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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soziale Sicherheit oder Selbstverantwortung?!


-=|Daywalker|=-
06.12.2002, 22:16
Wie ihr (wahrscheinlich) alle wisst, haben unsere "geschätzten" Politiker in Berlin kleine finanzielle Probleme... ;)

Würdet ihr auf soziale Sicherheit verzichten (weniger Versicherungsleistungen, weniger Rente, etc.) und mehr "Selbstverantwortung" wollen, so wie in den USA (dazu gehöhren dann auch niedrigere Steuern) ? Oder seht ihr andere Gründe für unsere Krise / den amerikanischen (fianziellen) Wohlstand ? Was denkt ihr allgemein über unser Sozialsystem, bzw. die Selbstverantwortung der USA ? Mich interessiert eure Meinung und ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr zu dem Thema eine habt. :)

mfg,
Drakon

Torsten75
06.12.2002, 22:22
Bei den Diskussionen platzt mir fast der Kragen. Ich bin schon seit Jahren privat Rentenversichert. Und was macht unsere tolle Gewerkschaft dieses Jahr? Sie zwingt uns eine Rentenversicherung auf die uns jedes Jahr vom Urlaubsgeld abgezogen wird. Das wäre ja kein Problem, wenn das nicht jedesmal 150,- € wären. Die werden dann mit unter 2% verzinst. :sauer Es is ja schön und gut, aber sowas sollte man doch jedem selbst überlassen. Wenn wir es mal realistisch sehen, bis wir in Rente gehen wird es eh nur noch ne Mindestrente geben. Ob das Ami-System bei uns was taugt bezweifle ich, unser Sozialsystem ist ganz anders aufgebaut. Über kurz oder lang wird es in die Richtung gehen, das heißt jeder muß sehen wo er bleibt. Der Staat ist hoffnungslos Überschuldet und mit der momentanen Regierung wird das nicht viel besser werden.

Stan
06.12.2002, 22:23
@Daywalker:

Schön dich hier wieder zu sehen :)..gleich wieder das Polit-Forum starten wie? :D

Nein ich habe im Moment keine Meinung dazu..es will mir nichts einfallen denn ich find beides blöd (wieso wohl? :rolleyes :)).

Crazy_Bon
06.12.2002, 22:32
Gerade das sollte man nicht erreichen, das amerikanische System ist vom Grund auf nicht sozial. Die Reichen sind privat versichert, die Armen bleiben auf der Strecke liegen.
Es wird ein Riesennotstand herschen wenn die Ärmsten durch alle Netze der staatlichen sozialen Stützen fallen.
Den finzanziellen Wohlstand haben ja auch nur einen gewissen Prozentsatz der amerikanischen Bevölkerung, Bettler und sonstige Arme sind völlig auf sich selbst gestellt.

-=|Daywalker|=-
06.12.2002, 22:43
@Stan: 1. Danke und 2. ist klar wieso... ;)

@Crazy_Bon: Klingt fast so, als funktioniert unser System deiner Meinung nach besser? Ich meine, immerhin sind die US nicht pleite, d.h. deutlich weniger Steuern für die Bevölkerung - und natürlich geht es in den US auch vielen schlecht... aber hier könnte es bald allen schlecht gehen ;). Was wäre für dich den die bessere Alternative zur US-Variante ?

mfg,
Drakon

Crazy_Bon
06.12.2002, 22:49
Mal eine Gegenfrage, wie kam es dazu, dass Deutschland so hoch verschuldet ist und Amerika nicht? Daran haben 1, 2 Legislaturperioden auch kaum Anteil daran gehabt. Erst recht nicht das soziale System.

-=|Daywalker|=-
06.12.2002, 22:55
@Crazy_Bon: Natürlich nicht nur das soziale System, dass ziemlich viel Geld frisst, sondern z.B. auch die Wiedervereinigung, verschwenderische Politik, Wiederaufbau nach dem WWII etc. - Die Frage aber ist, ob ihr auf soziale Sicherheit verzichten würdet, wenn ihr dafür mehr Selbstverantwortung tragen dürftet (müsstet). :rolleyes

Eure Meinung interessiert mich immernoch. :)

mfg,
Drakon

Motorsense
06.12.2002, 23:05
Das kommt drauf an wo du diese Kürzungen ansetzen willst. Es gibt wohl genug Leute, die einfach keine Lust zu arbeiten und nur dem Staat auf der Tasche liegen. Denen könnte man gerne das Arbeitslosengeld kürzen. Aber im hinblick darauf, dass die Kluft zwischen arm und reich sich immer weiter öffnet meine ich eigentlich, das man unser Soziales Netz soweit öffnen sollte, das viele Leute einfach durchfallen!!

Joshua
06.12.2002, 23:32
@Crazy_Bon:

Der Wandel zu amerikanischen Verhältnissen ist glaube ich auch nicht unbedingt gemeint - Fakt aber ist, dass das soziale System der Reform und damit auch dem Abbau bedarf, in seiner jetzigen Form (und vor allem auf dem jetzigen Niveau) ist es nicht zu halten. Ein Schritt in mehr Selbstvorsorge und mehr Selbstentscheidung ist erforderlich, natürlich muss dabei eine Grundsicherung erhalten bleiben. Um wieviel aber die Absicherung darüber hinaus gehen soll, das sollte jedem selbst überlassen werden.