Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weltfriede oder Persönliches Glück?
Was ist wichtiger?
Diese deutschlandweite Umfrage gab es jetzt auf dem "Meinungskanal" der Nintendo Wii Konsole und das Ergebnis hat mich ziemlich nachdenklich gemacht.
51,7% stellen den Weltfrieden über das persönliche Glück (48,3%)
Sicher, der durchschnittliche Besitzerkreis einer Wii Konsole wird vermutlich eher das Alter zw. 14-22 besitzen und davon wohl überwiegend männlich sein, dennoch ist das Ergebnis in gewisser Weise ein kleiner Spiegel unserer "Zukünftigen" Gesellschaft.
Dazu wäre natürlich zu beachten, dass sicherlich jeder sein persönliches Glück anders definiert.
Aber dennoch wäre zu überlegen, zieht das eine nicht das andere nach sich?
Sind über 48% Egoisten oder Realisten?
Kanpp 52% dagegen Altuisten oder Träumer?
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Ich persönlich meine, sollte sich die Menschheit wirklich jemals um sowas wie Weltfriede bemühen, wäre man damit dem persönlichen Glück einen bedeutenden Schritt näher und nicht umgekehrt.
Eure Meinung?
(Und dazu auch hier die gleiche Umfrage nochmal....)
Ich bin davon Überzeugt, das es Weltfrieden (und damit meine ich die vollständige Abwesenheit von Gewalt zwischen Menschen und eine menschenwürdiges Leben für alle im Sinne von Versorgung mit Nahrung etc, Rechten und Freiheit etc) nicht geben kann solange es Menschen gibt...von daher is mir mein persönliches Glück wichtiger.
Kann es sein, dass das eine dem anderen im Wege steht ?
Wenn zu viele ihr persönliches Glück über den Weltfrieden stellen, dann kann das nicht gut gehen.
Bestimmt gehen einige zur Erreichung über "Leichen".
Des Weiteren spielt bestimmt die allgem. persönl. Situation bei der Beantwortung dieser Frage keine unwichtige Rolle.
Zur Zeit ist mir mein persönliches Glück auch wichtiger, als der Weltfriede.
Der ist sowieso eine Utopie.
Hab mal 'gelernt', daß ich (nicht "man") 51% immer für mich selbst beanspruchen soll.
Einige werden dieses 'outing' vielleicht sogar verstehen! ;)
TnTDynamite
16.03.2007, 15:22
Die bessere Frage wäre: Würdet ihr ein Stück persönliches Glück opfern, um der Utopie Weltfrieden näher zu kommen?
Noch mag man zwischen beiden Gütern trennen können. Die Konflikte in der Welt werden aber künftig immer mehr Einfluss auf das persönliche Glück (besser gesagt: Unglück) nehmen.
Da kann ich nicht abstimmen, das eine wird ohne das andere auf Dauer nichts, wie man s auch dreht.
Ich bin davon Überzeugt, das es Weltfrieden (und damit meine ich die vollständige Abwesenheit von Gewalt zwischen Menschen und eine menschenwürdiges Leben für alle im Sinne von Versorgung mit Nahrung etc, Rechten und Freiheit etc) nicht geben kann solange es Menschen gibt...von daher is mir mein persönliches Glück wichtiger.
Dem kann ich nur zustimmen. Es wird NIE Weltfrieden geben, da es immer welche geben wird, die sich gegenseitig abschlachten müssen. Egal, ob es jetzt der "Terrorismus" ist oder irgendwelche fanatische Untergrundgruppen in Afrika sind.
Dann doch das persönliche Glück. Einfach weil es "leichter" zu erreichen ist (oder besser "wahrscheinlicher" zu erreichen ist).
Überlegt mal selber:
Ist es einfacher EINEN Menschen glücklich zu machen oder 7 MILLIARDEN Menschen glücklich zu machen ...
Mike Lowrey
16.03.2007, 16:52
Ist es aber nicht auch so wenn alle persönliches Glück haben sie auch zufrieden sind und insofern auch Weltfrieden eher möglich wäre? Ich wäre für eine Option beides kann das andere mit nach sich ziehen diese Option würde ich ankreuzen.
Ansonsten würde ich eher persönliches Glück wählen da ich es realistisch gesehen für nicht möglich halte das Menschen friedlich und alle zufrieden sind.
@ Mike
Alle können schonmal kein persönliches Glück haben: US Generäle finden ihr persönliches Glück auf Schlachtfeldern. Wenn es die nicht mehr gibt, sind die nicht mehr happy :D
Deshalb mag es für den einzelnen von Bedeutung sein persönliches Glück zu haben, für die Allgemeinheit wäre der Weltfrieden wichtiger
enis1980
16.03.2007, 17:21
Ich wünsche mir den Weltfrieden mehr als mein armseliges persönliches Glück.Wiederum dreht sich diese ScheissKugel auch ohne uns weiter...
Leut! :)
Wenn ich ehrlich bin wünsch ich mir in erster Linie mir Glück,weil was hab ich von ner heilen Welt,wenn ich drauf scheissen tue.
/home/tool
16.03.2007, 17:32
Angesichts nahender Konflikte um Wasser, Energieträger und Nahrung wird es sowas wie Weltfrieden aufgrund der genannten, nicht gleichmäßig verteilten Ressourcen und der Profitgier der Herren über diese Ressourcen nicht geben können.
Im Gegenteil: der Status Quo ist nur ein globales Geplänkel gegenüber dem, was in 50-100 Jahren auf die Menschheit zukommen wird.
Das erschwert mir ein wenig mein persönliches Glück, sei es im Jetzt oder im Hinblick auf die Zukunft. Die eigene Existenz erträglich macht mir paradoxerweise die Machtlosigkeit gegenüber aktuellen oder zukünftigen Konflikten: wo keine Möglichkeit, da keine Pflicht. Also lebe ich mein kleines Leben in dem Rahmen weiter, der mir gegeben ist.
Ich finde es Interessant, dass viele sehr realistisch sagen, Weltfriede wird es nicht geben, aber dadurch die Frage Was ist wichtiger? als "Was ist Dir wichtiger interprettieren"
So wie sie da steht, ist die Frage frei interprettierbar.
Also auch als, "Was ist allgemein wichtiger?".
Der Großtelil entscheidet sich aber anscheinend für den persönlichen Nutzen.
Vllt. finden manche meine Ansicht jetzt ein bisschen drastisch!
Ich bin der Meinung es kann keinen Weltfrieden geben, niemals!
Seht euch mal die Geschichte an, es gab schon immer Kriege und wird diese immer geben (wenn auch in anderer Form)!
Wie sagte Nicolas Cage in Lord of War:"Toten ist ein menschliches Grundbedürfnis!"
Töten würde ich jetzt zwar nicht als Grundbedürfnis ansehen, aber sowas wie Macht/Kraft/Stärke/Einfluss. Und was tuhen manche Menschen nicht um dieses Bedürfnis zu befriedigen? Man muss ja nicht gleich töten um seine Meinung durchzusetzten, es gibt genug andere Methoden
Wie soll es jemals Weltfrieden geben bei der Wirtschaftspolitik? Wie soll es Weltfrieden geben bei der Umweltpolitik? Wie soll es Weltfrieden geben bei dieser Finanzpolitik? Wie soll es Weltfrieden geben bei der Außenpolitik der Industriestaaten?
Deshalb bin ich der Meinung es gibt keinen Weltfrieden, die Stärkeren schließen sich zusammen und beuten die Armen (Schwächeren) aus. Also ganz klar persönliches Glück!
Wie heißt es so schön:
Ein Mensch ist klug, eine Gruppe von Menschen ist jedoch dumm!
Aber wäre es nicht wichtig es mal zu versuchen?
Ist diese Einstellung Gesetz, weil einige "Herren" (und Damen?!) es so wollen?
War immer so und ist immer so?
Oder denkst Du eher dabei daran es liegt einfach in der Natur des Menschen?
Dann wäre es aus meiner Sicht von vorn herein vergebens überhaupt an sowas wie Weltfriede zu denken und wir würden früher oder später in Anarchie enden.
Ich persönlich meine, sollte sich die Menschheit wirklich jemals um sowas wie Weltfriede bemühen, wäre man damit dem persönlichen Glück einen bedeutenden Schritt näher und nicht umgekehrt.
Nehmen wir einmal an, so etwas wie Weltfrieden sei tatsächlich erreichbar, dann wächst der ja irgendwie nicht auf Bäumen, sondern wird von Menschen getragen. Dann stellt sich für mich aber die Frage, wie Frieden auf globaler Ebene von Menschen erreicht werden soll, die es nicht einmal geschafft haben, ihren kleinen persönlichen Frieden erlangt zu haben. Damit sehe ich das eigentlich genau anders! ;)
Oder wie es ein Lehrer von mir einmal sagte: Aus einem verzagten Ar*** kam noch nie ein fröhlicher Furz! :D
Wobei ich jetzt einfach mal unterstelle, dass das persönliche Glück bei den meisten Menschen nicht darin besteht, anderen Menschen zu schaden. Weiterhin müßte man imho auch den Begriff des Weltfriedens näher definieren. Falls das die vollständige Ausblendung zwischenmenschlicher und auch gewaltsamer Konflikte bedeuten soll, halte ich das für eine Illusion.
Für eine realistischere Definition wäre ich überaus dankbar. Wahrscheinlich wäre das immer noch eine Utopie, aber immerhin vielleicht als entferntes Ziel geeignet.
Viele Grüße, Tiguar
Tja, das mit der Definition ist dann wohl auch der springende Punkt.
Das wird wohl ein jeder anders definieren, wie oben bereits für "persönliches Glück"erwähnt.
Wird für den Begriff Weltfrieden ähnlich sein.
Ich persönlich vertehe darunter, dass Weltliche Konflikte nicht durch Gewalt gelöst werden müssen, Hungersnöte bekämpft würden und die Menschheit gemeinsam "an einem Strang" ziehen würde um das Leben auf diesem Planeten gemeinsam Lebenswert zu gestalten.
Dazu gehört auch diese Welt nicht durch pure Habgier mit Füßen zu treten und sie für kommende Generationen unbewohnbar zu machen, sondern die Energien bündeln und aus diesen Synergieen ein leben in Wohlstand in Einklang mit der Natur zu ermöglichen.
Sicherlich eine Utopische Vorstellung und der normale "gesunde" Egoismus ist natürlich vollkommen legitim.
Ich fahre Auto und Motorrad wie viele anderer auch und lebe "normal" wie die meisten.
Also nix mit Ökotripp oder so, aber ich sehe es dennoch als Sinvoll an, die eigenen Wünsche manchmal diesem größeren Wunsch unterzuordnen und durchaus mal einen gedanken daran zu verwschwenden.
Zumindest dann und wann, wenn ich die Möglichkeit dazu habe. ;)
Mein persönliches Glück definiere ich als persönliche Zufriedenheit mit mir und meiner Umwelt.
Aber wäre es nicht wichtig es mal zu versuchen?
Nunja, du kannst es ja mal versuchen;)
Ich glaube aber nicht, das man sehr weit kommt. Der Mensch würde solche Sachen nur machen, wenn sie wirklich notwendig sind. Siehe Klimaschutz, schön langsam tut sich was, weils auch dringenst notwedig ist. Klar hätte man in den 70er, 80er auch schon was tuhen können, aber da war die Gefahr nicht so akkut. Und jetzt? Jetzt wird auch nur das nötigste gemacht, es schadet ja der Wirtschaft (und somit uns)...
Achja, da fällt mir ein Zitat von Homer Simpson ein:"Der Kommunismus funktioniert in der Theorie, aber nur in der Theorie!" Mit dem Weltfrieden sehe ich es genau so...
Ist diese Einstellung Gesetz, weil einige "Herren" (und Damen?!) es so wollen?
War immer so und ist immer so?
Ich sehe das so: Jeder Mensch hat im Grunde diese Einstellung. Es muss ja nicht gleich Weltfrieden sein, es geht ja bei den kleinen Dingen an: Warum nimmt niemand nen Obdachlosen auf, und ernährt ihn? Wieso spenden wir nicht mehr? Jeder hat eigentlich genug Geld, das wir auch Bedürftigen geben könnten, aber das tuen wir nur zu einem geringen Maß, welches uns nicht weh tut. Aber warum spenden wir nicht, sagen wir, 30% unseres Einkommens? Weil wir zu geizig, egoistisch und was weiß ich sind...
Und ja, es war immer so und wird immer so sein. Aber es gibt Ausnahmen, zb. totales Elend, wie nach dem 2. WK, da halfen sich die Menschen untereinander. Aber Weltfrieden war da auch nicht;)
Oder denkst Du eher dabei daran es liegt einfach in der Natur des Menschen?
Im Grunde genommem ja: Ich bedründe es immer ein bisschen mit der darwinistischen Evolutionstheoriel. Aber der wahre Grund ist es glaube nicht, bzw. nicht der ganze. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, warum der Mensch nicht zum Weltfrieden fähig ist, vllt. sind steckt im Menschen ein bisschen zuviel Tier...
Dann wäre es aus meiner Sicht von vorn herein vergebens überhaupt an sowas wie Weltfriede zu denken und wir würden früher oder später in Anarchie enden.
Diese Schlußfolgerung kann ich nicht nachvollziehen, wir (Menschen) können nach Regeln leben, manche besser manche weniger, und diese Regel stellt halt nun mal der Stärkere.
Das einzige was ich als Folge sehe das sich der Schwächere nicht die Regeln hält und neue will was Krieg (in welcher Form auch immer) zur Folge hätte. Der Gewinner stellt neue Regeln auf, und dann geht das ganze von vorne los...
(Jetzt vereinfacht dargestellt)
Warum nimmt niemand nen Obdachlosen auf, und ernährt ihn?
Weil unser "Heim" über fast allem steht bzw. gestellt wird. Da wollen die Wenigsten einen "Eindringling"/Fremden haben.
Wieso spenden wir nicht mehr?
Jeder hat eigentlich genug Geld, das wir auch Bedürftigen geben könnten, aber das tuen wir nur zu einem geringen Maß, welches uns nicht weh tut.
Aber warum spenden wir nicht, sagen wir, 30% unseres Einkommens?
Weil wir zu geizig, egoistisch und was weiß ich sind...
Das Einkommen gibt es halt nicht her.
Da hat das bei den meisten wenig mit Egoismus oder Geiz zu tun.
Wenn die meisten hier 30% ihres Einkommens spenden würden, dann würde mind. einer der Eckpfeiler des Lebens
(Wohnung/Haus, Familie, Nahrungsmittel, Auto) wegbrechen.
Unmöglich da was zu ändern.
Aber es gibt Ausnahmen, zb. totales Elend, wie nach dem 2. WK, da halfen sich die Menschen untereinander. Aber Weltfrieden war da auch nicht;)
Da ging es auch allen gleich schlecht.
Naja, anfangs...
Die 3 westl. Besatzungszonen bekamen relativ schnell Hilfe über den Marschall-Plan der USA.
Doch in der russ.Zone ging es weiterhin bergab...
Da kommt dann die Politik des Menschen ins Spiel. Der wohl grösste Stoplerstein in Richtung Weltfrieden.
Bestes Beipiel ist wohl der Kalte Krieg. Macht und Kontrolle gepaart mit Paranoia.
Die Erreichung des Weltfrieden mag eine noble Einstellung sein, doch wird er nie erreicht werden.
Deswegen setzen sich die meisten auch ein kleineres Ziel und das ist halt das persönl. Glück.
Wie immer das auch für den Einzelnen aussehen mag.
Wie ich das sehe, wird der Weltfrieden erst dann erreicht sein, wenn sich die Menschheit gegenseitig ausgelöscht hat.
Denn dann hat die Erdkugel erst Ruhe von uns und gibt anderen eine Chance.
Wenn noch eine Umwelt vorhanden ist, in der das möglich wäre...
Das Einkommen gibt es halt nicht her.
Da hat das bei den meisten wenig mit Egoismus oder Geiz zu tun.
Wenn die meisten hier 30% ihres Einkommens spenden würden, dann würde mind. einer der Eckpfeiler des Lebens
(Wohnung/Haus, Familie, Nahrungsmittel, Auto) wegbrechen.
Unmöglich da was zu ändern.
Richtig, aber wir würden noch leben könnnen. Doch diesen Wohlstand gäbe es nicht nicht mehr! 30%, sind ein bisschen viel, für die meisten jedensfalls, aber 10% sind bei (fast) jedem machbar. Aber wir würden es auch nicht hergeben, und das hats schon was mit Geiz zu tun, denn ich gönne es jemanden anderen nicht, es annähernd so gut zu haben wie ich.
Schau dir doch mal die Kinder in den Slums oder in Afrika an, und anstelle denen das Leben lebenswerter zu machen kaufst du/man/ich lieber einen neuen Eckpfeiler(Auto), also wenn das nicht Egoismus ist...
Ich will ja nicht sagen, das ich besser wäre, ich will damit sagen, das wir Menschen von Haus aus geizig und egoistisch sind, wir schauen zuerst auf uns und dann auf andere. Und mal ganz ehrlich was interessiert dich/uns jemand in Afrika?
Solange wir nicht direkt oder indirekt (gute Freunde, Verwandte) betroffen sind, geht uns das doch (fast) am Ar... vorbei!
Man sagt halt:"ja, ist schon schlimm was auf dieser Welt läuft, aber können wirs ändern?" und das bisschen Spenden ist doch auch eher "schlechtes Gewissen beruhigen".
Hoffe, trete keinem zu nahe
soulpain
17.03.2007, 11:48
Ès ist die Frage was die Natur vorgesehen hat.Die eigene Art soll ja erhalten werden und deshalb wäre es besser,dass es allen gut geht.Oder ist es vielmehr so,dass man lieber sich selbst als Individuum erhält?
Ich habe instinktiv den Egoismus gewählt.Aber ich glaube,diese Entscheidung kann ich nicht erklären.
Schau dir doch mal die Kinder in den Slums oder in Afrika an, und anstelle denen das Leben lebenswerter zu machen kaufst du/man/ich lieber einen neuen Eckpfeiler(Auto), also wenn das nicht Egoismus ist...
Ohne Auto haben hier viele keine Arbeit.
Demnach wäre die Arbeit das Fundament für die Eckpfeiler.
Alles hängt in gewisser Weise voneinander ab.
Ich bin einer dieser Pendler, die auf ein Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zukommen.
Anders geht es nicht. Bus und Bahn...? Fehlanzeige, führt dort nicht hin !
Die Gesellschaft zwingt uns doch diesen Weg zu beschreiten.
Klar wäre es Egoismus. Aber nur aus reinem Selbsterhaltungtrieb.
Erst hilft man sich selbst, dann erst anderen.
Es kann anderen nur geholfen werden, wenn was "über" ist.
@-oSi-
ja, sicher, stimmt schon(zumindest für dich)! Aber wenn ich Leute sehe die mit dem neuersten 5er, 7er BMW rumfahren oder sogar mit Audi Q7, Porsche Cayene...
Na wie schauts mit denen aus? Reiner Selbsterhaltungstrieb?
Nein, sondern eher ein bisschen geizig und egoistisch...
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Ist ja auch egal, wir sind beide(glaub ich) zu dem Entschluß gekommen, dass Weltfrieden ne kleine Utopie ist!
wir sind beide(glaub ich) zu dem Entschluß gekommen, dass Weltfrieden ne kleine Utopie ist!
Nicht nur wir beide. :D
Der Mensch steht sich wieder einmal selber im Weg.
Doch wie bei so vielen Dingen ist es auch mit dem Weltfrieden.
Ohne hochgesteckte Ziele geht es auch wieder nicht.
was ist gegen einen Q7 einzuwenden, mir gefällt er und wenn s zum persönlichen Glück gehört warum nicht.
Ich denke das muß jeder selber wissen.
Ich weis, dass ich mir den nicht leisten kann, deshalb kann ich ja mal davon träumen genau wie vom Weltfrieden. Schließlich gibt es nichts was es nicht gibt.
Oder wie Einstein sagte: Alles denkbare ist machbar.
Persönliches Glück, Weltfrieden wird es nie geben, ist ne totale Utopie.
soulpain
17.03.2007, 15:27
Ich finde der Begriff Weltfrieden ist zu Allgemein gewählt.Ich denke es geht um Eigenwohl und um das Wohl der anderen (um einen anderen Begriff für Weltfrieden zu haben).
Ich sags mal so:
Wenn ich sozial sein kann,ohne auf etwas verzichten zu müssen,helfe ich gerne anderen.Ansonsten siegt bei mir der Egoismus.
Benjamin_L
21.03.2007, 14:09
Das fängt beim Einkaufen schon an, man kann mit fairer Schokolade und fairem Kaffee schon mal einbisschen zur besseren Welt beitragen, große Ketten meiden, Fachgeschäfte besuchen, etc. aber leider denken zu viele Leute wo sie den letzten Cent sparen können.
@Benjamin
Nicht sparen können, - sparen müssen.
@topic
Da Weltfrieden, oder was jeder damit verbinden mag, eher unwahrscheilich ist, da mit Menschen einfach nicht realisierbar, wende ich mich doch eher meinem persönlichen Glück zu.
Moralisch/ethisch vielleicht nicht ganz vertretbar ist die Sichtweise, einer überbevölkerten Welt eher entgegenzuwirken, anstatt Entwicklungshilfe zu leisten.
Wir sollten uns auf jeden Fall von dem Gedanken lösen, dass das Verfolgen einer "zivilisierten Idee", über dem Eigennutz steht.
Ist schade, ist aber so!;)
Benjamin_L
22.03.2007, 11:12
e-ding: Klar bei manchen Leuten mag das sicher so sein. Dass viele Menschen mit dem Versorgen ihrer Familien gerade so über die runden kommen ist mir bewusst und um solche Leute geht es mir gar nicht. Ich sehe es nur in meinem Freundeskreis, das neuste Handy ist immer drin, jede Woche mindestens einmal Kino aber beim Einkaufen dann wegen 10Cent rumjammern.
/home/tool
22.03.2007, 13:46
aber leider denken zu viele Leute wo sie den letzten Cent sparen können.
Vielleicht auch sparen müssen? In vielen Berufen liegen die Gehälter bei max. 1500 € Brutto. Versuch mal, damit einen habwegs gescheiten Haushalt zu führen.
Benjamin_L
22.03.2007, 14:26
Das haben wir doch grad schon abgehandelt ;)
. Ich sehe es nur in meinem Freundeskreis, das neuste Handy ist immer drin, jede Woche mindestens einmal Kino aber beim Einkaufen dann wegen 10Cent rumjammern.
Jeder setzt seine Prioritäten halt woanders! Persönliches Glück ist nunmal vielschichtig.
Der Eine mag ein tolles Handy und ist gleichzeitig mit Fastfood zufrieden. Der Andere bevorzugt Biolebensmittel und braucht kein Telefon.
Wer definiert also, was persönliches Glück ist? Das kann wohl nur jeder selbst für sich entscheiden.
Verurteilen, und erst recht vorschreiben, sollte man dies nicht, auch wenn man es für einen selbst nicht nachvollziehbar ist.
MFG
Benjamin_L
23.03.2007, 06:57
Klar, da hast du schon Recht, mir ging es ja eigentlich nur darum zu sagen, dass es recht einfach ist für andere was zu tun, es aber viele halt nicht tun. Ich will niemanden des persönliche Glück nicht gönnen, im Gegenteil halte ich es für wichtig, um danach oder gleichzeitig was für andere tun zu können.
/home/tool
23.03.2007, 20:58
Das haben wir doch grad schon abgehandelt
Ups. Hab ich in der Eile wohl überlesen...:rolleyes
Hmm, das ist doch eine sehr komische Frage, in zweierlei Hinsicht
1. Ist denn mit Weltfrieden überhaupt das Gegenteil vom Weltkrieg gemeint oder nur die Idealvorstellung einer konfliktlosen Menschheit?
Letzteres finde ich nicht automatisch erstrebenswert. Weltfrieden klingt zwar gut, aber ist ein gewaltätiger Aufstand gegen ein menschenverachtenes afrikanisches Regime pauschal zu verurteilen? Clausewitz lehrt, dass Krieg nur die Fortsetzung der Politik ist, also ist Krieg die letzte Alternative, wenn die Diplomatie keine Früchte mehr trägt - und dann ist Krieg nicht immer die schlechteste Entscheidung (wie uns Engländer, Franzosen und Amerikaner vor 70 Jahren deutlich gemacht haben). Es gibt noch viel mehr Beispiele, wo jeder von uns in einer Situation, wo er und seine Mitmenschen gar nicht mehr von persönlichen Glück sprechen können, weil es überhaupt nicht vorhanden ist, zur Waffe greifen würden und der Weltfrieden nur ein Wort ist.
2. Daraus folgere ich für mich, dass persönliches Glück die unabdingbare Voraussetzung für eine konfliktlose Zukunft ist. Andersrum herum würde es wahrscheinlich früher oder später in einem Dikatorregime enden, wenn niemand sich auflehnt.
JulesBärle
27.03.2007, 11:30
Salut,
sorry, aber das Gefasel von Weltfrieden ist für mich eine infantile oder senile Utopie, je nach Sichtweise. Die Menschheit hat es in den letzten 10.000 Jahren nicht geschafft, friedvoll miteinander zu leben, dies in einer Zeit als es theoretisch möglich gewesen wäre. Demographischen Studien zufolge werden im Jahr 2030 ca. 8 Milliarden Menschen auf der Erde existieren (gg. 1 Milliarde um das Jahr 1900), von leben nicht zu reden. Tendenz steigend. Wie bitte soll das funktionieren? Mit dem Verzicht des Stärkeren auf sein Recht? Ganz sicherlich nicht.
Deshalb ist mir persönliches Glück allemal lieber wie utopische Hirngespinste.
@Julesbärle
Ist ja lächerlich. Gerade in der heutigen Zeit wo die Industrialisierung ein gewisses Maß erreicht hat und wo es möglich ist ALLE Menschen materiell zu versorgen, sprich mit Kleidung, Essen und Unterkunft ist es ein Hohn, dass es immer noch Länder die der dritten Welt angerechnet werden existieren. Die Mittel um einen Weltfrieden zu schaffen liegen in den Händen der Herrschenden in den westlichen Industrieländern. Wenn diese nicht mehr auf Profit und dein so geliebtes persönliches Glück schauen würden, dann wäre die Welt mit einiger Sicherheit friedlicher. Aber solange es die Leute geben wird, die auf Schwache scheissen und dem Darwinismus stolz die Treue halten, solange wirst du auch die Welt haben wie sie heute ist. Aber dann wird ja nicht auf die starken und profitgeilen Leute geschaut wenn es irgendwo in der Welt mal brennt. Nein, da wird dann gesagt: "Schau mal, diese armen Schlucker, gescheiterte Existenzen, machen schon wieder Stress, was wollen die eigentlich?"....
Das ist ein immantenter Systemwiderspruch und der wird seit Jahrzehnten, gar Jahrhunderten fleißig übersehen.
JulesBärle
27.03.2007, 15:15
Salut th3o,
das war mir klar, du als kongenialer Anhänger der sozialistischen Nomenklatura und opportunistischer Verfechter marxistischer Ideale mußt ja gleich wieder den allumfassenden Klassenkampf ausrufen. Ich frage mich nur, warum das nie funktioniert hat (und auch nie funktionieren wird), wenn es so toll sein soll? Bisher sind alle Weltfriedenverfechter wie du an ihren eigenen Ansprüchen und an der Sache an sich äußerst kläglich gescheitert. Die Geschichtsbücher sind seit Marx und Engels voll davon, geblieben sind nur Thesen, die nicht mal das Papier wert sind, auf denen sie gedruckt werden. Diese vom Grundsatz her nicht üblen Vorstellungen scheitern hauptsächlich an einem – dem Egoismus und der Gier des einzelnen Menschen, insbesondere an den Gleichen unter den Gleichen, wie der reale Kommunismus und Sozialismus in den letzten 90 Jahren hinreichend bewiesen hat. Diese obsolete Vision 'ALLE Menschen materiell zu versorgen, sprich mit Kleidung, Essen und Unterkunft' ist utopisch und kann eigentlich nur von jemand mit Überzeugung kolportiert werden, der seine Existenz weitgehend zu Lasten anderer finanziert oder finanziert hat.
Hast du Thomas Morus Schrift 'Utopia' gelesen oder wie kommst du auf dieses schmale Brett? Und wie stellst du dir das in der Praxis vor? Länder die der dritten Welt angerechnet werden und deren Bevölkerungen sich aus gewachsenen, ethischen, moralischen oder religiösen Gründen jeglichen eigenen Ressourcen und jeglicher Vernunft zum Widerspruch wie die Karnickel fortpflanzen oder nicht arbeiten wollen – die sollen nach deiner abstrusen Vorstellung komplett von den westlichen Industrieländern unterstützt werden? Denkst du wirklich, daß du damit den Weltfrieden sichern könntest? Nein, du würdest nur diejenigen in ihrem verqueren Überzeugung stärken, daß es fürs Nichtstun auch Kohle und Brot gibt. Beispiel: mit dem was an Entwicklungshilfe seit zig Jahren nach Afrika geflossen ist, wurde mehr an Kriegsgerät als an Brot gekauft. Gerade die dunklen Jungs dort unten haben aus einem steinreichen Kontinent durch sogenannte Unabhängigkeitsbestrebungen seit dem 2. Weltkrieg einen verarmten kaputten Kontinent gemacht und damit mehr Leute umgebracht wie jede Hungersnot oder Dürre. Selbst Marx hat sich deutlich gegen diesen Kommunismus der Konsumtion ausgesprochen; du willst ihn wieder einführen?
Klasse Idee, ich habe ja nur 49% Abzüge – da kommt es nicht auf ein paar Prozentpunkte mehr wirklich nicht an. Von was meine Familie lebt, ist ja völlig egal, durch eigene Leistung geschaffene Besitzstände zählt nichts mehr – das Motto muß lauten: Geld in die 3. Welt! Du würdest für deine ewiggestrige Überzeugung mich und 493 Millionen EU-Einwohner nach Möglichkeit auf das Niveau rumänischer Wanderarbeiter bringen. Aber hab Geduld, dafür sorgt die EU mit ihrem Umverteilungspragmatismus schon, es dauert keine 40 Jahre mehr.
Deine hehren Ideale in allen Ehren, aber es würde mich schon interessieren, ob du diese anachronistischen Dogmen wenigsten in deinem eigenen Mikrokosmos praktizierst, ob du andere Menschen materiell versorgst, sprich mit Kleidung, Essen und Unterkunft oder ob das nur inhärente Lippenbekenntnisse sind? Auch in deiner Welt gibt es die Möglichkeit, etwas für den Weltfrieden zu tun. Klar könntest als UN-Vorsitzender mehr Aufmerksamkeit erheischen und das Globale an sich sehen – aber auch du könntest schon im Kleinen der Sache an sich dienen. Tust du es ? Oder hältst du es auch mit dem alten Sozi-Wahlspruch: 'wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß'?
Aber du darfst mir glauben, bist du erst einmal 30 Jahre älter, wirst du die ganze Angelegenheit nicht so furchtbar verbissen sondern sehr viel entspannter und auch egoistischer sehen, der jungendliche Hang zum notorischen Weltverbesserer sozialistischer Provenienz wird sich auch bei dir zu Lasten einer gewissen Besitzstandsicherung legen. Das bringt das Alter halt mit sich.
@th3o
Ja, ja....ein wenig Umverteilung und alles ist schön!
So einfach ist das nicht.
Die Erde ist überbevölkert! Wenn wir von einer Sache genug haben auf unserem Planeten, dann sind das Menschen!
Was meinst Du was mit den Geburtenraten in Afrika passiert, wenn dort sprunghaft der Lebensstandard steigt? Dann überleben von den 15 Kindern, die Frauen in Nigeria im Schnitt bekommen nicht 5, sondern 12!
Natürlich kann man eine solche Sichtweisen moralisch verurteilen und und das ist auch nachvollziehbar, doch entspricht es der Realität.
Sorry, aber "Entwicklungshilfeweltverbesserung" bringt nichts.
Wenige Menschen sind einfacher glücklich zu machen, als eine große Masse.
MFG
monkeysoldat
27.03.2007, 16:56
Weltfrieden wie scho mehrfach angesprochen: unmöglich!
Der Mensch ist von Natur auf ein egoistisches Wesen. Dadurch wird auch nie eine "Gleichberichtigung" stattfinden. Unser Lebensstandart den wir z.Z. führen baut sich auf die Ausbeutung anderer Menschen auf! Und die "Spenden" die wir nach Afrika schicken, sind bei weiten nicht so hoch wie wir die Afrikaner ausbeuten/ausgebeutet haben.
Trotzdem finde ich nicht das wir Sie extrem fördern sollten, damit alle Afrikaner unseren niedrigesten Lebenstandart haben.
1. Irgenwann wird der Hass der Ausbeutung der Afrikaner auf uns Übertreten und Sie werden uns mit einer Armee gegenüber tretten.
2. Wie schon gesagt wird dann eine Afrikanische Frau nicht mehr 5 Kinder sondern 15 Kinder haben von denen auch noch die meisten überleben und nicht wie heute 2-3 nur überleben. Und das wird eine völlige Überbevölkerung zu Folge haben.
Dies wird nicht gut für die Eude und für uns sein, und dann werden wir die Afrikaner nicht mehr unterdrücken, sondern sie uns !!!
Es tut mir leid wenn hier viele/einige Leute meine Meinung nicht teilen können, aber ein Teil der Erde wird immer das Schwächere Glied sein. und ich bin lieber Teil des Stärkeren Glieds ...
Meiner Meinung nach ist persönliches Glück für die meisten Menschen auch fast utopisch.
Das erklär ich anhand eines Beispiels: Wenn ein Mensch 1 Million € hat ist er neidisch auf die Multimillionäre ... hat er dieses Ziel auch geschafft ist er neidisch auf die Millijadäre usw.
Persönliches Glück kann nur gefunden werden wenn man mit den wichtigesten Dingen (Familie, Freunde) zufrieden gibt auch wenn man beim Luxus verzichten muss.
@Julesbärle
Erstmal ists ziemlich unangemessen deinerseits von einem Standpunkt aus zu diskutieren durch den du dich immunisierst, nämlich indem du auf dein Alter verweist und dass sich bei mir ja schon irgendwann dies und jenes sich einstellen würde. Mit Verlaub
1) Nur weils bei dir der Fall ist/war muss es nicht zwangsläufig für jeden Menschen in jedem Erdteil gelten. Du kannst das schlicht nicht beurteilen und deswegen lass in Zukunft solche Verweise oder Argumentationsstränge.
2) Ich habe nicht gesagt, dass die historischen Möglichkeiten real gegeben sind der idee des Weltfriedens näher zu kommen, sondern, dass materielle Verhältnisse herrschen, die das durchaus erlauben würden. Wie es mit dem Menschen an sich aussieht, das ist eine ganz andere Kiste. Meine Argumentation war vorerst rein theoretisch. Dass der Umschlag in die Praxis schwer ist mag sein, aber deshalb werde ich nicht resignativ zum Egoisten weil die, meiner Ansicht nach, bessere Alternative nicht klappt...
Blutschlumpf
29.03.2007, 14:58
Weltfriede wird es nie geben. Unser "persönliches Glück" ist an den Reichtum unserer Umgebung gekoppelt. Unser Wohlstand funktioniert nur wenn es einer viel größeren Zahl anderer Menschen dreckig geht.
Wenns den Leuten in Afrika/China/Indien so gut geht wie uns hier, wer arbeitet dann unter unmenschlichen Bedingungen zum Spottlohn im afikanischen Bergwerk, wer stellt das Plastikspielzeug für 3,50 Euro in China her und riskiert zwecks Kostensenkung seine Gesundheit, welches Kind knüpft 3 Wochen lang den Teppich für unser Wohnzimmer und näht unseren Adidas-Fußball ?
Und die Umfrage halte ich für einen Witz weil gut die Hälfte der Leute gelogen hat.
Entscheidet euch:
a) Kein Krieg im Irak, alle sind glücklich und leben im Frieden. Du bist 40 Jahre, arbeitslos, hast durch nen Unfall beide Beine verloren, Frau und Kinder haben dich verlassen, du stirbst 10 Jahre später an ner Überdosis.
b) Du bist 40 Jahre, mit deinem Knaller-Job hast du inzwischen dein Haus in nem guten Viertel 15 Minuten vom Arbeitsplatz weg abbezahlt und kannst dir endlich die neue S-Klasse gönnen, deine Frau (35) will jetzt auch mehr Zeit mit dir verbringen weil Sie Ihren Model-Job aufgibt. Deine beiden Kinder sind die besten Ihrer Klasse und haben super Aussichten weil du genug Geld hast um den beiden einen perfekte Ausbildung zu finanzieren.
Im Irak ist nach der US-Invasion alles zusammengebrochen, Bürgerkrieg, täglich Anschläge, Massenmorde, Genozid.
Sieht wirklich schlimm aus in Full-HD auf deinem 47 Zoll-Flatscreen.
Wer a) sagt, der LÜGT !
soulpain
29.03.2007, 17:08
Wer a) sagt, der LÜGT !
Das kommt darauf an, was man in a) reininterpretiert.Nicht jeder wird gelogen haben.
Blutschlumpf
29.03.2007, 18:58
Klar, wenn man sich das so hinbiegt, dass man zwischen normalem Leben + Weltfriede und normalem Leben + 500 Euro im Quiztaxi (persönliches Glück) ohne Weltfriede entscheiden kann würde ich auch den Weltfrieden nehmen, alleine weil er für jeden auch einen gewissen privaten Vorteil (Senkung der Risiken) darstellt.
Ihr macht es euch ziemlich einfach. Was Blutschlumpf geschrieben hat waren die totalen Extreme. Das ist würde ich mal sagen leicht unrealistisch. Genauso unrealistisch wie ein totaler Weltfrieden.
Für mich stellt sich das Problem, dass mein persönliches Glück stark abhängig ist von der Idee des Friedens auf Erden und von der Idee einer Gesellschaft, die nicht mehr unter kapitalistischer Erniedrigung, Beleidigung und Knechtung leidet. Das schließt für mich die Leute in den Industrienationen ein wie auch diejenigen in der "dritten Welt".
Mir gibt es nichts mit einem Model verheiratet zu sein, mir gibt es nichts ein geilen TFT-Fernseher zu haben, mir gibt es nichts einen Lamborghini vor der Tür zu haben. Alles das ist für mich doch niemals im Leben persönliches Glück. Für mich ist persönliches Glück, wenn ich die Chance habe die in mir liegenden Möglichkeiten zu verwirklichen und das funktioniert nur, wenn die Welt als solche auch so eingerichtet ist, dass ich das verwirklichen kann. Momentan ist sie es aber nicht und da mein persönliches Glück vom Glück anderer mit abhängt ist es schwachsinnig zu behaupten, dass man alleine, unabhängig von anderen sein Glück verwirklichen kann.
Es gibt wohl nur wenige, die ganz allein glücklich werden, da hast Du Recht!
Sein Glück von einer Gesellschaftsform oder dem Glück, von einem nicht nahestehenden Personen, abhängig zu machen, halte ich für ebenso ungewöhnlich.
Diese Bürde möchte ich mir nicht aufladen, da persönliches Glück dann ja fast auszuschließen wäre.
MFG
JulesBärle
30.03.2007, 08:38
Salut th3o,
Für mich ist persönliches Glück, wenn ich die Chance habe die in mir liegenden Möglichkeiten zu verwirklichen und das funktioniert nur, wenn die Welt als solche auch so eingerichtet ist, dass ich das verwirklichen kann. Momentan ist sie es aber nicht und da mein persönliches Glück vom Glück anderer mit abhängt ist es schwachsinnig zu behaupten, dass man alleine, unabhängig von anderen sein Glück verwirklichen kann.
Respekt großer Anhänger des surrealen Sozialismus, mit dieser pathetischen Theorie hast du dir für dein Leben ein perfektes Alibi zusammengeschustert: funktioniert dein Glück nicht, sind immer die anderen schuld. Das ist aber genial , hat aber schon forensische Züge.
Es paßt zu dir und deiner Generation, für alles und jedes andere mitverantwortlich zu machen. Entschuldige bitte meine Offenheit, für deine in dir liegenden Möglichkeiten zu verwirklichen bist vorrangig nur du und ausschließlich du allein verantwortlich, nicht das soziale Netz in dem du als Student so satt liegst und auch nicht das Glück oder Unglück anderer.
Da du offenkundig einen gepflegten Altruismus an den Tag legst, solltest du dich verwirklichen und dich schleunigst aus der kapitalistischen Erniedrigung, Beleidigung und Knechtung, die du in Deutschland täglich erleiden mußt, davonmachen. Es gibt soviel Möglichkeiten auf diesem Planeten, nicht in kapitalistischer Diskriminierung zu leben und sich zu beweisen. Du scheinst zu Höherem geboren, also jammer hier nicht rum, sondern beweise es uns und dir selbst. Es gibt immer noch viel zu tun für Männer wie dich, Männer die nach eigener Überzeugung zum Salz der Erde gehören, Männer die im Geiste Karl Liebknechts den kapitalistischen Sumpf austrocknen und der Menschheit zum Glück verhelfen wollen. Sei edel und gib endlich dein Bafög an das kapitalistische deutsche System zurück, das du so verachtest, befreie dich vom Joch des deutschen Wohlstandes, der dich so sehr zu behindern scheint. Laß alles Selbstmitleid hinter dir und stelle dich der Verantwortung und dem Leben, geh dahin wo es weh tut und zeige mal, was du drauf hast. Nicht nur im Studium.
Aber das ist den meisten großen Sozialisten zu eigen, selbst satt bis zum Abwinken über die Probleme der kapitalistischen Welt zu zetern. Du hast die besten Voraussetzung, du hast Bildung, du bist intelligent. Warum machst du nichts daraus ?
Anstatt hier vollmundig rumzutönen und Plädoyers für abstruses sozialistisches Gedankengut nachzuplappern, setz deine Gedanken einfach mal in die Tat um. Bei uns arbeiten derzeit Leiharbeiter, die bekommen für 40 Stunde harte Arbeit im Lager und Versand gerade mal € 7,20 brutto. Die Jungs sind froh, daß sie um dieses Scheißgeld arbeiten dürfen. Erzähl denen bitte mal was von deinem Glück, wenn die Abends hier rausgehen. Die könntest du glücklich machen, gib ihnen Arbeit, die frei von kapitalistischer Knechtung ist und die ihnen die Luft zu leben läßt und sie werden dich begeistert lobpreisen und dich ehren. Dann wären sie glücklich und da dein persönliches Glück vom Glück anderer mit abhängt, könntest du endlich auch glücklich sein. Zeig uns und der Welt wie es geht!
Meine ehrliche Meinung: dir würde es mal so richtig gut tun, ein paar Jahre für dein Dasein mal richtig hart arbeiten zu müssen bis dir fast das Kreuz bricht, bis du am Abend deine Arme nicht mehr spürst und du dich nur noch hundemüde auf dein Bett legst. Vielleicht weißt du dann, was (dein) Glück ist.
Just my 2 cts.
soulpain
30.03.2007, 09:39
Respekt großer Anhänger des surrealen Sozialismus, mit dieser pathetischen Theorie hast du dir für dein Leben ein perfektes Alibi zusammengeschustert: funktioniert dein Glück nicht, sind immer die anderen schuld. Das ist aber genial , hat aber schon forensische Züge.
Er hat nie gesagt, dass die anderen schuld wären, wenn er kein Glück hat.Außerdem ist persönliches Glück auch oder gerade von der Gesellschaft abhängig; von äußeren Einflüssen.Das kannst Du wohl kaum leugnen.Im Übrigen ist Dein Intoleranz gegenüber dem eigentlichen Sozialismus erschreckend.Es mag der praktische Fehler des Sozialismus sein, den Du genannt hast, aber theoretisch ist Sozialismus im Kern eine gute Idee.Sicher muss man selbst etwas für sich tun, aber die anderen müssen einem auch die Möglichkeit dazu geben.
Folgendes Gedicht soll ausdrücken, wie bedeutend der Einfluss anderer auf das persönliche Glück oder Pech ist:
Als sie lachte, sagt man ihr, sie sei kindisch. Also machte sie fortan ein ernstes Gesicht. Das Kind in ihr blieb, aber es durfte nicht mehr lachen.
Als sie liebte, sagte man ihr, sie sei zu romantisch. Also lernte sie, sich realistischer zu zeigen. Und verdrängte so manche Liebe.
Als sie reden wollte, sagte man ihr, darüber spreche man nicht. Also lernte sie zu schweigen. Die Fragen, die in ihr brannten, blieben ohne Antwort.
Als sie weinte, sagte man ihr, sie sei einfach zu weich. Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken. Sie weinte zwar nicht mehr, doch hart wurde sie nicht.
Als sie schrie, sagte man ihr, sie sei hysterisch. Also lernte sie zu schreien, wenn niemand es hören konnte, oder sie schrie lautlos in sich hinein.
Als sie zu trinken begann, sagte man ihr, das löse ihre Probleme nicht. Sie solle eine Entziehungskur machen. Es war ihr egal, weil ihr schon so viel entzogen worden war.
Als sie wieder draußen war, sagte man ihr, sie könne jetzt von vorn anfangen. Also tat sie, als begänne sie ein neues leben. Aber wirklich leben konnte sie nicht mehr, sie hatte es verlernt.
Als sie ein Jahr später sich versteckt zu Tode gefixt hatte, sagte man gar nichts mehr. Und jeder für sich versuchte, leise das Unbehagen mit den Blumen ins Grab zu werfen.
JulesBärle
30.03.2007, 10:24
Salut,
Übrigen ist Dein Intoleranz gegenüber dem eigentlichen Sozialismus erschreckend.
Ich stehe der Idee des Sozialismus in keiner Weise intolerant gegenüber - aber was soll ich mir um theoretische Hirngespinste einen Kropf machen, so lange die Herren Weltverbesserer es nicht schaffen, in 90 Jahren Sozialismus mehr auf die Reihe zu bekommen, als nur Lippenbekenntnisse, Not und Elend? Unter dem Deckmäntelchen des Sozialismus sind im letzten Jahrhundert mehr Menschen umgebracht worden wie in allen Kriegen zusammen. Das ist Fakt.
Dein Gedicht bezüglich des Einflusses anderer paßt in diese Zeit, Schuld sind auch in diesem Beispiel immer die anderen. Ich kann dieses Gejammer ehrlich gesagt nicht mehr hören. Es gibt ein altes Sprichwort das lautet: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Das kann man nun wirklich nicht auf alles und jeden übertragen, aber auf die Mehrheit der User in diesem Forum auf jeden Fall. Von denen lebt sicherlich keiner unter entwürdigenden Bedingungen wie viele anderswo auf diesem Planeten. Das hier ist wie vieles in Deutschland jammern auf hohem Niveau – ich denke ein Bewohner Lesothos oder Gambias würde diese Diskussion nur mit kopfschütteln verfolgen. Vorausgesetzt, er könnte lesen.
Vielleicht wäre er dann einfach nur glücklich!
soulpain
30.03.2007, 11:20
Dein Gedicht bezüglich des Einflusses anderer paßt in diese Zeit, Schuld sind auch in diesem Beispiel immer die anderen. Ich kann dieses Gejammer ehrlich gesagt nicht mehr hören. Es gibt ein altes Sprichwort das lautet: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Das Gedicht ist übrigens von Kristiane Allert-Wybranietz.Die Gedichtsinterpretation war mal meine Deutscharbeit.Falls es interessiert.
Aber zum Thema:
Ich verstehe Deine Äußerung, man muss versuchen sich selbst zu helfen und nicht darauf vertrauen, dass es sich schon irgendwie bessern wird.Aber viele Umstände sind für das soziale Glück verantwortlich.Entfernen wir uns doch mal aus Deutschland und gehen z.B. nach Russland.
Vielen Menschen geht es dort nicht gut, sie können aber nichts ändern, auch wenn sie es wollen.Jede Form von Opposition wird sofort zerschlagen.
D.h. die "Anderen" (Putin) sind dafür verantwortlich, dass die Leute sich nicht selbst helfen könnenund ihr persönliches Glück verwirklichen können.
Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle, nicht nur die eigene Person.
Das Dir der Sozialismus im Kern durchaus nicht missfällt, ist sicherlich eine gute Einstellung.
@Julesbärle
Du hast mich fulminant missverstanden. Frage mich aber warum mich dann Soulpain versteht.
Ich bin weit weg davon zu behaupten, dass wenn ich unglücklich bin, die anderen schuld seien. Das ist für mich kein Ausweg, kein Alibi und keine Lösung. Was ich gesagt habe ist, dass es ein Irrglaube ist, zu denken, dass die eigenen Möglichkeiten vollkommen unabhängig von der gegebenen und durchaus auch gestaltbaren Außenwelt existieren. Das eine geht mit dem anderen unmittelbar einher. Natürlich hat jeder erstmal seine Möglichkeiten sich zu verwirklichen, aber was wenn die eigenen Möglichkeiten nun mal nicht immer mit den äußeren Umständen übereinstimmen. Wenn du doch selber sagst, dass man mit dem Alter dies und jenes einsehen wird (was ich auch gar nicht bezweifele) so beweist doch genau das, dass du eben NICHT einzig und allein verantwortlich für deine Möglichkeiten bist, sondern, dass du durchaus auch auf die von außen gegebenen Möglichkeiten angewiesen bist. Merkst du echt nicht wie das eine mit dem anderen unweigerlich einhergeht? Das hat doch überhaupt nichts mit einem Alibi zu tun, sondern ist schlichte Tatsache. Ich weiß nicht wie ich das besser klar machen soll.
Zum Arbeitsbegriff. Ich habe eine Ausbildung gemacht und körperlich dort geschuftet und kann sehr wohl ein Lied davon singen wie es ist nach Hause zu kommen und tot ins Bett zu fallen. Ich weiß nicht was du mir da beweisen möchtest.
Ohnehin kann ich dein Denken nicht nachvollziehen, wenn es grob gesagt heißt: "Eine bessere Welt denken kann man, aber eine bessere als die gegebene gibt es in Praxis nicht und deshalb höre ich auch sofort auf damit an eine bessere zu denken und erst recht höre ich auf danach zu streben."
Das was du als Erfahrungsmache eingehend mit dem Alter propagierst ist für mich einfach nur Altersgewohnheit und Resignation. Wahrlich keine positiv belegten Begriffe in meinem Wortverständnis.