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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hartz IV verbesserungen! sinnvoll?


fuyajo
03.06.2006, 02:47
Am Donnerstag wurden die "Verbesserungen" für Hartz IV (Arbeitlosengeld 2) von der Koalition (CDU, SPD) im Bundestag verabschiedet. Hilft das nun den Arbeitslosen ihren "Arsch hochzubekommen" oder soll nur Geld gespart werden, weil eh nie wieder alle Menschen in Deutschland Arbeit haben werden die ihnen ein würdiges Auskommen bieten wird? Fragen darf man sich schon warum Menschen in Deutschland für Wohnung und Essen beweisen müssen, das sie keine (Mafia)Verbrecher sind. Oder warum Hartz IV so viel teurer ist, aber die Regierung verschweigt was sie beim Arbeitosengeld 1 dafür Millionen einspart? Warum Sozialhilfe-Betrüger wegen 2-3Mrd Euro gesamt vom Staat verfolgt werden und Steuerbetrug von Unternehmen u. Firmen von 200-700Mrd. Euro mit Steuererleichterungen belohnt werden? *kopfschüttel*

KL0k
03.06.2006, 03:38
hm, das einzige was ich da auf uns zu kommen sehe ist ne höhere kriminalitätsrate. denn wenn die leute keine kohle mehr bekommen, weil sie innerhalb eines jahres(!) 3 angebote ablehnen, müssen sie ja dennoch irgendwie überleben. und wie soll das dann gehen, wenn die das geld streichen. das is nix weiteres als ne weitere abzocke der unteren schicht. die vorteile sind gleich null, abgesehen vom stopfen irgendwelcher ominösen löcher im haushalt.

FreddyMercury
03.06.2006, 08:56
Naja was das Arbeitsamt als Verbesserung ansieht, muss nicht eine Verbesserung sein.

Die haben einem Bekannten mal mit Kürzungen gedroht, weil er einen Job am Bau (mit Atest) abgelehnt hat, wegen Allergie, total kaputtem Rücken, hatte schon mehrere Leistenbrüche, darf also auch nicht mehr schwer heben....

Das Arbeitsamt sieht das alles mit eigenen Augen!
Und für das überleben, dann gibts Gutscheine vom Arbeitsamt für Lebensmittel und so.
Obwohl ich es teilweise schon richtig finde, denn wer Arbeiten will, nimmt ein Angebot an und wenn jemand nicht will, seh ich doch gar nicht ein den auf meine Kosten leben zu lassen!

privacy
03.06.2006, 09:40
Hab mich noch nicht sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Aber könnt ihr mir mal ein paar Gründe nennen warum man jemanden weiter fürs Nichts Tun bezahlen sollte, wenn er 3 mal ein Angebot ablehnt? So ganz verstehe ich die Logik vieler hier nicht. Der Staat ist nicht dafür da alles durchzufüttern, die nicht arbeiten wollen.
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Nur um die Kriminalität unten zu halten lass ich als Argument nicht gelten.

mfg Denis

-oSi-
03.06.2006, 10:55
@den[N]is:
Mit Logik hat das nichts zu tun.
Arbeitsunwillige will keiner gerne durchfüttern.
Die Regelungen treffen alle Arbeitslosen. Auch die, die gerne Arbeiten wollen, aber nichts finden.

Der Staat will Geld einsparen.
Bei den leeren Kassen ist das auch verständlich.
Nur werden hier wieder einmal die Symptome bekämpft und nicht die Ursachen...

Die Regierung hat gewisse Pflichten seinen Bürgern gegenüber.
Diese werden nach und nach zurückgeschraubt, ohne die Pflichten zu verletzen.

Das wenige Geld soll anscheinend "Anreize" (so meint die Regierung) schaffen sich Arbeit zu suchen.
Nur ist die Lage derzeit nicht gerade rosig einfach eine neue zufriedenstellende Arbeit zu finden.
Man muss dabei bedenken, dass die Regierung keine Arbeitsplätze schaffen kann, sie kann nur die Bedingungen regeln, beeinflussen, begünstigen...

Klempe
03.06.2006, 10:59
Woher soll das Arbeitsamt denn plötzlich 3 Arbeitsangebote für jeden nehmen? Wenn soviel Stellen da wären, hätte doch auch jeder Arbeit der will. Bei einer Arbeitslosenquote von 3 oder 4% sortieren sich automatisch die faulen raus, dann wären derartige Sanktionen auch sinnvoll. Bei einer Quote von teilweise 20% kann mir aber niemand erzählen, daß die alle nicht wollen. Solange es nicht mehr Stellen gibt, werden wir auch nicht weniger Arbeitslose haben und verhungern lassen können wir die ja nun auch nicht. Wer tatsächlich drei Stellen ablehnt, hat es offensichtlich nicht nötig und sollte das auch zu spüren bekommen. Ich sehe allerdings nicht, daß es in absehbarer Zeit möglich ist soviele Angebote überhaupt zu machen. 4,5 Mill Arbeitslosen stehen 250000 freie Stellen gegenüber, man muß also rein theoretisch 18 Leute zu einer Stelle schicken, mal ungeachtet der Qualifikation. Wenn jeder zu drei Stellen geschickt würde wären es schon 54 Bewerber pro Stelle. Warum sollte jemand seine Hilfe riskieren (selbst wenn er zu faul ist zu arbeiten) und eine Stelle ablehnen, die er sowieso nicht bekommt?

fuyajo
03.06.2006, 14:34
habe noch etwas interessantes auf freitag.de dazu gefunden

Und doch geht´s immer noch einen Schritt weiter. Ob Arbeit arm und Hartz IV reich macht, fragte am vergangenen Sonntag Sabine Christiansen im Titel ihrer Sendung. Irgendwann wird diese Frau, die 30.000 Euro für 90 Minuten miserabler Moderation kassiert, den finalen Tabubruch wagen: "Spargelcamp mit warmer Mahlzeit statt Hängematte mit ALG II?"

der artikel stellt noch einmal fest das die zu hohen kosten für hartz ein märchen sind und nix als zahlen trixerei. die arbeitswilligen Deutschen ohne job werd mit noch mehr sanktionen auch keine arbeit finden. wie schon vor-poster meinten, soll eigentlich nur geld gespart werden.

Dass sich aus all diesen fiskalischen und disziplinarischen Übungen keinerlei Perspektive für die Langzeitarbeitslosen ergibt, stört offenkundig weder die Union noch die SPD. Die Überflüssigen müssen billiger werden - das ist und bleibt die gemeinsame Linie, die sich mit Phantomzahlen und Missbrauchsdebatten am besten verkaufen lässt.:mad

PS. noch zur lieben frau christiansen. sie ist nebenbei auch mitglied bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
http://de.wikipedia.org/wiki/INSM eine PR-kampagne die sich als verein tarnt und stimmung für sozial-abbau machen soll.

Mortiss
03.06.2006, 15:34
Woher soll das Arbeitsamt denn plötzlich 3 Arbeitsangebote für jeden nehmen? Wenn soviel Stellen da wären, hätte doch auch jeder Arbeit der will.



Tja das ist aber leider so, dass viele nicht wollen. Es bleibt dem "armen" nix anderes übrig, als die Arbeit anzunehmen. In meiner Hinsicht sinnvoll, dass die zum arbeiten bewegt werden. Ich habe nämlich schon zu viele Leute getroffen, die schlichtweg nicht arbeiten wollen. Solche gehören an sich auch runter von der Straße, bevor die dann möglicherweise kriminell werden. Meist sind die aber soo faul, dass die auch nich kriminell werden sondern (so vermute ich) lieber in der öffentlichkeit rumheulen. aber das vertiefe ich jetzt nicht weiter, das Thema ist ja auch ein anderes.


Arbeitslosenquote ist auch ohne Sinn, denn diese "1,20 Euro Jobs" sind in meiner Hinsicht dafür da, dass diejenigen in dem Zeitraum nicht "arbeitslos" sind. Ändern tut diese Maßnahme jedoch nichts. Also geht es damit auch nicht aufwärts - wie mit so vielen Dingen.

Rente ab 67 macht ebenso keinen Sinn, da doch viele in diesem Alter erst garkeinen Arbeitsplatz haben und auch im höheren Alter so leicht keinen mehr bekommen.


Ich finde es unerhört, dass Politiker Spitzengehälter bekommen. Dieses Geld fehlt dann woanders. Importautos sollten verzollt werden, damit die Wirtschaft was davon hat, wenn Autos, die in "Billigländern" produziert wurden, und hier für das gewohnt teure Geld verkauft werden. Nur bekommt die untere Schicht davon warscheinlich auch nichts ab.


Irgenwann wird dieses System zusammenbrechen, wenn sich nicht schleunigst was daran ändert. Nur das wird es leider nicht.

fuyajo
03.06.2006, 17:33
@MORTISS

Tja das ist aber leider so, dass viele nicht wollen. Es bleibt dem "armen" nix anderes übrig, als die Arbeit anzunehmen. In meiner Hinsicht sinnvoll, dass die zum arbeiten bewegt werden. Ich habe nämlich schon zu viele Leute getroffen, die schlichtweg nicht arbeiten wollen.

das siehst du nicht ganz objektiv. die MEHRHEIT der arbeitslosen sind sehr wohl motiviert. die problemgrupppen sind akademiker und erfahrene gut ausgebildete Handwerker und Industriearbeiter für die es in deutschland einfach keine stellen gibt.
wozu gibts dann noch eine arbeitslosenversicherung vom staat. das ist inzwischen eine scheiss versicherung. jemand zahlt 30 jahre 50.000,- ein und wird dann mit 55 arbeitslos und der staat zahlt ihm dann nur noch 10.000,- wieder aus.
was machen merkel und münte mit den restlichen 40.000,- ? ;) (ohne zinsen)
sie senken die steuern für siemens und co damit die mit der kohle ein rationalisierungsprogramm bezahlen, um noch mehr leute raus zuwerfen. :D

DC_
03.06.2006, 17:46
Die AV ist eine Risikoversicherung und keine Lohnersatzleistung. Demnach muss ALG I beispielsweise auch zeitlich begrenzt werden und deswegen kann nach ALG I mit ALG II nur eine Minimalversorgung garantiert werden. Innerhalb des ALG I-Zeitraums sollte einem das Arbeitsamt aber keine Arbeit aufzwingen können. Da sollte man es selbst in der Hand haben, ob ein Angebot lukrativ genug ist oder nicht - ansonsten werden berufliche Karrieren ins jenseits befördert. Bei ALG II sollte man dagegen aber schon einen körperlich und geistig beanspruchbaren Menschen die Leistungen kürzen, wenn dieser wiederholt Angebote abweist. Dazu muss aber sichergestellt werden, dass die Tätigkeit auch effektiv mehr Geld bringt. Ansonsten zieht auch das gern genannte Argument "ALG II ist ein Defacto-Mindestlohn" nicht mehr.

Weiß jemand, wie die Sache bei ALG I aussieht?
Können dort die Leistungen gekürzt werden, wenn Angebote wiederholt abgelehnt werden?

Dope4you
03.06.2006, 19:03
Nein die Arbeitslosenversicherung ist keine Risikoversicherung in diesem Sinne, die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung die man zahlt um im Falle einer Arbeitslosigkeit geschützt zu sein und nicht um im Falle einer Arbeitslosigkeit evtl geschützt zu sein.

Was soll das ganze gequatsche mit Kosten beim ALG ? Sorry wenn auf der einen Seite 30 Mrd. verschwendet werden ist es eine Frechheit nur über eine Verschärfung der Regeln beim ALG zu denken. Was soll diese Schei.. mit den 3 Angeboten ablehnen und dann keine Hilfe mehr? Das bewirkt ein Raubrittertum der Zeitarbeitsfirmen und schafft bei Gott keine neuen Arbeitsplätze. Was bringt es wenn der Arbeitslose aus dem Beispiel oben den Job als Maurer annimmt und dann die Krankenkasse 6 Monate Krankenhausaufenthalt zahlen darf weil abzusehen ist das der Mann wieder ein Rückenleiden bekommt.....

Ich kann diese ganzen Auflagen schon machen, ABER dann muß ich auch Arbeitsplätze anbieten und nicht nur dummes Zeug reden von Arbeitsunwilligen. Sicher gibt es auch Arbeitsunwillige, aber die Mehrheit WILL arbeiten.
Warum machen wir nicht eine pauschale Strafsteuer für Firmen, weil ja einige Firmen Steuern hinterziehen sollte man jetzt auch mit der Strafsteuer mal alle belasten da sind dann auch sicher ein paar dabei die bescheißen.

Diese "Verbesserung" wird bald wieder abgeschaft weil es nicht funktionieren kann. Die meisten HarzV Empfänger haben Anspruch auf Prozesskostenhilfe, wenn mir das Arbeitsamt also mein ärztliches Gutachten nicht anerkennt dann wird geklagt-das kostet mit Sicherheit mehr wie auf der anderen Seite eingespart wird.......

Und die "Schlaumeier" die hier das ja so richtig finden sollen mal kurz das Hirn einschalten, Papi ist Arzt und wird Arbeitslos weil seine Klinik Stellen streicht, nach dem neuen Gesetz muß dann der Oberarzt auch als Kellner gehen. Tja und da Papi noch ein Haus hat welches abzuzahlen ist sind die 900 Euro + Trinkgeld nicht das Gelbe vom Ei. Jetzt verliert er erst das Haus und dann geht es weiter den Bach runter.......und so leicht hat dann der Oberarzt der zig tausende Euro in die Arbeitslosenversicherung gebuttert hat bei seiner ersten Arbeitslosigkeit sein Leben verschissen.
Sollen die doch die Arbeitslosenversicherung FREIWILLIG machen, nur mehr eine Grundabsicherung und der Rest wird nach persönlichem Verhältnissen eingezahlt.

Hier werden Leben zerstört und das unter dem Deckmantel der Einsparung, hier könnten dann wieder die 30 Mrd. Steuerverschwendung (Schwarzbuch-Bund der Steuerzahler) kommen. Erst wenn das Politiker Pack in die Haftung genommen werden könnte, oder es an den eigenen Geldbeutel geht, erst dann wird sich was ändern.

DC_
03.06.2006, 19:23
Nein die Arbeitslosenversicherung ist keine Risikoversicherung in diesem Sinne, die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung die man zahlt um im Falle einer Arbeitslosigkeit geschützt zu sein und nicht um im Falle einer Arbeitslosigkeit evtl geschützt zu sein.
Sie schützt vor dem Risiko Arbeitsverlust in Bezug auf Sicherung des Lebensstandards. Der Schutz hält 12 Monate an, da man eben davon ausgeht, dass man innerhalb dieser Zeit wieder in ein Beschäftigungsverhältnis findet. Wenn nicht, muss man eben seinen Lebensstandard herunterfahren. Das ist hart und für jemanden, der das selbst noch nicht erlebt hat, leicht zu sagen, aber das hat schon seinen guten Grund. Denn wer innerhalb der 12 Monate nichts neues findet, hat es danach umso schwerer.

Dein Arzt-Beispiel hinkt auch. Der "Papi" kriegt erstmal ALG I - darauf haben die jetzigen Diskussionen und Gesetzesänderungen afaik keinen Einfluss.

FreddyMercury
03.06.2006, 19:37
Jo 12 Monate, dafür hab ich aber vllt. schon 30 Jahre lang eingezahlt...

DC_
03.06.2006, 19:40
30 Jahre lang 3,25% einzahlen und die restlichen 15 Jahre 66% herauskriegen?
Oder wie stellst du dir das vor?

Cerberus
03.06.2006, 20:47
Der Schutz hält 12 Monate an, da man eben davon ausgeht, dass man innerhalb dieser Zeit wieder in ein Beschäftigungsverhältnis findet.
Wer geht davon aus, die Statistik?

Ein neues Beschäftigungsverhaltnis ab 50+? Gelächter, ab 50+ bist schon Tod:rolleyes und ab 40+ nur noch schwer vermittelbar.
Wenn nicht, muss man eben seinen Lebensstandard herunterfahren. Das ist hart und für jemanden, der das selbst noch nicht erlebt hat, leicht zu sagen, aber das hat schon seinen guten Grund.

Welchen Grund?

Der Gund, das man 30 Jahre und mehr den Buckel krumm gemacht hat und dann unverschuldet Arbeitslos wird, weil man als " Alter " nicht mehr gebraucht wird?

Um bei denen zu sparen, die ohnehin ganz unten sind?

Um die maroden Staatsfinanzen wieder ins Lot zu bekommen, die keiner von den Arbeitslosen zu verantworten hat?



Denn wer innerhalb der 12 Monate nichts neues findet, hat es danach umso schwerer.

Hallo,gehts noch?

Es gibt ab einer bestimmten Alterstufe keine Jobs mehr.

Die Leute wollen gut ausgebildete mitzwanziger mit 20 Jahren Berufserfahrung.:freak

Ich schreibe euch aber was ins Stammbuch für die Zukunft!

Ihr, die ihr so vortrefflich über Schicksale richtet, ihr seid die nächsten.

Und dann, werdet ihr auch ganz klein sein, denn auch ihr werdet irgendwann alt.

MfG Cerberus

DC_
03.06.2006, 21:13
Ein neues Beschäftigungsverhaltnis ab 50+? Gelächter, ab 50+ bist schon Tod und ab 40+ nur noch schwer vermittelbar.
Das ist natürlich genau die richtige Einstellung, um mit 40 oder 50 Jahren zu einem Job zu kommen, Respekt. Mag sein, dass es für die Älteren schwieriger ist, einen Job zu bekommen, aber von unmöglich sind wir weit entfernt. Wenn ich in mein persönliches Umfeld schaue, sehe ich einen guten Mix aus jungen und älteren, erfahrenen Arbeitskräften. Auch innerhalb der Familie war man mit 50+ keineswegs tot, sondern hat einen Job bekommen. Aber solche Erfolge werden dann gleich klein geredet, von wegen Glücksfall.

Der Gund, das man 30 Jahre und mehr den Buckel krumm gemacht hat und dann unverschuldet Arbeitslos wird, weil man als " Alter " nicht mehr gebraucht wird?
Der Grund, damit man einen Ansporn hat, innerhalb dieser Zeit einen neuen Job zu finden. Die Motivation würde gegen Null sinken, wenn ALG I auf unbegrenzte Zeit gezahlt werden würde.

Um bei denen zu sparen, die ohnehin ganz unten sind?

Um die maroden Staatsfinanzen wieder ins Lot zu bekommen, die keiner von den Arbeitslosen zu verantworten hat?
Wen willst du die Schuld an der Misere zuschieben? Wer soll dafür gerade stehen und die Auswirkungen auf seinen eigenen Schultern austragen? Wir alle haben das Problem - wir alle müssen unseren Teil leisten, auch wenn der Umfang dessen sich sicherlich nach den individuellen Verhältnissen richten muss. Aber mit dem Finger auf andere Zeigen und zu sagen "Macht gefälligst was, aber haltet mich daraus." finde ich ziemlich ignorant. Polemik.

Hallo,gehts noch?
Es gibt ab einer bestimmten Alterstufe keine Jobs mehr.
Die Leute wollen gut ausgebildete mitzwanziger mit 20 Jahren Berufserfahrung.
Ich schreibe euch aber was ins Stammbuch für die Zukunft!
Ihr, die ihr so vortrefflich über Schicksale richtet, ihr seid die nächsten.
Und dann, werdet ihr auch ganz klein sein, denn auch ihr werdet irgendwann alt.
Wenn es ab einem bestimmten Alter Probleme gibt, muss der Staat eben Anreize schaffen. Was er nicht machen kann, ist diese Menschen sitzen zu lassen. In dem Augenblick, wo der Staat diesen Menschen Geld gibt und sagt "Jetzt findet euch damit ab" tut er aber genau das: sie sitzen lassen. Nein, Motivation sieht anders aus.

Dope4you
03.06.2006, 22:17
Der Grund, damit man einen Ansporn hat, innerhalb dieser Zeit einen neuen Job zu finden. Die Motivation würde gegen Null sinken, wenn ALG I auf unbegrenzte Zeit gezahlt werden würde.


.

Und hier haben wir das Problem bei der Sache, nur weil du lieber faul auf der Haut liegen würdest und keine Motivation haben würdest mit 61 % deines letzten Gehalts ist das bei vielen Arbeitslosen nicht der Fall. Wenn du jedoch nicht deine eigene Einstellung meinst sondern den Arbeitslosen unterstellst das sie kein Interesse haben eine neue Stelle zu suchen bei ALG 1 weil sie ja doch 60 % vom letzten Lohn kriegen, dann wünsche ich dir diese Erfahrung mal selbst mit 50 Jahren.
Um das ganze etwas besser einzuschätzen könntest du ja mal dein Alter, +/- 5 Jahre wenn du es nicht genau sagen willst, mitteilen. Ist bei solchen Gesprächen immer von Vorteil wenn man weiß über welche Lebenserfahrung man hier spricht.

Wen willst du die Schuld an der Misere zuschieben? Wer soll dafür gerade stehen und die Auswirkungen auf seinen eigenen Schultern austragen? Wir alle haben das Problem - wir alle müssen unseren Teil leisten, auch wenn der Umfang dessen sich sicherlich nach den individuellen Verhältnissen richten muss. Aber mit dem Finger auf andere Zeigen und zu sagen "Macht gefälligst was, aber haltet mich daraus." finde ich ziemlich ignorant. Polemik.

.

Ähhm, sind die Politiker nicht die Personen die "Gefälligst etwas machen sollen"? Ist das nicht deren Job?! Um wieder diese elenden 30 Mrd. Steuerverschwendung jährlich zu erwähnen ist wohl nie der falsche Zeitpunkt.
Sind es nicht die Politiker die mit dem Finger auf die Arbeitslosen / Rentner...usw. zeigen und sagen "Spart mal schön" aber die Steuerverschwendung kann ruhig weiter laufen. Sorry, aber hier sollte man erst wo anders anfangen und nicht bei 1 Mrd. bei den Arbeitslosen sondern evtl. bei 10 Mrd Steuerverschwendung.

FreddyMercury
03.06.2006, 22:28
Es ist ja nicht so, dass einfach nur ALG2 gestrichen wird oder sonst was. Es werden mit Arbeitslosigkeit automatisch Schulden aufgebaut. Möglicherweise einen Hauskredit, den man noch abzahlen muss, oder eine Hypothek oder weiss der Kuckuck noch was.
Ich durfte es miterleben, wir sind mittlerweile schon 3 Jahre lang am Schulden abbezahlen die sich in den 1 1/2 Jahren Arbeitslosigkeit mitgebracht haben. Dann war er letztes Jahr nochmal für 6 Monate arbeitslos und es sind ~5000€ Schulden dazugekommen wegen Mahnungen, Gerichtsvollzieherkosten und und und...
Erst ein Umzug von ca. 800km hat Vater arbeit gebracht und ich durfte mit ca. 60% meines kompletten Zivildienstgehaltes + komplette Abpfindung aushelfen... Manchmal müssen die Familienmitglieder auch mithelfen!

DC_
03.06.2006, 22:42
Und hier haben wir das Problem bei der Sache, nur weil du lieber faul auf der Haut liegen würdest und keine Motivation haben würdest mit 61 % deines letzten Gehalts ist das bei vielen Arbeitslosen nicht der Fall. Wenn du jedoch nicht deine eigene Einstellung meinst sondern den Arbeitslosen unterstellst das sie kein Interesse haben eine neue Stelle zu suchen bei ALG 1 weil sie ja doch 60 % vom letzten Lohn kriegen, dann wünsche ich dir diese Erfahrung mal selbst mit 50 Jahren.
Um das ganze etwas besser einzuschätzen könntest du ja mal dein Alter, +/- 5 Jahre wenn du es nicht genau sagen willst, mitteilen. Ist bei solchen Gesprächen immer von Vorteil wenn man weiß über welche Lebenserfahrung man hier spricht.
Ich würde mich - abgesehen von ein paar Wochen Urlaub - nicht auf die faule Haut legen, auch nicht mit garantierten 2/3 des letzten Einkommens - und ich unterstelle das auch sonst niemanden. Aber ich bin der Meinung, dass man sich da mit der Arbeitssuche mehr Zeit lassen würde und es relativ ruhig angeht. Man hätte schließlich nichts zu verlieren. Vermutlich würde man auch den ein oder anderen Job, der anfangs etwas weniger lukrativ als der alte ist, ablehnen. Wenn ich weiß, dass ich nach 12 Monaten sonst auf jeden Fall schlechter da stehe, nehme ich ihn an.

Ähhm, sind die Politiker nicht die Personen die "Gefälligst etwas machen sollen"? Ist das nicht deren Job?! Um wieder diese elenden 30 Mrd. Steuerverschwendung jährlich zu erwähnen ist wohl nie der falsche Zeitpunkt.
Sind es nicht die Politiker die mit dem Finger auf die Arbeitslosen / Rentner...usw. zeigen und sagen "Spart mal schön" aber die Steuerverschwendung kann ruhig weiter laufen. Sorry, aber hier sollte man erst wo anders anfangen und nicht bei 1 Mrd. bei den Arbeitslosen sondern evtl. bei 10 Mrd Steuerverschwendung.
Ja, die Politiker müssen etwas tun. Dann müssen die Bürger aber auch mitziehen. Aber sind wir dochmal ehrlich: Die meisten Leute, mit denen man so über Politik redet, wollen angeblich Reformen, aber bei ihnen selbst soll sich bitte nichts verändern. Soll man doch mit den anderen anfangen, mit Reichen und Konzernen. Die Mehrheit der Bürger will letztlich garnicht, dass sich etwas ändert - also darf er sich eigentlich auch nicht beschweren.

Dope4you
04.06.2006, 07:38
Du würdest das also abgesehen von etwas Urlaub nicht machen, gehst aber davon aus das andere sich mehr Zeit lassen weil die ja 2/3 des Gehalts haben. Nehmen wir nur einen Angestellten der 30000.- Euro Lohn hat, glaubst du wirklich das der seinen Lebensstil so locker mit 20000 Euro weiterhin aufrecht erhalten kann? Du würdest dem Angestellten ja indirekt unterstellen das er in der Lage ist pro Jahr 10.000 Euro zu sparen bei einem Gehalt von 30.000.- da Ihm die Summe ja nicht groß Fehlen wird. Bei 300.000.- geb ich dir evtl Recht, aber ganz sicher nicht bei einem normal Verdiener zwischen 25.000.- bis 45.000.- Euro, hier sind 2/3 relativ wenig. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und dir sagen das bei mir 1/3 weniger Gehalt einen GEWALTIGEN Einschnitt bedeuten und ich dann nicht so locker sagen kann das ich mal etwas geruhsamer die Arbeitssuche betreibe.

Andererseits würde ich aber die Arbeitssuche auch so gestallten das ich einen Job suche wo ich annähernd wieder auf das Einkommen komme welches ich jetzt erzielt habe.

Zu den Politikern und den Reformen gibt es genug Gründe warum der Bürger das nicht mehr versteht und einsieht was die Politiker machen. Ich kann nicht hergehen und dem Arbeitslosen Geld kürzen nur weil er 3 Jobs ablehnt und mir selbst 100.000 Euro Übergangsgeld genehmigen wenn ich aus meinem Amt raus fliege (Meist gibt es ja Gründe warum Politiker Ihren Ministerposten oder ähnliches verlieren)
Ich führe gerne wieder die 30 Mrd. Verschwendung an, das ist für mich einfach so ein Knackpunkt-wenn ich selbst meine Behörden/Ämter und Bediensteten nicht unter Kontrolle habe und diese Geld verschleudern dann kann ich doch nicht hergehen und dem Bürger noch mehr Einschränkungen machen. Hier sollte eine Politiker Haftung eingeführt werden, nur mal etwas weiter gedacht, wenn ein Politiker evtl. bis zu einem gewissen Betrag seines PRIVATVERMÖGENS haftbar sein würde, dann könnte ich mir vorstellen das bei öffentlichen Ausschreibungen am Ende der Betrag auch eingehalten wird der vorher festgelegt wurde. Auch würde manches Bauwerk/Umgehungsstraße/Brücke.... doch um einiges genauer geprüft werden ob der Bau den nun nötig ist. Doch solange Politiker Narrenfreiheit haben wird sich nichts ändern im System. Warum brauchen wir über 600 Abgeordnete? Würden dies nicht auch 450 oder 300 erledigen können.......

Und mein Unverständnis besteht darin, das wieder bei den Kleinen gespart/Sanktioniert wird. Sorry, aber der Angestellte mit 20.000.- Euro Arbeitslosengeld läßt dieses Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf fließen-somit entziehe ich direkt Kaufkraft und schwäche so wieder den Binnenhandel. Es ist absolut unlogisch dauernd bei den Gruppen zu sparen die jeden Cent direkt wieder ausgeben und bei den Gruppen nicht ansetze die das Geld sparen und dem Wirtschaftskreislauf vorenthalten.

Mosla
04.06.2006, 20:47
Hartz IV war von Anfang an ein absoluter, chaotischer Rohrkrepierer. Eine Software, die in einer Nacht- und Nebelaktion von Clements Verwandschaft bei T-Systems zusammengeschustert wurde, konnte ja nicht funktionieren. Die Software hat laut Meldungen von Heise 28 Millionen € Schaden durch Fehler verursacht.

Und jetzt gibt es ein Gerangel um vermeintliche ALGII Betrüger. Laut Aussagen verschiedener Wirtschaftsexperten ist diese Debatte um angeblich weit verbreiteten Mißbrauch völlig überzogen, da der Anteil von Betrügern bei 5 % liege. Ein Witz!:freak

Die CDU stellt sich hin und erklärt die Reform für gescheitert. Ja, wer hat sie denn damals zusammen mit der Schröderregierung auf den Weg gebracht?!

Und dann noch der Name Hartz. Für jeden Arbeitslosen eine Ohrfeige, da ausgerechnet der Namensgeber in der größten Korruptionsaffäre bei VW involviert war. Da wurde das Geld zu Millionen aus dem Fenster geworfen, nur um die Betriebsräte ruhig zu stellen und nach der Pfeiffe der Vorstände tanzen zu lassen. Ich bin dafür, bei einer Änderung des Gesetzes den Namen Hartz zu streichen, da er immer einen schalen Beigeschmack behalten wird.

Man kanns ja in Kauder IV umbenennen:freak :lol :D

DC_
04.06.2006, 22:10
Hartz IV war von Anfang an ein absoluter, chaotischer Rohrkrepierer. Eine Software, die in einer Nacht- und Nebelaktion von Clements Verwandschaft bei T-Systems zusammengeschustert wurde, konnte ja nicht funktionieren. Die Software hat laut Meldungen von Heise 28 Millionen € Schaden durch Fehler verursacht.
Da hat sich ein generelles Problem der Software-Industrie gezeigt: Unter Zeitdruck entstehen besonders fehlerhafte Programme, die vor allem zu wenig getestet werden. Anders kann ich mir beispielsweise den Fehler mit den führenden Nullen bei Konto-Nummern nicht erklären. Insgesamt sind die 28 Millionen aber vernachlässigbar - das Arbeitsamt hat afaik einen Überschuss, größer als angenommen, erwirtschaftet.

Und jetzt gibt es ein Gerangel um vermeintliche ALGII Betrüger. Laut Aussagen verschiedener Wirtschaftsexperten ist diese Debatte um angeblich weit verbreiteten Mißbrauch völlig überzogen, da der Anteil von Betrügern bei 5 % liege. Ein Witz!
Es kommt eben immer darauf an, wie man Betrüger definiert. Viele werfen auch die Leute da mit rein, die ihnen zustehende Mittel legal anfordern (siehe Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige). Auch wenn diese Leistungen nicht beabsichtigt waren: Das ist imho nicht korrekt. Die Politik kann und sollte da zwar nachbessern, aber diese Leute nicht als Betrüger hinstellen. Genau das passiert aber teilweise, weil die Zahlen von 10% oder gar 20% unter anderem aus dem Verhältnis Zunahme der Arbeitslosigkeit / Zunahme der Bedarfsgemeinschaften generiert werden.

Die CDU stellt sich hin und erklärt die Reform für gescheitert. Ja, wer hat sie denn damals zusammen mit der Schröderregierung auf den Weg gebracht?!

Und dann noch der Name Hartz. Für jeden Arbeitslosen eine Ohrfeige, da ausgerechnet der Namensgeber in der größten Korruptionsaffäre bei VW involviert war. Da wurde das Geld zu Millionen aus dem Fenster geworfen, nur um die Betriebsräte ruhig zu stellen und nach der Pfeiffe der Vorstände tanzen zu lassen. Ich bin dafür, bei einer Änderung des Gesetzes den Namen Hartz zu streichen, da er immer einen schalen Beigeschmack behalten wird.
Symbole sind Schall und Rauch. Eine Umbenennung ändert nichts an dem Gesetz. Und ja, die CDU hat das Gesetz im Bundesrat mitgetragen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass man in allen Punkten damit übereinstimmt. Die Richtung war und ist richtig (Zusammenlegung Arbeitslosengeld/Sozialhilfe) - deswegen die Zustimmung.

@Dope4you
Zugegeben, ein Drittel weniger Geld ist für viele ein schmerzhafter Einschnitt. Ich wäre sogar dafür, eine Anhebung von ALG I (auf 90%?) und im Gegenzug eine Verkürzung der Bezugsdauer (9 Monate) zur Diskussion zu stellen. Eventuell lässt sich das sogar ohne die Verkürzung der Bezugsdauer finanzieren, da sich beim ALG I ja die Ausgaben verringert haben. Das setzt natürlich voraus, dass man die Ausgaben beim ALG II kontrollieren und senken kann.
Großer Vorteil des Ganzen wäre: Man kann sich innerhalb der 12 bzw. 9 Monate voll auf die Jobsuche konzentrieren und muss nicht erst sein Leben umstrukturieren, da die 66% einfach nicht reichen, um den aktuellen Standard zu decken.

Mosla
14.06.2006, 08:51
Also jetzt beweist die CSU mal wieder ihren Hang zur Vergangenheit und fordert Zwangsdienst für Hartz IV Empfänger:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,421307,00.html

Na, dann könnse ja gleich ein Ghetto für Arbeitslose errichten und von der Gesellschaft aussperren. Ich bin entsetzt über Äußerungen von Leuten, die niemals in ihrem Leben in solch eine Situation geraten.

Langzeitarbeitslose werden auf eine Stufe mit Kriminellen gestellt, die müssen sich ja bei einer Bewährungsstrafe ja auch regelmäßig bei einer Behörde melden.

Relict
14.06.2006, 10:18
@Mosla
Das ist ja wohl das allerletzte.
Erst elektronische Fußschellen für Arbeitslose zur Optimierung ihres Alltages und dann verschleierte Zwangsarbeit und reine Kostensenkung ohne Ursachenbekämpfung unter fadenscheinigen Vorwänden.

Wen vertreten diese Volksvertreter eigentlich?

Die ganzen Optimierungen halte ich für in diesen Zeiten überflüssig.
Es ist und bleibt einfach keine bezahlbare Arbeit da und es besteht auch kaum Aussicht, dass sich dieser Zustand ändert.
Diesen Umstand wissen auch die Politiker ganz genau, reden aber selbstverständlich dagegen.

Und sind wir mal ehrlich:
Wieviele und wenn ja welche Stellen hat euch denn der Vermittler bisher angeboten?

Ja man macht sichs da einfach, da müssen pauschal im Monat 10 nachweisliche Bewerbungen vorgelegt werden, damit nicht gekürzt wird, übrigens auch schon vor den neuen "Verbesserungen".
Tja für manchen Arbeitslosen ist es inzwischen ein lukratives Nebeneinkommen geworden, Not macht nunmal erfinderisch.

Aber selbst wenn sie 0 Euro ALG2 bezahlen würden und es dem Arbeitslosen noch unangenehmer machen, zb. alle zwangsvermitteln in unterprivilegierte Drecks-Jobs, gäbe es statistisch gesehen zwar weniger Arbeitslose, dennoch weiterhin Armut und fehlende Kaufkraft und folglich fehlende Steuereinnahmen.

Und ich möchte nur einen von euch sehen, der sich zwangsweise auf dem Spargelfeld in Vollzeitbeschäftigung für 2 Euro/ h den Buckel krumm macht und davon auch noch leben kann.

Langsam scheinen wir wieder zu feudalistischen Verhältnissen wie Anfang des 19. zurückzukehren. Es hat nur einen neuen Namen.

Man kann es drehen wie man will, am Ende läuft es auf blanke Kosteneinsparung hinaus. Alles andere von wegen Sozialsstaat, Schmarotzer usw. sind nur reine Vorwände, die auch mit solchen Extremmeldungen unterm Volk erst ausgelotet und bei geringerem Widerstand irgendwann "klammheimlich" verfeinert werden.

Beispiele gibts dafür genug. Ich kann mich noch gut an die Gegenstimmen und Debatten VOR Einführung von Hartz IV erinnern, heute ist vieles bereits inzwischen so ganz nebenbei Realität geworden. Als wärs nie anders abgemacht gewesen.

Man sollte vllt. zuerst mal die Arbeitslosigkeit bekämpfen, nicht die Arbeitslosen.

Mosla
14.06.2006, 12:27
Es ist im allgemeinen ein typisch deutsche Mentalität: Das Suche eines Sündenbocks. An allem sind wie immer die Ausländer, Arbeitslosen, Sozialschmarotzer, Ostdeutschen usw. schuld. Ich finde dieses gegeneinander Aufspielen gesellschaftlicher Gruppierungen unverantwortlich und auch gefährlich.

Was die Politiker bis heute nicht in die Reihe gebracht haben: Günstigere Vorraussetzungen für mehr Wachstum, Konjunktur und Arbeitssplätze. Den mittleren und kleineren Unternehmen wurden doch in den letzten Jahren immer mehr Steine in den Weg gelegt. Die Bürokratie bläht sich auch immer weiter auf, statt sie schrumpfen zu lassen.

Ich finde es trotzdem erbärmlich, das mal wieder aus dem schwarzen Bayern die Hetze fortgesetzt wird. Auf jeden Fall schadet das der Gesellschaft und der Politik. Arbeitslose sind auch Wähler.:(

FreddyMercury
14.06.2006, 12:37
Und sind wir mal ehrlich:
Wieviele und wenn ja welche Stellen hat euch denn der Vermittler bisher angeboten?

Ich hab bis jetzt noch keine einzige Vermittelt bekommen. Dann aber immer wieder Termine für Jobangebote beim Arbeitsamt.... Da ich noch keine Hilfe beziehen darf, können die mir aber auch nix streichen.

Es fehlt nur noch, das den Arbeitslosen Geldstrafen auferlegt werden, wenn die keine Stelle annehmen oder nicht zum Termin erscheinen oder so

Relict
14.06.2006, 12:46
@Freddy
Naja die Geldstrafen haste ja im Prinzip schon die ganze Zeit, indem Du gekürzt wirst, wenn du nicht nach deren Pfeife und Willkür der Fallmanager tanzt. ^^

Besonders paradox, da ja Fallmanger auch verprovisioniert werden, bei erfolgreicher Vermittlung. Daran sieht man aber, dass es eben keine ausreichend freien Stellen gibt.
(Inoffizielles) Ziel und Auflage von denen ist ja, den Arbeitslosen es so unbequem wie möglich zu machen und soviel Geld an ihm zu sparen wie geht.
Was aus ihm wird oder ob er dann davon leben kann ist im Prinzip irrelevant, hauptsache nur erstmal weg. Sehr sozial und zukunftssicher. :freak

PS:
Übrigens habe ich dafür noch ne nette Metapher:
Zu DDR-Zeiten baute man eine Mauer, damit keiner abhaut und alle arbeiten.
Jetzt baut man ne Rutsche, damit möglichst viele - die dem System in irgendeiner Weise zur Last fallen - schnellstens verschwinden. ;)

FreddyMercury
14.06.2006, 12:57
Naja dann kommt bald noch die Merkelsteuer. Das kostet dann nochmal ordentlich. Kaufkraft wird warscheinlich weiter sinken. Das wird nicht gut enden Deutschland

Relict
14.06.2006, 13:06
Die MwSt. ansich rettet oder verdirbt auch nicht mehr viel.
Der Haken dabei ist vorallem, dass ja zudem auch weiterhin gekürzt wird und die Mehrbelastungen zudem ja auch noch steigen. Wer was anderes glaubt ist schlicht naiv.

Und von den angeblichen Ausgleich bzgl. Lohnsteuersenkung usw. haben weder ein Rentner noch ein Arbeitsloser usw. was. Für die ist es faktisch eine weitere versteckte Kürzung, wie so viele.

Das Motto: Was ich nicht habe kann ich nicht ausgeben, zählt für viele, aber nicht für den Staatsapparat.

CHEE KO PEK
15.06.2006, 08:14
Tja das ist aber leider so, dass viele nicht wollen. Es bleibt dem "armen" nix anderes übrig, als die Arbeit anzunehmen. In meiner Hinsicht sinnvoll, dass die zum arbeiten bewegt werden. Ich habe nämlich schon zu viele Leute getroffen, die schlichtweg nicht arbeiten wollen. Solche gehören an sich auch runter von der Straße, bevor die dann möglicherweise kriminell werden. Meist sind die aber soo faul, dass die auch nich kriminell werden sondern (so vermute ich) lieber in der öffentlichkeit rumheulen. aber das vertiefe ich jetzt nicht weiter, das Thema ist ja auch ein anderes.

spricht du aus erfahrung , ja ?
aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass alle menschen, die eine gute ausbildung, akademisch oder nicht akademisch, genossen haben, arbeiten wollen. zu viel zeit und geld und kraft wurde investiert, um dann spaeter in der unterhose vor der klotze zu haengen und ein dasein mit 3 euro pro tag zu fristen. in der zeit, in der ich als akademiker alg 1 bekommen habe, ist mir innerhalb von 9 monaten 1 stelle angeboten worden, die ich nicht vorher selbst per internet ausfindig gemacht hatte. ich musste auch nicht mit 18 oder 56 mitbewerbern konkurrieren, sondern mit ca 300 bis 1000 pro stelle. ansonsten ist vom arbeitsamt nichts gekommen. keine stelle, die ich haette ablehnen muessen oder koennen. als dann alg2 vor der tuer stand, bi ch aus dt weggegangen und habe anderswo arbeit gefunden.
auf der anderen seite kann ich es leuten, die keine oder nur eine unzureichende ausbildung haben oder bei denen es schon an der schulbildung mangelt, nicht wirklich verdenken, wenn ihnen die motivation fehlt, fuer das gleiche geld in der scheisse zu wuehlen. eine arbeit zu haben, bedeutet fuer sie meist keine soziale veraenderung oder gar aufstieg.
allerdings denken auch von diesen menschen nicht alle in die gleiche richtung und wollen den staat "abzocken" um jeden preis. letzteres problem ist uebrigens hausgemacht, als dt sich arbeitslose noch leisten konnte und die sozialleistungen deutlich hoeher waren, als der erzielbare arbeitslohn.
im uebrigen wuerde ich es mir wuenschen, wenn die noch nicht volljaehrigen, sich in der schulausbildung oder berufsausbildung befindlichen foren mitglieder ein wenig umsichtiger mit ihren "erfahrungen" umgingen, leider wissen viele nicht, wovon sie reden, weil ihnen die praktische erfahrung bzw. lebenserfahrung fehlt.

gruss

Relict
15.06.2006, 09:50
@pissofff
Genau das ist die Realität und nicht anders.
Nur das können oder wollen die Politiker, aber auch so mancher alteingessesse Berufstätige (auch in meinem Bekanntenkreis) nicht verstehen.

@all
Wer in Hartz IV kommt ist faktisch politisch und gesellschaftlich abgeschrieben.
Das merkt man zb. auch daran, dass gerade diese Gruppe - die es ja am nötigsten hat - keine entsprechend sinnvollen und gleichhohen Fördergelder für zb. Existenzgründung bekommt, könnte noch mehr Beispiele nennen, sogar im Lehrausbildungssektor.
Dazu ist die Priorität Jobvermittlung und Jobangebote der Arbeitsvermittler vorwiegend auf ALG 1 Empfänger beschränkt. Private Agenturen werden in Zukunft ganz aussen vorgelassen.
Der ALG 2 Empfänger wird zudem eher herausgeekelt, als erfolgreich und sinnvoll vermittelt.

Unsinnig ist zb. auch der Teil der neuen "Verbesserungen", wie jeden ALG 2 Neuantrag sofort zwangsweise (30-90% Kürzungsandrohung, bei Jugendlichen ganz) in einen 1 Euro-Job oder irgendeine Umschulung zu vermitteln, um - man höre und staune - die Arbeitswilligkeit festzustellen. Das sollen sie mal nen 50 jährigen erzählen.
Soweit mir bekannt ist gibt es nichtmal ausreichend 1 Euro-Jobs, geschweige denn über Sinn, Unsinn und Zumutbarkeitsgrenzen dieser nachzudenken.

Die sollen auch nicht immer heucheln und pauschalisieren, dass allen Arbeitslosen die Decke auf den Kopf fällt und sie nur der Arbeit und Beschäftigung wegen - zur Not auch kostenlos für irgendwen arbeiten möchten. :rolleyes
Achja man bekommt ja dafür dann die 80 Euro Endgeld - ähm Aufwandsentschädigung, die für Auslagen wie Fahrtkosten und Verpflegung wieder draufgehen können.

Was ich daraus deute ist eher, dass der Staat sich damit nur mehr kostenlose bzw. billigste Arbeitskräfte ganz legal verschafft, was wiederum Stellenabbau fördert bzw. Neuschaffung im öffentl. Dienst oder privatwirtschaftliche Aufträge verhindert. Die Praxis beweist es ja schon jetzt.

Ausserdem wird mit dieser Regelung grundsätzlich jedem Arbeitslosen unterstellt, dass er arbeitsunwillig ist. Nunja wir sind ja in dem System alle irgendwo bereits kriminell, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist. ^^

Man sollte sich nur mal vor Augen halten, dass nur 10% der Mitarbeiter der Arbeitsagentur für aktive Vermittlung zuständig sind, der Rest geht für eigene Verwaltung, Kontrollen und vom Staat erteilte Zusatzaufgaben drauf.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, tja bei ALG 2 Empfängern wird das nicht ganz so eng gesehen, man will ja was vom Staat.
Arbeitslose haben nunmal keine Lobby.

c4$h
15.06.2006, 15:19
Will hier auch nochmal was ergänzen, die drei Jobangebote die man nicht ablehnen darf, beziehen sich auch auf ein Euro Jobs und sinnlose Kurzmassnahmen vom AA.
Sprich man wird praktisch zu einem ein Euro Job oder Massnahme gezwungen und ist weiterhin von der Arbeitsagentur abhängig und Beamtenwillkür ausgesetzt.
Weiterhin verprechen diese Massnahmen und ein Euro Jobs keine vernünftige Zukunfstperspektive und in Lebenläufen macht sich sowas auch nicht gut.
Die komplette Kürzung der Leistung würde ich unterstützen wenn es um wirkliche Arbeitsangebote gehen würde, die einen von der Arbeitsagentur unabhängig machen würde aber so wie die Regelung jetzt Bestand hat ist es wie schon erwähnt als reine Kosteneinsparung anzusehen ohne den Arbeitslosen eine wirkliche Perspektive aufzuzeigen.

FreddyMercury
15.06.2006, 15:36
Irgendwo ist es gut, wenn den Leuten, die das ausnutzen dann das Geld gekürzt wird. Aber was ist, wenn jetzt ein ehemaliger Bauarbeiter, der aufgrund von Allergien nicht mehr auf den Bau darf und vom AA dann 3 Angebote für den Bau bekommt, obwohl das höchst Gesundheitsschädigend, im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann? Das AA weiss natürlich von seiner Allergie.
Denn ich habe manchmal das Gefühl das die Mitarbeiter da ihre Arbeit einfach nur so daherschleudern und machen was die wollen (eigene Erfahrung)

Wie ist das eigentlich mit denen, die ca. 600 Bewerbungen geschrieben haben und trotzdem keine Arbeit bekommen haben? Die scheinen sich ja zumindest um Arbeit zu bemühen.

Das durch Arbeitslosigkeit und teils auch mit ALG Empfang hohe Verschuldungen aufkommen, wurde glaube ich noch nicht mal erwähnt hier.

Mein Vater hat nur über eine Private Arbeitsvermittlung nen Job bekommen und dafür sind wir dann ca. 800km weit weggezogen von allem. Ein bischen Flexibilität muss allerdings schon drin sein, wenn man Arbeit bekommen möchte. Diese Arbeitsvermittlung hat übrigens ~1500€ gekostet... ist schon richtig arm, wenn man schon Geld bezahlen muss, um Arbeit zu bekommen.

Arbeitslos
15.06.2006, 23:30
überflüssiges Zitat entfernt

Das Beispiel zeigt das man gar nicht daran interessiert ist die Leute in versicherungspflichtige Arbeit zubringen,sondern man will sich dieser in einer Art und Weise entledigen wie man es zu Ns Zeiten kannte.
Es gibt ja noch nicht mal eine Studie die beweist wieviel Arbeitsunwillige es eigendlich gibt.


Siehe dazu Anlage:

Deutscher Bundestag Drucksache 16/222
16. Wahlperiode 07. 12. 2005
Fakten und Positionen der Bundesregierung zur Publikation Report vom Arbeitsmarkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit vom August 2005
Der Report vom Arbeitsmarkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit „Vorrang für die Anständigen – Gegen Missbrauch, ,Abzocke‘ und Selbstbedienung im Sozialstaat“ vom August 2005 sorgte in der Öffentlichkeit für viel Aufmerksamkeit und Kritik. Im Report wurden Einzelfälle angeblichen Missbrauchs von Sozialleistungen durch Arbeitslosengeld II (ALG II)-Beziehende (Grundsicherung für Arbeitsuchende) dargestellt. Aus diesen Einzelfällen wurden im Report Maßnahmen und Vorschläge abgeleitet, die sich auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wiederfinden, so z. B. die Einrichtung von Prüfdiensten im Außendienst, um die gerechtfertigte Leistungsinanspruchnahme zu überprüfen, der Abgleich der Sozialdaten mit der aktuellen Lebenssituation der Leistungsbeziehenden durch Telefonabfragen, die verschärfte Überprüfung der Arbeitswilligkeit derjenigen, die Grundsicherungsleistungen beanspruchen. Im Report wurden Beispiele des Missbrauchs von Leistungen zur Integration in den Arbeitsmarkt (Vermitt- lungsgutscheine, Eingliederungszuschüsse, zusätzliche Arbeitsgelegenheiten) durch Unternehmen aufgeführt. Im Vorwort des Reports verwiesen die Autoren weiterhin auf Subventionsbetrug und auf Steuerhinterziehung.
{...}
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
23. Dezember 2005 übermittelt.
{...}
Vorbemerkung der Bundesregierung
Die in der Vorbemerkung genannte Broschüre hatte das Ziel, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Problematik des Leistungsmissbrauchs zu lenken. Die Bundesregierung begrüßt, dass dieses Ziel erreicht worden ist.

1. Welchen konkreten Stellen entstammen die im genannten Report aufgeführten Einzelfälle von angeblichem Sozialleistungsmissbrauch der Grundsicherungsbeziehenden und von Eingliederungsleistungen durch Unternehmen? Die im Report dargestellten Einzelfälle sind von unterschiedlichen örtlichen Leistungsträgern in anonymisierter Form zugeliefert worden.

2. Sind die im Report aufgeführten Einzelfälle des Missbrauchs sozialer Leistungen seitens der Grundsicherungsbeziehenden und von Eingliederungsleistungen seitens der Unternehmen durch objektive und repräsentative wissenschaftliche Studien belegt, und wenn ja, durch welche Studien und mit welchen Ergebnissen?
3. Wie bewertet die Bundesregierung den genannten Report in seiner objektiven, wissenschaftlich fundierten Aussagekraft?
Ziel des Reports war es, durch die pointierte Darstellung von ausgewählten Fällen die Öffentlichkeit auf die Problematik des Leistungsmissbrauchs aufmerksam zu machen. Eine wissenschaftliche Begleitung war zur Erreichung dieses Zieles nicht erforderlich.

4. Welche Größenordnungen haben die durch wissenschaftliche Studien be- legten Missbräuche von Sozialleistungen durch die Grundsicherungsbezie- henden und die von Eingliederungsleistungen durch die Unternehmen jähr- lich (bitte getrennt aufführen)?
Der Bundesregierung sind wissenschaftliche Studien bezüglich des Missbrauchs von Sozialleistungen durch die Bezieher der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder über die Höhe des Missbrauchs von Eingliederungsleistungen, die auf der Grundlage der zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Grundsicherung für Arbeitsuchende gewährt wurden, durch Unternehmen nicht bekannt.

5. Welche Maßnahmen wird die Bundesregierung zur Verhinderung des Missbrauchs von Eingliederungsleistungen durch Unternehmen ergreifen? Die Vorschriften über die Erbringung von Eingliederungsleistungen an Unternehmen sind so ausgestaltet, dass dem Missbrauch entgegen gewirkt wird. Eingliederungszuschüsse nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch, die unter entsprechender Anwendung der Vorschriften dieses Buches auch bei der Einstellung erwerbsfähiger Hilfebedürftiger erbracht werden können, sind beispielsweise auf Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen beschränkt. Hierdurch und durch eine Nachbeschäftigungspflicht für den Arbeitgeber nach Ablauf der Förderung bei den meisten Eingliederungszuschüssen soll Missbrauch so weit wie möglich verhindert werden.

6. Wie hoch sind die jährlichen Verluste an Haushalteinnahmen durch Sub- ventionsbetrug und durch Steuerhinterziehung (bitte getrennt aufführen), und welche wissenschaftlichen Untersuchungen liegen diesen Angaben zu- grunde?
Die Bundesregierung wirkt darauf hin, durch geeignete Maßnahmen Subventionsbetrug und Steuerhinterziehung einzudämmen. Naturgemäß liegen keine verlässlichen Angaben zur Höhe der Fälle von Subventionsbetrug und Steuerhinterziehung vor.


Und siehe dazu Link wie die Bundes Agentur für Arbeit Berichte honoriert die in ihrem Sinne
abgehandelt werden.

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2598924_REF2488,00.html

Dabei ist es eben unerheblich ob es um Arbeitsunwillige geht oder nicht,denn dieses Beispiel zeigt das es nur um eine Stimmugsmache geht und um die Menschen zu teuschen wärend sich andere die Taschen stopfen.
Der Arbeitslose als Sündenbock kommt da gerade recht.

Siehe dazu Link

http://www.bpb.de/publikationen/C25W0J,0,0,Faule_Arbeitslose.html#art0

Das ist nur ein Beispiel von vielen

Leon
16.06.2006, 01:54
Ich finde das gut, dass all diejenigen die eine zumutbare Arbeit ablehnen, die Kohle gestrichen bekommen, ich würde noch einen Schritt weiter gehen, wer nicht will bekommt gar nix mehr.

Viele reißen sich jede Woche den Arsch auf und bekommen immer weniger, weil man die ganzen Schmarotzer mit durchfüttern muss.

Es muss endlich aufhören, dass Menschen die nicht arbeiten, fast genausoviel bekommen, wie jemand mit einer Berufsausbildung.

Und die Aussage, viele wollen und dürfen oder können nicht, mag ja sein, dass gilt aber nur für einen geringen Prozentsatz.

Bestes Beispiel ist zur Zeit die IG Metall und VW. VW sagt, Deutschland ist zu teuer, wir müssen von der 28, ungrad auf die 35 Stundenwoche ohne Lohnausgleich zurück um Wettbewerbsfähig zu bleiben, sonst wird die Produktion des Golf ins Ausland verlagert und somit 20000 Stellen gestrichen. Was macht die IG Metall, ruft zu Streiks auf!

Bevor ich stempeln gehen würde, würde ich in den sauren Apfel beissen und mehr arbeiten.

Aber wir Deutschen sind uns dafür ja zu schade. Abfindung kassieren, Stütze bekommen und gut gehen lassen.. So nicht Freunde.

Arbeitslos
16.06.2006, 03:34
@Leon

Finde nicht richtig was du sagst

Werden wir mal Fakten sprechen lassen
1 laut Studie liegt Deutschland bei den Lohnkosten im Mittelfeld Europas,Schweden Frankreich Dänemark(Vollbeschäftigung),Norwegen usw sind alle vor Deutschland.

2 Daraus resultiert nicht das es soviel ALg-ALg2 gibt sondern das die Löhne immer weiter gesunken sind.
Also beim Cheff mehr Geld verlangen

3 was willst du denn den Menschen geben?Es gibt derzeit 565 000 freie Stellen die gemeldet sind die willst du nun auf 7,6 Mio Erwebslose aufteilen?
Wie komme ich auf 7,6 Mio Arbeitslose?

Weil die Dunkelziffer so hoch ist Zb Ehe in dem ein Partner Arbeitet der andere kein Anspruch hat genauso bei Ehe änlichen Lebensgemeinschaften und Arbeitslose denen es versagt wurde und Klagen müssen sowie Arbeitslose die in einer Maßnahme sind.
Diese werden in der Arbeitslosen Statistik nicht berücksichtigt.

Deutschland kann nicht auf grund der Arbeiter und Arbeitslosen so teuer sein.
Und das diese Streiken ist somit begründet.
Am besten die Arbeiter bezahlen das diese Arbeiten Dürfen.

Du würdest mehr Arbeiten bei 7,6Mio erwebslose?

Vieleicht sind die Konzerne zu gierig?

Man man man
So nicht Leon

Ich höre immer und lese immer das Alle Arbeitslosen selber Schuld sind.
Ich habe über deinen Post eigendlich genug beweise geliefert wo du hättest mal schauen sollen

CHEE KO PEK
16.06.2006, 08:34
Ich finde das gut, dass all diejenigen die eine zumutbare Arbeit ablehnen, die Kohle gestrichen bekommen, ich würde noch einen Schritt weiter gehen, wer nicht will bekommt gar nix mehr.
Viele reißen sich jede Woche den Arsch auf und bekommen immer weniger, weil man die ganzen Schmarotzer mit durchfüttern muss.

Sicher, wenn der baeckermeister ohne staublunge eine baeckermeisterstelle angeboten bekommt, die ihm gutes auskommen verspricht, und die er dann ablehnt, dann ist er offensichtlich nciht beduerftig. ist allerdings ein seltener fall.
wenn er 45jaehrige bauigenieur einen 2 euro job als spargelstecher ablehnt, der fuer ungelehrnte hilfkraefte praedestinert ist (die muessen ja auch geld verdienen), dann kann ihm das niemand veruebeln. jedenfalls nicht, wenn es das erste "jobangebot" ist und nicht das 150zigste. der ist bestimmt kein schmarotzer, solche faelle habe ich live erlebt.
wer in hartz 4 reinrutscht und dann jobs ablehnt, muss sich ebenfalls kuerzungen gefallen lassen. die leistungen, die der staat gewaehrt sind als reine nothilfe lesitungen zu verstehen, die nur gewaehert werden, wenn es anders nicht mehr geht.
viele rutschen aber derzeit in hartz 4, weil keine jobs vorhanden sind, und nicht, weil faulheit im vordergrund steht. an hartz 4 ist nichts attraktiv, um das freiwillig ueber sich ergehen zu lassen (von einer kleinen gruppe abgesehen, die aufgrund bes. konstellation (keine ausbildung) auch so nicht vermittelbar waere).
nebenbei bemerkt, ich haette persoenlich auch keine motivation verspuert, umsonst den stadtpark sauberzumachen und nach hunderten von bewerbungen etc. und fehlender vermittlungstaetigkeit seitens des arbeitsamtes meine arbeitswilligkeit "testen" zu lassen. das haette ich als ausgesprochen herabwuerdigend empfunden.:freak

Relict
16.06.2006, 09:05
Der grösste (Sozial-) missbrauch findet nicht bei den Hartz IV Empfängern statt, sondern bei den Subventionierungen und Subventionsvergaben.
Komischerweise wird das aber ständig wieder unter den Tisch gekehrt, trotz gelegentlicher Pressemeldungen.

@all

Welche Arbeitsangebote müssen ALG-II-Empfänger annehmen?

Mit den Änderungen durch die Hartz-Reformen wird die Möglichkeit eingeschränkt, Jobangebote auszuschlagen,
denn von jedem Arbeitssuchenden wird verlangt, dass er flexibler auf den Arbeitsmarkt reagiert.

Die von der Arbeitsagentur offerierten Stellenangebote müssen angenommen werden, auch wenn die neue Arbeit gar nichts mit der früheren Ausbildung zu tun hat - so kann auch einem gut Ausgebildeten ein Job zugemutet werden, für den er eigentlich überqualifiziert ist.
Ebenso müssen andere Nachteile, wie längere Fahrtwege und Arbeitszeiten, in Kauf genommen werden. Von Alleinstehenden bis 25 Jahren kann verlangt werden, sich bundesweit vermitteln zu lassen und umzuziehen.

Die strengeren Regeln der Zumutbarkeit wirken sich auch auf das Gehalt aus, eine Bezahlung unter dem normalen Tariflohn oder ortsüblichen Standards ist legitim.

Lediglich ein "Verstoß gegen die guten Sitten", beziehungsweise gegen ein geltendes Gesetz wird nicht akzeptiert. Ein Verstoß liegt zum Beispiel vor, wenn die Bezahlung 30% unter dem branchenüblichen Tarif liegt.

Das war ein Artikel von 2004 !


Wann darf das Arbeitslosengeld II gekürzt werden? (aktuell 2006)

Grundsatz der Hartz IV-Gesetze ist "Fördern und Fordern". Auch wenn die neuen, verschärften Regelungen erst ab 01. August in Kraft treten sollen, können die Arbeitsagenturen schon jetzt das Arbeitslosengeld kürzen oder ganz wegfallen lassen, wenn der ALG-II-Empfänger bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt bzw. sich diesem Grundsatz zuwider verhält.

Für alle Kürzungen der Regelleistung muss die zuständige Behörde dem ALG-II-Empfänger zunächst einen Bescheid mit einer Rechtsfolgenbelehrung zustellen.
Die Kürzung bzw. der Wegfall beginnt mit dem folgenden Kalendermonat, nach Zustellung des Bescheides und dauert 3 Monate an.

Während dieser Zeit besteht auch kein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe nach dem SGB XII.

In folgenden Fällen kann das Arbeitslosengeld II um 30 Prozent (ca. 100 Euro)gekürzt werden, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige sich ohne wichtigen Grund weigert,

- eine ihm angebotene Eingliederungsvereinbarung abzuschließen,

- in der Eingliederungsvereinbarung festgelegte Pflichten zu erfüllen, insbesondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen,

- eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit aufzunehmen oder fortzuführen, oder

- zumutbare Arbeit auszuführen und der erwerbsfähige Hilfebedürftige trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine - zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit abgebrochen oder Anlass für den Abbruch gegeben hat

Die aufgezählten Tatbestände gelten auch bei demjenigen, der sein Einkommen oder Vermögen absichtlich vermindert hat, um an eine Gewährung oder Erhöhung des Arbeitslosengeldes II zu kommen und bei demjenigen, der nach einer Belehrung sein unwirtschaftliches Verhalten fortsetzt.

Das Arbeitslosengeld II kann in einer ersten Stufe um bis zu 10 Prozent gekürzt werden, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige, sich trotz Aufforderung, nicht bei dem zuständigen Träger (z.B. Arbeitsagentur) meldet, oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin nicht erscheint und keinen wichtigen Grund für sein Verhalten nachweist.

Verletzt der ALG-II-Empfänger seine Pflichten wiederholt, dann kann das Arbeitslosengeld II noch einmal um den gleichen Prozentsatz gekürzt werden, um den es schon bei der ersten Pflichtverletzung gekürzt wurde.

Wurde zum Beispiel: die Regelleistung von 345 Euro auf der ersten Stufe um 30 Prozent auf 241 Euro gekürzt, so können dann auf der zweiten Stufe diese 241 Euro noch einmal um 30 Prozent gekürzt werden, also auf 139 Euro.

Bei einer Minderung des ALG II um mehr als 30 Prozent, kann die ARGE ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen, z.B. Lebensmittelgutscheine an Stelle von Geld erbringen.

Quelle: www.mdr.de (http://www.mdr.de)


So und weils so schön ist hier noch ein paar interessante und höchst nachdenkliche Bemerkungen zum Thema 1 Euro und zunehmende Niedriglohnjobs:

Arm trotz Arbeit (http://www.sozialismus-von-unten.de/lr/artikel_1843.html)

Joshua
16.06.2006, 12:08
Wieso lese ich hier immer wieder was von Willkuer der Fallmanager? Die Provisionen sind ja schon angesprochen worden, wieso also sollte auch nur einer ein Interesse daran haben, die Arbeitssuchenden zu gaengeln und ihnen eine Arbeit zu verweigern? Im Effekt ist es doch, und auch das dachte ich waere schon oft genug angesprochen worden, einfach ein Problem des Angebotes: wo nix ist...

Und vielleicht eine kleine Anekdote aus persoenlicher Erfahrung letzte Woche. Ein Bekannter suchte kurzzeitig einen Job, da sein Studium nun beendet ist und er die Zeit bis Feb. '07 ueberbruecken muss. Also bei einer Arbeitsvermittlung gewesen und ein Angebot bekommen, als Fahrer fuer med. Bedarf, 3 Tage à 6h pro Woche fuer bei etwa 480€. Vorstellungsgespraech gehabt und da erzaehlte ihm der Chef doch glatt, dass er schon der x-te Bewerber sei, alle anderen aber haetten den Job abgelehnt, weil sie dann nicht die Spiele der WM im Fernsehen sehen koennten. :rolleyes

FreddyMercury
16.06.2006, 12:12
@Joshua

Ich war zuletzt vor ca. 3 Wochen in dem Laden und musste mir "mal wieder" anhören lassen, das die nichts für mich haben... immerhin hab ich mein Fahrtgeld wiederbekommen...

Relict
16.06.2006, 13:04
Wieso lese ich hier immer wieder was von Willkuer der Fallmanager? Die Provisionen sind ja schon angesprochen worden, wieso also sollte auch nur einer ein Interesse daran haben, die Arbeitssuchenden zu gaengeln und ihnen eine Arbeit zu verweigern? Im Effekt ist es doch, und auch das dachte ich waere schon oft genug angesprochen worden, einfach ein Problem des Angebotes: wo nix ist...

Da eben nix da ist, aber dennoch gespart werden muss. Und wenn sie nur 100 Eus an Dir einsparen, indem sie Dich zu einem Niedriglohnjob vermitteln und ggf. einen kleinen Anteil zuzahlen.

Kurz und Gut Anweisung von oben (Insiderinfos, da eine Bekannte AAAbt.-Leiter ist, selber auch paar auf den Deckel bekommt, von noch höher).
Weg, weg, weg und einsparen wie und wo nur geht.

Und auch der mieseste vermittelte Job ist provisionstauglich und kostensenkend.
Wenn dann auch das nicht mehr genügt und ausreicht zum Einsparen (dieses Jahr mindestens 4 Mrd. an der AAgentur), werden eben die Bedingungen und Sanktionen zuätzlich verschärft.
Der Staat kommt in jedem Fall zu seinen Zielen und letztendlich Geld, nur keine falschen Vorstellungen.

Der kleine Haken ist, man will einsparen, doch das was man durch die Verschärfungen spart, geht für Neuzugänge wieder drauf.

Glaubt ja nicht die AL-Zahlen im TV, es sieht viel düsterer aus, als mancher so glaubt, glauben will oder im TV vorgesetzt bekommt.
Aber ihr werdet sehen, die AL-Zahlen werden runtergehen, die Arbeitslosen/ Armen nicht.

Arbeitslos
16.06.2006, 14:47
Man braucht die Arbeitslosen um Druck aus zu üben auf die Politik
Man will gar keinen mehr einstellen.

Und mal ehrlich wer kann von 480€ in Deutschland leben,in Polen mag das gehen aber hier?
Und mal ehrlich es ist doch vollkommen wurscht wer den Staat abzockt,entweder der Arbeitgeber der Kassiert und unanständige Löhne zahlt oder der Arbeitslose der die Lohndrückerei nicht mit macht

Leon
16.06.2006, 19:42
Einige Aussagen sind sooo typisch um alles zu entschuldigen.

Der Bäcker mit der Staublunge, ja ja, der wird sicherlich nicht in einen Backkonzern gesteckt, so doof sind die Jobvermittler nicht.

Und was ist daran schlimm, dass der Dipl. Ing. mal Spargel stechen geht, bevor er dem Staat auf der Tasche liegt?

Hört doch auf mit solchen Aussreden zu kommen.

Fakt ist, dass es immer noch ein Ost/West Gefälle gibt. Wir Wessis gehen erst gar nicht auf den Spargel-Acker, warum? Wir sind uns zu schade. Ich selber kenne einen Fall, bei dem ein Spargelbauer 50.000 EUR Schaden erlitten hat, weil die 10% Erntehelfer die aus Deutschland kommen müssen erst gar nicht kamen oder sofort wieder ginge, weil es zu anstrengend war. Der Spargel "wuchs ins Grüne" und 1/3 derErnte war unbrauchbar.

Im Osten hingegen funktioniert es komischerweise, hier stimmt einfach die Mentalität und warum? Weil hier die Leutz sich nicht zu schade sind, für solch eine Arbeit.

Ich habe auch meinen Beruf gelernt, sollte morgen etwas schief gehen, wäre ich mir nicht zu schade auf den Spargelacker zu gehen oder als Landschaftsgärtnergehilfe einen Stadtpark sauber zu machen. Bevor ich zu Hause vergammel, mache ich jedenfalls etwas sinnvolles.

Ich bleibe dabei, JEDER der ARBEITEN WILL, bekommt auch Arbeit (zumindes von den 16 - 30 Jährigen), auch dass habe ich in den letzen Wochen mitbekommen, wo 2 meiner Freunde Betriebsbedingt gekündigt bekommen haben. Es hat keine 6 Wochen gedauert und sie haben wieder eine Vollbeschäftigung mit Vertrag in Ihrem Beruf. Man muss nur wollen.

Aber anscheinend ist es nicht zumutbar, mal etwas weiter weg nach Arbeit zu suchen.

In unserer Firma sind ALLE Azubis hier her gezogen, weil es anders nicht ging. Aus Heilbronn, aus Stuttgart und aus Oldenburg! Also es geht.

Das ist meine Meinung und Erfahrung.

FreddyMercury
16.06.2006, 19:51
@Leon
Ich habe über 100 Bewerbungen für Lehrstellen durch ganz Deutschland geschickt und ich habe ca. 75Absagen bekommen und der Rest hat erst gar nicht geantwortet. Ich wäre auch dahingezogen, wo ich was bekommen hätte!

Und wer arbeiten will der findet auch was, das gibts nicht mehr. Damals hat man zu 6 an einem Müllwagen gearbeitet bei der Müllabfuhr. Heute macht das einer Alleine, nachdem der Bewohner seine Mülltonne rausgestellt hat.

Und ich hab mich jetzt bei einer Zeitung beworben, da wollte der Typ bei mir vorbeikommen wegen Vertraglichen Sachen und so. Vorbeigekommen ist der aber nicht. Dann wollten die in einer Küche nur Weibliches Personal haben und die Küche hat jetzt schon wieder eine Anzeige in der Zeitung... Dann suchte Lebensmittelkette Regalauffüller für Vormittags.. Die wollten sich schon vor 2 Wochen bei mir melden..

Relict
16.06.2006, 20:16
@Leon
Nein, typisch sind Aussagen von Leuten wie dir, die denken sie bekommen immer was und könnten alles. Kenne ich in meinem Bekanntenkreis auch genug. Nie arbeitslos gewesen und aus seiner Klitsche rausgekommen, aber alles wissen.

Stelle Dich wirklich mal nen Monat für 2 Euro aufs Spargelfeld. Dann werden wir weitersehen. Ist leichter gesagt als dann wirklich und ausdauernd getan.

Es geht hier aber vorwiegend nicht um das Spargelstechen oder Erdbeerernten ansich, das fungiert nur als mediengehyptes Beispiel, sondern es geht um die Tendenz, die Perspektiven, die Bedingungen und vorallem um die "Entlohnung".

Der Staat hat nicht für Beschäftigungstherapie zu seinen oder anderen Gunsten zu sorgen, sondern für die Rahmenbedingungen für bezahlbare Arbeit.

Und nur weil er sich bei den Planungskosten für Hartz IV total verkalkuliert hat, sollen jetzt die Ärmsten und Schwächsten büssen und an anderer Stelle werden die Mrd. weiterhin mit Eimern auf die Strasse gekippt oder anderen zigfach in den Ar... geschoben?

Ja Arbeit gibts tatsächlich genug und ist immer da, nur eben kaum noch bezahlbare bzw. Lebenshaltungskosten sichernde.

Übrigens kenne ich genug Leute, die auch mal so drauf waren wie Du, leider alle gescheitert, geht schneller als mancher je erträumt hat.
Ich komme übrigens auch aus dem Osten und kenne die Basis, nicht dass wir uns falsch verstehen.

Also bitte pauschalisiere nicht, weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Net bös gemeint, aber schau auch bitte mal über den Tellerand und nicht nur in Deine Firma, Dein Umfeld, Dein Stammtisch und die Medien.

Das man zu solchen Verpflichtungen im Osten eher bereit ist, rührt auch noch viel aus der geschichtlichen Vergangenheit, Not und regionalen Standorten.

Und ja die Fallmanager ziehen tatsächlich nicht selten auch die totalen Fehlschlüsse und stecken den Bäcker mit der Staublunge in einen Backkonzern oder noch besser zu Abbrucharbeiten.

Oder ne 52 jährige Frau ohne technische Vorkenntnisse in eine Umschulung zur Datenverarbeitungsfachfrau inkl. Programmierung, dafür den Professor zum Kippenstechen.
Alles schon mehrfach vorgekommen. Ganz einfach weil auf dem AA die Hölle los ist, weniger aussen, sondern intern und die linke nicht weiss, was die rechte macht oder demnächst machen wird.

Und was der arme arme Spargelbauer macht ist mir ehrlich gesagt shice-egal.
Bei den 70000 Firmeninsolvenzen jedes Jahr dürfte das kaum noch was retten.

Mit billigen Polen gings ja auch die ganze Zeit ziemlich gut.
Würde er mehr zahlen, hätte er auch genug deutsche Interessenten.
Das sich für 1 oder 2 Euro keiner hinstellt ist nur nachzuvollziehen...

Ich hoffe Du verstehst, nicht die Arbeitslosen sind das eigentliche Problem, was dieser Staat hat, aber die leichteste Möglichkeit einzusparen.

Mosla
16.06.2006, 21:25
Und was ist daran schlimm, dass der Dipl. Ing. mal Spargel stechen geht, bevor er dem Staat auf der Tasche liegt?

Hört doch auf mit solchen Aussreden zu kommen.



Ja gut, aber das Spargelstechen erstreckt sich über 5 Wochen und dann? So werden auch keine Arbeitsplätze geschaffen.
Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht: Bürokratie spielt dabei eine Schlüsselrolle. Manche Kleinunternehmer verbrauchen bis zum Jahresende 5000 bis 7000 Euro nur für den Bürokratieaufwand. Steuerberater, Finanzamt, Bauamt, Gewerbeamt und was weiss ich noch für Ämter. Da liegt der Hase im Pfeffer. Wir haben inzwischen schon ein so aufgeblähtes Behördensystem, das sogar Existenzgründer bei ihren Vorhaben behindert und sie manchmal frustriert aufgeben lässt. Das hab ich alles schon in meinem Umfeld erlebt.

Joshua
16.06.2006, 23:53
Und mal ehrlich wer kann von 480€ in Deutschland leben,in Polen mag das gehen aber hier?
Und mal ehrlich es ist doch vollkommen wurscht wer den Staat abzockt,entweder der Arbeitgeber der Kassiert und unanständige Löhne zahlt oder der Arbeitslose der die Lohndrückerei nicht mit macht

Das ist voelliger Quatsch. Ich z.b. kann von 480€, zugegeben netto, locker leben, und? Wenn man natuerlich noch der Ansicht ist, Vater Staat muesse einem noch ein Auto und diverses mehr finanzieren, dann wird es eng, klar.
Und Arbeitslose zocken also den Staat ab weil sie keine "Lohndrueckerei" mitmachen wollen, so so. Im uebrigen laesst doch schon allein die Argumentation tief blicken. Wer fuer 480€, mitunter mehr als Hartz IV, nicht einmal bereit ist 3 Tage die Woche zu arbeiten, weil er die Spiele der WM im TV sehen will, dem ist nicht zu helfen und soll sich auch bitte dann nicht beschweren, wenn er abgeschrieben wird.

Mosla
17.06.2006, 00:42
Rechne mir mal bitte vor, wie Du von 480 € das Auto, die Wohnung, den Strom, Telefon, Heizung, Versicherung, Essen, Kleidung, Wasch- und Pflegemittel, Arztbesuch usw. bezahlen willst?

Es sei denn, du wohnst noch im Hotel Mama.

FreddyMercury
17.06.2006, 00:54
Oder du lebst alleine. Das AA zahlt dir deine Miete und Auto hast du mal jetzt angenommen keins. Bleibt noch Strom, Telefon, Heizung, Versicherunt???, Essen und die restlichen aufgezählten Punkte. Also ist schon sehr bemessen mit den 480€

TomCat911
17.06.2006, 01:14
@Joshua

"... Wenn man natuerlich noch der Ansicht ist, Vater Staat muesse einem noch ein Auto und diverses mehr finanzieren... "

War der Satz für die, die nen Job suchen und ihr Auto brauchem um dort hin zu kommen, weill nicht jeder für 30km umzihenen oder ne Zweitwohnung haben will. Vielleicht noch jedes Jahr nen neuen Job in ner neuen Staat.

Oder für die, die keinen Job wollen aber alles machen, damit Vater Staat doch das liebe Auto und den Sprit zahlt, damit Sohnemann täglich zur 3km entfernten Schule gefahren werden kann.


Sorry aber würde diese Finanzielle Last gerne Ablegen, wenn ich könnte.
Denn mir zahlt Vater Staat die Steuern, den TÜV, die Versicherungen und die Wartungskosten nicht. Doch er will, dass ich Mobil bleibe, damit ich den nächsten Job auch annehmen kann, weill der auf klein Kleckersdorf ist wo nur drei mal am Tag nen Bus vorbei kommt.


Wer auf nem Dorf oder klein Stadt kein Auto hat, der hat schon fast nen Anti-Arbeitsplatz-Joker fürs Arbeitsamt.
Und dann kannst dir von den 345€ echt nen Lenz machen, da du dir keine sorgen machen musst, dass dich das Arbeitsamt wo hin vermittelt. Wie wie auch, würdest ja eh nicht hinkommen können. Und zweitens hast ne menge Kohle im Jahr über, die sonst fürs Auto drauf gehen würden, obs steht oder fährt.

Arbeitslos
17.06.2006, 03:55
Das ist voelliger Quatsch. Ich z.b. kann von 480€, zugegeben netto, locker leben, und? Wenn man natuerlich noch der Ansicht ist, Vater Staat muesse einem noch ein Auto und diverses mehr finanzieren, dann wird es eng, klar.
Und Arbeitslose zocken also den Staat ab weil sie keine "Lohndrueckerei" mitmachen wollen, so so. Im uebrigen laesst doch schon allein die Argumentation tief blicken. Wer fuer 480€, mitunter mehr als Hartz IV, nicht einmal bereit ist 3 Tage die Woche zu arbeiten, weil er die Spiele der WM im TV sehen will, dem ist nicht zu helfen und soll sich auch bitte dann nicht beschweren, wenn er abgeschrieben wird.

Jo wenn ich bei Mutts´s noch wohnen würde dann mag das sein, nur ich bezahle schon 480€Miete
Und diesen Quatsch will ich mir als Diskusion nicht mehr geben ,weil das hat man im 3dc bis zur Extase durch.Und wo habe ich was von Fersehen geschrieben.
Soltest du mir noch mal was unterstellen was ich nicht geschrieben habe dann werde ich Frech mein Freund ,so nicht!

Ich habe Geschrieben das es Wurscht ist wer den Staat abzockt

Joshua
17.06.2006, 08:43
Nein, ich wohne nicht im "Hotel Mama" sondern alleine in einer etwa 30qm Mietwohnung. Sonst haette ich mich wohl kaum so weit aus dem Fenster gelehnt.

@ueber mir: Holla, sich direkt angesprochen fuehlen. Lies erst einmal selbst richtig, bevor du hier Verleumdnungsvorwuerfe vom Stapel laesst.

Relict
17.06.2006, 08:59
Davon abgesehen, dass das mit der WM tatsächlich nicht von Arbeitslos kam, sind es Einzelfälle und nicht 5 Mio.
Genausogut könnte ich auch Beispiele von berufstätigen nennen, die wegen der WM Kasse machen. Das sind dann auch eigennützige Schmarotzer, nicht auf Staatskosten, sondern auf Betriebskosten.

Desweiteren sollte man sich mal fragen, warum dieses Jahr 7000 Schwarzarbeitskontrolleure deutschlandweit angestellt werden, wenn doch alle nur faule arbeitsunwillige Säcke sind ?

Und was ich hier schonmal in einem älteren thread sagte:
Die 345 Eus im Monat sind zum leben zu wenig und zum sterben zuviel.

Nicht jeder ist noch unabhängiger Jugendlicher, der sich in seinem Leben noch keine grossartigen Werte und Verbindlichkeiten (Haus, Miete, Strom, Wasser Versicherungen, Sparanlagen, Frau, Kinder u.u.u.) geschaffen hat, sondern im ungünstigen Falle von jetzt auf gleich alles auflösen, verkaufen oder kündigen muss, damit er sich nicht noch dazu hoch verschuldet.

Wenn man also als Staat schon derartige Bedingungen und Sanktionen einführt, damit angeblich der Druck auf die Arbeitssuche erhöht wird, dann sollte man wenigstens auch ausreichend bezahlbare Arbeitsplätze in petto haben.
Sonst macht das hinten und vorne keinerlei Sinn und führt nur zu Gängelung oder gar Zwangsarbeit, härter gesagt Sklavenarbeit.

Dann sollten wir aber Begriffe wie "Sozialstaat" und "soziale Marktwirtschaft" gefälligst nicht mehr in den Mund nehmen. Turbokapitalismus mit feudalistischen Tendenzen träfe es wohl etwas besser.

FreddyMercury
17.06.2006, 11:32
Richtig. Wo keine Arbeit da ist, kann auch keine vermittelt werden. Horst Neumann, der Vorsitzende von VW hat jetzt gesagt, das sogar 30.000 Arbeitsplätze gefährdet sind.

Arbeitslos
17.06.2006, 12:22
Ich muss ja schon lachen was man was man einen Weiß machen will:D

Von 480€ leben
die AEG Arbeiter werden von Heut auf Morgen faul wenn die Arbeitslos werden
Es gibt überall Wohnungen die soviel kosten wie ein Studenten Wohnheim:D

Und das man Arbeit findet,sind wie das Fahrendevolk oder was?(Zigeuner):o :lol


Vieleicht sollte der oane da noch mal lesen,was ich da zum besten gegeben habe

http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=2031165&postcount=34

Ps:Mir ist TV Wurscht und die WM schon 3 mal

Mosla
19.06.2006, 11:03
Oder du lebst alleine. Das AA zahlt dir deine Miete und Auto hast du mal jetzt angenommen keins. Bleibt noch Strom, Telefon, Heizung, Versicherunt???, Essen und die restlichen aufgezählten Punkte. Also ist schon sehr bemessen mit den 480€

Ohne Auto bekommst Du heute aber kaum noch einen Job!

SheepShaver
19.06.2006, 11:19
In welcher Branche, bitte? :freak

BlackSavage
19.06.2006, 11:46
@Leon
Deine Aussagen sind aber auch sehr oberflächlich. Es gibt zig tausend Möglichkeiten, warum jemand arbeitslos sein kann. Einer davon ist die Abteilung der "Faulen". Aber eben nur eine Möglichkeit. Genau wie manche mit ihren "Einzelschicksalen" kommen, zählst du auch nur ein Beispiel auf. Da haben deine Bekannten eben Glück gehabt.
Ich z.B. nicht. Und wer mich einen Faulen schimpft, würde mich übelst beleidigen.
Was ich an Zeit investiere und auch Geld, um wieder an einen Job zu kommen, würde mir jemand wie du sowieso nicht abnehmen. Aber Erfolg? Fehlanzeige!
Oder willst du mir jetzt etwa sagen, ich sei die Ausnahme?
Es gibt keine Ausnahme. Genauso wie es die fleissigen Arbeitssuchenden gibt, gibt es auch die Faulen, die Kranken und was weiß ich nicht was. Jetzt aber alle über den berühmten Kamm zu scheren ist einfach und oberflächlich. Entschuldigung!

Eine geruhsame Woche noch!

Black

barista
27.03.2009, 16:42
Hartz IV und privat versichert - kein Wechsel mehr möglich

25.02.2009, Knapp 200 Euro zum Leben bleiben Pia T. (Name geändert). Die 27-Jährige hat nach dem Studium noch keinen Job gefunden und Hartz IV beantragt. Normalerweise sollte sie damit monatlich 351 Euro erhalten. Aber Pia T. hat ein Problem: Sie kommt nicht aus ihrer privaten Krankenversicherung heraus - und sie kann die Prämie nicht bezahlen. "Ich habe jetzt einen Privatkredit aufgenommen", sagt sie.

Wäre sie noch im vergangenen Jahr hilfsbedürftig geworden, stünde sie besser da: Bis zum Jahreswechsel durften privat Versicherte, die Hartz-IV-Empfänger wurden, in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln. Die Beiträge zahlt dann das Jobcenter. Zu den Prämien der privaten Krankenversicherung (PKV) wird ein Zuschuss in gleicher Höhe gewährt. Doch der reicht im Fall von Pia T. nicht aus.

Die Regelung, die Pia T. zu schaffen macht, ist Teil der jüngsten Gesundheitsreform: Seit dem Jahreswechsel herrscht Krankenversicherungspflicht - auch für Menschen, die nur Zugang zur PKV haben. Seitdem gibt es auch den Basistarif - in den die Privaten jeden möglichen Kunden aufnehmen müssen. Zeitgleich wurde neuen Hartz-IV-Empfängern der Weg in die gesetzlichen Kassen versperrt.

Der Basistarif erweist sich allerdings nicht gerade als Schnäppchen: Praktisch jeder über 21 Jahren muss dort die Höchstprämie von knapp 570 Euro im Monat zahlen. Für Hilfsbedürftige müssen die Versicherer den Betrag halbieren. Als Zuschuss vom Jobcenter kommen nur knapp 130 Euro. 155 Euro müssen die Hartz-IV-Empfänger also noch selbst bezahlen.


(Link (http://www.krankenkassenratgeber.de/news/krankenversicherung/hartz-iv-und-privat-versichert-kein-wechsel-mehr-moeglich.html))


Man kann nicht sagen, dass Pia T. für ihre Lage schuldig ist, sie hat sich auf jeden Fall den falschen Beruf ausgesucht. Pech, kann man sagen. Vielleicht kommt sie trotzdem raus, sie ist noch jung und noch gesund (wie lange noch?)

Der Mann von dem ich erzählen möchte ist aber bestimmt unschuldig und ohne jegliche Chance: Ausländischer Landwirt heiratet eine Deutsche und kommt nach Deutschland. Die Frau ist Beamtin und privat versichert. Der Mann wird familienversichert. Gut. Kind geboren. Die kulturellen Unterschiede und die Unerfahrenheit der Eheleute schlägt zu, Konflikte eskalieren. Der Mann wird mehrmals in Krankenhaus eingeliefert. Er leidet unter eine Psychose und ist vorläufig arbeitsunfähig. Es folgt die Scheidung. Die Versicherung geht auf dem Mann über und bleibt privat. Wie im Artikel oben muss er von 200 Euro leben. Die Versicherung selbst muss aber auf keinen Fall zu Schaden kommen. Die Geschäfte müssen weiterlaufen, Gewinne müssen weiter gemacht werden. Und der Staat garantiert es mit seinen Gesetzen.

Nachtwind
27.03.2009, 18:35
Wieso immer dieses Gejammer, dass die Arbeitlosen, die Rentner/Pensionäre bzw. der Sozialstaat das Land ruiniert.
Das wichtigste wird bewusst oder auch nicht von den Medien und Politikern ausgeklammert.

Es ist klar, dass immer weniger Leute immer mehr Geld/Werte bei sich konzentrieren, das ist
falsch. Wasser bleibt auch nur frisch wenns fließt und nicht wenns stehen bleibt.

Vergleiche Silvio Gesell (http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell) (+1930):
Negative Zinsen für das Horten von Kapital, wie dies Silvio Gesell forderte,
sind der einzige Ausweg, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und in der Folge
die Erhöhung der Innovationsrate zu ermöglichen.

Wisst Ihr, dass die BRD seit fast 50 Jahren keine Schulden, welche sie jährlich macht, mehr tilgt.
Inzwischen werden nur noch sogenannte Neuschulden gemacht um damit die Zinsen und den
Zinseszins bedienen zu können.
Dass diese jährliche Zinsbedienung mehr verschlingt als die Bezahlung der 20.000.000 Renter und Pensionäre.


Dr. Horst Boettcher (http://www.kapitalismusfehler.de/) nennt in seinem Video sinngemäß folgendes:

Zitat Anfang

Seit etwa den 1960er Jahren werden in der BRD keine Staatsschulden mehr zurückbezahlt, sondern immer nur neue aufgenommen ("Neuverschuldung")!

Die Regierung nimmt tatsächlich neue Schulden auf, um damit den Zinseszins bedienen zu können !

Von SchuldenTILGUNG war nie die Rede und
wird nach dem bekannten Zineszinswirtschaftssystem in "Ewigkeit" nie mehr die Rede sein !

Der Bund gibt inzwischen mehr Steuerzahlergeld für die Zinsbedienungen aus, als er für die 20.000.000 Rentner und Pensionäre ausgibt.

Zitat Ende

NICHT DER SOZIALSTAAT ruiniert das Land und ist deshalb nicht tragbar !


Es frägt sich nur wer ist der tatsächliche Gläubiger der BRD, da, wenn es in den nächsten Jahrzehnten so weiter geht, diesem Gläubiger die BRD als Eigentum übergeben werden muss, da die Steuereinnahmen und Staatsbesitztümer nicht mehr ausreichen, die Zinsen
und Schulden zu decken.


Und bei der ganzen Show dürfen die immer weiter und rasanter (exponential) auseinander gehenden AKTIVA und PASSIVA der Finanzinstitute nicht vergessen werden


Wer mehr darüber wissen möchte:

1) Dr. Horst Boettcher's Internetseite (http://www.kapitalismusfehler.de/)
2) Top-US-Ökonom gibt Scheitern des Weltwirtschaftssystems zu! (http://www.kapitalismusfehler.de/thurow.html)
3) Das Zins-Monopoly (http://www.mmnews.de/index.php/200903252604/MM-News/Das-Zins-Monopoly.html)
4) Die wahren Ursachen der Finanzkrise (http://www.mmnews.de/index2.php?option=com_content&task=view&id=2057&pop=1&page=0&Itemid=70)

Mit freundlichem Gruß

chriwi
01.04.2009, 07:19
Das Suche eines Sündenbocks. An allem sind wie immer die Ausländer, Arbeitslosen, Sozialschmarotzer, Ostdeutschen usw. schuld. Ich finde dieses gegeneinander Aufspielen gesellschaftlicher Gruppierungen unverantwortlich und auch gefährlich.

Ich gebe dir Recht. Wenn ich lese, dass ein Mensch der neben Hartz4 noch betteln geht dieses "Einkommen" anrechnen soll wird mir schlecht. Das solche Sachen überhaupt diskutiert werden müssen finde ich persönlich für indiskutabel. In was für einer Welt leben wir eigentlich. Es wird immer mehr auf die Schwachen geprügelt um von den eigenen Verfehlungen abzulenken.

Selbst die OECD schlägt eine "wirksame Ausdehnung der Arbeitslosenversicherung" vor.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3860
In Deutschland kommt man nur auf die Idee, dass eine Erhöhung der Dosis der Medizin schon Helfen wird. Wenn unsere Politiker Ärzte wären, wären wir alle schon Tod.

Mustis
01.04.2009, 14:26
"Die Versicherung selbst muss aber auf keinen Fall zu Schaden kommen. Die Geschäfte müssen weiterlaufen, Gewinne müssen weiter gemacht werden. Und der Staat garantiert es mit seinen Gesetzen."

Nette versteckte Hetze.... Als ob die Versicherungen die Gesetze gemacht hätten, die es solchen leuten verbietet wieder in die gesetzliche KV zu kommen. Wer wird denn bitte damit entlastet und wer belastet? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Privaten mit dem Basistarif gewinnen machen. Wenn ja wieso müssen diese dann quersubventioniert werden und der lang gelebte Grundsatz, dass ich in der Privaten nur für mein Risiko zahle damit unterwandert?

Desweiteren gibts immer die möglichkeit, vom Basistarif wegzukommen in günstigere Tarife. Aber davon steht dort (logischerweise) kein Wort. Wozu auch? Der Feind ist erkannt und muss vernichtet werden. Wozu Hintergründe beleuchten, die die ganze Sache in einem völlig anderen Licht zeigt?

Ebenso wird nicht erwähnt, dass diese Studentin die Wahl hatte ob Privat oder gesetzlich. Sie hat sich für Orivat entschieden, wollte bessere Leistungen und billigeren Beitrag haben und hat damit nichts zur gesetzlichen Kasse beigetragen. und jetzt wo ihrs schlecht geht darf die allgemeinheit wieder zahlen mit einem sozialem Netz, dass sie selbst nicht mit tragen wollte? Das wäre nämlich auchmal die andere Seite der Medaille. Kein Student muss in die Private, jeder hat das Wahlrecht. Aber wenn interessieren solche Details richtig?

und die GEschichte mit dem Mann? Kann so wie sie da steht nicht stimmen. Beamtin ist zwar privat Zusatzversichert, dass heisst aber nicht, dass der mann automatisch mit versichert werden muss oder kann. Er kann mitversichert werden, wenn er arbeitslos war. ISt er slber beschäftigt gewesen, darf er gar nicht dort mitversichert sein, dann hätte er gesetzlich versichert sein müssen. Ebenso stimmt es nicht, dass bei einer Scheidung die private VErsicherung auf den Mann übergeht. Beamte MÜSSEN privat Zusatzversichert sein, ergo kann diese VErsicherung gar nicht auf den Mann übergegangen sein.

barista
01.04.2009, 23:11
@mustis:

Danke für Antwort. Ich würde begrüssen, wenn Du von deinen Hieben in allen möglichen Richtungen Abstand nimmst. Die Sachen stimmen genauso, wie da steht. Mit dem Mann habe ich selbst eine Woche lang zu tun gehabt (Behörden und KV). Sein Pech war folgendes: Er hatte irgendwann schon die Möglichkeit, in die gesetzliche zu wechseln, seine Frau war aber der Meinung da zu bleiben. Es lag an der Beihilfe (70%) die sie bekam. Als sie getrennt lebten, bekam er keine Arbeit mehr und konnte nicht wechseln oder hat nicht dabei gedacht. Das hätte er wenn er gewusst hätte, was die Gesundheitsreform ab 01.01 bringen wollte: Kein Wechsel mehr in die Gesetzliche, sondern Basistarif (steht in Artikel drin). Als er geschieden war, war zu spät.

PS. 'Übergehen' ist so gemeint: Die Versicherung löste die Familienversicherung (wegen Scheidung) und machte daraus zwei getrennte. Seine KV ist ist auf ihn übertragen worden mit Tarifwechsel (Basistarif)

Zitat: "gibts immer die möglichkeit, vom Basistarif wegzukommen in günstigere Tarife" Hast Du vielleicht ein Tipp?

Mustis
02.04.2009, 00:17
Welche Hiebe? Weil ich Sachen hinschreibe die so stimmen? Du gibst ja hier jetzt selber zu, dass es der Kerl verpennt hat. Ich mein irgendwo is jeder noch für sich selbst verantwortlich. Genau wie der Student. Sie hatten mehrmals die Wahl und haben sich für privat entschieden, die Vorteile brachte. und wenns dann nicht mehr läuft soll die allgemeinheit wieder helfen? Da wird wird wieder auf Versicherungen rumgehakt (was können die denn dafür?) und auf Politikern. Die eigene Verantwortung wird schön verschwiegen.

Klar hab ich nen Tipp. Einfach mal bei der Versicherung nachfragen. Da reisst nämlich keiner einen den kopf ab oder will einen nur ausnutzen, sondern die helfen einem gerne weiter wenn man freundlich ist. Wenn er gesund ist, wird es sicher etwas günstigeres als den Basistarif geben, der wirklich nur als Auffangbecken für eigentlich unversicherbare (jene, die längst krank sind und die nicht mehr in die gesetzlich dürfen). Das erklärt dir jder Vertreter gerne, man muss nur mal fragen.

PS: Wenn du deine Hiebe ebenfalls lässt, dann werd ich meine auch lassen. Aber fleissig vorlegen und dann so ne Forderung? Du darfst, ich nicht? mhh find ich irgendwie komisch....

barista
02.04.2009, 00:28
@Mustis:

Danke für den Rat. Ich hätte ihn mir selbst geben können, wenn ich das alles nicht schon gemacht hätte.

Dein Verhalten und dein Gehabe haben auch einen Name, er fällt mir jetzt gerade nur nicht ein...

LOSTBOYS
06.04.2009, 08:12
http://www.bz-berlin.de/aktuell/geld-kuerzungen-fuer-arbeitslose-article418046.html
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/geld-kuerzungen-fuer-arbeitslose-article418046.html
keine ahnung wieso link ned funzt

barista
06.04.2009, 08:33
Fortsetzung zu #59 und #63:

Nach Bewertung der privaten KV im Bezug auf Tarifzuordnung (Basistarif weil kein Einkommen) kommt doch die Meldung, der Mann soll in die gesetzliche KV, da der ARGE-Bescheid vom 01.12.2008 ist, also er soll rückwirkend ab dem Datum in die gesetzliche KV.

Es sieht so aus: die privaten KV werden für die Gesundheit der Bevölkerung in Pflicht genommen. Froh sind sie darüber nicht. Hier kann uns Mustis vielleicht mehr sagen. Ich habe jetzt keine Zeit mehr darüber auszugraben. Und Insider bin ich auch nicht...

Mustis
06.04.2009, 10:29
Wie du schon sagst barista, die Private wird in Pflicht genommen, prinzipiell jeden Kunden zu versichern. Damit wird der prinzipielle Unterschied zwischen GKV und PKV völlig aufgeweicht. Bisher galt die GKV als Grundsicherung, bei der die Gesellschaft die Kosten trögt. Bei der PKV hat jeder sein eigenes Risiko getragen und dafür bezahlt. 2 grundverschiedene Systeme. Mit dem Basistarif muss die PKV jeden Kunden zu einem festgelegten Maximalbeitrag aufnehmen, egal ob Gesund (und damit nur Risiko, was normalerweise versichert werden soll) oder bereits Dauerkrank (kein Risiko mehr sondern reiner Kostenfaktor, hier wird nicht versichert ihr wird lediglich gezahlt). Die Kosten, die solche Dauerkranken verursachen können mit den Beiträgen nicht ausgeglichen werden, d.h. der Basistarif muss von der VErsicherung ständig quersubventioniert werden. Die Gelder dafür kommen zwangsweise von anderen BEitragszahlern und damit wird nicht mehr nur das eigene Risiko gezahlt sondern wie in der GKV gemeinschaftlich "gehaftet". Jetzt werdennatürlich einige gleich wieder losposaunen, dass das schon in Ordnung so ist. Mag sein. Aber wozu dann noch die Trennung von GKV und PKV, wenn es quasi keinen unterschied mehr gibt? 2 Systeme kosten unnötig Geld. Desweiteren ist zumindest für mich fraglich, wieso der Staat privaten Unternehmen solche gemeinschaftlich haftende Systeme überstülpen darf und auch noch die BEiträge festlegen kann. Das ist eine reine Abwälzung von Kosten und VErantowrtungen des Staates auf die private Wirtschaft. Wo die privaten Unternehmen jeweils für sich zusehen müssen, wie sie den Basistarif finanzieren, bekommen die GKVs Zuschüsse vom Staat und subventionieren sich gegenseitig (GEsundheitsfonds), Konkurrenz zwischen den GKVs existiert de facto nicht. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung aller erster Güte. Die private Wirtschaft muss mit staatlich finanzierten GKVs konkurrieren, bei denen jeglicher Wettbewerb ausgeschaltet wurde.

Fazit der GEschichte ist, dass früher oder später ein System nicht überleben wird. Vermutlich das staatliche, denn das ist trotz fehlendem (oder grad deswegen?) Konkurrendruck und staatlicher Subventionierung wesentlich maroder und deutlich ineffizienter als das private. Steigen werden die Kosten für die KV so oder so, denn die Kosten für die Krankenbehandlungen steigen nunmal.

chriwi
06.04.2009, 11:59
Fazit der GEschichte ist, dass früher oder später ein System nicht überleben wird. Vermutlich das staatliche, denn das ist trotz fehlendem (oder grad deswegen?) Konkurrendruck und staatlicher Subventionierung wesentlich maroder und deutlich ineffizienter als das private. Steigen werden die Kosten für die KV so oder so, denn die Kosten für die Krankenbehandlungen steigen nunmal.

Dein blinder Glaube an die Effektivität der privaten Wirtschaft ist lustig.

Mustis
06.04.2009, 12:41
Du kannst glauben was du willst. Wenn du mir beweisen kannst inwieweit die private VErsicherungswirtschaft von der momentanen Krise direkt betroffen ist oder gar auslöser war, reden wir weiter. Banken != Versicherungen. Überhaupt, die private Wirtschaft umfasst deutlich mehr als die paar Banken. Wo die jetzt alle mit dran schuld sind oder wieso die alle genauso "unfähig" sind wie manche Beispiele, die jetzt hochgespült werden, verstehe ich nicht. Die Beispiele, wo das eben so nicht der Fall ist (und die deshalb imo keinen interessieren) dürften in ihrer Zahl überdeutlich mehr sein.

Insofern entschuldige ich dir deine subtile Beleidigung mal, da ich weiss, dass du genauso blind deine Weltansicht vertrittst. immerhin sitze ich zum Teil direkt an der Quelle und habe Zugriff auf interna und damit vermutlich deutlich mehr detailwissen als du. Was danndaran blind sein soll, darüber magst du dir und der geneigte Leser selber ein Bild machen.

e-ding
06.04.2009, 12:51
Fazit der GEschichte ist, dass früher oder später ein System nicht überleben wird. Vermutlich das staatliche, denn das ist trotz fehlendem (oder grad deswegen?) Konkurrendruck und staatlicher Subventionierung wesentlich maroder und deutlich ineffizienter als das private. Steigen werden die Kosten für die KV so oder so, denn die Kosten für die Krankenbehandlungen steigen nunmal.

Ich tippe eher auf eine Mischlösung. Eine stark vereinfachte GKV (1) mit einem absoluten Basisschutz und hoffentlich auch reduziertem Beitrag und der optionalen Weiterversicherung über PKV´s halte ich für machbar.

Der jetzige gesetzliche Leistungskatalog würde zwar schrumpfen, aber eben auch die Beiträge. Somit wäre das persönliche Risiko stärker individualisiert, ohne auf eine Basisversorgung verzichten zu müssen.

MFG

barista
06.04.2009, 12:53
Zitat Chriwi: "... blinder Glaube an die Effektivität der privaten Wirtschaft ist lustig"

Der Glaube an die Effektivität der privaten Wirtschaft ist nicht lustig ;), sondern die harte Realität, die an die Teilnehmern der Wirtschaft durchgeführt wird. Sie müssen sich in der Konkurrenz gewähren. Die Konkurrenz selbst ist von der höheren Instanzen festgelegt. Der Gedanke hinter dieser Glaube ist: Der Mensch würde von sich alleine die erforderliche Leistung nicht vorbringen, er muss durch diese Konkurrenz unter Druck gesetzt werden.

Außer dem fortlaufenden Streit, dass manche sich auf die faule Haut legen würden, führt dann die ganze Veranstaltung dazu, dass man selbst nicht sicher ist, dass das alles Glück bringen kann: Humanismus-Thread (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=5851446&postcount=51)

chriwi
06.04.2009, 14:00
Du kannst glauben was du willst. Wenn du mir beweisen kannst inwieweit die private VErsicherungswirtschaft von der momentanen Krise direkt betroffen ist oder gar auslöser war, reden wir weiter. Banken != Versicherungen.

Ich weiß zwar nicht in wie fern das auf meine Antwort bezogen war, aber gut. Versicherer hatten auf jeden Fall ihren Anteil. Es muss eine Menge Geld gespart werden. Dieses Geld braucht Rendite, welche erwirtschaftet werden müssen. Für die Strategien sind die Banken direkt Verantwortlich, darum sage ich nur Anteil zu den Versicherern die eine Menge billiges Geld auf den Kapitalmarkt gespült haben. In Deutschland wahrscheinlich weniger als in anderen Ländern.
Beispiel Niederlande
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/das-system-kollabiert/
Beispiel Deutschland:
http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0402/altersvorsorge.php5

Mich wundert sowieso, dass du keine Einfluss vom Kapitalmarkt auf die Versicherer siehst, obwohl alle Bereiche der Wirtschaft betroffen sind.


Überhaupt, die private Wirtschaft umfasst deutlich mehr als die paar Banken. Wo die jetzt alle mit dran schuld sind oder wieso die alle genauso "unfähig" sind wie
Ich verurteile nicht die gesamte Privatwirtschaft als unfähig, ebenso wenig wie die öffentliche Hand. Ich sehe das Problem eher in der Größe als in der Art (öffentlich, privat). Wenn man sich ein Großunternehmen wie VW, Daimler oder auch Siemens ansieht wird schnell klar, dass die Strukturen teilweise genauso unflexibel sind wie vielleicht bei der öffentlichen Hand. Hinzu kommt im Vergleich natürlich noch, dass der Anspruch beider Seiten völlig verschieden ist. Ein Energieunternehmen würde für einige wenige Personen kein Kabel mitten in die Pampa legen. Der Staat schon. Denn er hat den Auftrag dafür ein privates Unternehmen muss Gewinne machen und es wäre zu unökonomisch. Auch das meine ich mit blindem Glauben. Man muss differenzierter betrachten bevor man nach privat schreit. Das eine Menge Privatisierungen nichts gebracht haben kann man zur genüge nachlesen (anderes Thema).

@barista
Ich stimme dir für bestimmte Bereiche der Wirtschaft zu. Aber für alle sicher nicht. Sag mir was an "Heuschrecken" effektiv sein soll oder an Kursspekulationen.

Mustis
06.04.2009, 16:39
Sorry, aber der Monitorbericht is eine Meinung. Hast du ihn in seiner vollen Länge gesehen oder stützt du dich nur auf den kurzen verlinkten Artikel? Die private Altersvorsorge ist mitnichten so gefährdet wie dort umrissen. Die Allianz hat keiner Probleme mit der Altersvorsorge tortz Millionenverlusten (was vornehmlich auf die Dresdner Bank zurück zu führen ist), die AXA hat keinerlei Probleme mit der Altersvorsorge, hat im letzten Jahr gar Gewinn gemacht in nicht unbeachtlicher Höhe, die Ergo-Gruppe hat meines Wissens nach keine Probleme mit der Altervorsorge. Damit wären die 3 größten Player in Deutschland und die große Mehrheit der Altervorsorge genannt. In Einzelfällen, wo Kunden, die bewusst in risikobehaftetes Anlagengeschäft investiert haben bis jetzt mit einem Minus unterwegs, aber wer jetzt nicht an seine Altervorsorge ranmuss, den interessiert das auch nicht. Wer in Aktien anlegt und behauptet, er ist sich der dortigen Risiken nicht bewusst, der lügt. Insbesondere Versicherer haben gar nicht mehr wirklich die möglichkeit hier ohne aufklärung zu verkaufen. Der Kundenschutz bei den Versichereren ist deutlich schärfer als bei den Banken.

Ich darf dich übrigens darauf hinweisen, dass die größerern Versicherungshäuser eigene Banken haben und nicht zwangsweise auf die großen internationalen Banken angewiesen sind. Auch wird ihr mit ganzen anderen Maßstäben gearbeitet als teilsweise bei den Banken. Rendite um jeden preis steht hier definitiv nicht im Vordergrund. Wenn du dich am Markt auskennen würdest, dürftest du auch wissen, dass Versicherungen mit ganz anderen Renditen (vorallem garantierten) werben als einige Banken. Davon abgesehen sind die Auflagen durch den Staat ebenfalls wieder schärfer als bei den Banken.

Du wirfst hier einiges durcheinander und vermischst vieles. Die Trennung zwischen Versicherung und Bank ist ein gutes Stück größer, als dir offenbar bewusst ist.

e-ding
06.04.2009, 17:34
Das hilft beim Beurteilen vielleicht etwas weiter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Solvency_II

MFG

chriwi
06.04.2009, 18:17
Auch wird ihr mit ganzen anderen Maßstäben gearbeitet als teilsweise bei den Banken. Rendite um jeden preis steht hier definitiv nicht im Vordergrund.

Habe ich nie behauptet und geschrieben, dass es bei den Versicherern ein wenig anders abläuft als bei Banken. Dennoch liegt in diesem Bereich ein Haufen Geld vor, dass investiert werden muss. Wie soll denn sonst die Rendite und sind es nur 1% erwirtschaftet werden? Also sind doch diese Anlagen auch Risiken unterworfen oder etwa nicht? Vielleicht deutlich kleiner als bei den Banken, aber dennoch da. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Versicherer überhaupt nicht trifft, wenn die Finanzbranche faktisch wegbricht. Vielleicht schwächer, aber dennoch spürbar. Können denn die versprochenen Zinsen gehalten werden? Ich weiß es nicht.
85% Gewinneinbruch hatte AXA dieses Jahr. Ich weiß nicht ob man so einen Absturz weiterreichen kann an die Rentenversicherer (niedrige Zinsen), um die Kurswerte zu halten. Ich kann es mir aber vorstellen. Du müsstest es ja wissen Musti, ob es möglich ist.

Mustis
06.04.2009, 21:22
Wo hatte AXA dieses Jahr 85% Gewinneinbruch? Oo Kannst du das auch nur ansatzweise untermauren?

chriwi
07.04.2009, 07:36
kann ich
https://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/binternational/362796/index.do?_vl_pos=r.3.NT

Mustis
07.04.2009, 10:15
Ach so. LOL. Du hast das aber schon verstanden, dass unterm Strich immer noch ein Nettogewinn von 900 Millionen am Ende von 2008 dasteht? Und das die AXA das einzige Unternehmen dieser BRanche und dieser Größe war, dass überhaupt gewinn gemacht hat? Dass das eigentlich nur bedeutet, dass im ja davor fast doppelt soviel, also nahezu 1,8 Milliarden Gewinn gemacht hat?

Vor diesem Hintergrund gesehen, wie kommst du darauf, dass die Altersvorsorge gefährdet ist? Das die Gewinne durch die Krise nicht mehr so hoch sind wie die Jahre davor ist völlig normal, es zählt aber letzten Endes doch, dass trotz allem ein NETTO!gewinn von 900 millionen verbucht werden konnte, dass Unternehmen also erfolgreich war.

Und ich dachte ich hab irgendwas verpasst. XD Na gut, ist ein typisches Beispiel dafür, wie man eine ansich positive Nachricht (oder ist es nicht positiv, dass man im Gegensatz zu allen anderen Gewinne erzielt hat?) in eine völlig negativ klingende umünzen kann.

PS: klingt jetzt spitzfindig aber nebenbei bemerkt sind es auch nur 83%, nicht 85%. Darfst die selber mal ausrechnen welche Summen du da aufschlägst mit den 2%. ;) Desweiteren nicht dieses Jahr (wir haben 2009), sondern letztes. Das sind keine Details, sondern enorme Unterschiede. Ich habe echt gerätselt, wie du bereits an Zahlen für 2009 gekommen sein willst.

chriwi
07.04.2009, 12:27
Ach so. LOL. Du hast das aber schon verstanden, dass unterm Strich immer noch ein Nettogewinn von 900 Millionen am Ende von 2008 dasteht?


Wenn die Gewinne nicht über 100% einbrechen ist es logisch, dass ein Restgewinn übrig ist. Du hast außerdem meine Frage nicht beantwortet. Es ging nicht um die Gefährdung, sondern darum ob die Renditen der Versicherer gesenkt werden können um die Bilanzen zu schönen. Es mir darum das Festzustellen. Denn die Renditen der Aktionäre sinken bei einem Gewinneinbruch ganz sicher. Somit könnte ich mir das durchaus mittelfristig vorstellen. Vor allem weil die Finanzkrise noch lange nicht vorbei ist.

Bumbelbee
07.04.2009, 12:39
@ TE...

Es wäre auch schön gewesen, einen Link zu Posten in dem die Änderungen aufgelistet werden. Ich steh hier nämlich voll auf dem Schlauch.

Hier wird schon wieder nur Off Topic gepostet also kann ich mir es auch nicht anhand der Antworten ableiten um was es denn geht.

Google findet diesbezüglich auch nichts.

Mustis
07.04.2009, 12:55
Seufz. Das zu erklären würde vorraussetzen, dass du von Bilanzierung bescheid weisst und wie dort Einlagen von Kunden deklariert werden und welche gesetzlichen Bestimmungen dazu herrschen. Dass das nicht gegeben ist (und das ist nicht böse oder so gemeint) erschliesst sich aus deiner Frage. Es würde also vorraussetzen, dass man dir das alles erklärt und das sprengt meinen zeitlichen Rahmen. Daher beantworte ich dir deine Frage mal ohne das Warum. Nein, geht nicht einfach so. Die Renditen der Konzerns sind andere als die, die mit den Kundengeldern erreicht werden. Gesetzlich verankert ist, dass die Einzahlungen (minus Berarbeitungs und VErwaltunggebühren) + der gesetzliche Mindestzins (wie heisst der noch gleich?) am Ende da sein müssen, bei einer klassischen Altersvorsorge. Bzw. im Falle von Garantiezinsen/renditen eben diese. Es gibt allerdings auch Modelle, wo das so nciht abgesichert ist und der Kunde voll und ganz die Schwankungen weitergegeben bekommt. Deine Frage ist zu unpräzise um das genau zu erklären. Die Rendite des Versicherers (also die aus seinem Geld) kann durchaus sich verändern, dass hat aber weniger was mit Bilanzschönung zu tun noch sind davon Kundengelder betroffen.

@Bumblebee mal geschaut, von wann der Erstellerpost ist?

chriwi
07.04.2009, 13:03
@Mustis
Hab ich verstanden. Also der Mindsteszins muss gebracht werden der Bonus kann gekürzt werden.
Ich vermute, dass der Bonus mittelfristig sinken wird, da er wie ich irgendwo mehrfach gelesen habe nirgendwo festgelegt ist. Die Gelder sind unabhängig das ist klar, aber die Rendite wird, denke ich, in nächster Zeit auf das Mindestmaß reduziert.

Wir werden es sehen. Im Endeffekt hat es nichts mit dem Thema zu tun und passt wohl eher in das Thread Finanzkrise.

Brigitta
07.04.2009, 13:19
Zurück zum Thema hier bitte.

chriwi
29.05.2009, 09:53
http://stuttmann.de/karikaturen/kari_20090528_Verschuldet.gif
Durch das Gesetz gegen Schulden wird es auf eine Senkung der Sozialabgaben hinauslaufen.

moonwalker99
02.06.2009, 21:46
Hartz IV zwingt Arbeitslose, Arbeit um jeden Preis anzunehmen, selbst wenn es nur 3-4 Euro die Stunde sind. Deswegen sollte Hartz IV abgeschafft und die alte Regelung wieder eingeführt werden.

e-ding
02.06.2009, 22:12
@moonwalker

Ja igitt! Auch noch arbeiten müssen fürs Geld. :rolleyes
Rechne Dir doch mal die staatlichen Zuschüsse aus und berechne den Stundenlohn neu.

MFG

Paros_Hilti
02.06.2009, 23:10
3 oder 4 € Stundenlohne finde ich eine Frechheit und niemand sollte für dieses Geld arbeiten gehen. Da werden nur die Löhne zerstört und die AG können mit uns AN machen was sie wollen. Von daher ganz klares JA zum Mindestlohn. Ich bin aber auch dafür, das ein Hartz IV Empfänger arbeiten muss solange die Arbeitsstelle seiner Qualifikation entspricht und die Gesundheit es zu lässt.

chriwi
03.06.2009, 07:41
Außerdem können Studien zeigen, dass durch die Ein Euro Jobs Arbeit auf dem regulären Arbeitsmarkt vernichtet werden

http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abisz_doks/a/arbeitsmarkt_aktuell_04_09.pdf

Wozu teuer jemanden hinstellen, wenn man ihn legal auch billiger und bezuschusst durch den Staat einstellen kann. Mit einem Mindestlohn wäre das nicht mehr möglich.

Mustis
03.06.2009, 09:44
Mindestlohn zerstört genauso Arbeitsplätze. Warum teuer einstellen und die Leute nicht mehr loswerden können, wenn die Zukunft nicht länger als 2-3 Jahre absehbar ist? Dann doch lieber den bestehenden Mitarbeitern Überstunden zu muten. Mindestlohn und strenger Kündigungsschutz verträgt sich nicht. Es wird immer so getan, als müssten Unternehmen ihre Arbeit dem Volk anbieten, als hätte da jemand ein Recht drauf. Das es ein Geben und Nehmen ist, wird immer schon unter den Teppich gekehrt. Die bösen Unternehmen wollen ja immer nur mehr Geld und beuten den Arbeiter aus. Wäre schon wenn die Menschen endlich mal aus dem 19./20. Jahrhundert im 21. Jahrhundert ankommen würden....

Vorallem werden als negativ beispiel immer die Großkonzerne angegeben, als wären sie das Maß der Dinge. Die ganzen mittelständischen Unternehmen, bei denen es durchaus etwas ausmacht ob 2-3 Leute mehr oder wenig sinnlos beschäftigt sind, die werden fleissig ausgeblendet. Auch hier kommt die "Alles haben wollen" Mentalität wieder voll durch. Bloss kein Risiko, Papa Staat hat gefälligst dafür zu sorgen, dass mir nix passieren kann. eigeninitiative oder gar Eigenverantwortung? Pustekuchen...

e-ding
03.06.2009, 10:25
@chriwi

Ich halte auch nicht viel vom Kombilohnmodell, im Gegenzug allerdings auch nichts vom Mindestlohn.
Kombilöhne sind versteckte Subventionen, da gebe ich Dir recht. Subventionen, egal ob Kohlepfennig, Agrarsubeventionen, etc. halte ich für wettbewerbsverzerrend und für finanziell unsinnig. Ausnahmen bilden hier u.a. Infrastruktursubventionen.

Die Diskussion um Mindestlöhne ist etwas komplexer. Auf der einen Seite kann ich meinen Vorrednern durchaus zustimmen, wenn gesagt wird, dass ein Vollzeitarbeitnehmer grundsätzlich über ein Einkommen verfügen sollte, welches ein Leben gewährleisten sollte, dass ohne staatliche Zuschüsse auskommt.

Auf der anderen Seite ist es natürlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut unsinnig, Personalkosten im Vorfeld festzulegen. Gerade im Bereich der Geringqualifizierten können einfach keine hohen Durchschnittslöhne gezahlt werden. Das liegt unter anderem an der nationalen aber auch internationalen Arbeitsmarktkonkurrenz. Ein T-Shirt falten oder ein Handy zusammenschrauben kann auch ein Chinese oder Inder. Die klassischen Produktionsaufgaben werden größtenteils ausgelagert. Das dann vorhandene nationale Überangebot an Geringqualifizierten drückt natürlich das Lohnniveau in diesem Bereich.
Der Hebel zur Lösung des Problems ist nicht die Einführung eines Mindestlohnes sondern eine gezielte Bildungsinitiative.
Wenn ich nicht mehr kann als ein Fließbandarbeiter eines Drittweltlandes, dann wirds schwer mit hohen Löhnen.
Bin ich allerdings spezialisiert, wird auch mehr bezahlt.
Das bedeutet nicht, dass jetzt jeder Mensch in Deutschland studieren muss aber es sollten in Zukunft deutlich mehr werden. (wenn ich mir allerdings diese unsägliche Förderalismuskonferenz anschaue oder mitbekomme, dass z.T. bis zur dritten Klasse keine Noten verteilt werden, dann sehe ich schwarz aber das ist ein anderes Thema)

MFG

chriwi
03.06.2009, 13:52
Mindestlohn zerstört genauso Arbeitsplätze. Warum teuer einstellen und die Leute nicht mehr loswerden können, wenn die Zukunft nicht länger als 2-3 Jahre absehbar ist?

Warum billig einstellen? Wenn die Arbeit wirklich da ist sollte auch der Preis bezahlt werden. Für Zwischenhochs in der Auftragslage war ursprünglich mal die Leiharbeit gedacht. Diese Arbeitnehmer sollten dann aber das gleiche Geld bekommen (oder sogar mehr durch das höhere Risiko entlassen zu werden) wie ihre festangestellten Kollegen. Außerdem Mustis, wo bleibt denn das unternehmerische Risiko, wenn du vorher weiß das alles richtig oder falsch ist was du tust?


Vorallem werden als negativ beispiel immer die Großkonzerne angegeben, als wären sie das Maß der Dinge. Die ganzen mittelständischen Unternehmen, bei denen es durchaus etwas ausmacht ob 2-3 Leute mehr oder wenig sinnlos beschäftigt sind, die werden fleissig ausgeblendet.
Ich würde halt sagen, dass es die Mittelständler eben gerade nicht so sehr trifft. Dort wird wesentlich weitsichtiger geplant als in den Großkonzernen. Wieviel Euro werden dort wohl gepart wenn die Arbeitslosenversicherung um 0.3% gesenkt wird? Fast nichts. Dennoch sind sie das Maß aller Dinge. Ein Mindestlohn zerstört Arbeit im Exportbereich, das ist durchaus möglich. Er schafft aber Arbeit auf dem Binnenmarkt, da die Nettokaufkraft steigt. Somit wäre es im schlechtesten Falle ausgeglichen. Die meisten, von dir gerne angebrachten Mittelständler, arbeiten nun einmal auf dem Binnenmarkt. Die Reformen der letzten Jahre nützen ihnen herzlich wenig.


Auf der anderen Seite ist es natürlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut unsinnig, Personalkosten im Vorfeld festzulegen. Gerade im Bereich der Geringqualifizierten können einfach keine hohen Durchschnittslöhne gezahlt werden. Das liegt unter anderem an der nationalen aber auch internationalen Arbeitsmarktkonkurrenz.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht gebe ich dir absolut Recht. Aber Deutschland ist kein Betrieb sondern eine Volkswirtschaft. Somit sieht das ganze etwas anders aus. Ich gebe dir auch zum Thema Bildung recht. Allerdings ist immer zu Berücksichtigen, dass selbst wenn hier nur noch Akademiker leben würden, die Arbeitslosenquote meiner Meinung ziemlich ähnlcih aussehen würden. Ebenso die Einkommensverteilung. Denn dann wären ja zu viele Akademiker da und deren Wert würde als dann Geringqualifizierter ebenso sinken.

Mustis
03.06.2009, 17:00
"Außerdem Mustis, wo bleibt denn das unternehmerische Risiko, wenn du vorher weiß das alles richtig oder falsch ist was du tust?"
Eben weil man es nicht weiss, will man nicht auch noch vorgeschrieben bekommen, wieviel man zu zahlen hat. Wenn jemand die Arbeit für das Geld macht, was ich ihm biete, dann kann die Bezahlung so schlecht nicht sein. 1 Euro Jobs sind KEIN Beweis dafür, dass es einen Mindestlohn geben muss, sondern lediglich dafür, dass die Idee des 1 Euro Jobs nicht zu ende gedacht wurde.

Das Mittelständler weitischtiger plannen ist schlicht unsinn. Die Können genausowenig die Zukunft vorhersagen wie Großunternehmen. Solche wirtschaftlichen Einbrüche wie wir zur Zeit erleben können immer passieren und sind kaum vorhersehbar. Arbeit die heute kaum zu schaffen ist, kann morgen wieder weg sein. In diesem Sinne plannen Mittelständler dann vl vorsichtiger und stellen erstmal nicht ein, solange nicht klar ist, wie dauerhaft die aktuelle Lage ist. Weil jeder zusätzlicher Mitarbeiter richtig Kohle kostet und nicht mehr so einfach zu kündigen geht, wenn er denn erstmal die Probezeit hinter sich hat. Ebenso spielt hinzu, dass Mittelständler meist deutlich kleinere Polster haben um Notzeiten zu überstehen als Großunternehmen.

Das ein Mindestlohn eine höhere Kaufkraft garantiert ist volkswirtschaftlich gesehen Blödsinn. Bleibt die Warenmenge gleich, das im Umlauf befindliche Geld wird aber mehr, dann steigen die Preise und die "erhöhte Kaufkraft" verpufft völlig. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, dass sie marginal steigen, profitieren auch massiv die Importe, denn Luxus- und Konsumartikel (eben jene Artikel die bevorzugt erworben werden, wenn die Kaufkraft steigt) werden vornehmlich im Ausland produziert. Das also aufgrund einer möglichen Kaufkraftsteigerung bei einigen soviele Arbeitsplätze im Binnenland schafft, wie durch den Mindestlohn zerstört werden, ist absolut unmöglich. Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.

moonwalker99
04.06.2009, 00:02
@moonwalker

Ja igitt! Auch noch arbeiten müssen fürs Geld. :rolleyes
Rechne Dir doch mal die staatlichen Zuschüsse aus und berechne den Stundenlohn neu.

MFG
Der Zuschuss, der vom Staat kommt, sollte vom Unternehmer bezahlt werden, und zwar in Form höherer Löhne.

Wenn ich arbeiten gehe, dann will ich von meinem Lohn ein würdiges Leben führen können. Urlaub wäre auch nicht schlecht und vielleicht auch Geld um neue PC-Komponenten kaufen zu können. Du machst dich über die Leute lustig, die zur Annahme von solch schlecht bezahlten Jobs gezwungen sind.

chriwi
04.06.2009, 06:53
1 Euro Jobs sind KEIN Beweis dafür, dass es einen Mindestlohn geben muss, sondern lediglich dafür, dass die Idee des 1 Euro Jobs nicht zu ende gedacht wurde.

Da gebe ich dir Recht. Gibt es genug tarifgebundene Arbeitsplätze braucht man ihn nicht. Zerstört man die Tarifbindungen, wie in den letzten Jahren geschehen, kann es durchaus sinnvoll sein.

Arbeit die heute kaum zu schaffen ist, kann morgen wieder weg sein.

Dafür sind ja ursprünglich Leiharbeiter gedacht. Zeigt sich, dass die Mehrarbeit bestehen bleibt sollten diese dann fest eingestellt werden.


Das ein Mindestlohn eine höhere Kaufkraft garantiert ist volkswirtschaftlich gesehen Blödsinn. Bleibt die Warenmenge gleich, das im Umlauf befindliche Geld wird aber mehr, dann steigen die Preise und die "erhöhte Kaufkraft" verpufft völlig. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, dass sie marginal steigen, profitieren auch massiv die Importe, denn Luxus- und Konsumartikel (eben jene Artikel die bevorzugt erworben werden, wenn die Kaufkraft steigt) werden vornehmlich im Ausland produziert. Das also aufgrund einer möglichen Kaufkraftsteigerung bei einigen soviele Arbeitsplätze im Binnenland schafft, wie durch den Mindestlohn zerstört werden, ist absolut unmöglich. Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.
Natürlich wird die Warenmenge gleich bleiben, wenn mehr gekauft wird. Ist auch völlig logisch. Wozu sollte man mehr verkaufen? Wenn man die Warenproduktion nicht mehr schnell genug steigern kann tritt der Effekt auf den du beschreibst. Sind alle unsere Industrien in den letzten Jahren am Limit gelaufen? Ich sehe das eher nicht so. Die umlaufende Geldmenge ist nur ein Faktor der zur Inflation beiträgt. Schau nach Japan in den 90er Jahren. Da wurde die Geldmenge massiv angehoben und es kam zur Deflation.

Es ist auch schon komisch, dass der deutsche Binnenmarkt kaum bis gar nichts wächst. Gleichzeitig stagnieren die Löhne. Die Gewinne aus den Exportgeschäften werden nur teilweise in Deutschland reinvestiert. Ein Großteil geht an die Kapitalmärkte und ist dort in den letzten Monaten verbrannt worden. Das heißt doch, dass ein wenig Import zum Abbau dieser Derfizite gar nicht so schlecht wäre. Denn eine Ursache für die Krse liegt im massiven Handelsungleichgewicht zwischen den Staaten. In der Eurozone sieht es noch dramatischer aus, da andere Staaten dem deutschen Beispiel des Lohndumping folgen (müssen).

Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.


Nur auf den Binnemarkt zu schauen ist sicher falsch, man braucht Ressourcen aus dem Ausland und diese Technologien von uns. Aber wenn du die gesamte deutsche Wirtschaftsleistung ansiehst, liegt die Leistung aus dem Binnenbereich noch einiges über dem Exportbereich (ich denke um die 60%). Der Binnenmarkt ist im übrigen derjenige mit dem die Menschen hier im Land primär intaagieren. Wieso er nicht wichtig sein sollte verstehe ich nicht. Vor allem in Zeiten einer Wirtschaftskrise, in der der Welthandel einbricht ohne Ende.

Exportzahlen aus den USA, China, Japan und Südkorea
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/05/potemkin-economy.html
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/zwischen-hoffnung-und-irrationalitat.html

"Am Ausgang des Insolvenzverfahren soll dann die New GM stehen, eine um die Verbindlichkeiten bereinigte und mit insgesamt 50 Mrd. Dollar an US-Staatshilfen und 9,5 Mrd. Dollar an Staatshilfen aus Kanada aufgepeppte Autofirma. Das unglaubliche Volumen der US-Staatshilfen für GM muss man mal in eine Relation setzen, dass zweite Konjunkturpaket der deutschen Bundesregierung betrug 50 Mrd. Euro und diese Staathilfen sollten die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise für die gesamte deutsche Wirtschaft abfedern!"

Komisch, dass die USA das Land des Kapitalismus einen Wert auf Mindestlöhne, Konjunkturprogramme, etc. setzt um die Binnennachfrage oben zu halten und die Wirtschaft am laufen.
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/us-autoabsatze-im-mai-mit-337.html

Mustis
04.06.2009, 09:45
Komisch, dass die viel gescholtene USA auf einmal als Paradebeispiel gilt, nur weil sie etwas macht, was deiner Meinung nach richtig ist. Was du dabei völlig übersiehst ist, dass die USA sich mal wieder auf Kosten der Welt konsolidieren und Abschottungspolitik betreiben. Desweiteren stehen die Mindestlöhne in den USA im VErhältnis zu einem völlig anderen Steuer- und Abgabensystem als in Deutschland (in den USA gibt es keinen passiven Mindestlohn durch Sozailhilfen und Hartz4, wer seine wenigen Jahre Arbeitslosengeld aufgebraucht hat, bekommt nix mehr, ein ganz gravierender Unterschied zu unserem System). Die USA kann sich aufgrund ihrer Größe (sowohl wirtschaftlich als ach machtpolitisch) zudem einfach andere Dinge erlauben, als die meisten anderen Länder. Genauso wenig sind die Mindestlöhne in den USA überall gern gesehen, es gibt viele Kritiker und das trotz des unterschiedlichen Sozialsystems. Ich denke auch, dass die USA ein wesentlich sinnvolleres Konjunkturpaket vorlegen kann, denn Investitionen, die der Wirtschaft helfen zu überleben, sind in den USA eh längst überfällig. Das Stromnetz ist zum beispiel extrem marode für ein Land wie die USA und muss dringend erneuert werden. Bei vielen anderen Sachen sieht es ähnlich aus. Die USA können hier also auch recht vorteilhaft 2 Sachen miteinander verbinden. Einerseits die Wirtschaft stärken durch massive Erneuerung der Infrastruktur, die aber sowieso fällig gewesen wäre. Auch das ist ein ziemlicher Unterschied zu Deutschland. Bei uns sieht die Infrastruktur wesentlich besser aus, ergo lässt sich aus der Sanierung auh nicht so ein schönes Konjunkturpaket schnüren wie in den USA.

Der Binnenmarkt ist sicher wichtig, aber nicht so wie du ihn hier darstellst. Die Krise ist zum großen Teil außerhalb Deutschlands entstanden, da hilft es wenig, sich unseren Binnenmarkt anzuschauen. von hier kommt das Problem nicht. Die augenscheinliche Lösung wäre, die von außen einwirkenden Faktoren zu minimieren, aber genau das kann in einer globalisierten Welt nicht funktionieren. Wir sind in allen Bereichen von den Industrieen anderer Länder abhängig, sowohl als Exporteure als auch Importeure. Sinnvoll wäre es daher viel eher globale Gremien zu schaffen, damit solche Krisen möglichst nicht entstehen bzw. dass sich einzelne Länder auf Kosten der restlichen Welt nicht ihre Innenwirtschaft wieder aufbauen. Es kann nicht sein, dass in guten Zeiten die Globalisierung vorangetrieben wird (was meiner Meinung nach nichts schlechtes ist, solange es ein fairer Handel ist), in schlechten Zeiten aber der Binnenmarkt so gut es geht abgeschottet wird. Und das betrifft die USA genausowie Deutschland und große Teile Europas, wo nach wievor Schutzzölle erhoben werden und Subventiotnen zum Schutz des Binnenmarktes die globale Wirtschaft verzehren. Mindestlöhne sind für mich Verzerrung des fairen Handels, auch wenn es in diesem Falle mal eher negativ für die Binnenwirtschaft ist.

wo du übrigens siehst, dass Tarifbindungen zerstört werden ist mir völlig schleierhaft. Nachwievor haben die Tarifpartner Vertragsfreiheit, der Staat mischt sich nicht ein und die Gewerkschaften haben eine Machtbasis wie schon lange nicht mehr. Anders kann ich mir die teilweise völlig überzogenen Forderungen und sehr häufigen Streiks nicht erklären. Ganz im Gegenteil wäre der Mindestlohn ein massiver Eingriff in diese Tarifautonomie der Vertragspartner und zwar sehr zum Nachteil der Arbeitgeber. Wenn ich mir die Poltiik der letzten Jahre ansehe würde ich sogar sagen, dass die Poltik sehr Arbeitnehmer freundlich und eher Arbeitgeberfeindlich ist, oft schon deshalb, weil arbeitnehmerfreundliche Politik wesentlich besser zum Stimmenfang sich eignet.

e-ding
04.06.2009, 11:37
Der Zuschuss, der vom Staat kommt, sollte vom Unternehmer bezahlt werden, und zwar in Form höherer Löhne.



Lies bitte auch meinen Folgepost. ;)

Auch ein interessanter Ansatz:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628447,00.html

MFG

Mustis
04.06.2009, 11:53
Is eigentlich ne Frechheit, was die da abziehen. Also das Erwerbslosenforum und die Bild. Wäre es eine allgemeine Observierung wäre es was anderes. Aber da hier nur nach bereits vorliegenden SCHWEREN Mißbrauchsfällen observierungen getätigt werden ist das ganze doch recht frech. Wie sonst soll man bitte das ganze überprüfen? Was bringen einen Gesetze, deren durchsetzung ich nicht kontrollieren darf? Sorry, aber bei so Aktionen sehe ich die Leute doch nur in der Angst, dass ihre illegalen Bezüge auffliegen... Wer in der Tat zu Unrecht verdächtigt wird muss doch froh sein, dass das ganze geprüft wird. Nur wer was zu verbergen hat, kann etwas dagegen haben, dass im schweren Verdachtsfall nachgeprüft wird, inwieweit die Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind. Da die Allgemeinheit das ganze finanziert, hat sie wohl auch ein recht drauf, dass im Verdachtsfall auch geprüft werden darf.

Es wäre so ziemlich das gleiche, wenn die Polizei die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht prüfen und sanktionieren dürfte. Hier wird sogar ohne Verdacht einfach geprüft und Sünder automatisiert erfasst.

DugDanger
04.06.2009, 11:56
@ e ding

Ein Kombi Lohn Modell ist nicht das Ziel aber momentan ohne ALternativen.

Durch die Veränderten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt kam es in den letzten Jahren zu struktureller Arbeitslosigkeit (Ich denke an den Kohle Berg Bau und vor allem an die Geringqualifizierten)
Als Geringqualifizierter kann man seinen Lebensunterhalt heute kaum bestreiten, die Anforderungen an eine Arbeitskraft sind in einem Rohstoffarmen Land wie Deutschland stark gewachsen (nicht unbedingt was körperliche Anforderungen btrifft, aber eben die geistigen). Mittelfristig muss die Gesellschaft und der Staat durch Bildung und Familienpolitik dafür sorgen, dass die durchschnittliche Qualifikation der Schul - und Hochschulabsolventen steigt; kurzfristig: Kombilohn.
Einige Unternehmen werden dass System wahrscheinlich ausnutzen wobei ich mir sicher bin, dass es Auflagen gibt unter welchen ein Lohnzuschuss vom Amt gewährt wird.
"Einfach so" bekommt wohl kein Unterehmen einen Lohnzuschuss und wälzt damit die Lohnkosten auf die Steuerzahler ab - trotzdem wie bei allen Umverteilungsmasnahmen (ARbeitslosengeld usw...) gibt es auch hier Missbrauchsfälle; sowas muss geahndet werden, ändert aber nichts an der Richtigkeit des Systems.
Viele Unternehmen werden im Zuge des Kombilohnmodells JObs schaffen, die es sonst gar nicht geben würde - dies bedeutete dann 100 % Bezuschussung vom Staat.

OMaOle
04.06.2009, 12:02
"Einfach so" bekommt wohl kein Unterehmen einen Lohnzuschuss und wälzt damit die Lohnkosten auf die Steuerzahler ab - trotzdem wie bei allen Umverteilungsmasnahmen (ARbeitslosengeld usw...) gibt es auch hier Missbrauchsfälle; sowas muss geahndet werden, ändert aber nichts an der Richtigkeit des Systems.

Oh Du würdest staunen wenn Du wüsstest wie einfach das ist, wenn man an der richtigen Stelle sitzt, bzw. die richtigen Leute kennt.

Aber mal davon abgesehen heißt das nun das die HartzIV Regelungen so bleiben sollen weil man ja den Kombilohn hat und damit eine "Flut" neuer Arbeitsplätze oder sollte doch nachgebessert werden?

DugDanger
04.06.2009, 12:13
^^ Ich habe mich nur zur Lohnbezuschussung geäußert.

Die anderen Reformen kann man natürlich auch kritisch betrachten, wobei ich mich nicht bei jedem einzelnen Punkt der Hartz Reformen so genau auskenne (viele andere hier sind mit ihren Beurteilungen ja immer sehr schnell und Zielsicher "alles falsch" "alles schleht" "erzeugt nur Armut" usw...)

Ein weiterer Punkt war ja die Verkürzung der Bezugsdauer von ALOGeld 1. Klar, man kann sagen "wieso zahlt man nicht länger mehr Geld für die Arbeitslosigkeit"
Auf der anderen Seite Erhöht eine geringere Lohnfortzahlung im Fal der Arbeitslosigkeitden Druck um möglichst schnell wieder einen Job zu finden - auch wenns erst mal nicht der Traumberuf ist. Die 1 € Jobs gehören wieder abgeschafft - es handelt sich nur um ca. 200.000, aber alleine wegen der Signalwirkung gehören sie abgeschafft. Der Grundgedanke, dass Arbeitslose etwas für die Stütze tun sollten ist aber richtig.
Hat also alles vor und Nachteile - bei der Abwägung wäre ich vorsichtig - wieviele Jobs haben die Hartz Reformen geschaffen? Wieviele davon sind gut bezahlt? Wieviele sind schlecht bezahlt? Vermitteln die Zeitarbeitsfirmen wirklich nur "schlechte" Jobs zu Dumpinglöhnen?
All diese Fragen muss man beantworten können wenn man sich ein Endgültiges Urteil erlauben will.

e-ding
04.06.2009, 12:40
@ e ding

Viele Unternehmen werden im Zuge des Kombilohnmodells JObs schaffen, die es sonst gar nicht geben würde - dies bedeutete dann 100 % Bezuschussung vom Staat.

Ja, und genau hierbei habe ich schmerzen. Wenn es bestimmte Jobs unter den gegebenen Marktbedingungen nicht gibt, benötigt man sie auch nicht. Wenn ich ein Produkt nur produzieren und verkaufen kann und nur dann Arbeitsplätze schaffe, wenn der Staat unterstützt, bringt es nichts.

Ich befürchte einfach, dass der Kombilohn nicht nur eine Zwischenlösung ist, sondern ein sich strukturell verankerndes Arbeitskonstrukt, welches im Niedriglohnsektor usus wird.

Ich sehe das Problem des mittelfristig kleiner werdenden Arbeitsmarktes für Geringqualifizierte. Im Gegenzug sehe ich allerdings keinen ernstgemeinten Versuch, dies durch eine offensive Bildungspolitik, die auf eine Anhebung des Bildungsniveaus ausgerichtet ist, zu kompensieren. Eher das Gegenteil, ist der Fall.

Daher wird m.E. die Zahl der geringqualifizierten Arbeitnehmer, die auf einen Kombilohn angewiesen sind, zunehmen. Ist nur blöd, dass unser gesamtes Sozialsystem eben auf Erwerbsarbeit beruht.......!

MFG

DugDanger
04.06.2009, 12:44
selbst wenn die Bildungsoffensive kommt, was macht man mit der aktuellen "Geringqualifizierten - Generation"?

Grundsätzlich hast du mit "Wenn es bestimmte Jobs unter den gegebenen Marktbedingungen nicht gibt, benötigt man sie auch nicht" natürlich recht, aber es stehen halt immer noch Arbeitslose Menschen hinter diesen nicht benötigten Arbeitsplätzen; Menschen, welche den steuerzahler während ihrer Arbeitslosigkeit viel Geld kosten.

chriwi
04.06.2009, 15:20
@Mustis
1. Die Stärkung der Binnennachfrage heißt nicht automatisch, dass du dich vom Weltmarkt abkoppelt. Was passiert denn deiner Meinung nach mit den Exportüberschüssen der BRD?

Wenn ich mir die Poltiik der letzten Jahre ansehe würde ich sogar sagen, dass die Poltik sehr Arbeitnehmer freundlich und eher Arbeitgeberfeindlich ist, oft schon deshalb, weil arbeitnehmerfreundliche Politik wesentlich besser zum Stimmenfang sich eignet.

Da Frage ich mich persönlich in welcher Welt du lebst.


Es wäre so ziemlich das gleiche, wenn die Polizei die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht prüfen und sanktionieren dürfte. Hier wird sogar ohne Verdacht einfach geprüft und Sünder automatisiert erfasst.

Was mich an der ganzen Geschichte ehrlich gesagt mehr wundert ist folgendes. Für die Verfolgung von ein paar tausend Euro im Jahr ist Geld da, bei der Verfolung von Steuersündern nicht. Beide kosten den Staat Geld. Beide Gruppen kriegen im Endeffekt Leistungen die ihnen nicht zustehen.

DugDanger
04.06.2009, 15:40
^^ wolltest du zu meinem Zitat noch etwas sagen?

Mustis
04.06.2009, 15:56
Dann bring dochmal argumente, was denn angeblich so Tarifzerstörend in unserem Land ist? Wo mischt sich die Politik denn bitte in die Tarifautonomie ein? Oo

Steuersünder bekommen überhaupt keine Leistungen, sondern kommen ihren Pflichten nicht nach. Das ist schonmal der erste Punkt wo dein vergleich absolut hinkt. der 2. Punkt ist, dass sehr wohl steuerfahndung usw. betrieben wird oder meinst du die Zöllner an den Grenzen machen ihre Schleierfahndungen aus Jux und Tollerei? Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Gegenfrage: Was meinst du, passiert mit den Binnenüberschüssen? Glaubst du allen ernstes der landet vornehmlich in der Binnenwirtschaft? Dir scheint ja noch nicht mal klar zu sein, warum ein großer Exportüberhang auf Dauer sehr schädlich für die Wirtschaft ist. Oder hört der soziale und faire Gedanke mal wieder an der deutschen Grenze auf?

chriwi
05.06.2009, 10:18
Dann bring dochmal argumente, was denn angeblich so Tarifzerstörend in unserem Land ist? Wo mischt sich die Politik denn bitte in die Tarifautonomie ein? Oo


Starke Förderung der Leiharbeitsbranche (laut EU Gesetz sollten diese Arbeitnehmer für die gleiche Arbeit identisch bezahlt werden), ein Euro Jobs
Die aktuelle Politik gibt genug Möglichkeiten, dass genug Firmen sich aus den Tarifverträgen verabschieden. Schlecker macht es aktuell vor. Entlässt die Leute und stellt sie über neue Leihverträge wieder ein.

Steuersünder bekommen überhaupt keine Leistungen, sondern kommen ihren Pflichten nicht nach. Das ist schonmal der erste Punkt wo dein vergleich absolut hinkt.

Sie fahren also über keine Straßen? Sie nehmen nicht die Rechtssicherheit in diesem Land war?
Das sie kein Geld kriegen vom Staat heißt noch lange nicht, dass sie keine Leistungen beziehen.
Sicher gibt es eine Steuerfahndung. Aber wenn ich lese, dass Unternehmen je nach Größe zwischen 10-40 Jahre mal geprüft werden im Schnitt. Dann läd das doch geradzu ein zu tricksen oder etwa nicht?

Könntest du deine Aussage
Wenn ich mir die Poltiik der letzten Jahre ansehe würde ich sogar sagen, dass die Poltik sehr Arbeitnehmer freundlich und eher Arbeitgeberfeindlich ist, oft schon deshalb, weil arbeitnehmerfreundliche Politik wesentlich besser zum Stimmenfang sich eignet.
belegen? Ich lese gerne andere Standpunkte.

Einkommensverteilung und soziale Absicherung - Deutschland mit Defizit
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-626765,00.html

Mustis
05.06.2009, 10:51
Das Ein Euro Jobs überarbeitungswürdig sind, haben wir doch nun festgestellt oder? Sie sind dennoch kein Beweis dafür, dass hier tarifzerstörend regiert wird. Ebensowenig die Leiharbeit. das ist nicht tarifzerstörend bzw. nciht die Absicht dahinter. Hier muss nachgebessert werden, denn die Praxis hat gezeigt, dass Lücken vorhanden sind. Das ist ohne Frage richtig. von gzieltem Abbau der Tarife kann aber gewiss nicht die Rede sein. Das implizierst du hier aber. Auch ist sind ein oder 2 Negativbeispiele nicht der Untergang aller Tarife. Wie ich bereits schrieb, haben die Gerwerkschaften eine MAchtbasis in diesem Land, die teilweise schon ins negative auswächst, wenn man sich die teils völlig realitätsfernen Forderungen anschaut. Klar, ich hätte auch gerne immer mehr und mehr. Aber ich denke es gehört auch zu den Aufgaben einer Gewerkschaft, die berechtigten Forderungen im Verhältnis zu sehen und realitätsnah umzusetzen.

Diese Leistungen nehmen sie natürlich in Anspruch. Da wir hier aber von direkten Ansprüchen sprachen und zudem von Ansprüchen, die einem nicht zustehen, bezog sich der Kommentar natürlich darauf. Wo hast du denn die Info her, dass Unternehmen nur alle 10-40 Jahre (ist natürlich auch ein ganz präziser Zeitraum...)? 10 Jahre halte ich noch für vertretbar, 40 erscheinen mir völlig unrealistisch. Solange besteht manche Firma ja nichtmal. Aber so zahlen klinnen natürlich toll und sind schnell in den Raum geworfen. Aber auch hier wieder: Wir sprachen von Privatpersonen und du schwenkst auf einmal auf Firmen. Wieso? Gehn dir so schnell die Argumente aus, dass du mal prompt die Basis verzerrst, über die wir sprachen? Nicht nur, dass bei Firmen ein völlig anderes Steuersystem zum tragen kommt als bei Privatpersonen, nein, auch die Möglichkeiten des Betruges sind hier ganz anders, ja sogar strafrechtlich ganz anders gehandhabt. Ganz ehrlich, wenn diese Springerei kein Ende nimmt, sehe ich keinen Diskussionsbedarf mehr. Wer solche Vergleiche bringt zeigt meiner Meinung nach nur, dass er entweder nciht genau weiss wovon er spricht oder er ansonsten keine Argumente mehr hat.

Wo habe ich gesagt, dass wir immer ein Exportplus haben wollen? oO Das genau Gegenteil fordere ich! Export und Import MÜSSEN gleichwertig sein, damit in einer globalisierten Welt ein fairer Handel möglich ist. Den Export bedeutet Geld aus dem Ausland fliesst nach Deutschland. Ein permanentes Exportplus muss als zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass andere Länder permanent mit GEldabflüssen zu kämpfen haben. Entweder verstehst du mich hier massiv falsch oder dir mangelt es hier an Verständnis was wirtschaftliche Kreisläufe und internationale Geldflüsse anbelangt. Ich schrieb bereits einmal, dass Binnenüberschüsse vornehmlich in Luxus- und Konsumgüter investiert werden. Diese beziehen wir größtenteils aus dem Ausland. Es werden also nur geringfügig Arbeitsplätze im Inneren damit geschaffen. Solange wir so kräftig exportieren wie bisher ist es aber zumindest für den globalen Handel vorteilhaft, da hierdurch die Importe steigen und somit der Außenhandel ausgeglichener wird.

e-ding
05.06.2009, 14:44
selbst wenn die Bildungsoffensive kommt, was macht man mit der aktuellen "Geringqualifizierten - Generation"?


Kastrieren und Sterilisieren! :freak

Ernsthaft; dafür habe ich keine Patentlösung. Oberflächlich betrachtet sind Kombilöhne natürlich besser als Hartz IV. Kurzfristig betrachtet kompensieren die Vorteile dieser Lösung die Nachteile. Wenn wir jetzt allerdings in anderen zeitlichen Größenordnungen denken, dann wird klar, dass dieses Modell nicht ewig funktionieren kann.

Möglich wäre es nur, wenn sich der Arbeitsmarkt weder qualitativ noch quantitativ verändert. Dann wäre ein gewisser Anteil an Kombilohnarbeitsplätzen durchgehend finanzierbar.

Da sich der Arbeitsmarkt aber dynamisch verhält und gerade die qualitativen Anforderungen wachsen, ist im Gegenzug immer weniger Platz für Geringqualifizierte. Das kann dann nicht mehr aufgefangen werden. Weder durch das soziale Netz, noch durch Subventions-Gehaltsmodelle.


MFG

Odium
08.06.2009, 04:44
Ja, das denke ich auch. Wir brauchen ja nur kurz zurückschauen: Seit wann benötigt man professionelle, langjährige Bildung, um einen Arbeitsplatz ausführen zu können? Maximal 200 Jahre. Und jetzt ist dieses Prinzip in Deutschland richtig in Fahrt gekommen. Um einen Job zu bekommen, der als einigermaßen krisensicher gelten kann, muss man wenigstens zwölf Jahre Bildung auf dem Buckel haben (10 Jahre Schule + 2/3 Jahre Ausbildung). Im Extremfall auch ca. 21 Jahre, wenn es ein Doktortitel sein soll. Kein Wunder also, dass jetzt Abitur in 12 Jahren geschafft werden und das Bachelorsystem Studenten schneller in die Wirtschaft bringen soll.

Wie auch immer. Es werden immer Leute hinten runterfallen, die nicht arbeiten können oder wollen. Doch noch nie gab es zwischen Arbeitslosigkeit und Bildung eine so hohe Korrelation wie heute. Und das wird noch viel stärker, denn Humankapital ist bald das einzige, was Deutschland an Ressourcen hat.

Ich hab da noch so eine kleine Theorie, dass die gesamte Intelligenz der Menschen statistisch immer gleich bleibt, während die Anforderungen im Berufsleben kontinuierlich steigen ... aber das würde jetzt wohl zu weit abweichen.

Damit das ganze doch nicht allzu Offtopic ist, ein kleiner Auszug aus einem Fall aus meiner Familie. Diejenige zählt zu den oben erwähnten Geringqualifizierten (ist halt ein netter Ausdruck dafür, dass sie einfach strohdoof ist) und hat bis 2006 als Verkäuferin in einem kleinen Geschäft gearbeitet. Dann kam die Arbeitslosigkeit und nachdem sie begriffen hat, wie man das System aushebelt und mit der Verwaltung klarkommt, hat sie ihre Ruhe. Aus Gesprächen mit ihr geht ganz klar hervor, dass Arbeit für sie inzwischen völlig indiskutabel ist. Feingefühl braucht sie dabei, wie man sich als Langzeitarbeitslose gegenüber Verwandten rechtfertigt, wenn die Kindererziehung abgeschlossen ist und das nicht mehr als Begründung zählt.
In erster Linie ist das eine offensive Haltung gegenüber dem Amt, dass sie keine Arbeit für sie finden und deren menschenfeindliche Behandlung. Dann folgt die stets schlechte wirtschaftliche Lage und zuletzt ein Verweis auf Immobilität: Man kann (oder will?) doch nicht einen Job annehmen, der so weit weg ist.

Das soll jetzt keine Schelte gegen Abzocker sein, aber eines ist mir inzwischen klar geworden. Es ist auf den ersten Blick eine Win-Win-Win-Situation: Der Arbeitslose braucht keine Angst vor Hunger oder Kälte zu haben und kann sich darauf verlassen, dass für alles gesorgt ist. Die Agentur selbst sieht gar nicht ein, diesen Leute Arbeit zu besorgen (es werden zum großten Teil eh nur noch geringqual. Jobs darüber vermittelt) und konzentriert auf eine effektive Verwaltung - und das kann sie schließlich viel besser, als zwei Parteien zu vermitteln, die das auch gut ohne sie könnten. Zuletzt ist da noch die arbeitende Bevölkerung, die in Frieden schlafen kann, weil soziale Ruhe herrscht.

In meinen Augen ist der Druck auf Arbeitslose zur Zeit niedrig, verglichen mit dem, was andere Länder da fordern. Natürlich soll jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm Arbeit ist und ob er umziehen mag, Freundeskreise aufgeben, Kinder der Arbeit vorziehen oder statt eines Jobs lieber Freizeit macht will. Das ist jedoch ein Tabuthema, man darf in Deutschland einfach nicht sagen, das man nicht arbeiten möchte. Das liegt daran, dass diese Menschen dann gleichzeitig fast immer auf unser Solidarsystem zurückgreifen müssen und wer nimmt eine so teure Arbeitslosenversicherung schon gerne hin, wenn der arbeitslose Nachbar vom Planschpool aus zuwinkt?

Das größte Problem ist, dass man oft nicht erkennen kann, ob jemand nicht genügend Hirn hat, um seine eigene Bildung aufzupeppen oder ihm schlicht die Lust und der Ehrgeiz dazu fehlt. Im ersten Fall sollten wir barmherzig sein und diese Leute bis zu einem gewissen Punkt weiterhin unterstützen, auch wenn der Arbeitsmarkt keine Verwendung für sie hat. Doch was tut man mit Menschen, die enorme Energien entwickeln, ein möglichst einfaches und bescheides Leben auf Kosten der Leistungsträger zu führen?

Mustis
08.06.2009, 09:56
Wenn du Dummheit als Ausrede zählen lässt hast du ein Riesenproblem. Dumm stellen kann sich nämlich jeder. Eine Differenzierung ist hier nicht möglich, bzw. ist der Aufwand so hoch, dass es in diesem Umfang nicht dürchführbar ist. Deswegen wäre es absolut falsch, soetwas wie Dummheit als Ausrede zu aktzeptieren. Auch der dümmste Mensch kann trainieren und üben und damit ein Bildungslevel erreichen, mit dem er arbeiten kann.

Und bei so etwas wie deinem Beispiel kocht mir die Galle hoch.Man sollte solchen Menschen mal klar machen, dass sie die ersten wären, die im Dreck verrecken, wenn die Gesellschaft so eine Faulheit und einen solchen Egoismus an den Tag legt wie sie. Das Argument, dass das System das zulässt, zählt für mich erstmal nicht, denn ein absolut lückenloses System wird es nicht geben und am Ende trifft es soweiso die, für die das soziale Netz eigentlich da ist, wenn das ganze verschärft wird. Und das ist es, was mich an solchen Menschen am meisten ankotzt. Sie machen einen auf sozial und bedürftig und nehmen letztenendes Leistungen für andere weg, die es wirklich bräuchten. Das ist im höchsten Maße asozial und unmoralisch. Daher begrüße ich auch Änderungen wie die geplante Observierung von Leistungsbezüglern im Verdachtsfall.

Wenn diese Entiwcklung in DE jedenfalls so weiterläuft, bin ich mal egoistisch und entziehe mich dem System durch Auswanderung, was zunehmend der Fall ist. Soll dieses Pack mal zusehen wie sie zurecht kommen, wenn die anderen auch infach mal egoistisch denken und nicht mehr bereit sind, Faulheit zu belohnen.

barista
08.06.2009, 13:48
Selten eine so gnadenlos ausgedrückte Meinung. Dummheit soll nicht gelten. Krankheit wahrscheinlich auch nicht. Besonders die psychischen Erkrankungen sind der Täuschung extrem verdächtig. Was kommt noch? Ah, die Behinderten! Wozu sollen sie gut sein? Durchfuttern und mit Tausenden von Betreuern mind. 16 Stunden am Tag begleiten. Dass die Industrie und die Wirtschaft mit immer weniger Arbeitskräfte zurechtkommt, soll auch nicht gelten: Die Leute sollen 3-4-5 Mal im Leben umschulen, um sich der Berufe anzupassen. Und dabei keine Angst haben, wieder von vorne anzufangen, das macht erst richtig krank. Wenn das nicht mehr geht, sich ruhig verabschieden und von sich nichts mehr hören lassen. In BRD sind bereits geschätzte 6-700 000, die bei der AA & ARGE sich gar nicht melden. In den US sind es etwa 10 Mil. die irgendwie in Slums, Wälder und unter Brücken ihre Existenz fristen. Ob sie die moralische Zweifel an ihrem Schicksal gepackt hat oder die Art und Weise, wie sie als Faulenzer und Unwillige betrachtet werden? Dass die Wirtschaft Jobs schafft - das ist gewesen. Jetzt heißt es, sei kreativ und denke dir einen Job aus. Davon kannst du nicht leben, also versuch erst gar nicht. Hauptsache etwas tun. Kein Wunder, dass aus dem Blickwinkel in BRD Sozialismus Einzug gehalten hat und Obama ein Kommunist ist. Ideologischer Krieg wie es im Buche steht. Die Verlierer sind mal wieder schuld an der Misere.

DugDanger
08.06.2009, 13:59
Mustis sagte,dass eben genau die wirklich bedürftigen (kranke und behinderte) die leidtragenden sind,wenn sich die arbeitsfähige Bevölkerung nen faulen macht und, wie in odiums Beispiel, ungerechtfertigter Weise abkassiert.

Odium
08.06.2009, 14:14
Wenn du Dummheit als Ausrede zählen lässt hast du ein Riesenproblem. Dumm stellen kann sich nämlich jeder. Eine Differenzierung ist hier nicht möglich, bzw. ist der Aufwand so hoch, dass es in diesem Umfang nicht dürchführbar ist.
Ja, aber was will man denn machen? Es ist nicht das Jahr 1960, es kommt nicht darauf an, ob man zupacken kann oder nicht, sondern ob die Qualifikation stimmt. Und wir sehen doch jetzt schon, wie Eltern damit umgehen. Nachhilfeunterricht für angehende Abiturienten hat Hochkonjunktur, die Hauptschule nur noch die Sammelstelle für all jene, die es nicht schaffen werden und die sich darauf einstellen, sich an unser Sozialsystem zu koppeln.

Es ist halt ein schleichendes Problem, was da auf uns zurollt. Ich habe ja auch in diesem Thread (http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=6139364&postcount=1)gepostet, und sie meint, dass eine Ausbildung schon 'Platin' wert ist. Es gibt heute eine Menge junge Leute, die froh sind, dass sie eine Ausbildung beenden können - und für diese Leute ist dann Ende der Fahnenstange. Wenn die sich nicht für eine Weiterbildung entscheiden, sind das die neuen Geringqualifizierten in 30 Jahren, wenn das mit dem Trend so weitergeht.

e-ding
08.06.2009, 14:16
@barista

Hartz IV-Empfänger sind keine homogene Masse. Nicht alle Hartz IV-Empfänger werden "vor Angst, keinen Job mehr zu finden" krank und leben im Elend. :rolleyes

Natürlich muss aufgrund von Bedürftigkeit selektiert und kontrolliert werden. "Dummheit" ist kein Indikator für Bedürftigkeit.

Die Menschen, die keine Unterstützung beantragen, haben sich übrigens freiwillig dazu entschlossen, dieses Angebot nicht anzunehmen. So what?

Den Arbeitsmarkt bewertest Du auch zu pauschal. Lies mal ein paar vorhergehende Posts, die sich ganau damit beschäftigen.

MFG

Mustis
08.06.2009, 14:56
barista, bissi mehr Polemik und wir kommen sicher weiter. Von Krankheit usw. war NIE die Rede. Steht völlig außen vor. Zumal man hier auch recht objektiv nachprüfen kann ob die Krankheit tatsächlich vorhanden ist oder nur vorgetäuscht wird. Wie aber bitte will man "Dummheit" objektiv feststellen? Dumm kann sich auch der intelligenteste Menschen stellen. Und nur darum ging es. Denn ganz offensichtlich is die Dame aus Odiums Beispiel immerhin so intelligent ein doch recht ausgeklügeltes System zu durchschauen und seine Schwächen auszunutzen. Würde sie diese Energie andersweitig und weniger "kriminell" einsetzen, könnte sie damit mit gewissheit Geld verdienen. Und einzig und allein darum ging es. Denn solche Menschen machen das soziale Netz kaputt und das trifft dann eben besonders jene, für die es da sein sollte. Darüber reg ich mich auf, denn auch ich kenne solche Menschen, die sich dann rotzfrech als Linke, Soziale oder sonstwie poltisch einordnern bzw. sich selber so einschätzen. Wenn das mal keine Doppelmoral ist... und ich seh das nicht als Systemfehler (ein lückenloses System wird es nicht geben) sondern das ist für mich eine Mentalitätsfrage. Hier wird der leichteste Weg gewählt, persönlich begründet man es sich gerne damit, dass es die anderen ja eh haben usw. Die Argumente kommen oft genug hier auch im forum immer wieder hoch.

Bezeichnend finde ich es dennoch, wie du reagierst und wen du als VErursacher und Verlierer darstellst. die wirklichen Verlierer sind nämlich die, für die das Netz da ist, KRanke, Behinderte usw. und nicht PErsonen wie aus Odiums Beispiel, die für dich aber offensichtlich ein und das selbe sind...

bitfunker
08.06.2009, 14:57
Auch der dümmste Mensch kann trainieren und üben und damit ein Bildungslevel erreichen, mit dem er arbeiten kann.Nicht wirklich. :(

Auch wenn du gerade eben noich erklärt hat, was du damit meinst, finde ich den Satz unangemessen und diskriminierend.

Brigitta
08.06.2009, 15:51
Als Bezeichnend für die gesellschaftliche Situation und die Diskussion hier sehe ich, dass eine völlig einseitige, subjektive, unprüfbare und unvollständige verwandschaftliche Beurteilung des Verhaltens einer Person durch einen Diskutanten als Basis für den weiteren Diskussionsfluss genommen wird. Völlig untauglich für ernst zu nehmende Argumente.

Mustis
08.06.2009, 17:18
Mal davon abgesehen, dass Beispiele durchaus üblich sind, ist anhand dieses Beispiels keineswegs eine allgemeine Berwertung über die Gesellschaft abgegeben worden. Diese Einstellung gibt es in der Gesellschaft, genauso wie es andere Einstellungen zu dem Thema gibt. Darüber kann und muss man diskutierenm (können) ohne das es absolut untauglich abgestempelt wird, weil es nicht die gesamte Gesellschaft betrifft bzw. wird es als solche einfach hingestellt. Das würgt die Diskussion lediglich ab, was einer bestimmten Interessengruppe in die Hände spielt. Es wird zu dem Thema NIE eine aussagekräftige Statistik geben, weil wohl kaum ein Bezugler zugeben wird an offizieller Stelle, dass er eigentlich arbeiten könnte. Daher wird man sich mit Beispielen zufrieden geben müssen. Ich möchte die entsprechende Dame auch nicht direkt verurteilen, da ich nicht prüfen kann, ob Odiums Darstellung korrekt ist. Das da ein großes "Wenn dem so ist" davor steht ist doch wohl selbstverständlich. Das ändert doch nix daran, dass es solche Fälle gibt und das so selten nicht ist. Letztenendes war und bleibt die Quintessenz, dass "Dummheit" wohl kaum ein geeigneter Faktor sein kann, der als Begründung für die Bezüge von Sozialleistung allein sein kann.

Daher sehe ich diese Bemerkung als genauso unsachlich und überflüssig an. Ich denk mir den restlichen Teil einfach mal....

chriwi
09.06.2009, 08:18
Aber ich denke es gehört auch zu den Aufgaben einer Gewerkschaft, die berechtigten Forderungen im Verhältnis zu sehen und realitätsnah umzusetzen.

Wenn die Gewerkschaften so stark wären wie du behauptest, dann dürften die Eikommensunterschiede nicht so stark sein oder?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-626765,00.html

Die 10-40 Jahre habe ich aus einer Statistik ich denke die war vom statistischen Bundesamt. Einfach mal suchen. Die starke Streuung liegt daran, dass sich die Statistik auf Gesamtdeutschland bezog. Das ich auf Firmen umschwenke tut mir leid, aber auch dort wird genug hinterzogen und zu wenig geprüft. Bei Privatpersonen habe ich leider keine Prüfungsstatistik gefunden. Wenn Steinbrück meint das 100 Mrd. hinterzogen werden weiß ich nicht ob es stimmt. Aber wenn es ein viertel ist entspricht dies der Summe, welche in den letzten Jahren im Haushalt gefehlt hatte. Du meinst nicht, dass man diese durch mehr und bessere Prüfungen zumindest teilweise bekommen könnte?

http://bazonline.ch/ausland/europa/Steinbrueck-Jaehrlich-100-Milliarden-am-Fiskus-vorbei/story/13735048

Wer solche Vergleiche bringt zeigt meiner Meinung nach nur, dass er entweder nciht genau weiss wovon er spricht oder er ansonsten keine Argumente mehr hat.

Wo immer noch deine Aussage zu den unglaublichen arbeitnehmerfördernden Gesetzen der letzt enfehlt.


Wo habe ich gesagt, dass wir immer ein Exportplus haben wollen? oO Das genau Gegenteil fordere ich! Export und Import MÜSSEN gleichwertig sein, damit in einer globalisierten Welt ein fairer Handel möglich ist.
Dann habe ich dich massiv falsch verstanden. Denn du forderst dennoch die weitere Senkung der Lohnkosten und Unternehmenssteuern. Das senkt massiv die Preise für den Export. Wie soll es denn dann eine ausgeglichene Bilanz geben? Das geht nur wenn die anderen Staaten ebenfalls Lohndumping betreiben, oder nicht?

Ideologischer Krieg wie es im Buche steht. Die Verlierer sind mal wieder schuld an der Misere.
So viel zum Thema Sozialstaat. Niemand würde bei seiner Großmutter fragen ob es noch Sinn macht ihr mit 90 Jahren etwas zu essen zu geben. Macht man es nicht gilt man als unsozial. Bei Bedürftigen innerhalb der Gesellschaft wird gleich unterstellt, dass sie alle faul seien. Das es schwarze Schafe gibt will ich nicht ausschließen, auch nicht das es Kontrollen geben muss (mit Augenmaß), aber pPauschalisierungen sind an der Tagesordung.

Gleichzeitig und das ist für mich eigentlich das schlimme, verschenken die gleichen Leute Milliarden an Unternehmen und Banken.
Bei der HRE gab es nichts für die ersten 35Mrd. Euro
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,628802,00.html
Wie kann so etwas sein? Wir können uns keine Rente und kein Sozialsystem mehr leisten. Ein marodes, überdimensioniertes und viel zu teueres Finanzsystem schon. Wo bleiben da die Umstrukturierungen, Effizienzsteigerungen und Reformen?

Mustis
09.06.2009, 10:05
@Chriwi

Was haben starke Lohnunterschiede und Gewerkschaften für eine direkte Korrelation? Meiner Meinung nach gar keine. Die Gewerkschaft ist nich dafür da, Reiche zu enteignen oder den Gerwerkschaftsmitgliedern Löhne von Reichen zu verschaffen. genau das meinte ich mit Realitätsnah. Ein Facharbeiter verdient nunmal nicht das selbe Geld wie ein Manager oder Unternehmer und das ist gut so! Gleichheit bedeutet nicht zwangsläufig fair. Das muss doch irgendwann mal in den Köpfen ankommen. Nichts destotrotz verdienen Fachkräfte in DE sehr gut. Gewerkschaftsmitglieder verdienen im Schnitt deutlich besser als Nichtgewerkschaftler. Auch im internationalen Vergleich verdienen unsere Fachkräfte sehr gut. Das es in DE ein paar mehr Reiche gibt als beispielsweise in Schweden sagt absolut NICHTS darüber aus, wie das Lohnverhältnis der Fachkräfte ist. Ich weiss danach lediglich, dass in Schweden die Einkommen gleicher sind, nicht aber warum und weshalb. Das kann sehr viele Faktoren haben, sowohl geschichtliche wie geografische als auch schlicht im System bedingt, dass die Schweden sich aufgrund ihrer völlig anderen Einwohnerzahlen leisten können. Deine Beispiele sind alles deutlich kleinere Staaten als Deutschland und somit nur bedingt vergleichbar. Schon allein deswegen nicht, weil in solchen kleinen Ländern auch deutlich weniger Großindustrien und Großkonzerne mit ihren entsprechend gut bezahlten Führungskräften gibt, die in solchen Statistiken die Schere auseinander treiben. Statistiken allein nützen gar nix, wenn man sie nicht im Kontext betrachtet und versteht, welche Zahlen darin dargestellt werden und wie sie zustande kommen.

Wie du eine gesamtdeutsche Statistik gefunden haben willst, die nachweist, dass die Unternehmen nur alle 10-40 Jahre kontrolliert werden und du dich nicht im selben Augenblick fragen kannst wie das dann eigenlich mit der Wiedervereinigung usw. gemacht wurde, wundert mich dann doch etwas. Ich glaube nicht, dass westdeutsche Ämter Einblick in ostdeutsche Unternehmensprüfungen gehabt haben. Oder wenn die Zahlen einfach so in diese Statistik integriert wurden, dass in Ostdeutschland ein völlig anderes System herrschte, dass ganz anders mit solchen Sachen umging. Also kann die Statistik nur eine Aussagekraft ab 1990 ca. haben und dann können Unternehmen nicht nur alle 40 Jahre untersucht worden sein oder sie ist aufgrund der geschichtlichen Ereignisse um 1990 verzerrt.

Wenn wir in DE Lohnnebenkosten (ich gehe mal davon aus, dass du diese meinst) und Unternehmenssteuern senken, kommt das genauso dem Binnenmarkt zugute und nicht nur dem Export. Davon abgesehen kann man dann mit Sicherheit och nicht von Lohndumping sprechen, da unsere Steuern und vorallem Lohnnebenkosten überdurchschnittlich sind und wir trotz einer Senkung noch lange nicht bei Lohndumping ankommen (nebenbei bemerkt, warum ist es Lohndumping, wenn man die Lohnnebenkosten senkt?)

Was hier pauschalisiert wird, ist die Tatsache, dass man prinzipiell ALLE Bedürftigen meint, wenn man explizit die Problematik der unberechtigten Bezugler anspricht. Selbst wenn man direkt davon spricht, dass die wirklichen Bedürftigen durch dieses Ausnutzen die Verlierer sind, wird man hingestellt, als wolle man sämtliche soziale Zuwendungen abschaffen. Da werden aufeinmal pflegebedürftige Ältere in den Raum geworfen obwohl man von gesunden, jungen Menschen spricht, die ohne weiteres arbeiten könnten. Wirklich NIEMAND hat hier je gesagt, dass alle Bedürftigen in DE per se faul seien. Das ist reine Unterstellungen und wurde so nie gesagt. Da hilft dann auch der nachfolgende Satz mit den Schwarzen Schafen nicht. Denn nur auf diese bezog beispielsweise ich mich, also ist der ganze vorrangegange Absatz überflüssig, denn darüber wurde hier nie gesprochen. Keiner will hier das soziale NEtz abschaffen.

Genauso der letzte Absatz. Mal davon abgesehen, dass das eine mit dem anderen nix zu tun hat (auch wenn immer wieder diese schwachsinnige Frage gestellt wird, die sich bei näherer Betrachtung aber als völlig haltlos erweist), wo stand jemals, dass wir uns kein Renten- oder Sozialsystem mehr leisten können? Warum ist nur das Finanzsystem marode, überdimensioniert und viel zu teuer und nicht das Sozial-und Rentensystem, dass aus einer Zeit stammt, in der die Bevölkerung eine völlig andere Demografiestruktur aufwies? Wo bleiben denn hier die Umstrukturierungen, Effizienssteigerungen und Reformen, die hier genauso notwendig sind wie im Finanzsystem? Ich würde sagen sie sind da, nur kann man solche Systeme nicht einfach mal eben umkrempeln und völlig neu machen. Zudem werden gute Ansätze oft aus parteipolitischen Gründen torpediert. Ebenso gibt es nunmal auch nicht DIE Lösungen, sondern viele, die es abzuwägen und zu kombinieren gilt. Ich halte diese Vergleiche und Vorwürfe jedenfalls für kontraproduktiv. Beides ist nicht optimal und beides benötigt dringend eine Überarbeitung und Anpassung an die Probleme des 21. Jahrhunderts, die längst nicht mehr die selben sind wie Mitte des 20. Jahrhunderts. Dazu gehört aber eben auch, dass das Renten-und Sozialnetz an die neuen demografischen Bedingungen angepasst werden muss. Denn auch wenn man alle Milliarden aus den Hilfen für Banken, Konzerne etc. in die Sozialsysteme steckt, ändert sich nichts am grundlegenden Problem. Der Kollaps wird lediglich nach hinten verschoben und vernichtet nur Geld. (ob die Hilfen im Finanzsystem nicht effektiver sein könnten, steht hier erstmal nicht zur Diskussion, denn das hat nichts damit zu tun, inwieweit das Sozialnetz verändert werden muss)

chriwi
03.07.2009, 08:48
Ein Facharbeiter verdient nunmal nicht das selbe Geld wie ein Manager oder Unternehmer und das ist gut so! Gleichheit bedeutet nicht zwangsläufig fair.

Wer bestimmt das? Es wird immer mit Leistung begründet, aber die kannst du nicht messen. Wieso kriegten die HRE Manager Millionen obwohl sie sie an die Wand gefahren haben? Ich sage nicht, dass alle das gleiche Geld bekommen sollten, aber man muss Maß halten. Es kann nicht sein, dass jemand der 50 Stunden in der Woche schufftet von Staat subventioniert werden muss. Gleichzeitig darf er sich anhören was für ein Schmarotzer er ist. Auf der anderen Seite muss man nur genug Geld und Einfluss haben und man wird von Posten zu Posten geschoben. Beispiele gibt es genug.


Wenn wir in DE Lohnnebenkosten (ich gehe mal davon aus, dass du diese meinst) und Unternehmenssteuern senken, kommt das genauso dem Binnenmarkt zugute und nicht nur dem Export.

Warum kommt es dem Binnenmarkt zu gute? Vorher wurden 100 Euro in den Kreislauf gesteckt
80 Euro durch dich und 20 durch den Staat und die Sozialsysteme. Hinterher werden 100 Euro in den Kreislauf gesteckt 90 Euro durch dich und 10 Euro durch den Staat und die Sozialsysteme. Was sich ändert ist, wo das Geld landet. Das unsere Steuern nicht zu hoch sind kannst du hier lesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerquote
http://econbusinessgermany.wordpress.com/2009/05/17/steuerbelastung-in-deutschland-im-internationalen-vergleich-eher-gering/



Genauso der letzte Absatz. Mal davon abgesehen, dass das eine mit dem anderen nix zu tun hat (auch wenn immer wieder diese schwachsinnige Frage gestellt wird, die sich bei näherer Betrachtung aber als völlig haltlos erweist), wo stand jemals, dass wir uns kein Renten- oder Sozialsystem mehr leisten können?

Es war drastisch dargestellt was viele unsere Politiker erzählen. Wenn eine Rentengarantie ausgesprochen wird oder diese auch nur um 2.5% erhöht wird gibt es einen großen Aufschrei: "Wir machen zu viele Schulden. Es wird zu teuer, etc."
Der gesamte Bankenrettungsplan wird kaum hinterfragt. Die IKB erst gestützt, dann schnell und billig verkauft, steht schon wieder an der Tür des Finanzministeriums. Wofür kriegen Banken Zinsen frag ich dich. Sie bekommen sie, weil sie die Risiken tragen. Wenn aber der Staat für die Risiken einspringen muss frage ich mich warum sie sie bekommen. Wenn Banken zu groß sind um pleite gehen zu können und wir Milliarden ohne jegliche Gegenleistung reinpumpen müssen, dann ist das System in meinen augen marode und zu teuer.

Ich würde sagen sie sind da, nur kann man solche Systeme nicht einfach mal eben umkrempeln und völlig neu machen. Zudem werden gute Ansätze oft aus parteipolitischen Gründen torpediert. Ebenso gibt es nunmal auch nicht DIE Lösungen, sondern viele, die es abzuwägen und zu kombinieren gilt. Ich halte diese Vergleiche und Vorwürfe jedenfalls für kontraproduktiv. Beides ist nicht optimal und beides benötigt dringend eine Überarbeitung und Anpassung an die Probleme des 21. Jahrhunderts, die längst nicht mehr die selben sind wie Mitte des 20. Jahrhunderts.

Da gebe ich dir Recht. Das haben viele Reformen der letzten Jahre ja bewiesen. Man wollte billiger und besser werden, wurde aber teuerer und schlechter. Das Gesetz der Größe und Komplexität wahrscheinlich.
Welche neuen Probleme? Wir brauchen immer noch Energie, Essen, Arbeit, Gesundheit,...
Es gibt einige neue Wirtschaftsräume gut, aber was hat sich wirklich geändert. Es wird immer und immer wieder gesagt um extreme Änderungen zu rechtfertigen.
Hier sind ein paar Grundirrtümer unsere Ökonomen.
http://www.fr-online.de/top_news/1818450_oekonom-Stephan-Schulmeister-Der-Irrtum-der-Eliten.html


Dazu gehört aber eben auch, dass das Renten-und Sozialnetz an die neuen demografischen Bedingungen angepasst werden muss. Denn auch wenn man alle Milliarden aus den Hilfen für Banken, Konzerne etc. in die Sozialsysteme steckt, ändert sich nichts am grundlegenden Problem. Der Kollaps wird lediglich nach hinten verschoben und vernichtet nur Geld. (ob die Hilfen im Finanzsystem nicht effektiver sein könnten, steht hier erstmal nicht zur Diskussion, denn das hat nichts damit zu tun, inwieweit das Sozialnetz verändert werden muss)

Schau dir mal den Demographischen Wandel im 20 Jahrhundert an. Der war wesentlich dramatische als jetzt. Zahlen alle in die Sozialsysteme ein ist auch genug Geld da. Du brauchst nur zu schauen für wie viele Menschen der Staat im Moment zahlt. Wenn alle die könnten vernünftige sozialversicherungspflichte Jobs hätten würde das Geld locker reichen. Das hat nichts mit Demographie zu tun. So lange die Leute produktiv genug sind können Rentner und sozial schwache Menschen auch unterstützt werden, wenn man das denn will. Natürlich würde sich mit den Rettungsgeldern ohne eine andere Wirtschaftpolitik nichts ändern da gebe ich dir Recht. Aber in dem einen Fall bekämen eine Reihe von Menschen mehr Geld, welches sie ausgeben können. Im anderen kippst du es in ein Loch und es ist weg. Denn das Geld wird zu zurückzahlung von Krediten verwendet. In einem Fall unterstützt du die breite Masse im anderen einige wenige, welche an den Banken verdienen und mit verantwortlich sind das es zum Crash kam.

BigReD1
07.07.2009, 21:32
Ich finde das übel.
Leute die Arbeiten wollen aber nicht können, werden mit den "nichtwollern" und dem Sozialadel zusammengeschmissen.
Unfair.....

Dann Hartz4 ansich: Das Geld reicht nicht mal um bis zum Monatsende vernünftig zu essen.

Was dazu kommt ist, das viele durch Hartz4 abrutschen, es gibt Leute die wollen Arbeiten aber können nicht mehr. Evt durch Drogenkonsum oder Alkohohl wegen der Frustration.

Arbeitsstellen an sich: Ich will Arbeiten aber finde nix momentan, ist sehr Schwer geworden.
Termin bei der Job com: Lehrstellen werden nicht vermittelt, sagte man mir.
Darum muss ich mich selber kümmern, Arbeitsstellen könnten sein ist aber momentan nicht möglich was zu finden, sagte man mir.

Ende vom Lied: Einverständniss-Erklärung für 1€ Jobs...."DANKE DEUTSCHLAND"
Was will ich mit 1€ oder 400€ jobs?
Ja OK besser als nix sagen alle, aber man kann sich das auch schön reden.

In dem moment wo ich Arbeiten gehe, verbrauch ich auch wieder Geld.
Mehr essen, fahrtkosten, und solche sachen.
Was habe ich von dem Verdienten Geld für fast jeden Tag paar Stunden Arbeit?
Genau..."Nix"
Ausser: Das meiste Geld vom Verdienten geht in die Stadtkasse oder Saatskasse zurück.
Aber "Hauptsache" ich brauch mir nicht anhören, das ich nix tue.
Aber sagen kann: Hey ich geh wenigstens auch wenn es für nix ist. Ja ich schenke meine Zeit dem Staat und der Verschwendet sie, indem noch mehr Kredite aufgenommen werden.

Also entweder ne vernünftige Ausbildung und/oder nen richtigen Vollzeitjob, oder leckt mich alle.
Ich lass mir meine Knochen und Energie nicht Verheizen.
Die Regierung soll es hinbekommen das Arbeitgeber wieder vernünftig einstellen.

Ich bin Stinksauer was hier abgeht in unserem Land, und die ausrede das es uns noch am besten geht, weil man ja andere Länder sieht, ist totaler Müll.
Weil andere Vorziehen, müssen wir nachziehen?
Ach seht mal wir haben 19% Mehrwertsteuer, andere haben schon 21%, ja dann gehts uns gut und wir können ja wenigstens auf 20% hoch gehen. (echt unglaublich sowas)

So ist es an alles ecken in der Politik.
Mal sehen was noch alles kommt.
Ich hoffe nur das ich noch mal nen vernünftigen Job finde.
Viele Leute tun mir echt Leid, die wegen "Mutwilligem Versagen" anderer, auf Hartz4 hungern müssen.

Auch noch wichtig, wer zu lange Hartz4 bekommt hat bald keine Vernünftige Kleidung mehr am Körper. Hat sich mal einer mit zerfetztem Hemd zu nem Vorstellungsgespräch gewagt?
Probierts mal aus, viel Spaß beim Verzweifeln.

Es gibt so viele Probleme in Deutschland aber keine ansprechpartner sind zu finden.
Menschen werden allein gelassen in ihrer Hartz4 problematik und allen andern Problemen.
Der Frust dieser Menschen wird immer größer.

Was passiert eigentlich wenn viele Leute, so wenig Geld haben das sie den Reichen nix mehr abkaufen können? (So in der Form)

edit: Schon mal drauf geachtet wer Hartz4 bekommt, das die meisten Termine immer vor ende des Monats sind?
Immer dann wenn keiner mehr Geld hat für den Zug oder Bus um in die Kreisstadt zu kommen?
mir fehlen die worte so langsam...

edit 2: eins fällt mir auch noch ein: Schon mal an die Psychischen Probleme gedacht?
Zum Beispiel, Hauptschulabschluss, Ausbildung in der Tasche und 5 Jahre Arbeiten gegangen.
"Plötzlich macht aus Politischen oder auch rein Wirtschaftlichen Gründen, die Firma zu"
Zack, auf der Strasse, fgindest nen Jahr nix neues. Was passiert?

Das hier: Dir wird dein Auto indirekt genommen weil du es dir einfach nicht mehr leisten kannst.
Dann kannst du deine schöne komplett sanierte 3 zimmer wohnung kündigen da das amt nur ne bestimmte miete aufbringt. Frau ist sauer, wohnung ist kleiner und evt müssen die Haustiere abgeschafft werden weil das in der neuen Wohnng nicht erlaubt ist.

Ende vom Lied: Einen Arschtritt vom eigenen Land für die ganzen vorherigen mühen.
Also: Psyche im Keller, und alles geht den Bach runter, danach ist man komplett fertig und hat keine Lust mehr.
Solche Menschen muss man auch verstehen. Auf diese wird dann mit dem Finger gezeigt weil suie ja keinen Bock haben was zu tun. Aber wie es in den Menschen aussieht, dank der sachen die diejenigen hier über sich ergehen lassen müssen oder mussten, das ist allen egal.

Mustis
10.07.2009, 10:15
Man musst dich unter Umständen selbst um was kümmern wie dirn ne Arbeitsstelle zu suchen? Versteh ich das richtig, dass du dich darüber echauffierst? Sehe ich das richtig, dass für dich das abrutschen in die Drogenszene ein nicht selbstverschuldetes Ereignis ist, weswegen man nicht mehr arbeiten kann?
man regt sich auf weil man auf Kosten der allgemeinheit man keine 3 Zimmer-Wohnung mehr leisten kannst? du fragst wofür man für 400 euro fast jeden Tag ein paar Stunden (allein diese Formulierung -.-) arbeiten muss?

Ich verstehs nicht. Du regst dich auf und bestätigst mit jedem Argumenten eigentlich genau das, worüber sich viele aufregen. Stell dir vor, selbst mit nem 40 Stunden Job kann sich die Masse keine frisch sanierte 3 Zimmer Wohnung leisten. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man sich slebst eine Arbeitsstelle oder Ausbildungsstelle sucht und komischerweise schafft die große Mehrheit das auch. Niemand wird gezwungen Drogen zu nehmen, egal wie groß der Frust ist. Das ist IMMER eine freiwillige Entscheidung, genauso so, wie sich als Abhängiger Hilfe zu suchen und einen Entzug zu beginnen.

Sorry aber solche Posts bestätigen mich in meiner Meinung, dass manche Menschen schlicht alles herangetragen haben wollen und so gut wie keine Eigenverantwortung übernehmen möchten.

@ Chriwi ich denke wir drehen uns im Kreis. Es gibt auch mehr als genug beispiele, wo Facharbeiter gut bezahlt werden und es ihnen besser geht als vielen Dienstleisterangestellten. Das die Fachkraft in DE ausgebeutet wird ist zu einem nicht geringen Teil auch ein Ammenmärchen. Oder unsere Ansichten, wer Fachkraft ist und wer nicht unterscheiden sich stark.

Der Demografische Wandel war im 20 Jahrhundert mit Sicherheit nicht dramatischer. Das RentenSystem wie wir es heute kennen existiert auch noch gar nicht solange und wurde erst in den 60er Jahren eingeführt. Da waren die Auswirkungen des 2. Weltkrieges noch alltäglich, ganze Jahrgänge waren stark dezimiert, ein Land musste wieder aufgebaut werden, Deutschland war geteilt und das Rentensystem über das wir hier sprechen betraf nur die damalige BRD und nicht die BRD heute. Das Rentensystem ist enstanden als die Situation nicht nur demografisch eine völlig andere war und wurde im Prinzip nie richtig an neue Entwicklungen wie die Wende angepasst.

chriwi
15.07.2009, 15:06
"Nach den vom IAQ vorgestellten Werten - neuere Zahlen gibt es nicht - arbeiten in Deutschland 6,5 Millionen Menschen für Stundenlöhne unterhalb der Niedriglohnschwelle. Diese liegt bei zwei Dritteln des mittleren Lohnes und betrug im Jahre 2007 in Westdeutschland 9,62 Euro und in Ostdeutschland 7,18 Euro brutto pro Stunde. Leute mit Berufsausbildung oder Studium stellen inzwischen fast 80 Prozent der Niedriglöhner."
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/niedriglohnsektor-waechst/


Der Demografische Wandel war im 20 Jahrhundert mit Sicherheit nicht dramatischer.

Dann schau dir das Lebensalter von 1950-1980 und die Relationen zu Jung/Alt. Nicht deutlich schlimmer als heute. Aber die Relationen zwischen denen die Arbeiten und Rentnern war besser, weil es mehr sozialversicherungspflichige Jobs gab.


Das RentenSystem wie wir es heute kennen existiert auch noch gar nicht solange und wurde erst in den 60er Jahren eingeführt. Da waren die Auswirkungen des 2. Weltkrieges noch alltäglich, ganze Jahrgänge waren stark dezimiert, ein Land musste wieder aufgebaut werden, Deutschland war geteilt und das Rentensystem über das wir hier sprechen betraf nur die damalige BRD und nicht die BRD heute. Das Rentensystem ist enstanden als die Situation nicht nur demografisch eine völlig andere war und wurde im Prinzip nie richtig an neue Entwicklungen wie die Wende angepasst.

Ich streite die Demographie nicht ab. Was ich abstreite ist die Unbezahlbarkeit der Rente. Gäbe es weniger Arbeitslosigkeit in Deutschland würde die Bezahlung trotz einer Änderung der Altersstruktur absolut machbar. Die Reformen der letzten Jahre haben darauf abgezielt die gesetzlichen Renten zu senken und die privaten Renten hoffähig zu machen. In der Summe ist es teuerer (für den Arbeitnehmer) und unsicherer als die gesetzliche Rente.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/arcandor-betriebsrentner-sitzen-auf-dem-trocknen_aid_413699.html
Bei einem Umlageverfahren spielt die Wende absolut keine Rolle. Es sei denn man finanziert die selbige aus den Rentenkassen, wie es geschehen ist.

Andi Macht
09.08.2009, 11:49
Man sieht doch sehr deutlich, wie es mit Deutschland bergab in letzter Zeit geht.
Das Einzige wodurch sich Deutschland von armen Eu-Ländern wie Polen, Slowakei, Slowenien usw.. unterscheidet, ist die Sozialhilfe. Das ist auch der Einzige Grund, warum hier in Deutschland die Krimanilitätsrate noch nicht so hoch ist.

Sollte irgendwann mal die Sozialhilfe noch stärker eingeschränkt oder gar in Zukunft aus Kostengründen abgeschafft werden, dann wird sich oben genanntes ändern.
Ich persönlich wäre jedoch dafür, dass dies gemacht wird.
Der ganze Abschaum, ja Abschaum aus den Ostländern und auch Asien lebt auf den Kosten der Deutschen. Ich kenne zuviele Menschen aus dem Bekanntheitskreis, wo sich die Leute nichtmal bemühen einen Job zu finden, stattdessen bezieht man Arbeitslosengeld.

Meine Mutter arbeitet auf 400 € Basis, und wenn sie mir erzählt, dass sie ständig Kommentare von anderen bekommt, warum sie denn überhaupt arbeitet, besser sei es von der Sozialhilfe zu leben als zu arbeiten, kriege ich das Kotzen.
Solche Menschen sollten nur noch Lebensmittelgutscheine anstatt Geld bekommen, damit die nur noch im Penny oder Lidl einkaufen.

Aber der Deutsche Staat ist ja selbst dran Schuld, wenn man ständig Flüchtlinge oder irgendwelche vermeintlichen "Kriegsopfer" aufnimmt, damit die schön von dem Staatsgeld leben können.
Ich kenne da auch Beispiele, wo Kurden wegen angeblicher politischer/ethnischer Verfolgung hier als Flüchtlinge aufgenommen wurden und jeden Sommer zurück in die Türkei in den Urlaub fahren.
Super toll sowas.

AM35
09.08.2009, 12:41
Meine Mutter arbeitet auf 400 € Basis, und wenn sie mir erzählt, dass sie ständig Kommentare von Leuten bekommt, warum sie denn überhaupt arbeitet, besser sei es von der Sozialhilfe zu leben als zu arbeiten, kriege ich das Kotzen...

Diese Leute gibt es im Ruhrgebiet wie Sand am Meer.

Meistens haben diese Leute noch nie Armut erlebt. Und wenn sie Armut sehen verstehen sie es nicht, weil doch von Geburt an, immer alles da war was sie geraucht haben. Die Oma, der Onkel.. Geld war immer da. Und wer Armut erst erleben muß, um sie zu verstehen, der ist schon wirklich geistig minderbemittelt.


Das Auto wurde von der Oma bezahlt...
Schreien aber im Auto sitzend, durchs Fenster die Armen an:
"Schau dich mal an!"
"Fährst nicht mal ein Auto!"
"Du Asi!"

Es gibt keine Sozialhilfe mehr. Nur noch ALG2...aber das wissen sie auch nicht.
Sie wissen auch nicht, wie hoch ALG2 ist.

Es gibt sogar Leute im Ruhrgebiet, die sind dermaßen verwöhnt, dass sie denken ALG2 Empfänger bekommen 10.000.-Euro im Monat...Auch wissen sie nicht das AlG2 = Hartz4 ist..

Glauben aber zu wissen, dass alle armen Menschen grundsätzlich nur faul sind, und deshalb arm sind.



....

Quad-core
16.08.2009, 19:50
Andi Macht@ , hat vollkommen recht . Wir fragen uns alle warum es uns so schlecht geht , ist doch klar warum , am besten machen wir unsere tore noch weiter auf damit noch mehr gesindel nach Deutschland einreißt , die staatskassen sind eh schon leer , und diese leute beuten uns vollkommen aus , Arbeitsplatze werden uns weggenommen und Ausbildungplatze . Ich habe nichts gegen Ausländer auch wen es sich so anhört es ist einfach die warheit , deutschland ist für diese leute ein Reiches land weil sie hier geld bekommen und nichts dafür tun müssen . Wir sollten uns mal ein beispiel an Frankreich und Italien nehmen die lassen auch nicht sofort alles dort rein .
Hartz4 oder ALG2 sollte es nur für hilfsbedürftige Deutsche Staatsangehörige geben .

AM35
16.08.2009, 22:14
Euch scheint noch nicht klar zu sein, dass es DEUTSCHLAND so nicht mehr gibt.

Zunächst mal gibt es nur noch Europa....


Es gibt innerhalb der deutschen Grenzen... 1/5 Türken, 1/5 Deutsche, 1/5 Italiener, 1/5 Polen, 1/5 Griechen und natürlich von allem in der Welt etwas...

Den Deutschen ansich gibt es so nicht mehr !

Und schon gar kein Deutschland..Europa gibt es! Und das ist alles!

Das habt ihr Hitler zu verdanken für alle Zeit !:evillol

OMaOle
17.08.2009, 07:53
Es gibt innerhalb der deutschen Grenzen... 1/5 Türken, 1/5 Deutsche, 1/5 Italiener, 1/5 Polen, 1/5 Griechen und natürlich von allem in der Welt etwas...


das ist schon rein rechnerisch Blödsinn.

Den Deutschen ansich gibt es so nicht mehr !

Und schon gar kein Deutschland..Europa gibt es! Und das ist alles!

Das habt ihr Hitler zu verdanken für alle Zeit !


das erscheint mir nichts zu sein außer rechtsradikal, mit Hartz4 hat das nichts zu tun.

e-ding
17.08.2009, 10:04
Es gibt innerhalb der deutschen Grenzen... 1/5 Türken, 1/5 Deutsche, 1/5 Italiener, 1/5 Polen, 1/5 Griechen und natürlich von allem in der Welt etwas...



Ganz großes Kino oder einfach nur schlecht geschätzt!?
Schau mal hier:

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content50/GeschlechtStaatsangehoerigkeit,templateId=renderPrint.psml

MFG

DrToxic
17.08.2009, 10:21
Das war ja klar, dass in dieser Diskussion früher oder später die rechten Stammtischparolen auftauchen :freak

Ich persönlich hatte mich in einem anderen Thread (OT-mäßig, deswegen Aquarium :rolleyes) schon zu Hartz IV / ALG 2 geäußert


Zitat:
Zitat von hanox http://www.computerbase.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=6459736#post6459736)
Wieso müssen alle Leute drauf rumhacken, wenn sich nen ALG II ne Cam für 180€ kauft?

Tut ja niemand. Aber angeblich drei Monate Brot mit Gurken und nur Kranwasser um 190 Euro zu sparen, ist "ein wenig" übertrieben. ALG II / Hartz IV ist wie viel? 412 Euro/Monat? Und dabei werden Miete und nicht unwesentliche Teile von Heizung und Strom mit bezahlt. Des weiteren Vergünstigungen bei diversen Lebensmittelläden etc.
So viel verdienen einige nichtmal, wenn sie arbeiten gehen - Und mit der allseits beliebten zusätzlichen Schwarzarbeit zum ALG fange ich jetzt gar nicht erst an.
Zitat:
Zitat von hanox http://www.computerbase.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=6459973#post6459973)
also ich kenne auch einige Hartz IVer und die leben wirklich auf unterstem existenz minimum, wenn du was für 200 € einfach mal so kaufen willst musst du lange sparen.

Ich kenne solche auch, aber die sind es, weil sie es einfach nicht hinkriegen. Zweimal die Woche Pizza bestellen, Kettenraucher, Handyrechnung von 50, 60 Euro/Monat, Kabelfernsehen etc... "Man muss sich halt mal was gönnen" - klar. Aber dann nicht meckern, wenn das Geld so schnell weg ist.
Meine Freundin und ich haben 5 oder 6 Monate lang (zwischen Abi und Studium/Ausbildung) von 500 Euro gelebt. Beide zusammen. Und obwohl wir Miete gezahlt haben, haben wir weiß Gott nicht schlecht gelebt. Man kann halt dann nicht jede Woche Essen gehen oder ins Kino. Aber wer mir erzählen will, dass er mit Hartz IV / ALG II nicht leben kann, der hat einfach Ansprüche, die ich nur als unverschämt bezeichnen kann.

Leider habe ich mich in diesem Thread viel zu oft wieder mal bestätigt gesehen :freak

EisenM
25.08.2009, 12:36
Andi Macht@ , hat vollkommen recht . Wir fragen uns alle warum es uns so schlecht geht , ist doch klar warum , am besten machen wir unsere tore noch weiter auf damit noch mehr gesindel nach Deutschland einreißt , die staatskassen sind eh schon leer , und diese leute beuten uns vollkommen aus , Arbeitsplatze werden uns weggenommen und Ausbildungplatze . Ich habe nichts gegen Ausländer auch wen es sich so anhört es ist einfach die warheit , deutschland ist für diese leute ein Reiches land weil sie hier geld bekommen und nichts dafür tun müssen.


hmm,
was denn nun?
entweder tun sie was, d.h. sie arbeiten und beuten den staat nicht aus.
oder wenn sie nichts tun, wie können sie "uns" dann arbeitsplätze und ausbildungsplätze wegnehmen?

FlauschigesPony
25.08.2009, 12:57
Wir fragen uns alle warum es uns so schlecht geht , ist doch klar warum , am besten machen wir unsere tore noch weiter auf damit noch mehr gesindel nach Deutschland einreißt , die staatskassen sind eh schon leer , und diese leute beuten uns vollkommen aus

Man füge noch das Weltjudentum in deine Aussage ein und man könnte sich glatt 70 Jahre in der Zeit zurückversetzt fühlen. Ich finde die Vorstellung entsetzlich, dass hier in Deutschland es immer noch Menschen gibt die so (nicht)denken wie du es tust.

ZeroZerp
25.08.2009, 13:56
Oh mann!

Das ist doch schon wieder ein absolutes Abgleiten vom Thema!
Natürlich gibt es den Misbrauch der Sozialsysteme durch kaum begrenzte und kaum an Bedingungen geknüpfte Zuwanderung. Teils geradezu einen Sozialtourismus.
Aber sagt mal - würdet Ihr es anders machen, wenn sich Euch die Gelegenheit böte?

Bist in einem armen Land - hörst von Freunden, dass Du nach D gehen musst, um Dich nach
dieser und dieser Prozedur kostenlos operieren oder untersuchen zu lassen.
Das ist in meinen Augen aber in keinem Falle die "Schuld" oder das "Problem" der Ausnutzenden, sondern derjenigen die Schlupflöcher zur Leistungserschleichung zulassen bzw. nicht stopfen.

Auch die Wirtschaftsflüchtlinge können nix dafür. Die kriegen in D Jobs, dass ihnen die Augen vor Freude überlaufen, sind aber dennoch für den Arbeitgeber in D kostengünstiger als jeder deutsche Billigarbeiter.

So ist es mit den Banken doch jetzt auch! Die wären doch dämlich, wenn die die Gelder nicht annehmen würden, die ihnen von der deutschen Regierung in den Popo geblasen werden.
Die Autoindustrie wäre doch dämlich, wenn sie es nicht gleichtun würden.

Das sind alles Probleme, die durch fehlerhafte, nicht nachhaltig betriebene Politik hochbeschworen werden, aber nicht durch die Nutznieser verursacht wurden!

Im Gegensatz zur der zu diesem Thema üblichen Worthülsenkeule des Nazitums, die z.B. FlauschigesPony schwingt, ist es so, dass so gut wie jedes Land eine restriktivere und selektivere Einwanderungspolitik betreibt, als D.
Die ganzen Ängste bezüglich Paralellgesellschaften, Arbeitsplatzmangel durch Zuwanderung etc. kommen doch erst durch die über Jahre hinweg fehlgeleitete Integrations- und Einwanderungspolitik zu stande.

Und da hat kein Ausländer auch nur einen Milimeter was damit zu schaffen! Der Großteil von denen will genau wie jeder andere hier friedlich leben. Aus was für Hintergründen sei dahingestellt.
Nicht "die" sind unser Problem, sondern WIR selbst haben unser Tun oder eben Nichttun zu verantworten.

xpower ashx
25.08.2009, 15:23
Verbesserungen sind immer sinnvoll, nur wenn Hartz4 Empfänger irgendwann soviel bekommen wie die meisten Arbeitnehmer die an der Billiglohngrenze arbeiten, dann haben wir irgendwann doppelt soviele Hartz4 Empfänger, und ganz ehrlich gesagt kann ich die Leute verstehen, machen ein bischen schwarz nebenher, es gibt Hartz4, die Banken und Co. können nicht fenden, und die paar Euro Schwarzarbeit machen sich wieder bezahlt.

Grundsätzlich ist das ein schwieriges Thema wo sich so Recht keiner heran wagt. Das Geld selbst reicht für alles nötige in der Regel, wobei Rauchen als Luxus anzusehen ist, sowie Alkohol und das keinesfalls in eine Berechnung mit rein fließt. GEZ Befreiung und verbilligte Nahverkehrsfahrten noch nicht miteingerechnet, Strom wird auch bezahlt sowie die Wohnung, also ganz so schlecht gehts den Leuten auch nicht, die Arbeitslosenhilfe oder auch die Sozialhilfesätze waren nicht höher, lediglich gab es oft mal die Möglichkeit extra Kohle zu schnappen für alles mögliche, daher haben die damals bei Hartz4 den Satz erhöht und diese Sonderzahlungen unter anderem Bekleidungsgelder weggestrichen.

Meistens leiden die Kinder in solchen Verhältnissen am meisten.

Verbesserungen ja, sinnvoll solange niemand der arbeitet darunter zu leiden hat. :D

Metzlor
25.08.2009, 23:15
Ich bin dafür Hartz 4 abzuschaffen.
Es wird stattdessen ein 4 stufiges System eingeführt:

ALG 1 (ca. dem jetztigen ALG 1), allerdings bis zu 1/3 der vorher gearbeiteten Zeit
ALG 2 (ca. 50 % vom letzten verdienst höher als jetztiges Hartz4) (wird bis zur hälfte der gerarbeiteten Zeit erbracht)
ALG 3 (jetztiges Hartz 4, allerdings gibt es kein Geld mehr so, es gibt nur noch Geld für den der Arbeitet, es wird dafür für jeden ein Job im Bereich von 3-5 € gefunden (je nach Schweregrad der Arbeit und Arbeitsleistung), es wird ausnahmen geben
ALG 4 (es wird nur noch Wohnung bezahlt + Gutscheine (auch für fahrten zum Amt etc)

bis auf ALG 4 gibt es für jeden einen Mindestsatz den er bekommt

Es wird mehr Ausnahmen geben für Sonderfälle, invalide, kranke etc.

Finanzierung (mehrausgaben da 1 und 2 mehr kosten), jeder der über Hartz 4 meckert, sollte nämlich vorschlage für die Finanzierung machen, statt ich habe zu wenig geld ... :

erwischte Schwarzarbeiter rutschen von ALG 1 bzw. 2 in 3 und ein Schwarzarbeiter in ALG 3 wird weniger verdienen, bzw. in ALG 4 abrutschen

Ein Unternehmer der Schwarzarbeiter anstellt, zahlt ein Busgeld von 5000 € für jeden Arbeiter für jeden nachgewiesenen Monat

Daher kaum noch Schwarzarbeiter mehr Steuerpflichtige Jobs

Es werden mehr Stellen besetzt, da viele von den 3-5 € Jobs in einem realen Job umsteigen (der bisher, da kaum über Hartz 4 abgelehnt wurde)

Es wird Leute geben die von ALG 3 in ALG 4 abrutschen

ALG 4 Empfänger bekommen ab und an 3-5 € Jobs angeboten, werden diese weiterhin abgelehnt muß nach einer bestimmten Zeitspanne, das Vermögen komplett offengelegt werden, es kann eine durchsuchung veranlasst werden, kriminelle könnten so entlarvt werden

Der Steuerfreibetrag für Sozialversicherungen wird aufgehoben, alternativ wird ein stufiges Modell eingeführt, Sozialausgaben sinken für Geringverdiener und steigen für Großverdiener

Wer dieses System ablehnt ohne Gründe zu nennen, der will wahrscheinlich wirklich nicht arbeiten!

Onkelhitman
29.08.2009, 11:53
Also manche haben eine Moral und ein gekrümmtes Bild von Hartz4 bzw. Arbeitslosengeld 2 Empfängern.

Ich gebe euch mal ein Beispiel wie ich es aus der Familie habe.

Ein Mensch ist 53 Jahre alt. Er hat 2 Kinder und eine Ehefrau. Er hat recht brauchbar, aber nicht gut verdient. Dieser Mensch hat schon 35 Jahre gearbeitet.

Das Unternehmen in dem er arbeitet, ist in der Stadt ein geschätztes und bisher unangetastetes Unternehmen. Da es die Einzige Firma ist, die als Art Nischenunternehmen arbeitet, wird dort Tagein/Tagaus gearbeitet. Expansion steht aus, Verkleinerung macht aufgrund von schwarzen Zahlen keinen Sinn.

Das Unternehmen wird von einem international größerem Unternehmen aufgekauft. Daraufhin werden die Patente eingestrichen, das Unternehmen in der Stadt wird dicht gemacht. Den Arbeitnehmern wird die Wahl gelassen, in den Schwarzwald zu ziehen, oder aber entlassen zu werden. Im Schwarzwald wurde eine "provisorische Firma" aufgebaut. (Nochmal um es deutlich zu machen, das Unternehmen machte jedes Jahr schwarze Zahlen, wurde aber dennoch dicht gemach! Man hätte es weiter laufen lassen können)
Einige der Mitarbeiter zogen daraufhin resigniert die Arbeit im Schwarzwald vor.
Der Mann lehnte ab. Seiner Meinung nach bringt das so nichts.
Die Arbeiter im Schwarzwald bekamen einen befristeten, neuen Arbeitsvertrag.

Nach der Zeitspanne des Arbeitsvertrages wurden daraufhin ALLE 150 Mitarbeiter entlassen. Einige versuchten dagegen zu klagen, bekamen jedoch kein Recht. Immerhin haben sie einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, haben demnach ihren Anspruch auf Abfindung für 30 Jahre, die sie bisher im Unternehmen gearbeitet haben, abgelegt.

Alle kamen für 1 Jahr in eine sogenannte Auffanggesellschaft. Auch die, die die neue Arbeitsstelle ablehnten.

Der Mann war also in diesem einen Jahr nicht als arbeitslos gemeldet, war also auch nicht in den Arbeitslosenzahlen zu sehen. Nach dem Jahr wurde für ihn von der Arbeitsagentur eine neue Stelle gesucht. Er selbst bemühte sich eine neue Stelle zu bekommen. Jedoch immer dasselbe: Zu alt. Mit 54 Jahren, keine abgeschlossene Ausbildung, zwar konnte er alle Maschinen bedienen, hatte jedoch nichts schriftliches in der Hand.

Dieser Mann hat immer noch keine Arbeit. Er bekommt Arbeitslosengeld 1. Später wird er Arbeitslosengeld 2 bekommen. Eins der Kinder ist ausgezogen.

Wenn er Arbeitslosengeld 2 bekommt muss er alle seine bisher eingezahlten Versicherungen offen legen. Er darf keine Rentenversicherung haben, er darf keine Lebensversicherung haben, er darf kein Auto ab einem gewissen Wert besitzen. Sein Kind darf nur einen bestimmten Betrag auf dem Konto haben. Seine Miete beträgt 500€ und ist in dieser Ortschaft so üblich. Das Kind ist 12 Jahre alt.

Und JETZT sagt mir hier doch mal bitte einer, dass ALLE Hartz4 Empfänger Schmarotzer sind! Sagt es mir ins Gesicht, ich will es hören!
Es ist eine unverschämtheit alle über einen Kamm zu kehren.

Das Traurige ist:
Wenn dieser Mensch so "clever" gewesen wäre, und hätte ein Haus gebaut, so würde dieses ihm auch noch angerechnet werden. Ist das in euren Augen gerecht? Findet ihr es "fair" wenn Menschen, die 30 Jahre lang etwas für das Alter auf Seite legen, sei es durch ein Hausbau auf Pump, oder eine Rentenversicherung, dass DIESE Menschen mit menschenunwürdigen Mitteln enteignet werden? Und nichts anderes ist das nämlich: Enteignen!


Und da kommen die jungen Leute ins Spiel, zu denen ich mich auch zähle:
Was bringt es mir, wenn ich jetzt eine Lebensversicherung habe, die, falls ich mal sterben sollte frühzeitig, die kosten für Beerdigung und dergleichen bezahlen soll, wenn ich eine Altersversorgung mithilfe einer Rentenversicherung abschließe, wenn ich ein Haus kaufe fürs Alter. Und wenn ich dann mit 50 Jahren Arbeitslos werde verliere ich DAS ALLES. Wofür zum Teufel auch soll ICH dann Geld auf Seite legen? Warum nicht alles verprassen, ich bekomme doch eh meine Rente! Und wenn ich damit nicht auskomme, Sozialhilfe! Die die nie gearbeitet haben, bekommen dasselbe wie ich!

Wo ist da die soziale Gerechtigkeit? Ich zahle ein, um meine Rente später zu erhöhen. Und dann wird meine Rente so niedrig sein, dass mir Fördermittel zu stehen. Aber die bekomme ich nicht, weil ich ja eine Rentenversicherung abgeschlossen habe! Wo ist das gerecht?

PS: Ich hör auf, ich könnte noch Stunden weiterschreiben.

fi**en32
29.08.2009, 12:15
also mal ganz von vorn angefangen, jeder der drei angebote absagt bekommt nichts mehr, ... gute idee nur ein dicker hacken. jeder der nich arbeiten will, versaut seine bewerbungen (unterlage/gespräche) so, dass er den job nich bekommt.

was bringt diese regelung also? richtig nichts ...

-oSi-
30.08.2009, 08:52
Der Grund ist erreicht.
Tiefer kann das Niveau nicht mehr sinken.

Und damit ist hier Schluss.