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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rührend barmherzig


zorro6
09.04.2006, 14:16
Hallo,
bin bei N24 auf folgende Meldung gestoßen:

Dorfbewohner in Kamerun spendeten für Opfer von 'Katrina'

Fünf Dorfälteste aus Kamerun haben im US-Staat Louisiana eine Spende für die Opfer des Hurrikans 'Katrina' überbracht. Sie übergaben dem Senat von Louisiana eine Summe von 868 Dollar, gesammelt bei 3.000 Dorfbewohnern. Manche Bewohner gaben zwei Cents, andere bis zu fünf Dollar - bei einem durchschnittlichen Tagesverdienst von 45 Cents am Tag. 'Sie sahen Bilder vom Wirbelsturm im Fernsehen', sagte der Abgeordnete Robert Adley. 'Sie dachten, ganz Louisiana wäre zerstört und waren sehr erschrocken.' Die Reise der Dorfältesten wurden von Kirchengemeinden in den USA finanziert.

(N24.de, AP)

ich gebe zu bedenken das diese Menschen zu den ärmsten der Armen auf unserem Planeten zählen.

georg_willi
12.04.2006, 00:31
wären sie nicht angereist, dann hätten sie auch noch das geld, das für die reise verbraucht wurde, spenden können. aber sonst ist es eine sehr achtungswürdige geste. es ist doch meistens so, dass die armen mehr teilen als die reichen.

KonKorT
12.04.2006, 13:54
Zwar eine schöne Geste, aber das Geld hätten die besser mal für sich behalten sollen. In Amerika ist sowieso alles wieder schnell aufgebaut ;)

In Afrika hingegen wird wahrscheinlich auch noch in 50 Jahren "Armut" herrschen...

roerich
12.04.2006, 15:27
In Amerika ist sowieso alles wieder schnell aufgebaut ;)

Also das Wort schnell in diesem Zusammenhang würde ich lieber nicht in den Mund nehmen, wenn ich eine Reportage aus den betroffenen Bundesstaaten von vor ein paar Wochen als Meinungsgrundlage nehme.

Tiguar
13.04.2006, 01:49
wären sie nicht angereist, dann hätten sie auch noch das geld, das für die reise verbraucht wurde, spenden können.
Die Reise haben ja, wie im Eröffnungspost erwähnt, Kirchengemeinden in den USA finanziert. ;)

Jenseits aller materiellen Betrachtungen, die den tatsächlichen Geldbetrag nach unseren Maßstäben nahezu lächerlich erscheinen lassen, sollte uns eine solche Aktion imho einfach mal innehalten lassen und uns über einige Dinge zum Nachdenken bringen.

Wenn ich allein an die Schadenfreude denke, die auch hier im Forum bei der Katastrophe in den Südstaaten der USA gezeigt wurde, dann halte ich das nicht nur für rührend barmherzig, sondern für peinlichst beschämend. Aber auch für diejenigen von uns, die mit Mitleid reagiert und vielleicht sogar für die Opfer gespendet haben, ist es immer noch beschämend.

Da gibt es Menschen, denen wahrscheinlich unsere Probleme als Paradies auf Erden erscheinen. Die eigentlich nichts zu geben haben, und trotzdem zu geben bereit sind. Rechnet bitte mal deren Spenden auf unsere Verhältnisse um, und das ohne jede soziale Absicherung. Diese Menschen halten uns einen Spiegel vor, in dem wir alle andere als gut aussehen. Was vielleicht auch die bisher eher geringe Resonanz in diesem Thread erklärt.

Viele Grüße, Tiguar

JulesBärle
13.04.2006, 12:35
Zum Nachdenken kann uns das wirklich bringen. Aber auf eine ganz andere Art und Weise wie du sie gerne hättest. Du monierst die Schadenfreude ? Warum denn ? Wenn ich aus gegebenem Anlaß die ganze 'Katrina'-Geschichte mit dem zeitlichen Abstand der dazwischen liegt noch mal Revue passieren lasse, kommt immer noch ganz große Schadenfreude bei mir auf. Wenn der geistige Führer des reichsten Landes der Erde mit der größten und vermeintlich best ausgebildeten Armee der Erde (worauf er ja immer so stolz ist) sämtliche meteorologische Warnungen – die er nachweislich hatte – in den Wind schlägt und seine Bevölkerung offenen Auges und mutwillig in ein Desaster führt, ist das wirklich geeignet, reinste Schadensfreude zu verspüren. Und wenn der gleiche Präsident nach dem Eintritt des Unglücksfalles dann auch noch seiner Bevölkerung Hilfe verweigert ? Dann gehört es diesem Land nicht anders, denn das amerikanische Volk hat den Präsidenten bekommen, den es zweimal gewählt hat. Und wohl auch verdient.

Auch was die Spendenbereitschaft anbelangt, ich hätte mir eher ein Loch ins Knie bohren lassen, wie auch nur einen Cent dafür zu spenden. Den USA zu spenden, einem Land das die eigene Bevölkerung verrecken läßt aber die modernste Armee unterhält, denen Waffen-Lobbyisten wichtiger sind wie soziale Einrichtungen ist ein ganz übler Witz und ein Affront den Bedürftigen gegenüber. Dem reichsten Land der Erde bei einer selbstverschuldeten Notlage zu spenden ist meines Erachtens peinlichst beschämend all denjenigen gegenüber, die in ärmsten Ländern dieser Erde Katastrophen erleben und die wirklich nichts haben. Zum Beispiel jenen Bewohner einer Dorfes in Kamerun gegenüber. Wo war denn die Spendenbereitschaft der Amerikaner beim Elbehochwasser oder beim Hochwasser von Garmisch kurz zuvor ? Wieviel Dollar hat Tschortsch-Dabbeljuw oder seine Amis uns gespendet ? Wieviel spenden sie 2006, wenn ganze Familien ihre Existenz an der Elbe verlieren ? NULL $

Daß es die Ärmsten der Armen von den Amis traf, leugne ich nicht. Und es war für diese Menschen auch wirklich schlimm. Aber unser Problem ? Nein, definitiv nicht ! Es ist bedauerlich genug, daß sich das reichste Land der Erde nicht um seine Bevölkerung kümmert. An was liegt das ? Vielleicht daran, weil ein Nigger (man möge mir diesen furchtbaren Begriff nachsehen, aber er paßt einfach) in den Vereinigten Staaten von Amerika immer noch ein Nigger und somit ein Mensch zweiter Klasse ist, ganz besonders im Süden der Staaten ? Soll man so ein Land, das nach außen hin die Apartheid in Südafrika öffentlich an den Pranger stellt, aber die Segregation im eigenen Land weiterhin ungerührt betreibt, auch noch finanziell unterstützen ?

Das ganze Katrina-Desaster scheint die Amerikaner auch bis dato relativ ungerührt zu lassen. Wo sind denn die Proteste ? Wo bleibt die Empörung der (staatlich kontrollierten ?) Medien ? Wo sind die aufgebrachten Bürger, die für ihre armen schwarzen Mitbürger spenden und sich für deren Rechte einsetzen ? Keine Ahnung ...

Vielleicht sieht das mancher ähnlich. Was vielleicht auch die bisher eher geringe Resonanz in diesem Thread erklärt.

Sentenza
13.04.2006, 12:45
Soll man so ein Land, das nach außen hin die Apartheid in Südafrika öffentlich an den Pranger stellt, aber die Segregation im eigenen Land weiterhin ungerührt betreibt, auch noch finanziell unterstützen ?
Mit einer Spende unterstützt du weder die Vereinigten Staaten Amerikas noch ihren "geistigen Führer" (eher blamierst du ihn noch dadurch, dass Spenden von außen nötig sind);
du unterstützt die Menschen, die durch die Katastrophe ihr Dach verloren haben.

JulesBärle
13.04.2006, 13:02
sorry, aber das mir so vor, wie wenn jemand zur einer Spende für Herrn Zetsche und seinen in Not geratenen DC-Konzern aufruft, so nach dem Motto, der dritte Hilfspförtner in Untertürkheim kann ja auch nichts dafür ... :(

-eraz-
13.04.2006, 13:03
Ja ganz toll, sorgt für gute Einschaltqouten und die Industrie verdient gleich mal ein bisschen mit. :rolleyes

Sentenza
13.04.2006, 13:26
sorry, aber das mir so vor, wie wenn jemand zur einer Spende für Herrn Zetsche und seinen in Not geratenen DC-Konzern aufruft, so nach dem Motto, der dritte Hilfspförtner in Untertürkheim kann ja auch nichts dafür ... :(
Meine Damen und Herren, hier kommt die Maus! :rolleyes



:D Tut mir Leid, aber ich habe mir deinen Satz jetzt 10 Minuten lang immer wieder durchgelesen und bis jetzt weiterhin weder den Sinn noch den Zusammenhang verstehen können.

-eraz-
13.04.2006, 13:40
Ganz einfach, er will damit die Frage aufwerfen warum man für das reichste Land der Welt spenden sollte, warum sind sie offensichtlich nicht fähig sich selbst zu helfen...

DC steht für Daimler Chrysler und soll nur ein Vergleich sein. ;)

.VeritaS.
13.04.2006, 13:57
Ich schliesse mich Tiguar an.Es kann nicht angehen das ich mich über meine 500€ teure Grafikkarte aufrege,weil sie nicht alles bei Oblivion hergibt und einige arme Menschen spenden für die "Katrina"-Opfer........da ist etwas nicht in Ordnung.

@JulesBärle

Die Menschen die die 868 Dollar gespendet haben,haben nicht wie Du nur diskutiert und rumgenörgelt sondern sofort gehandelt.Mein Respekt.

JulesBärle
13.04.2006, 15:21
@ eraz :)

@ all
ihr könnt mit mir jederzeit über die Sinnhaftigkeit von Spenden diskutieren, aber so lange im eigenen Land unverschuldet Not und Elend ist, geht kein Geld von mir für so einen von GWB verschuldeten Unfug.

Falls sich jemand für etwas anderes als Katrina interessiert und noch'n Euro übrig hat, der Toyrun for Kids (http://www.toyrun4kids.de/) kümmert sich um die Ärmsten der Armen in Deutschland. Nämlich um kleine Kinder, die Krebs haben und von den Ärzten zum Sterben in Hospize freigegeben werden.

Krebsnebelwesen
13.04.2006, 16:06
Diese Menschen zeigen uns, wie barmherzig sie sind.

Diese Menschen zeigen uns aber auch, wie politisch ungebildet sie sind. (Wofür sie nichts können!)

Um noch ein Beispiel in Bärles Art zu nennen:
Alle regen sich darüber auf, daß Herr Ackermann von der Deutschen Bank ein Millionengehalt bekommt, die Deutsche Bank riesige Umsätze macht, aber gleichzeitig Arbeitsplätze streicht.

Warum sollte man mit der Deutschen Bank Mitleid haben?

Nur jemand der keine Ahnung hat, wird Herrn Ackermann Geld spenden, wenn der mal irgendwann entlassen werden sollte.


Ich habe heute noch gehört, daß sich die Spendenorganisationen darüber "beschweren", daß dieses Jahr deutlich weniger für die Elbehochwasseropfer gespendet wurde als zur Jahrhundertflut. Da wurden 300 Millionen Euro gespendet! Was ist damit passiert? Wo ist das Geld geblieben, wenn es dieses Jahr wieder zu so einer schweren Überschwemmung kommen konnte?

olly3052
13.04.2006, 17:59
Findet ihr Eure Vergleiche irgendwie passend?
Was hat DC und Herr Ackermann mit Flutopfern zu tun?

Hat die Mehrheit der Katrina Opfer GW gewählt?

Jeder sollte wissen wofür er spenden mag, aber andere deswegen zu verurteilen, daß sie gespendet haben und diese als ungebildet hinzustellen ist mehr als starker Tobak:rolleyes

@Jules,

Deinen Zynismus in Deiner Antwort auf Tiguars Beitrag und die 2dimensionale Sichtweise über Deine Schadenfreude werde ich nicht weiter kommentieren.

Ob es unser Problem ist, daß die ärmsten Amis ihre Häuser verloren haben, fragst Du und gibst gleich die Antwort!

Bist Du mein Sprachrohr?
Ich denke nicht, also schreibe für Dich.

Gruß

olly3052





Gruß

olly3052

JulesBärle
13.04.2006, 20:16
wenn man etwas nicht verstehen will, soll man es halt lassen ... aber weil Ostern ansteht nochmals ganz langsam und explizit für meinen Lieblings-Moderator Olly3052: ;)

"Geld an die reichste Nation der Erde zu spenden, empfinde ich genauso
sinnvoll, wie Geld an DaimerChrysler oder die Deutsche Bank zu spenden".

Ok so ? :)

Und so lange es in Deutschland große Not gibt, um die sich kaum jemand kümmert, die es aber verdient hätte, nur weder in den Medien noch in der ForumBase eine Lobby hat, so lange empfinde ich es als peinlichst beschämend Geld in die reichen USA zu spenden. Vor allem für eine Katastrophe, die erst durch den großen Staatsmann GW Busch zu einer geworden ist. Hier bei uns (ich meine damit Deutschland) verrecken Menschen - Alte und Kinder - unter entwürdigenden Umständen, keiner nimmt Notiz davon, niemand juckt es. Aber so ist der Lauf der Zeit, Oberflächlichkeiten und 'tu Gutes für Amerika und schreib in ForumBase darüber' sind einfach mehr in.

Das ist meine Meinung und dazu stehe ich.

Mit 'unser' meinte ich im Übrigen einfach ein Problem der Deutschen. Ich wußte nicht, dass du dich da ausschließt. Bitte entschuldige das Wörtchen 'unser' vielmals, ich werde mich sehr bemühen, dich oder andere User niemals wieder in der vorgeschehen Art zu diskreditieren. Selbstverständlich hatte ich auch nie vor, deine Meinung hier kundzutun, dazu sorgst du ja in der Regel unüberlesbar selbst. ;)

Er hat Jehova gesagt - kreuzigt ihn ...

olly3052
13.04.2006, 20:37
nur ein Stein Jules, nur einen...

Geht doch,
Deine Meinung soll auch Deine bleiben.

Desweiteren interessiert es in diesem thread wenig, wie Du Deine Prioritäten zum Spenden legst.
Eröffne einen thread dafür und fordere Spenden für diese.

Bloß verschone diejenige mit Deiner Meinung, die für diese Sache gespendet haben.

Deshalb und nicht weil Ostern ist, passt Dein Vergleich hier nicht rein.

Mit dem "unser" hast Du es immer noch nicht richtig verstanden.

Du meinst, die Deutschen... wäre die richtige Formulierung gewesen ;)

So und nun geh und wirf den Stein...

Gruß

olly3052

Krebsnebelwesen
14.04.2006, 06:18
Hat die Mehrheit der Katrina Opfer GW gewählt?
Der Staat Louisiana hat sich jedenfalls 2004 Mehrheitlich für GW Bush entschieden.

Und ja, ich halte es nicht für schlau, wenn man für diese Opfer spendet.

Nun gehet hinaus und spendet... Wem und wo auch immer...

zorro6
14.04.2006, 07:50
Es bleibt doch jedem Selbst überlassen ob er spendet oder nicht und eine Hilfe von dem gerade herrschendem Machthaber abhängig zu machen finde ich erschreckend.
Hätten die Amerikaner nach dem 2.Weltkrieg genauso gedacht, währen in Deutschland zigtausende Menschen verhungert. Heute vergisst man schnell das ohne die Hilfe Anderer es den wohlhabenden und vorbildlich demokratischen Staat BRD nicht geben würde.

Aber hier wird um das Thema herumgeredet.
Tiguar hat es begriffen und eindrucksvoll auf den Punkt gebracht.

Hier geht es um Barmherzigkeit (dank an die Mods für die Rechschreibkorrektur).
Es geht auch nicht um 868,- $ sondern das es bitterarme Menschen gibt die an dem Leid Anderer Anteil nehmen ohne zu fragen, ob sie reich oder arm sind oder wer gerade an der Regierung ist.
Für mich sind diese Dorfbewohner aus Kamerun ein Vorbild und wünsche denen und auch allen hier bei CB ein gesegnetes und frohes Osterfest

Krebsnebelwesen
14.04.2006, 08:32
Also wenn Jules und mein Vergleich unpassend sind...

Im eiskalten, lang anhaltenden so genannten "Hungerwinter", 1946/47, sind viele Menschen (Deutsche) verhungert und erfroren.

Amerika (bzw. die Alliierten) hat das wohl insgesamt nicht aus Mitleid oder Barmherzigkeit, sondern eher aus politischem Klakül gemacht. Als funktionierenden Pufferstaat zwischen Ost und West.

Wie gesagt, jeder kann und darf spenden, wo und für wen er will.
Ich würde mich nur vorher informieren, wem ich spende.

zorro6
14.04.2006, 08:46
Das ist mal wieder voll am Thema vorbei.

Diese Sätze von Tiguar bringen es auf den Punkt:
"Da gibt es Menschen, denen wahrscheinlich unsere Probleme als Paradies auf Erden erscheinen. Die eigentlich nichts zu geben haben, und trotzdem zu geben bereit sind. Rechnet bitte mal deren Spenden auf unsere Verhältnisse um, und das ohne jede soziale Absicherung. Diese Menschen halten uns einen Spiegel vor, in dem wir alle andere als gut aussehen."

Krebsnebelwesen
14.04.2006, 08:59
Da ja hier auf eigene Persönlichkeit und eigene Meinung bestanden wird:
Ich lasse mir diesen Spiegel nicht vorhalten!
Die Opfer von Katrina bekommen von mir etwas Mitleid, aber kein Geld.
Ich habe deshalb kein schlechtes Gewissen! Und ich lasse es mir auch von keinem einreden, weil ein paar (in meinen Augen) Ahnungslose ihre Dorfkasse geplündert haben!

Sebastian
14.04.2006, 09:02
Diese Diskussionen sind im Allgemeinen noch ermüdender als die Frage, soll ich nVidia oder ATi nehmen (hier auf FB darf ich sicher mal einen derartigen Vergleich bringen, wenn auch abstrakt).

Jedenfalls finde ich mich in den Worten von JulesBärle 1:1 wieder! Es kann auch nicht angehen, ihn da zurückzupfeifen, während auf der anderen Seite sich hier jeder beweihräuchern darf, der, obwohl er es im Gegnsatz zu einem Stamm aus Kamerun eigentlich besser wissen sollte, Spenden an den einzig wahren Schurkenstaat auch noch für vertretbar hält.

Damit unterstütz man auch noch die Politik des Mannes, der eigentlich so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann. Aber wenn man ihn seine Fehler nicht erkennen lässt, lernt weder er, noch sein Volk. Die USA wollen allen die Demokratie bringen und bei ihnen funktioniert sie selbst nicht - fragt sich an der Stelle eigentlich auch, ob die ganzen Landeier, die tatsächlich Bush ein zweites mal wählten wirklich politisch etwas besser informiert sind, als ein Stamm aus Kamerun. Offensichtlich leider nicht.

Rührend barmherzig? Mit Sicherheit, aber muss ein derart verarmter Stamm wirklich sein letztes Hemd für unsere Weltpolizei hergeben, ihre innenpolitische Inkompetenz belohnen? Oh man ist das traurig!

Der einzige Steinewerfer sitzt übrigens im Weißen Haus - ich dachte, das sei klar.

zorro6
14.04.2006, 09:38
Und wieder OT.
Das ist kein politisches Thema, bestenfalls ein Gesellschaftliches.
Wenn jemand 10 € an UNICEF-USA spendet unterstutzt er die Bushregierung? :freak
Häää? :eek:

Ich gebe auf es scheint wohl keine Themen zu geben wo nicht die braune Sch…. aufquirlt.
:mad

Krebsnebelwesen
14.04.2006, 10:12
Ich gebe auf es scheint wohl keine Themen zu geben wo nicht die braune Sch…. aufquirlt.
Du bist wohl zu heiß gebadet worden!?

Was hat rechtes Denken(? :freak ) damit zu tun, ob man diese Tat der Dorfbewohner gut findet oder nicht? Und darf man Deiner Meinung nach jetzt nur noch: "Find ich gut" oder eben "Find ich nicht gut" schreiben, ohne jegliche Begründung der eigenen Meinung?

Alles was DU bisher geschafft hast, ist C&P und ein "Ich gebe zu bedenken, daß..."
Für Deine weitere "Meinungsäußerung" brauchtest Du Posts von anderen, die Du dann nochmals zitierst. Starke Leistung...

zorro6
14.04.2006, 11:07
@Intruder
Ich bade wenigstens.
Hast du deine Signatur auch gelesen oder bei Wikipedia geklaut.
Glaubst du ernsthaft das, wenn jemand für in Not geratene Menschen spendet damit den dortigen Staat unterstützten will.
Man spendet eigentlich an Hilfsorganisationen und nicht an den Staat.
Wenn du nicht spendest, ist das in Ordnung und ich bin der Letzte der dich deshalb verurteilt aber darum ging es in diesem Tread auch gar nicht.
Einige haben es begriffen aber Andere nutzen das um ihre Abneigung anderen Ländern und Völkern zum Ausdruck zu bringen (Bush ist nicht Amerika!).
Du kannst auch Bush, die USA, das amerikanische Volk und auch mich scheiße finden, es bleibt trotzdem am Thema vorbei.
In Übrigem zitiere ich nur Sätze, die ich dafür würdig halte, bei deinen Ausführungen war nichts dabei.

Trotzdem frohe Ostern weil ich Christ bin.

Krebsnebelwesen
14.04.2006, 11:29
Ich bade wenigstens.
Dusch lieber, das spart Trinkwasser.

Hast du deine Signatur auch gelesen oder bei Wikipedia geklaut.
Nein, weder noch, die stand dort plötzlich.

Glaubst du ernsthaft das, wenn jemand für in Not geratene Menschen spendet damit den dortigen Staat unterstützten will. Man spendet eigentlich an Hilfsorganisationen und nicht an den Staat.
Glaubst Du ernsthaft, daß man mit dieser Spende nicht auch irgendwie den Staat unterstützt? Den Staat, der es vorher vermasselt hat?

Wenn du nicht spendest, ist das in Ordnung und ich bin der Letzte der dich deshalb verurteilt aber darum ging es in diesem Tread auch gar nicht.
In diesem Thread ging es um garnichts. Da gibt es im Eröffnungspost eine C&P-News. Mehr nicht. Normalerweise macht der Schließer vom Dienst phil. sowas platt. Hier hat er wohl gepennt. ;)

Einige haben es begriffen aber Andere nutzen das um ihre Abneigung anderen Ländern und Völkern zum Ausdruck zu bringen (Bush ist nicht Amerika!).
Soll heißen, ein paar unterstützen Deine "Meinung", die anderen sind "böse" und bringen Argumente gegen den Sinn dieser Spende.
Und diese "Bösen" sind dann Deiner Meinung nach Rechtsradikal.
Bush ist der von der Mehrheit des Volkes gewählte Anführer der US-Amerikaner.

In Übrigem zitiere ich nur Sätze, die ich dafür würdig halte, bei deinen Ausführungen war nichts dabei.
Wir sind ja auch unterschiedlicher Meinung. Warum solltest Du mich da zitieren?

Trotzdem frohe Ostern weil ich Christ bin.
Ostern beginnt aber erst Ostersonntag. Heute ist Karfreitag. Weil ich ein getaufter Nichtglaubender bin.

olly3052
14.04.2006, 12:36
Nun entspannt Euch wieder:)

Wie schon geschrieben, wer für was auch immer spendet, soll das tun.

Wenn jemand für eine, aus welchen Gründen auch immer, Sache nicht spenden möchte, genauso gut.

Die Kameruner aber als Ahnungslose etc. zu betiteln, ohne diese zu kennen, ist schon daneben.

zorro6
14.04.2006, 13:07
@Intruder
Zitat: Dusch lieber, das spart Trinkwasser.

Männer baden lieber (statistisch erwiesen). ;)

Zitat: Nein, weder noch, die stand dort plötzlich.

Das dachte ich mir, selbst pöbeln aber von Anderen Höflichkeit erwarten. :evillol

Zitat: Glaubst du ernsthaft, dass man mit dieser Spende nicht auch irgendwie den Staat unterstützt? Den Staat, der es vorher vermasselt hat?

Genau das glaube ich.
Beispiel Elbeflut: Warum helfen die Bundesregierung hat doch alles verbockt.
Was können die Menschen dafür?

In diesem Tread ging es um beispielhafte Hilfsbereitschaft, ohne zu fragen, ob jemand reich ist, welcher Rasse er angehört, welchen Glauben er hat oder aus welchem Land er stammt
(Die Christen nennen das Barmherzigkeit).Die Dorfbewohner sind bereit zu teilen obwohl sie so gut, wie nichts haben. Die Dritte Welt macht uns vor was Barmherzigkeit bedeutet. Unsere reiche Industriegesellschaft kennt nur das Wort und nicht dessen Bedeutung.

Es ging nicht um Pro&Contra Spenden und auch nicht um Pro&Contra USA.
Wird nur immer wieder gerne missbraucht um seinen politischen Müll loszuwerden.

Zitat: Ostern beginnt aber erst Ostersonntag. Heute ist Karfreitag. Weil ich ein getaufter Nichtglaubender bin.

Ich habe auch einen Kalender.
Bei uns ist es üblich auch im voraus „frohe Ostern“ zu wünschen, aber als Ungläubiger legst du ohnehin keinen Wert darauf.

olly3052
14.04.2006, 13:16
Nun entspannt Euch wieder:)

Das gilt auch für Dich ;)
Die kleine Osterstory bitte über PN klären.

Gruß

olly3052

joe cool
14.04.2006, 13:22
ich kann zorro nur beipflichten. Die politische Führung der Vereinigten Arabischen Emirate gehört wohl zu den reichsten der Welt, dennoch wird dieses Land zu denen der Dritten Welt dazu gerechnet, weil der Großteil der Bevölkerung arm ist. Deshalb bezieht dieses Land auch Entwicklungshilfe und sicher auch Spenden. Nur weil irgendwelche Leute in den USA genug Geld haben, um die ganze Welt zu kaufen, heißt das doch noch lange nicht, dass dieses Geld auch bei den Menschen ankommt, die es benötigen. Deshalb sind diese Spenden ganz und gar nicht unnötig und sinnlos oder moralisch verwerflich, sondern ein Ausdruck von Mitgefühl und Solidarität. Ich bin mir sicher, die Menschen, die diese Spenden empfangen haben und sich damit wieder eine Existenz aufbauen konnten, würden sofort für deutsche Flutopfer spenden.

gruß joe cool

phil.
14.04.2006, 13:23
In diesem Thread ging es um garnichts. Da gibt es im Eröffnungspost eine C&P-News. Mehr nicht. Normalerweise macht der Schließer vom Dienst phil. sowas platt. Hier hat er wohl gepennt.
Keine Bange, gib mir noch ein paar Stunden, dann bin ich richtig wach (Muß auch noch
duschen). Wer ab nun nicht gnadenlos die Finger nur noch zum Topic auf die Tastatur fallen
läßt, wird von mir persönlich zum Baden geschickt, unabhängig vom Feiertag. Wenn es zu
viel Streß wird, kann ich immer noch (den Wasserhahn) schließen.

Justin_Sane
14.04.2006, 13:35
Also bezogen auf den Eingangspost, ist dass Verhalten der Kameruner menschlich sicherlich ganz weit oben einzuschätzen.

Aber sobald die Presse da wieder ihre Griffel drin hat, bekommt das für mich wieder einmal so einen faden Beigeschmack.
Okay, zugegeben: Ohne die Presse gäbe es diesen Thread nicht! :D

Im übrigen:

Die Christen nennen das Barmherzigkeit

...ich nenne das unnötige Verschwendung von nicht-vohandenen Ressourcen. Wie die Sache >menschlich< aussieht, habe ich ja bereits oben geschrieben.

Es ging nicht um Pro&Contra Spenden und auch nicht um Pro&Contra USA.
Wird nur immer wieder gerne missbraucht um seinen politischen Müll loszuwerden.

Es geht hier aber auch nicht um religösen Müll, der in diesem Thread ebenfalls schon wieder Einzug hält.

Schöne Feiertage allerseits!

Sentenza
14.04.2006, 14:04
Um noch ein Beispiel in Bärles Art zu nennen:
Alle regen sich darüber auf, daß Herr Ackermann von der Deutschen Bank ein Millionengehalt bekommt, die Deutsche Bank riesige Umsätze macht, aber gleichzeitig Arbeitsplätze streicht.

Warum sollte man mit der Deutschen Bank Mitleid haben?

Nur jemand der keine Ahnung hat, wird Herrn Ackermann Geld spenden, wenn der mal irgendwann entlassen werden sollte.
Wer redet denn davon, Herrn Ackermann zu spenden?
Wer redet davon, mit der Deutschen Bank Mitleid zu haben?

Um es auf dein bzw. JulesBärles Beispiel zu übertragen: es wird den Leuten geholfen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben!

Bob_Busfahrer
14.04.2006, 14:28
Finde das ganz groß von diesen armen Menschen, da noch Geld zu spenden.
Vllt. bringt es die Amerikaner mal zum Nachdenken, dass die Ärmsten der Armen ihnen Geld spenden, wenn sie in Not sind, aber die Amis rücken da nichts raus, müssen ja sich selbst erstmal finanzieren...

Da sieht man mal wieder, dass Menschen einander helfen wollen, auch wenn die Hilfe in diesem Fall wohl überhaupt nicht weit reicht, der gute Wille und die Bereitschaft dazu sind weitaus mehr wert, als dass man es in Geld messen könnte.

JulesBärle
14.04.2006, 15:23
ich bezweifle ernsthaft, daß dies die Bush-Administration - wenn sie es überhaupt mitbekommt - in irgendeiner Weise zum Nachdenken bewegt. Dies betrifft nicht nur diese Aktion.

Auch bezogen auf die Jungs aus Kamerun sei die Frage erlaubt: gäbe es da nicht viel mehr adäquate Möglichkeiten für Hilfe und Spenden im eigenen Stammesverband ? Ok, das gäbe weit weniger Publicity, aber Möglichkeiten gäbe es sicherlich genügend. Und wenn nicht in Kamerun, dann in einem anderen Land in Afrika, das offiziell unterhalb der Armutsgrenze existiert.

Zitat: Nur weil irgendwelche Leute in den USA genug Geld haben, um die ganze Welt zu kaufen, heißt das doch noch lange nicht, dass dieses Geld auch bei den Menschen ankommt, die es benötigen.

Du verstehst mich falsch, es geht nicht um ein paar Leute die genug Geld haben. Es geht um die USA, die als Land genug Geld haben. Auf jeden Fall soviel Geld, dass die Regierung zu allererst in der Pflicht steht, den von Katrina Betroffen zu helfen. Nicht die Jungs aus Kamerun, nicht die User von CB. Und ob man damit den Leute hilft, indem man die eigene Regierung aus der Verantwortung nimmt, ist sehr fraglich. Dies bestärkt Bush und seine Typen eher, weiterhin die Segregation zu pflegen und zu hegen.

Krebsnebelwesen
15.04.2006, 06:43
Das dachte ich mir, selbst pöbeln aber von Anderen Höflichkeit erwarten. :evillol
Ich lasse mich bestimmt nicht ungestraft von Dir als rechtsradikal bezeichnen! Ende der Ausführung!

Beispiel Elbeflut: Warum helfen die Bundesregierung hat doch alles verbockt.
Was können die Menschen dafür?
Ja, vielleicht ist genau deshalb dieses Jahr die Spendenbereitschaft weitaus niedriger als vor 4 Jahren. 300 Mio. Euro wurden damals gespendet. Das sind durch die Bevölkerung geteilt 3,75 Mio. pro Einwohner :) Für die Kohle würde ich in diesem Gebiet mein Haus auf Stelzen stellen lassen ;) Mal im Ernst, es ist nichts passiert nach der "Jahrhundertflut", die dieses Jahr für die Leute im Norden noch schlimmer war. Irgendwas stimmt da doch nicht...

Um es auf dein bzw. JulesBärles Beispiel zu übertragen: es wird den Leuten geholfen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben!
Klar, wenn Du es ihnen direkt geben würdest. So kommt es erst an den Konzern, der bezahlt die Abfindungen der Entlassenen, den Rest übernimmt der Staat mit dem ALG. Der Rest der Spenden verschwindet im Konzern ;)

Also bezogen auf den Eingangspost, ist dass Verhalten der Kameruner menschlich sicherlich ganz weit oben einzuschätzen.
Ich habe übrigens nie etwas anderes behauptet. Ich suche nur immernoch den Sinn der Spende! Aber da muß ich mich wohl mit religiöser Barmherzigkeit als Argument zufrieden geben...

zorro6
15.04.2006, 08:29
@Intruder

1. Es ist bemerkenswert das Du dich als Brauner angesprochen fühlst aber du warst nicht gemeint. (Punkt)
2. Da sind wir absolut einer Meinung. Die Politik hat dort auf der ganzen Linie versagt, den Menschen muss aber trotzdem geholfen werden.
Es ist nicht damit getan alles wieder aufzubauen, was bei der nächsten Flut ohnehin wieder zerstört wird, vielmehr muss man das Problem an der Wurzel packen statt mit den Spenden die maroden Landeskassen zu füllen. Villeicht sollten die Politiker, die Ostfriesen und die Holländer fragen, wie man Fluten vorbeugt statt mit Kompetenzgerangel die Bürger zur Weißglut zu treiben. Erkennst du jetzt den Spiegel, den die Kameruner uns vorhalten? Es geht nicht um Geld oder Religion sondern um die Hilfsbereitschaft. Einfach was tun, statt nur zu gaffen und sich am Leid Anderer aufzugeilen, einfach beschämend das bitterarme Menschen unserer Gesellschaft zeigen müssen das der Mensch und dessen Leid im Vordergrund stehen müssen und nicht irgendeine Politikkake.
Ich sehe das Thema auch nicht religiös sondern gesellschaftskritisch.
(Barmherzigkeit war der treffendste Ausdruck)
Ich bin bekennender Christ (ist es schon so weit das man sich dessen Schämen muss).
Ich bin höchstens durchschnittlich religiös und ganz bestimmt kein religiöser Spinner (wie mich manche gerne hätten).

Sebastian
15.04.2006, 08:54
1. Es ist bemerkenswert das Du dich als Brauner angesprochen fühlst aber du warst nicht gemeint. (Punkt)Wer war denn gemeint?

Krebsnebelwesen
15.04.2006, 09:16
1. Ach so :) OK, dann hast Du nicht zu heiß gebadet ;)
Du hast es halt so "in den Raum hinein" gesagt.

2. Menschlich ist das immernoch toll, was die Dorfgemeinschaft dort getan hat.
Aber ich persönlich sehe es immernoch nicht ein, den Bockmist einer Regierung (egal ob Bush oder in der BRD) zu unterstützen, den sie selbst verzapft hat. Für die Natur können sie (fast) nichts, aber genauso wie nichts gegen die Hochwasser getan wurde, genauso schlecht waren die Maßnahmen der US-Regierung bevor Katrina ankam. Und danach sowieso.
Ich sehe es nicht ein, eine "Einsparung" des Staates im Nachhinein zu bezahlen. Mit höheren Kosten als eine vorgreifende Maßnahme gekostet hätte.
Nun wird halt weniger gespendet, und der Staat selbst muß für diese Opfer aufkommen.

Und das ist halt das Wissen, daß die Kameruner meines Erachtens nicht haben. Vieles von dem Leid der Bürger in Louisiana hätte vermieden werden können. Genauso wie z.B. in Hitzacker.

Was Deine Religion betrifft: Das ist Deine Sache. Schämen mußt Du Dich meinetwegen nicht. Ob Du ein religiöser Spinner bist, das habe ich kurz überlegt, bin aber davon abgekommen. Sonst hätte ich im Post vorher statt religiöser Barmherzigkeit religiöser Fanatismus geschrieben.

Edit: Gerade lief ein Bericht auf NTV. Große Teile New Orleans sehen immernoch genauso aus wie kurz nach der Zerstörung. Was ist mit den ganzen Spendengeldern passiert? Nichts hat sich dort getan. Man sagt, es soll sich auch nichts tun. Alles soll planiert werden und ein Park soll errichtet werden. Wird der dann von den Spendengeldern gebaut?