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Test: Wii MotionPlus

von Sasan Abdi

Vorwort

Mit dem Start der Wii stand der angeschlagene Konsolenhersteller Nintendo quasi über Nacht wieder im Rampenlicht und glänzt seither mit durchgängig guten Absatz- und Geschäftszahlen. Ein Grund für den durchschlagenden Erfolg der aktuellen Konsole ist in der für damalige Verhältnisse bahnbrechenden Steuerungsmethodik zu finden. Während die Konkurrenz weiterhin auf möglichst leistungsstarke Geräte samt konventionellem Pad setzte, revolutionierte Nintendo das Segment mit der Einführung einer auf „Casual-Games“ ausgelegten Konsole und mittels einer Infrarot-Bedienung, die eine wesentlich interaktivere Handhabung ermöglicht und dadurch neue Zielgruppen erschloss.

Wii MotionPlus
Wii MotionPlus

In der anfänglichen Euphorie ging freilich unter, was in der jüngeren Vergangenheit immer wieder als großer Kritikpunkt angeführt wurde: Die für eine solche Steuerungsart so wichtige Qualität in der Präzision. Tatsächlich muss man die gängigen Wii-Titel nicht lange spielen, um zu bemerken, dass die Bedienung mit der WiiMote nicht immer akkurat von Statten geht. Bei Nintendo gab man sich schnell einsichtig, was zur Folge hat, dass man in diesem Sommer in den Genuss eines Controller-Addons mit Namen „Wii MotionPlus“ gelangen kann [1].

Der Preis für die separate Verkaufsversion fällt mit rund 20 Euro jedoch recht happig aus. Allerdings können interessierte Spieler auch über den Kauf eines Bundles an die vermeintliche Präzisionsverbesserung gelangen. Um die Qualität und den Nutzen von Wii MotionPlus zu beurteilen, haben wir uns im Rahmen dieses Tests an zwei der drei die neue Technologie unterstützenden Spielen versucht: Dem neuen Wii Sports Resort und dem für Enthusiasten gedachten Tiger Woods PGA Tour 10. Im Folgenden sollen die beiden Titel kurz vorgestellt werden, um dann die subjektiven Beobachtungen zu Wii MotionPlus zu schildern.

Wii Sports Resort

Wii Sports Resort ist der Nachfolger zum erfolgreichen (da stets im Bundle verkauften) Wii Sports. Für das Setting wählen die Macher bei Nintendo abermals die aus dem Vorgänger bekannte Insel, sodass Kenner von Wii Sports einige Strecken und Abschnitte wiedererkennen dürften. Am grundlegenden Spielprinzip hat sich auch in der mit Spannung erwarteten Neuauflage nichts geändert. So können bis zu vier Spieler im Rahmen von zwölf Mini-Spielen samt Unterkategorien gegeneinander antreten, wobei nicht alle Spiele tatsächlich zu viert, sondern nur zu zweit gespielt werden können (siehe Auflistung unten). Trotzdem taugt Wii Sports Resort erwartungsgemäß vor allem für das gemeinsame Spiel zwischendurch oder auf Partys. Im Folgenden sollen die einzelnen Mini-Spiele kurz vorgestellt werden.

Schwertkampf (1-2 Spieler)

Eine Arena samt Plattform im Meer, zwei Holzprügel und zwei motivierte Miis – so lauten die Zutaten für den Schwertkampf in Wii Sports Resort. Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Zunächst in Deckung bleiben, um dann eine Schwachstelle beim Gegner zu suchen und zuzuhauen – und zwar so oft, bis der Gegner von der Plattform strauchelt. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der zwar Spaß macht, aber viel zu schnell zu Ende ist, da bereits nach zwei, spätestens drei Runden Schluss ist. Hier offenbart sich eine für Nintendo-Titel typische Kurzweiligkeit, die gerade wegen der viele Bestätigungen erfordernden Menü-Führung nicht ideal ist. Abgeschwächt wird dieser Eindruck durch die zwei weiteren Kategorien in diesem Bereich: Beim Schwert-Marathon muss eine Strecke voller schwertschwingender Miis durchlaufen werden, während es im Bereich „Schnittfest“ gilt, die eigenen Fähigkeiten durch das exakte Zerschneiden von Essbarem wie Eier oder Sushi zu verfeinern.

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Wakeboard (1-4 Spieler)

Wakeboard ist eine der neuen Wassersportarten in Wii Sports Resort. Auf einem Board stehend und durch ein Motorboot gezogen müssen die Wellen des Meeres möglichst häufig genutzt werden, um ansehnliche Sprünge samt akkuraten Landungen abzuliefern. Interessant ist dabei die Steuerung durch die WiiMote: Der Controller wird quer gehalten, während Sprünge und Landungen durch ein Hoch- bzw. Herunterreißen umgesetzt werden, was sehr gut funktioniert.

Wii Sports Resort - Wakeboard
Wii Sports Resort - Wakeboard

Jetboot (1-2 Spieler)

Bei Jetboot handelt es sich um eine weitere neue Wassersportart, bei der im Einzelspieler-Modus möglichst zügig durch Tore durchgefahren werden muss. Der Versus-Modus unterscheidet sich nur dadurch, dass hier für dieselbe Aufgabe zwei Spieler gegeneinander antreten. Auch an dieser Stelle fällt die Bedienung gelungen aus, wobei WiiMote und Nunchuk so gehalten werden, als ob man den Lenker des Jetboots in den Händen hielte.

Wii Sports Resort - Jetboot
Wii Sports Resort - Jetboot
Wii Sports Resort - Jetboot
Wii Sports Resort - Jetboot

Frisbee (1-4 Spieler)

Wie im wahren Leben gilt auch bei Wii Sports Resort, dass man für das exakte Werfen einer Frisbee-Scheibe viel Feingefühl braucht. Erschwerend kommt im digitalen Falle hinzu, dass die Scheibe nach Möglichkeit in einen Zielbereich geworfen werden muss, in dem ein artiger Hund ihn – möglichst in der Luft – fangen und apportieren kann. Außerdem wäre es ganz vorzüglich, beim Wurf noch den ein oder anderen Ballon zum Platzen zu bringen. Die gleiche Präzision ist auch bei der Frisbee-Golf-Variante von Nöten, die es in ähnlicher Form übrigens auch bei PGA Tour 10 gibt.

Wii Sports Resort - Frisbee
Wii Sports Resort - Frisbee

Wii Sports Resort - Frisbee
Wii Sports Resort - Frisbee

Wii Sports Resort - Frisbee
Wii Sports Resort - Frisbee

Bogenschießen (1-4 Spieler)

Voll ins Schwarze trifft man beim Bogenschießen an der Wii trotz MotionPlus nur selten – und das ist der Spannung wegen auch gut so. Auch hier ist es vor allem wieder die Bedienung, die größere Beachtung verdient. Angelegt und gezielt wird mit der WiiMote, während der Z-Knopf auf dem Nunchuk zum Abfeuern dient. Das funktioniert gut und macht auch in höheren Schwierigkeitsgraden viel Spaß – ein weiterer Pluspunkt für MotionPlus.

Wii Sports Resort - Bogenschießen
Wii Sports Resort - Bogenschießen
Wii Sports Resort - Bogenschießen

Basketball (1-4 Spieler)

Als weitere neue Sportart hat auch Basketball Einzug gehalten, bei dem sich maximal zwei Spieler unter Streetstyle-Regeln miteinander messen können. Auch hier findet sich allerdings eine zeitliche Begrenzung, was wohl den kurzweiligen Charakter unterstreichen soll, unter Umständen aber in einem lästigen erneuten Starten des Spiels mündet (zig Bestätigungen selbstredend inklusive). Als Party-Variante taugt dagegen das für bis zu vier Spieler ausgelegte 3er-Werfen, bei dem in einer vorgegebenen Zeit so viele Körbe wie möglich geworfen werden müssen.

Wii Sports Resort - Basketball
Wii Sports Resort - Basketball
Wii Sports Resort - Basketball

Tischtennis (1-2 Spieler)

Ebenfalls gelungen ist die Implementierung des Tischtennis-Minispiels. Hier können sich bis zu zwei Personen im Spiel bis sechs Punkte gegeneinander versuchen, wobei sich Wii MotionPlus durch die Möglichkeit, Bälle exakt platziert zurück zu spielen und anzuschneiden, im Besonderen hervortut. Der Modus „Ballannahme“ stellt eine Rekordjagd dar, bei der versucht wird, möglichst viele von KI-Gegnern präsentierte Aufschläge zu kontern.

Wii Sports Resort - Tischtennis
Wii Sports Resort - Tischtennis

Golf (1-4 Spieler)

Wer das Golf-Spiel aus Wii Sports kennt, wird sich beim Pendant von Wii Sports Resort schnell zurecht finden, da sich kaum etwas verändert hat. Die Neuerungen beschränken sich auf eine minimale visuelle Überarbeitung, neue Strecken und natürlich die Unterstützung von MotionPlus, was sich auch an dieser Stelle positiv in der Möglichkeit, deutlich exakter zu spielen, niederschlägt.

Wii Sports Resort - Golf
Wii Sports Resort - Golf

Bowling (1-4 Spieler)

Auch Bowling ist aus dem Vorgänger bereits bekannt, wobei kaum Veränderungen festzustellen sind. Zudem fallen die Vorteile, die MotionPlus mit sich bringt, in diesem Mini-Spiel geringer aus, da die Bedienung aufgrund der inhaltlichen Simplizität bereits bei Wii Sports ausreichte. Wer indes früher über einen Rechts- oder Linksdrall der Bowling-Kugel klagte, wird sich nicht mehr mit der möglicherweise ungenauen Steuerung der Wii erklären können. Und auch im neuen Modus „Ausweichen“, bei dem mit der Kugel Hindernisse umkurvt werden müssen, zeigt die neue Steuerung ihre Stärken.

Kanufahren (1-4 Spieler)

Neben Jetboot-Fahren und Wakeboarding hat sich auch in unmotorisierter Hinsicht etwas auf dem Wasser getan. Beim Kanufahren wird aus der WiiMote ein Padel, mit dem es durch Schläge rechts und links gegen- oder miteinander gilt, schnellstmöglich von A nach B zu gelangen. Hier konnte die einzige Schwäche in der Bedienung festgestellt werden, da die Seite, auf der das Paddel eintauchen sollte, nicht immer exakt umgesetzt wurde.

Wii Sports Resort - Kanufahren
Wii Sports Resort - Kanufahren

Radfahren (1-2 Spieler)

Auch der Radsport hat seinen Weg auf die Wii gefunden. Wie beim Kanufahren gilt es, auf unterschiedlichen Strecken im Team oder gegeneinander möglichst weit auf die vorderen Ränge zu fahren. Dabei fungieren Nunchuk und WiiMote als Pedale, die durch Auf- und Abbewegen den Mii auf dem Bildschirm samt Fahrrad ordentlich in Bewegung setzen. Hier wird sogar ein gewisses Maß an Taktik notwendig, da die Sprints wohl dosiert sein wollen, was auf der Zielgeraden häufig zu spannenden Duellen führt.

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Luftsport (1-2 Spieler)

Erstmals können die Mii in Wii Sports Resort auch in die Luft entgleiten, wobei sich hier sehr gut zeigt, wie exakt die Steuerung dank MotionPlus geworden ist. Neben einem eher langweiligen, zeitlich begrenzten Rundflug über die Insel kann man sich auch im Fallschirmspringen versuchen, bei dem es gilt, mit möglichst vielen anderen Springern ansehnliche Formationen zu bilden. Der Versus-Modus bietet in dieser Rubrik dagegen einen begrenzt spannenden Luftkampf zwischen zwei im Flugzeug sitzenden Spielern.

Tiger Woods PGA Tour 10

Mit PGA Tour 10 hat Electronic Arts eine weitere alljährliche Neuauflage der altehrwürdigen Golf-Reihe veröffentlicht, die in hohem Maße von MotionPlus profitiert. Dies ist insofern nahe liegend, als dass der Spieler gerade beim feinteiligen Golfen auf eine akkurate Steuerung angewiesen ist. Die Verbesserungen fallen allerdings derart frappierend aus, dass man sogar die fast schon typischen Ärgernisse der Spielereihe schnell vergisst.

Kernstück von PGA Tour 10 ist ein weiteres Mal der Karrieremodus, der sowohl Einsteiger wie auch Profis – die Anfänger am besten nach Bestehen der Tutorials – anziehen dürfte und der mit einem auf Punkten basierenden Fähigkeitensystem zur Langzeitmotivation beiträgt. Golf-Freunde mit Blick für die Wirklichkeit werden sich zudem über die umfassende Lizenz freuen, die es den Machern ermöglicht, auf authentische Kurse und Namen zurück zu greifen. Hier fällt außerdem auf, dass bei der Erstellung eines Nachwuchsgolfers dank eines umfassenden Editors erstaunliche Ergebnisse erzielt werden können. Der neu erstellte Charakter lässt sich auch in den anderen Spiel-Modi verwenden, wobei stets zwischen unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gewählt werden kann. Diese existieren in Form von unterschiedlichen Auto-Korrekturen beim Schlag, wobei in der leichtesten Variante selbst völlig ungeübte Spieler zu echten Stars auf dem edlen Grün werden.

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Ambitioniertere Spieler wählen den Simulations-Modus, der erst so richtig ermöglicht, in den Genuss der neuen, von MotionPlus unterstützten Steuerung zu gelangen. In der Tat war Golf als Videospiel noch nie so authentisch in der Bedienung: Der kombinierte Controller gibt Bewegung wieder und ermöglicht nicht mehr nur die grobe Richtungsunterscheidungen „rechts“ und „links“. Auch erlaubt er eine weitaus feinere Abstufung dank welcher der Ball beispielsweise mit einem sanften Drall in Richtung Zielgrün geschnitten werden kann (siehe Video-Tutorial oben). Da ist die leider etwas unhandliche Zieleinstellung schnell vergessen.

Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10
Tiger Woods PGA Tour 10

Eine weitere erwähnenswerte Neuerung ist im dynamischen Wetterwechsel zu finden, der bei Bedarf online mit den lokalen Verhältnissen abgeglichen werden kann und konkrete Auswirkung auf das Spiel, bizarrerweise jedoch nicht auf die Golfer hat (letztere Laufen auch bei Hagel im kurzen Poloshirt aufrecht durch die Gegend und werden nicht mal nass). Vor allem bei Sonnenschein zeigt PGA Tour 10 eine für Wii-Verhältnisse äußerst ansehnliche visuelle Umsetzung, die in hohem Maße zur Atmosphäre beiträgt.

Zu den erwähnten Ärgernissen ist zu zählen, dass sich inhaltlich wie so häufig bei EA Sports Titeln nicht viel verändert hat. Wäre also nicht die Steuerungsoptimierung zu bewundern, so könnten kaum Gründe gefunden werden, die zumindest für Besitzer der Vorgängerversion Kaufanreize liefern würden. In dieser Hinsicht tut man bei EA also sehr gut daran, den Titel mit Unterstützung für und im Bundle mit MotionPlus zu verkaufen.

Wii MotionPlus

Die beiden zum Test von MotionPlus verwendeten Spiele können also über weite Strecken überzeugen. Dies ist zu großen Teilen auf die erhöhte Präzision zurück zu führen, die durch das Controller-Addon ermöglicht wird. Wii MotionPlus ist seit dem 12. Juni erhältlich und kostet separat zwischen 17 und 20 Euro. Überdies liegt das Controller-Addon neben den hier vorgestellten Spielen dem EA-Titel Grand Slam Tennis bei, womit der „Reigen“ der bisher unterstützten Spiele allerdings bereits abgeschlossen wäre.

Die Hardware als solche macht einen zunächst unscheinbaren Eindruck: Bei MotionPlus handelt es sich um einen handlichen, rechteckigen Aufsatz, der fest in einem Plastik-Sleeve (eine leicht abgeänderte Variante des WiiMote Jacket) steckt. Letzteres dient der Stabilität, da das Addon von unten an die Nunchuk-Schnittstelle angedockt wird, woraufhin die Plastikhülle um die komplette WiiMote gelegt werden kann.

Was im Rahmen der Vorstellung der zwei Titel im Vorangegangenen immer wieder angedeutet wurde, soll an dieser Stelle noch einmal expliziert werden. Nintendo beschert seiner aktuellen Konsole mit MotionPlus in der Tat ein deutliches Mehr an Präzision, auch wenn sich die Verantwortlichen – was die konkreten technischen Aspekte anbetrifft – weitgehend in Schweigen hüllen. Fest steht jedenfalls: Wo die konventionelle WiiMote mit Ungenauigkeiten und lästigen Verzögerungen zu kämpfen hat, weiß die neue Controller-Kombination über weite Strecken mit einer überraschend genauen Wiedergabe zu überzeugen. Dies macht sich in vielen kleinen Situationen bemerkbar. Ob bei der Richtungsbestimmung und dem Anschneiden beim „Tiger Woods“-Golfen oder beim Frisbee-Werfen, Schwertkämpfen und Tischtennis in Wii Sports Resort: Sämtliche Bewegungen werden fließender und akkurater wiedergegeben.

Fazit

Mit Wii Sports Resort, Tiger Woods PGA Tour 10 und Wii MotionPlus wurden in diesem Artikel gleich drei separat interessante Kandidaten betrachtet. Das Ergebnis fällt insgesamt in allen drei Bereichen positiv aus.

Nintendo gelingt es mit Wii Sports Resort, in die großen Fußstapfen des Vorgängers zu treten und diese ohne größere Probleme vollends auszufüllen. Zwar hat sich am Spielprinzip (abgesehen von der Steuerung) kaum etwas verändert, dafür können sich Freunde des Genres auf zwölf unterschiedliche, (fast) ausschließlich neue Mini-Spiele freuen, die insbesondere mit mehreren Spielern für einige heitere Stunden sorgen können. Mehrere Spieler heißt oftmals allerdings maximal zwei. Auch die lästige Menüführung mit den zig Bestätigungsvorgängen hält sich nach wie vor wacker und sorgt auf Dauer für unnötigen Frust. Wer Wii Sports mochte, wird Wii Sports Resort aber in jedem Fall lieben.

Gleiches gilt für das zweite hier betrachtete Spiel: Wer Golf mag, wird Tiger Woods PGA Tour 10 lieben. Denn während sich die Golf-Varianten bei den Nintendo-Titeln selbstredend auf kurzweilige Arcarde-Modi beschränken, erhält der Freizeitgolfer mit PGA Tour 10 ein vollwertiges Sportspiel, das mit einer Vielzahl an Optionen auf dem Platz eine echte Herausforderung darstellt. Abgerundet wird das Ganze von einem (für Wii-Verhältnisse) ansprechend gestaltetem Äußeren und jeder Menge Spiel-Modi, die für echte Enthusiasten mit der Karriere eine gute Langzeitmotivation bereithalten.

Abschließend lässt sich sagen, dass beide Titel eindeutig von der durch MotionPlus verbesserten Steuerung profitieren. Nintendo hält also mit einem deutlichen Mehr an Präzision und weniger Verzögerung in der Umsetzung die gemachten Versprechen ein. Der Preis für das Addon fällt mit rund 20 Euro allerdings nicht unbedingt günstig aus. Wer kein Power-Spieler ist, sollte MotionPlus auch wegen der bis dato geringen Unterstützung also lieber in einem den individuellen Ansprüchen entsprechenden Bundle erwerben. Stellt sich am Ende nur die Frage: Warum nicht gleich so?

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/news/consumer_electronics/konsolen/nintendo/2009/april/wii_motionplus_12_juni/
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