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Test: Logitech MX500 und MX700

von Michael Slomma

Einleitung

Mit der neuen MX-Serie läutet Logitech eine neue Design-Ära bei seinen Mäusen ein. Früher waren Logitech-Mäuse immer schlicht und einfach, jedoch von exzellenter Verarbeitungsqualität, außerordentlicher Robustheit und sehr guten technischen Daten. So wurde Logitech schon vor geraumer Zeit aus dem Schattendasein eines Geheimtipps in den Olymp der Mäuse erhoben. Mit dem neuen Design beschreitet Logitech erstmals neue Wege und auch unter der Plastikschale hat sich einiges getan. Zum Guten oder zum Schlechten? Das wollten wir herausfinden und haben die beiden Top-Produkte MX500 und MX700 auf Herz und Nieren getestet.

Verpackungsinhalt

Beide Mäuse erreichten uns in der üblichen grün/weißen Logitech-Verpackung. Insofern nichts aufregendes, da Logitech diese Form der Verpackung schon seit Jahren verwendet, außerdem interessiert uns der Inhalt und nicht der Karton.

MX 500
MX 500
Verpackungsinhalt der MX700
Verpackungsinhalt der MX700

In beiden Paketen finden sich neben der Maus selbst noch ein USB-PS/2 Adapter, eine Treiber CD für Windows und MacOS, ein 16-sprachiges Handbuch in Form eines CD-Bookletts und ein Werbe-Flyer über weitere Logitechprodukte. Die MX700 enthält, als einziges kabelloses Exemplar im Test, noch eine Ladeschale, ein Netzgerät und zwei handelsübliche NiMH-Akkus vom Typ R6 (AA) deren Kapazität von je 1700mAh eine sehr lange Laufzeit garantieren sollten.

Beide Mäuse nebeneinander
Beide Mäuse nebeneinander
MX 500 Karton
MX 500 Karton
MX 700 Karton
MX 700 Karton
MX 500 - Verpackungsbeilage
MX 500 - Verpackungsbeilage
MX 700 - Verpackungsbeilage
MX 700 - Verpackungsbeilage

Design und Ergonomie

Das Design der beiden Mäuse sticht sofort ins Auge und erinnert ein wenig an die Microsoft Intellimouse Explorer. Besonders edel sind die gewählten Farben. Die MX500 erobert das Auge mit elegantem Mattschwarz, das silberfarbende Mittelteil der Maus erhält zusätzlich einen edlen Perlmutteffekt. Die MX700 sieht kühler, schlichter und schnörkelloser jedoch nicht weniger elegant aus. Ein glattes, mattes Dunkelblau und als Kontrast ein matt silbernes Mittelteil wirken modern und funktionell.

Ergonomisch geformt liegen beide Mäuse sofort optimal in der Hand, alle 8 Tasten und das Mausrad sind auch mit kleinen Händen jederzeit gut zu erreichen. Das in einem Stück gepresste Mittelteil geht nahtlos in die linke und rechte Maustaste über, so dass keine Übergangsfuge existiert, an der sich unansehnlicher Schmutz ansammeln kann. Auf der einen Seite macht das geringe Gewicht beider Mäuse das Arbeiten mit ihnen zu einer wahren Freude und trägt wohl auch stark zu ihrer guten Gleitfähigkeit bei. Auf der anderen Seite ist das Gewicht hoch genug um eine gutes Handling zu gewährleisten.

MX 500 und MX 700 nebeneinander von Links
MX 500 und MX 700 nebeneinander von Links
DSC02941MX 500 und MX 700 nebeneinander von Oben
DSC02941MX 500 und MX 700 nebeneinander von Oben

Die 8 Tasten sind wirklich praktisch. Neben den beiden normalen Maustasten und dem nicht mehr wegzudenkenden Scrollrad, welches zusätzlich als mittlere Maustaste fungiert, hat Logitech den beiden Mäusen noch 2 Daumentasten spendiert. Standardmässige Funktion ist das Vor- bzw. Zurückblättern auf dem Internet-Explorer. Über die standardmässige Funktion der 3 weiteren Tasten kann man wohl geteilter Meinung sein. Über und unter dem Scrollrad befindet sich jeweils eine Taste, welche dieselbe Funktion hat wie das Scrollrad selbst. Allerdings ist das Scrollrad schon sehr präzise, was diese beiden Tasten eigentlich überflüssig machen sollte. Darunter findet sich noch eine weitere Taste, mit der man zwischen mehrern aktiven Programmen hin und herschalten kann. Jemand, der mit sehr vielen Anwendungen gleichzeitig arbeitet, findet in dieser Funktion sicherlich die Erfüllung seiner Träume, wir jedoch konnten dieser Taste nur wenig Nutzen abgewinnen.

Alles in allem sind die Tasten sehr gut gelungen. Sie gehen weder zu weich noch zu hart, der Druckpunkt ist bei allen Tasten klar definiert. Die Verarbeitungsqualität ist, typisch für Logitech, exzellent, nichts klappert oder wackelt und die ganze Maus macht einen sehr soliden Eindruck. Die matte Oberfläche ist zudem etwas stumpf, was der Maus zusätzlich einen guten Halt in der Hand verschafft. Aus der Hand legen wollen wir diese Mäuse also so schnell nicht.

MX 500 und MX 700 nebeneinander von Rechts
MX 500 und MX 700 nebeneinander von Rechts
MX 500 und MX700 von Unten
MX 500 und MX700 von Unten

Doch was wären all die Lobeshymnen, wenn wir auch hier nicht etwas zu meckern hätten. Wie bei fast allen ergonomisch geformten Mäusen, schauen Linkshänder in die Röhre. Logitech bietet die MX500 und MX700 leider nur als Rechtshändermodelle an. Linkshänder, die auf die MX-Technologie nicht verzichten möchten, greifen daher besser zur symetrischen MX300. Auch wenn wir die MX300 nicht getestet haben, gelten für sie ähnliche technischen Daten wie für die MX500 und MX700. Das Design entspricht in etwa der alten 'Logitech Wheelmouse Optical' und ist somit für Links- und Rechtshänder geeignet. Leider muss man bei der MX300 auf die beiden Daumentasen verzichten.

Neue Technologien

MX optical
MX optical

Logitech hat unter dem Namen MX optical eine Reihe Verbessungen an der Abtasttechnik seiner Mäuse vorgenommen. Im Prospekt von Logitech liest sich das dann wie folgt:

Technische Daten, Testsystem

Bevor wir und die einzelnen Mäuse näher betrachten, werfen wir ersteinmal einen Blick auf die technischen Daten.

MX500 MX700
Anschlusstyp USB, PS/2 USB, PS/2
Abtastung Kamera Kamera
Lichtfarbe Rot Rot
Auflösung 800dpi 800dpi
Abtastrate 4,7Megapixel/s 4,7Megapixel/s
Geschwindigkeit 1m/s 1m/s
Datenübertragung Kabel Funk
Gewicht (betriebsbereit)* 126 Gramm 174 Gramm
Rad ja ja
Tasten 8 8
max. Leistungsaufnahme 0,5W (5V, 100mA) 7,2W (6V, 1,2A)**

* gemessen mit einer digitalen Haushaltswage; keine Werksangabe!!

** nur die Ladeschale/Empfangseinheit

Von den reinen Leistungsdaten sind beide Mäuse also absolut identisch. Ihr einziger, jedoch entscheidender Unterschied liegt darin, daß die MX500 ganz herkömmlich mit einem Kabel an den PC 'gekettet' ist, wohingegen man mit der MX700 die grenzenlose Freiheit ohne störendes Kabel geniessen kann. Zumindest solange die Akkus mitspielen. Bedingt duch die beiden Akkus ist die MX700 auch gleich knapp 50 Gramm schwerer als ihre verkabelte Schwester und die maximale Leistungsaufnahme ist durch den Einsatz der Funktechnik gut 15mal höher als bei der MX500. Auch wenn es sich nominell nur um knapp 7Watt handelt sollte man bedenken, daß die Lade- und Empfangsstation auch bei ausgeschaltetem PC Strom verbraucht, was bei der MX500 nicht der Fall ist.

Getestet haben wir die Mäuse an folgendem System:

MX 500 - Technische Daten
MX 500 - Technische Daten
MX 700 Karton von hinten
MX 700 Karton von hinten
MX 700 - Technische Daten
MX 700 - Technische Daten
Technische Daten der Ladeschale
Technische Daten der Ladeschale
MX 500 opt. Sensor
MX 500 opt. Sensor

Das Handbuch

Sehr Positiv ist es zu erwähnen, daß sich Logitech die Mühe gemacht hat, das Handbuch in 16 verschiedenen Sprachen zu drucken. Dabei ist es nicht größer als ein CD-Booklett. Doch was auf den ersten Blick sehr kundenfreundlich wirkt, stellt sich keine 10 Sekunden später als großer Mangel dar.

Das Handbuch behandelt auf jeder Seite einen anderen Aspekt der Maus. Nun hat man es unglücklicherweise vorgezogen auf jeder Seite den Text in allen 16 Sprachen abzudrucken. So bleibt erstens für jede Sprache nur ein einziger Satz pro Seite und zweitens macht es das Lesen des Handbuches zu einer Odysee. 16 Sprachen sind zwar nett gedacht, ein übersichtlich gestaltetes Handbuch ist aber etwas anderes. Schnell mal was nachschlagen geht hier nicht.

Die Treiber und Co

Glücklicherweise sind die Mäuse auch ohne Treiber schon nahezu voll funktionsfähig, jedoch empfiehlt Logitech für die Benutzung aller Features die Installation der Maustreiber.

Die Bedienung der Treiber-CD ist sehr gut gelöst. Einfach in das CD-ROM einlegen, sich entspannt zurücklehnen und ein paar Fragen bezüglich der Sprache und des Installationsumfanges beantworten: fertig. Das komplette Setup erfolgt in deutscher Sprache, was denen zugute kommte, die nicht über fundierte Englischkenntnisse verfügen.

Erschreckend ist jedoch, was Logitech alles installieren möchte. Neben dem eigentlichen Maustreiber bietet Logitech noch jede Menge weitere Programme an. Zum einen soll eine EBay-Verknüpfung installiert werden, welche einem auf Knopfdruck zum Auktionshaus EBay weiterleitet, zum anderen das 'Logitech Researchcenter', welches uns regelmäßig mit neuesten Produktinformationen versorgen soll. Zu guter letzt "Musicmatch", ein Programm zum Abspielen und Umwandeln von Musik-CDs und MP3 Dateien sowie für Internet-Radio. Davon abgesehen, daß Musicmatch direkt nach dem Start jede Menge persönlicher Informationen abfragt, bietet es gegenüber anderen Programmen keinerlei bahnbrechende Neuigkeiten. Wer nicht gerade an der integrierten Brennfunktion interessiert ist, welche aus der aktuellen Playlist eine CD erstellen kann, wird auf dieses Programm gut und gerne verzichten können. Das verbreitete Winamp bietet deutlich mehr Funktionen, ist nicht so sehr mit Maketing vollgepumt und funktioniert zudem auch ohne den Erwerb eine Logitech-Produktes. Und CDs brennen kann der MediaPlayer unter WindowsXP auch.

Am Ende der Installation kann man noch den 'Logitech Desktop Manager' installieren, der uns rechtzeitig über Treiberupdates informieren soll. Für unseren Test haben wir unser System mit der kompletten Ladung Software versorgt, zum Betrieb der Maus ist allerdings wirklich nur der Maustreiber erforderlich. Auf Installation aller anderen Produkte kann gut und gerne verzichtet werden.

logi-treiber-01
logi-treiber-01
logi-treiber-02
logi-treiber-02
logi-treiber-03
logi-treiber-03

Die mitgelieferten Treiber standen uns in der Version 9.70 für Windows 95,98,ME,NT,2000 und XP sowie für in der Verison M 4.0.5. für MacOS 8.6 und höher zur Verfügung, wobei wir nur die Windowstreiber getestet haben. Die Treiber machten auf den ersten Blick auch gleich einen recht guten Eindruck. Jede der 8 Tasten kann frei programmiert werden, sodaß man nicht auf die standardmäßige Belegung angewiesen ist. Über ein Symbol in der Taskleiste hat man sofortigen Zugriff auf alle Einstellungsmöglichkeiten. Für die MX700 erscheint ein zusätzlicher Reiter hinter dem man sich über den aktuellen Ladezustand der Akkus informieren kann. Die Treiber sind sehr stabil und machen auch in Spielen keine Schwierigkeiten. Das Mausrad funktionierte in allen getesteten 3D-Shootern sowohl mit als auch ohne mitgelieferten Treiber. In einigen älteren Spielen soll es mit dem Mausrad dennoch Schwierigkkeiten gegeben haben. Um dem Abhilfe zu schaffen hat Logitech wärend unseres Testzeitraumes neue Treiber [1] zur Verfügung gestellt, die diesen Fehler beheben sollen. Wer damit immer noch nicht zum Erfolg gekommen ist, dem sei ein spezieller Patch [2] ans Herz gelegt, welcher diese Inkompatibilität umgeht. Bezüglich des Rufs, den Logitech-Treiber bisher genossen haben, waren wir positiv überrascht.

logi-treiber-04
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logi-treiber-05
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logi-treiber-06
logi-treiber-06

Die MX500

Der erste Eindruck

Das Kabel der MX500 ist mit 1,5 Metern Länge für die meisten Nutzer ausreichend dimensioniert. In unserem Fall schließen wir die Maus an einen der beiden USB-Ports in unserem Logitech ITouch-Keyboard an, womit die 1,5 Meter deutlich zu lang ausfallen und elegant in der Kabelführung der Tastatur verschwinden. Das Kabel selbst ist erstaunlich weich und leicht, sodaß es kaum behindert wenn es in Richtung PC über die Tischkante rutscht oder auf dem Schreibtisch Schlaufen legt. Die Maus gleitet sehr gut über alle getesteten Oberflächen. Sowohl auf dem gemaserten, hellen Schreibtisch, als auch auf einem extrem gleitfähigen, schwarzen Mousepad folgt die Maus problemlos den Anweisungen des Bedieners und leistet sich keine Aussetzer.

MX 500 von Links
MX 500 von Links
MX 500 von Vorne
MX 500 von Vorne

MX 500 von Rechts
MX 500 von Rechts
MX 500 von Unten
MX 500 von Unten

Erfahrungen

Die Maus absolvierte alle Tests ohne Auffälligkeiten. Völlig solide und unproblematisch, so wie man es von einer Maus erwartet, verichtet die MX500 ihren Dienst und machte dabei jede Menge Spass.

Auf allen Oberflächen machte die MX500 eine gute Figur. Selbst auf der leicht spiegelnden und gemaserten Oberfläche unseres Schreibtisches, wo schon so manche optische Maus an ihre Grenzen gekommen ist, verrichtet sie ihren Dienst ohne große Probleme. Allerdings wird sie bei ungeeigneten Oberflächen deutlich langsamer. Anscheinend reguliert die Abtastelektronik schlechte Oberflächen aus und muss dann wohl jede Position mehrmals abtasten um die Bewegung exakt festzustellen. Andere Mäuse taten dies bisweilen nicht, waren dadurch zwar auf jeder Oberfläche gleichschnell, produzierten aber jede Menge Fehler. Die MX500 hingegen wird lediglich etwas langsamer, garantiert dadurch aber eine gleichmäßige, fehlerfreie Führung des Mauszeigers.

MX500 nochmal von Unten
MX500 nochmal von Unten
MX 500 opt. Sensor
MX 500 opt. Sensor

Kapitulieren musste die Maus, wie alle optischen Mäuse mit rotem Sensor, vor unserer knallroten Unterlage. Zwar sprang der Mauszeiger nicht wie bei anderen Geräten ziellos über den Bildschirm, das Problem hat Logitech gut in Griff, aber der Mauszeiger bewegte sich kaum.

Dieses Verhalten bringt uns auf einer weiteren Unterlage deutliche Vorteile. Getestet wurde nun auf einem bunten Mauspad mit einigen Rot-Anteilen. Hier übergeht die Maus einfach die roten Teile des Mauspads und der Mauszeiger lässt sich exakt positionieren.

MX 500 von Oben
MX 500 von Oben
USB - PS2 Adapter
USB - PS2 Adapter

Die besten Ergebnisse erzielten wir erwartungsgemäß auf einem dunklen und leicht angerauhten Mauspad. Die Maus hat hier eine optimale Geschwindigkeit und reagiert absolut exakt auf alle Bewegungen. Wer also diese Maus auch zum Spielen von 3D-Shootern verwenden möchte, bei denen es bekanntlich auf schnelle und exakte Reaktionen ankommt, der sollte sich nach einer dunklen, matten Unterlage umsehen. Besonders gut geeignet sind speziell beschichtete Mauspads wie z.B. 'Everglide' oder 'Ratzpad', welche zudem die Gleitfähigkeit der Maus unterstützen.

Die MX700

Der erste Eindruck

Hat uns der erste Eindruck der MX500 vollends überzeugt, so gab es an der MX700 bereits kurz nach dem Auspacken die erste Ernüchterung. Das Steckernetzteil hat eine so ungünstige Form (lang, breit dafür aber sehr flach), daß es selbst bei Steckdosenleisten mit 45 oder 90 Grad gedrehten Steckdosen im ungünstigsten Fall 3 Steckmöglichkeiten blockiert. Da haben wir schon praktischere Lösungen gesehen.

Ansonsten war als zuallererst Aufladen angesagt. Die Akkus liegen gut im Bauch der Maus verborgen und sorgen für einen optimalen Schwerpunkt. Die Maus findet in der sehr gelungenen Ladeschale sofort festen Halt und wackelt nicht unkontrolliert hin und her. Auschlaggebend dafür ist eine sehr gute Führung, welche optimal an das Design der Maus angepasst wurde. Die Ladeschale selbst, welche gleichzeitig Empfangsstation ist, steht zwar recht stabil, könnte jedoch ein wenig schwerer sein. Als relativ schwierig stellte sich der empfohlene Mindestabstand zu elektrischen Geräten von mindestens 20cm heraus. Das mitgelieferte USB-Kabel ist mit seinen 1,0 Meter Länge nicht unbedingt dazu geeignet diese Empfehlung einhalten zu können. So stand die Ladestation in mitten mehrerer Geräte. Zur Linken eine Tischlampe mit Leuchtstoffröhre und zur Rechten ein TFT-Monitor. Nicht unbedingt die optimalste Position für das Empfangsteil, dennoch stellte sich dieses nicht als Nachteil heraus, die Maus arbeitete zu jeder Zeit ohne nennenswerte Schwierigkeiten.

MX 700 von Unten incl. Ladeschale
MX 700 von Unten incl. Ladeschale
MX 700 von Oben
MX 700 von Oben

MX 700 incl. Ladeschale
MX 700 incl. Ladeschale
MX700 USB-Adapter
MX700 USB-Adapter

Sehr schön gelöst wurde die Spannungsversorgung der Ladeschale. Damit man nicht 2 Kabel an der Ladeschale anschließen muss hat Logitech die Spannungsversorgung in den USB-Stecker verlegt. Somit geht auch wirklich nur ein einziges Kabel vom PC zum Schreibtisch. Eine sehr ordentliche Lösung.

Das Handbuch verspricht für die mitgelieferten 1700mAh NiMH-Akkus eine Ladezeit von maximal 2 Stunden und so dauerte tatsächlich nicht sehr lange, bis die grüne Lampe aufhörte zu blinken und die Maus für den ersten Test gerüstet war.

MX700 in der Ladeschale
MX700 in der Ladeschale
MX 700 Ladeschale
MX 700 Ladeschale
MX 700 Netzteil
MX 700 Netzteil

Erfahrungen

Bei der Abtastung und den daraus resultierenden Reaktionen auf unterschiedlichste Oberflächen waren die Ergebnisse mit denen der MX 500 vergleichbar, weshalb wir hier nicht noch einmal auf die einzelnen Tests eingehen. Lediglich bei leicht spiegelnden Oberflächen scheint die MX 700 etwas empfindlicher zu reagieren, hier ist eine exakte Positionierung nicht immer möglich. Auf allen anderen Oberflächen machte sie jedoch eine ebenso gute Figur wie ihre kleine Schwester. Unsere Vermutungen gehen dahin, daß die Maus im Akkubetrieb nicht so gut mit Strom versorgt werden kann wie über das USB-Kabel und dadurch die Abtastung durch die interne Kamera nicht mehr auf alle Oberflächen reagieren kann.

Die Funktechnik an sich funktioniert sehr gut. Wir konnten uns gute 4 Meter vom Empfangsteil entfernen, ohne daß die Maus in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt wurde. Das ist immerhin doppelt soweit wie Logitechs 'Fast RF Technologie' garantiert. Der Vorteil an der Funktechnik ist zwar, daß man nicht zwingend Sichtkontakt zum Empfangsteil haben muss, dennoch konnten wir feststellen, daß diverse Gegenstände oder Personen, die genau zwischen Maus und Empfangteil stehen, die Reichweite teilweise empfindlich einschränken können. Diese Einschränkung ist aber funktionsbedingt und tritt auch bei anderen Funkmäusen auf.

Etwas erschrocken hat uns die Laufleistung der Akkus. Als wir beim Auspacken feststellten, daß Logitech 1700mAh Akkus beilegt, waren wir davon überzeugt, daß die Maus mit einer Akkufüllung eine sehr lange Betriebszeit aufweisen wird. In unserem Test kamen wir auf durchschnittliche Laufzeiten von ca. 2 Tagen ohne zwischendurch die Maus in Ladeschale zu stellen, wobei wir allerdings anmerken müssen, daß die Maus gut 12h/Tag im Einsatz war. Mehr als ausreichend, wenn man überlegt, daß die Maus nur 2 Stunden zum Aufladen benötigt und eigentlich jede Nacht in der Ladeschale verbringen sollte. Jedoch nur sehr ernüchternd, wenn man die Kapazität der Akkus bedenkt. Durch die hohe Abtastrate und schnelle Funkübertragung scheint die MX700 sehr viel Energie zu benötigen.

Um dies halbwegs in den Griff zu bekommen hat Logitech einige Stromsparmaßnahmen ergriffen. Wird die Maus einige Zeit (ca. 5s) nicht bewegt, so fängt die rote Lampe unter der Maus nervös an zu blinken. Dabei wird nun die Oberfläche nicht permanent abgetastet, sondern nur ca. 10x pro Sekunde und leitet damit die erste Stromsparphase ein. In dieser Phase kann die Maus ohne jegliche Verzögerung sofort benutzt werden, eine Einschaltverzögerung war nicht festzutellen. Nach weiteren 10 Minuten Inaktivität schaltet die Maus in die zweite Stromsparphase, bei der die Abtastfrequenz auf ca. 2 Abtastungen pro Sekunde herabgesetzt wird. Bewegt man die Maus jetzt, so reagiert diese mit einer Verzögerung von etwas weniger als einer Sekunde, ist danach aber sofort wieder in Bereitschaft. Logitech hat also die Stromsparmaßnahmen und auch die Einschaltverzögerung sehr gut im Griff. Was leider fehlt ist eine Komplettabschaltung der Maus. Viele 'Billiganbieter' von kabellosen Mäusen integrieren eine Totalabschaltung welche zusätzlich Strom spart. Zur Reaktivierung war bei diesen Mäusen ein Druck auf eine Maustaste oder eine Bewegung des Scrollrades nötig. Mit einer solchen Funktion wäre die nahezu MX700 perfekt.

Negativ aufgefallen ist uns allerdings auch, daß der Ladezustand der Akkus nicht kontinuierlich angezeigt wird, sondern nur in zwei groben Schritten. So meldet die Maus über Stunden hinweg einen vollen Akku, sodaß es uns nicht möglich war, abzuschätzen wie voll die Akkus wirklich sind. Nach ca. 2 Tagen wechselte der Ladezustand abrupt von "...ist in Ordnung" zu "...ist niedrig" und auf der Mausoberfläche signalisierte zusätzlich eine blinkende LED die geringe Ladung der Akkus. Wenige Stunden später war dann auch wirklich Schicht im Schacht, der Mauszeiger rührte sich keinen Zentimeter mehr. Sollte man es tatsächlich zu diesem Punkt schaffen, weil man vergessen hat, die Maus nachts in die Ladeschale zu stecken oder weil man in der Tat so intensiv gearbeitet hat, daß der Akku leer ist, kann man von der guten Ladeschale profitieren. Dank der Schnellladefunktion ist die Maus keine 5 min später wieder für die nächsten Stunden betriebsbereit, für eine komplette Akkuladung sollte die Maus jedoch die kompletten 2 Stunden in der Ladeschale verweilen. Wenn dies allerdings wärend einer LAN-Session UT2003 passiert, gute Nacht.

Fazit

Ein Fazit zu ziehen ist eigentlich nicht schwer. Beide Mäuse überzeugen auf ganzer Linie. Sie sind ergonomisch gut durchdacht und auch technisch haben beide Geräte die Kinderkrankheiten der optischen Mäuse der ersten Generation vollkommen hinter sich gelassen.

Die Abtastung erfolgt auf allen getesteten Oberflächen hervorragend, wenn man von der einheitlich roten Unterlage mal absieht. Mit der MX-Technologie hat Logitech also ein ganzes Stück Ingenieursarbeit geleistet und damit einen vollen Erfolg eingefahren. Obwohl man fairer Weise sagen muss, daß auch andere Hersteller mit ihren neuen Technologien vergleichbare Ergebnisse erzielen.

Auch sehr gut gelöst hat Logitech die Funktechnik der MX700. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit, die der einer kabelgebundenen Maus entsprechen soll, entgeht der Empfangsstation nicht die geringste Bewegung der Maus. Leider geht dies deutlich zu Lasten der Akku-Laufleistung. Solange eine Akkuladung jedoch gut 2 Tage ausreicht, ist dies kein Grund zur Besorgnis und auch die Tatsache, daß man handelsübliche R6-Akkus verwendet, macht die laufenden Kosten der MX700 sehr überschaubar.

Wer die kabellose Freiheit geniessen möchte, wird sicherlich mit den kleinen Unannehmlichkeiten leben können. Allen Anderen ist die MX500 wärmstens ans Herz zu legen. Zum Einen ist die Abtastung der Oberfläche einen Hauch besser gelöst, zum Anderen spart man nicht nur rund 25€ bei der Anschaffung, sondern hat eine stets betriebsbereite Maus.

Hardware-Hammer

Logitech MX500
Positive Eigenschaften
  • gutes Design
  • hervorragende Abtastung auf allen Oberflächen
Negative Eigenschaften
  • leider nur für Rechtshänder

Hardware-Hammer

Logitech MX700
Positive Eigenschaften
  • gutes Design
  • hervorragende Abtastung auf allen Oberflächen
  • kabellos
  • Ladeschale
Negative Eigenschaften
  • nur für Rechtshänder
  • Akkus etwas zu schnell leer

Beide Mäuse, sowohl die MX500 als auch die MX700, können wir bedenkenlos empfehlen. Die Entscheidung ob mit oder ohne Kabel muss jedoch jeder für sich alleine treffen. Ob als Weihnachtsgeschenk oder für den eigenen PC, die MX500 und MX700 sind garantiert keine Fehlinvestition und erhalten damit unseren Hardware-Hammer.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/downloads/treiber/eingabegeraete//logitech_mouseware/
  2. http://www.computerbase.de/downloads/treiber/eingabegeraete//logitech_gamepatch/
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