Gerade im Office-Bereich sind so genannte IGP-Chipsätze, also Mainboard-Chipsätze mit integrierter Grafikeinheit, sehr beliebt. Hier wird quasi nur der 2D-Bereich genutzt und selbst die langsamste aktuelle Grafikkarte ist durchaus in der Lage, mehr als ein paar Fenster auf dem Desktop darzustellen, ohne dabei ins Stocken zu geraten.
Nach über zwei Jahren Pause will auch nVidia in diesem Markt-Segment wieder Fuß fassen. Zusätzlich ist auch der Bereich der Home Theater-PCs (HTPC) anvisiert, unterstützt die Top-Version des neuen Chipsatzes doch auch HDTV-Wiedergabe. nVidia musste dazu zwar von seinem geliebten One-Chip-Design abweichen und auf zwei Bridges setzen. Allerdings kann der Hersteller inzwischen auf eine Art Baukasten zurückgreifen, sind viele seiner Chips doch ähnlich und können unterschiedlich eingesetzt werden.
Der neue Chipsatz hört auf den Code-Namen C51G und wird offiziell mit GeForce 6100 oder 6150 bezeichnet. Die passende Southbridge hört auf die Bezeichnung nForce 410 bzw. 430. Von den möglichen vier Kombinationen dieser beiden Chips bietet nVidia offiziell nur drei an: 6100/410, 6100/430 und 6150/430. Was es genau mit den Bezeichnungen und ihren Spezifikationen auf sich hat, klären wir zwei Kapitel weiter.
Auch der Hauptkonkurrent ATi war nicht untätig und hat bereits vor einiger Zeit seinen IGP-Chipsatz RS480 [1] vorgestellt. Neben unseren drei Probanden aus dem Hause Asus und Gigabyte haben wir bei den IGP-Messungen auch das uns vorliegende ATi Referenz-Mainboard benutzt. Wegen dem Vorserien-Status des ATi-Boards sollte man seine Ergebnisse nicht all zu sehr auf die Goldwaage legen.
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
Bevor wir uns um die Probanden im Einzelnen kümmern, wollen wir einen allgemeinen Blick auf den neuen Chipsatz werfen. Wie bereits erwähnt, basiert der GeForce 6100/6150 und der nForce 410/430 auf einem Zwei-Chip-Design. Das folgende Diagramm zeigt bereits die meisten Leistungsmerkmale:
Durchaus ein vollwertiger Chipsatz, den nVidia kreiert hat. Für den Heim-, SOHO- und Small Business-Bereich sind die beiden Kombinationen 6100/410 und 6100/430 angedacht, der Media Center- und Media-PC-Bereich wird alleine von der Top-Version 6150/430 bedient. Deutlich wird auch hier wieder, dass der neue Chipsatz von den Mainboard-Herstellern sehr flexibel eingesetzt werden kann. Für einfache Büro-Rechner reichen zwei SATA-Schnittstellen sicher aus, der RAID 5-Modus des nForce 430 passt schon eher zu einer Workstation. Wir haben die Merkmale in einer Tabelle zusammengefasst:
| GeForce 6150 nForce 430 | GeForce 6100 nForce 430 | GeForce 6100 nForce 410 | |
| DirectX 9.0 mit SM3.0 | Ja | Ja | Ja |
| TV Encoder | Ja | Nein | Nein |
| DVI | Ja | Nein | Nein |
| Takt Grafikkern | 475 MHz | 425 MHz | 425 MHz |
| PCIe | 1x x16 2x x1 | 1x x16 1x x1 | 1x x16 1x x1 |
| Pure Video | Ja | Nein | Nein |
| MPEG2/HDTV | HD 1080p | SD 720p, 1080i | SD 720p, 1080i |
| Audio | HD Azalia und AC97 | HD Azalia und AC97 | HD Azalia und AC97 |
| SATA/PATA | 4/4 | 4/4 | 2/4 |
| SATA II (3 GBit/s) | Ja | Ja | Ja |
| RAID | 0, 1, 0+1, 5 | 0, 1, 0+1, 5 | 0, 1 |
| Media Shield | Ja | Ja | Ja |
| Active Armor Firewall | Ja | Ja | Nein |
| LAN | 10/100/1000 | 10/100/1000 | 10/100 |
| USB-Anschlüsse | Acht | Acht | Acht |
Gerade im Einsatzbereich für HTPCs spielt die Hardware-beschleunigte Wiedergabe von MPEG2- und WMV9-Inhalten eine große Rolle. Mit der Unterstützung des HD-Audio-Standards ist auch eine qualitativ gute Klang-Wiedergabe möglich, allerdings fehlt die interne Decodierung von Dolby- oder DTS-Signalen. Die uns vorliegenden Mainboards weisen alle das µ-ATX-Format auf – auch dies ist wichtig für kleine Media-PCs, die im HiFi-Regal eine gute Figur machen.
Da nVidia bei der Produktion der 6100/6150- und 410/430-Chipsätze bereits die 90-nm-Technik verwendet, hält sich auch die Wärmeentwicklung in Grenzen und alle unsere Probanden sind mit einer passiven Kühlung der Chipsätze versehen. Mit der Unterstützung von DirectX 9.0 und dem Shader-Model 3.0 stellen auch aktuelle Spiele keine Probleme dar, die relativ geringe 3D-Leistung des 6150/6100 dagegen schon eher.
Die zwischen South- und Northbridge bestehende HyperTransport-Verbindung wird mit 800 MHz und einer Bandbreite von 8 Bit betrieben. Der integrierte RAMDAC im 6100/6150 taktet mit 300 MHz, der Auflösungen von bis zu 1920x1440 Punkten bei 75 Hz ermöglicht. Der DVI-Ausgang beim 6150 ist ein Single-Link-Ausgang, der nur Auflösungen bis 1600x1200 Punkten erlaubt.
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung der getesteten Mainboards geben.
| Layout | Asus A8N-VM CSM | Gigabyte GA- K8N51GMF-9 | Gigabyte GA- K8N51PVMT-9 | |
| Features | ||||
| Chipsatz | nVidia 6150/430 | nVidia 6100/430 | nVidia 6150/430 | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 Sempron | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 Sempron | AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 Sempron | |
HyperTransport-Bus | ||||
| 1.600 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| 2.000 MHz | Ja | Ja | Ja | |
Speichertakt/-typ | ||||
| 266 MHz/PC 2100 | Ja | Ja | Ja | |
| 333 MHz/PC 2700 | Ja | Ja | Ja | |
| 400 MHz/PC 3200 | Ja | Ja | Ja | |
| Dual Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| OnBoard-Grafik | GeForce 6150 Kern 475 MHz VGA-out DVI-D | GeForce 6100 Kern 425 MHz VGA-out | GeForce 6150 Kern 475 MHz VGA-out TV-out (S-Video) | |
| OnBoard-Sound | ADI AD1986A AC97 Audio 6 Kanäle | Realtek ALC880 HD Audio 8 Kanäle | Realtek ALC880 HD Audio 8 Kanäle | |
| Steckplätze | 1x PCIe x16 1x PCIe x1 2x PCI | 1x PCIe x16 1x PCIe x1 2x PCI | 1x PCIe x16 1x PCIe x1 2x PCI | |
| WLAN-Fähigkeit | Nein | Nein | Nein | |
HDD-Controller | ||||
| ATA 133/100/66 | 4 Geräte | 4 Geräte | 4 Geräte | |
| Serial ATA | nForce 430 SATA II 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) | nForce 430 SATA II 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) | nForce 430 SATA II 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) | |
Verfügbare Anschlüsse | ||||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | |
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | |
| LAN | Marvell 88E1111 (PHY) | Vitesse VSC8201 (PHY) | Vitesse VSC8201 (PHY) | |
| Weitere Anschlüsse | 2x PS/2 1x Parallel 3x Audio | 2x PS/2 1x Parallel 6x Audio | 2x PS/2 1x Parallel 6x Audio | |
| Format | Micro-ATX 24,4 x 24,4 cm | Micro-ATX 24,4 x 24,4 cm | Micro-ATX 24,4 x 24,4 cm | |
Recht mager erscheint der Lieferumfang beim Asus Mainboard. Eine Slot-Blende mit einem FireWire-Port liegt bei, USB-, S/PDIF- oder TV-Out-Blenden müssen dagegen bei Bedarf im Fachhandel gesondert gekauft werden. Damit ist der Leistungsumfang des Mainboards ohne dieses Zubehör leider nur eingeschränkt nutzbar.
Bedingt durch das µ-ATX-Format herrscht auf dem Asus-Board relative Enge. Die meisten Grafikkarten blockieren die Verschlüsse der RAM-Steckplätze, können aber nicht mit den PATA-Schnittstellen aneinander geraten. Stromanschlüsse sowie Floppy- und IDE-Schnittstellen sind wie von Asus gewohnt am Rand des Mainboards platziert.
Am unteren Rand befindet sich eine grüne LED, die über anliegende Spannung informiert. Sowohl PS/2-, als auch USB-Schnittstellen lassen sich auf 5VSB umjumpern, um den PC per Tastatur oder Maus aufwecken zu können. Für Lüfter stehen zwei dreipolige Anschlüsse zur Verfügung. Der Halter am PEG-Slot ist zwar recht lang, allerdings lässt er sich bei ausladenden Kühlerkonstruktionen der Grafikkarte trotzdem nur schwierig öffnen.
Die vier SATA-Anschlüsse befinden sich unten rechts. Der direkt daneben liegende Jumper für den CMOS-Clear lässt sich bei eingesteckten SATA-Kabeln etwas kniffelig umstecken. Auf der Northbridge befindet sich ein großer passiver Aluminium-Kühlkörper, die Southbridge kommt komplett ohne Kühlung aus.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | nVidia GeForce 6100 | nVidia [17] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 430 | nVidia [16] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E1111-RCJ | Kurz-Info, engl. [18] |
| 4 | Soundchip | AD1986A | Analog Devices [19] |
| 5 | FireWire 400 | VIA VT6307 PCI | VIA [20] |
| 6 | Hardware-Monitor / Super-I/O | Winbond W83627EHG-A | Dokumentation (engl. PDF) [21] |
Das BIOS lag in der Version 05.06 vor, das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 5.50.
ACPI-Suspend
Das Asus A8N-VM CSM unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man trotz korrekt gesetztem Jumper auf dem Mainboard den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich. Wählt man „Auto“ aus, lässt sich der PC aus dem Stand-by-Modus ebenfalls nur per PS/2-Tastatur oder Ein/Aus-Schalter wieder aufwecken.
Lüftersteuerung
Wie bei fast allen bisher getesteten Mainboards mit Sockel 939 ist der Begriff Lüftersteuerung eigentlich völlig falsch gewählt. Lediglich der CPU-Lüfter lässt sich durch das BIOS abhängig von der CPU-Temperatur regeln. Dieses Manko ist jedoch keineswegs in der Hardware begründet, denn der eingesetzte Chip ist durchaus in der Lage, mehr als einen Lüfter zu regeln. Vielmehr ist hier die Schuld bei den Kunden und den Ingenieuren zu suchen, die keinen Wert auf solch eine sinnvolle Funktion legen. Als positives Beispiel seien hier aktuelle Intel-Mainboards zu nennen, die alle angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig regeln, was letztendlich auch dem Geräuschpegel zu Gute kommt.
Crashfree BIOS
Sollten Übertaktungs-Versuche fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es den Netzschalter am Netzteil auszuschalten oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Auch missglücktes Flashen des BIOS' lässt sich wieder reparieren, indem beim Booten entweder die Mainboard-CD oder eine mit einem BIOS versehene Diskette eingeschoben werden. Das Notsystem greift automatisch auf diese zu und spielt dann das dort gespeicherte BIOS ein.
Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu noch eine Diskette mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
Nach dem Autostart der beiliegenden Treiber-CD stellt die Asus-Anwendung dem Benutzer eine manuelle Treiberinstallation zur Verfügung. Die zusätzliche Hersteller-Software muss manuell installiert werden.
Asus Update
Mit „Asus Update“ kann man sich per Internet mit einem BIOS-Update für das Mainboard versorgen und dieses auch gleich unter Windows im laufenden Betrieb einspielen. Zu Asus Update gehört noch „MyLogo“, mit dem das Vollbild-Logo, das normalerweise beim Einschalten während des POST gezeigt wird, mit einem eigenen Logo ausgetauscht werden kann. Dazu befinden sich auf der CD bereits einige fertige Vorlagen.
Asus PC Probe II
Ein Hardware-Überwachungstool, das jetzt in der zweiten Ausführung vorliegt. Neben der Anzeige der Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen beherbergt das Programm einen DMI-, PCI- und WMI-Browser. Diese geben genaue Auskunft über die verbaute Hardware und die benötigten Ressourcen.
Auch beim Gigabyte liegt nicht viel Zubehör bei, auf Slot-Blenden, die zusätzlich Schnittstellen nach außen führen, hat man ganz verzichtet. Auch wer noch ein Netzteil ohne SATA-Stromanschluss besitzt, schaut beim Einsatz einer SATA-Festplatte beim Gigabyte in die Röhre und muss sich erst einen Stromadapter im Fachhandel kaufen.
Auch auf dem Gigabyte GA-K8N51GMF-9 herrscht relative Enge, verursacht durch das Micro-ATX-Format. Wenn eine Grafikkarte in dem PEG-Slot steckt, ist der Ein- oder Ausbau der RAM-Riegel nicht möglich. Sonstige Hindernisse gibt es für die Grafikkarte nicht. Beide ICs vom Chipsatz sind passiv gekühlt, die Spannungsstabilisierung des Prozessors muss ohne Kühlkörper auskommen.
Die Anschlüsse für PATA- und Floppy-Laufwerke befinden sich am rechten Rand. Etwas tiefer befinden sich die vier SATA-Anschlüsse, darunter befinden sich dann die leider nicht farbig markierten Anschlüsse für das Frontpanel. Das Board verfügt über zwei dreipolige Lüfteranschlüsse. Sehr gut ist der Verschluss am PEG-Slot. Dieser lässt sich auch von oben bedienen und so entfällt das nervige Gefummel beim Ausbau der Grafikkarte.
Für den CMOS-Clear muss ein Jumper direkt neben der Batterie für ein paar Sekunden umgesteckt werden. Ärgerlich war die beiliegende ATX-Blende, aus der vor dem Einbau des Mainboards erst einmal einige scharfe Teile per Hand heraus gebrochen werden mussten. Das kann nicht nur zu Verletzungen führen. Möglicherweise kann es gar zu Schäden am Mainboard kommen, wenn diese überflüssigen Blendenteile einen Kurzschluss verursachen.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | nVidia GeForce 6100 | nVidia [16] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 430 | nVidia [16] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Vitesse VSC8201RX | Kurz-Info, engl. [22] |
| 4 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek [23] |
| 5 | FireWire 400 | VIA VT6307 PCI | VIA [19] |
| 6 | Hardware-Monitor / Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [20] |
Das BIOS lag in der Version F2 vor, das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 6.21.
ACPI-Suspend
Das Gigabyte-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem Kombi-Modus lässt sich der Computer nur per Tastatur oder Ein/Aus-Schalter, aus dem S1-Modus per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Immerhin lässt sich der CPU-Lüfter vom BIOS temperaturabhängig regeln. Eine genaue Einstellung ist allerdings nur unter Windows mit Easytune5 möglich, wobei sich die untere Grenztemperatur zwar anheben, aber nicht wieder absenken lässt. Der anschließbare Gehäuselüfter darf drehzahlüberwacht aber ungeregelt seine Arbeit verrichten.
Robust Graphics Booster R.G.B.
In der Stellung „Auto“ ist die Funktion nicht aktiv. Ähnlich dem „PEG Link Mode“ bei Asus wird auch beim R.G.B. die Grafikkarte übertaktet. Der R.G.B. arbeitet beim GA-K8N51GMF-9 nur mit zusätzlichen Grafikkarten, beim IGP ist keine Änderung feststellbar.
| Einstellung | GPU-Kern-Frequenz | GPU-Speicher-Frequenz |
| Auto | 351 | 1002 |
| Fast | 369 | 1033 |
| Turbo | 385 | 1053 |
Das sind immerhin zehn Prozent Übertaktung beim Grafikkern und fünf Prozent beim Speicher. Diese Übertaktung greift übrigens sowohl für den 2D-, als auch für 3D-Betrieb der Grafikkarte.
Q-Flash
Aus dem BIOS heraus kann man per „F8“ das integrierte Flash-Programm starten. Benötigt wird nur eine Diskette, auf der das neue BIOS gespeichert ist. Der eigentliche Flash-Vorgang läuft automatisch ab. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
Wer es mit dem Übertakten übertreibt, braucht sich keine großen Sorgen machen. Das Gigabyte-Board erkennt misslungene Startversuche und lädt automatisch Standardwerte für CPU und RAM und zeigt dies auch mit einer Meldung im POST-Bildschirm.
Um die Treiber-Installation zu erleichtern, hat Gigabyte ein Tool namens „Xpress Install“ in den Autostart der CD gelegt. Dieses überprüft die vorhandene Hardware und bietet dann die Möglichkeit, die entsprechenden Treiber zu installieren. Über die Versionen der Treiber schweigt sich das Programm aus. Die eigentliche Installation der Treiber geschieht im Silent-Mode und nach einem automatischen Neustart des Systems kommt nur eine kleine Meldung der „Xpress Install“-Software. Leider erkennt das Programm installierte Treiber nur dann, wenn sie über die Anwendung von der CD installiert wurden.
Gigabyte C.O.M.
Bei der Installation verlangt das Programm zuerst nach der Installation des SNMP (Simple Network Management Protokoll) aus dem Windows-Setup bei den „Verwaltungs- und Überwachungsprogrammen“. Danach lässt sich das Setup erneut starten und bietet die Möglichkeit als Server oder Client installiert zu werden. Nach der Installation muss der Rechner neu gestartet werden.
Was bringt C.O.M. nun? Es ist ein Systemüberwachungstool in Form einer aktiven Webseite, die im Browser geöffnet wird und unter anderem JavaScript nutzt. Es zeigt alle wichtigen Daten der Hardware und von Windows - auch die Sensoren lassen sich anzeigen. Das Tool arbeitet dabei auch über das Netzwerk.
Easytune5
Auf der CD findet sich die Version B2005.05.11. Easytune dient dem Overclocken und dem Einstellen der Lüftersteuerung unter Windows. Im „Easy Mode“ wird einfach per Schieber eingestellt, um wieviel Prozent das System übertaktet werden soll. Für Fortgeschrittene bietet sich der Advanced Mode an, der Zugriff auf die einzelnen Taktraten und Spannungen gewährt. Ebenfalls enthalten ist eine Alarm-Funktion für die Lüfterüberwachung, die sich optisch und akustisch melden kann.
Mit dem Easy-Mode, der lediglich den HT-Takt anhebt, war es uns möglich, bis zu vier Prozent zu übertakten. Bei höheren Werten kam es zu Fehlern bei Prime95 oder zu Abstürzen. Die Einstellungen des Easy-Mode kann man nicht speichern, nur im Advanced-Mode kann man Profile anlegen.
Face-Wizard
Mit diesem Tool lässt sich statt des Standard-Gigabyte-Bildes beim Booten des Rechners ein eigenes Bild in das BIOS einbinden. Möglich sind die Format „BMP“ und „PCX“ mit einer Größe von bis zu 640x480 Punkten.
Da sich die beiden getesteten Gigabyte-Mainboards sehr stark ähneln, verzichten wir auf die doppelte Aufführung einiger Daten und verweisen auf das Gigabyte GA-K8N51GMF-9.
Da der GeForce 6150 auch über einen S-Video-Ausgang verfügt, liegt dem Mainboard eine passende Break-out-Box bei, die neben dem S-Video-Anschluss auch einen Komponenten-Ausgang bietet.
Wie bereits erwähnt, ähneln sich die beiden Mainboards von Gigabyte sehr, wer Genaueres lesen möchte, sollte zum GA-K8N51GMF-9 zurück blättern.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | nVidia GeForce 6150 | nVidia [24] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 430 | nVidia [23] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Vitesse VSC8201RX | Kurz-Info, engl. [21] |
| 4 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek [22] |
| 5 | FireWire 400 | VIA VT6307 PCI | VIA [19] |
| 6 | Hardware-Monitor / Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [20] |
Das BIOS lag in der Version F1 vor, das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 6.21.
ACPI-Suspend
Das Gigabyte-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem Kombi-Modus lässt sich der Computer nur per Tastatur oder Ein/Aus-Schalter, aus dem S1-Modus per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Immerhin lässt sich der CPU-Lüfter vom BIOS temperaturabhängig regeln. Eine genaue Einstellung ist allerdings nur unter Windows mit Easytune5 möglich, wobei sich die untere Grenz-Temperatur zwar anheben, aber nicht wieder absenken lässt. Der anschließbare Gehäuselüfter darf drehzahlüberwacht aber ungeregelt seine Arbeit verrichten.
Robust Graphics Booster R.G.B.
In der Stellung „Auto“ ist die Funktion nicht aktiv. Ähnlich dem „PEG Link Mode“ bei Asus wird auch beim R.G.B. die Grafikkarte übertaktet. Der R.G.B. arbeitet beim GA-K8N51PVMT-9 nur mit zusätzlichen Grafikkarten, beim IGP ist keine Änderung feststellbar.
| Einstellung | GPU-Kern-Frequenz | GPU-Speicher-Frequenz |
| Auto | 351 | 1002 |
| Fast | 369 | 1033 |
| Turbo | 385 | 1053 |
Das sind immerhin zehn Prozent Übertaktung beim Grafikkern und fünf Prozent beim Speicher. Diese Übertaktung greift übrigens sowohl für den 2D-, als auch für 3D-Betrieb der Grafikkarte.
Q-Flash
Aus dem BIOS heraus kann man per „F8“ das integrierte Flash-Programm starten. Benötigt wird nur eine Diskette, auf der das neue BIOS gespeichert ist. Der eigentliche Flash-Vorgang läuft automatisch ab. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
Wer es mit dem Übertakten übertreibt, braucht sich keine großen Sorgen machen. Das Gigabyte-Board erkennt misslungene Startversuche und lädt automatisch Standardwerte für CPU und RAM und zeigt dies auch mit einer Meldung im POST-Bildschirm.
Um die Treiber-Installation zu erleichtern, hat Gigabyte ein Tool namens „Xpress Install“ in den Autostart der CD gelegt. Dieses überprüft die vorhandene Hardware und bietet dann die Möglichkeit, die entsprechenden Treiber zu installieren. Über die Versionen der Treiber schweigt sich das Programm aus. Die eigentliche Installation der Treiber geschieht im Silent-Mode und nach einem automatischen Neustart des Systems kommt nur eine kleine Meldung der „Xpress Install“-Software. Leider erkennt das Programm installierte Treiber nur dann, wenn sie über die Anwendung von der CD installiert wurden.
Gigabyte C.O.M.
Bei der Installation verlangt das Programm zuerst nach der Installation des SNMP (Simple Network Management Protokoll) aus dem Windows-Setup bei den „Verwaltungs- und Überwachungsprogrammen“. Danach lässt sich das Setup erneut starten und bietet die Möglichkeit als Server oder Client installiert zu werden. Nach der Installation muss der Rechner neu gestartet werden.
Was bringt C.O.M. nun? Es ist ein Systemüberwachungstool in Form einer aktiven Webseite, die im Browser geöffnet wird und unter anderem JavaScript nutzt. Es zeigt alle wichtigen Daten der Hardware und von Windows - auch die Sensoren lassen sich anzeigen. Das Tool arbeitet dabei auch über das Netzwerk.
Easytune5
Auf der CD findet sich die Version B2005.05.11. Easytune dient dem Overclocken und dem Einstellen der Lüftersteuerung unter Windows. Im „Easy Mode“ wird einfach per Schieber eingestellt, um wieviel Prozent das System übertaktet werden soll. Für Fortgeschrittene bietet sich der Advanced Mode an, der Zugriff auf die einzelnen Taktraten und Spannungen gewährt. Ebenfalls enthalten ist eine Alarm-Funktion für die Lüfterüberwachung, die sich optisch und akustisch melden kann.
Mit dem Easy-Mode, der lediglich den HT-Takt anhebt, war es uns möglich, bis zu vier Prozent zu übertakten. Bei höheren Werten kam es zu Fehlern bei Prime95 oder zu Abstürzen. Die Einstellungen des Easy-Mode kann man nicht speichern, nur im Advanced-Mode kann man Profile anlegen.
Face-Wizard
Mit diesem Tool lässt sich statt des Standard-Gigabyte-Bildes beim Booten des Rechners ein eigenes Bild in das BIOS einbinden. Möglich sind die Format „BMP“ und „PCX“ mit einer Größe von bis zu 640x480 Punkten.
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Ausnahme bilden die Multi-GPU-Chipsätze, bei denen die Spiele-Benchmarks zusätzlich mit zwei Grafikkarten gemessen werden (auch hier mit einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 und 32 Bit Farbtiefe).
Die IGP-Messungen werden bei den nVidia-Boards mit dem ForceWare 81.95, auf dem ATi-Board mit dem Catalyst 5.13 durchgeführt.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Gesamt IGP
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte IGP
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [33] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express Rückkanal Bandbreite IGP
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Nero Express
|