Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : So viel zur Meinungsfreiheit: Kurtlar Vadisi Irak
An alle, die ständig Meinungsfreiheit propagieren und sie als höchstes Gut hinstellen: ein Beispiel von ungerechter und unberechtigter Zensur ist in Deutschland zur Zeit im Gange.
der türkische Film "Kurtlar Vadisi Irak", der momentan auch in den deutschen Kinos läuft, erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten, die im Irak von US-Truppen verschleppt und misshandelt wurden. Aber da man ja hierzulande bloß nichts Böses über Amerika sagen darf, fordern jetzt sogar deutsche Politiker, von denen eigentlich der Schutz der Grundrechte erwartet wird, dass der Film aus dem Kinos genommen wird. Eine große Kinokette wollte nun dieser Forderung nachkommen.
Wo bleibt denn hier auf einmal die Meinungsfreiheit, noch zudem, wo der Film auf einer wahren Geschichte beruht? Die USA machen seit Jahrzehnten Hollywood-Jagd auf jeden politischen Gegner, und das sehr oft mit erfundenen Action-Storys, aber das stört keinen. Kaum kommen sie aber mal selbst unter Beschuss, stehen ihre Verbündeten auch gleich hinter ihnen.
So eine Doppelmoral ist eine Schande und zeigt nur, dass Gesetze und Regeln hin- und hergebogen werden, wie es gerade in den Kram der "Mächtigen" passt.
Wollte ich nur mal loswerden, weil zur Zeit ja viel über die Meinungsfreiheit diskutiert wird.
Wenn du ein Moslem bist dan kannst du auch vergessen mit der Verständtlischkeit das andere Menschen dich Verstehen.;)
Damocles' Sword
25.02.2006, 05:06
Ich geh schon seit ca. 15 Jahren nicht mehr ins Kino,hab den Film also auch noch nicht gesehen.Hab aber einen Bericht im ZDF darüber gesehen,und da war die Rede von Antisemitismus in dem Film.Das der Streifen dann nicht erlaubt ist versteht sich von selbst,da Antisemitismus laut unserer Verfassung in D nicht erwünscht ist.Hat mit Meinungsfreiheit nicht wirklich was zu tun.
Naja, man kann's auch übertreiben. Der Film ist nicht derartig antisemitisch, dass man gerade das hervorheben könnte. Wenn z.B. in einem US-Film einer wegen seiner Rolle einen Antisemiten spielt, dann wird wiederum nichts gesagt. Weil derjenige sowieso meist der Bösewicht ist (pfui, wie kann man nur was gegen Juden sagen) und am Ende wohl eh stirbt. Aber gewinnen darf er bloß nicht, wie vielleicht in diesem Film jetzt der Fall. (Außerdem wird es langsam mal Zeit, dass man auch hierzulande ausspricht, wenn eben ein Jude nicht ganz sauber handelt. Berechtigte Kritik ist doch nicht gleich Antisemitismus.)
Anti-Amerikanisch ist der Film, keine Frage, aber wie gesagt, wieso sollen immer nur die Russen, die Vietnamesen oder die Araber die Bösen sein? Und wer im Irak die Bösen sind, das weiß auch in Deutschland inzwischen jeder. Nur weil der Film etwas reißerisch ist, sich dabei aber immerhin an der Wahrheit orientiert, will man hier Schritte gegen ihn einleiten.
Man sollte mal die Filmkritiken in den Zeitungen lesen, was diese Autoren sich erlauben. Die machen den Film nieder. Nur aus dem einen genannten Grund. Mag sein, dass er aus technischer Sicht nicht an die Klasse eines Hollywood-Streifens herankommt, aber wer einen "Rambo", der in seinen Filmen auch nichts Anderes getan hat, als andere Länder und Völker in den Dreck zu ziehen, so groß werden lässt, dass ihn selbst 25 Jahre später noch jeder kennt, der darf dann einen "türkischen Rambo" nicht anders behandeln. Die Presse, die so auf ihre Freiheit pocht, nutzt diese definitiv zu oft manipulativ aus.
Ich meine damit: es sollte endlich mal eine objektive Sicht der Dinge geben. Wenn einer etwas Falsches macht, dann soll das gesagt werden egal, auf welcher Seite er steht. Wenn einer etwas Gutes tut, dann soll das gelobt werden egal, auf welcher Seite er steht.
Ich finde also nur die ständige Ungleichbehandlung langsam echt traurig. Das war auch der Grund, wieso ich diesen Thread eröffnet habe. Der Film an sich ist kein Kracher und es geht mir auch gar nicht um ihn, sondern nur darum, dass so etwas gleich wieder zum Thema in allen Medien und sogar in der Politik wird.
Damocles' Sword
25.02.2006, 06:51
In der Sache an sich bin ich exakt der gleichen Meinung wie du.Aber unsere Verfassung ,die übrigens zu grossen Teilen von den Alliierten beeinflusst wurde,spricht da nunmal eine ganz deutliche Sprache - ganz besonders wenn es um Juden geht.
Ich frage mich ob dieser Film in den USA im Kino läuft?
Ja, ich kenne die Geschichte ja und ich finde es auch gut, dass niemand mehr so behandelt werden soll, wie damals die Juden, aber das sollte dann nicht bedeuten, dass man an Juden nicht einmal Kritik ausüben darf bzw. dass man sich immer auf deren Seite stellen muss.
In Amerika läuft der Film wohl eher nicht. Erstens, weil es dort nicht so viele Türken gibt wie hier und zweitens werden die USA so etwas bestimmt nicht zeigen. Sie werden sich doch nicht kritisieren lassen.
Damocles' Sword
25.02.2006, 07:06
Sie werden sich doch nicht kritisieren lassen.
Brauchen sie auch gar nicht ;) .Fast in jedem Land in dem ich bereits war kann man die "Gringos" (ja,damit sind eigentlich nur Amerikaner gemeint/@Karibik) noch viel weniger leiden als uns Deutsche...:D
es scheint schlicht darum zu gehen dass die amis im film nicht gut wegkommen.
würde es wirklich um die juden gehen so hätte man den film von mel gibson "passion of the christ" doppelt und dreifach verbieten müssen denn da werden juden dargestellt die mit einem mal teufelsfratzen und reisszähne bekommen während sie ihre "übeltaten" vollbringen...
von wegen antisemitismus wird hier nicht geduldet...und wie er das wird.
Ich versteh dich, keine Frage.
Und ich unterstütz auch deine Meinung, warum sind in US Filmen immer die Russen/Araber/Chinesen ect. die Bösen?
In fast jeder Action Serie, jedem Action Hollywood Film ect. sind dass die Bösen.
Jetzt sind die USA dran, und alle Meckern.
Nur, komplett wahr ist die Geschichte nicht.
Dass hat auch der Reggisseur zugegeben.
Ein Film erzählt nie eine 100%ig Wahre geschichte, dass würde den Film meist langweilig machen.
Der Reggisseur baut quasi absichtlich erfundene Teilstücke ein, um die SPannung aufzuheizen, besonders wenn es um Filme geht wo der größte Teil war ist.
Ich will jetzt nicht die USA Verteidigen.
Was die mit den Araban und anderen Völkern machen ist das letzte....
ABER wenn ich im Fernsehen sehe wie Jugendliche Türken aus dem Kino kommen und sagen "Jaa, krass Alles voll Wahr, die Amis sind Schweine)
Dann Frage ich mich ob der Film nicht sein Ziel verfehlt hat.
BlackSavage
25.02.2006, 10:34
Oh je, ich bin da hin und hergerissen, ganz ehrlich.
Also was mir gänzlich neu ist, ist, daß türkische Trupenteile von den Amerikanern entführt worden sein soll.
Ich frage mich, woher du dir so sicher bist? Und vor allem aus welchem Grund? Mit solchen Aussagen wäre ich dann eher vorsichtig.
Das ein Türke in einem Film genauso ein Recht hat "rumzuspinnen" wie jeder andere, ist völlig klar. Gleiches Recht für alle. Und wenn er den Amerikaner als Satan hinstellt, bitte schön.
Aber nun sofort sagen, daß das alles der Wahrheit entspricht, halte ich dann doch nicht für richtig. Schon gar nicht in der momentanen Situation.
Das da allerdings türkische jugendliche aus den Kinos kommen und sagen "die Amis sind Schweine", kann man ihnen dahingehend nicht verüblen, weil mir hatten über die Jahre hinweg, die US Filme auch ein wenig die Sicht verblendet, was den Russen betrifft, und ich bin mir sicher, daß es einige so geht, zumindest im ehemaligen "Westdeutschland".
Ist doch dem Ami gut gelungen, den Russen als böse hinzustellen.
Also das nehme ich den jugendlichen nun nicht so übel.
Über den Film kann ich nichts sagen, da ich ihn nicht gesehen habe. Da müsste ich mich erst ein wenig schlauer machen.
Zitat F!o: ABER wenn ich im Fernsehen sehe wie Jugendliche Türken aus dem Kino kommen und sagen "Jaa, krass Alles voll Wahr, die Amis sind Schweine)
Dann Frage ich mich ob der Film nicht sein Ziel verfehlt hat. Zitatende
Ich glaube er hat aus Sicht des Regisseurs genau getroffen! Leider.
Interlink
25.02.2006, 10:39
In Amerika läuft der Film wohl eher nicht. Erstens, weil es dort nicht so viele Türken gibt wie hier und zweitens werden die USA so etwas bestimmt nicht zeigen. Sie werden sich doch nicht kritisieren lassen.
In Amerika läuft ein Film nur dann in nennenswertem Umfang, wenn er ordentlich Knete bringt und den mächtigen Verleihfirmen genehm ist. Die staatlichen Instutionen dürften dort kaum eine juristische Handhabe gegen ein Machwerk wie ""Kurtlar Vadisi Irak" haben. Ansonsten würde die US - Filmindustrie nicht mit Begeisterung so viele ähnlich schlechte Filme produzieren können.
In vielen Ländern dieser Welt dürfte man nach dem, was in Amerika an Kritik und Meinungsäußerungen zu Politikern oder in Filmen erlaubt ist, immer noch in den Knast kommen oder sogar schlimmere Dinge erleben. In den USA gibt es sogar Teilbereiche, in denen mehr erlaubt ist als in Deutschland.
Man sollte aber zunächst einmal Begriffe wie "Kritik" und "Meinung" sorgfältig definieren. Zumindest bei "Kritik" sollten gelegentlich auch Fakten vorhanden sein. Besagter Film übt sich leider u.a. in einer Umdeutung der Geschichte. Es ist eigentlich ein absoluter Hintertreppenwitz, einem "jüdischen Arzt" eine Art Mengele - Story anzudichten. Völliger Schwachsinn. Oder halt Methode, um vom Versagen der eigenen Leute abzulenken. Und von den Repressionen durch den eigenen Staat (Stichworte Armenier, Kurden).
"Kritik an Juden" wird hierzulande leider viel zu häufig mit "Kritik an Israel" verwechselt. Leider ist in genügend vielen (auch deutschen) Köpfen trotz der deutschen Geschichte nicht angekommen, dass man es unterlassen sollte, Angehörige einer Religion auf derartige Weise in Sippenhaft zu nehmen.
PuppetMaster
25.02.2006, 10:58
der türkische Film "Kurtlar Vadisi Irak", der momentan auch in den deutschen Kinos läuft, erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten, die im Irak von US-Truppen verschleppt und misshandelt wurden.
Sorry. Der Film ist auch nicht "wahrer" als ein typischer James Bond. Nur das hier die Rollen umgekehrt sind, aber -- who cares?
http://www.zeit.de/2006/09/OE_512_TdWlfe
Hallo,
also erstamls muss ich zugeben, dass ich den Film nicht gesehen habe. Deswegen versuche ich mich auch nicht über den Film äußern, sondern nur etwas zur Grundproblematik etwas sagen.
@ dikka
Ich würde dir eigentlich weitestgehend zustimmen, aber angesichts der aktuellen Situation habe ich eine leicht andere Sichtweise.
Ich kenne den Film leider nur von Beschreibungen und Trailern. Aber so weit ich das mitbekommen habe, dient dieser Film weniger zur Aufklärung und gießt (durch Übertreibungen (Stichwort: Organtransplantation)) eher noch mehr Öl in das Feuer. Dadurch wird der Konflikt zwischen der östlichen und westlichen Welt eher noch verstärkt. Grundsätzlich wäre es ja egal, wenn es nicht einige (oder auch mehrere) moslimische Vollidioten gäbe, die extrem radikal sind!
Jetzt werden mich sicher einige als Nazi, Ausländerfeind oder als sonst etwas beschimpfen. Aber ich schaue mir dann nur die Diskussion um die Karikaturen an und fühle mich voll bestätigt. Und das ist beileibe nicht die einzige Situation bei der man überlegt, ob der moslimische Glaube bei manchen Leuten auch gleichzeitig einen Verlust des Gehirns bewirkt. Es gibt in jedem Glauben solche Leute, nur scheint es mir bei den Moslems eine Häufung zu geben. Ich verachte Leute nicht ihres Glaubens oder ihres Aussehens wegen, sondern wegen der Taten, die sie begehen (und da gehört provokatives Drohen auch dazu!).
Angesichts dieser Situation kann ich die Diskussion um den Film verstehen und finde es nicht so abwegig, dass manche Leute den Film aus den Kinos haben wollen. Wäre der Film in einer politisch (und kriegerisch) ruhigen Phase rausgekommen, könnte ich es wiederum nicht verstehen.
Man hätte auch einen Dokumentarfilm á la Fahrenheit 9/11 drehen können um auf die Missstände hinzuweisen. Auf die Objektivität des angesprochenen Films geh ich jetzt lieber mal nicht ein ;). Aber in diesem Film sieht man auch erschütternde Bilder, die (zumindest bei mir) einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen.
Edit:
@ F!o
Das mit den türkischen Jugendlichen habe ich auch gesehen und finde es mehr als bedenklich, da es ihnen anscheinend eine differenzierteren Sichtweise fehlt und sich von der Anti-Amerikanischen Stimmung des Films anstecken lassen.
Edit 2:
Gerade die Türken sollten sich zurückhalten, wenn es um Menschenrechte geht. Sonst dreh ich einen Film über einen Touristen, der, weil er 4 Steine vom Strand mitgenommen hatte, ins Gefängnis gesteckt wurde und dort unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten wurde.
Oder einen Film über einen Mann, der seine Frau auf offener Straße durch zahlreiche Messerstiche umbringt und alle Leute ohne einen Finger zu rühren, zusehen.
Interlink
25.02.2006, 11:08
Und weiter zum heiklen Thema Meinungsfreiheit in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Türkei:
http://www.taz.de/pt/2006/02/25/a0151.1/text
In den USA hätte Irving wegen seiner Veröffentlichungen nicht angeklagt werden können.
Ich frage mich vor allem, was so bekannte, amerikanische Schauspieler wie Gary Busey (http://german.imdb.com/name/nm0000997/) oder Billy Zane (http://german.imdb.com/name/nm0000708/) dazu bewogen hat, bei diesem Film (http://german.imdb.com/title/tt0493264/?fr=c2l0ZT1kZXx0dD0xfGZiPXV8cG49MHxrdz0xfHE9a3V0bGFyfGZ0PTF8bXg9MjB8bG09NTAwfGNv PTF8aHRtbD0xfG5tPTE_;fc=1;ft=21;fm=1) mitzuwirken.
Geld?
Es spielten ja auch genügend Araber/Chinesen/Russen in Amerikanischen Filmen mit wo die die Bösen waren....
Aber unsere Verfassung ,die übrigens zu grossen Teilen von den Alliierten beeinflusst wurde,spricht da nunmal eine ganz deutliche Sprache - ganz besonders wenn es um Juden geht.
Wo genau?
Unser GG betont die Gleichheit aller Menschen, dass die Juden eine besondere Stellung in unserer Geschichte einnehmen sollte dennoch klar sein.
Doch wenn wir einen Film verbieten, der die Juden als schlecht darstellt, dann müssten wir jeden Film verbieten, der ein(e/n) andere(s) Volk/Religionsgemeinschaft/Kulturkreis diskreditiert. Dazu zählen dann eben auch die in diesem Kontext gern genannten Rambo-Filme (aber nur 2 und 3, der 1. war sehr sozialkritisch und ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte), aber eben auch die imperialistischen Propaganda-Filme und Spiele, die mit der Thematik 2. WK oder 2./3. Golfkrieg in unsere Kinos und auf unsere Computer kommen. Da wird auch nicht weiter differenziert, sondern die Gegner - idR wir Deutschen - als die grunsätzlich Bösen dargestellt.
Ganz nebenbei: da gibt es einen Bond-Film mit Timothy Dalton (die beiden sind die besten), und zwar nicht Lizenz zum Töten, sondern der andere, dessen Name ich immer wieder vergesse und jetzt zum recherchieren zu faul bin, da kommen die Mudjaheddin vor, u. a. befreit er den Anführer (und nicht nur irgendeinen lokalen Pimpf, nein, den Obermacker) dieser Freiheitskämpfer - und das waren sie damals - aus einem russischen Gefängnis. Jetzt ratet mal, wer das zu der Zeit war?
Na? Immer noch nicht? Osama bin Laden!
Und warum schreibe ich das hier, in diesem Thread?
Nur um zu zeigen, wie das Kino (und auch andere Medien) immer wieder gerne die gerade nützlichen Verbündeten zu Helden hochstilisiert, und andere mit großem Genuss durch die Gosse zieht.
Noch ein Wort zum Film:
er musste nicht sein. Wie heißt es so schön: man begibt sich auf das gleich niedrige Niveau wie sein Kontrahent.
Gruß
Morgoth
Erstmal ein paar Relationen geraderücken:
Wenn Politiker fordern, den Film abzusetzen, dann tun sie das gleiche, wie Moslems, und moslemische Politiker, die friedlich dafür protestieren, gegen die M.-Karikaturen vorzugehen. Ich unterstelle Dir jetzt mal, dikka, daß Du den friedlichen Protest des Moslems gutfandest bzw. akzeptiert hast.
Dieser Protest der Politiker bedeutet nicht, daß der Film verboten würde, wozu es wohl rechtlich keine Handhabe gibt. Allerdings hat jeder das Recht, den Film zu kritisieren. D.h. entgegen Deiner Aussage werden hier keineswegs irgendwelche Gesetze gebogen oder sonstwas. Über Verbote bestimmen hierzulande die Gerichte und nicht Politiker.
In diesem Film verarbeiten die Türken zunächst ein nationales Trauma, nämlich, daß ihre Agenten, die widerrechtlich in den Nordirak eingedrungen sind um die Kurden zur Raison zu bringen, dummerweise erwischt wurden. Das ganze ist also ein türkisch-nationalistisches Filmchen mit einem islamischen Zuckerguß und somit außerhalb dieses Milieus kaum von Bedeutung. Auch die Darstellung der Kurden (guter Kurde ist der der brav die türkische Dominanz anerkennt, böser Kurde ist der, der einen eigenen Staat will) usw. sind spezifisch auf ein türkisch-nationalistisches Publikum zugeschnitten.
Die Vergleiche mit "Rambo" sind auch völlig verfehlt. Wer hier in diesem Forum hat "Rambo" für bare Münze genommen und hat bei jedem erldeigten Kommie "gotcha" gerufen? Ich sehe keine Hände? Dieser Film wird dagegen von der Zielgruppe und manchem Boardie hier scheinbar als authentisch betrachtet. Das ist der Unterschied.
Nein, ich bin nicht für ein Verbot des Filmes. Er ist sinnvoll um zu zeigen, wie manche Leute wirklich denken.
In den USA würde dieser Film auch nicht verboten werden, außerdem gibt es dort auch genügend loony lefts die den Film gutfinden könnten. Vielelicht kommt er ja beim nächsten Sundance Festival zur Auführung. Die Meinungsfeiheit in den USA ist um einiges umfassender definiert als in Europa oder sonstwo auf der Welt.
Wenn Du als Demonstrant dort mit einem Schild "I love NY even more without the WTC" rumläufst sperrt Dich keiner ein.
Nachtrag zu den irrigen Annahmen bzgl. des Grunsgesetzes: Unser Grundgesetz erwähnt die "Juden" nirgend als Objekt besonderer Rücksichtnahme. Es gibt im Strafgesetzbuch spezielle Paragraphen, die explizit Verharmlosung der NS-Herrschaft verbieten, aber das war's auch schon. Ansonsten genießen hier Christen, Juden und Moslems einen völlig identischen Schutz, d.h. Antisemitismus ist nicht "verbotener" als anderes.
Wenn Politiker fordern, den Film abzusetzen, dann tun sie das gleiche, wie Moslems, und moslemische Politiker, die friedlich dafür protestieren, gegen die M.-Karikaturen vorzugehen. Ich unterstelle Dir jetzt mal, dikka, daß Du den friedlichen Protest des Moslems gutfandest bzw. akzeptiert hast.
Nun, es ist doch sehr interessant, wenn das ausgerechnet diejenigen Politiker fordern, die sich auf die Seite der Karikaturisten geschlagen haben. Ich schiele da besonders in die deutsche-konservative Ecke...
Die Vergleiche mit "Rambo" sind auch völlig verfehlt. Wer hier in diesem Forum hat "Rambo" für bare Münze genommen und hat bei jedem erldeigten Kommie "gotcha" gerufen?
Sind sie nicht.
Es geht um Meinungsbildung bzw. -beeinflussung. Wenn der Held einen Vietcong nach dem anderen umnietet, die auch noch als besonders bösartig dargestellt werden, dann beeinflusst das schon die Meinung: Rambo gut, Vietcong böse.
Oder schaut Euch mal "München" von meinem speziellen Propagandafreund Spielberg an. Ganz genauso: Juden gut, Palästinenser böse.
Das ist bei diesem Film ganz genauso, nur sind diesmal andere die Bösen. Dummerweise die, die sonst die guten sind: Türken gut, Amis/Juden böse.
Und wer in diesem Forum nimmt den Film für bare Münze? Seine Geschichte beginnt mit einer Tatsache, alles andere ist frei erfunden.
Nein, ich bin nicht für ein Verbot des Filmes. Er ist sinnvoll um zu zeigen, wie manche Leute wirklich denken.
Ja, das stimmt. Das zeigt er. Und uns, als Hüter und Bewahrer der westlichen Zivilisation, sollte er zum Nachdenken anregen, warum in der Türkei (und nicht nur dort) dieses Bild von uns herrscht.
Ich bin gegen solche Filme. Die bringen nichts, auf beiden Seiten.
Gruß
Morgoth
Bob_Busfahrer
25.02.2006, 14:41
Also inwiefern der Inhalt dieses komischen Films jetzt der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt...
Dass die Politiker nach Zensur rufen ist doch logisch, die müssen doch zeigen, dass ihnen der "Frieden" unter den vielen Völkern hier in DLD wichtig ist, wo wären wir denn, wenn ihnen so ein Hatzfilm egal wäre ;)
Ich hab ihn selbst nicht gesehen und werde dafür auch mein Geld nicht ausgeben, weil mich der Streifen nicht interessiert.
Trotzdem kann ich die Empörung des Threaderstellers nicht nachvollziehen...
Was hat hier Zensur bitte mit der freien Meinungsäußerung zu tun?
Nun, es ist doch sehr interessant, wenn das ausgerechnet diejenigen Politiker fordern, die sich auf die Seite der Karikaturisten geschlagen haben. Ich schiele da besonders in die deutsche-konservative Ecke...
Wenn Du auf Herrn Stoiber schielst, dann schaust Du leider falsch. Herr Stoiber hat sich keineswegs "auf die Seite der Karikaturisten geschlagen", sondern "einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pressefreiheit" gefordert und gesagt: Der Respekt vor der Religion anderer Menschen verlange „manchmal eben auch ein Stück Zurückhaltung”.
Auch die taz, die die Karikaturen abgedruckt hat würde ich nicht unbedingt der deutsch-konservativen Ecke zuordnen.
Somit sind die Äußerungen Stoibers in Bezug auf dem Film ähnlich gelagert wie die in Bezug auf die Karikaturen. Er fordert "Zurückhaltung" und "Verantwortungsbewußtsein".
Oder schaut Euch mal "München" von meinem speziellen Propagandafreund Spielberg an. Ganz genauso: Juden gut, Palästinenser böse.
Ähnlich verhält es sich mit Spielbergs Film, der übrigens, besonders von den israelfreundlichen Kritikern, mehrheitlich dafür kritisiert wird, daß er eben nicht nach dem Schema "Juden gut, Palästinenser böse" verfährt, sondern ganz im Gegenteil die Sympathie des Zuschauers zunehmend auf die Palästinenser leitet. Und dies obwohl prinzipiell außer Frage steht, daß die palästinensischen Terroristen, die die wehrlosen Sportler ermordet haben, tatsächlich "die Bösen" sind.
Wenn Du auf Herrn Stoiber schielst, dann schaust Du leider falsch.
Nicht nur. Bei den Karikaturen hat er sich imho korrekt verhalten.
Auch die taz, die die Karikaturen abgedruckt hat würde ich nicht unbedingt der deutsch-konservativen Ecke zuordnen.
Was immer die taz sich dabei gedacht hat...
Somit sind die Äußerungen Stoibers in Bezug auf dem Film ähnlich gelagert wie die in Bezug auf die Karikaturen. Er fordert "Zurückhaltung" und "Verantwortungsbewußtsein".
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,401805,00.html
Irgendwie klingt das aber ganz anders...
Ähnlich verhält es sich mit Spielbergs Film, der übrigens, besonders von den israelfreundlichen Kritikern, mehrheitlich dafür kritisiert wird, daß er eben nicht nach dem Schema "Juden gut, Palästinenser böse" verfährt, sondern ganz im Gegenteil die Sympathie des Zuschauers zunehmend auf die Palästinenser leitet. Und dies obwohl prinzipiell außer Frage steht, daß die palästinensischen Terroristen, die die wehrlosen Sportler ermordet haben, tatsächlich "die Bösen" sind.
Um das mal auf einen kurzen Satz zusammenschrumpfen zu lassen:
israelfreundliche Kritiker bemängeln, dass die Palästinenser zu gut dargestellt werden.
Merkste was?
Ich hab schon ganz andere Kritiken darüber gelesen, darunter auch in der FAZ (? bin mir nicht mehr sicher).
Gruß
Morgoth
Also, als erstes einmal habe ich nie behauptet, dass der Film 100% wahr ist. Ich sagte, er orientiert sich immerhin an der Wahrheit. Dass Dinge wegen der Spannung hinzugedichtet werden, das ist absolut normal und das macht jeder so.
@ Seppuku
Du sagst, dass der Film in der jetzigen Zeit fehl am Platze ist, weil er Öl ins Feuer gießt. Sollten die Macher etwa warten, bis die USA aus dem Irak raus sind (also bis in alle Ewigkeit)? Oder sollte man warten bis zwischen Westen und Osten alles freidlich ist? Schon wieder wird hier nicht objektiv vorgegangen. Die Amis haben ihre Propaganda-Filmchen doch z.B. auch während des Kalten Krieges gemacht und nicht bis 1990 gewartet. Da war das aber noch ok, oder wie?
Dann gehst Du noch darauf ein, dass sich die Türken mit Filmen über Menschenrechte zurückhalten sollten. Guter Witz! Am meisten werden Menschenrechte doch von den Amis verletzt - in jedem Krieg, auf Guantanamo, in den vielen, vielen Bootcamps. Sollte da Hollywood dann nicht seit Jahrzehnten bereits auf politisch angehauchte Filme verzichten? Und die Sache mit dem Mann, der sein Frau absticht: das hatte rein gar nichts mit DEN Türken zu tun. Das war dann eben die fehlende Zivilcourage der umstehenden Menschen, wobei ich Dich gerne sehen würde, wenn ein Verrückter mit einem Riesenmesser um sich wüten würde.
@Equest
Du hast recht, ich habe den friedlichen Protest auch von Politikerseite gegen die Mohammed-Karikaturen begrüßt. Aber da geht es um die Religion von 1,5 Mrd. Menschen, über die man sich lustig macht. Hier hingegen handelt es sich um einen unbedeutenden Film. Die Kritik würde ich ja immer noch akzeptieren, wenn sich die Politiker zu jedem politischen Film äußern würden. Aber wieso werden erst Rufe laut, wenn die Amis mal schlecht weg kommen? Ich meine, Politiker, die in der Öffentlichkeit stehen und auch noch zu großen Volksparteien gehören, sollten sich nicht zu solch einseitigen Äußerungen verleiten lassen. Das lässt dann nämlich mächtig an deren Objektivität zweifeln.
Wenn es um Rambo geht, dann habe ich niemanden hier im Forum gemeint. Aber es gibt auch noch eine Welt außerhalb diese Forums und ich bin mir sicher, dass sehr viele Menschen, die vielleicht nicht über Dein Hintergrundwissen verfügen, die Geschichten auch genauso angenommen haben. Übrigens war das nicht nur bei Rambo so. Sehr viele US-Regisseure haben ja im laufe des langen Kalten Krieges so ihre Meinung verdeutlicht.
Hab ich etwa tomaten auf den Augen?
der türkische Film "Kurtlar Vadisi Irak", der momentan auch in den deutschen Kinos läuft, erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten, die im Irak von US-Truppen verschleppt und misshandelt wurden.
Da steht doch, es geht um die wahre Geschichte von verschleppten Soldaten. Das heißt doch nur, dass diese Geschichte wirklich wahr und nicht erfunden ist. Damit meinte ich nicht, dass ich alles im Film für wahr halte.
lol also mir währe es neu wenn wirklcih TÜrkische Soldaten verschleppt worden währen.
Zeig mir mal bitte irgendeine Quelle, denn sowas währe wohl überall berichtet worden.
TURRICAN
25.02.2006, 18:20
Du hast recht, ich habe den friedlichen Protest auch von Politikerseite gegen die Mohammed-Karikaturen begrüßt. Aber da geht es um die Religion von 1,5 Mrd. Menschen, über die man sich lustig macht. Hier hingegen handelt es sich um einen unbedeutenden Film.Du schilderst alles nur aus deiner Sicht. Hier haben die meissten die Karrikaturen für so unbedeutend gehalten wie du den Film jetzt (obwohl ich glaube das du ihn so lange als Warheit hingenommen hast bis du hier aufgeklärt wurdest).der türkische Film "Kurtlar Vadisi Irak", der momentan auch in den deutschen Kinos läuft, erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten, die im Irak von US-Truppen verschleppt und misshandelt wurden.
Deswegen wird auch nichts verboten oder die türkische Botschaft angezündet sondern ganz normal Kritik geübt. Das gehört zur Meinungsfreiheit. Und wenn ein Politiker den Vorschlag macht den Film aus den Kinos zu nehmen ist das sein gutes Recht. Das der Kinobetreiber nicht dazu gezwungen wird ist der springende Punkt.
PuppetMaster
25.02.2006, 18:23
Da steht doch, es geht um die wahre Geschichte von verschleppten Soldaten. Das heißt doch nur, dass diese Geschichte wirklich wahr und nicht erfunden ist. Damit meinte ich nicht, dass ich alles im Film für wahr halte.
Die Geschichte ist erfunden. Der Ausgangspunkt der Geschichte um die gefangenen Soldaten ist wahr.
Zeig mir mal bitte irgendeine Quelle, denn sowas währe wohl überall berichtet worden.
U. a. hier: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,401343,00.html
Kannst auch mal nach "Sackaffäre" googlen.
@ dikka
Ich habe nicht gesagt, dass er nicht gezeigt werden darf. Ich finde nur, dass ein solches Thema in so einer kritischen Zeit ein wenig objektiver behandelt werden sollte.
Und ja, ich finde auch die Amerikanischen Propaganda Filme unmöglich. Es spielt für mich keine Rolle wer den Film macht, oder um wem es geht. Es kommt auf den Inhalt und auf die Botschaft an. Und warum ist das von meiner Seite aus nicht objektiv?
Sache mit dem Mann, der sein Frau absticht: das hatte rein gar nichts mit DEN Türken zu tun.
Da hab ich mich unklar ausgedrückt, tut mir leid. Ich werde dir sagen, warum es sehr wohl etwas mit der Mentalität mancher Türken (in diesem Fall sind es Türken, es trifft aber auf viele andere extrem konservativ eingestellte Kulturen zu) zu tun.
Die Frau (das war in der Türkei) in dem Beispiel wollte sich nur von dem Mann trennen (aber ich weiß es nicht mehr 100%. Es war auf jeden Fall etwas eigentlich relativ Unbedeutsames, was die darauf folgende Tat niemals rechtfertigt). Daraufhin hat er sie mit einem relativ kleinen Messer mindestens 20x auf die Frau vor dem Haus auf offener Straße eingestochen.
Das traurige: Es haben genug Leute zugesehen und niemand ist eingeschritten oder hat Hilfe geholt. Das schlimmste ist aber, dass diese Leute die Tat toleriert und sie sogar für gut befunden haben.
Und auch in Deutschland ist so etwas schon öfters vorgekommen.
Und ja, ich weiß auch deutsche, amerikanische, russische, schwedische,.... Männer haben ihre Frauen schon aus nichtigen Gründen umgebracht. Aber man findet fast keinen aus dem Land der eine solche Tat dann auch noch gut heißt.
Bei dem Bsp. in Deutschland wurden dann türkische Jugendliche interviewt. Eine erschreckend große Anzahl (natürlich nicht alle!) haben für den Täter Verständnis gehabt und befürworten die Tat. Die Befürworter waren natürlich fast ausschließlich männlich.
Natürlich ist die Frage wie objektiv der Bericht ist und es spielt auch eine Rolle in welchem Verhältnis die Befürworter und Ablehner der Tat gezeigt werden. Aber schon einer wäre zu viel gewesen. Es waren aber definitiv mehr...
Noch ein anderes Beispiel (http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/05/406814.html)
Die Parallelen sind nicht zu übersehen...
Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man gegen andere Länder hetzt, wenn es im eigenen Land nicht besser ist (schon mal etwas über türkische Gefängnisse gelesen?). Und ich finde es bei niemanden in Ordnung: Nicht bei den Amis, Deutschen, Türken oder Marsmännchen. Man muss auf diese Missstände hinweisen, dafür bin ich auch. Es hängt aber davon ab, wer und wie es gemacht wird. Und das "wie" finde ich bei dem Film nicht in Ordnung.
gloomyslayer
25.02.2006, 19:09
Oder schaut Euch mal "München" von meinem speziellen Propagandafreund Spielberg an. Ganz genauso: Juden gut, Palästinenser böse.
Ich habe den Film München bereits gesehen und muss ihnen leider wiedersprechen.
Mann muss den Film sehr oberflächlich betrachten ob dies so zu sehen.
Für mich hatte der Film nicht diese Botschaft.
MFG gloomyslayer
JulesBärle
25.02.2006, 20:27
Kurtlar Vadisi Irak ist ein ganz toller Film und strotzt vor Neutralität und Objektivität. Ich vermute dass dies nach Lawrence von Arabien auch dringend notwendig für die Moral der Türkischen Militärgeschichte war. Man könnte ja auch sonst denken, daß die Türken wie im 1. Weltkrieg mit den Arabern und Armeniern nur militärisch unterlegene Völker angreifen und vernichten können. Da tut ein Sieg über das verhaßte Bilad Amerika gerade recht.
Netter Spruch "erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten", genauso wahr wie alle Propagandafilme, egal ob amerikanisch, japanisch oder russisch. Im Dritten Reich ließ die NSDAP auch derartige Agitationsfilme drehen, von Willy Birgel in 'Reitet für Deutschland' bis 'Hitlerjunge Quex'. Es endete wie mancher vielleicht weiß, mit 'Jud Süß' und 'der ewige Jude'.
Glaub nur, was du da siehst ...
George W. glaubt übrigens auch alles, was in Rambo I, II und III kommt
Ratterkiste
25.02.2006, 20:38
zu dem film München: ich habe es nicht so empfunden, dass die juden als gut und die paläöstinenser als böse dargestellt wurden
einige jüdische militärs waren mir vollkommen unsympatisch, während ich für einige palästinenser mitleid emfand
und zu dem mord an der frau: das war ein so genannter ehrenmord, und auch in deutschland gibt es ehrenmorde von türken an ihren frauen oder töchtern!Abscheulich!
Um es noch einmal klarzustellen: ich wollte hier nicht behaupten, dass der Film nur der Wahrheit entspricht. Es ist nur eben keine Geschichte ohne jeglichen wahren Hintergrund. Falls meine Formulierung sich so angehört hat, dann habe ich mich evtl. nicht gut ausgedrückt.
@TURRICAN
Was Du glaubst, was ich wohl angenommen haben mag, das kannst Du gerne für Dich behalten. Stell' mich bitte nicht als unterbelichtet hin. Schließlich mache ich das mit Dir nur aufgrund der unzähligen Rechtschreib- und Interpunktionsfehler in Deinem Beitrag auch nicht.
Was die Meinungsfreiheit des Politikers angeht: klar hat er die Freiheit zu sagen, was er denkt, aber ich finde es eben nicht gut, wenn eine Person, die so in der Öffentlichkeit steht, seinen Standpunkt derart deutlich macht. Wenn eine Privatperson seine subjektive Meinung sagt, dann ist das völlig ok, aber ein Politiker sollte das nötige Fingerspitzengefühl zeigen können und seine Meinung für sich behalten. ODER: er kritisiert von nun an ALLE Filme, in denen jemand schlecht dargestellt wird. Dann fände ich das wiederum ok. Aber doch nicht die unzähligen Filme, die die Amis über ihre bösen Feinde drehen, hinnehmen und dann bei einem einzigen Film gleich die Klappe aufreißen und sich auf deren Seite stellen.
@Seppuku
Da schließe ich mich Dir an. Ehrenmorde u.ä. finde ich auch nicht in Ordnung. Das sind irgendwie noch rückständige Überbleibsel, die man so langsam mal loswerden sollte.
@JulesBärle
Wow, ich fasse nicht, was ich da höre. Wann haben die Türken jemals ein Volk vernichtet? Und was den Rest Deines Beitrags angeht: erstens greift Dein geliebtes Amerika von Anfang an nur unterlegen Völker an, denn sie sind nunmal die stärkste Macht auf der Welt. Wieso wird das hier nicht auch gleich mit erwähnt? Bei den Türken ist das aber wieder nicht ok. Und dass Du diesen Film mit Nazi-Filmen vergleichst, ist auch der Oberhammer. Er ist wohl eine Art Propaganda, aber nicht auf die Art, wie sie damals in Deutschland betrieben wurde, sondern eher so, wie sie die Amis seit Jahrzehnten betreiben. Und damit wäre ich wieder am Anfang: behandelt diesen Film nicht anders (damit sind einige aus dem Forum und der Großteil der Medien gemeint), als ihr das immer mit den Ami-Streifen gemacht habt!
Den einen Film als coolen Action-Kracher hinzustellen, weil die Amis die Welt gegen böse Terroristen retten und dabei möglichst viele töten und möglichst viel in die Luft jagen, den anderen Film aber in der Luft zu zerfetzen, weil endlich mal die Amis als Bösewicht hingestellt werden, das finde ich nicht ok. Gleichbehandlung bitte!
olly3052
25.02.2006, 21:09
Trennen wir uns bitte so langsam von dem Film München in diesem thread.
Der Zusammenhang mit Schlucht der Wölfe wurde hergestellt.
Weitere Rezensionen zu Spielbergs Film sind somit überfüssig.
Ich finde es erstaunlich, daß der Bogen zu Menschenrechtsverletzungen in der Türkei geschlagen wird.
Was hat das bitte mit der geforderten Zensur des Streifens zu tun?
Gruß
olly3052
Wobei vielleicht noch angemerkt werden sollte, dass eine Äußerung eines Politikers in unserem politischen System zunächst nichts anderes ist als eine Äußerung eines Politikers. ;)
Gilt dafür nicht ebenfalls die Meinungsfreiheit, eben weil eine Äußerung eines Politikers nicht automatisch zur entsprechenden Umsetzung führt und damit zur politischen Realität wird?
Afaik ist der Film in Deutschland nicht verboten, und das sehe ich damit für mich als die eigentliche Diskussionsgrundlage an. Ebenso, wie es kein Verbot des Films geben wird, sofern er nicht tatsächlich gegen geltendes Recht verstößt. Das haben Gerichte zu entscheiden, keine Politiker. Und so lange werden diejenigen, die den Film gut finden, damit leben müssen, dass es andere gibt, die das nicht tun, ebenso wie letztere damit leben müssen, dass die erstgenannten den Film mögen.
Kritik an Juden, jüdischen Organistationen oder auch am israelischen Staat verstößt übrigens so lange nicht gegen geltendes Recht, wie diese Kritik nicht entweder in persönliche Beledigungen und Diffamierungen oder in die Volksverhetzung abgleitet. In mir keimt allerdings der unterschwellige Eindruck, dass vielerorts jegliche Kritik an Moslems bzw. muslimischen Organistationen und Staaten inzwischen generell als strafwürdiges Vergehen oder zumindest als Freiheitseinschränkung (bewusst?) missverstanden wird.
Viele Grüße, Tiguar
Damocles' Sword
25.02.2006, 23:33
@ Morgoth :
Wenn ich mich korrekt erinnere wird keine Nationalität oder Rasse in unserer Verfassung explizit erwähnt, aber du kannst dich darauf verlassen das ohne die Geschichte 33-45 vieles nicht so in ihr verankert wäre ;) .
TURRICAN
25.02.2006, 23:39
Was Du glaubst, was ich wohl angenommen haben mag, das kannst Du gerne für Dich behalten. Stell' mich bitte nicht als unterbelichtet hin. Schließlich mache ich das mit Dir nur aufgrund der unzähligen Rechtschreib- und Interpunktionsfehler in Deinem Beitrag auch nicht.Du selbst hast durch deine Aussagen am Anfang nicht nur mich dazu gebracht das man annimmt das du den Film für die Warheit gehalten hast. Erst als dir klar wurde das du damit Unrecht hast bist du schnell zurückgerudert. Zum Punkt der Rechtschreibung und Grammatik: Wer im Glashaus sitzt......:evillol.
Wenn eine Privatperson seine subjektive Meinung sagt, dann ist das völlig ok, aber ein Politiker sollte das nötige Fingerspitzengefühl zeigen können und seine Meinung für sich behalten.Ach ein Politiker darf seine Meinung nicht äussern wenn sie dir nicht in den Kram passt. Das zeigt wieviel du von Meinungsfreiheit hältst. Aber seit Äusserungen im Karikaturenthread wie Dass Gewalt angedroht wird, finde ich in diesem Fall sogar angemessen, denn es gilt die Schandmäuler zu stopfen, die solchen Unfug verbreiten, und leider wären sie anders sicher nicht zum Schweigen zu bringen.oderNur mit dem Unterschied, dass ich als Muslim die Sichtweise aller Muslime teile und gleichzeitig die Atheisten verstehe,weiss ich ja das deine teilweise haarsträubenden Aussagen nicht immer Ernst zu nehmen sind.
Afaik ist der Film in Deutschland nicht verboten, und das sehe ich damit für mich als die eigentliche Diskussionsgrundlage an. Ebenso, wie es kein Verbot des Films geben wird, sofern er nicht tatsächlich gegen geltendes Recht verstößt. Das haben Gerichte zu entscheiden, keine Politiker. Und so lange werden diejenigen, die den Film gut finden, damit leben müssen, dass es andere gibt, die das nicht tun, ebenso wie letztere damit leben müssen, dass die erstgenannten den Film mögen.Genau auf den Punkt gebracht.
JulesBärle
26.02.2006, 00:21
Wow, ich fasse nicht, was ich da höre. Wann haben die Türken jemals ein Volk vernichtet?
oh wenn du das nicht weißt ? dann helfe ich dir gerne mit türkischer Geschichte nach. Es geht um den Genozid (http://de.wikipedia.org/wiki/Genozid) = Völkermord an den Armeniern (http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern). Falls du mir nicht glaubst und davon gehe ich aus, ich bin ja ein Ungläubiger, ein Giaur, vielleicht kannst du Wikipedia lesen und verstehen. Zumindest ein Türke hatte den Mut und die Aufrichtigkeit, dieses Verbrechen an der Menschlichkeit und am Volk der Armenier einzugestehen: der Großwesir Damad Ferid Pascha am 11. Juni 1919 ! Ein Mann von Anstand und Charakter. Im Gegensatz zur heutigen Regierung, die deshalb den Autor Orhan Pamuk in der Türkei vor Gericht stellt, weil ein Mann die Wahrheit sagt. So wird dort heute im Jahr 2006, der türkische Vlkermord verleugnet und die Meinungsfreiheit unterdrückt. Traurig, wenn eine Nation nicht zu ihren Verbrechen steht, nicht mal 91 Jahre danach.
Und noch was, wirf mich nicht mit George W. Bush und seinen Amerikanern in einen Topf. Ich beleidige dich ja auch nicht.
@TURRICAN
Danke, dass Du mal wieder besser weißt, was ich denke, als ich selbst. Und das mit dem Glashaus verstehe ich nicht ganz. Mein Deutsch ist sowohl in Wort als auch in Schrift besser als das Deutsch der allermeisten Deutschen, die ich kenne. Also nix mit Glashaus!
Was den Politiker angeht, geht es mir genau darum, dass Menschen des öffentlichen Lebens ihre Meinung nicht auch gleich unbedingt öffentlich machen sollten, vor allem, wenn sie so deutlich macht, wie Partei ergriffen wird. Sie haben nunmal die Medien auf sich gerichtet und das verfälscht dann immer das Bild. Die Meinung eines "Prominenten" hat viel mehr Gewicht, weil sich sofort die gesamte Medienlandschaft darauf stürzt. Ich verstehe nicht, wieso es so schwer verständlich ist. Bei einem nicht so ernstgenommenen Schauspieler mag das vielleicht noch ok sein, ein Politiker sollte sich aber hüten können, einseitige Äußerungen von sich zu geben.
[@JulesBärle
Moment! Du hattest vorhin noch gesagt, dass die Türken "Völker vernichtet" hätten. Wenn ich aber nicht falsch liege, geht es nur um Armenier und die gibt es ja wohl immer noch. Du hast nicht vom Genozid geredet. Wobei hier aber ebenfalls beide Seiten zu betrachten wären. Vielleicht wird es hier immer so dargestellt, aber es war nicht so, dass die Armenier die absoluten Unschuldslämmer waren. Deshalb hört man es in der Türkei nunmal immer noch nicht gern, wenn es immer hingestellt wird, als hätten die Türken die alleinige Schuld und hätten plötzlich grundlos Armenier abgeschlachtet. Eher haben die bei unschuldigen Frauen und Kindern angefangen. Was danach kam, will ich nicht abstreiten, aber selber schuld, wenn man als Pimpf einen viel stärkeren Gegner auf diese Art angreift und glaubt, ihn so von innen heraus schwächen zu können. Logisch aber, dass jeder Partei für eine Seite ergreift und wieso sollte der christliche Westen sich gegen das christliche Armenien stellen?
Da hilft mir dann natürlich auch Wikipedia nicht weiter, weil ich bei dem Thema bestimmt nicht auf westliche "Literatur" zurückgreifen würde. Ehrlich gesagt, greife ich auf gar keine Literatur zurück, weil ich bei diesem Thema auf keiner Seite Objektivität erwarte. Dass die Sache in der Türkei außerdem unter Strafe steht, das müsste man in Deutschland doch verstehen können. Schließlich darf hier auch niemand ungestraft den Holocaust leugnen. Der ist passiert, also darf man ihn nicht leugnen.
Genauso verhält es sich mit dem Genozid. Der Staat ist der Ansicht, er sei nicht passiert, also darf man ihn auch nicht zugeben. Ich wollte das nur mal gesagt haben, aber eigentlich ging es mir hier nur um den Film. Nur musste ich darauf auch mal eingehen. Ich hoffe, jetzt versucht keiner mich hier vom Gegenteil zu überzeugen. Das ist das, was der türkische Staat sagt. Meine Einschätzung ist hier nicht von Belang, weil ich zu diesem Thema beide Seiten schon gehört habe und irgendwie beiden nicht uneingeschränkt glauben kann.]
Aber noch einmal, bevor eine Rüge kommt: das gehört nicht zum Thema und ich fände es besser, wenn wir das nicht hier weiterdiskutieren würden. Vor allem auch, weil ich, wie gesagt, auf beiden Seiten keine Objektivität erwarte.
Ich werfe hier mal folgendes Argument in die Runde und versuche damit auch gleichzeitig zum eigentlichen Diskussionspunkt zurückzukommen:
Es ist sicherlich richtig das die Amerikaner genug einseitige und sehr polemische Filme gedreht haben die auf ihre Feindbilder gemünzt sind (Darunter u.a. die Sowjetunion und einige der arabischen Staaten).
Aber die amerikanische Filmindustrie bringt auch äusserst kritische Filme hervor, man denke da z.b. an "Platoon" oder "Full Metal Jacket" in bezug auf Vietnam oder auch z.b. ganz aktuell "Syriana". Und darüber hinaus gibt es in den USA z.b. auch Leute wie Micheal Moore (den ich persönlich nicht mag) die die Regierung offen kritisieren und anklagen und mit ihren Filmen dagegenhalten.
Genau diese andere Seite der Medaille fehlt mir bei der Türkei. Natürlich hat die Türkei keine nennenswerte internationale Filmindustrie, es hapert hier also etwas am Vergleich. Aber trotzdem gibt es nach meinem Wissensstand nicht diese andere, kritische Seite. Wo sind denn die aufwändig gemachten (türkischen) Filme die z.b. Fehlverhalten wie Ehrenmorde oder frühere Fehler des Landes (Stichwort Armenien) aufarbeiten?
Das, was Du sagst, stimmt teilweise. Natürlich gibt es noch keinen türkischen Film, der auch die andere Seite zeigt, aber wie Du ja selbst bemerkt hast, haben die Türken international noch nicht viele Filme gebracht. Wenn sich das mal verstärkt, wird die Kritik per Film sicherlich auch noch kommen.
Diese Kritik ist allerdings auf nationaler Ebene schon extrem lange da. Frühere türkische Filme haben schon seit den 60-ern immer wieder Dinge wie Ehrenmorde usw. zum Thema und zeigen auch ganz deutlich, dass das nichts Gutes ist. Natürlich sind diese Filme niemals im europäischen TV zu sehen gewesen, weil die Machart einfach zu billig und die Thematik zu kulturspezifisch war.
Dinge, die zu kritisieren sind, sollen also auch gerne kritisiert werden, gar keine Frage! Gerade Dinge wie Ehrenmorde, die sehr rückständig sind, keine Fundierung in der Religion haben und ein ganzes Volk in Verruf bringen, sollten in der Tat auch mal international in einem Film thematisiert werden. Vielleicht schafft es ja ein Regisseur zu zeigen, dass das nicht von allen Türken als normal angesehen wird - inzwischen eher von der klaren Minderheit.
TURRICAN
26.02.2006, 14:33
@TURRICANDanke, dass Du mal wieder besser weißt, was ich denke, als ich selbst. Und das mit dem Glashaus verstehe ich nicht ganz. Mein Deutsch ist sowohl in Wort als auch in Schrift besser als das Deutsch der allermeisten Deutschen, die ich kenne. Also nix mit Glashaus!Vielleicht hast du nur vergessen was du am Anfang des Threads geschrieben hast. Nochmal zur Erinnerungder türkische Film "Kurtlar Vadisi Irak", der momentan auch in den deutschen Kinos läuft, erzählt die wahre Geschichte von türkischen Soldaten, die im Irak von US-Truppen verschleppt und misshandelt wurden.
Da steht doch, es geht um die wahre Geschichte von verschleppten Soldaten. Das heißt doch nur, dass diese Geschichte wirklich wahr und nicht erfunden ist.Ich weiss nicht wo diese Aussagen interpretierbar sind. Und ja, du kannst ganz toll deutsch.:daumen
Damit ist das Thema für mich abgehakt.
Was den Politiker angeht, geht es mir genau darum, dass Menschen des öffentlichen Lebens ihre Meinung nicht auch gleich unbedingt öffentlich machen sollten, vor allem, wenn sie so deutlich macht, wie Partei ergriffen wird. Sie haben nun mal die Medien auf sich gerichtet und das verfälscht dann immer das Bild. Die Meinung eines "Prominenten" hat viel mehr Gewicht, weil sich sofort die gesamte Medienlandschaft darauf stürzt. Deswegen muss man sie doch aber nicht als die 100% Wahrheit akzeptieren und diese Meinung übernehmen. Aber du fandest es ja auch nicht gut wie sich Zeitungen geäussert haben. Man sollte mal die Filmkritiken in den Zeitungen lesen, was diese Autoren sich erlauben. Die machen den Film nieder. Wenn du den Film gut findest ist das doch ok. Nur haben andere Menschen auch andere Meinungen. Oder stört dich nur das du nicht die Möglichkeit hast deine Meinung so vielen Leuten zugänglich zu machen wie eine Zeitung oder ein Politiker?
Deine Kernfrage ist aber schon beantwortet denke ichWo bleibt denn hier auf einmal die Meinungsfreiheit, noch zudem, wo der Film auf einer wahren Geschichte beruht?Die Meinungsfreiheit war nicht in Gefahr weil nichts verboten wurde oder ähnliches. Und das mit der "wahren Geschichte" haben wir auch geklärt. Nun können wir weiterhin unterschiedlicher Meinung sein ;)
olly3052
26.02.2006, 14:54
Wenn ihr Euren Dialog über die Deutschkenntnisse des Anderen bitte per PN klären könntet!
Gruß
olly3052
@TURRICAN
Ich habe nie behauptet, dass der Film gut sei. Ich habe nur bemängelt, dass mit einer Kritik an den USA in Form eines Films nicht so umgegangen wird, wie mit einer Kritik der USA an anderen Nationen und Völkern. Nur darum ging es mir hier. Und dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht, das ist nunmal Tatsache.
PuppetMaster
26.02.2006, 15:51
Schau dir mal bitte "Syriana (http://www.filmstarts.de/kritiken/Syriana.html)" an. Das ist Kritik, allerdings auf einem ganz anderen Niveau.
Der Daedalus
26.02.2006, 17:03
dikka jetzt gehst du schon wieder hin und sprichst von einer wahren Geschichte.
Nur um das ganze mal für dich verständlich zu machen: Sagst du "Es ist eine wahre Geschichte" dann meinst du damit die Geschichte, die der Film wiedergibt. Und diese ist faktisch Falsch!
Ich weis ja nicht ob du den von Puppet Master geposteten Spiegel Artikel gelesen hast, vermutlich nicht, aber hier mal ein paar Zitate aus dem Artikel, vielleicht holen die dich ja auf den Boden der Tatsachen zurück.
In diesem Film sind nordirakische Kurden Vasallen der Amerikaner, ein Haufen schmutziger, feiger Soldaten - außer dem eigenen Kurden, der sich natürlich zum Türkentum bekennt; die Amerikaner lassen sich in ihrer Grausamkeit kaum überbieten, Bestien, die eine Hochzeit überfallen, den Bräutigam ebenso töten wie ein Kind vor den Augen seiner Mutter und noch dazu Überlebende mit Genuss foltern; der Arzt, der Gefangenen die Organe entnimmt, ist ein Jude, der in Nazi-Manier Gefangene selektiert, deren Organe ihm für einen Export in die USA und nach Israel tauglich erscheinen. Und ein anderer, traditionell gekleidet und mit Schläfenlocken (im Nordirak!), verlässt "feige" den Schauplatz, sobald es gefährlich wird.
So sicher NIEMALS geschehen! Vor allem der letzte Satz ... Was dort in der beschriebenen Szene aus dem Film dargestellt ist, ist Hetze pur!
Wer Soner Yalcin, der mit seinen kruden Thesen über eine jüdische Unterwanderung der Türkei auf sich aufmerksam machte, als Berater hinzuzieht, der hat eine Agenda.
Im Gegensatz zu Filmen wie Rambo, hat dieser hier einen sehr politischen Hintergrund! Die Intention der Filmemacher ist doch klar ersichtlich und wenn der Regisseur sagt "Ist doch nur n Aktionfilm" so lügt er in meinen Augen.
Gut-Böse-Schema verberge sich eine gefährliche Agenda, schreibt der EU-Abgeordnete Cem Özdemir in seiner Kritik für SPIEGEL ONLINE. Es gehe darum zu provozieren und Gräben zu vertiefen.
Der Autor des Artikels ist selber türkischer Abstammung!
Ich bitte dich dikka, das was du hier zum besten gibst zeigt doch ganz klar wo die Gefahr dieses Filmes liegt! Nämlich darin, dass Menschen ihn für bare Münze nehmen.
Der Film nimmt als Ausgangspunkt ein historisches Ereignis und verdreht dann total die Tatschen und wird zu einem Propagandastreifen. Und das unterscheidet ihn von Filmen wie Rambo. Denn die Macher dieses Filmes haben nie den Anspruch erhoben, die Geschichte korrekt dargestellt zu haben.
Ich finde nicht das der Film verboten gehört! Aber er sollte ab 18 sein! Und es sollte doch wohl JEDEM Möglich sein Kritik an solch einem Streifen zu üben.
Der Film beruht nunmal auf einer wahren Story. Das heißt der Ausgangspunkt dafür ist eine wahre Begebenheit. Und einige Elemente darin entsprechen genauso den Tatsachen. Könntet ihr also bitte mal aufhören mir ständig zu unterstellen, dass ich alle glaube, was darin vorkommt?
Und was die Sache mit der Hochzeit angeht: falls Du das nicht mitgekriegt hast, das ist wirklich passiert, dass die Amis die Gäste einer Hochzeit niedergemetzelt haben. Dass die Sache etwas grausamer dargestellt wird, das nennt man Übertreibung und das ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Stilmittel, um einer Sache Nachdruck zu verleihen.
Und wenn jemand an den Grausamkeiten der Amis zweifelt, dann ist dem auch nicht mehr zu helfen. Nur weil hier nicht alles im TV zu sehen ist, heißt das nicht, dass die sich da unten lieb und fromm verhalten. Wenn dann mal nämlich eine der Aufnahmen oder Fotos öffentlich wird, sieht man, was die da so anstellen. Und das ist sicher noch lange nicht alles.
Und was Rambo angeht: wenn man einen Film dreht, den sowieso die ganze Welt sehen wird, dann braucht man den nicht auch noch zu kommentieren. Es kommen darin eben Amis und Russen vor. Die einen werden gut, die anderen böse dargestellt. Gerade wenn die Macher nichts dazu sagen, kommt man doch dabei auf den Gedanken, dass sie sogar selbst glauben, was sie da produziert haben.
Wie wäre es denn damit, mal wieder zum Thema zurückzukommen? :freak
Viele Grüße, Tiguar
Der Daedalus
26.02.2006, 20:16
Tiguar ich finde es gehört zum Thema, über den Film an sich zu sprechen.
Denn die Frage an sich ist ja längst eindeutig beantwortet:
Den Film zu kritisieren ist JEDEM, also auch den Politikern, gestattet. Wer den Politikern das Recht streitig macht sich zu dem Film zu äußern, oder sogar zu fordern, dass er verboten wird, hat die Grundsätze der Meinungsfreiheit nicht verstanden.
Somit ist die Frage an sich ja schon paradox! Wie kann es gegen die Meinungsfreiheit sein, wenn man seine Meinung zu dem Film äußert (Was der ersteller dieses Threads ja denkt!).
Nun wieder zum Film:
Es besteht eben schon ein Unterschied zwischen Filmen wie Rambo und dem hier diskutierten.
Wer in den Film Rambo irgendwas reininterpretieren will, der kann das gerne tun. Aber es ist nicht die Intention dieses Filmes eine politische Meinung zu verbreiten. Das Russen gegen Amis Schema ist der damaligen Zeit entnommen.
Wenn ein Film aber beabsichtigt politische Meinungen zu verbreiten und die Meinung des Puplikums zu "ändern" dann ist das etwas völlig anderes.
Erst recht wenn dann noch behauptet wird, dass alles so geschehen sei!
Interlink
26.02.2006, 22:45
@dikka:
Dein Deutsch ist auch auf das Durchschnittsniveau in diesem Forum bezogen deutlich besser. Für einen deutschen Staatsbürger ist es auch eher von Vorteil, diese Sprache zu beherrschen. :D
Ich wüsste nicht, dass man zur Mitarbeit in der Wikipedia irgendein religiöses oder weltanschauliches Bekenntnis ablegen müsste. Grundsätzlich kann da jeder unabhängig von seiner Hautfarbe, Nationalität oder Religion mitmachen. Was natürlich auch bedingt, dass gelegentlich interessierte Beteiligte versuchen, an der Realität herumzubiegen.
In dem Artikel über Armenien finden sich zumindest auch Links auf Quellen aus "nicht westlicher Herkunft".
Wissenschaft definiert sich aber nicht über die Nationalität des Wissenschaftlers. So etwas wie eine unabhängige Geschichtswissenschaft kann nur dann entstehen, wenn keine Religionsführer, Regierungen oder Gerichte hineinredigieren. Wie leider derzeit in vielen Ländern dieser Welt. In Ländern mit funktionierender Gewaltenteilung hat man aber den Vorteil, dass es von vornherein um die verfassungsmäßige Befugnis zu solchen Eingriffen schlecht steht.
Wissenschaft lebt vom Diskurs, d.h. der ständigen weltweiten Auseinandersetzung über den Stand der Erkenntnis. Ist sie seriös, so werden z.B. nachprüfbare Quellen angegeben. Und gibt es eine weitgehend unabhängige Justiz, so hält sich die an bezüglich geschichtlicher Ereignisse an den Stand der Wissenschaft und versuchte Einflussnahmen von Außen scheitern im Regelfall. Und enden nicht für Journalisten und Schriftsteller des eigenen Landes in Berufsverboten bzw. jahrelang im Gefängnis.
Die meisten modernen Legenden haben ihren Ausgangspunkt in der Wirklichkeit. Auch Filme, die dies für sich reklamieren, haben häufig genug wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun und bzw. versuchen, sie ganz oder zumindest in Teilen ins Gegenteil zu verdrehen. Im wahren Leben ist es aber - wie hier wohl allgemein bemerkt wurde - mit der moralischen Integrität von Rambo-Figuren häufig nicht weit her.
Ein Interessenausgleich in einer Filmhandlung ist natürlich irgendwie unerwünscht, da mindestens der Popcorn-Verzehr leiden könnte. Im frühen Western wird das darauf reduziert, dass die Guten weiße Hüte tragen und um sich schießen und die Bösen schwarze Hüte tragen und um sich schießen, aber am Ende besser treffen. In anderen Filmen fressen die Bösen halt Kinder, vergewaltigen Frauen, führen Kreuzzüge, heilige Kriege und sprengen Kirchen, Moscheen oder Synagogen. Cem Özdemir scheint es in http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,401343,00.html wohl gut getroffen zu haben.
Durch den Konsum von Action-Filmen kann man jedenfalls nicht begreifen, dass man in den allermeisten Gegenden dieser Welt durch gewalttätige Auseinandersetzungen im Regelfall für sich und die eigene Familie mehr zu verlieren als zu gewinnen hat und nur wenige Profiteure übrig bleiben (und selbst die verbauen häufig genug ihren Nachkommen viele bis alle Chancen).
Soll man auch nicht, denn für solche Lektionen ist nicht das Kino, sondern das Elternhaus und die Schule zuständig. Ein Lernerfolg ist meiner Meinung nach erst dann da, wenn kapiert wurde, dass man sich das Recht auf selbständiges Denken und eine eigene Meinung nicht von den selbsternannten Wächtern der Religion oder der Tugend abnehmen lassen darf. Wer das tut, ist potenzielles Kanonenfutter.
In einer Forums-Diskussion ist es natürlich nett, wenn von allen Seiten "Political Correctness" geübt wird. Aber leider sind anscheind weder Geschichtswissenschaftler noch sonstwie direkt von den Konflikten rund um Irak, Iran und die Türkei Betroffenen anwesend und Kenntnisse aus erster Hand aus dieser Region sind hier genauso rar wie Kenntnisse aus der unmittelbaren Umgebung der in diese Konflikte verwickelten Regierungen.
Ohnehin rechne ich erst dann mit einer rationalen Meinung zu den Konflikten in Nahost, wenn fast alle unmittelbar beteiligten Menschen gestorben sind. Dann könnte es allmählich dazu kommen, dass keine Interessengruppe mehr versucht, ihr Süppchen mit einer Umdeutung der Geschichte zu kochen. Und dann sind üblicherweise die Archive für den gründlichen Zugriff durch die Geschichtswissenschaft offen. In den USA z.B. ist das ja recht vorbildlich durch den
Freedom of Information Act (http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act) geregelt. So vorbildlich, das interessierte Parteien immer wieder versuchen (werden), dieses Bürgerrecht zu kippen.
ich finde dieses land nur noch lächerlich. für mich sind deutschland und england marionetten von den amerikanern. ich weiss zwar nicht wohin das führen wird aber bin mal gespannt.zum glück habe ich mir dem film schon angeguckt und mein hass auf amerika wächst von sekunde zu sekunde...und meinen hass kann mir gott sei dank auch kein staat weg nehmen! wird mal zeit dass hier einer klartext redet.
Ratterkiste
27.02.2006, 06:58
@chihan: deutschland marionette der amis? wenn du so denkst solltest du aus deutschland verschwinden
unsere kanzlerin hat bei ihrem USA besuch KLAR und DEUTLICH einige misstände, z.b. guantanamo angesprochen als marionette würde sie sich bestimmt nicht so deutlich äussern
ich gehe mal davon aus, dass du aus der türkei kommst also könnte ich genausogut behaupten, ihr seid doch alle marionetten der terroristen, tue ich aber nich, weil ich weiss, dass es nicht stimmt, sei also vorsichtig was du hier sagst
olly3052
27.02.2006, 08:37
@cihan,
recht fundierter Beitrag Deinerseits.:rolleyes
Dein Denken ist ein Paradebeispiel für diejenigen, die diesen Film verbieten wollen.
Ein Film, der keinen Anspruch auf die Realität hat, läßt Deinen Hass gegen die USA weiter steigen?
Findest Du das nicht selber ein wenig bedenklich?
Gruß
olly3052
BlackSavage
27.02.2006, 11:47
@dikka
dafür, das du der deutschen sprache so mächtig bist, verwundert es mich, daß du tatsächlich glaubst, daß bilder, in denen amerikaner eine harmlose familie bei einer hochzeit abschlachten, hier nicht zum vorschein kommen würde. sorry, aber das ist absolut lächerlich. einige leute in einigen deutschen zeitungen hätten auf sowas nur gewartet. du tust gerade so, als würde deutschland solche grausamen taten verleugnen und für die usa lügen.
was soll das denn? man merkt eindeutig, das der film bei dir einiges "gewaschen" hat, ehrlich. und das gleiche gilt für cihan. was bitte schön cihan, hält dich dann in solch einem marionettenstaat? sags mir?
ich habe es ehrlich gesagt langsam satt, das die moslemische seite ständig nach etnschuldigungen ruft, und selbst finden die kein ende. und wsa hier geschildert wird ist teilweise übelste beleidigung. dafür sollten sich einige schämen.
und die usa sind keine kinder von traurigkeit, zweifelsohne. ich bin selbst geborener us amerikaner, lebe durch meine frau viele jahre in deutschland. auch ich habe die usa sehr oft scharf kritisiert. kein problem. habe auch oft hier "hetzkampagnen" gegen die usa hingenommen.
als bush nämlich so einigen müll "verzapft" hat. ich habe den unmut der deutschen verstanden. aber ich bin deswegen nicht gleich zum deutschlandhasser geworden. so ein blödsinn.
aber wenn ich jetzt hier lesen muss, das amerikanische soldaten menschen mit genuss quälen, und eine familei die hochzeit feiert abschlachtet, dann geht mir das eindeutig zu weit.
sowas sagt jemand, der keine objektive meinung hat und irgendwelchen scheiss glaubt, aus ländern, die usa sowieso hassen und man nichts anderes an nachrichten erwarten kann.
schämt ihr euch überhaupt nicht?
wo steht geschrieben, das so etwas passiert ist? zeigt mir eure "tollen" quellen.
solche aussagen sind eine absolute schweinerei. und dann sollen wir für den islam und den ganzen mist der da mittlerweile verzapft wird, toleranz aufbringen?
wann sind die moslems mit ihrem glauben denn mal soweir toleranz zu zeigen?
jedenfalls bin ich mittlerweile einer mehr, der auf jegliches verständnis schei**t. toleranz ist hier von mir nach solchen aussagen nichtm ehr zu erwarten. ich habe, was die usa betrifft, sehr viel toleranz gezeigt, indem ich selbstkritisch war und all diese teilweise übertriebenen "angriffe" hingenommen habe und die menschen verstanden habe. aber das ist pure hetze, purer blinder und dummer rufmord. und den toleriere ich nicht mehr und habe für menschen die sowas sagen nur noch verachtung.
Interlink
27.02.2006, 13:17
Den Anlass für die Filmstory bildete ein auch hier verlinkter Artikel aus dem Spiegel.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,401805,00.html
"Der Film beginnt mit der Schilderung einer wahren Begebenheit aus dem Irakkrieg, als US-Soldaten im Nordirak türkische Militärposten verhaften und ihnen Säcke über den Kopf stülpen, was in der Türkei für große Empörung sorgte."
Die USA wollten sich im Irak-Krieg keinesfalls von türkisch-kurdischen Verwicklungen (noch so eine Leiche im Keller) in die Suppe spucken lassen, was nachvollziehbar ist. Und die üblichen Utensilien der US-Armee zur Gefangenen-Verwahrung sind ja inzwischen weltweit durch Fotos bekanntgemacht worden. Mit dieser Art Öffentlichkeitsarbeit gewinnt man nur leider keinerlei Sympathien auf der Welt und der militärisch-industrielle Komplex der USA sollte sich gelegentlich mal wieder an der Landesverfassung orientieren.
@cihan22:
Ich bin immer wieder darauf gespannt, ob manche Menschen es noch lernen, aus ihrer Schwarz/Weiß - Denke zu entkommen. Erstaunlich, aber es gibt auch "gute Menschen" und vorbildliche Gesetze in Amerika.
Hass ist übrigens eine der möglichen Voraussetzungen auf dem Weg zur Marionette. Die Welt ist so schön übersichtlich, wenn sie für einen in Gut und Böse eingeteilt wird. Die "Freiheit zur eigenen Meinung" bitte an der Garderobe abgeben ...
Der Daedalus
27.02.2006, 15:55
Interlink der von dir gepostete Artikel zeigt ja mal wieder sehr schön, dass selbst jene Politker, die Amerika sehr zugewandt sind (Stoiber) kein Blatt vor den Mund nehmen.
Und er sollte dikka zeigen, dass die Forderung nach dem Verbot/Boykott dieses Films alles andere ist als ein Mittel die Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Denn Stoiber fordert in selben Atemzug, dass die USA ein klares Signal gegen die Folter setzen, die im Irak von einigen Soldaten praktiziert wird.
Ferner zeigt er auch ganz klar auf wie unglaubwürdig die Amerikaner sich im Endeffekt dadurch machen, dass sie nicht hart genug gegen folternde Soldaten vorgehen.
Das zeigt also, dass Stoiber sehr wohl dazu in der Lage ist an beiden Seiten Kritik zu üben! Und somit zeigt es dass er eine differenzierte Meinung (und eben kein Schwarz Weiß Denken) hat die er halt öffentlich äußert.
Also Dikka, bevor die Diskussion hier ins Uferlose ausartet:
Bitte sag mir nochmal, wo du in der Forderung einzelner Politiker eine Gefahr für die Meinungsfreiheit siehst. Wo bitte werden hier die Rechte von euch Moslems beschnitten?
Ich möchte nochmal auf das historische Ereignis eingehen, das dem Film als Basis dient!
Die türkischen Soldaten wurden gefangen genommen! Ihnen wurden Säcke über den Kopf gestülpt.
Wo bitte seht ihr jetzt ein grobes Fehlverhalten Seitens der US Truppen? Verdammt nochmal, dass war in KREIGSZEITEN! Das die Leute dort einen Sack über den Kopf bekommen haben diente bestimmt eher Zecken der Geheimhaltung und war sicher nicht gedacht um die Menschenwürde dieser türkischen Soldaten zu verletzten.
Steht irgendwo, dass diese Soldaten gefoltert wurden? Was ist nach dem Krieg passiert? Sind sie frei gelassen worden?
Die US Soldaten hatten alles Recht die türkische Gruppe fest zu nehmen! Denn die hatten absolut nichts dort zu suchen! Die IRAKISCHEN Kurden sind Verbündete der US Truppen gewesen und jetzt stell sich hier einer hin und versuch mir klar zu machen, dass türkische Truppen den Kurden was gutes tun wollten!
BlackSavage
27.02.2006, 16:17
sicherlich schlygen EINIGE us soldaten über die stränge und der sache sollte unbedingt nachgegangen werden.
wobei ich mich aber vehement wehre, ist die aussage, daß us soldaten genüsslich kleine kinder quälen und misshandeln, vor den augen der eltern. das ist eine hundsgemeine verleumdung.
Der Daedalus hat die andere sache treffend erkannt. ja türkische soldaten wurden gefangengenommen. auch das leugne ich nicht, aber was hatten die dort zu suchen? das war kriegsgebiet der us streitkräfte (ob nun gerechtfertigt oder nicht, ist ein anderes thema). und sie wollten einen verbündeteten der us streitkräfte angreifen. also jetzt stellt euch nicht als die opfer hin.
ihr (die moslems) seit auch mal langsam an der reihe, euch zu entschuldigen, euch hier als die ständigen harmlosen opfer hinzustellen. das stinkt zum himmel. erst vor der eigenen haustür kehren. ich kann das gejammer echt nicht mehr hören. aber darin, anderen ländern vorwürfe zu machen, sind einige weltmeister. ganz große schule. super!
hier wird so extrem in die bresche geschlagen, das glaube ich nicht. nun sind die amerikaner kinderquäler, die deutschen sind die marionetten etc...gehts noch?
was ist das nächste?
Ich möchte euch noch einmal bitten, sachlich an die Sache heranzugehen. Posts wie der von cihan22 sollte man geflissentlich ignorieren, sie dienen nur der Stimmungsmache und sind in meinen Augen die Aussage von leicht zu beeinflussenden und labilen Menschen.
Auch wenn man das eventuell nachvollziehen kann, so sollte doch jeder versuchen so emotionslos wie möglich an die Sache ranzugehen. Und bitte hängt euch nicht an einzelenen Post von jemandem auf, der nur mal kurz hier reinschaut und etwas postet, um zu flamen.
In diesem Sinne freue ich mich auf weitere interessante Posts und don't forget boys:
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||__|| | Trolle bitte |
/ O O\__ nicht |
/ \ füttern! |
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BlackSavage
27.02.2006, 21:17
@Stewi
Du hast vollkommen Recht. Ich entschuldige mich für meinen kleinen wütenden Ausflug und werde deine Worte beherzigen.
Nun, der amerikanische Film ist die Messlatte schlechthin.
Dieser türkische Film wird sich wohl auch an diese Messlatte halten.
Aufbauschen, übertreiben, untertreiben, weglassen von Tatsachen, Geschichtsverdrehung etc.
Wozu also aufregen?
Genau, wozu aufregen.
Es ist NUR ein Film.
Wenn man die Wahrheit erzählen will, dreht man einen Dokumentarfilm.
Aber da dies nur ein Film ist, ist dort wohl alles andere als die Wahrheit drin zu finden.
-oSi-
>>Ironie<<
lasst uns einfach eine angemessene Reaktion darauf zeigen.
Zünden wir alle türkischen, arabischen, etc... Botschaften an. Bringen zur Untermauerung unserer "Argumente" am besten noch ein paar ausländische Mitbürger um (die wahrscheilich seit Jahrzehnten friedlich hier leben), setzen auf die Darsteller und alle Mitwirkenden ein Kopfgeld aus und kaufen erst recht keinen Döner mehr....
Dann haben wir jedem gezeigt, dass die propagandistischen Aussagen des Films nichts mit der Wahrheit zu tun haben und wir vernünftige Leute sind, die auch mal einen Spass verstehen...
>>Ironie<<
bevor gleich wieder wer böse wird: grundsätzlich habe ich absolut gar nichts gegen fremde Kulturen, Religionen, etc.... Trotzdem finde ich, dass wenn ich in ein fremdes Land gehe, ich mich auch dessen Gewohnheiten/Kultur anzupassen habe.
Mir geht grundsätzliche jedwede religiös, fanatische (auch christliche), gewalttätige Reaktion auf den Geist. Ist man anderer Ansicht als der Film oder die karikaturisten, so kann man sich ja ebenfalls der Meinungsfreiheit bedienen. es steht jedem frei zu protestieren, beten, sich dazu im Fernsehen, Radio, Zeitungsartikeln, Leserbriefen oder auch dem Internet zu äußern...
Eine Gleichsetzung von einem Film, der eine vermeintliche Wahrheit proklamiert und einer Karikatur, die eine humoristische Spitze setzen will - verbietet sich jedoch nach meiner Meinung.
Warum übrigens jede Religion irgendwann zu dem Entschluss kommt allen Ungläubigen den Krieg erklären zu müssen bleibt mir verschlossen. Warum man sich nicht einfach für die eigene Erleuchtung freuen kann und darüber, dass die anderen eh bei ihrem Tode "aussortiert" werden. Glaube ich an das ewige Leben, so können mir die paar Erdenjahre unter Ungläubigen doch auch egal sein...
Der Daedalus
28.02.2006, 08:04
@Tiu und Osi
NEIN! Es ist eben nicht "nur ein Film". Es ist ein Film, der geeignet ist die Meinung seines Publikums zu beeinflussen! Das zeigen die Äußerungen hier im Forum und die Interviews von Leuten die den Film gesehen haben ganz klar!
Die Propaganda Filme der NS Zeit waren eben auch nicht "einfach nur Filme". (was nicht heißen soll, dass ich den hier diskutierten Film mit den damaligen Propagandastreifen gleich setzen will)
So lang es einen Menschen gibt, der das, was in diesem Film gezeigt wird für bare Münze nimmt, (und davon gibt es weit mehr als nur einen Menschen) ist es mehr als nur ein Film. Und dann ist es auch durchaus gerechtfertigt darüber zu diskutieren.
BlackSavage
28.02.2006, 10:00
ich finde auch, daß es in diesem fall nicht nur ein film ist. dieser "nur" film erreicht, das menschen sagen :
Auszug Zitat cihan22: zum glück habe ich mir dem film schon angeguckt und mein hass auf amerika wächst von sekunde zu sekunde...und meinen hass kann mir gott sei dank auch kein staat weg nehmen! wird mal zeit dass hier einer klartext redet.
also alles andere als "nur" ein film.
JulesBärle
28.02.2006, 10:28
ich sehe das genauso, der Film hat eine ganz klare Botschaft ! Er bildet Meinung (in bestem Sinne ;)), er betreibt aggressive Agitation und definiert sich eindeutig über die fehlende Objektivität. Vor allem scheint der Film für manchen genau zur rechten Zeit zu kommen, um noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Wäre der Film vor 15 Jahren in die deutschen Kinos gekommen, bin ich mir sicher, er wäre an den Kassen der Flop des Jahres geworden und keine 3 Wochen gelaufen. Es hätte schlicht niemand interessiert. So kam der Film zu einer Zeit raus, in der fanatische Moslems Teile der arabischen Welt gegen den Westen und seine liberalen Richtungen unter dem Deckmantel des Karikaturenstreits aufhetzen.
Nährboden dürfte dieser Film neben der Türkei vor allem in Ländern der islamischen Welt finden, wo große Teile der Bevölkerung antiamerikanisch eingestellt sind und von der intellektuellen Grundausrichtung, dem Bildungsstand und der rigiden Informationspolitik der herrschenden Nomenklatura sehr stark beeinflußt sind. Zentralistisch im Sinne der von der Religion Islam geprägten Regierung gesteuert, bringt Presse, Hörfunk und Fernsehen eh nur das, was sie für richtig finden und was von oben erlaubt ist. Neutralität und Objektivität der Medien ist jenen Ländern genauso fremd wie zu DDR- oder UdSSR-Zeiten in jenen Ländern. Restriktive Unterdrückung der Meinungsfreiheit tut ein übriges dazu, ansonsten würden nicht immer wieder Schriftsteller und Filmemacher der islamischen Ländern in den Westen emigrieren und politisches Asyl suchen.
Ich selbst bin kein Fan der Bush-Administration, ich bin kein Freund von Amerika, weder von seiner Politik noch von seinen Moralvorstellungen. Aber Hass auf Amerika ? Nein, warum auch ? Solche an Debilität grenzenden Äußerungen wie „ich hasse Amerika“ sind höchstbedenklich, vor allem von Leuten, die keine fünf vernünftigen und akzeptablen Argumente für diese sinnfreie Botschaft bringen können. Dies ist nur ein miserables Zeugnis des eigenen Intellektes. Amerika hat ihnen nichts getan, wird ihnen niemals was tun – aber sie hassen es. Die meisten wissen nicht einmal, was „Amerika“ ist, wie es funktioniert und wo das so verhaßte Bilad Amerika liegt. Warum sollte auch irgendein ein Fellache, ein Angehöriger der Ackerbau betreibenden Landbevölkerung des vorderen Orients, Amerika hassen ? Warum sollte ein türkischer User der ComputerBase Amerika hassen ?
-NachtschatteN-
28.02.2006, 17:13
Claudia Roth war im Kino (und es ging ganz schön in die Hose :evillol):
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,403568,00.html
Imaginos
28.02.2006, 18:17
"Bei dir hakt es wohl, Frau Roth!"
Also das sollte man schon gelesen haben :daumen
Grüsse GunnM
BlackSavage
28.02.2006, 18:20
was hat sie sich davon erhofft? das sie die hetzende meute umstimmen kann?
-NachtschatteN-
28.02.2006, 22:30
Ich denke eher, dass sie die verblendete "Meute" umstimmen wollte.
Die Zielgruppe des Films sind keine Intellektuellen und politisch Gebildeten. Denn diese betrachten das Gesehene differenziert und bilden sich eine eigene Meinung. Nein, dieser Film richtet sich an die Menschen, die nicht hinterfragen. Die Botschaft an diese Leute ist sicher nicht gerade förderlich in der aktuellen Situation.
Der Film verstößt aber gegen keine Gesetze und muss somit toleriert werden. Das ist Meinungsfreiheit...
JulesBärle
01.03.2006, 08:18
du hast recht. Diese Meinungsfreiheit ist ja auch gegeben. Ok, ein paar tun ihre Meinung dazu kund - aber auch das ist Meinungsfreiheit. Hier ist das nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern wird aktiv gelebt.
Und das ohne Hetze, ohne Hasspedigten. Hörst du evangelische oder katholische Pfarrer gegen den Film predigen ? Siehst du marodierende Odernsschwestern, die türkische Fahnen verbrennen ? Siehst du brennende türkische Botschaften in Deutschland ? Siehst du Demonstrationen gegen den Film ? Ich nicht.
Den meisten Deutschen geht der Film doch schräg am A#### vorbei. Was auch kein Wunder ist, bei der miserablen Qualität des Machwerks. Einziger Grund diesen Schrott anzuschauen ist wirklich nur aus Objektivität, damit man mitreden kann. Aber selbst dafür ist ein Euro fast zuviel ...
Und das ohne Hetze, ohne Hasspedigten. Hörst du evangelische oder katholische Pfarrer gegen den Film predigen ? Siehst du marodierende Odernsschwestern, die türkische Fahnen verbrennen ? Siehst du brennende türkische Botschaften in Deutschland ? Siehst du Demonstrationen gegen den Film ? Ich nicht.
Ich bin zwar kein Moderator, aber dieses "Argument" haben wir jetzt denke ich schon in diversen Diskussionen oft genug gehört. Darum geht es hier doch gar nicht.
Der Kern der Diskussion, ausgehend vom ersten Beitrag, dreht sich darum, dass der Threadersteller das Gefühl hat, dass sobald ein USA-Kritischer Film in die Kinos kommt dieser verboten werden soll. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe den Thread von Anfang an verfolgt und es wurden viele Argumente genannt, die seine Annahme widerlegen. Jetzt ist es nur an ihm selbst, dies zu akzeptieren oder eben nicht.
Jetzt schon wieder mit dieser Religionsleier zu kommen ist nicht nur langsam nervig, sondern wie ich finde verletzend. Das hat in diesem Kontext hier nichts zu suchen IMHO!
Wenn du/ihr das nicht so seht, überzeugt mich vom Gegenteil, aber ich finde das schiesst am Kern dieses Threads etwas vorbei, da ihr nur eurem persönlichen Frust und Ärger Luft machen wollt.
Ibn Tufail
01.03.2006, 17:30
ich war im film, fand ihn so naja, versteh die ganze aufregung nicht, war einfach nur ein film bei dem die pole gewechselt wurden mehr nicht.
Ein türkischer hollywood film sozusagen.
Grandepunto
01.03.2006, 17:56
Ich versteh dich, keine Frage.
Und ich unterstütz auch deine Meinung, warum sind in US Filmen immer die Russen/Araber/Chinesen ect. die Bösen?
In fast jeder Action Serie, jedem Action Hollywood Film ect. sind dass die Bösen.
Jeder dessen Gründe man nicht versteht, ist immer gleich der Böse.... Leider. Aber was dort gezeigt wird, ist nun mal Systemfeindlich (in den USA).
BlackSavage
02.03.2006, 12:25
junge junge...was regt ihr euch denn über amerikanische filme so auf, rennt aber zu tausenden in die kinos, um euch diesen "verhetzenden schrott" anzusehen oder?
erstmal richtig überlegen, bevor ihr rummeckert. warum wohl bringt hollywood solche filme?
vielleicht weil die leute genau sowas sehen wollen? wir hier mit inbegriffen.
der filmbranche ist es schei**egal, was für eine stimmung herrscht. sie machen daraus nur bares. und wenn wir alle ab morgen fleissig beten, nur noch fromm sind, kommt eben nen toller jesustreifen in die kinos. macht das doch nicht so kompliziert und probiert daraus eine wissenschaft zu machen.
für hollywood zählt nur bares.
Edit: Bei dem türkischen film wurde nur der richtige moment herausgesucht. der typ reibt sich doch auch die hände, weil er aufgrund der PR bare münze zu verzeichnen hat. im "normalfall" wäre der film unter ferner liefen abgespeist worden.
Der Daedalus
02.03.2006, 14:16
Genau richtig Black Savage!
Ferner möchte ich mal jene, die hier auf den amerikanischen Film fluchen, fragen, welcher Film denn mit "Tal der Wölfe" vergleichbar ist. Das man Rambo mit diesem Film nicht gleich setzen darf, hab ich glaub ich schon ausführlich erleutert.
@oDeM
Sicher hast du irgendwo recht, dass diese ewige Leier in dieser konkreten Diskussion nicht unbedingt dienlich ist.
Aber verständlich ist es allemal! Da wird man von der anderen Seite angefeindet und es wird behauptet, dass wir alle nur Marionetten der bösen, imperialistischen Amerikaner seien. Klar, dass man dann auch Argumente raus holt die nicht unbedingt in den Kontext der Diskussion passen.
Ferner möchte ich speziell chain und dikka mal darauf hinweisen, dass die Abneigung die viele Menschen gegen den Islam haben ja auch wohl irgendwo begründet liegen muss.
Es ist anders als der Judenhass in der NS Zeit. Denn hier geht es um konkrete Anlässe und es ist durchaus gerechtfertigt in dieser Religion auch eine Gefahr zu sehen!
@Tiu und Osi
NEIN! Es ist eben nicht "nur ein Film". Es ist ein Film, der geeignet ist die Meinung seines Publikums zu beeinflussen! Das zeigen die Äußerungen hier im Forum und die Interviews von Leuten die den Film gesehen haben ganz klar!
Für mich ist und bleibt es ein Film; nicht mehr und nicht weniger.
Ich weiss, das Filme sehr wohl beeinflussen können.
Die Filme, die das sehr gut können und extra dafür da sind, nennt man Propaganda-Filme.
Jeder Mensch ist beeinflussbar ! Die Grenze ist nur bei jedem unterschiedlich hoch.
Die von dir angesprochenen Interviews: Ich habe auch welche in TV (BR3) gesehen.
Die Leute, die die dort gezeigt haben, sahen aber nicht gerade intelligent aus.
Solche sind natürlich sehr gut beeinflussbar...
So lang es einen Menschen gibt, der das, was in diesem Film gezeigt wird für bare Münze nimmt, (und davon gibt es weit mehr als nur einen Menschen) ist es mehr als nur ein Film. Und dann ist es auch durchaus gerechtfertigt darüber zu diskutieren.
Also wer Film und Realität nicht auseinander halten kann... :rolleyes
...der sollte solche Filme meiden.
Finde ich auch gut so, das darüber diskutiert wird.
Dagegen habe ich ja nichts.
-oSi-
Ich vestehe das einfach nicht!Mal ganz ehrlich der Film war doch eine gewaltlose Ohrfeige fürdie USA. Es wäre schön, wenn alle Moslems so antworten könnten.
Ich weiss die Wahrheit ist nicht immer leicht zu ertragen, aber keine Bange mit der Zeit wird Ihr es auch verstehen;) Spätestens dann, wenn die USA keinen mehr zum Spielen hat und sich dann den Deutschen zum Spielen nimmt. Hmmmmmmm obwohl euch haben sie ja schon wie ein roboter in der Hand nur das wird nicht so bekannt gemacht...
Schaut euch diesen Film richtig an, dann werden (oder müssten) alle Moslems verstehen, egal aus welcher Nation, dass es nichts zumstreiten gibt. Ihr seid die jenigen die eigentlich die Welt beherrschen.Lasst euch keine leeren Versprechungen geben. Die westlichen Länder haben Angst davor, dass Ihr euch zu einer Faust ballt.
Ratterkiste
13.03.2006, 22:55
@ Yagmur:
selten soviel blödsinn gehört
wie kann man nur glauben dass so ein film die wahrheit wiederspiegelt
moslems beherschen die welt?träum weiter
TURRICAN
14.03.2006, 13:49
Die Zielgruppe des Films sind keine Intellektuellen und politisch Gebildeten. Denn diese betrachten das Gesehene differenziert und bilden sich eine eigene Meinung. Nein, dieser Film richtet sich an die Menschen, die nicht hinterfragen. Die Botschaft an diese Leute ist sicher nicht gerade förderlich in der aktuellen Situation.Damit ist es schon gesagt worden. Das trifft auch auf Yagmur zu.
Die Wahrheit!?! Also diesen Begriff sollte man im zusammenhang mit diesem Film sehr stark relativieren,denn ind diesem Film werden wird gut 20min lang die Wahrheit erzählt und das mit einem zusammenhang der nicht grade viel beifall erhalten sollt.
Außerdem wer kennt die Wahrheit?! Die Film Produzenten?? Also bitte....
Und die Meinung der Besucher fällt meistens sehr stupide aus und zeigt deutlich wie einfach diese Menschen zu manipulieren sind.
Persönlich halte ich den Film gefährlich und man sollte ihn etwas differenzierter und objektiver behandeln,denn wir wollen ja nicht dass es uns wie den Franzosen ergeht im letztem Jahr oder!?!
Persönlich halte ich den Film gefährlich und man sollte ihn etwas differenzierter und objektiver behandeln,denn wir wollen ja nicht dass es uns wie den Franzosen ergeht im letztem Jahr oder!?!
Genau hier würde ich (ohne dich zu verletzen) sagen, STOPP!!..
Denn, in Frankreich waren es nicht unbedingt die Minderheiten, die "Siedler" das Problem.
Auch da hatten sich vielmehr die Anhänger von Parteien, sei es Rechte oder Linke, die Situation ausgenutzt, um der jetzigen Regierung eins zu verpassen..
Auch die heute noch aktuellen Studentenkravalle, in dem vielleicht 30% der Studenten Gewalttätig sind und der rest wiederum von Anhängern dominiert wird.
Da kannst du nicht einen Film für Krawallen in Deutschland verantwortlich machen oder es verdächtigen, wenn in diesem Film kein Wort gegen "Juden" fällt, ausser dass ein Arzt ein Jude ist, was öfters auch in Ami filmen vorkommt.
Ich selbst habe den film (als neutraler Betrachter) gesehen, und kann auch daher vermuten, weshalb unbedingt die "Christlich" orientierte Fraktion in Deutschland den Film verbieten möchte.
Dort werden unter anderem Szenen gezeigt, in dem Religiöse Moslems friedlich tanzen und ein "Hodscha" der Jungen Frau, die ihre getöteten verwandten und vor allem dingen den Braut rächen möchte davon abrät, sich irgendwo in die Luft zu jagen und damit unschuldige zu töten.
Doch vielmehr sollte sich die CDU Fraktion wegen die tanzenden Dervishe gefürchtet haben, die sogar in mir eine Sympathie ausgelöst haben.
Denn auch in dem Film gibt es gute und böse Amis, so kann man nicht sagen, dass der Film amis in den Dreck zieht oder für einen Hass gegen die Amis sorgt.
Ausserdem wurden die Szenen über die "Abu Ghraib" sehr originel dargestellt, vielleicht fürchtet man deshalb, dass es Hassgefühle hervorruft.
Also, keine Sorge, der Film ist nicht so gut, aber auch nicht so schlecht..
Für eine Abwechslung ist es allemale sehr gut geeignet.