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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 20 Jahre ist es her; Tschernobyl


pcpanik
26.04.2006, 23:05
Hat mal jemand dran gedacht?

Tschernobyl, die Reaktorkatastrophe....

Heute ist der 20. Jahrestag, an dem der Menschliche Faktor im Umgang mit Atomen zum unkalkulierbaren Risiko wurde.

Clio-Freak
26.04.2006, 23:12
Na und :rolleyes

Ist halt menschliches Versagen gewesen wayne... trotzdem traurig für die Menschen dort...
Hätten die eher reagiert, wär es erst garnicht soweit gekommen.

sketromi
26.04.2006, 23:15
Hab heute ne doku davon gesehen und muss sagen das ist krass wenn man bedenkt das die Weltmächte heute das X fache mehr an Atom Bomben/Müll/Reaktoren haben als vor 20 jahren.

Ein kleiner Bums und die Welt gibt's nicht mehr.:freak :( :mad

Wintermute
26.04.2006, 23:25
Hätten die eher reagiert, wär es erst garnicht soweit gekommen.

Da gab´s nix zu "reagieren". Lies mal den Hergang, das Ding war von Anfang falsch konstruiert. Die Steuerstäbe hätten alle nicht auf einmal senkbar sein dürfen. Deutsche Reaktoren blockieren das vom Sicherheitssystem her automatisch.

Wenn man sich die Ausbreitung der Wolke ansieht und sich überlegt, das dieser GAU eines der schlimmsten technischen Disaster der Menschheitsgeschichte war, finde ich das gar nicht so "na und".
Die Auswirkungen bemerkt man heute noch. Selbst jetzt strahlts im Sarkophag noch so übel, das man innerhalb kürzester Zeit massive Strahlenschänen abbekommt.
Ausserdem wird das Ding brüchig. Eine Gruppierung aus afaik amerikanischen und britischen Firmen arbeitet gerade an einer neuen Versiegelung.

Vergessen sollte man sowas niemals.

Interessante Infos:
Kernenegie.net (http://www.kernenergie.net/informationskreis/de/aktuell/tschernobyl.php)

Clio-Freak
26.04.2006, 23:29
Ich meinte auch mit eher reagieren, die von Anfang an falsch aufgebaute Konstruktion ;)

Natürlich ist es sehr schrecklich für die Menschen dort- auch heute noch. Das sollte ja jetzt nicht so negativ klingen.

Nur hätten sie diesen Test ers garnicht durchgeführt dann...halt ja ihr wisst's schon.
:n8

Wintermute
26.04.2006, 23:33
Nun, der Test an sich war ja nichts schlimmes.
Bloß hätte man das dann eben auch kommunizieren sollen das der Reaktor noch auf Halblast hängt. Und daran scheitern ja auch bekanntlich heute noch tausende Dinge die eigentlich funktionieren sollten. Kommunikation.
Würden die Leute miteinander reden, wäre einiges einfacher ... auf der anderen Seite bleibt man so auch von manchen Dingen verschont. ;)

Clio-Freak
26.04.2006, 23:38
Schlimm war ja auch, dass 2Tage später ers alles rauskam und man garnich wusste, was dort eigentlich passiert is :rolleyes

Nunja jetzt aber:n8

FooFighter
26.04.2006, 23:39
Nun ja, es ist eigentlich schon sicher, d. dieser Unfall zu vermeiden gewesen wäre.

Es ist davon auszugehen, d. zumindest die Betreiber wussten, d. die eingesetzte Technologie unsicher war/ist. Letztlich sind bereits vor Tschernobyl ähnliche Unfälle auf u. a. auf Ubooten passiert.

Es ist schon Schade, wenn Sicherheit eine Kostenfrage ist.

Wintermute
26.04.2006, 23:49
Viele der zwangsrekrutierten Arbeitskräfte zum Zuschütten des Graphitbrandes konnten nicht mal was mit dem Wort "Strahlung" anfangen.

FooFighter
26.04.2006, 23:55
Die US-Army hat auch Truppen A-Bombenexplosionen beobachten lassen. Da hatte sicherlich auch keiner Ahnung von Strahlungsschäden.

Ob in Tschernobyl ein Strahlenschutzanzug beim zuschütten geschützt hätte? Ich glaube nicht. Dann bleibt die Frage, wer machts Loch den zu?

Daria
27.04.2006, 00:25
Da gehe ich mal von aus das da ein Strahlenschutzanzug geholfen hätte. Insbesondere bei Alpha oder Beta-strahlung geht die Hauptgefahr nicht von der Strahlung selber aus sondern eher davon das man Staubpartikel einatmet. Mein technisches Verständnis reicht nicht so weit um zu sagen was genau in Tschernobyl am meisten vertreten war (Alpha/Beta/Gamma) aber vielleicht weis das ja jemand anders.

Anzumerken bleibt noch das die Reaktorkatastrophe ohne Frage schlimm war, aber gerade durch diese wurde eine regenerative Energie politisch und öffentlich kaputt gemacht die das Energieproblem der Menscheit auf kurze Sicht erstmal lösen könnte (Sagt jemandem Kalkar und Brutreaktor etwas?).

Unfälle wird es immer wieder geben und es gab zig Naturkatastrophen die mehr Menschnenleben gefordert haben, auch bei extrem pessimistischen Schätzungen bezüglich Tschernobyl.

Wintermute
27.04.2006, 00:25
Hätte wahrscheinlich auch nix geholfen. Man hätte wohl eine Betonkanone oder eine Bleibombe gebraucht, um das Ding dicht zu bekommen. :P
Innerhalb der näheren Umgebung Brandherdes bekamen die Leute Strahlungsdosen von über 20 000 Röntgen ab. Das tötet innerhalb von Stunden.

Meiner Laienmeinung nach müsste haufenweise Beta und Gammastrahlung beim GAU und danach entstanden sein, aber das mal unter vorbehalt. ;)

Daria
27.04.2006, 00:31
Noch ein Zusatz: Ich weiss das ich mich auf etwas dünnem Eis bewege weil ich nicht das nötige technische Hintergrundwissen habe, aber ich gebe meine Ansicht hier trotzdem mal in die Debatte:

In den meisten Kraftwerken wird Wasser als Moderator eingesetzt. Die Neutronen in einem KKW sind normalerweise zu schnell um eine Kettenreaktion aufrechtzuerhalten also nimmt man Wasser um sie abzubremsen. Überhitzt der Reaktor verdunstet das Wasser, die Neutronen werden wieder zu schnell und die Kettenreaktion bricht ab...der Reaktor schaltet sich also quasi selbst ab.

Nun kommt allerdings die Preisfrage warum in Tschernobyl nicht Wasser sondern ein Graphitblock als Moderator genommen wurde. Die Annahme ist wohl damit dem Reaktor Material entnommen werden kann während er läuft...und zwar Plutonium. Und was kann man aus Plutonium prima bauen? Atom-Bomben.

Tschernobyl diente also nicht nur der Energieerzeugung sondern sollte auch Material für Atombomben liefern. Und da liegt die Crux wiedermal begraben, Atomenergie könnte eine relativ gute und sichere Sache sein, aber nein man musste ja wieder eine Waffe draus machen.

Man möge mich korrigieren falls ich hier irgendeinen Unsinn verzapft habe...(wir brauchen mal einen Kernphysiker hier)

Wintermute
27.04.2006, 00:37
Hm, Unsinn wird das nicht sein.
Gerade um so etwas zu verhindern laufen ja die westlichen Reaktoren mit Wasser als Moderator und kein Graphit. Die Graphit-Frage quält mich auch schon seit längerem ...

Die Annahme ist wohl damit dem Reaktor Material entnommen werden kann während er läuft

Hm ... wie soll man da rankommen während er läuft? Ich denke da schnenkt sich Graphit bzw. Wasser nicht sonderlich viel. Imho muß man ihn so oder so runterfahren, sonst holt einen ja der Teufel.

Aber ich bewege mich da auf genauso dünnem Eis ... die Antwort darauf werden uns wohl nur deine Kernphysiker oder Ingenieure aus dem AKW-Bau geben können

//edit:
Ein Brutreaktor ist ein Reaktor der mehr zur Herstellung spaltbaren Materials als zur Energiegewinnung gedacht war? Sowas geistert mir noch im Hinterkopf rum ...

Daria
27.04.2006, 00:48
Brutreaktoren existieren und laufen bereits. Und ja sie produzieren mehr Spaltmaterial als sie verbrennen; in Kalkar wurde so ein Reaktor gebaut. Er wurde allerdings nie in Betrieb genommen weil die Öffentlichkeit und die Politik in eine nahezu hysterische Panik verfallen ist was die Atomenergie angeht und alles was damit zu tun hat.

Tiguar
27.04.2006, 00:50
Aber ich bewege mich da auf genauso dünnem Eis ... die Antwort darauf werden uns wohl nur Kernphysiker oder Ingenieure aus dem AKW-Bau geben können ;)
Na ja, für den Hausgebrauch tut´s auch Wikipedia: klick (http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium#Gewinnung_und_Darstellung). Unabhängig von der Art der Moderation der Kernspaltung müssen die Brennstäbe gelegentlich gewechselt werden, und aus den verbrauchten Brennstäben läßt sich Plutonium herstellen. Bei den Reaktoren vom Tschernobyl-Typ könnte das aber wohl tatsächlich neben der einfacheren Bauweise ein Grund gewesen sein - klick (http://de.wikipedia.org/wiki/RBMK).

Ich denke daher, dass man Darias Aussage als Arbeitshypothese durchaus stehen lassen kann. ;)

Auch was die politischen Auswirkungen angeht - zumal ein nationaler Alleingang gerade vor dem Hintergrund der Tschernobyl-Katastrophe recht sinnlos erscheint, wenn die Nachbarn weiter intensiv auf die Kernenergie setzen.

Viele Grüße, Tiguar

Wintermute
27.04.2006, 00:55
Möglichkeit, den Brennelementwechsel während des Betriebs durchzuführen. Dadurch konnte man längere Wartungsperioden vermeiden und schnell große Mengen an waffenfähigem Plutonium gewinnen, was nur möglich ist, wenn sich die Brennelemente nur kurz im Reaktor befinden, da sonst durch Neutroneneinfang nicht spaltbares Plutonium entsteht.

100 Punkte für Daria

MR.FReeZe
27.04.2006, 00:56
Also ich hab bis jetzt in der Schule und an der Uni auch nich nicht viel darueber gelernt. Weiss nur ein bischen das was in einem meiner Buecher steht und mal aufgenschnappt habe

Ich weiss nur das man als Moderator ein Material mit leichten Kernen benoetigt. Nie Neutronen verlieren ihre Bewegungsenergie grade durch elastische Stoesse mit den Moderatoratomen bis sich ein thermisches Gleichgewicht eingestellt hat.
Wasser ist dafuer anscheinend gut geeignet und Graphit (Ist ja Kohlenstoff) aufgrund von guten thermischen Eigenschaften wohl auch. Kohlenstoff soll auch wirtschaftlich guenstiger sein. Wenn ich mal einen Blick ins PSE werfe dann scheint wasser und Kohlenstoff wohl auch das einzig praktikable im Bezug auf Preis und Gewicht zu sein.
Allerdings muss Kohlenstoff wohl dann sehr rein sein um ihn verwenden zu koennen.
Bei einem Reaktor mit schwerem Wasser hat man im gegensatz zu reaktoren mit normalem Wasser den Vorteil das man mit nicht angereichertem Uran arbeiten kann und die Kosten fuer eine Anreicherungsanlage spart.

Aber genaueres weiss ich auch nicht und hoffe das das so stimmt

//Edit ok, Tiguar hat was plausibles gefunden :)

//edit 2: Weiss einer ob zum Jahrestag wieder die "Atom-Maus" (Jene Sendung mit der Maus die sich mit der Reaktorkatasprophe beschaeftigt hat) gesendet wird?...wuerd ich gerne mal wieder schauen:)

China
27.04.2006, 08:00
Das es in den letzten Tagen unzählige Doku's darüber zu sehen gibt,
gings auch an mir net vorbei. Und wenn ich das dann so sehe wird mir echt
zum Teil kotzübel. Schon echt herbe was diese Katastrophe so angerichtet
hat. Und das den Leuden nichtmal bescheid gesagt wurde.....:eek:
Und solange noch Atomkraftwerke auf dieser Erde stehen, darf man
sowas nicht vergessen und sollte sich stehts dieser Gefahr bewusst sein.

btw: Wurde nicht fast zum selben Zeitpunkt STALKER angekündigt? :evillol

madthebad
27.04.2006, 08:08
einerseits ist es wirklich schlimm und tragisch für die ganze region vorallem wenn man sieht wie lange die radioaktivität noch bestehen bleibt.

andererseits müssen wir menschen immer erst riesen fehler machen um daraus zu lernen! wenn man denkt wie die einstellung zur atomenergie vor dem unfall war und wie sie danach ist. die katastroph hat uns im umgang mit radioaktivität sensibilisiert. also hatte es vielleicht auch etwas positives (auch wenn sich das jetzt makaber anhört!)

Wintermute
27.04.2006, 10:47
@China:
Das ist ds was STALKER so faszinierend macht. Die Jungs haben die Umgebung wirklich genial nachgebaut, vor allem das verwilderte Pripjat.

Hier ist eine Fotoserie einer russischen Photografin die mit dem Motorrad durchs Sperrgebiet fährt.

http://www.angelfire.com/extreme4/kiddofspeed/journal/articles.html

Sehr interessant :)

China
27.04.2006, 11:10
TRUE

STALKER ist echt schon herbe gemacht.

Die Fotoserie ist krass.
Besonders die Bilder von den mutierten Menschen und Tieren :freak :eek:
Die Bilder ausn TV die letzten Tage waren aber auch krass...
Kindergärten wo Puppen und Gasmasken nebeneinander rumliegen.
Und da wurden auch noch Filmaufnahmen von Strahlungopfern gezeigt.
Da ist mir zum Teil mal echt kotzübel geworden, obwohl ich sonst ne Menge
vertrage in Sachen Blut und Wunden....

Dauntless3523
27.04.2006, 11:14
Ich finde es ist schändlich wie sehr die Energiekonzerne und Kraftwerkbetreiber die Katastrophe von damals heute verharmlosen. Ist von den meisten Stellen bis zum heutigen Tag von ca. 100 000 Opfern die Rede, nennen die Energiekonzerne deutlich niedriegere Zahlen nur damit die Atomenergie weiter genutzt wird.

-oSi-
27.04.2006, 11:22
Ja, der Unfall von vor 20 Jahren ist sehr präsent in den Medien.
Das der Unfall menschliches Versagen war und somit vermeidbar macht die Sache um so schlimmer.
Doch leider läßt sich im Nachinein immer gut reden. :rolleyes

Aber sind wir doch mal ehrlich.
Wenn wir jetzt alle AKW´s/KKW´s abschalten würden, dann hätten wir Probleme.
Und zwar sehr grosse...
Nur weil der Unfall so grosse Auswirkungen hatte und dass noch über Jahre/Jahrzehnte.
Die ganze Atomkraft zu verdammen, ist in meinen Augen zu viel.
Wird sie richtig angewendet, dann ist sie sicher.


-oSi-

Wintermute
27.04.2006, 12:27
Richtig.
Nur die Gaugefahr ist eben direkter spürbar für die Menschen. Die sehen den Castor fahren und sagen:"Ja, wenn der explodiert! Dann müssen wir alle verrecken oder bekommen 3 Köpfe!"
Das die Kohle und Gaskraftwerke übel die Ozonschicht demolieren und nebenher noch die Umwelt verseuchen sieht man eben nicht so gut wie einen gesicherten Transport oder ein riesiges AKW.
Wir schalten AKWs ab und kaufen Strom ein, der mit schlechter gesicherten AKWs als den unseren produziert wird. Weggucken ist auch eine Möglichkeit.

Gibt es eigentlich noch mehr Graphitreaktoren oder war das nur Tschernobyl?

//edit:
aha
Die Bauart macht den Betrieb dieser Reaktoren sehr unsicher, deswegen werden sie nach der Katastrophe von Tschernobyl nicht mehr gebaut. Allerdings sind auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion noch einige Reaktoren dieser Bauart mit einigen technischen Verbesserungen weiterhin in Betrieb.

//edit2:
Sie könnens nicht lassen
Den Bau des ersten schwimmenden Atomkraftwerks planen Russland und die Volksrepublik China. Der Reaktorblock soll von Russland, und die Außenhülle soll von China gebaut werden. Die Kosten für das Projekt betragen über 86 Millionen US-Dollar. Das Atomkraftwerk, das zum Vergleich mit einem Haus neun Stockwerke hoch sein wird, befindet sich dann auf einem 140 Meter langen und 30 Meter breiten schwimmenden Block mit einer Wasserverdrängung von 21.000 Tonnen. Der Bau des Atomkraftwerks soll 2011 abgeschlossen sein und zunächst für das russische Rüstungsunternehmen Sewmasch in Sewerodwinsk in der Region Archangelsk Energie liefern. Geplant ist eine Leistung von 70 Megawatt.

Wetten wir das Ding schwimmt einen Fluß runter und explodiert mitten in einer wichtigen Stadt ;)

pcpanik
27.04.2006, 12:41
Viele Osteuropäische Atommeiler sind leider nach diesem Prinzip aufgebaut.
Wie viele von denen noch laufen ist mir im Moment unbekannt.

Die Tatsache, dass Die Blöcke 1,2,3 bereits 1 Tag nach der Katastrophe wieder ans Netz sollten zeigt aber eindeutig, dass der politischen Führung wenig an den betroffenen "Genossen", geschweige denn der Welt lag.

Ebenso erschreckend, dass Block 2 bis zum Jahr 2000 weiter in Betrieb war und noch immer in "Reserve" steht, sprich die Brennstäbe sind noch immer im Reaktor eingesetzt.

Meiner Weltauffassung nach ist von einem "Lerneffekt" leider in diesem Teil der Welt nichts zu sehen...

Würde der Westen nicht (aus Angst?!) Geld in diese Staaten pumpen um uns eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten, wäre sicherlich in den letzten Jahren noch weitaus mehr passiert. Man möchte sich das garnicht ausmahlen.....

Chippo
27.04.2006, 12:54
Wetten wir das Ding schwimmt einen Fluß runter und explodiert mitten in einer wichtigen Stadt

Nee, das Ding schwimmt in denn Golfstrom und explodiert dort. Dann haben viel mehr was davon.
Ähhh, sie bauen also ein Atomkraftwerk auf dem Meer? Äh... Öh... ah-ja:freak
Wäre es nicht sinnvoller es irgendwo tief, ganz tief in der Erde zu vergraben, tiefer als das Grundwasser?
Ich verstehe eh nicht warum die Dinger eigentlich noch gebaut werden. Alternativen gibt es ja genug.
Schaut euch mal diese Liste (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_nuklearen_Unfälle) an. Da wird mir einfach nur schlecht. Auch wenn gerade eine Diskussion über denn Inhalt der List im Gange ist.

Wintermute
27.04.2006, 13:27
Alternativen gibt es ja genug.


Gibt´s eben nicht, das ist ja das Problem.

Chippo
27.04.2006, 13:39
Hallo Wintermute
Wenn du Solarplatten als Dachziegeln verwenden würdest schon. In Ordnung, Deutschland ist nicht unbedingt ein Sonnenstaat, aber selbst durch einen bewölkten Himmel dringt genug Licht um die Solarplatten zu betreiben. Und wenn du die in Massen herstellen würdest würden sie wohl auch billiger werden. Die Menschheit ist doch so ein findiges Völkchen, es hat es schliesslich geschafft sich mehrmals an denn Rand seiner eigenen Vernichtung zu manövrieren. Also, denken wir uns was aus. Dazu würde es mir schon reichen ein paar von diesen Teilen still zu legen, damit sinkt rein statistisch schon die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall.

madthebad
27.04.2006, 15:30
naja alternativen? aber nicht für unseren energiebedarf! das bissel solarenergie reist da auch nix raus und wind energie? die paar prozente die das ausmacht! außerdem haben wir damit optische umweltverschmutzung!
stell dir mal vor du fährst am we ins grüne und siehst nix außer diese windräder weit und breit und daneben wohnen? muss auch nicht sein ich will ja nachts noch schlafen!

kisser
27.04.2006, 15:52
Mal was anderes als immer nur Tschernobyl

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_nuklearen_Unf%C3%A4lle

Wintermute
27.04.2006, 17:42
@kisser:
Ist schon erwähnt worden.

Liste (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_nuklearen_Unfälle) an. Da wird mir einfach nur schlecht. Auch wenn gerade eine Diskussion über denn Inhalt der List im Gange ist.

@Chippo:
Jep, wie madthebad sagt reicht das alles nicht für unseren Energiebedarf. Ich bin der erste der dafür ist sämtliche Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke auszuschalten. Allerdings ist das Wunschdenken und mehr als Praxisfern. Erdwärme? Solar? Wind? Wasser? Alles liefert zu wenig Saft.

Zahnfee89
27.04.2006, 18:11
Man darf mit solchen schrecklichen Ereignissen nicht scherzen, da ganze Generationen von Menschen/Lebewesen (gen-)geschädigt sind!

Es ist wirklich bedauerlich wie es zu solch einer Katastrophe kommen konnte:(
Dies ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für die Verlässlichkeit der Menschen im Bezug auf die Sicherheit auf die Mitmenschen und deren Nachkommen.........

Greeetz


Harry

FreddyMercury
27.04.2006, 19:25
Früher oder Später müssen wir umsteigen. Es bleibt gar keine andere Wahl. Im Öl Bereich, sowie auch im Atomstrom müssen wir irgendwann umsteigen. Denn wirklich "Sicher" ist kein Kraftwerk. Es arbeiten nämlich Menschen darin und das ist schon einmal ein Punkt der das AKW unsicher macht.
Die Erde ist riesengross, man muss das Potential das drinsteckt nur einmal richtig ausnutzen.

F!o
27.04.2006, 22:05
Ich konnts heut gar ned glauben, als ich gehört hab dass 15 Jahre nach der Katastrophe immer noch Leute im Kraftwerk gearbeitet haben.

pcpanik
27.04.2006, 22:12
Es arbeiten derzeit rund 3000 Mitarbeiter in 15 Tägiger Wechselschicht in Tschernobyl ... (Aussage des Fernsehberichts auf 3Sat)

KL0k
27.04.2006, 22:14
sicherlich ist die geschichte n krasses stück, vor allem wenn man sich versucht in die lage zu versetzen von leuten aus der region. andererseits finde ich gibt es viele weitausschlimmere vorkommnisse in der geschichte der menschheit, das dieses nicht weiter auffällt. es sticht höchstens durch seine langzeitschädigung heraus.
man könnte aber genauso gut den japanern nachtrauern die durch die hiroshima feldtests draufgegangen sind und deren spätfolgen.. oder was weiss ich..

es ist sicherlich tragisch, aber es stimmt mich nicht mehr traurig als so manches andere was in der welt passiert/passiert ist (und mich erschüttert nur noch sehr wenig).

was ich nicht verstehe ist warum mit einem mal wieder so ein mediendrama davon gemacht wird. oder warum der ukrainische nationalchef da mit einem mal bei der rede in tränen ausbrach. er sah nun wirklich nicht aus, als sei er oder seine familie von dem unglück unmittelbar betroffen gewesen.
für mich ist das alles nicht viel mehr als ein markaberer mediengag, besonders dadurch das sie sich jetzt auf das spiel stalker vom ukrainischen programmierteam einschiessen.. ich mein.. wer sonst ausser denen hat eine berechtigung dazu das thema zu verarbeiten?.. hier zu lande (oder in einem nachbarland) würde auch keiner aufschreien wenn n neuer WW shooter ausgearbeitet wird, und unser land hat deutlich mehr menschen auf dem gewissen.

who cares..

-oSi-
27.04.2006, 22:49
was ich nicht verstehe ist warum mit einem mal wieder so ein mediendrama davon gemacht wird...
...für mich ist das alles nicht viel mehr als ein markaberer mediengag...
Den gleichen Gedanken hatte ich auch, wollte es aber so nicht schreiben. ;)

Bei dem derzeitigen weltweiten Energiebedarf (Tendenz stark steigend), gibt es keine Alternativen zur Deckung.
Da dürfen wir uns nichts vormachen.
Öl, Wasser, Kohle, Gas, Wind oder Sonne werden es nicht schaffen.
Wir sind auch auf die Atomenergie angewiesen.
Was der Mensch machen kann --> das Ganze so sicher wie möglich machen.

Und eins darf nie vergessen werden --> Es gibt keine 100%ige Sicherheit, niemals !

Der Unfall vor 20 Jahren ist sehr bedauerlich, keine Frage.
Aber was daraus gemacht wird ebenfalls...


-oSi-

Leon
27.04.2006, 23:09
In den meisten Kraftwerken wird Wasser als Moderator eingesetzt. Die Neutronen in einem KKW sind normalerweise zu schnell um eine Kettenreaktion aufrechtzuerhalten also nimmt man Wasser um sie abzubremsen. Überhitzt der Reaktor verdunstet das Wasser, die Neutronen werden wieder zu schnell und die Kettenreaktion bricht ab...der Reaktor schaltet sich also quasi selbst ab.




Ui, dass ist so nicht richtig! Das Wasser verdunstet nicht es wird durch die enorme Hitze schlagartig zu Dampf. Zur Info 1 Liter Wasser ergeben 1700l Wasserdampf. Der dadurch entstehende Druck hat zur Folge, dass das Ding in die Luft fliegt (also diese Kuppel um den Reaktor) und damit eine Wolke freigesetzt wird.

Es gibt eine sehr gute Doku, die heißt: Todeszone, nac h dem GAU im Atomkraftwerk Biblis.

Hier wird ein Szenario beleuchte, wenn in Biblis ein GAU passiert. Frankfurt, Darmstadt, Worms Offenbach, Wiesbaden, Rothenburg/Tauber, Aschaffenburg sind unmittelbar betroffen, durch meterologische Gegebenheiten. Dieses Gebiet ist wesentlich stärker besiedelt als das in Tschernobyl der Fall war. Allein der wirtschaftliche Schaden, da es direkt in den Technologie-Regionen Rhein-Main und Rhein-Neckar liegt, wäre ungefähr 3 Billionen Euro!

Ich bin ganz klar dafür, dass so schnell wie MÖGLICH, der Atomausstieg in Angriff genommen werden muss. Leider kommt ja die aktuelle Regierung bzw. die CDU von diesem Weg ab. hoffentlich bleibt die SPD wenigstens hier standhaft.

Wer den noch nicht gesehen hat, ich kannn nur sagen, da ist jeder Horrorfilm ein Dreck dagegen!



Edit: AH der Kl0k wieder, mein Gott muss es Dir schlecht gehen! Deine obercoolen Aussagen, bringen mich regelmäßig zum kotzen.

Dieses "mich erschüttert nur noch sehr wenig" gelaber ist echt erbärmlich.

Egal BtT

Die achso tolle Kernenergie hat einen großen Nachteil. Wenn was passiert, hat das dermaßen große Auswirkungen auf das Leben, wie kaum etwas anderes. In Tschernobyl und in den betroffenen Gebieten wird es noch rund 24000 Jahre strahlen. Die Schilddrüsenkrebserkrankungen in der Ukraine und rund um Tschernobyl steigen weiterhin undkosten weiterhin Leben von kleinen Kindern.

Jeder der glaubt Kernenergie ist sauber täuscht sich, die Salzstöcke in denen der Atommüll unserer sicheren Atomkraftwerken lagert sind alles andere als sicher. Man hofft nur, dass nix passiert und die Stollen nicht einstürzen und dann der Kram irgendwie wieder an die Oberfläche kommt.

Ich wohne Luftlinie ca 25 km von Biblis weg und arbeite ab und zu in Biblis. Es gibt mehrer Gemeinden im 7,5 km radius rund um das AKW in Biblis und dort werden regelmäßig Jodtabletten verteilt bzw. die Bevölkerung kann sie in den Apotheken abholen. Und warum? Weil die anzahl der Leukämiefällen in diesen Gemeinden rund 10% höher liegt als in den Bereichen in denen kein AKW steht.

Auf Atomenergie kann man verzichten, man will es nur nicht. Stromeinsparmöglichkeiten und den dadurch geringeren Verbrauch von Strom ist nur eine Möglichkeit. Effiziente Nutzung von Sonne Wind und Wasser ist auch Möglich. Nur unser aller Ziel muss es sein, in spätestens 20 Jahren von der Kernenergie weg zu sein und das ist durchaus möglich.

Holodan
27.04.2006, 23:14
Und welche wirklichen Alternativen liefert die SPD? Überlaute Windräder? Nur Großflächig nutzbare Solarkollektoren? Oder lieber weiter Öl und Kohle verbrennen?

Dilandau
27.04.2006, 23:32
Hier ist eine Fotoserie einer russischen Photografin die mit dem Motorrad durchs Sperrgebiet fährt.http://www.angelfire.com/extreme4/kiddofspeed/journal/articles.htmlWenn dort nicht unbedingt noch erhöhte Strahlungswerte wären und man sich nicht einem erhöhten gesundheitlichen Risiko aussetzen würde wäre so ein Ausflug bestimmt sehr beeindruckend und gespenstisch zu gleich. Ein Eindruck der schon auf den Bildern und dem 56MB großen Video einem deutlich macht was für Konsequenzen unser heutiges Handeln haben kann. :( Ich bin zu dem Zeitpunkt des Unglücks gerademal 7 Jahre alt gewesen und man hatte uns z.B. auf den Außenanlagen der Schule verboten zu spielen! Wir sind dann auch mit der ganzen Schule nach München gefahren um die Strahlungswerte jedes einzelnen Schüler zu messen um herauzufinden wie sich die Katastrophe in Deutschland ausgewirkt hat. Bis zum 20 Jahrestag der Katastrophe hatte ich gar nicht mehr daran gedacht. ;) Hatte es wohl verdrängt.

Liebe Grüße,
Dilandau

Leon
27.04.2006, 23:39
Mir sind laute Windräder lieber als ein abgehalftertes AKW, wie z.b. Biblis oder Phillipsburg.

Mein Arbeitskolle hat sich gerade Solarzellen aufs Dach geschraubt. Gut, hat 40000 EUr gekostet, dafür verkauft er den Strom und tilgt dadurch diese Investition, nach 7 Jahren hat sich das ganze gerechnet und es kommen jeden Monat durch den verkauf runde 800 in die Haushaltskasse. Ich würde das auch machen, wenn ich, so wie er ein eigenes Haus hätte.

Ausserdem geht es auch um Einsparungen im Stromverbrauch, nur keiner kann auf seinen Luxus, den Fernseher von Sofa anzumachen verzichten.

ICh kann es und habe nur durch das abstellen des Stand-By's oder auch das KOMPLETTE aussschlaten und unnötig laufen lassen des Rechners im letzen Jahr 1200kW/h eingespart.

Was zur folge hatte, dass ich statt 82 EUR Abschlagszahlung dieses Jahr nur noch 62 EUR zahlen muss.

So kann jeder den Stromverbrauch drosseln und Kapazitäten für Umweltfreundlichen Strom schaffen.

pcpanik
27.04.2006, 23:45
@Kl0k & oSi

Es gibt solche und solche Medienberichte.
Ob man es einen "Mediengag" nenne sollte wage ich zu bezweifeln.

Die durchaus interessanten Berichte auf 3Sat über den Zustand und das Leben 20 Jahre nach der Katastrophe sind meiner bescheidenen Meinung nach recht gut umgesetzt worden.

Das N24 Spezial zum Unfallhergang entsprach tatsächlich eher eurer Beschreibung des Medienrummels, den ich ebensowenig teile.

Hin und wieder zeigt sich dann doch der Unterschied zwischen öffentlich rechtlich und Privatsender .....

Ich denke wichtig ist doch nur, sich (hin und wieder) mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, was und warum passiert ist, was passiert ist. Und ob daraus gelernt wurde.

Mit "Jahrestagen" verhält es sich nun mal so.
Der Mensch "braucht" sowas, denn sonst vergisst er recht schnell, da er mit seinem eigenen Leben und drumherum beschäftigt genug ist.

Mehr wollte ich mit dem Post eigentlich auch nicht erreichen ;)

Daria
28.04.2006, 00:15
Ich wollte hier auch nochmal anmerken das es berechtigte Zweifel an dieser "Motorrad durch Chernobyl"-Geschichte gibt: http://www.museumofhoaxes.com/hoax/weblog/comments/1026/

(Nicht das die Bilder deswegen nicht echt wären...aber trotzdem)

KL0k
28.04.2006, 01:20
Edit: AH der Kl0k wieder, mein Gott muss es Dir schlecht gehen! Deine obercoolen Aussagen, bringen mich regelmäßig zum kotzen.

Dieses "mich erschüttert nur noch sehr wenig" gelaber ist echt erbärmlich.

Egal BtT


das hat nichts mit coolness zu tun, das ist meine einstellung, so bin ich. wenn dir das nicht passt, dann lies es nicht. ich bin es jedenfalls leid mir jedesmal wenn ich irgendwas poste von dir einen quergeschossenen kotzanfall vor die füsse werfen lassen zu müssen. erspar uns beiden fortsetzungen dieses geistigen abfalls. ^^

danke

Chippo
28.04.2006, 08:51
Das man zusätzlich noch denn Energieverbrauch reduzieren könnte stimmt auch, Leon. Und daran das dein Nachbar soviel Strom produziert das er einen Teil davon abstossen kann, beweisst das mehr als a bisserl Strom rauskommt. Zwar sind die Kosten dafür sehr hoch gewesen, aber man sieht das man sie wieder reinbekommt.
Man könnt vieles, nur die Atomlobby will das natürlich nicht. Also stehen wieder finanzielle Interessen mehr im Fordergrund als 470 Sicherheitsrisiken auf der Erde (Stand 2004). Gut man könnte die Teile sicherer machen, aber die kleine Liste die ich und Kisser nochmals hier gepostet haben beweisst ja das man mit dem Wort sicher in falle von nuklearen Material sehr vorsichtig sein sollte.
Ich denke mal es mangelt wirklich nicht an guten Ideen, man muss sie nur durchsetzen wollen. Äh, übrigens, uns geht in ungefähr 50 Jahren das Uran aus, wenn nicht früher. Dann stehen wir wieder vor dem Problem, nur das wir dann wohl noch mehr Strom verbraten werden. Besser man denkt sich "jetzt" was aus und setzt es auch um, solange wir noch Licht haben!

Hier noch ein kleiner Link (http://66.249.93.104/search?q=cache:e8HbBmRpMmsJ:www.dieneueepoche.com/articles/2006/04/14/16027.html+uran+%2Bverbraucht+sein&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=12).

Wintermute
28.04.2006, 09:28
@Leon

Das heisst aber nicht das niemand mit einer besseren, lohnenderen Energiequelle kommen und die Atomlobbyisten vom Markt fegen könnte. Diese Chance ist immer da. Sie Supporter wollen Geld, bei diesem fiktiven Jemand bekommen sie MEHR Geld -> Seitenwechsel. Doch dieser Jemand kam bisher noch nicht, da offensichtlich nichts zur Verfügung steht was dermaßen überzeugend wäre. Es gibt genügend Energiekonzerne mit den nötigen finanziellen Mitteln die genau auf so etwas warten.

Fusion ist nach Angaben von Wissenschaftlern erst in 30-50 Jahren Marktfähig. Und was bis dahin noch an Leichen dieser vermeintlich sauberen Technologie zutage kommt, weiß auch keiner.

@Daria:
Ja, die Kritik habe ich auch schon gesehen. Allerdings gings mir eher um die Bilder als um die Wahrheit dieser Motorradstory. Und die Bilder sind sehr gut. :)

-oSi-
28.04.2006, 20:31
Fusion ist nach Angaben von Wissenschaftlern erst in 30-50 Jahren Marktfähig.
Das sagen die Wissenschaftler seit ca. 30 Jahren. ;)
Bis das wirklich einsatzfähig umgesetzt wird, wird noch viel Zeit vergehen.

Wenn die Menschheit mit ihrem Energiebedarf nicht runter geht, dann werden wir alle Probleme bekommen.
Das sich was grundlegend ändert/ändern wird, sehe ich nicht.
..und deswegen sind wir auf Atomenergie angewiesen.


-oSi-

Wintermute
28.04.2006, 20:51
Das sagen die Wissenschaftler seit ca. 30 Jahren. ;)


Ja, aber diesmal sieht es besser aus für die Angabe. ;)

-oSi-
28.04.2006, 21:50
Ja, aber diesmal sieht es besser aus für die Angabe. ;)
Abwarten. :D
Bis das da ist, sind wir aber immer noch auf die Energie, die aus der Kernspaltung erzeugt wird, angewiesen.
Ohne gehts nicht mehr, leider.


-oSi-

KL0k
29.04.2006, 14:47
das andere energieerzeugung möglich ist, weiss man seit über 50 jahren. nur die fehlende umsetzung hängt wohl mit den ölmagnaten zusammen, die sich doch nicht einfach so den geldhahn abdrehen lassen, durch irgendeine neue, vielleicht sogar bessere erfindung.

man muss sich auch vor augen halten das da eben millarden $/€ an geldern mit im spiel sind, und das bezieht sich auf wirtschaft und staate weltweit.
evtl würden wir dann heute schon mit strom oder sonstwie betriebenen autos durch die gegend gondeln etc. der finale umstieg auf eine andere energiequelle wird jedenfalls denke ich erst erfolgen wenn alle vorräte (nahezu) erschöpft sind.

-oSi-
29.04.2006, 21:52
Ich habe mal vor Jahren (muss schon ca. 10 Jahre her sein) im TV eine Sendung gesehen.
Da wurde gezeigt, wie eine austral. Wissenschaftlerin das geschafft hat, woran sich u.a. die NASA "die Zähne ausgebissen" hat.
Und zwar:
Sie hatte es geschafft Elektrizität in einer Flüssigkeit zu speichern.
Diese Flüssigkeit würde in den Fahrzeugen nur ausgetauscht werden.
Die war wiederaufladbar, wie ein Akku.
Das könnte man dann "tanken", ähnlich wie Benzin oder Diesel.


Darum ist es leider sehr, sehr ruhig geworden.
Liegt wohl in irgendeiner (Konzern)-Schublade und wird dann bei Gelegenheit rausgeholt.

Die Öl-Multis haben schon soweit vorausgeplant, dass sie wissen was zu tun ist, wenn das Öl aus ist.
Davon kann man ausgehen.


Aber um beim Grundtenor hier zu bleiben:
Bei der derzeitigen Energieentwicklung, sind wir Industriestaaten zumindest auf die Atomenergie angewiesen.


-oSi-