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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachdenkliches


TeddyBiker
10.08.2001, 00:05
In diesem Thread (auch wenn's FunStuff ist) möchten wir mal was zum nachdenken und ein paar ernstere Themen geschrieben wissen. Gedichte, Lebensweisheiten und ähnlich schöne Dinge des Lebens.


Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und versuche den Frieden in dir selbst zu finden.
Und wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen.
Sag ihm die Wahrheit ruhig und besonnen und höre ihm zu,
auch wenn er gleichgültig und unwissend ist,
denn auch er hat seine Sorgen.
Vermeide laute und aggressive Menschen,
denn sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.
Wenn du dich mit all den anderen vergleichst,
wirst du eitel und bitter werden,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer oder kleiner sind als du selbst.
Sei stolz auf deinen Erfolg und denke an deine Karriere,
aber bleibe bescheiden,
denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden.
Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke,
aber laß dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.
Viele Leute reden von hohen Idealen,
und überall wird Heldenmut angepriesen:
Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl.
Stehe der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige,
das wahr und unvergänglich ist.
Sei dankbar für jedes Jahr, das du erleben darfst,
auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet.
Bereite dich auf den Augenblick vor,
in dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt,
aber zerstöre dich selber nicht aus Angst vor der Einsamkeit.
Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.
Du hast ein Recht auf der Welt zu sein -
genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht.
Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein.
Hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?
Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir begegnet.
Ganz gleich, was das Leben Dir auch an Schwierigkeiten auferlegt:
die Welt ist immer noch schön.
Versuch, auf ihr zu leben und glücklich zu werden

Unregistered
10.08.2001, 05:31
Unser Teddy ist ja ein richtiger Poet

TeddyBiker
10.08.2001, 23:32
jo, mitunter schon, aber gegen Hamlet bin ich ein Weisenknabe.

Mit dummen Mädchen, hab ich gedacht,...

Mit dummen Mädchen, hab ich gedacht,
Nichts ist mit dummen anzufangen;
Doch als ich mich an die klugen gemacht,
Da ist es mir noch schlimmer ergangen.

Die klugen waren mir viel zu klug,
Ihr Fragen machte mich ungeduldig,
Und wenn ich selber das Wichtigste frug,
Da blieben sie lachend die Antwort schuldig

(Heinrich Heine)

TeddyBiker
12.08.2001, 09:28
In den Himmel geblasen, in den Wind geschossen, von der einsamkeit verfolgt, von sich selber gequält, und andere mithineinziehend, den gedanken an sich selber verschwendend, an Niemand Anderen denkend, bahnt Er sich seinen Weg, durch das Dickicht der Gesellschaft, durch den Trauer der Anderen, in einer einsamen Strasse läuft er durch die Welt, dass Bild des Elends vor sich hält, die eine Liebe war vorbei, da es sich nichts mehr brachte, die andere die kamet schnell, jedoch auch diese nicht von Vorteil für das Herz, das Leben nahmet ihm den Sinn, an Liebe, Freude und Something , jedoch was ihm nun bleibet lang, ist die Zufriedenheit, der Anderen Leid, der Andern Schmerz und Trauer, doch aktzeptiere dieses eine Frau, wäre gebrochen der Bann, für immer und ewig, nur wissen muss sie das, nur nicht aus dem Munde dessen, der könnte sein von ihr bessesn. Um Trauer, Leid und Heiterkeit, wieder zu erringen, muss etwas walten, was er schon lang vergessen...

Peter
12.08.2001, 23:04
Damit das nicht ein reiner Teddy-Thread wird ;)

Ein kleiner Junge wurde belauscht wie er mit sich selbst sprach, als er mit großen Schritten durch den Hinterhof ging, die Baseballkappe auf und Ball und Schläger bei sich.
"Ich bin der größte Baseballspieler der Welt", sagte er stolz.
Dann warf er den Ball in die Luft, schlug und fehlte.
Unverzagt nahm er den Ball auf, warf ihn in die Luft und sagte zu sich selbst: "Ich bin der größte Spieler überhaupt".
Er schlug wieder nach dem Ball, und wieder fehlte er.
Er hielt einen Moment inne, um Schläger und Ball sorgfältig zu untersuchen.
Dann warf er den Ball noch einmal in die Luft und sagte:
"Ich bin der größte Baseballspieler, der je gelebt hat".
Er schwang den Schläger kräftig und verfehlte den Ball erneut.

"Mensch!" rief er aus. "Was für ein Werfer!"

Und die Moral von der Geschicht':
Die Kunst im Leben ist, unerschütterlich an sich zu glauben.

weird
12.08.2001, 23:34
liebe ist, wenn ich will, dass du bist

TeddyBiker
14.08.2001, 21:47
Von ungefähr muß einen Blinden
Ein Lahmer auf der Straße finden,
Und jener hofft schon freudenvoll,
Daß ihn der andre leiten soll.

"Dir", spricht der Lahme, "beizustehn?
Ich armer Mann kann selbst nicht gehen;
Doch scheint´s, daß du zu einer Last
Noch sehr gesunde Schultern hast.

Entschließe dich, mich fortzutragen,
So will ich dir die Stege sagen:
So wird dein starker Fuß mein Bein,
Mein helles Auge deines sein."

Der Lahme hängt mit seinen Krücken
Sich auf des Blinden breiten Rücken.
Vereint wirkt also dieses Paar,
Was einzeln keinem möglich war.

Du hast das nicht, was andre haben,
Und andern mangeln deine Gaben;
Aus dieser Unvollkommenheit
Entspringt die Geselligkeit.

Wenn jenem nicht die Gabe fehlte,
Die die Natur für mich erwählte,
So würd er nur für sich allein
Und nicht für mich bekümmert sein.

Beschwer die Götter nicht mit Klagen!
Der Vorteil, den sie dir versagen
Und jenem schenken, wird gemein,
Wir dürfen nur gesellig sein.


(Christian Fürchtegott Gellert)

Motorsense
15.08.2001, 19:25
Wen willst du denn mit dem tollen gedicht rumkriegen??

weird
15.08.2001, 21:17
@motorsense:

das is wohl nich dein ernst, oder?

TeddyBiker
15.08.2001, 22:19
Original erstellt von Motorsense
Wen willst du denn mit dem tollen gedicht rumkriegen?? ...auch im wahren Leben gibt es immer wieder solche Kulturbanausen...:hammer

TeddyBiker
17.08.2001, 09:31
moin moin Loide,

Hier (http://home.t-online.de/home/rud.klein.jr/krieg_1.htm) mal ein Link, der mich immer wieder sehr nachdenklich stimmt, und der mir deutlich macht, wie verdammt gut es *unsere Generation* hat.

Wenn jemand mal etwas Zeit und Muße hat, ich kann wirklich nur empfehlen, das mal zu lesen.

TeddyBiker
21.08.2001, 20:32
Was Du für mich bist

Du bist für mich alles was ich mir an schönem vorstellen kann.
Die Sonne die mein Herz erwärmt.
Der Regen der meine Traurigkeit wegwäscht.
Der Blitz der in mich fuhr als ich Dich zum ersten Mal sah.
Der Mond, der nachts über mich wacht.
Und der hellste Stern am Firmament,
der meinen Weg im Dunklen lenkt.
Du bist mein Leben und ich werde für Dich alles geben.
So eine Liebe so rein und klar.
Für mich wurde ein schon so oft geträumter Traum jetzt wahr.
Ging meinen Weg lange einsam und allein,
auf der Suche nach Glück und wäre es noch so klein.
Als ich darin keine Hoffnung mehr sah,
tratst Du plötzlich in mein Leben und warst für mich da.
Du hast in mir verborgene Gefühle geweckt,
mit Dir habe ich die Liebe neu entdeckt.
Mein Ziel in diesem Wettlauf des Lebens sehe ich genau vor mir.
Eine gemeinsame Zukunft und zwar mit Dir.
Eine mit Liebe, Harmonie und Glück.
Ich sehe vorwärts und nicht mehr zurück.

TeddyBiker
26.08.2001, 07:28
Wie selten ist der Mensch mit dem Zustande zufrieden, in dem er sich befindet! Er wünscht sich immer den seines Nächsten, aus welchem sich dieser gleichfalls heraussehnt.

Johann Wolfgang von Goethe

weird
26.08.2001, 19:21
Original erstellt von TeddyBiker
Wie selten ist der Mensch mit dem Zustande zufrieden, in dem er sich befindet! Er wünscht sich immer den seines Nächsten, aus welchem sich dieser gleichfalls heraussehnt.

Johann Wolfgang von Goethe

darauf passt auch: the grass is always greener on the other side

TeddyBiker
27.08.2001, 22:27
Das die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupte fliegen, kannst du nicht ändern. Aber das sie Nester in deinen Haaren bauen, das kannst du verhindern.

Chinesisches Sprichwort

TeddyBiker
29.08.2001, 21:44
Es gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

Friedrich Hebbel

TeddyBiker
01.09.2001, 06:52
Freundschaft ist, wenn Dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Autor unbekannt

DvP
02.09.2001, 02:13
Hey Teddy dieses Thema artet ja zu einer richtigen One-Man-Show aus! Jetzt is mir klar warum du schon sooo viele Beiträge geschrieben hast. Du musst übrigens ne Wahnsinns Tipse sein wenn du so viel schreibst. Hättest vielleicht Sekretärin werden sollen.

P.S.: Ich schätze die Gedichte trotzdem und bin froh dass du uns die diversen Lebensweiheiten mir auf den Weg gibst.

TeddyBiker
02.09.2001, 07:34
Original erstellt von DvP
Hey Teddy dieses Thema artet ja zu einer richtigen One-Man-Show aus! Jetzt is mir klar warum du schon sooo viele Beiträge geschrieben hast. Du musst übrigens ne Wahnsinns Tipse sein wenn du so viel schreibst. Hättest vielleicht Sekretärin werden sollen.

P.S.: Ich schätze die Gedichte trotzdem und bin froh dass du uns die diversen Lebensweiheiten mir auf den Weg gibst. moin moin DvP,

na ja, ich mach ja auch öfters mal 'ne Pause, damit andere sich hier auch mal richtig ausleben können, aber es handelt sich bei den meisten Besuchern dieses Threads um Silent Reader.
Allerdings sprechen die Hits eine deutliche Sprache, denn 220 Hits in 22 Tagen sind eigentlich ganz gut. Scheint so, als ob die meisten hier einfach nur *geniessen*, was ja schon ein kleiner Erfolg wäre. Ich denke mal, dass die *Zielgruppe* dieses Threads so zwischen 25 und 45 Jahren liegt, denn unsere Sprösslinge haben mit solch *philosophischen Kram* in ihrer Freizeit sicher nicht viel am Hut; Die wollen eher wissen, wie sie ihre GraKas und die CPU ihres Systems tunen können.
Na ja, thats Life. Bei der Gelegenheit werde ich gleich mal was nachschieben:



Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.

Friedrich Rückert

DvP
03.09.2001, 10:34
Also ich bin klar unter deiner Untergrenze was das Alter angeht und ich habe schon einmal geschrieben, dass ich wirklich einiges von diesen Beiträgen halte.
Darum glaube ich dass du uns "junge Wilde" doch ein wenig unterschätzt. Vielleicht solltest du deine Einstellung ein wenig korrigieren. ;)
Du alter Hase.:zunge

TeddyBiker
03.09.2001, 18:14
Original erstellt von DvP
Also ich bin klar unter deiner Untergrenze was das Alter angeht und ich habe schon einmal geschrieben, dass ich wirklich einiges von diesen Beiträgen halte.
Darum glaube ich dass du uns "junge Wilde" doch ein wenig unterschätzt. Vielleicht solltest du deine Einstellung ein wenig korrigieren. ;)
Du alter Hase.:zunge moin moin DvP,

Ausnahmen bestätigen die Regel, aber...mag wohl sein, dass mein Kommentar etwas zu oberflächlich gewesen ist. SORRY!

Passend dazu :

An kleinen Dingen muss man sich nicht stoßen, wenn man zu großen auf dem Weg ist.

Friedrich Hebbel

Kwuteg
05.09.2001, 10:41
Ich bin 21 und kann mich für so was auch begeistern. Das konnte ich aber auch schon mit 16. Nur war ich da noch ncht online... :D

Sag mal Teddy, tippst du hier irgend einen Sammelband ab?

TeddyBiker
06.09.2001, 20:43
Original erstellt von Lord Kwuteg
Ich bin 21 und kann mich für so was auch begeistern. Das konnte ich aber auch schon mit 16. Nur war ich da noch ncht online... :D
Sag mal Teddy, tippst du hier irgend einen Sammelband ab? moin moin Lord,

Meine Kleene hat ein paar ganz tolle Bücher und aus diesem schier unerschöpflichen Fundus pik ich mir hin und wieder was raus. z.B. das hier:

Mit einem kritischen Freund an der Seite, kommt man immer schneller vom Fleck.

Johann Wolfgang von Goethe

TeddyBiker
10.09.2001, 20:12
Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes.
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann,
dann stärkt sich indessen leise das Schöne
und berührt wieder unsere Seele.

MopedMietze
10.09.2001, 22:49
Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes.


:p
:love :baby


Oh,Du mein Held mit Deinem Stahlross........


Es mag ja Mädels geben, die krigt man mit sowas 'rum , die haben dann aber kein Mopped..............

BigBiker
15.09.2001, 22:08
Original erstellt von MopedMietze
Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes.
Es mag ja Mädels geben, die krigt man mit sowas 'rum , die haben dann aber kein Mopped.............. Hi MopedMietze, es sieht nicht so aus, als ob Teddy was rumkriegen will, sondern eher was anregen möchte. Ich finde solche Dinge gut, gerade in der heutigen Zeit.

TeddyBiker
18.09.2001, 15:21
Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freu‘n und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken,
ich wünsche dir Zeit, nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit, nicht nur zum Vertreiben,
ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben,
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrau´n,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schau´n.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit um zu wachsen, das heißt um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben,
es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selbst zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben
ich wünsche dir Zeit haben zum Leben.

TeddyBiker
22.09.2001, 06:19
Es war einmal ein junge Mann mit einem schlechten Charakter. Sein Vater gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm, er solle einen Nagel in den Gartenzaun schlagen, wenn er die Geduld verliere oder sich mit jemandem gestritten habe....
Am ersten Tag schlug der junge Mann 37 Nägel in den Gartenzaun. In den darauffolgenden Wochen lernte er, sich unter Kontrolle zu halten; und so nahm die Anzahl der eingeschlagenen Nägel Tag für Tag ab. Er hatte herausgefunden, dass sich unter Kontrolle zu halten einfacher war, als Nägel einzuschlagen.

Endlich kam der Tag, an welchem er keinen einzigen Nagel mehr in den Zaun geschlagen hatte. Er ging zu seinem Vater und erzählte ihm dies. Sein Vater sagte ihm also, er solle an jedem Tag, an welchem er nicht gestritten habe, einen Nagel aus dem Zaun entfernen. Die Tage vergingen und der junge Mann hatte endlich alle Nägel aus dem Zaun entfernt.

Der Vater nahm seinen Sohn zum Zaun und zeigte ihm die Löcher, die durch die Nägel entstanden waren und sagte: "Mein Sohn, du hast dich wirklich gut verhalten. Aber schau, wieviele Löcher im Zaun sind. Dieser Zaun wird nie mehr so sein, wie er mal gewesen war. Wenn du mit jemandem streitest, und du sagst ihm böse Worte, hinterlässt du ihm eine Wunde wie dieses Loch. Du kannst jemanden mit dem Messer erstechen und das Messer dann entfernen, aber die Wunde bleibt immer....."

Es ist egal, wieviele Male du dich entschuldigst, die Wunde bleibt. Eine verbale Verletzung ist schmerzhafter als eine physische. Freunde sind eine seltene Sache, sie ermutigen dich und bringen dich zum Lachen. Sie haben immer ein offenes Ohr für dich; sie unterstützen dich und öffnen dir ihr Herz.

TeddyBiker
25.09.2001, 17:57
Gott erschuf den Esel und sagte zu ihm:
"Du bist ein Esel. Du wirst unentwegt von morgens bis abends arbeiten und schwere Sachen auf deinem Rücken tragen. Du wirst Gras fressen und wenig intelligent sein. Und Du wirst fünfzig Jahre leben."

Darauf entgegnete der Esel:
"Fünfzig Jahre so zu leben ist viel zu viel, gib' mir bitte nicht mehr als dreissig Jahre!"

Und es war so.

Dann erschuf Gott den Hund und sprach zu ihm:
"Du bist ein Hund. Du wirst über die Güter der Menschheit wachen, deren ergebenster Freund du sein wirst. Du wirst das essen, was der Mensch übriglässt und 25 Jahre leben."

Der Hund antwortete:
"Gott, 25 Jahre so zu leben, ist zu viel. Bitte nicht mehr als zehn Jahre!"

Und es war so.

Dann erschuf Gott den Affen und sprach:
"Du bist ein Affe. Du sollst von Baum zu Baum schwingen und Dich verhalten wie ein Idiot. Du wirst lustig sein und so sollst Du für zwanzig Jahre leben."

Der Affe sprach:
"Gott, zwanzig Jahre als Clown der Welt zu leben, ist zu viel. Bitte gib mir nicht mehr als zehn Jahre."

Und es war so.

Schliesslich erschuf Gott den Mann und sprach zu ihm:
"Du bist ein Mann, das einzige rationale Lebewesen, das die Erde bewohnen wird. Du wirst Deine Intelligenz nutzen, um dir die anderen Geschöpfe untertan zu machen. Du wirst die Erde beherrschen und für zwanzig Jahre leben!"

Darauf sprach der Mann:
"Gott, Mann zu sein für nur zwanzig Jahre ist nicht genug. Bitte gib mir die zwanzig Jahre, die der Esel ausschlug, die fünfzehn des Hundes und die zehn des Affen."

Und so sorgte Gott dafür, dass der Mann zwanzig Jahre als Mann lebt, dann heiratet und dreissig Jahre als Esel von morgens bis abends arbeitet und schwere Lasten traegt.

Dann wird er Kinder haben und fünfzehn Jahre wie ein Hund leben, das Haus bewachen und das essen, was die Familie übrig lässt.

Dann, im hohen Alter, lebt er zehn Jahre als Affe, verhält sich wie ein Idiot und amüsiert seine Enkelkinder.

Und so ist es bis heute...

oder ?

TeddyBiker
29.09.2001, 06:04
Es ist noch nicht lange her,
als die Blumen noch blühten
und die Luft ganz frisch nach Regen roch.
Es ist noch nicht lange her,
als ich Träume hatte, noch wußte,
wer ich bin, als ich noch atmen konnte.
Es ist noch gar nicht so lange her,
daß alles erst anfing und alles so neu
und alles noch möglich war.
Die Zukunft hat viel zu früh begonnen.
Es ist lange her.

CPV
29.09.2001, 11:31
Original erstellt von TeddyBiker
Ich denke mal, dass die *Zielgruppe* dieses Threads so zwischen 25 und 45 Jahren liegt

Das ist nicht ganz der Fall, ich habe eine Schwäche für wunderschöne Gedichte, zum Beispiel: :)

Lernphase
Lerne zu sehen, was andere sehen. Lerne zu verstehen, was andere tun.

Lerne zu tolerieren, wie andere sind. Lerne zu akzeptieren, warum sie so sind.

Lerne zu geben, ohne zu nehmen. Lerne zu verzeihen, ohne einen Grund.

Lerne zu lachen, im noch so öden Alltag. Lerne zu helfen, denen, die es brauchen.

Lerne zu lieben ohne zu hassen. Lerne zu vertrauen ohne Gegenbeweise.

Lerne zu leben - miteinander.

Denkt drüber nach !

Eure CPV

CPV
29.09.2001, 11:33
Schmerzliche Erfahrung

Wenn das Herz vor Traurigkeit zerspringen möchte, wenn die Augen vor Verzweiflung schreien,
wenn man nur noch weinen möchte, aber keine Tränen mehr hat, wenn man schreien möchte,
aber keine Kraft mehr hat, wenn man glaubt, die Welt hört auf sich zu drehen, wenn man einfach nicht mehr kann... Dann tut die Liebe so unheimlich weh...

CPV
29.09.2001, 11:36
Sommerregen
prasselt gegen die Fensterscheibe.
Der Himmel weint. Aus Trauer? Vor Glück?
Ein Blitz zuckt über den Horizont und erleuchtet für einen Moment die graue Welt.
Ich denke über das Leben nach.
Mein Leben und seinen Sinn.
Es gab viele traurige Momente, in denen ich verzweifelt und hilflos war.
Aber es kamen auch wieder schöne Augenblicke, voller Freude und Glück.
Erst jetzt begreife ich, dass es das ist, was das Leben lebenswert macht -
der Grund, warum ich es so sehr liebe.
Es ist die Tatsache, dass nach dem Regen wieder Sonnenschein folgt. So wie jetzt.
Das Gewitter hat sich verzogen.
Die Sonne bricht durch die Wolken.
Und am Himmel ist ein wunderschöner Regenbogen.


Dazu brauch ich einfach nichts sagen,
das Gedicht sagt schon alles...:rolleyes

TeddyBiker
30.09.2001, 06:02
....nicht schlecht, Carina, ich bin doch angenehm übergerascht...:daumen


Ich habe
das wunderbare Gefühl,
Dir alles sagen zu können

Erspare mir
bitte das Gefühl,
Dir alles sagen zu müssen!

(Jörn Pfennig)

CPV
30.09.2001, 19:04
Wenn ich traurig bin, gibst du mir dein Lächeln.
Wenn mir Kalt ist, gibst du mir deine Wärme.
Wenn ich einsam bin, schenkst du mir deine Nähe.
Wenn ich Probleme habe, kann ich sie dir erzählen.
Wenn es dunkel ist, bist du mein Stern.
Wenn es regnet, bist du mein Sonnenschein.
Wenn ich in Gedanken bin, bist du meine Realität.
Und jetzt ist es so einsam um mich herum.

Ich brauche dich so sehr!

:kuss

CPV
02.10.2001, 22:35
Die letzten sieben Tage der Erde

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Aber nach vielen Jahrmillionen war der Mensch endlich klug genug. Er sprach: Wer redet hier von Gott? Ich nehme mein Leben und meine Zukunft selbst in die Hand. Er nahm sie und es begannen die letzten sieben Tage der Erde.

Am Morgen des ersten Tages beschloß der Mensch, frei zu sein und gut, schön und glücklich. Nicht mehr Ebenbild eines Gottes, sondern ein Mensch. Und weil er an etwas glauben mußte, glaubte er an die Freiheit und an das Glück, an Zahlen und Mengen, an die Börse und an den Fortschritt, an die Planung und seine Sicherheit. Denn zu seiner Sicherheit hatte er den Grund zu seinen Füßen gefüllt mit Raketen und Atomsprengköpfen.

Am zweiten Tage starben die Fische in den Industriegewässern, die Vögel am Pulver aus der chemischen Fabrik, das den Raupen bestimmt war, die Feldhasen an den Bleiwolken von der Straße, die Schoßhunde an der schönen roten Farbe der Wurst, die Heringe am Öl auf dem Meer und an dem Müll auf dem Grunde des Ozeans. Denn der Müll war aktiv.

Am dritten Tage verdorrte das Gras auf den Feldern und das Laub an den Bäumen, das Moos an den Felsen und die Blumen in den Gärten. Denn der Mensch machte das Wetter selbst und verteilte den Regen nach genauen Plan. Es war nur ein kleiner Fehler in dem Rechner, der den Regen verteilte. Als sie den Fehler fanden, lagen die Lastkähne auf dem trockenen Grund des schönen Rheins.

Am vierten Tage gingen drei von vier Milliarden Menschen zugrunde. Die einen an den Krankheiten, die der Mensch gezüchtet hatte, denn einer hatte vergessen, die Behälter zu schließen, die für den nächsten Krieg bereitstanden. Und ihre Medikamente halfen nichts. Die hatten zu lange wirken müssen in Hautcremes und Schweinelendchen. Die anderen starben am Hunger, weil etliche von ihnen den Schlüssel zu den Getreidesilos versteckt hatten. Und sie fluchten Gott, der ihnen das Glück doch schuldig war. Er war doch der liebe Gott!

Am fünften Tage drückten die letzten Menschen den roten Knopf, denn sie fühlten sich bedroht. Feuer hüllte den Erdball ein, die Berge brannten, die Meere verdampften und die Betonskelette in den Städten standen schwarz und rauchten. Und die Engel im Himmel sahen, wie der blaue Planet rot wurde, dann schmutzig braun und schließlich aschgrau. Und sie unterbrachen ihren Gesang für zehn Minuten.

Am sechsten Tage ging das Licht aus. Staub und Asche verhüllten die Sonne, den Mond und die Sterne. Und die letze Küchenschabe, die in einem Raketenbunker überlebt hatte, ging zugrunde an der übermäßigen Wärme, die ihr nicht gut bekam.

Am siebten Tage war Ruhe. Endlich: Die Erde war wüst und leer, und es war finster über den Rissen und Spalten, die in der trockenen Erdrinde aufgesprungen waren. Und der Geist des Menschen geisterte als Totengespenst über dem Chaos. Tief unten, in der Hölle, aber erzählte man sich die spannende Geschichte von dem Menschen, der seine Zukunft selbst in die Hand nahm, und das Gelächter dröhnte hinauf bis zu den Chören der Engel.

TeddyBiker
05.10.2001, 21:04
Ganz weit draußen,
am Ende des Regenbogens,
werde ich warten.
Auf Dich !
Und wenn Du endlich kommst, werde ich sitzen bleiben-
mit verschränkten Armen über meinen Knien.
Damit Du nicht zu früh erfährst,
mit welcher Sehnsucht
ich Dich erwartet habe!

weird
05.10.2001, 22:31
mich interessieren mal die verschiedenen meinungen dazu.
übrigens mit meinen 18 jahren lieg ich weit unterm durchschnitt

CPV
06.10.2001, 18:32
Liebe ist ...

Liebe ist... nur das Gute in einem zu sehen, auch wenn es nicht klar ersichtlich ist.
Liebe ist... immer zu sagen was man meint, auch wenn es vielleicht schwer fällt.
Liebe ist... auf die Wünsche des anderen einzugehen, auch wenn man etwas anderes tun will.
Liebe ist... immer wieder zu sagen ICH LIEBE DICH, auch wenn die Gefahr besteht, daß es zur Routine wird.
Liebe ist... dem Partner Arbeit abzunehmen, auch wenn man selbst kaputt ist.
Liebe ist... die Zukunft gemeinsam zu planen, auch wenn dabei Probleme auftreten können.
Liebe ist... dem Partner alles zu beichten, auch wenn man denkt, er könnte es nicht verstehen.
Liebe ist... den anderen mit Küssen zu überhäufen, auch wenn er es mal nicht will.
Liebe ist... die Erhellung in jedem Leben, auch wenn das Leben vorher noch so Dunkel war.
Liebe ist... wie eine Droge, auch wenn sie nicht als solche angesehen wird.
Liebe ist... zu wissen, was der andere denkt, auch wenn er es gar nicht preisgeben möchte.
Liebe ist... die Hilfe in der Not, Auch wenn sie eigentlich nicht immer helfen kann.
Liebe ist... im dunklem mit dem(der) Freund(in) eine Pizza zu essen, Auch wenn man dabei alles verschmiert.
Liebe ist... die Bedürfnisse des anderen zu akzeptieren, auch wenn man sie nicht versteht.
Liebe ist... die Erinnerung an gemeinsame Zeiten, auch wenn sie nicht immer gut waren.
Liebe ist... zu wissen das jemand für einen da ist, auch wenn die Probleme mal größer sind.
Liebe ist... in den Armen des anderen zu liegen, auch wenn man sich vorher gestritten hat.
Liebe ist... Verantwortung zu übernehmen, auch wenn sie noch so groß ist.
Liebe ist... sich dem Partner anzuvertrauen, auch wenn ein anderer einen dabei schon einmal ausgenutzt hat.
Liebe ist... Das Schönste, was es auf der Welt gibt.

TeddyBiker
08.10.2001, 00:05
Ein Mann hatte sich in der Wüste verirrt und war vor Durst fast zugrunde gegangen. Er schleppte sich nur noch dahin. Da kam er schließlich an ein vollkommen verlassenes Haus.
Vor der verwüsteten, windzerstörten Fassade sah er eine Wasserpumpe. Er stürzte sich auf sie und begann wie verrückt zu pumpen. Aber es kam kein Tropfen Wasser. Dann bemerkte er einen kleinen Krug mit einem Korkstöpsel und einer Notiz darin: „Sie müssen die Pumpe zuerst mit Wasser füllen, mein Freund! Und vergessen Sie nicht, den Krug nachzufüllen, ehe Sie weggehen!“

Der Mann zog den Korken aus dem Krug und bemerkte, dass dieser tatsächlich voll Wasser war. Nun begann er mit sich selbst zu ringen: Sollte er wirklich das Wasser in die Pumpe gießen? Was, wenn das nicht funktionierte? Dann hatte er das ganze Wasser verschwendet!

Wenn er aber aus dem Krug trank, konnte er sicher sein, das er nicht an Durst zugrunde gehen würde. Allerdings würde dann kein nach ihm Kommender mehr Wasser vorfinden! Aber was wäre, wenn er das Wasser tatsächlich aufgrund der mehr als fragwürdigen Konstruktion an dem Krug in die rostige Pumpe goss?
Eine innere Stimme riet ihm, den Rat zu befolgen und die riskante Entscheidung zu treffen. So machte er sich daran, den ganzen Krug Wasser in die Pumpe zu gießen. Er hob und senkte den Schwengel und pumpte - tatsächlich: plötzlich begann das Wasser aus der Röhre zu schießen!

Jetzt hatte der Mann köstlich, erfrischendes Wasser zu trinken. Er stillte seinen Durst, füllte den Krug mit Wasser, verkorkte ihn und fügte den Anweisungen auf dem Zettel noch einen Satz in seinen eigenen Worten hinzu: „Glaube nur, es funktioniert! Du musst der Pumpe alles geben, was Du hast, ehe Du etwas zurückbekommst!“

TeddyBiker
09.10.2001, 23:21
Erster Verlust

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück!

Einsam nähr ich meine Wunde,
Und mit stets erneuter Klage
Traur ich ums verlorne Glück.

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene holde Zeit zurück!

(Johann Wolfgang von Goethe)

TeddyBiker
16.10.2001, 21:21
Traurig

Du lebst in den Tag hinein
und denkst du bist glücklich dabei.
Du lachst, und die anderen lachen mit dir.
Und abends sitzt du da und merkst,
dass nichts davon stimmt.
Du bist traurig ganz tief innen
und schreist um Hilfe
durch dein Lachen
und die anderen denken
du bist glücklich..

TeddyBiker
27.10.2001, 07:45
Ein Mensch,
der niemals lacht,
der niemals weint,
ein Mensch,
der nicht vergibt,
den nichts berührt,
so ein Mensch lernt das Leben
niemals wirklich kennen.
Dieser Mensch lebt auf dieser Welt,
vergeht und wird niemals sagen können was es heißt
LEBEN

CPV
27.10.2001, 10:59
Liebe ...
es gibt eine kraft auf erden
die stärker ist als alles andere

es gibt eine macht im universum
vor der sogar das göttliche sich beugt

sie liegt in einem augenblick
genauso wie in der ewigkeit

durch sie ist alles
und ohne sie ist nichts

und wir menschen
haben das wunderbare geschenk bekommen
sie zu besitzen.

also

laßt uns lieben
die leben leben

und durch sie
das leben lieben.

CPV
27.10.2001, 11:08
Schön

Ein Traum, ein Wunsch, Realität
lieben, lachen, sehn was geht
Enttäuschung, Trauer, Zeit gewinnen
Kräfte sammeln, von vorn beginnen
kämpfen, lernen, Erfolge sehn
Glück genießen, das ist schön.

TeddyBiker
31.10.2001, 07:52
Dunkelheit
kein Schein eines Lichtes
kein Fenster
keine Öffnung
nichts
ich suche
nach einem Spalt
einem Schein
in der Finsternis
doch die Dunkelheit
lässt mich nichts erkennen
kein Fenster
keine Öffnung
nur eine schwarze Wand
kein Ausweg
nichts
ich spüre
die Müdigkeit
ich kauere
in der hintersten Ecke
in der Abstellkammer
meiner Seele

CPV
04.11.2001, 13:03
Es ist was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

CPV
04.11.2001, 13:15
Glück

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guß,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Zappa1
09.11.2001, 01:19
Jung sein...

Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt,
sondern eine Geisteshaltung: Sie ist der Ausdruck des
Willens, der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität.
Sie bedeutet den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit, Sieg
der Abenteuerlust über den Hang zur Beqemlichkeit.

Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl Jahre
gelebt hat: Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt!
Die Jahre zeichnen zwar die Haut, - Ideale aufgeben
aber zeichnet die Seele. Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen
und Hoffnungslosigkeit sind Feinde, die uns nach und nach
zur Erde niederdrücken und uns - vor dem Tode - zu
Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen, lachen und sich begeistern kann.
Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann?
Wer die Ereignisse herausfordert und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie Euer Glaube, so alt wie Euere Zweifel.
So jung wie Euer Selbstvertrauen. So jung wie Eure Hoffnung.
So alt wie Eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet immer jung bleiben, solange Ihr aufnahmebereit bleibt:
Empfänglich für das Schöne, das Gute und Grosse;
empfänglich für die Botschaften der Natur, der Mitmenschen,
des Unfasslichen.

(unbekanter Author)

TeddyBiker
10.11.2001, 21:05
Ein Traum
gehütet
bewacht
immer wieder geträumt
farbig
wunderschön
unfaßbar
gebraucht
Droge zum Aufrichten
tägliche Nahrung
am Tag geträumt
gewünscht
mit der Wirklichkeit zu verschmelzen
und schließlich
zur enttäuschenden
Wirklichkeit geworden

Unregistered
18.11.2001, 23:15
Original erstellt von TeddyBiker
In diesem Thread (auch wenn's FunStuff ist) möchten wir mal was zum nachdenken und ein paar ernstere Themen geschrieben wissen. Gedichte, Lebensweisheiten und ähnlich schöne Dinge des Lebens.


Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und versuche den Frieden in dir selbst zu finden.
Und wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen.
Sag ihm die Wahrheit ruhig und besonnen und höre ihm zu,
auch wenn er gleichgültig und unwissend ist,
denn auch er hat seine Sorgen.
Vermeide laute und aggressive Menschen,
denn sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.
Wenn du dich mit all den anderen vergleichst,
wirst du eitel und bitter werden,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer oder kleiner sind als du selbst.
Sei stolz auf deinen Erfolg und denke an deine Karriere,
aber bleibe bescheiden,
denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden.
Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke,
aber laß dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.
Viele Leute reden von hohen Idealen,
und überall wird Heldenmut angepriesen:
Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl.
Stehe der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige,
das wahr und unvergänglich ist.
Sei dankbar für jedes Jahr, das du erleben darfst,
auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet.
Bereite dich auf den Augenblick vor,
in dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt,
aber zerstöre dich selber nicht aus Angst vor der Einsamkeit.
Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.
Du hast ein Recht auf der Welt zu sein -
genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht.
Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein.
Hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?
Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir begegnet.
Ganz gleich, was das Leben Dir auch an Schwierigkeiten auferlegt:
die Welt ist immer noch schön.
Versuch, auf ihr zu leben und glücklich zu werden

Unregistered
18.11.2001, 23:17
oups... mein Fehler!

Ich wollte nur anmerken:

Wenn man anderer Leute Werke zitiert, dann sollte man auch die Quelle angeben und nicht die Lorbeeren dafür einheimsen, TeddyBiker!

Was Du gepostet hast, ist eine schwache Übersetzung der "Desiderata" einem uralten überlieferten prosaischen Werk...

Gruß
dk

TeddyBiker
18.11.2001, 23:33
Original erstellt von Unregistered
oups... mein Fehler!
Ich wollte nur anmerken:
Wenn man anderer Leute Werke zitiert, dann sollte man auch die Quelle angeben und nicht die Lorbeeren dafür einheimsen, TeddyBiker!
Was Du gepostet hast, ist eine schwache Übersetzung der "Desiderata" einem uralten überlieferten prosaischen Werk...
Gruß
dk Hi dk,

Es ist absolut nicht meine Absicht, irgendwelche *Lorbeeren* einzuheimsen!
Ich finde den Text sehr gut und kenne den Autor leider nicht.

Vielen Dank für die nützliche Quellenangabe.

CPV
21.11.2001, 08:59
Tanz der Zeit


Für alle, die ein zu hektisches Leben führen:

Hast Du schon einmal beobachtet,
wie Kinder auf einem Karussell spielen oder gelauscht,
wie der Regen auf das Dach prasselt?

Hast Du schon einen
fröhlich umherflatternden Schmetterling beobachtet
oder einen Sonnenuntergang?

Du solltest einmal anhalten.
Tanze nicht so schnell,
denn das Leben ist kurz.
Die Musik dauert nicht ewig.

Bist Du den ganzen Tag in Eile?
Sobald Du jemanden fragst
"Wie geht es?",
nimmst Du Dir auch die Zeit
und hörst Dir dessen Antwort an?

Wenn der Tag um ist und Du gehst zu Bett,
gehen Dir dann noch tausend Dinge,
die noch zu erledigen sind,
im Kopf herum?
Du solltest ein wenig bremsen.

Hast Du schon mal jemanden verletzt,
nur weil Dir die Zeit fehlte,
über Deine Worte,
über Dein Handeln nachzudenken?
Fehlte Dir vielleicht sogar die Zeit,
Dich zu entschuldigen?

Hast Du schon einmal
den Kontakt zu einem Freund verloren,
weil Du nie Zeit fandest,
ihm einmal "Guten Tag" zu sagen?

Es wäre besser,
Du trittst langsamer,
tanze nicht so schnell,
die Musik hört eines Tages auf zu spielen,
das Leben ist so kurz.

Wenn Du so schnell durchs Leben läufst,
wirst Du die Hälfte versäumen.
Das Leben ist kein Wettlauf,
verlangsame Deinen Rhythmus,
nimm Dir die Zeit,
die Musik anzuhören,
bevor das Lied zu Ende ist.

TeddyBiker
21.11.2001, 11:42
Michael war so eine Art Typ, der Dich wirklich wahnsinnig machen konnte. Er war immer guter Laune und hatte immer was positives zu sagen. Wenn ihn jemand fragte, wie's ihm ginge, antwortete er: "Wenn's mir besser gehen würde, wäre ich zwei Mal vorhanden." Er war der geborene Optimist.
Hatte einer seiner Angestellten mal einen schlechten Tag, meinte Michael zu ihm, er solle die positive Seite der Situation sehen. Seine Art machte mich wirklich derart neugierig, dass ich eines Tages auf ihn zuging und zu ihm sagte: "Das kann ich einfach nicht verstehen. Du kannst doch nicht ständig ein positiv denkender Mensch sein, wie machst Du denn das?" Michael entgegnete: "Wenn ich am Morgen aufwache, sage ich mir: "Du hast zwei Möglichkeiten. Du kannst wählen, ob Du guter oder schlechter Laune sein willst. Und ich will eben guter Laune sein.
Jedes Mal, wenn etwas passiert, kann ich selbst wählen, ob ich der Leidtragende einer Situation sein oder ob ich etwas daraus lernen will. Jedes Mal, wenn jemand zu mir kommt, um sich zu beklagen, kann ich entweder sein Klagen akzeptieren oder ich kann auf die positive Seite des Lebens hinweisen. Ich habe die positive Seite gewählt."
"Ja, gut, aber das ist nicht so einfach", war mein Einwand. "Doch, es ist einfach", meinte Michael, "das Leben besteht aus lauter Auswahlmöglichkeiten. Du entscheidest, wie Du auf gewisse Situationen reagieren willst. Du kannst wählen, wie die Leute Deine Laune beeinflussen. Dein Motto ist: Du kannst darüber entscheiden, wie Du Dein leben führen willst." Ich dachte darüber nach, was Michael gesagt hatte.
Kurze Zeit später verliess ich Tower Industry, um mich selbstständig zu machen. Wir verloren uns aus den Augen, aber ich dachte oft an ihn, wenn ich mich für das Leben entschied, statt darauf zu reagieren.

Einige Jahre später erfuhr ich, dass Michael in einen schweren Unfall verwickelt war. Er stürzte etwa 18 m von einem Fernmeldeturm. Nach 18 Stunden im Operationssaal und Wochen intensiver Pflege, wurde Michael mit Metallstützen in seinem Rücken aus dem Krankenhaus entlassen. Als ich ihn fragte, wie es ihm ginge, erwiderte er: "Wenn es mir besser ginge, wäre ich zwei Mal vorhanden. Möchtest Du meine Operationsnarben sehen?" Ich verzichtete darauf, fragte ihn aber, was in ihm vorgegangen sei im Augenblick des Unfalls. "Nun das erste, was mir durch den Kopf ging war, ob es meiner Tochter, die bald darauf zur Welt kommen sollte, gut ginge. Als ich dann so am Boden lag, erinnerte ich mich, dass ich zwei Möglichkeiten hatte: Ich konnte wählen, ob ich leben oder sterben wollte."

"Hattest Du Angst? Hast Du das Bewusstsein verloren?" wollte ich wissen. Michael fuhr fort: "Die Sanitäter haben wirklich gute Arbeit geleistet. Sie hörten nicht auf, mir zu sagen, dass es mir gut ginge. Aber als sie mich in die Notaufnahme rollten, sah ich den Gesichtsausdruck der Aerzte und Schwestern, der sagte: 'Er ist ein toter Mann.' Und ich wusste, dass ich die Initiative ergreifen musste."
"Was hast Du denn getan?" fragte ich ihn. "Nun, als mich so ein Ungetüm von Aufnahmeschwester mit lauter Stimme befragte und wissen wollte, ob ich auf irgendetwas allergisch sei, bejahte ich.
Die Aerzte und Schwestern hielten inne und warteten auf meine Antwort. Ich atmete tief durch und brüllte zurück: 'Auf Schwerkraft!' Während das ganze Team lachte, erklärte ich ihm: Ich entscheide mich zu leben. Also operieren Sie mich, als wäre ich lebendig und nicht tot." Michael überlebte dank der Fähigkeit seiner Aerzte, aber auch wegen seiner bewundernswerten Einstellung. Von ihm lernte ich, dass wir jeden Tag die Wahl haben, in vollen Zügen zu leben. Die Einstellung ist schliesslich alles.

Deshalb sorge Dich nicht um das, was morgen sein wird. Jeden Tag gibt es genug, um das man sich sorgen muss. Und das Heute ist das Morgen, über das Du Dir gestern Sorgen gemacht hast.

Author unbekannt

CPV
21.11.2001, 20:13
Bemerkenswert Teddy!

Ich finde die Geschichte wirklich sehr schön und sie hat recht!!!
Ich finde, man sollte sich viel mehr bewusst machen, dass man lebt um zu leben und man jeden Tag so genießen sollte als ob es der letzte wäre.
Dass man die Gesundheit braucht und wie wichtig alles an uns und um uns herum ist, merkt man doch erst wirklich wenn es einem fehlt oder es für immer verloren hat!!!

Liebe Das Leben und sei stolz darauf es zu haben :)

DerKleine
21.11.2001, 21:00
Faulheit ist der Dünger des Geistes.

Verfasser unbekannt

TeddyBiker
25.11.2001, 12:30
Glück ist wie ein Sonnenblick;
Erst wenn es vergangen,
Erst in Leid und Bangen
Denkt ein Herz und fühlt es klar,
Dass es einmal glücklich war.

Martin Greif

CPV
25.11.2001, 19:46
Leben



Leben.

Leben?
Was ist das, leben? Einfach nur da sein, existieren?
Oder richtig leben, lieben, geniessen?



Ich bin, also lebe ich?

Ich liebe, also lebe ich?
Ich liebe nicht, also lebe ich auch nicht?

Dann brauche ich auch nicht zu leben??



Dem Leben ein Ende setzen...

Das Ende?
Ist alles vorbei?



Im Moment lebe ich, weil ich liebe.

Und ich koennte mich nur schwer umstellen, zu leben ohne zu lieben.



Leben. Ein Geschenk Gottes.

Leben heisst fuer mich nicht die blosse Existenz, Leben heisst fuer mich lieben und geliebt werden.

Leben.


Leben eben.

TeddyBiker
28.11.2001, 09:03
Die Liebe stirbt nie einen natürlichen Tod. Sie stirbt, weil wir das Versiegen ihrer Quelle nicht aufhalten, sie stirbt an Blindheit und Mißverständnissen und Verrat. Sie stirbt an Krankheiten und Wunden, sie stirbt an Müdigkeit. Sie siecht dahin, sie wird gebrechlich, aber sie stirbt nie einen natürlichen Tod. Jeder Liebende könnte des Mordes an seiner eigenen Liebe bezichtigt werden.

Anais Nin

werkam
28.11.2001, 12:29
Hallo TeddyBiker, dieses Gedicht gab es ich glaube vor ca. 25 Jahren schon mal als Schallplatte von dem Schauspieler F. Schütte. Damals fand ich es auch schon sehr gut.
________________________________________
Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und versuche den Frieden in dir selbst zu finden.
---------------------------------------------------------------
PS.: Wollte nicht den ganzen Text wieder einfügen. Diesen wollte ich aber damals schon immer haben, danke das Du Ihn hier veröffentlicht hast. werkam

TeddyBiker
03.12.2001, 22:07
Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen,
Obwohl ers weiß, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will !
Nur, dass er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht ...
Gemahnt wird nach zweifelsbittern Wochen,
Dass ers doch halb und halb versprochen,
Verspricht ers, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapfrer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann



Eugen Roth

Zappa1
04.12.2001, 02:46
Also echt! Das muss ich jetzt mal schreiben:

Großes Lob an Teddy Biker! (und natürlich auch an alle anderen)

Alle Funstuff-Foren sind toll. Lustiges und Nachdenkliches, Absurdes und Philosophisches. Alles mit Geist und trotzdem mit Leichtigkeit.... bitte bremst mich, bervor euch das Schmalz aus den Moitoren läuft!

Auch wenns jetzt blöd klingt, aber ich Liebe es Wirklich!

Schön, das es sowas in dieser Zeit und an diesem Ort noch gibt. Mal weg von oberflächlicher Comedy und besch***en Nachrichten.
Die Grundlagen des Lebens sehen und dabei mit Liebe, Respeckt und Läacheln daran Teilhaben zu dürfen, ist doch das, was glücklich macht. Nicht die Benchmarks, das Geld oder die leckere Frau von nebenan.

How!

TeddyBiker
04.12.2001, 06:55
Vielen herzlichen Dank. Es freut mich sehr, dass *unser Stil* so gut bei den Boardy's ankommt. :schaf

Aber vergesst bitte niemals....Ihr seid das Forum!

TeddyBiker
05.12.2001, 21:46
Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fühlte mich richtig stolz,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß, ich tat das Richtige.

Nun ist die Party zu Ende,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewusst und lieb.
Ich fuhr also los,
aber als ich die Straße betrat,
sah mich der andere Wagen nicht,
er fuhr einfach über mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt,
hörte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken",
Und nun bin ich es, die bezahlen wird.

Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.
Überall um mich ist Blut,
das meiste davon ist meins.
Ich höre den Arzt sagen,
bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen,
die anderen haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken
Und ich werde sterben.
Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.

Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.

Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.

Jemand hätte ihm sagen sollen,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten,
wäre ich noch am Leben.
Mein Atem wird kürzer,
ich bekomme solche Angst.

Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Jetzt hab ich nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?

Unbekannter Author

CPV
06.12.2001, 13:11
Realität ?



Was ist Realität?
Gibt es eine Objektive?

Mit unseren Augen
mit unseren Sinnen
sehen wir nur
was wir wahrnehmen wollen
Und was ist leichter
zu verführen
zu betrügen
als Gefühle
als unsere Sinne?

Realität ist nichts weiter
als die Interpretation
von unserem Innern
Vieleicht ist unser Leben
nichts weiter als
eine Sinnestäuschung!

CPV
06.12.2001, 13:15
Kleine Dinge

Nimm einen kleinen Kieselstein
in deine Hand
und werfe ihn nur flach
in einen See

Kannst Du sehen
wie dieser kleine Stein
beim Aufprall
auf das Wasser hüpft
wie er Kreise
nach sich zieht?

Kannst Du erahnen
wie tief der Grund ist
auf den er fällt?

Nimm mich fest
in deine Arme
und halte mich
ganz nah bei dir

Kannst Du spüren
wie mein Herz
vor Glück
nun schneller springt?

Kannst Du erahnen
wie tief
diese Umarmung
in meine Seele dringt?

Was kleine Dinge
nicht alles bewirken können!

CPV
06.12.2001, 13:20
Im Leben ist oft nicht alles so wie es scheint,
manchmal wird gelacht doch zu oft geweint.
Es sind die schlechten Dinge, die wir zu genau betrachten,
wobei wir die positiven Dinge zu selten beachten.
Wir sehen die schlechten Zeichen, die uns nur allzu nah sind,
doch den guten Zeichen gegenüber sind wir meist blind,
uns geht es nicht gut, weil´s angeblich schlecht um uns steht,
doch das wirkliche Elend wird aus den Gedanken geweht.

Anstatt zu schimpfen und zu klagen,
sollten wir auch mal den nächsten Schritt wagen :
Das Beste zu machen aus unserer Situation,
für viele Menschen ist ein gesichertes Leben eine ewige Illusion.

Während wir morgens aufstehen, greifend nach dem Brot,
sterben anderswo Menschen, am Hungertod,

für den einen hat das Leben einfach keinen Sinn,
doch ich bin froh, daß ich am leben bin.
Der Sinn des Seins ist vielleicht selbst das Leben,
und Hand in Hand nach einer Zukunft für ALLE zu streben.

TeddyBiker
06.12.2001, 23:49
Weise Worte

Einer hat irgendwann einmal gesagt:

Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen,
Liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt,
Tanzt, als würde keiner hinschauen,
Singt, als würde keiner zuhören,
Lebt, als wäre das Paradies auf der Erde

TeddyBiker
11.12.2001, 22:33
Dieses Tantra kommt aus Nordindien. Ob abergläubisch
oder nicht, nimm dir einige Minuten um es zu lesen.
Es ist schon mindestens zehnmal um die Welt gegangen.




Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade
seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze.

"Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!"

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut
mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass. Ich denke immer noch an diese Worte ... sie haben mein Leben verändert.

Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger.
Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die
Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten.
Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit.
Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre
ich nichts mehr auf.
Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen.
Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust habe. Sätze, wie z. B. "Eines Tages ..." oder "An einem dieser Tage ..." sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen).
Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen.
Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich
sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.
Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen sollen.
Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte.
Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu
haben, wie sehr ich sie liebe.
Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.

CPV
12.12.2001, 18:32
@ Teddybiker

ich finde diesen Text wunderschön und es stimmt wirklich:

Allein, dass was wir jetzt tun, zählt.

Denn: (siehe meine Signatur :) )

CPV
12.12.2001, 18:33
Wenn ich an morgen denk



Es ist 8:30 Uhr als der Radiowecker, den ich immer weit über Zimmerlautstärke stelle, das Ende der Welt verkündet.
Eine Nachrichtensprecherin erklärt, dass in 24 Stunden alles ein Ende gefunden haben wird, dass sich nichts mehr zum Guten wenden kann. Dort, in meinem Bett, in dem ich seit einem Jahr aufwache um zur Arbeit zu gehen, liege ich nun mit geöffneten Augen und meine Gedanken spielen alle Scherze durch.
Wir haben weder den ersten April, noch Halloween, und das Schluchzen in der Stimme der Sprecherin scheint mehr als gute Schauspielerei.

Nur kurze Zeit und mein Selbst hat begriffen das die "Ewigkeit" keine Gültigkeit mehr in meinen Gedanken haben darf. Was immer auch passieren wird, es wird uns das nehmen was "für immer" war, was bis morgen hätte warten können. Und so fremd mir der Gedanke auch ist, so seltsam vertraut ist er. Was wollte ich morgen nicht alles machen was wolltest du nicht morgen alles? Morgen! Ich würde der Welt erzählen wie gern ich sie habe. Würde sie um Verzeihung bitten, für all die Dinge die in mir einen Wert hatten den sie nie verdient haben, für all die ungenutzten Momente, die erst jetzt ihren Wert haben, wo ich sagen muss das "heute" alles ist.

Es mag sicher Menschen geben, die ihren Fernseher ein letztes mal einschalten, um das Ende aus der Ersten Reihe zu sehen. Manche werden zur Arbeit gehen und ihren Job erledigen und andere werden noch ein letztes mal über ihre teuer bezahlten Daimler Benz streicheln. Doch mein letzter Tag ist ein anderer. Er wird beweisen was mir wichtig ist. Ich springe auf, mit der Hast die bezeichnend ist für einen neuen Tag, an dem die Arbeit wartet und so viele Dinge erledigt werden wollen.
Gedanken, die so schnell kommen - und gehen - wie funken aus einem Feuer steigen, spielen das eigene Leben zum x-ten mal durch. Doch dann, wenn die Wahrheit erkannt ist, wird es ruhig. Wie vielen Menschen wollte ich sagen das sie mein Leben bereichert haben, wie vielen, dass ich nie ich auf sie gezählt habe?! Wie viele Bäume wollte ich berühren und wie oft Meeresrauschen hören, wenn ich nur den Morgen hätte?

Und zum ersten mal im meinem Leben begreife ich, dass man nicht im Morgen - sowenig wie im gestern - leben kann. Was zählt, und was schon immer zählte, ist das jetzt und hier. Ein paar Menschen, arme Seelen, werden orientierungslos umher irren und ihre Welt zerstört sehen, doch die meisten werden sich dem zuwenden was ihnen lieb und teuer war in ihrem leben. Sie werden das unterstreichen, wofür es sich zu leben gelohnt hat. Ich koche meinen letzten Kaffee, mit aller liebe, und trete vor meine Haustür. Nun atme ich tief und werfe den Blick auf die geliebten Wolken, die jeden Tag von neuem, und anders sind. Ich schaue auf die Bäume, deren Distanz sich aus der diesigen Luft ergibt und die ihre Blätter, für mich, nie wieder abwerfen werden.

Und der Kaffee schmeckt, wie er zum ersten mal geschmeckt hat: nach der großen, weiten Welt. Ich denke an meine Vergangenheit und überlege was ich hätte besser machen können, doch der Gedanke scheint Grotesk. Nun, in diesem Moment, erscheint die Vergangenheit als das was sie ist: Unveränderbar. Was ich jetzt nicht tue, wird nie mehr getan! Und die Trauer über diese Erfahrung, die ich in meinem weiteren Leben nicht mehr nutzen kann - und womöglich nie genutzt hätte - fängt mich für einen Moment. Wie verkehrt die Welt ist, wo eine Radiodurchsage das Leben und handeln aller Menschen zum Guten verändern kann. Ich steige in mein Auto, was mir als Fortbewegungsmittel dient, und fahre zu meinen Eltern. Wie lange habe ich sie schon nicht mehr gesehen? Wann habe ich sie zum letzten mal in meine Arme geschlossen und ihnen gedankt, dass sie mir mein Leben schenkten? Wovor habe ich Angst gehabt? Jetzt, wo sie, Hand in Hand, vor mir sitzen und das halten, was sie ein Leben lang begleitet hat. Nun sitzen sie mir gegenüber, in einem Schweigen in dem alles gesagt ist, was überfällig war, und sehen mich als ihren Sohn. Dann küsse ich sie und gehe.

Ich lasse sie zurück, als das was sie immer waren: als Liebespaar, welches als Beweis ihrer Liebe etwas in die Welt setzte, was sich "Ich" nennt.

Nun fahre ich zu meiner Frau. Und sie wird eine nie geforderte Stärke zeigen, meine Ungeschützen Tränen trocknen und meine Hand halten, bis der Tod uns scheidet. Ich werde sie ein letztes mal bewundern, in ihre wunderschönen Augen sehen. "ich liebe Dich" wird ein letztes mal über meine Lippen huschen, und wenn sie´s erwidert bin ich der glücklichste Mensch, für diesen Moment.

Dann werde ich sie an mich ziehen, ihren Duft ein letztes mal einatmen, ihre weiche Haut ein letztes mal spüren, ihr Herz ein letztes mal schlagen hören und mich fragen, warum es nicht immer so hätte sein können.

Autor: André F.

Hugin
12.12.2001, 18:40
"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."

Immanuel Kant


....sollte man sich zum Grundsatz machen.

LongDongSilver
13.12.2001, 07:34
Wirklich reich ist nur der, der nichts besitzt, das er verlieren könnte!

weird
13.12.2001, 20:01
Original erstellt von Hugin
"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."

Immanuel Kant


....sollte man sich zum Grundsatz machen.

ich bin nicht der meinung, dass man das wirklich tun sollte, denn auch dieser ausspruch hat seine grenzen. je nach dem, welches menschenbild, welche weltanschauung derjenige hat, könnte das auch fatale folgen haben...

Hugin
16.12.2001, 16:39
Original erstellt von weird


ich bin nicht der meinung, dass man das wirklich tun sollte, denn auch dieser ausspruch hat seine grenzen. je nach dem, welches menschenbild, welche weltanschauung derjenige hat, könnte das auch fatale folgen haben...

Kant sagt ja das dies ein kategorischer (!) Imperativ ist. Also ein allgemein gültiger auf alle Situationen anzuwendender Grundsatz ist. Im Endeffekt heißt dies das mann alle Menschen so behandelns sollte wie man selbst behandelt werden möchten.
Man kann auch Parallelen zur "Goldenen Regel" ziehen:

"Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu. " (gilt natürlich nicht bei Counterstrike)

Der Nachteil bei der ganzen Sache liegt darin, dass sich eine komplette Gemeinschaft so verhalten müsste, dass dieser Grundsatz aufgeht. Und das ist (muss ich allen Gegnern recht geben) ein sehr utopischer Anspruch.

weird
16.12.2001, 17:34
das ist, genau wie die goldene regel, nur eine ethische hilfestellung, die die frage 'was ist das gute?' selbst nicht beantwortet, sondern sich auf die moralischen regeln einer gesellschaft verlässt. und wie diese sein sollen, wird nicht gesagt
das ist damit nur eine problemverlagerung. wenn die moralvorstellung einer gesellschaft schlecht sind, wird auch dieser grundsatz falsch und verliert damit seine allgemeingültigkeit, die er, aufgrund dieser möglichkeit, zu unrecht anerkannt bekam

es ist also nicht nur utopisch, dass sich eine ganze gesellschaft nach diesem grundsatz verhält, sondern auch, falls die erste bedingung erfüllt sein sollte, dass die grundregeln dieser gesellschaft richtig sind.
ergo: selbst falls dieses eintreffen sollte, heißt das noch lange nicht, dass die mitglieder dieser gesellschaft sich ethisch gut verhalten...

TeddyBiker
22.12.2001, 05:48
Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

CPV
23.12.2001, 10:39
Ich muss daran denken, wie ich als Kind über alter gedacht habe und ich kann mir dieses kopfschüttelnde, erwachsene Lächeln nicht verkneifen. Gab es ein Leben nach 25? Mit 16 durfte man auf der Straße rauchen und sich erwachsen fühlen, wenn man in Kinofilme wollte welche für „Kinder“ nicht freigegeben waren. Mit 18 Jahren durfte man den Führerschein machen und endlich erwachsen sein.

Nicht jeder wollte deine Meinung hören, aber man durfte Wählen. Es gab keine Regeln mehr, denen man unterlag. Wenn man an seine Eltern dachte, an ihr Alter, dann drückte man schnell beide Augen zu und redete sich ein, das es noch lange hin sein würde, bis man so tot und vom Leben entfernt währe, wie sie.

Nun bin ich weit älter, als es die Vorstellungskraft eines 14 Jährigen zulässt. Und hier, auf meinem Herbstspaziergang, welchen ich seit meinem sechszehnten Lebensjahr gehe, um über das vergangene Jahr nachzudenken, fällt es mir schwer die Augen vor dem Alter weiter zuzukneifen. Dieser Spaziergang ist beruhigend und verängstigend, denn er zeigt mir was ich gelernt und verlernt habe, welcher Mensch ich geworden und welche neuen Erfahrungen ich gemacht habe.

Und er fragt mich zum Ende, ob ich meinen Frieden mit diesem Menschen machen kann. Kann ich? Auch in mir tobte einst die Revolution – zum Teil tut sie das auch immer noch. Ich wollte die Welt verändern, wollte meine Welt verändern und nie werden, nie sein wie all die anderen. Ich wollte... Ein älteres Paar kommt Händehaltend meinen Weg und als geheimen Gruß, oder als Floskel, nicken wir uns zu. Ich schaue ihnen noch kurz nach, wie sie schweigend ihre Hände ineinander gelegt, ohne ein Wort, die Anwesenheit des anderen genießen. »Ist das Liebe?« möchte ich den beiden fragend hinterher rufen.

Ich werde wütend - auf mich. Alle großen Philosophen habe ich gelesen, doch keiner konnte mir den Kern der Liebe beschreiben. Jeder beschreibt nur ihre Hülle, als etwas theoretisches. Was ist Liebe? Praktisch, meine ich. Und so wandere ich fragend weiter und warte, das diese Wut auf mich abklingt. Ich schaue dem kleinen Bach zu, wie er die Blätter des Herbstes davonträgt und alles hier schreit nach Abschied.

Das Bild eines kleinen Jungen, welcher seinen zotteligen Hund streichelt und umarmt, reißt mich aus meiner Selbstversunkenheit. Ich hatte die Beiden nicht bemerkt und widme ihnen nun meine Aufmerksamkeit. „Vielleicht ist das Liebe?“ denke ich und erkenne erst jetzt, wo der Junge sich vom Boden erhebt, das er weint. Ich gehe auf ihn zu - er ist vielleicht neun oder zehn Jahre alt - und möchte ihn fragen, ob ich ihm helfen kann. Der zottige Hund trottet langsam von dem Jungen weg, dreht sich kurz zu ihm um und zieht dann weiter auf seinem Weg. „Ist alles OK mit dir?“ spreche ich den Jungen an, der seinem strubbeligen Freund hinterher schaut. „es tut so weh“ sagt er nur. Tausend Fragen gehen mir durch den Kopf. »Ist das alles? Was tut dir weh? Warum lässt du deinen Hund gehen? Warum...«.

Der kleine Junge schaut zu mir hoch und ich schaue zu ihm hinunter, in ein Gesicht voller Tränen, aber in Augen voller Klarheit – und Schmerz, und Schmerz. Er fragt mich, ob ich einen Moment bei ihm bleiben würde und er ergreift mit seiner kleinen Hand die meine. Durch den Druck seiner Hand kann ich spüren das ich hier nichts zu sagen habe, und so stehe ich unendlich Hilflos neben ihm, sehe den Hund in weiter ferne. „Ich habe Plotz vor einem halben Jahr hier gefunden. Er war alleine und ich wollte schon immer einen Hund besitzen“ erzählt er.

Ich weiß was er mir erzählen will. Ich kenne diese Geschichte – es ist die ewig selbe Geschichte – und Tränen laufen meine Wangen hinunter. Ich komme mir Klein und „Unerfahren“ vor, verwische un-beholfen meine Tränen. „Ich habe so oft mit ihm spielen können. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Aber manchmal...“ spricht der kleine Junge weiter und ich schaue zu ihm hinauf „Manchmal, da lag er in der Ecke und schaute mich traurig an, wissen Sie“. Er siezt mich und ich sterbe – weil alle Mauern brechen. „Er wollte wieder nach Hause.

Er hat dort Menschen die ihn lieben - wie ich es tue“. Ich möchte nicht das er weitererzählt. Ich will das er still ist. Er soll still sein! „Wenn er zu mir will, dann wir er wiederkommen“ sagt er. „Ich werde jeden Monat hierher kommen und nach ihm sehen, das weiß er“ und er lässt meine Hand los. „Es tut so weh“ sagt er und geht. Er lässt mich zerstört zurück und ich weiß das er nicht lügt. Er wird jeden Monat hier sein und warten, das die Liebe seinen Hund zurücktreibt. Weil er nicht anders kann.

Und ich werde hier einfach für immer stehen bleiben und nie wieder sagen, „ich“ hätte Erfahrungen gemacht.

TeddyBiker
24.12.2001, 00:02
Glücklicher als Millionen von Menschen

Falls du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist,
bist du glücklicher als 1 Million, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass dir gedroht wird, dass man dich verhaftet oder dich umbringt, bist du glücklicher als 3 Milliarden der Welt.

Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet,du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Geldbeutel und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst du zu 8% der wohlhabenden auf dieser Welt.

Falls du diese Nachricht liest, bist du doppelt gesegnet
worden, denn:
1. jemand hat an dich gedacht und
2. du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.
Und... du hast einen PC!

TeddyBiker
28.12.2001, 07:40
Ich sehe ein kleines Mädchen bettelnd -
ich drehe mich herum,
ich sehe den Himmel weinen -
ich frage mich warum.

Ich sehe Flüsse voller Tränen,
Seen voller Leid,
Heere voller Dummheit -
was ist los mit dieser Zeit?

Was ist los mit uns
ich kann uns nicht verstehn,
reich mir Deine Hand
lass uns träumen gehn.

Laß uns fliegen, schöne Sehnsucht,
näher an unsere Träume,
laß uns wieder atmen,
laß uns wieder sehn,
entfache dieses Feuer -
in mir dieses Feuer
und nichts als dieser Traum wird wahr
ein Traum so fern und doch so nah.

Es ist nicht grad berauschend
was ich hier seh
ich sehe Bullen töten Schwarze in L.A.,
ich seh den Krieg in Jugoslawien,
den Hass in unsrem Land.

Wenn Ihr etwas ändern wollt
fangt bei Euch an.


Text von den "böhsen Onkelz"

TeddyBiker
02.01.2002, 08:26
Um den Wert eines Jahres zu erfahren, frage eine Studenten,
der im Schlussexamen durchgefallen ist.

Um den Wert eines Monats zu erfahren, frage eine Mutter,
die ein Kind zu früh zur Welt gebracht hat.

Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage den Herausgeber einer Wochenzeitung.

Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verliebten,
die darauf warten, sich zu sehen.

Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen
Zug, seinen Bus oder sein Flugzeug verpasst hat.

Um den Wert einer Sekunde zu erfahren, frage jemanden,
der bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.

Die Zeit wartet auf niemanden.
Sammele jeden Moment der Dir bleibt,
denn er ist wertvoll.
Teile ihn mit einem besonderen Menschen
und er wird noch wertvoller.

TeddyBiker
13.01.2002, 13:55
Ein Bauer lebte mit seinem Sohn in einem abgeschiedenen Dorf. Seine Kräfte ließen nach, und er galt als ein armer Mann und hatte nicht viel zu beißen. Sein Sohn war seine einzige Hilfe Tag und Nacht, und auf ihn konnte er sich verlassen.

Eines Tages ging er in den Wald, um Beeren zu sammeln, und als er zurückkehrte, brachte er ein Wildpferd mit, welches er eingefangen hatte.

"Oh, welch ein Glück", riefen seine Nachbarn aus. Nun kann er das Pferd zähmen und vor den Pflug spannen, Getreide anbauen, und er wird Brot die Fülle haben. Der Bauer aber schüttelte den Kopf: "Ob das ein Glück ist, weiss ich nicht. Die Zeit wird es herausbringen."

Am nächsten Tag sprach der Sohn: "Vater, ich bin stark und kräftig, lass mich das Pferd einreiten, damit es uns zu guten Diensten sein kann." Der Sohn stieg in die Koppel und schwang sich auf das Pferd. Doch dieses bäumte sich auf und warf ihn ab und rannte fort. Der Sohn schrie laut auf. Er hatte sich beim Fall ein Bein gebrochen.

"Oh, welch ein Unglück", riefen seine Nachbarn aus. Nun hat der Bauer sein Pferd verloren, und sein Sohn muss im Hause liegen, bis er wieder gesund ist. Der Bauer aber schüttelte wiederum den Kopf: "Ob das ein Unglück ist, weiss ich nicht. Die Zeit wird es herausbringen."

Am nächsten Tag kamen Soldaten des Grafen ins abgeschiedene Dorf, und der Ausrufer verkündete: "Der Graf führt Krieg gegen den König, und er hat bestimmt, dass alle rüstigen Männer eingezogen werden, um gegen den König mit seiner Übermacht zu Felde zu ziehen..."

"Oh, welch ein Glück", dachte der Bauer, schloss seinen Sohn fest in die Arme, sie lobten Gott und dankten ihm und sie weinten vor Freude die ganze Nacht.

unbekannter Autor

TeddyBiker
26.01.2002, 07:41
Begegnung


Sie spricht mich an mit einem Lächeln
das die Welt aus den Angeln hebt
sagt nur: "Hallo!"

Ich bin verwirrt, meine Gedanken rotieren
ich rede dummes Zeug, um Zeit zu gewinnen.
Woher kenn ich sie nur? - Zum Donnerwetter!
Sie lächelt endlos - und kommt mir so bekannt vor
Mensch, war ich denn damals so besoffen?

Endlich sage ich: "Kannst du mir nicht helfen ...?"
Sie sagt: "Wobei?" - Sie will mich leiden sehn!
Recht hat sie! - Wahrscheinlich habe ich ihr damals
lauter schöne Worte gesagt - und jetzt
kann ich mich nicht einmal erinnern, wann und wo ...

"Ich hab's vergessen ...", sage ich tapfer.
"Was denn?" - Oh ja, sie rächt sich ...
"Ich hab vergessen, wann wir uns ..."
Sieh mal an, jetzt lacht sie sogar!
"Wir kennen uns überhaupt nicht", sagt sie
"ich wollte dir nur sagen, dass ich dich
sympathisch finde!"

Und mit einem "Mach's gut!" verschwindet sie
im Gewühl der Kneipe, lässt mich stehn
- verstört!
Wann wird das üblich?
Haben wir armen Männer eine Chance
uns an so was zu gewöhnen?

von Jörn Pfennig

TeddyBiker
23.02.2002, 07:29
Der Weg des Lebens ist verzwickt ein jeder muß ihn gehen.
Man läuft oft ein ganzes Stück und bleibt dann plötzlich stehen.

Man schaut zurück und denkt bei sich, woher bin ich gekommen .
Habe ich denn jedesmal die richtige Abzweigung genommen.

Führt mich der Weg denn an mein Ziel, wo immer auch das liegt,
oder bin ich wie ein Blatt im Wind, daß nur so umher fliegt.

Mir bleibt nichts als das Weitergehen, ist es auch ungewiß,
Die Weg ist nur so lang, wie man ihn bemißt.

Geht man fröhlich durch die Welt mit hellen, offenen Augen,
ist das gehen nicht so schwer, auf Wegen die was taugen.

Da große Ziel kommt erst zum Schluß,
wenn man vom Leben scheiden muß.

Drum suche nicht so angestrengt und lasse dich treiben.
Genieße das Leben wie es ist, Du darfst noch etwas bleiben

Twist
25.03.2002, 19:50
Hier ein absolut genialer Text. Der ist schon etwas älter (´98) und der eine oder andere mag ihn vielleicht schon kennen.

Die, die ihn noch nicht kennen: Warnung! Er ist recht lang und passt zudem nicht komplett hier rein :D, also werd ich ihn in 2 Teile teilen. Aber nehmt euch mal 5 Min. und lest ihn durch. Es lohnt sich echt.

FAST FOOD UND DIE MUSIKINDUSTRIE
Die Industrie bestimmt unser Konsumverhalten. Hier mal ein kleines Beispiel dafür, wie sehr das der Realität entspricht.

Also ich möchte heute mal mit einer Geschichte anfangen, die in Relation zum Thema steht. Einer Geschichte über...McDonalds.

Ich mag Fast Food, ich denke es ist ein gutes Produkt und eine große Erfindung. Letzte Woche stand ich in einer Reihe bei McDonalds und betrachtete die Karte. Schließlich entschied ich mich dafür, das Spar - Menu #1 zu nehmen. Dann realisierte ich meinen Hunger auf Fritten und sagte: "Kann ich anstelle der normalen die große Portion Fritten haben", worauf der Kassierer antwortete "Warum nehmen sie nicht gleich das Maxi Menü ?" Als ich dann mein Okay gab, holte er noch eine Maxi Cola, und ich sah, das diese die Größe eines kleinen Mülleimers hatte. Wer kann soviel Cola trinken ? Wer kann sie tragen ? Am Drive-in könnte man sie gerade noch mit roher Gewalt ins Auto wuchten. Also sagte ich: "Behalten sie die Maxi Cola ! Ich nehme nur die Maxi Fritten !"
Das war der Zeitpunkt, an dem die Hölle losbrach. Der Kassierer sagte: " Entschuldigung, wir können das nicht machen." Er sah mich an, als hätte ich ihn gerade gefragt, ob er mir Kesslers Gesetz der Orbitalrotation erklären könnte. Fakt ist, dass die Konsole der Kasse keine Option beinhaltet, die das Bestellen einer Maxi Tüte Fritten ohne eine Maxi Cola zulässt.
Drei weitere Angestellte kamen von ihren Posten um ihrem konfusen Mitarbeiter zu helfen. Keiner von ihnen war in der Lage, mir bei diesem simplen Problem zu helfen. Entnervt bezahlte ich schließlich den Preis für ein komplettes Maxi Menu, ließ mir jedoch nur eine normale Cola geben. Das dankten mir die Angestellten und die Leute in der Schlange mit einem erleichtertem Seufzen. Dies war der Zeitpunkt an dem mir klar wurde, dass die Dinge in unserer Gesellschaft zu effizient werden.

Es gibt ein Über-Effizienz Problem, das darin gipfelt, dass Unternehmen uns nur ein beschränktes Auswahlsortiment anbieten, und daraus resultiert ein subtiler Wandel im Verhalten der Menschen. Ich glaube nicht, dass es das ist, was die Leute wollen. Sie wollen mehr Freiheit. Sie wollen ihre Möglichkeit zur freien Wahl ausleben. Die "So wie sie es wollen"-Mentalität von früher ist nicht länger gültig. Heute sagen alle Fast Food Ketten " So wie wir es wollen". Sie haben nicht die Freiheit zu wählen. Und das ist ein ernsthaftes Thema.
Davon sind nicht nur Fast Food Konzerne betroffen, sondern auch die Musikbranche, die ich hier mal als Beispiel anführen will...

Woher kommt also die Problematik der beschränkten Auswahl? Warum hören sich so viele Bands und Künstler gleich an? Künstler haben immer andere Künstler imitiert, das ist nicht exakt das Problem. Heute scheint es so, als würde die Gleichartigkeit zum Standard. Sänger hören sich genauso an, wie Sänger von anderen Labeln. Man kombiniere das nun mit denselben Produzenten, welche die selbe Technik für verschiedene Bands benutzen, und die uns auf folgendem sitzen lassen: Sänger die gleich klingen, Produktionen, die gleich klingen. Zwei Firmen, ein Produkt. Auswahl Menü Mentalität. Man muss nur ein wenig darüber nachdenken : Epic hat Pearl Jam, BMG hat Creed, Sony hat Silverchair, Epitaph hat NOFX, MCA hat Blink 182, Interscope hat NIN, aber man fand heraus, dass man das noch überbieten konnte, und so boten sie uns Marilyn Manson, WEA hat Pantera, SONY hat Korn, Geffen hatte Berlin in den 80'ern. 10 Jahre später fanden sie heraus, dass sie es uns in der Form von Müll noch einmal andrehen können. WEA hat Alanis Morrisette, ULG hat Meredith Brooks, Arista hat Sarah McLaughlin, WEA hat Paula Cole. Die Liste könnte ewig weitergehen...

Warum ist das der Fall?
Ich denke deshalb, weil Kunst zu machen harte Arbeit ist, deswegen kopieren Künstler andere Künstler. Aber noch schwieriger als Kunst zu machen ist, sie zu verkaufen, also kopieren die Verkäufer das Marketing System der anderen Verkäufer. Der Künstler und der Verkäufer formen dann eine Band aus Selbstbeglückwünschungen, was sie davon abhält, wirklich etwas neues zu machen. Daraus resultiert, ein nur geringer Unterschied der einzelnen musikalischen Stile, sowie ein nicht gerade realitätsnahes Profil des Künstlers. Die andere Auswirkung ist, mehr vorausagbare Käufe, und das eine immer höher werdende Zahl von Bands ganze Schiffsladungen an CD´s verkauft. Warum kaufen wir diese? Der Musikliebhaber hat keine große Auswahlmöglichkeit. Entweder wir hören das an, was sie uns bieten oder wir hören gar keine Musik mehr. Die meisten wählen das Erste.

Ich will nun versuchen darzulegen, wie sich dieses Problem, meiner Meinung nach in der Industrie ausbreitet. Ich möchte dazu gerne eine Analogie aus der Biologie heranziehen, um zu zeigen, wie Evolution das Angebot verändern kann, aber das nur, zu sehr hohen Kosten...dem Verlust der Artenvielfalt.
Die Musikindustrie entwickelt sich genau so, wie sich eine Spezies entwickelt. In der Natur gibt es natürliche Selektion: Spezies müssen sich anpassen, oder sie werden ausgelöscht. Im Musikgeschäft, müssen Bands Platten verkaufen (eine Form der Anpassung) oder sie werden gefeuert (eine Form der Auslöschung). Evolution basiert nicht nur auf Selektion, sondern auch auf Entwicklung. Die Zahl der verschiedenen Tierarten, die im nächsten Stadium der Evolution geschaffen werden kann, ist kein zufälliges Ergebnis. Sie werden bis zu einem gewissen Grad durch die Tiere beeinflusst, die heute auf der Erde leben.
Das kann man auf folgendem Wege zusammenfassen "was auch immer in einem zukünftigen Evolutionssystem zur Anwendung kommt, ist heute schon zu haben". Biologen nennen dieses Phänomen einen markovianischen Prozess, einen Prozess der nicht zufälligen Entwicklung, der die evolutionistische Seite der Ereignisse bestimmt. Denkt darüber nach, wie Affen zu ihrer Existenz kamen. Sie entstanden nicht einfach aus Tieren, die keine Affen waren, oder wurden von Außerirdischen auf die Erde gebracht. Sie spalteten sich von einer anderen Tiergruppe der Vergangenheit ab, die zwar ähnlich aussah, allerdings nicht als Affen bezeichnet werden konnten.
Durch so einen Prozess hat sich auch die Musikbranche entwickelt. Zum Beispiel ist es kein zufälliges Ereignis, dass wir Alanis Morrissette haben. Sie kam nicht aus dem Nichts oder aus dem Chaos. Sie stammt aus einer anderen Reihe von Künstlern. Sie leiht sich Stile und Rhythmen einfach von einem sehr beschränktem Angebot an Künstlern aus. Man muss nur begreifen, dass es bis zu einem gewissen Grad an Genauigkeit zu bewerkstelligen ist, die nächste Stufe der Evolution vorauszusehen, basierend darauf, wie die Dinge heute aussehen. Und wenn die Musikindustrie nicht heute eine Vielfalt von Künstlern einstellt, löscht sie die Basis für eventuelle, zukünftige Revolutionen in der Branche aus.
Jedes Mal, wenn eine Spezies ausgelöscht wird, verschwindet sie aus dem genetischen Pool der Zukunft und taucht nicht wieder auf. Genauso wenn, immer wenn eine Band gefeuert wird, oder der Vertrag eines Künstlers nicht verlängert wird, es einen negativen Effekt auf der nächsten Stufe der Evolution der Musikindustrie gibt. Eine Band zu feuern regelt das Angebot, aus denen zukünftige Bands ihr Potential schöpfen können. Die Art der Künstler und ihre Masse, wird durch die Künstler festgelegt, die es heute gibt. Inspiration ist eine Analogie zur Evolution.
Die Frage der Musikindustrie ist also die selbe große Frage der modernen Biologie: "Wie etablieren wir die Vielfalt "?
Wenn wir weiter so mit unseren natürlichen Umgebungen umgehen, indem wir sie mit Städten und Ackerland zupflastern, werden wir viele Arten auslöschen, weil sie sich unserer rapiden Art der Zerstörung nicht anpassen können. Das nächste Resultat: Weniger Arten von Organismen in der nächsten Stufe der Evolution. Genauso ist es, wenn die Musikindustrie weiterhin nur Kopien von anderen Künstlern anbietet, und weiterhin Bands ignoriert, die einzigartig sind, wird in der nächsten Dekade nur ein geringes Angebot von verschiedenen musikalischen Stilen vorhanden sein. Und ein begrenztes Angebot ist immer schlecht für die Langzeiterwartungen eines Unternehmens.

Fortsetzung folgt

Twist
25.03.2002, 19:52
Kann man daran etwas ändern?
Ich denke, unsere Möglichkeiten sind beschränkt. Wir messen Qualität in einem falschen Weg, normalerweise in D-Mark und Pfennig und nicht dadurch, wie ein Produkt unseren Verstand und unsere Emotionen beeinflusst. Das sind beides Symptome unserer Gesellschaft, genauso wie eine uneinsichtige Arroganz, bei denen, welche ihre Macht horten. Es gibt eine allgemeine Attitüde bei Menschen, die im Musikgeschäft tätig sind. Ich hörte schon viele Verantwortliche sagen: "Wer sind wir, die Musik zu bewerten, die wir veröffentlichen? Die Kinder lieben sie! Wir geben den Leuten nur das, was sie hören wollen".
Kurz gesagt, ist der Grund dafür, dass sie nur noch musikalischen Müll veröffentlichen, der, dass die Leute diesen haben wollen. Dem kann ich nicht zustimmen. Ich denke es ist logisch zu fragen: Ist es das, was sie wirklich hören wollen, oder entscheidet die Industrie, was die Leute hören wollen, und zwar durch "unnatürliche" Selektion? Ich denke es sollte andere Messpunkte für Qualität geben, als jenen Punkt, wie viel eine Band verdient. Weniger bekannte Bands verdienen Aufmerksamkeit. Ihr Erfolg sollte daran gemessen werden, wie sie sich projektieren, und zwar in die Zukunft, und nicht wie heute, durch den Umsatz, den sie in den letzten 5 Jahren gemacht haben.
Um wieder Vielfalt zu erlangen, brauchen wir mehr Label Chefs, die ihren Hals ausstrecken und sagen "Das ist gute Musik, das ist Müll. Das hat Integrität, und das ist nur eine armselige Kopie". Künstlern muss gesagt werden, wenn sie sich wie jemand anderes anhören. Es hilft ihnen, sich zu erinnern, was einzigartig ist und was nicht, bezogen auf sie selbst. Es hilft ihnen, sich zu entwickeln. Ich denke, wir brauchen einen offeneren Versuch, Bands zu finden und zu vermarkten. Ich weiß, dass Bands ausgebildet werden müssen. Was sie nicht brauchen, ist der Druck ihres Labels, das ihnen Geld zuwirft, die Finger kreuzt und auf einen Hit hofft. Das ist kein richtiges Entwickeln.

Am Schluss dieser ganzen Überlegungen komme ich zu dem Ergebnis, dass da eine Ankündigung der Leute sein sollte, die Musik verkaufen, dass sie eine signifikante Rolle dabei spielen, den Musikgeschmack der Öffentlichkeit zu beeinflussen. Indem sie einzigartige Künstler auf ihrer Suche nach Superstars übersehen, und dadurch, dass sie langzeitige Entwicklungen der Bands für Ein-Hit-Wunder verhindern, dezimieren die Verantwortlichen der Musikbranche die Anzahl der musikalischen Stile und Bilder, die der Öffentlichkeit präsentiert werden. So also, durch einen markovianischen Prozess, schafft es die Industrie, ihren eigenen Untergang vorzubereiten und dem Verfall unserer Gesellschaft zu huldigen.

Es ist ein wahrer Satz, sowohl in der Musikbranche als auch in der Politik, als auch in jeder andere Branche: Wenn du den Menschen nichts weiter anbietest als minderwertige Ideen, erschaffst du minderwertige Menschen.

By Greg Graffin
BAD RELIGION

Wer des Englischen mächtig ist, der kann hier (http://www.badreligion.com/history/Fastfood.html) alles im Original lesen.

Anmerkung von mir. Das mit McDonalds hab ich selbst schonmal so erlebt und zum Rest kann ich nur zustimmen. Minderwertige Ideen erschaffen minderwertige Menschen.

Fairy
25.03.2002, 20:33
EXOTEN

allgegenwärtig
... inmitten vieler Menschen
Bestaunt
Bewundert
Begafft
ihrer Einzigartigkeit und ihres Mutes
zur Andersartigkeit wegen.

EXOTEN:

die Anderen,
die Verrückten,
die, über die der Kopf
geschüttelt wird,
ihrer Einzigartigkeit und ihrer
Andersartigkeit wegen.

EXOTEN,

allgegenwärtig
... inmitten vieler Menschen
Bestaunt
Bewundert
Begafft
ihrer Einzigartigkeit und ihres Mutes
zur Andersartigkeit wegen.

EXOTEN:

allgegenwärtig
... inmitten vieler Menschen
... doch nie richtig verstanden...
ihrer Einzigartigkeit und ihres Mutes
zur Andersartigkeit wegen?
EXOTEN:

Einsam –
unter vielen
Menschen.
(Aber glücklich
so zu sein,
wie sie sind!)

Sind Wir PC Freaks nicht auch irgendwie Exoten !?

Fairy
25.03.2002, 20:36
Auf der Suche...

Vielleicht bin ich noch
auf der Suche
nach etwas,
dass ich noch nicht gefunden habe.

Aber was ist es,
das mich bewegt,
mich leitet,
in meinen Gedanken,
in meinen Träumen?

Ist es ein Schmerz,
der nicht von meiner
Seele weichen will?
Ist es Phantasie,
die mit mir auf der Suche
nach dem Wahren ist?

Ist es eine grenzenlose Freundschaft,
die mich hält und mich auf
dem Weg der Suche begleitet?



Ist es die Suche nach irgendetwas,
vielleicht meine Suche
nach dem Sinn?

Nach dem Sinn,
der mir Angst macht,
den ich verstecken will?
Nach dem Sinn,
etwas Neues zu erleben,
der mich neugierig macht?
Wonach suche ich eigentlich?



Vielleicht suche ich auch einfach nur Menschen,
die genauso gerne träumen wie ich
und die an ihre Träume fest glauben.

Lasst sie euch von niemandem nehmen.
Sie gehören euch ganz allein,
in eurem Herzen...Christine Rupp

Fairy
25.03.2002, 20:41
Liebe und Tod

Ich bin so traurig,
weil ich keine Worte finde,
um dich zu trösten.
Im Angesicht des Todes
verblassen die Worte.

Wieder hat dir der Tod
einen Menschen entrissen,
den Du geliebt hast.

Er war dein Großvater.
Er ist alt geworden.
Er hat sein Leben gelebt.

Aber das ist kein Trost.
Ich weiß.

Die Liebe bäumt sich auf in dir.
Ich weiß.
Er ist einfach verschwunden.
Ich weiß.
Der Tod ist wie eine Mauer.
Ich weiß.

Erst jetzt weißt Du,
wer Er wirklich gewesen ist.
Erst jetzt weißt Du,
was dieses Wort Großvater bedeutet.
Ich weiß.

Die Erinnerungen überfluten dich.
Ich weiß.

Jetzt entdeckst Du dieses Gefühl,
das Du nur für ihn gehabt hast.
Nur für ihn.

Ich weiß
und weiß doch nichts
und weiß doch von deiner Liebe!

Weine Geliebter!
Schmiege deinen Kopf
an meine Brust!
Hier ist auch noch eine Liebe,
die dich trösten will!

Irgendwie hat mich dieses Gedicht wegen seiner Schlichtheit sehr geruehrt.

CPV
01.04.2002, 20:08
Das gesuchte Motiv


Es gibt viel zu vergessen
Noch weniger zu tun
Ich will nicht mehr sprechen
Und kann doch nicht ru’hn

Es gibt viel zu verschweigen
Lasst uns ändern bevor es bleibt
So viel zu verbessern
Doch das Innerste schweigt

Es hat sich abgewandt
Von allem
Vor allem aber
Ist’s schon lange abgebrannt

Keine Hand wird sich rühren
wenn kein Gedanke mehr lebt
Lasst mich doch begreifen
Was ihr mit eurer Liebe gebt

Erst wenn ich tot
Und ausgebrannt bin
Werdet ihr in meinen Taten
Erkennen den Sinn

TeddyBiker
21.04.2002, 08:14
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Talmud

chaoz
21.04.2002, 09:38
Ein wenig Hilfe will das Glück gerne haben.
"Aus Norwegen"

Nur Geduld!
Mit der Zeit wird aus Gras Milch.

Anmerkung:
Ich tippe zwar nicht gerne jedoch ist mir dieser Thread sehr lieb und wertvoll, drum dideldum verewige ich mich hier gerne um meine Wertschätzung auszudrücken.

chaoz
21.04.2002, 09:52
Das Geheimnis der kleinsten natürlichen Freuden geht über die Vernunft hinaus.

"Luc de Clapiers de Vauvenargues"

Unregistered
02.06.2002, 23:35
Tach,Tach.

Zuersteinmal, auch ich finde das Thema hier sehr gut. Und ich bin 16! Ehrlich, ich denke solche Sachen sind wirklich......nachdenkend! Ich selber favorisiere Gedichte und Aphorismen. Hier ein paar aus meiner .txt File:

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand.
Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus der Welt käme auf die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren.
Werner Mitsch (*1936), deutscher Aphoristiker aus ›Hin und Wider Sprüche‹ Rosenheimer Verlagshaus, danke, [Name und E-Mail-Adresse entfernt] [ MEIN FAVORIT !!!!! ]


Mit jedem Tag den ich älter werde steigt die Zahl derer, die mich am Asch lecken können.

Je mehr Kerzen deine Geburtstagstorte hat, desto weniger Atem hast du, um sie auszublasen.
Jean Cocteau (1889 - 1963), französischer Schriftsteller, Filmregisseur und Grafiker

Mach dir keine Sorgen um Sorgen, ehe sie dir Sorgen besorgen.

Die Frauen verlangen Unmögliches: Man soll ihr Alter vergessen, aber sich immer an ihren Geburtstag erinnern.
Karl Farkas (1895 - 1971), österreichischer Komiker, Kabarettist, Humorist und Direktor des Wiener Stadttheaters, 1965 zum Professor ernannt - danke, hans-peter.blaschke@chello.at

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein (1879 - 1955), deutsch-US-amerikanischer Physiker, 1921 Nobelpreis für Physik

Weinet nicht an meinem Grab um mich;
Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.

Ich bin der Wind über dem See,
Christallglitzer auf dem Winterschnee.
Ich bin am Tag das Sonnengold,
ich bin der Regen herbstlich hold.

Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne -
bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.

Zündet für mich eintausend Kerzen an,
und vergeßt mich nie - keine Sekunde lang.
Steht nicht am Grab, die Augen rot.
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.
Nachruf in der Nürtinger Zeitung vom 17. Juli 2001


Da stand zu lesen:
”Wer hier zuletzt geschissen hat, der war bestimmt ein Bayer,
denn wer so frißt wie dieses Volk, kann scheißen wie ein Reiher.“
Ein zweiter schrieb darunter:
”Wer dieses da geschrieben hat, der war bestimmt aus Preußen,
denn der wo nix zum Fressen hat, der hat auch nix zum Scheißen.“
Ein dritter vermerkte neutral:
”Da seht die deutsche Einigkeit, hier tut sie sich erweisen,
dem einen gönn'ses Fressen nicht, dem and'ren nicht das Scheißen!
Aus einer Stuttgarter Toilette

Da die Maschinen immer mehr wie die Menschen werden, wird es mit den Menschen dahin kommen, daß sie immer mehr wie die Maschinen werden.

-Fristlose Kündigung!-
Mir, Marlon, wurde am 11. 07. 2001 um 6:34 Uhr nach 9monatigem Aufenthalt mein 1-Zimmer-Appartement mit Vollpension wegen mietwidrigen Verhaltens (habe ständig gegen die Wand getreten) gekündigt. Ich bin allerdings sehr gerne ausgezogen, denn die Räumlichkeit war für meine Länge von 53 cm, und mein Gewicht von 3.660 Gramm sowieso viel zu klein. Ab sofort erreicht Ihr mich unter meiner neuen Anschrift: Kinderzimmer von …
Nordwest-Zeitung vom 14. Juli 2001

-Ein Lächeln-

Ich schenk Dir ein Lächeln,
so gut ich es kann,
ich wart nicht erst lange,
fang gleich damit an:

Ein Lächeln,
das Dir Deine Sorgen vertreibt,
das ankommt
und Dir in Erinnerung bleibt,
ein Lächeln der Hoffnung,
wenn mutlos Du bist,
das Dich, bist Du traurig,
wie ein Sonnenschein küßt.
Nimms Hoffnungsfroh auf,
gib es freudig zurück,
es kostet Dich nichts
und schenkt Freude und Glück.

Danke, für diese kleine Runde hier in diesem Forum.

"Wir wollen wirklich uns besinnen,
die nächsten Male mehr davon!"
(Faust)

Ciao,
Eike Thies
http://www.eikaramba.de/

Unregistered
02.06.2002, 23:37
Fast hät ichs vergessen:

http://www.aphorismen.de/

Ihr findet dort über 56.000 von solchen Sprüchen. Super Seite!!!!

PuppetMaster
08.06.2002, 02:43
dann, wenn ich Sie kann sehn
wie weggeblasen der wille
der mut, er fehlt das innere zu zeigen,
zu gestehn

eingeredet ist er schon zu lange zeit
denn immer nur du und ich,
sind wir nun beide nicht bereit
warum nicht gemeinsam, einheitlich?

dumpf der äussere schein, fort die gedanken,
stammeln als antworten sich um verlegenheit ranken.
resultierend aus angst und begehren,
zu verlieren was noch nicht gewonnen.
äussere ablehnung und doch inneres verzehren,
die hoffnung, mal wieder zu elend zerronnen?

ständiges warten, ein neues spiel der verachtung
können nicht durchbrechen diesen unseren kreis.
ablaufende gedult in der zeit der zerrinnung
gegen bangendes hoffen, abgestellt auf endendem gleis

niemals sehen wir die innere schönheit
stehts die schale, die wir schon lange verworfen
weil wir nicht wollen, in unserer eitelkeit
den anderen erkennen und dafür träume ablegen

ungeliebt sein oder nur so fühlen,
es ist gegensatz, gleichnis und wahrheit
ist nur wut bereit, kann gedanken aufwühlen
von hass besudelt, will sein die reinheit
doch wäscht nicht den geist, bringt weder stärke,
noch liebe, gar achtung, zerstört alles vertrauen.


by me

kurt cobain
24.06.2002, 00:04
Ein großes Dankeschön und Lob an all die jenigen, die etwas gepostet haben und auch an den Unregistered mit der URL: http://www.aphorismen.de/
Kein Thread hat mich so lang gefesselt. Ich sitzte schon fast 4 Stunden an Thread und der HP. Irgendwie ist an allen Sachen etwas dran.

Auch die Urlaubsliebe ist Liebe. Aber ein Urlaub ist wie Sonntag, und was weiß der Sonntag von der Woche?

Gefällt mir sehr gut.
Trifft sogar vom Sinn her auf mich zu *snif*

Ich bin auf weitere Post's gespannt!

so long Heiko

Twist
23.07.2002, 18:01
In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlich schneeweißen Wellenkämmen, schwarzen Boot, rote Fischermütze.

Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch wecht den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach einer Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick das des Feuerzeus, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum meßbar, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.

"Sie werden heuten einen guten Fang machen."
Kopfschütteln des Fischers.
"Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist."
Kopfnicken des Fischers.
"Sie werden also nicht ausfahren?"
Kopfschütteln des Fischer, steigende Nervosität des Touristen. Gewiß liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpaßte Gelegenheit.
"Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?"
Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. "Ich fühle mich großartig", sagt er. "Ich habe mich nie besser gefühlt." Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstriere, wie athletisch er gebaut ist. "Ich fühle mich phantastisch."

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz sprengen droht: "Aber warum fahren Sie denn nicht aus?"
Die Antwort kommt promt und knapp. "Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin."
"War der Fang gut?"
"Es war so gut, dass ich nicht noch einmal rausfahren brauch, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen...."
Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.
"Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug", sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. "Rauchen Sie eine von meinen?"
"Ja, danke."

Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände um seiner Rede Nachdruck zu verleihen. "Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen", sagt er, "aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen .... stellen Sie sich das mal vor." Der Fischer nickt.
"Sie würden", fährt der Tourist fort, "nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie was geschehen würde?"
Der Fischer schüttelt den Kopf.
"Sie würden sich spätestens in einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren vielleicht ein zweites Boot, ein drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden....", die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, "Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisungen geben, Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann....", wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.

Kopfschüttelnd im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf eine friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. "Und dann", sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.
Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. "Was dann?" fragt er leise.
"Dann", sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, "dann könnten Sie beruhigt hier am Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken."
"Aber das tu ich ja schon jetzt", sagt der Fischer, "ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört."

Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

(Aus: Heinrich Böll, Erzählungen)

TeddyBiker
01.08.2002, 15:29
moin moin Loide,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das schon mal gepostet habe, aber es ist so gut, das es notfalls auch 2x passt.

Es war einmal ein Junge, der einen schlechten Charakter hatte. Sein Vater gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm, er müsse jedes Mal, wenn er die Geduld mit jemanden verliert, einen Nagel in den Gartenzaun schlagen.
Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen. Die Anzahl Nägel im Gartenzaun wurde immer weniger. Er hatte herausgefunden, dass Nägel zu schlagen mühsamer als sich zu beherrschen. Endlich kam der Tag an dem der Junge keinen Nagel mehr schlagen musste. Also ging er zum Vater und sagte ihm das.
Der Vater sagte ihm also, er solle jeden Tag einen Nagel aus dem Gartenzaun herausreißen, wenn er sich beherrscht. Endlich konnte der Junge dem Vater sagen, dass er alle Nägel aus dem Gartenzaun herausgezogen hatte.
Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm: "Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den Gartenzaun an. Er ist voller Löcher. Der Gartenzaun wird nie mehr so sein wie früher. Wenn du mit jemandem streitest und du sagst ihm was Böses, dann läßt du ihm eine Wunde wie diese hier. Du kannst Ein Messer in einen Menschen stecken, und du kannst es nachher herausnehmen, die Wunde bleibt. Es macht nichts aus wie vielmal du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Eine verbale Wunde, ist gleich einer körperliche Wunde. Die Freunde sind rare Juwelen, sie bringen dich zum Lachen und sie geben dir Mut. Sie sind bereit dir zuzuhören, wenn du sie brauchst, sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz."

Endurance
27.08.2002, 18:14
Ja, dachte mal, das ham wir noch nicht, also muß das jetzt sein :D
Fang auch gleich damit an. Und bevor einer fragt: Ja, das Gedicht ist von mir selbst verfasst!

Der Wissenschaftler – Ein Gedankengang an der Schwelle zum 3.Jahrtausend

Die Genetik macht mich denken
Ich könnt die Welt ins Gute lenken,
Wär‘ fähig den Menschen mehr zu geben,
Ein läng’res und gar bess’res Leben,
Nach dem viele von Ihnen seit langem schon streben.
Das Experiment, es klappte nie,
Denn die Meute ging vorm End‘ schon hie.
Sie alle starben wie die Fliegen,
Ich sah Sie schon zu Tausenden liegen –
Ein Haufen Leichen, kalt und nass,
kurz gesagt: verfaultes Aas.
Auch all die andre Forscherei
Brachte mir doch nicht herbei
Ein Ergebnis guter Art,
Wie ich es doch hätt‘ erwart.
Doch andrerseits erbracht sie mir
Die Erkenntnis, der Mensch ist ein Tier.
Das mag vielleicht klingen nach blankem Hohn,
Doch merkt‘ ich dies selber an meiner Person.
Der Tod von Andren war mir egal,
Ich sah deren Köpfe in meinem Regal,
Sie waren wie Trophäen gleich –
Nein, nicht, denn Trophäen machen reich,
Stillen Gier und Verlangen nach einer Sach‘,
Die man vielleicht sogar veracht‘.
Sie waren eher wie ein Symbol der Erkenntnis,
Die man erreicht, hat man Verständnis
Für aller Dinge Zweck und Sein.
Doch diese Erkenntnis macht uns Pein,
Denn man hört nicht mal mehr sein Gewissen schrein,
Da man Ihm schon hat verboten
Die geringsten Bisse auszuloten.
Außerdem wär’s hinderlich,
Wenn’s auf einmal zu Dir spricht:
Was du hier tust ist unsittlich.
Die Sittlichkeit hier zu erfassen
Führt uns zu Theologen, den Pfaffen.
Sie sind zwar Gottes Knecht auf Erden,
Doch kann man durch sie nicht gescheiter werden.
Denn Sie verstehen nicht WAS geschieht,
Geschweige denn das WIE?, WARUM?,
Vertrauen nur auf ihr Gebiet
Und sagen, es sei ein Mysterium.
Sie verstehn auch nicht, wie man empfindet,
Wenn man sich an dieses Wissen bindet
Und trotzdem gar nichts Neues findet,
Da dieses Wissen sehr leicht entflieht
Und man sich leer im Spiegel sieht.
Nun macht ich weiter beim Studiern,
Um mein mickrig Wissen zu expandiern,
Doch irgendwann erreicht man dann
Die Grenze und ist wieder dort, wo man begann.
Nachdem man einmal dies erkannt,
Glaubt man zu wissen, dass der Verstand,
Der jedem Menschen innewohnt,
Uns auch erst nur dann belohnt,
Wenn man eifrig weitersucht
Und damit letztendlich den Herrn verflucht.
Die Belohnung ist die Fähigkeit,
Die man erlangt im auf der Zeit,
Die Grenze des Wissens hinauszuschieben,
Was einem gelingt mit den menschlichen Trieben,
Die streben nach mehr Erkenntnis und Macht,
Als man jemals hätte gedacht.
Es reicht der kleinste Wunsch allein
Und schon setzt dieser Urtrieb ein.
Denselben wieder aufzuhalten
Wird sich als sehr schwer gestalten,
Denn einmal erst in Gang gebracht
Spürt man der Dinge wahre Pracht,
Die hinter aller Schöpfung steht.
Die Frage ist, wie’s weitergeht,
Hat man fast das letzte Wissen
Aus der Leere selbst ergriffen.
Gibt es denn dann gar nichts mehr,
Das einem Wert zu forschen wär?
Die Antwort lautet, es ist noch was da,
Wie immer noch was Andres war.
Das Andre doch, es macht uns Pein,
Denn dieses Wissen hält Gott allein
Versteckt vor uns und Unsresgleichen,
Das heißt, wir können es nie erreichen,
Außer wir entwickeln uns zum Herrn,
Dann läge dieses Wissen nicht mehr fern.
Dieses Wissen nun einzusetzen,
Das bereitet selbst mir Entsetzen,
Da der Mensch nicht so weit spürt,
Wie Ihn dieses Wissen führt.
Um diese Erkenntnisse richtig zu nützen,
muß man zuerst Verantwortung besitzen
Für seine Taten und sein Forschen.
Hier bin ich gezwungen in mich selbst zu horchen
Und, Schreck, ich seh mich selbst nicht reif,
Dass ich nach diesen Erkentnissen greif.
Die Reife, die ich einst besaß,
Wurde vergraben unter dem Aas,
Vor dem es mir nur selten grauste,
Bis in mir diese Stimme hauste,
Die ich das Gewissen nenne,
Von dem ich mich jetzt nicht mehr trenne,
Da es sich nicht trennen lässt.
Es ist so eklig, wie die Pest,
Die einem noch mal alles zeigt –
Das Leben, den Tod, die Liebe, das Leid,
Das man sich einst selbst erschuf.
Nun hör ich wieder diesen Ruf,
Der mich immer am Schlafen hindert
Und der auch keine Schmerzen lindert.
Der Ruf ist laut, ich hör ihn schrein,
Seh keinen Weg mich zu befrein,
Versuche meinen Kopf zu leeren,
Um die Last nicht zu beschweren,
die ich bald zu tragen hab –
Hinauf, hinab, bis in das Grab.
Hier verbring ich meine Stunden nun
Und bin verurteilt durch mein Tun,
Probiere mein Schicksal abzuwenden,
Jetzt, da es noch liegt in meinen Händen.
Doch die Macht, die mich auf ihren Pfaden hält,
Ist stärker als alles auf der Welt.
Versuche noch mich zu bekehren,
Bin aber gefangen von den Lehren
Durch welche ich wollt die Väter ehren.
Der Väter Lehren wahrer Kern
Lag mir sicher nicht mehr fern,
Doch fehlte mir der letzte Mut,
Den Geist, auf dem die Welt beruht,
Diesen Lehren zu entreißen,
Um das Letzte zu ergreifen,
Das mir am Schluß noch unklar schien.
Ich ließ dann diesen Geiste ziehn,
Da ich mir bis heut nicht klar,
Ob es auch für mich bestimmt war.
Außerdem, der Kern bringt Schande,
Weil er löst die letzte Bande
Zwischen Himmel und der Erd’,
Die man dadurch mit zerstört.
Es reizt mich nicht mehr das Letzte zu wissen,
Da ich bereits habe begriffen,
Dass mich dies hat alles zerrissen,
Wodurch die Seel’ wurd’ freigesetzt,
Und seitdem bin ich Ihr nachgehetzt,
Bis ich Sie dann wiederfand –
Der Teufel hatte Sie in der Hand.
Seitdem kann für mich Gott allein
Der allerletzte Ausweg sein,
Denn er allein besitzt die Gnade,
Mich zu erlösen von dem Pfade,
Dem ich seit Langem war erlegen.
Und auch die Hoffnung, mir sei vergeben
Kann ich nur durch eins erstreben:
Dem Verlust von diesem Leben.
Mein Leben ist jetzt dem Ende nah.
Ich weiß nun aber, WAS geschah,
Warum ich den wirren Lehren glaubte
Und nicht mehr auf Gottes Stimme vertraute.
Es war die Gier, die alles zerstört,
Weil man nicht mehr auf sich selber hört,
Da man durch Sie viel mehr erfährt,
Als es Gott dem Menschen gewährt.
Dadurch ist man eingeschnürt,
Denn man hat noch nicht gespürt
Die letzte Erfüllung im mickrigen Leben,
Die Erkenntnis, nach der alle strebenm
Die letzte Wahrheit, den Garten Eden,
So wie auch die größte Versuchung der Welt,
Wie Gott zu sein, der alles zusammenhält.
Durch diese Erfahrung fühl ich alles bedroht
Und wünsche mir sehnlichst herbei den Tod,
Da ich so nicht Leben mag,
Weil ich weiß am morgigen Tag,
Könnte jemand dies alles erlangen
Und dadurch wär’n vielleicht alle gefangen
Im gleichen Wahn, wie ich es bin.
Es ist nur noch wenig bis dahin,
Wo alle der ewige Schlaf ergreift
Und Sie alle hinunterreisst
In die wahre Hölle hinab.
D’rum sehn ich mich jetzt nach meinem Grab.
Versetzt mir niemand die Todesstöß’,
So muß ich greifen zum Selbsterlös.
Zu allem Schluß möcht’ ich bemerken,
Der Glaube konnt’ mich noch bestärken
Im Entschluß mein Leben zu beenden
Mit diesen blutbesudelten Händen,
Um einmal Gottes Reich zu sehn,
So wird es hoffentlich auch geschehn.


P.S.: Der Titel stammt noch von '98, als ich das verfasst habe.

niz
27.08.2002, 19:22
wow! Ich musste das jetzt erstmal ein paar Minuten auf mich einwirklen lassen. Auch wenn ich nicht alles 100%ig verstanden hab .... aber Du warst zu der Zeit, als Du das geschrieben hast, nicht in Behandlung? Das, vorallem die letzten 8 - 10 Zeilen, klingen ... verzweifelt ... naja das nicht ..... ich find keine Worte dazu :rolleyes D’rum sehn ich mich jetzt nach meinem Grab.
Versetzt mir niemand die Todesstöß’,
So muß ich greifen zum Selbsterlös.
Zu allem Schluß möcht’ ich bemerken,
Der Glaube konnt’ mich noch bestärken
Im Entschluß mein Leben zu beenden
Mit diesen blutbesudelten Händen,
Um einmal Gottes Reich zu sehn,
So wird es hoffentlich auch geschehn.Aber wie schon ganz zu Anfang gesagt ... wow ...

Endurance
27.08.2002, 19:50
Nee, nee, nicht in Behandlung! Nur kurz vorm Abi :D
Danke! Dachte nicht das das jemand überhaupt liest.

Kwuteg
27.08.2002, 20:23
Ich hab nur einen Teil gelesen, das mach ich demnächst nochmal in Ruhe, um das richtig würdigen zu können. ;)
Ich hab ums Abi herum auch mit dem Schreiben angefangen, bin aber eher Epiker. Vielleicht angel ich demnächst nach einer meiner Kurzgeschichten, um auch mal was beizutragen.

Tiguar
27.08.2002, 20:59
Wow! Hätte so etwas nicht mal in Prosa auf die Reihe gebracht! Muß das aber bei Gelegenheit nochmal in aller Ruhe lesen und ein bißchen sacken lassen. Gegen Ende klingt´s tatsächlich ein wenig depressiv, aber mit Deiner Erklärung muß ich mir dann wohl doch keine Sorgen machen. ;)

CU, Tiguar

Mogadischu
27.08.2002, 22:37
Schönes Ding :)

Auch der Grundgedanke der diesem Werk zugrunde liegt, gefällt mir. Ich habs zwar auch noch nicht zu Ende gelesen (verdammt, das is aber auch lang ;)) aber das was ich gelesen hab gefällt mir und entspricht auch etwa meiner Gesinnung.

So, jetz gehts aber ins Bette.

Endurance
27.08.2002, 22:40
Danke für das ganze Lob. Hoffe aber natürlich auch auf Eure Werke ;)

Twist
23.09.2002, 21:53
Teddy, der war e c h t supergenial!! Huiuiuiui!!!

Endurance
05.08.2003, 19:19
Die Hölle selbst ist nicht so heiß
Es reicht schon überall nach schweiß,
Doch bald wird's kühl, Ihr werdet's sehn
Es handelt sich nur noch um Wochen,
In denen innerlich alle kochen,
Doch tschüß Leutz ich werd jetzt dann gehen.

An den See :D

CU Endurance

douron
05.08.2003, 20:06
ich kann noch gar nichts sagen, weil ich's noch nicht gelesen habe...vorm bildschirm ein gedicht zu lesen, ist doof, drum habe ich's ausdrucken lassen, und werde statt meiner täglichen abendlektüre, das gedicht von Endurance heute nacht, vorm schlafen, lesen *gg

Tiu
13.02.2004, 14:39
"Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was sich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.

Wenn’s deinem Innersten gebricht
An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
Ist all dir wenig nütze.

Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm
Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen zu können."
***[Theodor Fontane]

Sahneknuffi
13.02.2004, 18:14
"Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte, hätte aber die Liebe nicht, so hätte ich nichts."

Neues Testament, 1. Korinther 13

Cerberus
15.02.2004, 11:02
>Daß oft die allerbesten Gaben

Die wenigsten Bewund`rer haben,

Und das der größte Theil der Welt

Das Schlechte für das Gute hält;

Dies Uebel sieht man alle Tage.

Jedoch,wie wehrt man dieser Pest?

Ich zweifle,das sich diese Plage

Aus unsrer Welt verdrängen läßt.

Ein einzig Mittel ist auf Erden,

Allein es ist unendlich schwer:

Die Narren müssen weise werden;

Und seht!sie werden`s nimmermehr.

Nie kennen sie den Werth der Dinge.

Ihr Auge schließt,nicht ihr Verstand:

Sie loben ewig das Geringe,

Weil sie das Gute nie gekannt.

Aus Gellerts "Die beiden Hunde"
------------------------------------------

DvP
15.02.2004, 22:06
Wer Freunde sucht,
ist sie zu finden wert:
Wer keine hat,
hat keinen noch begehrt.

Gotthold Ephraim Lessing

Lümmel
05.03.2004, 19:30
Sei besonders freundlich zu unfreundlichen Menschen ,
denn sie benötigen es am meisten!

Von Schmodda Rotz ( 1923~1989 )

Tiu
10.03.2004, 00:37
Dreißig Speichen gehören zu einer Nabe,
doch erst durch das Nichts in der Mitte
kann man sie verwenden;

man formt Ton zu einem Gefäß,
doch nur durch das Nichts im Innern
kann man es benutzen;

man macht Fenster und Türen für das Haus,
doch erst durch das Nichts in den Öffnungen
erhält das Haus seinen Sinn.

Somit entsteht der Gewinn
durch das, was da ist,
erst durch das, was nicht da ist.
Laotse

CrashBandit
10.03.2004, 20:26
Ein Leben ohne Frauen
wäre unvorstellbar. Wären sie stumm,
könnte man sie viel mehr lieben.

(Gerard Depardieu)


Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten...Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.

(Sunzi)


Die alten Zähne wuden schlecht
und man begann Sie auszureißen.
Die neuen kamen gerade recht
um mit ihnen ins Gras zu beißen.

(Heinz Erhardt)


Es ist die Zeit des Habens,
des Besitzens, des Erwerben von Eigentum, von Gütern,
das erworbene Gut hat nichts zu tun mit Güte,
mit der Qualität eines Menschen, dessen Eigenwert durch
den angelegten Maßstab den Wert verloren hat,
Es ist so, als ob man auf der Suche wäre nach dem Sinn,
vielleicht auf der Suche nach sich,
nach der reellen Existenzentschuldigung, der Begründung des Lebens,
Es ist die Zeit, um zu vertrauen, doch die Erfahrungen zeigen sich
dir gegenüber mit Mißtrauen, verloren auf dem Weg ins Jetzt,
der Zeit der Gegenwart der Zukunft und der Vergangenheit,
warum Gegenwart, Gegenüber warten, zukünftig die Vergangenheit
bereisen, die Wände zu zerreißen,
ich möchte verreisen, die Gespräche tanzten in Reih' und Glied
mit den Worten, und ergaben sie keinen Sinn, zusammengesetzt
ergab sich der Text der Worte, die wir nicht verstanden,
denn auch hier mußte der Humor Sinn ergeben.
Die Hände aufs Kinn gestützt,
die Augen geschlossen,
und doch träumte er hellwach in die Welt des eigentlich nicht Faßbaren,
das Eintauchen, das Baden, das Benetzen der Haut,
im Schein, das Abtrocknen, das Aufwachen, aufgestanden,
einige Schritte in verschiedenen Richtungen, verwirrt,
durch die Welt geirrt,
beschrieben in Worten

(Christine Danzer)

L.ED
11.03.2004, 01:20
Also zunächst einmal!, ist das hier Ehrlich gesagt ein (für Mich) äußerst
Interessanter Thread. Bin ja auch noch nicht so lange hier dabei und nu
aber auch drauf gestoßen. So werde auch ich selbstverständlich, meinen Beitrag
dazu Leisten. Und somit auch eine zusätzliche anders artige Dynamik hinzu
gesellen. Auch Glaube ich mich, hier ganz gut Untergebracht, gleichwohl ma
auch vielschichtige Erfahrungen mit und im Umgang von Computern.
So ist es doch so, das da andere noch ganz andere Kompetenzen! Und man
gerne so Felder dann auch überläßt (jedem so wie er Vermag).

Obgleich es jetzt einwenig schwer fällt, wo nu beginnen?, habe schon einen
gewissen Berg an u.a. vor allem auch Philosophisches verfasst. Manch einer
mag das eine oder andere sogar schon mal gelesen haben? Der BND Sicher!
(grins), das aber keine Ungewöhnlichkeit, Menschen fürchten sich halt vor dem
was sie nicht Verstehen, das ward schon immer so!

Und Wissen ist Macht!, und die (angeblich) Mächtigen, haben Angst vor solch
Wissenden die noch mehr Wissen. Erst ab einen bestimmten Level, schlägt das
dann um in befreiender Neugier, und man es gerne als Bereicherung seiner
Selbst wahrnimmt, da man Versteht!

Deshalb, wenn auch die Gesellschaft so außer der Reihe schlagende Geister
nicht so wahrnimmt, ihre Schutzorgane tun es (früher oder später)! Allerdings
muß ich sagen das etwa Deutschland da (noch?) auf einen sehr Positiven Wege,
sprich man Beobachtet zwar, versteht zu großen Teilen auch nicht was die/uns
da Treibt?! Aber man läßt großzügig gewähren und schaut erst mal was passiert,
kann ja auch zum Vorteil am Ende sein (womit se recht haben!)?

In anderen Teilen der Welt wirst de da aber schnell gleich mal an die Wand
gestellt!

Und das erklärt gleich wiederum vieles, um nur ein kleineren deut zu geben.
Jeder ernsthafte Philosoph (heutiger Tage) muß einfach ein Strikter Vertreter
der Trennung von Staat und Religion sein, somit erklärt sich auch wiederum
schon ein großer Teil der Ängste! Denn was ist wohl ein jemand der derartiges
(so!) Vertritt, für einen Religiösen Menschen, Beispielsweise auch noch hiesiger
Breitengrade? Bestenfalls ein ,,Heide'', aber doch eher in unseren Falle ein
,,Antichrist''. Ein gesandter ... Bla, bla ... ihr kennt es selbst, man hat natürlich
für alles um einen dann auch eine ebenso Erklärung ... die .... Täuscht und
Verblendet ... glaubt nichts den in der Bibel .... blah, blah und Blubb ...


Vielleicht schreckte jetzt hier so manch einer gar schon zurück?, ich Rede hier
aus Erfahrung, ich weiß wie mir zutiefst Religiöse Menschen gegenüber traten
und in die Augen blickten. Es ist so ne ganz eigene Art von .. hmmm ... ich
glaube an dieser Stelle paßt etwas bald wie die Faust aufs Auge, was eine
von meinen ehemaligen Gefährtinnen (Zöglingen) Formulierte:

,,So währe ich den eine aus der Außenwelt und sollte Dich,
dein Mysterium unserer Art, deine Aura, einen anderen Außenweltler
erklären. So würde ich sagen: ''

,,Man könnte ihn mit Gevatter Tot Vergleichen?, man würde sich freuen auf
ihm vor seiner Zeit zu Treffen. Hätte eine Menge Fragen und einen höllischen
Respekt, gepaart mit einer natürlichen Angst und Neugier vor dem unbekannten.''

Mjr. Istar (99)


Na ja gut, laßt uns beginnen, ähm ... angemerkt sein noch, man kennt mich in
dieser Form nur unter dem Pseudonym ,,Pentor''
(nich das Unstimmigkeiten aufkommen).


Der Flug des Drachen
~~~~~~~~~~~~~~
Sehe das Entsetzen im Gesicht meines alten Freundes, ,,was ist geschehen,
stirbst Du?, verlieren wir Dich?''. Ich erhebe mich, meine Schwingen tragen
mich hoch über den alten Druiden. Und Schaue beunruhigt auf meine
Flügel, auf meinen Leib und auf meine Krallen, welche Schärfer sind
als je zuvor. Des Druiden Rufe hallen durch die Dämmerung der Nacht,
,,Ja Du bist Kräftiger denn je, aber Du wirst machtlos gegen diesen,
seiner Ritter, sein!''. Seine Worte durchdringen mich, weiß um dessen
Bedeutung, dennoch schlage ich weiter mit meinen Schwingen, steige
empor in die anbrechende Nacht. ,,Wirst nicht Kämpfen können, weder
heute noch Morgen drum komme zurück und halte dich an der Kette verborgen!``

Keine weitere Kette mehr, vielleicht des ewigen Kampfes Müde, Gleite ich mit
dem Wissen drum das ich wieder in der Nähe dieses so schwach und dennoch so
Stark wirkenden, seines Ritters, Landen werde, in die Nacht. Seine Stimme
wird immer Leiser bis ich seine Worte nicht mehr vernehmen kann, ich hörte
sie vielleicht zum letzten mal.

Seltener Vogel, so schön Du bist, möcht Dich berühren doch erreiche Ich
Dich nicht, im Käfig Du gefangen. Könntest ihn verlassen, doch tust es nicht,
drum locke ich Dich. Denn ich verzehre mich nach Dir, und Du spürst meine
Zuneigung, zu Dir.

Lautlos Gleite ich durch die Nacht, den Tag verbrachte ich verborgen,
tief im Hinterland der Inseln, meiner Heimat. Dort wo er, sein Ritter,
noch niemals gewesen ist, bereitete mich vor, abermals auf ihm zu
Treffen. Konnte das Einbrechen der Dunkelheit, in dessen Schutz,
meine Schwingen, ich endlich wieder ausbreiten kann, kaum erwarten.

Sternenklar ist der Himmel, der Mond erhellt die Nacht, es scheint wie
Gestern und ich weiß wir werden erneut aufeinander treffen. Wohl erinnere
ich mich an die Worte meines alten Freundes, dem Druiden, aber eine mir
unbekannte Macht zieht mich zu diesen Ort der Entscheidung. Und so Genieße
ich den Wind um meinen Schwingen, welcher mich begleitete bis zu jener
Lichtung hier in der ich landete, in dessen Spiel der Bäumen er verschwand.

Sehe des Ritters Pferd unruhig um eine Ansammlung von dichten Sträuchern,
bestehend aus dicken Dornigen Zweigen, stehen. In dessen Umarmung er
gefangen, regungslos er dort verharrt, seit er meine Anwesenheit bemerkte.

Seine Rüstung im Schein des Mondes aber verräterisch glänzt und meine
Aufmerksamkeit erregte. Langsam nähere ich mich dem Unglückseligen, seine
Hand am Schwert, doch bewegen tut er sich nicht. Ist er starr vor Angst?,
ich weiß es nicht?, mein Gegner er ist, vom Feind geschickt um mich zu
Vernichten!, ich sollte ihn, seinen Ritter zerquetschen!, dennoch tue ich es
nicht. Meine Krallen schneiden die Dornigen Schlingen nur, in welchen er
Gefangen war, seine Rüstung berührten sie nicht.

Wie in den Nächten zuvor, wir uns nur gegenüber stehen, bereit und dennoch
nicht in der Lage des anderen Leben zu nehmen. Was man von uns erwartet,
denn deshalb existieren wir!?, des Ritters Hände gleiten auffällig elegant zu
seinem Helm, und eine Ahnung wurde zu Gewissheit. Sie ist es, die ihr Schwert
gegen mich jetzt zieht, breite meine Schwingen kraftvoll und in voller Pracht
aus. Kein Haß kann ich in ihrem Gesicht finden, nur Tränen die über ihre
wunderschönen Wangen rinnen. Und mir wurde wieder gewahr, was es heißt zu
Lieben und mit der Liebe kehrte auch der Haß in mein Sein zurück. Gegen sie
zu Kämpfen das vermag ich nicht, und so erhebe ich mich langsam, mit seichten
Flügel Schlägen entschwinde ich beinahe lautlos in die Nacht. Über den Inseln,
dessen Wälder, ich noch lange Kreisen werde, bis der Tag erwacht.

Seine Waffe liebe ich, und ihn, ihn Hasse ich,
Hasse ihn dafür das er sie schuf.

(L.M.) Pentor



Dies stellt auch gleich ein gutes Beispiel einer Art, wie des Öfteren in der
Philosophie mit unter Verwand. Man selbst geht in die Selbstbezogenheit über,
auf das der Leser sich in ersterer erst einmal nicht direkt gespiegelt fühlt
und somit unbefangener ließt. Über dessen dann später um so mehr, wenn
denn?, Nachgedacht.

Solcherlei Texte enthalten sowohl leichtere offensichtliche Botschaften,
als auch gänzlich im tieferen Verborgene.

Nu beginnt hier nicht ein Munteres Deutungs- Raten?!, nehmt es so wie ihr es
für Euch gelesen habt. Auch ist dies hier mehr oder weniger ein drei Teiler,
das heißt also da kommen noch welche!

(bissel Spannung? ... muß sein)


Des Raben Geschichte
~~~~~~~~~~~~~~~

,,Hörst du den Regen?, wie er auf die Gräber plätschert?, ...
komm setz Dich zu mir!, ich werde Dir eine Geschichte Erzählen.``

Des Raben Augen Starren Dich an, in Deiner Trauer Akzeptierst Du ohne
Gedankengang, das er Sprechen kann. Und Du läßt Dich am Grabstein nieder
auf welchen er sitzt, schaust ihn kaum an, Deine leeren Blicke sind auf die
Gräber gegenüber gerichtet. Aber dennoch lauschst Du seinen Worten, die
Deinen Geist Entführen. Er nimmt Dich mit auf eine Reise zu einen Ort den Du
nicht kennst. Mit behütender Stimme spricht er zu Dir, ,,Im Tempel der Liebe,
sah ich meinen Hass, und das Blut Schoß mir aus der Nase als ich ihn Spürte.
Nach so langer Zeit kehrt er wieder in mein Sein zurück, tausche die Schwingen
der Emotionslosigkeit gegen mein altes Ich.`` Und der Rabe verwandelt sich in
eine Menschliche Gestalt, Schwarz seine Rüstung, sie wirkt wie aus Granit,
und mit der Klinge des Hasses schreitet er aus dem Tempel, um etwas zu Finden
was er einst verlor.

Man sagt Liebe sei es zu Hassen und Haß sei Liebe.

,,Ich habe aufgehört zu Hassen als der alte Feind geschlagen war,
und Vermögen zu Lieben, werde ich erst dann wieder wenn ich wieder beginne
zu Hassen. So sagten es mir die Templer, und nun Frage ich Dich, ist sie,
die Liebe!, daß Wert?`` Du überlegst, Bilder aus Deinen Sein Drängen
sich in des Raben Erzählung, einen Augenblick Du zögerst bevor Du mit fester
Stimme Antwortest. ,,ja, sie war es, beginne wieder zu Hassen!!!``, Du erwachst,
gesprochen hast Du im Schlaf, inzwischen ist es Tag geworden und es hat
aufgehört zu Regnen. Sonnenstrahlen kitzeln Dein Gesicht, ,,der Rabe!``,
Du schaust Dich um, aber keine Spur von ihn, nicht mal ne Feder. Und es
fällt Dir wieder ein, Raben hat man hier, an diesem Ort schon lange nicht
mehr gesehen. War es nur ein Traum oder war er Wirklichkeit? Diese, seine
Geschichte, so Real sie Dir schien. Ein Letztes mal noch drehst Du Dich zum
Stein auf welchen er saß. Deine Trauer, die zuvor so unüberwindlich schien,
hast Du tief in Deinen Herzen begraben. Und Du schreitest zurück ins Leben
um das wieder zu finden, was Du glaubtest für immer verloren zu haben.


Pentor


Mensch das wird hier ja langsam zum längsten (Einzel) Post, der Computer Base ?
Na ja, das hat halt so Zeug's so an sich, dennoch werde ich dann erstmal auf ein
neuen Post Warten, damit das Ding hier nicht die Grenzen Sprengt!?


Der Flug des Drachen Tribut: (in Zwei Parts)

Der Flug des Drachen II "Zeitenwende" (Part I)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Unheimlich ist der Drache geworden, Sein so machtvoller Schatten, kreist nicht
mehr übers Land. Und plötzlich verstummten auch sie, seine Kampfes Rufe,
dieses mächtige Grollen in den Nächten, daß krachende Geräusch zerberstender
Bäume. Es scheint so als bereite er sich auf etwas vor, doch nun diese
abwartende Stille, welche auch uns seit dem ergriffen hat.

,,Du wirkst abgelenkt, was ist Geschehen?``, aufmerksam Mustert der Druide
jede Regung des Drachens. ,,Die Zeitenwende... Glaubst Du an den Krieg?``,
,,Ich sehe Deinen Körper Drache, daß was Du die letzten Wochen tatest und
auch das was Du nicht mehr tatest, hast Dich zurückgezogen und das Menschliche
in Dir, schon beinahe wieder Vergessen, Du willst denn Krieg, oder vielmehr
wolltest Du ihn, konntest es ja kaum noch abwarten, doch nun dies Unruhe,
drum frage ich Dich ein weiteres mal, was ist Geschehen?`` ,,Es war vor 5 Tagen,
da sah ich ein weiteres mal mit meinen immer hass erfüllteren Blicken gen Himmel.
Als es geschah, ich hörte die Stimme einer längst begrabenen Erinnerung.``
Der Drache hält inne und Blickt mit seinen so durchdringend Kalten Augen,
in die des Druiden. Und sein alter Freund erkennt ihn wieder, diesen Ausdruck,
er sah ihn bisher nur einmal. ,,Der Ritter!``, ,,Ja``, ,,Du fragst Dich
ob er auch Teilnehmen und Du auf ihn Treffen wirst...?, nein das ist es nicht,
seit dem Du Dich wieder Erinnerst, wünschst Du es Dir auf sie zu Treffen. Und
all das was Du tatest um Dich Vorzubereiten, verliert plötzlich sein Gewicht,
denn zu Kämpfen wirst Du dann sowieso nicht mehr Vermögen''. Ich erhebe mich
und präsentiere Demonstrativ dabei meine Machtvolle Gestalt. ,,Das werden wir
dann Sehen``, ,,Nein, halte Dich von diesen seiner Ritter fern, so wie Du es
das letzte mal auch schon hättest tun sollen!``, ,,Ich laufe nicht Weg!!``,
,,So?, Dann stelle Dich endlich dem, vor dessen Du Dich einst in diese
Gestalt geflüchtet hast!`` ,,Ich weiß nicht wovon Du Sprichst Druide!!!``,
,,Oh doch..., glaubtest Du wirklich Du könntest Dich auf Ewig dem Entziehen,
schau Dich doch nur an, wo ist Deine Blutrünstigkeit geblieben?, Dein
Äußeres wirkt so Edel wie lange nicht mehr, kein Vergleich zu dem was da noch
vor einer Woche in den Wäldern wandelte``. ,,Ich pflege immer so in eine
Schlacht zu Ziehen, daß solltest Du doch Wissen!`` ,,Du lenkst vom eigentlichen
ab, drum bringe ich es jetzt auf den Punkt, hasst Du denn Feind?`` ,,Ja, was
soll die Frage!?``, ,,Und wie sieht es mit dieser Maid aus, welche wohl bemerkt
eine seiner Ritter ist, hasst Du sie auch?`` ,,Nein``, ,,Warum nicht, immerhin
ist sie der Grund für Dein Zwiespalt, ach ja nur mal so nebenbei gefragt, seit
wann besitzt Du die Fähigkeit zu Hassen? Noch vor einen halben Jahr ward Dir
diese, wie überhaupt Emotionen, fremd gewesen?`` Hmm... das ist mir gar
nicht so aufgefallen, aber er hat recht mit dem was er Sagt. ,,Du Schweigst,
ich werde Dir Sagen was es ist, was Dich wieder Hassen und Dich diesen seiner
Ritter nicht Zerquetschen läßt, man nennt es Liebe!, eine Emotion die Du zum
ersten mal seit langen wieder Bewußt wahrnimmst, nun auch in dieser Gestalt``.
Ich breite meine Schwingen aus, bereite mich vor abzuheben, was gesagt
werden sollte wurde gesagt, nun will ich alleine Sein und darüber Nachdenken.
,,Wir sehen uns Druide``, doch bevor ich abheben kann gibt er mir noch etwas
auf den Weg. ,,Du hast so oft verhöhnt jene die Liebe als eine machtvolle oder
gar als stärkste Waffe ansahen, und nun ist es jene Waffe die er gegen Dich
zur Felde führt``. ,,Im übrigen liebt sie Dich auch, daß sehe ich zum einen
daran was aus Dir geworden ist und zum anderen, ...``

Mehr von meiner selbst wollte ich mir heute nicht mehr Anhören, drum erhob ich
mich noch bevor er seinen Satz beenden konnte. Und wie schon einmal Hallen
des Druiden letzte Worte mir nach bis ich seine Stimme nicht mehr vernehme.

,,WENN ES NICHT SO WÄHRE HÄTTE SIE GAR NICHT DIE MACHT GEHABT DICH
WIEDER EMPFINDEN ZU LASSEN UND DU HÄTTEST SIE, WIE SCHON SO VIELE
SEINER RITTER, ZERISSEN``.
Pentor



(Part II)
Drachen Herz
~~~~~~~~~~~~
Mein Schwarzes Blut ist es,
welches nach Dir Schreit,
Mich in den Nächten nicht Ruhen läßt.

Der Älteste und wahrhaftigste Adel Unter den Menschen,
hat es Dir angetan.

Mein Reich die Sümpfe und Wälder einst waren,
zu denen es Dich des Nächtens niemals zog,
indessen Gewässern Du nie gebadet.

Und durch dessen Auen Du nie entblößt gestriffen bist,
um eins zu werden mit der Natürlichkeit des Dich umgebenen Universums,
deiner Welt,
wie sie einst war.

Die Natur brachte uns zusammen,
die Gesellschaft aber,
sorgt dafür,
daß wir niemals zueinander finden werden.

In ihrer Arroganz sie selbst bestimmen will,
was zusammen gehört und was nicht.

Mein Steinernes Sein,
es lacht,
Du kannst es nicht Verstehen,
denn die Menschheit wird an ihrer Arroganz zugrunde gehen.

*
Pentor


Vorerst abschließend, habe ich dieses Thema (Liebe) Bewußt jetzt gewählt
und in dieser Art (hab noch ganz anderes dessen Aufgreifendes) verfasst.
Da es hier schon des Öfteren aufgegriffen und es jetzt halt mal noch auf
ner anderen Art & Weise gespiegelt.

Tiu
23.04.2004, 16:53
"Noch niemals hat mich auf der Straße jemand aufgefordert, für Kernwaffen Geld zu spenden. Offenbar deshalb, weil die Regierungen für Waffen stets genug Geld zur Verfügung haben. Aber unzählige Male haben mich Menschen mit Sammelbüchsen um eine Spende für Arme, Kranke, Alte und Kinder gebeten. Es mag der Phantasie jedes einzelnen überlassen bleiben, sich auf diese Ungereimtheiten einen Vers zu machen."

Sir Peter Ustinov

Tiu
19.10.2004, 15:03
Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe. Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, da war es auch die Welt."

Autor unbekannt

Endurance
07.05.2005, 21:10
Seit langer Zeit mal wieder was literarisches.

Tageslauf

Des Lebens Lauf rinnt schneller, immer schneller,
das Schicksal - dunkel und zu Ende heller -
schreitet durch die Zeit,
durch Tag und Nacht,
bis man ist bereit
für jenen Tag - und erwacht.

Erst dann erkennt man jene Bäche,
die hoch vom Berg ins tiefe Tale fließen,
erblicket man auf einer grünen Fläche
Die Werke der Natur nun sprießen -
wunderschönes Leben,
das aus der Erde bebend
einst entsprang -
Hört Ihr ihn, diesen engelsgleichen Klang?

Auch er wird auf die Stund' verstummen.
Das Lied erst klar, nun doch schon ausgesungen.
Die Farben werden blass
und betten mich zum Schlaf,
versichernd dieser Tag ist nun verhallt,
der Morgen aber wiederkehret bald.

Hildebrandt17
07.05.2005, 21:50
"Ich hasse mein Leben und mein leben hast mich,
doch ich kann dich beruhigen, denn ich hasse auch dich!"
;)

Arcadian79
07.05.2005, 21:58
Toller Thread! Muss unbedingt ausgebaut werden!!! Hier ein kleiner Vierzeiler von mir:

Das Sein ist ungewiss

Das Leben ist ein seltsam' Ding,
ewig sucht man seinen Sinn.
Der Start geht mit Freud' und Lieb' einher,
das Ziel ist dunkel, kalt und leer.

Ich hab' vor einiger Zeit noch ein paar andere, längere Gedichte geschrieben. Muß mal sehen, ob ich sie hier poste, ist ja schon etwas sehr persönliches, wenn nicht sogar intimes. Naja, mit denen von Endurance, vor allem seinem "Mammut" ;) können sie wahrscheinlich eh nicht mithalten, klingen sie nach so langer Zeit doch etwas naiv in meinen Ohren.

Holodan
07.05.2005, 22:47
Well done, Endurance. :daumen
Dann will ich auch mal:

Mutter

Ich rufe dich laut, warum hörst du mich nicht,
in jedem Traum seh ich dein Gesicht,
dein Antlitz kann ich nicht vergessen,
von innen werd' ich aufgefressen,
Mutter, warum bin ich nun allein,
kann das denn schon alles gewesen sein,
vor Jahren schon hast du mich verlassen,
nun ist es sehr schwer weiter Mut zu fassen,
weiß nichts mehr zu tun ohne deine Liebe,
es fühlt sich an wie Seitenhiebe,
ich sehne mich so zu dir zu kommen,
ich wirke einfach wie benommen,
dich wieder zu sehn',
ließe mein Herz verstehn,
dir geht es gut, wo du jetzt bist,
doch ob dies eine Lösung ist,
alleine sitz' ich in einer Ecke,
in der ich mich vor ihnen verstecke,
vor all den Stimmen die zu mir sprechen,
warum wollen sie sich an mir rächen,
sie quälen mich mit lauter fragen,
die hart an meinem Herzlein nagen,
Mutter ich hoffe dir geht es gut,
aus diesem Gedicht schöpf ich neuen Mut.

Holodan
09.05.2005, 14:41
Sorgen

Als die Sonne heut morgen aufging,
und ich aus dem Fenster hing,
um zu sehn' wie der Tag beginnt,
hab ich mich in meine Kindheit besinnt,
wie schön es noch war in dieser Welt,
von der man spürt wie sie uns zusammen hält,
die Wärme und Obhut dieser schönen Umgebung,
aber auch diese befindet sich in Bewegung,
heut' erinner ich mich gern zurück,
denn dann kommt zu mir zurück ein Stück,
der alten Wärme die mich umgab,
ach was hab ich sie gern gehabt,
heute blicke ich mit lauter Sorgen voraus,
wie schaut es denn wohl morgen aus,
sorglos, ja so war ich als Kind,
aber oft wendet sich alles geschwind,
nun liegen sie bei mir, die Sorgen,
und sie bleiben hier, auch noch morgen,
ich hoffe ich finde bald meine Ruh',
mit meinen 70 Jahr' schau ich meinen Enkeln zu,
wie sie fröhlich spielen, draußen im Garten,
von den Sorgen, die sie erwarten, werd' ich nichts verraten.

Arcadian79
09.05.2005, 15:09
Fernes Meer in der Nacht

Das Auge, silbern in der Nacht,
starrt mich an, verspottet mich.
Sein Meer ist schwarz und tief.
Fische, strahlend hell ziehen ihre festen Bahnen,
weiße Schiffe segeln nach Kurs,
auf der Suche nach neuem Licht.

Das Auge starrt und spottet weiter,
ich sitze da, starre einsam zurück.
Mein Geist heuert an und ist an Deck.
Die Fische möcht' ich fangen,
doch harren muß ich,
zu weit ist's dorthin.

Starren wird es immer und spotten auch,
die Schiffe sind bald fort.
Die Fische fängt ein golden Weib.
Ich sitze weiter da, schwer und allein,
mein Geist hat angeheuert,
ist an einem fernen, bess'ren Ort.

P.S.: Kurze Frage, weil ich's vergessen hab': Wie heißt die Gattung, wenn ein Gedicht sich nicht reimt? War das nicht "Lied" oder "Hymne"...?

Endurance
09.05.2005, 17:31
Respekt! Dachte nich, dass es doch noch ein paar gibt, die mitziehen :daumen.

Liest sich nicht schlecht hier!

CU Endurance & Happy gedichting :D

NeX
09.05.2005, 17:35
Das hab ich ungefähr vor 2 Jahren geschrieben:

Zehn Sekunden eines Lebens


Er hatte sein ganzes Leben in dieser Stadt verbracht. Er wurde in einem dieser grauen Häuser geboren, er ging in einem dieser grauen Häuser zur Schule, er lebte in einem dieser grauen Häuser, er arbeitete in einem dieser grauen Häuser. All diese Häuser waren grau, so grau wie sein Leben. 11:32 Uhr und 25 Sekunden ... er hatte Angst ... nun wird er in dieser Stadt, zwischen einem dieser grauen Häuser sterben. Sie ging immer genau. Seit er die Taschenuhr von seinem Vater geerbt hatte, hatte sie ihm immer sekundengenau die Zeit angezeigt. Selbst als alle seine Freunde ihn im Stich gelassen hatten, hatte sie ihm noch treue Dienste erwiesen. Und er wusste, auch heut würde sie ihn nicht im Stich lassen. "Tick", der Sekundenzeiger schnellte einen Strich weiter. Er hob den Kopf und lies den Blick noch ein letztes Mal über die Stadt schweifen, die er so hasste. Er war ganz ruhig. In dieser hektischen, aggressiven Stadt war er eine Insel der Ruhe und Gelassenheit. "Tick", es war 11:32 Uhr und 27 Sekunden. Er machte einen Schritt nach vorn, auf den Rand der Welt zu. Es war als trete er aus seinem Körper heraus. Er ließ seine Angst hinter sich. Die Welt um ihn herum verblasste. Sein ganzes Denken beschränkte sich auf die Tätigkeit auf den Abgrund zu zuschreiten. Er blieb am Rande des Daches stehen. Ein Funkeln irritierte ihn. Die Taschenuhr spiegelte das Licht der Sonne, die an diesem Morgen durch den blauen, wolkenlosen Himmel schien. Die Uhr zeigte 11:32 Uhr und 30 Sekunden. Er blickte nach unten, sah in die Straßenschlucht hinunter. Er sah Menschen, die über die Gehwege hetzten, Autos, die hupend durch die graue Welt rasten. Er konnte die ruhigen gleichmäßigen Schläge seines Herzens hören. Er schloss die Augen. "Tick", wieder eine Sekunde weniger bis zum Ende seines Lebens. Nach 45 grauen und tristen Jahren kam es auf ein paar Sekunden auch nicht mehr an. 45 Jahre! Jahre voller Traurigkeit, Enttäuschung Resignation und Verzweiflung. Sein Leben war Scheiße! Er hasste sein Leben, er hasste sich. Was sollte ihn noch am Leben halten? Was hatte er noch, für das es sich zu leben lohnte? Nichts! Sein Entschluss stand fest, er würde dem allem nun endgültig ein Ende setzen. Er tat einen weiteren Schritt in Richtung Glückseeligkeit. Sein Fuß trat ins Nichts, er verlor langsam den Halt. Er beugte sich noch weiter nach vorn. "Tick", es war soweit. Für weniger als eine Sekunde hing sein Körper in der Luft, dann begann der Fall. Das Blut rauschte in seinen Ohren. Und mit den Stockwerken des Hochhauses rauschte sein ganzes Leben noch einmal an ihm vorbei. Doch dieses Leben kam ihm fremd vor. Es war nicht das triste Leben, an das er sich erinnerte, es war ein Leben voller schöner Momente. Er sah sich mit seinen Eltern vor einem weihnachtlich geschmückten Tannenbaum. Die goldene Taschenuhr seines Vaters, die inzwischen 11:32 Uhr und 33 Sekunden anzeigte entglitt seinen Fingern. Er sah sich an seinem ersten Schultag, er sah sich auf seiner ersten großen Party, als er zu erstenmal richtig betrunken war. Er sah sich mit seiner ersten großen Liebe. Er sah sich bei seiner Hochzeit. "Tick". Er sah sich bei der Geburt seiner kleinen Tochter. "Tick". Er sah sich wie er seine Frau im Arm hielt und sich mit ihr den Sonnenuntergang ansah. Plötzlich musste er lächeln. Er versuchte, sich zu erinnern, warum er seinem Leben eigentlich ein Ende setzen wollte, doch er konnte sich nicht erinnern. Er hörte wie seine immer präzise tickende Taschenuhr auf dem Boden zerschellte. Sie würde nie wieder ein "Tick" von sich geben. Er schlug die Augen auf. Und sein Körper schlug auf dem Gehweg auf.

Seelenpflücker
09.05.2005, 17:39
Hätte auch hier reingepaßt:
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=66588&highlight=die+sch%F6nsten

Aber gut, dann will ich auch mal... (ist asbach-uralt :D)
(Immer witzig, wenn man seinen alten Schrott nochmal liest... uuaaah :D)



Daily Comfort

Ach Kaffee, Kaffee...
Ohne Dich tät’s mir so weh,
Träge durch den Tag zu schreiten
Und zu sehen nur Trauerweiden.


Denn zu jeder Tageszeit,
stehst Du kochend schon bereit,
Mir den Tag so angenehm
Wie nur möglich zu gestalten... Schön.


Neben Streß und Wehgeschrei
Sag‘ ich mir: „Ach einerlei
Sind mir jetzt die ganzen Bösen.“,
Liegt mir doch braunes Gold zu Füßen.


Denn Nervenschonung, Wachsamkeit,
Produkte holder Zweisamkeit,
Die ich und Kaffee hier genießen,
Werden täglich aus uns sprießen.


Solange Deine heiße Kraft
Stets über unser Dasein wacht,
Können Müdigkeit und Trägheitsleiden
Uns doch wohl gestohlen bleiben!


Und noch ein 94er Seelenpflücker :D:

Tabu: Session

Hier sitze ich und throne
Und preiße höhe Töne;
Ich hoff‘, daß es sich lohne,
das ist das wirklich Schöne.


Lasten werden abgenommen.
Es kommt mir vor,
Als fielen tausen Tonnen
Hinab ins dunkle Rohr.


So ließ es sich beschreiben
Als langersehnte Freiheit.
Drum werd‘ ich hier verweilen
In endlicher Glückseligkeit.


Doch was steht über dem Vergnügen?
‘S ist fürwahr die Sauberkeit.
So laßt Euch nicht betrügen
Und den Schein sich nicht betrüben
Durch allzu leichte Sinnigkeit.


Gesund ist, wer gut speist,
Doch macht Euch Sauberkeit zum Grund.
Drum ist dann auch gesund,
wer gut und gerne scheißt!




Spannerei


Wer will schöne Sachen sehen,
Der muß eben spannen gehen.
Aber Vorsicht, alle Leut´!
Eine Waffe liegt bereit.

Denn mit Nudelhölzern rund,
Schlägt sie Euch die Rübe wund.
Und was nutzen Euch die Wehen,
Könnt Ihr später nichts mehr sehen ?

Seid bedacht und auf der Hut,
Denn dann habt Ihr keine Schmerzen.
Und was nutzt Euch Übermut,
Könnt Ihr später nicht mehr scherzen ?

Denn die Lust und Tollerei
Nach der gelung´nen Spannerei
Ist danach in ´nem Lokal
Schöner als im Hospital !

Kuddel
09.05.2005, 17:41
Ok vllt. nen bisl schnulzig, aber wenn ich manchmal solche Phasen habe, muss ich sowas aufschreiben.
wie gesagt alle selber geschrieben:

Seit tagen überlege ich schon
Kann es wirklich Liebe sein
Oder ist es nur ein Gefühl
das einfach so vorrüber fliegt
Ich dachte an dich
und ich dachte nach
Und da wurde mir klar
Die Liebe gibt es
wunderbar

Man braucht nicht den Tag,
um das Licht zu sehen.
man braucht ein Gefühl,
eine Vorstellung um zu sehen,
da kann auch die tiefste Dunkelheit
die Gefühle nicht verdrängen

Der Unterscheid zwischen Tag und Nacht,
zwischen hell und dunkel,
zwischen Sonne und Mond.
Er ist so groß, wie der Unterschied
zwischen der Liebe und dem Glück.
Zwei Momente die niemals
zusammen stattfinden,
sondern nur aneinander vorbeischweifen.

Der Tag und die Nacht
es sind 2 verschiedene Welten.
Die Welt scheint sich zu verändern,
wenn die Nacht kommt.
Doch das, was sie hervorzaubert
ist mindestens so schön wie der Tag




So mal sehen was so bei meinen nächsten kreativen Phasen bei rauskommt :)

Ralf B.
09.05.2005, 17:51
Kuddel, und das am 200ten Todestag von Schiller! :daumen

gustl87
09.05.2005, 19:00
Wer einen Hammer hat sucht Nägel.


Wer nachts seinen Schlüssel verliert, der sucht ihn unter einer Laterne.

-gb-

Holodan
09.05.2005, 20:45
Das Paradies

Ich streife durchs Gras und fühle mich wohl,
auf Feldern wachsen Gurken und Kohl,
so viele Kinder spielen dort,
an diesem unbeschreiblich schönen Ort,
es regnet nie, alle sind dort froh,
selbst Erwachsene hüpfen hier auf dem Stroh,
ich genieße die Zeit, die ich hier verbringe,
es kommt mir vor, als wenn sie zu schnell verginge,
denn ich weiß genau, bald ist es soweit,
dann ist es vorbei mit der Herrlichkeit,
wenn ich aus meinem Traum erwache,
und ganz schnell das Licht anmache,
bin ich betrübt, ist wieder alles vorbei,
noch einen Tag und ich bin wieder frei.

Arcadian79
13.05.2005, 22:40
Schlaf Kindchen, Schlaf

Schlaf Kindchen, Schlaf
der Hirte hütet uns Schaf,
die Mütter kriegen Kindchen klein,
fällt für sie herab ein Orden fein.

Flieg, Kindchen, Flieg
der Himmel wird der Sieg,
der Hirte will das Lämmerlein sein,
roter Mond ist's große Zipperlein.

Denk, Kindchen, Denk
sein Himmel ist kein gut Geschenk,
der Hirte ist ein mieses Schwein,
darf nicht Dein Spielg'fährte sein.

Arcadian79
19.05.2005, 16:03
Um den Thread mal wieder zu beleben...:

Kranker Körper, freier Geist

Ewig gebunden an das Fleisch,
sieht sie fliegen, schwimmen, rennen.
Im starren Körper muß er harren aus,
für immer dar bis zum Greis.

Jugendlich, stark und schön,
war er nimmer, wird's nimmer sein.
Krank und gebrochen ist das Fleisch,
gewinnt er niemals einen Preis.

Strebt nach Kraft jeden Tag,
die Hoffnung läßt ihn leben.
Sein Geist ist stark und frei,
kann rennen, schwimmen, fliegen.

Kuddel
19.05.2005, 16:37
Man braucht nicht den Tag,
um das Licht zu sehen.
man braucht ein Gefühl,
eine Vorstellung um zu sehen,
da kann auch die tiefste Dunkelheit
die Gefühle nicht verdrängen

Der Unterscheid zwischen Tag und Nacht,
zwischen hell und dunkel,
zwischen Sonne und Mond.
Er ist so groß, wie der Unterschied
zwischen der Liebe und dem Glück.
Zwei Momente die niemals
zusammen stattfinden,
sondern nur aneinander vorbeischweifen.

Der Tag und die Nacht
es sind 2 verschiedene Welten.
Die Welt scheint sich zu verändern,
wenn die Nacht kommt.
Doch das, was sie hervorzaubert
ist mindestens so schön wie der Tag

Die Welt zeigt das Bild des Lebens.
Es gibt Berge und Täler,
Höhen und Tiefen.
Genau wie im Leben.
Es ist nur erschreckend,
wie lange man braucht,
um einen Berg zu erklimmen,
und wie schnell man dann,
in die Tiefe stürzen kann


Alle selbst geschrieben.
Schreibe immer dann, wenn ich gerade kreativ bin :D

Holodan
08.07.2005, 00:37
Allein

In einer Welt voller Paare,
in der ich mich frage,
was ich hier allein mache,
wann ich aus diesem Traum erwache,
keine Farben mehr,
ich trauer zu sehr,
bin zu allein,
um fröhlich zu sein,
wohin mit mir,
als hinter die Tür,
es regnet Tag und Nacht,
lang ist’s her, als ich zuletzt gelacht,
jeder findet ein Gegenstück,
das ihn entzück',
doch ich bin allein,
meine Bestimmung allein zu sein,
will ich nicht akzeptieren,
doch ich will nicht kapieren,
woran es liegt,
warum ich niemand abkrieg,
dann zwischen den grauen Menschen,
hält eine keine Händchen,
ist allein und nicht grau,
eine wundervolle Frau,
ich renne los,
atemlos,
ich erreich sie nicht,
plötzlich ein helles Licht,
ich werde wach und stelle fest,
die Welt ist ungerecht.

Deltarius
08.07.2005, 11:53
Au ja son Thread gefällt mir! :)

Da Gedichte nicht so mein Ding sind, habe ich hier mal n Treatment (Sone Vorstufe eines Drehbuchs, das war ne Hausuafgabe) von mir ausgegraben:

Man sieht bei einer Kamerafahrt einen Kirchturm hinter einem Hügel erscheinen, dann ein kleines idyllisches Dorf. Kein Mensch ist auf der Straße. Die Kamera fliegt über das Dorf hinweg, steuert auf ein etwas abgelegenes, einsames Haus zu. Man hört das Läuten der Kirchenglocken. Die Kamera fährt über das Haus hinweg, hinter dem Haus befindet sich ein Garten mit einem großen Baum. Der Baum trägt keine Blätter, obwohl es Sommer ist. Die Kamera bleibt plötzlich mit Blick auf den Baum (Halbtotale von schräg oben) stehen, das Läuten der Kirchenglocken verstummt, Stille. Plötzlich Totale auf einen Strick, der an einem Ast festgebunden ist, noch einmal das Kirchenläuten. Wechsel auf den Pfarrer (Halbnah von hinten mit dem Blick auf die Leute in der Kirche) in der Kirche, der das Amen sagt. Die Menschen sagen Amen, erheben sich, dabei Nahaufnahme von Kniehöhe in eine Sitzreihe mit Blick auf die Füße der Menschen. Plötzlicher Wechsel auf die baumelnden Füße des Mannes am Baum. Überblende auf die genauso noch leicht schwingenden Glocken des Kirchturms. Überblende ins Schwarze.

Es ist früher Nachmittag. Zwei Jungs spielen auf einer Wiese neben dem abgelegenen Haus Fußball (Halbtotale). Einer der beiden schießt den Ball über den Zaun auf das Grundstück rüber, neben das abgelegene Haus. Die Jungs streiten sich („Jetzt soll ich beim alten Fenske in den Garten klettern? DU hast den Ball doch geschossen!“ – „Du kennst dich doch aus in dem Garten, kletter einfach rüber!“), wer nun Schuld war, bis einer der beiden endlich den Ball holt. Er klettert über die kleine Hecke und geht um die Hausecke herum. Die Kamera begleitet den Jungen von vorne (Totale) und geht, als der Junge den Ball aufheben will, in die Nahaufnahme. Sein Gesicht ist von Entsetzen gezeichnet. Man sieht nun den am Strick hängenden Mann in voller Größe und das Schreien des Jungen setzt ein. Schnitt zu einem Sarg, der in einen Leichenwagen getragen wird.


Viele Leute aus dem Dorf sehen zu, alle haben schockierte Gesichter. Als der Leichenwagen abfährt, diskutieren die Leute aufgeregt. Sie rätseln, warum der Mann sich hätte umbringen sollen und kommen zu dem Schluss, dass es ein Mord war, als Selbstmord inszeniert. Die Leute verdächtigen sich gegenseitig, sagen dies aber nicht, entwerfen heimlich eine Theorie nach der anderen.
Das gegenseitige Verdächtigen gipfelt darin, dass eine Gruppe von 5 Dorfbewohnern einen Mann umbringen will, der dem Toten angeblich viel Geld geschuldet hat. Die Gruppe hängt den Mann genauso auf wie den toten Herrn Fenske (Nahaufnahme des Strickes, es Dämmert bereits), hievt ihn hoch und bindet ihn fest. „Das hast du davon, Er hatte auch keine Wahl!“ ,rufen die Dorfbewohner in das Schreien des Mannes herein. Der laute Schrei erstirbt in einem Röcheln, als der Mann losgelassen wird. Die Dorfbewohner gucken dem Mann mit Schrecken in den Augen beim Todeskampf zu, bis die Füße erschlaffen (Nahaufnahme der Füße).
Schnitt zu einer Gestalt im Schatten der Hauswand, die sich auf die Gruppe der Leute zubewegt. Der Junge tritt aus dem Schatten ins Licht, mit weit aufgerissenen Augen (Totale von der Seite).
„Er hat sich einfach umgebracht.“ Der Junge erzählt (Nahaufnahme auf seinem Gesicht): „Papa hat sich einfach umgebracht. Ich habe geschrieen, aber er hat es nicht gehört. Ich wollte zu ihm rennen, aber ich hatte Angst. Ich war zu feige, zu schwach. Ich habe mich im Haus versteckt, ich hatte Angst, dass er wiederkommt und mich fragt, warum ich ihn nicht abgehalten habe.“
Jetzt guckt der Junge die Dorfbewohner verständnislos an. „Aber als ihr hergekommen seid, da habt ihr ihn hergeschleift“ Der Junge blickt jetzt auf den Mann am Baum. „Er wollte sich nicht umbringen, ihr wolltet es tun. Und er hat sich gewehrt, ihr wusstet doch, dass er nicht sterben will!“ (Die Nahaufnahme geht vom Jungen weg, nacheinander auf die Gesichter der Dorfbewohner. Diese gucken unterschiedlich, der erste guckt eher schockiert, der letzte jedoch aggressiv. Die Gefühle der anderen bewegen sich dazwischen. Nun geht die Nahaufnahme wieder auf das Gesicht des Jungen. Er guckt anklagend die Leute an.) Der letzte der Dorfbewohner sagt (Nahaufnahme auf ihn): „Tja mein Junge, hättest du deinen Vater bloß abgehalten sich umzubringen, wäre das alles nicht passiert.“ Wechsel zu dem Gesicht des Jungen, aus der Oberperspektive nun, es ändert sich schlagartig in ein vor Angst erfülltest. Der Rest Sonnenschein auf seinem Gesicht weicht plötzlich einem Schatten. Plötzlicher Schnitt zu den Kirchenglocken, ein Glockenschlag ist zu hören. Beim nächsten Glockenschlag wird das Bild schlagartig schwarz.


So, das wars.
Ich hab auch noch n paar Interpretationen hier, aber dei schocken nciht so wenn man die entsprechenden Kurzgeschichten (Hatten wir halt in Deutsch) nicht kennt.

ced2
13.07.2005, 00:59
Respekt, hab nicht alle Gedichte und Geschichten komplett gelesen, war jedoch auch bei den ersten 20-25 Versen schon beeindruckt!

Ich hab hier noch massig Inhaltsangaben zu Klassikern wie "Archibald Douglas" von Theodor Fontane oder Edgar Alan Poes "Die Maske des roten Todes". :freak
Aber ernsthaft, ich schrieb Inhaltsangaben zu vielen Balladen von z.B. Goethe etc. und meine Kurzgeschichten, welche ich nur für die Schule schreibe, nie aus eigenem Interesse :evillol sind immer sehr gut, ich sehe mich aber beim besten WIllen nicht im Stande, euch das Wasser zu reichen!

cu ced2

Kuddel
04.10.2005, 23:15
Ich sehe ein kleines Mädchen bettelnd -
ich drehe mich herum,
ich sehe den Himmel weinen -
ich frage mich warum.

Ich sehe Flüsse voller Tränen,
Seen voller Leid,
Heere voller Dummheit -
was ist los mit dieser Zeit?

Was ist los mit uns
ich kann uns nicht verstehn,
reich mir Deine Hand
lass uns träumen gehn.

Laß uns fliegen, schöne Sehnsucht,
näher an unsere Träume,
laß uns wieder atmen,
laß uns wieder sehn,
entfache dieses Feuer -
in mir dieses Feuer
und nichts als dieser Traum wird wahr
ein Traum so fern und doch so nah.

Es ist nicht grad berauschend
was ich hier seh
ich sehe Bullen töten Schwarze in L.A.,
ich seh den Krieg in Jugoslawien,
den Hass in unsrem Land.

Wenn Ihr etwas ändern wollt
fangt bei Euch an.


Text von den "böhsen Onkelz"


wie heißt das Lied?

Michael
13.10.2005, 16:18
Junge: Warum trinkst Du?

Trinker: Um zu vergessen!

Junge: Um was zu vergessen?

Trinker: Um zu vergessen, dass ich trinke!

(aus: Der Kleine Prinz)

13thAngel
15.11.2005, 15:48
wie heißt das Lied?
"Entfache dieses Feuer"

Dilandau
19.11.2005, 03:38
Es ist die Zeit, die zählt. Es ist das Wort, das spricht.
Aber eines, Mensch, vergesse nicht,
wenn die Zeit erst einmal steht - ist es für das Wort zu spät!

Grüßle,
Dilandau

Gelbsucht
23.11.2005, 01:02
Das hier ist etwas trauriges, aber ich finde es dennoch schön.

M A M A


Ich will mit dir reden, denk an dich.


Will mit dir lachen, kann es nicht.


Weiß, das Du tot bist, schon lange.


Begreif es nicht. Will dich hören, kann es nicht.


Will dich sehen -geht nicht.


Denk an dein Gesicht, seh es nicht.


Bist schon fast weg. Versuch dich zu halten, fass es nicht.


Doch eins weiß ich= ICH LIEBE DICH !!

scanni39
02.12.2005, 19:58
Ich hätt' da auch noch etwas beizusteuern, was wohl auch nicht einer gewissen Aktualität entbehrt: :D

Konfuzius (http://www.konfuzius.net/konfuzius/kf_archiv.html) sprach:

"Wenn die Oberen sich an die Regeln halten, dann wird auch das Volk einfach zu lenken sein."

... - doch ohne das Vertrauen des Volkes kann sich keine Regierung halten."

TeddyBiker
08.02.2006, 23:25
Andi schaute kurz noch einmal auf das Tachometer, bevor er langsamer wurde: 79 innerhalb einer Ortschaft. Das vierte Mal in vier Monaten.
Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden? Als er sein Auto auf zehn km/h abbremste, fuhr Andi rechts ran.

Der Polizist, der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto aus. Mit einem dicken Notizbuch in der Hand.

Christian? Christian aus der Kirche? Andi sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche.
Einen Typen, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte.

Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Polizisten, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen.

"Hi Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!

"Hallo Andi." Kein Lächeln. "

Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."

"Ja, so ist das."

Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.

"Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Andi war nervös und ungeduldig. "Verstehst du, was ich meine?"

"Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du soeben ein Gesetz gebrochen hast."

Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern.

"Bei wie viel hast du mich erwischt?"

"Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?"

"Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!" Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.

"Bitte Andi, setz dich wieder in dein Auto."

Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall und die Tür war zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett.

Christian war fleißig am schreiben auf seinem Notizblock.

Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen.

Christian gab ihm den Zettel durch.

"Danke."

Andi konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten.

Christian setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten?

Hej! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.

Andi las:
"Lieber Andi, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war starb sie bei einem Verkehrsunfall.
Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren.
Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.

Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann.
Tausendmal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausendmal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt.

Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Andi. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß Christian"

Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Andi schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest...

Bandito83
09.02.2006, 02:07
Lieber Teddy Biker,
zu meinem Grausem habe ich diesem Thread erst vor einer guten Stunde entdeckt. Ich danke hiermit allen die sich bis jetzt daran beteiligt haben, es sind wirklich ein paar sehr schöne worte dabei.
Einige haben hier ja selbstverfasste sachen gepostet und die waren wirklich allesamt beeindruckend, hut ab :)

Vor einiger zeit fing ich mich auch für solche weisen worte zu interessieren, bzw. wirklich konkret danach zu suchen.

Was ich versuche zu befolgen und es aber manchmal doch nicht schaffe:


Gib mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut Dinge zu ändern die ich ändern kann,
und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

Friedrich Christopher Oetinger


freut mich das es soviel andrang hier gibt, hab eben alles durchgelesen und manchmal waren meine augen echt wässrig :)

SPEX
16.02.2006, 22:43
Wow!

Hätt ich nicht gedacht. Der Thread ist wirklich spitze!

Jetzt sitz ich hier und komm nicht mehr vom Monitor weg und ich werd immer nachdenklicher. Echt hammerhart...

Leider fällt mir im moment nichts ein was ich hier beisteuern könnte, aber das kommt noch.
Ganz sicher ;)

Weiter so!

Jannick
17.02.2006, 08:25
hat wirklich sehr gute Sachen dabei, aber muss mir das dann mal in Ruhe zuhause durchlesen.

JulesBärle
17.02.2006, 10:47
Kleine Geschichte für liebe Menschen

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?

"Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben. "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel.

"Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, daß Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so daß er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, daß jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist.

Du magst es nicht bemerken, bevor ein bißchen Zeit vergangen ist...
Manche Leute kommen in unsere Leben und gehen schnell...
Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bißchen...
wunderschöne Fußabdrücke auf unseren Herzen hinterlassend...
und wir sind ziemlich ähnlich, weil wir eine Freundschaft geschlossen haben!!

Gestern ist Geschichte. Das Morgen ein Mysterium.
Das Heute ist ein Geschenk. Darum heißt es auch: Präsent.
Ich denke, das ist etwas Besonderes... Lebe und genieße jeden Moment...

Holodan
23.03.2006, 15:40
Ich bin einfach mal so frei und grab diesen Thread mal wieder raus. In Literatur sammelt sich so einiges an Gedichten an, werde abundzu mal welche hier Posten, wenn die denn jemanden interessieren. Hier mal eins, bei dem der Titel vorgegeben war:

Der Heimweg

Den Heimweg geht man oft allein,
doch die Gedanken an das, was war bleiben.
Man vergisst niemals wie vertraut,
wie schön alles in der Kindheit war.

Auf dem Heimweg trifft man oft alte Bekannte
wie Trauer, Schmerz und Einsamkeit,
doch auch Glück, Freude und Liebe.
Man kehrt zurück – endlich wieder,

Heim, auch wenn niemand mehr da ist.

Copyright liegt natürlich bei mir ;)

d[Vi]b
14.04.2006, 23:54
Hallo Boardies...
_______

Du fragtest mich, was ich liebe. "Mein Leben", sagte ich. Du gingst mit traurigen Augen fort.
Aber Du hast nicht begriffen, dass Du mein Leben bist.
_______
Viele Leute gehen in Deinem Leben ein und aus,
doch nur wahre Freunde hinterlassen Spuren.
_______
Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.
_______
Versuche nicht, Deine Vergangenheit zu ändern,
sondern beginne damit, Deine Zukunft zu gestalten.
_______
Achte auf Deine Gedanken - denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte - denn sie werden Taten.
Achte auf Deine Taten - denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten - denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter - denn er wird Dein Schicksal.
_______
Wenn du geboren wirst weinst Du
und alle um Dich herum lächeln.
Lebe Dein Leben so, dass wenn Du stirbst,
Du lächelst und jeder um Dich weint!
_______

Jetzt seid ihr dran...
Na dann
viel spaß :)

MfG

Holodan
15.04.2006, 00:08
Schau mal hier (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=18369&highlight=erg%FCsse). :)

Pitbiker
08.05.2006, 21:44
moin moin DvP,

na ja, ich mach ja auch öfters mal 'ne Pause, damit andere sich hier auch mal richtig ausleben können, aber es handelt sich bei den meisten Besuchern dieses Threads um Silent Reader.
Allerdings sprechen die Hits eine deutliche Sprache, denn 220 Hits in 22 Tagen sind eigentlich ganz gut. Scheint so, als ob die meisten hier einfach nur *geniessen*, was ja schon ein kleiner Erfolg wäre. Ich denke mal, dass die *Zielgruppe* dieses Threads so zwischen 25 und 45 Jahren liegt, denn unsere Sprösslinge haben mit solch *philosophischen Kram* in ihrer Freizeit sicher nicht viel am Hut; Die wollen eher wissen, wie sie ihre GraKas und die CPU ihres Systems tunen können.
Na ja, thats Life. Bei der Gelegenheit werde ich gleich mal was nachschieben:



Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.

Friedrich Rückert



....es sind immer die einsamen, :rolleyes die schreiben: die anderen handeln.

d[Vi]b
10.05.2006, 22:14
...
Ich denke mal, dass die *Zielgruppe* dieses Threads so zwischen 25 und 45 Jahren liegt, denn unsere Sprösslinge haben mit solch *philosophischen Kram* in ihrer Freizeit sicher nicht viel am Hut; Die wollen eher wissen, wie sie ihre GraKas und die CPU ihres Systems tunen können.
Na ja, thats Life. Bei der Gelegenheit werde ich gleich mal was nachschieben:


da muss ich dich enttäuschen Teddybiker :D

Bin 16 und ließ solche sachen :D

Obwohl ich natürlich auch wissen will, was mit grakas etc los ist...

Tolle exemplare drin

MEHR MEHR :D

:lol

MfG

€dit:

*push*
Keiner, der was dazu schreiben will/kann?

FerbX
29.07.2006, 16:09
Wer als Wein- und Weiberhasser
Jedermann im Wege steht,
Der esse Brot und trinke Wasser
Bis er daran zu Grunde geht.

Endurance
29.06.2009, 21:08
Habe da mal wieder was

Lost Love
The deepest red, it looks like blood,
is dripping out my lonely heart,
memories vanishing away,
knowing that the pain will stay,
I've lost your love so long ago,
my mind knows that the gap will grow,
but my heart sighs „I love you more,
I ever loved someone before.“
So please come back and hold my hand
or leave me and my life will end.

Depressed
We made mistakes, too much to tell,
you say for sure now “go to hell”,
I beg you: Read what's coming next
my soul has written all the text
I swear you, that this all is true
and that I really still love you
For now this prequel has to end,
so read and try to understand:
My heart cries, the tears are red,
I'm laying lonely in my bed,
staring at the empty hole,
your face was in, some time ago.
That frame is painted shiny black
Without your love, I feel so sad
and everyday I live is lost,
I want to die now, at all costs,
'Cause death is not what I do fear,
but life without you, beloved dear.
It feels like hell, so hot and dry,
not to have you here nearby.
My soul bursts between my ribs
remembering your saintly lips,
touching mine so tenderly,
I felt so happy, felt so free
and knowing now, that time is gone
to realize I am alone
is like bullets from a gun,
hitting my heart, one-by-one,
taking slowly all my breath
I see my grave, I yearn for death.

New One

Something is dwelling deep inside
Emotions which can no longer hide
Uncertain you feel this way too
In doubts about what I shall do.
There are so much words to say
They're coming up my mind and stay
Waiting to break free one day.

'Til now they're stuck within my throat
Seems like there's a heavy coat
Of silence laying on my chest-
Don't want to talk, just want to rest.
But If I let that moment go
To speak out what I feel for you -
I never could forgive myself
So I stand up, try to be brave
And hope that you will one day see,
what you always meant to me.

Heretic Novalis
29.06.2009, 21:37
Wer etwas will sucht Wege - wer etwas nicht will sucht Gründe.

Prom07
29.06.2009, 21:51
Wir sind nicht nur verantworlich
für das, was wir tun,
sondern auch für das,
was wir nicht tun

(Voltaire)

manniefresh
30.06.2009, 15:37
Sowass hab ich schon die ganze eit gesucht.
Hier hab ich noch einige Sprüche welche mir sehr gefallen: Youtube (http://www.youtube.com/watch?v=eD7hr8gkBNM)
Sind zwr nicht alle so schön, sgen aber viel aus meiner Meinung.

mfg manniefresh

dani.boese
30.06.2009, 20:08
Hab hier auch mal was


Erst wenn du krank bist,
weißt du, wie schön es ist gesund zu sein.
Erst wenn du weinst,
weißt du, wie schön es ist zu lachen.
Erst wenn du hasst,
weißt du, wie schön es ist zu lieben.
Erst wenn du verlierst,
weißt du, wie schön es ist zu gewinnen.
Die Dinge sind nie so, wie sie sind.
Sie sind immer das, was man daraus macht

Seelenpflücker
09.01.2011, 16:19
Wer ein besserer Mensch werden will, muß bereit sein, für dumm und närrisch gehalten zu werden. (Epiktet)

Arcadian79
10.01.2011, 10:51
Das Streben ist der Hoffnung Gut. (Zitat Andreas K.)