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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutschland und seine Politiker/Beamte- Wie steht ihr dazu?


Fairy
04.03.2002, 01:02
Hannover (ddp/smk) – Privates Surfen im Web gehört offenbar zu einer der Hauptbeschäftigungen niedersächsischer Staatsdiener. Wie das Magazin "Der Spiegel" am heutigen Sonntag vorab berichtet, hatten in einem Untersuchungszeitraum von nur zehn Tagen etwa 44 Prozent aller Internet-Zugriffe während der Dienstzeit der Beamten nichts mit deren Arbeit zu tun.

Das Magazin beruft sich auf einen Bericht des Landesrechnungshofes, der über diesen Zeitraum 33 Millionen Zugriffe von 20.000 Landesbediensteten ausgewertet hat. Besonders häufig besuchten die Staatsdiener Online-Shops oder klickten sich bei Internet-Auktionen ein. Auf Platz zwei folgten Zugriffe auf Lifestyle-Seiten mit Urlaubsangeboten oder Modetipps, auf Rang drei Sex-Angebote. Dem Bericht zufolge sind in den zehn Tagen allein etwa 300-000 Erotik-Seiten abgerufen worden - im Schnitt 15 Seiten pro Internet-Anschluss.

Nach einer Berechnung des Rechnungshof kommen auf diese Weise 753.000 Arbeitsstunden zusammen, die dem Land durch privates Surfen jedes Jahr verloren gehen. Statistisch gesehen fielen damit 511 Staatsdiener komplett für die Arbeit aus.

Wie das Magazin schreibt, hat der Rechnungshof Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) um Aufklärung gebeten, wie der durch "mangelnde Dienstaufsicht und Untätigkeit" entstandene "erhebliche Schaden" behoben werden könne.

Außerdem habe der Rechnungshof angeregt, weiter Personal in den Behörden einzusparen. Der Arbeitsdruck sei offenbar "nicht so gravierend, wie häufig von Dienststellenleitern oder Arbeitsnehmervertretern" behauptet werde.

Klasse, Klasse und ich steh mir die Beine in den Bauch, wenn ich von denen mal was will.
Wann wird endlich dieses Schmarotzertum abgeschafft.

MfG Fairy

hapelo
04.03.2002, 01:50
Was hast Du gegen Beamte ?
Die tun doch nix ! :evillol

Fairy
04.03.2002, 09:13
Original erstellt von HaPeLo
Was hast Du gegen Beamte ?
Die tun doch nix ! :evillol

Deshalb ja ;)

Fairy

Crazy_Bon
04.03.2002, 13:56
Naja, leider versucht doch jeder sein Leben so gemütlich zu einzurichten wie es geht und lässt die Arbeit drunter leiden.
Und wer schon den Status eines Beamten erreicht hat, der hat schon quasi ausgesorgt schaut halt wie er seine restliche Zeit verbringt und schufften lässt er die wenigen fleissigen.
Naja.. :(

Stulli
04.03.2002, 14:37
das ist ein ziel das jeder normale mensch der sich nicht totschuften will anstreben sollte :D :D :D
sind die leute die bei der BPJS arbeiten eigentlich auch beamte... ich denke schon... sieht so aus als würde nixtun verdummen... UT UT UT

-=|Daywalker|=-
04.03.2002, 18:50
Unsere Beamten sind besser als unsere Abgeordneten:

:(

oder bestellen sich unsere Beamten Luxus-Designer-Möbel ?? - ich glaube nicht... :(
StückPreis: ~500€ bis ~4000€
-->> GESAMT: mind. 500.000€

-----------
Die ham sie nicht
mehr alle... :(
Alles nat. auf kosten
der Steuerzahler... :rolleyes

T-Mow-Beil
04.03.2002, 19:00
meine mutter (ihres zeichens schulleiterin) ist auch beamte :D
bei ihr sind es ca. 10% private nutzung der rechner. geht ja noch.

Fairy
04.03.2002, 19:01
Passend zum Thema ;)

http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/tecklenburger_land/2000/01/bueroschlaf.html

Beamte, die 2te ;)

Fairy

olly3052
04.03.2002, 21:48
:sauer
@ Fairy,

meinst Du nicht, daß Du in diesem Thread ein wenig undifferenziert argumentierst?:stock
Besteht, Deiner Meinung nach, das gesamte Beamtentum aus Schmarotzern?

Dass Stammtischparolen ein gewisses Maß an Wahrheit beinhalten mag wohl sein.

Doch seit wann werden Stammtischparolen in diesem Forum gefördert? :confused

Olly 3052

Pittiplatsch4
04.03.2002, 22:03
Aber verleitet die Aussicht nich gefeuert werden zu können, nicht grade dazu sich keinen Kopf mehr über die Arbeit zu machen? Ich denke mal das ist es wo es herkommt.

olly3052
04.03.2002, 22:20
@ Pittiplatsch,

da kommt mir der Begriff " Berufszufriedenheit" in den Sinn.

Zumindest meine Person verbringt die meiste Zeit des Tages am Arbeitsplatz!

Ich kann schon noch gefeuert werden und das "jedem verdammten (Sonn) Tag" (geiler Film! ;) ).

Darauf kommt es aber nicht an. Ich verlange einfach von mir selbst, einen guten Job zu machen, wie ich dieses auch von jedem Anderen erwarte.

Olly 3052

hapelo
05.03.2002, 03:18
Original erstellt von olly3052
...meinst Du nicht, daß Du in diesem Thread ein wenig undifferenziert argumentierst
Nein, das glaube ich nicht.
Sofern ich das richtig verstanden habe, hat Fairy nur eine Pressemitteilung des Bundesrechnungshofes zitiert.
Und hast Du eine leise Ahnung wieviel Geld 511 Jahre vergeudete Arbeitszeit uns jährlich kosten ?
Diese Zahlen sollte man sich ausschliesslich im Sitzen vor Augen führen (sonst reisst es dich um)!
Zudem ist diese Statistik nur auf Niedersachsen bezogen....wie sieht es denn Bundesweit aus ?

Fairy
05.03.2002, 10:37
Original erstellt von olly3052
meinst Du nicht, daß Du in diesem Thread ein wenig undifferenziert argumentierst?:stock
Besteht, Deiner Meinung nach, das gesamte Beamtentum aus Schmarotzern?


Ich denke nicht, das es undifferenziert ist, denn das was ich hier schildere, ist nur die Spitze des Eisbergs. Ausserdem ist es nicht neu, das zB. Lehrer sich fruehzeitig in Pension schicken lassen, nur weil Sie meinen den Stress nicht mehr aushalten zu muessen. Ich kann Dir aber gern die Adressen, des Steuerzahlerbundes oder des Bundesrechnungshofes geben, da kannst Du dich dann weiterinformieren. Die Schuld liegt nicht bei den Beamten selbst, sondern im System, jeder Mensch ist veranlagt, sich den einfachsten Weg zu suchen, wenn ich nicht gezwungen bin, Leistung zu bringen und, wie im Beamtentum ueblich, automatisch in der Befoerderung aufsteige, ist es wohl normal, das ich mir kein Bein ausreisse. Das ist fuer mich Schmarotzertum, damit meine ich nicht die Personen, sondern das Beamtentum. Ausserdem tut es mir leid, wenn Du dich persoenlich angegriffen fuehlst, aber ich sehe nichst, wo ich Stammtischparolen verbreite, Tatsachen bleiben Tatsachen, auch wenn Du sie nicht sehen willst. In der ganzen Beamtenangelegenheit, moechte ich natuerlich die Beamten ausnehmen, die wirklich nichts von Ihrem Beamtenstatus haben, das sind die taetigen Beamten, Polizei usw. Meine Aussage betrifft das Nutzlose Beamtentum, wie bei Lehrern, Bahnbeamten usw. ich sehe dort absolut keine Notwendigkeit, Beamter sein zu muessen. Hole Dir mal Informationen, was den Deutschen Staat allein die Beamtenpensionen kosten, jeder normal arbeitende Mensch wird taeglich zu neuen Kosten herangezogen um das Staatsdefizit zu senken, wo sind die Beamten dran beteiligt ? Wennn Sie mal 1% (ja ein Prozent) zu Ihrer Krankenkasse zuzahlen muessen, gibt es einen Aufschrei im Beamtentum, als ob Sie ins Elend getrieben werden. Das erklaere mal dem normalen Arbeitnehmer, der staendig weiter belastet wird.Jedenfalls beruht meine Aussage nicht auf Stammtischparolen, sondern auf Tatsachen.

MfG Fairy

olly3052
05.03.2002, 14:41
@ all
Eine Tatsache ist für mich die Verallgemeinerung, sowohl in den zitierten Berichten wie auch in diesem Thread.

@ Fairy

Tatsachen bleiben Tatsachen, auch wenn Du sie nicht sehen willst. In der ganzen Beamtenangelegenheit, moechte ich natuerlich die Beamten ausnehmen, die wirklich nichts von Ihrem Beamtenstatus haben, das sind die taetigen Beamten, Polizei usw. Meine Aussage betrifft das Nutzlose Beamtentum

Da hast Du differenziert , dafür danke;) .

Was ich ebenfalls nicht einsehen will ist die sogenannte " Natur des Menschen". Wie ich schon in einem vorigen Post beschrieben, geht es doch eigentlich jeden Menschen darum, auch im Job zufrieden zu sein. Das kann ich aber doch nur dadurch erreichen, daß meine erbrachte Arbeitsleistung stimmig ist.

Zu den Lohnnebenkosten: wenn gewisse Sparten ( zb. Leherer, Finanzen, Bahn etc.) aus dem Beamtentum verschwinden würde, glaubst Du, das würde den Staat entlasten?
Nur dann wenn die Besoldung/ Gehälter gleich bleiben würden.
Wie soll das denn gehen? Wenn ich mit meiner jetzigen Bezahlung Renten und Krankenkassenbeiträge abgeben müsste, dann müsste ich mich wirklich fragen, wie ich über die Runden komme.
In meinen Augen ist es eine Milchmädchenrechnung.
Ob der Staat jetzt die Lohnnebenkosten spart und sie später in Form von Pensionen zahlt oder ob er sie jetzt in Form von Lohnnebenkosten sofort beibringen müsste.

Doch Fairy stimme ich mit Dir überein, das es viele Beamtensparten gibt, die nach heutiger Sicht keinen Sinn mehr machen.

Olly 3052
:smokin

Jirko
05.03.2002, 14:49
Also normalerweise stime ich Fairy ja zu, aber dieses "Lehrer-herunter-machen" ist, auch wenn es nicht auf alle Lehrer bezogen sein sollte, auch nur ein Vorurteil...
Wenn wir uns schon auf Statistiken festgefahren haben, möchte ich eine weitere Statistik (etwas älter, Quelle ist mir entfallen) anführen, wonach Lehrer einem ähnlichem Stressfaktor wie Fluglotzen ausgesetzt sind... Und ich meine jetzt Lehrer, die acuh etwas tun, d.h. den Unterricht vorbereiten und sich von Schülern nerven lassen... Ausserdem haben Lehrer auch eine Arbeitswoche mit langen Arbeitszeiten... Der Druchschnitt eines Oberschulenlehrers liegt bei 46hr die Woche, inklusive aller zu hause vollführten weiteren Aufgaben, die Schule betreffend...
Beamtenwitze sind okay, aber wenn man dies dann ernsthaft in einem Gespräch behauptet, grenzt das an Informationsmangel und Unwissenheit bezüglich des Themas...
Ich will jetzt nicht weiter darauf eingehen, da ich sonst über andere Beamtenposten urteilen müsste, was ich unterlasse...
Ich beschtreite in keinster Weise die von Fairy angeführte Studie, es gibt überall sowohl schwarze als auch "reine" Schafe...

Fairy
05.03.2002, 22:08
Ich hatte nicht vor, eine Neiddebatte oder eine Debatte gegen Beamte ins Leben gerufen, aber mir ist der Kragen geplatzt, nach den Aussagen des neuen Leiters des Bundesarbeitsamtes. Wieder mal auf die Aermsten der Armen. An die privilegierten dieser Gesellschaft traut sich keiner ran, wie auch, den unsere Staatsdiener sind ja auch Beamte.

Zum Thema Arbeistzeit fuer Lehrer
--------------------------------------------
Lehrerpflichtstunden wie folgt festgesetzt :

1. Grundschule 27
2. Hauptschule 27
3. Realschule 27
4. Gymnasium 24,5
5. Gesamtschule 14,5

Ein Auszug aus der GDV (Gesammtverband der Deutschen versicherungswirtschaft)

http://www.gdv.de/presseservice/15391.htm

Anfang 2001 erhielten rund 854.000 ehemalige Beamte, Richter und Berufssoldaten bzw. deren Hinterbliebene Altersbezüge in Form von Pensionen, Witwen-/Witwer-oder Waisengeld. Dabei entfielen auf die Länder 61 Prozent und auf die Kommunen 12 Prozent der Versorgungsempfänger. Für Beamte im Ruhestand zahlt der Staat bis zu 75 Pro-zent des letzten Gehalts als Pension. Im Jahr 2000 betrugen die Versorgungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden 42,9 Mrd. DM. Die Zahl der Versorgungsempfänger wird laut zweitem Versorgungsbericht aus dem Jahr 2001 bis auf ca. 1,4 Mio. im Jahre 2030 steigen.

- man beachte dabei ! 75 % des letzten Gehaltes !, da die Beamtenbesoldung unaufhaltsam mit zunehmendem Alter steigt, muss ich da wohl nichts weiter erklaeren.

Rentenberechnung fuer den Normal Arbeiter
--------------------------------------------------------
1. Entgeltpunkte (Ep): Mit den Entgeltpunkten wird die individuelle Arbeits- und damit Beitragsleistung der Versicherten bei der Rentenfestsetzung berücksichtigt: Ein Versicherungsjahr mit durchschnittlichem Arbeitsverdienst ergibt einen vollen Entgeltpunkt. Je länger die Lebensarbeitszeit und je höher das beitragspflichtige Einkommen, desto größer ist die Zahl der erworbenen Entgeltpunkte und damit die Rente. Auch für bestimmte beitragsfreie Zeiten werden Entgeltpunkte gutgeschrieben.

2. Zugangsfaktor (Zf): Durch den Zugangsfaktor erhöhen oder vermindern sich die Entgeltpunkte, wenn die Altersrente erst nachdem gesetzlich vorgesehenen Rentenbeginn oder schon vorher in Anspruch genommen wird.

3. Rentenartenfaktor (Raf): Im Rentenartenfaktor kommt das unterschiedliche „Gewicht„ der verschiedenen Renten zum Ausdruck: die „vollwertigen„ Alters- u. Erwerbsunfähigkeitsrenten haben den Faktor 1,0; die Berufsunfähigkeitsrenten sind dagegen um 1/3 niedriger angesetzt (Faktor 0,6667).

4. Aktueller Rentenwert (aRw): Über den jährlich neu zu bestimmenden aktuellen Rentenwert werden die persönlichen Entgeltpunkte schließlich mit der allgemeinen Einkommensentwicklung verknüpft: er gibt an, welcher monatliche Rentenbetrag auf einen Entgeltpunkt (d.h. auf 1 Versicherungsjahr mit Durchschnittseinkommen) entfällt. Die Monatsrente ergibt sich durch Multiplikation der Entgeltpunkte mit dem aktuellen Rentenwert. Für die neuen Bundesländer gibt es einen eigenen aktuellen Rentenwert.
Zum 01.07. eines jeden Jahres ist ein neuer aktueller Rentenwert zu bestimmen. Mit dem neuen aktuellen Rentenwert, ist ein neuer Monatsbetrag der Rente zu errechnen. Der neue aktuelle Rentenwert richtet sich nach der Entwicklung der Nettolöhne der Arbeitnehmer und der Abgabenbelastung der Rentner im abgelaufenen Jahr. Die Renten werden damit der wirtschaftlichen Entwicklung angepaßt. Für die Jahre 2000 und 2001 gelten Ausnahmen von dieser Regel. Der aktuelle Rentenwert verändert sich für diese Jahre in dem Verhältnis, in dem sich der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte (Inflationsrate) in dem abgelaufenen Jahr geändert hat.

Man beachte ! (Die Renten werden damit der wirtschaftlichen Entwicklung angepaßt.)

Wo bleibt die Anpassung der Beamtenbesoldung an die Wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes?



Auszug aus der Saechsischen Zeitung
------------------------------------------------
Der sächsische Finanzminister Georg Milbradt (CDU) hat eine Reform der Altersversorgung für Beamte gefordert. "Das gegenwärtige System der Beamtenpensionen ist nicht mehr zeitgemäß", sagte er der "Sächsischen Zeitung". Es mache zum Beispiel einen Wechsel der Staatsdiener in die private Wirtschaft schwierig. Milbradt warnte davor, mehr Angestellte im Staatsdienst in das Beamtenverhältnis zu übernehmen. "Wer mehr Beamte will, belastet finanziell die Zukunft." Wer wie der Beamtenbund behaupte, Beamte seien für den Staat als Arbeitgeber günstiger, "stellt eine Milchmädchenrechnung auf".

Beamte sind einfach nicht mehr Zeitgemaess, in einer Zeit des globalen Wettbewerbs (schoenes Politikerwort) verhindern die verkrusteten Beamtenstrukturen eine Modernisierung unseres Staates in allen Bereichen. Hier in meiner Heimatstadt (280000 Einwohner) wird das komplette staedtische Klinikum mit 3800 Mitarbeitern noch vor dem Sommer in eine GmbH umgewandelt, davon sind Arbeitnehmer betroffen, die einen hochwertigen Dienst am Menschen leisten, da geht das ruck zuck, aber wehe man will an die Beamten ran, unmoeglich.

MfG Fairy

Jirko
06.03.2002, 06:23
Zum Thema Arbeistzeit fuer Lehrer
--------------------------------------------
Lehrerpflichtstunden wie folgt festgesetzt :

1. Grundschule 27
2. Hauptschule 27
3. Realschule 27
4. Gymnasium 24,5
5. Gesamtschule 14,5

Also das glaubst du doch wohl selbst nicht?! Ich sprach von Arbeitsstunden inklusive Arbeitenkontrolle oder-vorbereitung...
Für eine Kontrolle einer größeren Arbeit alleine kommt man ja schon auf diese Daten alleine... "Vorgeschrieben", aber da ja immer mehr Lehrer abgebaut werden, hält sich diese These selten...

Pittiplatsch4
06.03.2002, 08:37
Also ich muss dazu sagen: Meine Mutter ist verbeamtete Lehrerin an einer Gesamtschule und sie arbeitet bestimmt nicht nur 14,5 Stunden in der Woche (das ist vielleicht ein Durchschnitt aller Lehrer an Gesamtschulen, dass heisst inklusive Teilzeitkräften, die dann aber auch entsprechend weniger verdienen)! Inklusive Vorbereitungs, Nachbereitungsarbeiteten und Pflichten als Klassenlehrer (Elternabende, Zeugnisse schreiben usw.) kommen da bestimmt locker die genannten 46 Stunden zusammen. Ich glaube nicht das sie besonders viel Zeit hat auf Staatskosten im Internet zu surfen zumal die Schule grade mal ein paar Inetzugänge hat. Der Stressfaktor an einer Gesamtschule ist auch nich unerheblich, grade deswegen ist es bestimmt kein leichter Job. Wenn du über "faule" Beamte redest solltest du mal die Lehrer ausnehmen!

lenz
06.03.2002, 13:21
Hallo ihr Beamtenprovokateure
Habe es gerade in den Nachrichten gehört:die Besteuerung der
Pensionen ist Verfassungswidrig!! Das haut einem geradezu den
Draht aus der Mütze.
Hintergrund war die Klage eines pensionierten Richters,der 75%
seines letzten Gehaltes als Pension bekommt (Und das 13 mal im
Jahr;welcher Rentner erhält eine 13.Rente?) und sich darüber geärgert hat,das er diese wie jedes normale Einkommen abzüglich des Altersfreibetrages auch noch versteuern muß.
Nach glaubhaften Erhebungen einiger Institute gibt es keine
Tätigkeit in der Privatwirtschaft,bei der bei vergleichbarer Leistung
Netto mehr gezahlt wird als im öffentlichen Dienst.Von den sonstigen Privilegien (Sonderrabatte bei Versicherungen etc.)
mal ganz abgesehen.
So,das mußte ich ganz schnell mal loswerden.
Lenz

Fairy
06.03.2002, 13:45
Original erstellt von Pittiplatsch4
Wenn du über "faule" Beamte redest solltest du mal die Lehrer ausnehmen!

Natuerlich will ich nicht Verallgemeinern, aber Tatsache ist doch wohl, das es sehr viele, grad Lehrer gibt, die sich auf Kosten des Staates einen schoenen Lenz machen. Natuerlich nicht deine Mum ;)

MfG Fairy

Fairy
06.03.2002, 13:50
Original erstellt von The Silver God
Also das glaubst du doch wohl selbst nicht?! Ich sprach von Arbeitsstunden inklusive Arbeitenkontrolle oder-vorbereitung...
Für eine Kontrolle einer größeren Arbeit alleine kommt man ja schon auf diese Daten alleine... "Vorgeschrieben", aber da ja immer mehr Lehrer abgebaut werden, hält sich diese These selten...

Sicher, sicher, da geb ich Dir ja Recht, ich meine damit ja auch nur, das diese Werte festgelegt sind und wenn einer eben keinen Bock hat, aber seine Pflichtstunden erfuellt, wars das, ohne Konsequenzen befuerchten zu muessen. Ich als normaler Arbeiter hab meine Arbeitsvorbereitungen auch, nehme auch viel mit nach Haus, bekomme das aber nicht bezahlt. Meine 8 h Arbeit muss ich trotzdem leisten. Nichts fuer Ungut, deine Mutter/Vater ist bestimmt ein/eine fleissig/e Lehrer/Lehrerin :-)

MfG Fairy

Jirko
06.03.2002, 15:36
Sicher @ Fairy, es wird auch immer Leute geben, die einfach nicht mehr tun wollen als wirklich benötigt...
Aber da fallen mir andere Personen ein, was ich zum Beispiel total hasse sind Leute, die nicht arbeiten gehen, weil sie auch so genügend Geld vom Staat bekommen... Für sowas müssen wir nun mitbezahlen.... Das ist finde ich eine größreres Problem als Beamte, obwohl es auch dort ausnahmen gibt...

(Mein Bericht bezieht sich einzig und allein auf dei Personen, dei nicht arbeiten WOLLEN, nicht diese, die es nicht KÖNNEN...)

DerKleine
06.03.2002, 15:48
Zwei Beamte sitzen in ihrem Arbeitszimmer. Auf einmal steht der eine auf, zieht sich seinen Latsch aus und erschlägt eine Schnecke an der Wand. Darauf fragt der andere ganz verdutzt was das soll. Der erste wiederum: die verfolgt mich schon den ganzen Tag!

:D :D :D

Fairy
06.03.2002, 17:25
Original erstellt von The Silver God
Aber da fallen mir andere Personen ein, was ich zum Beispiel total hasse sind Leute, die nicht arbeiten gehen, weil sie auch so genügend Geld vom Staat bekommen.

Das ist finde ich eine größreres Problem als Beamte, obwohl es auch dort ausnahmen gibt...


Zum 1, klar da sollte auch was gegen getan werden, unbedingt. Nur genuegend Geld bekommen Sie bestimmt nicht, nur sind deren Ansprueche wohl soweit unten, das es fuer Aldi Bier grad noch reicht.

Zu 2, naja, so is das nun auch nich, diejenigen Arbeitslosen, die nicht arbeiten WOLLEN, sind mit Sicherheit in einem absolutem Minimum vorhanden, Beamte die faul sind gibts bestimmt etliche mehr ;) z.B war ich heut bem Standesamt ( nein ich will nich heiraten, bins schon ;) brauchte einen Auszug aus dem Stammbuch, es haette nicht viel gefehlt und ich waere zum Moerder geworden ;)

Nochmal was zum nachlesen ...
http://home.t-online.de/home/humanist.aktion/beamte.htm

MfG Fairy

Fairy
06.03.2002, 17:30
Original erstellt von DerKleine
Zwei Beamte sitzen in ihrem Arbeitszimmer. Auf einmal steht der eine auf, zieht sich seinen Latsch aus und erschlägt eine Schnecke an der Wand. Darauf fragt der andere ganz verdutzt was das soll. Der erste wiederum: die verfolgt mich schon den ganzen Tag!

:D :D :D

Ist eigentlich ein bischen unpassend, dieser Tread sollte als Grundlage einer ernsthaften Diskussion dienen. Wenn Du da mitmachen moechtest, gern, aber keine Dumpfen Witze bitte, danke.

MfG Fairy

Jirko
07.03.2002, 07:02
Ich muss hier unbedingt den Eindruck des "Beamtenverteidigers" loswerden... Nein mal im ernst, mir geht das doch genauso, doch sollte man immer zwei Seiten einer Medaille betrachten... Es gibt auch Beamte, die arbeiten (können und machen), ja, wirklich!
Aber etwas ähnliches wie dir blieb mir natürlich auch nicht erspart...:( Also wenn ich 4Stunden in einem mit 2Personen gefüllten Warteraum sitzen muss, um mir einen vor 12Wochen bestellten Ausweis abzuholen (das abholen dauerte letztendlich 25sec.) und ich dann heraus finden musste, das eine Kaffepause eingeschoben wurde, geht mir das auch an die Nerven... :mad

jeanboese
07.03.2002, 07:23
Nun tut mal nicht so, als würdet ihr in der Privatwirtschaft nicht surfen ! Also wenn schon Verurteilung, dann nicht pauschal sondern gerecht.

Fairy
07.03.2002, 09:31
Original erstellt von jeanboese
Nun tut mal nicht so, als würdet ihr in der Privatwirtschaft nicht surfen ! Also wenn schon Verurteilung, dann nicht pauschal sondern gerecht.

Wenn Du hier gelesen haettest, wuerdest Du bemerkt haben, das wir hier keine Pauschalverurteilung vornehmen. Die Sachen die hier angesprochen werden, sind Beweiskraeftig, nachzulesen beim Steuerzahlerbund/Bundesrechnungshof/Presse usw.
Ausserdem sind nicht alle hier Schreibtischtaeter, in der Privatwirtschaft sieht das auch ganz anders aus, wer da neben seiner Arbeit surft, riskiert seinen Job, was bei einem Beamten nachweislich nicht der Fall ist, , wie Du der Tagespresse entnehmen kannst.

MfG Fairy

lenz
07.03.2002, 18:57
Hi Fairy
Versteh dich voll und ganz.Hab sowas letztens bei meinem Sohn erlebt.Der wollte heiraten;nur nicht in seiner Heimatgemeinde.
Er hat unser original Stammbuch und seinen gültigen Personalausweis vorgelegt.Antwort:wird nicht anerkannt!Könnte ja gefälscht sein! O-Ton!!!
Ausweg :zurück in den Heimatort und eine beglaubigte Abschrift des Originals anfordern.D.h.die machen eine Kopie vom Original,
Stempel drauf und 16,-Märker bezahlen und dann ist das fälschungsgesichert!?
Aufwand: nur 1 Tag Urlaub und 600Km hin und zurück.
Dann sind Mordgedanken nicht mehr zu verdenken.Aber nicht vergessen,vor Gericht die schwierige Kindheit und den Alkoholismus der Eltern vorzubringen,dann kommst du fast ungeschoren aus der Sache raus.
Lenz

DerKleine
08.03.2002, 14:14
Original erstellt von Fairy


Ist eigentlich ein bischen unpassend, dieser Tread sollte als Grundlage einer ernsthaften Diskussion dienen. Wenn Du da mitmachen moechtest, gern, aber keine Dumpfen Witze bitte, danke.

MfG Fairy

Tachchen,

ich entschuldige mich hiermit offiziell für meine fast unentschuldbare Entgleisung. :(
Manchmal sagt man einfach, was man denkt. Die Frage ist nur, wie. Hätte diese Aussage auch in einen ernsten, viel längeren Text verpacken können. Ich wollte das aber nicht. Mir ist bekannt, dass es eine Witze Thread gibt - ich dachte mir nur, hier paßt's auch.

MfG DerKleine

Kwuteg
08.03.2002, 17:40
@Der Kleine
Abbeißen wollte dir bestimmt keiner was und Fairys Kommentar klingt für mich eher nach Hinweis als nach Anklage. Wenn du deinen "etwas längeren Text" doch noch beitragen möchtest, dann sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht. :)

Ja, die Beamten. Eigentlich ist dieses Verwaltungsmodell ja preußisch, aber zu Bismarcks Zeiten wurde es noch etwas strammer gehandhabt, wenn mich jetzt mein Geschichtswissen nicht im Stich läßt. Heutzutage wird der Beamtenapparat ja mehr und mehr zur fünften Macht im Staate (die drei ersten sind bekannt, Nummer vier sind die Medien). Regierungen kommen und gehen, Gesetze ändern sich, das Amt bleibt. Ich kann nicht behaupten, daß mir das gefällt.
Natürlich differenziere auch ich, es gibt durchaus viele gute und hart arbeitende Beamte, die sich ihre Bezüge (und Pensionen) redlich verdienen - ganz besonders bei den Lehrern. Von diesem Typus bis zum Schneckenjäger (trotz allem ist der Witz lustig) gibt es sehr viele Abstufungen, von denen die meisten mir nicht so sehr zusagen - geht euch wohl ähnlich, nach allem was ihr sagt.
Bei alledem würde mich aber mal interessieren, was ihr Leute tun würdet, wenn ihr die Macht hättet, den Beamtenapparat völlig abzureißen. Was würdet ihr an dessen Stelle setzen? Was würdet ihr anders machen?
Das soll jetzt keine Verteidigung des Beamtentums sein, aber Kritik ist immer dann am besten, wenn sie konstruktiv ist. ;)

Fairy
09.03.2002, 10:31
Original erstellt von Lord Kwuteg
Was würdet ihr an dessen Stelle setzen? Was würdet ihr anders machen?


Hmm, das ist doch eigentlich garnicht sooo schwer.Als allererstes wuerde ich versuchen den ganzen Verwaltungsaufwand zu minimieren. Die digitale Signatur schnell einfuehren, so das Unterlagen, Beglaubigungen usw, ueber Internet angefordert und bearbeitet werden koennen, zB. beim Auto an/ummelden, Standesamt, Einwohnermeldeamt, Steueramt und ueberall dort wo es moeglich ist. Dann das wichtigste, das Beamtentum nur noch ( wenn ueberthaupt noch) in Hoheitlichen Aufgaben, dh. Polizei, Feuerwehr und Bundesbehoerden. Lehrer muessen nicht, Bahn und Post usw. auch nicht. Dann, find ich ganz wichtig, leistungsgerechte Bezahlung, Rentenberechnung wie bei einem normalen Arbeitnehmer (Lebensarbeitszeit), Risikozuschlaege fuer Beamte, die sich in Gefahrensituationen begeben muessen. Kuedigungschutz fuer Beamte abschaffen, wer Verfehlungen begeht muss entlassen werden koennen und nicht wegbefoerdert werden.Dann was ich ueberaus wichtig finde, eine Regelung fuer unsere Politik und zwar, den Anteil an Beamten und Rechtsanwaelten in der Regierung beschraenken und zwar Prozential. Damit meine ich, Menschen aus dem normalen Arbeitsbereich, wie Handwerker, Angestellte usw. muessen eine Moeglichkeit bekommen, in die Politik zu gehen und zu scheitern, ohne im normalen Leben Nachteile dadurch zu erleiden. Es sind ja nur deshalb so viel Beamte in der Regierung, weil sich der Berufsstand keine Sorgen um Das Danach machen muss, scheitert Er als Politiker geht er einfach an seinen Beamtenschreibtisch zurueck, das ist das groesste Uebel, ein Arbeiter ist dann Arbeitslos. Da muss was geaendert werden und zwar schnell.

1. Vorschlag

Beamte in der Politik abschaffen, einen Sonderstatus schaffen mit besonderem Diensteid usw. Ein Beamter der in die Politik geht, verliert den Beamtenstatus und wird beim scheitern auch Arbeitslos. Somit wird der Politiker sich anstrengen um in der Politik zu bleiben.

2. Vorschlag

persoenliche Haftung fuer von Ihnen verursachte Schaeden, Kosten durch Fehlverhalten ( siehe den Kindergarten fuer Beamte in Berlin, 10 Millionen und jetzt ist Er geschlossen) Sofortige Reaktionen auf die Anzeige des Bundesrechnungshofes bei Verschwendung von Geldern der Steuerzahler.

das ist nur ein Anfang, als Aufhaenger fuer eine weitere Diskussion gedacht, bin gespannt was Euch dazu einfaellt.

MfG Fairy

Jirko
09.03.2002, 10:45
Schön das Ché wieder da ist...

Ich greife mal deine Erklärung zu der Politik auf, es ist sicher richtig, das Beamte in diesem Punkt überlegen sind...
Aber wäre es nicht sinnvoller, sowohl Beamten als auch "Normal" Arbeitern einen Einstieg in die Politk zu gewährleisten, ohne ein Risiko eingehen zu müssen?

MFG, The Silver God

Fairy
09.03.2002, 10:53
Original erstellt von The Silver God
Schön das Ché wieder da ist...

Thx ;)


Aber wäre es nicht sinnvoller, sowohl Beamten als auch "Normal" Arbeitern einen Einstieg in die Politk zu gewährleisten, ohne ein Risiko eingehen zu müssen?


Sicher, ganz deiner Meinung, aber eben anders als jetzt, abgesichert schon, aber nicht mit dem Beamtenschreibtisch im Ruecken. Eine Reglung wuerde sich sicher finden lassen.

MfG Fairy

Timido
09.03.2002, 10:53
Der Bundesrechnungshof hat IMHO auch Beamten beschäftigt. Interessant ist nur, dass hier den Zahlen ohne Bedenken zugestimmt wird.
Aber wenn Microsoft und Co. Zahlen vorlegen, nach denen ihnen zig Millionen Dollar durch Raubkopien durch die Finger gehen, wird ganz anders argumentiert. Etwa: Viele würden sich die Originale nicht kaufen, wenn sie sich keine Kopie besorgen könnten.
Fakt ist, dass beides eine Milchmädchenrechnung ist - reine Mathematik und wie diese, an der Praxis vorbei.
Klar wird gesurft, klar werden private Seiten besucht usw. Aber bleibt deswegen! Arbeit liegen? Das wurde nicht beantwortet. Jede Mitarbeiter einer beliebigen Firma surft ebenso, oder warum sollen Fordmitarbeiter ihre PC's säubern? Auch Bekannte nutzen die flotte Anbindung ihres Firmen-PC's fürs Saugen.
Und telefonieren ist noch nicht mal mit dabei.
Übrigens hat noch nie jemand die Ausfallzeit durch übermäßige Sitzungen auf dem WC nachgemessen, ebensowenig die Mehrarbeit der Nichtraucher gegenüber den Rauchern, die sich mitunter regelmäßig ihre Zigarettenpause zusätzlich zur Pause gönnen.

PS: Gegen alle Beamter zeugt übrigens auch nicht gerade von Sachkenntnis und Fairness.

PPS: Ist es ebenso unschön, nur immer die Vorteile eines Beamten anzuprangen, aber die Nachteile, die sich aus dieser Art des Beschäftigungsverhältnisses ergeben zu verschweigen. Nur ein kleines Beispiel: Nach Erlass bekommt ein Lehrer für den Tag der Einschulung seines Kindes keinen Sonderurlaub (mehr).

Timido

Fairy
09.03.2002, 11:18
@Timido

Klar hat der Rechnungshof auch Beamte, nur arbeiten die sehr effektiv.

Der Microsoftvergleich hinkt.


Es ist nachweislich keine Milchmaedchenrechnung.ja es bleibt Arbeit liegen. Der vergleich mit der Privatwirtschaft hinkt auch, wenn ein Arbeitnehmer waerend der Arbeitszeit in der Firma surft, schadet er der Firma, wenn Sie das nicht hinnimmt, fliegt derjenige und das schnell.Ein Beamter schadet den Buergern dieses Landes, von denen Er bezahlt wird.

Der vergleich mit den Rauchern hinkt auch, den viele surfende Beamte rauchen auch noch nebenbei.

Wenn Du die Posts hier richtig gelesen haettest, wuerdest Du mitbekommen haben, das es nicht pauschal gegen ALLE Beamte geht.

Es ist Unser Recht, Misstaende im Beamtentum anzuprangern, denn Wir bezahlen Sie. Klar ist das fuer manche Beamte unschoen, besser waere es zu schweigen und es hinzunehmen.

Du willst doch nicht wirklich einen Vergleich von Vor und Nachteilen, zwischen Beamten und normalen Arbeitnehmern.Mir faellt leider kein Vorteil ein, den ein Normaler Arbeitnehmer gegenuber einem Beamten haben koennte, aber Du kannst Uns ja mal aufklaeren.

MfG Fairy

willy
09.03.2002, 12:05
[QUOTE]Original erstellt von Fairy


heiraten, bins schon ;) brauchte einen Auszug aus dem Stammbuch, es haette nicht viel gefehlt und ich waere zum Moerder geworden ;)

hi, kann ich verstehen..... :-)
Allerdings.... ich kenne da ein Ortsamt......
Da gehste hin.... ziehst Deine Nummer....
Hast noch 15 Leute vor Dir......
Willst schon mal Deinen Campingkocher auspacken, da Du befürchtest zu verhungern bis Du an der Reihe bist.....
Und ......
25 min. Später ist Deine Nummer aufgerufen :-)
Muß ich erwähnen das meines Wissens bei uns im Amt fast keine Beamten mehr beschäftigt sind ?

Aber so neben bei lese ich hier immer wie gestresst die Leute alle sind.
Hämmmmmm.......
Zwingt irgendjemand den anderen dazu ?
Der arme gestreßte lehrer etc.
Ich suche mir meine Arbeit selber aus, und wenn ich dem Streß nicht mehr gewachsen bin, dann darf ich mir nen neuen Job suchen. ( dafür sorgt schon mein Arbeitgeber )
Und mal ganz ehrlich...... so viel erholungszeiten wie Lehrer möchte ich auch haben, alle zwei Monate erst mal einen relatief ausgedehnten Urlaub.......
Der sommerurlaub einer Lehrkraft, ist mein Jahresurlaub :-(

Bevor jetzt irgendwelche Hassmails kommen, ich bin Krankenpfleger in einem Akut Krankenhaus, arbeite auf der Interdisziplinären Station, in allen drei Schichten inklusieve jeden Monat 6 Nachtdienste.

Und gucke ich mir dieverse andere Leute an, die nen 12-16 Stunden Arbeitstag haben........
Die können wirklich von Streß reden :-(
Und die haben auch nicht alle 2 Monate ein paar wochen urlaub.

( Sorry, aber mußte einfach mal raus :mad )

cio....
Georg

Stewi
09.03.2002, 12:14
Original erstellt von Timido
PPS: Ist es ebenso unschön, nur immer die Vorteile eines Beamten anzuprangen, aber die Nachteile, die sich aus dieser Art des Beschäftigungsverhältnisses ergeben zu verschweigen. Nur ein kleines Beispiel: Nach Erlass bekommt ein Lehrer für den Tag der Einschulung seines Kindes keinen Sonderurlaub (mehr).

Timido Wo bitte schön ist das ein Nachteil gegenüber einem "normalen" Arbeitnehmer? Ich bekomme auch keinen Sonderurlaub für die Einschulung meines Kindes. Ebensowenig kann ich mich für ein Jahr abmelden und danach wieder meine alte Stelle einfordern, wie es so mancher Lehrer während meiner Schulzeit gemacht hat.
Mich würden dann doch mal die "echten" Nachteile interessieren, die man als Beamter so hat. Spontan will mir da nämlich nichts Rechtes zu einfallen.

Fairy
09.03.2002, 12:29
@willy

Ich bin seit drei Monaten taeglich im Krankenhaus, weil meine Frau dort liegt, was die Schwestern und Pfleger dort taeglich leisten, fuer so wenig Geld, ist unglaublich. Das nenn ich Stress, kaum mal eine Minute ohne das irgendwer auf der Klingel steht, aber wird man unfeundlich behandelt, NEIN, nie, immer nett und freundlich, da sollte sich mal ein sog, gestresster Beamter ein Beispiel dran nehmen.

MfG Fairy

Fairy
09.03.2002, 12:32
Original erstellt von lenz
Aufwand: nur 1 Tag Urlaub und 600Km hin und zurück.
Dann sind Mordgedanken nicht mehr zu verdenken.

Ob ich Dich verstehe ;)

MfG Fairy

Tommy
09.03.2002, 12:48
Moin

Bin Beamter

Kinder -und Jugendpsychiatrie

Krankenpfleger

Arbeitszeit 40 Std/Woche, keine 35 oder 38,5 wie Arbeiter und Angestellte.

Verpisser gibt es auch bei Arbeitern und Angestellten.

Soviel zu diesem Thema

Fairy
09.03.2002, 13:00
Original erstellt von Tommy
Moin

Bin Beamter

Kinder -und Jugendpsychiatrie

Krankenpfleger

Arbeitszeit 40 Std/Woche, keine 35 oder 38,5 wie Arbeiter und Angestellte.

Verpisser gibt es auch bei Arbeitern und Angestellten.

Soviel zu diesem Thema

Krankenpfleger sind Beamte ?
Klar gibts ueberall Verpisser nur halt nicht so viele auf Steuerkosten und zu Kosten der Allgemeinheit.

Viele in der freien Wirtschaft arbeiten auch mehr als 40 h. Moechtest Du mit einer Verkaeuferin und Ihrem Hungerlohn und HungerRente tauschen ?

Was ich nicht verstehe, das sich fleissig arbeitende Beamte hier beleidgt fuehlen. Ihnen sollte doch als erste daran gelegen sein, diese SchlafenAufStaatsKostenBeamte aus dem Dienst zu entfernen, nur ist es doch so, solange kein Beamter auch dazu steht, wird der Ruf des Beamten nunmal nicht positiv sein, die Beamten haben es selbst in der Hand, aber solange es eine Kollektivverteidigung gibt, wird sich daran nicht aendern.

MfG Fairy

olly3052
09.03.2002, 15:30
@Fairy,

die Beamten haben es selbst in der Hand, aber solange es eine Kollektivverteidigung gibt, wird sich daran nicht aendern.




hab ich jetzt diesen Thread nicht richtig gelesen oder Du?

Wenn ich richtig gelesen habe, waren es noch andere Stimmen, die Dir bezüglich Nuztlosigkeit/ Notwendigkeit einiger Beamtensparten zugestimmt haben. Meine mit hinzugerechnet,

olly 3052

:(

Fairy
09.03.2002, 16:03
Original erstellt von olly3052
Wenn ich richtig gelesen habe, waren es noch andere Stimmen, die Dir bezüglich Nuztlosigkeit/ Notwendigkeit einiger Beamtensparten zugestimmt haben. Meine mit hinzugerechnet,


Sicher, ich hab mich wohl missverstaendlich ausgedrueckt, sorry ;)
Ich meinte eigentlich damit, warum sich (fast) jeder Beamte gleich auf den Schlips getreten fuehlt, wenn man nunmal differenziert ueber Beamtenunwesen (was vorhanden ist) redet. Ich moechte nochmal darauf hinweisen, ich habe den Trad nicht eroeffnet um Beamte zu verunglimpfen, sondern ueber die Missstaende im Beamtenwesen zu diskutieren, aus aktuellem Anlass natuerlich, wie man im Eroeffnungspost lesen kann. Nochmal, es sind NICHT ALLE so, aber ich stelle das Beamtentum in Frage.

MfG Fairy

willy
10.03.2002, 01:12
[QUOTE]Original erstellt von Fairy
@fairy

Ich bin seit drei Monaten taeglich im Krankenhaus, weil meine Frau dort liegt, was die Schwestern und Pfleger dort taeglich leisten, fuer so wenig Geld, ist unglaublich.

Wie gesagt, haben wir uns selber ausgesucht, zwingt uns keiner zu, aber dennoch danke und Deiner Frau unbekannterweise alles was man einem Menschen gutes wünschen kann.
( So lange schon im Krankenhaus ? Die Arme, hoffe es geht ihr bald besser und es ist nicht zu schlimm )

Allerdings muß ich auch sagen das der Streßfacktor ganz gewaltig von den Patienten abhängig ist, denn wenn die Arbeit spaß macht ist auch der Streßigste Tag nicht als Streß zu werten.
Ist halt ein geben und nehmen :-)

cio.....
Georg

willy
10.03.2002, 01:20
[QUOTE]Original erstellt von Fairy


Krankenpfleger sind Beamte ?

-----------------------------------

Jain :-)

zumindest versicherungstechnisch habe ich teilweise einen Halbbeamtenstatus.
Nicht bei den Sozialversicherungen, aber bei anderen.

und irgendwie nach 10 Jahren Dienstzeit bin ich auch nicht mehr wegen "kleinigkeiten" Kündbar.
Allerdings..... bei der Flut von leuten, die meinen Job machen wollen..... da brauch ich mir dann wohl eh in den nächsten Jahren nicht so die sorgen machen :D

cio....
Georg

Fairy
10.03.2002, 01:28
Original erstellt von willy
[Deiner Frau unbekannterweise alles was man einem Menschen gutes wünschen kann.


Danke sehr, aber ich hab es nur gepostet um eine Erklaerung zu liefern, weshalb ich mir da teilweise ein Bild von der Arbeit die dort geleistet wird, machen kann.

MfG Fairy

Fairy
10.03.2002, 01:39
Original erstellt von willy
Jain :-)
zumindest versicherungstechnisch habe ich teilweise einen Halbbeamtenstatus.


nene mein Gutster, von einem Beamtenstatus bist Du noch Aeonen entfernt ;) meine Mutter war auch Krankenschwester, Ihre Rente nach 45 Berufsjahren durch die Zusatzversicherung, etwas ueber 2200 DM, da lacht jeder untere Beamte drueber. hat sich ja richtig gelohnt, oder ! Der Dienst am Menschen war ihr wichtig, das sollte ein Beamter mit fetten Pensionen auch mal so sehen. Es heisst naemlich Staatsdiener wenn mich nicht alles taeuscht.

MfG Fairy

willy
10.03.2002, 02:15
[QUOTE]Original erstellt von Fairy

-----------------------
Es heisst naemlich Staatsdiener wenn mich nicht alles taeuscht.
------------------------

Jup :D

Aber die gibts auch wirklich diese Staats Diener.

Zwei davon haben sich ganz besonders während meiner Schulzeit hervorgetan.
Meine Klassenlehrerin in der 5 ten klasse ( Jungdünamisch und hoch motiviert )
Und mein Klassenlehrer in der 7. bis 9. Klasse.
( nach uns ist er in seine wirklich wohl verdiente "Rente" gegangen )
Ohne herrn Lange währe ich heute nicht das was ich bin.
Mein Dank ist ihm ehwig gewiss.

cio.....
Georg

Fairy
10.03.2002, 02:34
Original erstellt von willy

( nach uns ist er in seine wirklich wohl verdiente "Rente" gegangen )
Ohne herrn Lange währe ich heute nicht das was ich bin.
Mein Dank ist ihm ehwig gewiss.
Georg

Hmmmm.....naja, da ich nicht weiss, was Du heut bist, nehm ich mal an, das es was gutes ist ;) Klar gibts auch ein paar Gude ;)

MfG Fairy

Fairy
12.03.2002, 08:34
Weiter gehts in die naechste Runde. Beamtenbestechung, Parteispendenaffaere, Korruption in Koeln mit Bundesweiter Ausweitung. Ich fasse es wirklich nicht, da sind hochbezahlte Beamte korrumpierbar, ist sowas noch moeglich, bekommen Beamte eigentlich nie den Hals voll. Was passiert jetzt mit den Ganoven, ausser das Sie aus der SPD eventuell ausgeschlossen werden ? verlieren Sie Ihre Pensionen ? kommen Sie vor Gericht und verlieren Ihren Beamtenstatus ? nichts desgleichen denk ich, am Ende steht wieder, Schwamm drueber. Wozu, WOZU brauchen wir Beamte, Beamter sein heisst nichts anderes, als, das derjenige eine besondere Verpflichtung gegenueber dem Staat haben sollte. So wie ich das sehe, passiert genau das Gegenteil, Beamter sein, heisst nichts anderes, als auf Kosten Anderer sich ein schoenes Leben zu machen, sowas kann Es nicht geben. Ich bin stinksauer und fordere eine sofortige Abschaffung Aller Beamten, bei nachweislichen Verfehlungen, eine sofortige Streichung der Pension und des Staatssalaers, einsetzen eines Beamtenueberpruefungsausschusses ohne Beamte, damit meine ich einen Buergerausschuss. Verschiebung der Bundestagswahl, bis nach der Korrektur des Beamtenunwesens, nur so geht es noch. Wenn In Amerika ein Staatsbediensteter eine Verfehlung begeht, verliert Er seine Ansprueche komplett, auch wenn Er nur noch 3 Tage vor der Pensionierung steht, wenn wir schon Amerika kopieren, dann auch an den richtigen Stellen.Aerzte werden hier platt gemacht, weil ihnen eine Eintrittskarte zu einem Fussballspiel oder ein TV geschenkt wurde weil Sie Medikamente von einer bestimmten Firma verschreiben haben ( der schaden fuer den Einzelnen liegt bei 0), obwohl auch das nicht richtig ist, wo sind da aber die Dimensionen, bei dem Beamtenskandal geht es um ein paar 100000 oder sogar Millonen€ und Amtsmissbrauch.


MfG wuetender Fairy

Timido
12.03.2002, 09:28
@Fairy
mit den Vor- und Nachteilen ist das so eine Sache. Eigentlich merkt man erst den Wert des einen oder anderen, wenn man es verloren hat.

Prinzipiell läuft einiges nicht richtig. Aber auch der Glaube, dass in der freien Wirtschaft alles richtig läuft, ist falsch. Zur Erinnerung: auch Chefökonom Lopez hat mehr als genug Mist gebaut im Rahmen seiner Tätigkeit für VW und Unsummen dafür kassiert. Regress musste der IMHO auch nicht zahlen. Nicht gerade unüblich ist es bei ordentlichen Pos. innerhalb einer Firma die unfähigen Chefs mit einer schönen Abfindung loszuwerden.

Nochwas: Das es Beamte und Politiker gibt die bestechlich sind ist klar, das ist eine menschliche Eigenheit, die bei einigen sehr ausgeprägt ist. Sieh es mal so, die Politiker sind nicht immer die fähigsten an ihren Positionen, weil die dazu Befähigkeiten in der Wirtschaft mehr Geld verdienen und eben dort tätig sind. Das ist nur ein Grund, aber auf jeden Fall einer.

;-)

Stewi
12.03.2002, 10:17
Original erstellt von Stewi
Wo bitte schön ist das ein Nachteil gegenüber einem "normalen" Arbeitnehmer? Ich bekomme auch keinen Sonderurlaub für die Einschulung meines Kindes. Ebensowenig kann ich mich für ein Jahr abmelden und danach wieder meine alte Stelle einfordern, wie es so mancher Lehrer während meiner Schulzeit gemacht hat.
Mich würden dann doch mal die "echten" Nachteile interessieren, die man als Beamter so hat. Spontan will mir da nämlich nichts Rechtes zu einfallen. Ich zitiere mich ja sehr ungerne selber, aber ich warte immer noch auf eine Antwort.
Also, was für Nachteile haben Beamte?

Fairy
12.03.2002, 10:23
Original erstellt von Timido
mit den Vor- und Nachteilen ist das so eine Sache. Eigentlich merkt man erst den Wert des einen oder anderen, wenn man es verloren hat.

Du willst damit doch wohl nicht andeuten, das ich Beamten nachweinen wuerde ?, is doch wohl nich dein Ernst ;)

Zur Erinnerung: auch Chefökonom Lopez hat mehr als genug Mist gebaut im Rahmen seiner Tätigkeit für VW und Unsummen dafür kassiert. Regress musste der IMHO auch nicht zahlen.

Daran musst Du mich bestimmt nicht erinnern, den Der war mein Chef ;) in die Hoelle mit Ihm...

Nochwas: Das es Beamte und Politiker gibt die bestechlich sind ist klar.

Also klar ist mir das bestimmt nicht..

das ist eine menschliche Eigenheit, die bei einigen sehr ausgeprägt ist.

Mag sein, aber dann muessen Konsequenzen gezogen werden und diese Typen entfernen, wenn das nicht geht, muss das System geandert werden.

MfG Fairy

Fairy
12.03.2002, 10:34
Original erstellt von Stewi
Ich zitiere mich ja sehr ungerne selber, aber ich warte immer noch auf eine Antwort.
Also, was für Nachteile haben Beamte?

Da wirste wohl noch sehr lange auf ne Antwort warten muessen ;)

MfG Fairy

Ostfriese
12.03.2002, 11:05
Moin moin Leudde!

Also, weil ich nicht ganz so dumm bin, wie man annehmen möchte, habe ich bereits nach dem Zivildienst ein vom Staat (von euch :D) bezahltes und organisiertes Studium mit den Zielen...

1. Justizinspektor
2. Staatsanwalt
3. Oberstaatsanwalt oder Richter oder beides ;)

Bevor ich irgendwo an einer "normalen" Uni rumhänge :D gehe ich erstmal an eine Beamten-Fachhochschule und werde Beamter auf Widerruf... denn danach werde ich, wenn ich Glück(?) habe BEAMTER AUF LEBENSZEIT!

Also... das Beamtentum ist zwar für den Staat (für euch :D) TEUER... aber mir soll es recht sein! :)

MfG
in-Zukunft-auf-Kosten-des-Staats-lebender-und-nix-Sozialhilfeempfänger... sprich Beamter werden möge seien :D

der ForenKasper

PS: einen entscheidenen Vorteil für uns alles hat es aber:
Wenn ich später als Beamter in meiner unfassbar großen Langeweile was anpacken werde, dann richtig.
Als erstes baue ich mir dann aus Langeweile ein Netzwerk mit allen Rechnern im Ministerium, wo ich dann bin... dann befehle ich WUs zu crunchen was das Zeug hält :D !

Crazy_Bon
12.03.2002, 18:33
Mann, das kann ja heiter werden.
Ein/Der Ostfriese als Richter, da gerät die Welt aus den Fugen. :p:D:D;)
Aber er hat sich ein hohes Ziel gesteckt, dass er nur langfristig und mit viel Durchhaltevermögen erreichen.
Denn geschenkt bekommt man gar nichts und wer ruht der rostet. :cool

hapelo
12.03.2002, 21:04
Original erstellt von Stewi
Also, was für Nachteile haben Beamte?
Das kann ich dir sagen :
Beamte sind prinzipiell unkündbar, und verspüren dadurch meist recht wenig Druck ihrer Tätigkeit im Sinne des Erfinders "gescheit" nachzugehen.
Dies führt unmittelbar zu einer schleichenden Lustlosigkeit gegenüber der zugewiesenen Tätigkeit, welche schliesslich in permanente Untätigigkeit ausartet.
Begründet ist dies durch den massiven Nachteil gegenüber dem wettbewerbsgerechten Arbeiter / Angestellten, der aufgrund seiner Leistung entlohnt wird - da Beamte jeglicher Art generell keinem derartigem Wettbewerb ausgesetzt sind, ist es ihnen unmöglich wettbewerbsgerecht zu arbeiten (es bedarf hunderte von Beamten, um diesen Begriff zu definieren).
Beamte haben auch - ohne selbst mitsprechen zu können - den Begriff "freie Wirtschaft" ins Leben gerufen....schön, nicht ?
Definitiv schliesse ich auch und gerade Lehrer nicht von diesem Übel aus, dazu habe ich schon zuviel erlebt.

Beamtentum ist nicht mehr zeitgemäss !

olly3052
13.03.2002, 23:04
:D @
an alle Stammtischler

na klar nehm ich Schmiergelder und das wöchentlich. Wie soll ich bei dieser Bezahlung denn über die Runden kommen?
(krieg ca. 0, 75€ für eine Nachtdienststunde und irgendwie mach ich seit paar Monaten nur Nachtdienste)

Ansonsten würd ich gern die halbe Nacht im Intenet surfen, doch wir haben keinen I-Netzugang. Da werd ich doch gleich mal meinen Chef anschnauzen, warum wir dem gängigen
" Standard" nicht entsprechen. Dem schlottern schon jetzt vor Angst die Knie. Zumal das auf dem Auto mit Laptop zu bewerkstelligen wäre)

Na ja, dann nehm ich halt meine ca. 500 Überstunden, die ich natürlich aufgrund der " Sachlage" aufbauen musste.

Mein Chef: " das geht nicht!"
Ich: " wieso denn das nicht?"
Mein Chef: " weil es die Lage nicht zuläßt und weil ich das sage!"
Ich:" wann kann ich die denn abbauen?"
Mein Chef:" wenn es die Lage zuläßt und wenn ich es sage!"

... und die Lage ist ernst und wird noch lange ernst sein!

Na gut , dann geh ich halt in den Streik und lass keinen mehr in die Dienststelle, das hat er nun davon, so!
Wie, ich darf nicht streiken, wo kommen wir denn dahin.

Ach das steht auch im Beamtenrecht!
Wie, der Dienstherr muß mich nicht bezahlen?
Er muß mich nur mit Naturalien am Leben erhalten, wenns drauf ankommt!
Na da bin ich aber froh, daß dieser Notstand noch nicht eingetreten ist.

Ach ja, meine Familie, ja die ist am Wochenende schön zuhause. Ich aber nicht, da muß ich nämlich meine Schmiergelder eintreiben.


Soweit zur Polemik in den vorangegangenen Posts. Ich hab sogar das Musterbeispiel einer Beamtin bei mir in der Familie ( meine geliebte Schwester, Finanzbeamtin, hehe),
aber was ihr da an Verallgemeinerung zum Besten gebt, ist wirklich das allerletzte! ( wenn die Mods nicht da wären, hätte ich jezt 200 ! gesetzt!)

Der von Euch geliebte


Olly 3052

PS: quotet dieses Post gerne auseinander



:o

Unregistered
13.03.2002, 23:45
Original erstellt von olly3052
PS: quotet dieses Post gerne auseinander


Warum sollten Wir das , aber antworten darf doch, oder ?

Wenn Du mal richtig hier gelesen haettest, wuerdest Du mitbekommen haben, das Wir hier keinesfalls Stammtischparolen verbreiten, sondern uns auf Tatsachen berufen, es sei denn, du zweifelst auch Berichte in den Tagesmedien, Steuerzahlerbund und Rechnungshof an, das dazu. Das Du dich als Beamter hier verteidigst ist dein gutes Recht und das, das was Du schilderst auf Dich zutrifft mag ja auch sein, leider bist Du dann eben nur einer von Wenigen. Ausserdem haben wir hier klare Abgrenzungen gemacht, zB. bei Polizeibeamten, Du solltest mal aufmerksamer lesen, warum Du ueberall deine lachenden Smilies gepostet hast, versteh ich allerdings auch nicht. Ich habe nicht vor, meinen Arbeitsalltag hier zu posten, aber ich will Dir nur sagen, das ich zu der Gruppe gehoere, die Jahr fuer Jahr 3 Schichten knueppelt und etliche Uberstunden schiebt, aber das wirkt sich leider nicht so effektiv im Alter aus, ausserdem habe ich nicht das Recht zu sagen, ich bin so unter Stress, das ich mich mit 45 bei vollen Bezuegen aufs Altenteil begebe. Natuerlich kann auch ich eher in Rente gehn, nur leider mit erheblichen Einbussen, die einen normalen Lebensstandard nicht mehr zulassen. Auch wenn ich bis ans Ende meiner Tage arbeite, werde ich noch meilenweit von den Pensionsbezuegen eines Beamten entfernt sein, das ist kein Neid, sondern schlicht und ergreifend ungerecht. Wir finazieren den Staat und seine Beamten und sind am Ende des Arbeitslebens in den A***H gekniffen.

MfG Fairy

olly3052
14.03.2002, 09:20
@ Hallo Fairy
WOZU brauchen wir Beamte, Beamter sein heisst nichts anderes, als, das derjenige eine besondere Verpflichtung gegenueber dem Staat haben sollte. So wie ich das sehe, passiert genau das Gegenteil, Beamter sein, heisst nichts anderes, als auf Kosten Anderer sich ein schoenes Leben zu machen, sowas kann Es nicht geben. Ich bin stinksauer und fordere eine sofortige Abschaffung Aller Beamten

na sind das Tatsachen?

Beamte sind prinzipiell unkündbar, und verspüren dadurch meist recht wenig Druck ihrer Tätigkeit im Sinne des Erfinders "gescheit" nachzugehen.
Dies führt unmittelbar zu einer schleichenden Lustlosigkeit gegenüber der zugewiesenen Tätigkeit, welche schliesslich in permanente Untätigigkeit ausartet.


oder habe ich dieses sorgfältig überlesen?

Ich lese diesen Thread schon sehr aufmerksam. Die ein oder andere Meinung find ich schon gerechtfertigt.
Doch wie man immer wieder lesen kann, gibts hier einfach Aussagen die halt in vielen Kneipen nicht anders diskutiert werden. So, gute Nacht, bis nachher


Olly 3052

Unregistered
14.03.2002, 17:37
Original erstellt von olly3052
Doch wie man immer wieder lesen kann, gibts hier einfach Aussagen die halt in vielen Kneipen nicht anders diskutiert werden.


hallo @olly3052

Ich kann dazu nichts sagen, WAS in Kneipen diskutiert wird, da ich in keine Kneipe gehe. Das was hier diskutiert wird, ist das, was in der Oeffenlichkeit fuer Aerger sorgt. Ich bin absolut der letzte, wenn es um pauschale Verurteilung geht. Aber das was Du hier zu deiner Arbeit sagst, wird wohl jeder Beamte von sich behaupten und alles andere entruestet von sich weisen. Aber klar ist doch nunmal eins, dieses Thema ist nicht von Uns erfunden, sondern Es sind zB. Anklagen von amtlicher und auch politische Seite, dadurch, das man es ignoriert, wird es nicht besser. Es ist eine Aenderung im Beamtenwesen dringendst erforderlich, damit meine ich auch, das Beamten, die wirklich auch was Leisten, dementsprechend entsoldet werden sollen. Aber genausogut, sollte die Sonderstellung eines Beamten ueberdacht werden, denn Unser Staat kann es sich nunmal nicht mehr leisten, riesige Pensionen fuer Fruehpensionaere und Leistungsunwillige zu zahlen. Wenn es um die paar Mark fuer Arbeitslose geht, da sind sich alle, inklusive der Beamten einig, da heisst es, radikal kuerzen. Wo bleibt aber das kuerzen bei den Beamten ? Die Beamten leben nicht in einem eigenen Staat, sondern leben und profitieren von der Allgemeinheit, also sollen auch Sie Ihren Anteil tragen. Ich persoenlich sehe keinen Grund, warum wir noch Beamte haben muessen, Jeder, entsprechend Ausgebildete kann diese Aufgaben genausogut erfuellen, auch billiger. Soweit ich weiss, duerfen beamte nicht streiken und gegen den Staat demonstrieren !? wer aber marschiert bei jeder Demonstration in erster Reihe, unsere allseits beliebten Beamtenlehrer, ist das richtig ? Wozu is dann der Diensteid gut, wenn sich nur wenige Beamte daran halten. Es ist meine Meinung und keine Stammtischparole und die lasse ich mir von Beamten auch nicht verbieten.

MfG Fairy

olly3052
14.03.2002, 20:40
@ Hallo Fairy,
wenn bei Dir der Eindruck entstand, das ich Dir die Meinung verbieten will, so tut es mir das Leid.

Es liegt mir fern, das bei irgendjemand zu tun.

Nur teilen kann ich einige Deiner Ausführungen nicht (Achtung Smileyalarm! );)
Nicht mehr und nicht weniger.
So nun noch mal schnell ins Seti Forum geschaut und dann ab zur Nightshift
:D

Gruß

Olly 3052

tinneff
14.03.2002, 21:09
fairy der cookiekiller:D
zack neu anmelden vergessen:D
zum topic sag ich mal lieber nix,
krieg ich nur schlechte laune:mad

ersma tin

Fairy
14.03.2002, 21:48
Original erstellt von tinneff
fairy der cookiekiller:D
zack neu anmelden vergessen:D


Sorry, aber das war Outpost *tret* ;)

Fairy

Fairy
14.03.2002, 21:53
Original erstellt von olly3052
wenn bei Dir der Eindruck entstand, das ich Dir die Meinung verbieten will, so tut es mir das Leid.
Eigentlich meinte Ich damit nicht Dich, sondern die oeffentliche Beamtenlobby ;)


Nur teilen kann ich einige Deiner Ausführungen nicht (Achtung Smileyalarm! );)
Das Du das nicht teilen kannst is mir klar ;) danke fuer die Wahrnung ;)

und dann ab zur Nightshift
Eine ruhige Schicht wuensch ich Dir (das war nicht zynisch gemeint) ;)

MfG Fairy

Fairy
14.03.2002, 21:58
Auf ein neues ;)

Müllmafia - Die anrüchige Allianz zwischen Wirtschaft und Politik
Bericht: Karin Führ, Ingolf Gritschneder, Horst Freudenthaler

Der Müll-Skandal von Köln, nur die Spitze des Eisberges: Systematisch sind in Deutschland Politik und Müllwirtschaft verflochten. Da genehmigen Beamte umstrittene Anlagen und wechseln dann zur Betreiberfirma. Bestechung ist an der Tagesordnung. Die Zeche zahlt der Bürger. Müllbeseitigung in Deutschland ist teuer - die Gründe liegen in verfilzten Strukturen von Politik und Wirtschaft. Fachleute fordern jetzt strengere gesetzliche Regelungen

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitraege.phtml

Nachdem ich den Bericht gesehen hab, bin ich mir nicht mehr sicher, ob man ueberhaupt noch etwas gegen diese Mafioesen Beamtenstrukturen machen kann. Ist es eigentlich hier schon wie in Italien ? Wenn ja, wer ist dann der Pate ? Muessen unsere Staatsanwaelte und Richter Angst haben, auf offener Strasse mit einem Tintenkuli erstochen zu werden ? Naja ich denke nicht, denn dazu waere ja Eigeniniative und taetiges Handeln der Beamtenmafia notwendig. ;)

Wir wolln doch nicht, das der Tread stirbt ;)

MfG Fairy

Kwuteg
15.03.2002, 02:44
Ich habe keine Erfahrungen aus erster Hand, wie es amtsintern zugeht, also bilde ich mir hier kein Urteil. Aber einige Schlußfolgerungen erlaube ich mir.
Auf dem Amt (egal welchem) treffe ich meistens Menschen an Schreibtischarbeitsplätzen, die irgendwo zwischen gestreßt und übermüdet stehen. Daß ich hier nur einem bestimmten Typen von Beamten begegne, ist mir klar (solche, die nie mit den Bürgern zu tun haben, mögen anders sein). Faulheit oder auch einen Mangel an Fleiß unterstelle ich diesen Leuten nicht, weil ich dafür weder Anhaltspunkte noch Belege habe. Die prinzipiell sehr lange Bearbeitungsdauer jeglicher Anfragen an Ämter können von allgemeiner Faulheit herrühren, aber auch von allgemeiner Überlastung der Ämter. Ich argwöhne, daß es beides ist.
Den Menschen, die hierzulande in Ämtern arbeiten, will ich nichts Böses und ich glaube, daß Leute wie unser Olly die Mehrzahl stellen.
Aber das Amtssystem an sich, das ärgert auch mich zuweilen (besonders das Formulardenken) und es gibt auf meiner Skala nicht viele Schimpfwörter, die schlimmer sind als Bürokratie.
Das Arbeitsverhältnis Beamter, wie es viele Angestellte stört (imho zurecht), meine ich damit nicht. Ich meine den gewaltigen Overhead an Verwaltungsaufwand, der schon mit den kleinsten Genehmigunsprozessen einhergeht. Die deutsche Regulierungswut und der krankhafte Trieb, alles zu normen und zu protokollieren, sind dafür verantwortlich. Außerdem die mittlerweile verbreitete Grundhaltung, daß Beamte sich nicht länger als Diener des Staates und damit des Volkes verstehen, sondern vielmehr den Bürger als Gegner betrachten.

Das unterstelle ich wohlgemerkt keinem Einzelnem, sondern dem gesamten Apparat und seiner Konzeption. Sollte ich eine Metapher für die deutsche Bürokratie suchen, würde ich sie wohl ein Krebsgeschwür nennen. Nein, nicht um sie als auszurottende Krankheit zu deklarieren, sondern um ihren Zustand unkontrollierten Wucherns zu beschreiben. Und wer will mir hier ernsthaft widersprechen?

Fairy
15.03.2002, 12:12
Original erstellt von Lord Kwuteg
Und wer will mir hier ernsthaft widersprechen?

Ich natuerlich nicht. ;)

Du hast in deinem Statement Recht, es ist das System was krank ist, klar, also muessen Wir das aendern. Deshalb sag ich ja, Beamte sind nicht erforderlich. Es wird viel vom schlanken Staat gesprochen, dann sollte damit begonnen werden und zwar da, wo es Not tut.
Die faulen, korrupten Beamten, sind doch nur deshalb vorhanden, weil der Beamtenstatus eben DAS foerdert. Der Mensch ist nunmal ein Mensch und wird sich immer den leichtesten Weg suchen.Wenn meine Karriere automatisiert wird, ohne das ich estwas dafuer leisten muss, warum sollte ich mich dann anstrengen. Angeblich sind wir ja eine Leistungsgesellschaft, das sollte fuer Alle gelten, nicht nur fuer das normale Volk, sondern eben auch fuer unsere Staatsdiener. Wer viel leistet, verdient viel. Jeder normale Arbeitnehmer muss sich taeglich in seinem Job beweisen, wo muss das ein Beamter ? Ich plaediere dafuer, den Beamtenstatus komplett abzuschaffen, bessere Besoldung fuer Personen die fuer den Staat arbeiten, Beteiligung an der Rente, angeglichene Pensionen an das normale Rentenvolumen. Je nach Aufgabe, die Er fuer den Staat leistet sollte es Zulagen geben. Nehmen wir die Polizei, oder die Feuerwehr. Da muss viel mehr getan werden, es kann nicht angehen, das Polizeibeamte sich selbst Schusssichere Westen kaufen muessen, die einen optimalen Schutz bieten, dasselbe bei den Feuerwehrleuten. Das Geld was fuer Schreibtischtaeter rausgeschmissen wird, kann den Leuten zugute kommen, die an vorderster Front stehen. Durch die Erhoehung des Gehaltes kann sich jeder Staatsbedienstete auch eine optimale Alterversorgung leisten und ein Anreiz zum effektiven Arbeiten ist gegeben. Ausserdem zahlt Er dann genauso, wie jeder normale Arbeiter sein Salaer an den Staat. Das verstehe ich unter moderner Staat. Ein ganz wichtiger Nebeneffekt waere da Ansehen der Staatsdiener, die Akzeptanz wuerde sich bestimmt verbessern.


MfG Fairy

tinneff
15.03.2002, 18:03
@Lord Kwuteg
ziemlich auf den punkt gebracht, beifall
@fairy
nachdem du ché wieder aktiviert hast, bin ich wieder beruhigt
bist und bleibst n revoluzzer:D
das find ich gut!!!
meinereiner hat dafür nicht mehr die energie...
naja now I´m easy
ersma tin

Fairy
22.03.2002, 08:57
Bundestag billigt Reform der Beamtenbesoldung !

Berlin (dpa) - Durch Leistungsanreize für Beamte soll die deutsche Verwaltung künftig effektiver arbeiten. Mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedete der Bundestag eine entsprechende Reform der Besoldungsstruktur, die den Dienstherren unter anderem die Möglichkeit gibt, die Besoldung einzelner Beamten um bis zu 15 Prozent zu erhöhen.Ausserdem werden Familiengeld und Kindergeldzuschlaege erhoeht, das verheirateten Geld ? faellt weg. Das Gesetz muss allerdings noch den Bundesrat passieren.

Wunderbar, wie gut das unser Staat sich sowas leisten kann.

Nebenbeibemerkt, ich hab gestern fuer meine Frau Verbandsmaterial holen muessen, fuer die Rezepte bezahlte ich 52 €, man muss halt den Staat(Krankenkassen) bei der Kostensenkung unterstuetzen. Ach ja, Beamte brauchen das nicht bezahlen, Die muessen das nur auslegen und bekommen es erstattet.

MfG Fairy

Kwuteg
22.03.2002, 12:31
Bestell deiner Frau schöne Grüße aus dem Forum, Fairy. Ist schon schlimm, was manche Leute erdulden müssen.
Hm, wenn du Verbandszeug brauchst, ist sie dann vielleicht endlich wieder zu Hause? Wünschen würde ich es euch.

Und das mit der Rechnung lasse ich wohl besser unkommentiert... die Halsabschneider... :mad

Fairy
22.03.2002, 12:45
Original erstellt von Lord Kwuteg
Bestell deiner Frau schöne Grüße aus dem Forum, Fairy. Ist schon schlimm, was manche Leute erdulden müssen.
Hm, wenn du Verbandszeug brauchst, ist sie dann vielleicht endlich wieder zu Hause? Wünschen würde ich es euch.

Und das mit der Rechnung lasse ich wohl besser unkommentiert... die Halsabschneider... :mad

@Lord Kwuteg

Vielen Dank fuer deine netten Gruesse und Wuensche, ja Sie ist wieder da, gottseidank, aber leider noch langwierig, aber wird schon, das dazu :)

Tja was soll man dazu auch noch kommentieren, das Uebel ist, als normaler Arbeiter, zahlst Du ALLES, keine Chance drumherum zukommen.

Nochwas zu meinem Beamtenwissen (oder Unwissen) die Frau meines besten Freundes ist Beamtin, Sie haben ein Kind, deshalb bleibt Sie wohl 3-4 Jahre daheim (gut fuers Kind) Ihr Job geht ja nicht verloren.
Ihre Aussage zum Beamtenstatus ist wirklich derbe, Sie selbst sagt, Sie schaemt sich fuer Ihre Beamtenprivilegien in einer Zeit, wo es allen ans Geld geht und die kleinen Leute immer mehr belastet werden. Find ich gut :) deshalb knuddele ich Sie mal in Gedanken ;) Es gibt also noch Beamte mit Schamgefuehl, sowas macht Hoffnung ;)

MfG Fairy

Kwuteg
23.03.2002, 03:57
Glaubt ihr eigentlich, daß unsere Rot-Grüne Regierung sich traut, den Beamtenstatus neu zu bewerten und grundlegend zu reformieren (so sie denn wiedergewählt werden sollte)?
Oder glaubt ihr, die C-Parteien +FDP machen das (sollten sie stattdessen gewählt werden)?
Letzteres finde ich unwahrscheinlich, da sie 16 Jahre lang Gelegenheit dazu hatten, aber keine Veranlassung sahen.

Ich will das hier nicht zum Politikum machen, aber wem traut ihr überhaupt zu, mal den Spaten auszupacken und umzugraben?

Fairy
23.03.2002, 09:43
Moin, da ich diesen Tread verbrochen habe, werde ich mal als Erster antworten. Ganz klar NEIN, keine der etablierten Parteien wird daran was aendern, dafuer ist die Beamtenlobby zu stark. Es fehlt ein politischer Rebell, der auch das genuegende Waehlerpotential im Hintergrund haette, sowas zu aendern. Frueher haette man das ja eventuell den Gruenen zugetraut, aber die sind ja mittlerweile auch nur zum kommerziellen Verein verkommen, zur gefaehrlichen Lachnummer PDS gibt es nichts weiter zu sagen, als AUFPASSEN !. Die FDP ist ohne eigenes Profil, nichts weiter als ne Mitlaeufer/Abgraser Partei. Seit der Schmidt Aera ist es vorbei mit der Glaubwuerdigkeit unserer Politiker. Natuerlich gab es immer mal Korruption, da ist die Flickaffaere noch gut im Erinnerung, aber da wurde konsequent gehandelt und Graf Lambsdorff sogar zu Gefaengnis verurteilt. Aber heute, erscheint mir alles wie ein tiefer Sumpf, vertrauen kann ich keinem mehr. Wie rechtfertigen die Politiker Ihre staendige Besserstellung von Beamten und das gleichzeitige Sparen bei den Arbeitslosen/Sozialhilfeempfaengern und Alten, wie ?, garnicht, weil Sie meinen, es nicht mehr noetig zu haben, denn alle Parteien schwimmen auf derselben Wellenlaenge. Es liegt aber auch an der Traegheit der deutschen Bevoelkerung, deren Egoismus (mir gehts gut, was gehn mich andere an). Man schaue mal nach Frankreich, was ist das fuer ein rebellisches Volk, die lassen sich nicht einfach zur Schlachtbank fuehren. Ich erinnere mich an die 69 Generation, da gab es mal eine Spritpreiserhoehung (kann sein das ich mich irre, war vielleicht eine andere Erhoehung, Steuern oder so) egal, was passierte da ? Die Studenten gruendeten die Aktion Roter Punkt, das heisst, jeder der bereit war, einen Anderen im Auto mitzunehmen, klebte sich einen etwa 20 cm breiten roten Punkt an die Scheibe und hielt sofort an um jemanden mitzunehmen, halt sowas wie eine Fahrgemeinschaft. Das war eine Super Aktion, was anderes als ommmm murmelnde, kerzenhaltende und meinen damit allesgetanzuhabenden Typen. Demonstriert wird in Deutschland gegen alles was Medientraechtig erscheint, aber wo sind die Demonstrationen gegen Sozialabbau, gegen Willkuer des Staates.... nichts.....lieber mal gegen ein AKW oder so, da kommt man ja auch vielleicht ins Fernsehen. Wo sind die die Leute die gegen unbeschreibliche Missstaende in den Altenheimen demonstrieren, wo....besser ne Huehnerfarm belagern, wieder sehr Medientraechtig. Ich koennte noch etliche Beispiele auffuehren. Fuer mich ist Unsere Gesellschaft am Ende, Moralisch wie auch Sozial.

PS: @Lord Kwuteg
Wenn Du moechtest kannst Du den Tread auch aendern, vielleicht in der Art " Deutschland/Politik und seine Beamten " oder so, is mir recht :)

MfG Fairy

Kwuteg
23.03.2002, 10:59
Wenn du das sagst, dann mach ich das doch. Ohne den Sarkasmus ist es auch besser.

Ich teile deinen Pessimismus, auch wenn ich es gerne anders hätte. Aber ich bin auch davon überzeugt, daß man niemals eine Sache als aussichtslos abschreiben sollte, nur weil alle anderen es tun.
Wenn jeder so denkt, dann sind wir schon tot, wir haben es nur noch nicht bemerkt.

P.S.: So gesehen ist unser Forum noch sehr *lebendig*. ;)

Fairy
23.03.2002, 11:12
Original erstellt von Lord Kwuteg
Aber ich bin auch davon überzeugt, daß man niemals eine Sache als aussichtslos abschreiben sollte, nur weil alle anderen es tun.
Wenn jeder so denkt, dann sind wir schon tot, wir haben es nur noch nicht bemerkt.

P.S.: So gesehen ist unser Forum noch sehr *lebendig*. ;)

Sicher, aufgeben sollte man nie, das ist klar, ich meinte nur, das es ungeheuer frustrierend ist, sich staendig Politikerluegen anhoeren muss und nichts dagegen tun zu koennen, leider noch nicht mal durch eine Wahl, da kann man nur das kleiner Uebel waehlen. Es waere alles so einfach, wenn unsere Politiker mit offenen Karten spielen wuerden, es ist doch absolut mies, einen Gesetzentwurf bis nach der Wahl zurueckzustellen, nur weil man hofft, dadurch die Wahl zu gewinnen, warum halten die Uns fuer doof, das Allein ist schon eine Frechheit hoch drei.


Re. P.S. FB Na klar ist das Forum absolut lebendig, kreativ und Intelligenzfoerdernd :daumen
Wenn Unsere Politiker sich hier mal was abgucken wuerden, wuessten Sie wie man mit Menschen in einer Demokratie umgeht.

MfG Fairy

Fairy
09.04.2002, 12:43
SPD-Abgeordnete wollen
Gehälter statt Diäten !!

Das ist ja richtig ein Ahaeffekt ;)

Zur Verbesserung des Ansehens deutscher Parlamentarierer streben jüngere SPD-Abgeordnete eine Reform des Bundestages an.

brav so ;)

nach Ansicht des Kieler SPD- Parlamentariers Hans-Peter Bartels radikal geändert werden. Die Regelungen müssten denen in normalen Berufen entsprechen.

Hmmm, nach welchen normalen Berufen ? eines Baeckers oder einer Verkaeuferin bestimmt nicht ;)

Bartels sagte: «Statt der Diäten, die albernerweise immer noch Entschädigung heißen, sollten wir zwölf Gehälter bekommen, die etwas unter den bisherigen Monatsdiäten liegen - ergänzt um ein Gehalt als Weihnachtsgeld und eventuell ein halbes Gehalt als Urlaubsgeld.

Ich sags ja, entspricht voll dem normalen Arbeitnehmergehalt :lol

Der SPD-Politiker verspricht sich von solchen Veränderungen mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit und weniger Mutmaßungen über «Selbstbediener- oder Absahnermentalität».

Aber sicher doch, jetzt haben wir Euch doch alle lieb :love

Ich muss sagen, soviel Entgegenkommen unserer Beamten ist wirklich fast den Friedensnobelpreis wert. Mir tun Sie aber jetzt schon leid, wie solln Sie mit dem bischen Geld noch Ihre vielen Urlaubstage (nein, ich meine nicht die Arbeits/Anwesendheitstage) finanzieren. Naja ich ziehe den Hut vor soviel Selbstkasteiung, da soll noch einer sagen unsere Beamten sind unflexibel :daumen

MfG Fairy

Fairy
09.04.2002, 13:54
Bundesverwaltungsgerichts Nr. 5/2002 vom 31. Januar 2002

Perücke auch für männliche Beamte

Männliche Beamte dürfen bei der Beihilfe für eine Perücke nicht benachteiligt werden.

Der Kläger leidet seit seiner Kindheit an totalem Haarausfall. Die Beihilfe für eine ärztlich verordnete Perücke wurde ihm mit der Begründung verweigert, dass er älter als 30 Jahre alt sei. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass diese nur für Männer geltende Altersgrenze mit dem Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 Abs. 3 GG nicht vereinbar sei. Danach darf niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden. Die Tatsache, dass Haarausfall bei Frauen nur geringe gesellschaftliche Akzeptanz findet, rechtfertige nicht ihre Bevorzugung bei der Beihilfe.

Genau, gleiches Recht fuer Alle (Beamte) ;) soweit kommts noch, das Beamte an Ihrem unbeheiztem, zugigen Schalter am Kopf frieren :D

MfG Fairy

Fairy
09.04.2002, 14:13
OVG Lüneburg
1996-09-13
2 L 1764/93

Mit über 250 Pfund Gewicht nicht zur Beamtin geeignet

Einer 25-jährigen Frau wurde vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg wegen ihres Gewichts von 128,5 Kilo bei einer Größe von 1,60 Meter der Beamtenstatus nicht anerkannt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, daß die gesundheitliche Eignung für die Übernahme ins Beamtenverhältnis nicht gegeben sei, wenn eine vorzeitige Dienstunfähigkeit nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

Genau, genau sowas auch, will Die einfach Beamtin sein, die soll doch lieber Verkauferin werden, da laeuft Sie sich den Speck ab, ist viel gesunder als mit 128,5 Kilo einen Buerostuhl zu vergewaltigen ;) Wie schoen, das es im Beamtentum keine Diskriminierung gibt ..

MfG Fairy

Fairy
09.04.2002, 14:28
Vorschrift ist Vorschrift
Vollziehungsbeamter kam für drei Pfennig Steuerschulden


Das hätte sich Ursula Koch auch nicht träumen lassen, als sie die Haustür öffnete. Vor der 75-Jährigen stand ein Vollstreckungsbeamter. Seine Forderung: Drei Pfennig Steuerschulden - plus 15,10 Mahngebühren, 6 Mark Säumniszuschlag und 30 Mark Vollstreckungsgebühr. Macht alles in allem 51,13 Mark. Vorschrift ist nun mal Vorschrift.

Warum so viel Gebühren für so wenig Geld? Normalerweise rücken doch die Beamten für Beträge unter 20 Mark nicht aus. Stimmt - aber nicht in diesem Fall. Denn schon vier Wochen zuvor hatte Ursula Koch den Vollstreckungsbeamten vor der Tür, damals wegen nicht gezahlter Grundbesitzabgaben in Höhe von 545,72 Mark. "Die Rechnung und die Mahnung zu dieser Forderung waren versehentlich im Altpapier gelandet", erinnert sie sich. Ursula Koch gab dem Beamten das Geld und die anfallenden 30 Mark Vollstreckungsgebühr und dachte, der Fall sei erledigt. Das war er auch, bis das städtische Steueramt entdeckte: Die Seniorin hatte drei Pfennig zu wenig an Steuern gezahlt. Man hätte die Lapalie auf sich beruhen lassen können; 3 Pfennig sind weniger als 20 Mark. Aber der städtische Vollzieher setzte noch eine Nebenforderung auf die Rechnung: Mahngebühren und einen Säumniszuschlag, die er offenbar beim seinem ersten Besuch bei Ursula Koch vergessen hatte zu kassieren. Das machte dann insgesamt 21,13 Mark, plus ein zweites Mal Vollstreckungsgebühren von 30 Mark.

Seniorin zahlte um Ärger zu vermeiden
Ursula Koch ärgerte sich und fand die ganze Angelegenheit abstrus. Aber sie zahlte dennoch, um Ärger mit den Behörden zu vermeiden. "Außerdem war ich so perplex, als der Beamte vor mir stand. Sonst hätte ich gesagt, er könnte einen Kuckuck auf den Küchenstuhl kleben."

Im Steueramt kann man den Ärger der Frau nicht nachvollziehen. Vorschrift sei eben Vorschrift.

Ja das ist Es, das macht das Beamtentum aus, Korrekt bis zum Abwinken,keine Gnade, knallhart, da frage ich mich mal, was das ganze den Steuerzahler gekostet hat, denn die Zeit des Vorschriftsmaessigen Beamten ist ja auch nicht umsonst, ode doch ? ;)

MfG Fairy

Fairy
09.04.2002, 14:38
Zulagenregen bei Staatsbediensteten

Berlin 1920: Die junge Republik braucht tüchtige Beamte. Deshalb wird die Ministerialzulage eingeführt, zunächst nur für die Beamten in den obersten Reichsbehörden.
Auch heute noch gibt es diese Ministerialzulage, aber inzwischen für alle Beamte. Ob Bundes- oder Landesministerium, ob Staatssekretär oder Pförtner: die Zulage gibt es für jeden, je nach Position zwischen 140,- und 1.080,- DM monatlich.
Den Steuerzahler kostet allein die Ministerialzulage rund 150 Millionen DM.

Obwohl die meisten Bundesländer die Ministerialzulage abgeschafft haben, gilt sie noch beim Bund, in Bayern und in Nordrhein-Westfalen.
Zudem gibt es etwa 400 Zulagen im öffentlichen Dienst für Arbeiter, Angestellte und Beamte.

Ein Beispiel:
Das Beethovenorchester in Bonn. Ein Musiker verdient hier zwischen 8.000,- und 13.000,- DM Grundgehalt plus Zulagen. Für das Instrument die Instrumentenzulage 2.280,- DM jährlich. Die Oboe hat ein Rohr. Die Klarinette ein Blatt. Dafür gibt es die Rohr- und Blattzulage: je 1.416 DM. Und für die Saiteninstrumente die Saitenzulage.
Der Musiker trägt Anzug und Krawatte. Dafür gibt es die Kleiderzulage: 262,-Mark.
Zulagen allein für das Beethovenorchester: 111.000,- DM.

Weitere Beispiele:
Gitterzulage für Vollzugsbeamte, Magnetbandzulage für Schreibkräfte, Leichenzulage für Staatsanwälte, usw.
Für alle, die leer ausgehen in puncto Zulagen, gibt es schließlich die Harmonisierungszulage. Gesamtvolumen der Harmonisierungszulage: 3,1 Milliarden Mark bundesweit.

In Berlin hat alles angefangen, und in Berlin geht es weiter. Würde man alle Zulagen im öffentlichen Dienst streichen, wären die Staatskassen um 13 Milliarden Mark voller, der Steuerzahler um 13 Milliarden Mark entlastet.

Sind das nicht herrliche Beispiele, am besten finde ich die Magnetbandzulage, gibt es die eigentlich noch im Zeitalter des Computers, oder heisst die jetzt Kunststofftastenzulage?Es sollte auch fuer Beamte, die vor lauter Langeweile in der Nase bohren, ne Q-Tips Zulage geben :hammer

MfG Fairy

hapelo
09.04.2002, 15:47
Deine Meinung über Beamte kennen wir ja nun.

Niemand wird wohl anzweifeln, dass Bauarbeiter hart schuften müssen, ausgenommen vielleicht diejenigen, die eine Baustelle auf der BAB geniessen dürfen.;)
Der durchschnittliche Krankenstand ist bei Beamten aber etwa dreimal höher, als bei den Bauarbeitern !
Wenn man nun davon ausgeht, dass dieser einzig auf eine höhere Belastung durch den ausgeübten Beruf zurückzuführen ist (einem Beamten wird in seiner Freizeit nichts Schlimmeres widerfahren, als einem richtigen Arbeiter), dann gelangt man zu der Erkenntnis, dass Beamte ganz schön knüppeln müssen.
Dafür wäre dann noch eine Gefahren-/Risikozulage durchaus angemessen.

Ganz schön dünn, die Argumentation, aber die Wahrheit verträgt ja wieder keiner.

Kwuteg
09.04.2002, 17:57
@Fairy
Zuerst dachte ich, du hättest uns hier einen Quadro-Post reingehauen. Dann hab ich nochmal nachgesehen und festgestellt, daß du ganze fünf Beiträge hintereinander geschrieben hast.
Ich will dich jetzt nicht ermahnen, du weißt es ja bestimmt selbst besser - in Zukunft also bitte nicht mehr so eine Batterie von Beiträgen.
Du hast damit dem Beamtentum zweifellos eine argumentative Breitseite verpaßt, von der es sich so schnell nicht erholen wird (:D), aber gleichzeitig erschlägst du auch die anderen Teilnehmer hier mit deiner Themenvielfalt - man weiß gar nicht, worauf man jetzt antworten soll. So kommt es, daß sich nur noch die mutigsten hier (Hallo, HaPe :lol) zu antworten trauen.

P.S.: Wenn du dir die Granaten aufsparst und sie nicht alle auf einmal wirfst, erzielst einen größeren Effekt. ;)

Fairy
09.04.2002, 18:45
Original erstellt von Lord Kwuteg
P.S.: Wenn du dir die Granaten aufsparst und sie nicht alle auf einmal wirfst, erzielst einen größeren Effekt. ;)

@Lord Kwuteg

Sorry, aber da bin ich wohl im Ueberschwang meiner Gefuehle ueber das Ziel hinausgeschossen,Aber ich dachte, da es verschiedene Themen umfasst, das Ihr ein Recht auf Information habt ;) Ok, ich werde es jetzt etwas langsamer angehen lassen, aber Einer muss doch das Kreuz auf sich nehmen und als Ritter (nicht der Kokusnuss) einen Kreuzzug gegen Unsere lieben (nicht Olly natuerlich) ;) aufs Staatskosten dahinduempelnden, Beamtenschlachtschiffe (weil so gut wie nicht angreifbar) zu Felde ziehen ;)
Wenn Du/Ihr nichts dagegen habt, werde ich den Tread nicht sterben lassen, ich fuehle mich einfach dazu berufen :evillol

@HaPeLo

Sei begruesst im Bund der Raecher der Steuerzahler ;)

Seit Beide bedankt das Ihr es gewagt habt, in meinem verbalem Trommelfeuer (eigentlich toller Ausdruck) tapfer Stellung zu beziehen ;)

In diesem Sinne, Fairy

Unregistered
09.04.2002, 19:19
@ HaPeLo

der Erkenntnis, dass Beamte ganz schön knüppeln müssen.
Dafür wäre dann noch eine Gefahren-/Risikozulage durchaus angemessen.

-----------------------------


Mämmmmm........
Naja..... :)
Mit dem Menschlichen Körper ist das son Ding :)
Wenn man untätig ist..... sprich seinen Körper nicht belastet..
Zum einen verlieren die Knochen dann gewaltig an Stabilität....
Die Muskulatur schlafft ab, kann somit das Skeltett nicht mehr anständig Stützen.......

Somit ist dann das Verletzungsrisiko eines Beamten, beim sturz über die Tepichkannte bedeutend größer, als das Verletzungsrisiko eines Bauarbeiters auf der Baustelle.

Daraus resultierend finde ich das der Zuschlag für unsere armen und im höchsten maße verletzungsgefährdeten Beamten ( was ja die Statistiken über Krankheitsausfälle belegen ( Übrigens... wurden die von Beamten erstellt ? ) ) eigentlich noch viel zu gering bemessen ist.

cio.....
Georg

( wer mich ernst nimmt ist selber schuld :) )

tinneff
09.04.2002, 20:23
fairy,fairy der frust sitzt tief.....:D
finde die verallgemeinerung irgendwie nicht so klasse
dasselbe wenn man behauptet, arbeiter seien alle faul, dreckig, geldgierig und trinker; kann ich leider nicht gutheißen
sicherlich kann man über diverse dinge in diesem lande nur noch
die hände über´m kopf zusammenschlagen, ich für mein teil möchte aber
ganz sicher nicht mit einem polizisten, sozialamts-,arbeitsamts-,
finanzamts-,usw-beamten tauschen auch dort werden stellen nicht
nachbesetzt und überstunden gekloppt, dazu muß man sich noch
dumm anlabern lassen
auch so´n doofer lehrer, wenn er nicht gerade richtig abgewichst ist
und seinen job ernst nimmt, beneide ich nicht, zerr dir mal rein,
was heute in den schulen so läuft, die sollen die erziehung, die zu-
hause nicht mehr stattfindet übernehmen, ganz prima job.....
naja was unsere abgeordneten in den diversen(überflüssigen)
parlamenten teilweise so abziehen, da stimme ich voll und ganz mit
dir überein!!!
istdasnix??
:)
ersma tin

Fairy
09.04.2002, 21:31
Original erstellt von tinneff
istdasnix??
:)


Und ob das was ist ;) bin wie immer uebergluecklich wenn wenn man mal ne Uebereinstimmung feststellt ;)
Naja, ich denke mal nicht, das ich verallgemeinere, ich stelle ja nur Situationen und Einzelfaelle dar, owohl manche Sachen das gesammte Beamtentum betreffen.Eigentlich meine ich ja auch nicht den Beamten als Person, sondern das System, das dieses alles erst ermoeglicht.Ich hatte auch schonmal in einem vorigem Post betont, das wir alle nur Menschen sind, wenn mir jemand die Moeglichkeit geben wuerde, faul zu sein und trotzdem ein abgesichertes, lukratives leben zu fuehren, wuerde ich es wohl auch machen. ;)
Was die leistung von verschieden Beamtengruppen angeht, da bin ich mit Dir einer Meinung, mein Tread bezieht sich auch ausschliesslich auf die sitzende Fraktion der Beamten ;) gewiss nicht Polizeibeamte und weitere taetige Beamte. Hmm, wieso ist Finanz,Sozialamts,Arbeitsamtsbeamter nicht zu beneiden ? Als Sozialamtsbeamter koennte ich eventuell noch zustimmen, aber ein Finanzbeamter als Schreibtischtaeter hat ja wohl absolut nichts auszustehen. Was die Ueberstunden angeht, das ist ja nun nicht wirklich ein Beamtenproblem, oder, frag mal einen Arzt im Krankenhaus, Krankenschwester, Arbeiter im Dreischichtsystem was die dazu sagen, also das Argument lasse ich absolut nicht gelten. Lehrer sollen die Erziehung uebernehmen..hmmm...naja das koennen Sie nicht, denn Sie kommen zum groessten Teil ja kaum mit dem Unterricht klar, da moechte ich aber eher die Politik anklagen. Das die Jugend zum Teil heut sehr schwierig geworden ist, hat ja auch seine Gruende, wenn einem Jugendlichem von klein auf nur gepredigt wird, das Ihm alle Rechte zustehen und Er sich ohne Ruecksicht auf andere ausleben kann, ja was soll man da anders erwarten. Das es im Elternhaus erziehungsmaessig nicht mehr so hinhaut ist doch auch klar, erstmal hat die Anzahl, alleinerziehnder Muetter zugenommen, die muessen auch knueppeln um Ihre Kids durchzubringen, ebenso ein Famileinvater der seiner Familie einen angenehmen Lebensstandard nach heutigen Masstaeben erlauben will. Obwohl ich es ausserordentlich fragwuerdig finde, den Kids Markenklamotten unbedingt beschaffen zu muessen und das auf Kosten der Erziehung. Auch wenn ich da nicht im Trend liege, ich finde, das ein Elternteil die Pflicht hat, sich um ein Kind fulltime zu kuemmern, auch wenn dadurch eine Jacke weniger von Diesel gekauft werden kann. Denn dann wuessten die Eltern was mit ihren Kids los ist, wuerden die Beduerfnisse eines Heranwachsenden besser verstehen und muessten nicht die Erziehung der Schule ueberlassen, was sowieso nicht geht.Nun bin ich etwas vom Thema abgeschweift, also zurueck zu meinen lieben Beamten ;) Damit jemand effektiv arbeitet, muss ein leisungsanreiz vorhanden sein, ich denke damit stimmst Du mir zu, ergo muessen Leistungsanreize geschaffen werden, was heissen soll, die Erfolgsquote sollte benotet werden, um danach das Gehalt festzusetzen.Nur ein Beispiel. Aber das alles ist ja sinnlos, da die Beamtenzunft sowas niemals akzeptieren wuerde und durch Ihren unkuendbaren Zustand auch nichts zu befuerchten hat. Also sind wir wieder beim Thema, brauchen wir Beamte, ganz klar nein, wir brauchen Leistungstraeger und das koennen die meisten Beamten nicht sein.Ich kenne mehrere junge motivierte Lehrer/innen die sich von Teilzeitjob zu Teilzeitjob hangeln muessen, da Sie keine feste Anstellung bekommen, weil alte Beamtenwracks auf Ihrem Posten kleben. Das Beamtentum ist nunmal Fortschritts und Reformverhindernd in allen Bereichen, deshalb gehoert abgeschafft und ins Museum.

MfG Fairy

Fairy
13.04.2002, 17:55
Hallo, alle Interessierten ;) nach ein paar Tagen Pause bin ich mal wieder fuendig geworden. Ein sehr deprimierend stimmender Artikel, wer moechte kann Ihn sich ja mal anschauen.

http://www.jura.uni-sb.de/projekte/Bibliothek/texte/MARTINEK2.htm#top

Viel Spass ;)

MfG Fairy

Fairy
10.05.2002, 12:10
Weils soooo hart fuer unsere treuen Beamten ist, muss ich das Euch gleich miteilen....:(Kommission legt Gutachten vor


NRW-Landtag

Die Bezahlung der Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag soll grundlegend verändert werden. Das empfiehlt eine vom Landtag eingesetzte Kommission, die ihr Gutachten am Donnerstag (07.03.02) dem Landtagspräsidenten Ulrich Schmidt überreichte. Die Kommission schlägt vor, dass die Abgeordneten ab 2005 ihre gesamten Einkünfte versteuern müssen. Zudem sollen die Abgeordneten künftig für ihre Altersversorgung und ihre Krankenversorgung alleine aufkommen. Im Gegenzug müsse deshalb die zu versteuernde Vergütung auf monatlich 9.500 Euro verdoppelt werden. Derzeit erhalten die Abgeordneten eine steuerpflichtige Diät von 4.722 Euro und steuerfreie Pauschalen von bis zu 2.368 Euro. Über die Vorschläge der Kommission müssen nun die Fraktionen beraten.

Jetzt wirds hart fuer die Jungs, ALLES muessen Sie nun selbst bezahlen, oje. Naja, ein bischen faengt ja die VERDOPPLUNG der Diaeten auf, monatlich 9.500 € is ja auch nicht die Welt, da muss man schon rechnen um ueber die Runden zu kommen.

Dazu passt dieser link: http://gruene-nuernberger-land.de/roethenbach/diaeten.htm

MfG Fairy

Phantom
10.05.2002, 12:54
Moin moin.......


Na nu, habe ich mich im Forum vertan? Worum geht es denn hier? Es gibt ohne Ende interessante Probleme und ihr redet über unsere Beamten.......

Kennt überhaupt jemand die unterschiedlichen Differenzierungen im Beamtentum? Sind euch die sehr unterschiedlichen Besoldungsstufen bekannt? Ihr wollt mir erzählen das sei nicht pauschal? Hut ab, Helm auf!

MFG

Tiguar
10.05.2002, 13:38
Auf Wunsch von Fairy hier ein Link (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?s=&postid=117642#post117642) zu einem Posting, das ich in einem anderen Thread gemacht habe, welches allerdings auch ganz gut zu diesem Thema hier paßt.

Viele Grüße, Tiguar

Fairy
10.05.2002, 18:07
Original erstellt von Tiguar
Auf Wunsch von Fairy hier ein Link (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?s=&postid=117642#post117642) zu einem Posting, das ich in einem anderen Thread gemacht habe, welches allerdings auch ganz gut zu diesem Thema hier paßt.

Viele Grüße, Tiguar

Thx, Tiguar, welcome im Club ;)

____________________________

@Phantom
Kennt überhaupt jemand die unterschiedlichen Differenzierungen im Beamtentum? Sind euch die sehr unterschiedlichen Besoldungsstufen bekannt?
____________________________

Sicher sind Die bekannt, und ? was soll uns das jetzt sagen ? zB. das es auch arme bedauernswerte Beamte gibt ? Wenn Du die Posts gelesen haettest, wuesstest Du, das wir hier absolut nicht pauschalieren und sehr wohl differenzieren, ich mache sehr wohl unterschiede, zwischen taetigen Beamten, wie zB. Polizisten und Nasebohrenden Bleistiftspitzern. Frag mal eine OP Schwester im Krankenhaus, was Die verdient, die hat sicher den richtigen Text zur Beamtenbesoldung. Aber so ist das in Deutschland, sich den BeamtenArsch breit sitzen, bringt mehr, als der Dienst am Menschen, aber aufregen koennen Sie sich ganz hervorragend, wenn einer an Ihre Pfruende geht. Wie sagte mal ein Beamter, "Wir sind der Staat" und was sind wir, die arbeitende Bevoelkerung ?

MfG Fairy

Zimtziege
10.05.2002, 20:45
Ich finde nirgends, dass hier im T. sauber getrennt wird zwischen dem Öffentlichen Dienst und dem Berufsbeamtentum.
Das muss man aber, denn die Besoldungsunterschiede sind enorm.
Beim BB selbst gibt es wiederum den normalen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst.
Trotz aller Privilegien kommen Beamtengehälter nicht an die aus der Wirtschaft heran.
Nachzulesen sind die BAT und andere sogar über google.
Weil die Gehälter bei begabten Akademikern nicht mehr ziehen, vor allem weil es keine Karriereaussichten gibt, ist guter Nachwuchs sehr schwer zu halten.
Beispiel gefällig?
Die Steuerfachbeamten lernen hochkarätiges Fachwissen, für normale Sterbliche eine Geheimwissenschaft. Wegen oben gibt es viel zu wenig gute Leute in der Bürokratie. Die Folgen kennen wir alle...ungeahndete Steuerkriminalität.
Schlimm in meinen Augen war, dass der Aufbau Ost über eine Buschzulage den DAmen und Herren aus der Verwaltung schmackhaft gemacht werden musste. Das war mein Schlüsselerlebnis. Seither plädiere ich ganz klar für preussisches Staatsdienertum und eiserne Pflichterfüllung im Dienste der Allgemeinheit.
Das ist genauso idealistisch und knorrig wie eine 6jährige Kinderbetreuung, aber ich steh dazu.
Ach ja. eigentlich wollte ich ja Klappe halten und nur noch auf Ziel lernen - ich kanns nicht. Bißchen FB darf noch sein.
(Heute sind bei mir die Schwalben angekommen...)
Zimtziege

Fairy
10.05.2002, 21:03
Original erstellt von Zimtziege
Trotz aller Privilegien kommen Beamtengehälter nicht an die aus der Wirtschaft heran.


tststs...beste Zimtziege, sollten wir denn nicht fuers Examen lernen ;)

Es mag durchaus sein, das die Beamtengehaelter nicht an Die herankommen die in der freien Wirtschaft gezahlt werden, das ist aber nicht der springende Punkt, sondern all das was es zusaetzlich noch obendrauf gibt, da kommt niemand aus der freien Wirtschaft mit. Es geht um die Ueberversorgung. Ich spuere das jetzt am eigenen Leib, durch die Krankheit meiner Frau. Zahlen ohne Ende, meine Frau muss sich schwer krank, das Zimmer mit 4 Anderen teilen, gegenueber auf dem Flur liegt ein Postler, dem wahrscheinlich nur ein Furz quer sitzt (das ist meine Einschaetzung, nachdem ich mit Ihm geredet habe) Einzelzimmer, Chefarzt und was weiss ich noch alles. Es sei Ihm durchaus gegoennt, auf meine Scheinheilige Frage " das kostet aber deftig, oder" nee kostet mich garnichts, alles versichert, normalerweise muesste ich das auslegen, aber das wird mit der Versicherung abgerechnet. Schoen koennte man da sagen, dann mache ich einfach auch, ne Versicherung, oja, kann man als Nichtbeamter, aber frag nicht, was das kostet, bei einem Beamten ist der Dienstherr dazu verpflichtet fuer Ihn zu sorgen. Warum bekommen Beamte ein 13 Monatsgehalt als Renter ? Mehr Kindergeld als NormalKinder, wieso ? sind BeamtenKinder was besonderes ? kann man als normaler Arbeiter 7 Jahre zu Haus bleiben und bekommt seinen Job wieder ? wohl kaum ?meine Mutter bekommt als Krankenschwester nach 45 Dienstjahren, etwa 2300,-, noch Fragen, da lacht jeder kleine Beamte drueber.Der Beispiele gibts noch tausende, also lass ma gut sein. Es heisst immer, Leistung muss sich lohnen, wieso lohnt sich bei den meisten Beamten Nichtleistung ? Was ich absolut aetzend finde, das es nur sehr wenige Beamte gibt, die wenigstens dazu stehen, das Sie vom Steuerzahler reich beschenkt werden, aber das ist selten, fast jeder Beamte sieht das als sein Recht an, das wir fuer Ihn zu zahlen haben, egal ob er arbeitet oder nicht.Uns Normalos wird offeriert, das wir laenger arbeiten muessen, Lehrer usw. auch ? nee, wohl eher nicht, die gehen dann zwischen 40/50 in Ihr Feriendomizil, weil die boesen Schulkinder Sie ja fix und fertig gemacht haben, vielleicht sollten diese Herrschaften mal bei uns 40 Jahre in der Dreierschicht arbeiten, dann wuerden Sie auf dem Zahnfleisch laufen. Wie gesagt, ich nehme taetige Beamte aus, Feuerwehr, Polizei usw. Du weisst welche Kategorie ich meine.

MfG Fairy

Phantom
11.05.2002, 01:25
Danke danke Fairy, ich kann lesen... Warum habe ich wohl so energisch reagiert? .............

Zimtziege liegt allerdings richtig! Es gibt solche und solche! Mißstände gibt es überall! Es hilft aber nicht viel wenn man die kritisiert die es nicht "verbockt" haben! Eine Differenzierung in dieser Diskussion muß vorgenommen werden!!!

MFG

Fairy
11.05.2002, 05:43
Original erstellt von Phantom
Zimtziege liegt allerdings richtig! Es gibt solche und solche! Mißstände gibt es überall! Es hilft aber nicht viel wenn man die kritisiert die es nicht "verbockt" haben! Eine Differenzierung in dieser Diskussion muß vorgenommen werden!!!


Naja, wenn ich das richtig lese, bist Du Insider, vielleicht waere es nicht schlecht, wenn Du mit der differenzierung beginnst und uns miteilst, was Dich (Beamte) schlechter stellt, als einen normalen Arbeiter, worin die Schlechterstellung besteht, welche Vorteile ein normaler Arbeiter gegenueber einem Beamten hat.Ich habe kein Brett vor dem Kopf und bin jedem Argument zugaenglich.Meine persoenlichen Beamtenerfahrungen hab ich durch die Zusammenarbeit mit Bahnbeamten und Gespraechen mit Lehrern/Postlern und einer Beamtin der BFA erlangt. Leider sind mit dort keinerlei nachweislichen Nachteile gegenueber dem Normalo Arbeiter bekannt geworden.Waere auch nicht schlecht, wenn Du mir erklaeren koenntest, worin die Berechtigung der unzaehligen Zusatzleistungen besteht, die manchmal laecherlichen Charakter haben, aber den Steuerzahler immens belasten. Auf dem Papier sehen Eure Grundgehaelter ja sehr wenig aus, das ist richtig, aber die ganzen zusaetzlichen Obendraufzahlungen und Nichtzahlungen, treiben Beamtengehaelter in ungeahnte Hoehen. Aber Du hast natuerlich immer das Recht mir zu wiedersprechen.Ich finde jedenfalls, das in einer Zeit, mit ueber 4 Millionen Arbeitslosen, keine Berechtigung besteht, sich satt aus dem Staatssaeckel zu bedienen, angemessene Besoldung muss sein, auch fuer Beamte, aber wie gesagt, Angemessen, Geld fuer Leistung, fuer mehr plaediere ich auch nicht.Beamte sind nicht der Staat, Wir sind das Wir sind der Staat...Ach ja..ich finde schon, das Kritik sehr wichtig ist, wenn es gegen Aerztekorruption geht, regt sich auch keiner auf, wenn es heisst, DIE AERZTE, da hauen die Beamten auch kraeftig mit drauf, nur wenn es um Sie selbst geht, da werden Sie sehr empfindlich.Das ganze Beamtenproblem ist ja einfach zu loesen, abschaffen heisst die Devise, wir leben nicht mehr im Kaiserreich. Das normale Arbeitsrecht, normale Gehaelter, normaler Steuer und Rentenrecht auf Beamte anwenden und schon gibts keinen Aerger mehr mit Diaeten, Pensionen und Zusatzleistungen, wie gesagt, Arbeit muss sich lohnen, auch fuer Staatsdiener, er muss aber auch den selben Repressalien unterliegen wie der Normalbuerger und nich in einem Staat im Staate leben, fern aller Realitaet.

Fairy

Zimtziege
11.05.2002, 09:46
@ Fairy
Umgekehrt wird doch auch ein Schuh draus, Fairy.
Die Lage der Arbeiter in der BRD ist , historisch gesehen, gut wie nie. Aber die Lage der Unternehmer und der Bürokraten halt auch....
Daß es alte Zöpfe gibt, Überversorgungen, Relikte aus dem 20. Jahrfhundert ist allen klar. Aber Dein Lösungsvorschlag, die Bematenschaft ganz aufzulösen und "nach Leistung " zu bezahlen wird nicht klappen.
Warum?
Weil wir in der komplexesten Gesellschaftsform leben, die sich entwickelt hat. Weil eigentlich nur die Besten dorthin gehören, wo es um das Wohl der Vielen geht (Schule). Weil Geld weder Integrität noch Loyalität nach sich zieht. Es gäbe da noch mehr, auch besser wissenschaftlich untersucht (Tausch und Tausch).
Der Vergleich mit Staatsdienern konnte mir auch das Wasser in die Augen treiben, als ich noch selbständige Kleinunternehmerin war....Es gibt mit Sicherheit Wildwuchs, der gekappt werden soll.
Aber ganz abschaffen halte ich für völlig unkalkulierbares Risiko.
Beamte wurden ursprünglich mal "Gekauft" und rundum abgesichert, damit sie loyale Diener des Staates sind. Wo das sich umgedreht hat in den Irrglauben, einen Selbstbedienungsladen zu verwalten, hast Du Recht.
Altersversorgung und Krankenversicherung können Beamte meiner Meinung nach selbst aufbringen - vor allem wenn im neoliberalen Postkapitalismus andere Leute ihre erkämpften(sic!) finanziellen Entgelte wieder verlieren... Und ehrlich gesagt, würde ich mal dorthin gucken wo das Geld erarbeitet wird, dort ist m. E. noch viel mehr die K a D...
So, soviel vor dem Frühstück. Zimtziege
Es ist halt ein schönes Forum, isn´t it?
(Hast Du schon ein Hemd bestellt? Und sollen wir mal Modenschau machen?)

Fairy
11.05.2002, 10:25
Original erstellt von Zimtziege
Umgekehrt wird doch auch ein Schuh draus, Fairy.
Die Lage der Arbeiter in der BRD ist , historisch gesehen, gut wie nie.

Hmmm, also das sehe ich absolut nicht so, es ist eher wesentlich schlechter geworden. Arbeiter werden noch schlimmer ausgenutzt als es jemals der Fall war, krank zu machen traut sich keiner mehr, Ueberstunden ablehnen ist auch kaum drinnen, jeder bangt um seinen Arbeitsplatz, also sag nicht das es besser geworden ist, vom Gehalt ganz zu schweigen, desweiteren die Rentenkuerzungen, nix mit besser.



Aber die Lage der Unternehmer und der Bürokraten halt auch....

Auch ? die Banken und Grossunternehmen sind die absoluten Winner, aber anstatt die Arbeitnehmer daran teilhaben zu lassen, plaedieren Sie fuer sog. moderate Lohnabschluesse um Ihren Aktionaeren fette Dividenden zahlen zu koennen, die die Gewinne erarbeiten, bleiben aussen vor.


Aber Dein Lösungsvorschlag, die Beamtenschaft ganz aufzulösen und "nach Leistung " zu bezahlen wird nicht klappen.....

Natuerlich klappt es nicht, weil sich Beamte bestimmt nicht selbst kastrieren und freiwillig ihre Pfruende aufloesen. Frueher war Das, was Du da als Argument anfuehrst, durchaus richtig, aber heute ist das Beamtentum absolut ueberfluessig. Wie Du ja weisst, werden nicht alle Lehrer verbeamtet, denkst Du das die nicht verbeamteten Lehrer keine loyalitaet gegenueber unserem Staat haben ? oder sich schulisch nicht genug engagieren, das Gegenteil ist eher der Fall denk ich. Beamte sind nur noch in verschiedenen Bereichen erforderlich, wenn ueberhaupt, Polizei, Bundeswehr,Richter, also Verfassungsorgane, viel mehr muss nicht sein und Lehrer/Post usw. da seh ich garkeine Berechtigung mehr.

Abschliessend: Vielleicht solltest Du auch mal ueberlegen, was zur Zeit in unserem Staat laeuft, da soll Arbeitslose in die Sozialhilfe geschickt werden, das sind Leute die fuer Ihre Ansprueche gearbeitet haben, ist das in Ordnung, im Gegenzug genehmigen sich Beamte wieder einen kraeftigen Schluck aus der Pulle. Tatsache ist, unser Staat ist pleite, allein die Beamtenpensionen fressen unseren Staatshaushalt auf, das ist das Vielfache dessen, was die 4 Millionen Arbeistlosen bekommen.Aber wie Du siehst, machen unsere politischen Beamten bei den Aermsten der Armen den Schnitt, nicht bei denen die reich beschenkt sind und auch noch von den Steuerzahlen bezahlt werden, denen Sie Ihr letztes Hemd noch wegnehmen.

Ganz klar, Beamte gehoeren Abgeschafft und zwar radikal..oder Deutschland wird an den Beamten zugrunde gehen. Etwas uberzogen, aber nicht ganz unrichtig.

schoenen Tag noch, Fairy

Black Firebird
11.05.2002, 11:01
:D :D :D

Moin Moin,

Hauptsache , ich bin gesund und mein Partner (verbeamtet auf Lebenszeit) hat Arbeit.....hihihihi

Phantom
11.05.2002, 12:27
Nicht schlecht... Die Diskussion nimmt langsam die richtige Struktur an! Werde mich jetzt allerdings in andere Themen zurückziehen aber dennoch die gute Diskussion von Zimtziege und Fairy verfolgen!

MFG

Fairy
11.05.2002, 13:12
Original erstellt von Black Firebird
:D :D :D

Moin Moin,

Hauptsache , ich bin gesund und mein Partner (verbeamtet auf Lebenszeit) hat Arbeit.....hihihihi

Dann wolln wir mal hoffen, das Du gesund bleibst und dein verbeamteter Partner sich nicht irgendwann nen Anderen/Andere sucht, denn nur mit Gesundheit allein kannst nicht deinen Lebensunterhalt bestreiten. ;)

Fairy

Zimtziege
11.05.2002, 14:31
Hallo, Fairy,
das ist ja wieder ein Rundumschlag!
Krankheit, Überstunden, Angst:
hängen mit allg. drohender Rezession zusammen - ändert nichts an der Tatsache, daß Arbeitnehmer seit den 50ger Jahren mehr Privilegien und Rechte haben als je zuvor. Auch wenn das immer noch verdammt wenige sein mögen, im intern. Vergleich ist es hier GOLD.
Banken, Aktien, Absahner:
klar, die gewinnen immer am Meisten, weiss ich. Hat nix mit Beamten zu tun. Sind zum Teil völlig ungerechtfertigte Bereicherungsmechanismen, jedenfalls vollkommen von eigener Leistung losgelöste...
und jetzt die Lieblinge, die Beamten:
Staatsausgaben für Personal tatsächlich extrem hoch, Verwaltungswasserkopf perspektivisch kaum zu finanzieren, alles bekannt, Beamtenreform kaum zu machen, weilvon Betroffenen nicht gewollt, auch bekannt, trotzdem:
einer moderner Staat kann auf Berufsbeamte in den Kernbereichen Recht, Sicherheit, Bildung und Kommunalverwaltung nicht auskommen. Das ganze Gebilde ist zu komplex. Es kann nicht überall nach Leistung und Output gezahlt werden, sonst sieht es dort in paar Jahren genau so kaputt aus wie in der Wirtschaft. Das ist mir viel zu gefährlich.
Bin geneigt, im Telegrammstil zu schreiben, weil Du solche Breitseiten losläßt. Macht aber nix, gelle? Zimtziege

Fairy
11.05.2002, 15:19
Naja, ich werde mal die Bandbreite etwas schmaelern, ich sehe ein, das es sinnlos ist, gegen ein bestehendes System zu opponieren, vielleicht wird es mal reformfaehige Politiker geben, die, diesem Beamtenunwesen ein Ende bereiten und sich auf die Kernaufgabe einer Regierung konzentrieren und zwar zum Wohle des Volkes und nicht zum Wohle der Beamten. Auch wenn Du nicht auf Beamte verzichten kannst oder willst, liegt vielleicht auch daran, das Du auch vorhast Beamtin zu werden ;) ich fuer meinen Teil kann darauf verzichten, denn ich bin nicht so ein guter Deutscher, dem der Beamtenstaat ueber alles geht, ich traue jedem verantwortungvollem eher Menschen zu, diesen Staat aus der Misere zu holen, als dem eingefahrenem Beamtenkluengel. Das solls gewesen sein, ich habe keine Lust mehr, mich gegen Personen zu wehren, die sich angesprochen fuehlen, es ging mir um ein ueberaltertes, nutzloses, uneffektives und sinnloses System, nicht um einzelnen Personen.Ich denke, es wurde von beiden Seiten, alles gesagt, lassen wir es dabei bewenden.

MfG Fairy

Tiguar
11.05.2002, 15:26
Original erstellt von Zimtziege

Banken, Aktien, Absahner:
klar, die gewinnen immer am Meisten, weiss ich. Hat nix mit Beamten zu tun. Sind zum Teil völlig ungerechtfertigte Bereicherungsmechanismen, jedenfalls vollkommen von eigener Leistung losgelöste...

Hallo zusammen!

Wollen wir denn nicht mal die Kirche im Dorf lassen und nicht zur allgemeinen Kapitalismuskritik - auch von Dir als Rundumschlag, liebe Zimtziege - übergehen? Vor allem deshalb, weil das zum Glück gescheiterte Gegenmodell, der Sozialismus, alles das, was hier berechtigt an Bürokratie und Wildwuchs kritisiert wird, bei weitem in den Schatten stellt.

Und noch was: Seit wann gewinnen Aktien denn immer? Mein Depot ist jedenfalls deftig im Minus. Und die Rendite für Aktien ist i.d.R. und über längere Zeiträume deshalb höher als bei z.B. einem Sparbuch, weil der Aktionär ein Risiko eingeht, nämlich das des ggf. auch vollständigen Kapitalverlusts.

Und, liebe Zimtziege, es stellt doch hier niemand in Frage, das es für Kernbereiche der staatlichen Aufgabenerfüllung auch notwendigerweise Beamte geben muß. Wie man diese Kernbereiche definiert, ist doch das eigentliche Thema, und ich stimme Fairy da zu, daß man diesen Kernbereich so eng wie möglich eingrenzen sollte.

Auch Du hast natürlich Recht, wenn Du z.B. im öffentlichen Gesundheitswesen auf Menschen verweist, die für einen Hungerlohn Schwerstarbeit leisten. Das hier kritisierte Verwaltungsbeamtentum darf halt mit dem öffentlichen Dienst insgesamt nicht in einen Topf geworfen werden.

Wenn ich mir aber die Öffnungszeiten der hiesigen Gemeindeverwaltung ansehe, die ganzen Kaffeetassenträger da über die Flure schleichen sehe, einfachste Dienstleistungen unendlich lange dauern, und dieses Volk dann auch noch bis zur Halskrause sozial abgesichert ist, dann ballt sich mir halt auch die Faust. So wie da gearbeitet wird, möchte ich mal Urlaub machen.

Alle Beamte, die sich nicht in dieser Versorgungs-Hängematte zurückgelehnt haben und eine anständige Leistung bringen, möchte ich hier auch ausdrücklich von meiner Kritik ausnehmen.

Viele Grüße, Tiguar

Nachtrag: Wann und wo ist denn die Modenschau?;)

Zimtziege
11.05.2002, 17:21
Hallo zusammen,
ich glaube, so weit sind die Positionen gar nicht auseinander.
Schlappenflicker-Beispiele kenne ich auch, habe ja auch gesagt, daß zur Zeit meiner Selbständigkeit das Berufsbeamtentum mich zu Tränen getrieben hat, die zugrundeliegenden Beobachtungen hat Fairy schon alle aufgeführt.
Vielleicht habe ich mich übernommen bei dem Versuch, auf Fairies langes Schreiben einzugehen.
Kapitalismuskritik war nicht beabsichtigt, aber die Phänomene gehören doch in einen größeren Zusmmenhang, oder liege ich da falsch?
Auf jeden Fall wollte ich wirklich niemanden frustrieren, vor allem Fairy nicht. Es würde mir sehr leid tun, wenn der bisher so engagiert geführte Thread jetzt gestört wäre.
So long
Zimtziege





(Wieso meinst Du, Fairy, ich wolle Beamtin werden?

Fairy
11.05.2002, 18:45
Original erstellt von Zimtziege
Auf jeden Fall wollte ich wirklich niemanden frustrieren, vor allem Fairy nicht. Es würde mir sehr leid tun, wenn der bisher so engagiert geführte Thread jetzt gestört wäre.

Du hast mich nicht frustriert, aber der Tread ist doch auf einer anderen Schiene gelaufen, als ich das beabsichtigt habe. Die Antworten waren irgenwie immer dieselben " es gibt auch fleissige Beamte" sicher, das hab ich nie abgestritten und es ging mir auch nie um Personen, sondern ich haette mir eine offene Diskussion gewuenscht, in der jeder sich einbringt und vielleicht auch Verbesserungsvorschlaege macht, eventuell Missstaende aus seinem Dienstbereich (als Beamter anprangert) , war aber wohl zu viel verlangt. Lag aber auch wohl eher daran, wie ich den Tread gefuehrt habe, naja, ein Versuch wars wert ;)



Wieso meinst Du, Fairy, ich wolle Beamtin werden?

warum nicht, haette doch sein koennen, ist doch nichts Ehrenruehriges ;)

MfG Fairy

Zimtziege
11.05.2002, 19:32
Das find ich jetzt klasse, da laufen meine Aggregate richtig schön warm.
Erstens möchte ich vorschlagen, dass die Postbeamten im Schalterdienst alle eine Schulung bekommen im Umgang mit Kunden: Freundlichkeit, Reklamationsmanagement, zügige Abfertigung im Kassenbereich...
Und: Dienstleistungsmentalität - ich bin für den Kunden da, nicht umgekehrt.
zweitens würde ich flächendeckend Servicecenter einrichten, in denen Bürger die ganzen Angelegenehiten wie Paß, Ummelden, Anträge etc. an einer Stelle und mit Assistenz eines "Betreuers" abwickeln können - das Gerenne von Pontius zu Pilatus ist Zeitdiebstahl.
Drittens würde ich in sämtlichen Dienststellen das japanische KAIZEN-System etablieren. Das heißt, jede Woche trifft sich jede einzelne Abteilung, Arbeitsgruppe, Team oderwie auch immer und jeder kleinste Vorschlag zur Ablaufoptimierung wird besprochen und gegebenenfalls sofort umgesetzt. Das hat Toyota an die Spitze gebracht in den 80ger Jahren und ist nach meiner eigenen Erfahrung eine powervolle Methode, die Intelligenz und Kreativität der Mitarbeiter zu wecken und in einen Prozeß ständiger Optimierung zu kommen.
Hurra, wir verbessern jetzt die Republik!
Schönen Abend miteinander
Zimtziege

Tiguar
11.05.2002, 22:56
Hallo!

Tja, Fairy, Dein Unbehagen hinsichtlich der Entwicklung dieses Threads kann ich nachvollziehen. Für mich ging das - überspitzt gesagt - ziemlich stark in die Richtung, alles ist schlecht, und die Beamten sind schuld. Das ist natürlich ziemlich vereinfachend und wird der Sache nicht gerecht. Trotzdem denke ich, daß dieses Thema viel zu interessant und auch zu wichtig ist, um es jetzt an dieser Stelle einschlafen zu lassen.

Vielleicht kann ich ja einen Beitrag leisten, daß das nicht passiert, und fange daher mal mit ein paar persönlichen Erfahrungen an.

Mein Vater war Lehrer, hat sich jetzt vor einiger Zeit vorzeitig pensionieren lassen. Er hatte halt die Gelegenheit dazu, und ganz ehrlich, wär hätte diese Gelegenheit dann nicht wahrgenommen? Mein Vater ist allerdings als beamteter Lehrer an einer Hauptschule jemand gewesen, der nicht in der Hängematte des Beamtentums lag, sondern den Beamtenstatus dankbar mitgenommen und trotzdem ziemlich rangeklotzt hat. Aber gerade dieses Ranklotzen war das Problem, denn seitens der Schulleitung und auch der Schulbehörden wurde es nicht gern gesehen, problematischen Schülern ihre Probleme auch aufzuzeigen, das war ja schlecht für die Statistik. Also gab es beständigen Druck, schlechte Schüler nicht zu fördern, sondern Ihnen mit Gefälligkeitsnoten ein glatte Schullaufbahn zu ermöglichen und sie dann mit brauchbaren Noten, aber völlig unvorbereitet nach 10 Schuljahren auf das wirkliche Leben loszulassen. Einwände meines Vaters, das die Schüler damit nicht in der Lage sind, z.B. eine Lehrstelle anzutreten, wurden mit der Aussage weggewischt, die Firmen müßten dann halt ihre Ansprüche senken ...

Vor einigen Jahren war ich mal für einige Monate in einem Landesministerium hier in NRW tätig. D.h., ich war da, gearbeitet habe ich ziemlich genau eine Woche, insgesamt. Den Rest der Zeit habe ich vertrödelt, Zeitung gelesen, blau gemacht, was auch immer. Der einzige Grund für meine Anwesenheit war der, daß mein Vorgesetzter seine Gruppenstärke halten mußte, an der sich auch seine Besoldung mißt. Ich wurde nicht mal eingearbeitet, da ich nur befristet da war, und ich könnte ja etwas mitbekommen, was ich dann nach außen trage ...

Gemeinsamer Nenner beider Geschichten: Unter dem Schutzmantel des Beamtentums hat sich jeweils eine irreale Scheinwelt herausgebildet. Und hier sollte man ansetzen, durch mehr Fluktuation vielleicht Berufsblindheit vermeiden, und an Beamte die gleichen Maßstäbe anlegen wie an den Rest der arbeitenden Bevölkerung.

Die Leistung eines Lehrers evtl. nicht an den willkürlich verliehenen Noten messen, sondern am Erfolg der Schüler in der anschließenden Berufsausbildung.

Ein Patentrezept habe ich leider nicht, aber das Beamtentum fördert durch hohe Einstiegshürden und dann die Sicherheit, nicht wieder aus dem System herausfliegen zu können, diese Inseln des Schwachsinns.

Viele Grüße, Tiguar

Fairy
12.05.2002, 08:40
moin @Tiguar

Tja, dein Post beweist mir mal wieder, das, das System des Beamtentums uneffektiv ist. Natuerlich glaube ich, das dein Vater, sowie auch viele andere Beamte, versuchen einen guten Job zu machen, aber wie man bei deinem Vater sieht, bleibt es in diesem System beim Versuch. Das meinte ich ja mit, ein Staat im Staat, Sie leben in Ihrer eigenen Welt und machen Ihre eigenen Regeln, fern ab von dem, was fuer das Volk erforderlich waere. Das natuerlich jeder das Beamtensein erstrebenswert findet und auch die Privilegien gern in Anspruch nimmt, ist nur rein menschlich, ich wuerde es vielleicht auch tun, Ausserdem ist es ja so, das jemand, der gern Lehrer ist, sich ja auch kaum dagegen wehren kann, verbeamtet zu werden. Aber wie frustrierend muss es fuer einen WIRKLICHEN Lehrer sein, sich in dieses Beamtensystem einzufuegen und sich selbst zu verleugnen, schlimm ist das.

Ich habe auch noch eine kleine Anekdote.
Im zuge der Weiterbildung, waren wir 4 Wochen in einem Bahnwerk, wie ich dort ankam , dachte ich, ich bin in der Steinzeit.Das war Anfang 2000. Die saßen da vor Graumonitoren,die Rechner waren 486 DX 40, ueberall die allseits beliebten Stempel. Zu diesem Zeitpunkt, wurde eine Hardwareupdate vorgenommen, gut das ich da war, so konnte ich das Chaos miterleben. Die Rechner und Drucker wurden angeliefert und standen erstmal in einer Ecke, jeder bestaunte Sie.Leider mussten Sie erstwarten, bis jemand aus Leipzig oder Frankfurt vorbeikam um die Sachen anzuschliessen, das dauerte etwa 2 Wochen. Gut, dann kamen da zwei Leute, die bauten die Rechner auf und vernetzten alles, prima. Nun bekam jeder eine LehrCD in die Hand gedrueckt und konnte sich mit W2k und der neuen Steuerungssoftware auseinander setzen, das nenne ich einarbeiten.Jetzt gab es die ersten Probleme, in dem Hauptbuero waren zwei Schreibtische, an dem Einen saß eine normaler Arbeiter der Bahn, Alter 50, an dem anderen ein Beamter, Alter 40. Der normale Angestellte, kniete sich sofort in die Arbeit um mit dem neuen System zurechtzukommen, der Beamte, das ist kein Witz, saß da, verschraenke die Arme und sagte, solange ich nicht eine Einweisung bekomme, arbeite ich weiter mit dem alten Graumonitor und der alten Software, die kenn ich. Nagut, weiter geht es, auf einmal streikte das ganze System, nix ging mehr, sofort erlahmte jede Bewegung, alle standen ratlos rum, was machen wir nun, sofort wurden Buecher gewaelzt, wer denn nun helfen kann, ein rege 4 Stunden dauernde Diskussion begann, dazu wurde Kaffee und Gebaeck gereicht. Nach einiger Zeit, kam man uberein, das man in Frankfurt anrufen koennte, obwohl man sich da nicht einig war, einige meinten, man gebe sich dadurch eine Bloesse. Zufaellig war ich ja da um was dazuzulernen. Ich sagte, macht mal Platz, schaun wir mal. Was soll ich euch sagen, die Super Xerox Drucker hatten kein Papier, jeder hatte da Druckauftraege abgeschickt und der Spooler war voll und das System hatte sich verabschiedet ;) Naja, Ihr koennte Euch denken, das habe ich schnell erledigt und alles lief wieder. Seitdem, war ich der Held da ;) Aber ! seit diesem Zeitpunkt kam ich nicht mehr dazu etwas zu lernen, was auch ;) das musste sich im ganzem Werk rumgesprchen haben, jedenfalls kamen dauernd Anfragen, ob ich nicht mal vorbeikommen koennte, da laeuft was nicht. Ich bekam einen schicken weissen Dienstwagen, mit rotem DB drauf und machte mich auf, der Problemloeser Nummero 1 zu werden. Mein Arbeitgeber, war auch mit einverstanden, da das ja auch irgendwie was mit Weiterbildung zu tun hatte, zwar nicht fuer mich, aber fuer die Bahn ;) Im Lagerwesen fuehrte ich ueberhaupt erstmal Computer ein, nachdem ich erstmal immense Aufklaerungsarbeit leisten musste um die Beamten dort zu ueberzeugen, das ein PC doch wesentlich schneller ist, als mit Hand 1000ende Formulare abzustempeln. Das brachte mir natuerlich nicht nur Freunde, den viele der fleissigen Beamtlein bangten nun um Ihren ruhigen Job, aber es war fuer Sie ja kein Problem, es wurden einfach die Pausen verlaengert, somit wurde die, durch den PC eingesparte Zeit, sinnvoll genutzt ;) Der Beste war der Leiter des Werkes, als ich zu Ihm zitiert wurde und Bericht erstattete und per Kalkulation bewies, das er durch meinen Einsatz ein mehr an freien Kapazitaeten hatte, wiegte Er bedenklich seinen Kopf, gut und schoen sagte Er, machen Sie was Sie wollen, nur will ich hier keinen Aerger, ich moechte hier keinen Vorgang auf meinem Tisch, sonst muss ich das erst mit meiner Vorgesetzten Behoerde klaeren und da hab ich keine Lust zu. Ich entschuldigte mich, das ich seinen Betrieb effektiv und fortschrittlich gemacht hatte und verwies auch auf die immense Ersparnisse in Stempelkissen und Stempeln, wodurch Geld frei wurde,um weitere Modernisierungen durchzufuehren.wurde. Das war aber auch nicht gut von mir, mehr Geld zu haben, bedeutete auch, das Geld zu verwalten, wie das nun vor sich gehen sollte, wusste auch keiner, so das man erst Ruecksprache mit dem Abteilungsleiter des Hauptwerkes nehmen musste.Der wiederum sagte, er habe auch keine Ahnung, was man mit dem erwirtschaften Geld machen koennte, sowas hatte man noch nicht.So ging das nun eine Woche, bis man sich darauf einigen konnte, das Geld zum ausbessern der Bueroraeume zu nutzen.Ich machte den Vorschlag, Schreibtische anzuschaffen, die so angeordnet werden konnten, das, das Tageslicht nicht auf die Monitore viel, warum das nicht gut ist, musste ich erst in einer Sitzung erlaeutern, desweiteren, plaedierte ich auch fuer bequemere Computersitzgelegenheiten, dieser Vorschlag wurde auch sofort mit Begeisterung aufgenommen und umgesetzt ;) ohne extra nochmal eine Sitzung anzuberaumen.

Naja, dann war meine Zeit des lernens um, das einzigste was ich dort dann gelernt habe, war, nichts ist so anstrengend und uneffektiv, wie das Beamtensystem. Mit den Nerven am Ende ging ich dann in Urlaub, mit dem guten Gefuehl, die Bahn modernisiert zu haben. Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann stempeln Sie noch heute ;)

MfG Fairy

Zimtziege
12.05.2002, 09:08
Diese letzte Geschichte übertrifft alles, was ich bisher vernommen habe.
Somit kommt jetzt mein 4. Vorschlag:
die Einführung der Kaufmännischen Buchführung und die Ausstattung von Dienststellen mit Etats, die sie eigenverantwortlich zu managen haben - auf Deutsch: Ende der
Kameralistik.
In den Schulen wird dieser Ansatz bereits vorsichtig erprobt.
Ich denke, darüber liesse sich diskutieren.
Zimtziege

Fairy
12.05.2002, 09:46
Original erstellt von Zimtziege
Somit kommt jetzt mein 4. Vorschlag:
die Einführung der Kaufmännischen Buchführung und die Ausstattung von Dienststellen mit Etats, die sie eigenverantwortlich zu managen haben - auf Deutsch: Ende der
Kameralistik.


moin Zimtziege

Soweit ich weiss, gibts eigentlich bei Behoerden die einfache Form der Einnahmen- und Ausgaben-Buchhaltung , also Kameralistik, nicht mehr, aber korrigiere mich wenn ich da falsch liege. Ansonsten bin ich mit deinen Vorschlaegen sehr einverstanden, NUR glaube ich nicht, das die bei unseren Oberen gehoer finden, das bedeutet ja Mehrarbeit, Denken und Organisieren, oweh, sowas willst Du denen zumuten ;)

Schoenen Muttertag noch, Fairy

Tiguar
12.05.2002, 10:46
Moin!

In NRW wird nach meinem Kenntnisstand in der Landesverwaltung weiterhin kameralistisch gebucht, wie das in anderen Bundesländern aussieht, weiß ich nicht.

Aber aus dem gesagten ergibt sich noch ein weiterer Vorschlag: Abschaffung des Verschwendung fördernden Budgetsystems, das die Behörden zwingt, ihre Haushaltsansätze im laufenden Jahr zu verbraten, sofern sie im nächsten Jahr keine Kürzung hinnehmen wollen.

@Fairy: Bei meinem Ausflug in die Beamtenwelt war der durchschnittliche Arbeitsplatz mit einem Wählscheibentelefon ausgerüstet - mitsamt Schloß in der Null, um nicht nach extern telefonieren zu können. Welcome to the 50ties! Ich dachte echt, bin ich jetzt im Zoo oder was ...

Bis später, Tiguar

Fairy
12.05.2002, 10:59
Original erstellt von Tiguar
@Fairy: Bei meinem Ausflug in die Beamtenwelt war der durchschnittliche Arbeitsplatz mit einem Wählscheibentelefon ausgerüstet - mitsamt Schloß in der Null, um nicht nach extern telefonieren zu können. Welcome to the 50ties! Ich dachte echt, bin ich jetzt im Zoo oder was ...


das hat doch was, back to the roots ;) jeder hat das Telefon das er verdient ;)

zum Vorschlag, abschaffen des Budget Systems, klar JA.

MfG Fairy

Zimtziege
12.05.2002, 11:47
Zuerst mal: danke, Fairy, für die Glückwünsche! Da merke ich richtig, daß ich auch ein sentimentaler Heuler sein kann....


Zur Kameralistik:
In Hessen existiert das System noch und wird erst mal als Feldversuch in ausgesuchten Stadtverwaltungen umgestellt. Auch unsere Kreisverwaltung hat gerade Leute zur Fortbildung delegiert, die das neue Wissen erlernen und später umsetzten sollen.
Diese Budgetierung ist ein Unding, weil sie ja geradezu dazu auffordert, Geld aus dem Fenster zu schmeissen...
Zur Kommunikation am Arbeitsplatz:
Wählscheibentelefone sond ja nicht per se schlecht, bloß weil es heute Geräte mit Mehrfachfunktionen gibt, so denke ich darüber.
Ein nicht zu unterschätzendes Problem ist übrigens die Pflege privater Kontakte vom Arbeitsplatz aus. Arbeitsrechtlich im normalen Berufsleben hätte es erhebliche Konsequenzen, wenn jemand über die Maßen die Komm.-Struktur seines Arbeitgebers nutzt.
Dazu verfolge ich gerade eine sehr aufschlußreiche Artikelserie unsers Arbeitsgerichtspräsidenten. Sein Fazit: Arbeitnehmer unterschätzen völlig die Tragweite ihrer "Verfehlungen". Es ist schlichtweg verboten, "nach Hause zu telefonieren" - es sei denn, im Arbeitsvertrag wurden entsprechende Regelungen getroffen....
DIese Thema leitet über zu Verschwendung und Unterschleif im Allgemeinen. So wie ich es beobachtet hatte, warten die kostenlosen fotokopien aus den Amts- und Schulstuben der Republik anfangs der 8oger-Jahre ein Auftakt zur Vorteilsnahme.
Das finde ich dermaßen eklig, daß ich nicht hinschauen möchte -
jedenfalls gerade jetzt nicht.
Tschüß...

Tiguar
12.05.2002, 12:41
Hallo Zimtziege!

Schon klar, wenigstens gab´s schon Telefone, und es wurde nicht mehr getrommelt. Und durch das Schloß in der Null konnten die Beamten nicht nur nicht nach Hause telefonieren, sie konnten halt überhaupt nicht nach draußen telefonieren.

Aber wen verwalten die denn? Lediglich sich selbst? Stimmt, dann macht das wenigstens Sinn ... ;)

Ciao, Tiguar

Zimtziege
12.05.2002, 14:01
Das hat was, Tiguar!
Alle diese Beispiele sind wie aus einer Kafka-Geschichte.
Telefon mit Schloß sind ja auch köstlich. Es kann ja nicht überall zugehen wie in einer Autobahnraststätte, nicht wahr, junger Mann?
Stellt euch vor, es geht effizient und keiner weiß, wie....

Motorsense
13.05.2002, 18:06
Also mein fadder is Arzt!!
Der macht zwar mehr, kann aber auch mehr absetzen:D !
Ich habs da nich so gut:p

Fairy
15.05.2002, 22:01
Wieder mal eine Meldung, die mich zum kochen brachte...

___________________________________
15. Mai 2002

Hajo Hoffmann wegen Untreue verurteilt

25.000 Euro Geldstrafe - Müller fordert Rücktritt

Das Amtsgericht Saarbrücken hat den Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann (SPD) wegen Untreue verurteilt. Das Gericht sprach Hoffmann am Mittwoch in zwei der insgesamt drei Anklagepunkte schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 200 Tagessätze zu 125 Euro gegen den Politiker, das sind insgesamt 25.000 Euro. In dem Prozess ging es um Bauleistungen an Hoffmanns Privathaus im Wert von rund 29.000 Euro, die über städtische Gesellschaften abgerechnet wurden. Die Richterin betonte, Hoffmann habe vorsätzlich gehandelt. Der OB habe von Anfang an gewusst, dass er für die fraglichen Leistungen keine Rechnung bekommen werde. Zeugenaussagen hätten dies glaubwürdig belegt, hieß es in der Urteilsbegründung. Erlangt der Richterspruch Rechtskraft, gilt Hoffmann als vorbestraft.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von insgesamt 33 750 Euro gefordert. Sie sah Hoffmann als Teil eines "korrupten Systems" in der Landeshauptstadt.
__________________________________

Ist es denn zu fassen, da wird der Typ schuldig gesprochen, und hat noch einen Reibach von 4000 € gemacht. Das allerdreisteste ist aber, das Er keine Veranlassung sieht, seinen Platz als Buergermeister zu raeumen. WARUM wird da nicht mal endlich durchgegriffen, der Kerl muss sich doch totlachen ueber dieses Urteil.
Aber es beweist mir einmal mehr, das dieser Beamtenfilz ausgerottet gehoert. Beamte MUESSEN abgeschafft werden, jeder Verfehlung der NOCH Beamten muss mit sofortigem Verlust aller Pensionsansprueche und sofortiger Entlassung aus dem Beamtendasein geahndet werden. Wer hier noch sagt, wir brauchen Beamte, ist entweder selbst Einer oder laeuft blind durch die Gegend, so kann das nicht weiter gehen. Entschuldigt bitte meine Erregung, aber sowas ist doch zum kotzen.

MfG Fairy

Tiguar
15.05.2002, 22:10
Ganz toll: Eine rechtskräftige Verurteilung und immer noch kräftig Reibach gemacht. Fairy, hast ganz recht, mir fehlen die Worte.

Ciao, Tiguar

Zimtziege
16.05.2002, 16:32
...bin ich auch angesichts der Tatsache, daß die Richterin noch nicht mal darauf hin geurteilt hat, die veruntreuten Steuergelder völlig zurück zu holen.
Langsam frage ich mich ernsthaft, ob bestimmte Berufstätigkeiten im Umkehrschluß die Charaktereigenschaften von Menschen verändern??? Oder muß man schon eine Voreinstellung haben, um lebenslang Beamter werden zu wollen???
Auf jeden Fall entwickeln sich Denk- und Handlungsweisen, die jeden Pommesbudenbesitzer in den Ruin treiben würden, sehr überspitzt formuliert. (Bitte erklärt mir jetzt nicht, daß es auch unter Pommesbudenbesitzern...usw. - ich will darauf hinaus, daß es in Jobs mit integrierter Eigenverantwortung unmöglich ist, zu solchen Hochformen von allgemeinschädlicher Dekadenz aufzulaufen.)
Tschüß!

Fairy
16.05.2002, 17:00
Es faellt mir wirklich immer schwerer, Emotionslos und Sachlich zu bleiben, ob dieser mafioesen Strukturen. Was mich aber noch mehr aufregt, das diese Faelle, davon gibt es sicher tausende, einfach in der Schublade verschwinden. Wo sind da Kontrollgremien ? Der Schreihals Steuerzahlerbund haelt sich dezent aus solchen Sachen raus, obwohl es Steuergelder sind, die Sich diese Beamtenpfeffersaecke einverleiben. Wie kann man es einrichten, das ein Kontrollorgan geschaffen wird, das weder aus Beamten oder angeschlossenen Behoerden besteht. Es muesste in jeder Stadt eine Aufsichtsbehoerde, bestehend aus etwa 3 vereidigten Fachleuten, so wie beim Schoeffengericht, vorhanden sein, deren einzigste Aufgabe darin besteht, Beamte in Ihren Aemtern zu kontrollieren. Genehmigungsverfahren, Baugenehmigungen und Vergabe von Bauauftraegen duerften erst genehmigt werden, nachdem das Gremium die Lauterkeit der Vergabe festgestellt haben. Dieses Gremium, duerfte auch nicht aus drei festgelegten Personen bestehen, sondern wie bei einem Schoeffengericht, willkuerlich gewaelt werden, etwa im Jahresrythmus. Ausser einer Aufwandsentschaedigung in angemessener Hoehe, fuer entgangen Leistungen, (etwa bei einem Berufsttaetigen der Lohn) duerfte keine Bezahlung erfolgen. Der in dem Gremium taetige, muesste eine Freistellung seines Betriebes erhalten und eine Granatie auf seinen Arbeistplatz, so wie beim Schwangerschaftsurlaub. Dieses Gremium muesste uebergeordnete Rechte bekommen, um immer und ueberall, einsicht in saemtliche Behoerdenvorgaenge zu erhalten, ohne um Genehmigung zu fragen. Beamte muessten bei bewiesenen Verfehlungen, mit sofortiger Entlassung aus dem Beamtenstatus zu rechnen haben, desweiteren ein Anspruch auf die Pension entfaellt. Als Ersatz der Pension, wird eine Rente bei Renteneintritt gezahlt, die in etwa dem, eines Normalverdieners entspricht.Desweiteren ein Verbot, jemals noch in einer Politischen Vereinigung taetig zu werden.

Ich weiss, das ist Utopisch, aber so stelle ich es mir vor, alles andere, so wie Selbstkontrolle usw. ist sinnlos.

Ich habe grad gestern einen Bericht aus den USA gesehen, da hat ein Polizeibeamter einen Diebstahl begangen, etwa 3 Monate vor seiner Pensionierung, seine Pension wurde ersatzlos gestrichen, nachdem seine Schuld durch ein Gericht festgestellt wurde.

Jetzt habe ich glaub ich genug Stoff fuer eine weitere Diskussion gegeben ;)

MfG Fairy

Zimtziege
16.05.2002, 20:04
Ja, hast Du, Fairy.
Zu dem Beispiel aus den USA möchte ich anmerken, daß dort ein sehr viel konservativeres Wertesysstem das allgemeine Leben im Alltag bestimmt, als wir durch die Medien, speziell Hollywood, vorgespielt bekommen.
Die Kontrolle von Politik und Verwaltung ist sicher auch deshalb viel engmaschiger als bei uns, weil bei Amerikanern und Engländern die Grundregeln der Demokratie und das Verständnis des Common Sense viel tiefer im Bewußtsein verankert sind.
Das sind zwei mächtige Strömungen.
Bei uns herrschte doch bis vor gar nicht langer Zeit noch der sprichwörtliche Untertanen-Geist, eine Form von Autoritätshörigkeit, und das gepaart mit laxer öffentlicher Moral....
Deine Vorschläge zur besseren Kontrolle knüpfen an der alten Kiste an: strenge Aufsicht alleine stellt sicher, daß eine Regel eingehalten wird - das ist zutiefst autoritär gedacht (ich verwenden den Begriff nicht als Schimpfwort, sondern als Erklärungsversuch.)
Ich bin sicher, daß eine gute Aufsicht und die Androhung von Bestrafung weiterhelfen würden.
Es wäre auch schon gut, wenn eine effiziente undvor allem zeitnahe Offenlegung der Haushalte erfolgte, und die engagierte Bürgerschaft eine Kontrollinstanz einsetzen könnte.
Schrecklich ist es, daß bei uns diese Vergehen keine Konsequenzen habe: das fängt bei den Wiederinstallierten Nazigrößen an und hört beim Saarbrücker Bürgermeister noch lange nicht auf. ich bin auch für Entfernung aus öffentlichen Ämtern!
Aber diese Haltung ist so unpopulär, daß sie schon gleich wieder als rechtspopulistisch abgetan werden könnte.
.

Fairy
16.05.2002, 20:17
Original erstellt von Zimtziege
Aufsicht alleine stellt sicher, daß eine Regel eingehalten wird - das ist zutiefst autoritär gedacht

Durchaus richtig, manchmal sind alte Regeln nicht unbedingt schlecht, nur weil Sie alt sind. Wenn das System der Selbstkontrolle versagt, muss das System der Kontrolle her, wie soll es denn anders gehen.



Es wäre auch schon gut, wenn eine effiziente undvor allem zeitnahe Offenlegung der Haushalte erfolgte

Tja, da liegt der Hase ja im Pfeffer, den diejenigen, die, die Verbrechen am Volk (ich nenn das mal so) begehen, sind auch DIE, die fuer die Offenlegung zustaendig sind. ( wie sagt man so schoen, eine Kraehe hackt der anderen kein Auge aus)


das fängt bei den Wiederinstallierten Nazigrößen an.

Naja, das koennen wir langsam vergessen, den von Denen lebt bald wirklich keiner mehr ;)

MfG Fairy

Zimtziege
16.05.2002, 20:33
Die alte Nazisache sollte nur ein Beispiel sein, wie fest verankert dieses Denken sitzt.
Ich hatte weiter oben auch mal für mehr Preussen plädiert, und gemeint war damit ebenfalls eine strikte Dienstauffassung und eine bessere Kontrolle.
Allerdings sehe ich noch nicht, daß sich spürbar was verändert. Nur ganz zaghaft, aber dieser Ruck, den Roman Herzog eingefordert hatte, den sehe ich nicht.
Falls Du ab und zu mal die ZEIT liest: der Unternehmensberater Roland Berger macht gerade Vorschläge zum Umbau Deutschlands. Dort wird auch für mehr Effizienz in der Verwaltung und eine Teilprivatisierung der Infrastruktur plädiert - alleine unter Wettbewerbsgesichtspunkten, versteht sich...
Ob man die fehlende Kontrolle wirklich Bürgergremien übertragen könnte? Runden Tischen? Oder besser die Landesrechnungshöfe personell aufstockt?
Manchmal habe ich auch das Gefühl, außer einigen Leuten die für sich selbst andere Maßstäbe haben regt sich sowieso niemand mehr auf. Es sind einfach zu viele, die auch Nutznießer sind..????

Fairy
16.05.2002, 20:52
Original erstellt von Zimtziege
Falls Du ab und zu mal die ZEIT liest

Hab ich leider keine ZEIT fuer (Wortspiel) ;)



der Unternehmensberater Roland Berger macht gerade Vorschläge zum Umbau Deutschlands. Dort wird auch für mehr Effizienz in der Verwaltung und eine Teilprivatisierung der Infrastruktur plädiert - alleine unter Wettbewerbsgesichtspunkten, versteht sich...

Den Mann kenne ich, aber seine Ideen verursachen mir eher Magendruecken. Zur Zeit werden bei uns grad die Krankenhaeuser privatisiert,alleine unter Wettbewerbsgesichtspunkten, versteht sich..ich denke mal, das Es mit einschneidenden Massnahmen fuer Patienten und Angestellte einher geht.Privatisierung ja, aber nich im Gesundheitswesen unter Wettbewerbsgesichtspunkten, aber das ist ein anderes Thema.


Ob man die fehlende Kontrolle wirklich Bürgergremien übertragen könnte? Runden Tischen?

Naja, an Runde Tische aus DDR Zeiten, dachte ich eigentlich eher nicht ;), sondern an eine Institution in der Behoerde, sowas wie die Polizei in der Polizei, die nur dazu da ist, Verfehlungen im Dienst nachzugehen,es gab auch einen Namen dafuer, ist mir leider entfallen.



Oder besser die Landesrechnungshöfe personell aufstockt?

Das nenn ich, den Bock zum Gaertner machen..den der Rechnungshof ist ja wohl die sinnloseste Behoerde die es gibt, da Sie keinerlei Machtbefugnisse besitzt, Sie kann zwar Missstaende anprangern, das wird auch zur Kenntnis genommen, aber damit hat es sich auch.


Es sind einfach zu viele, die auch Nutznießer sind..????

Sicher, in Beamtenkreisen schon, klar, aber ich glaube kaum, das Otto Normalverbraucher in irgendeiner Weise Vorteile davon hat.

MfG Fairy

olly3052
17.05.2002, 09:17
@ Fairy,

Naja, an Runde Tische aus DDR Zeiten, dachte ich eigentlich eher nicht , sondern an eine Institution in der Behoerde, sowas wie die Polizei in der Polizei, die nur dazu da ist, Verfehlungen im Dienst nachzugehen,es gab auch einen Namen dafuer, ist mir leider entfallen.

In HH heißt diese Dienstelle DIE (Dezernat interne Ermittlungen)
Ist für sämtliche Behörden zuständig, selbstverständlich mit Anbindung Polizei.

Gruß

Olly 3052

Fairy
17.05.2002, 11:58
Original erstellt von olly3052
In HH heißt diese Dienstelle DIE (Dezernat interne Ermittlungen)
Ist für sämtliche Behörden zuständig, selbstverständlich mit Anbindung Polizei.


genau, das meinte ich, danke @olly :)

MfG Fairy

Zimtziege
18.05.2002, 10:06
An der vielbefahrenen B252 hat man einen Fluß reguliert, um Hochwasserstände an den flußaufwärts gelegenen Wiesen zu vermeiden.
Nicht beplant war, daß das Wasser sich nicht an den neuen Verlauf, eine eigens gebaggerte Schleife , halten würde. Sie wurde genau am falschen Ufer gebaggert, wo die Kräfte extrem gegen den Hang prallen. Nach und nach frißt sich das Wasser bis an die Straße, reißt alles mit, schwemmt Müll und Dreck an und es entsteht eine Art künstliches Wadi.
Ein privates Planungsbüro, mit Geographen und Ingenieuren, hätte keine Chance mehr nach dieser Fehlleistung. Dazu war die ganze Sache noch riesig aufwändig, 6 Wochen schwerste Baumaschinen auf der Straße am Rummanövrieren, totaler Verkehrsstau, und Matsch ohne Ende im Frühjahr.
Und jezt? Es war die untere Naturschutzbehörde und das Straßenbauamt, man kann nur den Kopf schütteln über so viel Unverstand - früher haben wir in der Schule in Geographie was von Prallhang und von Gleithang gelernt, aber diese Fachleute haben das offensichtlich nicht gewußt.
Das sind jetzt zwar keine Sachargumente gegen das Beamtentum, aber es zeigt, was alles so möglich ist bei uns....

Fairy
18.05.2002, 10:38
Original erstellt von Zimtziege
Das sind jetzt zwar keine Sachargumente gegen das Beamtentum, aber es zeigt, was alles so möglich ist bei uns....

Als Gegenargument zum Sinn des Beamtentums, dennoch sehr brauchbar, denn es beweist doch, welche Inkompetenz in den Behoerden vorhanden ist. Auch das ist ein Fall von Steuergeldverschwendung und Umweltzerstoerung, aber aller Wahrscheinlichkeit nach, sitzen die Verantwortlichen wohl immer noch auf Ihren Stammplaetzen, Konsequenzen hat aus dem unfaehigem Handeln, wie immer nur der Buerger zu tragen, die Pfeffersaecke sind aussen vor.

MfG Fairy

Kwuteg
18.05.2002, 11:58
Ich habe die Debatte die Ganze Zeit verfolgt.
Sehr liebenswert finde ich, wie St. Fairy unermüdlich seinen Kreuzzug führt (;)) und wie ihr euch hier den Ball zuspielt.
Aber ich fürchte, gegen derart zementierte Strukturen kann man nur mit schwerem Gerät vorgehen. Meiner Einschätzung nach ist das Beamtentum nicht zu stürzen (und auch nicht zu kurieren), ohne daß man eine handfeste Revolution anzettelt.
Realistisch ist das auch nicht, hierzulande bekommen ja die meisten Leute den Hintern nicht mal vom Sofa hoch.
Das ist auch ein Grund für die Dreistigkeit mancher Beamten. Echte Opposition gegen die Verwaltungsstrukturen fehlt und das Wenige, was es gibt, wird als neidmotivierte Unzufriedenheit abgetan.

Tiguar
18.05.2002, 11:59
Original erstellt von Zimtziege
Das sind jetzt zwar keine Sachargumente gegen das Beamtentum, aber es zeigt, was alles so möglich ist bei uns....

Doch, sind sie, und zwar auf der sehr tiefen, grundsätzlichen Ebene des Beamtentums in der heutigen Ausprägung: Der völligen Trennung des eigenen Handelns von der Verantwortung für dieses Handeln.

Ciao, Tiguar

Fairy
18.05.2002, 12:10
Original erstellt von Lord Kwuteg
Ich habe die Debatte die Ganze Zeit verfolgt.

Das freut mich aber, dachte schon Zimtziege,Tiguar und meine Wenigkeit sind einsamen Rufer in der Wueste ;)

Sehr liebenswert finde ich, wie St. Fairy unermüdlich seinen Kreuzzug führt (;))

Oje, jetzt hat meine Unheiligkeit sogar noch ein St. verpasst bekommen ;)

Aber ich fürchte, gegen derart zementierte Strukturen kann man nur mit schwerem Gerät vorgehen. Meiner Einschätzung nach ist das Beamtentum nicht zu stürzen (und auch nicht zu kurieren), ohne daß man eine handfeste Revolution anzettelt.


Sehr richtig, deshalb sind wir ja grad dabei, eben SOLCHES Anzuzetteln, da buergt mein Nick fuer Revolutionsqualitaet :D
Ich denke mal, alles faengt klein an, aus Ideen werden manchmal handfeste Plaene, warum den Mut verlieren, ich glaube an den Menschen und das er in der Lage ist, etwas zu veraendern, auch wenns ewig lange dauert. Wenn der Tread nur den Zweck erfuellt, sich seine Wut und Ohnmacht von der Seele zu schreiben,finde ich es schon positiv...

*Am Anfang stand das Chaos*

in diesem Sinne, frohe Pfingsten , St. Fairy ;)

Zimtziege
18.05.2002, 15:33
guten Tag zusammen!
Revolution in Deutschland - das ist undenkbar!
Ich halte dafür, daß die Veränderungen durch finanzielles Ausbluten zumindest der Kommunen erzwungen werden. Dabei hoffe ich, daß die Versorgung der Bürger und die Demokratisierung der Gesellschaft nicht verschütt gehen.
Beispiele schlankerer Verwaltungen gibt es mit Heidelberg und Freiburg, klingt beides vielversprechend.
Und ich glaube auch, daß die Veränderungen viel schneller kommen werden, als wir hier im Thread vermuten. Schließlich sind diese ganzen Skandale und veröffentlichten Korruptionen ja wie Reinigungsbäder, oder bin ich mal wieder zu sehr Samtziege?
Jedenfalls ist Pfingsten das Fest der Flammenden Rede, die von ALLEN verstanden wird, also in diesem Sinne:
Schöne Pfingsttage, St. Fairy und seine Ritter....
"Ich weiß, daß es nicht so bleiben kann ,wie es ist.
Wie es wird, wenn sich etwas ändert, weiß ich nicht."
nach C. Lichtenberg

Tiguar
18.05.2002, 15:48
Original erstellt von Zimtziege
Revolution in Deutschland - das ist undenkbar!

Genau! Dazu müßte man ja den Rasen betreten! :D Frei nach Brecht, glaube ich. Aber das mit der "Samtziege" ist gar nicht schlecht, ich setze da auch eher auf Evolution - bedingt durch die geschilderten Notwendigkeiten wie knappe Kassen und natürlich auch den Unmut der Menschen muß sich schließlich zwangsläufig einiges ändern, auch wenn ich mich jetzt vielleicht als zu optimistisch oute.

Erste zarte positive Ansätze sind jedenfalls vereinzelt schon da. Ganz wichtig aber: der Kreuzzug des St. Fairy darf nicht zum Kreuzzug des St. Florian werden! Wenn sich was ändern soll, wird es nicht zu vermeiden sein, daß es an der einen oder anderen Stelle auch mal kneift und weh tut.

Ich habe das an anderer Stelle schon mal gesagt: Unsere bürokratische Bevormundung ist ja letztendlich auch durch unsere Vollkaskomentalität gefördert worden, oder auch andersrum, egal. Beide gehen jedenfalls Seite an Seite.

Ciao, Tiguar

Zimtziege
18.05.2002, 21:40
Hi, alle zusammen!
Als ich über die anstehenden Strukturveränderungen im Gesundheitssystem nachdachte, bin ich zu einer ähnlichen Meinung wie Tiguar (ist übrigens ein süßer Name und KEIN bißchen lächerlich!) gekommen.
Es wird einschneidende Veränderungen geben, und es wird eine gehörige Portion Mut zur eigenen Verantwortung dazu gehören, diese Veränderungen als eine Chance zu begreifen.
Für mich ist das Gesundheitssystem z.B. ein echtes Krankheitssystem, und ich verwende sehr viel Wissen und Bemühen daran, nicht in die sogenannte internistische Falle zu gelangen.
Meine Krankenkassenbeiträge waren ganz enorm hoch, und wer war wegen jedem Zipperlein krank geschrieben und nicht an der Arbeit? Unsere lieben Freunde, die diesem Thread seinen Namen gegeben haben!
Evolutionäres Denken ist nicht schlecht, zumindest versucht man damit den kreativen Dreh zum Besseren zu finden.
Tschüß!
Zimtziege

Fairy
19.05.2002, 01:06
Original erstellt von Zimtziege
Es wird einschneidende Veränderungen geben, und es wird eine gehörige Portion Mut zur eigenen Verantwortung dazu gehören, diese Veränderungen als eine Chance zu begreifen.


Tja, leider ist es nicht nur Mut, der dazu gehoert, sondern auch viel Geld, was bei vielen Menschen, in der heutigen Zeit eben nicht reichlich vorhanden ist. Was ist mit Denen ? den Mut haetten Sie schon. Wer viel Geld hat, soll auch viel bezahlen, ist doch alles ganz einfach und wer weniger hat, muss auch weniger bezahlen, oder garnichts, das nenn ich Sozial. Wenn ich das Jammern und Klagen der Krankenkassen hoehre und mir gleichzeitig deren Palaeste anschaue, bekomm ich ne Krise. Eigene Verantwortung ist ok, soweit es dem Einzelnem moeglich ist, aber sowas muss auch von unseren Staatsdienern vorgelebt werden. Das einzigste was in Deutschland unter dem Deckmantel Reform passiert, ist staendiger Sozialabbau, es ist gewollt, eine zwei Klassengesellschaft zu schaffen, da sind fuer Die, die nicht zur privilegierten Klasse gehoeren, keine Chancen die Sie wahrnehmen koennen. Einschneidende Veraenderungen treffen IMMER die Aermsten, so ist das. Wenn mir monatlich von 1000 €, 500 € weggenommen werden, ist das wohl spuerbarer, als wenn mir von 5000 €, 500 € weggenommen werden, frag mal was eine Verkaeuferin verdient und was Sie sich nebenbei noch fuer Versicherungen leisten kann, um Ihre Gesundheit zu erhalten. Schaffen wir die Ueberversorgung der Beamten ab, das 13 Monatsgehalt fuer Beamtenpensionaere, das hoehere Kindergeld fuer Beamte usw. dann bleibt genug Geld im Staatshaushalt um allen Menschen eine anstaendige Versorgung zu gewaehrleisten.

MfG Fairy

Tiguar
19.05.2002, 01:47
Original erstellt von Fairy
Das einzigste was in Deutschland unter dem Deckmantel Reform passiert, ist staendiger Sozialabbau, es ist gewollt, eine zwei Klassengesellschaft zu schaffen, da sind fuer Die, die nicht zur privilegierten Klasse gehoeren, keine Chancen die Sie wahrnehmen koennen.

Das ist richtig, allerdings nur unter den Scheinreformen der jüngeren Vergangenheit, wo letztlich der Mut gefehlt hat, grundlegende Reformen vorzunehmen. Frei nach dem Motto: Bade mich, aber mach mich nicht naß!

(...) dann bleibt genug Geld im Staatshaushalt um allen Menschen eine anstaendige Versorgung zu gewaehrleisten.

Grundsatzfrage: Wer ist für die Versorgung verantwortlich, jeder und jede einzelne für sich selbst oder der Staat? Im ersten Fall stimme ich Dir zu, dann muß durch weniger Staatsaufgaben weniger durch Steuern abgegriffen werden, und alle haben was davon. Und daß zur Finanzierung der verbleibenden staatlichen Grundaufgaben progressiv höhere Einkommen stärker belastet werden als niedrigere, ist wohl Grundkonsens.

Falls Dir aber eine komplette Staatsversorgung eines jeden einzelnen vorschweben sollte, dann sind wir letztlich alle Beamte (oder ein Ersatzbegriff dafür). Und verwaltet werden muß ein derartiges Sozialmonstrum so oder so, von Beamten oder Angestellten, mit allen Mißbrauchsmöglichkeiten, aller Ineffizienz, allem Schrott, den wir doch eigentlich hier beklagen.

Warum ist denn z.B. die private Krankenversicherung - natürlich ab einer gewissen Einkommensgrenze, die aber unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt - billiger als die soziale? Weil sie in der Konkurrenz des Marktes die gröbsten Mißstände selbst bekämpft. Und was bei besseren Leistungen billiger ist, das ist für mich im engeren Sinn des Wortes sozial.

Die Konkurrenz der gesetzlichen Krankenkassen, die genau aus diesem Grunde eingeführt wurde, hat man ja gerade erst de facto abgeschafft, aus sozialen Gründen, wie man seitens der Bundesregierung sagte ...

Ciao, Tiguar

Fairy
19.05.2002, 07:35
Original erstellt von Tiguar
Falls Dir aber eine komplette Staatsversorgung eines jeden einzelnen vorschweben sollte

Damit meine ich die Gesundheitsversorgung.

1. Beispiel:

Die Augenkrankheit, der gruene Star, wird Dir sicher was sagen, also, frueher wurde eine Vorsorge von der Kasse bezahlt, das ist nicht mehr der Fall, der Grund ist unerfindlich. Den bei einer Frueherkennung, ist der finanzielle Aufwand, zur gesundheitlichen Wiederherstellung minimal, im Gegensatz zu einer Behandlung, nach Ausbruch der Krankheit.

2. Beispiel:

Volkskrankheit Bandscheibenschaden, bezahlt wird von der Krankenkasse nur die herkoemmliche Operation, Aufschneiden, min. 14 Tage Krankenhausaufenthalt, Therapeutische Massnahmen um wieder gehen zu lernen usw., andere Therapieform, Laser, Dauer, 1 h, Krankenhausaufenthalt 1 Tag oder garnicht. Das sind die Sachen die ich meine. Es macht keinen Sinn, im Gesundheitswesen kurzfristig zu sparen und hinterher, Millionen, Mehrausgaben zu haben.Aber das gibt es auch nur in Deutschland, man schaue sich das Gesundheitswesen in den Skandinavischen Laendern an, die Politiker sollten sich nicht Ihre Erkenntnisse in den USA holen, sondern dort.

Deshalb ist eine Komplettversorgung im Gesundheistwesen, fuer den Staat wesentlich billiger als hinterher, Milliarden nachschieben zu muessen, weil die Menschen immer kranker werden.Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das wurde auch vom Internationalem Aerzte/Gesundheitskongress angeprangert.
Der Staat ist Hauptbeteiligter bei der allgemeinen Verschlechterung, der Volksgesundheit.

Beispiel:
Jetzt wird gekaempft um Jugendlichen das rauchen abzugewoehnen, is ja super, wer hat das rauchen auf dem Schulhof erst hoffaehig gemacht ? war das noetig sowas einzufuehren ? der Beisspiele gibt es viele und ich sehe nicht ein, das der Buerger fuer staatliche Fehlentscheidungen zahlen soll. Nochmal, der Staat hat genug Geld, Einsparmoeglichkeiten gibt es genug, auch ohne den Steuerzahler weiter zu belasten, anfangen sollten Sie, wie ich schon sagte, beim Beamtenkluengel. Der Irrglaube herrscht vor, wenn man nicht genug zahlt, wandern die guten Leute in die freie Wirtschaft ab, dem ist nicht so. Gute Leute sind nicht knallharte Reformer, sondern engagierte Leute, die lieber etwas weniger verdienen, aber sich fuer den Staat engagieren, denen nicht das Geld im Vordergrund steht, sondern das Interesse, dem Deutschen Staat zu dienen und zu Wohlstand und Zufriedenheit beizutragen. Solche Leute sind fuer mich gute Leute, nur werden Die in Deutschland keine Chance bekommen, rate mal warum nicht.

MfG Fairy

Zimtziege
19.05.2002, 09:16
Moin zusammen,
wenn das Gespräch sich enger an Beitragsbemessungsgrenzen und die Höhe von Selbstbeteiligungen heran bewegt, muß ich leider passen!
Auf der Ebene von Einzelbeispielen könnte ich mithalten, allerdings glaube ich, daß Einzelbeispiele den Blick auf das Machbare auch verengen können. (Der Stammtisch arbeitet nur mit Einzelfällen!)
Ich stimme Fairy zu, daß es sogenannte Liberalisierungen gibt, deren Sinn und NUtzen völlig unverständlich sind: Raucherecken auf dem Schulhof. Ich füge noch hinzu: Wegfall der Unterrichtsfächer Gesundheitslehre, Kinderpflege, Hauswirtschaft und Kochen und Werken, die vor langen Jahren Allgemeingut für sämtliche Jungs und Mädels in der Grundschule waren. Heute heißt das Kreativwerkstatt, und die Kinder wisen nicht mehr, wie ein Messingbürstchen aussieht....
Zur Gesundheit, einem meiner Lieblingsthemen, möchte ich unbedingt auf die Aussaugung des Systems durch Leistungsbezieher hinweisen. Der blöde Spruch von wegen "morgens Fango, abends Tango" drückt doch auch aus, daß ein gut ausgestattetes Gesundheitswesen, und genau das hatten wir ja mal, kein Selbstbedienungsladen der Leistungsnehmer sein kann. Wieviele Goldkronen das AA und das Sozialamt bezahlt haben, weil ihre Träger clever waren, möchte ich nicht wissen. Und der berühmte grippale Effekt nach Malllorca - sind doch Erscheiningen, bei denen geht mir das Messer in der Tasche auf. Obwohl es jetzt ganz populistisch wird muß ich es hier mal loswerden:
die Zusatzleistungen für die neuen Länder waren kaum zu schaffen, und der durch Krankheit verlängerte Anatolienurlaub hat auch nicht nur Freude hervorgerufen...
Ein System ist immer nur so gut und leistungsfähig, wie die schwächsten seiner Teilnehmer es sind. Vielleicht ist es das was Tiguar mit der Vollkaskomentalität der Leistungsnehmer meint?
Skandinavien? ich las gerade, daß auch dort die Rundumversorgung zurückgefahren wird, weil nicht mehr für alle bezahlbar.
Einen Gedanken möchte ich noch einbringen:
Die Leistungskataloge der Krankenkassen sehen überhaupt keine Kostenerstattung vor für die Anwendung sogenannter Sanfter Medizin, der ich seit Jahrzehnten anhänge. Ich hatte und habe meine Therapeuten immer selbst zu zahlen, und auch meine Arzneien häufig dazu - wenn ich denn je krank war.
Da ist England ganz vorne: die haben Therapiefreiheit und Homöopathie ist erstattungsfähig.
Soweit erst mal.
Zimtziege

Tiguar
19.05.2002, 10:29
Original erstellt von Fairy
Damit meine ich die Gesundheitsversorung.

Alles klar, alles andere hätte mich auch gewundert! :cool

Original erstellt von Fairy
Jetzt wird gekaempft um Jugendlichen das rauchen abzugewoehnen, is ja super, wer hat das rauchen auf dem Schulhof erst hoffaehig gemacht ? war das noetig sowas einzufuehren ?

Schlechtes Beispiel, finde ich. Ich jedenfalls habe nicht mit dem Rauchen angefangen, weil es eine Raucherecke auf dem Schulhof gab, und habe damit nicht aufgehört, weil sie dann mitten in meiner Oberstufenzeit abgeschafft wurde.

Insgesamt stimme ich Dir aber zu, Vorbeugung ist besser als Nachsorge, und sicherlich auch kostengünstiger.

Original erstellt von Zimtziege
Ein System ist immer nur so gut und leistungsfähig, wie die schwächsten seiner Teilnehmer es sind. Vielleicht ist es das was Tiguar mit der Vollkaskomentalität der Leistungsnehmer meint?

Nö, das meinte ich eigentlich nicht, obwohl da natürlich auch etwas dran ist. Was ich meinte, ist folgendes, mit zwei Aspekten:

1) Sehr viele Menschen haben gar nichts dagegen, daß nahezu jeder Aspekt des täglichen Lebens durch Gesetze, Verordnungen, Erlasse etc. reglementiert wird. Das bedingt natürlich den entsprechenden Regulierungs-Wasserkopf, sprich Bürokratie. Warum ist das so? Weil es letztlich einfacher ist, als sich selbst zwischen möglichen Handlungsalternativen entscheiden zu müssen.

Siehe oben: Für mich wäre es doch viel einfacher, die Schuld für den Beginn meiner Raucherkarriere bei meiner Schule zu suchen, als zuzugeben, daß ich für diesen Mist selbst verantwortlich bin.

2) Der zweite Aspekt geht in das geschilderte Anspruchsdenken, hat aber auch wieder was mit Aspekt 1 zu tun. Ein Beispiel: Ein damaliger Bekannter von mir ist mal beim Einparken völlig blödsinnig gegen einen Pömpel gebrettert, nur weil er einen auf "Joe Cool" gemacht hatte. Aber: "Macht ja nix, habe ja ´ne Vollkasko!" Was hier noch o.K. ist, da er seinen Schaden wegen der Rückstufung bei den Schadensfreiheitsbeträgen letztlich doch selber löhnt, wäre aber bei einer Zwangs- oder Solidarversicherung nicht mehr in Ordnung.

Die ganze Bande der Absahner, Abräumer und Nassauer, die sich den ganzen Leistungskatalog reinziehen, ohne auch nur den Hauch eines schlechten Gewissens zu haben ("Da zahle ich Beiträge für, also steht mir das auch zu!"), muß ja schließlich per Umlage von allen mitfinanziert werden.

Wenn ein System den Anteil der Eigenverantwortung somit auf ein Maß runterdrückt, das eigentlich nur die Wahl zwischen Einzahler oder Schmarotzer übrig bleibt, dann stimmt doch etwas nicht. Abgesehen davon, daß es ein bequemes System ist, und die Wahl eigentlich auch wieder egal ist, denn wer nicht schmarotzt, wird eh für bescheuert gehalten, und wer es tut, na ja, ist halt ein Nassauer, was soll´s.

Das ist das, was ich mit Vollkasko-Mentalität meinte. Man könnte es auch als soziale Hängematte bezeichnen. So lange wir alle davon nicht weg kommen, werden wir uns auch von den damit verbundenen Strukturen nicht trennen können.

Schönen Sonntag, Tiguar

Fairy
19.05.2002, 11:18
Original erstellt von Tiguar
Schlechtes Beispiel, finde ich. Ich jedenfalls habe nicht mit dem Rauchen angefangen, weil es eine Raucherecke auf dem Schulhof gab, und habe damit nicht aufgehört, weil sie dann mitten in meiner Oberstufenzeit abgeschafft wurde.


Das ist das Problem, sich ueber ein Forum, wenn man sich nicht direkt sieht, verstaendlich zu machen ;) Natuerlich meinte ich nicht damit, das man auf dem Schulhof anfaengt, oder aufhoert, nur man muss es ja auch nicht unbedingt foerdern.Es wird drueber nachgedacht, Erwachsenen Menschen das Rauchen zu verbieten, aber auf dem Schulhof ist es gang und gebe, paradox wie ich finde.Es ist der Aspekt, mit dem ich nicht klar komme, was viele machen wird erlaubt, das ist nicht meine Welt.Ebenso mit der Freigabe von Haschisch und weichen Drogen, nur weil es viele nehmen, sollte es noch lange nicht legalisiert werden. Eher sollte man versuchen, den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen entgegenzuwirken, das mir ein viel wichtigeres Thema ist. Gut jetzt sind wir abgeschweift, aber ich denke das gehoert auch irgendwie dazu.

MfG Fairy

Fairy
19.05.2002, 11:42
Original erstellt von Zimtziege
Zur Gesundheit, einem meiner Lieblingsthemen, möchte ich unbedingt auf die Aussaugung des Systems durch Leistungsbezieher hinweisen.

Hmmm... da schuettele ich aber bedenklich den Kopf, hoert sich verdammt danach an, Arbeitslose/Sozialhilfeempfaenger sind zu faul zum arbeiten, da muss ich Dir intensiv wiedersprechen. Erstmal glaube ich kaum, das, das Sozialamt den Luxus einer Goldkrone usw, zahlt. Das uns die neuen Laender eine Unsumme gekostet hat und kostet ist klar, aber das muss uns die Wiedervereinigung wert sein, das es beim Uebergang zu Missbrauch kam, ist auch klar. Nicht vergessen sollte man auch, obwohl man das ja eigentlich nie sagen darf, wie sehr Asylbewerber die Sozialkassen belasten, allein, wenn man bedenkt, das Deutschland allein, mehr Asylbewerber aufgenommen hat, als das komplette Europa zusammen, damit will ich nichts gegen Asylbewerber gesagt haben, ich wollte nur versuchen die Defizite unserer Kassen zu erklaeren.Ich will da auch nicht weiter drauf eingehen.
Man sollte aber nich die Schuld bei den Arbeitslosen/Sozialhilfeempfaengern suchen, sondern beim Staat und seinen Politikern, wer so eine destruktive Arbeitsmarktpolitik betreibt, wie unsere Regierenden, darf sich nicht wundern. Tatsache ist doch, DAS es keine Arbeit oder Arbeit nur fuer besonders Qualifizierte gibt, der Rest bleibt aussen vor. Firmen gehen den leichten Weg der Fruehverrentung um aeltere Arbeitnehmer loszuwerden, auch eine Gruppe die den Staatshaushalt belastet, wer ist da Schuld ? die Fruehverrenteten ? nein, wohl kaum, sondern die Politik die sowas erlaubt und die Firmen die so etwas ausnutzen. Unter dem Aspekt der Globalisierung ist einfach alles erlaubt, Firmen setzen sich ins Ausland ab, bauen Stellen ab, und zahlen als Ausgleich dafuer noch nicht mal mehr Steuern in Deutschland, weil Sie die Investitionen im Ausland noch abschreiben koennen. Da sag mir nicht, das die Arbeitslosen/Sozialhilfeempfaenger die Schmarotzer sind. Aber auch das Problem waere zu loesen, ich wuerde es ganz einfach machen, Firmen die ins Ausland gehen und reimportieren, wuerden eine erhoehte Einfuhrsteuer und Umsatzsteuer zahlen muessen, als Firmen, die in Deutschland produzieren, das Problem liegt natuerlich wieder beim Genehmigungsverfahren der EU Waechter, klar. Ein Grossteil der Schuld, liegt auch bei der Raffgier der Aktionaere, es geht nur noch um Profit, da es kaum noch private Firmenbesitzer gibt, gibt es auch keine Indentifikation mit einem Betrieb mehr, es ist nur ein Kapital das abgeschoepft werden muss, deshalb sollte auch mal uber eine hoehere Besteuerung der Aktiengewinne nachgedacht werden. Der wichtigste Faktor, der Mittelstand wird immer noch finanziell benachteiligt, das ist das allergroesste Uebel, denn der Mittelstand ist meiner Meinung nach, der wichtigste Faktor um den Bestand eines Staates zu sichern, hier werden Arbeistplaetze geschaffen und das Kapital nicht ins Ausland geschafft,der Mittelstand investiert vor Ort, aber soweit koennen unser Politiker wahrscheinlich nicht denken. Auf jeden Fall sind nicht die 4 Millionen "faulen" Arbeitslosen an den leeren Kassen Schuld.

MfG Fairy

Zimtziege
19.05.2002, 13:08
Lieber Fairy,
es tut mir leid, daß ich bisweilen sehr verkürzt schreibe und mir ausführliche Einschübe und Erläuterungen spare. Dadurch bist Du auf ein Gleis geraten, auf dem ich gar nicht argumentieren möchte: die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger sehe ich zum allergrößten Teil ebenfalls NICHT als "Schmarotzer", sondern als Opfer einer Entwicklung, die Stärkere in der Gesellschaft vollziehen.
Mein Anliegen ist es, von dem Denken in "Schuld hat..." weg zu kommen.
Wenn ich mir sage: hier liegt eine Ursache für folgende Wirkungen - dann ist es für mich auch emotional einfacher, mit dem Thema umzugehen. Ich war weiter oben richtig aufgeregt beim Schreiben!
Also im Denken in Richtung Ursache und Wirkung kann ich mir klar machen, daß die Einteilung Täter:Opfer oder Beamte:Steuerzahler so nicht haltbar ist. Es treffen Wirkungen auf allen Ebenen aufeinander, und nur wenn alle ein bißchen bewußter und rücksichtsvoller werden, ist an eine Änderung der Abläufe zu denken. Sonst werden viele Sheriffs und Häuptlinge auf die armen Indianer aufpassen....und die Indianer weiterhin versuchen, ihre Aufpasser auszutricksen.
Der Gedanke der Reimportsteuer greift nicht mehr wegen der vielfältigen Verflechtungen und der EU-Handelsabkommen. Das DEnken in der Kategorie Deutschland geht ja auch in vielen politischen Bereichen nicht mehr. Interessant dabei ist für mich, daß einige fortschrittliche Gesetze in der BRD erst auf Drängen des europ. Gerichtshofes eingeführt wurden (Frauenrechte, Verbraucherschutz u.a.).
Zur Gesundheitspolitik noch eine Ergänzung:
Vor vielen Jahren gab es eine Initiative der "Gesundheitskasse". Der Grundgedanke besteht darin, Mitgliedern Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen, alternative Heilweisen zu fördern und zu finanzieren sowie ein Rabattsystem für krankheitsfreie Zeiten einzuführen- es sollte eine Belohnung geben für Menschen, die sich eigenverantwortlich um ihre Gesundheit kümmern. Selbstverständlich war es nicht Sinn der Gesundheitskasse, Kranke zu bestrafen, sondern die KOsten für z.B. Heilpraktiker, Chiropraktiker, Ayurveda-Ärzte zu bezahlen.
Dieser Verein hat niemals eine gestzliche Zulassung bekommen, weil keine starke Lobby dahinterstand, weder Pharmaindustrie noch Medizintechnik noch Ärzteschaft....
schönen Tag weiterhin!
Zimtziege

Fairy
19.05.2002, 13:36
Original erstellt von Zimtziege
Also im Denken in Richtung Ursache und Wirkung kann ich mir klar machen, daß die Einteilung Täter:Opfer oder Beamte:Steuerzahler so nicht haltbar ist. Es treffen Wirkungen auf allen Ebenen aufeinander, und nur wenn alle ein bißchen bewußter und rücksichtsvoller werden, ist an eine Änderung der Abläufe zu denken.

Na klar, Missverstaendnisse kommen hier vor, ich will jetzt auch mal verkuerzt schreiben ;) Als erstes hast Du recht, wenn ich Dich richtig verstanden habe, das man bei sich selbst anfangen muss. Aber ist es nicht so, der Fisch faengt vom Kopf an, zu stinken. Ich stelle mir den Staat wie ein Familienverbund vor, die Politiker sind die Eltern und haben Vorbildfunktion denen wir nacheifern, den Rest muss ich jetzt nicht erklaeren, Du weisst was ich meine :)

Das mit dem Bonussystem im Gesundheitswesen ist glaube ich jetzt wieder im Gespraech, fand ich auch sehr gut. Ich bestehe aber darauf, das ein Kranker die bestmoegliche Pflege und Versorgung zu erhalten hat, wir bezahlen und finanzieren das mit unseren Beitraegen und Steuern und es kann nicht angehen, das wir uns obendrein noch selbst versorgen muessen. Auch bin ich dafuer, alternative Heilmethoden mit einzubeziehen. Da wir hoffentlich noch eine Solidargemeinschaft sind, hat, ob arm oder reich, jeder dieselbe Gesundheitsversorgung zu bekommen.Zusatzversorgungen sind anzuwenden, bei Extremsportlern,Skateboardfahren und allen Leuten, die sich FREIWILLIG in besondere Gefahren begeben, da sehe ich nicht ein, das die Solidargemeinschaft deren Risiko mittragen soll. Ausserdem der Wahnsinn der Schoenheitschirurgie und deren Nachbehandlung auf Kosten der Allgemeinheit, auch da sollte es Pflicht sein, sich selbst zu versichern, der Beispiele gibt es noch viele.Ich will damit sagen, das es noch viele Moeglichkeiten des Sparens gibt, ohne die normale Versorgung runterfahren zu muessen.

MfG Fairy

Unregistered
19.05.2002, 13:54
Beamtentum und Arbeitslosigkeit ist ein interresantes Thema wie ich finde.

Denn eine übliche Behörde wie man sie kennt, bietet an einem Tag (manchmal auch an zweien) zum Beispiel keine Sprechstunden, und dass sie meistens von 7 bzw. 8 Uhr arbeiten und dann nur bis 13 Uhr, also dann dicht machen wenn die Leute gerade ihre Mittagspause haben, ist schon eigentlich irgendwie abartig.

Wäre doch viel einfacher wenn, (und ich möchte garnicht behaupten dass die Beamten zu wenig arbeiten) die Behörde parallel zu den Ladenöffnungszeiten auf hätte, so dass sie Beamten nicht dass Privilleg geniessen dass man so der Massen auf sie an den Tag angewiesen ist, und sie somit von dem hohen Ross ruterholen könnte.

Fairy
19.05.2002, 14:07
Original erstellt von Unregistered

Denn eine übliche Behörde wie man sie kennt, bietet an einem Tag (manchmal auch an zweien) zum Beispiel keine Sprechstunden, und dass sie meistens von 7 bzw. 8 Uhr arbeiten und dann nur bis 13 Uhr, also dann dicht machen wenn die Leute gerade ihre Mittagspause haben, ist schon eigentlich irgendwie abartig.


Naja, das die Oeffnungszeiten der Aemter/Verwaltung absolut Kundenunfreundlich sind, das ist bekannt und auch ein Uebel, das erstreckt sich aber auch in Bereiche, wo keine Beamten taetig sind. Ist schon schlimm, das man einen oder mehr Tage Urlaub opfern muss um bei einem Amt/Verwaltung was zu erledigen, da ist auch Verbesserung noetig. Aber soweit ich weiss, ist an einem Tag in der Woche durchgehend auf, bis 18:00, zumindest ist es bei uns in verschiedenen Bereichen so.

MfG Fairy

Unregistered
19.05.2002, 14:39
Original erstellt von Fairy
...Ist schon schlimm, das man einen oder mehr Tage Urlaub opfern muss um bei einem Amt/Verwaltung was zu erledigen, da ist auch Verbesserung noetig. MfG Fairy

Also ich halte es nicht für in ordnung, daß so etwas von uns als hinzunehmender Tatsachenbestand bleibt. Oder sind wir so der massen abgestupft, daß uns so etwas nicht einmal auffällt.

Es wären so viele Arbeitsplätze, und die Effektivität würde davon bestimmt auch profietieren können.

Also ich möchte nicht mein Tag dafür opfern, dass ich auf der Behörde hocke und mich deren Willkür hingebe. Ich möchte lieber später oder am anderen Tag hinkommen wo die Schlange nicht so lang ist vor der Tür (was sie ohnehin nicht mehr so extrem wäre da die längeren Öffnungszeiten eh für eine entspannung sorgen würden.)

Zimtziege
19.05.2002, 21:53
@unreg
Deine Vorschläge, die Öffnungszeiten von Ämtern für die Bevölkerung angenehmer und zeitsparender zu gestalten, finde ich gut.
Sie hätte jedoch zur Folge, daß mit mehr Personal auch mehr Kosten entstehen. Wir zerbrechen uns auch den KOpf darüber, wie beides zu schaffen sein könnte: bürgerfreundliche Behörden und weniger Kosten für die Beamten bzw. das Personal.
Wenn das Beamtentum abgeschafft würde, könntest Du mit Deiner Personaleinsatzplanung sicher einen Coup landen: es entstünden viele Dienstleistungsarbeitsplätze.
Tschüß!
Zimtziege


@Fairy
Über das Verschwinden von Arbeit, von dem du weiter oben gesprochen hast, kann ich gerade nicht gut nachdenken. Laß uns das mal im Auge behalten. Nur so viel: ich halte das für einen Trugschluß. Die Arbeit wird einfach nicht mehr gesehen....

Tiguar
20.05.2002, 00:06
Hallo!

Ich gehe mal ein paar Schritte zurück versuche mal wieder besonders auf ein paar Aussagen von Fairy einzugehen. Also dann:

Original erstellt von Fairy
Das uns die neuen Laender eine Unsumme gekostet hat und kostet ist klar, aber das muss uns die Wiedervereinigung wert sein, das es beim Uebergang zu Missbrauch kam, ist auch klar. Nicht vergessen sollte man auch, obwohl man das ja eigentlich nie sagen darf, wie sehr Asylbewerber die Sozialkassen belasten, allein, wenn man bedenkt, das Deutschland allein, mehr Asylbewerber aufgenommen hat, als das komplette Europa zusammen, damit will ich nichts gegen Asylbewerber gesagt haben, ich wollte nur versuchen die Defizite unserer Kassen zu erklaeren.

Ja, völlig richtig! Und zwar deshalb, weil hier seitens der Politik die falschen Entscheidungen getroffen wurden. Denn anstatt vor allem die Kosten der Wiedervereinbarung als Gesamtaufgabe des deutschen Volkes zu verstehen, wurden hier Unsummen aus dem Bundeshaushalt weggedrückt und den Sozialkassen - sprich den Beitragszahlern - aufgedrückt und beschönigend als "versicherungsfremde Leistungen" deklariert. Eigentlich müßte so etwas durch das Steueraufkommen finanziert werden und somit von allen - wirklich allen - bezahlt werden.

Tatsache ist doch, DAS es keine Arbeit oder Arbeit nur fuer besonders Qualifizierte gibt, der Rest bleibt aussen vor.

Nein, es gibt Arbeit genug, sie wird nur durch Überregulierung, bürokratische Hemmnisse und sonstige Hürden, aber auch durch zu hohe Steuern und Sozialabgaben, unattraktiv gemacht. Ich denke hier nur an die "Großtat" mit den 630-Mark-Jobs.

In den USA und Kanada arbeiten Millionen von Menschen im Dienstleistungsgewerbe - dazu gehört z.B. auch derjenige, der im Supermarkt meinen Kram einpackt und bei Bedarf für mich zum Auto schleppt. Hierzulande wird aber so etwas aus falsch verstandenem sozialem Gewissen als unzumutbar angesehen, also findet das nicht statt.

Zahlreiche Beschäftigungschancen werden hier einfach nicht genutzt, oder sie gleiten in die Illegialität, in die Schwarzarbeit ab.

Firmen gehen den leichten Weg der Fruehverrentung um aeltere Arbeitnehmer loszuwerden, auch eine Gruppe die den Staatshaushalt belastet, wer ist da Schuld ? die Fruehverrenteten ? nein, wohl kaum, sondern die Politik die sowas erlaubt und die Firmen die so etwas ausnutzen.

Dieser Trend beginnt sich umzukehren, da viele Firmen inzwischen begreifen, daß ältere Mitarbeiter auch mehr Erfahrung haben, und dieser Aderlaß zum Abfluß von zuviel Wissen aus den Unternehmen führt.

Weiterhin besteht die Aufgabe von Unternehmen darin, Geld zu verdienen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn also eine Firma eine notwendige Personalreduzierung elegant über die Frühverrentung statt umständlich über betriebsbedingte Kündigungen durchziehen kann, dann ist das aus meiner Sicht nachvollziehbar.

Die Ursache liegt aber mal wieder in der Politik, die auf diese Art die Arbeitslosenstatistik aufhübscht. Wir scheinen´s aber zu glauben, und lassen uns sehenden Auges verarschen, sorry für die Wortwahl.

Firmen die ins Ausland gehen und reimportieren, wuerden eine erhoehte Einfuhrsteuer und Umsatzsteuer zahlen muessen, als Firmen, die in Deutschland produzieren, das Problem liegt natuerlich wieder beim Genehmigungsverfahren der EU Waechter, klar.

"Grenzen zu" ist doch keine Lösung, das hatten wir doch schon mal. Weiterhin: Was ist mit ausländischen Unternehmen, die sich bei uns ansiedeln wollen? Und die EU scheint sich für uns - wenn ich mir die letzten Jahre so ansehe - eher zu einem Teil der Lösung zu entwickeln, als ein Teil des Problems zu sein.

Ein Grossteil der Schuld, liegt auch bei der Raffgier der Aktionaere, es geht nur noch um Profit, da es kaum noch private Firmenbesitzer gibt, gibt es auch keine Indentifikation mit einem Betrieb mehr, es ist nur ein Kapital das abgeschoepft werden muss, deshalb sollte auch mal uber eine hoehere Besteuerung der Aktiengewinne nachgedacht werden.

Siehe oben, wer soll denn unternehmerische Risiken eingehen, wenn´s keine anständige Renditeerwartung gibt?

Der wichtigste Faktor, der Mittelstand wird immer noch finanziell benachteiligt, das ist das allergroesste Uebel, denn der Mittelstand ist meiner Meinung nach, der wichtigste Faktor um den Bestand eines Staates zu sichern, hier werden Arbeistplaetze geschaffen und das Kapital nicht ins Ausland geschafft,der Mittelstand investiert vor Ort, aber soweit koennen unser Politiker wahrscheinlich nicht denken.

Volle Zustimmung! Aber das ist ein Aspekt, der sich durch eine bewußte Wahlentscheidung beeinflussen läßt, da hier die SPD (Holtzmann läßt grüßen) und Union/FDP einen der wenigen deutlichen Unterscheidungspunkte bieten.

Bis dann, Tiguar

Kwuteg
20.05.2002, 05:37
An diesen Unterschied zwischen den "Volksparteien" glaube ich nicht, Tiguar. Vielleicht bin ich zu verbittert dazu.

Was Arbeit angeht, da habe ich mal einen erfrischenden Retro-Ansatz aus dem grünen Lager gehört, der eigentlich mit deren Energiepolitik einhergeht. Die Denkweise ist die, daß man im großen Stil Energie verteuert und im Gegenzug Arbeitskraft verbilligt. Das soll nach sich ziehen, daß weniger transportiert und weniger industriell fabriziert wird, was man auch im kleinen Rahmen mit etwas mehr Arbeitskraft herstellen könnte.
Schönes Beispiel ist der berühmte Erdbeerjoghurt, der durch die unglaublich langen Transportrouten der einzelnen Rohstoffe (quer durch Europa) zwar billig zu produzieren ist, dafür aber mit einem Minimum an Arbeitsplätzen und einem Maximum an Umweltverschmutzung. Würde man dieses Produkt (Erdbeerjoghurt) im kleineren Rahmen herstellen, sagen wir in einem mittelständischen bäuerlichen Betrieb, wo die meisten Rohstoffe lokal produziert werden, spart man sich schon die meisten Transportwege. Das so gesparte Geld könnte man in die Arbeitskraft investieren, die man für die lokale, nicht-industrielle Produktion benötigt. Um Konzepte wie dieses Interessant zu machen, kommen die Grünen überhaupt erst mit ihrer Energiepolitik daher. Daß es in der Praxis am Unwillen der Wirtschaft scheitert, ist klar.
Das meine ich vor allem zum Thema "Arbeit ist genug da". Ich finde, daß nicht genug Arbeit da ist, weil zu viele Produkte industriell hergestellt werden, die man eigentlich auch von Handwerkern und kleinen Selbständigen herstellen lassen könnte (denkt nur an Schuster und die Qualität ihrer Schuhe im Vergleich zu industriell gefertigter Dutzendware). Warum fertigt man solche Produkte überhaupt industriell? Weil es billiger ist und nur der Billigste gewinnt.
Das ist eins der strukturellen Probleme, die an unserem Arbeitsmangel schuld sind, wenn auch sicher nicht das einzige.

Wir schweifen hier ja mittlerweile ziemlich weit vom Thema ab, aber das geht meiner Ansicht nach in Ordnung, weil das Hauptthema ohnehin ziemlich ausgebrannt ist - außerdem kann Fairy mit seinem Thread eigentlich machen, was er will. Es ist euer Forum. :)

Tiguar
20.05.2002, 18:55
Original erstellt von Lord Kwuteg
An diesen Unterschied zwischen den "Volksparteien" glaube ich nicht, Tiguar. Vielleicht bin ich zu verbittert dazu.

Naja, Lord Kwuteg, mein Vertrauen in die Politik hält sich ja auch in engen Grenzen, wie schon wiederholt deutlich geworden sein sollte. Aber da ich ja eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera habe, werde ich die wählen, die nach meiner Auffassung die bessere Wirtschaftskonzeption haben, und das bedeutet für mich auch und vor allem die Förderung des Mittelstands. Förderung ggf. auch in dem Sinne, daß ihm nicht übermäßig viele Steine in den Weg gelegt werden, wie leider in den letzten Jahren verstärkt geschehen.

Warum ist die Wirtschaft für mich entscheidend? Weil nur dort das Geld verdient werden kann, das benötigt wird, um sämtliche hier und in anderen Threads diskutierten Probleme anzugehen.

Ich finde, daß nicht genug Arbeit da ist, weil zu viele Produkte industriell hergestellt werden, die man eigentlich auch von Handwerkern und kleinen Selbständigen herstellen lassen könnte (denkt nur an Schuster und die Qualität ihrer Schuhe im Vergleich zu industriell gefertigter Dutzendware). Warum fertigt man solche Produkte überhaupt industriell? Weil es billiger ist und nur der Billigste gewinnt.

Richtig, aber leider zu kurz gesprungen, mein Lord. Die Entscheidung, welcher Preis für welche Qualität angemessen erscheint, hat immer noch jeder einzelne Konsument, also Du, ich, alle anderen. Die Unternehmen - ob groß oder klein - stellen letztlich nur das her, was nachgefragt wird, oder gehen pleite. Den moralischen "schwarzen Peter" hat hier jeder selbst, obwohl es natürlich verlockend ist, die Schuld immer erst bei den Großunternehmen zu suchen! ;)

Wir schweifen hier ja mittlerweile ziemlich weit vom Thema ab, aber das geht meiner Ansicht nach in Ordnung, weil das Hauptthema ohnehin ziemlich ausgebrannt ist - außerdem kann Fairy mit seinem Thread eigentlich machen, was er will. Es ist euer Forum. :)

Ich find´s auch o.K., wie Du siehst! :D

Ciao, Tiguar

Fairy
20.05.2002, 21:53
hallo Mitposter ;) das wird mir ja nun langsam unheimlich hier, soviel Uebereinstimmung kann doch nicht gesund sein :)

Eigentlich hatte ich mir gewuenscht, etwas kontraerer mit Beamten ueber Ihren Leidensweg streiten zu koennen, aber... entweder gibts hier Keine (ausser Olly natuerlich) oder oh Wunder , wir haben Sie bekehrt und Sie gehen jetzt in sich (woran ich weniger glaube) ;) Das wir hier abschweifen, musste zwangslaeufig so kommen, Beamte ohne Politik geht ja auch nicht, deshalb dachte ich vielleicht den Traed zu aendern, Irgendwie so " Beamte & Politik in Deutschland" nur ne Idee, anedern kann den Tread ja e nur unser Cheffe hier :)

Etwas muss ich aber noch an @Tiguar loswerden und zwar, es gibt genug Arbeit. Tja, schon richtig, aber ich dachte da eher an einen Job, mit dem man seine Familie ernaehren kann. Natuerlich ist im Dienstleistungsbereich noch viel aufzuholen, aber diese Jobs liegen im Bereich ...Tueten einpacken bei Walmart, Schuhputzen und Koffertragen auf dem Bahnhof, das faellt alles bei mir in die Kategorie, Arbeit als Nebenverdienst, fuer Hausfrauen, die etwas mehr Taschengeld brauchen, oder aber Rentner denen es daheim zu langweilig ist. Mit derart Jobs, kann man keine Familie ernaehren und Kinder erziehen, sicher, man koennte sagen, doch, wenn man mehrere Jobs nimmt, aber da sehe ich ein Problem, denn wenn man das macht, dann kommt etwas wichtiges zu kurz, die Familie, das ist nicht im Sinne des Erfinders. Meiner meinung nach muss ein Umdenken stattfinden, bei den Arbeitnehmern, wie den Arbeitgebern, es muss wieder Verantwortung uebernommen werden, auch Deutschland gegenueber, es kann nicht weiter der Profit regieren. Es muss immer Leute geben, die Waren auch kaufen koennen, lassen Sie das Volk ausbluten, wird es niemanden mehr geben, der Ihre Produkte abnimmt, das sollte auch nicht im Sinne der Aktionaere sein. Das die Menschen sich schon wehren sieht man doch allein an den 20% Umsatzeinbussen im Einzelhandel, aber was passiert, nichts, die Unternehmen lernen nicht daraus und glauben, der Markt wirds schon richten, aber daran glaube ich nicht, Sie werden es spueren, wir natuerlich auch, weil dann wieder Betriebe pleite gehen, das Uebel an der Sache obendrein, das auch noch an Pleiten verdient wird. Deshalb sage ich, Aktiengewinne duerfen nicht lukrativer als Firmengewinnen sein, es geht nur mit einem politischem/unternehmerischen Umdenken... sonst sehe ich sehr schwarz.

MfG Fairy

Zimtziege
22.05.2002, 16:36
@Fairy
hallo, schnell mal ein Gruß zwischendurch....
je näher man bei Gesprächen an die Idealvorstellungne, Wünsche oder auch Visionen der Menschen herankommt, desto größer wird häufig der gemeinsame Nenner. Das scheint sowas wie ein Naturgesetz zu sein. So, als ob alle tief innen ganz unschuldige Wünsche nach einer idealen Gesellschaft hätten. Warum auch nicht? Armut, Existenzangst, Not, Arbeitslosigkeit,
mangelnde Bildung und Ausbildung - sind doch alles hausgemachte Erscheinungen, oder?
Tschüß.
Zimtziege

Fairy
22.05.2002, 18:55
Original erstellt von Zimtziege
je näher man bei Gesprächen an die Idealvorstellungne, Wünsche oder auch Visionen der Menschen herankommt, desto größer wird häufig der gemeinsame Nenner.

Hallo @Zimtziege, ja hast recht, aber leider haben die Politiker wohl eher eine andere Ideal und Wertevorstellung als unsereiner..

Dir auch nen schoenen Gruss, Fairy

Kwuteg
23.05.2002, 01:51
Original erstellt von Zimtziege
So, als ob alle tief innen ganz unschuldige Wünsche nach einer idealen Gesellschaft hätten.

Gut beobachtet. :)

Was meinst du, warum ich Anarchist bin? ;)

Fairy
24.05.2002, 06:24
mal etwas, was nicht mit Beamten, aber mit Beamtenmentalitaet zu tun hat, naemlich Pfruende sichern, allles auf Kosten der Allgemeinheit......
_________________________

100.000 Sachsen sind gegen Online-Apotheken

Dresden (ddp) – Die vor einem Monat gestartete Aktion für den Erhalt von Apotheken stößt im Freistaat auf reges Interesse. Bislang stimmten 110.000 Sachsen mit ihrer Unterschrift für ein engmaschiges Apotheken-Netz.

Die deutschlandweite "Initiative Pro Apotheke" richtet sich unter anderem gegen Pläne der Bundesregierung, den Versandhandel mit Medikamenten via Internet zu liberalisieren. Sollte dieser Schritt vollzogen werden, befürchten die Apotheken einen Arbeitsplatzabbau.

Hans Knoll, Präsident der sächsischen Landesapothekerkammer, sagte "Unter den Nebenwirkungen dieser Entwicklung hätten die Patienten zu leiden". Seinen Angaben zufolge sind derzeit 4.600 pharmazeutische Mitarbeiter in 939 sächsischen Apotheken beschäftigt.
__________________________

Um den Apothekern Ihre Apothekerpreise zu sichern ist denen kein Mittel zu schade. Da wird die Regierung erpresst, mit Aussagen " Entlassungen befuerchtet " und " Nachteile fuer den Kunden ", das bekloppteste dabei ist, das die Leute aus Sachsen sowas noch unterstuetzen, das tut nur noch weh. Stoiberbayern war natuerlich das erste Bundesland, das den Internethandel mit Medikamenten verboten hat, das scheint auch auf Sachsen abgefaerbt zu haben, die beiden Bundeslaender liegen ja auch dicht zusammen.
Es scheint auch Niemanden zu Interessieren, das die Apotheken, sich dumm und dusselig verdienen und das Konkurrenz, grad bei Apothekern dringend benoetigt wird. Nachweislich ist der Internethandel eine positive Belebung des Marktes und bringt nur Vorteile fuer den Verbraucher, aber das kapiert von den Sachsen/Bayern wohl keiner, lieber fuellen Sie den Apothekern ihre Taschen.
Ich vermute mal, das wiederum der Teufel " Computer/Internet " und die Unkenntnis der Eingeborenen Sachsens/Bayerns herhalten muss, um sich auf Kosten der Buerger zu bereichern.

In einem Bericht der Sendung Wiso, weiss nicht mehr genau wann das war, wurde berichtet, das die Apotheken, eine Gewinnmarge von, um die 500% haben....klar das Sie Konkurrenz fuerchten. Wieder mal...gute Nacht Deutschland..


MfG Fairy

Fairy
24.05.2002, 06:32
Hier nochmal ein link, zur letzten Panoramasendung, interessantes, aufschlussreiches Video (Real Player wird benoetigt) wie sich zB. die Aerzte auf Kosten der Menschen bereichern und nach Enttarnung und Verurteilung, trotzdem ohne Probleme weitermachen koennen.

http://www.ndrtv.de/panorama/20020523/zahnarzt.html

Fairy

Fairy
27.05.2002, 08:48
Gestern hab ich durch Zufall einen Bericht im TV gesehen, da staeubten sich mir die Haare. Also....

Eine Frau verspuerte auf einmal Schmerzen im rechten Arm, konnte nichts mehr festhalten, Sie ging zum Arzt, Diagnose..Bandscheibenvorfall im Nackenwirbelbereich. Jetzt kommts...Behandlung konventionell, Operation, Liegezeit im Krankenhaus 10 Tage, danach 3 Wochen Reha Kur, 3 Wochen Arbeitsunfaehig, Operation erhebliches Risiko, Kosten 35 500 €.

Da Sie aber Angst vor der nicht unerheblichen Operation bekam, schaute Sie sich nach Alternativen um, die fand Sie auch und zwar eine Klinik von Aerzten, die nicht kassenaertzlich zugelassen sind. Die Operation wurde wie folgt gemacht, oetliche Betaeubung, eine Kanuele wurde durch den Hals zu der erkrankten Stelle geschoben, das erkrankte Gewebe wurde entfernt. Die Patientin konnte danach sofort nach Haus, Nachsorge 14 Tage, das wars, Kosten 3000 €.

Jetzt der Hammer, die Kosten fuer die 32 500 € billigere Operation wurden von der Krankenkasse nicht uebernommen, da, die Aerzte aus besagtem Klinikum nich kassenaerztlich eingetragen waren. Die Frau muss die Kosten selber tragen, obwohl Sie verantwortungsvoll, den Kassen und ihrem Arbeitgeber, eine riesige Summe gespart hatte. Da fasst man sich doch an den Kopf, aber das ist die deutsche Buerokratie, unbeweglich, von Vorschriften eingeengt, ein stures Konzept wird durchgezogen, ohne wenn und aber, auch wenn es sinnlos und dumm ist. Gute Nacht, Deutschland.

Fairy

Kwuteg
28.05.2002, 04:54
Ich will jetzt nicht den Advocatus Diaboli spielen, aber es muß doch irgend einen Grund geben, warum diese Ärzte nicht kassenärztlich eingetragen sind - oder?
Ich glaube, das ist vor allem ein Beispiel für die Langsamkeit und Schwerfälligkeit der Bürokratie. Früher oder später wird jemand auf die Idee kommen, daß hier sinnvoll Geld zu sparen ist, aber wie viele Jahre bis dahin ins Land gehen mögen... na ja.

Fairy
05.07.2002, 18:29
Da ja nun bald Bundestagswahlen sind, will ich diesen Tread mal ein bischen entfremden.
Es wuerde mich mal interessieren, wie Eure Meinung zu diesem Bericht ist....

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitraege.phtml?id=427

Wohin geht unsere Republik ? welche Alternative zu den etablierten Parteien gibts es denn noch ? Sieht die Zukunft fuer uns duester aus ? Muessen wir nicht reagieren, aber wie ?

MfG Fairy

Rayn
05.07.2002, 18:47
*fordert schon seit seiner Geburt japanisches Schulsystem :D *

Hey, meine Lehrer sind AUSNAHMSLOS in Ordnung, die wollen uns auch was beibringen. Also gegen die Georg Simon Ohm Schule kannst Du nichts sagen :daumen :freak

Fairy
05.07.2002, 18:53
Original erstellt von Rayn
*fordert schon seit seiner Geburt japanisches Schulsystem :D *

Sehr gut, dann sind wir schon 2 ;)

Hey, meine Lehrer sind AUSNAHMSLOS in Ordnung, die wollen uns auch was beibringen.

Sicher doch, aber ich dachte eher an was Sinnvolles, was man auch im Leben gebrauchen kann ;)

MfG Fairy

-=|Daywalker|=-
05.07.2002, 19:24
Nichts gegen Lehrer! :lol

Auch mind. 50% unserer Lehrer wollen uns was beibringen! :rolleyes

Und wenn man uns was beibringt, was wir im Leben nie brauchen (Bestes Beispiel: Musikunterricht), dann ist daran das Kultusministerium schuld und nicht die Lehrer! Lehrpläne müssen reformiert werden!

Btw: Das Friedrich von Alberti Gymnasium (http://www.fvag.hn.bw.schule.de/) ist auch ok, bis auf die Lehrpläne halt :evillol

( Coole Billig-Homepage, oder? Ich habe sie NICHT erstellt, sonst wär sie besser ;) )

mfg,
wauwau

P.S.: Schule wurde übrigens ausgebaut, Foyer größer und die beiden Flügel länger!

Fairy
03.10.2002, 11:27
Gestern kam auf Bayern3, die Sendung "Hart aber Fair" hmmm...hat nichts mit Stoiber zu tun ;)

In dieser TV Sendung ging es um unser Gesundheitssystem....aber was so nebenbei rauskam, war der Hammer....ich versuch das mal zusammenzubekommen.

Also ein Arzt mach bei einem NORMALEN Patienten eine Rückenuntersuchung, die kostet ca. 100 euro, soweit so gut, der normale Patient nennt sich im normalen Sprachgebrauch der Kasse/Aerzte 1.0A....so nun kommts....dieselbe Untersuchung, kostet bei einem NORMALEN(was auch immer das sein soll) Beamten, schonmal das Doppelte, nämlich 229 euro, der Beamtenpatient ist aber auch schon Klasse 1B, jetzt der Oberhammer...dieselbe Untersuchung wieder, bei einem Bahnbeamten kostet......naaa....genau..nochmal fast das doppelte, der ist nämlich ein Klasse 2.2B Patient...und zwar 387 euro....

Darüber nachzudenken, überlasse ich jetzt Euch, ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln und wundere mich über den negativen Staatshaushalt nicht mehr....

MfG Fairy

Simon
03.10.2002, 11:46
Original erstellt von wauwau
Und wenn man uns was beibringt, was wir im Leben nie brauchen (Bestes Beispiel: Musikunterricht), dann ist daran das Kultusministerium schuld und nicht die Lehrer! Lehrpläne müssen reformiert werden!


Wem sagst du das. ;)

Also ein Arzt mach bei einem NORMALEN Patienten eine Rückenuntersuchung, die kostet ca. 100 euro, soweit so gut, der normale Patient nennt sich im normalen Sprachgebrauch der Kasse/Aerzte 1.0A....so nun kommts....dieselbe Untersuchung, kostet bei einem NORMALEN(was auch immer das sein soll) Beamten, schonmal das Doppelte, nämlich 229 euro, der Beamtenpatient ist aber auch schon Klasse 1B, jetzt der Oberhammer...dieselbe Untersuchung wieder, bei einem Bahnbeamten kostet......naaa....genau..nochmal fast das doppelte, der ist nämlich ein Klasse 2.2B Patient...und zwar 387 euro....

Nen großen Kommentar möchte ich dazu eigentlich nicht abgeben.
Ich finds einfach nur zum: :heul :heul :heul und :grr :grr :grr

Aber aktuell war ja auch mal wieder das Thema Steuerverschwendung. Es gibt ja mal wieder ein neues Schwarzes Buch.
Ganze 30 Milliarden Euro Steuergelder wurden im letzten Jahr verschwendet.
Damit hätte man wohl "locker" die Folgen der Flutkatastrophe finanzieren können. :rolleyes
Dieses Buch darf man nur in einer Gummizelle lesen. :evillol

mfg Tweaki4k

Fairy
03.10.2002, 12:34
Original erstellt von Tweaki4k
Aber aktuell war ja auch mal wieder das Thema Steuerverschwendung. Es gibt ja mal wieder ein neues Schwarzes Buch.

Tja, wie jedes Jahr, aber das Papier und die Arbeit könnten die sich sparen, umgesetzt wurde, meines Wissens nach, davon nichts...noch nie...

MfG Fairy

Tiguar
03.10.2002, 13:18
Apropos Schwarzbuch: Habt Ihr die Story mit dem Parkhaus in Itzehoe im Fernsehen mitgekriegt? Kam die letzten Tage regelmäßig auf allen Sendern. Der Brüller schlechthin ...

CU, Tiguar

Fairy
03.10.2002, 13:23
Original erstellt von Tiguar
Apropos Schwarzbuch: Habt Ihr die Story mit dem Parkhaus in Itzehoe im Fernsehen mitgekriegt? Kam die letzten Tage regelmäßig auf allen Sendern. Der Brüller schlechthin ...


Nee leider nicht mitbekommen, kannste das hier mal posten ?

MfG Fairy

Tiguar
03.10.2002, 13:32
Kein Problem, bin aber heute schreibfaul ;), daher gibt´s das als Link (http://www.steuerzahler.de/schwarzbuch02/pdf/sh/008_Itzehoe.pdf). Könnte es aber selbst nicht besser schreiben! (Quelle: Bund der Steuerzahler (http://www.steuerzahler.de/))

Ciao, Tiguar

Nachtrag: Hier (http://www.steuerzahler.de/schwarzbuch02/pdf/nw/004_Ennigerloh.pdf) noch mein persönlicher Favorit, da nur knapp 20 km entfernt.

Fairy
03.10.2002, 13:47
so, gelesen.....es ist nicht mehr realisierbar, was die verbrechen, kann es denn sowas geben...:grr

Wozu bitte brauch man solche Idioten....aber was ist wieder die Konsequenz daraus.....? keine, alles bleibt wie es ist.....das Geld der Steuerzahler, also unser Geld wird weiterhin aus dem Fenster geschmissen...
normalerweise müssten ALLE, an dem Itzehoher Projekt Beteiligten aus dem Staatsdienst ohne Entschädigung entlassen werden und obendrein noch Schadenersatz leisten....aber eine Krähe hackt der Anderen ja kein Auge aus, ist ja bekannt..man kann nur noch verzweifeln, ob dieser Beamten...

MfG Fairy

Simon
03.10.2002, 13:59
Original erstellt von Tiguar
Apropos Schwarzbuch: Habt Ihr die Story mit dem Parkhaus in Itzehoe im Fernsehen mitgekriegt? Kam die letzten Tage regelmäßig auf allen Sendern. Der Brüller schlechthin ...

CU, Tiguar

Da gibt es noch ne ähnliche Story. :)
Es wird ein Parkhaus mit rund 160 Plätzen gebaut obwohl direkt daneben ein Parkplatz mit 420 kostenlosen Parkplätzen zur Verfügung steht.
Natürlich parkt da keiner in dem neuen Parkhaus.
Kosten für die Steuerzahler ebenfalls : 760.000 Euro
Ein für mich extrem schlechter Witz.
Das Dumme ist ja man kann den Verursachern rechtlich sogut wie nicht beikommen.
Was bleibt sind die Tränen über jedes verschwendete Cent, dass man ebenso gut in der eigenen Tasche haben könnte.

mfg Tweaki4k

P.S. In ihren "Sparpaketen" spart die Regierung an jedem Sche**. Nur nicht an Beamten. :evillol

n0com
06.10.2002, 16:30
Original erstellt von Fairy
[... snip ...]
Also ein Arzt mach bei einem NORMALEN Patienten eine Rückenuntersuchung, die kostet ca. 100 euro, soweit so gut, der normale Patient nennt sich im normalen Sprachgebrauch der Kasse/Aerzte 1.0A....so nun kommts....dieselbe Untersuchung, kostet bei einem NORMALEN(was auch immer das sein soll) Beamten, schonmal das Doppelte, nämlich 229 euro, der Beamtenpatient ist aber auch schon Klasse 1B, jetzt der Oberhammer...dieselbe Untersuchung wieder, bei einem Bahnbeamten kostet......naaa....genau..nochmal fast das doppelte, der ist nämlich ein Klasse 2.2B Patient...und zwar 387 euro....
Aber bedenke eins: teile diesen Betrag durch zwei, denn der Beamte versichert sich selbst, und zwar von dem Geld das er Netto ausgezahl bekommt.
Darüber nachzudenken, überlasse ich jetzt Euch, ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln und wundere mich über den negativen Staatshaushalt nicht mehr....

Blabla ... nehmen wir mal Niedersachsen. Ein Beamter bekommt eine Rechnung in Höhe von 100€. Er muss diese jetzt bei seiner PKV und seiner Beihilfestelle einreichen, und den Betrag vorschiessen.

PKV zahlt volle 50€ - Beihilfe zahlt nichts, weil der Sockebetrag von 100€/Jahr nicht erreicht ist ..

Weiter kostet ein Beamter, der nicht zum Arzt geht, dem Staat kein Geld für Krankenversicherung. Ein abhängig Beschäftigter kostet seinen Arbeitgeber (privat oder öffentlich) auch Geld für Krankenversicherung, auch wenn er nicht zum Arzt geht.

Ich bin Beamter und wäre sehr gerne, wie ein Angesteller, in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dann müsste ich nicht mehr abrechnen sondern könnte mit Karte zahlen.

Ach noch etwas, glaubst Du wirklich wir wären noch Privatpatienten, wenn es nicht günstiger (für den Staat) wäre?

Fairy
06.10.2002, 16:48
Original erstellt von n0com
Aber bedenke eins: teile diesen Betrag durch zwei, denn der Beamte versichert sich selbst, und zwar von dem Geld das er Netto ausgezahl bekommt.

Das stimmt so nicht, denn das Geld schiesst Er nur vor und bekommt Es wieder, aber auch das wird kaum gemacht, sondern der Arzt rechnet gleich mit der Kasse ab...


[Blabla ... nehmen wir mal Niedersachsen. Ein Beamter bekommt eine Rechnung in Höhe von 100€. Er muss diese jetzt bei seiner PKV und seiner Beihilfestelle einreichen, und den Betrag vorschiessen..

Richtig, aber er bezahlt letzendlich nichts....

[PKV zahlt volle 50€ - Beihilfe zahlt nichts, weil der Sockebetrag von 100€/Jahr nicht erreicht ist ...

Dann informiere Dich mal, was ein normaler Arbeitnehmer zahlt, zusätzlich zu seiner gesetzlichen Krankenkasse...

Weiter kostet ein Beamter, der nicht zum Arzt geht, dem Staat kein Geld für Krankenversicherung. Ein abhängig Beschäftigter kostet seinen Arbeitgeber (privat oder öffentlich) auch Geld für Krankenversicherung, auch wenn er nicht zum Arzt geht....

Der Beamte kostet den Staat, jeden Tag Geld, ob er nun krank ist oder nicht. Der Arbeitnehmer zahlt Krankenkassenbeitraege auch wenn er niemals Krank ist, das nennt man Solidargemeinschaft, mit der Beamte ja nichts am Hut haben wollen.

Ich bin Beamter und wäre sehr gerne, wie ein Angesteller, in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dann müsste ich nicht mehr abrechnen sondern könnte mit Karte zahlen.

Das kannst Du doch ganz leicht ändern,wenn es so schlimm ist, verzichte auf deinen Beamtenstatus und arbeite als Angestellter.

Ach noch etwas, glaubst Du wirklich wir wären noch Privatpatienten, wenn es nicht günstiger (für den Staat) wäre?

Das eine hat mit dem anderem nichts zu tun, glaubst Du, das Beamte sich selbst ins Bein schiessen, noch regieren uns Beamte und alles was Sie gegen das meist uneffektive und teure Beamtentum unternehmen, trifft auch Sie selbst, das da keiner was dran ändern will, ist doch wohl klar, oder...

MfG Fairy

ps. ich hoffe, Du hast den gesammten Thread gelesen, dann weisst Du, welche Beamten hier gemeint sind...

n0com
06.10.2002, 18:16
Original erstellt von Fairy
Das stimmt so nicht, denn das Geld schiesst Er nur vor und bekommt Es wieder, aber auch das wird kaum gemacht, sondern der Arzt rechnet gleich mit der Kasse ab...Upsi, da habe ich in den letzten Jahren wohl etwas falsch gemacht. Ich weiss nicht woher Du diese Weisheiten hast, denn mir ist bis jetzt nicht ein Arzt untergekommen der das macht. Die wollen ihr Geld immer noch von mir haben.
Dann informiere Dich mal, was ein normaler Arbeitnehmer zahlt, zusätzlich zu seiner gesetzlichen Krankenkasse...
Dann sag Du mir bitte, wie ein Beamter dasteht, der aus seinem Dienst ausscheidet, und zwar nicht durch Pensionierung: Er kann von Sozialhilfe leben, weil nichts in die Sozialversicherung eingezahlt wurde.

Der Beamte kostet den Staat, jeden Tag Geld, ob er nun krank ist oder nicht. Der Arbeitnehmer zahlt Krankenkassenbeitraege auch wenn er niemals Krank ist, das nennt man Solidargemeinschaft, mit der Beamte ja nichts am Hut haben wollen.
Oh, und was ist mit den 40 Stunden die ich in der Woche meine Arbeitszeit zur Verfügung stelle? Ist das kein Gegenwert für mein Geld?
Das kannst Du doch ganz leicht ändern,wenn es so schlimm ist, verzichte auf deinen Beamtenstatus und arbeite als Angestellter.
Oh ja, und werde natürlich als Angestellter angestellt.
[..snip..]
ps. ich hoffe, Du hast den gesammten Thread gelesen, dann weisst Du, welche Beamten hier gemeint sind...
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und habe 7 von 9 Seiten durchgelesen, aber habe summa summarum nur gelesen, dass Du einen ziemlich dicken Hals auf alles hast, was beamtet ist.

Wo ich zustimme ist die Sache, dass der Staat sich aus allem zurückzieht, was nicht seine eigentliche Aufgabe ist, und den Rest in private Hände gibt. Als da wären Kindergärten, Wasserversorgung, Stadtwerke (sofern noch nicht privatisiert), öffentlicher Nahverkehr (sofern noch nicht privatisiert), sämtliche beratende Tätigkeit, staatliches Baumanagement, Pflege der öffentlichen Grünanlagen (und natürlich deren Verkauf), Subventionen, und und und .. und dann natürlich runter mit den Steuern.

Fairy
06.10.2002, 18:49
Original erstellt von n0com
Upsi, da habe ich in den letzten Jahren wohl etwas falsch gemacht. Ich weiss nicht woher Du diese Weisheiten hast, denn mir ist bis jetzt nicht ein Arzt untergekommen der das macht. Die wollen ihr Geld immer noch von mir haben.

Wir hatten in einem Bahnbetrieb zu tun, kamen dadurch mit Beamten in persönlichen Kontakt, wobei natürlich auch diese Sachen angesprochen wurden.

Dann sag Du mir bitte, wie ein Beamter dasteht, der aus seinem Dienst ausscheidet, und zwar nicht durch Pensionierung: Er kann von Sozialhilfe leben, weil nichts in die Sozialversicherung eingezahlt wurde..

Ich habe noch nie von einem Beamten gehört, der zum Sozialamt musste. Vorzeitig ausscheiden ohne Ansprüche,geht auch nur, bei besonders schweren Verfehlungen, soweit meine Information, ansonsten ist ein Beamter bei vorzeitigem Ruhestand bestens abgesichert.


Oh, und was ist mit den 40 Stunden die ich in der Woche meine Arbeitszeit zur Verfügung stelle? Ist das kein Gegenwert für mein Geld?

Arbeiten nur Beamte ? Natürlich ist das ein Gegenwert, nur der Gegenwert muss angemessen sein, was leider eben nicht immer bei Beamten der Fall ist, womit ich taetige Beamte selbstverstaendlich ausschliesse, der Begriff wurde schon erklärt..

Oh ja, und werde natürlich als Angestellter angestellt.
[..snip..]

Das war ironisch gemeint, weil ich dachte, das Du es auch Ironisch gemeint hast, denn ich kenne keinen Beamten, der freiwillig auf seine Privilegien verzichtet hat...

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und habe 7 von 9 Seiten durchgelesen, aber habe summa summarum nur gelesen, dass Du einen ziemlich dicken Hals auf alles hast, was beamtet ist.

Find ich gut, das Du teilweise gelesen hast, ich habe auch versucht, Beamte zu unterteilen, zB. sitzende Beamte oder taetige Beamte, eine Pauschalverurteilung will ich auf keinen Fall..

Wo ich zustimme ist die Sache, dass der Staat sich aus allem zurückzieht, was nicht seine eigentliche Aufgabe ist, und den Rest in private Hände gibt.

Dann sind wir uns wenigstens in ein paar Dingen einig...versteh mich nicht falsch, aber das Beamtentum ist, meiner Meinung nach überholt, uneffektiv und zu teuer, das Leistungsprinzip und die Solidargemeinschaft muss für ALLE gelten...

MfG Fairy

n0com
06.10.2002, 22:24
Original erstellt von Fairy
Ich habe noch nie von einem Beamten gehört, der zum Sozialamt musste. Vorzeitig ausscheiden ohne Ansprüche,geht auch nur, bei besonders schweren Verfehlungen, soweit meine Information, ansonsten ist ein Beamter bei vorzeitigem Ruhestand bestens abgesichert.
Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Dienst geht sehr wohl ohne Verfehlungen, man kann sich entlassen lassen. Darauf kann ich Dir Brief und Siegel geben, denn jemand den ich sehr gut kenne hat genau dieses gemacht.
Arbeiten nur Beamte ? Natürlich ist das ein Gegenwert, nur der Gegenwert muss angemessen sein, was leider eben nicht immer bei Beamten der Fall ist, womit ich taetige Beamte selbstverstaendlich ausschliesse, der Begriff wurde schon erklärt..
Ich administriere in meinem Job ein WAN mit 28 NT-Servern, 22 RS6000 und ca. 1100 PCs. Für meine Bezahlung wirst Du draussen kaum einen Angestellten finden, der sich nicht lachend abwendet. Und ich arbeite in der Regel auch etwas mehr als 40 Stunden die Woche, kann diese aber nur abbauen, sofern sie nicht verfallen. Daher reagiere ich immer etwas giftig, wenn ich diese dummen Verallgemeinerungen über Beamte höre. In einem Grossteil der Fälle sind diese Beamten jedoch Angestellte, denn soviele hats von uns gar nicht.

Das war ironisch gemeint, weil ich dachte, das Du es auch Ironisch gemeint hast, denn ich kenne keinen Beamten, der freiwillig auf seine Privilegien verzichtet hat...
Ich schon .. und das Streikverbot (alleine Aussagen wie "ich erkläre mich mit den Streikenden solidarisch" sind unzulässig), die Doppelbestrafung (Wenn ein Beamter strafrechtlich verurteilt wird, folgt fast in allen Fälle noch ein disziplinarrechtliches Verfahren), das politsche Mässigungsgebot, und und und sind IMO keine Privilegien.
Find ich gut, das Du teilweise gelesen hast, ich habe auch versucht, Beamte zu unterteilen, zB. sitzende Beamte oder taetige Beamte, eine Pauschalverurteilung will ich auf keinen Fall..
Und wie ist das in der normalen Verwaltung, wo es mehr Angestellte hat als Beamte? Sind da die Beamten hopp und die Angestellten top?
Dann sind wir uns wenigstens in ein paar Dingen einig...versteh mich nicht falsch, aber das Beamtentum ist, meiner Meinung nach überholt, uneffektiv und zu teuer, das Leistungsprinzip und die Solidargemeinschaft muss für ALLE gelten...

Ich meine, aber auch wenn Privatisierung, dann richtig. Mit allen Folgen für den Verbraucher: Steigende Preise da keine subventionierte Grundversorgung, überflüssiges Personal wird nicht versucht sinnvoll in anderen Bereichen der Verwaltung unterzubringen, sondern dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt, Schliessung öffentlicher Einrichtungen, da sie unrentabel sind.

olly3052
07.10.2002, 02:08
Huuchh,
ich habe einen Mitstreiter in der community, you are wellcome....

Gruß

Olly 3052

n0com
07.10.2002, 08:31
Original erstellt von olly3052
ich habe einen Mitstreiter in der community, you are wellcome....Falls das mir galt, dann aber nicht in allen Bereichen.:D

Fairy
07.10.2002, 11:20
Original erstellt von olly3052
Huuchh,
ich habe einen Mitstreiter in der community, you are wellcome....


moin @Olly, ...siehste, niemand ist allein und Beamte schonmal garnicht, nur outet sich kaum einer, warum wohl :evillol

Greetz Fairy

olly3052
07.10.2002, 14:39
Schade eigentlich;)


@n0com,
das würde ja auch an ein Wunder grenzen:) und bezog sich natürlich nur auf diesen Thread!

Gruß

Olly 3052

n0com
07.10.2002, 17:46
Original erstellt von Fairy
moin @Olly, ...siehste, niemand ist allein und Beamte schonmal garnicht, nur outet sich kaum einer, warum wohl :evillol
Vielleicht weil es eh keinen interessiert, ob jemand Angestellter, Arbeiter oder eben Beamter ist. Warum sollte man es daher in die Welt herausschreien?

Fairy
07.10.2002, 20:02
Original erstellt von n0com
Vielleicht weil es eh keinen interessiert, ob jemand Angestellter, Arbeiter oder eben Beamter ist.

Im Prinzip nicht, stimmt...aber wenn es um spezielle Themen geht, hilft es schon viel, wenn man weiss, das der Gesprächspartner, ein Insider ist...aber sonst ist es egal, schon richtig...

MfG Fairy

n0com
07.10.2002, 21:28
Original erstellt von Fairy
Im Prinzip nicht, stimmt...aber wenn es um spezielle Themen geht, hilft es schon viel, wenn man weiss, das der Gesprächspartner, ein Insider ist...aber sonst ist es egal, schon richtig...
Hmm .. mir persönlich fällt nichts ein, wo es wichtig wäre dass jemand weiss dass ich Beamter bin. Ich habe mehr davon wenn ich weiss, ob mein Gegenüber sich mit Netzwerkadministration auskennt.

Fairy
07.10.2002, 21:48
Original erstellt von n0com
Hmm .. mir persönlich fällt nichts ein, wo es wichtig wäre dass jemand weiss dass ich Beamter bin. Ich habe mehr davon wenn ich weiss, ob mein Gegenüber sich mit Netzwerkadministration auskennt.

Durchaus richtig, aber das wäre in einem Thread wichtig, wo es um Netzwerke geht, hier geht es um Beamte...und deren Nutzen für die Gesellschaft...und jetzt lass uns bitte wieder zum Thema kommen, bisher lief das nämlich sehr Themenbezogen ab...

MfG Fairy

ps.ich will hier keinen Kleinkrieg gegen Beamte, es muss doch aber erlaubt sein, berechtigte Kritik an den bestehenden Beamtenstrukturen zu äussern, das nicht Alle damit gemeint sind, wurde hier auch schon deutlich hier betont..

olly3052
08.10.2002, 21:18
@nOcom,
Vielleicht weil es eh keinen interessiert, ob jemand Angestellter, Arbeiter oder eben Beamter ist. Warum sollte man es daher in die Welt herausschreien?

Erstens liegt mir schreien völlig fern.
Zweitens habe ich mich durch den Thread angesprochen gefühlt und habe für meine Person den Aussagen widersprochen!
Deshalb ist in diesem Thread wohl klar, daß sich ein Beamter in diesem als solcher, alleine durch seine Aussagen zu erkennen gibt.
Wo ist das Problem?

So und jetzt weiter im Text...
Ich halt mich für nützlich:D :D

Gruß

Olly 3052

Fairy
08.10.2002, 21:30
Original erstellt von olly3052
Ich halt mich für nützlich:D :D


Dem stimme ich voll und ganz zu, als Person bist Du überaus nützlich....und eine Bereicherung der Volksgemeinschaft ;)

Gottseidank geht es hier nicht um Personen, naja, muss ich Dir ja nicht sagen, da wir Beide den Thread schon länger quälen ;)

MfG Fairy

Fairy
12.10.2002, 11:18
Da ich aus Braunschweig komme, kann ich Euch diesen Artikel nicht vorenthalten...

Braunschweiger Zeitung vom 12.10.2002

"Dieb des Schummi-Helms verurteilt"

Die Verehrung für sein grosses Idol Michael Schuhmacher hat einen 53-Jährigen nun eine einjährige Haftstrafe, die für 5 Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden ist, eingebracht.
Der Mann hatte am 7. Februar dieses Jahres aus den Braunschweiger Schuberth-Werken einen Helm des Formel-1-Rennfahrers gestohlen..Durch Vermittlung des Braunschweiger Dekans H. Kühner von St. Andreas, gab der Fan den Helm 2 Tage später- wenn auch anonym- wieder zurück.Ermittelt wurde der Mann durch eine sehr genaue Phantomskizze, die Dank des präzisen Erinnerungsvermögens einen Schuberth-Mitarbeiters angefertigt werden konnte. Polizeibeamte nahmen den mutmaßlichen Dieb in Lingen (Kreis Emsland) fest.
Das Verfahren gegen den Schummi Fan ist rechtskräftig ohne mündliche Verhandlung vom Amtsgericht Braunschweig abgeschlossen worden, teilte gestern ein Gerichtssprecher mit.Zusätzlich zur Bewährungsstrafe muss der Helmdieb 2000 Euro an einen gemeinnützigen Jugendverein bezahlen, so wie eine begonnene psychatrische Behandlung(narzisstische Persönlichkeitsstruktur) , die er freiwillig begonnen hatte, fortsetzen.
Der verdacht der Industriespionage erwies sich als unbegründet.Der Mann beteuerte, nur aus verehrung für Michael Schuhmacher gehandel zu haben.

Ich war mir nicht im klaren, ob der Artikel nicht besser ins Funstuff gehört.
Ist das die Deutsche Rechtsprechung ? Kinderschänder, Vergewaltiger, Schläger bekommen weniger als dieser, obendrein noch psychisch kranke Mensch, für mich unfassbar.
Was har er den gross getan, natürlich klaut man nicht...aber wen hat Er den gross geschädigt, ausser vielleicht den Multi Millionär Schuhmacher, der sowas aber wahrscheinlich garnicht wahrnimmt.
Ich denke mal, hätte Er die Handtasche, mit den letzten paar Pfennigen einer Rentnerin gestohlen, dann wäre das Urteil wohl wesentlich milder geworden.

Mein Fazit: dieses Urteil passt 100% in die deutsche Politik, die Kleinen hängt man, die Grossen, wie Kohl und Konsorten lässt man laufen...eine Schande ist diese Urteil....das ist meine Meinung..

MfG Fairy

n0com
12.10.2002, 22:55
Off-Topic .. sehr geehrter Herr Strafrechtsexperte ..

Was hat das mit Beamten zu tun? Mach doch bitte demnächst für sowas einen neuen Thread auf.

Fairy
13.10.2002, 03:42
Original erstellt von n0com
Off-Topic .. sehr geehrter Herr Strafrechtsexperte ..

Was hat das mit Beamten zu tun? Mach doch bitte demnächst für sowas einen neuen Thread auf.

Dann schau Dir die Threadbeschreibung an, es geht hier nicht nur um Beamte...und wann ich einen neuen Thread öffne, überlass bitte mir..

MfG Fairy

n0com
13.10.2002, 09:05
Richter sind aber weder Exekutive(Beamte) noch Legislative (Politiker) .. aber da Du Dich hier sowieso nur über beim Staat beschäftigte aufregen willst ..

Ists egal ..

-=|Daywalker|=-
13.10.2002, 09:18
Original erstellt von n0com
Richter sind aber weder Exekutive(Beamte) noch Legislative (Politiker) ...snip...

...sondern Judikative ;)

Aber eigentlich gilt diese "Beschwerde" ja nicht den Juristen, sondern den Politikern, den die Richter verurteilen so, wie es das Gesetz / die Politiker wollen. Demnach müssen die Politiker was ändern...

...und damit stimmt's wieder, oder nicht? :rolleyes

mfg,
wauwau

Fairy
13.10.2002, 10:49
Original erstellt von n0com
Richter sind aber weder Exekutive(Beamte) noch Legislative (Politiker) .. aber da Du Dich hier sowieso nur über beim Staat beschäftigte aufregen willst ..

Ists egal ..

Tja mein Hauptanliegen ist schon, Beamte mit Tunnelblick und Kritikunfähigkeit, an den Pranger zu stellen, das hindert mich aber nicht daran, auch anderes Fehlverhalten, des Staates zu outen...gottseidank gibt es auch hier im Forum Beamte, die durchaus meiner Meinung sind, zumindest in den meisten Bereichen..leider scheint es bei Dir so zu sein, da Du scheinbar,zu oben genannten Beamtenkreis(Tunnelblick und Kritikunfähigkeit) gehörst.
Aber so ist das in Deutschland, eigentlich sollen Beamte, Diener des Staates sein, benehmen sich aber wie Herrscher. Um diesen Misstand abzuschaffen und Beamte wieder auf den Level eines normal arbeitenden Menschen zu bringen, allein dafür lohnt sich jeder Protest...wer sich die Schuhe anzieht und sich darüber aufregt, den werd ich wohl an der richtigen Stelle getroffen haben...

MfG Fairy

n0com
20.10.2002, 16:50
Original erstellt von Fairy
..leider scheint es bei Dir so zu sein, da Du scheinbar,zu oben genannten Beamtenkreis(Tunnelblick und Kritikunfähigkeit) gehörst.
Aber so ist das in Deutschland, eigentlich sollen Beamte, Diener des Staates sein, benehmen sich aber wie Herrscher. Um diesen Misstand abzuschaffen und Beamte wieder auf den Level eines normal arbeitenden Menschen zu bringen, allein dafür lohnt sich jeder Protest...wer sich die Schuhe anzieht und sich darüber aufregt, den werd ich wohl an der richtigen Stelle getroffen haben...
Danke für die Blumen. Bitte leg mir doch mal explizit Anzeichen für meinen Tunnelblick und mangelnde Kritikfähigkeit dar.

Ich wehre mich gegen die von Dir zu anfangs pauschalierte Verurteilung von Menschen. Du machst im späteren Verlauf des Threads zwar die eine oder andere Einschränkung, aber im grossen und ganzen bleibt das Deine Meinung, denn sonst würdest Du nicht das schreiben was da oben steht, denn das ist eine Pauschalierung.

Dass es im Staatsapparat an vielen Ecken hakt stell auch ich nicht in Frage, denn ist so. Nur ist es nunmal leichter mit dicken Negativschlagzeilen Stimmungen zu erzeugen, als das zu sehen was positiv läuft und keine Wellen schlägt. Denn es ist leichter sich über etwas zu ärgern als zu loben, wenn mal etwas schnell geht.

n0com

BTW: Fall es in dem Thread irgendwo stehen sollte bitte ich es zu entschuldigen, aber es interessiert mich schon als was Du Dein Geld verdienst.

Fairy
20.10.2002, 19:51
Original erstellt von n0com
Danke für die Blumen. Bitte leg mir doch mal explizit Anzeichen für meinen Tunnelblick und mangelnde Kritikfähigkeit dar.

Jetzt ist es schwer, da Du ja in deinem Post zugegeben hast, das es im Staatsaparrat nicht alles so läuft, wie es soll.Bisher hatte ich hier mit anwesenden Beamten immer eine konstruktive Diskussion geführt, worin mir auch bestätigt wurde, das ich mit meiner Meinung über das Beamten(un)wesen nicht so falsch liege.Vielleicht liege ich mit meiner Meinung bei Dir falsch, wenn ich Dir einen Tunnelblick und mangelnde Kritikfähigkeit unterstellte, aber durch deine Posts, die nichts anderes, als eine sich wiederholende Verteidigung, der Beamtenstruktur waren, drängt sich mir der Verdacht auf, das es so sein könnte.Nicht einmal bist Du darauf eingegangen, das es im Beamtenwesen an vielen Ecken stinkt, das ist nunmal Fakt, es ist kein, wie Du sagst, Angriff auf Menschen, sondern ein Angriff auf eine sinnlose und verhängnisvolle Struktur..aber vielleicht koennen wir noch zu einem sinnvollem Dialog kommen...


BTW: Fall es in dem Thread irgendwo stehen sollte bitte ich es zu entschuldigen, aber es interessiert mich schon als was Du Dein Geld verdienst.

Ich weiss nicht ob ich das erwähnt habe, aber Du sollst es gern erfahren.Ich bin Einrichter in einem Automobilwerk und arbeite dort im Dreischichtsystem, halt nix überirdisches :) ich hoffe, deine Neugier gestillt zu haben..

MfG Fairy

n0com
20.10.2002, 22:27
Original erstellt von Fairy Nicht einmal bist Du darauf eingegangen, das es im Beamtenwesen an vielen Ecken stinkt, das ist nunmal Fakt, es ist kein, wie Du sagst, Angriff auf Menschen, sondern ein Angriff auf eine sinnlose und verhängnisvolle Struktur..aber vielleicht koennen wir noch zu einem sinnvollem Dialog kommen...
Wozu soll ich darauf eingehen, wo ich weiss es doch selbst am besten wie es "drinnen" aussieht, und nicht wie manche es nur von Dritten oder aus den Medien "kennen". Soll ich Dir noch mehr erzählen? Ich denke nein, denn Du willst ja nur hören was, hakt oder falsch läuft.

Aber vielleicht solltest Du der öffentlichen Dienst mal Deine Dienste anbiete, da Du Dich augenscheinlich sehr gut mit Problemen der Logistik, Ablaufplanung, IUK, Personalentwicklung oder Organisationsentwicklung auskennst. Die öffentliche Verwaltung ist Impulsen von aussen offener als man denken mag.

Ach noch etwas: Bitte stell mir hier und jetzt ein Modell vor nach dem Du den öffentlichen Dienst neu organisieren und strukturieren würdest, denn kritisieren kann jeder, nur neue Ansätze bringen nur wenige.

Fairy
21.10.2002, 09:52
Original erstellt von n0com
denn kritisieren kann jeder, nur neue Ansätze bringen nur wenige.

Deswegen dieser Thread, etliche Vorschläge wurden auch schon gemacht, mann muss nur alles durchlesen.

Nebenbeibemerkt, mein Vater war im oeffentlichen Dienst, Fahrdienstleiter, meine Mutter Krankenschwester und mein Bruder ist Busfahrer, auch im öffentlichem Dienst..aber darum geht es nicht, es geht um BEAMTE...sinnvoll, oder nicht sinnvoll und meine Meinung dazu, NICHT sinnvoll und zu teuer..seit wann steht der Staatsapparat der Meinung des Volkes, aufgeschlossen gegenüber ?
Ich habe wirklich keine Lust, mich ständig zu wiederholen, die problematik mit unseren Beamten wurde hier schon vielfach angesprochen, in welche Bereichen und ob Beamte überhaupt sein müssen.
Jeder hat das Recht, Beamte zu kritisieren, so wie sich Beamte das Recht nehmen, normal arbeitende Menschen zu kritisieren oder Arbeitslose als faul hinstellen.
Aber die Empfindlichkeit unserer verbeamteten Staatsdiener ist schon erstaunlich, bohrt man da eventuell an der richtigen Stelle ?
Nur eine Frage nebenbei, wieso hat ein Pensionär, Recht auf ein 13tes Monatsgehalt und ein normaler Rentner nicht ? Wo ist die Gerechtigkeit, wenn eine Krankenschwester nach 45 Jahren Arbeit an Menschen, mit, umgerechnet 2300 ,- auskommen muss, über die ein Frühpensionär, mit 45 schon lachen kann...usw..usw..fordert nicht grade das Beamtentum, zu Faulheit und Korruption(wie man täglich, der Presse entnehmen kann) heraus ?
Es heisst Sparen an allen Ecken und Kanten, jedem normalem Arbeiter werden täglich mehr Lasten aufgebürdet, wo bleibt der Beitrag der Beamten ?
Wieso bekommen Beamtenkinder mehr Kindergeld, sind Sie etwas "Besseres" ?
Wieso koennen Beamte nicht woanders arbeiten, wenn Sie Ihren Job, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr machen (wollen) koennen, jeder normale Arbeiter muss sich umorientieren, wenn es in seinem Berufszweig keine Arbeit mehr gibt, oder Er seinen Job nicht mehr machen kann, sei es ein Ingenieur, ein Meister oder ein normaler Arbeiter..da kann keiner sagen, ich kann meinen Job nicht mehr machen und gehe bei vollen Bezügen in Rente...das sind einige Auszüge aus den Ungerechtigkeiten.
Vorschläge, um diese Missstände zu verändern gibt es genug, nur werden sich Leute, die an der immerfliessenden (Geld) Quelle sitzen, sich nicht das Wasser abgraben lassen...nun gut, es ist mir schon klar, das ein Beamter das anders sehen wird und Beamter ist ja auch nicht Beamter, ich wiederhole mich, wenn ich sage, das in diesem Thread, die sitzende Fraktion der Beamten gemeint ist..

Noch etwas, ich würde mich hüten, die Worte von Dritten, oder den Medien wiederzugeben, meine Erfahrungen hab ich aus meiner 1 Jährigen Tätigkeit, in einem Bundesbahnbetrieb, man könnte also sagen, das ich sehr wohl, Kontakt mit der Beamtenstruktur, inside hatte...auch wurden die hier diskutierten Dinge, von mir auch dort angesprochen..

MfG Fairy

n0com
22.10.2002, 19:25
Original erstellt von Fairy Jeder hat das Recht, Beamte zu kritisieren, so wie sich Beamte das Recht nehmen, normal arbeitende Menschen zu kritisieren oder Arbeitslose als faul hinstellen.
Pauschalverurteilung!
Aber die Empfindlichkeit unserer verbeamteten Staatsdiener ist schon erstaunlich, bohrt man da eventuell an der richtigen Stelle ?
Auf die Halbwahrheiten und Einzelfälle die Du hier als allgemeingültig hinstellst kann man sich nur aufregen. Ich rege mich schlisslich auch über BILD auf
Nur eine Frage nebenbei, wieso hat ein Pensionär, Recht auf ein 13tes Monatsgehalt und ein normaler Rentner nicht?
Vielleicht weil der Pensionär seine Pension voll versteuern muss und der Rentner zu zu einem kleinen Teil, auch wenn die Rente sehr hoch ist
Wo ist die Gerechtigkeit, wenn eine Krankenschwester nach 45 Jahren Arbeit an Menschen, mit, umgerechnet 2300 ,- auskommen muss, über die ein Frühpensionär, mit 45 schon lachen kann...Ein Frühpensionär der mit 45 in Pension geht hat a) erhebliche Abschläge auf die Pension und falls er eine sehr hohe Pension hat, hat er b) studiert. Schau Dir bitte mal an was ein studierter Mensch von der Berufsgenossenschaft bekommt bzw. bei Erwerbsunfähigkeit wie hoch seine Rente von dre BfA sein wird. Wenn ich, und ca. 90% der Beamten, mit 45 in Pension gehen bekomme, erhalte ich ca. 40% meines jetzigen Bruttoverdienstes. Den hab ich dann aber noch zu versteuern und meine KV+PV zu bezahlen. Bitte informier dich demnächst bevor Du irgendwelchen Halbwahrheiten in die Welt setzt. Der einzige Bereich der im Falle eines Dienstunfalles viel bekommt, sind Polizisten wenn sie einen Unfall bei der Ausübung des Dienstes haben. Und das ist gut so, denn die halten oft genug den Kopf hin. fordert nicht grade das Beamtentum, zu Faulheit und Korruption(wie man täglich, der Presse entnehmen kann) heraus ?
Den Zusammenhang kann ich nicht erkennen, aber Du wirst schon wissen was Du sagst.
Es heisst Sparen an allen Ecken und Kanten, jedem normalem Arbeiter werden täglich mehr Lasten aufgebürdet, wo bleibt der Beitrag der Beamten ?Wir zahlen mehr Steuern und werden mit unserer Besoldung unter den Tarifverträgen angeglichen, sofern nicht eine Nullrunde eingeschoben wird (ja auch das hat es schon gegeben.). Des weiteren durfte ich 1,5h die Woche mehr arbeiten ohne mehr Geld zu bekommen. Ich falle den Sozialversicherungen nicht zur Last. noch mehr?
Wieso bekommen Beamtenkinder mehr Kindergeld, sind Sie etwas "Besseres" ?Hier beweisst Du, dass Du absolut keine Ahnung hast von dem was Du erzählst. "Beamtenkinder" erhalten genauso viel Kindergeld wie alle anderen, denn der Satz ist im BKGG festgesetzt und der gilt ausnahmslos für alle. Worauf Du vielleicht abspielst ist der kinderbezogene Anteil im Ortszuschlag. Den bekommen aber alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, egal ob Angestelleter, Arbeiter oder Beamter. Und auch in einige Tarifverträgen der freien Wirtschaft finden sich solche regelungen.
Wieso koennen Beamte nicht woanders arbeiten, wenn Sie Ihren Job, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr machen (wollen) koennen, jeder normale Arbeiter muss sich umorientieren, wenn es in seinem Berufszweig keine Arbeit mehr gibt, oder Er seinen Job nicht mehr machen kann, sei es ein Ingenieur, ein Meister oder ein normaler Arbeiter..da kann keiner sagen, ich kann meinen Job nicht mehr machen und gehe bei vollen Bezügen in Rente...
Du hast keine Ahnung wovon Du sprichst. Als wäre das so häufig und einfach. Ich habe in 10 Jahren nur von einem Fall gehört, wo ich vermute dass er sich rausgelogen hat. Aber selbst da bin ich nicht 100%ig sicher und der Typ hat auch heftige Abschläge in Kauf nehmen müssen.
das sind einige Auszüge aus den Ungerechtigkeiten.Die sich so ziemlich alle als heisse Luft und Falschinformationen herausgestellt haben.
Vorschläge, um diese Missstände zu verändern gibt es genug,Ich höre! nur werden sich Leute, die an der immerfliessenden (Geld) Quelle sitzen, sich nicht das Wasser abgraben lassenDas erzähl bitte den Kollegen, die von einem Stellenabbau im öD betroffen sind. Alleine unser Verwaltungszweig hat sich in 5 Jahren von 1450 auf unter 1100 verkleinert, bei steigenden Fallzahlen ...nun gut, es ist mir schon klar, das ein Beamter das anders sehen wird und Beamter ist ja auch nicht Beamter, ich wiederhole mich, wenn ich sage, das in diesem Thread, die sitzende Fraktion der Beamten gemeint ist..
Ich habe keine Zeit nochmal zu suchen. Bitte beschreib mir ganz kurz wer Deine ominösen sitzenden Beamten sind.
Noch etwas, ich würde mich hüten, die Worte von Dritten, oder den Medien wiederzugeben, meine Erfahrungen hab ich aus meiner 1 Jährigen Tätigkeit, in einem Bundesbahnbetrieb, man könnte also sagen, das ich sehr wohl, Kontakt mit der Beamtenstruktur, inside hatte...auch wurden die hier diskutierten Dinge, von mir auch dort angesprochen..
Die Bundesbahn ist aufgrund der besonderen Personalsituation die seit der Privatisierung dort herrscht, ein schlechtes Beispiel. Den Leuten dort sagt man seit Jahren durch die Blume "Wir wollen Euch lieber heute als morgen loswerden". Ich würde es auch begüsen wenn es dort keine Beamten mehr gäbe, denn dann würde ein Streik mal richtig Wirkung zeigen..

Für die Zukunft, erst informieren

MfG n0com

tinneff
22.10.2002, 20:06
hey den thread gibt´s ja immer noch
rofl
hackt ihr immer noch (sinnloserweise) auf beamten rum?
irgendwie ja n bißchen rassistisch das ganze....
ersma tin

Fairy
22.10.2002, 20:13
Original erstellt von tinneff
hey den thread gibt´s ja immer noch
rofl
hackt ihr immer noch (sinnloserweise) auf beamten rum?
irgendwie ja n bißchen rassistisch das ganze....
ersma tin

Sicher gibts den noch....ok, vielleicht hast Du Recht und alles ist ganz anders, vielleicht sind unsere Beamten doch die besseren Staatsbürger ? oder vielleicht doch nicht ?
Sinnlos ist es sicher, weil es nichts bewirken kann, leider...aber rassistisch ist der Thread wohl absolut nicht...und das von dir tinneff, Du entäuscht mich ;)

Eine Forum dient zum Meinungsaustausch und manchmal muss man eben etwas provokant sein, um Statements einzufordern..

MfG Fairy

n0com
22.10.2002, 22:22
Original erstellt von Fairy
Sicher gibts den noch....ok, vielleicht hast Du Recht und alles ist ganz anders, vielleicht sind unsere Beamten doch die besseren Staatsbürger ? oder vielleicht doch nicht ?Vielleicht kennt sich ein Teil der Beamten aufgrund ihrer Ausbildung einfach besser mit der Rechtslage aus. Ich weiss ja auch nicht, wo ich Flüssigkunststoff einfüllen muss, damit hinten irgendwo Aschenbecher rauskommen.
Sinnlos ist es sicher, weil es nichts bewirken kann, leider...
Mit der Einstellung passt Du selbst sehr gut in das Raster, das Du Deinem Erbfeind geschaffen hast.
aber rassistisch ist der Thread wohl absolut nicht...Ausnahmsweise richtig.
Eine Forum dient zum Meinungsaustausch und manchmal muss man eben etwas provokant sein, um Statements einzufordern..Auch richtig, aber ich habe nochmal einen Blick auf Dein erstes Posting geworfen. Seine Kritik hat der Landesrechnungshof bereits wieder revidiert, weil sie von falschen technischen Voraussetzungen ausgegangen sind. Die haben nämlich die Bilder und Banner die auf anderen Servern lagen als Pagehits gezählt. Weiterhin wurde auch nicht bedacht, dass ein ganzer Teil in der Mittagspause stattfand. Aber sowas kann Du hier ja nicht posten .. denn die Statements die dann kommen entsprechen ja nicht Deiner betonierten Meinung ...

BTW: Dass Du Ernesto Guevare als Avatar hast wundert mich schon die ganze Zeit. Den Ché hat nichts als unumstösslich oder unveränderbar hingenommen. Ein später Goethe oder so etwas in der Richtung fände ich passender.

tinneff
22.10.2002, 22:47
naja rassistisch ist, wenn man unbesehen der person
nur wegen der zugehörigkeit zu einer gruppe jedweder art,
die gruppe oder teile davon, verfolgt
geile definition, gelle ?! ist von mir! jetzt gerade erfunden!
ich hab nix gegen beamte, gegen einzelne personen, die beamte
sein können hab ich schon ab und zu mal was
ich für meinen teil bemühe mich den alltäglichen rassismus, der sich
gerade im kleinen zeigt zu vermeiden, das heißt ganz und gar nicht, daß ich alle meine mitmenschen toll finde und nett zu ihnen
bin, hehe im gegentum:D
ja ich bin fischkopp, nein ich mag schluchtenscheißer
ersma tin

n0com
22.10.2002, 23:05
Original erstellt von tinneff
naja rassistisch ist, wenn man unbesehen der person
nur wegen der zugehörigkeit zu einer gruppe jedweder art,die gruppe oder teile davon, verfolgt
geile definition, gelle ?! ist von mir! jetzt gerade erfunden!Is dat nich mehr so Chauvinismus als Rassismus?
ich hab nix gegen beamte, gegen einzelne personen, die beamte sein können hab ich schon ab und zu mal was
Durchaus verständlich, geht mir nicht anders, es gibt überalle Idioten, der Anteil ist glaube ich in jedem Berufsfeld ähnlich hoch. Genauso seh ich das mit Korruption die Fairy den Beamten vorwirft. In der sog. freien Wirtschaft nennt man sowas Werbegeschenke, und ich bin im Bekanntenkreis immer wieder erstaunt was da so alles über den Tisch geht. Alles schön als Kosten in die GuV des Betriebs, was die Steuern senkt und daher der Allgemeinheit schadet.
ich für meinen teil bemühe mich den alltäglichen rassismus, der sich gerade im kleinen zeigt zu vermeiden, das heißt ganz und gar nicht, daß ich alle meine mitmenschen toll finde und nett zu ihnen
bin, hehe im gegentum:DGesunde Einstellung :P

Fairy
22.10.2002, 23:10
Original erstellt von n0com
Vielleicht kennt sich ein Teil der Beamten aufgrund ihrer Ausbildung einfach besser mit der Rechtslage aus.

Da bin ich mir sogar ziemlich sicher, nur wäre es doch prima, wenn Sie sich daran orientieren würden und die Rechtslage nicht zu ihrem persönlichem Vorteil nutzen .


Mit der Einstellung passt Du selbst sehr gut in das Raster, das Du Deinem Erbfeind geschaffen hast.

Wenigstens mal eine Gemeinsamkeit ;)
Beamte sind nicht meine Erbfeinde, sondern ich erlaube mir frecherweise, Dinge am Beamtentum zu kritisieren, die zum Himmel stinken und das nicht nur mir...


Aber sowas kann Du hier ja nicht posten .. denn die Statements die dann kommen entsprechen ja nicht Deiner betonierten Meinung ...

Sowas kann ich hier durchaus posten, wo ist das Problem ? ich bin durchaus Lernfähig, mir scheint auch, das nicht nur ich, eine betonierte Meinung habe, bisher hab ich von Dir auch nichts zu den Vorwürfen meinerseits gelesen, ausser Allgemeinphrasen, das alles nur Pauschalangriffe gegen Beamte wären..vielleicht koenntest Du mal mit konkreten Beispielen meine Vorurteile abbauen..

Dass Du Ernesto Guevare als Avatar hast wundert mich schon die ganze Zeit.

Das muss Dich nicht wundern, ein Pic hat hier keine Aussagekraft über die politische Einstellung, ich hätte auch ebensogut Helmut Kohl oder Eddy Murphy, in meinen Einstellungen verewigen können...

ps. ich hab auch ehrlich gesagt, keine Lust, mich auf endlose Diskussionen mit Dir, über deine Redlichkeit als Beamter auszulassen.
Wenn Dir wirklich daran liegt, das Beamtentum in einem anderem Licht erscheinen zu lassen, dann wäre es bestimmt hilfreich, die von mir vorgebrachten, "ich geb es zu, das meiste stammt aus den Tageszeitungen,dem Rechnungshof und aus Aussagen von Politikern"...Anschuldigungen mit Fakten zu wiederlegen...
Ich wiederhole nochmals, Du als Person bist mir integer, es geht hier nicht um einzelne Personen sondern um den Beamtenapparat..vielleicht kannst Du es doch noch schaffen, Dich nicht immer persönlich in deiner Beamtenehre, gekränkt zu sehen und zu einer sinnvollen Diskussion beitragen..

MfG Fairy

n0com
23.10.2002, 08:55
Original erstellt von Fairy
Da bin ich mir sogar ziemlich sicher, nur wäre es doch prima, wenn Sie sich daran orientieren würden und die Rechtslage nicht zu ihrem persönlichem Vorteil nutzen.
Sorry .. aber wenn eine bestimmte Rechtslage vorliegt, dann hat das bestimmte Rechtsfolgen. Das hat mit ausnutzen nichts zu tun.

Ich weiss auch nicht, ob Du Dir im klaren bist welcher volkswirtschaftliche Schaden durch Steuerhinterziehung passiert, und da passieren die richtigen Fälle nicht im öffentlichen Dienst, da dort durch Tarifverträge und gesetzliche Regelungen wenig bis kein Spielraum da ist.

Schön ist auch dein zweite Posting in dem Thread: Der "Büroschlaf" in Vechta ist anerkannt Leistungsfördern und findet während der Mittagspause statt. Welcher Schaden entsteht da also der Volkswirtschaft? Keiner.

Aber alles das willst Du nicht sehen, bzw. kannst Du nicht erkennen da es nicht in Dein Raster passt.


Wenigstens mal eine Gemeinsamkeit ;)
Da mir Zweifel kommen, dass Du mich verstanden hast, erläuter ich es Dir nochmal: Du hast Dich mit Deiner "Argumentation" als genause geistig träge, wenige mobil und flexibel wie Beton gezeigt, wie Du es den ominösen "sitzenden Beamten" immer vorwirfst.
Beamte sind nicht meine Erbfeinde, sondern ich erlaube mir frecherweise, Dinge am Beamtentum zu kritisieren, die zum Himmel stinken und das nicht nur mir...
Das ist nicht frech, denn frech bedeute mit Witz. Das pure Wiedergeben von Zeitungsartikeln, verkürzte Inhalte, Halb- und Unwahreheiten haben nichts mit frech zu tun. Die hierfür passende Bezeichnung hat vier Buchstaben - B I L D. Nicht mehr und nicht weniger. Eine schöne Anekdote hierzu: Ich fahre in der Strassenbahn zum Dienst weil es in strömen giesst. Normalerweise meide ich die Bahn, weil ich immer mit dem Fahrrad die 7Km fahre. Nunja, mir gegenüber sitzt ein Typ und liesst BLÖD auf dem Weg zu VW. Ich komme mit ihm ins Gespräch, weil mich seine dummen Kommentare zu einem Kommetar meinerseits hinrissen. Naja, da musste ich mir dann auch wieder anhören, dass ich ja sooo viel Geld fürs Nichtstun bekomme, bla bla bla. Da hab ich in mal gefragt, was er denn am Ende des Monats auf sein Konto bekommt, wieviele Stunden er arbeitet und er möge doch mal schätzen was ich bekomme. Ende vom Lied, er arbeitete 35 Stunden/Woche ich 40 und er bekam mehr als 400DM netto als ich. Das produzierte ein erstauntes Gesicht. Ich habe im natürlich mitgeteilt, dass es auch Beamte gibt die mehr bekommen als er, und er hat doch sicher auch studiert.
Sowas kann ich hier durchaus posten, wo ist das Problem? ich bin durchaus Lernfähig, mir scheint auch, das nicht nur ich, eine betonierte Meinung habe, bisher hab ich von Dir auch nichts zu den Vorwürfen meinerseits gelesen, ausser Allgemeinphrasen, das alles nur Pauschalangriffe gegen Beamte wären..vielleicht koenntest Du mal mit konkreten Beispielen meine Vorurteile abbauen..

a) Du könntes, tust es aber aus den von mur genannten Gründen nicht.
b) Das Du lernfähig bist kann ich leider nicht erkennen.
c) Was soll ich zu Deinen Sachen schreiben?
- Dass sie wahr waren, aber revidiert wurden?
- Dass es hin und wieder vorkommt dass Scheisse passiert? Passiert auch in der sog. freien Wirtschaft.
- Dass wir uns mit teilweise personellen Altlasten rumquälen müssen? Das ist ein Problem, dass wir einen Bestand an unmotivierten Leute haben der zu hoch ist weiss ich und beschönige es nicht.

Nur warum wirdt Du den Beamten vor, dass sie sich für etwas besseres halten (siehe Unfug zu Kindergeld), erwartest aber auch dass sie übermenschlich gut und gerecht sind. Dass Du Dir da widersprichst ist Dir klar. Denn in erster Linie ist ein Beamter immer noch ein Mensch und Menschen machen Fehler. Nur Deine Sprüche "Das gilt ja nicht für alle, sondern nur für die ominösen 'sitzenden Beamten'". Einer meiner Moderationstrainer sagte mal, dass dieses aber heisst - alles davor ist gelogen. Und er hat IMO recht.
[qoute]Das muss Dich nicht wundern, ein Pic hat hier keine Aussagekraft über die politische Einstellung, ich hätte auch ebensogut Helmut Kohl oder Eddy Murphy, in meinen Einstellungen verewigen können...[/quote]
Hast recht, Guido Westerwelle, oder Jürgen W. Möllemann wär passender.
ps. ich hab auch ehrlich gesagt, keine Lust, mich auf endlose Diskussionen mit Dir, über deine Redlichkeit als Beamter auszulassen.Falls Du es immer noch nicht verstanden hast, es geht mir nicht um mich, sondern um Deine hier angewandten BILD-Methoden zu Stimmungsmache. Ich sehe mir hier eh nicht so direkt betroffen, weil ich zwar Beamter bin, aber als Angestellter bereits erheblich mehr verdienen würde. Die genauen Umstände erläuter ich hier nicht, weil ich glaube dass Du es eh nicht verstehst - ich sage nur Laufbahnen.
Wenn Dir wirklich daran liegt, das Beamtentum in einem anderem Licht erscheinen zu lassen, dann wäre es bestimmt hilfreich, die von mir vorgebrachten, "ich geb es zu, das meiste stammt aus den Tageszeitungen,dem Rechnungshof und aus Aussagen von Politikern"...Anschuldigungen mit Fakten zu wiederlegen...Damit habe ich angefangem, aber es kamen dann komischerweise keine Äusserungen Deinerseits dazu. Siehe surfende Beamte,Kindergeld für Beamte, Beendigung wegen "Unlust", und und und. Nur dazu kommt nichts von Dir. Erstaunlich.
Ich wiederhole nochmals, Du als Person bist mir integer, es geht hier nicht um einzelne Personen sondern um den Beamtenapparat..
Ich glaube kaum, dass Du a) das Recht hast mich als integer einzustufen, noch hast Du b) genug Kenntnisse über mich hast, um dieses zu tun.
vielleicht kannst Du es doch noch schaffen, Dich nicht immer persönlich in deiner Beamtenehre, gekränkt zu sehen und zu einer sinnvollen Diskussion beitragen..
Dieser letzte Satz ist eine absolute Frechheit. Was erlaubst Du Dir hier eigentlich? Ich korrigiere Deine Halb- und Unwahrheiten, und Du sagst ich fühle mich persönlich angegriffen? Bitte sag mir dann was ich sonst machen kann, als Deine Behauptungen richtig zu stellen? Wenn ich mich aufrege, dann als Mensch über soviel Borniertheit, und nicht als Beamter, weil jemand sich für einen investigativen Journalisten hält.

Fairy
23.10.2002, 11:08
Tja, wie ich sehe interessiert sich niemand weiter für diesen Thread, obendrein habe ich keine Lust, einen Zweikampf zu führen, der, so wie es mir scheint..immer aggressiver wird, deshalb werde ich den Thread schliessen....
Jeder hat seine Meinung zum Thema, oder auch nicht...ich will nur hoffen, das bei der hohen Verschuldung des Staates, auch der Beamtenapparat in die Solidargemeinschaft integriert wird und endlich seinen Beitrag, verglichen am Normalbuerger, leistet...die Hoffnung ist gering, aber man sollte Sie nie aufgeben..

in diesem Sinne, dank an Alle die hier konstruktiv mitgemacht haben..

MfG Fairy