ComputerBase

Test: PowerQuest Drive Image 4 Pro

von Thomas Hübner

Vorwort

Sind die Daten einmal weg, kann man sie nur mit viel Mühe und einem großen Zeitaufwand wieder rekonstruieren. Mit entsprechender Vorsorge braucht es jedoch gar nicht erst so weit zu kommen. Auf dem Markt wimmelt es von Backup-Lösungen, die eine bequeme Datensicherung sowie ein bequemes Datenrestore garantieren. Besonders hervorstechend ist hier PowerQuest's Drive Image 4 (Pro), das mit zahlreichen Extras aufwarten kann. Ob sich eine Investition in das Programm lohnt, wollten wir heraus finden.

Lieferumfang

Im Lieferumfang der 659 DM teueren Drive Image 4 Pro Version (25 Lizenzen) sind neben dem eigentlichen Drive Image auf 6 Sprachen auch Partition Magic 6.0 Pro, sowie zwei dicke Handbücher und die üblichen Registrierkarten enthalten. Die um einiges billigere (Vollversion: 129DM) normale Version von Drive Image kommt dabei ohne Partition Magic und einige, besonders für Netzwerkadministratoren interessante Funktionen, daher.

Handbuch

Die Firma PowerQuest hat beim Handbuch keine Mühen und Kosten gescheut und spendiert Drive Image 4 Pro gleich zwei dieser , manchmal so wichtigen, Nachschlagewerke. Das eine befasst sich auf 266 Seiten akribisch mit den Funktionen von Drive Image und kann bei jedem Problem zu Rate gezogen werden und wird immer entsprechende Hilfe liefern. Das zweite Handbuch ist für Partition Magic 6.0 Pro gedacht. Auch hier sind keine Mängel zu erwähnen.

Datenbackup erstellen

Ein Datenbackup ist bei Drive Image 4 denkbar einfach. Nachdem das Programm automatisch den Windowsbetrieb verlassen und ein eigenes DOS gestartet hat, kann auch schon mit dem Backup einer kompletten Partition begonnen werden. Im Folgenden hat man lediglich die Quell-Partition und den Namen der Image Datei mit entsprechenden Kommentaren anzugeben.

Die Image Datei kann hierbei direkt auf einer anderen Festplatte, Streamer, Zip-Drive gespeichert oder direkt auf CD gebrannt werden. Eventuell dafür benötigte Treiber bringt Drive Image selbst mit. Des Weiteren hat man die Wahl, ob das Image komprimiert werden soll oder nicht. Der Komprimierungsgrad liegt dabei zwischen 40 und 50%, je nachdem was für Daten auf der Partition gespeichert sind. Sollte während des Backups ein neues Datenmedium benötigt werden, so wird zum Einlegen automatisch aufgefordert.

Datenbackup zurückspielen

Das Zurückspielen eines Images ist ebenfalls mit wenigen Klicks erledigt. Dabei muss lediglich das Quell-Image und die Zielfestplatte oder das Ziellaufwerk angegeben werden und schon wird der Prozess gestartet; ein Eingreifen des Users ist nicht mehr nötig.

Damit man nicht zwangsläufig ein komplettes Image wiedereinspielen muss, gibt es ein Tool mit Namen "Drive Image File Editor 4.0" mit dem man einzelne Dateien eines Images zurückspielen kann. Des Weiteren ist es mit diesem Tool auch möglich ein anfänglich großes Image in mehrere kleine zu zerlegen, um sie z.B. auf Diskette zu speichern.

Disk to Disk

Wenn man sich eine neue Festplatte zugelegt hat und direkt ein bestehendes und funktionierendes Windows auf das neue Laufwerk übertragen will, um so den kompletten Einrichtungsstress zu umgehen, bietet Drive Image 4 die Möglichkeit die Informationen von einem Datenträger zum anderen zu kopieren.

Die im folgenden genannten Funktionen stehen nur in der Pro Version von Drive Image 4 zur Verfügung und sind insbesondere für Netzwerksadministratoren interessant.

PowerCasting

Bei PowerCasting handelt es sich um eine schnelle und zuverlässige Methode Arbeitsstationen einzurichten. PowerCasting sendet hierbei eine Image-Datei gleichzeitig an einen oder mehrere Drive Image Pro-Clients, die mittels Bootdiskette gestartet wurden. Die Client-Computer empfangen diese Image-Datei und schreiben sie auf ihre Festplatten. Mit Hilfe dieser Methode, hat man so innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Netzwerk-Computer mit z.B. einem voll funktionsfähigen Windows versehen.

DeltaDepoly

Eine zum PowerCasting sehr ähnliche Funktion ist DeltaDeploy. Mit ihr ist es möglich, Software-Updates auf eine denkbar einfache Weise auf mehrere Arbeitsstationen zur gleichen Zeit durchzuführen. Das Prinzip ist dabei sehr einfach: DeltaDeploy überwacht die Änderungen, die an einem Computer durch das Installieren von Software verursacht werden. Diese Veränderungen werden als Referenzinstallation nachvollzogen, die dann als Installationspaket an festzulegende Rechner im Netzwerk übergeben wird. Somit kann sichergestellt werden, dass Änderungen auf allen Unternehmensrechnern gleich und zuverlässig durchgeführt werden. Damit dies funktioniert muss jedoch an allen Arbeitsstationen der DeltaDeploy Softwareclient installiert sein.

Aufgabenplaner

Damit die netzwerkübergreifende Wartung von Arbeitsstationen erleichtert werden kann, ist in Drive Image Pro ein Tool mit dem Namen Task Builder enthalten. Dieses Tool ist z.B. dafür geeignet, regelmäßige System-Backups automatisiert erstellen zu lassen. Die Bedienung des Tools wird im Handbuch umfangreich und verständlich erklärt.

Fazit

Drive Image 4 oder Drive Image Pro 4 ist ein sehr leicht zu bedienendes Programm, das sich mit der Möglichkeit Images direkt auf eine bootfähige CD zu brennen klar von der Konkurrenz abhebt. Speziell für Netzwerkadministratoren bietet die Pro Version Funktionen, welche die Arbeit stark erleichtern.

PowerQuest Drive Image 4 Pro
Positive Eigenschaften
  • Funktionen
  • Bedienung
Negative Eigenschaften
  • Oberfläche


Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH