Als erstes fallen beim MSI die beiliegenden Disketten mit Treibern für die SATA/RAID-Controller positiv auf. So kann man auch ohne einen zweiten PC direkt mit der Installation von Windows beginnen. Ebenfalls interessant ist das „D-Bracket 2“, das über die LEDs beim Booten den Status des PC anzeigt.
Der aktive Kühler auf dem Chipsatz ist zwar nett anzusehen, allerdings relativ laut und machte auf unserem etwas älteren Test-Mainboard teilweise deutliche Brummgeräusche. MSI hat alle Steckplätze und Anschlüsse farbig gekennzeichnet, was das Anschliessen erleichtert. Die farbliche Codierung der RAM-Slots stimmt inzwischen nicht mehr, denn mit dem BIOS 1.04 wurde die Reihenfolge der Slots geändert, so dass jetzt die ersten beiden RAM-Slots für den Dual-Channel-Betrieb genutzt werden.
Bei sehr langen Grafikkarten im zweiten PEG-Slot kann es mit den SATA-Anschlüssen etwas eng werden. Die Routing-Platine zwischen den beiden PEG-Slots ist wegen der beengten Platzverhältnisse ziemlich fummelig zu wechseln. Um beim BIOS des Mainboards einen CMOS-Clear zu erwirken, reicht ein Druck auf den Mini-Taster neben der Batterie.
MSI setzt bei der Kühlung der Spannungsversorgung des Prozessors auf eine Heatpipe, die aktiv gekühlt wird. Ähnlich wie bei der Chipsatz-Kühlung ist der kleine Lüfter nicht grade leise. Zwei der vier Lüfter-Anschlüsse des Mainboards sind damit bereits belegt.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU | Datenblatt (engl. PDF) |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E1111-RCJ | Kurz-Info, engl. |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053-NMC | Kurz-Info, engl. |
| 5 | Soundchip | Creative CA0106-DAT | Hilfedatei (chm) |
| 6 | FireWire 400 | VIA VT6306 | Info, engl. |
| 7 | Hardware-Monitor | Winbond W83791TS | Dokumentation (engl. PDF) |
| 8 | Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) |
| 9 | SLI-Selector | - | - |
| 10 | MSI CoreCell | - | MSI |
Interrupt-Tabelle
Leider macht MSI keine verwertbaren Angaben über die Verteilung der Interrupt-Leitungen auf die einzelnen Komponenten. Wer also Probleme beim Betrieb von Steckkarten bekommt, ist auf stures Probieren angewiesen.