Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Morgen entscheidet das BVG über die Studiengebühren. Was haltet ihr davon?
Also meine Meinung is klar...wenn ne Studiengebühr ab dem ersten Semester von n paar hundert € kommt kann ich aufhören. Das kann weder ich mir leisten noch meine Eltern (stdentendarlehen hin oder her).
Ich hab nur Hoffnung das nich jede HS selbst entscheiden darf und NRW an seiner aktuellen Position festhält und erst mal keine StG. einfüren will.
Shiro <Kamui>
25.01.2005, 11:14
die haben doch nen Schaden! Stdueingebühgren von nen paar hundert €,dafür das ich mir den Arsch aufreisen darf und später vllt überhaupt garkeine Arbeit bekomme und das entscheiden nun Leute die nen kostenlosenes Studium bekommen haben.
porn()pole
25.01.2005, 11:52
Ich finds auch ne ziemliche Sauerei! Die sollten eher anfangen, das Berufsbeamtentum in Schulen abzuschaffen, denn DAS kostet wirklich viel Geld... zudem werden unglaubliche Krücken beschäftigt, die man dann nichtmal rauspfeffern kann!
Studiengebühren? Alles klar... wenn dieses Land schon "Humankapital" als UNWORT DES JAHRES 2004 bestimmt, dann brauch sich keiner mehr über Pisa, Arbeitslosigkeit und Verdummung des Volkes aufregen, das gehört dann wohl zum Programm! :schaf
Wintermute
25.01.2005, 12:01
Die Ausstattungstechnischen anforderungen an die Unis sind gewaltig gewachsen in den letzten 20 Jahren. Das dies finanziell nicht mehr abgedeckt werden kann, verwundert niemanden. Ich finde es also okay Studiengebühren zu erheben. Mal ehrlich: 150-250 Euro pro Semester ist für JEDEN machbar und bezahlbar.
Wenn man sich durchrechnet wie lang ein Semster ist und wie lange man Zeit sich diese Kohle zusammenzukratzen (Arbeiten?).
Dazwischen kommen noch die Semesterferien. Bei einem Stundenlohn von 8 Euro sind das 37,5 Stunden Arbeit für 300 Euro Studiengebühren für´s ganze Semester (60 Stunden bei 5 Euro). Das wird man wohl in 5-6 Monaten hinbekommen ...
Wer das nicht hinbekommt steckt entweder in einer finanziell äusserst miesen Situation (okay, entschuldigt und beschwerdefreigabe erteilt, allerdings zähle ich da nur einen minimalen Anteil der Leute dazu) oder bekommt irgendwas nicht geregelt.
Ich kenne hier Leute die bekommen NIX von daheim, Arbeiten und Studieren (ja, und sie schreiben auch gute Noten, der Wille zählt).
@Shiro:
Willst du bezahlt werden für dem Fakt das du dich bildest? :confused
Diese (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=1077508#post1077508)
Karte hier wäre schon die halbe Miete. Wenn du dir sowas leisten kannst, kann es nicht so schlimm sein.
Ich weiss das ich mich jetzt unbeliebt gemacht habe, aber erwartet ihr das alles im Lande Germany auf ewig kostenlos sein soll? Man sieht doch wie unser Überzogenes Sozialsystem versagt hat, sonst würden wir jetzt nicht so dasitzen. Und das trifft auch auf die Bildung zu ... da zahl ich lieber und habe eine gute BIldung als das der Staat mal wieder an den Unis spart und ich in die Röhre gucke weil das Equipment aus der Steinzeit kommt und Projektarbeit unmöglich wird da die Kohle fehlt.
s entscheiden nun Leute die nen kostenlosenes Studium bekommen haben.
Wer denn sonst? Die Leute mit kostenpflichtigem Studium können das schlecht entscheiden.
Ich finde diesen Comment etwas unangebracht. Klingt, Sorry, nach Bildzeitung. :(
nur mit 150-250€ wirds nich getan sein. Wenn jeder der etwa 2Mio studenten 500€/semester bezahlen würden, kämen in einem Jahr gerade mal 10% des Geldes zusammen das der Staat jedes Jahr für die Unis aufbringt. Damit sich das ganze lohnt werden eher Gebühren im hohen dreistelligen bis vierstelligen bereich geplant!
cu all
lufkin
FreddyMercury
25.01.2005, 12:29
Was ist denn mit denen, die nicht die ganze Kohle haben? Oder wird das mit dem BaFöG zusammengerechnet?
Ich hatte mit meiner Finanziellen Situation in der Schulzeit schon heftig Probleme gehabt, die Schulbücher bezahlen zu können.
Sollte das wirklich so eintreten, dann ist Arbeiten und Studieren später nur noch für Reiche gedacht.
honkitonk
25.01.2005, 12:31
Die Ausstattungstechnischen anforderungen an die Unis sind gewaltig gewachsen in den letzten 20 Jahren. Das dies finanziell nicht mehr abgedeckt werden kann, verwundert niemanden. Ich finde es also okay Studiengebühren zu erheben. Mal ehrlich: 150-250 Euro pro Semester ist für JEDEN machbar und bezahlbar.
Wenn man sich durchrechnet wie lang ein Semster ist und wie lange man Zeit sich diese Kohle zusammenzukratzen (Arbeiten?).
Dazwischen kommen noch die Semesterferien. Bei einem Stundenlohn von 8 Euro sind das 37,5 Stunden Arbeit für 300 Euro Studiengebühren für´s ganze Semester (60 Stunden bei 5 Euro). Das wird man wohl in 5-6 Monaten hinbekommen ...
Wer das nicht hinbekommt steckt entweder in einer finanziell äusserst miesen Situation (okay, entschuldigt und beschwerdefreigabe erteilt, allerdings zähle ich da nur einen minimalen Anteil der Leute dazu) oder bekommt irgendwas nicht geregelt.
Ich kenne hier Leute die bekommen NIX von daheim, Arbeiten und Studieren (ja, und sie schreiben auch gute Noten, der Wille zählt).
@Shiro:
Willst du bezahlt werden für dem Fakt das du dich bildest? :confused
Diese (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=1077508#post1077508)
Karte hier wäre schon die halbe Miete. Wenn du dir sowas leisten kannst, kann es nicht so schlimm sein.
Ich weiss das ich mich jetzt unbeliebt gemacht habe, aber erwartet ihr das alles im Lande Germany auf ewig kostenlos sein soll? Man sieht doch wie unser Überzogenes Sozialsystem versagt hat, sonst würden wir jetzt nicht so dasitzen. Und das trifft auch auf die Bildung zu ... da zahl ich lieber und habe eine gute BIldung als das der Staat mal wieder an den Unis spart und ich in die Röhre gucke weil das Equipment aus der Steinzeit kommt und Projektarbeit unmöglich wird da die Kohle fehlt.
Wer denn sonst? Die Leute mit kostenpflichtigem Studium können das schlecht entscheiden.
Ich finde diesen Comment etwas unangebracht. Klingt, Sorry, nach Bildzeitung. :(
Ich weiß ja nicht, wie du rechnest, aber ich bekomme bafög und behalte nach abzug der Miete noch 50€ zum (über)leben. dann erklär mir mal wie man das bezahlen soll?
Arbeiten? nette idee, kann man evtl hinbekommen. teilweise liegen die zeiten der vorlesungen etc so beschissen das für manche da ne arbeit zwischendrin net möglich ist. und nur studieren und arbeiten kann man nicht. man braucht auch nen bissl erhohlung und wenns beim sport ist.
und bezüglich shiro kann ich nur sagen: ist bildung also zum luxus geworden oder was?
ich bin der meinung, dass leute, die die intelligenz haben um zu studieren, dies auch machen können sollten, d.h. man sollte es finanzieren können.
PS ich zahle jetzt schon ~130€ semsterbeitrag
gegrüßt
PS die rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen ;)
och bitte. 4 stelliger Bereich ;) Geplant sind solche Summen nur für Leute die dann ihr 2. und 3. Studium anfangen und das auch zu Recht. Und ich stimme Wintermute voll und ganz zu, die 200-300€ wird ein Studierender locker mit wirklich wenig Arbeit nebenbei verdienen. Von daher sehe ich dem ganzen auch sehr locker entgegen. Studiere auch und habe eigentlich keine Angst vor den Gebühren. (und ja auch ich muss dafür arbeiten)
mfg Denis
porn()pole
25.01.2005, 13:19
Ich kriege 410€ Bafög, nach Abzug aller Rechnungen bleiben da ca. 100€ übrig. Meine Eltern schiessen mir natürlich was zu, sonst wäre das nicht zu bewerkstelligen.
Und in einem Nest wie Tübingen nen Job zu bekommen ist zwar nicht unmöglich, aber dennoch ziemlich schwierig. Ich jobbe ziemlich viel in den Semesterferien in der Heimat (Freiburg), aber man möchte ja auch nicht die ganze Zeit am Existenzminimum rumkrebsen, nur um sich die Uni leisten zu können!
@Wintermute
Wenn ich mich recht entsinne, fährste nen Seat Leon. Daraus folgere ich, dass die Kohle bei dir nicht allzu knapp sitzt. Mit der technischen Ausstattung der Unis hast du natürlich recht, aber es muss auch anders funktionieren, im Hinblick auf viele Menschen, die noch weniger Geld als ich am Start haben.
Ich kann mich auch nicht wirklich beklagen, bis zu 200€ pro Semester wären schon irgendwie aufzutreiben, meine Mama würd sich eher beide Beine ausreissen, als das mein Studium am Finanziellen scheitern müsste... ;)
Aber Studiengebühren stehen gegen alles, was Deutschland je ausgezeichnet hat! Vielmehr muss an anderer Stelle was getan werden!
naja dem musst aber auch anfügen, "Was Deutschland sich in den letzten Jahren auf Pump finanziert hat" Und nicht erst unter der rot-grünen Regierung sondern auch schon vorher. In den USA zahlst du an guten Unis bis zu 50.000€ fürs Studium und das sind noch nicht mal Elite Unis. Ich denke davon sind wir zum Glück noch weit entfernt. Wie dem auch sei es ist sicher schwieriger für Menschen die wirklich am Existenzminimum Leben sich das Studieren dann noch zu finanzieren, das bestreite ich nicht. Ist halt schwer in dem Moment eine sinnvolle Lösung zu finden, die alle 100% zufrieden stellt. Ist am Ende des Jahres der Schuldenberg gestiegen freut sich auch niemand :) Und ist das Bildungsniveau noch weiter abgesunken, dann freut sich erst Recht niemand mehr. Ist halt ein Teufelskreis den man irgendwo durchbrechen muss.
mfg Denis
FreddyMercury
25.01.2005, 13:37
Ja. Aber an den UNIS in den USA hat man nebenbei noch genug Zeit zum arbeiten. Ich weiß das, weil eine Freundin von mir in den USA studiert und die hat nebenbei noch Zeit zum arbeiten. Ist Zeitlich mit der Freizeit dann halt sehr knapp, weil Sie noch lernen muss und es ist sehr stressig, aber es geht.
hmm ja das stimmt. Hab auch einen Freund in den USA der öfters bei mir ist und es stimmt man hat die Zeit zum arbeiten. Aber so viel Zeit hätte ich jetzt hier auch wenn ich ehrlich bin. Ich weiss das er schon während der Schulzeit nebenbei jeden Nachmittag gearbeitet hat um sich später das Studium leisten zu können, da seine Eltern nie in der Lage gewesen wären im das ganze zu finanzieren. Was mir da dann aufgefallen ist, dass er nicht irgendwie an das Studium herangeht sonder es wirklich zu 100% ernst nimmt und es auch mit vollem Einsatz angeht. Was ich hier bei vielen Studenten jetzt nicht so feststellen kann :)
FreddyMercury
25.01.2005, 13:54
Ich mein, allzuschlimm ist es ja nicht. Aber viele Unis sind technisch schon hoch ausgestattet. Vllt. sind es dann Wartungskosten oder so, ich weiß es nicht.
Nur sollten man bedenken, das sich nicht jeder so etwas leisten kann. Es können auch nicth alle während dem Studium arbeiten gehen, weil die Vorlesung vllt. erst um 16.00 Uhr ist. Es gibt Menschen die auch aus "armen" Familienverhältnissen kommen und halt nicht das Geld dazu haben. Was ist mit denen? Die müssen sich dann warscheinlich mit einer "stinknormalen" Lehre abfinden, anstatt ihre Intelligenz sinnvol einsetzen zu können.
und bei der stinknormalen Lehre kommt hinzu das wir sowieso nich genug Ausbildungsplätze in D haben...und das wird nich besser. Wie gesagt mit 200€/semester wird es nich getan sein...da wird mehr kommen. Es gab hier in Aachen Gerüchte das der Chef sich 1000-1500€ gut vorstellen kann!
cu all
lufkin
In der Schweiz kostet Studieren pro Semester etwa 400 EUR. Zudem war vor Kurzem geplant, in Zürich die Gebühren zu verdoppeln, was dann aber verhindert werden konnte.
Nun ja, ich finde 400 EUR ehrlich gesagt noch im Rahmen. Das sind 2-3 Tage Arbeiten pro Semester! Das sollte doch drinliegen! Und wer nicht während dem Studium/Semesterferien arbeiten will/kann, soll doch nach dem Abitur ein Zwischenjahr machen und dort Geld verdienen. Das sollte dann wohl für s'ganze Studium ausreichen...
Wenn es den Unis in vollem Maße zugute kommt, halte ich es für richtig (in einem gewissen Rahmen). - Außerdem brauchen wir in einzelnen Studenfächern DEUTLICH geringere Studentenzahlen.
PS: Das Gericht heißt "BVerfG", nicht "BVG".
Wintermute
25.01.2005, 18:08
@Wintermute
Wenn ich mich recht entsinne, fährste nen Seat Leon. Daraus folgere ich, dass die Kohle bei dir nicht allzu knapp sitzt.
Jup, das tu ich. Der ist aus der Zeit als ich noch nicht studieren war und gearbeitet habe. Jetzt steht er die meiste Zeit (sonst würde er mich totsaufen) da ich ihn nicht brauche (wozu aus, muss nur 3 Minuten laufen).
Ich weiss aber durchaus was es bedeutet zu arbeiten, da mein Vater aus armen (ich meine wirklich ARM -> wohnten in einer Baracke, hatte kaum Klamotten die sich auch noch haben schnorren müssen, ...) Verhältnissen kommt und mir nie die Kohle den Hintern hochgepumpt hat. Was zur Bildung gehörte und gehört wurde und wird bezahlt, Rest war mein Bier. Habe neben der Schule immer was gemacht und mache das jetzt auch noch weiter.
Von den 100€ die z.B. pro Monat reinkommen für einen kleinen Adminjob würde es problemlos gehen die Studiengebühr zu zahlen und noch was über zu haben.
Es geht immer irgendwie.
@honkitonk:
Ich verstehe dich sicherlich. Keine Frage. Mich würde es auch nerven wenn auf einmal Gebühren zu zahlen wären. Aber es geht hier doch eher um die Grundsatzfrage Gebühren ja/nein als um die Menge. Ich hab´s oben zusammengerechnet was das ungefähr ausmachen würde. Und ich bin immer noch der Meinung das die paar hundert Euro von jedem aufbringbar sind wenn er sich eben das ganze WE nicht nur um die Ohren haut sondern nur ein paar Stunden irgendwelches Zeug arbeiten geht.
Das sollte einem ein Studium schon Wert sein.
Mal geschaut was es kostet einen Meister zu machen? Die Leuts die da blechen dürfen bis sie schwarz werden und teils noch einen Kredit in ihren jungen Jahren aufnehmen müssen um das zu bezahlen würden uns was husten wenn sie mitbekommen würden das wir um 300€ pro Semester hin und her diskutieren. :(
Klar, wenn´s in Breiche von 600 aufwärts oder gar 4-Stellig geht, wird es kompliziert und dann Frage auch ich mich wie Studenten sowas hinbekommen sollen. Aber alles darunter sollte machbar sein.
@Tod:
Richtig
Aber Studiengebühren stehen gegen alles, was Deutschland je ausgezeichnet hat! Vielmehr muss an anderer Stelle was getan werden!
das, finde ich, ist gelinde gesagt total die scheiss einstellung, denn es könnte doch wirklich jeder daherkommen und seinen bereich/institution mit dieser argumentation vor einschnitten oder zu zahlenden geldern verteidigen.
solange es noch die leute geben wird, die immer nur sagen "ja gürtel etwas enger ziehen ABER bitte nicht bei mir"...na prost mahlzeit. entweder man rauft sich zusammen und kommt sich entgegen oder nicht. es wird meiner meinung nach wirklich zeit, dass man sich den umständen heutzutage anpasst, wo nun mal nicht mehr alles aus der kraft der staatsfinanzen zahlbar ist.
porn()pole
25.01.2005, 20:44
Das ist schon richtig, aber ich bin mir sicher, dass Studiengebühren Vielen das Studieren unmöglich machen werden!
Und es kann doch nicht der richtige Ansatz sein, ausgerechnet bei der "Bildung der Elite" zu knausern... mir würden da spontan viele andere Dinge einfallen, die kostenpflichtig werden sollten!
Wintermute
26.01.2005, 02:40
Jedes Blatt hat 2 Seiten.
Es werden sich auch wiederum viele überlegen ob sie ihr Studium so schleifen lassen und die Regelstudienzeit verdoppeln womit sie wieder anderen den Zugang verbauen.
Was ich allerdings als eine Sauerei empfinde ist das z.B. Bayern und BaWü Rückmeldegebühren einführen wollen. Afaik pro Semester 40€. Das endet bei mir wieder bei Geldschinderei.
Ich habe meinen Standpunkt schon x-mal (ja auch hier in diesem Board) zu Studiengebühren dargelegt, von daher gibts diesmal nur die Kurzfassung:
- Meine Situation: Ich zahle Studiengebühren an einer ausländischen Universität (Maastricht University), das sind ca. 1.500€ pro Jahr. Dazu kommen ~400€ an Büchern.
- Man merkt den Unterschied Maastricht vs. Deutsche Uni bereits. Die Uni ist besser ausgestattet, hat mehr Computer, mehr Lernmaterialien, eine bessere Bibliothek, mehr Räume...die Liste geht immer weiter.
- Momentan studiere ich in den USA. Studiengebühren: $9,416 pro Semester (Purdue University). Der Unterschied zu jeder deutschen Universität ist kolossal. Ich bezweifle stark das der Deutsche durchschnitts-student sich da überhaupt ein reales Bild von machen kann. Gebäude, Professoren, Ausstattung, Freizeitangebote...Man kanns im Prinzip eigentlich nicht vergleichen. Der Unterschied ist zu gewaltig, eine deutsche Uni sieht dagegen wie ein Waisenhaus aus.
- Die Studiengebühren in Maastricht zahle ich mit Freuden. Nie im Leben würde ich mich in einen überfüllten Deutschen Hörsaal quetschen. Bei einem Level wie in den USA würde ich auch schlucken...allerdings gehe ich dann auch davon aus das mir die entsprechende Landschaft mit Fördergeldern wie sie hier in den USA existiert zur Verfügung stehen würde.
-Fazit: Absolut pro Studiengebühren; im Endeffekt sogar egal wie hoch solange sie den Unis zugute kommen. Wer Geld hat, wird sich eh nicht beschweren...egal ob schlau oder blöd. Wer sich's nicht leisten kann, aber den entsprechenden Grips hat wird in 99% der Fälle auch eine Fördermöglichkeit finden (JA, die gibts sogar JETZT schon in Deutschland, man höre und staune). Wer zu blöd ist und kein Geld hat der studiert halt nicht. Leben is hart.
//EDIT:
Noch was zum Porno-Polen: Dein Argument lässt sich auch rumdrehen. Ich behaupte mal das durch massive Studiengebühren (die den Uni's zugute kommen) überhaupt erst die Möglichkeiten geschaffen werden eine Elite auszubilden. Denn was da momentan von den Deutschen Uni's ausgespuckt wird ist international nur Mittelmass. Ich weiss das das in einigen Bereichen anders aussieht (Ingenieure vorne weg), aber dafür siehts in anderen Fächern ganz mies aus....nen Deutscher BWL-Abschluss ist international gesehn nicht das Papier wert auf dem er gedruckt ist.
Die Leute müssen mal von dem Gedanken runter das nur weil sie Abi haben sie auch automatisch Anrecht auf weitere 6-8 Jahre Beschäftigungstherapie vom Staat haben.
porn()pole
26.01.2005, 08:40
Hast ja im Prinzip in allen Punkten recht! Ich glaube, das was mich zu meiner Argumentation bewegt hat, ist die pure Angst vor Veränderungen...
Aber noch mehr fürchte ich mich vor der Tatsache, dass Studiengebühren hier in D sicher nicht vollständig in die Unikassen fliessen.
Noch was: Purdue University, Laffayete, Indiana?
Cerberus
26.01.2005, 10:39
Moin moin,
Karlsruhe kippt Verbot von Studiengebühren (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338613,00.html)
Im großen und ganzen kann ich mich den Ausführungen von Daria anschließen.
Ich hoffe, dass die erhobenen Gebühren ausschließlich den Hochschulen zu Gute kommen. Habe aber die Befürchtung, das da wieder Begehrlichkeiten geweckt werden, um Haushaltslöcher zu stopfen.
Mit der Einführung der Gebühren wird 2006/ 2007 gerechnet.
Ich hoffe, dass meine Tochter bis dahin mit ihrem Studium fertig ist. :D
Cerberus
Wintermute
26.01.2005, 11:21
Die Leute müssen mal von dem Gedanken runter das nur weil sie Abi haben sie auch automatisch Anrecht auf weitere 6-8 Jahre Beschäftigungstherapie vom Staat haben.
So rigoros wollte ich´s nicht aus ausdrücken. ;)
Die deutschen Unis sind echt mager im int. Vergleich, da hast du wirklich recht. :(
Im Prinzip gebe ich Daria völlig recht, und das, obwohl ich selbst beidseitig betroffen bin.
Die Bedingungen an bsw. der Hamburger Uni sind besch***en - Beispiel: Veranstaltung im 13 Stockwerk (eigentlich der 14. Stock). Dummerweise werden grad die Fahrstühle erneuert und es steht für alle Räume und Bibliotheken in allen zwölf lehrend genutzten Stockwerken drei Fahrstühle zur Verfügung.
Wenn ich jetzt, wie viele andere, eine Veranstaltung direkt vor meiner 16:00-Uhr Veranstaltung hätte, könnte ich per se mal eben 15-20 Minuten Verspätung einkalkulieren oder (und ich bin in der glücklichen Lage, dies irgendwie hinzubekommen) die 14 Stockwerke (der erste Stock ist doppelt hoch, deswegen...) zu Fuß zu meistern.
Schade um die, die das aus gesundheitlichen Gründen nicht können.
Und es gibt genausoviele Beispiele, die die Lehre direkt betreffen - angefangen von extrem redundanten Fachbereichsbibiotheken bis hin zu Studis, die Vorlesungen von Treppen oder Fußböden aus folgen dürfen, da die Sitzplätze von Gasthörern, vornehmlich 'älteren Semesters' (60 und aufwärts) bereits direkt nach Beendigung der vorhergehenden Veranstaltung eingenommen wurden und die Studis gar nicht rechtzeitig hingehen können...
Wenn, und dieses "wenn" kann ich gar nicht groß genug schreiben, die Bedingungen wirklich verbessert würden, hätte ich kein Problem damit, irgendwie die 500EUR pro Semester abzudrücken.
Aufgrund multipler Beispiele aber steht extrem zu befürchten, daß der größte Teil dieser Gebühren in irgendwelchen Heckmeck (studentische Selbstverwaltung (what the f**k?), Schwulen/Lesben-Referat*, Uni-Parlament (allein das Porto für die Wahlformulare....) usw. usf.) hinausgeworfen wird - ebenso wie es derzeit mit dem Semesterticket, welches zwingend vorgeschrieben wird (alternativ endloser Papierkrieg, schlimmer, als wenn man aus der GEZ rauswill), veranstaltet wird.
Gebühren ja, aber nur, wenn die auch wirklich den Studierenden zugute kommen - und zwar ALLEN Studierenden gleichmäßig und nicht irgendwelchen Randgruppen, die grad am lautesten schreien.
*Wieso kriegen "die" ein eigenes Referat? Warum gibt es kein Atheisten-Referat oder ein Hetero-Referat oder ein Veganer-Referat oder ein Frischbiertrinker-Referat oder ein Metalheadz-Referat oder ein Satanisten-Referat?
Noch was: Purdue University, Laffayete, Indiana?
Yup, West Lafayette, IN
FreddyMercury
26.01.2005, 16:32
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4005324_REF1_NAV,00.html
Wuha.... mehr fällt mir dazu nicht ein
Ich bin davon überzeugt das durch die StudGeb an den Unis nix besser wird.
Der Grund...das Geld was die Unis von uns Studis dann abkassieren bekommen se vom Staat einfach weniger! Am Ende haben se genauso viel Geld wie vorher aber unzufriedene Studenten!
Es kann einfach nich angehn das ganze Schichten von Studis ausgeschlossen werden. JA auch Stipendien änder daran nix. Deren Zahl wird sich sicher nich von jetzt auf gleich um ein vielfaches erhöhen und was machen die die kein Geld für die Gebühren haben und vielleicht etwas zu schlecht für ne Förderung sind...die Standartstudenten von denen es hunderttausende gibt? Wie schon erwähnt bei 500€/ Semester wird es nich bleiben das werden ganz schnell über 1000 und dann wirds schwer mit mal eben in den Ferien die Gebühren verdienen und noch was fürs Semester überhalten, nich jeder der kein Bafög bekommt hat Eltern die mal eben 400-500€/Monat an "Unterhalt" für uns losmachen können.
cu all
lufkin
porn()pole
26.01.2005, 16:57
Yup, West Lafayette, IN
Cool, dann geh mal zur Bauwissenschaftlichen oder Ingeniertechnischen Fakultät, und grüße bitte einen gewissen Prof. Dr. Olek von mir... ist mein lieber Onkel, den ich echt schon lange nicht mehr gesehen hab!
Der würd sich echt freuen, tust du mir den Gefallen? Sagst ihm einfach, du richtest einen Gruß aus von einem gewissen Neffen aus Deutschland/Freiburg... :)
(Rest per PM, ich bin doch hier keine Medien-Hure!) :D
Valium110
26.01.2005, 17:13
Was ich allerdings als eine Sauerei empfinde ist das z.B. Bayern und BaWü Rückmeldegebühren einführen wollen. Afaik pro Semester 40€. Das endet bei mir wieder bei Geldschinderei.
Die Rückmeldegebühren gibt es in Berlin schon ne ganze Weile! Und hier sind es ein paar Euro mehr (53 €). Wenn dazu dann noch das Semestertiket, Studentenwerk usw. dazu kommen ist man schnell bei ca. 250€ und das pro Semester!
Ich habe nichts gegen Gebühren für Langzeitstudierende oder für das Zweitstudium, jedoch sollte das Erststudium Semestergebührenfrei bleiben!
porn()pole
26.01.2005, 17:19
Zumindest sollte es ein "Ausweichprogramm" geben für diejenigen, die es sich wirklich nicht leisten können...
Ich rede da von zB Veranstaltungen für die Uni organisieren, Studentenhilfe, Nachhilfeprogramme und ähnliches, in denen man sich engagiert und dafür die Gebühren erlassen kriegt.
Denn reine HiWi-Jobs gibts zu wenige und die kriegt man nur, wenn man wirklich der Überflieger in dem jeweiligen Fach ist...
da bin ich aber froh, dass ich in NRW studieren will. obwohl gegen eine geringe studiengebühr hätte ich aber per se nix, viell. bringt das doch den ein oder anderen dazu, mal ein bisschen in die pötte zu kommen, aber auch nur unter der prämisse, dass das geld wieder den unis zufließt.
momentan können alle die, die von ihren eltern kaum/nicht unterstützt werden können, sich nen job suchen und dann trotzdem studieren. nur wenn jetzt auch noch alle die, die eigentlich genug von den eltern o.ä. bekommen, auch noch nebenher jobben müssen, wirds eng, denn ist gibt ja kein unendliches angebot an jobs.
und wie soll das ganze erst funktionieren, wenn das schulsystem in ein paar jahren vielleicht doch mal reformiert wird und es dadurch immer mehr kinder aus ärmeren familien es bis zum abitur schaffen?
und stipendien kann man auch nicht endlos verteilen, schließlich ist auch nicht jedes kind aus ärmeren familien ein überflieger.
Die Leute müssen mal von dem Gedanken runter das nur weil sie Abi haben sie auch automatisch Anrecht auf weitere 6-8 Jahre Beschäftigungstherapie vom Staat haben.
erwischt ;) :D
Was ich allerdings als eine Sauerei empfinde ist das z.B. Bayern und BaWü Rückmeldegebühren einführen wollen. Afaik pro Semester 40€. Das endet bei mir wieder bei Geldschinderei.
Also ich studier in Bayern und zahl schon seit Beginn die Wiederanmeldegebühr fürs Semester... hab erst vor 2 Wochen wieder 85€ gezahlt.
mfg Denis
is']Also ich studier in Bayern und zahl schon seit Beginn die Wiederanmeldegebühr fürs Semester... hab erst vor 2 Wochen wieder 85€ gezahlt.
mfg Denis
Das ist nicht das, worüber hier gesprochen wird. Diesen errr..... Verwaltungsbeitrag zahlen so gut wie alle - schont seit acht Jahren Minimum (auch wenn er von Jahr zu Jahr höher wird).
Real FutureCop
26.01.2005, 19:21
Die Ausstattungstechnischen anforderungen an die Unis sind gewaltig gewachsen in den letzten 20 Jahren. Das dies finanziell nicht mehr abgedeckt werden kann, verwundert niemanden. Ich finde es also okay Studiengebühren zu erheben. Mal ehrlich: 150-250 Euro pro Semester ist für JEDEN machbar und bezahlbar.
Wenn man sich durchrechnet wie lang ein Semster ist und wie lange man Zeit sich diese Kohle zusammenzukratzen (Arbeiten?).
...
Ich finde diesen Comment etwas unangebracht. Klingt, Sorry, nach Bildzeitung. :(
Kann deinem ganzem Statement nur Zustimmen! Was denken eigentlich die lieben Studenten wo das Geld herkommt? Andere gehen um zu Leben "Arbeiten". Aber Studenten wollen für Wissen, was man sich eigentlich erarbeiten sollte, nichts blechen. Und die Lehrer leben ab sofort auch von Luft?
Sorry aber hatte deswegen schon mit anderen Studenten einige Auseinandersetzungen, mit dem Schluß das mir in solchen Punkten zugestimmt wurde. Ist schon komisch, oder?
MfG Real FutureCop
P.S.: Mir ist auch klar das Studieren nicht nur was für Reiche sein soll, aber hey Minijobs kann jeder nebenbei machen.
Naja wenn er von "Rückmeldegebühren" redet dann ist es das was wir zahlen ;)
Wir zahlen in HD Rückmeldegebühren, Studentenwerksbeitrag und demnächst dann auch Studiengebühren. Gut, ich nicht mehr... bei mir is das im Juni definitv vorbei. Aber die Bedingungen bei uns sind derart scheiße (kann nur für Jura in HD sprechen). Kaum Bücher, schlechte PCs, insgesamt schlechte Räumlichkeiten, zuviele Studenten usw usw usw. So kann es nicht weitergehen. Freilich dürfen die Gebühren nicht so hoch, daß es sich kein Schwanz mehr leisten kann. Aber man sollte Stipendien an gute Schüler vergeben und vor allem den Studentendurchschnitt drücken und wieder wenige, aber gute Studis haben, die sich auch von den Profs betreuen lassen; und vor allem die scheiß Professoren mal kontrollieren und denen sagen, daß sie an der Uni einen Job zu erledigen haben und Studenten keine Aussätzigen sind, denen man sogar die Hand geben kann, wenn man ihnen begegnet.
Ich könnte stundenlang weitereden, aber unser Bildungssystem hier ist, gelinde gesagt, im Arsch.
porn()pole
26.01.2005, 23:05
Gut, ich nicht mehr... bei mir is das im Juni definitv vorbei.
Fertig oder schmeisste hin?
@Real FutureCop
Die meisten Nicht-Studenten können sich teilweise nicht vorstellen, was Studieren wirklich heisst... das Bild des ständig bis mittag schlafenden, jeden Abend feiernden Studenten hat sich in die Köpfe eingebrannt, als wäre es normal...
Jene, die so studieren, die studieren meist 13 Semester und länger, weil sie es nicht gebacken kriegen. Normale Studenten haben ordentlich zu tun und geistige Schwerstarbeit zu verrichten... je nachdem, wie man selbige gewöhnt ist!
Wenn ich mir vorstelle, jetzt in der Endphase des Semsters arbeiten zu müssen, würd ich durchdrehen! Gut, ok, ich bin von Geburt an ein fauler Kerl, aber ich denke an andere, zB die Mediziner oder Pharmazeuten oder Biowissenschaftler, bei denen gehts fuckin really ab!
Fertig oder schmeisste hin?
Zwangs-fertig, sozusagen. Letzte Chance. Und null Bock... Jura sucks.
Spekulatius
27.01.2005, 13:33
Kann deinem ganzem Statement nur Zustimmen! Was denken eigentlich die lieben Studenten wo das Geld herkommt? Andere gehen um zu Leben "Arbeiten". Aber Studenten wollen für Wissen, was man sich eigentlich erarbeiten sollte, nichts blechen. Und die Lehrer leben ab sofort auch von Luft?
Ist das jetzt Neid oder wo kommen solche Ansichten her? Hat jemand schonmal überlegt auf was Studenten eigentlich alles verzichten müssen? Ich hab Freunde, die haben nach dem Abitur gleich eine Ausbildung gemacht und beginnen jetzt nach 5 Jahren damit sich ein Haus zu bauen. Mal ganz abgesehen von eigenem Auto, regelmäßigem Urlaub usw.. Es ist doch nicht so das ein Studium das Schlaraffenland ist, den halben Tag im Bett liegen, abends Party machen und nach 5 Jahren dann nen Einstiegsjob für 50.000Euro. Das ist doch nicht die Realität! Studieren heißt auch hart arbeiten und zwar mit dem Kopf. Mag sein das "Handarbeiter" das nicht einsehen wollen, aber die können ja gerne mal tauschen. Und es gibt jede Menge Studiengänge, deren Absolventen nachher auch nicht spürbar mehr verdienen als ganz normale Facharbeiter. Da braucht mir also niemand mit dem Besserverdienerargument kommen.
Herr Goppel meinte heute jeder Student könnte problemlos 100Euro im Monat sparen bzw. das mit 2h Nebenjob dazuverdienen. Ich schaffe es gerade mal so jeden Monat bei einem Saldo von 0Euro zu landen. Und das obwohl ich nur esse, wohne, Lehrmittel kaufe und ab und an mal weggehe. Ich frage mich wo ich da einsparen soll? Und die Nebenjobs mit 50Euro Stundenlohn möchte auch mal sehen. In meiner Stadt ist es teilweise unmöglich überhaupt nen Nebenjob zu finden und wenn dann für höchsten 7Euro die Stunde.
Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Qualität der Ausbildung verbessern wird. Entweder versanden die 500Euro in irgendwelchen Haushaltslöchern oder die öffentlichen Mittel für die Hochschulen werden in Zukunft um den Betrag der Studiengebühren nach unten angepasst. Ist doch in allen Bereichen der Gesellschaft so, überall wo der Bürger heute mehr zuzahlen darf hat sich die Qualität nicht verbessert.
Des Weiteren glaube ich nicht das Gebühren ein Studium beschleunigen. Da Studenten in Zukunft mehr jobben müssen, bleibt weniger Zeit fürs studieren.
Ich glaube auch nicht das Studiengebühren sozial verträglich sind. Stipendien gibt es nicht für die breite Masse und wird es wohl auch in absehbarer Zeit nie geben. Ist man nun gezwungen einen Bildungskredit aufzunehmen, vielleicht sogar zusätzlich zum Bafög, läppern sich schnell 20.000-30.000Euro zusammen. Die wollen erstmal abbezahlt werden nach dem Studium. Zusammen mit den Einkommensverlusten während des Studiums, muss man sich am Ende fragen wozu man überhaupt studiert hat. Das Ganze wird der propagierten Erhöhung der Studierendenzahlen sicher sehr zuträglich sein.
Kann deinem ganzem Statement nur Zustimmen! Was denken eigentlich die lieben Studenten wo das Geld herkommt? Andere gehen um zu Leben "Arbeiten".
Du wirst es nicht glauben - es gibt auch Studenten, die arbeiten für ihr Geld. Dank der eingeschränkten zeitlichen Flexibilität, die sich von Semester zu Semester auch noch ändert, sogar oft in wechselnden, weniger qualifizierten Jobs mit entsprechendem Stundenlohn.
Zwischendrin wird dann zur Uni gegangen und statt zu schlafen wird dann gelernt.
Oder wie stellst du dir den typischen Studentenalltag vor?
Absolut richtig! Mehr brauch ich nich sagen!
cu all
lufkin
Du wirst es nicht glauben - es gibt auch Studenten, die arbeiten für ihr Geld. Dank der eingeschränkten zeitlichen Flexibilität, die sich von Semester zu Semester auch noch ändert, sogar oft in wechselnden, weniger qualifizierten Jobs mit entsprechendem Stundenlohn.
Zwischendrin wird dann zur Uni gegangen und statt zu schlafen wird dann gelernt.
Oder wie stellst du dir den typischen Studentenalltag vor?
Solche Aussagen wie von Future Cop sind typisch für Leute, die den echten Studienstreß nie mitmachen mußten oder irgendirgendeinen Larifari-Studiengang hatten.
Deine Meinung in Ehren, FC, aber Du hast keinen Plan.
Sicher, auch bei uns gibt es haufenweise Prinzen und Perlenschnecken, die zu nix zu gebrauchen sind. Aber es gibt eben auch einen riesigen haufen, die nebenher arbeiten müssen. In meinem Studiengang gibt es bspw. praktisch keine Semesterferien in denen man mal nen Batzen Geld verdienen könnte ohne was lernen zu müssen. Da heißt es morgens arbeiten und abends lernen. Oder umgekehrt.
Dope4you
27.01.2005, 20:11
Ich weiß ja nicht, wie du rechnest, aber ich bekomme bafög und behalte nach abzug der Miete noch 50€ zum (über)leben. dann erklär mir mal wie man das bezahlen soll?
Arbeiten? nette idee, kann man evtl hinbekommen. teilweise liegen die zeiten der vorlesungen etc so beschissen das für manche da ne arbeit zwischendrin net möglich ist. und nur studieren und arbeiten kann man nicht. man braucht auch nen bissl erhohlung und wenns beim sport ist.
und bezüglich shiro kann ich nur sagen: ist bildung also zum luxus geworden oder was?
ich bin der meinung, dass leute, die die intelligenz haben um zu studieren, dies auch machen können sollten, d.h. man sollte es finanzieren können.
PS ich zahle jetzt schon ~130€ semsterbeitrag
gegrüßt
PS die rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen ;)
Du hast 50 Euro zum Überleben, aber deine Hardware in der Sig ist doch nicht von schlechten Eltern. Scheinbar lebt sich mit den 50 Euro nicht mal so schlecht :)
Wenn ich für 200-500 Euro mir eine Bildung aneigenen kann, die mir zu einem besser bezahlten Arbeitsplatz verhilft, dann sollte mir das auch einmal etwas Wert sein. In zig anderen Ländern wird Bildung schon lange nicht mehr umsonst angeboten.
Ich schließe mich Wintermute voll an, warum muß immer alles Gratis sein?
Wenn ich Bildung will dann muß ich was Leisten, entweder als Stipendium, sprich mich in der Uni anstrengen, oder mit Arbeit. Ich kenne einige Jobs bei uns in der Umgebung, die Samstag und Sonntag Früh sind (ca. 2.30-5.30Uhr) Zu der Zeit finden selten Vorlesungen statt. Auch ist es mir unverständlich das alle Studenten jetzt über Studiengebühren schimpfen, aber die Kneipen Abends kein Problem haben das Weizen für 4,50Euro an den Mann zu bringen.
Ich hab Freunde, die haben nach dem Abitur gleich eine Ausbildung gemacht und beginnen jetzt nach 5 Jahren damit sich ein Haus zu bauen. Mal ganz abgesehen von eigenem Auto, regelmäßigem Urlaub usw..
Kommt mir irgendwie bekannt vor. ;) :D
Studiengebühren sind ok. Wer das Privileg hat zinsfrei(!) Geld zu leihen (auch BaFög genannt), kann auch ein wenig zahlen.
Wieso sollte man die in vielen Fällen scheiternde Selbstverwirklichung oder Kein-Bock-auf-Arbeit-ich-studier-lieber Haltung (damit sind wohlgemerkt nicht alle mit gemeint) ohne Wertschöpfung für die Wirtschaft oder den Unis/FHs für Lau bekommen?
Ein bisschen arbeiten nebenbei schadet gewiss nicht, sowas muss man auch gelernt haben, bevor man mit mitte/ende 20 im Berufsleben zurechtkommen will.
Und außerdem: Wer studiert, bekommt ja (angeblich) die besser bezahlten Jobs, also kassiert man eben hinterher wieder ein. ;) :lol
Wer wirklich nur aus Interesse studiert hat wohl auch kein Problem damit, etwas dafür zu leisten, wenn man es unbedingt haben will.
Die Bedingungen an bsw. der Hamburger Uni sind besch***en - Beispiel: Veranstaltung im 13 Stockwerk (eigentlich der 14. Stock). Dummerweise werden grad die Fahrstühle erneuert und es steht für alle Räume und Bibliotheken in allen zwölf lehrend genutzten Stockwerken drei Fahrstühle zur Verfügung.
Tröste dich, ist in Erlangen nicht viel anders, bei meiner letzten Tour durch die ganzen Unis/Fakultäten/Lehrstühlen und Instituten dort musste ich auch öfters Treppen steigen. :evillol
War dort aber auch sehr verschieden, teilweise hatten sie richtige Glaspaläste hingebaut, kein Wunder, wenn dann Geld für Equipment fehlt. :rolleyes
Im Zweifelsfall können die Erststudierenden damit aber auch verschont bleiben, aber wer chronisch am studieren ist, kann ruhig zahlen.
mfg Simon
Und außerdem: Wer studiert, bekommt ja (angeblich) die besser bezahlten Jobs, also kassiert man eben hinterher wieder ein. ;) :lol
1) Kommt drauf an, was man studiert
2) Die rosigen Zeiten der Formel Akademiker = Neureicher nach Abschluß des Studiums sind schon lange vorbei. Alleine die Juristenschwemme ist brutal. Wer soll die einstellen? Wir brauchen keine Anwälte mehr, keine neuen Kanzleien usw. Es gibt viel zu viele davon. BWL: gleiches Bild, über 1000 Anfänger pro Semester an EINER Uni. Wenn Studiengebühren dazu beitragen, daß die Studenten- und damit die Akademikerzahlen in Deutschland massiv zurückgehen, bin ich dafür. Dann gibt es vll irgendwann mal wieder Jobs, die Jobs schaffen. Wir insgesamt ein Bildungsproblem in Deutschland: zuviele Studis an den Unis, zuviele Abiturienten in den Ausbildungsberufen, zuviele Realschüler im Handwerk, zu blöde Hauptschüler usw - Es kann doch nicht sein, daß pro Gymnasium mindestens 80 bis 100 Leute Abitur machen!
wieso denn nicht? früher haben genauso viele leute abitur gemacht, bei meinem vater in der stufe (gleiches gymansium wie ich) gab es auch deutlich über hundert abiturienten.
ich muss auch sagen, dass meine stufe recht groß ist, die vor uns waren unter hundert und die nach uns sind auch deutlich weniger.
ich versteh deine argumentation eh nicht. was sollen dann die abiturienten machen? alle ausbildung machen? oder was sollen dann die ganz vielen real und hauptschüler machen? gar nix? also noch mehr unqualifizierte (und dafür können dann manche viell. gar nix, weil einfach alle ausbildungsplätz besetzt sind)
irgendwas müssen die schulabgänger doch machen!
Genau das. Als meine Eltern Abi gemacht haben, gab es deutlich weniger Abiturienten, höher gebildete Realschüler und besser qualifizierte Hauptschüler. Das, was heute aus der Hauptschule kommt, hat größtenteils nur noch Sonderschulniveau.
Na du schimpfst aber über die Abiturienten. ;)
"zuviele Studis an den Unis, zuviele Abiturienten in den Ausbildungsberufen"
Ja wo sollen sie denn hin? Man wählt ja schließlich nicht Mathe LK, um dann beim Arbeitsamt Wahrscheinlichkeits-Berechnungen durchzuführen, welche Nummer man denn gleich am Automaten zieht. ;)
Letztendlich können dir uns drehen wie wir wollen, am Ende wird man immer zu dem Schluss, dass es in Deutschland nicht genug Ausbildungs- und Arbeitsplätze für alle gibt.
Wenn alle Studieren, kann keiner die ganzen fertigen Studenten aufnehmen, will jeder ne Ausbildung machen, gibt es einfach nicht genug Plätze, wobei letzterer Punkt auch eine zweite Seite kennt, nämlich das viele Firmen händeringend noch nach tauglichen Auszubildenen suchen.
Es wollen halt viele Abitur und es machen dann halt auch entsprechend viele. Daher stammen auch die Klassenstärken von jenseits der 30 Schüler in einigen Gymnasien.
mfg Simon
Na du schimpfst aber über die Abiturienten. ;)
"zuviele Studis an den Unis, zuviele Abiturienten in den Ausbildungsberufen"
Ja wo sollen sie denn hin? Man wählt ja schließlich nicht Mathe LK, um dann beim Arbeitsamt Wahrscheinlichkeits-Berechnungen durchzuführen, welche Nummer man denn gleich am Automaten zieht. ;)
Das nicht, aber die Anforderungen müssen wieder steigen, es muß wieder mehr gesiebt werden. Natürlich sollen die Abis weiterhin an die Uni, dafür gehen sie auf Abitur (eigentlich). Aber wer braucht die dort alle? Die Realschule hatte einst höhere Anforderungen als das Gymnasium heute (von einigen Fächern und Grundlagen abgesehen). So, wie es jetzt ist, aknn es nicht weitergehen. Jedes Jahr lassen sie sich was neues einfallen, um Trotteln irgendwas einfache zu machen. Ob nun Rechtschreibreform oder was anderes.
Spekulatius
28.01.2005, 02:18
Studiengebühren sind ok. Wer das Privileg hat zinsfrei(!) Geld zu leihen (auch BaFög genannt), kann auch ein wenig zahlen.
Die Logik verstehe ich nicht ganz. Wer BaFög bekommt gehört normalerweise zu denjenigen, die sich ein Studium nicht selbst oder durch die Eltern finanzieren können. Und du meinst jetzt das diese Menschen ruhig noch mehr belastet werden sollen?
Und wenn wir schon beim Thema Gebühren sind. Wieso werden eigentlich keine Gebühren für Azubis diskutiert? Nicht nur das die nichts zahlen, in der Regel bekommen die sogar noch Geld für ihre Ausbildung ohne äquivalente Gegenleistung.
Und wenn wir schon beim Thema Gebühren sind. Wieso werden eigentlich keine Gebühren für Azubis diskutiert? Nicht nur das die nichts zahlen, in der Regel bekommen die sogar noch Geld für ihre Ausbildung ohne äquivalente Gegenleistung.
Sorry, ein selten dummer Kommentar. Kleine Frage: Schonmal gearbeitet?
Ich musste in meiner Ausbildung jedenfalls einiges tun.
Generell halte ich Studiengebühren für gerechtfertigt. Allerdings im gemässigten Rahmen.
Aber Daria hat es eigentlich schon treffend geschrieben: Deutsche Studenten sollten mal über den Tellerand schauen und ins Ausland gucken. Dort sind Studiengebühren normal. Nur scheint es mir, die deutschen Studenten sind noch nicht in der Realität angekommen.
Es wird endlich mal Zeit, sich von dieser Gratis-Mentalität zu verabschieden.
Und es tut mir leid: 9 von 10 Leuten die ich kenne und studiert haben, haben entweder:
- das Studium abgebrochen, weil kein Bock oder zu schwer
- die Studienrichtung gewechselt, weil kein Bock oder zu schwer
- sind Langzeitstudenten
Wenn ich dann in meinem Bekanntenkreis so einige Studenten reden höre, dann kann ich nur sagen: Liebe Studenten, ihr habt es nicht anders verdient.
Noch etwas: Wenn ich mich privat weiterbilden möchte, sei es sprachlich oder in einem anderen Bereich dann tut es was? Richtig, es kostet Geld. Wenn ich wirklich entschlossen bin, etwas für meine Bildung und Zukunft zu tun, dann muss ich auch etwas dafür investieren, in diesem Fall Zeit und Geld.
bitfunker
28.01.2005, 09:02
Hm, irgendwie hab ich das Gefühl, dass eine Ausbildung anstrengender als ein Studium angesehen wir. Dem möchte ich widersprechen, Studium + Jobben ist auch kein Zuckerschlecken. Klar, es gibt auch ein paar Bummelstudis, aber die sind imho deutlich weniger, als man wahrnehmen möchte.
Und von wegen besser verdienen nach dem Studium.
Wenn man die Rechnung aufmacht:
A) Nach der 10. Klasse in die Ausbildung = 3 Jahre Ausbildungsvergütung + Danach Job ab ca. 19 Jahren = Gehalt
gegen
B) Abi + 3 Jahre Schüler ohne Einkommen außer Jobs + min. 4 Jahre Studium ohne einkommen außer Jobben -> Gehalt ab frühestens ca. 23 Jahren
kommen schon einige 10.000 Euro Vorsprung zusammen. Dann noch die Kosten für meist unbezahlte Praktika, Lehrmaterial, Unmengen Kopien, ...
Das Gehalt von Akademikern müsste also deutlich höher ausfallen, alleine um diesen Nachteil wett zu machen. Wenn ich auf meinen Gehaltszettel (ich sage Spendenquittung dazu) gucke, sehe ich allerdings keinen finanziellen Ausgleich...
Sehr richtig. Ich will gar nicht wissen, was ich für Büche rund Skripten schon ausgegeben habe. Grade im Bereich Jura kann es was Kosten und Zeitmangel angeht die Hölle sein, wenn man nicht zufällig auf Rosen gebettet ist. Die Vorlesungen taugen nichts, man kann icht hingehen, weil man evtl. Hausarbeiten und Klausuren schreiben und danach zur Arbeit muß. alle Nase lang ändert sich was. Und zum Examen MUSS man sich die aktuellen Gesetzestexte kaufen, dh etwa 1x im Jahr 100 Euro für Gesetze, dann noch die Kosten für 10 bis 20 Skripten, Bücher und Fallbücher, nicht gerechnet das eine oder andere kostenpflichtige Repetitorium eines privaten Anbieters usw usw usw Vollständig ausgelernt als Volljurist ist man günstigstenfalls als Frau oder Kerl ohne Zivi etc mit 25. 29 oder 30 sind keine Seltenheit. Bis dahin hat man nur verzichtet und gelitten, auch wenn man sich mal ein Semester oder zwei etwas hat hängen lassen. Und danach? Wegen der Studentenschwemme keine Stelle. Super Sache.
Ein Staatsanwalt hat ein Einstiegsgehalt von etwa 2500 Euro, soweit ich weiß. Das ist ein schlechter Witz. Von den ganzen Leuten, die sich selbständig machen müssen in diesen Zeiten ganz zu schweigen. Da heißt es nochmal ein paar Jahre warten, wenn es dumm läuft, bi endlich ein paar Kröten in die Kasse kommen, aber die monatlichen Gebühren in Höhe von etlichen Euro für die Zulassung als Anwalt muß man trotzdem hinlegen.
guillome
28.01.2005, 09:48
Das, was heute aus der Hauptschule kommt, hat größtenteils nur noch Sonderschulniveau. wer sitzt dann noch in der sonderschule :confused :D
@ b-runner und Tod:
Es kommt sicher darauf an, was für eine Ausbildung man macht. Ein pauschalen Vergleich würde ich nicht ziehen. Und heutzutage ist es bei den derzeitigen Rahmenbedingungen auf keiner Seite ein Zuckerschlecken.
Bis dahin hat man nur verzichtet und gelitten, auch wenn man sich mal ein Semester oder zwei etwas hat hängen lassen. Und danach? Wegen der Studentenschwemme keine Stelle. Super Sache.
Genau das ist der Punkt. Ein Studium ist, sofern ich mich erinnere, eine recht freiwillige Sache. Ich kenne niemanden der dazu gezwungen wird. Daher gilt das Sprichwort: "Wer das eine will, muss das andere mögen." Das die Studienbedingungen alles andere als rosig sind, weiß ich selber. Dennoch steht zu hoffen, dass diese Studiengebühr Bummelanten und Möchtegernstudenten abschreckt. So könnte auch die berufene Studentenschwemme eingedämmt werden. ;) Zudem soll sich ja gerade ironischerweise durch die Gebühren die Qualität der Studienbedingungen verbessern.
bitfunker
28.01.2005, 10:08
Ein Studium ist, sofern ich mich erinnere, eine recht freiwillige Sache. Stimmt, aber so gesehen ist das eine Ausbildung auch...
Spekulatius
28.01.2005, 10:29
Sorry, ein selten dummer Kommentar. Kleine Frage: Schonmal gearbeitet?
Ich musste in meiner Ausbildung jedenfalls einiges tun.
Ja ich habe schon gearbeitet. Gegenfrage: Hast du schon mal studiert? Scheinbar nicht, sonst würdest du nicht auf die Idee kommen das Studium als Privatvergnügen zu betrachten.
Des Weiteren schreibst du, dass man in seine private Weiterbildung investieren soll. Was bitte schön ist denn eine berufliche Ausbildung wenn nicht private Weiterbildung? Soweit ich weiß wird hier niemand gezwungen sich nach der Schule weiter zu qualifizieren.
Naja das ist der typische Sozialneid hier in Deutschland.
porn()pole
28.01.2005, 10:59
wer sitzt dann noch in der sonderschule :confused :D
Zum Beispiel diejenigen, die mit 17 Jahren immer noch nicht richtig schreiben können... da würden mir spontan so einige einfallen... :schaf
michael_knight
28.01.2005, 11:37
Stimmt, aber so gesehen ist das eine Ausbildung auch...
Stimmt auch, aber was brint demjenigen am Ende mehr?! :lol Glaube das Studium! ;)
Dope4you
28.01.2005, 11:43
Ja ich habe schon gearbeitet. Gegenfrage: Hast du schon mal studiert? Scheinbar nicht, sonst würdest du nicht auf die Idee kommen das Studium als Privatvergnügen zu betrachten.
Des Weiteren schreibst du, dass man in seine private Weiterbildung investieren soll. Was bitte schön ist denn eine berufliche Ausbildung wenn nicht private Weiterbildung? Soweit ich weiß wird hier niemand gezwungen sich nach der Schule weiter zu qualifizieren.
Naja das ist der typische Sozialneid hier in Deutschland.
Was hat das jetzt mit Sozialneid zu tun?
ich hab beides gemacht, Studium und Ausbidung. In der Ausbildung mußt du zu 70 % Handlangerdienste machen, für die der Betrieb sonst eine ungelernte Karft einstellen müßte, du bist ja meist (Nicht überall) so ne Art Hilfsarbeiter mit dem Anrecht auf fachliche Unterweisung. Im ersten und 2. Lehrjahr nicht ganz sooo wild, aber im 3. Lehrjahr ersetzt du schon fast einen Ausgelernten.
Im Studium hast du mehr Freiheiten, das der schulische Stress genau so schlauchen kann wie der Körperliche ist logisch, aber als Student bekommst du ja Leistung vom Staat und dafür kann der Staat ja auch was verlangen. Du bringst in deiner Studienzeit ja fast keine Gegenleistung. Wenn jetzt Studiengebühren eingeführt werden, wird es auch genügend Möglichkeiten geben sich auch als Abituren aus ärmeren Verhältnissen ein Studium zu leisten.
Entweder als Darlehen, oder durch Fördermittel für Begabte (Stipendium). Und wenn der Staat 500 Euro (maximum Betrag) pro Jahr nimmt sind das 4000 Euro die man in 4 Jahren mehr aufbringen muß als vorher. Diese Summe könnte bereits vorher durch die Eltern angespart werden. Wer Kinder in die Welt setzt sollte sich auch darüber bewußt sein, das die Geld kosten. Für die jetztige Generation die in 2-3 Jahren, oder sofort mit den Gebühren belastet werden ist dies natürlich nicht anzusparen, aber wenn mein Kind jetzt 10 Jahre ist kann ich ja wohl für die Ausbildung etwas zur Seite legen. Wenn das Kind dann nicht studiert, kann es sich ja ein Auto kaufen.
Dope4you
PS: Ich habe selber 2 Kinder (zwar noch 10 Jahre vom Studium entfernt) für die ich bereits jetzt Geld in Fonds einzahle, damit Sie später studieren können, bzw eine Ausbildung machen können. Lieber fahr ich nur alle 2 Jahre in Urlaub und lege das Geld dafür an, damit die beiden später einen guten Start ins Berufsleben haben.
guillome
28.01.2005, 11:51
Im Studium hast du mehr Freiheiten, das der schulische Stress genau so schlauchen kann wie der Körperliche ist logisch, aber als Student bekommst du ja Leistung vom Staat und dafür kann der Staat ja auch was verlangen. Du bringst in deiner Studienzeit ja fast keine Gegenleistung. Wenn jetzt Studiengebühren eingeführt werden, wird es auch genügend Möglichkeiten geben sich auch als Abituren aus ärmeren Verhältnissen ein Studium zu leisten.
das stimmt in fast allen punkten 100%!
aber es ist nicht so, dass man leistungen von staat erhält ohne dass man auch wieder was zurück gibt. die fertigen studenten (zumindest die meisten) sind größtenteils die basis für neue technische innovationen und ideen die später arbeitsplätze schaffen und somit den wirtschaftsstandort deutschland im internationeln wettbewerb hält. ohne hoch spezialisierte fachkräfte kein wettbewerb. wie war es denn bei der greencard, als alle kalte füße bekommen haben weil zu dieser zeit ein chronischer it-fachkräfte mangel war. man kann sagen, dass der student dem staat während der studienzeit nichts zurückgibt, aber dafür nach der studienzeit umso mehr. deshalb sollte man den kompletten wirtschaftskreislauf betrachten und nicht nur diese 4 jahre studienzeit!
ich bin gerade im 7. semester und bezahle in baden württemberg, an der hochschule der medien, jedes semester 108€ verwaltungskosten und studentenwerksbeitrag. wenn man dann das ganze auf 500€ erhöhen würde, müsste ich kapitulieren trotz meines nebenjobs... . gott sei dank bin ich bis in ein paar monaten fertig :freak2
bitfunker
28.01.2005, 12:23
Stimmt auch, aber was brint demjenigen am Ende mehr?! :lol Glaube das Studium! ;) Hm, dachte ich vor dem Studium auch mal, wenn ich auf meine Lohnabrechnung schaue, bin ich mir da nicht mehr so sicher. :(
Shiro <Kamui>
28.01.2005, 12:34
Verabschiedet euch doch mal von der These das nen Studium später mehr Geld bringt! Das ist doch nur nen Gerücht...klar es gibt später mal die TopLeute die sich dumm und dänmlich verdienen,aber wir müssen mal von der Masse ausgehen.
Also ich würde sagen,dass nen Studium am Meisten Vorteil bei ner Jobsicherheit bringt,da man einfach nicht so "schnell" rausgeworfen wird/bzw. leichter nen neuen Job findet. Ihr müsst euch mal vorstellen was ihr verdienen müsst um die 7+X Jahre aufzuholen.
michael_knight
28.01.2005, 12:57
Hm, dachte ich vor dem Studium auch mal, wenn ich auf meine Lohnabrechnung schaue, bin ich mir da nicht mehr so sicher. :(
Bei mir gehts eigentlich. Ich sitze zwar noch am Diplom bin aber schon fast fertig. Habe auch schon Berwerbungen geschrieben und die Angebote die ich habe sind voll OK. Die erste von den vier Zahlen bez. Gehalt war fast ausschließlich eine 3! :D
porn()pole
28.01.2005, 12:59
Bei mir gehts eigentlich. Ich sitze zwar noch am Diplom bin aber schon fast fertig. Habe auch schon Berwerbungen geschrieben und die Angebote die ich habe sind voll OK. Die erste von den vier Zahlen bez. Gehalt war fast ausschließlich eine 3! :D
Brutto wahrschiens... ;)
In was machste denn dein Diplom?
Naja das ist der typische Sozialneid hier in Deutschland.
Welchen sozialen Neid meinst du in diesem speziellen Fall.
Meinst du den Neid von Stundenten: ?
A) Nach der 10. Klasse in die Ausbildung = 3 Jahre Ausbildungsvergütung + Danach Job ab ca. 19 Jahren = Gehalt
gegen
oder den "Neid" von Auszubildenen auf das:
B) Abi + 3 Jahre Schüler ohne Einkommen außer Jobs + min. 4 Jahre Studium ohne einkommen außer Jobben -> Gehalt ab frühestens ca. 23 Jahren
kommen schon einige 10.000 Euro Vorsprung zusammen. Dann noch die Kosten für meist unbezahlte Praktika, Lehrmaterial, Unmengen Kopien, ...
Das Gehalt von Akademikern müsste also deutlich höher ausfallen, alleine um diesen Nachteil wett zu machen. Wenn ich auf meinen Gehaltszettel (ich sage Spendenquittung dazu) gucke, sehe ich allerdings keinen finanziellen Ausgleich...
:confused :D
mfg Simon
Edit:
Wieso werden eigentlich keine Gebühren für Azubis diskutiert? Nicht nur das die nichts zahlen, in der Regel bekommen die sogar noch Geld für ihre Ausbildung ohne äquivalente Gegenleistung.
1) Das Geld gehört eigentlich den Eltern der Auszubildenen, in 99% der Fälle bekommen es aber die Azubis selbst
2) Keine Gegenleistung? Ach, dass man ab Ende des 1. Lehrjahres oder im 2.Lehrjahr zu 80% die Tätigkeiten eines Ausgelernten tätigst ist auf einmal keine Gegenleistung dem Betrieb über?
3) Scheinst du auch keine Ahnung davon zu haben, wie das Leben von Auszubildenen aussieht, genauso wenig wie einige Auszubildenen den Studentenalltag kennen.
4) neidisch? :D
Wintermute
28.01.2005, 18:24
3) Scheinst du auch keine Ahnung davon zu haben, wie das Leben von Auszubildenen aussieht, genauso wenig wie einige Auszubildenen den Studentenalltag
Interessant wie schnell Leuten immer vorgeworfen wird "Keine Ahnung" zu haben. Ich finde das sehr respektlos.
Ausserdem werden hier 2 völlig verschiedene Systeme gegeneinander aufgewogen die anderen Richtlinien folgen, da wird nie etwas bei rauskommen.
Alles hat seine dunklen Seiten. Ein Studiem geht länger, und man bekommt nichts dafür. Dafür ist man oft während einer Ausbildung der Depp der alles machen darf auf das die anderen keinen Bock haben.
Sehe ich mir den Umfang an theroetischem Material an, kommen 80% der Ausbildungen nicht mal Ansatzweise an ein Studium ran sobald man eine Ausbildung mit ihrem akademischen Äquivalent vergleicht.
Allerdings bin ich der Ansicht das ein Studium min. 6 Monate Praktikum beinhalten sollte was leider immer noch nicht der Fall ist. Das ist eben der Vorteil an einer Ausbildung, der praktische Aspekt eben.
So what?
porn()pole
28.01.2005, 19:18
Allerdings bin ich der Ansicht das ein Studium min. 6 Monate Praktikum beinhalten sollte was leider immer noch nicht der Fall ist. Das ist eben der Vorteil an einer Ausbildung, der praktische Aspekt eben.
So what?
Naja, sogar in meinem "Krüppelfach" ist ein mind. 6monatiges uni-fernes Praktikum zulassungspflichtig für das Diplom! ;)
und selbst wenn es nich in den studienordnungen drin steht brauch man sich ohne praktikum bei keiner firma sehn lassen.
Wintermute
28.01.2005, 21:14
Beides richtig. Aber vielerorts fehlt das noch. Mitten im Studium ein Praktikum hilft imho deutlich weiter. Sollte Pflicht werden.
Interessant wie schnell Leuten immer vorgeworfen wird "Keine Ahnung" zu haben. Ich finde das sehr respektlos.
Ausserdem werden hier 2 völlig verschiedene Systeme gegeneinander aufgewogen die anderen Richtlinien folgen, da wird nie etwas bei rauskommen.
Alles hat seine dunklen Seiten. Ein Studiem geht länger, und man bekommt nichts dafür. Dafür ist man oft während einer Ausbildung der Depp der alles machen darf auf das die anderen keinen Bock haben.
Sehe ich mir den Umfang an theroetischem Material an, kommen 80% der Ausbildungen nicht mal Ansatzweise an ein Studium ran sobald man eine Ausbildung mit ihrem akademischen Äquivalent vergleicht.
Allerdings bin ich der Ansicht das ein Studium min. 6 Monate Praktikum beinhalten sollte was leider immer noch nicht der Fall ist. Das ist eben der Vorteil an einer Ausbildung, der praktische Aspekt eben.
1) Wenn ich sowas lese, dass Azubis anscheinend nichts machen und einfach nur Kohle kassieren, hat der andere wohl keine Ahnung, denn sonst würde man nicht sowas posten.
Genauso wenig stimmt es halt, dass Studenten nur rumgammeln.
2) Das man in der Ausbildung als Depp behandelt wird ist auch ein gern pauschalisierte Tatsache, die sich maximal nur noch auf Handwerksberufe auf Baustellen beziehen. Ansonsten sind die Firmen viel zu fest an Ausbildungsrichtlinien geknebelt und den Lehrlingen auch das Beibringen müssen, was sie für einen Abschluss brauchen.
In den mittleren-großen Betrieben hat man entweder ne eigene Ausbildungsabteilung und innerbetriebliche Lehrstätten oder wird voll in den Arbeitsfluss der Firma eingebunden indem man nach einer bestimmten Zeit fast wie ein normaler Geselle arbeitet.
3) Sicher in der Ausbildung gibt es viel weniger Theorie. Man lernt halt nicht zu lernen, sondern zu arbeiten. Dafür spart man sich halt den Großteil an theoretischen Kram.
Zumal es nach der Ausbildung mit entsprechendem Schulabschluss immernoch möglich ist, ein Studium an einer Fachhochschule nachzuschieben um:
a) wenn nötig seine Qualifikation weiter zu vertiefen indem man noch viel mehr Hintergrundtheorie erlernt
b) konkret auf eine Stelle in einem Betrieb hinzuarbeiten und eine feste Perspektive hat
mfg Simon
so haben wir es mal wieder geschafft aus einem Thread der eigentlich um Studiengebühren geht, einen Thread zu machen der den Kampf Studenten vs Auszubildene beschreibt ;)
Kein Wunder, wenn einer damit anfängt gegen Auszubildene zu schimpfen ist es doch klar, dass da welche auf den Plan gerufen werden. ;)
mfg Simon
Wintermute
28.01.2005, 22:33
Man lernt halt nicht zu lernen, sondern zu arbeiten. Dafür spart man sich halt den Großteil an theoretischen Kram.
Ich bin nicht auf die Auszubildenden "losgegangen". Aber was solche Aussagen wie hier oben betrifft, bewegst du dich imho genauso auf "keine Ahnung-Gebiet" wegen dem du B-runner kritisiert hast.
Das hört sich an als ob den Theroretischen "Kram" keiner brauchen würde. :rolleyes
Allem sonst kann ich nur zustimmen. Stellt sich allerdings die Frage: Warum nicht gleich studieren und danach 2x6 Monate Praktikum machen? Spart Zeit und man lernt auch zu arbeiten.
Wo hab ich gesagt, dass du auf die Auszubildenen losgegangen bist?
Wo hab ich b-runner kritisiert? Hab nur seinen Text als Vergleich oben genommen.
Die Aussage (wo ich mich in letztem Abschnitt oben bezogen habe), dass Auszubildene keine Gegenleistung erbringen stammt von "Spekulatius", der damit angefangen hat.
mfg Simon
Spekulatius
29.01.2005, 00:53
Ich habe nicht gesagt, dass Auszubildende keine Gegenleistung erbringen, sondern keine äquivalente Gegenleistung. Das ist schon ein kleiner Unterschied.
Wenn die durch die Auszubildenden erbrachte Wertschöpfung die durch sie verursachten Kosten tatsächlichen decken oder übersteigen sollte, bin ich gerne bereit einen Fehler einzuräumen. Was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, lässt allerdings Gegenteiliges vermuten.
Dies ist eine ganz nüchterne Feststellung meinerseits, keineswegs geht es mir darum Auszubildende schlecht zu machen. Also unterstell mir das bitte auch nicht Simon.
Hier noch ein, wie ich finde, interessantes Interview zum Thema.
http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,338346,00.html
Mir ist natürlich klar, dass sich Gebührenbefürworter und Gebührengegner die Fakten jeweils so hindrehen, wie es gerade passt.
Wintermute
29.01.2005, 17:39
@Simon:
Okay, Sorry, dann habe ich da was falsch aufgefasst. Man ist nie sicher vor seiner eigenen Blindheit. ;)
michael_knight
29.01.2005, 18:44
Brutto wahrschiens... ;)
Ja klar Brutto. Aber bei LSK 1! :p
In was machste denn dein Diplom?
Maschinenbau. ;)
Möglich, dass mir die Studiengebühren das zukünftige Studium erschweren, aber aufhalten können sie es nicht. Ich bedaure es, dass von den Chefs der Landesregierungen keine klaren Aussagen über die Verwendung der Studiengebühren genannt wurden. Für mich immer noch unklar, ob ein Teil meines Bafögs am Ende im Säckel eines Rentners landet oder als Investition eines neuen Bücherregals in der Uni benutzt wird.
Das verwirrt mich, denn wenn das Geld nicht für die Unis benutzt wird, mutet das ganze nach einer Steuer zum studieren aus. Und das widerspricht der Nachfrage des deutschen Marktes nach Fachkräften, ergo könnte ich dann die Entscheidung der Politiker nicht nachvollziehen.
Darüberhinaus wünsche ich mir ein System mit sozialverträglichen Gebühren wie in den USA.
Die Politiker wissen selbst noch nich wo das geld hinfließt aber da es in allen Ländern in denen in den letzten Jahren StudGeb eingeführt wurden das meiste in die haushaltslöcher geflossen is, wird es bei uns wohl nich anders sein.
cu all
lufkin
Ich möchte keine 2Klassengesellscheft ! ...Die hatte ich heute schon beim Zahnarzt !
-gb-
Ich habe nicht gesagt, dass Auszubildende keine Gegenleistung erbringen, sondern keine äquivalente Gegenleistung. Das ist schon ein kleiner Unterschied.
Wenn die durch die Auszubildenden erbrachte Wertschöpfung die durch sie verursachten Kosten tatsächlichen decken oder übersteigen sollte, bin ich gerne bereit einen Fehler einzuräumen. Was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, lässt allerdings Gegenteiliges vermuten.
Naja das ist Firmenabhängig, da kann man eigentlich keine Pauschalaussage treffen.
Je nachdem wie die Unternehmen ihre Auszubildenen in den Workflow mit einbinden. Manche Firmen, die die Azubis nur Handlanger-Jobs machen lassen zahlen garantiert drauf, diejenigen, die ihren Azubis hauptsächlich Aufgaben zuteilen, die effektiv der Wertschöpfung der Firma zuträglich sind, kommen mit etwa +/- 0 oder vielleicht sogar leichtem Gewinn raus, wenn sie sich dadurch einen richtigen Gesellen sparen.
Aber wenn du von äquivalenter Gegenleistung sprichst, frage ich besser nicht danach, welche Gegenleistung die Studenten den Unis gegenüber erbringen. ;)
mfg Simon
neo-bahamuth
02.02.2005, 21:50
Hmm meine Uni wird bald zum zweiten mal Seit 2003 50€ "Verwaltungsgebühren" aufschlagen (damit hat das Semesterticket dann schonma 173€), wenn dann der vorerst Extremfall 500€ Studiengebühren eintritt kostet mich das Studium pro Semester knapp 700€ (in der Vorlesungsfreien Zeit im Sommer arbeite ich 10 Wochen Schicht für insgesamt 3000€), d.h. die Hälfte meines Lohnes aus der Ferienarbeit is futsch... Dann nachm Studium noch 10.000€ Bäfög-Schulden (bekomm 530€ im Monat).
Normalerweise würd ich das Geld für bafög-Rückzahlung verwenden aber das kann ich nun auch knicken. Und verbessern wird sich eh nix (gibt es nicht in Österreich schon seit einiger Studiengebühren und nix hat sich qualitativ an den Unis getan?), seit der Ökosteuer sind die Straßen ja auch nicht besser geworden ^^
Naja wenigstens hab ich nach dem nächsten Sommersemester nur noch 4 Semester, kotzt mich dennoch an. Bin ja mal gespannt ob dann unsere geisteswissenschaftlichen Lehrstühle wieder aufgestockt werden oder ob wie immer die Jura und WiWi Fakultäten die ganze Kohle bekommen. Wobei die jetzt schon ne ordentliche Bibliothek und WLAN haben (ich red von Augsburg). Und ich muss mich in eins von zwei Seminaren für ca. 1250 Leute in mittelalterlicher Geschichte quetschen (wenn ich es denn Schaffe, min. ne Stunde vor Anmeldebeginn vor dem entsprechenden Büro zu stehen).
Und selbst wenn das Geld den Unis zugute kommt, bis sich wirklich etwas verbessert hab ich eh schon meinen Magister in der Tasche...
Ich frag mich nur wie Finnland es schafft, das Studium kostenlos mit guter Unterstützung der Studenten zu halten und gute PISA-Ergebnissen in den Schulen abzustauben. Irgendwas muss unser Staat da gewaltig falsch machen. :rolleyes
edit: Noch ne kleine Anekdote zur Zwei-Klassen.Geselschaft beim Arzt: Hier in Augsburg gibts einen mit getrennten Wartezimmern für Kassenpatienten und Privatversicherte ^^
Ich hatte jetzt gerade viel Zeit über Studiengebühren nachzudenken.
Immerhin dauerte mein Heimweg läppische 2,5 Stunden, der Studentendemos sei dank.
Sicher haben die Studenten jetzt ganz viele Sympathien gewonnen, weil zur Feierabendzeit im Innenstadtbereich der Demo wegen alles gesperrt wurde. Es macht mir auch nichts aus, dass dieser Tag im Eimer ist, jetzt bin ich wenigstens auf die Notlage der Studenten aufmerksam geworden. Danke, dass es mir so in Erinnerung gerufen wurde. Die Diskussion über Studiengebühren fand ja auch nur am Rande statt.
Ich hoffe, ihr Studenten müsst euch dumm & dusselig zahlen.... :grr
Ich hatte jetzt gerade viel Zeit über Studiengebühren nachzudenken.
Immerhin dauerte mein Heimweg läppische 2,5 Stunden, der Studentendemos sei dank.
Sicher haben die Studenten jetzt ganz viele Sympathien gewonnen, weil zur Feierabendzeit im Innenstadtbereich der Demo wegen alles gesperrt wurde. Es macht mir auch nichts aus, dass dieser Tag im Eimer ist, jetzt bin ich wenigstens auf die Notlage der Studenten aufmerksam geworden. Danke, dass es mir so in Erinnerung gerufen wurde. Die Diskussion über Studiengebühren fand ja auch nur am Rande statt.
Ich hoffe, ihr Studenten müsst euch dumm & dusselig zahlen.... :grr
Danke für diesen geistreichen Comment ;)
Ich werde ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in Braunschweig aufnehmen. Und das soll hart sein. So hart, das keine Zeit für einen Nebenjob bleibt. Ja und? denken vielleicht einige, aber man achte mal auf die Meinung derjenigen, die die Universitäten in Deutschland leiten. Die sagen nämlich:
Von der Spitze der Hochschulrektorenkonferenz kam der Vorschlag zur Einführung von Studiengebühren zwischen 1.000 bis 6.000 Euro pro Semester. Die Logik: Alle Studierenden hätten Autos und Handys, und aufgrund dieses ausschweifenden Luxuslebens kämen auch Studiengebühren in Frage.
Solche Meinungen gehen natürlich unter, wenn die ganze Gesellschaft und die Leitmedien die Studiengebühren zum Top Topic ausgerufen haben.
Soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, werde ich für mein Studium keine Zeit für einen Nebenjob haben. Ich werde die Leistungen von Uni, Prof und diversen anderen Dingen in Anspruch nehmen, aber ich sehe ein, das ich nicht kostenlos Bildung erwarten darf. Warum einige Studenten das tun, verstehe ich nicht.
Was natürlich an der ganzen Diskussion hier der Knackpunkt ist: Es gibt Überlegungen die Studiengebühren nicht dem Dienstleister der Bildung, sondern dem Land zur Verfügung zu stellen. Damit wären natürlich alle Argumente Pro-Studiengebühr hinfällig und deswegen hat dein Heimweg so lange gedauert Toxic.
PS: Ich habe selber 2 Kinder (zwar noch 10 Jahre vom Studium entfernt) für die ich bereits jetzt Geld in Fonds einzahle, damit Sie später studieren können, bzw eine Ausbildung machen können. Lieber fahr ich nur alle 2 Jahre in Urlaub und lege das Geld dafür an, damit die beiden später einen guten Start ins Berufsleben haben.
Das ist ein guter Punkt und zudem einer, der, wie ich finde, von allen "schaut mal ins Ausland, da isses auch nicht anders"-Predigern gern übersehen wird.
Wenn man (oder eben die Eltern) von vornherein weiß, was auf einen zukommt, sind Studiengebühren, gerade in der angedachten Höhe, absolut kein Thema (mal abgesehen von der Frechheit, daß damit Haushaltslöcher und nicht die Ausstattung der Unis gestopft werden könnten).
Allerdings von einem Semester auf das andere einfach mal so zu sagen, "wir führen jetzt 500EUR Studiengebühr ein" - das ist ein bißchen was anderes, weil eben kaum ein derzeitiger Student 10 oder mehr Jahre Zeit hatte, dafür etwas anzusparen.
Kleine Beispielrechnung?
- 2x500 EUR Studiengebühr
- 2x180 EUR Rückmeldegebühr
- 12x340EUR Miete
- 12x45 EUR Strom
- 12x30 EUR Telefon
- 12x15 EUR "Studienmaterial"
- 12x150 EUR Essen
- 12x55 EUR Krankenversicherung (Studentenpauschale)
__________________________
8980 EUR im Jahr (da ist jetzt NULL Luxus drin, keine Kleidung, keine unvorhergesehenen Ausgaben etc.pp.)
Wäre dann ein Netto-Verdienst von 748,33 EUR monatlich, den man bräuchte, um nur "über die Runden" zu kommen. Ein Praktikum, welches etliche Studiengänge zwingend erfordern oder gar ein Computer, den auch immer mehr Studiengänge quasi erfodern, wären schon ausserhalb der finanziellen Reichweite. Ganz zu schweigen von Exkursionen oder Studienreisen, die auch in vielen Seminaren verpflichtend sind.
Das sind dann schon mind. zwei* "400EUR" Jobs, die man durchziehen muss, um sich sein Studium leisten zu können.
Wenn man sich jedoch vor Beginn des Studiums auf ein Polster von bsw. 10.000 EUR, das die Eltern für einen angelegt haben, stützen kann, oder selbst ein oder zwei Jahre zwischen Schule und Studium mal gearbeitet hat und etwas zurücklegen konnte, wird das schon viel ertragbarer - aber so zwischendrin? Never.
*nur der erste ist "for free nebenbei", für den zweiten werden Abgaben fällig.
edit:
Ich hoffe, ihr Studenten müsst euch dumm & dusselig zahlen.... :grr
Ich hoffe, es wird noch viele, viele, viele Demos geben, die dir den Heimweg versüßen - wer weiß, vielleicht auch eines Tages eine vom DGB, der u.a. für deine Rechte als Arbeitnehmer eintritt....
Einfach mal einen Schritt weiter denken...
Ich werde die Leistungen von Uni, Prof und diversen anderen Dingen in Anspruch nehmen, aber ich sehe ein, das ich nicht kostenlos Bildung erwarten darf. Warum einige Studenten das tun, verstehe ich nicht.
Das könnte evtl. daran liegen, dass es in der Verfassung (zumindestens hier in Hessen) verankert ist, dass Bildung für jeden Zugänglich und Unentgeldlich ist.
Bin mal gespannt, wie dieser kleine "Faux-Pas" noch umgangen wird.
Sorry. Bildung ist, laut den Politikern, der einzige Rohstoff, den Deutschland noch hat. Dann pack ich da noch Gebühren drauf, damit weniger davon 'produziert' wird? Kann mir da mal einer den Sinn hinter erklären?
Ich hoffe, ihr Studenten müsst euch dumm & dusselig zahlen....
Allein wegen diesem Spruch hat es sich für mich persönlich gelohnt in Mannheim zu demonstrieren ;) Hoffentlich musstest Du dort warten ^^.
FreddyMercury
04.02.2005, 00:29
Naja, ich kanns studieren jetzt schon an den Nagel hängen. Tschüss Guter Abschluss. Tschüss guter Beruf. Danke Politiker. Macht weiter so..... macht weiter alles kaputt....
Ich werde bei den nächsten Demos hier in der Nähe einfach mal dabei sein :)
NinjaKid
04.02.2005, 00:35
Also diese Gebühr gibts bei uns in Österreich schon länger und ich finde es voll OK!
Diese wurde bei uns nur deshalb angeschafft, dass Studenten ned Ewig studieren, weil sie grad ein Semester ned können, und übrigends das nächste auch ned ... so sind se gezwungen durch zu machen, oder eben Platz für andere (lernwillige) zu machen.
Ist ok mit der Studiengebühr, immerhin kann man das bischen Kohle ned besser, als in seine eigene Zukunft, investieren!
Die Kohle muss aber auch erstmal da sein. Wenn Du keine wohlhabenden Eltern hast, dann musst Du Dir zwangsweise einen Nebenjob suchen um das Studium zu finanzieren. Das führt in den meisten Fällen dazu, dass sich Dein Studium ungewollt verlängert und evtl. auch noch die Langzeitstudiengebühr fällig wird (das sollte doch eigentlich als Ansporn reichen, in der Regelstudienzeit fertig zu werden...).
Und Kredite für's Studium finde ich ehrlich gesagt auch nicht das Wahre. Ich möchte nicht 3 Jahre studiert haben um dann mit einem Schuldenberg ins Berufsleben zu starten und nur für dessen Tilgung zu arbeiten und zu leben. Ich glaube auch kaum, dass die Zurückzahlung hier so kulant wie beim Bafög gehandhabt wird. Da wird bestimmt knallhart gesagt: Dann und dann bekommen wir unser Geld zurück: Wenn Du keine Arbeit hast? Pech, was geht uns das an!
Studiengebühren sind def. der falsche Weg. Vielmehr sollte es wenn überhaupt in die Richtung gehen, dass Absolventen mit geregeltem Einkommen einen Teil an Ihre alten Unis spendet. Die können sich das eher leisten, als die Studierenden und es wird sicher gestellt, dass die Gelder auch dort ankommen, wo sie hinsollen: bei den Unis.
Noch was zu Studienfinanzierung:
http://www.studis-online.de/HoPo/art-229-teure_darlehen.php
Worst Case
Am Wochenende meldete die Presseagentur dpa, dass "Modelle der staatlichen KfW-Bankengruppe und interne Berechnungen der Bundesregierung" ergeben, dass bei einem zehnsemestrigen Studium, dass voll durch Darlehen finanziert würde, bis zu 126000 Euro zurück zu zahlen seien. Dabei müsste 27 Jahre lang jeden Monat 350 Euro zurückgezahlt werden.
Fette Zinssätze. :freak
Aber als Akademiker sollte die Tilgung ja kein Problem sein. ;)
mfg Simon
P.S.
Für das Geld finanzier ich lieber nach meiner Ausbildung nen Haus. :D
Ist doch logisch, was damit bezweckt werden soll: Dadurch, daß man sein Studium neben Diplom auch mit Schulden abschliesst, wird der Druck erhöht, in die Wirtschaft zu gehen und nicht in die Forschung.
Denn Wachstum brauchen wird, und wenn's das mal nicht gibt, nehmen wir ersatzweise auch Wachstum.
Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten
Schnuggles
05.02.2005, 00:25
Ich selbst habe die Realschule besucht und anschließend einen Beruf erlernt. Ich habe mit dem Gedanken gespielt das Fachabitur nachzumachen um dann zu studieren. Eines kann ich euch sagen darüber muss ich nochmal sehr gründlich nachdenken.
Manchmal glaube ich die Politiker verlieren jeden Sinn für die Realität. Es gibt einige Spitzenpolitker die aus keinem reichen Hause stammen die sollten sich doch mal ernsthaft überlegen wo sie heute stehen würden, wenn sie damals schon so ausgeommen worden wären.
Einige hätten sich ein Studium einfach nicht leisten können. Die Arbeitsmarktsituation verschlechtert sich kontinuierlich und jetzt gehts den zielstrebigen die etwas aus sich machen sollen auch noch an den Geldbeutel. Ich könnte es ja nachvollziehen wenns Studenten betrifft die ihr 2tes Studium beginnen oder die normale Studiendauer schon bei weitem überschritten haben aber so?
HolyDreamz
05.02.2005, 09:36
Mal zum thema studium
Wer Ahnung hat weiss, dass es nicht nur lockere tudiunfächer gibt, sondern auch schwere.
Ich für meinen Teil darf 3 Monate im Krankenhaus kostenlose 37,5Stundenwochen schieben.
Wo bitteschön soll ich da in den ersten 1,5 Jahren in den Semesterferien Geld verdienen?
Die ersten 3 Ferien sind fast zu wegen dem Pflegepraktikum, ausser man fängt 1 tag nach klausur ende and und hört 1 tag vor semesterbeginn wieder auf, dann kriegt man das in 2 Semesterferien hin.
Nebenbei arbeiten ist auch nicht imer möglich, wenn man sich mal die Studienpläne anguckt.
Heisst spät arbeiten oder am WE, was 100% zur Verlängerung der Studienzeit führt.
Aber das ist ja ok, dann kassiert der Staat nochmehr Kohle von denen, die länger brauchen.
Meiner Meinung nach sind Erhöhungen ok, aber man sollte sich Gedanken machen um wieviel.
500€ für Erststudenten dürfte da kaum überschreitbar sein, vor allem wegen der 100%-igen NICHT Verbesserung der Unis. Gebührenerhöhung bei Extrasemestern würde den Druck der Studenten erhöhen, in der Regelzeit fertig zu werden,so dass schneller qualifizierte Arbeitskräfte an Land kommen,.
Was aber immer wieder zu sehen ist, der Staat sucht immer auf neue Geldquellen, um seine Milliardenschweren Fehler auszubügeln, das ist traurig.
Dazu ist ja logisch, dass bei mehr Gebühren mehr Leute Bafög kriegen, was ne Zusatbelastung für den Staat darstellt, falls die nicht auf die gloreiche Idee kommen, die Studiengebühren aus den Ausgabefeldern der STudenten zu streichen!
FreddyMercury
05.02.2005, 10:26
Hauptsache unsere Politiker konnten wieder irgendwo Kosten auferlegen...... Das Gefühl hab ich manchmal, dass die das machen.
Dazu ist ja logisch, dass bei mehr Gebühren mehr Leute Bafög kriegen, was ne Zusatbelastung für den Staat darstellt, falls die nicht auf die gloreiche Idee kommen, die Studiengebühren aus den Ausgabefeldern der STudenten zu streichen!
Nö.
Wenn der Staat die Darlehenverwaltung selbst übernimmt und kräfig Zinsen zahlen lässt, verdienen die an dem Bafög Darlehen noch richtig. ;)
Während des Studiums dürfen dann Studiengebühren bezahlt - und nach dem Studium über Jahre/Jahrzehnte hinweg das aufgenommene Darlehen+Zinsen zurückgezahlt werden.
mfg Simon
HolyDreamz
05.02.2005, 12:10
Ja wenn die das so machen sehe ich für so manche Leute keinen anderen Ausweg...
Darlehen kriegt man ja ab 5% , mal gespannt wie hoch die die zinsen ansiedeln würden...
Spekulatius
07.02.2005, 08:31
Also wenn die Zahlen aus Simons Link
http://www.studis-online.de/HoPo/art-229-teure_darlehen.php
auch nur ansatzweise stimmen, dann gute Nacht. Wer soll dann noch studieren?