Einleitung
Nach einer fast zweijährigen Auszeit, wie wir sie auch zwischen den beiden letzten 3DMark-Versionen gesehen haben, hat Futuremark (vormals bekannt als MadOnion) heute den Nachfolger des PCMark 2002, den PCMark 2004, veröffentlicht. Mit einem breit gefächerten Benchmarkparcours soll er wie eh und je dem ganzen PC und nicht nur einigen Komponenten ihre volle Leistungsfähigkeit entlocken und diese möglichst objektiv bewerten. Um auch aktuelle Anforderungen an einen PC zu simulieren, befinden sich neben Codecs wie Ogg Vorbis und DivX auch ein Virenscanner (F-Secure) und eine Grammatik-Prüfung mit im Parcours
Wir wollen auch zu diesem Anlass wieder einmal mit eurer Hilfe den ersten Grundstein für einen Leistungsvergleich legen und eine weitere "Performance Analyse" ins Leben rufen, wie wir sie schon zu UT2003 und dem 3DMark03 gesehen haben. Wir geben euch die Möglichkeit, uns eure Ergebnisse per Email einzusenden, um hier auf der Seite mit unzähligen anderen Resultaten direkt Vergleich ziehen zu können.
Mitmachen!
Wer sich den PCMark 2004 wahlweise von unserer Seite oder einem der zahlreichen, bei Futuremark.com gelisteten Mirrors herunter geladen hat, der kann uns bei der Erstellung der ComputerBase-PCMark-Charts behilflich sein. Notiert eure Ergebnisse samt CPU-Takt, Speichergröße und -typ, Chipsatz und Grafikkarte und sendet die Ergebnisse an pcmark2004@computerbase.de. Wir werden versuchen, so schnell wie möglich die interessantesten Ergebnisse online zu bringen. Dafür schon im Voraus vielen Dank und fröhliches Benchen.
PCMark 2004
Der PCMark 2004 präsentiert sich in dem bereits vom 3DMark03 bekannten "XP Silver-Look". Das gut 35 MB große Programm weist schon vor der eigentlichen Installation darauf hin, dass für einen reibungslosen Ablauf des Benchmarks der Windows Media Encoder 9.0 von Nöten ist. Auch nach der Installation erinnert der PCMark 2004 nach jedem Start daran. Die nochmals rund 10 MB große Datei kann von Microsoft.de [1] herunter geladen werden.


Ist das Programm gestartet, erwartet den Benutzer der kostenlosen Version ein recht überschauliches Menü. Es dürfen Infos über das System und alte Ergebnisse angesehen werden. Einfluss auf den Benchmark kann man - wie eh und je im Hause Futuremark - nicht nehmen. Den genauen Umfang des Standardbenchmarks klären wir im Bereich "Benchmarks".
Ist der PCMark 2004 für $19.95 aktiviert worden (Downloadversion, CD: $29.95), stehen dem Nutzer eine ganze Fülle an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bis ins Details können eigene Benchmarkparcours erschaffen und zusätzliche Tests hinzu geschaltet werden.




Werden alle Benchmarks einer Kategorie ausgewählt, liefert der PCMark 2004 nicht nur die Einzelergebnisse sondern eine altbekannte Punktezahl. Diese werden auch weiterhin nach festen, mathematischen Formeln berechnet, die wir im Folgenden kurz aufführen möchten.
| Kategorie | Berechnung |
|---|---|
| PCMark Score | = 66 × (File Compression × File Encryption × File Decompression × Image Processing × File Decryption × Virus Scanning × Grammar Check × Audio Conversion × Web Page Rendering × WMV Video Compression × DivX Video Compression × Physics and 3D × Graphics Memory)^1/13 |
| CPU Score | = 110 × (File Compression × File Encryption × File Decompression × Image Processing × File Decryption × Grammar Check × Audio Conversion × WMV Video Compression × DivX Video Compression)^1/9 |
| Memory Score | = 0.9 × {Read 8M × Read 4M × ((Read 192k + Read 4k)/2) × Write 8M × Write 4M × ((Write 192k + Write 4k)/2) × Copy 8M × Copy 4M × ((Copy 192k + Copy 4k)/2)) × Random Access 8M × Random Access 4M × ((Random access 192k + Random access 4k)/2)}^1/12 |
| Graphics Score | = 0.5 × transparent windows + 0.4 × ((video memory 16 lines + video memory 32 lines) /2) + 0.6 × ((fill rate single text. + fill rate multitext.)/2) + 50 × ((polygon throughput single light + polygon throughput multiple lights)/2) |
| HDD Score | HDD Score = (XP Startup Trace × 120) + (Application Load trace × 180) + (File Copy Trace × 28) + (General Usage × 265) |
Benchmarks
Overall
Was wird gebencht?
- Der Standardtest, der als einziger auch in der kostenlosen Version zur Verfügung steht, umfasst zehn Benchmarks aus den einzelnen Unterkategorien. Neu im PCMark 2004 ist die klare Priorität auf sog. "Multithreaded Tests", in denen der PC zwei Aufgaben zur selben Zeit erledigen muss. Diese sollten insbesondere Intels Pentium-CPUs mit Hyper-Threading zu Gute kommen und könnten endlich reproduzierbare Bedingungen für einen Leistungsvergleich dieses Features liefern.
- Benchmarks:
- Multithreaded Test 1
- Multithreaded Test 2
- Multithreaded Test 3
- File Decryption
- Audio Conversion
- Web Page Rendering
- WMV Video Compression
- DivX Video Compression
- Physics Calculation and 3D
- Graphics Memory - 64 Lines

tests 
tests2
PCMark 2004 - Overall
Angaben in Punkten
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CPU
Was wird gebencht?
- Der CPU-Test umfasst sowohl Singlethreaded- als auch Multithreaded-Benchmarks und dürfte durch diesen Aufbau insbesondere Intels Pentium 4 Prozessoren mit Hyperthreading-Technologie ansprechen. Hier scheint eine verbale Auseinandersetzung zzgl. pro- und kontra HT auf Seiten der Hersteller praktisch vorprogrammiert.
- Benchmarks:
- Multithreaded Test 1
- Multithreaded Test 2
- Multithreaded Test 3
- Grammar Check
- File Decryption
- Audio Conversion
- WMV Video Compression
- DivX Video Compression
PCMark 2004 - CPU
Angaben in Punkten
|
Memory
Was wird gebencht?
- Die Speicherbenchmarks umfassen unzählige Schreib-, Lese- und Kopiertests mit unterschiedlichen Dateigrößen sowie Anwendungen zur Ermittlung der Zugriffszeit. Dieses Feature ist nur in der registrierten Pro-Version verfügbar.
- Benchmarks:
- Read
- Write
- Copy
- Random Access
PCMark 2004 - Memory
Angaben in Punkten
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Graphics
Was wird gebencht?
- Da Futuremark mit dem 3DMark03 und seinen Vorgängern potente (wenn auch umstrittene) Grafikkarten-Tests im Programm hat, beschränkt sich die entsprechende Kategorie im PCMark2004 auf einige wenige relevante Messungen. Dieses Feature ist nur in der registrierten Pro-Version verfügbar.
- Benchmarks:
- Transparent Windows
- Graphics Memory - 16 Lines
- Graphics Memory - 32 Lines
- 3D Fill Rate - Single Texturing
- 3D Fill Rate - Multitexturing
- 3D - Polygon Throughput Single Light
- 3D - Polygon Throughput Multiple Lights
PCMark 2004 - Graphics
Angaben in Punkten
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HDD
Was wird gebencht?
- Die Festplatten-Benchmarks umfassen sowohl praxisrelevante als auch theoretische Tests und sollen die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems somit möglichst realistisch abbilden. Dieses Feature ist nur in der registrierten Pro-Version verfügbar.
- Benchmarks:
- XP Startup
- Application Loading
- File Copying
- General HDD Usage
Da der Test keine Relevanz für den Gesamteindruck hat und stark von der eingesetzten Festplatte abhängt, möchten wir an dieser Stelle auf Ergebnisse in diesem Teilbereich verzichten. Uns die genaue Bezeichnung der im System verwendeten Festplatte mitzuteilen, ist daher nicht notwendig.
Multithreaded
- An dieser Stelle wollen wir die drei Multithreaded-Tests des "Default Run" noch einmal separat aufführen, da sich an dieser Disziplin - so lautet unsere Prognose - sicherlich die Geister scheiden werden. Wir vermuten, dass gegen Intels Pentium 4 mit aktiviertem Hyperthreading hier kein Kraut gewachsen sein wird und dieser Teil des PCMark 2004 somit klar für Intels Prozessoren sprechen wird. Verbale Auseinandersetzungen der Hersteller nicht ausgeschlossen, sollte sich der PCMark zur neuen Referenz entwickeln.
Multithreading 1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Multithreading 2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Multithreading 3
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Fazit
Wir wollen zwar noch kein endgültiges Fazit ziehen. Eine kurze Bilanz läßt sich aus den von uns erstellten und von euch eingesendeten Benchmarkergebnissen jedoch ziehen. Wie wir schon in den Besprechungen zu den einzelnen Benchmarks angedeutet hatten, scheint der PCMark 2004 tatsächlich maßgeblich durch Intels HyperThreading-Technologie beflügelt zu werden. Ein Anteil von 3/10 dieser Tests im "Default Run" bewirkt die haushohe Überlegenheit der Intel-Systeme, die, betrachtet man deren Leistung in den Multithreaded Test, innerhalb des PCMarks durchaus als gerechtfertigt scheint. Man darf sich jedoch fragen, welche Umgebung Futuremark mit dieser Anwendung simulieren will. Auch wenn simultanes Abarbeiten verschiedenster Programme dank Multi-Tasking schon lange zum Alltag eines jeden PC-Besitzers gehört, bleibt doch fraglich, ob gerade diese Szenarien die Performance eines PCs ausmachen und somit eine derart gravierende Führung der Intel-PCs rechtfertigen.
So scheint der PCMark 2004 in einigen Einzeldisziplinen durchaus ein interessantes Benchmarktool zu sein und eventuell auch innerhalb einer Prozessor-Schmiede (Intel/AMD) aussagefähige Ergebnisse in seinem immer noch eng gesteckten Anwendungsgebiet liefern. Für einen pauschalen Vergleich verschiedenster Rechner bleibt auch diese Version eher ungeeignet. Wenn wir ehrlich sind ein Schicksal, das praktisch alle Benchmarks, die die Leistung eines PCs über eine Reihe an Awendungsbereichen abdecken wollen, ereilt.




