Test: nVidia nForce 4 SLI (Intel Edition) (6/15)

Einstieg nach Maß
Autoren: Jan-Frederik Timm und Thomas Hübner

Benchmarks

Speicherperformance

Widmen wir uns zu Anfang gleich der Speicherperformance unter den unterschiedlichen Bedingungen, die uns diese Plattform ermöglicht. Hier sollte sich zeigen, wie viel denn wirklich hinter nVidias Anpreisungen bezüglich des Speicherkontrollers steckt. Praktischerweise können quasi alle Änderungen mit Hilfe nVidias Tuning-Tool nTune unter Windows vorgenommen werden. Lediglich den FSB1066 mochte oder kannte das Programm noch nicht - der Regler ging schlichtweg nicht weit genug.

nTune Speicher
nTune Speicher
nTune Speicher 2
nTune Speicher 2

SiSoft Sandra

Widmen wir uns zuerst dem Vergleich der drei heute miteinander konkurrierenden Chipsätze.

Sandra 2005 SR1 - Speicherdurchsatz

 Intel Pentium EE 3,73 GHz, FSB1066:
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
6.827,00
Intel i955X*, DDR2-667 CL4
6.605,00
Intel i955X*, DDR2-667 CL3
6.520,00
Hinweis: instabil
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
6.408,00
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
6.243,00
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
6.170,00

Unter Einsatz von DDR2-667 mit einer Cache Latency von nur drei Taktzyklen lässt der nForce 4 SLI (Inte Edition) die gesamte Konkurrenz hinter sich. Während der i955X mit ansonsten eher weniger berauschenden Timings noch zu einem CL3 in Sandra überredet werden konnte (in allen anderen Anwendungen hagelte es Bluescreens), verweigerte der i925XE die Zusammenarbeit komplett. Auch unter den gleichen Speichertimings bei CL5 kann der nVidia-Chip einen klaren Vorteil gegenüber dem i955X herausarbeiten.

Sciencemark

ScienceMark v2 - Speicherdurchsatz

Intel i955X*, DDR2-667 CL5
6.184
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
6.160
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
5.890
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
5.494

Ein etwas anderes Bild präsentiert sich uns im Sciencemark, denn dieser sieht in Sachen Speicherbandbreite plötzlich den i955X bei CL5 vor dem nForce 4 SLI (Intel Edition).

ScienceMark v2 - Speicherlatenz

 4 Byte Stride:
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
1,61
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
1,61
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
1,61
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
1,61
 16 Byte Stride:
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
3,48
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
3,75
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
3,75
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
4,02
 64 Byte Stride:
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
10,45
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
10,98
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
11,51
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
11,52
 256 Byte Stride:
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
57,59
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
62,41
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
76,87
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
81,91
 512 Byte Stride:
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
68,03
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
76,87
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
80,62
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
83,25
Angaben in Nanosekunden

Glasklar scheint hingegen die Überlegenheit des nForce 4 SLI (Intel Edition) bei den Speicherlatenzen zu sein. Dank seiner problemlosen Zusammenarbeit bei CL3 erreicht der Chipsatz Verzögerungszeiten, von denen die Konkurrenten nur träumen kann. Weder i925XE noch i955X konnten in dieser Disziplin zu CL3 überredet werden.

Im weiteren Verlauf der Benchmarks haben wir uns dazu entschieden, bei den Intel-Plattformen auf die von Intel spezifizierten Timings zu setzen. Aus diesem Grund haben wir beim noch ausstehenden i955X auf CL4 verzichtet. CL3 war auf beiden Intel-Chipsätzen - wie bereits erwähnt - nicht möglich.

Die nachfolgenden Vergleiche sollen insbesondere dem von nVidia beworbenen Memorycontroller mit seinem QuickSync-Feature auf den Zahn fühlen.

nForce 4 SLI (IE) Speicherperformance

 Sciencemark, P4 EE 3,73 GHz:
NF4 SLI (IE) (1066/677 - 3-2-2-5-2-1)
6.140,54
NF4 SLI (IE) (1066/667 - 3-3-3-7-3-1)
6.117,19
NF4 SLI (IE) (1066/533 - 3-2-2-4-2-1)
6.030,63
NF4 SLI (IE) (1066/533 - 3-3-3-5-3-1)
5.963,88

Bestückt mit einer FSB1066-CPU (266 MHz QDR) kann der Crush19 durchaus von einem Betrieb mit asynchron bei 333 MHz taktenden DDR2 profitieren. DDR2-667 mit schlechten Timings liegt vor DDR2-533 mit guten Timings.

nForce 4 SLI (IE) Speicherperformance

 Sciencemark, P4 660 (3,6 GHz):
NF4 SLI (IE) (800/667 - 3-2-2-4-2-1 on)
4.744,31
NF4 SLI (IE) (800/667 - 3-2-2-4-2-1 off)
4.741,57
NF4 SLI (IE) (800/533 - 3-2-2-4-2-1 on)
4.702,55
NF4 SLI (IE) (800/533 - 3-2-2-4-2-1 off)
4.700,16
NF4 SLI (IE) (800/400 - 3-2-2-4-2-1 on)
4.583,68
NF4 SLI (IE) (800/400 - 3-2-2-4-2-1 off)
4.580,43

Auch der Betrieb bei FSB800 sieht die Konfigurationen mit DDR2-667 geschlossen vor den Varianten mit DDR2-533. Das Schlusslicht bildet DDR2-400. Der asynchrone Betrieb scheint dem nForce 4 SLI (Intel Edition) tatsächlich nichts auszumachen. Gut zu beobachten ist in diesem Diagramm darüber hinaus die Auswirkung des BIOS-Schalters „FSB Turbo“ - zumindest in Sachen Speicherbandbreite gibt es kaum eine. Bei einem FSB von 266 MHz ist der Schalter im BIOS nicht mehr verfügbar.

nForce 4 SLI (IE) Speicherlatenzen

 512 byte stride:
NF4 SLI (IE) (1066/677 - 3-2-2-5-2-1 off)
68,03
NF4 SLI (IE) (1066/667 - 3-3-3-7-3-1 off)
68,30
NF4 SLI (IE) (1066/533 - 3-2-2-4-2-1 off)
70,71
NF4 SLI (IE) (800/667 - 3-2-2-4-2-1 on)
71,39
NF4 SLI (IE) (800/667 - 3-2-2-4-2-1 off)
71,67
NF4 SLI (IE) (1066/533 - 3-3-3-5-3-1 off)
71,78
NF4 SLI (IE) (800/533 - 3-2-2-4-2-1 on)
76,66
NF4 SLI (IE) (800/533 - 3-2-2-4-2-1 off)
77,22
NF4 SLI (IE) (800/400 - 3-2-2-4-2-1 off)
78,61
NF4 SLI (IE) (800/400 - 3-2-2-4-2-1 on)
79,16
Angaben in Nanosekunden

Das letzte Diagramm verdeutlicht, dass bei den Speicherlatenzen sowohl FSB- als auch Speichertakt und Timings eine Rolle spielen. Die Reihenfolge entspricht in etwa den Erwartungen.

PCI Express-Performance

PCI Express Backchannel Bandbreite

nVidia nForce 4, DDR2-667 CL3
1.205
nVidia nForce 4, DDR2-667 CL5
1.032
Intel i955X*, DDR2-667 CL5
890
Intel i925XE, DDR2-533 CL4
785

Die Geschwindigkeit des Rückkanals des PCIe x16-Steckplatzes kann sich auf dem nForce 4 SLI (Intel Edition) klar von der Konkurrenz absetzen.

Vorherige Seite: Testsystem Nächste Seite: Office/System