm entpuppte, Schäden beim Verschieben oder Drehen jedoch vorprogrammiert sind. Unterm Strich betrachtet ist der Mac mini allerdings genau so handlich und praktisch, wie man es sich vorstellt. Prinzipiell überall findet das Gerät seinen Platz.
Nachfolgend eine Beispielaufstellung, wie sie während der Testphase genutzt wurde:
Hingegen ein sehr großes Manko stellt das Stromkabel vom Netzteil zum Mac mini dar. Dieses verfügt mit der zugehörigen Buchse am eigentlichen Computer über keinerlei Arretiervorrichtung, benötigt allerdings auch nicht viel Druck zum Einstecken und löst sich in Folge dessen verhältnismäßig leicht. Ist das Kabel auch nur etwas unter Spannung und wird der Macintosh geringfügig von der Kabelverlaufrichtung weggezogen, löst sich der Stecker und das Gerät schaltet sich aus.
Ebenfalls ärgerlich ist das vollständige Fehlen eines Eject- bzw. Auswurfbuttons für das CD-/DVD-Laufwerk. Um CDs wieder auszuwerfen, muss also die Software bedient werden.
Sehr angenehm ist hingegen die äußerst leise Geräuschkulisse des Apple-Computers: Im Leerlauf lässt sich quasi gar kein Ton vernehmen, bei Plattenzugriffen ein leichtes Klicken der Festplatte. Erst beim Lesen von CDs oder unter größerer Last wird das Gerät entsprechend hörbar.
Das Software-Paket entpuppt sich als recht umfangreich. Abgesehen von den Standard-Applikationen des Mac OS X (10.4 „Tiger“) wirft Apple, wie eingangs erwähnt, das komplette iLife '05 [2] ohne direkten Aufpreis automatisch mit ins Paket. Dabei handelt es sich um die aktuellste Fassung eines Softwarebundles, das – einzeln im Handel erworben – für gewöhnlich mit 79 Euro zu Buche schlägt.
Im Rahmen einer kleinen iLife-Vorstellung möchten wir über die nachfolgenden, größeren Teilprogramme einige Worte verlieren:
Wem „iTunes [3]“ nicht mal ansatzweise etwas sagt, der muss das letzte Jahr den Softwaremarkt verschlafen haben, da sich das Programm inzwischen sehr großer Beliebtheit erfreut.
Ganz grundsätzlich handelt es sich bei iTunes um einen relativ umfangreichen MP3-Player, der jedoch durch ein ganz bestimmtes Feature, den Music Store, so beliebt geworden ist. Der iTunes Music Store ermöglicht es, in wenigen Schritten legal Songs gegen Gebühr (derzeit 99 Cent pro Lied oder 9,99 Euro pro Album) herunterzuladen und in die persönliche Bibliothek zu übernehmen. Als Quasi-Pionier mit diesem Konzept streicht Apple folglich auch den Pioniergewinn sowie einen Großteil der Marktanteile ein.
iTunes steht auch für die Windows-Plattform zur Verfügung [4].
Wird ein Programm benötigt um Bilder zu verwalten, sie zu bearbeiten und wiederzugeben, bietet sich iPhoto [5] an. In der Version 5 beigelegt, ermöglicht iPhoto neben der Schaffung eines Überblicks über die eigenen Bilder bzw. Galerien auch geringfügige Modifikationen an eben diesen Dateien an. Die Ausmaße dieser Bildveränderungen halten sich im Vergleich zu „richtigen“ Grafikprogrammen wie Photoshop aber sehr in Grenzen und lassen sich im Grunde auf simple Retuschiermethoden reduzieren.
iMovie [6] ist das, was der Name bereits impliziert: Ein Filmbearbeitungsprogramm mit durchschnittlicher Ausstattung. Zu dieser gehören etwa das entsprechende Zusammenschneiden von einzelnen Filmclips oder Hinzufügen etwaiger Effekte. So wie auch QuickTime mit HD-Support ausgestattet wurde, ist nun auch iMovie in der neuen Version High-Definition-tauglich.
Man könnte iDVD [7] in gewisser Weise als das iMovie und iPhoto für DVDs beschreiben. Aus verschiedenen Audio- und/oder Videoquellen lassen sich mit iDVD komplette DVDs samt Menüs erstellen. Zu den meisten Dingen stehen vorgefertigte Templates zur Verfügung, die angepasst werden können.
Musik machen, Musik aufnehmen, Musik verändern – GarageBand [8]. Hielten sich alle bisher genannten iLife-Produkte mit der Featurefülle eher in durchschnittlichen Grenzen, kann GarageBand auf den ersten Blick durchaus mit einem Bündel an Funktionen aufwarten. Neben Mehrspuraufnahme sowie bereits mitgelieferten Software-Instrumenten beeindruckt vor allem die Echtzeitpartiturdarstellung bzw. -aufzeichnung – ganz gleich, ob live gespielt oder nicht. Im Rahmen dieser Darstellung lassen sich dann, erneut in Echtzeit, beispielsweise die Tonlagen verändern.
Seit dem 29. April ist der Nachfolger des Mac OS X 10.3 offiziell im Handel erhältlich. Die Versionsnummer lautet angesichts des nicht all zu umfangreichen Updates 10.4, der Zusatz nicht mehr „Panther“ sondern „Tiger“. Beim Tiger-Release handelt es sich nichtsdestotrotz um ein sogenanntes „Major Update“, also ein großes Update mit weitreichenderen Änderungen bzw. Erweiterungen als bei etwaigen „Minor Updates“ (geringfügige Updates). Insofern wollen wir im Nachfolgenden die signifikantesten Unterschiede zur Vorgängerversion vorstellen.
Spotlight, das ist Apples großes Pendant zu allen inzwischen verfügbaren Desktop-Suchprogrammen der Windows-Plattform. Obgleich es sämtlichen Entwicklern ermöglicht wird, ein voll funktionsfähiges Spotlight-Suchfeld in ihre Programme zu integrieren, dürfte das globale Suchfeld in der oberen Menüleiste für die meisten Benutzer am bedeutsamsten sein.
Spotlight findet, während man tippt. Mit jedem Tastendruck durchsucht das Programm prinzipiell alle Dateien, E-Mails, Kontakte, Bilder, Kalender und Programme – und das mit einer verhältnismäßig beachtlichen Geschwindigkeit. Die nötigen Indexdaten werden kontinuierlich im Hintergrund aktualisiert, sodass eventuelle Dateiänderungen instantan in die Suche übernommen werden.
Bis dato einzigartig ist, dass Spotlight auch die sogenannten Meta-Daten von Dateien mitindiziert. Meta-Daten beherbergen eine Vielzahl von Attributen wie etwa die Art des Dateiinhalts, den Verfasser, die Bearbeitungsstatistik, das Format, die Größe, bei Bildern das Datum, die Verschlusszeit und so weiter und so fort.
Interessant ist auch die Option, relative Zeitangaben wie „Letzte Woche“ oder „Gestern“ verwenden zu können, um die jeweiligen Objekte aufspüren zu können. Ist das Dateiformat unbekannt, stehen weit gehaltene Kategorien („Film“, „Bild“, „Dokument“ et cetera) zur Verfügung, um die Suchergebnisse bestmöglich einzuengen.
Dashboard setzt sich aus einzelnen Widgets zusammen. Wie bitte? Also denn, vorne angefangen: Ein weiteres, größeres Feature, genannt Dashboard, beinhaltet sogenannte „Widgets“. Dabei handelt es sich um eine Art von Mini-Programmen, die allerlei Informationen liefern bzw. kleinere Aufgaben lösen können. Darunter fallen beispielsweise Echtzeit-Wetterdaten, Aktienkurse, Fluginformationen, Taschenrechner und so weiter. Das ganze Dashboard kann per Tastendruck aktiviert werden und überlagert dann mit einer Resttransparenz den bisherigen Bildschirm – die Widgets stehen im totalen Vordergrund und können für den Moment bedient werden. Kleine Assistenz bei Bedarf, quasi.
Auch Apples hauseigener Browser Safari wurde stellenweise erweitert. Wie der Zusatz „RSS“ bereits vermuten lässt, liegt das Augenmerk hierbei bei der vollzogenen Integration eines RSS- bzw. Feed-Readers. Bietet die Seite RSS-Feeds an, wie es etwa ComputerBase mehrfach tut, so erscheint, ähnlich wie in Firefox und Co., ein RSS-Symbol, dessen Betätigung dann das kostenfreie Abonnieren der Feeds einleitet.
Weitere Änderungen beinhalten:
Das Audio-Video-Chat-Programm Apples wurde dahingehend ergänzt, dass nun eine Art dreidimensionaler Raum zur Verfügung steht, um bei einer Konferenz alle Teilnehmer (bis zu drei neben einem selbst) im Blick zu behalten. Audio-Konferenzen sind nun mit bis zu zehn Personen möglich. Zudem unterstützt iChat AV jetzt den Video-Codec H.264.
Weitere Änderungen sehen wie folgt aus:
Automator lässt sich prinzipiell als ein Programm darstellen, das feste Skripte zu gewünschten Zeitpunkten (meist regelmäßig) abarbeitet. Dabei ist es allerdings nicht erforderlich, diese Aufgaben in die Zukunft zu legen – das Umbenennen vieler Dateien oder etwa das Anpassen mehrerer Bilder lässt sich auch sofort ausführen.
Wenngleich Automator dem User quasi eine Vielzahl an möglichen Optionen für eben diese Skripte zur Verfügung stellt, stehen von Haus aus in einer Bibliothek bereits hunderte fertige Aktionen zur freien Auswahl. Des Weiteren existiert eine Kopplung mit Spotlight als Dateiauswahlkriterium.
Beim Update von QuickTime handelt es sich um ein Minor Update. Primär wurde die Unterstützung für die Wiedergabe von HDTV-Videos mit dem Codec H.264 integriert.
Die Weiteren, kleineren Änderungen lauten wie folgt:
Es stellt sich nun natürlich die Frage, in welchem Verhältnis die Leistung des Mac mini zu H.264-Videoclips steht. Wirft man einen Blick auf die öffentlichen Empfehlungen Apples [9], stellt man schnell fest, dass der Mac mini schnell an seine Leistungsgrenzen stößt: Lediglich 480p-Videos lassen sich adäquat darstellen, alle höheren Auflösungen verlangen höhere Taktraten, als sie der Mac mini bieten kann.
So wie Produkte wie der iPod oder Apples Notebooks mit zusätzlichen Produkten von Drittherstellern überschüttet wurden und werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Mac mini zu der Ehre kommt. Gesagt, getan, finden sich bereits heute eine Reihe an „Erweiterungen“ auf den Markt, die das Mac mini-Leben verschönern sollen.
Konkret technischen Nutzen bietet dabei der „MicroNet miniMate [10]“ – eine externe Festplatte im passenden Look. Die Kapazitäten der sich mit 7.200 Umdrehungen pro Minute drehenden Festplatten variiert je nach Wahl zwischen 80 und 400 Gigabyte. Während die Zugriffszeit mit neun Millisekunden spezifiziert ist, beträgt der Cache bei allen Modellen zwei Megabyte; lediglich beim 400-GB-Topmodell sind es acht MByte. Die Geräte sind sowohl mit FireWire- als auch mit USB2.0-Schnittstelle erhältlich. Bisherige Ports gehen übrigens nicht verloren: Der miniMate bringt drei weitere FireWire- sowie vier neue USB-Ports mit sich. Die Zusatzplatte besitzt zudem keinen zusätzlichen Lüfter. Die Garantie beträgt ein Jahr.
Eher optischen Nutzen liefern hingegen die Produkte von The Plasticsmith [11]:
mini Skirt: glo (auch klar erhältlich)
„Lohnt sich der Mac mini für mich als Windows-User?“ – eine seit der Vorstellung des Mac mini häufiger gestellte Frage. Ferner auch einer der Hauptbeweggründe für ComputerBase, einen geschärften Blick auf das Produkt zu werfen.
Ist der Mac mini also für Windows-User geeignet? Die Antwort ist ein vorsichtiges „Ja“. Vorsichtig deshalb, weil die breite Masse der Windows-Benutzer höchstwahrscheinlich keine Schwierigkeiten mit dem ziemlich – und das ist ein bestätigtes Cliché – intuitiven sowie einfachen Interface haben wird. Dennoch suggeriert eine solche Tatsache nicht gleich allgemein grünes Licht für alles und jeden aus der Windows-Welt.
De facto kommt es sehr darauf an, wie viel der individuelle Anwender dem Mac OS abgewinnen kann. Den Mac als „Multimedia-Computer“ zu klassifizieren, mag auf den ersten Blick engstirnig wirken, hat jedoch in gewisser Weise dennoch seine Daseinsberechtigung. Der Punkt ist: Nimmt man den Mac mini als eben jenen Multimedia-Computer hin und will ihn auch als solchen nutzen, stößt man schnell an die Grenzen des unscheinbaren Kastens. Ja, der Mac mini hat das Mac OS X inne – aber nicht die nötige Ausstattung, um es ganz auszureizen. Kurzum: Der Mac mini ist ein Macintosh, aber in Kleinformat, was sich oft zeigt.
Hingegen nahezu perfekt ist der Mac mini für alle, die schon immer vom Mac OS angetan waren und es schon immer nutzen wollten, jedoch keine allzu großen Ansprüche an die Performance oder die Möglichkeiten stellen. Sucht man dann ohnehin einen Zweit-Computer und hat möglicherweise gar die nötige Peripherie übrig, dürfte der Mac mini erste Wahl sein. Vorteilhaft ist an dieser Stelle (für Windows-User), dass man prinzipiell nicht auf bekannte Software verzichten muss. Das, was Apple nicht ohnehin schon mitliefert, gibt es meist von anderen Herstellern. Microsofts Office und Mozillas Firefox zählen unter anderem dazu, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Bleibt zu guter Letzt die Frage, ob die Standardausstattung des Mac mini ausreicht. So ungern der geneigte Redakteur das Wort über die Finger bringt, lautet die Antwort „jein“: Auch wenn Apple inzwischen den Kritikpunkt der ersten Serie, nämlich das standardmäßig im Mac mini verbaute Viertel Gigabyte Arbeitsspeicher, durch eine Aufrüstung auf 512 Megabyte gepaart mit einer Preiserhöhung von 20 Euro aus der Welt geschaffen hat, bleibt der Rechner das, was er ist: ein kleiner Mac. Für nicht all zu aufwändiges Nutzen des Mac OS (sprich nicht all zu viel Multitasking) hält die Standardausstattung die Waage. Sobald es jedoch über die alltägliche Büroarbeit, für die er prädestiniert ist, hinaus geht, stößt der Mac mini schnell an seine Grenzen.
Preislich betrachtet hat Apple dem kleinsten Mac mini einen empfohlenen Verkaufspreis von 519 Euro mit auf den Weg gegeben. Das uns vorliegende 1,42-GHz-Modell kostete früher 589 Euro, das nun erhältliche Pendant mit Bluetooth und AirPort Extreme 619 Euro. Darf auch ein SuperDrive in der Ausstattung nicht fehlen, berechnet Apple 719 Euro beim Kauf eines Mac mini. Über die drei Standardvarianten hinaus können Kunden die Geräte im Apple Store [12] weitestgehend frei konfigurieren.
Cinebench 2003
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Dreht es sich in Sachen Benchmarks um jene, die bevorzugt die Leistung der GPU einfordern, lässt sich der Mac mini summa summarum stellenweise fast auf ein Podest mit entsprechenden PowerMac-G4-Modellen mit zwei CPUs stellen. Dreht es sich um die reine CPU-Leistung, muss der Kleine allerdings selbstverständlich die weiße Fahne schwenken. Insgesamt eine akzeptable Leistung, wenngleich die 5400-RPM-Festplatte leider etwas auf der Strecke bleibt.