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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steigende Kassenbeiträge


FreddyMercury
03.07.2006, 11:34
Vor kurzem wurden erst 10€ eingeführt, damit die Kassen besser Kohle hatte und tatsächlich gingen die Bilanzen weit weit ins Schwarze hoch und statt der versprochenen Senkung, kam eine Erhöhung der Gehälter von den Managern.

Und jetzt das: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,424718,00.html

Was nicht dabeisteht ist, das die Unternehmenssteuer gesenkt werden soll. Argh und schon wieder weniger Kohle dann in der Tasche.

Wintermute
03.07.2006, 11:46
Wie, ein "Fondsmodell", das haben wir doch jetzt schon. Wegen diesem dämlichen Ausgleichspott gibts keinen Wettbewerb und alle Kassen dümpeln auf demselben Level rum. Kein Wunder das es wieder teurer wird. In dem Bericht steht aber herzlich wenig darüber WAS nun beschlossen wurde. Nur das "langfristig anders finanziert wird". Was ist nun "anders"? Das kann alles sein ... :P

//edit:
Die wollen jetzt nicht ernsthaft die privaten anzapfen? Omg ...

Relict
03.07.2006, 12:21
SPD-Chef Kurt Beck sprach von einer Gesundheitsreform, "die deutlich über den Tag und das Jahr hinausweist". Er sagte, es werde keine Kürzungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen geben. Beschlossen worden seien nur einige wenige Ausnahmen, etwa wenn sich nach einem Piercing die Wunde entzünde. In diesem Fall müsse der Patient für die Behandlung selber aufkommen.

Wenn ich sowas schon in einem Satz lese, dann weiss ich wohin der Hase läuft.
Überhaupt suche ich die ganze Zeit wirkliche Vorteile für den Kunden/ Patienten und das "soziale" daran.
Alles sehr schwammig.

Dauntless3523
19.07.2006, 14:42
Der Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge wäre nicht weiter tragisch, würden die Einzahler dadurch ein deutlich verbessertes Absicherungsniveau bekommen. Eine höhere Rente eine bessere Versorgung bei Krankheit. Dann würden sicher viele Menschen die heutigen Einzahlungen als eine Ersparnis betrachten, um besser abgesichert zu sein.
Tatsächlich sinken die Leistungen der Sozialversicherungen (wie wir alle wissen) aber.
Die Rente fällt schmaler aus, das Krankengeld müssen die Beschäftigten künftig selber finanzieren.
Eine Reform muss, wie ich finde, vor allem zwei Ziele verfolgen. Sie muss Transparenz und Leistungsgerechtigkeit herstellen. Daran ist die Koaltion vorerst gescheitert. Denn nur wenn die Beschäftigten sich fair behandelt fühlen, haben sie überhaupt einen Anreiz mehr zu zahlen.
Aber größere Transparenz im System bedeutet ja auch, dass man den Bürgern zumuten muss, die Konsequenzen ihres Verhaltens zu tragen und entsprechend dafür zu zahlen.
Politiker zeigen sich in der öffentlichkeit aber lieber als "Geber" (Gelder verteilen und den eigenen Wählern Wohltaten zuschanzen).
Wer eigentlich diese Leistungen zahlt und welche (wirtschaftl.) Wirkungen die Staatl. Zwangsbeiträge und Steuern haben, wir meist verschwiegen. Entsprechend undurchsichtug zeigt sich daher auch unser Gesundheitssystem heute

Dope4you
20.07.2006, 07:27
Er sagte, es werde keine Kürzungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen geben. Beschlossen worden seien nur einige wenige Ausnahmen, etwa wenn sich nach einem Piercing die Wunde entzünde. In diesem Fall müsse der Patient für die Behandlung selber aufkommen.

.

Und was kommt dann? Der Fette muß seine Infarktbehandlung selbst zahlen und der Raucher die Amputation seines Beines auch? Der wo Sport treibt soll seinen Muskelfaserriß selbst bezahlen und der keinen treibt kriegt einen Strafbeitrag weil er ungesund lebt?
Ich finde zwar auch das man für eigene "Dummheit" auch einen gewissen Beitrag selbst zahlen soll, nur wie soll das gehen? Ich kann doch nicht bei Patient X sagen das er seine Behandlung nicht bezahlt bekommt während Patient Y die Behandlung erstattet bekommt obwohl auch er durch eigenes Verschulden die Wunde bekommen hat.....

Das ganze ist wieder ein unausgereiftes Modell welches NIE funktionieren wird. Dann schreibt der Arzt einfach Wundversorgung nach Schnittverletzung anstatt auf das Piercing einzugehen.

Das Problem dürfte für die gesetzlichen Kassen mehr darin liegen das die Privaten Kassen sich die "besten" Patienten raus suchen und die "schlechten" Patienten in den gesetzlichen bleiben. Versuche mal als 40 jähriger mit ein paar Vorerkrankungen in die Private zu kommen. Auch kassieren die Privaten sobald ein neues Risiko dazu kommt kräftig ab (Da zahlt man schnell mal 400-500 Euro mehr wenn Zwillinge kommen). Viele Private werden mit der Zeit sehr teuer, sobald die Frau und Kinder mitversichert sind steigen die Beiträge rasant an, wo in der gesetzlichen eine Beitragsbemessungsgrenze greift kann in der privaten der Beitrag steigen wie er lustig ist bei jedem neuen Risiko.
Wenn die gesetzlichen nicht die jungen gesunden Patienten an die Privaten verlieren würden sähe das auch anders aus, bzw. wenn die Privaten keine Gesundheitsprüfung machen dürften.
Auch ist es unverständlich das Sozialhilfeberechtigte und Asylbewerber zum erhöhten Satz abgerechnet werden können. Ein Bekannter von mir hat mal festgestellt das er als Arzt nur 2 Möglichkeiten hat richtig Geld zu verdienen, entweder als "Reichen-Arzt" mit vielen Privatversicherten, oder als Arzt in einer Wohngegend mit viel Asylbewerbern und Sozialhilfeempfängern da er hier scheinbar mit erhöhtem Satz abrechnen kann.

Das System krankt von Grund auf und nicht daran das im Jahr ein paar Piercing-Patienten behandelt werden. Das was hier geschnürrt wurde ist keine Reform sondern nur wieder Flickwerk.

Warum kein Belohnungssystem für den der nicht Krank wird, also keine Strafe für den Piercing-Patienten sondern eine Belohnung für den "gesunden" Patienten.
Wenn der Patient 12 Monate nicht zum Arzt geht (Vorsorgeuntersuchungen und Unfälle-ausgeschlossen) bekommt er 10 % seines Beitrages erstattet, bei 6 Monaten sind es dann noch 5%.
Man muß den Leuten einen Anreiz geben um gesund zu leben und nicht bestrafen wenn sie es nicht tun. Bonuspukte für regelmäßige Aktivitäten im Sportverein und daraus resulierende Vorteile, oder andere Anreize die motiviere gesünder zu leben....

Die einzige Schei.. an der Sache ist halt dann das unser Rentensystem zusammen bricht wenn die ganzen Raucher aufhören und damit 10 Jahre länger leben. Je gesünder eine Gesellschaft ist um so höher die Lebenserwartung. Momentan freut sich der Staat über jeden Raucher der bis 65 arbeitet und mit 67 den Löffel abgibt (Möglichst bis dahin keine Beschwerden und immer die Tabaksteuer gezahlt) Oder der Alki der mit 58 gegen den Baum brettert und auf der Stelle tot ist. Das sind doch Glücksfälle für unser System :)

Bert_64
20.07.2006, 09:51
Hallo.

Mich persönlich betreffen die Beitragserhöhungen im Moment noch nicht, da ich familienversichert bin.
Aber was mir letztens beim Zahnbesuch aufgefallen, das man echt nichts bekommt. Sobald man es etwas mehr will als amalgan, ist man sofort 60€ los pro Füllung. Dabei nehme ich das ganze Jahr keinerlei Leistungen in Sachen Arzt in Anspruch.
Was ich dann ja noch etwas schlimmer fand, waren die Kosten für eine Wurzelbehandlung. Diese wird von der Kasse nur erstattet, wenn der Zahn davor und dahinter noch völlig intakt sind. Sollte einer von beiden schon tot oder nicht mehr vorhanden sein, zahlt die Kasse nicht sofort sondern fängt erst an zu prüfen ob es sinn macht.

Ich würde mal sagen, dass man das Gesundsheitssystem besser ganz neu aufbaut anstatt reformiert, und ganz wichtig weg mit der Bürokratie. (Ein Gesetz fällt und drei neue kommen dazu). Das es nicht so wird wie in den neunzigern ist mir schon klar, aber eine Art Bonussystem mit Rückerstattung wäre nicht verkehrt oder eine Förderung des gesundes Lebenstiles. Will damit aber auf keinen Fall irgendwelche Diskriminierungen hervorrufen.

Ich habe gestern auch mal einen Bericht auf ARD (Plus Minus) gesehen, bei dem es um Pflegeversicherung geht. Diese wird nämlich spätestens nach der Gesunsheitsreform fällig. Diese wird aller vorraussicht nach noch in diesem Jahr tiefrote Zahlen verzeichnen und erhebliche Erhöhungen der Beitragssätze zur Folge haben.

Rente werde ich wohl keine mehr sehen, oder zumindest nur einen Basissatz. Damit werde ich wohl abfinden müssen wenn es soweit ist. Ich habe aber auch nicht vor bis 65 bzw. 67 arbeiten zu gehen. Beim Finanzdienstleister MLP wurde mir gesagt das meine vom Staat erwartete Lebenszeit (für alle geboren 1982) bei 89 Jahren liegt. Stirbt man später macht der Staat miese und macht er plus. Makaber aber war.
Mein Lebensziel sieht so aus mit 55 jahren aufzuhören oder in teilzeit zu gehen. Ist auch alles kein Problem wenn man die entsprechenden Beiträge bezahlt. Das spannende daran, man kann sich bei der Erstellung eines Finanzplanes entscheiden, ob man staatliche Leistung erwartet oder nicht. In meinem Falle tippe ich eher darauf, das er mir keinen cent geben wird.

PCB
20.07.2006, 10:20
Ach, das ist doch noch alles ziemlich harmlos mit der Beitragserhöhung!

Wenn man sich die demographische Entwicklung ansieht, werden wir in uns 10-20 Jahren solche Mini-Beiträge zurückwünschen!
Dann wird es jedes Jahr eine solche massive Erhöhung geben, um die Renten, die Pflege und die Medizinische Versorgung der Bevölkerung überhaupt noch gewährleisten zu können! Und selbst da wird es Einschränkungen geben, wer denn überhaupt noch was in Anspruch nehmen darf!

Zum Thema Rente: Bin gespannt, wann der erste aus "unserer" Generation gegen die BRD klagt, schließlich steht im Grundgesetz, das das Verhältnis Einzahlung / Auszahlung aus einer Zwangsversicherung (Rentenversicherung) nicht zum Nachteil des Versicherten gehen darf, er also nicht deutlich weniger rausbekommt als er eingezahlt hat! Und genau dieses Mißverhältnis kommt ja auf alle nach 1970 Geborenen zu (auf mich leider auch:( )!


PCB

Gelbsucht
20.07.2006, 11:03
Ich muß Wintermute und Dope4You Recht geben. Der Risikostrukturausgleich zwischen den KKs war einer der größten Fehler in den letzten Jahren, der im Gesundheitswesen beschlossen wurde. Damit wurde der Wettbewerb zwischen den Kassen künstlich verzerrt und die Beiträge konnten stabil auf einem hohen Niveau gehalten werden -zu lasten der Bürger. Ich wäre dafür, den sofort abzuschaffen, auch mit dem vollen Bewußtsein, das dann einige Kassen dichtmachen würden über kurz oder lang und es damit wieder ein paar hundert Arbeitslose mehr gäbe. Und die Diskussion unlängst über einen Einheitsbetrag würde nur die Besserverdiener freuen.

Ich hätte da einen Vorschlag für die gesetzlichen=


Risikoausgleich sofort weg, Managergehälter auf dem alten Stand einfrieren
die chronisch kranken auf einen gewissen festen Satz einstufen, der aber dann auch alles abdeckt. Lieber ein wenig mehr zahlen, aber dafür alles inklusive. Zu dieser Zielgruppe gehören dann eben die Leute mit Unfallfolgeschäden beispielsweise und die Leute ab 55.
für "Normalkranke" mehrere Modelle der Beitragshöhe, wird individuell nach einer gewissen Zeit der statistischen Erfassung der Arztbesuche und -kosten angepaßt. Es wird ein Profil erstellt (was heute wohl schon so gemacht wird), vom dem ausgehend wird dann die Zukunft des Patientenverhaltens abgeschätzt.
für die ganz gesunden ein Bonus von 0,5% Rabatt pro Jahr. Obergrenze wären beispielsweise 3-4 Arztbesuche pro Kalenderjahr. Der Rabatt geht von einem Standardbeitragssatz aus, mit dem jeder anfängt. Wer dann aus Rabattgeilheit zuwenig zum Arzt geht, ist selber Schuld und muß im Zweifelsfall dann größere OPs mitfinanzieren. So müßte der Rabattwahn im Sinn von Geiz-ist-geil ausgebremst werden. Mir ist meine Gesundheit jedenfalls wichtig (und ich zahle 13,6% bei der Schwenninger, habe mit ~11,9% anno 2001 angefangen).Die privaten hab ich außen vor gelassen, weil der Großteil von uns wohl eine gesetzliche in Anspruch nehmen muß.

Weiterhin spart ja die Regierung an Zuschüssen für die KKS durch die beschlossenen Maßnahmen, letzendlich geht das aber mit der beschlossenen Erhöhung einher und die zahlen größtenteils der Mittelstand und eben die Geringverdiener. Damit sinkt mal wieder die Kaufkraft (die Leute haben netto weniger) und man muß sich für die Wirtschaft was einfallen lassen. Sonst läßt die sich womöglich was einfallen und baut weiterhin Arbeitsplätze ab.

Es ist ein Teufelskreis. Ich habe nix gegen die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und auch nix gegen die hohe MwST. Aber dann muß woanders eben umstrukturiert werden, damit am Ende nicht nur draufgezahlt wird.

@RobertMildner
60? Wieviel Füllungen waren das? ich hab mir vor 2 Monaten alle 4 Weisheitszähne ziehen lassen und es mußte ein winziges Loch eines Backenzahns gestopft werden. Habe dafür für den Kunststoff in Zahnfarbe (der mit UVlicht schnell aushärtet) grad mal 20.- bezahlt. Amalgam gibts bei meinem Arzt weiterhin kostenlos. Wird aber nur ungern und nur auf Verlangen verwendet laut Aussage des Arztes.

@Dope4YOu
Das ideale sozialverträgliche Ableben= Du machst ab 16 eine Ausbildung (kein Abi oder Studium, das kostet zuviel Zeit und Geld) und zahlst ab dann Soli, AV und RV sowie KK. Du arbeitest genau bis 67, bist nie krank und stirbst einen Tag nachdem Du in Rente gegangen bist. Dann hast Du genug Ökosteuer gezahlt, deine KK reicher gemacht und das Rentensystem gefördert sowie den Aufbau Ost (oder für was auch immer der Soli zweckentfremdet wird). Und die Kirche freuts auch, denn natürlich zahlst Du brav auch dafür jeden Monat.

Bert_64
20.07.2006, 11:12
@Gelbsucht.

Bin mir jetzt garnicht sicher ob die 60 auf alle oder eine bezogen war. Die Zahl jedenfalls ist bei der ersten 1 Sitzunge (Bestandaaufnahme) gefallen. War sehr lange nicht beim Zahnarzt und die Behandlungen aller hat sich auf 12 Sitzungen ausgeweitet. Über die Anzahl der Füllungen möchte ich stillschweigen bewahren.
War auch froh keinen Zahn verloren zu haben.

PCB
20.07.2006, 11:31
Eure Vorschläge sind ja schön und gut, sie würden aber nichts bringen, selbst wenn es so umgesetzt würde!

Es besteht nun mal ein Ungleichgewicht zwischen den Einzahlenden und denen, die eine Leistung in Anspruch nehmen!
Und dieses Ungleichgewicht wird sich noch massiv zu unseren Ungunsten verschieben, da es immer weniger Einzahler geben wird, dafür aber immer mehr Leistungsempfänger!

Die Leute werden immer älter, gleichzeitig werden durch die Globalisierung / witschaftlichen Druck immer mehr Versicherungspflichtige Jobs gestrichen! Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis es trotz ständiger Beitragserhöhungen zum Kollaps des Systems kommt!

Letztens noch einen schönen Bericht gesehen, wie sich jetzt auch ganz "normale" Arbeitnehmer aus der Solidargemeinschaft verabschieden. Da wurde ein Friseur gezeigt, der sich "selbstständig" gemacht hatte und nun im gleichen Laden wie vorher einen Stuhl mietete und dort seine Kunden betreute! Er zahlt keinerlei Abgaben für Arbeitlosigkeit, Rente usw!
Wenn das erstmal flächendeckend von vielen Arbeitnehmern genmacht wird, kollabiert das System auf jeden Fall, da helfen auch eure gutgemeinten Vorschläge nicht!

Wobei Ich das zwar verstehen, aber nicht gutheißen kann! Wenn Ich jetzt schon weiß, das Ich meine eingezahlten Beiträge nicht mal ansatzweise zurückerhalte, würde ich auch amliebsten aus dieser "Gemeinschaft" austreten, bin mir aber darüber klar, das dann alles zusammenbricht!

PCB

Gelbsucht
20.07.2006, 12:44
PCB, über diesen Umstand gab es auch unlängst einen Artikel im Stern oder Spiegel (weiß net mehr genau). Da wurde genau das geschrieben, was Du hier ansprichst. Ein heißes und zugleich sehr interessantes Thema.

Dope4you
20.07.2006, 14:45
Tja, aber wir leben nun mal in einer "Vollkasko" Gesellschaft. Das beginnt bereits hier im Forum wenn man scheinheilig nachfrägt ob die Firmen ein OC bemerken und ob man die Karte nicht doch auf Garantie abwickeln kann, führt dann weiter über den Schulabgänger der Fragt was der Staat jetzt für IHN macht und er ja anrecht auf Kohle hat weil er aus der Satistik fällt. Und das ganze geht dann natürlich im Gesundheitssystem weiter. Warum nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen, man zahlt ja dafür. Da wird wegen jedem Zipperlein der Spezialist aufgesucht und jeder Pfurz wird geröngt (OK hier spielen die Ärzte auch eine Rolle, aber beim heutigen Konkurenzdruck kann man einem Patienten ja fast nichts verweigern)
In vieler Hinsicht krankt das Deutsche System, doch viel davon ist auch diese Mitnahme Mentalität die sich immer weiter durchsetzt.
Mich kotzt es schon lange an in Deutschland und daher sehe ich auch keinen Grund noch länger hier zu bleiben.
Ich muß nur noch ein paar letzte Sachen klären (Mieter fürs Haus, Hausstand verkaufen usw.) und bin spätestens in 2 Monaten weg von hier.
Ob Schweiz, Österreich oder Dänemark, Schweden ist mir eigentlich momentan noch schnuppe, das entscheide ich kurzfristig nach Angeboten.

EDIT:

Und hier noch ein schönes Beispiel eines Schmarotzers:
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=2094151#post2094151

Das ist genau die Mentalität die unser System KRANK macht. Hier wird nicht verzicht geübt und versucht wie ein "ANSTÄNDIGER" Mensch über die Runden zu kommen sondern es wird sofort nach Beihilfe gebrüllt. Das ist zwar meist eine Sache die Kinder von Ihren Eltern "lernen" doch scheinbar wird das immer mehr. Wie tief muß jemanden sein Stolz gesunken sein das er die Allgemeinheit anbettelt anstatt für sich selbst zu sorgen? Man brauch ja nicht lange überlegen um zu ahnen wie solche Leute dann auch wieder Ihre Kinder erziehen.....

Hier krankt das System!

wolf-cottbus
20.07.2006, 23:01
Ein guter Post. Hoffentlich bist Du Dir gegenüber genauso Konsequent und zahlst die Leistungen, die Du in Anspruch genommen hast, vor Deiner Auswanderung zurück. Ansonsten wärst Du das selbe, was Du anderen vorwirst.

Gruß Wolf

Wofür waren eigentlich die 10€ gut? Damit die Beiträge stabil bleiben. Nun haben wir beides, 10€ und steigende Beiträge. So wächst das Vertrauen in unsere Politik rasant an.

wer Ironie findet, kann sie behalten.

Wolf

FreddyMercury
21.07.2006, 00:08
Die 10€ wurden letztendlich dazu genutzt die Gehälter der Manager zu erhöhen, anstatt die hoch angepriesene und versprochene Beitragssenkung durchzuführen

MR.FReeZe
21.07.2006, 01:39
Vllt sollte man auch mal versuchen der Pharmaindustrie etwas auf die Fuesse treten.
Wenn ich mir so anschaue was die an Miliardenbetraegen einfahren und was Medikamente so kosten. Nicht das die Entwicklung von Medikamenten billig ist, aber ob manche Preise wirklich gerechtfertigt sind?
Ich weiss nicht wie gross die Belastung des Gesundheitsystems durch die Medikamentenpreise ist, moechte aber vermuten das es ein grosser Teil ist.
Nicht das ich damit einen neuen Suendenbock finden will, ich frage mich umgekehrt auch warum es soviele verschiedenen Krankenkassen geben muss (immerhin wohl 253 laut der Wikipedia) die alle sehr imposante Verwaltungsgebaeude haben und einen Vorstand.

Dope4you
21.07.2006, 08:13
Ein guter Post. Hoffentlich bist Du Dir gegenüber genauso Konsequent und zahlst die Leistungen, die Du in Anspruch genommen hast, vor Deiner Auswanderung zurück. Ansonsten wärst Du das selbe, was Du anderen vorwirst.



Ich habe im Durchschnitt 250 Euro in die KV eingezahlt (12Monatex21Jahrex250Euro= 63.000 Euro)
habe rund 350 Euro Rentenversicherung gezahlt pro Monat (12x21x350= 88.200 Euro)
Arbeitslosenversicherung und Soli und Pflege kommen da auch noch drauf. Den selben Anteil hat mein Arbeitgeber gezahlt.

Beim Hausbau habe ich für rund 320.000.- Euro Mehrwertsteuer bezahlt ( 45.000 Euro)
Grundsteuer und einiges ander kommen noch drauf.

Wenn ich Pi mal Daumen rechne dann habe ich mit dem Arbeitgeberanteil und nur der Mehrwertsteuer fürs Haus in etwa 540.000 Euro an Abgaben dem Staat zukommen lassen. Leistungen vom Staat hab ich noch relativ wenig bekommen, was soll ich dem Staat bitte noch ZURÜCK zahlen?
Ich habe in 21 Jahre Arbeit schon 500.000.- Euro in die Kassen gebracht (In meinem Atlter rechnet man noch in DM, da sind das eine Millionen Deutsche Mark)

Würde mich brennend interessieren was ICH dem Staat SCHULDEN würde?!
Studium habe ich nicht, Weiterbildung habe ich mir SELBST finanziert.

FreddyMercury
21.07.2006, 10:09
Naja du schuldest dem Staat nichts ;) Nichts destotrotz hast du trotzdem verloren, wenn du in Rente gehst oder Arbeitslos wirst. Je nach Krankheitsfall auch.

wolf-cottbus
21.07.2006, 11:41
@ Dope4you:

Ich würde mal anfangen beim Kindergeld, bei der Geburt, monatliche Zuzahlung. Eine Schule hast Du wohl auch besucht, kostenlos. Da ist die Allgemeinheit in Vorleistung gegangen. Rente beantragst Du dann auch nicht? Du hast Famiele? Warst immer Gesund, hast keine gesundheitliche Vorbeugungen in Anspruch genommen? Beispiele gibt es viele. Man nimmt alles als selbstverständlich hin, ohne darüber nachzudenken wer das eigentlich bezahlt. Das fängt mit der Infrastruktur an und hört mit der Brille oder Kur auf.

Gruß Wolf


Hab heute grad gelesen wie man das mit der Kasse regeln könnte. Bürgergeld, davon ein Beitrag für Renten/Kranken- Versicherung und den wegfall der Bürokratie. Quelle BZ. Das wäre auch in meinen Augen ein vernünftiger Ansatz die Probleme wirklich lösen zu wollen.

Gruß Wolf

Dope4you
21.07.2006, 12:04
Ich würde mal anfangen beim Kindergeld, bei der Geburt, monatliche Zuzahlung. Eine Schule hast Du wohl auch besucht, kostenlos. Da ist die Allgemeinheit in Vorleistung gegangen. Rente beantragst Du dann auch nicht? Du hast Famiele? Warst immer Gesund, hast keine gesundheitliche Vorbeugungen in Anspruch genommen? Beispiele gibt es viele. Man nimmt alles als selbstverständlich hin, ohne darüber nachzudenken wer das eigentlich bezahlt. Das fängt mit der Infrastruktur an und hört mit der Brille oder Kur auf.



Jups, Kindergeld habe ich natürlich bekommen. Zu meiner Zeit wurde pro Kind so um die 50-100.- gezahlt(das ist zu Schluß um die 125 DM gewesen) umgerechnet also ungefähr 25-65Euros. 12x50(gut aufgerundet)x40= 24000 ich hab mal gerechnet das ich bis Heute diesen stolzen Betrag erhalten hab :)

Jups Schule wurde besucht, rechne ich mal PI Mal Daumen das ich den Lehrer ganz ALLEINE bezahlt habe 2300x12x10= 276000 Euro für meinen Lehrer ganz für mich alleine :D

Krankheit hat mich noch keine größere ereilt, sagen wir die Blinddarm OP für 15.000.- da hätt ich mir zwar bei dem Preis noch ein paar Titten montieren lassen können aber was solls :)

Brille, nö hab ich nicht. Sonstige Leistungen wie Infrastruktur zahle ich ja indirekt mit KFZ Steuer, Schulbücher und Lehrmateriel hat mir mein Lehrer bei berechneten 2300 Euro pro Monat mit gebracht.......

Bafög hab ich keins gekriegt und das es einen Ausbildungszuschuß gibt davon hab ich jetzt zum ersten Mal hier im Forum gehört.

Ne KUR? nö, hatte ich auch keine......

Da ich bei meiner Aufzählung NUR die großen Beträge genommen hab sollte man nicht vergessen das ich in dieser Zeit auch Mehrwertsteuer, KFZ Steuer, Brandweinsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer,Grunderwerbssteuer,Versicherungssteuer,Grundsteuer und noch viele andere Steuern gezahlt habe. Nicht zu vergessen die GEZ und die Spekulationssteuer bei Aktiengewinnen........

Also hätte ich mir von meiner Kohle die bisher geflossen ist einen Privatlehrer für 10 Jahre bezahlen können mir bis zum Heutigen Tag Kindergeld zahlen können und ich hätte noch nicht mal 50% aufgebraucht.

wolf-cottbus
21.07.2006, 14:33
Na ich sehe schon, Du willst nicht. Du hattest einen Lehrer bei Dir zu Hause? Oder mehrere in der Schule? Wer hat die Schule bezahlt...usw?

Ich will sagen, egal was man bezahlt hat, es ist zu wenig. Wenn man in der Gemeinschaft lebt, zahlt man immer weniger rein. Siehe KFZ-Steuer. Von Deiner könnte man keine Straße bauen, von vielen ja. Nun aber Topic.

Gruß Wolf

FreddyMercury
21.07.2006, 15:01
Du vergisst, das man auf Kindergeld auch schon was anderes wieder abgibt. Genauso wie jetzt bei dem Elterngeld. Da wird dann auch ein Steuersatz von 6.5% auf 12.x% angehoben für diejenigen, die Elterngeld bekommen... geschenkt bekommt man hier nichts

Damocles' Sword
21.07.2006, 15:10
So , jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ich sehe das ganze absolut wie Dope4you . Unser System krankt an allen Enden (was eigentlich zwangsläufig ist).

Die Hauptprobleme sind m.E. :

1. Die Familienversicherung.
2. Die Medikamentenpreise.
3. Die Abrechnungsmethoden der Ärzte.
4. Die Bettenpreise der Krankenhäuser.
5. Heparin-Spritzen in Krankenhäusern.
6. [...]

Lösungsvorschläge :

zu 1. : Einführung der Pro-Kopf-Versicherung (wichtig: incl. Kinder) .
zu 2. : Deckelung der Preise für alle Medikamente,bspw. Herstellungskosten + max. 10 % Marge.
zu 3. : Patienten müssten einen Bogen ausfüllen in dem sie berichten in welcher Art sie behandelt wurden (hier wird sehr viel beschissen,glaubts mir) .
zu 4. : Deckelung der Tagespreise in Krankenhäusern auf ein normales Maß.
zu 5. : Ich habe mal 108 Tage am Stück im Krankenhaus (Arbeitsunfall) gelegen -> die Zahl der unnötig verabreichten Spritzen (damaliger Preis für eine Spritze : 27 DM) ist unglaublich hoch ! :eek: Abschaffen !

Falls ich einen Denkfehler gemacht habe -> sagt es mir.

MfG

Dope4you
21.07.2006, 15:54
Sorry, aber in diesem Sinne versteh ich wohl echt nicht. Ich bin bei meinem Einkommen immer im oberen Bereich gewesen und wenn du der Meinung bist das ich bei meinen gezahlten Beiträgen dem Staat noch etwas "SCHULDE" dann solltest du mir bitte erklären WO ich dem Staat etwas "SCHULDE".
Ich habe in den Topf MEHR einbezahlt als ich je raus kriegen werde, das von meinen Beiträgen keine Straße gebaut wird ist logisch, ABER das ich nur einen Bruchteil dessen kriege was ich einbezahlt habe dürfte mich von "Schulden" beim Staat entbinden. Es ging hier um die Tatsache das ich Deutschland verlassen werde und das ich nicht als Sozialschmarotzer mehr aus dem Topf genommen habe als ich einbezahlt habe.

Nein ich habe keinen Privatlehrer gehabt, Aber wenn ich es hochrechne habe ich ALLEINE einen Lehrer bezahlt für 10 Jahre und hätte dann nicht einmal die HÄLFTE meines Beitrages für den Staat aufgebraucht und wenn ich rechne das wir 28 Schüler waren dann frag ich mich doch wo das Geld hin geht.

Ich lese in anderen Beiträgen das sich Leute in Ausbildung beschweren das sie sich die 50qm Wohnung und das Auto nicht leisten können und sie dann nach Leistungen vom Staat schreien.......Es ist mir klar das man in der Allgemeinheit teilweise mehr geben muß als man raus bekommt, doch wenn dieses Verhältnis so unausgewogen ist dann reicht es auch mal.

Wenn der Bund der Steuerzahler jedes Jahr Verschwendung in Mrd. Höhe anprangert und das einzige was unseren Politikern einfällt eine Beitragserhöhung ist dann sind hier die FALSCHEN Leute an der Macht. Unsere letzten Finanzminister waren doch allesamt Pfeifen. Ob Eichel oder Waigel, zustande gebracht hat keiner was. Bereits bei mir in der Schule wurde uns der große Baum gezeigt mit der Altersstruktur Jetzt (1977) und im Jahre 2010. Das Problem ist also nicht Plötzlich aufgetreten sondern man hat es seit Jahrzehnten gewußt. Nur weil unsere Politiker so an Ihren Sesseln hängen hat sich keiner getraut etwas zu machen. Nicht im Sinne oder dem Wohle des Volkes sondern für die nächste Wahl wurden Entscheidungen getroffen.
Wir sind PLEITE.

Die Krankenkassen sind doch nur das nächste Glied was zerbricht, erst die Rente (Blüm. Die Renten sind Sicher :D ) dann die dramatische Entwicklung am Arbeitsmarkt (Unser wichtigstes Gut war mal das Wissen-Deutsche Techniker waren Weltweit führend--Pisa spricht jetzt eine andere Sprache) und jetzt zerbricht das Krankensystem.
Wer wirklich noch glaubt das wir mit diesem Kurs wieder zurück zum Wohlstand kommen der ist meines Erachtens sehr naiv.

Es beginnt doch bereits beio Kleinigkeiten, wenn ich jetzt sehe das ich im Straßenverkehr wenn ich geblitzt werde 50 Euro löhne und 3 Punkte kriege dann ist das mal ehrlich der blanke Hohn. Die 50 Euro zahl ich gleich BAR und die Punkte sind mir mehr oder weniger wurst. Der Harz4 Empfänger blecht auch 50 Euro und hat somit wohl sein Geld für 1 Woche verprasst......... Sorry aber so angenehm das für mich ist, wo ist hier die Gerechtigkeit?
Meine persönliche Meinung ist es das jeder gleich bluten soll, warum muß nicht auch ich einen Wochenlohn zahlen wenn es der Harz4 Empfänger auch tun muß?
Das ist jetzt nur 1 Beispiel und von der Sorte gibt es viele.

Warum dürfen unsere Politiker Nebenjobs haben? Wenn ich in der Arbeit bescheidene Leistungen erbringe und dann meinen Chef frage ob ich noch nebenbei was Arbeiten darf, dann kann ich mir die Antwort vorstellen. Unsere Politiker greifen ab was ihnen in die Finger kommt und das stört keine Sau.......

Ich könnte jetzt noch bis Heute Abend weiter aufzählen was mir stinkt, aber nachdem jetzt eine Veranstalltung meiner Kinder ist muß ich mich vom Acker machen.

Gruß

Dope4you

olly3052
21.07.2006, 20:00
bleibt bitte näher am thema und macht für die grundprobleme des sozialstaat und deren abgaben bitte ein neuen thread auf.

(georgie du bist nicht gemeint)

gruß

olly3052

Tiguar
21.07.2006, 20:29
Lösungsvorschläge :

(...)
zu 3. : Patienten müssten einen Bogen ausfüllen in dem sie berichten in welcher Art sie behandelt wurden (hier wird sehr viel beschissen,glaubts mir) .

Oder etwas weiter gedacht: Abschaffung der kassenärztlichen Vereinigungen, dafür rechnen die Ärzte direkt mit den Kassen ab, wobei der Versicherte zur Kontrolle immer eine Rechnungskopie bekommt (und verpflichtet sein sollte, Unregelmäßigkeiten der Krankenkasse zu melden). Damit wäre dann die Krankenkassenkarte ihre Nebenwirkung als Blankoscheck los. ;)

Viele Grüße, Tiguar

FreddyMercury
21.07.2006, 22:53
Ich wäre ja für die Abschaffung aller anderen 130 Kassen und dann nur eine einzige Kasse, die die Versorgung übernimmt. Wer mal in einem krankenhaus gearbeitet hat, wird mich verstehen :D

Damocles' Sword
22.07.2006, 00:39
@ Tiguar :

Dein Vorschlag scheint mir in der Tat etwas ausgereifter.

@ Freddy

Klingt auch nicht übel, vor allem würde man eine Menge Managergehälter einsparen. :p

FreddyMercury
22.07.2006, 10:47
Nicht nur eine Menge gehälter, die Versorgung könnte auch einfacher durchgenommen werden. Und die Beiträge müssten nicht alle 3 Wochen steigen.

Den Krankenkassen geht es nicht schlecht. Denen geht es sogar mehr als Blendend. Genau wie den Apotheken und den anderen Pharmaindustriefirmen.
Anstatt das uns damals als Gegensatz zu der 10€ Abgabe die Beiträge gesenkt wurden, wurden die Gehälter von den Managern erhöht!

Damocles' Sword
22.07.2006, 17:06
Wobei ich den Ansatz mit den 10 € gut finde,aber der Betrag müsste höher sein -> denn es kann nicht sein das jemand (speziell ältere Menschen) zum Hausarzt geht nur weil er niemanden hat mit dem er reden kann (hab ich schön oft mitbekommen). Man sollte diesen Betrag auf mind. 50 € erhöhen,und wenn etwas diagnostiziert wurde den vollen Betrag rückerstatten.

FreddyMercury
22.07.2006, 17:11
Du weisst aber, das wenn du die 10€ nicht gezahlt hast nicht Untersucht wirst? Wenn da 50€ zu blechen wären, würde ich auf meinem Krankenbett zu Hause sterben, denn 50€ für einen Arztbesuch kann ich nicht aufbringen. Wenn ich es wirklcih brauche, habe ich sogar schon mit den 10€ Probleme.

Es wurde auch mal in den Raum geworfen von den Krankenkassen, das die sich selber noch einen Betrag zwischen 5 und 30€ (glaub das waren 30) selber noch pro Person Einstecken können. Es gab ja auch mal das Gerücht, das pro Besuch nochmal 5€ gezahlt werden sollten.

Relict
22.07.2006, 17:19
Um Gottes Willen nicht höher machen. Viele gehen schon wegen den 10 Euro seltener zum Arzt. Und für die Ärzte ist diese Abrechnung nur eine Farce, dann noch mit Rückerstatten belasten? Es würde zudem auch die Ärztesituation hierzulande noch weiter verschlechtern.
Wird der "Eintritt" noch höher, warten noch mehr bis es wirklich nicht mehr anders geht und sie dann aber was richtig ernsthaftes haben, was dann natürlich auch teurer werden kann, ja sogar chronisch, sterben tut man nämlich meist nicht so schnell.
Ausserdem wird immer was diagnostiziert, gerade bei Alten.
Also kein guter Vorschlag. ;)

Den Vorschlag mit der Belohnung, statt Gebühren oder Bestrafung halte ich für den durchaus sinnvolleren Weg.

Damocles' Sword
22.07.2006, 17:23
Naja, vielleicht klingen 50 € etwas viel, aber wenn man eine solche Regelung heute beschliessen und erst 2007 oder 2008 einführen würde hätte jeder genug Zeit sich diese notwendige Reserve anzusparen. Wer wirklich etwas hat (und sei es nur eine leichte Bronchitis) sollte das Geld ja auch umgehend zurück erhalten.

Relict
22.07.2006, 17:36
@George
Von was denn noch sparen? Nee tut mir leid da bin ich absolut dagegen.
Haben wir nun ein Gesundheitssystem wegen der Gesundheit oder wegen der Profite ?

Wenn wer mal anfangen zu sparen sollte sind das die Kassen bei ihrer Bürokratie und auch die kassenärztlichen Vereinigungen, sofort und ohne über Los zu gehen -> zusammenlegen.
Desweiteren muss den medizintechnischen und Pharmawucherpreisen endlich mal Einhalt geboten werden.
Wo momentan nur gespart wird ist an der medizinischen Versorgung, DAS kann nicht der richtige Weg sein.

Edit:
Was mir im Gegensatz von vor 4 Jahren auch noch verstärkt aufgefallen ist, die Ärzte verschreiben solange möglich kaum noch was, sondern geben schon Zettelchen mit, damit man ein freies Medikament in der Apotheke voll bezahlen darf.
Selbst die schon hohe Zuzahlung wird tendenziell vermieden.
Ich frage mich für WAS ich überhaupt noch Beiträge bezahle, wird immer schlimmer. :(

Und nach einer lockeren Unterhaltung mit meiner Kiefernchirurgin, kamen auch deren Bedenken ins Gespräch. Sprich die Zukunft sieht so aus, dass Leute wie sie immermehr dichtmachen oder gut ausgebildete Mediziner und Fachärzte ins Ausland gehen und wir hier junge engagierte, aber schlechter ausgebildete günstige osteuropäische Ärzte bekommen. Sehr toll, wenn das der Weisheit letzter Schluss sein soll, dann gute Nacht.

FreddyMercury
22.07.2006, 17:57
Ein paar Orte weiter ist auch ein Krankenhaus, das im Ärztestreik mitmacht. Hab dann an einem Auto einen Flyer gesehen und mir den mal durchgelesen.
1. Wir Streiken damit Sie keine hohen Beiträge haben
2. Wir Streiken damit wir Sie besser versorgen können

Ab da hab ich auch schon aufgehört zu lesen, weil mir das schon gegen den Strich ging und ich hätte das Auto das wohl einem Arzt gehört am liebsten Angezündet.

Damocles' Sword
22.07.2006, 20:38
@ Relict

Also,ich denke wirklich jeder ist in der Lage in 5-17 (!) Monaten 50 € zu sparen.

In der Sache hast du natürlich Recht,es ist zu viel Bürokratie im Gesundheitswesen,in den anderen Punkten hast du eigentlich nur wiederholt was ich in meinem 1. Post als Hauptprobleme angeführt habe.

@ Freddy

Andererseits kann ich die Ärzte verstehen -> die Administration (bspw. KK-Manager) erhöht sich ihre Gehälter,fährt S-Klasse als Dienstwagen,hat geregelte Arbeitszeiten,Urlaub...

...und diejenigen von denen das Gesundheitssystem abhängt schaut seit Jahren in die Röhre ! :mad

Relict
23.07.2006, 10:48
@George
Na das Du dich da mal nicht täuschst. Können ist das eine, wirklich machen und dann, wenn mans braucht auch sofort zur Verfügung zu haben ist das andere. ;)
Schau Dirs doch an, zunehmende Armut, bei jung und alt. Da reicht das Geld nichmal bis Monatsende. Führt man entsprechende Regelungen ein, dann ist der gear...te wieder mal der noch arbeitende+verdienende.

Nee es geht mir auch um den Sinn des ganzen. Wenn ich etwas zurückbekomme, dann ist es nur ein sinnloser bürokratischer Aufwand, eben kostenverursachendes Geldhinundhergeschiebe. Ich meine das ists auch so, aber durch eine Rückzahlung noch doppelt.

Und wer soll entscheiden, welche Krankheit würdig ist behandelt zu werden und welche unwürdig, der Arzt, der Patient, die Kasse ?
Auch eine leichte Bronchitis kann chronisch werden, es gibt soviele Krankheitsbilder und Auswirkungen anderer Krankheiten.

Die 50 Euro und ein Arztbesuch würden zum Lottospiel, weil der Patient sich nie sicher sein kann und erst auf den letzten Pfiff kommen würde. Eben wenn eine Behandlung schon weitaus aufwendiger sein könnte und er definitiv sicher sein kann, dass er was ernsthaftes hat (damit er nicht zahlen muss).
Am Ende ist damit niemandem geholfen, weder Patient noch Kasse.

Und soweit ich weiss, dienen ja die 10 Euro sowieso nicht nur als quartalsweiser Eintritt fürs Bewusstsein des Patienten, sondern sind auch eine Umlagerung der Kassenbeiträge auf den Patienten. Sogar noch lukrativer, weil auch Arbeitslose dies von ihrem Geld zahlen müssen und nicht in der staatl. Kassenleistung dabei.
Die wollen garnichts zurückzahlen, im Gegenteil, die wollen immer mehr.

Ich finde die 10 Euro haben schon sehr viel bewirkt und verändert, dazu dann noch das Verschreibungs-Budget der Ärzte. Weiterhin wurden auch viele Vorsorgeuntersuchungen eingeschränkt und teils kostenpflichtig.

Ich denke nicht, dass das der richtige Weg ist. Für mich bedeutet das alles bereits Abbau des Gesundheitssystems, Niveausenkung der med. Versorgung und Tendenz 2-Klassenmedizin.
Tja thats Kapitalismus, selbst Krankheit ist Profitgeschäft, schlimm.
Gut für den, der auf der Nehmerseite dieser rentablen "Dienstleistung" sitzt oder nie krank wird, Pech und Strafe für den, der (öfters) krank wird.

Und das mit den Rentnern zum Quatschen halte ich für einen Vorwand. Rentner quatschen im Supermarkt, aber kaum beim Arzt. Gerade diese Generation ist hart im nehmen und anderes gewohnt und rannte noch nie wegen jedem Fitzel zum Arzt.
Ich kenns aus Altersheim, Familie und Bekanntschaft. Und wenn sie dort sind, dann haben sie auch was. Ist nunmal im zunehmenden Alter so und die wenigsten werden davon verschont.

Damocles' Sword
23.07.2006, 14:26
Nun ja, also bei meinem Hausarzt (Gemeinschaftspraxis/3 Ärzte) musste ich vor Einführung der Praxisgebühr teilweise mehr als 2 Stunden warten wenn ich mal arbeitsunfähig war. Seit der Einführung der PG hat sich das (erstaunlicherweise muss ich sagen) absolut geändert. Dies hat mich überrascht weil es ja nur 10,00 €/Quartal sind . :freak

Deine Ausführungen klingen logisch,aber ich als eiliger Mensch befürchte wieder mal mehrere Stunden warten zu müssen wenn ich mal erkranke... :D

Bugs
27.07.2006, 20:17
Hallo allerseits.
auch ich bin eine freiwillige Melkkuh im Gesundheits und Rentensystem.
Die ganzen Diskussionen sind doch nur Ablenkung.
Solange Menschen Leistungen aus unseren Sozialsystemen erhalten die noch keine Müde Mark eingezahlt haben, klappt das nicht.Und wenn Überschüsse da sind ( waren) wurden diese Zweckentfremdet.:evillol
Das müsste anders bezahlt werden. Im Moment läuft das auf eine Enteignung meiner Einzahlungen hinaus.
Ja meckert jetzt nur ( vielleicht rechter Spinner oder so) ich stehe zu meiner Aussage.

Gruß Bugs

SheepShaver
27.07.2006, 21:02
Die effektivste Lösung wäre, wenn jeder Patient eine Behandlung bis 100 € erst mal aus eigener Tasche bezahlen muss und seine Ausgaben dann per Antrag von den Kassen erstattet bekommt. Dann bekommen die Leute vielleicht endlich mal ein Gefühl dafür, wie teuer sowas ist.
Ich persönlich hab jedenfalls keine Lust mehr, jeden Monat über 250 € an die Krankenkasse zu zahlen, obwohl ich maximal 1 - 2 mal im Jahr zum Arzt gehe. Ich werde schnellstmöglich zu den Privaten wechseln, von daher soll sich in der Hinsicht bitteschön nix ändern.

Bugs
27.07.2006, 21:13
@sheep shaver
ds nennt man glaube ich ST Florian Prinzip!
Gruß Bugs

Dope4you
30.07.2006, 08:28
Ein paar Orte weiter ist auch ein Krankenhaus, das im Ärztestreik mitmacht. Hab dann an einem Auto einen Flyer gesehen und mir den mal durchgelesen.
1. Wir Streiken damit Sie keine hohen Beiträge haben
2. Wir Streiken damit wir Sie besser versorgen können

Ab da hab ich auch schon aufgehört zu lesen, weil mir das schon gegen den Strich ging und ich hätte das Auto das wohl einem Arzt gehört am liebsten Angezündet.

Na ja also unbedingt anzünden würde ich übertrieben finden. Besonders wenn du dich dabei verletzt hättest, bedenke nämlich wenn du dann ins Krankenhaus kommst könnte dich ein Assistenzarzt behandeln der gerade am Ende von seiner 48 Std. Schicht ist und in den letzten 2 Tagen evtl. nur 5-6 Std. Schlaf hatte. Könnte möglicherweise deine medizinische Versorgung beeinträchtigen wenn du von einem übermüdeten Arzt behandelt wirst.
OK, da muß man evtl. drüber stehen, persönlich würde ich zwar nicht mal einen Mechaniker an mein Auto lassen um die Bremsen zu richten wenn der Typ die letzten 48 Std. nur 5-6 Std. Schlaf hatte, aber man darf ja das Auto auch nicht mit dem Körper vergleichen--so ein Körper verträgt ja einiges.

Die Bezahlung der Ärzte ist ja auch exorbitant, wenn man das nicht auf Std. umrechnet was die Dienst schieben dann verdienen die schon fette Kohle. Als mein Bruder Arzt im Praktikum war hatte er umgerechnet auf die Stunde 2 Euro weniger als ich in einem Handwerklichen Beruf :) und die meisten Assistenzärzte verdienen auch nicht mehr......

Er hatte mir damals einen Abrechnungskatalog gezeigt wo ein Notfallmediziner für eine Wiederbelebung mit Deffibrilator lockere 18,67 DM kassieren konnte. Das find ich auch wieder angemessen, der Waschmaschinen Fuzzi hatte zwar damals 80 DM pro Std. abgerechnet, aber so eine Waschmaschine ist ja auch ein wertvolles Gerät.....

FreddyMercury
30.07.2006, 10:28
[QUOTE=Dope4you der gerade am Ende von seiner 48 Std. Schicht ist [/QUOTE]

Naja ich hab h ier in den umliegenden Krankenhäusen _niemanden_ von den Ärzten gesehen, die eine 48h schicht hatten. Es wurde immer pünktlich nach den 24h gewechselt. Aber nicht nur Ärzte haben 24h am Stück gearbeitet, auch das Röntgenpersonal, die Notaufnahme auch. Irgendjemand hat immer Bereitschaft und muss da bleiben.

Und wenn ich Medizin studiere, bin ich mir bewusst das ich solche Arbeitszeiten habe.
Die bezahlung von Ärzten ist ausser direkt nachm Studium eigentlich sehr gut. Ist halt wie in jedem anderen Beruf, dafür dürfen die im Normalfall auch noch nicht wirklich viel an Arbeit verrichten. Und ein paar Privatpatienten sind immer willkommen. Die zahlen bis zum 3fachen Satz, was ein Kassenpatient zahlt...
Obwohl die Privatversicherung ürsprünglich dazu gedacht war, das diejenigen die Privatversichert waren die mitversichert haben, die sich keine Versicherung leisten konnten.

Tolles Deutschland :rolleyes
Warum verdient das Pflegepersonal nur ein Appel und nen Ei? Die haben auch eine ziemliche Verantwortung. Ohne die kommt der Arzt z.B. überhaupt nicht aus. 1300Netto für 100% Arbeitskraft sind da doch ein bischen wenig... Und man kann in der Pflege in 3 Monaten locker 80 - 120 Überstunden haben.

Dope4you
30.07.2006, 12:03
Naja ich hab h ier in den umliegenden Krankenhäusen _niemanden_ von den Ärzten gesehen, die eine 48h schicht hatten. Es wurde immer pünktlich nach den 24h gewechselt. Aber nicht nur Ärzte haben 24h am Stück gearbeitet, auch das Röntgenpersonal, die Notaufnahme auch. Irgendjemand hat immer Bereitschaft und muss da bleiben.

.

Ok, wenn die anderen auch 24 Std. Schichten machen dann ist es ja wieder OK.

Scheinbar läuft es bei euch in den Krankenhäusern absolut nach Vorschirft ab, ich kann daher nicht sagen wie es in diesen Krankenhäusern ist. Ich kann nur aus meinem Umfeld und dem Umfeld meines Bruders sprechen welcher das Medizinstudium aber auch schon längere Zeit hinter sich hat. Doppelt Schichten sind hier keine Seltenheit gewesen und die Bezahlung ist auch (Umgerechnet auf die Stunden und die Verantwortung) sehr mies gewesen.
Aber du hast ja recht, 24 Std. sind nicht so wild, ich würde gerne einem Arzt der gerade 23 Std. Schicht gemacht hat und hier evtl. 3-4 Std. geschlafen hat die Nofall OP meiner Kinder anvertrauen. Es geht hier ja nicht um mein wertvolles Auto sondern nur um eine stupide OP die man wohl auch noch im Halbschlaf hin bekommt......

Viele Niedergelassen Ärzte können kaum noch Ihre Kosten Decken und ein kleiner Landarzt kommt wenn er Pech hat auf 1600-2000 Euro Netto. Dafür darf er aber Notfallbereitschaft schieben und muß vorher die Praxiseinrichtung finanzieren. Sicher hätte er sich vorher informieren können und Ihn hat keiner gezwungen das zu machen, doch bei beginn des Studiums vor etlichen Jahren sind die Zukunftsaussichten evtl. noch nicht so mies gewesen.

Das auch Krankenschwestern und andere Berufe schlecht bezahlt sind hab ich ja nie bestritten, auch bin ich gerne bereit über eine Lohnerhöhung dieser Berufe zu schreiben, doch vordergründig geht es jetzt doch um die Ärzte, oder?

FreddyMercury
30.07.2006, 13:54
Klar gehts hier um die Ärzte. Nur tun die Krankenhausärzte immer so, als wären Sie die geilsten und besten, dabei können die ohne Pflegepersonal nicht...

Dope4you
30.07.2006, 14:24
Sicher können die ohne das Pflegepersonal nichts, genau so wie ich es auch unfair finde das bei einem Robbie Williams Konzert alle nur von diesem Lackaffen Autogramme wollen und nie von dem Reinigungspersonal oder den Ordnern. Ohne diese Personen könnte der liebe Williams kein Konzert geben..... Auch in der Formel 1 wird nur immer von Schuhmacher und Alonso gesprochen, wo bleibt die Frau die denen die Rennanzüge wäscht?!

Das Leben ist unfair und daher werden auch nur die Ärzte beachtet, aber auch die Leute im Hintergrund verdienen Anerkennung. Der Hausmeister, die Köche, die Diätassistentin, das Pflegepersonal und noch einige andere.

J_M
02.08.2006, 14:28
Vielleicht haben viele Leute auch ein Problem, weil plötzlich Ärzte streiken, die noch niemals vorher gestreikt haben. Von Metallern, öffentlichen Dienstlern,Müllmännern ist man das ja gewohnt. Aber Ärzte, die immer, jederzeit für einem da sind streiken? Nee das geht nicht.
Da ja alle bisher der Meinung waren, Ärzte verdienen so gut, das sie nach der Arbeit nur mit Geld zählen oder Golfen beschäftigt sind (daher sieht man sie privat kaum).
:p

Wintermute
02.08.2006, 18:59
Und wenn ich Medizin studiere, bin ich mir bewusst das ich solche Arbeitszeiten habe.


Kannst du mir erklären was das sagen soll? :confused
"Ich weiß das es ungerecht ist, brauche mich deswegen nicht zu beschweren"?
Wenn du danach gehst, dann könntest du alle Streiks abschaffen. Die Leute wissen ja, das sie keine Gehaltserhöhung bekommen und die Inflation unter den Tisch gekehrt wird.

Was ist dein Problem mit den streikenden Ärzten? Andere Berufsgruppen würden bei solchen Bedinungen von Sklavenarbeit reden und den Bundestag empört anzünden...

@J-M:
Jep, das ist genauso ein Trugschluß wie das "Die Manager" alle so viel verdienen. Das sind vielleicht die oberen 5% ... man vergisst gerne das breite Mittelfeld. Aber irgendwas zum ereifern muß ja immer da sein.

J_M
04.08.2006, 16:16
Eigentlich ist Streik doch ein legitimes Mittel in unserem Lande, über schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen und Besserung zu fordern. Also haben Ärzte auch das Recht dazu.
Prinzipiell wird man bei Verallgemeinerungen (die Ärzte, die Autofahrer.....) immer Ausnahmen finden; je länger man sucht, desto mehr Ausnahmen.

Doch mal wieder zum Thema:
leider haben unsere Politiker es wieder einmal versäumt, die Problematik von der Wurzel anzupacken. Also tatsächlich unsere Krankenversicherung (KV) den jetzigen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Das einzige was immer wieder passiert sind die Beiträge zu erhöhen. Sicherlich gibt es kein Patentrezept, man wird bei jeder Lösung mindestens ein Haar in der Suppe finden, bzw irgendjemand wird dadurch schlechter gestellt sein.
Haben unsere EU-Nachbarn nicht auch KV`s? kann man nicht ein anderes, funktionierendes, günstigeres und effektiveres System von nem Nachbarn übernehmen? Da gilt doch: besser eins zu kopieren und verbessern, als ein neues schlechteres zu erfinden, oder?
Ich finde dieses KV-Debakel zeigt doch das Problem, in welchem unsere Politik steckt: sie will und kann nicht Lösungen bieten, weil sie ein Popularitätsverlust fürchtet, welches dann zu einem Machverlust führt.
Somit wird doch jede Veränderung, sei es auch nur im Promillebereich zum eigenen Erfolg oder völligen Versagen der Anderen.