Test: Preiswerte SSDs (6/6)

Kingston SSDNow V+ vs. G.Skill Falcon II
Autor: Norman Dittmar

Fazit

Im Vergleich der G.Skill Falcon II mit der SSDNow V+ haben wir zwei Benchmarks und die Realtests aus unserem letzten Test verwendet, um die Leistung der beiden SSDs einschätzen zu können. Wie zu erwarten war, konnte die 128-GB-Version der SSDNow V+ mit hohen sequentiellen Übertragungsraten punkten, wohingegen die niedrigen Benchmarkergebnisse bei den "4k-Tests" vermuten ließen, dass die SSDNow V+ auch in der Realität etwas hinter der Konkurrenz zurückbleiben könnte. Diese Annahme hat sich allerdings nicht bestätigt.

Kingston SSDNow V+
Kingston SSDNow V+

Die Kingston SSDNow V+ konnte der Indilinx-SSD und auch Intels Postville bei allen Realtests das Wasser reichen. Bei Anwendungsstarts und Bootzeiten war sie mit der Konkurrenz gleich auf. Beim Kopieren setzte sie sich sogar an die Spitze, unabhängig von der Dateigröße. Dank TRIM-Unterstützung und einem ausgereiften Garbage-Collection-Algorithmus konnten wir selbst ohne den Einsatz von TRIM keinen Leistungsverlust feststellen. Mit drei Jahren Garantie und einem Preis von etwa 270 Euro für die SSD bzw. 280 Euro für das Bundle gehört die Kingston SSDNow V+ zu den 128-GB-SSDs mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.

Auch die G.Skill Falcon II mit einer Kapazität von 64 GB konnte in unserem Test voll überzeugen. Erstaunlicherweise war sie insgesamt minimal schneller als die Ultradrive GX, die mit teurerem Flash-Speicher bestückt ist. Ob diese Differenzen durch die unterschiedliche Firmware zu erklären sind, spielt eigentlich keine Rolle. Die Leistung der günstigen Indilinx-SSDs mit Intel-Speicher und einer Kapazität von 64 GB ist in jedem Fall mindestens gleichwertig mit den teureren Exemplaren. Die G.Skill Falcon II in der 64-GB-Version musste sich lediglich beim Kopieren der Intel Postville geschlagen geben, da diese höhere sequentielle Transferraten aufweist. Einen Leistungsverlust konnten wir aber auch hier ohne TRIM nicht feststellen, weshalb auch die Falcon II und damit indirekt alle 64-GB-Indilinx-SSDs mit aktueller Firmware eine Empfehlung erhalten. Mit einem Preis von etwa 150 Euro bietet sie im Vergleich zu Intels Postville sogar einen geringfügig besseren Preis pro Gigabyte und stellt somit eine sehr gute Wahl für den Einsatz als Systemlaufwerk in einem Desktop-PC dar. Natürlich ist die Falcon II ebenso für Notebooks geeignet, doch da werden potentielle Käufer wohl eher zu 80 oder 128 GB greifen wollen.

Abschließend lässt sich sagen, dass endlich der Zeitpunkt gekommen ist, an dem man sehr viele aktuelle SSD-Offerten von der Leistung her als ausgereift bezeichnen kann. Gerade mit dem Einsatz von TRIM, der aber keine Notwendigkeit darstellt, kann man bedenkenlos zu SSDs mit Indilinx-, Intel- oder auch Toshiba-Controller greifen. Die realen Leistungsunterschiede sind bis auf die sequentiellen Schreibraten bei großen Dateien sehr gering bis nicht vorhanden, auch wenn manche Benchmarks größere Unterschiede suggerieren mögen. Da sowohl die G.Skill Falcon II als auch die Kingston SSDNow V+ keinerlei Schwächen in unserem Test zeigten, erhalten sie die Empfehlung von Computerbase.

Empfehlung (03/10)
Empfehlung (03/10)

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