also um das ganze mal aus ATi sicht zu verdeutlichen:
zunächst stellt man den R600 her (das ist NUR der GPU chip, NICHT die grafikkarte als ganzes).
dann pappt man die gpu auf eine platine (layer), die 8 speicherplätze hat für speicherbausteine und ein speicherinterface von 512bit.
dann wird der speicher darauf gesetzt (hier kann wohl zwischen GDDR3/4 und 8*64mb=512mb oder 8*128mb=1024mb gewählt werden).
fazit: der layer ist fest. an seinen spezifikationen kann man mehr ändern.
also braucht man eine GPU, die das 512bit SI unterstütz. hier hat ATi nur den R600, den man aber in taktrate und ausführungseinheiten(lasercut=zerstören) absenken kann. beim speicher kann man auch variieren. es wären sogar 256mb machbar.
wie könnte also ein abgespeckter/billigerer hd 2900 ?? herstellen.
hier hat ATi nicht viele möglichkeiten. der layer bleibt gleich, d.h. die neue karte muss das extrem teure 512bit SI nutzen. ein neuer layer mit lediglich 256bit SI neu zu entwickeln wäre zu teuer.
=> am speicherinterface kann man NICHT sparen
beim speicher könnte man zwar variieren, lohnt sich aber nicht. GDDR4 zickt rum und ist zu teuer, also bleibt nur GDDR3. man könnte zwar 256mb speicher verbauen, aber das wäre blödsinn (siehe 88GTS320). man könnte lediglich etwas billigeren speicher nehmen, mit höherer schaltzeit oder speicher der durch die qualitätskontrolle gefallen ist, weil er die taktraten nicht erreichen konnte.
=> an der speichermenge kann man nicht sparen(blödsinn), lediglich eine niedrigere speicherfrequenz durch billigeren speicher wäre denkbar. aber die ersparnis wären keine 10€.
die GPU: hier könnte man ausführungseinheiten deaktivieren (lasercut) oder die taktrate senken (und begreinzen durch niedrige vcore).
- alle ausführungseinheiten, aber niedrigere taktrate = "xl"
- deaktivierte ausführungseinheiten und niedrigere taktrate = "gt/o"
hierzu verwendet man gerne die minderwertigen chips, die man sonst verschrotten müsste. oder aufgrund der marklage (denn nicht jeder will 600€ für ne 88ultra zahlen). die marklage ist aber kein argument für ATi, da sie ihre 2900xt schon zu einem recht niedrigen kampfpreis anbieten. bleiben also noch die "minderwertigen" chips des R600. eine "xl" halte ich für unwahrscheinlich, weil 99% der R600 chips problemlos 740mhz schaffen. es limitiert hier nämlich nicht die herstellungsqualität, sondern die wärmeentwicklung. aber es gibt chips, bei denen z.b. 1 vectorprozessor kaputt ist. damit man diese chips nicht wegschmeißen muss, wäre eine "gt/o" denkbar. hier würde etwa 1/8 aller ausführungseinheiten (shader/TMUs/ROPs) zerstört werden und als abgespeckter chip verwendet werden. zudem würde die taktfrequenz vermutlich auf 700mhz gesenkt werden.
=> eine "gt/o" mit weniger ausführungseinheitung+taktfrequenz wäre denkbar, um die "kaputten" chips zu verwerten.
FAZIT:
eine GT/O wäre denkbar (und auch wahrscheinlich). diese abgespeckten grakas kommen bei ATi meist einige monate nach der high-end graka (2900xt). damit will man GPUs/speicher verwenden, die für die XT nicht ausreichen. außerdem will man käufer ansprechen, die nicht so viel geld für eine graka ausgeben wollen.
denkbare spezifikationen:
- 7/8 des R600, d.h. 280streamprozessoren (56 5D), 14 TMUs & 14 ROPs
- etwas niedrigere taktrate von 700mhz
- 512bit SI
- 512mb speicher (256mb wären realisierbar, halte ich aber für unwahrscheinlich)
- etwas geringere speichertaktrate von 1400mhz (entspricht 1,4ns speicher)
- UVP 299$ oder 349$ => straßenpreis unter 300€
- launchdatum im spätsommer
€dit: srr für den langen artikel
