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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht


OneTimePassword
22.03.2007, 16:45
Super Idee, wie ich finde. :D http://radwege-petition.de/

soulpain
22.03.2007, 16:56
Toll,aber was willst Du genau bzw. wie ist deine Frage oder Anregung zu dem Thema?

k0m4
22.03.2007, 17:12
Was hab ich mit Radwegen zu tun? Radwege sind (zumindest dort, wo ich wohne) ständig mit Autos zugestellt - da kann man mit dem Rad sowieso nicht langfahren. Ich fahre mit dem Rad i.d.R. dort, wo Platz ist.

Auch wenn mich in dem Moment Autofahrer, Fußgänger und was sich sonst noch so auf den Straßen rumtreibt, dafür hassen! ;)

OneTimePassword
22.03.2007, 17:14
Toll,aber was willst Du genau bzw. wie ist deine Frage oder Anregung zu dem Thema?Ich wollte Euch nur auf die Online-Petition an den Bundestag aufmerksam machen. http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=395


Mit der Eingabe wird gefordert, die Radwegebenutzungspflicht abzuschaffen. Der Petent fordert, die in § 41 Abs. 5a Straßen-Verkehrsordnung (StVO) und § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO geregelte Benutzungspflicht von Sonderwegen für Radfahrer in ein Benutzungsrecht umzuwandeln.

Wer will, kann die Petition gerne unterschreiben. :D

MfG,
OTP

OMaOle
22.03.2007, 17:14
Genau Fahrräder gehören unter die Erde wenn der Verkehr laufen soll.

Razor23
22.03.2007, 17:17
Na super, dann gibts noch mehr Unfälle mit Fahrradfahrern.

wayne_757
22.03.2007, 17:21
Na super, dann gibts noch mehr Unfälle mit Fahrradfahrern.

Also da wo ich herkomme, ist man auf der Straße sicherer als aufm Radweg.
Tratschweiber und ähnliche Hindernisse machen den Radweg gefährlich sobald man schneller als 15 km/h fährt

OneTimePassword
22.03.2007, 17:21
Na super, dann gibts noch mehr Unfälle mit Fahrradfahrern.eher weniger :)


Die Meinung "Radwege sind sicher!" ist weitverbreitet, so weit verbreitet, daß sie schon fast keiner mehr hinterfragt, sondern stillschweigend davon ausgeht. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die dieses Dogma widerlegt haben.
Mehr Infos hier
http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html
oder hier
http://radwege-petition.de/

k0m4
22.03.2007, 17:27
Genau Fahrräder gehören unter die Erde wenn der Verkehr laufen soll.

Meiner Meinung nach sind's eigentlich eher die Autofahrer, die sich gegenseitig im Weg rumstehen. Ein Fahrrad kann ich auf ner normalen Straße doch wesentlich leichter überholen als ein anderes Auto.

Wenn der Fahrradfahrer nicht weiterkommt (was wohl selten vorkommt), fahr ich da dran vorbei. Wenn aber ein Auto im Weg steht (aus welchem Grund auch immer) wird's doch, je nach Breite der Straße und Gegenverkehr, schon schwieriger.

Damocles' Sword
22.03.2007, 17:30
Sinnlose Petition. Wo ich wohne machen die Radfahrer eh was sie wollen, und zwar ALLE ! Nachts wird ohne Licht gefahren,Straßen werden kreuz und quer befahren,Rote Ampeln ignoriert und Radwege auch nur nach Lust und Laune genutzt.

Liegt wahrscheinlich daran das es die Politessen hier wenig interessiert... :freak ...aber wenn ich mein Auto mal 6 Stunden vor dem eigenen Haus mit allen 4 Rädern auf dem Gehsteig abstelle (ohne jemand zu behindern) -> 15 € für's Stadtsäckel... :hammer

OMaOle
22.03.2007, 17:32
Genau die Fahradfahrer machen was sie wollen, erwischen sie dann ein Auto ist meist der Autofahrer der Dumme prima.

OneTimePassword
22.03.2007, 17:41
Wo ich wohne machen die Radfahrer eh was sie wollen, und zwar ALLE ! Nachts wird ohne Licht gefahren,Straßen werden kreuz und quer befahren,Rote Ampeln ignoriert und Radwege auch nur nach Lust und Laune genutzt.

ich fahre viel und gerne Rad. Dabei ist mein Rad (fast) StVO konform. Es gibt viele gute Gründe die Radwege zu meiden. :)
Warum soll man Rote Ampeln ignorieren? Lebensmüde?

Genau die Fahradfahrer machen was sie wollen, erwischen sie dann ein Auto ist meist der Autofahrer der Dumme prima.nein ist meist der Radfaher der Dumme, da er oft schwer verletzt wird und falls er keinen Radweg benutz hat auf jeden Fall Mitschuld bekommt.

Damocles' Sword
22.03.2007, 17:46
@Onetimepassword

Es läuft nicht so das die Radler hier einfach geradeaus weiter fahren. Man fährt einfach kurzfristig rechts auf den Gehsteig und dann über die Fußgängerampel,anschliessend back on the Street. Ähnliches bei Stopp- und Vorfahrt gewähren-Schildern.

OMaOle
22.03.2007, 17:46
OK One TimePassword ich nehm Dich bei Gelegenheit mal mit nem 40Tonner mit und Du guckst Dir die Geschicht mal aus nem anderen Blickwinkel an.

Mich würde nicht wundern wenn Du hinterher mit dem Fahrrad die Straße meidest wie der Teufel das Weihwasser, ich will Dir keine Angst machen, aber es kommt schon auf den Blickwinkel an.

MfG
OMaOle

OneTimePassword
22.03.2007, 17:52
@Onetimepassword

Es läuft nicht so das die Radler hier einfach geradeaus weiter fahren. Man fährt einfach kurzfristig rechts auf den Gehsteig und dann über die Fußgängerampel,anschliessend back on the Street. Ähnliches bei Stopp- und Vorfahrt gewähren-Schildern.
schlimm

Mich würde nicht wundern wenn Du hinterher mit dem Fahrrad die Straße meidest wie der Teufel das Weihwasser, ich will Dir keine Angst machen, aber es kommt schon auf den Blickwinkel an.
ich fahre ca. 14.000km pro Jahr mit dem Rad zu 80% auf der Fahrbahn. So-o-o schlimm kann es alles nicht sein. :)

Razor23
22.03.2007, 17:56
Ich finde es schon schlimm, wenn manche Radfahrer so ein asoziales, rechtswidriges und unvorhersehbares Verhalten an den Tag legen. Wenn dann was passiert, sind nämlich die Autofahrer Schuld.

Man könnte sich zumindest mal festlegen, ob man jetzt auf der Straße fährt und sich damit an die Ampel der Autofahrer hält oder auf dem Radweg. So ein Zick-Zack-Kurs ist doch nur gefährlich.

Damocles' Sword
22.03.2007, 17:57
Schön das du das "schlimm" findest... :rolleyes

Aber darum geht's nicht. Diese Forderung ist sinnlos und zugleich grotesk,da sich das gros der Radfahrer sowieso nicht an die StVO hält. Mag sein das es mancherorts anders ist. Aber die Städte die ich bisher bereist habe sind keinen Deut anders.

OMaOle
22.03.2007, 17:58
@OneTimePasswordGenau die Sichtweise nehme ich Dir zu 100% ab und wünsche Dir für dieses Jahr viel Glück und kein Treffen mir nem Brummi, denn das geht unentschieden aus Du kommst auf den Kirchhof(hoffentlich nicht) und der Brummifahrer in den Knast.

OneTimePassword
22.03.2007, 18:10
Diese Forderung ist sinnlos.
Sinnlos ist die auf gar keinen Fall. Ich nehme an, dass Du weißt, dass es keine generelle RWBP gibt und viele Radwege in einem desolaten Zustand sind.

da sich das gros der Radfahrer sowieso nicht an die StVO hält.für mich gilt das schon mal nicht. :D

@OneTimePasswordGenau die Sichtweise nehme ich Dir zu 100% ab und wünsche Dir für dieses Jahr viel Glück und kein Treffen mir nem Brummi, denn das geht unentschieden aus Du kommst auf den Kirchhof(hoffentlich nicht) und der Brummifahrer in den Knast.naja, die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr umzukommen ist eher deutlich grösser. :evillol
EDIT---------------------
Wenn dann was passiert, sind nämlich die Autofahrer Schuld.
ich wusste nicht, dass die Rechtslage in D. so eindeutig ist. Oder wo lebst Du? ;)

Damocles' Sword
22.03.2007, 18:47
I.d.R. ist der Zustand des Radweges der der Straße. Damit muß man leider leben. Hier und da ein Schlagloch sind m.E. kein Grund auf die Straße ausweichen zu dürfen.

Postman
22.03.2007, 18:56
Mir gehen die Radfahrer auf der Strasse einfach nur tierisch auf den Wecker, besonders wenn sie wie irre strampeln und somit 40 km/h erreichen und damit regelmässig den Autoverkehr hinter sich ausbremsen bzw. ein Überholen zum russischen Roulett wird. Fährt man einen an, ist man als Autofahrer zudem immer Schuld egal wie der Radfahrer sich benommen hat.

Besonders schlimm am Sonntag bzw. bei schönem Wetter, da fahren sich gleich im Pulk zu 8. hintereinander (evtl. noch 2 nebeneinander) oder es kommen die ganz abgedrehten in kompletter Rennerfahrermontur.

Als Kind dürfte ich mit dem Rad den Gehweg nicht benutzen auf dem Fussgänger unterwegs waren (lange vor der ich will ja so gesund sein Radfahrmanie) weil ich da Jemand hätte umfahren können.

So ändern sich die Zeiten. Heute ist man auf dem Rad der King und im Auto nur noch der Luftverschmutzer und chronisch Faule.

Rasemann
22.03.2007, 19:09
Die supertollen "Rennradfahrer" sind sowieso nie am Radweg.
Auch nicht im Stoßverkehr, wo oft eine ganze Kolonne Autos hinter zwei NEBENEINANDER fahrenden Rennrädern herzuckelt.

Und dieser Wahnsinn ist auch noch erlaubt.
Sie dürfen das, zu trainingszecken....

Nur ein toter Radfahrer ist ein guter Radfahrer!

OneTimePassword
22.03.2007, 19:14
Mir gehen die Radfahrer auf der Strasse einfach nur tierisch auf den Wecker, besonders wenn sie wie irre strampeln und somit 40 km/h erreichen und damit regelmässig den Autoverkehr hinter sich ausbremsen bzw. ein Überholen zum russischen Roulett wird.
Nicht in der Lage die Rennradler(?), die mit 40 km/h unterwegs sind, zu überholen? Och mann, einfach den Führerschein abgeben. ;)


Fährt man einen an, ist man als Autofahrer zudem immer Schuld egal wie der Radfahrer sich benommen hat.ich wiederhole mich ungern.
ich wusste nicht, dass die Rechtslage in D. so eindeutig ist. Oder wo lebst Du? ;)



So ändern sich die Zeiten. Heute ist man auf dem Rad der King und im Auto nur noch der Luftverschmutzer und chronisch Faule.früher war alles besser, ich weiß. :rolleyes

I.d.R. ist der Zustand des Radweges der der Straße. Damit muß man leider leben. Hier und da ein Schlagloch sind m.E. kein Grund auf die Straße ausweichen zu dürfen.schön wäre es. Dazu kommt, dass die Radwege I.d.R. nicht sauber gemacht werden.

Nur ein toter Radfahrer ist ein guter Radfahrer!
bald wird der Sprit 5,- Eur pro Liter kosten und Tempolimit kommt auch noch. :cool

ps: Ach ja und Feinstaub dingsbums auch.

Rasemann
22.03.2007, 19:24
Hab einen Benziner, nix mit Feinstaub.
Und die "Rennradlerregelung" gehört verboten.

Was gibt diesen Dep...pen das recht im öffentlichen Verkehr zu fahren wie bei einem Radrennen?
Nur weil sie ein buntes Leiberl anhaben?!
Und das direkt neben einem wirklich sehr gut ausgebautem Radweg, neben einer Hauptdurchzugsstraße.
Die Straße wurde für den Radweg um 2m schmäler gemacht!
Darum genügt dort schon EINER und alles steht im Stau, weil er nicht überholt werden kann.

Also ich fahre immer so knapp vorbei, daß der Lenker schlackert, so ganz dezent mit dem Rückspiegel streifen oder voll hupen auf Kopfhöhe.
Irgendwann fahre sie dann am Radweg hoffe ich.

theo.juhl
22.03.2007, 19:32
Sinnnlose diskussion hier! In die ich mich aber auch einbringen will ;-]
Ich wohne in Ulm und benutze sofern auf meiner Strecke vorhanden den Radweg! Die Wege sind auch zu 80% in einem guten Zustande, das muss man sagen. Aber gerade in der Innenstadt benutze ich so gut wie immer die Straße, da hier die Gefahr von einem aus einer einfahrt kommenden Auto, oder einem Anderen Fahradfahrer mitgenommen zu werden einfach um ein vielfaches kleiner ist!
Meine Schlimmsten Fahradunfälle sind direkt in der Innenstadt passiert, z.B. durch Fahradfahrer die meinen sie müssten die Kurve um die Hausecke (oder sonst eine Ecke) schneiden, schon zwei mal waren es Leute über 45 die offenbar einfach zu blöd waren mal ordnungsgemäß ihr Fahrrad um die Ecke zu bewegen. Aber auch über Autofahrer hab ich mich schon aufgeregt. Ich gehöre auch zu den Leuten, die mit 35 Sachen unterwegs sind und für langsame Kleinwagen nicht ganz so einfach zu überholen sind. Manche Leute überholen auch fleißig (und riskant) und schauen dann blöd, weil ich an der nächsten Ampel schon wieder an ihrer Stoßstange klebe.
Mofas sind da viel eher ein Hindernis auf der Straße!

Hypocrisy
22.03.2007, 19:34
Auf gar keinen Fall sollte man diese Pflicht abschaffen. Radwege gibt es aus guten Gründen. Wenn andere diese zuparken oder sonst wie blockieren ist das sicherlich schlecht. Aber Radfahrer auf der Straße nerven tierisch. Wie schnell die mal schlenkern. Oder einfach mal Sachen machen, die man nicht erwartet...... Ich fahre selber auch oft Rad und versuche daher mich an die Regeln zu halten - und je älter ich werde umso mehr tue ich das, um sicher durch die Stadt zu kommen. Vielen scheint aber ein solches Verständnis zu fehlen, dass sie sogar (sich im Unrecht befindend) dir noch n Vogel o.ä. zu zeigen, wenn´s nicht nach deren Willen geht.

Heute morgen z.B. meckert so ne Ziege (sorry) weil sie an der Ampel nicht rechts an mir vorbeifahren kann, obwohl es ROT war...............aber man darf ja nicht wie man will.

edit: mein schlimmster Fahradunfall passierte mir auch aufm Radweg, als ich von nem Auto übersehen wurde das inne Einfahrt fuhr.......trotzdem isses sicherer als auf der Str.

OneTimePassword
22.03.2007, 19:46
Was gibt diesen Dep...pen das recht im öffentlichen Verkehr zu fahren wie bei einem Radrennen?
wie bei einem Radrennen? Nichts. In zwei Reihen und schnell: vllt. StVO?


Also ich fahre immer so knapp vorbei, daß der Lenker schlackert, so ganz dezent mit dem Rückspiegel streifen oder voll hupen auf Kopfhöhe.
Irgendwann fahre sie dann am Radweg hoffe ich.Nichts und aber auch wirklich nichts gerechtfertigt deine Vorgehensweise. Was Du hier beschreibst, nennt man Nötigung und gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr ( wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft)

Aber gerade in der Innenstadt benutze ich so gut wie immer die Straße, da hier die Gefahr von einem aus einer einfahrt kommenden Auto, oder einem Anderen Fahradfahrer mitgenommen zu werden einfach um ein vielfaches kleiner ist!
meine Rede. :D

Radwege gibt es aus guten Gründen.
und die wären?


Heute morgen z.B. meckert so ne Ziege (sorry) weil sie an der Ampel nicht rechts an mir vorbeifahren kann, obwohl es ROT war...............aber man darf ja nicht wie man will.
aber bis zur Ampel darf die.

Zwirbelkatz
22.03.2007, 19:47
Was gibt diesen Dep...pen das recht im öffentlichen Verkehr zu fahren wie bei einem Radrennen?
Nur weil sie ein buntes Leiberl anhaben?!
Und das direkt neben einem wirklich sehr gut ausgebautem Radweg, neben einer Hauptdurchzugsstraße.
Die Straße wurde für den Radweg um 2m schmäler gemacht!
Darum genügt dort schon EINER und alles steht im Stau, weil er nicht überholt werden kann.

Also ich fahre immer so knapp vorbei, daß der Lenker schlackert, so ganz dezent mit dem Rückspiegel streifen oder voll hupen auf Kopfhöhe.
Irgendwann fahre sie dann am Radweg hoffe ich.

Sag mal hast du irgendwie Minderwertigkeitskomplexe oder sonst irgendwelche psychologischen Ausfallerscheinungen?
"Nur ein toter Radfahrer ist ein guter Radfahrer" Sag mal gehts dir noch ganz gut? :freak
Das was du als "idiotische Radfahrer" bezeichnest sind Lebewesen, es sind Menschen! Wieso bitte sollst du als Auto Inhaber als Einzelperson mehr Recht haben als eine Gruppe von 8(!) Menschen auf einem Fahrrad? Immer dieser Unfug von wegen "ich bin schneller und schwerer, ich habe Recht". Losgelöst von der Art des Fortbewegungsmittels sind es meist Situationen von angesicht zu angesicht. Von Mensch zu Mensch und nicht "Radfahrer". Krieg das bitte in deinen Kopf rein.

Ich kann nur sagen, dass wenn mich jemand absichtlich schneidet und versucht zu verletzen weil er irgendeinen Argwohn hegt, solle er sich glücklich schätzen wenn ich nicht an der nächsten Roten Ampel aufschließe.
Du bist tatsächlich der Meinung, dass du ein RECHT darauf hast einen Radfahrer mit 40km/h zu nötigen, weil du rechtlich maximal 50 darfst? 10km/h mehr?
Diese ganze Hektik und Hatz führt doch schon zu genug Unfreundlichkeit und Streß.
Außerdem: Wenn es bisher zu einem Unfall gekommen ist, war ich derjenige, den es erwischt hat auf dem Rad. Denn ich fahre vorausschauend. Mehr, als es einige Autofahrer je tun würden.

Wen jemand nachts ohne Licht und tags riskant ohne Fahrradstreifen fährt, riskiert er das für seine eigene Kappe und wird bestimmt zur Kasse gebeten, wenn ersichtlich ist, dass er es war, der einen Unfall verursacht hat.

k0m4
22.03.2007, 19:48
So, nachdem wir uns nun alle wieder abgeregt haben, können wir dann ja gemeinsam über Rollerfahrer herfallen! :lol

olly3052
22.03.2007, 19:53
Genau, entspannt Euch bitte und bleibt sachlich.

Gruß

olly

Hypocrisy
22.03.2007, 19:53
@ Passwort:

Wenn ich dir jetzt wirklich die Gründe erläutern soll.......nää......
Aber nur soviel: "Sicherheit" sollte doch das verständliche Argument sein!

P.S.
Ich stand an der Ampel auf der Rechtsabbiegerspur, sie fuhr dann aber geradeaus.... mir egal. Einen Führerschein hatte sie vllt. nicht.
Man darf halt nie erwarten, dass andere soviel von Verkehrsregeln verstehen wie man selbst.


@olly3052: woher kenne ich noch "Isnogud"?? War aus irgendeinem Adventure, right?

edit: Rüüüchtig ;) Stichwort franz. comic edit end

-> ja, hab´s gerade mal gegugelt. scheen!

OneTimePassword
22.03.2007, 19:58
"Sicherheit" sollte doch das verständliche Argument sein!
http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=2663768&postcount=8

Hypocrisy
22.03.2007, 20:01
Ich persönlich fühle mich wesentlich sicherer auf Radweg. Werde ich auf der Strasse von einem 40-Tonner überholt - dann ist dass ned schön! Nein nein.

OneTimePassword
22.03.2007, 20:20
Ich persönlich fühle mich wesentlich sicherer auf Radweg.und das ist der Haken an der ganzen Sache. :) Aber da die Benutzungspflicht in ein Benutzungsrecht umzuwandelt werden soll, darf man dann selbst entscheiden, wo man fährt auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg. :D

andibroker
22.03.2007, 20:23
Nicht in der Lage die Rennradler(?), die mit 40 km/h unterwegs sind, zu überholen? Och mann, einfach den Führerschein abgeben. ;)

Wie soll man denn innerorts einen Radfahrer überholen mit nur max. 10 km/h mehr?
Nur zur Info innerorts sind maximal 50 km/h erlaubt!

Ich persönlich fühle mich wesentlich sicherer auf Radweg. Werde ich auf der Strasse von einem 40-Tonner überholt - dann ist dass ned schön! Nein nein.

Da kann ich mich nur anschließen


Die Meinung "Radwege sind sicher!" ist weitverbreitet, so weit verbreitet, daß sie schon fast keiner mehr hinterfragt, sondern stillschweigend davon ausgeht. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die dieses Dogma widerlegt haben.
Mehr Infos hier
http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html
oder hier
http://radwege-petition.de/

Das liegt aber (in den wenigsten Fällen) nicht an den Radwegen, sondern (in den meisten Fällen) an den Radfahren selbst, die einfach so fahren wie sie wollen.
Frei nach dem Motto: Ich bin Radfahrer, ich brauch nicht aufpassen! Das sollen schön die anderen machen

und das ist der Haken an der ganzen Sache. Aber da die Benutzungspflicht in ein Benutzungsrecht umzuwandelt werden soll, darf man dann selbst entscheiden, wo man fährt auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg.

Wo ist denn bitte der Haken dabei dass er sich auf dem Radweg sicherer fühlt?

franeklevy
22.03.2007, 20:29
super, waren nicht die gleichen leute - welche jetzt für diese spedtion sind - vor einigen jahren mit ähnlichen spredtionen für den ausbau der radwege angetreten?
was würde man erreichen, in erster linie ein eingeständnis einer verfehlten verkehrsplaungspolitik und zum anderen eine verlagerung der eventuellen haftungsansprüche.
zudem wäre das das ein beispiel für millionen nutzlos ausgebener euros für diese radwege. toll.

trotzallem bin ich für radwege, schaffen sie doch abgesehen von den benannten unfallschwerpunkten in kreuzungsbereichen ansonsten eine sinnvolle trennung zwischen rad-, und autofahren und optimnalerweise auch zu den fußgängern hin.
und mehr sicheheit wird durch eine kann-regelung bestimmt nicht erreicht. wo unsicherheit über regelungen besteht, führen diese doch meist zu noch mehr verwirrung und damit hier einhergehend auch zu mehr unfällen - im gegensatz zu eindeutigen regelungen. bestimmt wird in drei/vier jahren wieder OneTimePassword anfangen zu fordern, man solle radwegen benutzen müssen, weil durch die schaffung der kann-regelung die unfälle bei den untersuchten radwegen deutlich zunahmen:D

daher sollte man versuchen unfallschwerpunkte zu optimieren und zukünftige radwege besser zu planen und sicherer zu gestalten, dies sollte möglich sein. von einer abschaffung halte ich nix. auch könnte über eine veränderte haftungsregelung im anspruchsfall eines unfalles diskutiert werden.

grüße,
franeklevy

OneTimePassword
22.03.2007, 20:36
Wie soll man denn innerorts einen Radfahrer überholen mit nur max. 10 km/h mehr?
Nur zur Info innerorts sind maximal 50 km/h erlaubt!
wozu denn überhaupt überholen? wg. max. 10km/h mehr? Fragen über Fragen.

sondern (in den meisten Fällen) an den Radfahren selbst, die einfach so fahren wie sie wollen.
Frei nach dem Motto: Ich bin Radfahrer, ich brauch nicht aufpassen! Das sollen schön die anderen machenwie kommst Du zu dem Erkenntnis?


Wo ist denn bitte der Haken dabei dass er sich auf dem Radweg sicherer fühlt?Fühlen und sicher sein ist ein riesengroßer Unterschied.

super, waren nicht die gleichen leute - welche jetzt für diese spedtion sind - vor einigen jahren mit ähnlichen spredtionen für den ausbau der radwege angetreten?ich nicht.

Hypocrisy
22.03.2007, 20:42
Sinnlos! OTPassword versteht´s leider nicht.

franeklevy
22.03.2007, 20:42
@otpass: naja, ich kann mich aber noch sehr gut an die argumentationsketten für radwege erinnern. mag sein, dass der eine oder andere tiefbauunternehmer und architekt auch dafür plädierten, aber primär ging es doch um mehr sicherheit. gerade in unfallschwerpunkten wurden radwege eingeführt. hier wäre eine differziertere betrachtung wünschenswert. unfallstatistiken vor dem bau und nach dem bau eines radweges könnte man ja mal für die gleiche stelle gegenübersetzten.

die unfälle dürften vor dem bau hoch, während des baues höher und inzwischen niedriger sein. im vergelich mit anderen standorten kann es trotzdem immernoch als unfallschwerpunkt gelten, auch wenn es relativ weniger geworden ist.
habe soetwas in deine geposteten links aus dem ersten post nicht lesen können. meist nur sehr schwammige angaben.

andibroker
22.03.2007, 20:49
wozu denn überhaupt überholen? wg. max. 10km/h mehr? Fragen über Fragen.
Du hast doch die "zu dumm zum überholen"-These aufgestellt

wie kommst Du zu dem Erkenntnis?
Schonmal Fahradfahrer in der Stadt beobachtet?! (Aus der Sicht eines Autofahrers oder Fussgängers)

Fühlen und sicher sein ist ein riesengroßer Unterschied.
Nein, denn wenn ich mich nicht sicher fühle kann ich auch nicht sicher sein!

Sinnlos! OTPassword versteht´s leider nicht.
Jo, das glaube ich auch.

OneTimePassword
22.03.2007, 20:54
Sinnlos! OTPassword versteht´s leider nicht.
auf eine polemische Tour hast Du gg. mich keine Chance. :evillol Lass es einfach.;)

die unfälle dürften vor dem bau hoch, während des baues höher und inzwischen niedriger sein. im vergelich mit anderen standorten kann es trotzdem immernoch als unfallschwerpunkt gelten, auch wenn es relativ weniger geworden ist.
habe soetwas in deine geposteten links aus dem ersten post nicht lesen können. meist nur sehr schwammige angaben.

Quelle http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html

Da hätte ich noch das Ergebnis einer Untersuchung aus Dänemark (Bach/Rosbach/Jørgensen), das in einer vom Bundesminister für Verkehr herausgegebenen Studie zitiert wird. Es ist ein vorher-nachher-Vergleich von innerörtlichen straßenbegleitenden Einrichtungsradwegen (105 Strecken mit 64 km Gesamtlänge über 3 Jahre), also nicht einmal die besonders gefährlichen auch linksseitig zu befahrende Zweirichtungsradwege. Während der Untersuchung hat die Radverkehrsdichte nicht zugenommen.

Unfälle auf Strecken an Knotenpunkten
vorher nachher vorher nachher
Fahrrad insgesamt 46 49 71 105
Fahrrad - Kfz 29 19 55 82
Fahrrad - andere 17 30 16 23
Moped insgesamt 23 32 23 38
Moped - Kfz 12 13 19 20
Moped - andere 11 19 4 18
Fußgänger insgesamt 32 43 43 56
Fußgänger - Kfz 28 24 35 40
Fußgänger - andere 4 19 8 16
Kfz insgesamt 108 108 169 213
Kfz - Kfz 28 34 53 66
Kfz - andere 80 74 116 147
Gesamtzahl 134 154 1 87 251
vorher: ohne Radweg
nachher: mit Radweg

EDIT---------------------
Du hast doch die "zu dumm zum überholen"-These aufgestellt
und wo war die Rede von Innerorts? Und wer in der o.g. Situation Innerorts überholt dem ist eher nicht zu helfen.


Schonmal Fahradfahrer in der Stadt beobachtet?! (Aus der Sicht eines Autofahrers oder Fussgängers)
mach mich nicht müde, wir haben drei Autos und ich gehe oft genug zu Fuss.


Nein, denn wenn ich mich nicht sicher fühle kann ich auch nicht sicher sein!
was ich nicht sehen kann, existiert nicht. :rolleyes

ps: olly3052 sorry wg. Doppelpost. Kommt nicht wieder vor.

yakuza
22.03.2007, 21:02
Also ich bin begeisterter Autofahrer und Radfahrer!

@ Rasemann, wenn ich was dabei hätte würde ich dir die scheibe einschmeißen wenn du mich so überholst!

Ich meide um jeden preis die großen bundesstraßen wo ich den verkehr kenne und auch selbst mit dem auto fahre und würde mich da über radwege freuen.

Innerorts ist es leider ein witz mit den Radwegen, entweder sind die zugeparkt oder alte s... ehm leute und touristen belagern die radwege (auf denen große räder aufgemalt sind) und wundern sich wenn auf einmal nen rad hinter / neben ihnen ist und kräftig bremst und regen sich dann auch noch auf.

Weiter kann ich aber auch radfahrer leiden die auf einer kleinen schmalen straße fahren obwohl nen meter daneben ein schöner und guter radweg ist.

Ich mag auch gerne leute wie Rasemann, die einfach nicht ins hirn bekommen das man ein rad genauso weit überholen muss wie einen PKW. Wenn man ein auto streift ist der spiegel kaputt oder der lack, wenn man ein rad streift ist der radfahrer tod oder gelähmt!
Solche leute gehören aus dem verkehr gezogen.

Radfahrer können nicht einfach 5meter hinter der fußgänger ampel über die straße schießen und sich dann wundern das man nicht für sie anhält, der überweg ich da wo die ampel ist und nicht die ganze straße entlang.

Jeder muss sich an die regeln halten und rücksicht nehmen.

Aber die pflicht für radwege ist schwachsinn da man meist garkeine chance hat diese wirklich als radfahrer zu nutzen.

OneTimePassword
22.03.2007, 21:07
@ Rasemann, wenn ich was dabei hätte würde ich dir die scheibe einschmeißen wenn du mich so überholst!
Wozu? Einfach zB. https://service.polizei.nrw.de/egovernment/service/service.html

theo.juhl
22.03.2007, 21:16
Wenn es bisher zu einem Unfall gekommen ist, war ich derjenige, den es erwischt hat auf dem Rad. Denn ich fahre vorausschauend. Mehr, als es einige Autofahrer je tun würden.

Wen jemand nachts ohne Licht und tags riskant ohne Fahrradstreifen fährt, riskiert er das für seine eigene Kappe und wird bestimmt zur Kasse gebeten, wenn ersichtlich ist, dass er es war, der einen Unfall verursacht hat.

Oh ja da Spricht mir jemand aus der Seele! So geht es mir auch. Und wer mich mit meinen CAT-Eye LED Lichtern nicht sieht, der hat was an den Augen. Wer Licht, Helm ect nicht nutzt sollte sich über die Gefahr im klaren sein und auch mit den Konsequenzen rechnen!

Rasemann
22.03.2007, 21:32
Fahrradfahrer die neben dem Radweg fahren sind für mich Freiwild!

Wer für Radrennen trainieren will, der soll das auf einer Rennstrecke machen.

Wohne aber auch in einer mit Rennradfahrerern verseuchten Gegend.

In Österreich gibt es eben leider das Gesetz, daß Radfahrer auf Rennrädern und mit Renndress nicht die Radwege benutzen müssen und auch nebeneinander fahren dürfen!

Super ist das Überland, wenn man aufgrund des Gegenverkehrs und der Kurvensicht ganz einfach für 10km hinter 2 Radfahrern bleiben muß, weil diese Obertrottel absichtlich nicht hintereinander fahren.

OneTimePassword
22.03.2007, 21:44
überflüssiges Zitat entfernt
und was machst Du, wenn Du einen Bagger nicht überholen kannst, der noch langsamer so ca. 20km/h fährt? Der Fahrer einfach umlegen?

Wintermute
22.03.2007, 21:52
Nach all eurer Stresserei:

Das Problem liegt doch eher an den schlecht benutzbaren Radwegen. Was bringen mir Radwege wenn nicht die Pflicht besteht diese auch zu verwenden?
Wie wär´s wenn man sich eher darüber Gedanken machen würde diese zu optimieren oder sicherer zu machen anstatt die Radler wieder auf die Straße zu scheuchen?

@Rasemann:
Ich verstehe dein Dilemma, bei uns ist es auch oft ähnlich. Solange die Radlfahrer hintereinander herfahren, hab´ ich absolut kein Problem damit. Ist auch nicht schwierig. ;) Bin jahrelang Rennrad gefahren und es ist wirklich kein Problem sich sobald ein Auto ankommt in eine Reihe zu sortieren. Deswegen hup´ ich die Jungs und Mädels auch hin- und wieder mal an wenn sie nebeneinander rumfahren.

Allerdings nicht auf so ne Lebensgefährliche Art wie du. Solltest du das mit dem touchieren mit dem Aussenspiegel ernst gemeint haben, wünsche ich dir das du mal an den Falschen gerätst der dich sofort mit einer Horde Zeugen im Nacken anzeigt. :rolleyes

Darf man in D auch als Rennradfahrer nebeneinander fahren? Nein, oder? Würde mich wundern. Wer weiß bescheid?

yakuza
22.03.2007, 21:56
@Rasemann, du hast deinen kopf auch nur zum haare schneiden? Einfach mal hupen, in Dt. gibts diese möglichkeit in der stvo um ein überholvorhaben zu bekräftigen.
In Dt. ist es so das große gruppen auch nebeneinander fahren dürfen / müssen damit sich die schlange nicht soweit zieht.
Ansonsten, denk an den bagger oder 25er kisten.
DU SPIELST MIT MENSCHENLEBEN!

Wintermute
22.03.2007, 21:58
Und ab wann gilt man als große Gruppe? :confused

yakuza
22.03.2007, 22:00
naja auslegungsache aber ab 10 leute is sonne gruppe hintereinander schon recht lang.

OneTimePassword
22.03.2007, 22:04
Darf man in D auch als Rennradfahrer nebeneinander fahren? Nein, oder? Würde mich wundern. Wer weiß bescheid?
§ 2 StVO
(4) Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. (quasi fast immer :D )

Und ab wann gilt man als große Gruppe? :confused
15

§ 27 Abs. 1 StVO:
Mehr als 15 Radfahrer dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. RWBP entfällt.

Wintermute
22.03.2007, 22:19
Danke dir. 15 ist ja schon ne ganz schöne Menge.

"Behindern" ist ein dehnbarer Begriff.
Ich sehe das eher so:
Muß man denn immer alle zum freundlich sein zwingen?
Ich finde es einfach nur zuvorkommend wenn Radfahrer eben hintereinander fahren, somit muß man nicht ganz so weit auf die Gegenspur und kann einfacher überholen, der Radfahrer hat dann auch automatisch mehr Platz und ist weniger gefährdet.

Sponk007NEU
22.03.2007, 22:19
Bei uns gibts sowas wie radwege gar nicht, jedenfalls nicht in der stadt und umgebung. Nur in den kleinen kreisen. Finde ratwege eigentlich eine gute sachen, wieso verbieten..

OneTimePassword
22.03.2007, 22:31
"Behindern" ist ein dehnbarer Begriff.
nicht Behindern: IMHO wenn man ohne Gegenverkehr mit genug Abstand überholen kann.



Muß man denn immer alle zum freundlich sein zwingen?
nein :D

wieso verbieten..ist wird nichts verboten keine Sorge, die Pflicht sollte in das Recht umgewandelt werden. :)

franeklevy
22.03.2007, 22:32
@otpass: deine studien sollen also nach ca. 15 jahren immernoch ihre glaubwürdigkeit besitzen? aktuelleres gibt es wohl dazu momentan nicht, oder?

einen weiteren aspekt scheinst du auch bewusst oder unbewusst zu unterschlagen. die entwicklung des radverkehrs ist nicht nur aus städtepolitischen, sondern auch aus umweltpolitischen gesichtspunkten wichtig. gerade der ausbau der infrastruktur im stark frequentierten innerurbanischen ballungsraum ist für die lebensqualtiät der dort lebenden menschen essenziell und bietet damit ein gute grundlage neben den ovp und dem eigenen auto das rad zu benutzen. für viele familien ist zudem ein fahren auf der fahrbahn mit kindern undenkbar. in einer fast aktuellen publikation des landes berlin (http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2006/08/22/45987/index.html) werden zudem die mangelnde pflege und die derzeitige disziplinlosgkeit der radfahrer selbst als hauptprobleme angesehen.

grüße,
franeklevy

OneTimePassword
22.03.2007, 22:37
aktuelleres gibt es wohl dazu momentan nicht, oder?
Du könntest evt. bei http://www.cycleride.de/ nachfragen. :)


für viele familien ist zudem ein fahren auf der fahrbahn mit kindern undenkbar



Mit der Eingabe wird gefordert, die Radwegebenutzungspflicht abzuschaffen. Der Petent fordert, die in § 41 Abs. 5a Straßen-Verkehrsordnung (StVO) und § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO geregelte Benutzungspflicht von Sonderwegen für Radfahrer in ein Benutzungsrecht umzuwandeln.
Wer will, darf doch weiter auf dem Radweg fahren.

yakuza
22.03.2007, 22:39
Also meiner kenntniss nach MUSS man ein rad genauso ausladend überholen (http://www.verkehrsportal.de/stvo/stvo_05.php) wie einen PKW aufgrund des schnellen wackelns oder umfallens des radfahrers, denn wenn der umfällt liegt der unter dem auto, wenn man komplett auf die andere seite wechselt (wie bei einem anderen pkw) fällt der radfahrer nur auf die nackte straße und man selber an ihm vorbei.
wenn der radler erstmal unter dem auto liegt hat man als Kraftfahrer das problem, der radler nicht mehr da meist tod.

Wintermute
22.03.2007, 22:42
Der Teil aus dem Bericht rockt: ^^
aber auch die eingeschränkte Benutzbarkeit vieler Radverkehrsanlagen infolge unzureichender Unterhaltung und Sanierung. Auch die mangelhafte Verkehrsdisziplin von Radfahrern wird als Problem bezeichnet, das geeignet ist, dem positiven Image des Radverkehrs zu schaden.

Es gehören wie immer 2 dazu.
Auch Radfahrer sind keine Heiligen. Alles nur Menschen. Genau dieselben Assis die auch Auto, Motorrad und Roller fahren. ;)

OneTimePassword
22.03.2007, 22:46
Also meiner kenntniss nach MUSS man ein rad genauso ausladend überholen (http://www.verkehrsportal.de/stvo/stvo_05.php) wie einen PKW aufgrund des schnellen wackelns oder umfallens des radfahrers, denn wenn der umfällt liegt der unter dem auto, wenn man komplett auf die andere seite wechselt (wie bei einem anderen pkw) fällt der radfahrer nur auf die nackte straße und man selber an ihm vorbei.
wenn der radler erstmal unter dem auto liegt hat man als Kraftfahrer das problem, der radler nicht mehr da meist tod.
stimmt schon

Beim Überholen eines einspurigen Fahrzeuges ist unter normalen Umständen ein Seitenabstand von einem Meter ausreichend, nicht aber bei einer Fahrgeschwindigkeit von fünfundachtzig bis einhundert km/h und einer Sichtbehinderung gegenüber dem zu überholenden Fahrzeug

Brigitta
22.03.2007, 22:59
Eines möchte ich doch einmal vorab festhalten: Im Strassenverkehr gibt es Autofahrer, Lastkraftwagenfahrer, Motorradfahrer, Rollerfahrer, Mopedfahrer, Fahrradfahrer, Skateboardfahrer und Fußgänger, die sich nicht an die StVO halten. Manche unbedacht, manche unwissend und wenige auch absichtlich provozieren, weil sie meinen alles besser zu können und zu machen.

Die meisten Verkehrsteilnehmer aller Art halten sich aber an die StVO.

Wenn nun eine Gruppe die andere Gruppe pauschal mit Dreck bewirft, ist das einfach nur primitiv.

Wir müssen einfach alle so gut wie möglich unter einen Hut bekommen, da führt kein Weg daran vorbei.

Und Fahrradwege, so wie sie heute existieren sind eindeutig auf den meisten Strecken gefährlicher für Radfahrer, als die Straße. Denn es sind größtenteils zusammengestückelte "Alibi-Fahrradwege", gespickt mit Hindernissen, und oft genug im Nirvana verlaufend/endend.

Ich fahre mein Leben lang Rad, fast täglich, weite und kurze Strecken. Vier wirklich ätzende Situationen hatte ich insgesamt (neben div. "Kleinigkeiten"), alle mit Auto- oder LKW- Fahrern.
1. Ein LKW- Fahrer (mit Anhänger) überholt mich auf freier Landstraße und zieht absichtlich beim einscheren langsamer werdend immer weiter nach rechts, bis nur noch 0,0 mm Platz ist. Und ich - schon auf dem Grünstreifen fahrend - in den Graben abspringen musste.
2. In der Stadt auf einen Kreisverkehr zufahrend, kurz vor dem einfahren in diesen, schert von gegenüber ein Autofahrer aus Der 5. und Letzte in der Schlange dort, weil er es nicht abwarten konnte. Und er fährt an allen vorbei, falsch herum in den Kreisverkehr und kommt mir in voller Fahrt entgegen. Weil ich etwas "gerochen" hatte und eh als schwächerer Verkehrsteilnehmer immer vorausschauend fahre, konnte ich auf den Gehweg springen.
Reine Glücksache dass da nicht mehr passiert ist.
3. Die obligate Autotür, die kurz vor einem auf gemacht wird.
4. Autofahrer überholt kurz vor der Kreuzung, bremst stark ab und biegt ohne zu blinken rechts ab. Also eigentlich auf mich drauf. Hier half nichts mehr, außer einer guten Sturz- und Abrolltechnik.

Ja, es gibt rüpelhafte, blöde Radfahrer. Aber genauso viele/wenige wie Auto -, LKW- Fahrer - usw. auch.

HappyMutant
22.03.2007, 23:46
Hmm, gerade die ersten beiden Seiten dieses Threads zeigen ja wohl eindrucksvoll was im Verkehr schiefläuft. Schuld ist immer der andere, Deppen sind sie sowieso alle und am liebsten wischt man dem "Gegner" noch eine aus, bevor man auch nur einen Millimeter beigibt. Ich bewundere echt den Langmut der Moderatoren mit diesem Thread. Was hier teilweise an Menschenverachtung dargeboten wird, weil es auch Verkehrsteilnehmer mit anderen Fortbewegungsmitteln gibt...

Zum Thema: Eine Abschaffung der Radwegepflicht würde erstmal die Erkenntnis voraussetzen, daß Radwege meist eher nicht zur Benutzung, sondern zur Beruhigung (des Verkehrs, des Bürgers, Radfahrers) gedacht sind. Falls diese Erkenntnis doch über den ein oder anderen kommen würde, dann wäre schon viel geschafft. Denn Radwegepflicht halte ich eigentlich nicht für prinzipiell falsch, gerade weil es eigentlich um die Verkehrssicherheit geht. Leider hat aber das Bild des Radwegs in Lehrfilmen und Öffentlichkeitsarbeit oft nicht viel mit der durchschnittlichen Realität zu tun. Wenn Anspruch und Realität zusammenfinden, dann sollte es auch weiterhin eine Pflicht geben. Vorher muß es zwangsläufig freigestellt sein, weil man nicht sicherstellen kann, das jeder Radweg einem gewissen (nutzbaren) Standard entspricht.

Razor23
22.03.2007, 23:54
ich wusste nicht, dass die Rechtslage in D. so eindeutig ist. Oder wo lebst Du? ;)

Selbst wenn du vor Gericht recht bekommst. Später heißt es trotzdem "DER DA hat einen Radfahrer umgefahren". Ist doch so, als schwacher Verkehrsteilnehmer ist man doch automatisch das arme Opfer, egal wie viel Mist man baut.

Was gibt diesen Dep...pen das recht im öffentlichen Verkehr zu fahren wie bei einem Radrennen?

Darf ich dann auch im öffentlichen Straßenverkehr für die Nordschleife üben? Und wehe mich überholt jemand bei gelber Flagge! :D

Ich fahre selber auch oft Rad und versuche daher mich an die Regeln zu halten - und je älter ich werde umso mehr tue ich das, um sicher durch die Stadt zu kommen.

Ich fahre auch öfters mit dem Rad, allerdings nehme ich mir nicht mehr Rechte raus als wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Spätestens mit dem Führerscheinerwerb sollten doch auch die Gelegenheitsradfahrer merken, dass sie mit ihrem Fahrstil meist Hindernis und Gefährdung zugleich sind. Aber manche merken ja nicht mal, dass sie nachts ohne Licht nicht gesehen werden.

und das ist der Haken an der ganzen Sache. :) Aber da die Benutzungspflicht in ein Benutzungsrecht umzuwandelt werden soll, darf man dann selbst entscheiden, wo man fährt auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg. :D

Du hast wohl noch nicht gemerkt, dass der Staat zur Vermeidung von Unfällen immer Pflichten aufstellt.

Zumal es ja hier nicht nur um die Sicherheit der Radfahrer geht, sondern auch um die Behinderung durch diese. Wenn du mich fragst, hat jemand, der 20 km/h unter zHg fährt, nichts auf eine Hauptstraße verloren, auf der er nicht gefahrlos überholt werden kann. Schon gar nicht, wenn er problemlos auf einen Radweg ausweichen kann.

wozu denn überhaupt überholen? wg. max. 10km/h mehr? Fragen über Fragen.

Nicht jeder fährt nur 50. Ich weiß, nicht erlaubt, 15€ Verwarngeld aufwärts... aber wieso soll jemand seine normale Geschwindigkeit plötzlich auf unter zHg anpassen, wenn er genauso gut überholen kann?

DU SPIELST MIT MENSCHENLEBEN!

In Autos sitzen auch Menschen. Darf ich als Autofahrer deswegen wie der letzte Rad-Rowdy fahren und Unfälle geradezu provozieren?

Auch Radfahrer sind keine Heiligen. Alles nur Menschen. Genau dieselben Assis die auch Auto, Motorrad und Roller fahren. ;)

Nur, dass diese Assis sich auf dem Fahrrad am meisten erlauben. Oder wer von denen fährt mit Nummernschild regelmäßig ohne Licht, über Rot und zick-zack über alle Fahrspuren, behindert Überholende usw.?

Ich persönlich wäre sehr für eine Kennzeichenpflicht bei Fahrrädern. Dann trennt sich endlich die Spreu vom Weizen und die IMO immer noch in der Überzahl befindlichen normalen Radfahrer müssen nicht das schlechte Image der anderen ausbaden.

HappyMutant
23.03.2007, 00:12
Auf welchem Niveau argumentieren wir jetzt eigentlich? Der Autofahrer, das Opfer des gemeinen (im Sinne von unfair und allgemein) Radfahrers? Freiwild im Verkehrsrecht? Und wie die meisten Autofahrer kennt man sich natürlich mit den Gepflogenheiten aller Radfahrer aus, so daß man alle Radfahrer gemütlich über einen Kamm scheren kann. Ach ja und wenn du im ersten Satz Radfahrer als stilisierte Opfer bezeichnest, solltest du vielleicht nicht damit prahlen, daß du natürlich völlig vorschriftsgemäß fährst. Am Ende rammt dir nämlich so ein armer Autofahrer seinen rechten Kotflügel beim abbiegen in die Seite und meint dann, das Radfahrer immer automatisch als Opfer dargestellt werden und sich sowieso immer alles herausnehmen.

Gruß
HappyMutant

(dem sein Fahrrad im Keller fröhlich weggammelt. :D)

k0m4
23.03.2007, 00:20
Nur ein toter Radfahrer ist ein guter Radfahrer!

Von "Niveau" und "argumentieren" kann doch angesichts solcher Aussagen kaum die Rede sein, oder? ;)

Razor23
23.03.2007, 00:23
Die Meinung, dass schwächere Verkehrsteilnehmer immer Opfer sind, stammt nicht von mir, sondern aus der Öffentlichkeit - insbesondere aus so emotionalen Diskussion, wie dieser hier, von ebenso ignoranten Verkehrsrichtern, Fahrradverbänden usw. - hier wird doch genauso gesagt "Manche Fahrradfahrer machen grobe Fehler im Verkehr, aber das ist kein Grund sie umzufahren" - alleine diese Grundhaltung, dass Radfahrer von Autos sozusagen bewusst umgefahren werden, zeigt doch schon, dass hier überhaupt nicht über die Ursache eines solchen Unfalls und die Schuldfrage nachgedacht wird.

Ist es so schwer, bei manchen Verhaltensweisen seitens der Biker einfach mal zuzugeben, dass sie alleine Schuld daran sind, wenn sie von einem Auto erfasst werden?

Ich fahre nicht 100% vorschriftsgemäß, aber ich versuche zumindest, keine Autofahrer zu behindern oder mich selbst in Gefahr zu bringen. Dazu gehört für mich eben ein äußerst defensiver Fahrstil, denn wenn ich IMMER auf meinem Recht beharren würde, wäre ich schon ein paar Mal mit Blaulicht abtransportiert worden. Aber da geht es mir als Autofahrer nicht anders. Wenn ich da nicht für andere mitdenke, würde es auch jede Woche mindestens einmal krachen (frag mal meinen ABS-Sensor ;)). Nur, dass ich da noch etwas Knautschzone habe. Ohne diese sollte man also nicht den Macker raushängen lassen und immer voll draufhalten oder gar einen auf "StVO? Gilt doch nicht für Radfahrer" machen.

Deswegen verstehe ich nicht, wie man sich einerseits über die Unfälle zwischen Autos und Fahrrädern beklagen kann und andererseits genau diesen Trend unterstützen möchte, indem man das Fahren auf der Straße noch legalisiert.

Manche sollten echt mal darauf achten, wie ein Radfahrer im toten Winkel eines LKW verschwindet - da kann von unaufmerksamen Brummi-Fahrern doch keine Rede sein. Als Autofahrer guck ich auch, dass ich so schnell wie möglich aus dem toten Winkel rauskomme.

Von "Niveau" und "argumentieren" kann doch angesichts solcher Aussagen kaum die Rede sein, oder? ;)

Sogar die Mods haben die Ironie erkannt, sonst könnten wir den Beitrag wohl nicht mehr lesen. ;)

Zwirbelkatz
23.03.2007, 01:00
Hm, offenbar ist mein Seite 2 Statement einigen hier zu drastisch und energisch. Aber ich habe damit nicht weniger als meine ehrliche Meinung kund getan. Es ist absichtlich noch in einer Form, die für ein Forum knapp durch geht...
Bei so viel Ignoranz fehlt mir die Beherrschung, dass muss ich ganz ehrlich zugeben. Jeder, der das Gefühl kennt, wenn man realisiert, dass ein PKW Fahrer absichtlich auf einen draufhält und man kaum noch ausweichen kann, wird mir da beipflichten.

Jedes Land, jede Gruppierung, jede Vereinigung hat ihre schwarzen Schafe, maßgeblich ist doch aber noch, dass man als Radfahrer niemandens Leben riskiert, wenn man eine unfrequentierte, rote Ampel überfährt und weit und breit niemand ist.
Das soll aber nicht heißen, dass das fehlende Nummernschild ein Freifahrtsschein für Straßenwandalismus ist. Nicht umsonst gibt es sogar Punkte in Flensburg für STVO Delikte mit dem Rad. Aber im Großen und Ganzen zeigt diese Diskussion nur auf, was passieren würde, wenn es keine STVO und keine Polizei gäbe. Zum Glück sind diejenigen, die ihr Kraftfahrzeug als Waffe einsetzen tangierbar. Ich denke da auch an die 180km/h-Drängler auf der Autobahn.

k0m4
23.03.2007, 01:03
Sogar die Mods haben die Ironie erkannt, sonst könnten wir den Beitrag wohl nicht mehr lesen. ;)

1. Wieso "sogar"?
2. Vielleicht bin ich ja zu doof. Erklär mir doch mal diese 'Ironie'.

Brigitta
23.03.2007, 01:20
@Razor23 und einige andere.
Bitte überlasst das Interpretieren wie wir Beiträge erkennen u. lesen bleiben. ;)

Es sind einige Beiträge hier die an Pauschalisierung, Polemik und Argumentationslosigkeit kaum zu überbieten sind. U.a. auch Teile von deinen Beiträgen. Und ich wundere mich selbst dass sie noch da sind...

Also, back to topic please, aber bitte mit Argumenten, denn ich komme langsam aus dem Wundern raus und höre das Aquarium blubbern. :D

yakuza
23.03.2007, 02:22
@Razor, was ich ausdrücken wollte ist wohl nicht ganz klar rüber gekommen! wenn ein auto nen rad ankarrt ist meist ende sendung, wenn ein rad ein auto ankarrt ist das geschrei groß aber die leute noch auf den beinen. Außerdem war das eher für rasemann gedacht.

Aber wir sind uns alle darüber einig das jede gruppe ihre deppen und volldeppen hat.
Ordentliche Radwege sind sehr gut nur wenn sich keine sa... an den zweck hält z.b. zuparken, fußwegersatz usw. dann ist es zwecklos und wenn sie anderweitig nicht nutzbar sind sind sie auch hinfällig.

Das die Radfahrer auf ihr recht pochen ist das eine aber das motorisierte verkehrsteilnehmer sich ihr recht gegen die unmotorisierten erzwingen ist schlimm und gefährlich.

Wintermute
23.03.2007, 03:32
Ja dann zitier´ ich mich doch grad mal selber. ;)

Nach all eurer Stresserei:

Das Problem liegt doch eher an den schlecht benutzbaren Radwegen. Was bringen mir Radwege wenn nicht die Pflicht besteht diese auch zu verwenden?
Wie wär´s wenn man sich eher darüber Gedanken machen würde diese zu optimieren oder sicherer zu machen anstatt die Radler wieder auf die Straße zu scheuchen?

Interlink
23.03.2007, 04:43
In der Tat: Wirklich gute Radwege würden von den weitaus meisten Radfahrern freiwillig benutzt.

Radwege werden überwiegend von im Alltag wenig erfahrenen Radfahrern als "ordentlich" oder "sicher" empfunden. Das ist auch die Klientel, die bei der Politik darum gebettelt hat, dass innerorts immer mehr unsichere Radwege gebaut wurden.

Radwege sind unsicherer, weil man dort u.a. erheblich mehr unübersichtliche Kreuzungspunkte mit dem Kfz-Verkehr hat als auf der Fahrbahn daneben. Dazu kommt, dass man auf dem Radweg schnell mal in den toten Winkel der Rückspiegel eines Kfz gerät. Böse Falle, gerne z.B. für Kinder, die noch nicht wissen, dass der rechts abbiegende Lkw-Fahrer ohne die neueste Außenbespiegelung keine Chance hat, wenn man bei Rot unbemerkt in den toten Winkel hinein und bei Grün fröhlich geradeaus losfährt. Radfahrer haben auf straßenbegleitenden Radwegen zwar den Vorrang vor dem abbiegenden Verkehr. Auch wenn sie entgegen kommen. Aber das hilft ihnen wenig. Obendrein ist diese Regel etwa 1/4 der Pkw-Fahrer unbekannt.

Nach Stand der Technik merkwürdige Verkehrsplanung kann man auch an meinem derzeitigen Wohnort besichtigen. Die kleineren Ausfallstraßen wurden in den letzten 10 Jahren mit kleinen Kreiseln sehr elegant und übersichtlich für den Kfz-Verkehr gestaltet. Macht richtig Spaß mit dem Auto.
In der Nachbarschaft habe ich einen solchen Kreisel, in den für die Radfahrer Radwege eingearbeitet wurden, wo "nach Vorschrift" wie im Kreisel gegen, teils aber auch zusätzlich mit dem Uhrzeigersinn gefahren werden muss. Das wäre zwar nicht notwendig gewesen, da die ortsauswärts führende Straße sogar noch über 100m weiter bis zum Ortsende mit Tempo 30 verziert ist. Aber irgendjemand musste da einen einseitigen Radweg in beide Richtungen spendieren, weil die Autofahrer es in den Augen der Planer nicht mehr gebacken bekommen, bei Gegenverkehr und 30km/h Tempo-Limit auch mal 20 Sekunden hinter einem Radfahrer zu bleiben.
Sowas ist unter der Prämisse, dass man Verkehrsführungen prinzipiell möglichst übersichtlich gestalten sollte, genauso daneben wie z.B. geradeaus führende Radwege rechts von (schnellen!) Rechtsabbieger-Spuren. Dass das unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit eine Todsünde ist, wussten Verkehrsplaner schon in den 90ern. Es ist praktisch ein Lehrsatz, dass Radwege an kleinen Kreiseln genausowenig zu suchen haben wie z.B. in Tempo-30-Zonen. Nur halten tun sich die Schreibtischtäter nicht daran, weil sie die Ergebnisse ihrer Arbeit höchst selten im Alltag mit dem Fahrrad nutzen müssen und anders als bei den Regelungen für "normale" Straßen die Regelungen für den Bau von Radverkehrsanlagen besonders wachsweich formuliert sind.

Die kreativ geplanten Zumutungen vieler Radwege sorgen übrigens auch dafür, dass der durchschnittliche Radfahrer nur noch wenig Verständnis dafür hat, wieso er auf manchen Radwegen links der Fahrbahn auf dem Bürgersteig zwischen Fußgängern herumfahren muss und wieso er es anderswo wiederum nicht darf. Etliche Führerscheinbesitzer in meiner Bekanntschaft mutieren am Wochenende auf Touren bei Bedarf jedenfalls gerne zu sommerlochtauglichen "Rüpelradlern".

Ach ja: Das fehlende Nummernschild hat wieder mal nicht gefehlt. Aber keine Bange: Das Fehlen von Airbag+Sicherheitsgurt+Knautschzone sorgt dafür, dass bevorzugt nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer am Unfallort verbleiben und somit deutlich seltener Unfallflucht begehen als Autofahrer.

Razor23
23.03.2007, 08:43
Ach ja: Das fehlende Nummernschild hat wieder mal nicht gefehlt. Aber keine Bange: Das Fehlen von Airbag+Sicherheitsgurt+Knautschzone sorgt dafür, dass bevorzugt nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer am Unfallort verbleiben und somit deutlich seltener Unfallflucht begehen als Autofahrer.

Unfallflucht wird wohl kaum jemand begehen, wenn er selbst betroffen ist. Aber es gibt ja auch noch die Unfälle, wo der Radfahrer nur die Ursache aber nicht direkt Beteiligter ist - z.B. wenn jemand auf Grund eines Radfahrers ausweichen muss, weil er lieber dem Auto MIT Knautschzone auf der anderen Spur reinfährt als jemanden vom Fahrrad zu holen, der sich möglicherweise schwere Verletzungen zuzieht.

Nein, es geht in der Hauptsache darum, die Anonymität abzuschaffen, die dazu führt, dass sich niemand zu irgendwas verpflichtet fühlt. Die StVO darf nicht nur aus Nettigkeit oder zum eigenen Schutz eingehalten werden. Gerade wenn man mit dem motorisierten Verkehr mitfährt ist eine gewisse Disziplin und Berechenbarkeit unverzichtbar, um brenzlige Situationen schon von vorneherein auszuschließen. Aber diese Ernsthaftigkeit kann ich leider nicht bei allen Radfahrern feststellen, auch wenn diese von Alter her meist definitiv einen Führerschein besitzen, gibt es für sie scheinbar zwei Welten: Die motorisierte, wo sie sich halbwegs an die Regeln halten und die unmotorisierten, wo sie mal rechts, mal links, ohne Licht über rot locker flockig ihren Weg durch den motorisierten Verkehr bahnen.

moquai
23.03.2007, 08:51
Hallo,

ich hoffe nicht! Dass die sich noch breiter machen können, in der 4er-Reihe?
Nein, Danke. Es ist eh ein leidiges Thema mit den FF: Wieso bei ROT halten!

P.Zeh
23.03.2007, 09:03
Man muß ganz klar unterscheiden: sportliche und Spazierradfahrer. Schon mal mit dem Rennrad auf einem gemeinsamen Fußgänger/Radweg gefahren, womöglich noch am Sonntag? Oder mit Tempo 40 auf dem (nur-) Radweg an einer Einmündung einem rausfahrenden Auto ausgewichen?

moquai
23.03.2007, 09:16
Mir ist noch nie ein Rennrad-Fahrer auf dem Radweg begegnet. :D

e-ding
23.03.2007, 09:54
In Berlin gibts die in grosser Zahl! Die nehmen, gegen Geld, auch Post mit. ;)

Hyla
23.03.2007, 10:10
Wo Radwege sind, sollen die auch benutzt werden!
Rennradfahrer kennen keine Radwege !
Ich wohne hier in einem Gebiet südlich von München, wo es viele Radfahrer gibt !
Auf vielen Landstrassen sind Rennradfahrer unterwegs, die sich um den "Restverkehr" nichts scheren. Die fahren, trotz vieler Autos, noch nebeneinander !
Die Trachtentruppe sollte die mal anhalten und abkassieren ! Kein fest installiertes Licht, Rücktrittbremse usw.

moquai
23.03.2007, 10:10
@e-ding;
DER war gut. :evillol

OneTimePassword
23.03.2007, 10:16
Du hast wohl noch nicht gemerkt, dass der Staat zur Vermeidung von Unfällen immer Pflichten aufstellt.
Du aber schon. Aber ich weiß, Gesetze kann man so drehen wie es Dir gerade passt.


Nicht jeder fährt nur 50. Ich weiß, nicht erlaubt, 15€ Verwarngeld aufwärts... aber wieso soll jemand seine normale Geschwindigkeit plötzlich auf unter zHg anpassen, wenn er genauso gut überholen kann?

Peakyl
23.03.2007, 10:22
Ich bin auch dafür das Radfahrer den Radweg benutzen. Ich fahre selber Rennrad und benutze den Radweg so oft wie möglich, fühle mich da einfach sicherer. Wenn man sich nicht sicher fühlt macht das fahren keinen Spaß. Und manchmal ist das Gefahrlose überholen von Radfahrern einfach nicht möglich.

moquai
23.03.2007, 10:22
Hallo,

also, ich fahre Auto, Motorrad, Fahrrad und bin Fußgänger.

Fest steht für mich aber folgendes: Am wenigsten an die Verkehrsregeln halten sich die Fahrradfahrer!

Die Denkweise von vielen (Rennrad)Fahrradfahrern:

Fahrradweg nutzen? = Warum das denn?
Rote Ampel? = Ist mir doch egal!
Rote Fußgängerampel? = Ist mir auch egal!
Über den Zebrastreifen fahren (nicht schieben)? = Ich habe Vorfahrt!

Razor23
23.03.2007, 10:31
Du aber schon. Aber ich weiß, Gesetze kann man so drehen wie es Dir gerade passt.

Jeder ist für sein eigenes Handeln verantwortlich. Wieso soll jemand, der innerorts 60 fährt (ohje, was ein Schwerverbrecher) sich beim Auftauchen eines Fahrradfahrers brav mit 40 hinter diesen "einordnen", anstatt mit 20 km/h mehr völlig gefahrlos zu überholen? Und leider schaffen es die meisten Radfahrer ja nicht mal auf 40 km/h sondern fahren mit gemütlichen 25 km/h auf der Straße. Manche haben dann auch noch Angst davor, überholt zu werden und fahren vorsorglich MITTIG oder NEBENEINANDER.

OneTimePassword
23.03.2007, 11:50
Fest steht für mich aber folgendes: Am wenigsten an die Verkehrsregeln halten sich die Fahrradfahrer!
ja klar und wie erklärst Du ca. 5000 Verkehrstote jährlich allein in D.?

Wieso soll jemand, der innerorts 60 fährt (ohje, was ein Schwerverbrecher) .und wieso soll ich mich als Fahrradfahrer überhaupt an StVO halten? Nur weil ein Auto besser als Fahrrad als Waffe benutzt werden kann?

Interlink
23.03.2007, 12:41
@Peakyl:
Solltest Du überhaupt wissen, wie man ein Rennrad auf Radwegen bedient, dann stammen Deine Erfahrungen - wenn überhaupt - nicht von straßenbegleitenden, innerstädtischen Radwegen.
Ansonsten wüsstest Du, dass man selbst mit durchschnittlich robuster Trekkingrad-Bereifung auf Radwegen dank vieler Glasscherben ein gutes Training im Reifenflicken bekommt. Bei Rennrädern wird in dieser Beziehung selbst eine robuste Trainings-Bereifung lästig. Pannensichere Bereifung erfordert eine Reifenbreite, die bei den meisten Rennrädern überhaupt nicht montierbar ist. Erst bei Renn-Reiserädern und manchen Crossrädern hat man überhaupt die Chance, bei Bedarf mal einen pannensicheren Laufrad-Satz zu montieren.
Auf der Fahrbahn daneben sorgen die Autoreifen schnell dafür, dass die Scherben auf weniger gefährliche Größe zermahlen und auf die Seite geräumt werden.

Die Rechtssprechung setzt dem Geschwindigkeitsrausch auf Radwegen übrigens eine Obergrenze von ca. 25km/h. Wer sein Rennrad auf dem typischen Bordsteinradweg in Berlin mit auch nur 130er Puls ausfahren will, dürfte bald den Scharping geben oder sich komplett aus dem Genpool entfernen. Oder von wütenden Fußgängern den Spazierstock in die Speichen gesteckt bekommen. Naja - zumindest in deren Fantasie. :evillol

@Moquai: Nicht so voreilig, wir haben Freitag. :D
Kfz-Lenker entwickeln häufig genug jenseits der Fahrschule ein paar eigene und garantiert nicht in der StVO stehenden oder von Fahrlehrern vorgeschlagene Unsitten, die auf den ersten Blick erst mal unter der Rubrik "Kavaliersdelikt" rangieren, aber auf den zweiten Blick brandgefährlich für andere Verkehrsteilnehmer sind.
Wer innerorts auch nur 10km/h mehr auf den Riemen legt, bekommt im Ernstfall sein Fahrzeug mit höherer Wahrscheinlichkeit erst dann zum stehen, wenn das Kind schon überrollt wurde. Bei leidlich eingehaltenen 30km/h bekommt man z.B. kaum noch tödlich verletzte Fußgänger.
Das klassische "Ampeldelikt" bei Autofahrern wird mit dem Durchdrücken des Gaspedales bei "Spätgelb" eingeleitet und von einer Art Tunnelblick begleitet. Wenn es dann einschlägt, ist es auch bei der Sicherheitsausstattung durchschnittlicher Mittelklassewagen häufig genug zappenduster.

Mein Fahrlehrer hat mir übrigens einen einfachen Merksatz beigebracht: Ein Fahrrad ist so breit wie ein Auto. Stimmt auffallend, denn ca. 1,5m Seitenabstand sollten nach gängiger Rechtssprechung beim Überholen schon eingehalten werden (variiert in Abhängigkeit von der Verkehrssituation, ist z.B. beim Überholen eines Fahrrades mit Kindersitz zwingend erforderlich).
Auf der Fahrbahn halte ich mit dem Fahrrad übrigens mit dem Lenker gut eine Türbreite Abstand von parkenden Autos und gehe - wenn ein Überholen mit dem Auto mit regelgerechtem Seitenabstand auf meiner Fahrbahn nicht möglich ist - auch schon mal in die Fahrbahnmitte. Es gibt leider genügend Kleinhirne hinter dem Steuer, die ihr Blechle auch bei Tempolimit auf 30km/h noch elegant vorbeiquetschen müssen.
Die Überzeugung, dass man so weit rechts fahren muss, dass das rechte Lenkerende schon über dem rechten Bordstein schwebt, ist leider auch bei einigen Radfahrern nicht auszurotten. Das nennt sich dann "Radfahrer - Minderwertigkeitskomplex" und wird gelegentlich mit dem Abflug über den Lenker bestraft.

@Razor23: Größer als Mofa-Kennzeichen könnten entsprechende Vorrichtungen am Fahrrad nicht werden. Sobald Radfahrer auch nur annähernd so viele Schäden anrichten würden wie Kfz, hättest Du mich mit im Boot, auch wenn solche Mini-Kennzeichen nicht gerade gut entziffer- und merkbar sind. Aber noch ist das Fahrrad in jeder handelsüblichen Haftfplichtversicherung inbegriffen und das Risiko für die Allgemeinheit also nicht gerade hoch. Für eine Abdeckung des Haftpflicht-Risikos dürften beim durchschnittlichen Radfahrer unter 10 Euro pro Jahr ausreichen. Der 16-jährige Leichtkraftradfahrer löhnt auch schon mal das 50-fache.

Jägermeister_84
23.03.2007, 13:01
Also wenn bei uns hier in Münster die Fahrräder alle auf der Straße fahren würden, dann hätten wir aber ein Verkehrskaos.

Desweiteren sollte Fahrradfahrer mal lernen, dass recht ab biegende Autos welche auch schon rechts blinken nicht mehr rechts überholt werden dürfen. Dann wurdern sie sich, dass sie übersehen werden. (gilt natürlich nur wenn beide auf der Straße fahren, wenn es nen Fahrradweg gibt ist das was anderes)

Die schlimmsten Fahrradfahrer sind sowieso die, die immer denken ich habe Vorfahr und du muss warten. Und wenn du nicht wartest, dann bist du schult. Fahrradfahrer können meinetwegen fahren wie sie wollen, solange sie andere nicht gefährden und denken sie hätten immer vorfahrt.

Wer in Münster mit Fahrradfahrern zurecht kommt, der kommt überall mit ihnen zurecht.

Ps: Autofahrer sollten mal lernen den Mindestabstand einzuhalten. Auch wenn sie Rollerfahrer überholen. Das ist ja sowieso eine Sache für sich. Mein Roller fährt mindestens 55km/h trotzdem müssen sie überholen obwohl da ja eh 50 ist und an der nächsten Ampel stehen sie wieder vor dir. Tztztz

HappyMutant
23.03.2007, 13:12
Wirklich, irgendwann muß mal einer dieses Phänomen erforschen, daß eigentlich nur a) man selber sicher fährt, daß b) noch immer die eigene Gruppe von Verkehrsteilnehmer die gefährdetste/mißverstandenste ist, aber gleichzeitig die einzige mit Manieren im Straßenverkehr und daß c) natürlich die Idioten aus der anderen Gruppe sowohl gehäuft auftreten und zudem natürlich für alle Mitglieder diese Gruppe zu stehen haben. Aber wenigstens haben wir jetzt auch die Rollerfahrer als weitere Gruppe hier nochmal ins Gespräch gebracht.

Edit: Die Erweiterung dieser Phänomene von Rasemann, sollte unbedingt auch noch mit in die Studie einfließen. :D (Achja, habe ich schon erwähnt, das Ironie in schriftlicher Form sehr sehr verwirrend sein kann?)

Rasemann
23.03.2007, 13:34
Fazit: Radfahren gehört verboten, Fußgänger sowieso!

Denn nur eine möglichst homogene Verkehrgruppe bewegt sich sicher.

Was aber wirklich GAR NICHTS im Verkehr verloren hat sind Clips.
Hat sich so ein Dolm doch einmal bei der Kreuzung sanft auf meine Motorhaube gelegt, am Stand.
Kam von den Pedalen nicht runter!

hahaha!

@Happy
Und natürlich gilt das auch beim Fahrzeugwechsel ein und der selben Person!
Wenn ich vom Auto aufs Motorrad umsteige sind selbstverständlich alle anderen Idioten.
Ich fahre sogar Fahrrad, immer am Radweg, will doch keinen Rückspiegel gegen den Lenker bekommen...mann sind die Autofahrer blöd!

Interlink
23.03.2007, 15:02
Wieso? Auf die Schnauze fällt man mit technisch einwandfreien Klickpedalen in der ersten Stunde der Benutzung und dann haben die Füße das kapiert. Klickies sind für die Einkaufsfahrt in der Stadt vielleicht etwas übertrieben, aber mit etwas Übung kommt man schneller von der Kreuzung weg als zumindest diejenigen Autofahrer, die mit dezentem Geräuschpegel anfahren. Im Alltag dürfte aber höchstens einer von hundert Radfahrern mit solchen Zubehör unterwegs sein, denn wer will schon durch übertriebenen Körpereinsatz sein Deo außer Gefecht setzen.
Wenn ich am Jahresanfang die Klickies ausmotte, wird einige Male das Aussteigen geübt (Hacke nach außen schwenken). Das reicht völlig aus, wenn man in der letzten Saison gefahren ist. Pech haben u.a. diejenigen, die billige Nachbauten besserer Japan-Pedale aus Taiwan fahren oder nicht in der Lage sind, die Pedale vernünftig einzustellen.

In der Freizeit sind Peinlichkeiten (http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0607/none/0007/index.html) zusammengesetzt aus neuestem Rennrad-Equipment und untrainiertem Fahrer schon etwas häufiger, aber die Zahl der Kfz-Unfälle ist hierzulande bis auf weiteres nicht zu toppen.

Zum Thema Rennrad + Radweg in der politisch unkorrekten Version siehe auch die Rubrik Radschlag (http://veloclub-sins.ch/dud_sonderweg.html) in der Tour (http://tour-magazin.de/). :D

OneTimePassword
23.03.2007, 17:01
6000 Unterschriften:daumen

Sgt.Samson
23.03.2007, 20:52
Das Fahrradwege und Bürgersteige meist ungeeignet, unübersichtlich und gefährlicher sind ist richtig. Ich hoffe aber trotzdem dass die Nutzungspflicht bestehen bleibt, denn es gibt jetzt schon genug Radfahrer die gemütlich wo sie nur können auf der Straße fahren und den gesamten Verkehr blockieren. Da muss eine andere Lösung her.

Interlink
23.03.2007, 21:37
Ich weiß nicht, wieso manche Autofahrer so viel Panik vor Radfahrern auf der Fahrbahn haben, dass sie ihnen das auch nach Ansicht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) (http://www.cycleride.de/petition/#dagegen) häufig sicherere Fahren auf der Fahrbahn verwehren möchten.

Btw.: Die Verwendung der Abkürzung BaSt (http://www.bast.de/cln_007/nn_42540/DE/Home/homepage__node.html?__nnn=true) in der Petition halte ich ohne Erläuterung für ungeschickt. Das ist nur was für Abkürzungs-Fanatiker.

OneTimePassword
23.03.2007, 22:03
Die Trachtentruppe sollte die mal anhalten und abkassieren !vllt. doch lieber sowas, da ist deutlich mehr zu holen. :rolleyes

Vor der Vollsperrung hatten die Beamten noch eine Geschwindigkeitskontrolle zwischen der Rastanlage Göttingen Ost und der Anschlussstelle Göttingen in einer Tempo-100-Zone aufgebaut. Insgesamt 373 Raser erwischte die Polizei, 115 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Der schnellste Fahrer war mit Tempo 192 über die Autobahn gerast.
http://www.focus.de/panorama/welt/drogenkontrolle_nid_44833.html


Kein fest installiertes Licht, Rücktrittbremse usw.


11) Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt , gilt abweichend folgendes:
2. der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein.
http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_67.php

und zur Rücktrittbremse sage ich lieber nichts. :evillol

Da muss eine andere Lösung her.Autos verbieten? :D Ich habe aber auch welche. :(

moquai
24.03.2007, 07:58
"...Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt , gilt abweichend folgendes: der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein..."

Was nicht bedeutet, das man ohne Licht fahren darf!
Aber da sieht man mal wieder unsere dämliche Gesetzgebung:
Sehen und gesehen werden ist abhängig vom Gewicht.

OneTimePassword
24.03.2007, 11:12
Wenn man Lese- Verständnisschwierigkeiten hat, muss dann die Gesetzgebung gleich dämlich sein? ;)

"das man ohne Licht fahren darf" Und wer hat das behauptet?

firesoulhc
24.03.2007, 13:13
Ich finde Radfahren auf Radwegen im innerstädtischen Bereich extrem gefährlich:

1. Aus Ausfahrten herausschießenden Autos sind extrem gefährlich, teilweise müssen diese noch die Höhendifferenz vom Grundstück zur Fahrbahn überwinden, und kommen deshalb mit viel Schwung an - kann man also eigentlich nix gegen sagen.

2. Autos, die auf eine Hauptstraße einbiegen wollen, blockieren mit ihrer vollen Länge Rad- und Fußweg. - Man muss dazu sagen, dass es aber viele Autofahrer gibt, die sehr vorausschauend sind, und wenn sie dich auf dem Radweg kommen sehen den Rückwärtsgang einlegen

3. Radwege sind oft eine Teerschicht oder Pflastersteine mit sehr schlechtem Unterbau. Viele Baumwurzeln machen diese Wege zu einem einzigen Huckel, Loch und Hindernisparkur. Das schränkt die Effektivität des Radfahrens stark ein. Zusätzlich ist es relativ gesundheitsschädlich durchgeschüttelt zu werden. (Quelle: http://www.lustaufzukunft.de/pivit/comfort/default.html)

4. Diese als Radwege gekennzeichneten Bahnen halten oft nicht mal die Mindeststandards für die Hindernisfreiheit und Mindestbreite ein. Ich kann nicht auf 40cm Radweg fahren. Schilder an nahe stehenden Pfählen erhöhen auch noch die Gefahr mit dem Kopf dagegen zu fahren. Sehr toll sind auch Die Schilder "getrennter Rad und Fußweg" Diese stehen meist mitten zwischen Rad- und Fußweg und sind daher oft eine Quelle für Unfälle.
-->Dazu muss man noch anmerken, dass viele Hindernisse(z.b. Baugruben) oft nicht ausreichend gesichert sind. Es fehlt sowohl reflektionsflächen als auch periosdisch leuchtende Baulampen. Sehr gefährlich in nicht ausreichende belecuchtetem Verkehrsraum. Meine Radlampe ist zumindest nicht so hell und hat nicht die Reichweite eines Autoscheinwerfers um solche unbeleuchteten Hindernisse frühzeitig zu erkennen.

5. Radwege müssten öfter geräumt werden. Flaschenscherben liegen oft Wochenlang auf diesen Wegen. Schnee und Eis lassen mich auf der Straße fahren, die - schön mit Salz bestreut - gut befahrbar ist. Die Autofahrer regen sich dann auf. :rolleyes Ich kann aber nicht auf einem mit 30cm behäuften Schnee und vereistem Radweg fahren. Dazu kommt dann noch der geräumte Schnee von der Fahrbahn, der sich auf den Radweg häuft.


-->Ich bin aber nicht generell für die Abschaffung der Benutzungspflicht von Radwegen,
sondern eher dafür mehr Gebrauch von den zur Verfügung stehenden Mitteln zu machen:

Die blauen Schilder, die die Benutzungspflicht fordern, weniger aufstellen. Dafür die Radwege mit Fahrradzeichen markieren. Dann darf man diese - nur für den Radverkehr freien- Wege benutzen. Muss man aber nicht.
Auf breiten Fahrbahnen am rand solche markierten Radfahrbahnen aufbringen und bei neuen Verkehrsplanungen den Fußweg verkleinern, und lieber die Fahrspur um 1,5 m verbreitern und dort diese Radwegmarkierung aufbringen. So ist man schon mal weiter im Blickfeld des Straßenverkehrs, dieser kann überholen, und die gefährliche "Ausfahrtproblematik" tritt nicht mehr in der Form auf.

Kein Verständnis habe ich für Autofahrer die haarscharf überholen.
Außerdem wundert es mich, wenn Autofahrer meckern, man solle den "Radweg" benutzen, obwohl der Fußweg nur mit einem "Radfahrer frei"-Schild gekennzeichnet ist.

Ich finde, dass auf Schnell- und Durchgangsstraßen Radwege vorhanden sein müssen, um den Verkehr nicht zu behindern. Daskann man aber nur machen, wenn es wenige "Grundstücksausfahrten" gibt.

Ansonsten finde ich die Variante mit dem markierten Radwegbereich auf der Autospur die bessere Lösung, die außerdem billiger ist und weniger Bauaufwand fordert.

moquai
24.03.2007, 14:36
Wenn man Lese- Verständnisschwierigkeiten hat...Stimmt, die treffen wohl auf Dich zu.
Lese meine Aussage nochmals ganz genau durch und Du wirst dann vielleicht zum Kreis der Allwissenden gehören. ;)

Jeden Tag, so um 05:50, begegnen mir 2 solche hirnlose Lutscher.
Die meinen, sie seien Superman und brauchen kein Licht.

Fahren die auf dem Fahrradweg?
Nein, auf der Straße! Hoffentlich bleibt mal ein Autofahrer hängen!

baFh
24.03.2007, 14:54
Jeden Tag, so um 05:50, begegnen mir 2 solche hirnlose Lutscher.
Die meinen, sie seien Superman und brauchen kein Licht.

Fahren die auf dem Fahrradweg?
Nein, auf der Straße! Hoffentlich bleibt mal ein Autofahrer hängen!

feine wortwahl, wirklich gelungen :freak und für den letzten satz gehört dir der führerschein entzogen! auf einen unfall anderer verkehrsteilnehme zu hoffen ist krank!

@topic
ich will ja jetzt nicht auf therapheut oder so machen, aber das wort rücksichtnahme scheint hier mindestens 95% der poster unbekannt zu sein. und wie schon voher mal gepostet, immer scheinen die anderen verkehrsteilnehmer, die nicht zu meiner gruppe gehören, die schuldigen zu sein.

moquai
24.03.2007, 15:01
feine wortwahl, wirklich gelungen :freak und für den letzten satz gehört dir der führerschein entzogen! auf einen unfall anderer verkehrsteilnehme zu hoffen ist krank!Wenn Du wegen solchen Spacken einen Haken schlagen mußt, dann möchte ich mal DEINE Reaktion sehen.
Aber Du hast ja bestimmt noch nie gedacht: "Was für ein Idiot."
Ach so: Was für ein Führerschein? Und merke: Nur aus Schaden wird man manchmal klug.

OneTimePassword
24.03.2007, 15:08
Stimmt, die treffen wohl auf Dich zu.
wirklich?



Aber da sieht man mal wieder unsere dämliche Gesetzgebung:
Sehen und gesehen werden ist abhängig vom Gewicht



Wenn man Lese- Verständnisschwierigkeiten hat, muss dann die Gesetzgebung gleich dämlich sein?


und jetzt? Wo steht im Gesetz, dass man ohne Licht fahren darf und (Sehen) und gesehen werden vom Gewicht abhängig ist? :rolleyes


Was für ein Führerschein?
der war gut.

moquai
24.03.2007, 15:24
Also, nochmal gaaaaaaaanz langsam:

"...Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt , gilt abweichend folgendes: der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein..."

FAZIT: Bei einem Rennrad mit einem Gewicht > 11kg muß ein Licht fest angebracht sein.
Was bedeutet dies für "Unter_11 kg-Fahrrad_Fahrer? Genau, VIELE fahren ohne!

OneTimePassword
24.03.2007, 20:44
Es gibt keine Rennräder mit einem Gewicht > 11kg, vllt. noch im Museum. ;)


Was bedeutet dies für "Unter_11 kg-Fahrrad_Fahrer?"
Nur für "Unter_11 kg-Rennrad_Fahrer". Die dürfen eine Akkubeleuchtung verwenden, die aber erst im Dunkeln ans Rad montiert und benutzt werden muss. Würdest Du ohne Licht im Dunkeln fahren auch wenn das erlaubt wäre?

moquai
25.03.2007, 08:49
Ja, würde ich nicht, aber wie gesagt: VIELE machen es trotzdem.
Ich habe an meinem Rad auch eine Akkubeleuchtung, die aber immer montiert ist.
Und die wird auch angemacht wenn es DUNKEL ist.

Sgt.Samson
25.03.2007, 11:58
Ehrlich gesagt habe ich starke Zweifel, dass das Fahren auf der Fahrbahn im Endeffekt wirklich sicherer ist. Auf vielen engen und unübersichtlichen Stadtstraßen und Reihen von parkenden Autos würden Radfahrer in 50er Zonen von Autofahrern in kritischen und knappen Situationen überholt werden. Dies betrifft sowohl Hauptverkehrs- als auch Seitenstraßen, 30er Zonen und Landstraßen. Es würde zu vermehrten Zusammenstößen entgegenkommender Verkehrsteilnehmer und Stürzen bzw. Kollisionen mit Radfahrern kommen (direkte Kollisionen von hinten, seitliche Zusammenstöße bzw. Abdrängen, Auffahren des Fahrradfahrers durch abruptes Bremsen von KFZ), die weitaus erheblichere oder gleiche Verletzungen mit sich bringen würden als die bisherigen Unfälle.
Desweiteren behindern sie, wie schon in meinem ersten Post erwähnt, den Verkehrsfluss teilweise erheblich. Ich bin neulich einen halben Kilometer hinter einem Radfahrer her gefahren, der partout nicht auf den Gehweg wechseln wollte, trotz so starken Gegenverkehrs, das ein sicheres Überholen nicht möglich war - das ist fast schon Verkehrsgefährdung.

Bevor jetzt das "typischer Autofahrer"-Kommentar kommt: Ich bin von der 6. Klasse an fast bis zum Abitur durchgehend Rad gefahren - jeden Tag ca. 12 km, 200 Tage im Jahr, durch den wildesten Berufsverkehr einer Großstadt und habe dabei nur selten scharf bremsen müssen, trotz Durchschnittsgeschwindigkeiten von 25-30 km/h (im Stadtverkehr und auf Radwegen, Ampeln inklusive wohlgemerkt). Bin also ein erfahrener Radler - im Auto erst seit ca. 2 Jahren unterwegs.
Obwohl die Radwege teils wirklich dumm und gefährlich konstruiert sind kann man auf ihnen sicher fahren, wenn man folgende Regeln beachtet: Die Bremsen müssen in gutem Zustand sein und innerhalb kürzester Zeit das Rad zum stehen bringen ; Rote Ampeln müssen OHNE AUSNAHME beachtet werden ; Ein richtig angebrachtes Licht vorne und hinten schon ab Dämmerung ist PFLICHT und die letzte und wichtigste Regel: Man muss jederzeit wissen was um einen rum gerade passiert - d.h.: Von wo können sich Fahrzeuge/Radfahrer/Fußgänger nähern, in welche Richtung können/wollen sie sich bewegen. Wer dann noch Augen und Ohren benutzt ist in den meisten Fällen auf der sicheren Seite und zumindest sicherer als bei Benutzung der Hauptstraßen. Mag sein dass es Städte und Orte gibt in denen eine Abschaffung gerechtfertigt wäre, aber hier ist es zumindest nicht so.

mmic29
25.03.2007, 13:19
Ich persönlich meide Radwege innerorts, die auf dem Bürgersteig verlaufen. Wenn sie Teil der Fahrbahn, also quasi auf der Fahrbahn markiert sind, sieht es anders aus.

Grund: selbst mit meinem Rocky Mountain erreiche ich auf Asphalt locker deutlich über 50 km/h und da hab ich sicher keine Lust, um Haaresbreite an Grundstücksausfahrten und Kinderwägen vorbeizufahren. Die betreffenden Mütter sicher auch nicht :rolleyes .

Die Konzipierung mancher Radwege orientiert sich eben an der "normalen" Hausfrau, die mal eben mit ihrem Kettler-Chopper zum Einkaufen fährt und nicht an Leuten, die mit ihrem Rad Sport betreiben. Von daher fühle ich mich auf der Straße sicherer, auch wenn der eine oder andere Autofahrer einen anfeindet oder dicht überholt.

Mfg mmic29

Sgt.Samson
25.03.2007, 14:09
Wenn du damit wirklich 50 km/ fährst ist das ja auch keine große Sache, 97 % der Radler kommen aber über die 30 nicht raus, erst recht nicht auf längeren Strecken :)

OneTimePassword
25.03.2007, 14:22
Auf vielen engen und unübersichtlichen Stadtstraßen und Reihen von parkenden Autos würden Radfahrer in 50er Zonen von Autofahrern in kritischen und knappen Situationen überholt werden.Mehrheit der Autofahrer kennt sich mit StVO aus. Obwohl man das aus diesem Fred nicht rauslesen kann. :rolleyes


Desweiteren behindern sie, wie schon in meinem ersten Post erwähnt, den Verkehrsfluss teilweise erheblich. Ich bin neulich einen halben Kilometer hinter einem Radfahrer her gefahren, der partout nicht auf den Gehweg wechseln wollte, trotz so starken Gegenverkehrs, das ein sicheres Überholen nicht möglich war - das ist fast schon Verkehrsgefährdung.Das ist nur deine Interpretation von Begriffen "Behinderung" und "Verkehrsgefährdung" und noch völlig falsche dazu. :(

Interlink
25.03.2007, 16:06
...
Ehrlich gesagt habe ich starke Zweifel, dass das Fahren auf der Fahrbahn im Endeffekt wirklich sicherer ist. Auf vielen engen und unübersichtlichen Stadtstraßen und Reihen von parkenden Autos würden Radfahrer in 50er Zonen von Autofahrern in kritischen und knappen Situationen überholt werden. Dies betrifft sowohl Hauptverkehrs- als auch Seitenstraßen, 30er Zonen und Landstraßen.
Wer unter Überholzwang leidet, sollte sich in professionelle Behandlung begeben und solange seinen Lappen abgeben.
Es ist übrigens Stand der Verkehrsplanung, in 30er-Zonen normalerweise keine Radwege anzulegen.


Es würde zu vermehrten Zusammenstößen entgegenkommender Verkehrsteilnehmer und Stürzen bzw. Kollisionen mit Radfahrern kommen (direkte Kollisionen von hinten, seitliche Zusammenstöße bzw. Abdrängen, Auffahren des Fahrradfahrers durch abruptes Bremsen von KFZ), die weitaus erheblichere oder gleiche Verletzungen mit sich bringen würden als die bisherigen Unfälle.

Märchenstunde, die auch von den diesbezüglichen Studien der BAST nie unterstützt wurde. Die Unfälle im Längsverkehr spielen beim Radfahren innerorts AFAIK praktisch keine Rolle (um und unter 1%).
Die Unfälle mit dem Gegenverkehr sind sogar noch seltener, da man sich sieht. Daher auch die nach langem Palaver mancher Bedenkenträger in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegebenen Einbahnstraßen, die man inzwischen in zahlreichen Städten sehen kann.


Desweiteren behindern sie, wie schon in meinem ersten Post erwähnt, den Verkehrsfluss teilweise erheblich. Ich bin neulich einen halben Kilometer hinter einem Radfahrer her gefahren, der partout nicht auf den Gehweg wechseln wollte, trotz so starken Gegenverkehrs, das ein sicheres Überholen nicht möglich war - das ist fast schon Verkehrsgefährdung.

Solange der Radfahrer nicht unter 10 ist, darf er nicht einmal auf den Gehweg wechseln. Ich bin mit dem Auto zwar schon minutenlang hinter Treckern hergezockelt, aber noch nie hinter Radfahrern.


Bevor jetzt das "typischer Autofahrer"-Kommentar kommt: Ich bin von der 6. Klasse an fast bis zum Abitur durchgehend Rad gefahren - jeden Tag ca. 12 km, 200 Tage im Jahr, durch den wildesten Berufsverkehr einer Großstadt und habe dabei nur selten scharf bremsen müssen, trotz Durchschnittsgeschwindigkeiten von 25-30 km/h (im Stadtverkehr und auf Radwegen, Ampeln inklusive wohlgemerkt). Bin also ein erfahrener Radler - im Auto erst seit ca. 2 Jahren unterwegs.

Wer mit einem hohen Anteil innerstädtischer Radwegen einen 30er Schnitt fährt, bekommt das normalerweise nicht ohne mehr oder weniger hohe Gefährdung von Fußgängern hin. Auf Bordsteinradwegen schon gar nicht. Gängige Rechtssprechung sieht für straßenbegleitende Radwege übrigens eine maximale Geschwindigkeit von ca. 25km/h vor. Wenn man diese Betrachtungen zu Schnitt- und Höchstgeschwindigkeit auf seinen Fahrstil im Auto überträgt, hat man übrigens ein gefährliches Problem, und das nicht nur mit dem Flensburger Punktekonto.


Obwohl die Radwege teils wirklich dumm und gefährlich konstruiert sind kann man auf ihnen sicher fahren, wenn man folgende Regeln beachtet: Die Bremsen müssen in gutem Zustand sein und innerhalb kürzester Zeit das Rad zum stehen bringen ; Rote Ampeln müssen OHNE AUSNAHME beachtet werden ; Ein richtig angebrachtes Licht vorne und hinten schon ab Dämmerung ist PFLICHT und die letzte und wichtigste Regel: Man muss jederzeit wissen was um einen rum gerade passiert - d.h.: Von wo können sich Fahrzeuge/Radfahrer/Fußgänger nähern, in welche Richtung können/wollen sie sich bewegen. Wer dann noch Augen und Ohren benutzt ist in den meisten Fällen auf der sicheren Seite und zumindest sicherer als bei Benutzung der Hauptstraßen. Mag sein dass es Städte und Orte gibt in denen eine Abschaffung gerechtfertigt wäre, aber hier ist es zumindest nicht so.
Rate mal, warum "Autostraßen" am liebsten so konstruiert werden, dass man seine Aufmerksamkeit den Dingen schön nacheinander sortiert zuwenden kann.
Da gelten Prinzipien wie:
- Erst einordnen und dann abbiegen.
- Die Sichtverhältnisse an Kreuzungen müssen möglichst frühzeitig einen Überblick auf den Querverkehr gestatten.
- Mitten auf Fahrbahnen stehen keine Bäume, Stahlpoller und Verkehrszeichen herum.
- Fußgänger müssen erst einmal eine auch im Tran gut bemerkbare Kante passieren, um vor das Auto laufen zu können

Übrigens war das Verhalten von Radfahrern auf der Fahrbahn um Klassen besser, als es noch keine Radwege gab.
"Kreative" Radwegeführungen üben früh ein, dass es auf dem Fahrrad nicht so darauf ankommt, ob man auf Bürgersteigen fährt und ob das nun links oder rechts der Straße stattfindet. Auch das Verhalten beim Abbiegen an Kreuzungen wird dadurch nicht gerade positiv beeinflusst. Was beim Radweg klappt, muss doch auch für die Fahrbahn gut sein. :freak
Leider findet Verkehrserziehung mit dem Fahrrad in den Schulen nicht gerade häufig statt. Und wenn, dann häufig nicht gerade sehr kompetent, sondern z.B. nach der Devise "immer rechts außen fahren", auch wenn das z.B. an parkenden Autos zu den absoluten Todsünden des sicheren Radfahrens gehört.

Eines der Radwege-Highlights an meinem derzeitigen Wohnort führt über ca. 200m immer wieder in 0cm Abstand an den Türen geparkter Autos vorbei. Dabei passiert man u.a. auch einen hübschen Glascontainer mit Scherben drumherum und ein Schild "Fahrradfreundliche Stadt ...". :D

mmic29
25.03.2007, 18:01
Wenn du damit wirklich 50 km/ fährst ist das ja auch keine große Sache, 97 % der Radler kommen aber über die 30 nicht raus, erst recht nicht auf längeren Strecken :)

Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich meine keinen 50er-Schnitt :lol . Wäre selbst auf dem Rennrad astronomisch. Aber wenn ich meinetwegen innerorts fahre und es geht beispielsweise leicht bergab, sind 50km/h kein Problem, und das gilt wohl für einige von uns. Und dann möchte ich eben nicht in das kleine Kind oder den Kinderwagen reinfahren, der gerade gedankenlos über den Radweg oder aus der Grundstücksausfahrt rausgeschoben wird. Über PKWs, die irgendwelche Ausfahrten verlassen, reden wir lieber erst gar nicht.

@Interlink: gerade das, was Du im letzten Absatz schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Da kreuzen Radwege Querstraßen mit hohen Bordsteinen oder enden plötzlich im Nichts, die von Dir zitierten Glascontainer sind auch eine tolle Sache. Nicht zuletzt auch die Radwege, die vor Bushaltestellen vorbeigehen. Man fährt quasi automatisch in die wartende Menge herein :lol.

Ich fahre im Sommer aus Trainingszwecken oftmals mit 28"-Rennradbereifung auf meinem MTB. Und da kannst Du nicht plötzlich riesenhohe Bordsteine rauf oder auf (schlecht verlegtem) Verbundpflaster fahren.

Mfg

BessenOlli
26.03.2007, 20:14
So ein Käse. Da geht es ja nur darum dass die Radfahrer auch auf der Fahrbahn fahren dürfen, selbst wenn Radwege da sind.

Ich dachte es ginge darum dass man auch auf z.B. dem Bürgersteig fahren darf. In diesem Fall hätte ich mich an der Petition beteiligt. Auch wenn das liebe Deutschland sowieso mit aller Gewalt verhindert dass die Bürger etwas zu sagen haben.

Naja. Ich fahr weiter über die Bürgersteige. Solange die Grünen keine Freerider in den Dienst nehmen ist es mir ziemlich egal dass der Staat meint ich müsste zwischen den TDIs rumfahren.

Die Fahrrad-Polizisten die es mancherorts gibt sind eh der größte Witz. Da erzählt man dass die Leute doch das Auto stehen lassen sollten und als nächstes zockt man dann die Leute ab die sich daran halten.

Interlink
26.03.2007, 20:59
Radfahrer-Minderwertigkeitskomplex?
Lass mich raten: Du fährst mit dem Rad weder regelmäßig zur Arbeit noch zur Schule noch zum Einkaufen oder Behörden?

Razor23
26.03.2007, 21:22
Die Fahrrad-Polizisten die es mancherorts gibt sind eh der größte Witz. Da erzählt man dass die Leute doch das Auto stehen lassen sollten und als nächstes zockt man dann die Leute ab die sich daran halten.

Du wirst abgezockt, nur weil du Fahrrad fährst?

mmic29
26.03.2007, 21:34
Wird er mit Sicherheit nicht. Nur die paar roten Ampeln und Fußgängerzonen belasten wahrscheinlich das Budget etwas ;) .

Mal im Ernst: schwarze Schafe gibt es sowohl bei Autofahrern, Radfahrern als auch bei Fußgängern. Pauschalisierungen bringen hier überhaupt nichts. Man kann die Situation nur überblicken, wenn man auf allen Seiten mal unterwegs war.

Razor23
26.03.2007, 21:39
Ja, diese "ich werde abgezockt" Mentalität findet man bei Autofahrern ja genauso.

JulesBärle
27.03.2007, 11:07
Salut,

in der Stadt auf dem Radweg zu Radeln geht eindeutig nur im Bummeltempo, alles andere ist mir viel zu gefährlich. Entweder riskiert man die eigene Gesundheit oder die anderer und dann ist man wegen der Gefährdungshaftung sowieso dran. Muß also nicht sein. Zudem sind die Radwege teils in erbärmlichem Zustand und schon deshalb zu gefährlich. Außerhalb der Stadt nutze ich wenn möglich gerne Radwege oder parallel verlaufende Landwirtschaftswege, aber nicht Sonntagnachmittags wenn Heerscharen von Fußgängern, Kinderwagen oder Skater unterwegs sind. Ist ebenfalls zu gefährlich und macht auch keinen Spaß. Klingelt man oder klingelt man nicht, falsch ist es eh immer.

Was mir beim Radeln immer wieder auffällt, daß man als Radler in Ländern wie Italien oder Frankreich überhaupt keine Probleme hat, man wird als Verkehrsteilnehmer akzeptiert und auch so behandelt. Nur bei uns meint jeder, die Straße gehöre ihm, scheint ein typisch deutsches (und anscheinend österreichisches) Problem zu sein.

Viele hier an der Diskussion beteiligten User scheinen nach Durchlesen des ganzen Freds augenscheinlich recht wenig Ahnung vom Radeln selbst zu haben, insbesondere nicht vom etwas zügigeren Fahren wie z.B. mit dem Rennrad. Wie könnte man so manche abstruse Meinungen sonst deuten?

Aber dem könnte man abhelfen. Vielleicht sollte sich diese User mal bemüßigt fühlen und mal einen Monat lang den Weg zur Arbeit und die ganzen Wochenenden nur auf dem Rad zu verbringen und sich mit den ganzen Gegebenheiten aus Sicht der Radler mal auseinanderzusetzen, angefangen von den fahrbaren Geschwindigkeiten, dem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmern, den leider oft notwendigen Umwegen bis zu den oftmals recht drolligen Fahrbahnbelägen. Könnte vor allem der meist viel zu fetten Fastfoodundpcgeneration nicht schaden, genauso wenig wie den Politikern, die mangels eigener Erfahrung Gesetze und Vorschriften für Radfahrer erlassen. Ich bin sicher, das würde im Falle des Überlebens zu einem Umdenken führen.


Ich fahre übrigens täglich zur Arbeit, Winters (mit Trekkingrad) wie Sommers (Rennrad). Fahrleistung p.a. 8.000-12.000 km

BessenOlli
27.03.2007, 19:55
Ja, diese "ich werde abgezockt" Mentalität findet man bei Autofahrern ja genauso.

Und auch da trifft sie oft zu. Uns selbst wenn sie nicht zutrifft ist es noch immer eine bessere Mentalität als unreflektierte Obrigkeitshörigkeit.

Aber was erwarte ich denn von Leuten die sich von Berlin auch ihre Währung, ihre Rechtschreibung, ihre Ladenöffnungszeiten und ihre Steuern nach Belieben diktieren lassen. *g*

Wintermute
28.03.2007, 15:32
Das sind dieselben Berliner die den Hools "diktieren" dich nicht bei jedem 2ten Spiel zum Krüppel zu schlagen. ;)

BessenOlli
28.03.2007, 15:37
@ Wintermute

Das ist aber jetzt ein ungeschicktes Argument, da die von mir aufgezählten Punkte darauf anspielten, dass diese Dinge in den USA eben NICHT so wie hier diktiert werden.

Wo gibt es nun weniger Hools - in den USA oder in Europa? *ggg*

edit// Aber ich will das Thema nicht sprengen. Wer Fragen hat findet alle Antworten hier:

http://usaerklaert.wordpress.com/2006/06/25/die-grobstruktur-der-usa-oder-wo-man-vor-bush-am-sichersten-ist/

http://usaerklaert.wordpress.com/2006/10/23/warum-abgeordnete-und-viele-beamte-in-den-usa-direkt-gewahlt-werden/

http://usaerklaert.wordpress.com/2007/03/26/police-officer-sheriff-trooper-der-aufbau-der-us-polizei/

Ansonsten, PN an mich. ;)

olly3052
28.03.2007, 15:48
Bleibt bitte beim Thema.

Gruß

olly

Wintermute
28.03.2007, 16:05
@Olli:
Deswegen der ;). Das sollte nur sagen das man eben zwischen Regelung und Diktion unterscheiden muß. Oft wird so Argumentiert, das man eben jene Gesetze die einem passen als wunderbar hinstell, alles andere aber als "Diktion" abtut.
Deswegen finden 95% aller Debatten auch auf einem abstrakten, populistischen Leven statt, da jeder nur das hören will, was für ihn am Besten ist. Nicht das, was für die Allgemeinheit am besten wäre. So auch mit den Radwegen und der Benutzungspflicht.

BessenOlli
28.03.2007, 17:05
@ Wintermute

Ich bin aber nicht "man", mir sind einfach Prinzipien wichtig. Ich halte den Euro bzw. eine europaweite Währung für eine gute und wichtige Sache. Und trotzdem halte ich es einfach für absolut falsch, dass bei sowas das Volk keinen Einfluss auf den Wechsel hatte. Und die Rechtschreibreform ist mir praktisch egal, aber auch hier hat der Staat einfach gemacht was er für richtig hielt. Und das ist einfach nicht richtig, nicht nach meinem Verständnis.

Und weil ich inzwischen ziemlich sesibilisiert bin was derartige Vorgänge angeht nutze ich jede mehr oder weniger sinnvolle Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass es auch ganz anders geht.

Ich finde es schlimm mit welcher Selbstverständlichkeit man hier davon ausgeht, dass es die beste Lösung sei, wenn irgendwer in Berlin einem z.B. in einer kleinen Stadt im Kreis Aachen verbietet, z.B. auf dem Bürgersteig mit dem Fahrrad zu fahren. Die Leute die das entscheiden fahren selber vermutlich seit Jahrzehnten gar kein Fahrrad mehr, und die "Radwege" in z.B. meiner Stadt kennen die noch nicht mal in der Theorie. Ich kenne die, und es sind wahre Todesfallen (wie fast überall in Deutschland).

Es geht mir auch dabei einfach um das Prinzip, da ich selber ohnehin meist nur Waldwege (und den Wald an sich *g*) zum Rad fahren benutze. Ich habe aber volles Verständnis für Leute die auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen mit dem Fahrrad fahren. Und wenn ich im TV sehe wie die Grünen einem alten Mann 20 Euro abknöpfen weil er mit seinem Hollandrad gemütlich durch eine Fußgängerzone gefahren ist, dann frage ich mich wodurch das überhaupt legitimiert wird und wo da die Verhältnismäßigkeit sein soll. Und genau sowas ist meiner Meinung nach Abzocke. Da halte ich (wenn überhaupt) eine freundliche mündliche Verwarnung für angemessen.

Gleiches gilt für diese fragwürdige Regelung, die besagt, dass man als Radfahrer ab einem bestimmten Promillewert seinen Führerschein verliert. Nach dem Motto "Och ich bin sowas von besoffen, da nehm ich doch besser das Auto als das Fahrrad". Bei jemandem der offensichtlich sein Rad nicht mehr im Griff hat würde ich da eine Geldstrafe für angemessen halten. Aber so jemandem den Führerschein wegzunehmen halte ich für Irrsinn und das ultimative Beispiel dafür, dass unsere Politiker maßlos überschätzt werden, was ihren Sachverstand angeht.

Naja, soviel zu meiner Position was Radfahren in Deutschland angeht. Ach war das schön in den Ferien in Holland Rad zu fahren... *g*

Wintermute
29.03.2007, 01:10
@Olli:
Jetzt zitiere ich zum zweiten mal dasselbe von mir selbst:

Nach all eurer Stresserei:

Das Problem liegt doch eher an den schlecht benutzbaren Radwegen. Was bringen mir Radwege wenn nicht die Pflicht besteht diese auch zu verwenden?
Wie wär´s wenn man sich eher darüber Gedanken machen würde diese zu optimieren oder sicherer zu machen anstatt die Radler wieder auf die Straße zu scheuchen?


Schön, wie sich so ein Thread im Kreis drehen kann.

BessenOlli
29.03.2007, 02:29
Da sehe ich nun den Zusammenhang nicht, Wintermute.

Deine Meinung ist also offenbar:
Radwegpflicht ja, aber Radwege "optimieren".

Meine Meinung ist:
Solange die Radfahrer nicht fahrlässig handeln sollen sie fahren wo sie wollen (Radweg, Strasse, Bürgersteig, Fußgängerzonen - was ja alles ohnehin dem Steuerzahler bzw. Volk gehört). Wenn den Staat das stört soll er doch die Radwege tatsächlich "optimieren" bzw. für bessere Alternativen sorgen. Dann fahren die Radfahrer von ganz alleine da wo sie sollen. Oder glaubst du dass Bürgersteige und Auto-Fahrbahnen den Traum eines jeden Fahrradfahrers darstellen?

Wenn man sich aber mal anguckt wie ein Radweg auszusehen hätte (Holland; getrennt von der Fahrbahn), dann wird klar, dass man dazu weite Teile der deutschen Strassen teilweise abreissen müsste. Bisher haben wir ja gar keine echten Radwege, sondern bestenfalls Markierungen auf der eigentlichen Auto-Fahrbahn, die nur dazu dienen, dass man sagen kann, man hätte ja einen "Radweg" zur Verfügung gestellt. Na klasse, bravo! Ich glaube kaum dass sich da jemals ändert. Das ganze Konzept wurde von Anfang an vermasselt. Eigentlich typisch für unseren Staat...

JulesBärle
29.03.2007, 08:28
Salut,

dazu paßt auch gut folgendes: in der Stadt in der ich wohne, hat jahrzehntelang ein Stadtrat als Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr 'Meinung' gebildet und den unmündigen Bürgern gesagt, wie sie sich im Verkehr zu verhalten haben. Gleicher Stadtrat war in dieser Baden-Württembergischen Stadt über sehr lange Zeit verantwortlich für Änderungen an Verkehrsregelungen, Radwegenetzen, Neubauten oder Umbauten zu Gunsten oder zu Lasten der Verkehrsteilnehmer. Dieser Mann besaß nie einen Führerschein und konnte nicht einmal Radfahren. Aber bestimmen konnte er ...

Wintermute
29.03.2007, 13:27
@Olli:
Genauso meine ich das. Entweder man machte die Radwege fit oder man lässt es bleiben.
Gehen wir davon aus das wir gute Radwege hätten:
Dazu müßte man dann den Fußgängern wieder "ditkieren" das sie dort nicht drauf rumlatschen dürfen. Irgendwer wird immer eingeschränkt. Aber hauptsache nicht man selbst.

OneTimePassword
29.03.2007, 14:20
Deine Meinung ist also offenbar:
Radwegpflicht ja, aber Radwege "optimieren".geht leider nicht. :D

BessenOlli
29.03.2007, 14:38
So, inzwischen habe ich mir mal den kompletten Thread durchgelesen.

Mann oh mann, was man da so lesen muss. "Kennzeichenpflicht für Fahrräder". Ich glaube ich sollte mal anfangen für die GreenCard-Lotterie zu sparen. What's next? TüV für Fahrräder? Da sollte sich jedem mündigen Bürger der Magen umdrehen.

Von der Sonderregelung für Rennräder (<11kg) wusste ich bisher auch nichts. Da könnte ich mich auch schon wieder tierisch drüber aufregen. An meinen Freerider soll ja offiziell ein Dynamo... das ich nicht lache.

Die Konsequenz aus unseren "Beleuchtungs-Gesetzen" ist übrigens dass ich komplett ohne Licht fahre. Mir reicht die Straßenbeleutung, und wenn ich mir eine Lichtquelle an mein Fahrrad mache werde ich ja nur noch eher zur potenziellen Zielscheibe von vorbeifahrenden "Freunden und Helfern". Dann hätte ich ja gleich mehrfach Ärger: Fahren auf dem Bürgersteig und ein Fahrrad was nicht der Berliner Vision vom perfekten Fahrrad entspricht.

Was mich angeht ist das Gesetz also ähnlich produktiv wie die Promilleregelung für Radfahrer mit drohendem Führerscheinverlust.

Desweiteren habe ich hier inzwischen den Eindruck dass es starke Unterschiede in Deutschland gibt, was die Zahl der Radfahrer und die Brauchbarkeit von Radwegen angeht. Und das bestärkt mich nur noch mehr in meiner Position, dass die Kommunen mehr Freiräume haben sollten, was Regelungen und Gesetze angeht.
Ganz so wie im bösen, ultrakapitalistischen, kulturlosen, stumpfsinnigen Amerika. *lol*

edit// @ OTPassword: Sag ich doch dass das praktisch nicht ohne einen riesigen Aufwand ginge.

moquai
30.03.2007, 07:49
...TüV für Fahrräder? Da sollte sich jedem mündigen Bürger der Magen umdrehen. Die Konsequenz aus unseren "Beleuchtungs-Gesetzen" ist übrigens dass ich komplett ohne Licht fahre. Mir reicht die Straßenbeleutung...Na dann hoffe doch inständig, dass Dich mal einer mit dem Auto so richtig anfährt, weil er DICH IM DUNKLEN übersieht!

*Mit 23 Jahren sollte man ein wenig mehr die Hirnzellen trainieren*
Denn es geht nicht darum, ob DIR die Straßenbeleuchtung ausreicht!
Ich möchte mal DEINE Reaktion sehen, wenn ich mit dem AUTO ohne Licht fahre!

Und die Promilleregelung sollte auch für Radfahrer gelten, denn diese sind auch Verkehrsteilnehmer!
Warum sollten die nicht so bestraft werden, wie die Autofahrer?
Die Radfahrer kommen ja schon "billiger" weg, wenn sie eine ROTE AMPEL überfahren.

JulesBärle
30.03.2007, 10:52
Desweiteren habe ich hier inzwischen den Eindruck dass es starke Unterschiede in Deutschland gibt, was die Zahl der Radfahrer und die Brauchbarkeit von Radwegen angeht. Und das bestärkt mich nur noch mehr in meiner Position, dass die Kommunen mehr Freiräume haben sollten, was Regelungen und Gesetze angeht.

Da hast du vollkommen recht. Je weniger Verkehr, desto bessere Radwege – auf dem Lande radelt es sich um ein vielfaches besser und sicherer auf Radwegen wie in der Stadt. Dort wo man mangels Verkehr stundenlang auf der Strasse fahren könnte, findet man brokatverzierte Radwege feinster Art. Dort wo man sichere Radwege dringend benötigte, dort findet man keine (z.B. in Stuttgart)

BessenOlli
30.03.2007, 13:57
Na dann hoffe doch inständig, dass Dich mal einer mit dem Auto so richtig anfährt, weil er DICH IM DUNKLEN übersieht!

Ich glaube mit dem Risiko kann ich leben. Keine Ahnung wo du wohnst, aber hier auf dem Land fahren selten Autos auf dem Bürgersteig. Auch nachts nicht. Obwohl hier in NRW auch auf dem Land die Bevölkerungsdichte ziemlich ätzend (für meinen Geschmack) ist.


Denn es geht nicht darum, ob DIR die Straßenbeleuchtung ausreicht!

Doch, darum geht es.


Ich möchte mal DEINE Reaktion sehen, wenn ich mit dem AUTO ohne Licht fahre!

Jetzt wird es langsam lustig. Ist dir wirklich nicht klar dass du in einem Auto ein ungleich gefährlicherer Verkehrteilnehmer bist? Für mich poersönlich wäre aber auch das ziemlich egal, da ich vor dem kurzfristigen Verlassen des Bürgersteiges nachsehe ob mir ein Auto oder sonstwas in die Quere kommen könnte. Und da ich 150% Sehstärke habe würde ich dich ohne Licht sicherlich auch noch auf ausreichende Distanz sehen können. Im Gegensatz zu diversen Leuten über 50, die Nachts fast blind in ihren Autos herumfahren, wo auch das Licht der anderen Teilnehmer nichts dran ändert.


Und die Promilleregelung sollte auch für Radfahrer gelten, denn diese sind auch Verkehrsteilnehmer!

Es ging um die Härte der Strafe.


Warum sollten die nicht so bestraft werden, wie die Autofahrer?

Nochmal: In einem Auto ist man ungleich gefährlicher. Gewissermaßen ist man ein rollender Rammbock mit einem Gewicht von ~1-1,8 Tonnen. Mir ist der gedanke dass ein Alkoholiker das Fahrrad nimmt lieber als der Gedanke dass er auch genausogut das Auto nehmen kann, weil es juristisch eh keinen Unterschied macht. Dir nicht?


Die Radfahrer kommen ja schon "billiger" weg, wenn sie eine ROTE AMPEL überfahren.

Sowas gemeines aber auch. Das Leben ist hart und ungerecht. Meiner Meinung nach heisst das nicht automatisch, dass er fahrlässig gehandelt hat. Ich könnte jedenfalls theoretisch dauernd mit dem Rad über rote Ampeln fahren ohne jemanden zu behindern. Und wer mit dem Rad ohne zu gucken und zu denken über rote Ampeln fährt riskiert sein Leben - was soll da eine härtere Strafe noch bewirken? Das ist eben Eigenverantwortung.

Du solltest dich lieber darüber aufregen dass unser Staat den Bürgern ihr Recht auf Mobilität immer weiter einschränkt bzw. die laufenden Kosten für den bloßen Besitz eines zugelassen PKW trotz ohnehin horrenden Steuern auf Kraftstoffe immer weiter erhöht. Die KFZ-Steuer ist m.E. nicht weniger kriminell als die Kaffeesteuer. (Ich trinke übrigens selbst keinen Kaffee).

moquai
30.03.2007, 14:17
Wie schön, dass Radwege absolut von der Straße abgeschottet sind und man diese niemals überqueren oder kreuzen muß.

Was Du siehst, kann anderen Verkehrsteilnehmern egal sein.
Diese sollen durch die Beleuchtung den Radfahrer eher erkennen, denn das ist auch ein Grund für die Beleuchtung.
Oder warum gibt es sonst RÜCKLICHTER?

Schön, dass Deine 150% Sehstärke bestimmt auch im DUNKLEN vorhanden ist.
Und es gibt bestimmt keine diversen Leute über 50, die Tag und Nacht fast blind mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Und die Härte der Strafe? Genau wie für Autofahrer! Denn Alkohol bleibt Alkohol, egal welches Fahrzeug man fährt!

Hier wird sich auch über schlechte Radwege beschwert. Ich glaube kaum, dass Radfahrer deswegen auf der Straße fahren.
Nein, es geht darum: Radwege gehören abgeschafft, weil ein paar "Ich komme nicht so schnell auf dem Radweg voran Herren" unterwegs sind.

BessenOlli
30.03.2007, 14:57
Hmm. Erst greifst du mich an ("Mit 23 Jahren sollte man ein wenig mehr die Hirnzellen trainieren") und nachdem ich dir meinen Standpunkt erkläre fängst du an irgendwas über Radwege zu erzählen, beziehst dich dabei aber nach wie vor auf mich persönlich.

Ich benutze die Radwege nicht, die hier trotz ländlicher Gegend lediglich eine Alibi-Funktion erfüllen. Ausserdem darf ich die ja auch gar nicht benutzen, da es bauartbedingt unmöglich ist dass mein Fahrrad die geltenden Gesetze der StVO erfüllt. Was soll ich also die Autofahrer behindern, wo ich ja sowieso als Outlaw unterwegs bin und auf den Bürgersteigen alles frei ist?

Und wenn du tatsächlich glaubst dass nachts Menschen aller Sehstärken gleich schlecht sehen dann solltest du mal einen Augenarzt deines Vertrauens aufsuchen.

Auf der Ebene werde ich mit dir nicht weiter diskutieren. Vertrete du die Position die du für richtig hältst, aber dann höre bitte auf dich dabei auf meine Position zu beziehen und diese komplett zu verdrehen.

edit//


Denn Alkohol bleibt Alkohol, egal welches Fahrzeug man fährt!

Wieso nicht gleich auch für Fußgänger die gleichen Strafen und Promillegrenzen einführen? Oder gleich Prohibition. *lol*

moquai
30.03.2007, 15:17
Du verstehst es nicht, was? Es geht um das GESEHEN WERDEN!
"Hirnzellen" --> Das meinte ich auch so. Denn Du pfeifst auf die Beleuchtung und das ist einfach ohne Hirn gedacht!

Deine Definition?
Fußgänger = keine Strafen, der Polizist sagt nur: "Du böser Junge, Du."
Radfahrer = 10 EUR.
Autofahrer = Das volle Programm.

Die Prohibition wird wohl nicht eingeführt, denn der Staat braucht das Geld.

BessenOlli
30.03.2007, 16:42
Nene, ich verstehe es offenbar nicht. Bin einfach zu dumm um deine Geniestreiche zu kapieren. So, Diskussion mit dir vorbei.

PS: Wieso führt ein Link in deiner Signatur zu einer Seite wo man über einem Motorrad "No Rules - No Limits" lesen kann? *lol*

-oSi-
30.03.2007, 17:02
Es wird eine Gleichgültigkeit an den Tag gelegt... :rolleyes
Wenn es dir egal ist, das andere sich nicht sehen oder erst zu spät.
Spätestens, wenn es dich erwischt, wird es dir nicht mehr egal sein.

Was bei Autofahrern ohne Licht gefährlich ist, ist bei Fahrrädern nichts anderes.
Man kann sagen, ich passe ja auf.
Aber, dies trifft nicht immer zu.
Ein Unfall passiert schneller, als man denkt.

OneTimePassword
30.03.2007, 17:45
Die Radfahrer kommen ja schon "billiger" weg, wenn sie eine ROTE AMPEL überfahren.
ja. und? http://www.bussgeldkataloge.de/

Nein, es geht darum: Radwege gehören abgeschafft, weil ein paar "Ich komme nicht so schnell auf dem Radweg voran Herren" unterwegs sind.Wer sagt das denn? Du?

orsa
30.03.2007, 19:07
Das fände ich total Banane. Ich habe mal in Münster studiert, der Fahrradstadt schlechthin mit sehr vielen Radwegen und Radfahrern. Die Radfahrer hatten den gesamten Verkehr im Griff. Die fuhren ohne Rücksicht auf Verluste.
Da wurde man als Fußgänger glatt umgenietet.
Außerdem hätte ich was dagegen, weil Kinder sicherer auf einem Radweg fahren als auf dem Bürgersteig, wo sie Fußgängern ausweichen müssen und die Erwachsenen würden eine schlechte Vorbildfunktion sein, würden sie auf der Straße fahren. Kinder machen alles nach. Das wäre zu gefährlich.
Um auf Brigitta zurückzukommen, klar haben manche Ragwege tiefe Löcher, aber dann fährt man langsamer. Das ist immer noch besser, als dieses enge Überholen der Autofahrer, wenn man auf der Straße fährt. Was ist gefährlicher? Das muß man halt abwägen.
EDIT---------------------
Eines möchte ich doch einmal vorab festhalten: Im Strassenverkehr gibt es Autofahrer, Lastkraftwagenfahrer, Motorradfahrer, Rollerfahrer, Mopedfahrer, Fahrradfahrer, Skateboardfahrer und Fußgänger, die sich nicht an die StVO halten. Manche unbedacht, manche unwissend und wenige auch absichtlich provozieren, weil sie meinen alles besser zu können und zu machen.

Die meisten Verkehrsteilnehmer aller Art halten sich aber an die StVO.

Wenn nun eine Gruppe die andere Gruppe pauschal mit Dreck bewirft, ist das einfach nur primitiv.

Wir müssen einfach alle so gut wie möglich unter einen Hut bekommen, da führt kein Weg daran vorbei.

ge, so wie sie heute existieren sind eindeutig auf den meisten Strecken gefährlicher für Radfahrer, als die Straße. Denn es sind größtenteils zusammengestückelte "Alibi-Fahrradwege", gespickt mit Hindernissen, und oft genug im Nirvana verlaUnd Fahrradweufend/endend.

Ich fahre mein Leben lang Rad, fast täglich, weite und kurze Strecken. Vier wirklich ätzende Situationen hatte ich insgesamt (neben div. "Kleinigkeiten"), alle mit Auto- oder LKW- Fahrern.
1. Ein LKW- Fahrer (mit Anhänger) überholt mich auf freier Landstraße und zieht absichtlich beim einscheren langsamer werdend immer weiter nach rechts, bis nur noch 0,0 mm Platz ist. Und ich - schon auf dem Grünstreifen fahrend - in den Graben abspringen musste.
2. In der Stadt auf einen Kreisverkehr zufahrend, kurz vor dem einfahren in diesen, schert von gegenüber ein Autofahrer aus Der 5. und Letzte in der Schlange dort, weil er es nicht abwarten konnte. Und er fährt an allen vorbei, falsch herum in den Kreisverkehr und kommt mir in voller Fahrt entgegen. Weil ich etwas "gerochen" hatte und eh als schwächerer Verkehrsteilnehmer immer vorausschauend fahre, konnte ich auf den Gehweg springen.
Reine Glücksache dass da nicht mehr passiert ist.
3. Die obligate Autotür, die kurz vor einem auf gemacht wird.
4. Autofahrer überholt kurz vor der Kreuzung, bremst stark ab und biegt ohne zu blinken rechts ab. Also eigentlich auf mich drauf. Hier half nichts mehr, außer einer guten Sturz- und Abrolltechnik.

Ja, es gibt rüpelhafte, blöde Radfahrer. Aber genauso viele/wenige wie Auto -, LKW- Fahrer - usw. auch.

Meinst du nicht auf der Straße ist es etwas gefährlicher als auf dem Radweg?
Und eine Vorbildfunktion für kleinere Kinder, die noch sehr unsicher Fahrrad fahren, wärst du auch nicht gerade, wenn du auf der Straße fahren würdest. Kinder machen nunmal alles nach und das könnte gefährlich werden auf einer Straße und der Gehweg, wo sie auf Fußgänger achten müssen, wäre auch nicht gerade der Hit.
Du hast recht, daß einige Fahrradwege tiefe Löcher haben, aber dann fährt man eben langsamer. Immer noch besser als zu eng von einem LKW auf der Straße überholt zu werden. Was ist wohl gefährlicher? Das ist wohl abzuwägen.

BessenOlli
30.03.2007, 20:56
Oh Nein, bitte nicht. Du fährst bestimmt ohne weil das viel Sicherer und alles andere nur Geschwätz ist. :rolleyes

Nö, ich fühl mich ohne Gurt nackt und bin auch nicht lebensmüde. Aber dass die Polizei Leuten Geld abnimmt nur weil die eben meinen sich nicht anzuschnallen - das finde ich absurd.

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)

That government is best which governs the least, because its people discipline themselves.
(Thomas Jefferson)

OneTimePassword
30.03.2007, 21:14
Absurd ist sowas ohne Kontex zu zitieren. :freak Verbote und Vorschriften gibt es da wo die Leute nicht anderes kapieren. :cool Die Verbote ohne Kontrollen und Strafen sind lächerlich. :evillol

BessenOlli
30.03.2007, 21:21
Nein. Das Verbot, nicht unangeschnallt fahren zu dürfen, ist an sich "lächerlich". Das ist eine staatliche Erziehungsmaßnahme. Dass man sowas bei uns für das Normalste von der Welt hält - zumal das Volk auf derartige Entscheidungen absolut gar keinen Einfluss nehmen kann - finde ich beängstigend.

Sobald man am Steuer nicht mehr rauchen darf wird es nicht mehr lange dauern, dann ist essen und trinken und so weiter auch verboten. Und vielleicht werden die Rückenlehnen ja irgendwann auch ab Werk so festgeschweisst, dass sich jeder so hinsetzen muss, dass er im Falle eines Unfalls möglichst sicher ist. Die Grenzen sind bei sowas fließend...

Hier, ich reisse dir noch ein Zitat aus dem Kontext:

How soon we forget history... Government is not reason. Government is not eloquence. It is force. And, like fire, it is a dangerous servant and a fearful master.
(George Washington)

;)

Interlink
30.03.2007, 21:55
...
klar haben manche Ragwege tiefe Löcher, aber dann fährt man langsamer. Das ist immer noch besser, als dieses enge Überholen der Autofahrer, wenn man auf der Straße fährt. Was ist gefährlicher? Das muß man halt abwägen.
...
Siehe den Text der Petition.
Auch http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html .

Das hat die zuständige Behörde (BAST) bereits abgewogen. Die Sicherheit auf innerörtlichen Radwegen ist im Mittel eher schlechter als auf der Straße daneben. Die Sicherheit auf links der Fahrbahn angelegten Radwegen ist über den breiten Daumen sogar um etwa den Faktor 12 schlechter als auf der (rechten) Fahrbahn.

Da man aber nun vom statistischen Mittel nicht unbedingt auf den Einzelfall schließen kann, sind in diversen Städten eigene Unfallstudien aufgelegt worden. In den 80ern auch in Berlin. Bei Licht besehen mit vernichtendem Ergebnis für die Radwege.
Aber unter dem damals zuständigen Senator Haase hat man in Berlin auch das Kunststück fertiggebracht, mal "nachzuweisen", dass Tempo-30-Zonen eigentlich kaum etwas für die Verkehrssicherheit bringen. Man muss in die Statistik nachträglich nur die Kreuzungen mit den angrenzenden 50km/h - Straßen aufnehmen. Und sie in passenden Auszügen zitiert dem staunenden Publikum präsentieren.

Brigitta
30.03.2007, 22:24
// @ Diskutanten hier
Zu mehr Demokratie und Mitspracherecht besteht schon ein Thread, wer über Überregulierung des Staates im Allgemeinen diskutieren möchte sollte ein eigenes Thema eröffnen, wer über Gurtpflicht reden möchte, der …. aber ich klaube kaum dass so ein Thread hier Überlebenschancen hätte. Und bitte, lasst hier persönliche Sticheleien, Abqualifizierungen und Pauschalisierungen sein, bringt lieber Argumente.

Und zu guter Letzt, wer auswandern will, der soll dies doch bitte tun. Aber nicht ständig in jedem unpassenden Thread darüber reden.
//

@Orsa, willkommen bei Forumbase.

Aber bitte lies Beiträge genau, auch den über mir.
An dieser Landstraße mit dem Lkw gab es keinen Fahrradweg. Und wenn ich sage absichtlich, dann ist dies keine Einbildung sondern eine Tatsache.
Es geht bei den Fahrradwegen nicht nur um Schlaglöcher sondern auch darum, dass sie - so wie sie zum großen Teil existieren - den Städten und Gemeinden als Alibi dienen. Ich kenne u.a. die Wege in München und z.B. hier. In München würde ich sie durchgehend nutzen. Hier nicht, denn ich bin nicht Lebensmüde. Meinen Neffen und Nichten haben die Eltern und auch ich Verkehrsregeln beigebracht. Sie lernten das Radfahren alle auf der Straße, da sie uns doch lebend wichtiger sind. Denn es bringt nichts, wenn von 2 km Schulweg insgesamt 4 zusammengestückelte Radwege mit Hindernislauf zu bewältigen sind, der Rest ist sowieso Straße. Es mag Gemeinden und Städte geben die wesentlich mehr tun und umsichtiger handeln. Aber solange das nicht durchgehend so ist, gefährde ich Kinder mehr, wenn ich ihnen Sicherheit von Fahrradwegen vorgaukle. Ihnen aber nicht zeige, wie man sich mit dem Fahrrad Verkehrsgerecht auf der Straße verhält. Spätestens dann wenn sie einmal alleine fahren, kann ich mir nicht mehr sicher sein, dass sie nur Wege benutzen die ich vorgegeben habe.

PS: Kurzer Hinweis noch, bitte beachte unsere Zitat und Mehrfachpostregeln.

Interlink
30.03.2007, 22:36
Radwege dienen nicht nur als Alibi. Teilweise müssen solche Radwege angelegt werden, um z.B. Fördermittel des Landes zu bekommen. Und das auch bei Tempo-Limit auf 30km/h oder wenn der Platz für die Radwege bzw. -spuren reichlich knapp ist und im Aufklappbereich von Autotüren liegt. Letzteres führt zwar gelegentlich sogar zum Genickbruch, aber kein Radweg - keine Förderung. Den Rat möge ich sehen, der sich dann gegen den/die Radwege entscheidet.

Brigitta
30.03.2007, 22:43
Aus genau diesem Grund nenne ich es auch Alibi-Radweg. Denn es geht nicht um sichere Fortbewegung mit dem Rad und Verkehrssicherung, sondern in dem Fall um Fördermittel.

moquai
31.03.2007, 08:30
Wer sagt das denn? Du?Na, wer hat es denn geschrieben? Richtig - ICH! :D

Es gibt einen guten Spruch:
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

OMaOle
31.03.2007, 17:26
@Brigitta, ich möchte mich hiermit im Namen aller LKW- Fahrer bei Dir entschuldigen.

Es geht auch anders: Als ich am heutigen Vormittag mit 28To. Schotter im Rücken eine schmale Landstraße befuhr befand sich direkt vor mir ein Fahrradfahrer und hinter mir etwa 8 Pkws mit recht eiligen Fahrern die dies durch dauerndes Hupen zum Ausdruck brachten.
Der Fahrradfahrer schaffte es schon nach zirka 7km mich und mit mir alle anderen vorbeizulassen, vielen Dank auch dafür.
Die Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler, neben der Straße gibt es einen gut ausgebauten Radweg, den aber kaum einer benutzt wegen der 2 Wanderer die mit darauf laufen.

Was sagt uns das, es ist besser die Radweg pflicht abzuschaffen, erstens interessiert sie keinen Radfahrer wirklich und ihr Wegfall legitimiert das was ohnehin gang und gebe ist.

Dazu kommt das man dann die Fördergelder für die Radwege sinnvoller einsetzen kann und weniger Aufwand mit der Pflege der Radwege hat.

Das bißchen mehr Blut auf der Strasse macht die Feuerwehr mit weg und gut ist.
Und ja das ist nicht ironisch gemeint.

Jetz is mir besser.

OMaOle

Interlink
31.03.2007, 21:06
Das waren garantiert keine 7km.
Es bestand keine Gefahr außer die von durchdrehendem Kleinhirn hinter dem Pkw-Steuer, somit laut StVO keinerlei Anlass, die Hupe einzusetzen und schon gar nicht "dauernd".
Was sagt Dir, dass der Radweg "gut ausgebaut" ist. Schon mal drauf gefahren? Der Unterbau der meisten Radwege ist im Vergleich mit üblichen Straßen so lächerlich, dass nach einigen Jahren die Wurzeln von Bäumen + Sträuchern für die Verwandlung eine Rüttelpiste sorgen können. Wirklich gute Radwege werden gerne und freiwillig angenommen. Kieslaster im Nacken und hupende Autoschlangen halten nur die ganz Harten für mehr als eine Minute aus.

Der Schwerpunkt der Diskussion lag bislang eher innerorts. Innerörtliche Radverkehrsanlagen sind typischerweise derart kreativ ausgelegt, dass man sich insbesondere als Führerscheininhaber gelegentlich fragen muss, welchen Stoff der Planer beim Planen genommen hat. Oder warum man den Strategen nicht dazu verurteilen kann, das Ergebnis seiner Planungen täglich bis an sein Lebensende mit einem antiken Kettler-Alu-Rad zu benutzen. :evillol

Sgt.Samson
31.03.2007, 21:41
Hallo interlink!
Hatte mich schon gefreut dass jemand einen etwas längeren Beitrag geschrieben hat, aber bin dennoch enttäuscht: Ein Teil deines Posts besteht lediglich aus diffamierenden Äußerungen deinerseits, die mich als aggressiven und unvorsichtigen Autofahrer darstellen sollen, was ganz sicher nicht der Fall ist - ich werde i.d.R. von meinen Mitfahrern gerade für meine souveräne, ruhige und sichere Fahrweise gelobt. Desweiteren bin ich wie gesagt Fahrradfahrer mit über 2200 km/Jahr - für einen Sportradler sicherlich nicht viel, aber für jemanden der es nur als Verkehrsmittel von A nach B nutzt schon. Ich habe denke ich eine relativ objektive Betrachtungsweise auf beide Seiten, einen Eindruck, den ich bei dir nicht habe. Sinnvolle Argumente die für eine Abschaffung der Radwegebenutzunspflicht sprechen finden sich kaum. Ich habe daher auch keine Lust allzu große Zeit daran zu verschwenden, weswegen ich nur kurz auf deine einzelnen Punkte eingehe.

Wer unter Überholzwang leidet, sollte sich in professionelle Behandlung begeben und solange seinen Lappen abgeben.
Es ist übrigens Stand der Verkehrsplanung, in 30er-Zonen normalerweise keine Radwege anzulegen.

Mit "Überholzwang" hat das Ganze sicherlich nichts zu tun - ein Objekt welches sich mit wesentlich langsamerer Geschwindigkeit im fließenden Verkehr bewegt stellt immer ein Sicherheitsrisiko dar. Gerade wenn seine Ausmaße gering sind kann es leicht übersehen werden und wird häufig knapp überholt. Das man in 30er Zonen als Autofahrer darüber hinwegsehen kann, sehe ich ein - überall wo höhere Geschwindigkeiten gefahren werden nicht. Das gleiche gilt übrigens für lahmarschige Roller, die überall behindern und nerven und dann an der nächsten Ampel wieder ganz vorne stehen.


Märchenstunde, die auch von den diesbezüglichen Studien der BAST nie unterstützt wurde. Die Unfälle im Längsverkehr spielen beim Radfahren innerorts AFAIK praktisch keine Rolle (um und unter 1%).
Die Unfälle mit dem Gegenverkehr sind sogar noch seltener, da man sich sieht. Daher auch die nach langem Palaver mancher Bedenkenträger in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegebenen Einbahnstraßen, die man inzwischen in zahlreichen Städten sehen kann.

Mit diesen Einbahnstraßen habe ich auch schon Erfahrung gemacht - ist akzeptabel, da in diesen oft so beengte Verhältnisse herrschen dass mehr als 15-25 km/h gar nicht fahrbar sind. Die Studien der BAST nach Abschaffung der Radwegnutzungspflicht will ich allerdings nicht sehen. Glaubst du wirklich es würde nicht erheblich mehr (vor allem schwerere) Unfälle Kfz kontra Fahrradfahrer geben? Halte ich für Wunschdenken!


Solange der Radfahrer nicht unter 10 ist, darf er nicht einmal auf den Gehweg wechseln. Ich bin mit dem Auto zwar schon minutenlang hinter Treckern hergezockelt, aber noch nie hinter Radfahrern.

Dann hast du anscheinend sehr günstige Verkehrsverhältnisse oder du überholst mit nicht ausreichendem Sicherheitsabstand. Ich weigere mich, einen Radfahrer bei dichtem Gegenverkehr mittels "vorbeiquetschen" zu überholen.
Ich hätte in dieser Situation übrigens garantiert auf den Fußgängerweg gewechselt - das Recht dazu hat man zwar nicht, ich finde es aber ein Unding eine Reihe anderer Leute unnötig zu belästigen.


Wer mit einem hohen Anteil innerstädtischer Radwegen einen 30er Schnitt fährt, bekommt das normalerweise nicht ohne mehr oder weniger hohe Gefährdung von Fußgängern hin. Auf Bordsteinradwegen schon gar nicht. Gängige Rechtssprechung sieht für straßenbegleitende Radwege übrigens eine maximale Geschwindigkeit von ca. 25km/h vor. Wenn man diese Betrachtungen zu Schnitt- und Höchstgeschwindigkeit auf seinen Fahrstil im Auto überträgt, hat man übrigens ein gefährliches Problem, und das nicht nur mit dem Flensburger Punktekonto.

Ich bekomme das ohne jegliche Gefährdung von Fußgängern oder sonstigen Verkehrsteilnehmern hin - in entsprechenden Passagen einfach abbremsen und sich gut umschauen, dann gibt es keine Probleme. Abgesehen davon, dass das Verhältnis Land/Stadt etwa 50:50 ist.
Die üble Nachrede mit dem Auto habe ich jetzt mal überhört.


Rate mal, warum "Autostraßen" am liebsten so konstruiert werden, dass man seine Aufmerksamkeit den Dingen schön nacheinander sortiert zuwenden kann.
Da gelten Prinzipien wie:
- Erst einordnen und dann abbiegen.
- Die Sichtverhältnisse an Kreuzungen müssen möglichst frühzeitig einen Überblick auf den Querverkehr gestatten.
- Mitten auf Fahrbahnen stehen keine Bäume, Stahlpoller und Verkehrszeichen herum.
- Fußgänger müssen erst einmal eine auch im Tran gut bemerkbare Kante passieren, um vor das Auto laufen zu können

Ein Fahrrad ist weitaus besser und genauer manövrierbar als ein Kfz, desweiteren ist seine Geschwindigkeit nicht so hoch. Daher muss man auch mal den ein oder anderen Schlenker in Kauf nehmen. Das mit den Fußgängern stimmt, das Problem hätten dann aber auf einmal die Autofahrer mit den Fahrradfahrern - kann man also nicht wirklich als Besserung zählen.
Was hat man denn als Radfahrer mal ehrlich für Nachteile? Fußgänger auf dem Radweg, Gegenstände wie Mülltonnen und Verkehrszeichen sowie Kreuzungen/Einmündungen/Ausfahrten. Letzteres gibt es auf der Straße genauso, mit dem Unterschied, das alles noch ein bisschen schneller läuft. Ich seh schon kommen wie manche Autofahrer sich zum rausfahren provoziert sehen nur um zu vermeiden dass der Radfahrerpulk der sich von links nähert ihnen auf den nächsten 2 km ein fahren jenseits der 17,3 km/h unmöglich macht.

Übrigens war das Verhalten von Radfahrern auf der Fahrbahn um Klassen besser, als es noch keine Radwege gab.

Kann ich nichts zu sagen. Früher war das Verhalten im Straßenverkehr aber generell besser.

"Kreative" Radwegeführungen üben früh ein, dass es auf dem Fahrrad nicht so darauf ankommt, ob man auf Bürgersteigen fährt und ob das nun links oder rechts der Straße stattfindet. Auch das Verhalten beim Abbiegen an Kreuzungen wird dadurch nicht gerade positiv beeinflusst. Was beim Radweg klappt, muss doch auch für die Fahrbahn gut sein. :freak
Leider findet Verkehrserziehung mit dem Fahrrad in den Schulen nicht gerade häufig statt. Und wenn, dann häufig nicht gerade sehr kompetent, sondern z.B. nach der Devise "immer rechts außen fahren", auch wenn das z.B. an parkenden Autos zu den absoluten Todsünden des sicheren Radfahrens gehört.

Zustimmung.


Ich möchte noch dazu sagen, dass überall dort, wo die Fahrradspur auf bzw. neben der Autospur verläuft die Situation angespannt ist, ständig Blicke in die Seitenspiegel und Schulterblicke nötig sind. Dies verschärft die Verkehrslage unnötig. Fahrradfahrer machen auch ganz gerne mal Schlenker nach hier und da wenn mal grad was im Weg ist und wundern sich dann wo das Auto das gerade noch neben ihnen fuhr denn auf einmal herkommt - soll jetzt keine Pauschalisierung sein, würde ja auch mich selbst mit einbeziehen, aber genau wie bei den Autofahrern gibt es auch bei den Fahrradfahrern ganz eigene Typen die oft gefährlich leben.
Eine Co-Existenz von Fahrradfahrern und Autofahrern ist sicher möglich, in Spielstraßen, 30er Zonen, Einbahnstraßen, aber nicht generell auf einer gemeinsamen Fahrbahn.

BessenOlli,
ich habe gestern einen Radfahrer erst relativ spät aber zum Glück noch ausreichend früh gesehen - der fuhr auf einer beleuchteten Hauptstraße - und mit Licht. (Ich war etwa 7 km/h schnell, für die Kritiker :freak )

OneTimePassword
31.03.2007, 21:54
Seit Jahren zeigen Untersuchungen (u.a. der BaSt), dass die Gefahr eines schweren Unfalls selbst auf vorschriftsmäßig angelegten Radwegen erheblich höher als auf der Fahrbahn ist. Es ist auch erwiesen, daß Radfahrer dann am sichersten sind, wenn sie sich im Blickfeld der anderen Fahrzeugführer aufhalten. Radwege sollten die Sicherheit durch Entmischung von Rad- und Kfz-Verkehr erhöhen. Es werden jedoch zahlreiche neue Kreuzungspunkte zwischen Radweg und Fahrbahn geschaffen. Besonders gefährlich sind rechtsabbiegende Lkw. Am gefährlichsten sind linksseitige Radwege: mit »Geisterfahrern« wird nicht gerechnet; durch das Abblendlicht des Gegenverkehrs werden sie nachts stark geblendet. Oft können auf Radwegen die Sicherheitsabstände zu parkenden Autos nicht eingehalten werden. Ausfahrten sind unübersichtlich. Gefährliche Konflikte ergeben sich auch mit Fußgängern, die sich »auf ihrer Seite« des Bordsteins sicher wähnen und nicht mit schnellen Radfahrern rechnen. Dies gilt insbesondere für Personen mit eingeschränkter Mobilität (incl. Blinde, Taube, Senioren, Kinder).

Keine mir bekannte Untersuchung belegt eine Erhöhung der Sicherheit durch Radwege. Radfahrer trotzdem auf Radwege zu zwingen, steht daher im Widerspruch zum Grundsatz, dass Verkehrsregeln der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dienen. Bei der Bewertung werden insbesondere innerorts die Gefahren auf der Fahrbahn weit überbewertet.

Dies hat der Gesetzgeber in der StVO-Novelle von 1997 erkannt und in der Verwaltungsvorschrift zur StVO eine Anordnung der Benutzungspflicht nur für zulässig erklärt, wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine erhebliche Gefahrenlage besteht. Auch fast 10 Jahre später ist dies jedoch nur bei wenigen Radwegen mit Benutzungspflicht gegeben. Des Weiteren entsprechen nur wenige dieser Radwege den festgeschriebenen Kriterien bezüglich stetiger, geradliniger und sicherer Verkehrsführung, sowie Breite und Oberflächenbeschaffenheit. Die Beschilderung mit den Zeichen 237, 240, 241 ist in diesen Fällen rechtswidrig. Auch sind die besonders gefährlichen Zwei-Richtungs-Radwege und gemeinsamen Geh- und Radwege entgegen geltenden Vorschriften die Regel und nicht die Ausnahme.

Bei Befolgung der Benutzungspflicht gefährdet ein Radfahrer auf solchen Sonderwegen sich und andere. Auf die Fahrbahn ausweichend würde er sich jedoch ohne Rechtssicherheit bewegen. Es gibt keine rechtliche Festlegung, wann ein Radfahrer bei angeordneter Benutzungspflicht trotz fehlender Eignung des Radweges auf die Fahrbahn ausweichen darf, sondern nur Gerichtsurteile, die einen Ermessensspielraum lassen. Die Lage ist somit unzumutbar kompliziert. Für Radfahrer ist es vor Benutzung eines Radweges oft nicht feststellbar, ob dieser straßenbegleitend, zumutbar, benutzbar und somit benutzungspflichtig ist. Zudem fordern unklare Vorfahrtsregelungen in Kreuzungsbereichen an straßenbegleitenden Radwegen viele Unfallopfer.

Die Aufhebung der Benutzungspflicht würde die genannten Probleme beheben.
http://www.cycleride.de/petition/

Sgt.Samson
31.03.2007, 22:28
Habe ich gelesen OneTimePassword, real nachvollziehen kann ich es leider nicht. Ich empfinde es eben gerade als Problem, dass der Radfahrer nicht in meinem Blickfeld ist bzw. zeitweise aus diesem verschwindet, sich auf der selben Fahrspur mit mir bewegt und es oft durch äußere Umstände schwierig ist, seine genaue Position ständig zu lokalisieren. Abgesehen vom restlichen Verkehr, der insbesondere in der Stadt oft volle Konzentration verlangt.

Radwege sind oft in schlechtem Zustand, haben schlecht einsehbare Einfahrten und unsaubere Übergänge oder Schlaglöcher im Boden, kenne ich aus eigener Erfahrung und gebe ich alles gerne zu - aber Radfahrer auf allen Straßen halte ich trotzdem in vielen Fällen (nicht allen) für fragwürdig. Man sollte eher die Kommunen dazu anhalten, Radwege zumindest in der Fahrbahnbeschaffenheit und Geradlinigkeit umzustrukturieren und Anwohner dazu zu bringen, ihre Hecken und Zäune im gefährdeten Bereich der Sichthöhe anzupassen.

OMaOle
01.04.2007, 09:59
Das waren garantiert keine 7km.
Es bestand keine Gefahr außer die von durchdrehendem Kleinhirn hinter dem Pkw-Steuer, somit laut StVO keinerlei Anlass, die Hupe einzusetzen und schon gar nicht "dauernd".
Was sagt Dir, dass der Radweg "gut ausgebaut" ist. Schon mal drauf gefahren? Der Unterbau der meisten Radwege ist im Vergleich mit üblichen Straßen so lächerlich, dass nach einigen Jahren die Wurzeln von Bäumen + Sträuchern für die Verwandlung eine Rüttelpiste sorgen können. Wirklich gute Radwege werden gerne und freiwillig angenommen. Kieslaster im Nacken und hupende Autoschlangen halten nur die ganz Harten für mehr als eine Minute aus.


Waren schon 7km, aber das ist nicht der Punkt, auch das der Zustand des Radweges für meine Begriffe (67km mit dem Rad letztes Jahr gefahren) in Ordnung ist ist nicht das Problem.

Ob nun innerorts oder anderswo, das eigentliche Problem des deutschen Menschleins ist sein Ego. Wo ich bin hat ein anderer nichts zusuchen und ich mache keine Fehler bin grundsätzlich im Recht so siehts doch aus. Eigentlich braucht s im Straßenverkehr nur den Paragraph 1, wenn sich alle daran halten gibts kaum Probleme aber das wäre dann wohl doch zu einfach.

OMaOle

Interlink
01.04.2007, 15:58
@OMaOle:
Man sollte inner- und außerörtlichen Radverkehr schon voneinander unterscheiden. Den die typischen Alltagsfahrten dürften zu deutlich über 90% innerorts stattfinden. Dort gibt es die meisten Planungssünden. Dort geschieht der bei weitem überwiegende Teil der Unfälle mit Kfz. Und vor allen Dingen deshalb die Petition, mit der das Thema hier eröffnet wurde ...

@Sgt.Samson:
Selbst bei Tempo 25 - 30 wird man in Tempo-30-Zonen gelegentlich eng überholt und geschnitten. Aber auch auf der Landstraße kann das passieren, und auffällig häufig, wenn man es als Radfahrer mal nett meint und sich z.B. auf der rechten Fahrbahn - Begrenzungslinie bewegt. Dieser Anfängerfehler passiert mir nicht mehr. Seit mir ein Fahrer eines Transporters mit etwas breiterem Anhänger mal gesagt hat, dass er mich eng überholen musste, weil Gegenverkehr kam, bin ich der festen Überzeugung, dass es so etwas wie einen "Überholzwang" oder "Überholreflex" gibt.
Auch der Seitenabstand beim Überholen hat viel mit dem Unterbewußten zu tun. Am geringsten ist er übrigens gegenüber Rennradfahrern mit Sturzhelm (http://drianwalker.com/overtaking/).
Für die Praxis wurden Verhaltensregeln zum sicheren Radfahren von einem der Initiatoren der Petition gut zusammengefasst (http://bernd.sluka.de/Radfahren/10Gebote.html).

Ich überhole am Steuer meines Autos Radfahrer keinesfalls eng, ganz im Gegenteil. In städtischer Umgebung sind die meisten Radfahrer auf Durchgangsstraßen aber bereits an der nächsten nennenswerten Querstraße abgebogen.

Wer meint, dass ein Fahrrad wegen seiner Manövrierbarkeit in brenzligen Situationen besonders gut beherrschbar sei, ist häufig Optimist im besten Lebenssaft oder Adrenalin-Junkie.
Spätestens mit einem mittleren Einkauf in den Gepäcktaschen kann man nicht mehr wie ein Hase um die Bordstein-Möblierung und plötzlich auftauchende Fußgänger + Hunde zirkeln.
Der 1. Paragraph der StVO gilt sinngemäß auch für Radfahrer, d.h. man darf Fußgänger weder zu dicht noch unangemessen schnell passieren. Allerspätestens vor regelmäßig zu erwartenden Gefahren muss man rechtzeitig anhalten können. Wer meint, dass der Opa selbst Schuld ist, wenn er unbedacht auf den roten Radstreifen auf dem Bürgersteig tapert, wird zunächst vom Verkehrsrichter und dann im Zivilprozess (Schadensersatz) die passende Aufklärung, d.h. recht häufig mindestens eine Teilschuld erhalten.

Du unterschätzt den Einfluss einer übersichtlichen, von potenziellen Kollisionen freien Gestaltung der Verkehrswege auf die Unfallwahrscheinlichkeit. Käme es nicht darauf an, dann wären Autobahnen wegen der höheren Geschwindigkeiten deutlich unfallträchtiger als Landstraßen.

Die Fußgänger + Verkehrsschildpfosten sind auf Radwegen nicht die größte Gefahr. Das sind Auto, die mal eben in/aus die/der Einfahrt ziehen bzw. Dich vor dem Rechts- oder Linksabbiegen nicht in den Fokus ihrer Wahrnehmung bekommen haben. Die Zahl der Konfliktpunkte mit dem Kfz-Verkehr steigt paradoxerweise gerade auf innerörtlichen Radwegen deutlich.
Dem Menschen wird es gerade als Verkehrsteilnehmer häufig zum Verhängnis, dass sein Gehirn es hervorragend schafft, "unwichtige" Reize auszublenden. Diese Bewertung läuft aber mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit schief. So übersehen Lokführer in etwa jedes 11000 Halt-Signal, haben aber gottseidank noch technische Helferchen in der Lok.

ComputerOpfer
06.04.2007, 05:11
Warum sollte man die radwege abschaffen. Also ich fühl mich viel sicherer auf den radwegen. Das ausbreiten der strasse würd nicht viel nutzen bringen, da ständig busse rechts halten, haufen lkw´s die abladen, falschparkende autos,viele engpässe usw... weitaus mehr den weg behindern als auf dem radweg. Auch ist es gefährlicher, weil ich dann ständig gezwungen bin die spur zu wechseln und somit auch den fliesenden verkehr behindere ... :freak

Interlink
06.04.2007, 11:40
Hast Du überhaupt die Petition (http://radwege-petition.de/) und ihre Begründung (http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html) gelesen, und das bis in die .pdf - Dateien hinein?

Es geht nicht darum, die Radwege abzuschaffen, sondern die Pflicht, sie zu benutzen.

Speziell Anfänger fühlen sich auf Radwegen erst einmal sicher. Ich kann Dir aber versichern, dass mit der Zeit, wenn Du Radwege nicht nur Sonntags befährst, auch Dir einige Knackpunkte auffallen werden.

Manche Dinge fallen aber erst auf, wenn man z.B. mal in einem Lkw-Führerhaus gesessen hat. So sterben praktisch jedes Jahr Kinder und unerfahrene Radler auf dem ach so sicheren Radweg, weil sie darauf vertrauen, dass sie von den Fahrern rechtsabbiegender Lkws rechtzeitig gesehen werden, auch wenn sie an der Ampel nur "Zweiter" waren. Das ist ohne zusätzliche Weitwinkel-Spiegel praktisch unmöglich. http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.06.2004/1190792.asp#art
Mahlzeit.
Die Berliner Polizei hat über 500 derartige Unfälle im Archiv (http://www.berlin.de/polizei/verkehr/liste/archiv/74659/index.html).
In Europa werden entsprechende Weitwinkel-Spiegel für Lkws ab 3,5 Tonnen erst bei Erstzulassungen ab 26.01.2010 Pflicht. Altfahrzeuge bleiben verschont und vor den freundlichen Paketdienst-Fahrern muss weiterhin gewarnt werden, denn viele Transporter liegen in der Gewichtsklasse unter 3,5 Tonnen.

Eine kleine Radweg-Picture-Horror-Show (http://radweg.mine.nu/). Auf die Ortsnamen klicken. Beim Betrachten der Bilder kann man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Kfz-Lenker einen hinter den parkenden Autos nicht so recht gesehen hat, der Beifahrer im frisch auf dem Parkstreifen abgestellten Pkw ohne "Rücksicht" die Tür auf den Radweg öffnet, zum Brötchenholen mal schnell vor die Bäckerei gezogen wurde (upsi, manche Radfahrer können aber auch aggressiv werden) usw. usf..

mmic29
06.04.2007, 18:31
@Interlink: die Horror-Radweg-Show sollte wirklich manche Leute wachrütteln. Was hier der eine oder andere "Verkehrplaner" verbrochen hat, ist wirklich vollkommen daneben. Geht eigentlich jeder von diesen Damen u. Herren davon aus, dass man auf dem Rad nur etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit fährt? Anders kann ich mir zumindest die Verkehrsführung an manchen Stellen und den mangelhaften Fahrbahnbelag nicht erklären....

Ich bleibe bei meinem Verhalten: außerorts nutze ich gerne den einen oder anderen (gut ausgebauten) Radweg, innerorts ist mir das (auch) durch das nicht vorhersehbare Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer (auch Fußgänger etc.) zu riskant. Das höchste der Gefühle ist noch ein auf der Fahrbahn markierter Radweg, allerdings führen diese Streifen meist so dicht an parkenden Autos vorbei, dass es für den einen oder anderen ungewollten Adrenalinflash reicht :rolleyes .

Mfg mmic29

ComputerOpfer
06.04.2007, 20:33
1.) Wenn man bedenkt, wie oft man radlern auf der strasse begenet, obwohl ein nutzbarer radweg vorhanden ist und slebst polizisten dies teilnahmslos zu kentnis nehmen und tollerieren, so ist es mit der "radwegbenutzungspflicht" ziemlich weit hergeholt.

2.) Wo bitte ist das problem, wenn selbst das verkehrsrecht dir ned vorschreibt unzumutbare radwege zu benutzen, sondern auch nur, wenn sie auch tatsächlich fahrbar sind !?
Vieles in diesem thred wird zu überspizt dargestellt und entzieht sich der logik und tatsachen.

Interlink
06.04.2007, 22:44
Es gibt sogar Polizisten, die im privaten Gespräch zugeben, dass Radverkehrsanlagen häufig genug so schlecht und wirr geplant werden, wie man sich das bei Kfz - Verkehrsanlagen nie erlauben würde. Und dass sie Verständnis zumindest für die umsichtig fahrenden Radfahrer haben, die entsprechende Gebotsschilder gelegentlich zu ihrer eigenen Sicherheit ignorieren. Aber Polizisten sind in Deutschland nicht zuständig für das Erlassen von Gesetzen und Verordnungen.

Verkehrsrichter haben teilweise ihre höchst eigene Meinung von der "Zumutbarkeit" und "Sicherheit" von Radwegen. Da nur eine kleine Minderheit der Richter häufig mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, ist klar, wie die Entscheidungen bei den meisten Verkehrsgerichten typischerweise ausfallen. Kaum ein Radweg-Nutzer dürfte sich einige tausend Euro und mehr an die Backe hängen, um vor Gericht als Beweismittel ein Fachgutachten mitzubringen. Abgesehen davon sind auch die Richter in Deutschland nicht zuständig für das Erlassen von Gesetzen und Verordnungen.

Wenn Dir ein Polizist erklärt, dass ein Radweg zumutbar ist und Du seiner Weisung zuwiderhandelst, hat im Zweifelsfall erst einmal der Polizist vor Gericht recht. Nach gängiger Rechtssprechung sind Dinge wie linksseitig angelegte Radwege sowohl "zumutbar" als auch hinreichend "sicher", auch wenn es Stand der Unfallforschung ist, dass dort die Unfallrate mehr als zehnmal so hoch ist wie auf der rechten Fahrbahn.

Da weder Polizisten noch Richter für das Erlassen von Gesetzen und Verordnungen zuständig sind, wendet man sich als Bürger mit solchen Anliegen sinnvollerweise an Abgeordnete, z.B. im Rahmen einer Petition (http://de.wikipedia.org/wiki/Petition#Deutschland). Wer den Michael Kohlhaas geben will, kann natürlich auch versuchen, Polizisten zu nerven oder sich vom Gericht bescheinigen zu lassen, dass man dort für den Erlass von Vorschriften nicht zuständig ist.

Ich kann Aussagen wie "Warum die gesetzlichen Bestimmungen ändern, wenn sich bei mir um die Ecke keiner dran hält"? keinesfalls billigen.
Wenn Du dieser Ansicht bist, möchte ich Dich bitten, die laufende Diskussion nicht zu stören, denn dann ist diese Petition sowie deren politsche Folgen für Dich völlig bedeutungslos.

ComputerOpfer
07.04.2007, 01:28
Ein linkseitig angelegter fahrweg wäre schon mal eine gute idee und solange ich nicht auf meine fahradwege verzichten muss (was jedoch zwangsläufig passieren würde) hätte ich auch keinerlei einwende. Insbesondere nachts ist jedoch ein seperater fahradweg weitaus sicherer, weil 90% der (gelegenheits)radfahrer sich ned ausreichend zu erkennen geben (lampe oder nachtweste etc.) und somit die unfallrate auf den strassen sehr wahrscheinlich sogar steigen würde.

Interlink
07.04.2007, 03:15
Die Systemnachteile eines Radweges gelten Nachts eher in noch höherem Maße, da man speziell auf linksseitig angelegten Radwegen vom asymmetrischen Ablendlicht jedes entgegenkommenden Kraftfahrzeuges (Motorrad, Auto, Lkw ...) geblendet wird. Die Existenz von linksseitigen Radwegen halte ich sogar für einen der Gründe, deretwegen brauchbar helle Frontscheinwerfer für Fahrräder in Deutschland bislang nicht zugelassen wurden.

Der Heckreflektor verhindert auf der Fahrbahn schon das Gröbste, sodass - anders als so mancher vermutet - eine ausgefallene Beleuchtung nur selten zur Unfallursache wird, wenn wenigstens an Kreuzungen vorsichtig gefahren wird. Richtig gefährlich wird eine ausgefallene Fahrradbeleuchtung bei Dunkelheit zuzüglich schlechtem Wetter, vorrangig außerorts, wo Kfz-Lenker kaum mit Radfahrern rechnen und eher schneller fahren als den Sichtverhältnissen nach angemessen ist.

Und wir wollen doch nicht etwa Radwege für notwendig erklären, nur weil es Fahrräder mit unzureichenden, defekten Beleuchtungsanlagen gibt.

Eigentlich lernt man ja schon fast im Kindergarten, dass an ein Fahrrad auch eine funktionierende Beleuchtung gehört. Es gibt gute Halogenscheinwerfer, LED - Rückleuchten und Nabendynamos. Ausgefallene Rückleuchten müssen nicht mehr sein. In den nächsten Jahren dürften sich sogar LED - Frontscheinwerfer durchsetzen, sodass man Beleuchtungsanlagen am Fahrrad fast vollständig wartungsfrei bekommen kann. Selbst an einem Rad "vom Aldi" habe ich schon einen serienmäßigen Nabendynamo gesehen.

OMaOle
07.04.2007, 16:07
Dann folgender Vorschlag, alle Fahrräder müssen im Zweijahresrhythmus zum TÜV, wer ohne angetroffen wird bezahlt Strafe und muss schieben.

Das hat allerdings nichts mit der Radwegbenutzungspflicht zutun, von der ich denke die kann abgeschafft werden, die 1,5 Radfahrer die die einhalten machen das auch wenn sie nicht müssen und den anderen passiert ja sowieso nichts.

ComputerOpfer
07.04.2007, 16:21
Ich werde meinen MTB grundsäzlich nicht mit beleuchtunganlagen bestücken nur um einer neuen gesetzesgebung gerecht zu werden ! Ich fahre zwar meist nur tagsüber, doch passiertes es manchmal (insbesondere im sommer) das man sich auch nachts auf dem rückweg draussen aufhält. Zwangstüv und erhöte strafen steht in keiner vernünftigen relation zu der gegenwärtigen gesetzeslage.

OMaOle
07.04.2007, 16:32
ohne Licht übersehen und Tod gefahren steht in keiner Relation zum Anschaffungspreis einer Beleuchtungsanlage.
Gesetz hin oder her, es sollte doch wohl in erster Linie um die Sicherheit der Radfahrer gehen oder sehe ich das falsch?

ComputerOpfer
07.04.2007, 16:36
Ja weil ich zu dieser vielzahl von gelegenheitsfahren gehöre die nicht das geld dafür haben. Und denkst du wirklich jede oma, opa ist gewillt wegen ihrem schrottbike sich in unkosten zu stürzen ? Nur der staat verdient sich dadurch wiederma dumm und dämlich.

OMaOle
07.04.2007, 16:51
Ich denke das sehr viele Leute nicht gewillt sind Straßen verkehrsgerechte Anbauten an ihren Rädern zu tätigen, deshalb müssen sie zu Ihrer Sicherheit gezwungen werden.
Das ist ja auch der Hintergrund der Radwegbenutzungspflicht. Solange aber die äußeren Gegebenheiten derart unzureichend sind und eine Kontrolle nicht wirklich stattfindet brauchts auch keine Pflicht.

Interlink
07.04.2007, 21:52
@Computeropfer: Speziell die aktiven Omas und Opas auf zwei Rädern haben überdurchschnittlich häufig funktionstüchtige Beleuchtungsanlagen am Fahrrad. Nabendynamo und Standlicht sind bei der Senioren-Kerntruppe im örtlichen Wanderverein nicht etwa die Ausnahme, sondern die Regel. Die wissen teilweise sogar noch, wie man auf der Fahrbahn im fließenden Verkehr korrekt nach links abbiegt, da sie das Radfahren zu einer praktisch radwegefreien Zeit gelernt haben.

P.S.: Batteriebetriebene Front- + Rückleuchte für ein MTB sind keine hunderte von Euros teuer. Du kannst ggf. ja Deinen Computer verkaufen. Das hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass Du erstens Deine Opferrolle aufgeben kannst und Dich zweitens automatisch aus dieser Diskussion heraushalten könntest, in der es irgendwie auch nicht das Thema ist, dass Radwege mit Benutzungspflicht zu existieren haben, auf denen Du dann den Geisterfahrer geben kannst. :D

moquai
08.04.2007, 09:22
Speziell die aktiven Omas und Opas auf zwei Rädern haben überdurchschnittlich häufig funktionstüchtige Beleuchtungsanlagen am Fahrrad. Nabendynamo und Standlicht sind bei der Senioren-Kerntruppe im örtlichen Wanderverein nicht etwa die Ausnahme, sondern die Regel. Stimmt. Wahrscheinlich haben die mehr "Schmackes in den Waden", als das Jungvolk. :D

OneTimePassword
10.04.2007, 21:09
verkehrsgerechte Anbauten an ihren Rädern zu tätigen, Verkehrsgerechte oder StVOgerechte? :rolleyes

OMaOle
11.04.2007, 20:20
natürliche STVO gerechte, wobei ich mir nicht sicher bin das die STVO in der Beziehung zeitgemäß ist.

Ich werd mal bei ebay nachsehen ob ich eine Goldwaage für Dich finde, hast sicher Verwendung dafür.

MfG
OMaOle

ComputerOpfer
11.04.2007, 21:00
Ja schön wenn man vorbei redet. Meine antwort bezieht sich auf OMaOle ausage zum TÜV.
Auch wenn jeder mensch von jung und alt "eine" funktionierene beleuchtungsanlage vorzuweisen hat (was natürlich nicht der fall ist), so würde jede inspektion weitaus mehr kosten als das bike selbst. Und dies trifft so ziemlich auf überdurchschnittlich vielen bikes zu ! Der ottonomarverbraucher ist nun am nicht so reich das er sich solch ein kostenaufwand regelmäßig leisten könnte.... Denkt ma drüber nach :S

Interlink
11.04.2007, 23:10
Und deswegen bist Du dafür, dass die Benutzungspflicht für Radwege bestehen bleibt?

ComputerOpfer
12.04.2007, 19:40

Bin gegen extremes bürokratisieren.
Subventionmaßnahmen die das radfahren teurer macht (TÜV, steuer)

Interlink
12.04.2007, 21:01
Und damit bist Du nicht On Topic, also mache bitte ein eigenes Thema dafür auf.

OneTimePassword
04.05.2007, 11:08
ca. 17.000 Unterschriften. :D Danke an alle, die mitgemacht haben.


Wright unterstützt Petition zur Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht

Die stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und Bundestagsabgeordnete Heidi Wright freut sich über die Einreichung einer elektronischen Petition zur Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht. Der Petent fordert, die in § 41 Abs. 5a Straßen-Verkehrsordnung (StVO) und § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO geregelte Benutzungspflicht von Sonderwegen für Radfahrer in ein Benutzungsrecht umzuwandeln.

Die Radwegebenutzungspflicht sieht vor, dass Radfahrer, wenn ein Radweg zur Verfügung steht, diesen auch benutzen müssen - ungeachtet der tatsächlichen Umstände im Straßenverkehr.
Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) besagen längst, dass die Unfallgefahr auf einem von der Fahrbahn abgetrennten Radweg erheblich höher ist als auf der Fahrbahn. Außerdem entsprechen viele Radwege nicht den von der StVO festgelegten Bestimmungen.
Durch zahlreiche Unfälle ist man bereits auf die Problematik der unsicheren Radwege aufmerksam geworden. Bisher gibt es nur Gerichtsurteile, die einen Ermessensspielraum geben, jedoch keine gesetzliche Regelung. Der Radfahrer, der den Radweg wegen Hindernissen, unübersichtlicher Ausfahrten und Kreuzungen oder anderer Gefahren verlässt, bewegt sich sozusagen im rechtsfreien Raum.

Während der öffentlichen Zeichnungsphase von 07. März bis 27. April 2007 haben mehr als 16.800 Bürgerinnen und Bürger diese Petition mit ihrer Unterschrift unterstützt (Stand 27.4.2007, 14.45 Uhr: 16.824). Wright fordert, dass so viele Stimmen nicht ungehört bleiben dürfen! Das Bundesverkehrsministerium muss auf diese Forderung reagieren.

Als Lösung wird in der Petition ein Nutzungsrecht statt einer Nutzungspflicht vorgeschlagen. Diese würde Radfahrer nicht weiter zwingen auf Radwegen zu fahren, sondern es ihrer eigenen Einschätzung überlassen, wo sie die sicherere Strecke für sich sehen. Wright: „Verkehrssicherheit für Radfahrer ist nicht durch schlechte und schlecht angebundene Radwege zu gewährleisten - Gute Radwege brauchen keine Benutzungspflicht!“
Berlin, 27. April 2007

Quelle http://www.adfc.de/4302_1

matze87
07.05.2007, 19:15
Das wäre ja wohl das allerletzte. Wozu gibt es schließlich Radwege?! Damit dort Frußgänger und Radfahrer fahren können.
Ich finde Rennradfahrer sind schon ein sehr großes Verkehrshindernis auf den Straßen. Die regen mich schon dermaßen auf. Genauso wie Rollerfahrer. Dann sollen nicht auch noch normale Radfahrer die Straße blockieren.

Auf die Straße gehören Autos und nix was weniger als 4 Räder hat!

OneTimePassword
07.05.2007, 22:11
Auf die Straße gehören Autos und nix was weniger als 4 Räder hat!und nicht weniger als 400PS. :cool

moquai
08.05.2007, 08:56
Auf die Straße gehören Autos und nix was weniger als 4 Räder hat!Einspruch! Motorräder gehören auch nicht auf den Radweg. ;)

th3o
08.05.2007, 16:24
Also ich bin primär als Fußgänger unterwegs und würde es gut finden, wenn die größeren Straßen, wie in Kiel, eigens Fahrradwege bekommen. Dann hat der Fußgänger seinen Gehweg, der Fahrradfahrer seine Fahrspur und die Autos ebenso. So kommt dann keiner einem in die Quere und die Unfallgefahr zwischen Auto&Fahrrad, wie auch die zwischen Fahrrad&Passant wird verringert.
Ich habe kein Problem damit wenn ein Fahrradfahrer mich auf dem Gehweg anklingelt weil er vorbei will obwohl dort kein Fahrradweg eingezeichnet ist...aber ich finds schon nervig wenn die sich an einem vorbeischlängeln und am besten noch einen Schlag aus Versehen mitgeben, nur weil sie nicht auf der Straße fahren wollen/können und weil es weder auf der Straße noch auf dem Gehweg eigens für sie Spuren gibt.

Interlink
08.05.2007, 18:17
Hast Du den Thread (und die in der Petition verlinkten Dinge) überhaupt verfolgt?

Der springende Punkt ist, dass reale Radwege im statistischen Mittel keinesfalls sicherer sind als die Fahrbahn daneben. Der subjektive Eindruck täuscht speziell Anfänger und Sonntagsfahrer.

Radfahrer gehören (mit Ausnahme spielender Kinder unter 11 Jahren) nicht auf den Gehweg. Das bringt weder ihnen noch den Fußgängern eine höhere Sicherheit.
Einige Erwachsene haben das sichere Fahren im Verkehr, z.B. das direkte Linksabbiegen, schon verlernt. Auch dank der real vorhandenen Radverkehrsanlagen. Das führt meiner Meinung nach zu einem guten Anteil zu den zu beobachtenden merkwürdigen Umgangsformen von Radfahrern auf Bürgersteigen. Der Rest ist die übliche, nicht an bestimmte Verkehrsmittel gebundene Rücksichtslosigkeit.

triumvirn
08.05.2007, 22:43
ich als Rennradfahrer löse das Problem meist so, dass ich meine Route so auslege, dass ich möglichst keine Radwege habe.
Dann verstoße ich gegen keine Vorschriften, fahre keine Fußgänger über den Haufen, es kann sich keiner aufregen und es ist wesentlich angenehmer und materialschonender zu fahren.

Wobei ich sagen muss, dass die Autofahrer (LK München) sehr verständnisvoll sind, bis auf die die sowieso selbst eine Gefahr für den Straßenverkehr sind.

ComputerOpfer
15.05.2007, 06:32
Mich würd ma intressieren wie so eine "petition-Unterschrift" zu bewerkstellgen ist !?

MacII
15.05.2007, 09:15
Wenn du die konkrete Petition zur Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht meinst, kommst du zu spät. Die öffentliche Zeichnungsphase ist bereits abgelaufen (siehe Post #172).

Wenn du allgemein etwas über Petitionen erfahren möchtest, dann hilft dir dieser Link :http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/index.html
Beachte, daß die Länderparlamente eigene Petitionsausschüsse haben.