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Bericht: 3DMark Vantage - Der Performance Report

von Wolfgang Andermahr, Frank Hüber

Einleitung

Seit jeher ist die Veröffentlichung eines neuen 3DMark aus dem Hause Futuremark ein großes Ereignis in der Gemeinde der Hardware-Begeisterten, so dass auch der 3DMark Vantage in Zukunft wieder von vielen als Maß für die Leistungsfähigkeit des eigenen Systems und vor allem der Grafikkarte herangezogen werden wird – ob dies gerechtfertigt und realistisch ist, sei einmal dahingestellt. Dass der 3DMark Vantage früher oder später erscheinen würde, war schon länger kein Geheimnis mehr und auch den genauen Veröffentlichungstermin kündigt Futuremark mittlerweile auf der eigenen Webseite im Vorfeld anhand eines Countdowns an, um sich der Aufmerksamkeit der Medien und Enthusiasten sicher zu sein. Die mittlerweile achte Inkarnation des 3DMark folgt in Sachen Namensgebung dem PCMark [1] und nennt sich so schlicht „3DMark Vantage“. Nachdem man beim 3DMark06 nur ein Jahr Entwicklungszeit investiert hatte, liegen zwischen dem 3DMark Vantage und 3DMark06 nun erneut zwei Jahre Abstand wie bei den vorangegangenen Versionen.

3DMark Vantage

In diesem mittlerweile traditionellen „Performance Report“ zur Veröffentlichung des neuen 3DMark möchten wir nicht nur unsere eigenen Ergebnisse mit den Grafikkarten von Nvidia und ATi im neuen Produkt von Futuremark präsentieren, sondern erneut dem Leser die Möglichkeit geben, uns seine Ergebnisse im Forum mitzuteilen, um einen großen Überblick und einen Vergleich zu schaffen. Beginnen möchten wir jedoch erneut mit einer Übersicht über die verfügbaren Versionen und die Hardwareanforderungen des neuen 3DMark, welche Nutzer von Windows XP vor verschlossenen Türen stehen lassen.

Übersicht

Zum Download

Natürlich bieten wir unseren Lesern auch beim neuen 3DMark Vantage wieder einen schnellen Zugriff auf den 460 MB großen Download an. Die verfügbaren Plätze auf unserem FTP-Server sind allerdings begrenzt, um eine gleichbleibend gute Geschwindigkeit gewährleisten zu können. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Seite an sich auch weiterhin erreichbar bleibt. Den Download findet man wie gewohnt in unserer Downloadsektion unter „3DMark Vantage Version 1.0 [2]“.

Verfügbare Versionen

Neben einer kostenlosen Trial-Version, welche jedoch nur ein einziges Mal ausgeführt werden kann, auf der Basic Edition beruht und es erlaubt das Ergebnis des 3DMark Vantage in den Online Result Browser [3] (ORB) abzusenden, bietet Futuremark erneut drei Versionen des 3DMark Vantage an. Die zahlungsbereite Kundschaft kommt erneut in den Genuss einiger zusätzlicher Optionen. Die Basic Edition ist für all' jene gedacht, die den Benchmark mehr als nur einmal ausführen möchten, wofür jedoch bereits 6,95 US-Dollar bezahlt werden müssen. Hierfür kann man den Benchmark dann beliebig oft im sogenannten Performance-Preset nutzen und die erreichte Punktzahl zu Futuremarks Online Result Browser schicken. In der Advanced-Version für 19,95 US-Dollar sind dann auch alle anderen Presets freigeschaltet, es werden sechs zusätzliche Feature-Tests verfügbar und alle Einstellungsmöglichkeiten sind zugänglich. Die für kommerzielle Zwecke gedachte Professional-Version bietet darüber hinaus technischen Support, Kommandozeilen-Skripting und zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. Die erwähnten Presets definieren sich anhand folgender grundlegender Voraussetzungen:

Wer eine entsprechende Version vom 3DMark Vantage erwirbt, kann auch andere Auflösungen auswählen, doch ein Eintrag im Online Result Browser ist nur in Verbindung mit einem der vordefinierten Presets möglich. Das bedeutet, dass für die Presets High und Extreme ein Widescreen-Monitor zu einer grundlegenden Hardware-Anforderung wird.

Eigenschaften der 3DMark Vantage Basic Edition (6,95 US-Dollar):

Zusätzliche Eigenschaften der Advanced Edition (19,95 US-Dollar):

Weitere Features, die nur in der Professional Edition von 3DMark Vantage enthalten sind (495 US-Dollar):

Game-Tests

Jane Nash

Mit dem 3DMark Vantage hat Futuremark nicht mehr auf bereits bekannte Szenarien gesetzt, sondern sämtliche Tests von Grund auf neu entwickelt. Der erste Grafik-Test nennt sich „Jane Nash“ und repräsentiert eine Spielszene in geschlossenen Räumen mit komplexen Charakteren, multiplen dynamischen Lichtern und komplexen Oberflächenbeleuchtungen. Es werden mehrere hierarchische Rendering-Schritte benutzt, einschließlich der Reflektionen auf der Wasseroberfläche und der Lichtbrechungen, sowie die physikalische Simulierung der Kollisionserkennung.

3DMark Vantage – Game-Test 1 3DMark Vantage – Game-Test 1 3DMark Vantage – Game-Test 1

New Calico

Der zweite Game-Test „New Calico“ stellt eine gewaltige Szene im Weltraum mit vielen sich bewegenden aber festen Objekten dar. Als Besonderheit verfügt die Szene über einen riesigen Planeten und einen dichten Asteroidengürtel. Neben diesen vielen sich bewegenden und häufig instanziierten Objekten kennzeichnen Effekte wie Parallax Occlusion Mapping, True Impostors und Volumetric Fog die Szene.

3DMark Vantage – Game-Test 2 3DMark Vantage – Game-Test 2 3DMark Vantage – Game-Test 2

CPU-Test

Die beiden neuen CPU-Tests sollen ein Spiel-ähnliches Szenario schaffen und darüber hinaus dem Benutzer während des Tests etwas Interessantes zum Betrachten bieten. Beide CPU-Tests benutzen die gleiche Grafik-Engine, welche auch bei den beiden Game-Tests zum Einsatz kommt, allerdings wird der grafische Rechenaufwand vermindert, um den Effekt der Grafikkarte auf das Ergebnis der Tests zu minimieren. Deshalb finden weder post-processing Effekte, komplexen Shader noch Schatten Verwendung. Auch die Geometrie der Modelle ist vereinfacht und die Welt außerhalb des Sichtfelds der Kamera wird nicht modelliert.

AI

Der AI-Test (artificial intelligence – Künstliche Intelligenz) verfügt über eine Auslastung mit vielen kooperativ manövrierenden und weg-findenden Berechnungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Als Schauplatz wählte Futuremark eine Rennstrecke für Flugzeuge, welche alle versuchen durch eine Serie von Toren zu navigieren, ohne sich gegenseitig oder den Boden zu berühren. Der Algorithmus für die Wegfindung richtet sich dabei nach drei Merkmalen: die Tore müssen nach der Reihe durchflogen werden, er schätzt ein physikalisches Flugmodell eines Starrflügelluftfahrzeug und er vermeidet Kollisionen mit anderen Flugzeugen. Die Last wird durch die Planung der Bewegung für jedes Flugzeug erreicht und kann parallelisiert werden, so dass auch Mehrkern-Prozessoren ausgelastet sind. Eine Generatorfunktion generiert zufällig eine Vielzahl von Kandidaten möglicher Wegstrecken, woraufhin der beste Kandidat anhand von Merkmalen wie Nähe zum Grund und Nähe zu anderen Flugzeugen ausgewählt wird. Schnellere Prozessoren können geschicktere Routen für die Flugzeuge berechnen, da hier die Anzahl in Erwägung gezogener Wegstrecken größer ausfällt als bei langsamen Prozessoren.

3DMark Vantage – CPU-Test 1 3DMark Vantage – CPU-Test 1

Physics

Der Physics-Test soll die Physik-Berechnungen in zukünftigen Spieletiteln simulieren. Besitzer einer PhysX-Karte von Ageia kommen hier auf ihre Kosten, da der Test die Karten zur Physik-Berechnung einsetzt. Die Szene zeigt ein Rennen von Flugzeugen, wobei die Tore sehr gefährlich angeordnet sind. Die Flugzeuge ziehen Rauchschwaden nach sich, welche mit Hindernissen, dem Boden und gegenseitig kollidieren. Darüber hinaus reagiert der Rauch auf hindurchfliegende Flugzeuge. Da die Flugzeuge alle zur selben Zeit versuchen durch die Tore zu fliegen, kommt es zu Kollisionen. Die Flugzeuge bestehen aus zwölf starren Teilen, welche von elf zerbrechlichen Gelenken zusammengehalten werden. Das Zerbrechen der Flugzeuge nach einem Zusammenstoß ist nicht vorherbestimmt, sondern wird einzig durch die Physikberechnung in Echtzeit vorgenommen. In der Szene gibt es zwei verschiedene Arten von Toren: donut-förmige, schwebende Tore und solche, die aus zwei kegelförmigen Pylonen bestehen. Beide Torarten sind verformbar und interagieren mit anderen Objekten der Szene. Die Anzahl der Torepaare (Welten) ist dabei von der Anzahl der Prozessorkerne und dem Einsatz einer PhysX-Karte abhängig. Je ein Torepaar wird einer CPU zugeordnet. Eine CPU mit zwei Kernen resultiert demnach in zwei Torepaaren. Eine CPU mit zwei Kernen mit einer PhysX-Karte im PC führt hingegen bereits zu fünf Torepaaren. Vier Kerne bringen vier Torepaare; mit PhysX-Karte sind es hingegen sieben. Jedes Torepaar stellt eine eigene physikalische Welt dar, so dass sich die Welten auch nicht gegenseitig beeinflussen. Futuremark wählte diesen Schritt, um sämtliche Welten getrennt und möglichst schnell berechnen zu können und nicht immer wieder aufeinander abstimmen zu müssen. So kann die PhysX-Karte die ihr zugewiesenen Welten schneller oder langsamer berechnen als die Prozessorkerne die ihnen zugeteilten Welten.

3DMark Vantage – CPU-Test 2 3DMark Vantage – CPU-Test 2

Feature-Test

Texture Fill Rate Test:
Schon in jeder 3DMark-Version enthalten, darf ein Füllratentest ebenso wenig im neuen 3DMark Vantage fehlen. Auch wenn die Shaderintensität in modernen Spielen ohne Zweifel immer mehr zunimmt, so kommt man auch heutzutage in Schwierigkeiten, wenn die nötige Texturleistung nicht vorhanden ist. Denn auf simple, aber effektive Texturen möchte wohl keiner verzichten und die Texturfilterung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Texture-Fill-Rate-Test füllt den Bildschirm mit diversen Dreiecken aus, deren Werte aus einer kleinen Textur mit diversen Koordinaten genommen werden. Die Koordinaten variieren von Frame zu Frame und lassen die Dreiecke rotieren.

3DMark Vantage – Texture Fill Rate 3DMark Vantage – Texture Fill Rate

Color-Fill-Test:
Im Color-Fill-Test wird ein Dreieck pro Frame mehrere Male gezeichnet. Der Farb- und Alpha-Wert jeder Ecke sind dabei animiert. Der interpolierte Farbwert wird ohne eine Bearbeitung im Pixelshader in ein Rendertarget mittels Alpha Blending geschrieben. Als Rendertarget wird in dem Benchmark ein 16 Bit Floating-Point-Format (R16G16B16A16) genutzt.

3DMark Vantage – Color Fill Rate 3DMark Vantage – Color Fill Rate

Parallax Occlusion Mapping (POM):
Parallax Occlusion Mapping ist eine recht neue Methode, um ohne allzu viel Rechenleistung in Beschlag zu nehmen, Höhenunterschiede in Texturen darzustellen, damit diese nicht mehr 2-dimensional, sondern realistisch wirken. Der 3DMark Vantage nutzt POM, um eine komplexe Geometrie unter der Oberfläche eines Dreiecks darzustellen. Dazu verwendet man Ray-Tracing-Methoden für eine große Depth-Map (4k x 4k), die die Tiefeninformationen enthält. Zusätzlich werden einige Lichtquellen gerendert und der Rechenalgorithmus muss bestimmen, welche Geometrie in einem sichtbaren Bereich liegt.

3DMark Vantage – POM 3DMark Vantage – POM

GPU-Cloth:
Im GPU-Cloth-Test findet eine Stoffsimulation statt, die alleine von der GPU berechnet wird. Dazu nutzt man Vertex- und Geometryshader-Programme, die in mehreren Renderdurchgängen (Render-Pass) ein realistisches Verhalten der Fahnen erzeugen sollen. Darüber hinaus macht man sich die neuen Stream-Out-Fähigkeiten der Direct3D-10-Beschleuniger zu Nutze, damit man die einzelnen Vertices schneller von einer Berechnung zur nächsten kopieren kann.

3DMark Vantage – GPU-Cloth 3DMark Vantage – GPU-Cloth

GPU-Particles:
In modernen Computerspielen kommen wie auch in Filmen des Öfteren Partikeleffekte zum Einsatz. Der GPU-Particles-Tests im 3DMark Vantage simuliert hunderttausende solcher Partikel, die allesamt in Bewegung sind und mit einer Height-Map kollidieren, worauf sie sich anschließend neu ausrichten müssen. Neben dem Stream-Out-Feature realisiert Futuremark die Partikel im Geometryshader, da dort jeder einzelne Vertex (ein geometrischer Punkt) zu einem kompletten Dreieck zusammengesetzt wird.

3DMark Vantage – GPU-Particles 3DMark Vantage – GPU-Particles

Perlin-Noise-Test:
Der Perlin-Noise-Test im 3DMark Vantage ist wohl zweifellos der optisch fadeste Abschnitt im neuen Benchmark. Perlin Noise ist ein spezieller Algorithmus, bei dem man durch einfache Formeln schier unendliche Formen mit weichen Übergängen erstellen kann. Unter anderem zur Wolkendarstellung kann man Perlin Noise benutzen. In dem Benchmarkprogramm werden mehrere „Oktaven“ von Perlin Noise mittels des Pixelshaders erstellt. Jeder Farbkanal hat eine eigene „Noise-Funktion“, um die Rechenlast auf der GPU zu erhöhen.

3DMark Vantage – Perlin Noise 3DMark Vantage – Perlin Noise

Berechnung der Punkte

Auch mit dem 3DMark Vantage hat Futuremark wieder einmal eine neue Formel zur Berechnung der berühmten „3DMarks“ aufgestellt. Und wieder einmal gilt, dass der optische Eindruck täuschen kann und die schlussendlich erzielten Ergebnisse höher ausfallen können, als es die Diashow erahnen ließ. Wie schon beim 3DMark06 fließen auch beim 3DMark Vantage erneut die Grafik-Score und die CPU-Score in das Endergebnis ein.

Die Punkte für den GPU- und CPU-Test werden separat dargestellt. Der GPU-Score berechnet sich wie folgt:

SGrafik = CGT1*FGT1 + CGT2*FGT2

Er stellt somit eine gewichtete Summe der Einzelergebnisse der beiden Game-Tests dar, wobei CGT1 eine Skalierungskonstante ist und FGT1 das Ergebnis des ersten Game-Tests in Frames-per-Second (fps). CGT1 und FGT1 sind dementsprechende Werte für den zweiten Game-Test. Die Skalierungskonstante CGT1 beträgt 2500 / 14,4, die Konstante CGT2 hingegen 2500 / 14,9. Die Grafik-Punkte werden mit identischen Gewichten für jedes Preset berechnet, so dass sie über alle Presets hinweg vergleichbar sind.

Der CPU-Score berechnet sich wie folgt:

SCPU = CCPU1*OCPU1 + CCPU2*OCPU2

Auch er stellt somit eine gewichtete Summe der Einzelergebnisse der beiden CPU-Tests dar. Die Skalierungskonstante CCPU1 beträgt 2500 / 477,9 und die Konstante CCPU2 liegt bei 2500 / 12,0. OCPU1 und OCPU2 stellen die Ergebnisse der beiden CPU-Tests in operations per second (ops) dar. Wie bei den Game-Tests werden die Skalierungskonstanten benutzt, um die Gesamtergebnisse in den traditionellen Rahmen zu bringen. Ebenfalls identisch zu den Game-Tests ist, dass auch bei den CPU-Tests die Gewichte bei jedem Preset identisch sind und so unabhängig von diesen verglichen werden können.

Aus diesen beiden Ergebnissen berechnet sich als gewichtetes harmonisches Mittel wiederum die 3DMark-Vantage-Punktzahl.

S3DMark = (WGrafik + WCPU) / ((WGrafik / SGrafik) + (WCPU / SCPU))

WGrafik und WCPU stellen dabei die Gewichte für die Ergebnisse des Game-Tests und CPU-Tests abhängig vom Preset dar. Diese sind je nach gewähltem Preset nämlich nicht identisch, so dass ein höheres Preset dem GPU-Score ein höheres Gewicht zukommen lässt. Das Endergebnis des 3DMark Vantage ist somit nicht über alle Presets hinweg miteinander vergleichbar. Das Ergebnis eines Presets soll hingegen die Leistung einer spezifischen Performance-Kategorie repräsentieren, welche vom Preset vorgegeben wird. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die in die jeweiligen Berechnungen einfließenden Gewichte und Konstanten in Abhängigkeit vom Preset.

Entry Performance High Extreme
WGrafik 0,75 0,75 0,85 0,95
WCPU 0,25 0,25 0,15 0,05
CGT1 2500,0 / 14,4
CGT2 2500,0 / 14,9
CCPU1 2500,0 / 477,9
CCPU2 2500,0 / 12,0

Hardwareanforderungen

Mit dem neuen 3DMark sind auch die Hardware-Anforderungen gestiegen. Die neue Version benötigt erstmals zwingend eine DirectX10-kompatible Grafikkarte und somit auch Microsofts Windows Vista.

Messungen verschiedener Grafikkarten

Die folgenden Performance-Messungen wurden auf unserem Grafikkarten-Testsystem mit Core 2 Extreme QX9770 (4 GHz) und 4 GB Arbeitsspeicher [4] durchgeführt. Als Treiber kamen der Nvidia GeForce 175.12 und ATi Catalyst 64-8-471-1-080425-62964 (wahrscheinlich eine Betaversion vom Catalyst 8.4) zum Einsatz.

Overall-Score

3DMark Vantage – Score Overall

 Performance:
Nvidia GeForce 9800 GX2
10.145
ATi Radeon HD 3870 X2
8.417
Nvidia GeForce 8800 Ultra
6.848
Nvidia GeForce 8800 GTX
6.120
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
5.956
Nvidia GeForce 8800 GT
5.311
ATi Radeon HD 3870
4.808
ATi Radeon HD 3850 512
4.108
Nvidia GeForce 9600 GT
4.027
ATi Radeon HD 3850 256
3.984
Nvidia GeForce 8600 GTS
1.823
Nvidia GeForce 8600 GT
1.330
ATi Radeon HD 3650
1.250
 High:
Nvidia GeForce 9800 GX2
6.413
ATi Radeon HD 3870 X2
4.410
Nvidia GeForce 8800 Ultra
4.151
Nvidia GeForce 8800 GTX
3.692
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
3.565
Nvidia GeForce 8800 GT
3.114
ATi Radeon HD 3870
2.526
Nvidia GeForce 9600 GT
2.341
ATi Radeon HD 3850 512
2.163
ATi Radeon HD 3850 256
1.800
ATi Radeon HD 3650
610
Nvidia GeForce 8600 GTS
602
Nvidia GeForce 8600 GT
508
 Extreme:
Nvidia GeForce 9800 GX2
3.606
ATi Radeon HD 3870 X2
2.695
Nvidia GeForce 8800 Ultra
2.510
Nvidia GeForce 8800 GTX
2.220
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
2.100
Nvidia GeForce 8800 GT
1.853
ATi Radeon HD 3870
1.509
Angaben in Punkten

3DMark Vantage – GPU-Score

 Performance:
Nvidia GeForce 9800 GX2
9.101
ATi Radeon HD 3870 X2
7.262
Nvidia GeForce 8800 Ultra
5.740
Nvidia GeForce 8800 GTX
5.071
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
4.923
Nvidia GeForce 8800 GT
4.340
ATi Radeon HD 3870
3.895
ATi Radeon HD 3850 512
3.287
Nvidia GeForce 9600 GT
3.218
ATi Radeon HD 3850 256
3.184
Nvidia GeForce 8600 GTS
1.407
Nvidia GeForce 8600 GT
1.018
ATi Radeon HD 3650
955
 High:
Nvidia GeForce 9800 GX2
5.792
ATi Radeon HD 3870 X2
3.909
Nvidia GeForce 8800 Ultra
3.668
Nvidia GeForce 8800 GTX
3.248
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
3.134
Nvidia GeForce 8800 GT
2.725
ATi Radeon HD 3870
2.199
Nvidia GeForce 9600 GT
2.035
ATi Radeon HD 3850 512
1.876
ATi Radeon HD 3850 256
1.556
ATi Radeon HD 3650
521
Nvidia GeForce 8600 GTS
512
Nvidia GeForce 8600 GT
434
 Extreme:
Nvidia GeForce 9800 GX2
3.465
ATi Radeon HD 3870 X2
2.582
Nvidia GeForce 8800 Ultra
2.403
Nvidia GeForce 8800 GTX
2.123
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
2.008
Nvidia GeForce 8800 GT
1.771
ATi Radeon HD 3870
1.440
Angaben in Punkten

Game-Tests

3DMark Vantage – Game Test 1

 Performance:
Nvidia GeForce 9800 GX2
24,8
ATi Radeon HD 3870 X2
19,3
Nvidia GeForce 8800 Ultra
15,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
13,8
Nvidia GeForce 8800 GTX
13,6
Nvidia GeForce 8800 GT
12,1
ATi Radeon HD 3870
10,0
Nvidia GeForce 9600 GT
8,5
ATi Radeon HD 3850 512
8,4
ATi Radeon HD 3850 256
8,2
Nvidia GeForce 8600 GTS
3,7
Nvidia GeForce 8600 GT
2,7
ATi Radeon HD 3650
1,5
 High:
Nvidia GeForce 9800 GX2
16,4
ATi Radeon HD 3870 X2
12,2
Nvidia GeForce 8800 Ultra
10,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
9,0
Nvidia GeForce 8800 GTX
9,0
Nvidia GeForce 8800 GT
7,8
ATi Radeon HD 3870
6,4
Nvidia GeForce 9600 GT
5,5
ATi Radeon HD 3850 512
5,4
ATi Radeon HD 3850 256
4,6
Nvidia GeForce 8600 GTS
1,5
Nvidia GeForce 8600 GT
1,3
ATi Radeon HD 3650
1,0
 Extreme:
Nvidia GeForce 9800 GX2
10,1
ATi Radeon HD 3870 X2
7,9
Nvidia GeForce 8800 Ultra
7,1
Nvidia GeForce 8800 GTX
6,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
6,1
Nvidia GeForce 8800 GT
5,3
ATi Radeon HD 3870
4,6
Angaben in Punkten

3DMark Vantage – Game Test 2

 Performance:
Nvidia GeForce 9800 GX2
26,9
ATi Radeon HD 3870 X2
23,3
Nvidia GeForce 8800 Ultra
18,4
Nvidia GeForce 8800 GTX
16,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
15,1
Nvidia GeForce 8800 GT
13,4
ATi Radeon HD 3870
12,9
ATi Radeon HD 3850 512
10,9
ATi Radeon HD 3850 256
10,5
Nvidia GeForce 9600 GT
10,4
Nvidia GeForce 8600 GTS
4,6
ATi Radeon HD 3650
4,1
Nvidia GeForce 8600 GT
3,3
 High:
Nvidia GeForce 9800 GX2
17,5
Nvidia GeForce 8800 Ultra
11,3
ATi Radeon HD 3870 X2
10,7
Nvidia GeForce 8800 GTX
10,0
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
9,3
Nvidia GeForce 8800 GT
8,2
ATi Radeon HD 3870
6,5
Nvidia GeForce 9600 GT
6,4
ATi Radeon HD 3850 512
5,6
ATi Radeon HD 3850 256
4,5
ATi Radeon HD 3650
2,1
Nvidia GeForce 8600 GTS
1,4
Nvidia GeForce 8600 GT
1,2
 Extreme:
Nvidia GeForce 9800 GX2
10,2
ATi Radeon HD 3870 X2
7,2
Nvidia GeForce 8800 Ultra
7,0
Nvidia GeForce 8800 GTX
6,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
5,7
Nvidia GeForce 8800 GT
5,0
ATi Radeon HD 3870
3,9
Angaben in Punkten

Feature-Test

3DMark Vantage – Color Fill

 1280x1024:
Nvidia GeForce 9800 GX2
6,10
ATi Radeon HD 3870 X2
5,30
Nvidia GeForce 8800 Ultra
5,10
Nvidia GeForce 8800 GTX
4,28
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
3,00
ATi Radeon HD 3870
3,00
Nvidia GeForce 9600 GT
2,90
Nvidia GeForce 8800 GT
2,84
ATi Radeon HD 3850 512
2,43
ATi Radeon HD 3850 256
2,40
Nvidia GeForce 8600 GTS
1,48
ATi Radeon HD 3650
1,26
Nvidia GeForce 8600 GT
1,08
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)

3DMark Vantage – Texture Fill

 1280x1024:
Nvidia GeForce 9800 GX2
1.070,0
ATi Radeon HD 3870 X2
733,2
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
579,7
Nvidia GeForce 8800 Ultra
546,3
Nvidia GeForce 8800 GTX
513,7
Nvidia GeForce 8800 GT
470,8
ATi Radeon HD 3870
347,1
ATi Radeon HD 3850 512
299,0
ATi Radeon HD 3850 256
298,8
Nvidia GeForce 9600 GT
291,2
Nvidia GeForce 8600 GTS
151,2
ATi Radeon HD 3650
128,9
Nvidia GeForce 8600 GT
121,0
Angaben in Megatexel pro Sekunde (MTex/s)

3DMark Vantage – POM

 1280x1024:
Nvidia GeForce 9800 GX2
21,3
ATi Radeon HD 3870 X2
16,2
Nvidia GeForce 8800 Ultra
11,6
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
11,4
Nvidia GeForce 8800 GTX
10,5
Nvidia GeForce 8800 GT
9,5
ATi Radeon HD 3870
7,8
ATi Radeon HD 3850 512
6,8
ATi Radeon HD 3850 256
6,7
Nvidia GeForce 9600 GT
6,0
Nvidia GeForce 8600 GTS
3,0
Nvidia GeForce 8600 GT
2,4
ATi Radeon HD 3650
1,3

3DMark Vantage – GPU Cloth

 1280x1024:
Nvidia GeForce 8800 Ultra
22,1
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
21,4
Nvidia GeForce 8800 GTX
20,3
Nvidia GeForce 9800 GX2
19,7
Nvidia GeForce 8800 GT
19,6
Nvidia GeForce 9600 GT
15,5
ATi Radeon HD 3870 X2
9,7
ATi Radeon HD 3870
8,6
Nvidia GeForce 8600 GTS
8,4
ATi Radeon HD 3850 512
8,1
ATi Radeon HD 3850 256
7,8
Nvidia GeForce 8600 GT
6,8
ATi Radeon HD 3650
2,7

3DMark Vantage – GPU Particles

 1280x1024:
Nvidia GeForce 8800 Ultra
29,2
Nvidia GeForce 8800 GTX
26,8
Nvidia GeForce 9600 GT
26,4
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
25,9
Nvidia GeForce 9800 GX2
25,7
Nvidia GeForce 8800 GT
24,3
ATi Radeon HD 3870 X2
17,5
ATi Radeon HD 3870
15,9
ATi Radeon HD 3850 512
13,9
ATi Radeon HD 3850 256
13,7
Nvidia GeForce 8600 GTS
11,2
Nvidia GeForce 8600 GT
7,9
ATi Radeon HD 3650
7,5

3DMark Vantage – Perlin Noise

 1280x1024:
ATi Radeon HD 3870 X2
45,3
Nvidia GeForce 9800 GX2
43,5
Nvidia GeForce 8800 Ultra
25,1
Nvidia GeForce 8800 GTS 512
23,3
Nvidia GeForce 8800 GTX
22,6
ATi Radeon HD 3870
21,6
Nvidia GeForce 8800 GT
19,1
ATi Radeon HD 3850 512
18,7
ATi Radeon HD 3850 256
18,6
Nvidia GeForce 9600 GT
11,8
Nvidia GeForce 8600 GTS
5,8
ATi Radeon HD 3650
5,2
Nvidia GeForce 8600 GT
4,7

Messungen verschiedener Prozessoren

Die folgenden Performance-Messungen wurden auf unserem Grafikkarten-Testsystem mit Core 2 Extreme QX9770 und 4 GB Arbeitsspeicher [3] durchgeführt. Als Treiber kamen der Nvidia GeForce 175.12 und ATi Catalyst 64-8-471-1-080425-62964 (wahrscheinlich eine Betaversion vom Catalyst 8.4) zum Einsatz. Die variierenden Taktraten erreichen wir durch das Unter- beziehungsweise Übertakten des Prozessors. Die CPU-Kerne haben wir unter Windows deaktiviert. Falls möglich, versuchen wir die Einstellungen der simulierten CPUs identisch mit denen der im Handel erhältlichen Exemplare zu halten.

Overall-Score

3DMark Vantage – Score Overall

 Performance:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
10.145
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
9.710
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
9.651
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
9.590
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
9.466
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
9.452
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
8.636
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
6.875
 High:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
6.413
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
6.249
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
6.228
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
6.210
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
6.204
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
6.130
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
5.966
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
5.353
 Extreme:
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
3.653
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
3.638
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
3.629
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
3.613
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
3.606
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
3.601
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
3.581
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
3.354
Angaben in Punkten

3DMark Vantage – CPU-Score

 Performance:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
16.139
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
13.384
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
12.287
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
12.026
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.622
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.129
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
8.125
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
4.146
 High:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
16.337
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
13.185
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
12.410
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
12.074
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.781
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.151
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
8.251
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
4.139
 Extreme:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
16.049
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
13.179
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
12.372
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
12.195
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.679
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
11.008
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
8.227
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
4.173
Angaben in Punkten

CPU-Test

3DMark Vantage – CPU-Test 1

 Performance:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
2.173,4
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.797,1
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.658,9
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
1.631,8
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.581,3
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.504,9
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
1.101,7
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
541,2
 High:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
2.190,2
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.792,3
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.658,3
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
1.649,5
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.580,9
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.503,9
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
1.095,4
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
537,1
 Extreme:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
2.181,9
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.791,2
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.664,1
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
1.646,3
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.581,1
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
1.504,1
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
1.096,7
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
542,0

3DMark Vantage – CPU-Test 2

 Performance:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
22,9
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
19,1
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
17,3
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
16,8
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
16,4
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
15,6
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
11,3
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
6,3
 High:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
23,4
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
18,3
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
17,9
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
16,5
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
16,3
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
15,8
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
11,5
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
6,4
 Extreme:
4,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
22,3
3,2 GHz @ 4 CPU-Kerne
18,3
3,0 GHz @ 4 CPU-Kerne
17,6
4,0 GHz @ 3 CPU-Kerne
17,2
2,83 GHz @ 4 CPU-Kerne
16,4
2,67 GHz @ 4 CPU-Kerne
15,7
4,0 GHz @ 2 CPU-Kerne
11,6
4,0 GHz @ 1 CPU-Kern
6,4

Fazit

Nach einer ziemlich langen Wartezeit ist er nun endlich da, der „3DMark Next“, der wie der neuste Spross aus der PCMark-Serie auf den Namen Vantage hört. Und die Erwartungen an den Benchmark waren groß. Nicht nur, dass die Futuremark-Programme bis jetzt meistens durch eine enorme Grafikpracht beeindrucken konnten, darüber hinaus wurde der 3DMark Vantage von Beginn an für die Direct3D-API der zehnten Generation programmiert. Doch ist den Finnen ein wirkliches Grafikfeuerwerk gelungen? Und vor allem, konnte man den großen Kritikpunkt, dass das Endergebnis sich anders verhält als ein wirkliches Spiel, beseitigen?

Ein „Ja“ oder „Nein“ wäre bei beiden Fragen nicht angebracht. Der 3DMark Vantage macht vieles richtig und vor allem besser als der altgediente 3DMark06, bleibt aber logischerweise dennoch nur ein synthetischer Benchmark. Grafisch kann das Programm überzeugen. Der erste Game-Test sieht größtenteils gut aus, allerdings erinnern abseits der Hauptprotagonistin die Darsteller mehr an eine unbeholfene Comicfigur als an einen gefährlichen Gegner. Dass man es besser kann, zeigt die Hauptfigur, die gut gelungen ist.

3dmark_Vantage_logo

Beim zweiten Game-Test gibt es dagegen nichts zu meckern, denn dieser weiß vollends zu überzeugen. Die Grafik ist ausnahmslos sehr gut und an einigen Stellen sogar hervorragend – etwas Ähnliches haben wir bis jetzt noch nicht gesehen. Schicke Texturen, diverse Shadereffekte, eine gut gelungene Beleuchtung, feine Partikeleffekte und noch vieles mehr verwöhnen das Auge.

Ebenso positiv zu erwähnen ist, dass der 3DMark Vantage mehr die Spielrealität widerspiegelt als der 3DMark06. Natürlich handelt es sich nur um einen synthetischen Benchmark (auf dessen Engine jedoch ein Spiel programmiert werden soll), die Punkteverteilung entspricht nun aber mehr der Realität. Im Vorgänger ist es noch gleichgültig, welche grafischen Einstellungen man aufs Maximum schraubt, die CPU-Tests fließen immer gleich hoch in die Endwertung ein. Im 3DMark Vantage ist die Punkteverteilung nun nach den Presets gewichtet. Umso höher die Grafikanforderung, desto weniger entscheidend ist das CPU-Ergebnis – genau das passiert in einem modernen Spiel.

Enttäuscht hat uns der Funktionsumfang des 3DMark Vantage, der stark zurückgegangen ist. Nicht nur, dass die grafischen Tools zur Anti-Aliasing-Kontrolle und zur Überprüfung des anisotropen Filter dem Rotstift zum Opfer gefallen sind, zudem kann man sich keine Verlaufsdiagramme mehr anfertigen lassen. Eine schicke Demosequenz, die eine kleine Story „erzählt“, fehlt genauso. Warum Futuremark auf die nicht ganz unwichtigen Bestandteile der 3DMark-Serie verzichtet, ist uns unklar.

Ob man dem 3DMark Vantage nun vertraut oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Ausprobieren sollte man die kostenlose Variante aber auf jeden Fall. Das Auge bekommt (auf einem modernen Rechner) viel geboten.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/software/2007/bericht_futuremark_pcmark_vantage/
  2. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks/3dmark_vantage/
  3. http://service.futuremark.com/index.action
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2008/test_asus_radeon_hd_3850_x2/4/#abschnitt_testsystem
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