Vorwort
Ziel dieses Testes war der Vergleich zweier Mainboard-Chipsätze und deren Speichertechnologien. Wir wollten VIAs KT133A und KT266 einmal genauer auf den Zahn fühlen und nebenbei auch noch den aktuellen Nutzen von DDR RAM begutachten. Als Vertreter des KT133A Lagers stellte uns QDI freundlicher Weise ihr KinetiZ 7E-A zur Verfügung. An der KT266-Front trat das 8KHA in den Benchmarkparkour, welches uns Epox postwendend für einen ausführlichen Test zusandte. Auch wenn wir die beiden Chipsätze und deren Speicher gegeneinander antreten lassen, sehen wir von einem direkten Vergleich der Boards ab und wollen beide getrennt bewerten.
Überblick Chipsätze (Teil 1)
Bevor wir die Probanden gegeneinander antreten lassen, wagen wir zuerst einmal einen Blick auf Ihre Spezifikationen und klären, was die beiden im Endeffekt voneinander unterscheidet.
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Northbridge der beiden Chipsätze. Der KT133A greift hierbei auf eine nur leicht modifizierte Northbridge des Vorgängers zurück, die wir der Übersicht halber ebenfalls in die Aufstellung mit aufgenommen haben. Die Northbridge des Apollo KT266 hingegen stellt eine komplette Neuentwicklung dar.
| Vergleichspunkt | KT133 | KT133A | KT266 | |
|---|---|---|---|---|
| Chipbezeichnung | VT8363 | VT8363A | VT8366 | |
| Unterstützte CPUs (AMD) | Duron/Athlon | Duron/Athlon | Duron/Athlon | |
| Sockel | Sockel A | Sockel A | Sockel A | |
| CPU Front Side Bus | 200 MHz | 200/266 MHz | 200/266MHz | |
| Speichertyp | ||||
| DDR | - | - | Ja | |
| SDR | Ja | Ja | Ja | |
| VC-SDRAM | Ja | Ja | Ja | |
| RAM Takt | ||||
| SDR 100/133MHz | Ja / Ja | Ja / Ja | Ja / Ja | |
| DDR 200/266MHz | - | - | Ja/Ja | |
| Asynchroner Betrieb | Ja | Ja | Ja | |
| Maximaler Speicherausbau | 1,5 GB | 1,5 GB | 4 GB | |
| DIMM-Slots | 3 (6 Bänke) | 3 (6 Bänke) | 4 (8 Bänke) | |
| AGP 2x / 4x | Ja / Ja | Ja / Ja | Ja / Ja | |
Wie zu erkennen ist, sind die Unterschiede der Versionen für KT133 und KT133A wirklich verblüffend zurückhaltend ausgefallen. Schon die Nomenklatur weißt eher auf ein Update, als eine Neuentwicklung hin. VIA musste aufgrund dieser Tatsache jedoch bereits Kritik einstecken, wurden dem Konzern nämlich vorgeworfen, alle Updates der A-Revision der Northbridge hätten bereits im Vorgänger realisiert werden können und der Umstieg auf ein neues Mainboard wäre unnötig gewesen. Seltsam erscheint es schon, dass bereits der KT133 den Speicher aber nicht die CPU mit 133Mhz ansprechen konnte und VIA sollte über AMDs Pläne, CPUs mit einem Bustakt von 133Mhz zu veröffentlichen, schon gut genug bescheid gewusst haben. Nun gut, ändern lässt sich daran rein gar nichts mehr, beschäftigen wir uns lieber mit den Features des aktuellen KT133A. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Chip um VIAs erste Lösung für AMDs relativ neue Athlon C CPUs mit einem 133Mhz FSB. Als Speicher wird weiterhin SDRAM genutzt, der auf 6 Bänke (3 Slots) verteilt werden und eine maximale Größe von 1,5GB erreichen darf. Der Chips ist jedoch ebenfalls abwärtskompatibel und gestattet den Einsatz von CPUs und RAM-Modulen, die nur mit 100Mhz laufen. Als Grafikinterface kommt AGP 4x zum Zuge. Eine asynchrone Ansteuerung von Prozessor und Speicher ist, wie beim Vorgänger erzwungen, nun weiterhin möglich.
Die Northbridge VT8366 des KT266 hingegen hat ein wenig mehr Neuerungen zu bieten. Auch sie unterstützt den Einsatz von 133Mhz CPUs, bietet darüber hinaus jedoch auch den Support des relativ neuen DDR RAMs, der durch seine Architektur in der Lage ist, pro Takt gleich zwei Datenpakete zu versenden und somit zumindest theoretisch den doppelten Speicherzusatz erreicht. Allerdings kann der KT266 auch auf SDRAM zurückgreifen, von dieser Tatsache haben Mainboardhersteller derzeit jedoch abgesehen. In diesem Falle wäre der Griff zum KT133A angebrachter. Die maximale Speicherbestückung wurde von VIA nochmals auf 4GB angehoben und bis zu 8 Bänke (4 Slots) dürfen vom User besetzt werden. Ebenso wie der KT133A, bietet auch der KT266 AGP 4x und die Möglichkeit, Speicher und CPU asynchron anzusteuern.
Überblick Chipsätze (Teil 2)
Bevor wir nun einen Blick auf die Southbridge der Chipsätze werfen, sollte eines der wichtigsten Features des KT266 noch kurz genauer erläutert werden: Der sog. "V-Link". Wie hinlänglich bekannt, bilden North- und Southbridge die grundlegendste Schaltzentrale des Systems. Während die Northbridge den Speicher, die CPU und den AGP-Bus übernimmt, enthält die Southbridge die Kontrolle der PCI- und EIDE-Komponenten, sowie optionale Erweiterungen wie OnBoard Sound und LAN-Adapter. Der Datenverkehr zwischen beiden Chips fällt demnach relativ hoch aus. Beim KT133A geschieht die Kommunikation noch mittels des PCI-Bus. Dieser ist maximal 133MB/s schnell und muss die Bandbreite im Ernstfall noch mit Festplatten, Sound- und Netzwerkkarten teilen. Der KT266 besitzt diesen Flaschenhals nicht mehr, ihm wurde der V-Link spendiert. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen 8Bit breiten und 133Mhz schnellen Bus, der ausschließlich der Kommunikation von North- und Southbridge dient. Aufgrund seiner Architektur ist er in der Lage 266MB/s zwischen Nord und Süd zu verschieben.
| KT133 | KT133A | KT266 | |
|---|---|---|---|
| Chipbezeichnung | VT82C686A | VT82C686B | VT8233 |
| PCI-Slots | 6 | 6 | 6 |
| ISA Bus | Ja | Ja | Nein |
| ATA 33/66/100 | Ja / Ja / Nein | Ja / Ja / Ja | Ja / Ja / Ja |
| USB-Ports | 4 | 4 | 6 |
| Integrierte Modemlösung | Ja | Ja | Ja |
| Integrierte Soundlösung | Ja | Ja | Ja |
| AMR/CNR | Ja | Ja | Ja |
| AMD PowerNow! | Nein | Ja | Ja |
Auch bei der Auflistung der Southbridge haben wir ein weiteres Mal die Version des KT133 mit einbezogen. Der KT133A besitzt auch hier wieder nur ein "Update" der alten 686A-Variante. Die neue B-Revision zeichnet sich jedoch durch die Integration von ATA100 und AMDs Stromsparrichtlinie PowerNow! aus. Sie unterstützt bis zu 6 32Bit PCI-Slots, den etwas betagten ISA-Bus, AMR bzw. CNR Support, ist in der Lage, bis zu 4 USB Ports anzusteuern und die integrierte Modem- (MC-97) und Soundlösung (AC97) dürfte besonders im LowCost Bereich für Zuspruch sorgen. Allerdings steht die 686B-Version unter keinem guten Stern. Dem sog. "VIA-Bug" widmen wir uns ein wenig weiter unten. Wahlweise kann der KT133A auch mit der 686A betrieben werden, allerdings wird von dieser Option kaum gebrauch gemacht, die neuen Features der B-Version sprechen ebenfalls klar dagegen.
Die Southbridge VT8233 des KT266 beinhaltet erneut wesentlich drastischere Veränderungen im Funktionsumfang. Auch sie bietet 6 PCI-Slots, verzichtet jedoch hardware-seitig auf den ISA-Bus. Karten mit diesem Interface können auf KT266-Boards nicht mehr betrieben werden. Negativ ist dies sicherlich nicht zu werten, da der ISA-Bus nun mal hoffnungslos veraltet ist und irgendwann musste der erste Schritt zu seiner Beerdigung kommen. Genau wie die 686B bietet auch die VT8233 integrierten Sound und Modem, stellt jedoch über satte 3 USB Hubs bis zu 6 USB-Ports zur Verfügung. Auch ATA100 und AMDs PowerNow! fanden ihren Platz auf dem Chip.
Die "VIA-Bugs"
Doch noch einmal zurück zur KT133A Southbridge, der 686B. Schon kurz nach dem Erscheinen des KT133A wurden erste Gerüchte über einen Bug bekannt, der tief in der eingesetzten Southbridge 686B sitzen sollte. Nach einer ganzen Reihe an Tests musste VIA den Fehler schließlich eingestehen. Doch auch wenn die neuen VIA 4in1-Treiber einen Bugfix enthalten sollen, gelingt es sogar noch heute, die Symptome des Bugs nachzustellen. Es darf also bezweifelt werden, ob VIA wirklich in der Lage war und ist, das Problem "per Software" zu beheben oder jedes Board mit der entsprechenden Southbridge den Fehler immer noch in sich trägt. Worum geht es beim "VIA-Bug"? Der Fehler beruht darin, dass während des Kopiervorgangs großer Datenmengen von einem EIDE-Controller zum Anderen entweder Datenfehler auftreten, oder der PC ganz zum Stehen kommt. Dies geschieht jedoch nur, wenn beide Platten mit ATA66/100 miteinander kommunizieren und während des Kopiervorganges der PCI-Bus durch weitere Komponenten wie der Soundkarte zusätzlich belastet wird. Schon wenige Wochen nach der Veröffentlichung dieser Hiobsbotschaft tauchte ein weiterer Fehler in der Hardware des KT133A auf. Diesmal sollten die Steppings 1EA0 und 1EA4 der Northbridge VT8363A nicht fehlerfrei laufen und beim Neustart des Rechners einen Absturz verursachen. Der renommierte Mainboardhersteller MSI erklärte sich umgehend dazu bereit, die betroffenen Boards umzutauschen- VIA bestreitet den Bug bis heute. Allerdings sollte dieser Fehler auf aktuellen Boards nicht mehr zu finden sein, da bereits das damals aktuellste Stepping 2EA1 allem Anschein nach problemlos funktionierte. Über den KT266 sind bisher keine Meldungen dieser Art im Umlauf.
Nachdem nun die wichtigsten Fragen rund um beide Chipsätze geklärt worden sind, ist es an der Zeit, das eben theoretisch hergeleitete in der Praxis zu begutachten. Doch leider machten uns die Testkandidaten bzw. der Speicher vorerst einen Strich durch die Rechnung.
"Kummerecke"
Leider hatten wir bei beiden Boards im Vorfeld des Tests mit einigen, mehr oder weniger gravierenden, Problemen zu kämpfen. Beim Epox 8KHA konnte das Problem noch relativ schnell lokalisiert werden- schuld war allem Anschein nach der relativ teure Markenspeicher der Firma Apacer. Dieser wollte, außer in SiSoft Sandra, zum einen partout nicht mit der Bioseinstellung "turbo" laufen und auch mit etwas moderateren Einstellungen wurde das Quake3-Benchen zum Hürdenlauf. Beim QDI KinetiZ erwiesen sich die Probleme als wesentlich schwerwiegender. Keiner der Benchmarks oder Spiele wollte laufen. Entweder hing sich der Rechner komplett auf, oder der Desktop begrüßte uns schon nach Sekunden des Programmstarts zurück. Weder das Herabschrauben des AGP-Bus auf 2x, noch weitere Spielereien im Bios konnten Abhilfe schaffen. Nur der normale Windowsbetrieb lief stabil. Dies ging soweit, dass wir schon an eine Unterversorgung der stromhungrigen GeForce2 Ultra nachdachten und diese testweise durch eine MX ersetzten- Fehlanzeige. Letztendlich half halbwegs das Herunterschrauben der RAM-Timings auf 3-3-3, was jedoch enorme Leistungseinbußen zur Folge hatte und auch die Stabilität hielt sich weiterhin in Grenzen. Kurz vor der Verzweiflung angelangt, spielten wir ein noch inoffizielles Bios-Update (Version 3.4b vom 16.7.2001) ein, welches wir auf Nachfrage bei QDI erhielten und siehe da: Das System lief seitdem einwandfrei. Auf Grund dieser Tatsachen entschieden wir uns für folgende Testprozedur: Sämtliche Benchmarks wurden bei beiden Boards mit den Einstellungen "by SPD" gefahren, der Speicher lief der Stabilität wegen also mit seinen eigenen Spezifikationen (DDR RAM: CL 2,5 , DRAM PreChrg to Act CMD 3, DRAM Act to PreChrg CMD 6, DRAM Active to CMD 3, DRAM Command Rate 2T Command, Fast R-W Turn Around Disabled, Continuous DRAM Request Disabled. SDRAM: 2-3-2). Nur in SiSoft Sandra durften beide Probanden dann mit den bestmöglichen Einstellungen zeigen, welches Potential mit gutem bis sehr gutem RAM auch in anderen Anwendungen noch zur Verfügung steht.
Lieferumfang Epox EP-8KHA
In dem bei Epox zurzeit im Trend liegenden schmucken "Plastiktragekoffer" finden sich neben dem eigentlichen Board noch ein paar weitere nützliche Dinge wieder. Die Treiber-CD beinhaltet neben den etwas veralteten VIA 4in1-Treibern der Version 4.29 (im Test durch die aktuelle Version 4.32 ersetzt) einen Hardware-Monitor sowie als Bonus die OEM-Varianten von Norton Antivirus und Norton Ghost. Des Weiteren wird eine zusätzliche Slot-Blende zur Nutzung von dann insgesamt 4 USB-Ports dem Karton gleich beigelegt. Die typischen zwei EIDE- (1x ATA33, 1x ATA66/100) und das Floppy-Kabel runden den Lieferumfang ab. Dabei hat Epox das sog. Masterkabel nicht nur mit nützlichen Papp-Manschetten versehen, so dass besonders weniger versierte Käufer eine Hilfe bei der Installation haben sollten, sondern sowohl das Master-, als auch das Floppy-Kabel verfügen an dem am Board befestigten Stecker über kleine Klammern, die ein versehentliches Lösen der Kabel unmöglich machen.
Lieferumfang QDI KinetiZ 7E
In der typischen Mainboard-Verpackung findet man neben dem eigentlichen Board das Handbuch, eine Treiber-CD, zusätzliche Jumper, eine Slotblende, ein ATA66/100- und ein Floppy-, sowie ein COM-Port-Kabel. Das EIDE-Kabel fällt, wie beim 8KHA, positiv durch die Beschriftung auf. Ein zweites Kabel liegt dem Board nicht bei. Leider verfügt das Floppy-Kabel über keine "Ausrichtungshilfen", so dass weniger versierte User durchaus ein Problem bei der Verkabelung bekommen könnten. Anhand des zusätzlichen COM-Port-Kabels kann man den zweiten, auf der Platine fehlenden Port, über eine Slotblende nach Außen führen. Die standardmäßigen 2 USB Ports können theoretisch auf vier erweitert werden, doch die dazu benötigte Slotblende fehlte und muss vom Kunden nachgekauft werden. Auf der Treiber-CD befindet sich neben den VIA Chipsatztreibern in der Version 4.28 (ebenfalls im Test durch die Version 4.32 ersetzt), auch DirectX 8.0 und Treiber für den OnBoard Sound. Des Weiteren befinden sich auf der CD nützliche Programme wie AWDFlash, CBLogo, zum Ändern des Startlogos, der Virenscanner PCcillin und der Legend QDI ManageEasy in der Version 2.0. Dieser Manager gibt unter Windows sämtliche Informationen über das System aus. Die vorliegende Version stammt zwar aus dem Jahre 1999, ihre Funktion war jedoch in keiner Weise eingeschränkt.
Features
Kommen wir nun zur Gegenüberstellung der beiden Testkandidaten, die in unserem Test gegeneinander antreten.
Epox 8KHA
- Formfaktor
- Socket A ATX (30.5cm x 24.5cm)
- Prozessor
- Unterstützt AMD Athlon und Duron von 500-1666MHz
- Automatische CPU Erkennung
- 200/266MHz System Bus
- Chipsatz
- VIA KT266 Chipsatz
- VIA VT8366 Northbridge (Aktiv gekühlt)
- VT8233 Southbridge mit Onboard-Audio (AC97)
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM mit 2,5V
- Maximale Speichergröße: 1.5GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 3x Lüfteranschlüsse (Monitorfähig)
- ATA 33/66 und 100 Unterstützung
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 4x USB Ports (6 optional)
- 1x Game Port
- 1x Microphone in
- 1x Speaker Out
- 1x Line in
- Bios
- Award Bios mit 2MBit Flash ROM
- CPU-Takt und FSB im Bios einstellbar
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,65-1,85V)
- DIMM Spannung regulierbar im Bios (2,5-3,2V)
- Besonderheiten
- P80P "Post Code" Anzeige
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem
QDI KinetiZ
- Formfaktor
- Socket A ATX 30.5cm X 22.5cm
- Prozessor
- Unterstützt AMD Athlon und Duron von 500-1400MHz
- Automatische CPU Erkennung
- 200/266MHz System Bus
- Chipsatz
- VIA KT133A Chipsatz
- VIA VT8363A Northbridge
- VT82C686B Southbridge mit OnBoard Sound (Direct Sound AC97)
- RAM
- 3x 168 Pin DIMM (SDRAM)
- Unterstützt PC100/133 SDRAM mit 3.3V
- Maximale Speichergröße: 1,5GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 5x 32 Bit PCI Slots
- 1x ISA Slot
- 1x AMR Slot
- 3x Lüfteranschlüsse (Monitorfähig)
- ATA 33/66 und 100 Unterstützung
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 2x USB Ports (4 optional)
- 1x Game Port
- 1x Microphone in
- 1x Speaker Out
- 1x Line in
- Bios
- Award Bios mit 2MBit Flash ROM
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem
Ausstattung Epox EP-8KHA
Neben den unter "Features" aufgeführten Eigenschaften sollte auf ein paar Merkmale nochmals genauer eingegangen werden. Einen kleinen Schrecken versetzt dem Tester kurz vor der Montage beim 1. Anblick eine recht massive Reihe aus Kondensatoren gleich neben dem Sockel A. Allerdings erwies sich der Abstand bei der Lüftermontage als ausreichend und sollte bei den meisten handelsüblichen Modellen vollkommen genügen. Zumindest unser Test-Kühler, ein Spire [1], passte problemlos auf die CPU. Extrem ausladende Cooler könnten jedoch eventuell Probleme bekommen. Auf ein bisher seltenes Feature stößt man in der unteren rechten Ecke des Boards. Zwei Digitalanzeigen (P80P Debug-Card) ermöglichen im Störfall die schnelle Diagnose anhand sog. "Post Codes". Diese werden im Handbuch ganzen 4 Seiten lang erläutert und stellen im Ernstfall eine wesentlich größere Hilfe dar, als es die wenigen "Beep Codes" des Bios bisher waren. Als kleine Extras sind noch die aktiv gekühlte Northbridge und die zurzeit recht trendige Halterung am AGP-Port zu nennen, der erstens die Arretierung der Karte verbessert und zweitens den Auswurf "per Knopfdruck" ermöglicht. Wem der schnöde Boot-Screen langsam zum Halse heraushängt, der kann wahlweise auch auf eine grafische Version zurückgreifen. Im Ernstfall bleiben Fehler beim Booten dadurch jedoch verdeckt.
Ausstattung QDI KinetiZ 7E
Anders als die KT266 Northbridge des 8KHA ist die des QDI nur passiv gekühlt. Zwingend notwendig ist dies sicherlich nicht, aber schaden könnte es auch nicht, den so oft jenseits der 35°C laufenden Chip aktiv zu kühlen. Eigentlich hat QDI relativ viel Platz um den Sockel herum gelassen, doch leider sind dann doch genau 2 Kondensatoren so sehr ungünstig an den Ecken des Sockels platziert, dass man mit großen Lüftern zwangsläufig Probleme bekommen wird. Mit unserem Test-Lüfter der Firma Spire [2] hatten wir jedenfalls leichte Probleme und nur minimal schräg aufgesetzt konnten wir ihn befestigen. Als weitere Features verfügt das KinetiZ 7E-A über eine BootEasy- und Bios-ProtectEasy-Funktion. Die BootEasy-Funktion stellt beim Booten den kompletten Hardwarecheck ab und springt somit gleich zum Ladevorgang von Windows über. Dadurch spart man als Benutzer wenige Sekunden beim Booten. Sicherlich ein nettes Feature, jedoch muss man es vor jedem Hardware-Update wieder abschalten, damit der PC die neu eingebaute Komponente auch erkennt. Die Bios-ProtectEasy-Funktion macht es unmöglich das Bios zu flashen und schütz es gleichzeitig vor der Beschädigung durch Viren wie dem CIH-Virus.
Dokumentation Epox EP-8KHA
Das ordentlich gebundene Handbuch ist, wie sollte es auch anders sein, komplett in Englisch verfasst, bietet jedoch einiges an Informationen. Neben einer kurzen Einleitung in Begriffe wie "Athlon", "AGP" und "DMA" wird sowohl die Installation des Boards, als auch des RAMs, Prozessors und Kühlers mit passenden Bildern gut erklärt. Nur die Verkabelung (Reset, HDD-LED etc.) hätte etwas verständlicher ausfallen können. Geht man jedoch mit etwas Logik an die Sache heran, gestaltet sich auch diese Unterfangen als eine leicht überwindbare Hürde. Nach der üblichen Auflistung aller Bios-Optionen, die wie gewohnt nicht wirklich mehr Informationen als das Bios selbst beinhalten, werden sowohl die Installation der 4in1-Treiber, als auch der Audio- und Busmaster-Treiber übersichtlich beschrieben. PC-Anfänger werden sich darüber glücklich schätzen dürfen. In vier Anhängen (sog. "Appendix") werden abschließend die Installation und Nutzung von Norton Ghost, der VIA 4in1- und Busmaster-Treiber, die Bedeutung der "Post Codes" und der mechanische Wechsel und das Flashen des Bios beschrieben. Sieht man einmal von der Handbuchsprache ab, hat es zu Recht die Note "sehr gut" verdient.
Dokumentation QDI KinetiZ 7E
Das Handbuch ist fast komplett in Englisch gehalten, lediglich die neue QDI Boot Easy Funktion wird auch in Deutsch und drei anderen Sprachen erklärt. Das Handbuch bietet eine vollständige Dokumentation zum Mainboard und beinhaltet gleich alle drei Board-Varianten, die derzeit erhältlich sind (KinetiZ 7E: ohne OnBoard-Sound, KinetiZ 7E-A: mit AC´97 OnBoard-Sound und das KinetiZ 7E-C mit Onboard Creative 5880 PCI Hardware). Im Grunde lässt das Handbuch keine Wünsche offen, lediglich die Bios-Funktionen kommen über die typischen Informationen von "disablen" oder "enablen" nicht hinaus. Aber wer sich hier nicht auskennt, sollte die Sachen sowieso am besten auf den vorgegebenen Einstellungen belassen und nur die ihm vertrauten Einstellungen verändern. Ansonsten gibt das Handbuch sehr guten Aufschluss darüber, wie die einzelnen Kabel angeschlossen werden müssen und zeigt anhand vereinfachter Schemata des Mainboards, wo sich die einzelnen Jumper, Steckplätze oder sonstigen Anschlüsse befinden. In weiteren Anhängen wird ausführlich auf den CD-Inhalt, das Editieren des Boot-Logos und die Funktion des Tools RecoveryEasy eingegangen. Mit ihr können Mirror-Partitionen zu einer bestimmten Partition erstellt werden, so dass man das System wieder herstellen kann, nachdem es von einem Virus befallen oder anderwärtig zerstört wurde.
Stabilität Epox EP-8KHA
Während der gesamten Testphase von ca. drei Wochen konnte das Board durchweg durch eine sehr gute Stabilität überzeugen. Wenn der Tester mal wieder durch einen Bluescreen oder eine "gefrorenes" Bild überrascht wurde, resultierte dies, wie eingangs schon erwähnt, immer aus zu optimistisch bemessenen RAM-Timings - mit Default-Settings lief das Board anstandslos absturzfrei. Neben den zahlreichen Benchmarks, die es mit Bravour meisterte, musste sich das Board darüber hinaus noch durch drei weitere, gestellte Stresstests kämpfen. Weder der zehnmalige Durchlauf von 3D Mark 2000 und 2001, noch der Stundenlange Einsatz des UD-Agents (Tool, welches, ähnlich seti@home, Datenpakete nach gewünschten Informationen, in diesem Fall Proteine, die das Krebswachstum hemmen, durchsucht- CPU-Auslastung konstant bei 99%) konnten den Rechner in die Knie zwingen.
Stabilität QDI KinetiZ 7E
Auch hier hatten wir, wie anfangs bereits beschrieben, mit der Stabilität unsere Probleme. Das Board lief nach dem Bios-Update jedoch sehr stabil und auch die Abstürze in Spielen und Benchmarks waren passé. Ohne das bisher inoffizielle Update auf die Version 3.4 war das Board, so ehrlich muss man sein, zumindest mit unserer Test-Hardware kaum zu gebrauchen, da keine der grafischen Anwendungen verlässlich durchlief. Nur der normale Windows-Betrieb funktionierte fehlerfrei.
Overclocking Epox EP-8KHA
Bis auf einen einzigen Jumper, der die grundlegendste Einstellung des Front-Side-Bus trifft (100Mhz, 133Mhz, Auto), befinden sich alle relevanten Einstellungen in einem eigenen Bios-Menü. Der Multiplikator lässt sich in 0,5er Schritten von 6 auf 15 schrauben, der FSB darf auf einer Skala von 100Mhz bis 200 MHz in unüblichen 1-MHz-Schritten bequem gewählt werden. Um auch bei extrem angehobenem CPU-Takt noch ein stabiles System zu garantieren, lässt sich über einen weiteren Menüpunkt die Core-Voltage in Schritten von 0,025 Volt auf 1,85 Volt anheben- oder auf 1,65 absenken. Sicherlich stellt dies noch einen relativ moderaten Wert dar und wird dem ein oder anderen nicht genügen. Epox könnte an dieser Stelle vielleicht noch ein wenig mehr Freiraum lassen. Der im Test genutzte Athlon C 1333Mhz ließ sich mit 1,85V nämlich stabil "nur" auf 1466Mhz schrauben- für das brandneue AYHIA-Stepping und die potentiellen Möglichkeiten des Boards vielleicht etwas zu wenig. Neben dem üblichen CPU-Overclocking ermöglicht Epox mit der Erhöhung der DIMM-Spannung bis maximal 3,2 Volt (Default 2,5) auch recht optimistische Veränderungen an den Speichertimings. Allerdings sollte man diesen Weg a) mit Vorsicht genießen und b) verhalf auch eine höhere RAM-Spannung im Test dem Apacer-Modul nicht zu einer zufrieden stellenden Stabilität bei verschärften Speichertimings- der Nutzen ist also durchaus nicht allgemeingültig. Kann man ein exzellentes Speichermodul sein Eigen nennen, so hat man in einem eigens dafür reservierten Menüpunkt die Wahl zwischen vier vorkonfigurierten Einstellungen (normal, fast, fastest, turbo) oder kann sich nach Lust und Laune über alle erdenklichen Parameter hermachen. Alles in Allem haben die Overclocking-Optionen des Epox ohne Einschränkungen ein "sehr gut" verdient.
Overclocking QDI KinetiZ 7E
Das Unterfangen Overclocking gestaltet sich beim KinetiZ 7E-A leider extrem umständlich. Wie auch beim Epox-Board setzt ein Jumper den Ausgangspunkt des Front Side Bus. Die Auswahl liegt hier per Jumper zwischen 100 und 133MHz. Leider können die restlichen relevanten Einstellungen aber nicht wie beim Board von Epox bequem über das Bios vorgenommen werden, sondern sowohl der Multiplikator als auch die Core-Voltage müssen per Jumper festgelegt werden. Der Multiplikator lässt sich dabei insgesamt durch neun Jumper von 5 bis 12,5 in 0,5er Schritten anheben bzw. absenken. Die Core-Voltage wird über sechs Jumper von 1,65 bis 1,85V in 0,025er Schritten eingestellt, wobei auch hier wieder eine automatische Einstellung gewählt werden kann. Hat man sich zur Übertaktung des Boards entschlossen, heißt es erst einmal Jumper kaufen, da die dem KinetiZ 7E-A beiliegenden fünf Jumper für dieses Unterfangen nicht ausreichen. Zehn bis zwölf Jumper werden zum Übertakten schon benötigt. Warum QDI hier nicht wenigstens auf einen Dip-Switch setzt, der sich mittlerweile seit Jahren auf fast allen Boards befindet, sofern man die Einstellungen nicht direkt im Bios vornehmen kann, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel. Als wäre diese nicht genug, liegt der Jumperblock für die Multiplikatoreinstellung auch noch so ungünstig, dass man an ihn bei zusammengebautem System nur schwer herankommt. Ein wohl eher unfreiwilliges Overclocking macht man beim KinetiZ 7E-A leider anscheinend immer mit. So lief die Core-Spannung bei uns in den Test konstant mit 1,89 Volt, wenn wir den dazu gehörenden Jumper auf "Auto" stellten. Normal wären 1,75 Volt gewesen (das 8KHA hielt diesen Wert konstant). Um die Core-Spannung nicht unnötig hoch zu halten, setzten wir die Einstellungen manuell auf 1,75 Volt. Doch auch hier mussten wir leider feststellen, dass das Board diesen Wert nicht einhielt. So lag die Core-Spannung selbst bei gewählten 1,75 Volt immer noch zwischen 1,8 und 1,89 Volt und somit weit über der Spezifikation von AMD.
**Update** Nach dem Bios-Update war jedoch auch hier eine leichte Verbesserung festzustellen. So lief die Core-Spannung nach dem Update nur noch zwischen 1,78 bis 1,84 Volt, was aber immer noch über den eigentlich eingestellten 1,75 Volt lag.
Doch nun ist es an der Zeit, die Theorie ruhen zu lassen und uns endlich den praktischen Tests zuzwenden. Und eins vorweg: Teilweise vielen die Ergebnisse deutlicher aus, als wir erwartet hatten.
Testsystem
Bis auf das zu testende Mainboard und den jeweils passenden Speicher bestand die Systemkonfiguration bei beiden Tests aus den exakt identischen Komponenten. Als Grafiktreiber wählten wir den offiziellen und sehr stabilen 12.41 Detonator, bei VIAs 4in1-Treiber griffen wir auf die aktuellste Version 4.32 zurück. Da es normalerweise sehr schwer ist, die Leistung des Mainboards in Benchmarks zu Geltung zu bringen, haben wir bewusst auf extrem leistungsfähige Komponenten zurückgegriffen, um deren bremsende Wirkung so gering wie möglich zu halten. Das Gespann aus Athlon und GeForce2 Ultra sollte diesbezüglich die richtige Wahl gewesen sein.
- Prozessor
- AMD Athlon-C 1333MHz
- Motherboard
- EPoX 8KHA (Revision 1.1, Bios 1705)
- QDI KinetiZ 7E (Revision 2.0, Bios 3.4)
- Arbeitsspeicher
- 1x 256MB PC2100 Apacer DDR RAM
- 2x 128MB PC133 Infineon SDRAM
- Grafikkarte
- Peripherie
- Western Digital Caviar AC310100B
- Maxtor 72577 AP
- Teac 532E
- Sony CRX160-E
- Soundblaster Live! 1024
- Realtek RTL8029(AS) Netzwerkkarte
- Hauppauge WinTV PCI
- Sonstiges
- Microsoft IntelliMouse Explorer
- Microsoft Natural Keyboard Pro
- Software
- Windows 2000 Professional ServicePack 2
- nVidia Detonator 12.41
- Via 4in1 Version 4.32
- DirectX 8.0a
Benchmarks
Bei den Benchmarks haben wir einen Mix aus praxisnahen und eher theoretisch angehauchten Programmen gewählt. Sowohl in SiSoft Sandra 2001 als auch im c't-Benchmark "ctcm7" mussten Speicher und Chipsatz ihre Zusammenarbeit unter Beweis stellen. Wie sich die dort sichtbaren Differenzen letztendlich in der Praxis auswirken, haben wir anschließend in den 3D Marks von MadOnion, Quake3, UT und GL Mark etwas genauer unter die Lupe genommen. Da auch das schnellste System in hohen Auflösungen an seine Grenzen stößt und meistens die Grafikkarte den limitierenden Faktor darstellt, so dass die Performance von Board und Speicher in den Hintergrund tritt, haben wir neben den üblichen hohen Auflösungen in jedem Test auf Einstellungen zurückgegriffen, die letztendlich CPU, Board und RAM am stärksten fordern sollten.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001
- OpenGL
- Quake3Arena 1.17 (Q3bench)
- Vulpine GL Mark
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2001
- c't ctcm
SiSoft Sandra 2001
Wie zu erwarten war, kann in diesem Test, der ausschließlich auf Speicher und Chipsatz ausgelegt ist, die KT266-DDR RAM Kombination auf ganzer Linie überzeugen. Mit verschärften Timings erreicht die Epox-Platine Werte, von denen der KT133A nur träumen kann.

Bei den Einstellungen "fast" lief der SDRAM mit den Timings 2-2-2, dem DDR RAM spendierten wir die Einstellungen "Turbo" im Bios (CL 2,5 , DRAM PreChrg to Act CMD 2, DRAM Act to PreChrg CMD 6, DRAM Active to CMD 2, DRAM Command Rate 1T Command, Fast R-W Turn Around Enabled, Continuous DRAM Request Enabled). So konnte sich der KT266 in der Spitze satte 40% Vorsprung ergattern.
c't ctcm
Der DOS-basierte Benchmark ctcm der Zeitschrift c't führt gleich eine ganze Reihe an Speichertest durch und ermöglicht so neben Sandra einen zweiten Einblick in die theoretische Überlegenheit des KT266 mit DDR RAM. Für diesen Benchmark haben wir uns bei beiden Modulen für einen Überblick für die Bios-Einstellung "by SPD" entschieden.
| Testpunkt | KT133A | KT266 | Differenz |
|---|---|---|---|
| Transfer Cache / Page Hit | 3969 | 3975 | +0,2% |
| Transfer Cache (Miss +Hit) | 1265 | 1269 | +0,3% |
| Transfer Cache (L2 clean) | 1264 | 1268 | +0,3% |
| Transfer Cache (L2 dirty) | 247 | 275 | +11% |
| Transfer Cache (misses) | 247 | 275 | +11% |
| Transfer VIA FPU | 385 | 421 | +9% |
| Transfer VIA MMX | 385 | 434 | +13% |
| Blocktransfer | 187 | 209 | +12% |
| Transfer Durchschnitt über L2 Cache DOS |
827 | 882 | +7% |
| Transfer Durchschnitt über L2 Cache Windows |
502 | 572 | +14% |
Der KT266 kann sich mit seinem DDR RAM durchgehend die Führung sichern, auch wenn die Unterschiede teilweise recht knapp ausgefallen sind. Seltsam sind jedoch die Unterschiede der ersten drei Werte. Sie spiegeln lediglich den CPU internen Cache-Verkehr wider. Allerdings scheint die Sache bei genauerer Betrachtung doch einen Sinn zu ergeben. Das Tool WCPUID von "h-oda" gab während der Testphase für das Epox einen FSB von 133,03 und für das QDI von nur 132,84Mhz an. Der somit beim QDI "nur" mit 1328Mhz getaktetet Athlon scheint sich hier letztendlich bemerkbar zu machen. So betragen sowohl der Taktrückstand als auch der Verlust im "Transfer Cache / Page Hit" fast exakt 0,15%.
Quake3Arena 1.17
In Quake3Arena mussten beide Boards nun erstmals den bisher nachgewiesenen Klassenunterschied auch in einer praktischen Umgebung beweisen. Neben dem RAM spielte erstmals auch die verwendete Grafikkarte und der Prozessor eine entscheidende Rolle.

Keine der drei vorgegebenen Config.cfgs (normal, high, max) kann in der Auflösung 640x480 die GeForce2 Ultra richtig fordern. Da sie somit nicht das bremsende Glied in der Kette darstellt, können Prozessor, Board und RAM bis an die Leistungsgrenzen laufen und der Unterschied KT133A-KT266 wird mit 7% recht deutlich.

Auch die etwas höhere Auflösung lässt die Grafikkarte noch relativ kalt, so dass erneut CPU, Board und RAM eine entscheidende Rolle spielen. Demnach kann sich auch hier das Epox mit KT266 und DDR RAM wieder recht deutlich an die Spitze schieben.

Wie zu erwarten war, kommt auch die Grafikkarte in dieser Auflösung langsam ins Schwitzen. Allerdings reicht die Power immer noch aus, und auch bei diesen recht gehobenen Dimensionen kann erneut der DDR RAM die entscheidenden Frames-per-Second liefern. Beide Systeme liegen bei der max-Config mit 2,5% Differenz jedoch schon extrem nah beieinander.

Nur in der relativ harmlosen "normal"-config kann sich auch hier erneut der KT266, wenn auch knapp, durchsetzten. In der Einstellung "high" oder "max" trifft die GeForce2 endgültig an ihre Leistungsgrenzen und wird ausnahmslos zur Systembremse, so dass Board, CPU und RAM in den Hintergrund treten und beide Systeme exakt gleichauf liegen.
Vulpine GL Mark
Als 2. OpenGL-basierender Benchmark kam der GL Mark von Vulpine zum Einsatz. Und um es vorweg zu nehmen. Das Bild gestaltete sich ähnlich wie in Quake3Arena.

In der hohen Auflösung 1024x768 bei 32Bit ist es erneut die GeForce2, die zum "lahmenden Bein" des Systems wird. Demnach werden wiederum die Leistungsunterschiede beider Speicherarten relativiert- die Chipsätze liegen inetwa gleichauf. Wie auch bei Quake3Arena, kann sich der DDR RAM wieder in den kleineren Auflösungen und Farbtiefen mit 3-10% behaupten, in denen der Grafikkarte genug Leistungsreserven zur Verfügung stehen.
GL Exccess
Als 3. OpenGL-Praxis-Test wollten wir eigentlich GL Exccess heranziehen. Allerdings erwies sich dieser als eher ungeeignet, da die ausgegebenen Punkte bis zu 10% schwankten. So lag mal das eine, mal das andere Board relativ deutlich vorne und eine objektive Analyse der Ergebnisse war leider nicht möglich.
3DMark 2000
Der schon etwas betagte 3D Mark 2000 zeigt durch die extrem hohen Ergebnisse, dass er den heutigen Systemen und besonders der GeForce2 Ultra nicht mehr so ganz gewachsen ist. Demnach bekommen auch hier wieder Board und RAM die Chance zu zeigen, was in ihnen steckt- die Differenzen fallen dementsprechend relativ hoch aus.

Satte 12% Vorspung kann sich der KT266 in der niedrigsten Konfiguration sichern. In 800x600 und dem Default-Benchmark fallen die Differenzen mit knapp 7% bzw. 4% schon relativ geringer aus.
3DMark 2000 CPU Mark
Der im 3D Mark 2000 integrierte CPU Mark spiegelt ausschließlich die Leistung der CPU in Zusammenarbeit mir Chipsatz und Speicher wider, wird jedoch oftmals von der T&L-Einheit der GeForce beeinträchtig. Da die Karte in beiden Systemen jedoch dieselbe war, spielt dies hier keine weitere Rolle.

Auch hier wieder das übliche Bild. Mit ca. 6% mehr Leistung liegt die Differenz erneut im typischen Intervall von 5-10%.
3DMark 2000 HPC
Auch der High Polygone Count (1 Light) ist Bestandteil des 3D Mark 2000 und ein Garant für die Zusammenarbeit von Grafikkarte und Hauptspeicher.

Wem angesichts der Testergebnisse langsam aber sicher der Ausdruck "Monotonie" auf der Zunge liegt, dem darf sicher recht gegeben werden. Auch hier ist der Vorsprung des KT266 in 640x480 mit 9% wieder am größten und nimmt mit 7% bei 800x600 bis auf 4% in 1024x768 ab.
3DMark 2001
Der Benchmark, an dem sich derzeit die Geister scheiden. Natürlich wollten wir ihn aber trotzdem nicht Außen vorlassen. In drei verschiedenen Einstellungen mussten sich beide Systeme erneut ein Duell um die Geschwindigkeitskrone liefern.

Hier wurden die Tester von den Ergebnissen selbst ein wenig überrascht. Dass die Differenzen trotz der enormen Anforderung an die Grafikkarte so gravierend zugunsten des DDR Boards ausfallen würden, hatten wir nicht erwartet. Es bestätigte sich jedoch auch hier wieder der allgemeine Trend: Je höher die Auflösung, desto niedriger die Unterschiede (zwischen 9% und 4%).
Unreal Tournament
Als letzter Grafikbenchmark kam der äußerst beliebte "utbench" zum Einsatz. Schon Unreal Tournament setzt außergewöhnlich hohe Anforderungen an CPU, Board und RAM. Der "utbench" (Demofile eines Spieles gegen Bots) toppt dies jedoch nochmals, die Grafikkarte spielt kaum eine Rolle.

Dass die GeForce2 Ultra kaum eine Rolle spielt, zeigt die enorme Konstanz der Werte selbst über eine extreme Auflösungsspanne hinweg. Der Unterschied zwischen 640x480 und 1280x960 beträgt bei beiden Boards kaum mehr als 1,5 FPS. Dementsprechend liegt der KT266 diesmal fast konstant mit 6-7% an der Spitze.
Fazit Epox EP-8KHA
Mit dem 8KHA ist Epox ohne Zweifel ein exzellenter Wurf gelungen. Weder der Lieferumfang, noch die Verarbeitung der Komponenten lassen einen Wunsch offen. Das Mainboard überzeugt durch seine Ausstattungsfülle, die derzeit seines Gleichen sucht und auch die Performance bewegt sich durchgehend auf einem sehr hohen Niveau. Besonders Overclockern sollte das 8KHA mindestens einen zweiten Blick wert sein, denn sowohl die Einstellungen an FSB, CPU und Voltage, als auch das extreme Tuning des Hauptspeichers samt Regulierung der Speicherspannung (ab Bios 1705) bieten jede derzeit nur erdenkliche Möglichkeit seinem System auch über die Spezifikationen hinaus einen kleinen Leistungsschub zu gönnen. Der absolut jumperfreie Aufbau und die gute Dokumentation machen das 8KHA darüber hinaus auch für Einsteiger interessant. Mit 330,-DM bewahrheitet sich jedoch eine Weisheit bei diesem Board aufs Neue: Qualität hat (leider) seinen Preis.
- Lieferumfang
- Dokumentation
- Ausstattung
- Performance
- Stabilität
- Bios-Einstellungen
- Overclocking
- Problem mit sehr großen CPU-Kühlern
Fazit QDI KinetiZ 7E
Während der Testphase präsentierte sich uns das Board von zwei Seiten. Vor dem Bios-Update brachte selbst stundenlanges herumschrauben an den Bioseinstellungen oder der Austausch der Grafikkarte keine Verbesserung der Situation und zumindest in unserem Test lief das Board dermaßen instabil, dass wir keine Kaufempfehlung aussprechen konnten. Nach dem Update ein komplett anderes Bild. Das KinetiZ 7E lief stabil und überzeugte durch gute Leistungen. Der Lieferumfang ist mit nur einem ATA-Kabel und ohne USB-Slotblende jedoch eher bescheiden ausgefallen und auch die Verarbeitung und Ausstattung sind eher rudimentär, als ein Geschenk an den Kunden. Overclocker sollten das Board auf Grund der vielen Jumper eher meiden, wer jedoch keinen Wert auf große Extras und Benutzerfreundlichkeit legt und sich in der Lage sieht, notfalls das Bios zu flashen, bekommt für günstige 250,-DM ein stabiles Mainboard für seinen Athlon C.
- Dokumentation
- Stabilität (Bios 3.4)
- ISA-Slot
- Preis
- Problem mit sehr großen CPU-Kühlern
- Zu hohe Corespannung
- Für Overclocking eher ungeeignet
- Problem mit sehr großen CPU-Kühlern
- Magerer Lieferumfang und Ausstattung
Fazit KT133A vs. KT266
Dass sich der riesige Vorsprung des Epox Boards aus den theoretischen Benchmarks Sandra und ctcm mit teilweise 40% nicht über die gesamten Tests fortsetzen würde und sowohl der KT266, als auch der neue DDR RAM keinen Meilenstein in der Computerentwicklung darstellen, war schon vor dem Test abzusehen. Zu viele Komponenten eines PCs nehmen auf die tatsächliche Leistung Einfluss, als dass der theoretische Vorsprung von Chipsatz und RAM vollständig ausgenutzt werden kann. In den meisten Anwendungen zeigten sich auch bei unserem Test somit wieder "nur" die 5-10% mehr Leistung, die dem DDR RAM in der Regel zugeschrieben werden. Und auch in höheren Auflösungen das übliche Bild. Je mehr die Grafikkarte zur entscheidenden Systemstütze wird, desto schneller schmilzt die Differenz bis auf den finalen Punktegleichstand dahin. Wer jedoch momentan mit einem PC-Neukauf liebäugelt, oder demnächst ans Aufrüsten denkt, dem raten wir trotzdem zu einem System mit KT266 bzw. DDR RAM. Sicherlich wird der Geschwindigkeitszuwachs in den meisten Anwendung nicht gigantisch ausfallen, allerdings ist man, zumindest was den Speicher angeht, erst einmal auf der sicheren Seite und der RAM als Bremse des System sollte vorerst so gut wie ausgeschlossen sein. Zudem sind sowohl die Mainboards als auch der Speicher derzeit nicht wesentlich teurer als die entsprechende Hardware mit KT133A und SDRAM.
