„Alles neu macht der Mai“, heißt es so schön und auch bei ComputerBase hat sich bei den Mainboard-Reviews einiges getan – allerdings leicht zeitversetzt. Der gesamte Test-Parcours wurde überarbeitet, neue Benchmarks angeschafft und die Test-Systeme von Grund auf renoviert.
Um auch über mehr als nur ein paar Monate hinweg mit ein und derselben Test-Basis arbeiten zu können, wurde für Mainboards für AMD- und Intel-Prozessoren die Hardwareausstattung vereinheitlicht und zum größten Teil völlig neu angeschafft. Dazu gehören auch gleiche PC-Gehäuse und gleiche Festplatten (davon gleich vier Stück, um auch den immer öfter vorzufindenden RAID 5-Betrieb testen zu können). Es wurden neben den herkömmlichen Boxed-Versionen noch anderer CPU-Kühler für beide Systeme angeschafft, um die Kompatibilität testen zu können. Die Stromversorgung wurde zukunftssicher in Form neuer Netzteile geregelt. Auch an die Grafikkarten wurde gedacht, so sind auch Tests von SLI-Mainboards mit zwei Grafikkarten möglich. Genaueres zur neuen Hardware findet sich im Abschnitt Testsystem [1].
Auf der Software-Seite haben wir Teile der bisher genutzten Benchmarks aus dem Testablauf gestrichen, dafür andere aufgenommen, die sich besser zum Vergleich der Leistung der Mainboards eignen. Eine neue Benchmark-Suite wurde angeschafft und die Spiele-Benchmarks aktualisiert. Wer genauere Informationen haben möchte, der schaut in den Abschnitt Benchmarks [2].
Zum einen wollen wir uns im Testlabor die Arbeit erleichtern, zum anderen den Test-Probanden genauer und anders auf den Zahn fühlen als bisher, um so mögliche Stärken und Schwächen der Mainboards besser aufzeigen zu können. Das Augenmerk wird auch auf den Lieferumfang, sprich Hard- und Software, gelegt.
Doch genug der Ansprache, kommen wir zum eigentlichen Inhalt dieses Reviews. Drei Sockel 939-Mainboards haben sich zum Test eingefunden, bei allen dreien handelt es sich um solche mit nVidia nForce 4 SLI-Chipsatz. Das Gigabyte-Modell wurde bereits kurz im Testbericht zur Gigabyte GV-3D1 [3] angesprochen.
Sicherlich ist der Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939 ein Artikel, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt. Auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD sind lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
In der Regel stellen Mainboards mit dem nVidia nForce 4 SLI-Chipsatz die Top-Modelle für den Sockel 939 der jeweiligen Hersteller dar. Zu dieser Kategorie gehören auch unsere drei Probanden, deren grundlegende Daten in der folgenden Tabelle aufgeführt sind.
| Features | Asus A8N-SLI Premium | Gigabyte GA-K8NXP-SLI | MSI K8N Diamond | |
| Features | ||||
| Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia nForce 4 SLI | nVidia nForce 4 SLI | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 (ab BIOS 1005) | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 (ab BIOS F8) | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 (ab BIOS 1.4) | |
| HyperTransport-Bus | ||||
| 1.600 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| 2.000 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt/typ | ||||
| 266 MHz/PC 2100 | Ja | Ja | Ja | |
| 333 MHz/PC 2700 | Ja | Ja | Ja | |
| 400 MHz/PC 3200 | Ja | Ja | Ja | |
| Dual Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | |
| Onboardsound | Realtek ALC850 AC97 Audio 8 Kanäle | Realtek ALC850 AC97 Audio 8 Kanäle | Creative Soundblaster Live!24 HD Audio 8 Kanäle | |
| Steckplätze | 2x PCIe x16 1x PCIe x1 1x PCIe x4* 3x PCI | 2x PCIe x16 2x PCIe x1 2x PCI | 2x PCIe x16 3x PCI | |
| * Der PCIe x4-Anschluss hat eine Bandbreite von 1 GB/s | ||||
| W-LAN Fähigkeit | Nein | Ja (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | Ja, optional lieferbar (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | |
| HDD-Controller | ||||
| ATA 133/100/66 | 4 Geräte Cross-RAID mit SATA | 4 Geräte Cross-RAID mit SATA | 4 Geräte Cross-RAID mit SATA | |
| Serial ATA | nForce 4 SATA 300 4 Geräte (RAID 0,1, 0+1, JBOD) Silicon Image 3114 SATA 150 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10,5, JBOD) | nForce 4 SATA 300 4 Geräte (RAID 0,1, 0+1, JBOD) Silicon Image 3114 SATA 150 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10,5, JBOD) | nForce 4 SATA 300 4 Geräte (RAID 0,1, 0+1, JBOD) Silicon Image 3132 SATA 300 2 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10,5*, JBOD) | |
| * Der RAID-Modus 5 des SiI 3132 erfordert einen Port-Replikator, da mindestens drei HDDs benötigt werden | ||||
| Verfügbare Anschlüsse | ||||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | |
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 3x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | |
| LAN | Marvell 88E1111 (PHY) und Marvell 88E8001 (PCI) LAN-Controller Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E1111 (PHY) und Marvell 88E8053 (PCIe) LAN-Controller Dual Gigabit Ethernet | Vitesse VSC8201 (PHY) und Marvell 88E8053 (PCIe) LAN-Controller Dual Gigabit Ethernet | |
| Weitere Anschlüsse | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF out 1x Coaxial S/PDIF out | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Coaxial S/PDIF in 1x Coaxial S/PDIF out | 1x Seriell 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF out 1x Coaxial S/PDIF out | |
Bevor wir uns genauer mit den Mainboards im Einzelnen beschäftigen, werfen wir noch einen Blick auf die gemeinsame Softwarebeigabe der Hardware-Hersteller. Dazu gehören bei unserem Testfeld die nVidia-spezifische Software und auch das RAID-Tool aus dem Hause Silicon Image.
nVraid
nVidia hat für seinen nForce 4-Chipsatz die RAID-Software „nVraid“ genannt. Mit wenigen Klicks kann man hier RAID-Arrays einrichten, ändern und löschen. Die entsprechende Anzahl Festplatten vorausgesetzt, können die RAID-Level 0, 1 und bei vier Festplatten auch 0+1 gewählt werden. Die Cluster-Größe lässt sich bei allen Modi zwischen 4 und 128 KB wählen. Neben den genannten RAID-Leveln kann man die Platten auch als Zusammenschluss (JBOD) ansprechen, dabei werden mehrere physikalische Festplatten zu einer logischen Festplatte addiert. Leider gibt es keine direkte Hilfe-Funktion zum nVraid-Tool, der Benutzer sollte also Englisch-Kenntnisse haben und wissen, was er tut, wenn er RAID-Verbände erstellt, ändert oder löscht. Nur Asus bietet auf seiner CD ein kurzes, englisch-sprachiges Hilfe-PDF.
SATARAID5 (Array Manager)
Silicon Image (SiI) hat ebenfalls ein RAID-Tool zur Verwaltung mitgebracht. Auch wenn der Name auf den RAID-Modus 5 hinweist, ist dies mehr Marketing als Realität, benötigt man doch zum Einen mindestens drei Festplatten für ein solches Array, was beim MSI-Mainboard auf Grund der nur zwei Anschlüsse nicht möglich ist. Zum Anderen handelt es sich um ein Software-RAID. Das bedeutet, dass der Treiber mit Hilfe der CPU die aufwändige Berechnung und Überprüfung der Paritäts-Kontroll-Daten übernimmt.
Wie beim Derivat von nVidia kann man auch mit dem Tool von SiI per Mausklick Arrays erstellen, ändern oder löschen. Es stehen die gleichen RAID-Modi zur Verfügung, allerdings kann man beim Erstellen der Arrays die Größe der Arrays auf den Festplatten festlegen. Damit lassen sich die von Intel unter dem Begriff „Matrix-RAID“ bekannten Misch-Modi auch hier in ähnlicher Weise auf zwei HDDs anwenden. Die wählbare Cluster-Größe kann bei der SiI-Software zwischen 8 und 128 KB gewählt werden.
nTune
Das nächste Tool stammt erneut von nVidia und nennt sich nTune. Mit nTune kann man bequem per Mausklick die Leistung des Systems erhöhen, ohne selber Ahnung vom Overclocking haben zu müssen. Das Tool unterstützt offiziell das MSI K8N Diamond und das Asus A8N-SLI Premium, der dritte Proband aus unserem Testfeld wird von nVidia nicht in der Tabelle der unterstützten Mainboards [14] aufgeführt und so luden wir Version 2.05.09.08 aus dem Internet. Neben der Möglichkeit, umfangreiche Systeminformationen anzuzeigen und CPU- und GPU-Temperatur zu überwachen, kann man auch umfangreiche Overclocking-Einstellungen tätigen. Per „Auto-Tuning“ kann die System-Performance angehoben werden, die Festlegung der Einstellungen durch das Tool kann dabei allerdings laut Hilfe-Text bis zu einer Stunde dauern. Nun versteift sich nVidia nicht nur auf das Overclocking, sondern bietet auch Underclocking an, um die Systemlautstärke - unter anderem durch das Herruntertakten des Prozessors - zu senken. Alle Einstellungen, die man getätigt hat, kann man in Form von Profilen speichern und so schnell wieder aufrufen und umsetzen. Umständliches Arbeiten am BIOS ist damit unnötig.
Network Access Manager
Die SLI-Version des nVidia nForce 4-Chipsatzes verfügt bekannterweise über eine Hardware-basierende Firewall-Lösung für den nVidia-eigenen GigaBit-LAN-Anschluss. Zur Steuerung ist natürlich eine Software nötig, die per Web-Interface oder per Kommando-Zeile gesteuert wird. Neben der genauen Einstellung der Firewall liefert das Web-Interface auch detaillierte Informationen über die LAN-Schnittstelle. Getroffene Einstellungen können in Profilen gespeichert werden. Dies ist interessant, wenn man z.B. für eine LAN-Party andere Einstellungen benötigt als zu Hause für das Heim-Netzwerk.
Der Lieferumfang des Asus Mainboards kann als vollständig bezeichnet werden. Sehr interessant ist die SATA-Slotblende, die den Betrieb von bis zu zwei externen SATA-Laufwerken erlaubt. So können Daten schnell auf externen Datenträgern abgelegt oder wieder zurück geladen werden.
Etwas nostalgisch wirkt der Game-Port, auf den Musiker wegen der enthaltenen Midi-Schnittstelle möglicherweise aber Wert legen. Vor- und Nachteile bietet die hohe Anzahl an Slotblenden. So kann man zum einen nur die Blende(n) einsetzen, die man tatsächlich benötigt. Wer aber die serielle Schnittstelle, FireWire und USB-Ports braucht, der hat in Folge dessen schon drei Blenden im Einsatz.
Gut durchdacht haben die Ingenieure das Layout des A8N-SLI Premium. Zwischen den beiden PEG-Slots sind die beiden PCIe-x1-Slots platziert, wodurch auch zwei Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühllösung eingesetzt werden können. Alle Schnittstellen und Anschlüsse sind farbig kodiert - das erleichtert die Orientierung und das Anstecken der Kabel. Die grüne Power-On-LED ist leider nach ganz unten gerutscht und bei Sonnenschein muss man schon zweimal schauen, ob das System unter Strom steht oder nicht.
Eines der besonderen Merkmale ist der „EZ-Plug“-Stromanschluss direkt neben dem primären PEG-Slot. Beim Betrieb von zwei Grafikkarten empfiehlt Asus aus Stabilitätsgründen den Anschluss einer Stromversorgung über diesen Stecker. Zusätzlich warnt eine rote LED im SLI-Betrieb, falls keine Stromversorgung am „EZ-Plug“ anliegt.
Die SATA-Anschlüsse liegen auf Höhe des ersten PCI-Slots, damit können auch sehr lange Grafikkarten problemlos eingesetzt werden. Nur mit den RAM-Slots wird es etwas fummelig, weil eine lange Grafikkarte die unteren Verschlüsse blockieren kann. Für einen CMOS-Clear des BIOS' muss ein Jumper neben der Batterie kurzzeitig umgesteckt werden.
Zu guter Letzt ist natürlich die passive Kühlung von Chipsatz und Spannungsversorgung des Prozessors ein Blickfang. Die Heatpipe führt quer über das Mainboard, ohne an irgendeiner Stelle im Wege zu sein. Die passive Kühlung lässt alle Lüfter-Anschlüsse des Mainboards frei verfügbar und erzeugt keinerlei Geräusch im Betrieb.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [15] |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3114 CT176 | Datenblatt (engl. PDF) [16] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E1111-RCJ | Kurz-Info [17] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8001-LKJ | Kurz-Info [18] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [19] |
| 6 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A | Datenblatt (engl. PDF) [20] |
| 7 | Hardware-Monitor, Sprachausgabe | Winbond 83791SD | Datenblatt (engl. PDF) [21] |
| 8 | Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [22] |
| 9 | SLI-Selector (AI Selector) | - | - |
| 10 | Asus AI Cool Pipe | - | Asus [23] |
Interrupt-Tabelle
Laut Handbuch werden nur vier Interrupt-Leitungen genutzt. Besonders die Leitung A wird von vielen Komponenten verwendet. Eine Interrupt-Leitung alleine haben nur der dritte PCI Slot und der Silicon Image RAID-Controller. Weitere Angaben macht Asus nicht.
| Komponente | IRQ A | IRQ B | IRQ C | IRQ D |
| PCI Slot 1 | shared | - | - | - |
| PCI Slot 2 | - | shared | - | - |
| PCI Slot 3 | - | - | shared | - |
| USB 1.0 Controller | shared | - | - | - |
| USB 2.0 Controller | shared | - | - | - |
| LAN 1-Controller | shared | - | - | - |
| LAN 2-Controller | - | shared | - | - |
| Silicon Image RAID Controller | - | - | - | shared |
| FireWire-Controller | shared | - | - | - |
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit das System in verschiedenen Schritten zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer, solche OC-Einstellungen im BIOS des Asus Mainboards vorzunehmen, zeigt die nächste Tabelle.
| Option | Asus A8N-SLI Premium | |
| CPU Frequency | 200 bis 400 MHz in 1er-Schritten | |
| PCI Express Clock | 100 bis 145 MHz in 1er-Schritten | |
| DDR Voltage | Auto, 2,60 bis 3,00 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| Chipset Voltage | 1,5 oder 1,6 Volt | |
| HT Voltage | 1,2 oder 1,25 Volt | |
| CPU Multiplier | x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| CPU Voltage | Auto, 0,800 bis 1,550 V, in 0,125-Volt-Schritten | |
| PCI Clock Synchronization Mode | Auto, to CPU oder 33,33 MHz | |
| Overclock Options | Disable, 3, 5, 8, 10 Prozent | |
| N.O.S. Option | Disable, 3, 5, 8, 10 Prozent | |
| PEG Link Mode | Disable, Auto, Normal, Fast, Faster | |
| Overclock Profile | Manual, Standard, Auto, AI Overclock, AI N.O.S. | |
| HyperTransport Multiplier | x1 bis x5 in 1er-Schritten | |
| Max Memclock | Auto, DDR200, DDR266, DDR333, DDR400, DDR433, DDR466, DDR500, DDR533, DDR550, DDR600 | |
| CAS# Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Min RAS# Active Time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| RAS# to CAS# Delay (Trcd) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row Cycle Time (Trc) | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| Row Refresh Cycle Time (Trfc) | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Read-to-Write Time(Trwt) | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Write Recovery Time (Twr) | Auto, 2, 3 | |
Alle diese Werte sind direkt dem BIOS entnommen, das in der Version 1.5 eingesetzt wurde. Die möglichen Werte laut Handbuch weichen zum Teil ab. Es können einige dieser möglichen Einstellungen je nach eingesetzter CPU anders aussehen. So reicht der „CPU Multiplier“ laut Handbuch bis zu x20, bei der von uns eingesetzten CPU beträgt der maximale Multiplikator natürlich nur x12.
Das BIOS des Silicon Image-Controllers trägt die Nummer 5.1.39, das nVidia RAID-BIOS die Versionsnummer 4.81.
Sehr interessant ist neuerdings die Möglichkeit beim RAM einfach einen höheren Takt vorzugeben (also z.B. DDR466) ohne das restliche System zu übertakten. Diese Option funktioniert übrigens nur mit Prozessoren ab der Revision E, die also über den überarbeiteten Speicher-Controller verfügen. Zwar kann man im BIOS des A8N-SLI Premium auch für andere Prozessoren eine andere Taktung für das RAM einstellen, allerdings wird dann automatisch auch der CPU-Takt erhöht. So stehen dort bei DDR433 einfach 216 MHz als Taktrate.
Asus Multilanguage BIOS
Das BIOS ist dreisprachig. Gewählt werden kann zwischen Englisch, Französisch und Deutsch. Allerdings ist zumindest die deutsche Übersetzung stellenweise misslungen. Wenn das erste und das vierte SATA-Laufwerk als „Zuerst SATA Master Laufwerk“ und „Viertel SATA Master Laufwerk“ bezeichnet werden, ist das auf den ersten Blick sicherlich amüsant, allerdings verwirrt es Anfänger und die Endkontrolle hat hier völlig versagt. Wenn ein Unternehmen wie Asus den Anspruch hat, der Markführer bei Mainboards zu sein, sollten solche Fehler nicht passieren.
Asus POST Reporter
Dank zweier Chips von Winbond ist das Asus Mainboard in der Lage, während des POST (Power on Self-Test) per Sprachausgabe Auskunft über den Status zu geben. Bei Fehlern werden diese benannt, ansonsten wird der Vollzug des POST gemeldet und das Betriebssystem gestartet.
Asus Q-Fan
Die Lüftersteuerung des Asus A8N-SLI Premium nennt sich „Q-Fan“ und kann die Drehzahl von Lüftern an zwei Mainboardanschlüssen regeln - selbstverständlich in Abhängigkeit von der CPU-Temperatur. Der eine Anschluss ist natürlich der CPU-Fan, der andere der CHA1-Fan. Letzterer liegt allerdings ganz unten rechts auf der Platine und eignet sich so eher schlecht um Lüfter an der Gehäuserückseite zu steuern.
Wird die Lüftersteuerung im BIOS aktiviert, kann eine Zieltemperatur vorgewählt werden. Diese liegt zwischen 51 °C und 81 °C und kann in drei Grad Schritten verändert werden. Das bedeutet, dass bei einer Zieltemperatur von 51 °C der CPU-Lüfter ab diesem Wert mit voller Drehzahl betrieben wird. Bereits bei 37 °C CPU-Temperatur wird mit dem Zalman-Kühler eine Lüfterdrehzahl von rund 1.600 U/min erreicht. Die Lüftersteuerung arbeitet auch bei solchen niedrigen Temperaturen. Steigt also die CPU-Temperatur, wird auch die Drehzahl des CPU-Lüfters leicht angehoben.
Bei 51 °C wird dann die Drehzahl von rund 2.650 U/min beim Zalman-Lüfter erreicht. Und genau so schnell und sanft wie beim Ansteigen der Temperatur wird die Drehzahl beim Abkühlen der CPU nach unten geregelt.
Mit dem Boxed-Kühler ändert sich nicht viel. Wird die Lüftersteuerung abgeschaltet, dreht der Lüfter mit rund 3.200 U/min bei 38 °C Prozessor-Temperatur. Schaltet man „Q-Fan“ an, so verringert sich die Drehzahl bei gleicher Prozessor-Temperatur auf rund 1.200 U/min und ist damit quasi unhörbar leise. Unüberhörbar laut wird er allerdings, wenn die rückseitigen Gehäuselüfter deaktiviert werden. Mit bis zu rund 6.250 U/min rotiert dann der Lüfter und ist in Folge dessen wirklich als laut zu bezeichnen. Diese Drehzahl wird aber erst bei rund 50 °C CPU-Temperatur und etwa 40 °C Mainboard-Temperatur erreicht.
N.O.S.
Die N.O.S.-Funktion (Non-delay Overclocking System, verzögerungsfreies Übertaktungs-System) misst die Systemauslastung und übertaktet das System um einen vorgegebenen Prozentwert. Auf unserem Testsystem lief das allerdings nur bis 105 % stabil. Das liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass diese Funktion sofort nach dem POST eingreift. So wird der Rechner bereits beim Starten von Windows übertaktet, was bei uns bei den 108 und 110 %-Werten mit Abstürzen des Systems quittiert wurde. Bei 105 Prozent wird bei Last der HTT auf 210 MHz angehoben, die CPU hat dann einen Takt von 2.520 MHz. Kommt der Prozessor zur Ruhe, wird auch sofort die Übertaktung zurück genommen.
Somit wird der Prozessor tatsächlich nur unter Last übertaktet und nicht ständig, wie es beim herkömmlichen Übertakten der Fall ist. Sogar Cool'n'Quiet und N.O.S. gleichzeitig zu betreiben, ist möglich. So wird im Idle-Modus die CPU nur mit 1 GHz getaktet, unter Last dann allerdings mit 5 % Übertaktung. Ohne Cool'n'Quiet hat N.O.S. allerdings einen Nachteil, denn auch die CPU-Spannung wird erhöht, was sich nicht unbedingt postiv auf die Temperatur-Bilanz und die Lebensdauer des Prozessors auswirkt.
AI Overclock
Im Gegensatz zu N.O.S. gelten beim AI Overclock ständig die erhöhten Werte. Selbst bei aktiviertem Cool'n'Quiet wird zwar der Multiplikator auf x5 gestellt, der HTT bleibt aber 210 MHz (5 % Übertaktung). Auch hier wird die CPU-Spannung um den angegebenen Prozentwert erhöht. Genau wie beim N.O.S. gelang es uns nicht, das System mit mehr als 5 % Übertaktung zu betreiben.
Crashfree BIOS
Sollten diese Übertaktungs-Versuche fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Sollte der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß booten, reicht es den Netzschalter am Netzteil auszuschalten oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Auch missglücktes Flashen des BIOS' lässt sich wieder reparieren, indem beim Booten entweder die Mainboard-CD oder eine passend, mit einem BIOS versehene Diskette eingeschoben werden. Das BIOS greift automatisch auf diese zu und flasht dann das dort gespeicherte BIOS.
Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu noch eine Diskette mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
ACPI Suspend
Wie eigentlich alle aktuellen Mainboards unterstützt das Asus A8N-SLI Premium verschiedene Möglichkeiten zum Energiesparen. Dabei unterstützt es per BIOS die ACPI-Modi S1 und S3. Man kann diese einzeln anwählen oder auch S1 & S3 gleichzeitig. Bei letzterer Kombination wählte das Asus in unseren Tests immer den S1-Modus, bei dem Netzteil und Lüfter aktiv bleiben. Nur wenn der S3 einzeln angewählt ist, werden alle Lüfter und das Netzteil ebenfalls schlafen geschickt.
Asus Instant Music
Ist das System an Strom angeschlossen und das Netzteil eingeschaltet, dann kann man mit dem Asus seine Lieblings-CDs hören, ohne den Computer booten zu müssen. Mit Hilfe der beigelegten Tastaturschablone oder den Aufklebern kann man per F-Tasten das im BIOS ausgewählte optische Laufwerk steuern. Neben den Standard-Funktionen kann die Lautstärke geregelt und die CD ausgeworfen werden. Wichtig für die ordnungsgemäße Funktion von „Instant Music“ ist aber ein Audio-Kabel zwischen CD-Laufwerk und OnBoard-Sound. Allerdings ist dieses Kabel seit Windows 2000 quasi obsolet, werden die Audio-Daten doch per IDE-Bus an die Soundkarte geschickt.
AI NET 2
AI NET 2 ist eigentlich keine Erfindung von nVidia (sondern von Marvell, deren Netzwerk-ICs auf dem A8N-SLI Premium eingesetzt sind). Wird die Funktion im BIOS aktiviert, überprüfen die beiden Marvell-Chips, sofern sie aktiviert sind, ob ein Kabel angeschlossen ist und ob es in Ordnung ist. Dabei wird sogar die Entfernung zum Fehler bei bis zu 100 Metern Länge auf einen Meter genau ausgegeben. Für den Heimgebrauch meistens nicht so wichtig, für Administratoren eine echte Arbeitserleichterung.
PEG Link Mode
PEG steht für „PCI Express Graphics“ und Asus hat hier eine weitere Overclocking-Möglichkeit in das BIOS eingebaut. Das BIOS bietet fünf Einstellmöglichkeiten. Anhand der verwendeten 6800 GT zeigen wir die mit RivaTuner gemessenen Frequenzen:
| Einstellung | GPU-Kern Frequenz | GPU-Speicher Frequenz |
| Disabled | 351 | 1002 |
| Auto | 351 | 1002 |
| Normal | 371 | 1063 |
| Fast | 371 | 1063 |
| Faster | 371 | 1071 |
Folgende Inhalte werden von der Asus-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
Per Knopfdruck auf eines von vier Icons kann man sich eine Kurz-Info über Mainboard, BIOS und CPU ausgeben lassen. Ein weiteres ruft den Dateimanager zum Durchsuchen der CD, das dritte ein „Support Request Form“ auf und das vierte Icon schließlich listet die auf der CD vorhandenen Dateien und ihre Versionen als Text-Datei.
Erste Probleme traten gleich bei der Installation von Windows auf, denn die per „MakeDisk“ erstellte Treiber-Diskette für den nV-Controller war fehlerhaft. Erst das Kopieren per Hand des „Disk1“-Verzeichnisses von der CD auf Diskette brachte den gewünschten Erfolg.
Asus hat sich bereits auf die 64-Bit-Zukunft eingestellt und für alle Mainboard-Komponenten sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Treiber auf die CD gepackt. Auch die hauseigenen Tools liegen in beiden Versionen vor. Wir betrachten nur die 32-Bit-Versionen der Software und Treiber.
Asus Update
Mit „Asus Update“, das aktuell die Versions-Nummer 6.07.01 trägt, kann man sich per Internet mit einem BIOS-Update für das Mainboard versorgen und dieses auch gleich unter Windows im laufenden Betrieb flashen. Zu Asus Update gehört noch „MyLogo“ (Version 6.01.01), mit dem man das Vollbild-Logo, das normalerweise beim Einschalten während des POST gezeigt wird, mit einem eigenen Logo austauschen kann. Dazu wird erst das eigene Logo in die BIOS-Datei eingebunden und dann per „Asus Update“ geflasht.
AI Booster
Das AI bei einigen Asus-Tools stammt eigentlich vom Begriff „Artificial Intelligence“ (Künstliche Intelligenz), wurde von den Werbestrategen allerdings zu „Asus Intelligence“ umbenannt. In diesem Fall handelt es sich um das Steuerungs- und Übertaktungstool von Asus. Viele BIOS-Einstellungen können so direkt unter Windows durchgeführt und das System per Knopfdruck übertaktet werden. Das Programm startet automatisch bei jedem Windowsstart. Ist Cool'n'Quiet aktiviert, verweigert das Programm den Start mit einem Hinweis - die Spar-Funktion muss dann im BIOS abgeschaltet werden. Allerdings werden mögliche OC-Einstellungen trotzdem ausgeführt. Hier ist also Vorsicht geboten, denn selbst wenn im BIOS das Overclocking ausgeschaltet wurde, wird es so im Hintergrund wieder aktiviert.
AI Select
Da das A8N-SLI Premium nicht mehr per Routing-Platine zwischen SLI-Modus (2x PCIe x8) und Single-Modus (1x PCIe x16, 1x PCIe x1) per Hand eingestellt werden muss, gibt es auch ein kleines Tool, mit dem man per Knopfdruck umschalten kann. Allerdings gibt es im BIOS dafür auch die Einstellung „Auto“, die nach dem Einbau einer zweiten Grafikkarte automatisch auf den SLI-Modus wechselt.
Neben der W-LAN-Karte fällt die DPS-Steckkarte auf, die aus der dreiphasigen Spannungsversorgung eine mit sechs Phasen macht. Sollte die Technik zur Spannungsversorgung des Prozessors auf dem Mainboard versagen, kann die DPS-Platine diese Aufgabe übernehmen. Im normalen Betrieb sorgt sie durch die Verteilung der Lasten für geringere Temperaturen und eine längere Lebensdauer der Komponenten. Versehen ist die DPS-Steckkarte mit blau leuchtendem Lüfter, der nicht ganz leise seine Arbeit verrichtet.
Die W-LAN-Karte ist sehr flach gehalten und weist eine klapp- und drehbare Stummel-Antenne auf. Vorbildlich ist die Beilage von acht SATA- und Stromadapter-Kabeln. So kann man die Möglichkeiten des Gigabyte Mainboards voll ausnutzen.
Beim GA-K8NXP-SLI fällt der recht weit unten sitzende CPU-Sockel auf. Somit können auch ausladende CPU-Kühler verbaut werden, ohne oben an das Netzteil zu stossen. Oberhalb des CPU-Sockels ist der blaue Slot für die DPS-Steckkarte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern kühlt Gigabyte die Spannungsversorgung des Prozessors auf dem Mainboard nicht.
Ganz unproblematisch ist die Position der DPS-Steckkarte auf dem Mainboard allerdings nicht. Wer ein Netzteil einsetzt, das einen Lüfter auf der Unterseite aufweist, wird die Leistung dieses Lüfters durch den Einsatz der DPS-Platine einschränken. Bei dem von uns verwendeten Tagan-Netzteil wird etwa ein Viertel der Unterseite abgedeckt.
Die PEG-Slots sind in das untere Drittel des Mainboards gerutscht. Die Routing-Platine für den SLI-Betrieb ist recht klein geraten, das Umstecken nicht ganz einfach. Die SATA-Anschlüsse liegen genau auf Höhe des ersten PEG-Slots und bereits bei unserer nVidia 6800 GT wird es sehr eng zwischen Karte und den SATA-Kabeln.
Alle Anschlüsse sind farbig codiert und erleichtern so das Auffinden und Verbinden. Als einer der ersten Hersteller bietet Gigabyte FireWire 800 „onBoard“. Für einen CMOS-Clear muss man rund 30 Sekunden lang die Batterie ausbauen. Drei der vier Lüfteranschlüsse auf dem Mainboard sind frei verfügbar. Allerdings liegt ein Anschluss direkt neben IDE-Anschluss und der Hauptstromversorgung, was das Auf- oder Abstecken erschwert.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [14] |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3114 CT176 | Datenblatt (engl. PDF) [15] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Vitesse VSC8201RX | Kurz-Info, engl. [26] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053-NMC | Kurz-Info, engl. [17] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [18] |
| 6 | FireWire 800 | TI TSB82AA2 | Datenblatt (engl. PDF) [27] |
| 7 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [21] |
| 8 | SLI-Selector | - | - |
| 9 | Gigabyte Dual-BIOS | - | Gigabyte [28] |
Interrupt-Tabelle
Leider macht Gigabyte keine Angaben über die Verteilung der Interrupt-Leitungen auf die einzelnen Komponenten. Wer also Probleme beim Betrieb von Steckkarten bekommt, ist auf stures Probieren angewiesen.
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit das System in verschiedenen Versionen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer im BIOS solche OC-Einstellungen vorzunehmen zeigt die nächste Tabelle.
| Option | Gigabyte GA-K8NXP-SLI | |
| CPU Frequency | 200 bis 456 | |
| PCI Express Clock | 100 bis 150 MHz in 1er-Schritten | |
| K8 Clock Ratio | x4 bis x14 in 0,5er Schritten | |
| Robust Graphics Booster R.G.B. | Auto, Fast, Turbo | |
| CPU Voltage | Normal, 0,800 bis 1,750 V, in 0,025-Volt-Schritten | |
| Chipset Core PCI-E Voltage | Normal, +0,1, +0,2, +0,3 Volt | |
| HT-Link Voltage Control | Normal, +0,1, +0,2, +0,3 Volt | |
| DDR Voltage Control | Normal, +0,1, +0,2 Volt | |
Wer jetzt ob der geringen Anzahl an Einstellmöglichkeiten enttäuscht ist, sollte die Tasten „STRG“ + „F1“ drücken, denn damit werden die Experten-Einstellungen frei geschaltet - unter anderem der Menüpunkt „Advanced Chipset Features“
| Option | Gigabyte GA-K8NXP-SLI | |
| HT Frequency | Auto, x1, x1,5, x2, x2,5, x3, x4, x5 | |
| Current Memclock | 100 MHz, 133 MHz, 166 MHz, 200 MHz, 216 MHz, 233 MHz, 250 Mhz | |
| CAS# Latency (Tcl) | 1,5, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Min RAS# active time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| RAS# to CAS# delay (Trcd) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Linear R.G.B. clock % | Enabled, Disabled | |
| R.G.B. Core clock % | 100 bis 255 in 1er-Schritten | |
| R.G.B. Mem clock % | 100 bis 255 in 1er-Schritten | |
| M.I.B. 2 | Enabled, Auto | |
Alle diese Werte sind direkt dem BIOS entnommen, das in der Version F8 eingesetzt wurde. Die möglichen Werte laut Handbuch weichen zum Teil ab. Auch können einige dieser möglichen Einstellungen je nach eingesetzter CPU anders aussehen.
Das BIOS des Silicon Image-Controllers trägt die Nummer 5.1.39, das nVidia RAID-BIOS die Versionsnummer 4.81.
ACPI-Suspend
Das Gigabyte unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man trotz der BIOS-Einstellung „USB Resume from Suspend“ den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Robust Graphics Booster R.G.B.
In der Stellung „Auto“ ist die Funktion nicht aktiv. Ähnlich dem „PEG Link Mode“ bei Asus wird auch beim R.G.B. die Grafikkarte übertaktet.
| Einstellung | GPU-Kern Frequenz | GPU-Speicher Frequenz |
| Auto | 351 | 1002 |
| Fast | 369 | 1033 |
| Turbo | 385 | 1053 |
Das sind immerhin zehn Prozent Übertaktung beim Grafik-Kern und fünf Prozent beim Speicher. Aber diese Werte können auch per Hand mit der Option „Linear R.G.B. clock %“ angepasst werden. Wem also die vorgegebenen Werte des R.G.B. nicht gefallen, der kann die Grafikkarte so den eigenen Ansprüchen nach übertakten. Diese Übertaktung greift übrigens sowohl für den 2D-, als auch für 3D-Betrieb der Grafikkarte.
M.I.B. 2 (Memory Intelligent Booster)
Diese BIOS-Funktion findet man unter den Einstellungen für den „M.I.T.“ (MB Intelligent Tweaker). Gigabyte verspricht Besitzern bestimmter RAM-Riegel damit einen Leistungsvorteil von bis zu zehn Prozent. Allerdings ist die Auswahl der Riegel sehr klein:
Lüfter-Steuerung
Gigabyte bietet dem Besitzer des GA-K8NXP-SLI quasi zwei Steuerungen an. Die erste nennt sich „CPU Smart Fan Control“ und kann nur ein- oder ausgeschaltet werden. Diese Steuerung reguliert die Drehzahl der Lüfter laut Handbuch nach fest vorgegebenen Temperatur-Werten. Bis 50 °C Prozessor-Temperatur bleibt der Lüfter aus, zwischen 50 °C und 59 °C wird die Drehzahl des Lüfters linear angehoben, ab 60 °C wird die höchste Drehzahl eingestellt.
Allerdings zeigte sich im Test trotz angezeigter 26 °C Prozessortemperatur, dass der Boxed-CPU-Lüfter sich mit rund 3.200 U/min. bewegte. Bis 38 °C CPU-Temperatur, der höchsten Temperatur unter Last mit aktivierten Gehäuselüftern, stieg die Drehzahl des Boxed-CPU-Lüfters nicht an. Mit deaktivierten Gehäuselüftern stieg die CPU-Temperatur zwar auf 32 °C, die Drehzahl des temperaturgesteuerten Boxed-CPU-Lüfters wuchs aber trotzdem auf gut 4.800 U/min.
Mit dem Zalman CNPS7000B wurde dann trotz aktivierter Lüftersteuerung und angezeigter CPU-Temperaturen von 30 °C der Lüfter mit vollen 2.600 U/min. betrieben. Scheinbar ist diese BIOS-Funktion zwar vorhanden, wirkt sich aber wohl nicht auf die Drehzahl der CPU-Lüfter aus.
Die zweite Steuerung nennt sich „CPU Fan Speed Control“ und lässt den Benutzer die freie Wahl, ab welcher Prozessor-Temperatur der CPU-Lüfter mit welcher Drehzahl arbeiten soll. Die von Gigabyte eingesetzte Steuerung arbeitet auf dem Prinzip der Pulsweitenmodulation (PWM) und lässt Werte von 0 bis 128 zu. Damit kann zwischen dem Stillstand und der vollen Drehzahl quasi stufenlos die Drehzahl in Abhängigkeit von der Temperatur eingestellt werden.
Auch mit dem temperaturgesteuerten Boxed-Lüfter arbeitete sie einwandfrei zusammen. Bei einem Wert von „8“ und einer Temperatur-Grenze von 35 °C drehte der Boxed-CPU-Lüfter mit rund 3.000 U/min. Beim Wert „12“ drehte er mit ca. 3.800 U/min. - hier muss man durch Ausprobieren den passenden Wert zwischen Drehzahl, Kühlleistung und Lautstärke heraus finden.
Beim Zalman-Lüfter wurden beim Wert „8“ etwa 1.800 U/min eingestellt, beim Wert „12“ lagen etwa 2.100 U/min. an. Die Lüftersteuerung macht genau das, was sie soll. Für die Einstellung auf die persönlichen Wünsche gilt das bereits beim Boxed-Kühler gesagte. Beim Booten wird übrigens der CPU-Kühler für etwa 2 Sekunden mit voller Leistung betrieben.
Q-Flash
Mit Q-Flash ist es möglich, ein neues BIOS zu flashen, ohne eine Startdiskette zu erstellen. Es reicht aus, nur das neue BIOS auf eine Diskette zu kopieren, den Rest erledigt „Q-Flash“. Mit dieser Funktion kann man auch das aktuelle BIOS auf Diskette speichern. Um „Q-Flash“ aufzurufen, muss man im BIOS die „F8“-Taste drücken. Auch das Kopieren in oder aus dem zweiten BIOS-Baustein ist möglich.
Folgende Inhalte werden von der Gigabyte-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
Um die Treiber-Installation zu erleichtern, hat Gigabyte ein Tool namens „Xpress Install“ in den Autostart der CD gelegt. Dieses überprüft die vorhandene Hardware und bietet dann die Möglichkeit, die entsprechenden Treiber zu installieren. Über die Versionen der Treiber schweigt sich das Programm aus, so wird unter anderem unter Windows XP ein USB 2.0-Treiber zur Installation vorgeschlagen. Die Installation der Treiber selber geschieht im Silent-Mode, nach einem automatischen Neustart des Systems kommt nur eine kleine Meldung der „Xpress Install“-Software.
Die Produkt-Sparte „W-LAN“ scheint bei Gigabyte keine große Rolle zu spielen. Weder auf der Mainboard-CD noch im Internet bei Gigabyte wird für das GA-K8NXP-SLI ein Treiber bereit gestellt. Erst nach längerem Suchen bei den allgemeinen LAN-Treibern wird man unter einer kryptischen Datei-Bezeichnung fündig. Sehr schade, dass der Benutzer von Gigabyte so alleine gelassen wird.
Gigabyte C.O.M.
Bei der Installation verlangt das Programm zuerst nach der Installation des SNMP (Simple Network Management Protokoll) aus dem Windows-Setup bei den „Verwaltungs- und Überwachungsprogrammen“. Danach lässt sich das Setup erneut starten und bietet die Möglichkeit als Server oder Client installiert zu werden. Nach der Installation muss der Rechner neu gestartet werden.
Was bringt C.O.M. nun? Es ist ein Systemüberwachungstool in Form einer aktiven Webseite, die im Browser geöffnet wird und unter anderem JavaScript nutzt. Es zeigt alle wichtigen Daten der Hardware und von Windows, auch die Sensoren lassen sich anzeigen. Das Tool arbeitet dabei auch über das Netzwerk. Das Anzeigen der Sensoren funktionierte auf unserem Testsystem nicht, ein Update war bei Gigabyte nicht zu finden.
Easytune5
Aktuell ist die Version B05.020401. Easytune dient dem Overclocken und dem Einstellen der Lüftersteuerung unter Windows. Im „Easy Mode“ wird einfach per Schieber eingestellt um wieviel Prozent das System übertaktet werden soll. Für Fortgeschrittene bietet sich der Advanced Mode an, der Zugriff auf die einzelnen Taktraten und Spannungen gewährt. Ebenfalls enthalten ist eine Alarm-Funktion für die Lüfterüberwachung, die sich optisch und akkustisch melden kann.
Mit dem Easy-Mode, der lediglich den HT-Takt anhebt, war es uns möglich, bis zu sechs Prozent zu übertakten, bei höheren Werten kam es zu Fehlern bei Prime95 oder zu Abstürzen. Die Einstellungen des Easy-Mode kann man nicht speichern, aber im Advanced-Mode kann man Profile anlegen.
Face-Wizard
Mit diesem Tool lässt sich statt des Standard-Gigabyte-Bildes beim Booten des Rechners ein eigenes Bild in das BIOS einbinden. Möglich sind die Format „BMP“ und „PCX“ mit einer Größe von bis zu 640x480 Punkten.
@BIOS
Hiermit lässt sich das BIOS des Mainboards unter Windows im laufenden Betrieb flashen. Auch das Abspeichern des alten BIOS' ist möglich. Ein Update kann sowohl von einer lokalen Quelle als auch über das Internet durchgeführt werden. Bei unserem Test wurde jedoch nur die alte BIOS-Version „F7“ angezeigt, obwohl per manueller Suche bereits die Version „F8“ auffindbar war.
Marvell Network Tools
Ein Windows-Tool, um Fehler in dem an den Marvell-LAN-Port angeschlossenen Kabel auf Fehler oder Beschädigungen zu testen. Für Administratoren in Netzwerkumgebungen interessant. Allerdings muss das Tool auf dem Clienten gestartet werden. Laut Marvell liegt die Genauigkeit bei Fehlern im Kabel bei einem Meter auf eine Kabellänge von 100 Metern.
Als erstes fallen beim MSI die beiliegenden Disketten mit Treibern für die SATA/RAID-Controller positiv auf. So kann man auch ohne einen zweiten PC direkt mit der Installation von Windows beginnen. Ebenfalls interessant ist das „D-Bracket 2“, das über die LEDs beim Booten den Status des PC anzeigt.
Der aktive Kühler auf dem Chipsatz ist zwar nett anzusehen, allerdings relativ laut und machte auf unserem etwas älteren Test-Mainboard teilweise deutliche Brummgeräusche. MSI hat alle Steckplätze und Anschlüsse farbig gekennzeichnet, was das Anschliessen erleichtert. Die farbliche Codierung der RAM-Slots stimmt inzwischen nicht mehr, denn mit dem BIOS 1.04 wurde die Reihenfolge der Slots geändert, so dass jetzt die ersten beiden RAM-Slots für den Dual-Channel-Betrieb genutzt werden.
Bei sehr langen Grafikkarten im zweiten PEG-Slot kann es mit den SATA-Anschlüssen etwas eng werden. Die Routing-Platine zwischen den beiden PEG-Slots ist wegen der beengten Platzverhältnisse ziemlich fummelig zu wechseln. Um beim BIOS des Mainboards einen CMOS-Clear zu erwirken, reicht ein Druck auf den Mini-Taster neben der Batterie.
MSI setzt bei der Kühlung der Spannungsversorgung des Prozessors auf eine Heatpipe, die aktiv gekühlt wird. Ähnlich wie bei der Chipsatz-Kühlung ist der kleine Lüfter nicht grade leise. Zwei der vier Lüfter-Anschlüsse des Mainboards sind damit bereits belegt.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [14] |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU | Datenblatt (engl. PDF) [29] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E1111-RCJ | Kurz-Info, engl. [16] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053-NMC | Kurz-Info, engl. [17] |
| 5 | Soundchip | Creative CA0106-DAT | Hilfedatei (chm) [30] |
| 6 | FireWire 400 | VIA VT6306 | Info, engl. [31] |
| 7 | Hardware-Monitor | Winbond W83791TS | Dokumentation (engl. PDF) [32] |
| 8 | Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [33] |
| 9 | SLI-Selector | - | - |
| 10 | MSI CoreCell | - | MSI [34] |
Interrupt-Tabelle
Leider macht MSI keine verwertbaren Angaben über die Verteilung der Interrupt-Leitungen auf die einzelnen Komponenten. Wer also Probleme beim Betrieb von Steckkarten bekommt, ist auf stures Probieren angewiesen.
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit das System in verschiedenen Versionen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer, im BIOS solche OC-Einstellungen vorzunehmen, zeigt die nächste Tabelle.
| Option | MSI K8N Diamond | |
| Memclock Index Value | 100 MHz, 120 MHz, 133 MHz, 140 MHz, 150 MHz, 166 MHz, 180 MHz, 200 MHz, 216 MHz, 233 MHz, 250 MHz | |
| CAS# Latency (Tcl) | 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Min RAS# Active Time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| RAS# to CAS# Delay (Trcd) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row to Row delay (Trrd) | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Row Cycle Time (Trc) | 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| Row Refresh Cycle Time (Trfc) | 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Read-to-Write Time(Trwt) | 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Write Recovery Time (Twr) | Auto, 2, 3 | |
| Write to Read delay (Twtr) | Auto, 1, 2 | |
| High Performance Mode | Manual, Optimized | |
| Aggressive Timing | Enabled, Disabled | |
| Dynamic Overclocking | Disabled, 1, 3, 5, 7, 9, 11 Prozent | |
| CPU Frequency | 190 MHz, 200 bis 400 MHz in 1er-Schritten | |
| HyperTransport Multiplier | x1, x1,5, x2, x2,5, x3, x4, x5 | |
| PCIE Clock | 100 bis 145 MHz in 1er-Schritten | |
| Adjust CPU Ratio | StartUp, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| Adjust CPU VID | Startup, 0,825 bis 1,450 V, in 0,025-Volt-Schritten | |
| Extra CPU Voltage | By CPU VID, +3,3%, +6,6%, +9,9% | |
| Memory Voltage | Auto, 2,50 bis 2,85 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| NF4 Voltage | 1,5 oder 1,85 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
Alle diese Werte sind direkt dem BIOS entnommen, das in der Version 1.04 eingesetzt wurde. Die möglichen Werte laut Handbuch weichen zum Teil ab. Auch können einige dieser möglichen Einstellungen je nach eingesetzter CPU anders aussehen. So reicht der CPU Multiplier laut Handbuch bis zu x25, bei der von uns eingesetzten CPU beträgt der maximale Multiplikator natürlich nur x12.
Das BIOS des Silicon Image-Controllers trägt die Nummer 7.2.18, das nVidia RAID-BIOS die Versionsnummer 4.84.
Dynamic Overclocking Technologie D.O.T.
Neben dem Übertakten per Hand kann man auch das K8N automatisch übertakten lassen. Man gibt einfach einen bestimmten Prozentwert vor, um den übertaktet werden soll. Wird das System dann belastet, schaltet D.O.T. automatisch den HT-Takt um den gewünschten Wert nach oben. Die Prozentsätze hat MSI mit Militärrängen bezeichnet:
| Bezeichnung | CPU-Takt-Erhöhung |
| Disabled | 0 Prozent |
| Private | 1 Prozent |
| Sergeant | 3 Prozent |
| Captain | 5 Prozent |
| Colonel | 7 Prozent |
| General | 9 Prozent |
| Commander | 11 Prozent |
Wirklich dynamisch ist das allerdings nicht, denn erst nach rund 60 Sekunden Volllast der CPU durch prime95 wurde der Takt angehoben. Damit nicht genug, bleibt der erhöhte Takt noch rund 120 Sekunden nach dem Beenden von prime95 erhalten, erst dann wird wieder der Standard-Takt eingestellt. Während unserer Tests konnten wir bis zu fünf Prozent stabil übertakten, ab sieben Prozent gab es Probleme bei prime95.
Die Zusammenarbeit mit Cool'n'Quiet klappt mehr schlecht als recht. So wird zwar wie gewohnt der HTT um fünf Prozent angehoben. Fällt die Last dann allerdings weg und schaltet Cool'n'Quiet vorschriftsgemäß sofort den Multiplikator auf x5, bleibt der erhöhte HT-Takt jedoch weiterhin bestehen.
High Performance Mode
Dieser Modus aktiviert zum einen beim D.O.T. die Einstellung „Sergeant“. Zusätzlich wurde bei unserem Testsystem die CPU-Spannung von „StartUp“ auf feste 1,450 Volt angehoben und „Aggressive Timing“ eingeschaltet.
Lüftersteuerung
Die Lüfterregelung des MSI regelt sowohl die Geschwindigkeit des CPU-Lüfters, als auch den des Lüfters an der Spannungsstabilisierung. Letzterer hat bei angezeigten 27 °C Systemtemperatur ca. 4.800 U/min., oberhalb von ca. 33 °C werden die maximalen rund 5.800 U/min eingestellt. Der Lüfter des Chipsatzkühlers bleibt leider ungeregelt, er rotiert immer mit hörbaren rund 6.800 U/min. Im BIOS kann für die CPU eine Zieltemperatur von 40 °C, 50 °C oder 60 °C eingestellt werden
Bei relativ schnellen und starken Temperaturwechseln kann es vorkommen, dass die Zieltemperatur um 5 °C über- oder unterschritten wird, bis die Steuerung eingreift. Beim Test mit Prime95 ohne Gehäuselüfter wurde der Zalman erst ab 45 °C auf eine höhere Drehzahl gestellt. Beim Abkühlen nach Prime95, jetzt mit aktivierten Gehäuselüftern, wurden wiederum 35 °C Prozessortemperatur erreicht, bevor die Drehzahl des Lüfters reduziert wurde.
Die Umdrehungszahl des Lüfters des Zalman CNPS7000B liegt im kalten Zustand bei aktivierter Lüftersteuerung des MSI K8N Diamond bei etwa 1.350 U/min. . Wenn die Lüftersteuerung auf höchste Leistung stellt, werden rund 2.600 U/min. erreicht.
Der temperaturgeregelte Boxed-Kühler kommt als niedrigste Drehzahl auf ca. 850 U/min, maximal werden laute 6.250 U/min. gemessen. Allerdings werden diese Drehzahlen nur unter bestimmten Umständen erreicht. Die niedrigen 850 U/min. werden nur bei aktivierter Lüftersteuerung des Mainboards erreicht. Die maximale Drehzahl des Boxed-CPU-Lüfters liegt dann bei rund 3.500 U/min., in dieser Konfiguration sind auch unsere Lautstärke- und Temperaturmessungen durchgeführt worden.
Die erwähnten 6.250 U/min. erreicht der Boxed-CPU-Lüfter nur, wenn die hinteren Gehäuselüfter abgestellt sind. Selbst wenn diese heruntergeregelt wurden erzeugten sie einen ausreichenden Luftstrom, der den Temperatur-Fühler des CPU-Kühlers erreicht und so die Drehzahl auf die oben erwähnten rund 3.500 U/min. begrenzt.
ACPI-Suspend
Das MSI K8N Diamond beherrscht die beiden Stromsparmodi S1 und S3, die sich einzeln im BIOS anwählen lassen. Das Aufwecken des Rechners per PS/2-Tastatur funktionierte einwandfrei, mit einer USB-Tastatur ist dies nicht möglich. Ärgerlich ist jedoch, dass man den Rechner auch per Ein/Aus-Taster nicht wieder aus dem S3-Modus aufwecken kann. Außer durch ein mit möglichen Datenverlusten behaftetes Aus- und wieder Einschalten des Netzteils hat man keine Möglichkeit, das System zu reanimieren.
Aus dem S1-Modus kann man das System auch per Tastendruck einer USB-Tastatur oder -Maus aufwecken. Man kann auch die Einstellung „Auto“ wählen. Bei unserem Testsystem kam dann der S3-Modus zum Einsatz.
BIOS flashen
MSI bietet zwei Möglichkeiten für ein BIOS-Update an: zum Einen kann man per Boot-Diskette das System starten und per Hand mit einem DOS-Programm das BIOS flashen. Die zweite Möglichkeit besteht unter Windows mit dem „Live Update“-Programm per Mausklick. Sollte das Flashen fehlgeschlagen sein, kommt man um eine Diskette nicht herum. MSI bietet keine Sicherheitsfunktion beim BIOS wie etwa Asus (Crashfree BIOS) oder Gigabyte (Dual BIOS).
Folgende Inhalte werden von der MSI-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
Für uns völlig unverständlich ist das Fehlen der CPU-Treiber und einer Cool'n'Quiet-Software auf der MSI-CD. So kann man eines der wohl interessantesten Features der Athlon 64-Prozessoren erst nach der Kontakt-Aufnahme mit dem Internet nutzen. Wobei die Suche auf der MSI-Homepage ebenfalls ins Leere läuft, denn auf der Produkt-Seite des MSI-7100 (K8N Diamond) findet sich weder bei den Treibern noch bei der Software ein entsprechender Download.
Live Update 3
Nach der Installation verlangt „Live Update“ zuerst einen Neustart des Computers, nur so können die zur Funktion nötigen Programmteile in Windows eingebunden werden. „Live Update“ stellt seine Infos als lokale Internetseite dar, die unter anderem per ActiveX-Plugins Zugriff auf den Rechner erhält. Dadurch kann die Software die Versionen der installierten Treiber, des BIOS', des VGA-BIOS' und natürlich seine eigene Version überprüfen und gegebenenfalls per Internet-Verbindung eine aktuellere Version herunterladen und installieren. Die Aktualisierung des VGA-BIOS' der Grafikkarte funktioniert nur bei MSI-Grafikkarten.
Beim Update der „Live Update“-Software wird neben der aktuellen Version im Internet auch gleich noch die Größe des Downloads und das Changelog angezeigt. Zusätzlich zur „Live Update“-Software wird auch der „Live Monitor“ installiert, mit dem regelmäßig automatisch nach Updates gesucht werden kann. Dem Benutzer wird durch das „Live Update“ auf jeden Fall die teils mühsame Suche nach Updates von Treibern und Tools erleichtert.
DigiCell
Per „Live Update“ wurde die vorliegende Version von „DigiCell“ auf Version 1.10.00.00 upgedatet. Mit „DigiCell“ kann der Benutzer Teile der installierten MSI Software aufrufen, z.B. das „Core Center“ oder das „Live Update“-Tool.
Core Center
Das „Core Center“ ist das Hardware-Überwachungs- und Übertaktungs-Tool der MSI-Software. Die Version 2.0.0.4 ist zum Testzeitpunkt aktuell, nach der Installation ist auch hier ein Neustart nötig. Mit „Core Cell“ lässt sich der FSB wie der PCIe-Bus in Zweierschritten um ein bis elf Prozent übertakten. Die CPU-Spannung (VCore) kann um 3,3 %, 5,3 % und 8,3 % erhöht werden und zu guter Letzt kann die RAM-Spannung zwischen 2,5 und 2,85 Volt in 0,5er-Schritten eingestellt werden. Neben den Alarm-Funktionen bezüglich der Überwachung der Temperatur von CPU und Mainboard sowie der Lüfter-Drehzahlen von Chipsatz und Prozessor kann letztere auch per Schieberegler verstellt werden.
Security Center
Im Security Center sind drei einzelne Anwendungen zu finden. Als erstes der „PasswordKeeper“, ein Tool, in dem der Benutzer nach Eingabe eines Master-Passworts alle seine sonstigen Passwörter für Internet-Zugang, E-Mail-Konten etc. abspeichern kann. So muss man sich nur ein Passwort merken und hat seine Passwörter und Zugangsdaten vor dem Zugriff Unberechtigter geschützt.
Das zweite Tool ist „SecureDoc“, mit dem man Dateien per Mausklick verschlüsseln kann. Das Tool nistet sich in der Tray-Leiste ein, per Rechts-Klick kann man sich per Passwort anmelden und Dateien ent- oder verschlüsseln.
Abschließend gibt es noch die „LockBox“ in der Version 1.63B1, mit der man den Computer per Passwort schützen kann, so dass kein Unbefugter beim kurzen Verlassen auf den PC zugreifen kann. Unter Windows XP nicht so sinnvoll, bringt das Betriebssystem doch von Hause aus die Möglichkeit mit, die Arbeitsstation zu sperren. Vor allem da das Tool beim Setzen des Passwortes dieses in Klarschrift anzeigt und ungefragt die „Willkommensseite“ und die „schnelle Benutzerumschaltung“ deaktiviert werden.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
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Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [44] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
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WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
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WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Proze |