Einleitung
Nach unserem Preview zum KT600, dem ersten Chipsatz aus dem Hause VIA, der offiziell einen FSB von 200MHz bietet, wollen wir uns heute nochmals dem Konkurrenten nVidia widmen. Nachdem wir mit dem Asus A7N8X Deluxe Rev. 2.0 und dem EPoX 8RDA3+ bereits zwei Platinen mit dem neuen nForce 2 Ultra 400 - nVidias Antwort auf den angehobenen FSB - unter anderem im KT600-Preview unter die Lupe genommen hatten, wirft sich nun mit dem Leadtek Winfast K7NCR18D ProII Deluxe Limited Edition ein drittes Board mit der Neuauflage des nForce 2 in den Kampf um die Sockel A-Krone.
Wir wollten in diesem Review insbesondere unserer Vermutung nachgehen, dass zumindest die Boards von Asus und EPoX mit der Zeit doch deutlich an Performance verloren haben. Ehemals spielend mögliche Speicherbandbreiten von über 3000MB/s konnten wir mit beiden Boards und aktuellen Bios-Versionen nicht mehr erreichen. Ein allgemeiner Markttrend oder Tribut einiger Hersteller an die Stabilität ihrer Platinen? Das Leadtek Winfast K7NCR18D ProII Deluxe in der besonders üppig ausgestatteten 'Limited Edition' sollte hierüber Aufschluss bringen. Und da wir das EPoX 8RDA3+ bisher nur mit einer Hand voll Benchmarks bedacht hatten, sollte auch dieses Board nochmals ins Rampenlicht treten.
Der Chipsatz
Über den nForce 2 Ultra 400 wollen wir an dieser Stelle nichtmehr allzu viele Worte verlieren und dem weniger bewanderten Leser lieber einige relevante Reviews aus den vergangenen Monaten ans Herz legen. Denn neben dem offiziellen Support des FSB400 hat sich gegenüber der ersten Revision des nForce 2 nichts Wesentliches innerhalb des Chipsatzes verändert.
Das K7NCR18D
Mit dem K7NCR18D ProII Deluxe begrüßen wir erstmals ein Mainboard des Herstellers Leadtek in unseren vier Wänden. Nach etlichen Tests der bekannten Marktführer schien es uns an der Zeit zu sein, den Marktüberblick auszuweiten und insbesondere einmal die mit einem guten Ruf bedachten nForce 2 Platinen aus dem Hause Leadtek etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob wir diese Reputation unterstreichen können oder abwinken müssen, werden wir auf den kommenden Seiten genauer zu klären versuchen. Vorweg jedoch noch kurz ein Statement aus der damals erschienenen Pressemitteilung:
ZitatMit dem WinFast K 7 NCR 18D Pro II Deluxe Limited Edition wenden wir uns in erster Linie an Modder, die neben höchsten Ansprüchen an die Performance ihrer Bauteile auch auf das Design Wert legen. Wir sind stolz darauf, uns mit dem neuen Board wieder ganz oben in der Performance-Liga zu platzieren. Mit der umfangreichen Liste an Features geht Leadtek mit diesem Board weiter den Weg der multifunktionellen Mainboards, die die Basis für neue digitale Multimediaplattformen bilden.
Lieferumfang
Wie es sich für eine Deluxe Variante in der bereits mehrmals angesprochenen Limited Edition gehört, teilt sich das Mainboard den Verkaufskarton mit einer ganzen Schar an Zusatzkomponenten.
So fliegt einem neben der obligatorischen ATX-Blende zur Anpassung artfremder Tower auch die Slotblende für die digitale Audioausgabe mittels koaxialem SPDIF entgegen. Sicherlich eine reizvolle Ergänzung zum typischen, optischen Ausgang.
Ein weiteres Accessoir hört auf den kryptischen Namen "WinFast K7NFAL ACR interface multi-function add-on card" und weckte in uns Erinnerungen an die Asus-Beigabe [4] zum nForce der ersten Generation. Denn damals wie heute wird über die im ACR-Format gehaltene Karte einer ganze Fülle an Schnittstellen fernab jeglicher Slotblenden nachgereicht. Im Falle des K7NCR18D Pro2 Deluxe werden drei FireWire-Ports, ein 10/100 MBit/s Netzwerkadapter (3Com), ein digitaler, optischer Dolby AC3 SPDIF sowie Anschlüsse für Rear- und Bass-Channel aus dem Gehäuse geführt. Der optische Ausgang sorgt im übrigen dafür, dass das Board in Zusammenarbeit mit der verbauten MCP-T das SoundStorm-Zertifikat von nVidia erhalten hat und somit offiziell für Dolby Digital 5.1 tauglich erklärt wurde.



Auch für den Anschluss interner Laufwerke ist bestens gesorgt. Zwei knallrote AirFlow-Kabel für Laufwerke bis ATA133 respektive Floppy sowie zwei ebenso feuerrote Serial-ATA Kabel und die passenden Serial-ATA-Stromkabel liegen dem Karton bei. Auf das Floppy-Kabel hätte man unsere Meinung nach allerdings zu Gunsten eines zweiten EIDE-Kabels verzichten können. Die Zeiten der USB-Sticks sprechen hier eine deutliche Sprache.


Vermisst haben wir allerdings eine Blende für weitere USB-Ports. Zwar besitzt das Mainboard bereits vier fest verdrahtete Buchsen, doch der Peripherie liebende Tester hat an seinem Privat-PC desöfteren mehr Geräte per USB angeschlossen und würde hier schnell vor einem Problem stehen.
Das Bios
Das Bios macht schon auf den ersten Blick einen ausgereiften Eindruck. Der Bootscreen gibt nicht nur Auskunft über CPU- und RAM-Takt, auch der FSB so wie PCI- und AGP-Takt finden Erwähnung. Wie für ein Markenboard üblich verfügt das Board über eine Notabschaltung, die die Temperatur der internen Diode des Athlon XP auslesen kann. Auf die Fähigkeit der Software, das Board auch beim Ausfall eines Lüfters abzuschalten, gehen wir im nächsten Abschnitt noch genauer ein.
Leadtek bewirbt das Leadtek Winfast K7NCR18D ProII Deluxe Limited Edition insbesondere mit einem umfangreichen Angebot für Overclocker. Gerade hier hatte man sich mit den ersten Varianten der nForce 2 Boards keine Freunde gemacht, konnten diese doch als einzige am Markt nicht den Multiplikator der CPU verändern. Und in der Tat stehen dem Benutzer nun fast alle nur erdenklichen Einstellungsmöglichkeiten bereit. Außer der VDimm, die über ein Jumper auf dem Board von 2,6-2,8V justiert werden darf, können alle Veränderungen bequem im Bios vorgenommen werden. So darf der Multiplikator bis zu maximal üblichen 24 geschraubt werden und in einem Test vermochte es das Board ohne Probleme, unserem XP3200+ sowohl den Multi acht als auch den Multi 20 zuzuweisen.





Den FSB kann man auf dem Leadtek-Board zumindest theoretisch auf 300MHz jagen - theoretisch, wohlgemerkt. In einem kurzen Overclocking-Versuch kamen wir stabil allerdings nur bis ca. 215 Mhz bei synchron taktendem Speicher und auch sonst war bei 218MHz in 3D-Anwendungen nichts mehr zu machen. Egal wie der Speicher nun lief. Lediglich bei einer Chipsatzspannung von 1,9Volt konnte das Board zu einem stabilen Betrieb bei 220MHz FSB überredet werden. Auch die restlichen Einstellungen zeigen sich von ihrer besten Seite, sind jedoch für eigentlich jede nForce 2-Platine typisch. Allerdings hatten wir beim 8RDA3+ die Einstellung "Aggressive" beim CPU-Interface vermisst. Das Winfast K7NCR18D ProII besitzt diese Tuning-Option auch weiterhin.





Neben der bereits erwähnten Möglichkeit zur Anhebung der VDimm dürfen im Bios zudem die VCore (maximal 2,0V) und die AGP-Voltage (bis +0,2V) angehoben werden. Eine Funktion zur Anhebung der Chipsatzspannung (bis 1,9V) bietet das Board ab der Bios Version vom 21.07.2003.


Und der Vollständigkeit halber noch die restlichen Bios-Screens mit Monitoring und Power-Management Einstellungen.








Die Platine
Das tief schwarze PCB zieht schon nach dem Öffnen des Kartons erste Blicke auf sich. Gegenüber der handelsüblichen Variante eine durchaus interessante Eigenschaft der Limited Edition. Und auch die restlichen, eingefärbten Komponenten passen durchaus gut ins Bild. Die farbliche Codierung der RAM-Slots hat darüber hinaus einen Sinn, weist sie doch auf die richtige Bestückung der Dimms für den Dual-Channel Modus hin.



In Sachen Kühlung sind wir uns ob der aktiven Northbridgebelüftung einmal mehr nicht ganz schlüssig darüber, mit welchem Fazit wir das Gesamtpaket bewerten sollen. Denn passive Kühler auf MCP-T und den MOSFETs haben es uns durchaus angetan. Zugegeben, wir haben Leadtek beim internen Validierungsprozess nicht über die Schulter gesehen und können nicht beurteilen, ob der in den Benchmarks sich abzeichnende Speed auch passiv garantiert werden kann. Halten wir auf jeden Fall fest, dass sich Silent-Fans, denen jeder Lüfter im PC einer zu viel ist, durchaus an dem hörbaren Lüfter stören werden. Enthusiasten mit Hang zum Übertakten brauchen sich hingegen eine Sorge weniger zu machen, wird der Chipsatz doch schon von Haus aus aktiv gekühlt.






Nicht überzeugen konnte uns auf jeden Fall die Platzierung der Anschlüsse für CPU-Lüfter und Co. Da der Northbridge-Fan einen Anschluss belegt und der dritte am unteren Platinenrand sitzt, bleibt in Sockel-Reichweite nur noch ein Stecker übrig. Zu wenig für unseren Volcano 7, der für Strom und Drehzahl gerne zwei einzelne Stecker belegt. Wenigstens konnten wir uns so schon nach Sekunden von einem Schutzmechanismus im Bios überzeugen, der im Boot-Screen nach drei Sekunden auf einen nicht laufenden Lüfter hinweist und darauf hin das System abschaltet. So wird der User über die Notabschaltung in Kenntnis gesetzt und braucht nicht lange nach dem Problem suchen. Das Feature läßt sich im Bios allerdings auch deaktivieren.
Eng kann es in Ausnahmefällen um den CPU-Sockel werden. Zwar bietet das Board die oftmals so eminent wichtigen Mounting-Holes, durch den nah am Sockel positionierten Strom-Anschluss dürften allzu bullige Kühler jedoch ein Problem bekommen. Allerdings nur dann, wenn sie wirklich weiter als acht Zentimeter breit und quadratisch sind. Unser Volcano 7 begnügte sich mit dem Platz ohne zu Murren.



Zumeist stellt sich uns bei der Begutachtung der Erweiterungslots die Frage, ob der Hersteller nun fünf oder gar sechs PCI-Slots verbaut hat. Im Falle Leadtek sind es derer jedoch nur vier. Der auf den ersten Blick als blauer PCI-Steckplatz anmutende, letzte Slot ist hingegen der für die mitgelieferte Steckkarte benötigte ACR-Slot. Dank OnBoard-LAN (sogar Dual) und weitere, direkt auf dem Mainboard integrierter Features sollten in heutigen Zeiten jedoch auch vier respektive drei PCI-Slots - sofern der 1. Slot nach dem AGP unbesetzt bleibt - ausreichen. In Ausnahmefällen kann hier dennoch eines der wohl gewichtigsten Argumente gegen das Leadtek-Board liegen.


Jumper findet man einige auf dem WinFast-Board. Neben dem obligatorischen CMOS-Clear werden hier sowohl der Serial-ATA-Controller deaktiviert als auch die VDimm eingestellt (2,6-2,8V). Letzteres wäre über eine Funktion im Bios sicherlich um einiges komfortabler gewesen. Allerdings sollte die Änderung der Speicherspannung ein eher seltenes Unterfangen sein und somit fällt auch dieses kleine Manko nicht allzu schwer ins Gewicht.


Die Ausgabe des Sounds der nVidia MCP-T übernimmt der altbekannte ALC650 aus dem Hause Realtek, als Serial-ATA-Raid-Controller dient der Sil3112 von Silicon Image. Er bietet neben zwei SATA-Kanälen auch die Möglichkeit, beide im Raid 1/0 Verbund laufen zu lassen. Fest auf dem Board verlötet hat Leadtek eine Standardauswahl an Schnittstellen. Vier USB2.0, PS2 (Maus/Tastatur), zwei serielle, eine parallele sowie die üblichen Soundanschlüsse und ein 10/100 MBit/s Netzwerkanschluss finden auf dem Board Platz.



Auch Kleinigkeiten scheint man bei Leadtek beachtet zu haben. So fällt der Platz zwischen AGP-Karte und RAM-Slots groß genug aus, um Module auch bei installierter Grafikkarte wechseln zu können und das gesockelte Bios ist im Notfall schnell durch ein Ersatzbaustein ersetzt. Das Board lag uns in der Revision D vor.



Das 8RDA3+
Mit dem 8RDA3+ erreichte uns quasi der Nachfolger der bekannten 8RDA(+) Platine aus dem Hause EPoX. Auf dem Board prankt nun nVidias neuester Chipsatz nForce2 Ultra 400 für Sockel A Prozessoren. War das 8RDA doch eher mager in der Ausstattung, so hat EPoX bei dem 8RDA3+ deutlich mehr Features verbaut. Ob der Nachfolger auch in Sachen Geschwindigkeit mit dem Vorgänger mithalten kann, wird unser Test später noch zeigen.
Lieferumfang
In der Verpackung für die Deluxe-Version verbirgt sich in der Tat einiges. Neben der eigentlichen Platine erhält der Käufer nahezu alles, was man braucht.
- ATX-Blende
- jeweils ein UDMA-100/133 und UDMA-33 Kabel
- zwei gerundete IDE Kabel
- 1x Floppy Kabel
- 2x Serial-ATA Daten- und Stromkabel
- Kurzanleitung (mehrsprachig)
- Handbuch (Englisch)
- Serial-ATA RAID Controller/Software Handbuch (Englisch)
- Hanbuch für Magic Flash und USDM Software (Englisch)
- 1x Slotblech für COM- und Gameport
- 1x Slotblech für zwei IEEE1394/Firewire Anschlüsse
- Treiber-CD sowie eine Installationsdiskette für den Serial-ATA Controller
Für genügend Anschlussmöglichkeiten hat man bei Epox also gesorgt. Vermissen tun wir lediglich ein Slotblech für weitere USB-Ports. Dieses lässt sich jedoch ebenso wie ein Slotblech für S/PDIF Ausgänge käuflich erwerben. Alles in allem jedoch ein durchaus umfangreiches Paket.
Das Bios
Das 8RDA3+ Bios erscheint ebenfalls im für Epox typischen Phoenix Award Stil. Der Post Screen gibt zusätzlich Auskunft über Temperaturen und Drehzahlen und zeigt an, ob Dual-Channel aktiv ist oder nicht.


Das Board besitzt zwar einen CPU Überhitzungsschutz, dieser tritt jedoch erst ab einer Prozessor-Temperatur von 110°C ein und funktioniert nur bei Prozessoren mit interner Überwachungsdiode. Bei dieser Temperatur schaltet das Mainboard ab. Etwas hoch wie wir finden, denn AMD gibt für ihre Athlon XP CPUs eine Höchsttemperatur von 80-85°C an. Im BIOS selbst finden sich praktisch alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten wieder. Auch die Overclocker kommen nicht zu kurz. Der Frontside-Bus lässt sich in 1MHz Schritten wahlweise von 100 bis 250MHz einstellen und der Multiplikator ist von 5 bis 24 einstellbar. Der Memory-Takt kann von 50-200% des FSB justiert werden.


Auch an die Spannungen hat man bei Epox gedacht. So kann die VCore von 1,400 bis auf sagenhafte 2,200Volt getrieben werden. Fast ein bisschen fahrlässig eine solche Spannung ohne Schutz freizugeben, denn für heutige Athlon XP Prozessoren in 0,13µm Fertigung bedeutet eine derart hohe Kernspannung selbst bei Wasserkühlung oft ein kurzes Leben. Eine Lösung über einen Overvoltage-Jumper wäre hier sicherlich nicht fehl am Platz. Die AGP-Spannung reicht von 1,5-1,8V in 0,1V, die VDimm von 2,5-2,9V und die Chipsatzspannung lässt sich nach Belieben von 1,6-2,0Volt in 0,2V Schritten anpassen. Das Board bietet also ordentlich Potenzial fürs Overclocking.
Unter "PC Health Status" lassen sich alle Temperaturen, Drehzahlen und Spannungen ablesen. Die OnBoard Komponenten können bei Nichtgebrauch abgeschaltet werden. Alles in allem macht das Bios einen sehr ausgereiften Eindruck.






Die Platine
Das EPoX erscheint im gewohnt schlichten grünen PCB, welches nur wenig farbliche Merkmale besitzt, die auf Anhieb ins Auge stechen. Die DIMM Slots wurden farblich codiert, so dass der User auch ohne Blick in das Handbuch erkennt, in welche Slots die RAMs gesteckt werden müssen, um Dual-Channel zu aktivieren.


Zu unserem Erfreuen werden Northbridge und Southbridge passiv gekühlt. EPoX hat hier von einer aktiven Lösung abgesehen, die in vielen Fällen eine zusätzliche Lärmquelle im Gehäuse darstellt. Im Vergleich zu dem Pendanten von Leadtek, hat man beim 8RDA3+ auch auf eine Kühlung der MOSFETs verzichtet. Silent-Freaks werden sich hier bedanken, die eingefleischten Overclocker eher ärgern.


Dadurch dass die DIMM Slots recht weit an den Platinenrand gewandert sind, ist der ATX Stecker direkt neben der Spannungsversorgung zu finden. Der Vorteil des kürzeren Weges liegt hier auf der Hand, hat jedoch den Nachteil, dass die Kabel um den CPU Lüfter herumgeführt werden müssen, da sonst der Luftstrom negativ beeinflusst wird. Die Lüfteranschlüsse für CPU- und PWR-FAN liegen unmittelbar am oberen Boardrand neben dem Sockel für die CPU, so dass einem Einsatz von Kühlern wie z.B. dem Thermaltake Volcano 7, welcher Stromversorgung und Tacholeitung getrennt verlangt, nichts im Wege steht. Ein dritter Anschluss für einen System-FAN befindet sich am unteren Platinenrand. Auch die bekannte Debug LED Anzeige darf natürlich nicht fehlen.


Auf dem EPoX finden sich insgesamt 5 PCI-Slots wieder. Diese Anzahl ist mittlerweile sozusagen Standard und in Anbetracht der zahlreichen OnBoard Features in den meisten Fällen auch vollkommen ausreichend.
Einen ACR-Slot wie beim Leadtek gibt es nicht. Der AGP-Slot verfügt über einen Schutzmechanismus, welcher das Rausrutschen der Karte verhindern soll.


Jumper sind auf der Platine eher selten anzutreffen. Bis auf den obligatorischen CMOS-Clear Jumper und 2 Jumper für Audio-Einstellungen sowie einem Jumper für die Grobadjustierung des Frontside-Bus (100/133MHz oder 133/166/200MHz) befinden sich keine weiteren Jumper auf dem Board. Sämtliche Einstellungen werden bequem im BIOS vorgenommen.
Zur Soundausgabe dient ein CMI9739A Chip aus Hause C-Media, die 2 Serial-ATA Ports werden von einem Silicon Image Chip gesteuert und der Datentransfer via Firewire erfolgt über eine Lösung von Agere. Auf der ATX Blende sind zwei 10/100MBit LAN Anschlüsse, 4 USB Ports, die üblichen Soundanschlüsse sowie die Standard PS/2 und LPT Anschlüsse vorhanden. Game und COM Schnittstellen befinden sich auf dem mitgelieferten Slotblech. In der Deluxe Version sind zusätzlich noch ein Slotblech für zwei Firewire Anschlüsse und zwei Daten- und Stromkabel für Serial-ATA Geräte enthalten.


Lediglich beim Ein-/Ausbau von RAM Modulen bei eingebauter Grafikkarte ist nichts zu machen. Die DIMM-Slots lassen sich bei großen Grafikkarten nicht genügend öffnen, um an den Arbeitsspeicher heranzukommen. Das gesockelte BIOS sehen wir inzwischen als Selbstverständlichkeit an und auch hier werden wir nicht enttäuscht. Das 8RDA3+ lag uns in der Revision 1.1 vor.
Testsystem
- Prozessor
- AMD Athlon XP 3200+ (FSB400)
- Motherboard
- Leadtek WinFast K7NCR18D Pro2 Rev. D, Bios 30.05.2003 (nForce 2 Ultra 400)
- EPoX 8RDA+ Rev. 1.1, Bios 09.06.2003 (nForce 2)
- EPoX 8RDA3+ Rev. 1.1, Bios 19.06.2003 (nForce 2 Ultra 400)
- EPoX 8KRA2+ Rev. 0.3, Bios 04.07.2003 (KT600)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR400 Corsair XMS3200C2 'Platinum'
- Grafikkarte
- Asus V8440 (GeForce4 Ti4400)
- Peripherie
- Waitec Storm 40
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 44.03
- Via 4in1 4.48 "Hyperion"
- nForce Driver Package 2.03
- Software
- Windows XP Professional SP1
- DirectX 9.0
Testsetup
Nachdem wir mit unserem ersten Ansatz nach dem Motto "was das Bios hergibt" nicht über SiSoft Sandra 2003 hinaus gekommen waren, brachte allein das Rückschalten der T(RCD) von 2 auf 3 den erwünschten Erfolg in Sachen Stabilität. Ohne Murren nahm das Leadtek WinFast K7NCR18D Pro2 den Benchmarkparcours. Die Einstellungen lauteten:
| Option | Einstellung |
|---|---|
| Frontside-Bus | 200MHz (FSB400) |
| CPU-Mode | Aggressive |
| Memory Frequency | 200MHz (DDR400) |
| T(RAS) | 5 |
| T(RCD) | 3 |
| T(RP) | 2 |
| CAS Latency | 2.0 |
| AGP Aperture Size | 128MB |
| AGP 8x | disabled |
| AGP Fast Writes | enabled |
Kurz gesagt: Während des gesamten Standard-Testbetriebes mussten wir nicht einmal den CMOS-Clear konsultieren - eine Seltenheit und sicherlich kein schlechtes Zeichen.
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Futuremark PCMark2002
- Futuremark 3DMark 2001 SE
- Cachemem
- HD Tach
- Games
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- Sysmark 2002
- WinACE 2.11
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R8
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [5].
SiSoft Sandra 2003 Pro
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Speicher-Test
SiSoft Sandra 2003 Pro
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Wir hatten uns also vor einigen Wochen darüber ausgelassen, dass wir mit Asus- und EPoX-Platinen keinen Datendurchsatz von über 3GB/s mehr hinbekommen hatten? Nun, mit dem Leadtek-Board wurde diese Hürde spielend genommen (6% vor 8RDA+/8RDA3+). Selbst unser KT600-Sample, dass in Sandra seine Paradedisziplin zu haben schien, muss sich hinter dem K7NCR18D Pro2 einreihen. Sollte sich schon in unserem 1. Benchmark ein Trend für den gesamten Test herauskristallisiert haben?
Cachemem
- Cachemem scheint wie geschaffen für das Ausloten der Speicherlatenzen (Verzögerungen). Diese stellen neben der reinen Bandbreite die wichtigsten Faktoren für die Geschwindigkeit eines Systems dar und sind zumeist ausschlaggebend für die finale Rangfolge der Hauptplatinen.
Cachemem - Latenzen
Angaben in Nanosekunden
|
In Sachen Latenzen scheint man sich bei den Herstellern einig zu sein und auch das K7NCR18D Pro2 reiht sich nahtlos in die Riege der beiden anderen nForce 2 (Ultra 400) Platinen ein.
Cachemem - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
In Sachen Lesen/Schreiben wiederholt sich jedoch das bereits in Sandra 2003 Pro gezeigte Bild. Erneut übernimmt das Leadtek-Board mehr als deutlich die Führung in beiden Disziplinen. Beinahe zehn Prozent kann das K7NCR18D Pro2 seinen Mitkonkurrenten in der Schreibperformance abnehmen.
PC Mark 2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [6]
- Download: Futuremark.com [7]
PCMark2002
Angaben in Punkten
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Und auch in unserem ersten, Praxis bezogenen Benchmark findet sich der rote Balken erneut an erster Stelle wieder. Erneut fällt der Vorsprung im reinen RAM-Test sogar noch etwas deutlicher aus.
WinACE
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das Beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt beim Encoden einer gepackten Datei auch die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [8]
- Download: ComputerBase.de [9]
WinACE
Angaben in Minuten, Sekunden
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Mit WinACE mussten sich die Boards das erste Mal durch eine Alltagsanwendung quälen und hier kann das K7NCR18D Pro2 erstmals nicht ganz mit den Boards aus dem Hause EPoX mithalten. Leider fehlen uns Werte des A7N8X Rev. 2.0 mit der hier verwendeten Testkonfiguration. Test auf einer anderen Plattform haben jedoch ergeben, dass Asus und EPoX fast überall gleich auf liegen.
Cinema 4D
- Cinema 4D XL8 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [10]
- Download: Maxon.de [9] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema 4D
Angaben in Minuten, Sekunden
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Cinema 4D verweilt eigentlich nur noch in unserem Benchmarkparcours, um einen Sachverhalt klar darzustellen. Es gibt Anwendungen, denen das Mainboard weitestgehend egal ist. Da hier die reine Rechenleistung der CPU ausschlaggebend ist, sind praktisch keine Unterschiede unter den einzelnen Platinen zu erkennen.
Seti@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Mainboards ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [11]
- Download: berkeley.edu [12]
Seti@Home
Angaben in Minuten, Sekunden
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In Seti@Home nehmen sich die beiden nForce 2 Ultra 400 Abkömmlinge nicht viel. Doch auch hier kann das Leadtek-Board im Endeffekt hauchdünn den Sieg davon tragen.
3DMark 2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidias oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [13]
- Download: ComputerBase.de [14]
3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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Obwohl wir in diesem Review auf den 3DMark03 verzichtet haben, wollen wir den 3DMark2001 SE (330) nicht außen vor lassen. Auch wenn das Leadtek-Board erneut nicht an erster Stelle tanzen kann, halten sich die Unterschiede durchaus in Grenzen. Meßungenauigkeit dürfte hier ein entscheidendes Schlagwort sein.
Quake 3 Arena
- Quake 3 Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb die Canterwood- und Springdale-Chipsätze mit ihren bis zu 6,4 GB/s hier zumeist die Führung übernehmen. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [15]
- Download: G256.com [16]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 3 Arena scheint die Bandbreitenvorteile des K7NCR18D Pro2 durchaus nutzen zu können, auch wenn der Vorsprung sicherlich nur von besonders geschulten Benutzern am Monitor betrachtet werden kann ;)
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [17]
- Download: Novalogic.com [18]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch wenn der vierte Platz auf den ersten Blick eher ernüchternd anmuten mag, kann das K7NCR18D Pro2 zumindest im chipsatzinternen Duell mit dem 8RDA+ gleich ziehen. Unser KT600 Vorseriensample schien Comanche 4 allerdings besonders zu lieben und liegt weiterhin an erster Stelle.
UT2003
- In einem Report [19] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [18]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [20]
UT2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Und auch der vorletzte Benchmark - namentlich UT2003 - läßt das Leadtek K7NCR18D Pro2 nochmals an die erste Stelle sprinten. Auch hier dürften die Differenzen allerdings nur und wirklich nur in Benchmarks zu bemerken sein.
HD Tach
- HD Tach ist ein kleines aber feines Tool zur Bestimmung der Festplattengeschwindigkeit bzw. der Fähigkeit des geforderten Controllers, Daten anzufordern und entgegen zu nehmen. Zudem können Zugriffszeit und - noch wichtiger - die CPU Auslastung beim Festplattenzugriff bestimmt werden.
- Weitere Informationen: tcdlabs.com/hdtach.htm [21]
- Download: tcdlabs.com [22] (Demo)
| EPoX 8RDA3+ | Leadtek WinFast | |
|---|---|---|
| Read Speed (Burst) | ||
| max | 46960 KB/s | 46969 KB/s |
| min | 7633 KB/s | 8170 KB/s |
| avg | 37188,9 KB/s | 36971,3 KB/s |
| CPU utilization | 9,3% | 8,8% |
| Zugriffszeit | 13,7 ms | 13,4 ms |
Insgesamt nehmen sich beide Platinen nicht viel. Kann das Leadtek-Board in Sachen Zugriffszeit und CPU-Auslastung leicht vorlegen, liegt die durchschnittliche Übertragungsrate bei EPoX leicht darüber. Aber auch dies dürfte auf die Meßungenauigkeit zurück zu führen sein.


Fazit
K7NCR18D Pro2 Deluxe
Keine Frage, mit dem K7NCR18D Pro2 Deluxe hat uns die Tage ein durchaus interessantes nForce 2 Ultra 400-Board erreicht und unsere Leadtek-Premiere wird auch in einiger Zeit noch positiv nachklingen. Klären wir doch schnell vorweg die Eingangs aufgeworfene Frage, inwiefern nur unsere EPoX- und Asus-Platinen an Tempo bei FSB400 verloren haben. Hier konnte das K7NCR18D Pro2 uns davon überzeugen, dass durchaus noch Speicherbandbreiten jenseits von 3000MB/s möglich und stabil zu betreiben sind. Mit diesem Plus an Mehrleistung im Rücken schaffte es das Board, in fast allen Disziplinen - wenn auch oftmals dezent und im Alltag wohl kaum wahrnehmbar - in Führung zu gehen und dürfte unter dem Strich das schnellste von uns bisher getestete nForce 2-Board im FSB400-Modus sein.
Eben schon kurz angesprochen, musste sich die Stabilität hinter der Geschwindigkeit nicht verstecken. Bis auf die Tatsache, dass wir die T(RCD) von zwei auf drei zurück schrauben mussten, hatten wir keinerlei Probleme, die Platine mit den performantesten Timings zu betreiben und blieben bis zu unseren Overclocking-Versuchen vom CMOS-Clear verschont. Wem die so gebotene Geschwindigkeit noch nicht genug ist, dem wird sich im Bios auch bei Leadtek nun endlich kein Frustgefühl einstellen. Im Gegenteil. Das K7NCR18D Pro2 bietet - bis auf die fehlende Option zum Anheben der Chipsatzspannung - alles, was das Herz begehrt. Darüber, dass man die VDimm nur über einen Jumper einstellen kann, dürfte man getrost hinweg sehen. Da fällt schon eher ins Gewicht, dass nicht mehr als 2,8 Volt an den Speicher angelegt werden dürfen. Inwiefern jenseits davon angesiedelte Spannungen jedoch der Lebensdauer der Speicherchips dienlich sind, steht auf einem anderen Blatt.
Ein déjà vu erlebten wir in Sachen ACR-Karte. Dass man die von Asus vor gut anderthalb Jahren auf dem A7N266-C getroffene Schnittstellenwahl hier noch übertreffen kann, beweist Leadtek eindrucksvoll und stattet dank dieser Karte das K7NCR18D Pro2 Deluxe mit allen nur erdenklichen Features aus. Leider fehlt dem Lieferumfang trotz doppelter Auslegung des digitalen Ausgangs (optisch, koaxial) eine weitere Blende mit zusätzlichen USB-Ports. Dafür zeigt sich das Board dank beigelegtem, optischen Kabel als spontan anschlussfreudig und das SoundStorm-Feature dürfte schon Minuten nach der Inbetriebnahme aus der heimischen Stereoanlage schallen.
In Sachen Kühlung zeigt sich Leadtek ebenfalls konsequent und hat nebem der 'Northbridge' auch die MCP-T und die starkt belasteten MOSFETs gekühlt. Stößt uns als Ruhefanatiker der aktive Fan auf, werden Kühlerfetischisten umso mehr auf ihre Kosten kommen. Fehlt eigentlich nur noch die LED im transparenten Lüfter und die farblich ansprechende Ausstattung wäre perfekt. Sowohl das schwarze PCB als auch die beigelegten, roten Kabel sind übrigens Dreingaben der 'Limited Edition' und nicht im Lieferumfang der Standardversionen des K7NCR18D Pro2 Deluxe enthalten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Leadtek mit dem K7NCR18D Pro2 Deluxe Limited Edition dank Dual-LAN, FireWire, DolbyDigital in zwei Ausführungen und Serial-ATA-Raid eines der derzeit wohl am besten ausgerüstesten nForce 2-Mainboards am Markt platziert hat und auch dem Casemodder eine interessante, optische Alternative zu schöden Serienboard bietet. Geschwindigkeit, Stabilität und Layout haben uns trotz kleiner Schönheitsfehler im Board-Design insgesamt mehr als überzeugt und somit können wir dem potentiellen Käufer, der neben hoher Geschwindigkeit vorallem ein Augenmerk auf die Ausstattung und den Sound geworfen hat, das Board wärmstens ans Herz legen. Mit derzeit gut 149,- Euro eine nicht ganz billige, aber dennoch gerechtfertigte Investition.
Abschließend vielleicht nochmals die Unterschiede der beiden Pro2 Varianten untereinander und zu ihrem Vorgänger im Überblick:
| K7NCR18D-Pro | K7NCR18D-Pro2 | K7NCR18D-Pro2 'Deluxe Limited' |
|
|---|---|---|---|
| FSB/DDR | 166/333 | 200/400 | 200/400 |
| Three Phase Power | yes | yes | yes |
| Speed Gear II | yes | yes | yes |
| OTS (OC-Features) | yes | yes | yes |
| SPDIF Bracket | yes | yes | yes |
| VCore | up to 2.0V | up to 2.0V | up to 2.0V |
| SATA cable | no | yes | yes |
| SATA Raid | no | yes | yes |
| ACR Card | WinFastK7N1394 | WinFastK7NFAL | WinFastK7NFAL |
| 2nd Lan | no | yes | yes |
| Optical SPDIF | no | yes | yes |
| Independent analog 5.1 CH | no, share with Mic&Line-In | yes | yes |
| IEEE1394 connectors | 3 big | 1 big, 1 small, 1 intern | 1 big, 1 small, 1 intern |
| MOS Heatsink | no | no | yes |
| SPP Fan+Heatsink | Heatsink | Heatsink | Heatsink+FAN |
| MCP-T Heatsink | no | no | yes |
| Barton auto detection | no | no | yes |
| SPP core vdd | no | no | yes(1,6-1,9V) |
| MCP-T core vdd | no | no | yes(1,6-1,9V) |
| Max FSB | 266 | 266 | 300 |
| IDE ULtra 100/133 cable | Ribbon calbe | Ribbon calbe | Round IDE cable |
| FDD Cable | Ribbon calbe | Ribbon calbe | Round IDE cable |
| Optival cable for SPDIF | no | no | yes |
| SATA function disable setting | no | no | yes |
| SATA Power cable | no | no | yes |
8RDA3+
Auch EPoX hat mit ihrem 8RDA3+ wieder ordentliche Arbeit abgeliefert. Sieht man von kleinen Einbauschwierigkeiten des Arbeitsspeichers bei eingebauter Grafikkarte ab, ist das Board durchdacht und sinnvoll aufgeteilt. Besonders erfreut hat uns die passive Kühlung des Chipsatzes, was heutzutage nicht immer der Fall ist. Das Bios macht ebenfalls einen ausgereiften Eindruck und während unseres Test gab es keinerlei Schwierigkeiten im laufenden Betrieb.
Bei der Ausstattung kommt es zwar nicht ganz an die der Leadtek-Platine heran, bietet jedoch neben den Standardfeatures einige Extras wie Firewire und Dual-LAN. Leider fehlte jedoch wieder einmal eine Blende für weitere USB-Ports. Ein kleiner Nachteil mag vielleicht sein, dass EPoX viele Schnittstellen auf Slotbleche gelegt hat. Insgesamt bietet Epox vier Module auf Slotblechen an, die da wären Firewire, COM und Gameport, S/PDIF Ausgänge und nicht zuletzt weitere USB Schnittstellen. Bei kleineren Gehäuse kann es hinten also schon mal zu Engpässen kommen.
Das 8RDA3+ bietet zudem nahezu alle Möglichkeiten für ein erfolgreiches Overclocking. Neben den Standardspannungen lässt sich nämlich die Chipsatzspannung auf bis zu 2V erhöhen - ein Feature, das nur wenige Mainboards bieten. In der Leistung liegen beide Boards relativ dicht beieinander. Mal liegt das Leadtek vorne, mal das EPoX. Dafür ist das 8RDA3+ mit rund 110 Euro doch deutlich günstiger als der Kontrahent.




