Mit Version 3.2 einer der populärsten grafischen Oberflächen für Linux und andere UNIX-Abkömmlinge hat das KDE-Projekt einen großen Sprung nach vorne gemacht. Während mit Version 3.1 heutzutage alltägliche Features wie Tabbed Browsing Einzug in KDE gehalten haben, hat Version 3.2 einiges an wirklich Neuem zu bieten. Oft wird freier Software vorgeworfen, keine Innovationen zu schaffen, sondern lediglich abzukupfern. Wer die folgenden Abschnitte liest, wird feststellen, dass dieses Argument so nicht gehalten werden kann. Wir werden bevorzugt auf die unserer Meinung nach wichtigsten neuen Features und Programme eingehen und können daher nicht auf jede einzelne Verbesserung, wie zum Beispiel die deutlich erweiterten IMAP-Funktionalitäten des E-Mail Clients KMail oder dass man nun endlich die Auflösung und Bildwiederholfrequenz in KDE ändern kann, was jedoch genau genommen eine Limitierung von XFree86 gewesen ist, weiter eingehen. Die interessantesten neues Features werden wir jedoch beleuchten und zudem auch auf allgemein erwähnenswerte Features eingehen sowie einen Blick in die Zukunft wagen.
Auch wenn es bei einem Software-Bericht nicht so sehr viel zur Sache tut, wie bei einem Hardware-Test, wollen wir die Systemkonfiguration nicht völlig unangesprochen lassen. Die folgende Tabelle soll einen groben Überblick über das verwendete System, insbesondere die Performance-kritischen Komponenten, geben:
Eine Änderung mit weitreichenden Auswirkungen ist die Einführung von KWallet, einer digitalen Brieftasche, was man wohl umgangssprachlich als Passwort-Safe bezeichnen würde. Verwendet werden die Kombinationen aus Benutzernamen und Passwort unter anderem beim Surfen im Internet, beim Login via FTP sowie zum Speichern der Login-Daten des Instant Messengers Kopete. Die abgelegten Daten werden mit einem Master-Passwort verschlüsselt, d.h. ohne die Kenntnis dieses Passworts lassen sich die gespeicherten Daten nicht entschlüsseln. Der damit verbundene Nachteil ist, dass man zusätzlich zu dem Login beim Systemstart nochmals ein Passwort (das Master-Passwort für KWallet) eingeben muss, um die Brieftasche zu öffnen. Je nachdem, wie man KWallet konfiguriert, wird man auch danach noch desöfteren gefragt, ob man einer Anwendung Zugriff auf die Passwörter gestatten möchte. Obwohl dieses Konzept vom Sicherheits-Aspekt aus betrachtet völlig einwandfrei ist, kann es auf Dauer lästig werden, ständig Nachfragen beantworten zu müssen, ob man einer bestimmten Anwendung vertraut, was leicht dazu verführt, die restriktiven Voreinstellungen zu lockern
Man mag sich nun fragen, warum man das Master-Passwort nicht an das Passwort zum normalen Login koppelt. Zum einen würde somit eine weitere Hürde wegfallen, sodass bei erfolgreichem Ausspionieren des System-Passworts zugleich auch die sensiblen Passwörter des Anwenders in falsche Hände geraten würden. An dieser Stelle muss man sich jedoch fragen, ob nicht die meisten Anwender sowieso an beiden Stellen das gleiche Passwort verwenden. Zum anderen ist der Grund für die Abstinenz der Möglichkeit, das KWallet-Passwort an das System-Passwort zu koppeln, wohl nicht zuletzte eine technische Hürde. Schließlich müsste man den Login-Manager das Passwort weiterreichen lassen und somit einer weiteren Komponente Vertrauen schenken, sodass diese theoretisch somit ebenfalls auf alle gespeicherten Passwörter zugreifen könnte. Momentan ist noch nicht abzusehen, ob eine solche Ergänzung in eine der kommenden KDE-Versionen Einzug halten wird.
Ein Feature, das noch nicht die große Publicity zu bekommen haben scheint, ist eine Erweiterung der Rechtschreibprüfung auf Eingabefelder in dem Web-Browser Konqueror. Dies funktioniert, wie man es aus diversen Textverarbeitungen kennt automatisch, d.h. praktisch nach jedem neuen Zeichen wird eine Rechtschreibprüfung durchgeführt. Seltsamerweise scheint die Sache jedoch noch nicht ganz rund zu laufen, so wird beispielsweise beim Tippen dieses Textes gerade kein Rechtschreibfehler angezeigt, obwohl bei manueller Durchführung der Rechtschreibprüfung über das Kontextmenü selbige einige Wörter beanstandet. Die Idee gefällt jedenfalls sehr, auch wenn es an der Umsetzung noch hapert. Die gleiche Art der Rechtschreibprüfung wurde übrigens in KMail integriert, d.h. während des Tippens werden auch dort Rechtschreibfehler rot markiert. Klickt man mit der rechten Maustaste auf ein solches rot markiertes Wort werden sogleich Verbesserungsvorschläge angezeigt, die man per Mausklick übernehmen kann.
Ein Feature, über das bisher allenfalls um die Wette geschwiegen wurde, ist die systemweite Implementierung von Mausgesten. Einst vom norwegischen Browser-Hersteller Opera zur einfachen Navigation auf Webseiten eingeführt, sind diese in KDE 3.2 global verfügbar. Das heißt man kann sowohl Standard-Aufgaben wie das Vorwärts- und Rückwärts-Blättern in der Liste der besuchten Webseiten ausüben, darüber hinaus eröffnen sich jedoch zahlreiche weitere Möglichkeiten. So könnte es sich als äußerst praktisch erweisen, durch eine simple Mausgeste, wobei es völlig egal ist, welches Fenster momentan im Vordergrund ist, zum nächsten Lied in der Abspielliste zu springen, anstatt dies auf die herkömmliche Weise zu machen. Zwar haben zahlreiche Tastatur-Hersteller mittlerweile Zusatzknöpfe für häufig beim Surfen oder Musik hören genutzte Aktionen auf ihren Hackbrettern untergebracht, jedoch entfällt beim Ausführen einer Mausgeste der Blick auf die Tastatur vollständig. Da das Einrichten der Mausgesten leider nicht sehr einsteigerfreundlich gelöst ist und etwas technisches Verständnis erfordert, werden wir darauf im Anhang näher eingehen und an dieser Stelle zunächst mit dem spannenderen Part, der Vorstellung neuer Features und Anwendungen, fortfahren.
Aus der Sidebar, welche praktisch jeder Dateimanager zur hierarchischen Darstellung der Ordner-Struktur beherbergt, ist in KDE 3.2 praktisch eine universelle Sidebar geworden. Sie kann unabhängig von Konqueror verwendet werden, so dass man kann sie zum Beispiel separat und ständig sichtbar auf dem Desktop einblenden kann. Dies erreicht man mit einem Rechtsklick auf die Startleiste, in KDE Kicker genannt, wo man folgende Einträge auswählt: Hinzufügen > Kontrollleiste > Universeller Navigationsbereich. Die Sidebar kann man wahlweise am rechten oder linken Bildschirmrand platzieren und bei größerem Platzbedarf ausblenden. Folgende Tabs sind standardmäßig verfügbar:
Auf Wunsch kann man auch mehrere Tabs auf einmal einblenden, indem man per Rechtsklick auf den freien Bereich die Einstellung "Mehrere Ansichten" aktiviert. Zudem kann man eigene Ordner als zusätzliche Tabs einbinden und zum anderen kann man wie in Mozilla, Opera und in eingeschränktem Maße im Internet Explorer Sidebars von Webseiten anzeigen. Zu diesem Zweck befindet sich z.B. auf ComputerBase unter dem Menü ein Sidebar-Button.
Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich jedoch einige Schwächen der Sidebar. Zum einen ist im eingeklappten Zustand die Schaltfläche zum erneuten Hervorholen immer noch so groß, dass sie je nach Positionierung entweder die Fenster-Titel oder die Schaltflächen zum Minimieren, Wiederherstellen und Schließen eines die gesamte Bildschirmgröße ausnutzenden Fensters fast vollständig verdeckt. Zudem lassen sich die einzelnen Tabs leider nicht getrennt für den Browser- und den Dateiverwaltungs-Modus konfigurieren, was jedoch angeblich in KDE 3.3 möglich sein soll.
Aber auch die einzelnen Ansichten der Sidebar haben leider ihre Schwächen, oftmals im Detail. Die Entwickler scheinen sich beispielsweise gedacht zu haben, dass man Dateien per Drap & Drop auf die Medienwiedergabe-Leiste zieht, denn ansonsten scheint es keine Möglichkeit zu geben, mit dieser Dateien zu öffnen. Dies sollte in irgendeiner Weise, notfalls mit Hilfe eines kurzen Texts, dem Anwender mitgeteilt werden. Zudem funktioniert es zwar grundsätzlich, Videos per Drap & Drop abzuspielen, in diesem Fall hört man jedoch lediglich den Sound und sieht rein gar nichts. Als Notlösung sollte darüber nachgedacht werden, in diesem Fall eine separate Anwendung zur Video-Wiedergabe zu starten, obwohl eine Video-Vorschau in der Sidebar sicherlich ihren Reiz hätte. Mit diesen kleineren Mängeln der Sidebar wird unnötigerweise sehr viel Potenzial verschenkt.
Überzeugen kann hingegen die Dienste-Ansicht. Sie bietet direkten Zugriff auf die Partitionen der vorhandenen Festplatten, diverse Wechselmedien wie Disketten- und CD-ROM-Laufwerke, vorhandene Drucker und installierte Schriftarten. Praktisch wäre es an dieser Stelle, direkt per Drap & Drop auf den jeweiligen Drucker eine Datei zu Papier bringen zu können. Der LAN-Browser setzt den LISA-Deamon voraus, mit welchem man auf die Windows Netzwerkumgebung zugreifen kann. Obwohl Konqueror grundsätzlich auch mit Samba umgehen kann, wird diese Option an dieser Stelle nicht unterstützt.
KDE 3.2 kommt mit einigen neuen Anwendungen daher, im Gegenzug sind einige veraltete Anwendungen im schwarzen Loch verschwunden. Einige der Neuzugänge wollen wir im Folgenden kurz vorstellen. Die Auswahl erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, so haben wir unter anderem auf eine detaillierte Beschreibungen von KGPG [1], einem neuen Frontend für das Verschlüsselungsprogramm GnuPG verzichtet. Da die KDE Anwendungen oftmals nichtssagende Namen haben, ist die Änderung, in dem Startmenü zunächst die Beschreibung und dann in Klammern den Namen der Anwendung auszugeben, zu begrüßen. Dies konnte man zwar bisher schon im Kontrollzentrum einstellen, jetzt ist dies jedoch der Auslieferungszustand bei neuen KDE-Installationen.
Kontact ist der Personal Information Manager von KDE, praktisch das Äquivalent zu Outlook, jedoch mit einigen besonderen Features. So ist Kontact eigentlich eine Sammlung zahlreicher Programme, welche schon länger bei KDE mit von der Partie sind, unter einer gemeinsamen Oberfläche mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung. Schon in älteren KDE-Versionen gab es den E-Mail Client KMail, KOrganizer zur Termin-Verwaltung, die Kontaktverwaltung KAddressbook, den Newsgroup-Client KNode oder das Notiz-Tool KNotes. Mit Kontact sind diese alle in einem Programm vereinigt, die sogenannte KParts-Technologie macht es möglich. Denn die Anwendungen existieren weiterhin einzeln, es wird also niemandem die eierlegende Wollmilchsau Kontact zum simplen Empfang und Versand von E-Mails aufgezwungen. Wer auf all' diese einzelnen Programme jedoch bisher einzeln zurückgegriffen hat, wird wohl schnell von Kontact überzeugt sein, da das Umschalten zwischen den einzelnen Komponenten sehr einfach und zügig geschieht und man zudem eine Übersicht mit den E-Mail Ordnern, sowie den Geburts- und Jahrestagen der Personen im Adressbuch und je nach aktivierten Komponenten mit vielen weiteren Informationen versorgt wird.
Als Bonus sozusagen ist zudem ein RSS-Newsreader integriert, mit welchem es möglich ist, die News-Feeds von Webseiten auszulesen. So kann man sich zum Beispiel die fünf letzten ComputerBase News in der Übersicht anzeigen lassen, um stets auf dem Laufenden zu sein. Leider kann man den Funktionsumfang dieses Plugins, das immerhin einen neuen Trend im Internet repräsentiert, lediglich als minimalistisch bezeichnen. Vergeblich sucht man die Möglichkeit, neben der Überschrift auch die Einleitungen zu lesen oder die News allgemein besser zu organisieren.
Kopete [2] ist ebenfalls neu in KDE 3.2, obwohl es vorher schon von vielen Instant Messenger Freunden eingesetzt wurde, da es auch separat zum Download bereit steht. Kopete unterstützt wie z.B. Trillian sogenannte Metakontakte, d.h. man kann Personen, die z.B. sowohl einen ICQ- als auch einen MSN-Account haben, als einen Kontakt behandeln. Die Darstellung von Nachrichten kann man völlig frei gestalten, zudem hat man die Auswahl zwischen über zehn Smileys-Sets. Mittels zahlreicher Module kann das Programm erweitert werden, so lassen sich zum Beispiel mit Hilfe des Verlauf-Moduls beim Starten eines Chats die letzten in der vorherigen Sitzung gefallenen Worte in grauer Farbe anzeigen. Folgende Protokolle werden unterstützt:
Einen Namen, der entgegen dem des zuletzt vorgestellten Programms schon deutlich mehr über dessen Sinn aussagt, wurde dieser Jukebox spendiert. Ähnlichkeiten mit Programmen wie Apples iTunes sind nicht von der Hand zu weisen, so ist vor allem der Aufbau ziemlich ähnlich. Praktisch ist, dass man wahlweise in einem Teilbereich des Fensters den Meta-Info Editor einblenden kann, mit welchem z.B. das Editieren der ID3-Tags von MP3-Dateien möglich ist, ohne, wie in anderen Programmen üblich, den Umweg über das Kontextmenü gehen zu müssen. Zudem kann man die Dateien umbenennen und wahlweise die ID3-Tags anhand diverser Dateinamen-Muster automatisch setzen lassen. Dass die umzubenennende Datei eventuell gerade abgespielt wird, stört JuK dabei nicht.
Über ein Eingabefeld im oberen Bereich kann man die Meta-Informationen durchsuchen, wobei die Liste der Audio-Dateien nach jedem eingetippten Buchstaben aktualisiert wird. Wer möchte kann anhand dieser Suchkriterien auch neue Playlists erstellen lassen. In einer kommenden Juk-Version soll man aller Voraussicht nach auch Internet-Streams lauschen können, was derzeit leider noch nicht möglich ist.
Nicht ganz so diplomatisch wie sein Windows-Gegenpart wurde der Name des KDE Web-Browser und Dateimanager gewählt. Er ist ähnlich wie der Windows (Internet) Explorer sowohl für das Surfen im Internet als auch für das Verwalten von Dateien zuständig. Wie für jeden zeitgemäßen Browser ist auch für Konqueror seit Version 3.1 Tabbed Browsing kein Fremdwort mehr. Zudem ist ein Popup-Blocker mit an Board, der Popups intelligent unterdrückt, anstatt grundsätzlich alle Popups abzuschießen, indem er berücksichtigt, ob ein Popup die Konsequenz einer Benutzeraktion ist und sie lediglich in allen anderen Fällen blockiert. Wie man in den folgenden Abschnitten jedoch sehen wird, kann Konqueror deutlich mehr als der Durchschnitts-Dateimanager. Zudem bietet KDE 3.2 die Möglichkeit, eine Konqueror-Instanz beim KDE-Start vorab in den Speicher zu laden, sodass das Öffnen von Konqueror zusätzlich zu dem mehrfach bestätigten subjektiven Eindruck, dass KDE 3.2 allgemein schneller als seine Vorgängerversionen ist, noch zügiger vonstatten geht. Sinn dürfte diese Funktion jedich nahezu ausschließlich auf relativ langsamen Systemen machen, da Konqueror auch schon so sehr schnell startet.
Die Komponente zur Darstellung von Webseiten hat in KDE 3.2 gegenüber den Vorgänger-Versionen unglaublich zugelegt. So stellt Konqueror durch eine sich auf der höhe der Zeit befindliche Implementierung der Web-Standards nicht nur nahezu alle Webseiten mittlerweile korrekt dar, sondern kann auch in Sachen Geschwindigkeit durchweg überzeugen. Dramatisch geht jedoch die Geschwindigkeit beim Seitenaufbau in die Knie, wenn zahlreiche Formular-Elemente in Form von Buttons und ähnlichem dargestellten werden müssen, was sich insbesondere beim Scrollen bemerkbar macht. Gelegentlich merkt man dann aber auch an anderen Stellen, dass es noch Arbeit gibt, so geht die Performance beim Anzeigen diverser JavaScript-Ticker teilweise gehörig in die Knie und die nicht vorhandene Implementierung des zwar nicht standardkonformen, jedoch oft für Ticker verwendeten Marquee-Tag, fällt stellenweise auch unangenehm auf. Wenn die Entwicklung an Konqueror jedoch mit dem aktuellen Tempo voranschreitet, ist diese Anwendung auf dem besten Weg, ein sehr guter Browser zu werden.
Auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf man in diesem Zusammenhang die Arbeit von Apple [3]. Im Frühjahr des vergangenen Jahres, kurz vor der Veröffentlichung von KDE 3.1 gab Apple bekannt, auf der technischen Basis zur Darstellung von Webseiten in Konqueror, KHTML genannt, einen eigenen Browser namens Safari [4] zu entwickeln. Entsprechend den Lizenzbestimmungen muss Apple alle Änderungen an KHTML und KJS (der Javascript-Implementierung) offenlegen und hat sich bisher auch daran gehalten. Jedoch lässt das Tempo der Integration dieser Änderungen in Konqueror zu Wünschen übrig. Offenbar eine Konsequenz der Tatsache, dass parallel natürlich auch die KDE-Entwickler KHTML weiterentwickeln und die beiden Versionen somit einige Inkompatiblitäten aufweisen, da sie sich zu sehr unterscheiden. Man darf gespannt sein, wie sich dies in der Zukunft entwickeln wird, vor allem da die Entwicklung von Safari aus der Perspektive des Autors dieser Zeilen vergleichsweise zügig voranzuschreiten scheint.
An dieser Stelle sei noch auf ein Feature hingewiesen, das unverständlicherweise noch in keinen anderen Browser Einzug gefunden hat und das man ähnlich wie Tabs nach kurzer Eingewöhnungszeit einfach nicht mehr missen möchte. Die Rede ist von den Web-Tastenkürzeln, deren Nützlichkeit sich am einfachsten Anhand eines Beispiels demonstrieren lässt. Für gewöhnlich surft man, um im Internet zu suchen, eine Suchmaschine wie Google [5] oder AlltheWeb [6] an und gibt dort den gesuchten Begriff ein. Mit Konqueror fällt Schritt Nummer Eins komplett weg, denn man gibt in die Adresszeile anstatt wie ansonsten einer URL z.B. folgendes ein: "gg:computerbase"
Die Buchstaben "gg" sind so ein eben angesprochenes Webkürzel, die Konqueror mitteilen, die URL entsprechend umzuformulieren, in diesem Fall starten wir eine Google-Suche. Auf das Kürzel folgt nach einem Doppelpunkt der Suchbegriff. Man gelangt nach dem Betätigen der Enter-Taste direkt auf die Ergebnis-Seite, ohnedass zunächst die Startseite von Google geladen wird. Der Zeitgewinn mag minimal sein, hat man sich jedoch einmal daran gewöhnt, erwischt man sich in anderen Browsern immer wieder dabei, diese praktischen Kürzel verwenden zu wollen, um dann festzustellen, dass man zunächst die gewünschte Suchmaschine ansurfen muss.
Natürlich kann man sich auch eigene Tastenkürzel einrichten. Die entsprechenden Optionen finden sich in den Konqueror Einstellungen im Untermenü "Web-Tastenkürzel". So kann man dort z.B. folgende Daten nach einem Klick auf den "Neu"-Button eingeben, um durch das Tastenkürzel "cb" auf ComputerBase suchen zu können:
Update 31.01.2004: Christoph Boecken hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass auch Opera in aktuellen Versionen Tastenkürzel unterstützt. Welcher Browser diese zuerst implementiert hatte, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Das Feature existiert in Konuqeror ja nicht erst seit Version 3.2, aber letztendlich ist es ja auch kaum von Bedeutung, welcher Browser es zuerst hatte.
Update 03.02.2004: Helge Hielscher hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass auch Mozilla Custom Keywords [7] unterstützt, womit die Aussage im ersten Satz dieses Abschnitts, dass kein anderer Browser Web-Tastenkürzel kennt, wohl endgültig hinfällig ist.
Auch als Dateimanager kann Konqueror überzeugen. So können beispielsweise PDF-Dateien direkt in Konqueror betrachtet werden, ohnedass dazu eine eigene Anwendung geöffnet werden muss. Gleiches gilt für Videos und andere Datei-Typen. Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit, auch bei Verwendung von Konqueror als Datei-Manager von Tabs Gebrauch machen zu können, genauso wie es beim Surfen im Internet möglich ist. Sollte man sich einmal verzettelt haben und plötzlich merken, in mehreren Konqueror Instanzen zu arbeiten, kann man die Tabs per Drag & Drop zwischen den Konqueror Fenstern hin und her kopieren. Wem der Tab-Ansatz nicht zusagt, kann sich das Fenster wahlweise horizontal oder vertikal aufteilen und somit mehrere Verzeichnisse auf einen Blick betrachten. Sehr nützlich ist das, wenn man Dateien beispielsweise per FTP auf einen Server laden will, schließlich kann man auf diese Weise praktisch einen FTP-Client nachbilden - der Vielseitigkeit Konquerors sei Dank!
Konqueror scheint also sowohl das HTTP- und auch das FTP-Protokoll zu beherrschen, was eigentlich jeder andere Web-Browser auch kann. Doch es gibt noch mehr sogenannte KIO-Slaves (KDE Ein-/Ausgabe Subroutinen) für weitere Protokolle. Der große Vorteil dieser systemweit verfügbaren Subroutinen ist, dass jede KDE-Anwendung von ihnen automatisch profitiert. So kann man z.B. eine beliebige Datei direkt von einem entfernten Computer öffnen, sodass beim Speichern der Datei diese automatisch wieder dort abgelegt wird. Die Öffnen- und Speichern-Dialoge ermöglichen somit z.B. den direkten Zugriff auf eine auf einem FTP-Server abgelegt Datei. Man erspart sich den Umweg über verschiedene Programme wie einen FTP-Client, indem systemweit zahlreiche Protokolle nativ unterstützt werden!
So gibt es beispielsweise einen KIO-Slave für das Server Message Block Protokoll, mit dem man auf die Windows Netzwerkumgebung zugreifen kann. Voraussetzung dafür ist, dass auf dem lokalen Computer Samba [8] oder der LISA-Deamon installiert ist, da diese Anwendungen dazu die grundlegenden Funktionen bereitstellen, auf denen KDE aufbaut. Ein weiterer interessanter KIO-Slave hört auf den verwirrenden Namen "fish" und erlaubt den Zugang zu einem per SSH erreichbaren Computer. SSH (Secure Shell) ist ein Protokoll, welches das Einloggen auf Computern über das Netzwerk (in der Regel das Internet) per Kommandozeile ermöglicht und dabei den gesamten Datentransfer einschließlich der kritischen Authentifizierungsphase verschlüsselt, so dass SSH sich bestens zur Administration von lediglich über das Internet erreichbaren Servern eignet. Auf diese Weise kann man auch Dateien auf sichere Weise kopieren, ohne dass der Datenstrom von einem Angreifer entschlüsselt werden kann, was sich dann SFTP (Secure FTP) bzw. SCP (Secure Copy) nennt. Der SSH-KIO-Slave (fish) ermöglicht somit das sichere Kopieren von Dateien zwischen zwei über ein nicht vertrauenswürdiges Netzwerk verbundene Computer. Warum dieser nicht schlicht und ergreifend sftp genannt wurde, bleibt wohl ein Geheimnis der Entwickler, verständlicher wäre diese Bezeichnung mit Sicherheit.
Update 21.01.2004: Wie uns Kevin Krammer mitgeteilt hat, gibt es bereits einen KIO-Slave namens SFTP. Dass es zusätzlich einen Fish-KIO-Slave gibt, liegt daran, dass dieser auf dem Server lediglich einen SSH-Daemon ohne eingebaute SFTP-Funktionen voraussetzt, indem die Aktionen in Konsolen-Befehle umgesetzt werden. Somit hat sich unsere Kritik bezüglich der Namensgebung als hinfällig erwiesen!
Teilweise hat man es mit den Wahlmöglichkeiten jedoch eindeutig übertrieben. Bestes Beispiel dafür sind die Kontextmenüs, die, was deren Name schon impliziert, eigentlich kontextbezogene Aktionen aufzeigen sollen. Leider ist dies oftmals nicht der Fall, die völlig überfüllten und somit unübersichtlichen Kontextmenüs, insbesondere von Konqueror, waren Gegenstand heftiger Diskussionen während der Entwicklungsphase von Version 3.2. Und obwohl man vielerorts die Anzahl der Einträge der Kontextmenüs deutlich verringern konnte, indem man beispielsweise beim Rechtsklick auf einen Link nicht mehr mit sicherheitsrelevanten Einträgen, welche ja eigentlich die Seite als Gesamtes betreffen und somit nicht in das Kontextmenü eines Links gehören, konfrontiert wird.
Doch nicht überall hat man angesetzt, geschweige denn am Ziel angekommen. Markiert man zum Beispiel auf einer Webseite Text und öffnet daraufhin das Kontextmenü, bietet dieses unter anderem Möglichkeiten zum Öffnen der momentan angezeigten Seite in anderen Anwendungen und Möglichkeiten zum Vor- oder Zurückspringen im Verlauf an. Der Benutzer könnte jedoch nahezu im Dreieck springen, bis er die Möglichkeit zum Kopieren des soeben markierten Texts ausfindig macht, was wohl offenkundig die naheliegendste Aktion sein dürfte. Dass man den "Text kopieren"-Eintrag nicht sofort bemerkt, mag dadurch verstärkt werden, dass dieser auch wenn man keinen Text markiert hat im Kontextmenü auftaucht. In diesem Fall ist er lediglich grau hinterlegt, was bei dem kontrastarmen Kopieren-Symbol wenig Wirkung zeigt. Bleibt zu hoffen, dass diesem Thema in Zukunft größere Beachtung geschenkt wird, denn Mozilla zeigt, dass und in erster Linie wie diese Usability-Fallen benutzerfreundlich zu lösen sind.
Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, wird an einem weiteren Beispiel deutlich. Denn derzeit kennt Konqueror zwar verschiedene Modi, nämlich den Browser- und Dateiverwaltungs-Modus, richtet die Symbole in der Werkzeugleiste jedoch nicht danach aus. Das heißt auch im Browser-Modus bekommt man Symbole für das Ausschneiden, Kopieren und Einfügen angeboten, obwohl diese wohl kaum gebraucht werden. Im Gegenzug erscheint ein Symbol für das Regeln der Schriftgröße im Dateiverwaltungsmodus unangebracht, mit welchem man an dieser Stelle die Symbolgröße regeln kann, eine Einstellung, die irgendwo in der Einstellungen Zuflucht finden sollte. Wie zu Beginn dieses Abschnitts bereits angedeutet, wird sich hier jedoch etwas tun, denn spätestens KDE 3.3, wenn nicht eventuell sogar KDE 3.2.x wird die Möglichkeit bieten, die Werkzeugleisten für jeden Modus, d.h. Web-Browser und Dateimanager, getrennt zu konfigurieren.
Update 03.02.2004: Helge Hielscher wies uns darauf hin, dass der Kontextmenü-Eintrag wahrscheinlich lediglich von Umsteigern verwendet wird, da der Text schließlich schon beim Auswählen desselben automatisch in die Zwischenablage kopiert wird. An der grundsätzlichen Kritik, dass dieser Eintrag nicht ständig präsent sein sollte und das Kontextmenü bei selektiertem Text lediglich relevante Aktionen anbieten sollte, ändert dies jedoch nichts.
Kate ist schon seit längerem Teil von KDE, hat jedoch in der in KDE 3.2 mitgelieferten Version deutliche Fortschritte gemacht. Sowohl die neue Features, als auch interessante länger existierende Features solen in diesem Abschnitt beleuchtet werden. Wie der ausgeschriebene Name „K Advanced Text Editor“ schon sagt, ist Kate unter anderem für Programmierer gedacht. Für praktisch jede Sprache gibt es eine gelungene Syntax-Hervorhebung. Zudem gibt es ein Feature, das vor allem das Arbeiten mit großen Dateien deutlich vereinfachen kann. Dieses nennt sich Code Folding, d.h. man kann über kleine Symbole neben der Zeilennummerierung bestimmte Code-Bereiche, wie zum Beispiel Funktionen oder while-Schleifen, einklappen, sodass diese keinen Bildschirmplatz mehr einnehmen.
Als praktisch erweist sich auch die Sidebar, mit der man über den Dateisystem-Browser z.B. schnell Dateien öffnen oder sich die aktuell geöffneten Dateien in einer Übersicht anzeigen lassen kann. Interessant wäre hier die Möglichkeit, sich Suchergebnisse [9] ebenfalls in dieser Sidebar ausgeben lassen zu können, somit hätte man eine schnelle Übersicht, wieviele Vorkommen des Suchbegriffs in der Datei existieren und könnte ohne Probleme vor- und zurückspringen.
Auch am unteren Rand gibt es ausklappbare Leisten. Zum einen ist da die nicht spektakuläre Möglichkeit, mehrere Dateien auf einmal zu durchsuchen. Zum anderen kann man dort eine einfache Konsole einblenden, was sehr nützlich sein kann, wenn man diverse Scripte direkt testen möchte, da man in diesem Fall nicht extra die Konsole starten muss.
Neben Kate gibt es noch zwei weitere Text-Editoren in KDE, KEdit und KWrite. Während letzteres die gleiche Editor-Komponente wie Kate verwendet, jedoch ohne Sidebar und einige weitere fortgeschrittene Funktionen daher kommt, kann man mit KEdit übertrieben gesagt nicht mehr machen, als Text einzugeben sowie diesen zu speichern und zu drucken. Der Grund dafür, dass KEdit bei KDE 3.2 noch mit von der Partie ist, ist der, dass er als einziger der drei Editoren mit Unterstützung für bidirektionalen Text daherkommt. Mit KDE 3.3 sollen das auch die anderen beiden Editoren beherrschen, sodass KEdit dann wohl von der Bildfläche verschwinden wird.
Seit dem Erscheinen von KDE 3.0 hat sich einiges in Sachen Eyecandy getan, es gibt neue Themes und zahlreiche frische Symbole. Während KDE 3.0 optisch große Ähnlichkeiten mit den Vorgängerversionen aufzuweisen hatte, setzte sich mit dem Release von KDE 3.1 einiges in Bewegung. Das Keramik-Theme konnte in Verbindung mit den neuen Crystal -Symbolen für Aufsehen sorgen und wurde zum Standard-Theme in KDE 3.1 erklärt. Streng genommen gibt es unter KDE zwar keine Themes, sondern man unterscheidet zwischen Fenster-Dekorationen, also praktisch dem Fenster-Rand und in erster Linie der Gestaltung des Fenster-Titels, sowie den Stilen, die das Aussehen von jedem Element der Benutzeroberfläche, also unter anderem Buttons, beeinflussen können. Hinzu kommt noch, dass diverse Farbprofile zur Auswahl stehen, welche sich sowohl auf die Fenster-Dekoration, als auch auf die Stile auswirken. Da man auch eigenhändig Farbprofile erstellen kann, sollte sich niemand über mangelnde Auswahlmöglichkeiten beschweren können.
In KDE 3.2 wurde der Keramik-Stil und die zugehörige Fenster-Dekoration minimal verändert, Grundlegendes hat sich jedoch nicht geändert. Neu ist der von vielen hochgelobte Plastik-Stil, der ebenfalls mit einer eigenen Fenster-Dekoration und Farbprofil daher kommt. Es gab viele Stimmen, Plastik zum Standard in KDE 3.2 zu machen, da vielen Keramik einfach zu mächtig und aufgeblasen erscheint. Dieser Eindruck wird wohl vor allem durch die überdeutlichen 3D-Effekte hervorgerufen, in Kontrast dazu wirkt Plastik fast schon äußerst sparsam und zurückhaltend. Im Gegenzug kann es durch Trennlinien für eine klare Abgrenzung zwischen Menüleisten und Werkzeugleisten sorgen, was an Keramik teilweise bemängelt wird. Dass in KDE 3.2 Keramik jedoch weiterhin der Standard-Stil ist, liegt daran, dass man nicht mit jedem Release das Standard-Theme austauschen möchte. Zudem hat der Aspekt, dass für einige Dokumentationen zum Zeitpunkt der Aufnahme von Plastik bereits Screenshots angefertigt wurden und man diese erneut hätte machen müssen, gegen eine Änderung des Standard-Stils gesprochen.
Wie am Anfang dieses Abschnitts bereits erwähnt, hat sich auch bei den Symbolen bzw. Icons einiges getan. Die mit KDE 3.1 eingeführten Crystal-Icons wurden nahezu vervollständigt, d.h. man wird kaum noch auf nicht richtig ins Bild passende Icons treffen, für die noch keine Crystal-Variante verfügbar ist. Auch wenn das Icon-Set jetzt "Crystal SVG" heißt, liegen die Icons nach wievor im PNG- und nicht im SVG-Format (Scaleable Vector Graphics) vor. Das heißt es gibt weiterhin mehrere Versionen eines Icons für die verschiedenen Größen. Der verwirrende Name soll wohl suggerieren, dass die Icons im SVG Format erstellt wurden, dann jedoch als PNGs exportiert wurden. Insgesamt kann Crystal jedenfalls voll überzeugen, an den Icons gibt es fast durchweg nichts auszusetzen. So sind unter anderem die in diesem Artikel in einigen Abschnitten zur Auflockerung eingesetzte Symbole aus dem Crystal-Set. Momentan konkurrieren jedoch prakktisch zwei verschiedene Crystal-Versionen, denn die in KDE 3.2 enthaltenen Symbole sind gegenüber denen im separaten Archiv [10] teilweise grundlegend verschieden. Wer den Desktop für Kinder ansprechend gestalten möchte, sollte sich das Kinder- bzw. Kids-Set genauer anschauen, welches stark an Crystal erinnert, vom selben Künstler erstellt wurde und völlig neu in KDE 3.2 ist.
Unverständlich ist jedoch, warum einige der mit KDE gelieferten Icon-Sets ziemlich alt wirken und es auch sind. Frische Alternativen gibt es einige, unter anderem Sparkling [11] sowie Noia [12]. Gleiches gilt für die Stile, hier gibt es eine sehr große Auswahl, jedoch wirken viele einfach nicht mehr zeitgemäß. Diese Aussage darf auf keinen Fall so verstanden werden, dass spezielle kontrastreiche Stile für sehbehinderte Menschen entfernt werden sollen, jedoch hätte beispielsweiseAlloy [13] den Bewertungen der Benutzer auf KDE-Look zu Folge eine Aufnahme wohl mehr als verdient.
An dieser Stelle wollen wir einen Ausblick auf kommende Ereignisse wagen, auch wenn sie teilweise nicht direkt etwas mit KDE zu tun haben, denn beeinflussen können sie den zukünftigen UNIX-Desktop allesamt.
Zu einem KDE Release gehören sehr viele und vor allem komplexe Anwendungen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo keine neuen Features mehr hinzugefügt, sondern nur noch Fehler behoben werden dürfen, damit es nicht unnötig viele Probleme mit der neuen Version gibt. Das KDE-PIM Paket hätte jedoch noch etwas mehr Zeit gebraucht, um alle neuen Features vollständig umzusetzen. Aus diesem Grund wird aller Voraussicht nach im Mai ein separates KDE-PIM Release geben, mit welchem dann einige interessante Features [14] nachgereicht werden sollen, darunter die Folgenden:
Die Möglichkeit, HTML E-Mails in KMail zu erstellen, ist das meistgeforderte Feature [16] überhaupt momentan. Dass es bisher nicht umgesetzt wurde, liegt wohl in erster Linie daran, dass viele Entwickler der Meinung sind, dass Text-Mails vollkommen ausreichend sind und man bekannterweise bevorzugt Features implementiert, welche man selber benutzen möchte oder in denen man zumindest einen Sinn sieht. Die Implementierung wird so aussehen, dass neben der HTML-Version auch eine Klartext-Variante der Nachricht in der E-Mail gesendet wird, sodass sich eigentlich niemand beschweren kann.
Ein Thema, dem vor kurzem auf einer der KDE Mailinglisten Beachtung geschenkt würde, ist der Papierkorb, der in der deutschen Übersetzung von KDE schlicht als Mülleimer abgestempelt wurde. Denn momentan hat der gemeine KDE Mülleimer eine eklatante Schwäche. Er kann nämlich nicht zwei Dateien mit dem gleichen Namen beherbergen, da er einfach ein normaler Ordner wie jeder andere auch ist. Auf der Mailingliste hat ein Entwickler angekündigt, eine Anwendung mit Grundfunktionalitäten für einen "echten" Papierkorb programmieren zu wollen. Diese soll aller Voraussicht nach auch von Gnome [17] verwendet werden, sodass man desktopübergreifende einheitliche Papierkorb-Funktionen erwarten darf, was einen weiterer Schritt der Zusammenarbeit zwischen KDE und Gnome markieren würde. Momentan ist jedoch noch nicht abzusehen, ob diese Neuerung wie geplant im nächsten KDE-Release umgesetzt werden kann.
Was hat man sich unter diesem obskuren Namen schon wieder vorzustellen? Wer den Abschnitt Dateiverwaltung gelesen hat, wird wissen, was ein KIO-Slave ist. Nochmal zur Erinnerung, es sind sozusagen Subroutinen, die es allen KDE-Anwendungen ermöglichen, auf sämtliche Dateien zuzugreifen, egal ob diese lokal auf der Festplatte, per HTTP, FTP, SSH oder sonstwie erreichbar sind. Soweit die Theorie, in der Praxis wird man jedoch desöfteren mit Anwendungen konfrontiert sein, die nicht auf den KDE-Bibliotheken basieren, wie zum Beispiel StarOffice, Mozilla oder The Gimp, um drei prominente Vertreter dieser Zunft zu nennen. Ein Fuse KIO-Slave ist, was das ausgeschriebene Prefix "Filesystem in Userspace" bereits andeutet, ein Hintergrund-Daemon, der den Zugriff auf KIO-Slaves unter anderem aus den soeben genannten Anwendungen heraus ermöglicht und entgegen allen anderen Dateisystemen nicht direkt direkt im Kernel integriert ist. So kann man beispielsweise das Verzeichnis /home/[username]/myftp/ auf einen FTP-Server verweisen lassen, ohnedass die darauf zugreifenden Anwendungen bzw Prozesse dies mitbekommen oder gar an KIO-Slaves angepasst werden müssten. Die Einbindung nicht-lokaler Verzeichnisse funktioniert bereits, da die Implementierung jedoch erst innerhalb der letzten Wochen aufgetaucht ist, bestand keine Chance mehr, sie in KDE 3.2 aufzunehmen. Wer sich über die genaue Vorgehensweise zur Einrichtung und fortgeschrittene Möglichkeiten informieren möchte, sollten sich diese Website [18] zu Gemüte führen.
Hinter diesem äußerst merkwürdigen Namen verbirgt sich ein durchaus interessantes Konzept, mit dem, sollte es sich durchsetzen, das Bild vom herkömmlichen Desktop verschwinden könnte. Momentan ist es als separate Anwendung realisiert und ist wahrscheinlich noch weit entfernt von seinem endgültigen Zustand, die dahinter steckenden Ideen sind es jedoch allemal wert, erwähnt zu werden.
Segusoland setzt bei einem häufig anzutreffenden Problem an, nämlich dass Computer-Anwender mit der Organisation ihrer Dateien in Ordnern entweder überfordert sind oder einfach nicht die Zeit dafür aufwenden wollen bzw. können. In dem dadurch entstehenden Chaos, dass nahezu alle Dateien, mögen sie noch so verschieden sein, sich in ein und demselben Ordner, dem persönlichen Ordner des Anwenders, tummeln, findet sich bald niemand mehr zurecht. Segusoland bekämpft dabei nicht die Ursache, sondern versucht die Konsequenzen möglichst erträglich zu gestalten.
Das dabei verfolgte Prinzip, Intelligent Option Narrowing, funktioniert dabei wie folgt. Man wählt aus einer Liste von installierten Programmen z.B. das Bildbearbeitungsprogramm The Gimp aus. Daraufhin werden in der Liste der vorhandenen Dateien automatisch alle Dateien, die keine Bilder sind, aussortiert. Selektiert man nun ein Bild aus dieser Liste, sieht man in einer dritten Liste die möglichen Aktionen, wie zum Beispiel Öffnen oder Drucken. Durch die Auswahl eines Programms werden also nur noch die relevanten Dateien angezeigt, durch die Auswahl einer Datei ermöglicht man das Ausführen von Aktionen. Anders herum funktioniert das ebenso, man kann beispielsweise auch zuerst eine Datei oder eine Aktion auswählen, woraufhin die irrelevanten Einträge aus den anderen Auflistungen entfernt werden.
Zudem gibt es noch zwei weitere, weniger wichtige, aber ebenso nützliche, Listen. Zum einen wäre das die Geräte-Liste, in welcher man durch die Auswahl des Druckers z.B. erreichen kann, dass alle Programme, mit denen nichts ausgedruckt werden kann, aus der Programm-Auflistung rausfliegen. Die Möglichkeiten, die Segusoland bietet, entsprechen also den Gedankengängen des menschlichen Gehirns. Wenn man also ein irgendwo vorhandenes Bild drucken möchte, ist es sinnvoll, zunächst den Drucker auszuwählen, da man dadurch zahlreiche für das Drucken nicht in Frage kommende Dateien von vorherein ausschließt und sich demzufolge durch eine weniger umfangreiche Liste wühlen muss und somit schneller ans Ziel gelangt. Alternativ könnte man auch zuerst die Datei selektieren und dann die Drucken-Aktion wählen, es kommt einfach darauf an, wie man glaubt, die Aufgabe zügiger erledigen zu können.
Die fünfte und letzte Auflistung enthält diverse Zeiten, standardmäßig ist dort der Eintrag "Jetzt" selektiert. Wählt man z.B. "In 15 Minuten" aus, kann man Aktionen im Voraus planen, also beispielsweise in 15 Minuten den Computer automatisch ausschalten, um bis dahin während des Einschlafens noch etwas Musik zu hören. Sollte sich das Konzept etablieren, werden wahrscheinlich weitere Anwendungs-Möglichkeiten offensichtlich.
Das Konzept klingt also sehr interessant und könnte das Verwalten von Dateien mit dem Computer um einiges einfacher gestalten. Fraglich ist jedoch, welche Rolle eben Ordner und Dateien spielen sollen, deren Problematik Segusoland zu umgehen versucht. So steht derzeit offenbar noch nicht fest, ob und wie sehr Ordner in Segusoland eine Rolle spielen sollen. Interessant könnte hier die Möglichkeit sein, die Datei-Auflistung zudem durch die Auswahl eines Ordners aus einem Dropdown-Menü beeinflussen zu können. Somit wäre der Anwender nicht gezwungen, die Dateien zu organisieren, die Möglichkeit stünde jedoch offen und auch per Vorauswahl eines Ordners wäre Intelligent Option Narrowing möglich!
Eine weitere offene Frage ist, wie man Segusoland in KDE integriert. Als separate Anwendung würde es wahrscheinlich nicht genug Aufmerksamkeit erhalten. Daher wurde der Vorschlag gemacht, Segusoland als Ersatz für den Desktop zu verwenden, d.h. es wäre im Hintergrund stets präsent. Vielleicht wäre jedoch auch die Einbindung als eine Art große Sidebar denkbar, sodass Segusoland automatisch sichtbar wird, sobald man die Maus beispielsweise an den oberen Bildschirmrand bewegt. Alternativ könnte direkt neben oder wenn man den Einschnitt ganz radikal macht anstatt dem KDE-Start-Button ein Segusoland Button platziert werden. Das Konzept von Segusoland [19] klingt jedenfalls sehr vielversprechend, auch wenn Power-User eventuell zunächst abgeneigt sein werden und weiterhin im klassischen Stil ihre Dateien verwalten möchten. Weitere Anwendungsbeispiele findet man auf der Segusoland Tutorial-Seite [20].
Seit Jahren ist XFree86 die einzige praxistaugliche Möglichkeit, grafische Oberflächen darzustellen. Es stellt die Grundfunktionalitäten für Desktop-Umgebungen wie KDE dar. In den letzten Jahren ist mehrfach der Ruf nach einem Ersatz für XFree86 laut geworden, da dieses Projekt nicht mehr mit den Anforderungen moderner Desktops mithalten könne. Eines der populärsten Features, das bis heute vermisst wird, ist die native Unterstützung von Transparenz. Denn alle Transparenz-Effekte, die man heutzutage auf einem auf XFree86 aufbauenden Desktop-System zu sehen bekommt, sind sozusagen geschummelt. Möchte eine Anwendung z.B. ihren Hintergrund transparent gestalten, muss sie praktisch in regelmäßigen Abständen Screenshots von dem Desktop machen, auf diesen ihr Interface zeichnen und dem X-Server zur Darstellung übermitteln. Das ist nicht besonders effizient, wünschenswert wäre eine serverseitige Lösung dieses Problems.
Gegen eine Implementierung von Transparenz hat bisher der vergleichsweise hohe Speicherverbrauch gesprochen. Das ist einfach erklärt, denn anstatt lediglich einem vollständig zusammengesetzten Bild, das so aussieht, wie man es auf dem Bildschirm zu sehen bekommt, muss der XServer zudem den Inhalt jedes Fensters einzeln im Speicher bereithalten, um diese dann übereinanderlegen zu können. Schließlich sollen jene Anwendungen, die teilweise oder vollständig von anderen verdeckt, dann aber durch Verschieben eines Fensters sichtbar werden, nicht bei jeder Bewegung um wenige Pixel ihren Fenster-Inhalt für die aufgedeckten Bereiche neu zeichnen müssen, obwohl sich dieser sehr wahrscheinlich gar nicht ändert. An dieser Stelle sieht man nämlich deutlich eine Schwäche von XFree86. Konqueror braucht zum Beispiel vergleichsweise lange, um den Fenster-Inhalt neu zu zeichnen. Bewegt man ein anderes Fenster über dem Konqueror Fenster hin und her, wird man Artefakte zu sehen bekommen, da Konqueror den Fenster-Inhalt nicht so oft neu zeichnen kann, wie weitere Bereiche seines Fensters aufgedeckt werden. Der nebenstehende Screenshot verdeutlicht dies.
Dass eine Realisierung heutzutage jedoch kein Wunschdenken mehr ist, hat Ende des Jahres 2003 Keith Packard mit seinem im Rahmen der Initiative FreeDesktop.org [21] entwickelten XServer [22] bewiesen. Dieser unterstützt bereits Fenster-Schatten sowie Transparenz-Effekte und auch wenn man den XServer derzeit bestenfalls als experimentell bezeichnen kann, sehen viele in ihm die Zukunft von grafischen Oberflächen in der UNIX-Welt. Wie bereits erwähnt, behält der XServer den Inhalt jedes einzelnen Fensters zusätzlich zum Gesamt-Bild im Arbeitsspeicher, sodass das wiederholte Neuzeichnen des Fenster-Inhalts bei Verschieben eines Fenster entfällt. Derzeit arbeitet man unter anderem daran, das Zusammensetzen der einzelnen Fenster zu einem Gesamtbild den Grafikkarten zu überlassen, welche dies um ein Vielfaches schneller können als die CPUs. Dabei ist man jedoch auf die Unterstützung der Hardware-Hersteller angewiesen und insbesondere nVidia hat sich in dieser Hinsicht in der Vergangenheit, milde ausgedrückt, wenig kooperativ gezeigt. Zwar gibt es qualitativ durchaus hochwertige nVidia-Treiber für Linux, diese liegen jedoch nicht im Quelltext vor und können somit nicht an die Bedürfnisse des XServers angepasst werden. Sollte sich der XServer etablieren, wird nVidia sicherlich eigenhändig für Abhilfe schaffen, eine zumindest teilweise Veröffentlichung der Spezifikationen zur Erstellung eines OpenSource-Treibers zum jetzigen Zeitpunkt wäre jedoch mehr als wünschenswert.
Denn das Problem des neuen XServers ist momentan die Performance. Das Ändern der Fenstergröße geht quälend langsam vonstatten und auch die Geschwindigkeit, mit der sich Fenster verschieben lassen, ist alles andere als zufriedenstellend, und zwar insbesondere dann, wenn man ein Fenster transparent macht. Während sich kleine Fenster noch flüssig bewegen lassen, merkt man bei größeren Fenstern eine deutliche Verzögerung. Es bleibt abzuwarten, ob an dieser Stelle weitere Optimierungen am XServer-Code etwas bewirken können oder ob man letztendlich auf Hardware-Beschleunigung angewiesen ist. Aufgrund von Problemen mit neueren Versionen der Composite Extension, welche das Zusammensetzen der einzelnen Fenster regelt, mussten wir auf eine relativ alte Version von Ende November 2003 zurückgreifen und können daher nicht beurteilen, ob sich mittlerweile etwas getan hat.
KDE 3.2 ist gegenüber KDE 3.1 in nahezu allen Bereichen ein großer Fortschritt. Während Konqueror 3.1 nur bedingt als praxistauglich bezeichnet werden konnte, kann Konqueror 3.2 bis auf wenige Ausnahmen alle Webseiten korrekt darstellen und ist zudem schneller denn je zuvor. Diesen Eindruck vermittelt auch der Desktop als Gesamtes, die Reaktionen auf die Benutzereingaben erfolgen einfach schneller und wenn man dann noch Linux 2.6 mit seinen Interaktivitäts-Verbesserungen hinzunimmt, bekommt man eine sehr reaktionsfreudige Desktop-Umgebung. Wie man in erster Linie an Kopete, Kate und Kontact sieht, haben auch die Anwendungen für sich genommen große Fortschritte gemacht bzw. Eröffnen neue Möglichkeiten. Was die Stabilität angeht, so kann das Urteil nur äußerst positiv auffallen. Bis auf Konqueror, und das auch nur sehr selten und nicht reproduzierbar, ist keine Anwendung abgestürzt.
Doch es gibt auch, wie der aufmerksame Leser mitbekommen haben sollte, reichlich Raum für Verbesserungen, die oftmals im Detail liegen, jedoch nichtsdestrotrotz viel Potenzial verschenken, wie beispielsweise die globale Sidebar. An den erwähnten Usability-Schwächen muss weiter gearbeitet werden, da diese wohl momentan eines der Hauptargumente gegen KDE sind. Da die genannten Unannehmlichkeiten jedoch auch in KDE 3.1 vorhanden waren bzw. erst durch die in KDE 3.2 neuen Anwendungen eingeführt wurden, sollte für Benutzer von KDE 3.1 ein Upgrade allein schon aufgrund der Geschwindigkeitsverbesserungen in jedem Fall sinnvoll sein.
Wie die letzten Abschnitte gezeigt haben, lässt die nahe Zukunft einiges an Fortschritt erwarten, so wird es erstmals Unterstützung für die Erstellung von HTML E-Mails geben, zudem könnte mittel- oder langfristig der neue XServer das Desktop-Erlebnis verbessern. Mit Segusoland wird der Versuch unternommen, die Verwaltung von Dateien grundlegend umzukrempeln. KDE [23] 3.2 kann weitgehend überzeugen und die Zukunft sieht ebenfalls vielversprechend aus!
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[/left]Man findet KHotkeys sowohl im Kontrollzentrum unter „Regionaleinstellungen & Zugangshilfen“, als auch als separate Anwendung, indem man nach dem Betätigen von Alt+F2 in das Eingabefeld „KHotkeys“ eingibt. Die schon vordefinierten Mausgesten in Konqueror sind im Auslieferungszustand leider nicht aktiviert und man muss diese sowohl alle einzeln, als auch als Gruppe aktivieren. Dazu deaktiviert man einfach die „Deaktivieren“-Checkboxen für alle vier Aktionen: Zurück, Vorwärts, Neu laden und Aufwärts und übernimmt die Einstellungen mit einem Klick auf „Anwenden“. Nun kann man die Maus-Gesten in Konqueror testen. Dazu hält man die mittlere Maustaste gedrückt und bewegt die Maus daraufhin nach rechts und noch während man die mittlere Maustaste gedrückt hält wieder nach links, womit man die „Zurück“-Aktion ausführt.
Sollte dieser erste Versuch fehlschlagen, so hilft es unter Umständen zu verstehen, wie die Mausgesten von KDE erkannt und interpretiert werden. Intern speichert KDE jede definierte Mausgeste als ein eine Abfolge von Mausbewegungen über ein 3x3 Felder großes Raster. Jedem Feld ist eine Nummer zugeordnet, genauso wie es auf dem Ziffernblock jeder handelsüblichen Tastatur der Fall ist. So ist die Geste "Neu laden" beispielsweise definiert als Bewegung über die Ziffern 1-2-3-6-9-8-7-4-1. Insbesondere diese Geste schlägt leicht fehl, da man geneigt ist, entsprechend der Beschreibung der vordefinierten Geste in KHotkeys, einen Kreis anstatt ein Quadrat auf den Bildschirm zu zeichnen. Hier ist sicherlich noch Raum für Verbesserungen in kommenden KDE-Versionen.
Kommen wir aber nun zu der Eingangs erwähnten Einrichtung einer eigenen Geste, um zum nächsten Lied in der Playlist zu springen. Dazu klickt man auf den Button mit der Aufschrift „Neue Aktion“ und gibt dieser daraufhin einen sinnvollen Namen, beispielweise „Nächster Song“. Den Aktionstyp belässt man bei der Vorauswahl - „Generisch“. Daraufhin wechselt man in die Registerkarte "Auslöser", klickt dort auf „Neu“ und wählt im erscheinenden Menü den Eintrag „Gestischer Auslöser“ aus. Daraufhin erscheint ein Fenster, in welchem man die Geste zeichnet. Wir wählen eine Bewegung, die über die Felder 7-4-1-2-3 führt.
Nun haben wir aber noch nicht definiert, welche Aktion ausgeführt werden soll. Hier bietet sich eine schier unendlich Anzahl an Möglichkeiten und diese Flexibilität hat leider ihren Preis, denn für den Einsteiger dürfte es schwierig sein, die gewünschte Aktion ausfindig zu machen. Alle KDE-Anwendungen kommunizieren intern über DCOP (Desktop Communication Protocol) miteinander. Um eine Übersicht über die Möglichkeiten zu erhalten, startet man das Programm KDCOP, indem man nach dem Drücken von Alt+F2 „kdcop“ in das Befehls-Feld eingibt.
Man sieht eine Auflistung aller laufenden KDE-Anwendungen, welchen man mittels DCOP-Befehle übergeben kann. Unter anderem auch die erwähnte Jukebox Juk. Dort öffnet man den Untereintrag „Player“, woraufhin man alle möglichen Befehle aufgelistet bekommt, unter anderem auch das gesuchte „forward“. Wo braucht man diese neu gewonnenen Informationen? Man wählt in KHotkeys, die Registerkarte Aktionen aus, klickt dort auf den Button "Neu" und wählt aus dem Menü DCOP-Aufruf aus. Dort macht man folgende Angaben, welche man auch dem nebenstehenden Screenshot entnehmen kann:
Danach schließt man alle offenen Dialoge mit einem Klick auf „OK“ und kann die neue Mausgeste testen. Sollte man vor lauter Testen dazu verführt werden, selbst die besten Lieder zu überspringen, könnte man darüber nachdenken, analog eine Mausgeste zum Zurückspringen in der Abspielliste hinzuzufügen, was der Leser als kleine Herausforderung zur Vertiefung des neu gewonnenen Wissens ansehen kann.