Einleitung
Das Ripper Mauspad. Eine Reptilienhaut-Struktur an der Oberseite soll idealen Grip geben und dank hochfestem Kunststoff "unkaputtbar" sein. Zudem soll es optimalen Halt auf allen Oberflächen bieten und einfach zu reinigen sein, Resistenz gegen Lösungsmittel versteht sich natürlich von selbst. Ausgerüstet mit diesen Eigenschaften soll das Ripper Mauspad die bisherigen, wie Everglide und Co., in den Schatten stellen und sogar übertreffen. Ob der Hersteller wirklich das hält, was er verspricht, sind wir in einem intensiven Test nachgegangen. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer ComputerBase Team.
Verfügbarkeit & Preis
Das Pad ist auch für Kunden in Italien, der Schweiz und Österreich erhältlich, denn dort gibt es jeweils eigene Reseller. In Deutschland ist das Ripper Pad in verschiedenen Ausführungen bei einem der folgenden vier Online-Shops erhältlich:
| Händler: | Modelle: | Preis je Pad: |
|---|---|---|
| Haudenlukas.de | Original, schwarz, Razer, GIGA | 17,95 Euro |
| Amazon.de | Original, schwarz, Razer, GIGA | 19,42 Euro |
| OkaySoft.de | Razer | 18,36 Euro |
| Diablo2.de | Original, schwarz, Razer, GIGA | 17,95 Euro |
Eine Beschreibung der einzelnen Modelle folgt im nächsten Abschnitt, wobei es zu den Modellen Original und Schwarz jeweils ein Foto zu bewundern gibt.
Design und Form
Wie stellt man sich ein neuartiges Mauspad vor? Mit vielen spezial Effekten? Möglich. Das Ripper Mauspad hingegen ist, wie viele Vertreter seiner Art, schlicht in schwaz gehalten, was sich vielleicht öde anhören mag aber trotzdem einen sehr guten optischen Eindruck macht. Zudem trägt es noch eine Beschriftung in rot. Je nach Modell kann das ein kleines "Ripper" in der linken unteren Ecke (Modell Schwarz) oder ein großes "Ripper" mittig auf dem Pad mit der Internetadresse "www.ripperzone.com" in der linken unteren Ecke sein (Modell Original). Diese beiden Varianten entsprechen unseren beiden Testmodellen, jedoch gibt es noch zwei weitere Modelle, einmal mit dem GIGA-Symbol (der Fernsehsendung auf NBC, Modell GIGA) oder mit einem in grün gehaltenen Razor Boomslang Zeichen (Modell Razer). Bald sollen noch weitere Modelle mit "coolen Motiven aus Trendspielen" folgen, so besagt es jedenfalls die Homepage.
Kommen wir zur Form. Nun, es ist ein Mauspad, also gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten in der Form. In Worten beschrieben ist es am oberen Rand abgerundet, die Seiten verlaufen etwas enger und kürzer abgerundet und die Seite, die zum Benutzer hinzeigt, ist eine Gerade mit einer kleinen Einbuchtung. Die Größe ist für alle Pads einheitlich mit 21 x 25 x 0,6 cm bemessen. Da Bilder aber bekanntlich mehr aussagen können, als hundert Worte jemals vermögen, dürfen sie natürlich hier nicht fehlen.


Zur Größe muss gesagt werden, dass sie sehr knapp bemessen ist. Gerade bei kleinerer Maus-Sensitivity dürfte der Platz etwas eng werden, besonders bei Shootern wie Quake 3 oder Counter Strike sowie anderen Shootern. Dafür nimmt es auf einem (auch recht vollem) Schreibtisch nicht allzu viel Platz ein, was sich auch wiederum auf LAN-Parties mit relativ wenig Raumangebot pro Platz positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zum Everglide Giganta ist es eher negativ mit dem Platzangebot des Ripper Pads, besser als ein Attack Pad ist es jedoch allemal. Mit der Höhe ist es auch so eine Sache, hier hat das Ripper ebenfalls wie das Everglide mit 0,6 Centimeter viel zu bieten. Dennoch sind keine Ermüdungs- oder Schmerzerscheinungen im Handgelenk aufgetreten, auch nach mehrstündigem Gebrauch nicht. Wenn es jetzt noch ein Ripper Pad mit einem Quake 3 Arena Logo gäbe, wäre alles ok... was uns auch schon zum nächsten Punkt bringt: Das Ripper Pad kann man ab einer Einkaufsmenge von 25 Stück mit einem eigenen, 4-farbigem Logo versehen lassen. Der Preis liegt dann bei 19,38 Euro je Pad.
Die Oberfläche
Die Oberfläche ist heutzutage zweifelsohne der wichtigste Faktor bei einem Mauspad, welches besonders attraktiv für Gamer und Leute mit gehobenen Ansprüche sein soll. Das Ripper Pad setzt hier, wie zum Beispiel die Konkurrenz von Everglide, auf eine reptilienhaut-artige Oberflächenstruktur. Diese ist dabei aber sehr viel gröber in der Struktur als das Everglide, was auch auf dem folgenden Bild eindeutig zu sehen ist. Auf die Oberfläche kommen wir auch noch mal beim Praxiseinsatz zu sprechen, da hier auch einige feine Unterschiede zum Everglide bestehen.
Praxiseinsatz
Was ist ein Review ohne einen vernünftigen Praxistest in verschiedenen Bereichen? Nichts! Deswegen gehen wir auch in den nächsten beiden Abschnitten darauf ein, was uns positiv und negativ aufgefallen ist, wie das Pad allgemein in der Handhabung ist und wie es sich im Spieleeinsatz schlägt. Generell muss man noch vorweg sagen, dass die Struktur beim Ripper Pad teilweise deutlich zu spüren ist. Man fühlt förmlich die Übergänge der einzelnen Teile der Struktur und hat den Eindruck, als wäre die Oberfläche etwas uneben und rau. Stören dürfte dies nur in der ersten Zeit, danach gewöhnt man sich daran und nach einiger Zeit fällt es einem kaum noch auf. Beim Everglide fällt dies weg. Zudem besitzt das Pad immer eine sehr gute Bodenhaftung, weshalb es auch bei etwas heftigeren Maus-Manövern immer an Ort und Stelle bleibt. Auf dem Bild rechts ist links das Modell Original und rechts das Modell schwarz. Warum das schwarze nur vier Füsschen hat, wissen auch wir beim besten Willen nicht.
Nun aber zu den beiden extra Abschnitten. Auf geht's.
Spiele
Wichtigster Kaufgrund für ein derartiges Pad ist sicherlich der Einsatz in Spielen à la Counter Strike, Quake 3 oder Unreal Tournament. Darum gehen wir hier nun verstärkt darauf ein und werden auch unsere Erfahrungen mit dem Everglide Giganta hineinbringen.
Bei Spielen ist eine besonders gute Mauskontrolle unverzichtbar geworden. Diesem Umstand trägt auch das Ripper Pad Rechnung und lässt sich sehr gut zum Spielen verwenden. Die Maus gleitet dabei recht leichtgängig über das Pad, jedoch braucht man eine minimal erhöhte Kraft, um sie erstmal in Bewegung zu versetzen. Unserer Meinung nach ein gutes Feature, da man so nicht so leicht eine vielleicht ungewollte Bewegung ausführt. Wegen der gröberen Struktur des Ripper Pads mag man nun denken, dass der Reibungswiderstand größer geworden ist. Dies trifft jedoch nicht zu, Everglide und Ripper liegen in dieser Hinsicht in etwa gleich auf.
Nach einer längeren Runde Quake 3 Arena kann man nun auch sehr überzeugt sagen, dass das Ripper Pad wirklich sehr gut zum Spielen geeignet ist. Im Vergleich zu einem "normalen" Pad aus Schaumstoff mit einer dünnen Kunststoffschicht auf der Oberseite ist das Ripper Pad wirklich Spitzenklasse. Und auch gegen ein Everglides kann es sich gut behaupten. Im Endeffekt ist aber kein wirklich großer spürbarer Unterschied zwischen dem Everglide und dem Ripper Pad festzustellen, was die Einsatzfähigkeit in Spielen angeht.
Wir haben schon vielfach gehört, dass man nach längerem Gebrauch Ermüdungs- oder Schmerzerscheinungen im Handgelenk bekommen soll. Dies konnten wir im Test nicht nachvollziehen. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder haben wir es einfach nicht gemerkt oder dieser Effekt tritt nicht ein. Es dürfte eher letztere Möglichkeit sein, da eine Höhe von 0,6 Zentimetern nicht wirklich sehr hoch ist und man zudem die Hand noch etwas auf das Pad auflegen kann.
Office
Im Office-Bereich ist das Ripper Pad sicherlich eine Bereicherung für diejenigen Anwender, die vorwiegend mit der Maus und weniger (oder gleich viel) mit der Tastatur arbeiten. Im Allgemeinen jedoch hat sich die Voraussetzung für Präzision der Mausbewegungen mit Einführung von optischen Mäusen mehr auf die Maus verlagert, das Pad ist mehr nebensächlich geworden und dient größtenteils nur noch für einen guten Grip und teilweise auch der Optik. Daher sollte man sich überlegen, ob man sich für das Geld ein Ripper Pad besorgt oder lieber in ein etwas teureres Mausmodell investiert, welches über einen optischen Sensor verfügt. Dann könnte man weiterhin ein Standard-Mauspad verwenden, was es schon für ein paar Euro im nächsten Laden zu kaufen gibt. Aber das soll jetzt keinesfalls als negativ gewertet werden, wer sich ein Ripper Pad für's Arbeiten kaufen möchte kann dies beruhigt tun, man bekommt etwas für sein Geld.
Die Optik !?
Allseits beliebt sind die Angaben der Hersteller, was die Kompatibilität mit optischen Mäusen angeht. Da begegnet uns zum Beispiel bei Everglide ein hübsches "Kompatibilität mit optischen Mäusen können wir aufgrund der unterschiedlichen Bauweisen leider nicht garantieren!". Bei Ratpadz gibt es da schon besseren Service, dort hat man die verschiedensten Mäuse bekannter Hersteller (zum Beispiel Microsoft und Logitech) auf Kompatibilität getestet und auch ein Pad entwickelt, das angeblich 100% kompatibel zu optischen Mäusen sein soll. Auf der Homepage der Ripper Pads (www.ripperzone.com) ist allerdings kein entsprechender Hinweis aufzufinden, auf eine Anfrage per eMail erhielten wir auch nach sechs Werktagen keine Antwort. Im Test ist jedoch keine Inkompatibilität mit einer Microsoft Intelli Explorer aufgefallen, von daher dürften auch andere Mäuse entsprechend mit dem Pad funktionieren.
Fazit
Insgesamt kann das Ripper Pad dank relativ geringem Preis sehr überzeugen. In der Regel ist es für gut ein bis zwei Euro unter dem Preis für ein Everglide Attack Pad zu haben, was von den Abmessungen am ehesten mit dem Ripper Pad verglichen werden kann. Klare Empfehlung für Ripper, wenn man sich zwischen einem Everglide Attack Pad und dem Ripper Pad entscheiden will. Möchte man jedoch den Kauf eines großen Everglide Giganta Pads in Ausblick stellen, geht die Empfehlung hier klar an Everglide, da dort einfach das Platzangebot größer ist und die Struktur beim Benutzen nicht so sehr auffällt. Außerdem gibt es die Everglide Pads noch bedruckt mit schönen Motiven von Games. Anwender, die weniger spielen, sollten sich den Kauf eines solchen Luxus-Pads zweimal überlegen, denn wie bereits unter "Office" besprochen, kann man das Geld anderweitig vielleicht sinnvoller investieren oder einfach nur sparen.
- Präzision
- Bodenhaftung
- Design
- Preis
- Maushaftung
- Größe
- Oberfläche etwas rau



