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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1. Mai/Gewalt bei Demonstrationen


Stan
01.05.2003, 23:16
Heya..war jemand von euch an einer 1. Mai demo heute? ;)..wurdet ihr auch mit der polizei konfrontiert?

Jedenfalls..ich war in Zürich und was dort abging auf seiten der polizei war wirklich zum kotzen. Zuerst wurden natürlich alle eingekesselt von 3 seiten..plötzlich bewegte sich die masse rückwärts und rannte über die Brücke auf die andere seite der Limmat..die Polizei kam da natürlich nicht nach..aber man sah schon die ersten Autos und Wasserwerfer aus der Ferne kommen. Als sie angekommen waren, waren natürlich schon alle absperrungen etc weg und es wurden Werbetafeln mitgeschleift..Schild gegen das Gummi-Schrot..die Polizei stellte sich auf und bumm..die ersten rauchschwaden..ok das kann man ja verstehen an einer demo wenns ein wenig ausartet..aber bitte. Die Demonstranten waren in der Minderheit in der gegend! Der grossteil der Menschen waren passanten..darunter auch kleine Kinder...trotzdem wurden mehrere (!) Tränengaspetarden abgefeuert..und wie die Idioten schossen sie mit ihren Flinten durch die Gegend, was auch Konsequenzen hatte. Ist nur eine Vermutung, aber es kamen auch schon Ambulanzen..da wurden wohl ein paar leute angeschossen (wenn man pech hat verliert man ein auge..kommt ja auch sehr oft vor.)

Dann später sieht man wie Polizei in Zivil einschreitet. Die packen dann zudritt einen Demonstranten und zerren den auf den boden und schmieren ihn erstmal mit pfefferspray voll..direkt in die augen..logisch dass der sich ein wenig wehrt denn es ist ja nicht gerade angenehm. Die ganze zeit schreit er dass sie ihm ihren ausweis zeigen sollen..machen sie aber erst später, und wärenddessen wird er gewürgt. Einer hat dann erzählt, dass er zu den polizisten gegangen ist, und gesagt hat er sei von der Presse und das was abging sei nicht zu verantworten..da liessen die polizisten dann ein wenig nach..sofort wollten sie den presseausweis sehen..war aber nur ein witz und der war nicht von der presse..und schwupps packen sie ihn wieder...

Sind ja nur beispiele für die ausartende Polizeigewalt v.a. bei Anti-Kapitalistischen demonstrationen.
Ist es denn in ordnung, dass unbeteiligte passanten beschossen werden? In Deutschland gibt es zum glück keine gummi-schrotflinten..die sind doch kriminell. Und das lustige ist, dass sich die Polizei in keinster weise an die regeln hält. Sie müssen mindestens 20 meter abstand haben..dann dürfen sie feuern..die schiessen aber auch ab 2 meter noch. Ein freund von mir hat jetzt noch eine (jedoch relativ kleine) wunde von so einem gummi-ding..und das war an der WEF-Demo in 2002..mehr als ein jahr her. Und dann gibt es noch die regelung, dass das gummischrot kein metall enthalten darf und eine bestimmte masse nicht überschreiten darf. Wenn man das gummischrot aber untersucht stellt man fest, dass metalpulver drin ist und sie die max. masse locker überschreiten. Früher wurden sie mit 150 km/h abgeschossen..heute sinds 250..Das sind fakten aber es wird NICHTS dagegen unternommen. Im Gegenteil..die Polizei darf immer mehr (Kontrollen beim WEF 2003)...

Tränengas ist ja auch nicht viel besser, da es bleibende schäden verursacht. Es tastet die Augen-Hornhaut an, und wenn man einer zu hohen konzentration ausgesetzt wird hat das ernste folgen für die lunge..das kann schnell zum tode führen.

Tränengas wird gegen die Bevölkerung eingesetzt, im krieg ist es jedoch verboten, da es im prinzip eine chemische waffe ist.

Wasserwerfer ist meiner meinung nach noch zu verantworten, und es ist auch wirksam. Aber alles was darüber hinausgeht ist einfach nur noch krank.

gedanken?

Fatalist
01.05.2003, 23:34
Ohhh, eine Runde Mitleid!

Bloody
01.05.2003, 23:34
Was war es denn für eine Demo?

Normale genehmigte Mai-Demo oder ungenehmigte Chaotendemo?

Was wunderst Du dich dann bei letzteren?

Wer auf Gewalt aus ist, bekommt sie auch und darf sich später nicht wundern, wenn es etwas weh tut.

Fatalist
01.05.2003, 23:39
Original erstellt von Bloody
Wer auf Gewalt aus ist, bekommt sie auch und darf sich später nicht wundern, wenn es etwas weh tut.

Wahrscheinlich hat er sich, alle anderen auch, gedacht mal ein wenig "Bullen" klatschen zu gehen, wie so üblich am 1. Mai. Nun ist der Jammer groß, selber geklatsch worden zu sein. Ich kann nur hoffen, daß die deutsche Polizei von den Schweizern lernt.

linkser
01.05.2003, 23:44
Ich kann nur hoffen, daß die deutsche Polizei von den Schweizern lernt.

was!!! sollen die deutschen polizisten jetzt auch einfach draufhalten. da ist mir der berliner ansatz mit den anti-konflikt-teams schon lieber. (ok, es bringt beides nicht so viel)

@stan

wars denn ne genehmigte demo?
wieviele demonstranten waren es denn?


sehrwahrscheinlich ham die bullen mal wieder überreagiert, aber ich denk mal nicht so ganz ohne provokation der demonstranten...

Raddocki
01.05.2003, 23:46
ihr solltet froh sein das sie nur Gummigeschosse nehmen und nich wie jetzt in den USA üblich mit elektroschocks angreifen.......man wäre des geil anzusehen wie die ganzen chaoten am boden zappeln LOL:D:D:D:volllol

Also ICH hab für solche Chaoten kein Verständnis echt nich!!!

Fatalist
02.05.2003, 00:01
Original erstellt von Raddocki
ihr solltet froh sein das sie nur Gummigeschosse nehmen und nich wie jetzt in den USA üblich mit elektroschocks angreifen.......man wäre des geil anzusehen wie die ganzen chaoten am boden zappeln LOL:D:D:D:volllol

Also ICH hab für solche Chaoten kein Verständnis echt nich!!!

Letztens haben die im TV eine Demo aus Nordeuropa, frag mich nicht welches Land genau, gezeigt. Dort hat der rote Mob ebenfalls randaliert und ein Szene zeigte, wie ein Polizeiköter so'n Chaot am Bein fasste und mehrere Meter über die Straße schleifte. Das war mal richtig geil! Die Polizisten hatten echt Mühen den Hund zu stoppen. Ich glaube der Hansel geht so schnell nicht mehr randalieren. *lol*

Schorsch
02.05.2003, 00:09
@Raddocki&Fatalist:

Ist ja ganz schön heftig was ihr hier von euch gibt. Da sieht man doch mal wieder das es doch noch Leute gibt die sich auf einem noch niedrigerem Niveau bewegen als die randalierenden Chaoten.

Stan
02.05.2003, 00:14
es war eine nachdemo von einer bewilligten demo soviel ich weiss..also eigentlich nicht bewilligt..

aber was soll der unsinn mit bewilligung überhaupt. wieso braucht man eine bewilligung um seine meinung kundtun zu dürfen? ..versteh ich nicht..

wenns keine polizei geben würde, hätten die "chaoten" doch gar keinen grund um zu randallieren oder? So eine Deeskalationstaktik der deutschen polizei ist eigentlich nicht mal so schlecht, denn polizei=provokation...die sollen sich zurückhalten

Wahrscheinlich hat er sich, alle anderen auch, gedacht mal ein wenig "Bullen" klatschen zu gehen, wie so üblich am 1. Mai. Nun ist der Jammer groß, selber geklatsch worden zu sein. Ich kann nur hoffen, daß die deutsche Polizei von den Schweizern lernt.

es ist eben auch so, dass die polizei unschuldige "klatscht"(damit mien ich nicht nur passanten..aber ich wurde auch "geklatscht" obwohl ich nichts gemacht habe)..ich habe noch keinen demonstranten gesehen, der auf die passanten losgeht

Fatalist
02.05.2003, 00:22
Original erstellt von Stan
wenns keine polizei geben würde, hätten die "chaoten" doch gar keinen grund um zu randallieren oder? So eine Deeskalationstaktik der deutschen polizei ist eigentlich nicht mal so schlecht, denn polizei=provokation...die sollen sich zurückhalten

*Megalol* Also man nimmt die Präsenz der Polizei als Vorwand sich provoziert zu fühlen und zu randalieren? So ein vernebeltes Weltbild kann man wohl nur bei der Rotfront eingetrichtert bekommen.

es ist eben auch so, dass die polizei unschuldige "klatscht"(damit mien ich nicht nur passanten..aber ich wurde auch "geklatscht" obwohl ich nichts gemacht habe)..ich habe noch keinen demonstranten gesehen, der auf die passanten losgeht

Tja, Kollertalschäden an erlebnisgeilen Gaffern, würde ich das dann nennen. Oder warum begleiten "Unschuldige" eine ungenehmigte Demo, welche höchstwahrscheinlich der Randale dienen sollte?

Edit/Ergänzung:
aber was soll der unsinn mit bewilligung überhaupt. wieso braucht man eine bewilligung um seine meinung kundtun zu dürfen? ..versteh ich nicht..

Tja, warum wohl? Vielleicht wäre etwas eigenständiges Denken angesagt? Was würde wohl passieren, wenn jeder wie er will Demos ausruft und mal eben vollkommen unvorbereitet den Verkehr in einer Großstadt lahmlegt? Die Anmeldung dient den Behörden dazu sich z. B. auf solche Dinge einzustellen und vorzubereiten. Außerdem zeigen immer wieder Demos von Linksextremen, daß diese ein erhebliches öffentliches Risiko darstellen und nun einmal eine gehörige Menge Polizisten als Kindermädchen für diese Knallköppe abgestellt werden müssen.

Fallen Angel
02.05.2003, 14:42
Also wer so dämlich ist und bei einer Randale Demo Mitmaschiert (ich weiß jetzt nicht ob das der Fall war) ist selber schuld. Wenn der dann eine aufs Maul bekommt, muss er sich nicht wundern.

Und zu den Passanten: Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber ich halte ich grundsätzlich von Demos (ob friedlich oder nicht) fern. Und wenn es dann auch noch ärger gibt, dann kann ich ganz schön schnell laufen.

Tiu
02.05.2003, 15:33
Schlimm finde ich diese militanten Aktivisten. Diese feigen arschl*cher welche sich unter friedliche Demonstranten mischen und für den ganzen Mist verantwortlich sind.
Bei so einer Demo wie gestern in Berlin können diese Aktivisten froh sein das ich kein Polizist bin. Da wäre bei mir längst die Sicherung durchgebrannt und der Schlagstock gegen eine MP5 mit 20 Magazinen ausgetauscht worden. Die sollten in die Wasserwerfer kein Wasser tun, sondern die Gülle von einem Schlachthof.:D

Fatalist
02.05.2003, 16:45
Original erstellt von GRAKA0815
Die sollten in die Wasserwerfer kein Wasser tun, sondern die Gülle von einem Schlachthof.:D

Umgekehrt wird's ja schon gemacht. Letzten Sommer gab es immer wieder Bilder, in denen gezeigt wurde, wie Randalierer die Polizisten mit Gülle übergossen, weil sie wußten, daß diese "noch" nicht knüppeln dürfen, da noch Deeskalation angesagt war.

Auch wurden am Vorabend zum diesjährigen 1. Mai gezielt Polizisten angegriffen, welche Deeskalationstaktik gemäß laut dem rot-roten Senat in Berlin, unbehelmt und ohne Schild waren, um bei denen größtmöglichen Schaden anzurichten. Glücklicherweise wurde darauf angemessen reagiert. Und nun heulen se alle rum, von wegen "böse Polizei"!

Bloody
02.05.2003, 17:10
Original erstellt von Fatalist


Auch wurden am Vorabend zum diesjährigen 1. Mai gezielt Polizisten angegriffen, welche Deeskalationstaktik gemäß laut dem rot-roten Senat in Berlin, unbehelmt und ohne Schild waren, um bei denen größtmöglichen Schaden anzurichten. Glücklicherweise wurde darauf angemessen reagiert. Und nun heulen se alle rum, von wegen "böse Polizei"!

Deeskalation bei solchen Idioten, was bringt das???

Aber das ist mit das Grundübel der roten Regierung, welche auf dem linken Auge einfach nur blind ist. Haben wir leider in Sachsen-Anhalt genauso.

kNu3t
02.05.2003, 17:36
Ich glaub ein Thread 1.Mai / Demonstrantengewalt wäre genauso angebracht, da die eine Seite die andere provoziert und andersrum...
Nur von provozierenden Bullen zu reden is mehr als naiv, die, die den Krawall verursachen fühlen sich doch eh schon provoziert wenn sie irgendwo nen grünes Auto sehn, und steigern sich dann sowieso in ihre kranke "Wir provozieren nicht, wir werden provoziert-Haltung" hinein...
Ich weiss ja nicht wies anderswo ist, aber in Berlin scheints ja so zu sein das da einfach nur ein Paar Hirnies Bock auf Randale haben...

GITANES
02.05.2003, 17:42
Wer zu so ner DEMO geht ist doch selber schuld. Die Polizei sollte noch viel härter durch greifen. Jedes Jahr diese Spinner auf der Straße-das ist einfach nur nervig!!!
Seine Meinung kann man auch anders kund tun und nicht mit Randalen.

Stan
02.05.2003, 17:42
logisch dass es einfach leute gibt die nur krawall wollen..ein kleines abenteuer oder sowas..einmal im jahr den bullen und reichen zeigen was sie sonst ja nicht machen können...aber das sind doch die wenigsten...den paar dutzend stehen aber 1000 bullen gegenüber..und wenn auch JA NUR EIN STEIN geworfen wird auf einen in grün eingepackten mit schild und helm dann ist fertig lustig..dann wird schon mal kräftig drauflosgschossen...

ich glaube eher, dass die randallierer von den bullen nur als vorwand benutzt werden, um die demo auseinanderzufetzen so dass sie sich auflöst...

und es sind nicht nur linke welche steine schmeissen..die steine kommen genauso von den faschos welche hinter den bullen stehen..das ist ja auch gerade so lustig..das hab ich beim WEF 2003 miterlebt..war ne riesenreihe von bullen (schweizer und deutsche..waren gemischt (was gesetzlich jedoch sehr fraglich ist)..wasserwerfer zum bsp waren grün und kamen aus deutschland :)) und auf der anderen seite die demonstranten, welche eingeperrt wurden...HINTER den bullen gabs ne relativ grosse gruppe von rechtsextremen, welche flaschen und steine über die bullen hinweg auf die demonstranten warfen..dagegen wird aber nichts unternommmen von seiten der polizei..aber wenn man schön am boden hockt und musik hört kriegt man tränengas in die fresse, weil es schon spät am tag ist und die bullen ja auch nach hause wollen..ein wirklich unprovozierter angriff...

Fatalist
02.05.2003, 17:54
Original erstellt von kNu3t
Nur von provozierenden Bullen zu reden is mehr als naiv, die, die den Krawall verursachen fühlen sich doch eh schon provoziert wenn sie irgendwo nen grünes Auto sehn, und steigern sich dann sowieso in ihre kranke "Wir provozieren nicht, wir werden provoziert-Haltung" hinein...


Man lese sich doch nur den letzten Satz in Stans Signatur durch, der sagt doch schon alles über diese Leute. Und ich beszweifel ganz stark, daß der Satz nur auf Soldaten gestimmt ist.

Stan
02.05.2003, 18:03
..der Satz trifft genauso auf die polizei zu..das liegt aber daran, dass ich jegliche form von gewalt/autorität verabscheue. Verstanden? Die paar demonstranten welche gewalt ausüben sind genausoschlimm..jedoch habe ich einen spruch, welche beide parteien beinhalten bis jetzt noch nicht gefunden.

Einfach alle linken Demonstranten mit dem ausdruck "diese leute" in die gleiche tonne werfen sollte man schon nicht..ist wie wenn ich alle nicht-demonstrierenden als asoziale ignoranten abstempeln würde..mach ich aber nicht

Fatalist
02.05.2003, 18:30
Original erstellt von Stan
..der Satz trifft genauso auf die polizei zu..das liegt aber daran, dass ich jegliche form von gewalt/autorität verabscheue. Verstanden?

Ich verstehe Leute wie Dich schon auf mehrere hundert meter Entfernung. Wenn Dir hier etwas nicht passt, dann zieh in den Busch. Dort kannst Du Anarchie ausleben wie Du lustig bist. Nur würde ich das als kleines rotes Hemdchen nicht unbedingt machen, denn dort Schütz dich dann nämlich keine Polizei vor einem der Dir ans Leder will. Auch verstanden?


Die paar demonstranten welche gewalt ausüben sind genausoschlimm..jedoch habe ich einen spruch, welche beide parteien beinhalten bis jetzt noch nicht gefunden.

Die paar Gewalttätigen, treten immerhin in schwarzen Blöcken von mehreren Hundert an, wenn es in Deutschland Randale gibt. Also bitte! Und das es keine Latrinenparolen gegen gewalttätige Demonstranten gibt, liegt wohl daran, daß vernünftige Leute besseres zu tun haben, als sich so einen Schmarrn auszudenken. Aber vielleicht kannst du ja mal anfangen, dir ein paar schlaue Sprüche auszudenken, oder klappt es nur mit dem Nachplappern von Parolen, nicht aber mit dem selber Denken?

Einfach alle linken Demonstranten mit dem ausdruck "diese leute" in die gleiche tonne werfen sollte man schon nicht..ist wie wenn ich alle nicht-demonstrierenden als asoziale ignoranten abstempeln würde..mach ich aber nicht

Komischerweise sind es aber meist linke Demonstranten, welche ihre "Argumente" mit Gewalt untermauern. Mir ist kaum eine linke Demonstrationen bekannt, die nicht vom schwarzen Block und dessen Mitläufer begleitet wird. Und es sind immer die Gleichen linken Leute, SPD/Grün/PDS/DGB, welche sich schützend vor ihren kleinen Randalezoo stellen.

Cerberus
02.05.2003, 18:32
@Stan
Sorry,Du warst nicht unbedingt angesprochen.;)
Das,was ich meine bezieht sich auf beide Seiten.Sowohl Pro als auch Kontra.
Es werden die selben Schemata sichtbar,worüber wir in den anderem Thread sprechen/schreiben.
Cerberus

Stan
02.05.2003, 18:38
@Cerberus: OK sorry :)..hab ich was falsch verstanden

Wenn Dir hier etwas nicht passt, dann zieh in den Busch.


wenn ich das mache, werde ich bestraft.


Die paar Gewalttätigen, treten immerhin in schwarzen Blöcken von mehreren Hundert an, wenn es in Deutschland Randale gibt. Also bitte! Und das es keine Latrinenparolen gegen gewalttätige Demonstranten gibt, liegt wohl daran, daß vernünftige Leute besseres zu tun haben, als sich so einen Schmarrn auszudenken. Aber vielleicht kannst du ja mal anfangen, dir ein paar schlaue Sprüche auszudenken, oder klappt es nur mit dem Nachplappern von Parolen, nicht aber mit dem selber Denken?



die mehrere hunderttausend uniformierten stehen in keinem verhältnis zu dem "schwarzen block" schätze ich..ich habe jedoch keine genauen zahlen, müsste ich mal nachschauen bei google, mach ich aber nicht da es gar nicht zur sache tut.

Mir ist kaum eine linke Demonstrationen bekannt, die nicht vom schwarzen Block und dessen Mitläufer begleitet wird.

das wort begleitet muss hier betont werden..

hast du schonmal eine friedliche fascho-demo gesehen? Und es sind immer wieder die gleichen schein-neutralen leute, welche sich schützend vor die faschisten stellen.

Bloody
02.05.2003, 18:39
Original erstellt von Fatalist

Komischerweise sind es aber meist linke Demonstranten, welche ihre "Argumente" mit Gewalt untermauern. Mir ist kaum eine linke Demonstrationen bekannt, die nicht vom schwarzen Block und dessen Mitläufer begleitet wird. Und es sind immer die Gleichen linken Leute, SPD/Grün/PDS/DGB, welche sich schützend vor ihren kleinen Randalezoo stellen.


Kann ich nur bestätigen, da herrscht bei anderen Parteien usw. mehr Ordnung, welche durch die Versammlungsleiter auch durchgesetzt wird.

blubberbrause
02.05.2003, 18:49
Also sowas hab ich ja schon lange nicht mehr gehört, Die armen armen linken Steinewerfer, denen es ja sooooooo schlecht geht und die nur gegen die Reichen protestieren wollen, beschweren sich wenn sie dann von der Polizei zur Ordnung gebracht werden. Mannoman.

Ich will jetzt mal rechte nicht in Schutz nehmen (sind genauso Kasper...) aber was man so im Fernsehen und auch live sehen kann, ist das bei deren Demonstrationen meist die Provokation von den linken startet.

olly3052
02.05.2003, 19:03
@ Stan,
gilt Deine Meinung und Deine posts nur für die Züricher Maidemo?
Ich frage deshalb, weil es mir sonst schwerfällt nicht nochmal Dir gegenüber die Contenance zu verlieren.


Gruß

Elessar

Sniper
02.05.2003, 19:05
Also ich hab' ja absolut nichts gegen irgendwelche Demos etc. Solange diese friedlich verlaufen. Aber was da jedes Jahr in Berlin abgeht ist der Hammer. Da kommen diese Drecksäcke zu hunderten NUR um Randale zu machen! Und NIX anderes! Das Beste ist noch das etliche davon extra aus ganz Deutschland anreisen, nur um Ärger zu machen. Wenn ich sowas seh' könnt ich echt kotzen. Legen die doch fast ganze Strassenzüge in Schutt und Asche. Von mir aus können die Bullen noch viel, viel, viel härter durchgreifen!!!
Die deutschen haben keine Gummiegeschosse?? Na dann wird's aber Zeit!! Von mir aus können die auf diese steinewerfenden Krawallos auch scharf schießen...

olly3052
02.05.2003, 20:10
Denn nicht:rolleyes !

Ich bin grundsätzlich gegen jedwelche Aufrüstung der Polizei, was Demoeinsätze angeht. Die zur Verfügung stehenden Mittel langen allemal.
Ich bin auch vehement gegen Gummigeschoße, da sie viel zu ungenau sind und letztlich erhebliche Verletzungen verursachen.

Die Deeskalationshaltung der Berliner Polizeiführung ist eine Farce.

Denn "die " Leute, die auf Randale aus sind, lachen sich darüber einen Loch in den Bauch.

Übrigens werden die Maidemonstrationen in Chaotenfachkreisen auch Maifestspiele genannt.
Im i-Net gibt es auf einschlägigen Seiten sogar ein Ganztagesprogramm, wie diese Spiele auszufüllen sind.
Das schlimme dabei ist, daß es Randale um der Randale willen ist und nichts weiter!

Weiterhin ist es ebenso naiv anzunehemen, daß DBG, die Grünen oder die Roten diese Chaoten in ihren Reihen billigen oder sogar schützen.
Mein Vater hat mich in den Siebzigern jedes Jahr zum Kurt Schuhmacher Haus zu den Maikundgebungen des DBG mitgenommen. War ne spannende Sache, auch wenn ich nicht wußte worum es ging;) .
Heutzutage würde er wohl keine Kinder mehr mitnehmen.
Der Streß geht ja sowieso immer nach Ende der eigentlichen Veranstaltung ab.

Ach ja, zu den prügelgeilen Bullen in Deutschland:
Es gibt in so einem Haufen bestimmt auch Typen, die Lust auf "klatschen" haben.
Die Meisten hätten an diesem Tag bestimmt besseres vor, als sich mit solchen Hirnis zu schlagen.

Gruß

Elessar

Fatalist
02.05.2003, 20:16
Original erstellt von Stan
die mehrere hunderttausend uniformierten stehen in keinem verhältnis zu dem "schwarzen block" schätze ich..ich habe jedoch keine genauen zahlen, müsste ich mal nachschauen bei google, mach ich aber nicht da es gar nicht zur sache tut.

Erstmal gibt es in Deutschland die Polizei nicht nur um ein paar wildgewordene Randalehansels in Schach zu halten, derwegen dürfte es selbstverständlich sein, daß in Deutschland einige zehn- oder hundertausend Polizeibeamte beschaftig sind. Die haben schließlich noch andere Aufgaben, oder haltet ihr euch für den Nabel der Welt?

Außerdem geht es hier nicht um irgendwelche pubertären Spielchen, wo eine motzen kann "Ihr seid aber viel mehr als wir!". Die Polizei wird immer versuchen stärker aufzutreten, um erstens die oberhand zu behalten und zweitens die Schäden unter den Beamten gering zu halten. Oder meint ihr wirklich, die Polizistens müßten sich mit ein paar Asozialen auf eine 1 zu 1 boxerei einlassen?



das wort begleitet muss hier betont werden..


Begleitet und gedultet. Es sind nicht umsonst die von mir angesprochenn Leute von SPD/Grün/PDS/DGB, welche politisch massiv auf die Polizei einwirken und hintenrum den verhafteten und angeklagten Randaliereren noch zu Rechtsbeistand verhelfen.


hast du schonmal eine friedliche fascho-demo gesehen? Und es sind immer wieder die gleichen schein-neutralen leute, welche sich schützend vor die faschisten stellen.

Ganz ehrlich gesagt ja und zwar alle paar Wochen. Oder ist dir bekannt, daß in den letzten Jahren jemals Gewalt von einer "Fascho" oder "NPD" Demo ausgegangen ist? Ich konnte in "allen" Berichten, und ich lese sehr viel darüber, immer nur feststellen, daß die Gewalt stets von den Gegendemonstranten, also wieder einmal von Links, ausgegangen ist. Selbst die Gerichte haben dies festgestellt, als versucht wurde NPD Demonstrationen, mit dem Verweis auf zu erwartende Gewalt zu verbieten.

Raddocki
02.05.2003, 20:24
Original erstellt von Schorsch
@Raddocki&Fatalist:

Ist ja ganz schön heftig was ihr hier von euch gibt. Da sieht man doch mal wieder das es doch noch Leute gibt die sich auf einem noch niedrigerem Niveau bewegen als die randalierenden Chaoten.

hmm schorsch......ich beschädige kein Fremdes eigentum......ich verletze keine menschen! Ich besaufe mich nich bis zum verdoffen......und Strafe muss sein!

Wenn die Polizei mal wirklich härter durchgreifen würde, dann würden sich solche spinner die nur Gewalt und Randale im Kopf haben, es sich 5 mal überlegen ob sie das nochmal machen!

olly3052
02.05.2003, 20:30
Original erstellt von Fatalist
Begleitet und gedultet. Es sind nicht umsonst die von mir angesprochenn Leute von SPD/Grün/PDS/DGB, welche politisch massiv auf die Polizei einwirken und hintenrum den verhafteten und angeklagten Randaliereren noch zu Rechtsbeistand verhelfen.


Das halte ich für das gleiche Scheuklappendenken, das auch Stan an den Tag legt.

Oder ist dir bekannt, daß in den letzten Jahren jemals Gewalt von einer "Fascho" oder "NPD" Demo ausgegangen ist?

So blöd sind die Faschos nun auch wieder nicht.
Ich verfolge aus beruflichen Gründen auch so manchen Aufzug der Rechten.

Wenn die in grün gekleideten Herren nicht den gesamten Zug schützen würden, würden die aber mächtig Haue kriegen.
Da die Rechten immer in geringer Zahl erscheinen, hätten sie auch nicht den Hauch einer Chance mit heiler Haut davon zu kommen.
Da noch auf den Gedanken zu kommen, gewalttätig aufzutreten ist so hirnrissig, daß das selbst die Glatzen begreifen.

Gruß

Elessar

Stan
02.05.2003, 20:39
Stimmt so nicht..bei den demos die ich gesehen war es zwar immer so, dass Linke auf die Faschos losgegangen sind, aber das waren an LINKEN demos..die kreuzen einfach immer auf..plötzlich sieht man die glatzköppe ohne inhalt aus einer strasse rauskommen und dann bleiben sie stehen..provokativ..das heisst nicht dass ich die gewalt gegen sie billige! Die schaufenster gestern gingen erst kaputt als die faschos auftraten..und die bullen sahen zu und machten erstmal nichts :)...komisch auch dass die faschos aus einer richung kamen, wo die strassen mit hecken abgesperrt wurden und wo die bullen keinen einzigen demonstranten durchliessen (hab ich selbst getestet..dann kommen sie nur mit billigen sprüchen)

Raddocki
02.05.2003, 20:42
stan da du ja hier so gegen die Polizei sprichst..............wie fändest du es wenn man dir jetzt einfach mal dein gesamtes eigentum abfackelt und dich mal mit steinen bewerfen würde, und wenn du dann am boden liegst auch noch bis zum bitteren Ende tretten würde?!


Wer sollte dir dann helfen, wenns keine Polizei mehr geben würde?!

Auch mal die Positiven seiten der Beamten sehen und nich immer nur auf "ach die bullen sind eh nur gegen uns" Sicht behaaren!

olly3052
02.05.2003, 20:44
@ Stan,
mag für Zürich nicht stimmen.
In Deutschland... nein, ich kann nur für HH sprechen, läuft es immer so ab.

Ich glaub, ich muß mal nächstes Jahr Zürich besuchen, kann das ja kaum glauben, aber wenn Du es so erlebt hast, wird es wohl so sein.

Gruß

Elessar

blubberbrause
02.05.2003, 20:48
Darf ich fragen was du beruflich da zu tun hast ?

olly3052
02.05.2003, 20:51
...darfst Du ;)

Gruß


Elessar

linkser
02.05.2003, 21:04
Ganz ehrlich gesagt ja und zwar alle paar Wochen. Oder ist dir bekannt, daß in den letzten Jahren jemals Gewalt von einer "Fascho" oder "NPD" Demo ausgegangen ist?

da die rechten ja nicht soviele sind, haben sie schiss vor der übermacht der linken und zünden dann lieber ein asylantenheim an.

Fatalist
02.05.2003, 21:43
Original erstellt von mr.e
da die rechten ja nicht soviele sind, haben sie schiss vor der übermacht der linken und zünden dann lieber ein asylantenheim an.

Das nicht viele Rechte auf Demos anzutreffen sind mag sein. Dies liegt aber daran, daß die Demos zumeist erst in letzter Minute, unter unmöglichen Auflagen, genehmigt werden. Dies schreckt viele ab und ist wohl auch so beabsichtigt. Auch werden viele Busse mit Demonstrationsteilnehmern nicht zur Demo durchgelassen. Außerdem macht es wenig Sinn zu demonstrieren, wenn man stets von einem Riesentroß Polizei abgeschirmt wird, selbst wenn kaum Gegendemonstranten vor Ort sind. Ich hätte daran auch wenig Interesse.

Aber mal im Ernst, denkst du ein paar 15 jährige Kreischer würden sich lange halten, wenn sie nicht unbedingt 10:1 in der Übermacht wären? Frag den guten Stan mal, wie vor ein paar Jahren in der Schweiz eine handvoll Faschos einen Lautsprecherwagen einer linken Demo gestürmt haben. Da haben die vermutlich ganz schön dumm aus der Wäsche geguckt.

blubberbrause
02.05.2003, 21:46
@Elessar

Ok, dann frag ich mal :

Was hast du beruflich damit zu tun ?

linkser
03.05.2003, 00:17
das mit der übermacht gilt aber immer, für linke und für rechte.



achso noch zum thema:

hab eben bei rtl bei mr.heiner-ich-lebe-immer-noch-bremer nen interessanten bericht über die mai-krawalle in berlin gesehen. darin wird berichtet, dass es eben nicht linke,autonome oder punks waren die grosse krawalle gemacht haben, sondern deutsche, türkische,arabische jugendliche ohne jeden politischen hintergrund, die eben wirklich einfach nur bock auf ein bisschen randale und autos anzünden hatten.

Schorsch
03.05.2003, 14:08
@Radocki:
Original erstellt von Raddocki
hmm schorsch......ich beschädige kein Fremdes eigentum......ich verletze keine menschen! Ich besaufe mich nich bis zum verdoffen......und Strafe muss sein!

Wenn die Polizei mal wirklich härter durchgreifen würde, dann würden sich solche spinner die nur Gewalt und Randale im Kopf haben, es sich 5 mal überlegen ob sie das nochmal machen!

Sich am Leid anderer Menschen aufzugeilen, egal wie diese Leute drauf sind, ist für mich so ziemlich das tiefste Niveau auf das man sich begeben kann. Und genau das habt ihr in euren ersten postings getan.

MaOaM
03.05.2003, 14:39
Wenn diu RAndalierst musst du divch nicht wundern wenn du was abkriegst. Aber die härte der Polizei war nach deine Schilderung etwas übertrieben. Naja ob wirklich so hart war lässt sich nicht nachprüfen und du weisst auch nicht wie schnell die Geschosse flogen, oder ob wirklich PAssanten getrofen wurden.

Schorsch
03.05.2003, 16:10
Das die Gewalt der Polizei nicht immer gerechtfertigt ist sieht man daran, dass auch schon Reporter und sogar die eigenen Kollegen in Zivil angegriffen und verletzt wurden.

Kaltpresse
03.05.2003, 16:12
Leider war die Berliner Polizeiführung mal wieder zu lasch.

Viele der Polizisten die dort gefahr laufen nen Plasterstein oder ne Flasche oder weiss ich was an den Kopf bekommen, würden ganz anders mit denen umgehen.

Ich wunder mich schon wieso die nicht eigenmächtig handeln:D

Fatalist
04.05.2003, 22:05
Original erstellt von Schorsch
@Radocki:


Sich am Leid anderer Menschen aufzugeilen, egal wie diese Leute drauf sind, ist für mich so ziemlich das tiefste Niveau auf das man sich begeben kann. Und genau das habt ihr in euren ersten postings getan.

Es ist ja ein kleiner Unterschied ob Unschuldige leiden, oder Krawallmacher, welche anderen ebenfalls körperliches Leid zufügen wollten. Und wenn gegen diese eben hart, am besten sehr hart, durchgegriffen wird, ist das vollkommen ok.

Schorsch
05.05.2003, 01:04
......man wäre des geil anzusehen wie die ganzen chaoten am boden zappeln LOL


Dort hat der rote Mob ebenfalls randaliert und ein Szene zeigte, wie ein Polizeiköter so'n Chaot am Bein fasste und mehrere Meter über die Straße schleifte. Das war mal richtig geil!


Was soll denn daran so geil sein? Kriegt ihr dabei auch 'nen Ständer?
Tut mir leid, aber durch solche Äusserungen outet ihr euch, nicht einen Deut besser zu sein. Ziemlich krank...

olly3052
05.05.2003, 01:38
Original erstellt von Kaltpresse
Leider war die Berliner Polizeiführung mal wieder zu lasch.

Viele der Polizisten die dort gefahr laufen nen Plasterstein oder ne Flasche oder weiss ich was an den Kopf bekommen, würden ganz anders mit denen umgehen.

Ich wunder mich schon wieso die nicht eigenmächtig handeln:D

Was glaubst Du denn, wie "die" mit denen umgehen würden, wenn sie eigenmächtig handeln könnten?

Deine Pappnase schützt Dich nicht vor sinnlosen Geplapper!

@ Fatalist und Co....

Es ist schon schwierig für junge Polizisten, in so einer Situation kühlen Kopf zu bewahren. Das sie es tun, hebt sie von Dir und Deinesgleichen erheblich ab.


Gruß


Elessar

MaOaM
05.05.2003, 14:19
Aöso irgendwie werded ihr beleidigend. Muss das sein?

Dottogg
05.05.2003, 14:40
1. Mai-Krawalle sind nen Scheiß, das hat nix mehr mit politischen zielsetzungen oder ähnlichem am Hut. Die Krawalle stellen alle Maidemonstraten mit friedlichen absichten in ein schlechtes licht und sorgen dafür das diese dann vielleicht auch noch vor die fresse kriegen... Die Rechnung ist ganz einfach:
Krawalle *minus* Alkohol *minus* Spaß an Gewalt *istgleich* nix
Es gibt zwar leute die sagen: *wir müssen gegen das system kämpfen*, aber was konstruktives kommt in der argumentation eh nich raus. Natürlich läuft in diesem land was schief, aber gewalt ist nicht das signal.

Kaltpresse
05.05.2003, 14:46
@Elessar


Ich wüsste was ich mit denen machen würde.

Und den anderen Spruch überseh ich mal kulanterweise............

Tod
01.05.2004, 19:01
Tja, und wieder viele verhaftet, viele Unschuldige verletzt, viele um ihr Eigentum gebacht...
Es kotzt mich an, dieses 1. Mai-Verhalten.

Haudrauff
30.04.2010, 15:20
Darf ich diesen nicht mehr ganz so gut besucheten Tread hier ausgraben?
Ansonsten gibts einen neuen.

Folgendes geht mir nämlich auf die Nüsse:


Morgen (heute Nacht) ist es wieder soweit. Bundesweit wurden Polizeibeamte in die Hauptstadt verlegt um den steineschmeißenden Grawallmachern einhalt zu bieten. Natürlich nur mit mässigen Erfolg, dass zeigt die Erfahrung.
Die Kosten für diesen Polizeieinsatz sind dabei nicht mal das größte Übel. Viel schlimmer sind die in brand gesetzten Autos der unschuldigen Anwohner. Die meisten bringen zwar ihr Auto in Sicherheit, dennoch wird es noch viele Autos geben, die man anzünden kann.
Auch die verletzten Polizisten sind jedes jahr auf neue unannehmbar. Wer Steine auf die Staatsgewalt schmeißt ist in meinen Augen ein Schwerverbrecher ---> versuchter Totschlag, versuchte körperverletzung, widerstand gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung... die Liste ließe sich unendlich weiterführen.
Nur wieso läßt es sich der Staat jedes Jahr aufs neue gefallen? Wann wird hier mal knüppelhart durchgegriffen?
In meinen Augen sind das alles Terroristen die gezielte Terroranschläge durchführen.

Wer willentlich Schaden anrichtet und die Gesundheit von Polizeibeamten aufs Spiel setzt hat in unserer Gesellschaft nichts verloren.

th3o
30.04.2010, 15:25
@haudrauff
das kannst du aber nur als staats-diener sagen.
was soll das die anderen kümmern?

das ist ganz simpel.
für die, die eine autorität nicht anerkennen, hat es kein belang was sie mit ihrem tun verbrechen.
du regst dich darüber auf, dass deine hohen werte (DIE staatsgewalt zb) verletzt werden.
die anderen sagen dazu nur: so what?

Basti87
30.04.2010, 15:33
Seh ich genauso, die Polizei muss langsam mal durchgreifen, aber das trauen die sich leider nicht. Lieber hat man bürgerkriegsähnliche Zuständen. Gerade in Hamburg muss da doch was gehen unter der Regierung dort. In Berlin sieht unter dem rot-dunkelroten Senat natürlich anders aus, die akzeptieren die Gewalt. Mir tun auch immer die Anwohner leid die unter der Randale leiden müssen, zum Glück wohne ich dort nicht, ich glaub ich würde mich vergessen wenn die Linken da mein Auto anzünden würden. Aber ist halt heutzutage cool fremdes Eigentum zu zerstören und versuchen Menschen zu töten...

DJ_We$t
30.04.2010, 15:34
Ich stimme da haudrauff voll und ganz zu!
Ich glaube wenn Jemand der Demonstranten mein Auto erwischen würde und ich das mitbekommen würde wer das war würde ich selber durchgreifen.
Man kann auch friedlich demonstrieren. Man sollte den Polizisten ausserdem für solche Lagen mehr Freiheit gewehren damit mit der gleichen Gewalt zurück geschlagen wird, wie die Demonstranten an den Tag legen.

th3o
30.04.2010, 15:39
"Man sollte den Polizisten ausserdem für solche Lagen mehr Freiheit gewehren damit mit der gleichen Gewalt zurück geschlagen wird, wie die Demonstranten an den Tag legen."

au ja bitte :rolleyes
dann hast du definitiv nen straßenkrieg weil dann auch leute eingreifen werden, die eigentlich damit zunächst nichts zu tun hatten...entweder werden sie für die polizei partei ergreifen und mit auf die demonstrangen einschlagen oder sich den demonstranten anschließen und mit gegen die bullen kloppen. gute idee :)

Haudrauff
30.04.2010, 15:42
Bitte die Demonstranten nicht mit den linken gewaltbereiten Caoten verwechseln.
Traditionell ist der 1. Mai ein Tag der Demonstration. *wiki-link* (http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai)
Diese alljährliche Zerstörungswut hat nichts mit demonstrieren zu tun.


@th3o
Wieso sollte man nicht mal hart durchgreifen und alle gewaltbereiten Caoten schon im Vorfeld festsetzten? Die Schuldigen sind ja sehr leicht von den Unschuldigen zu unterscheiden.
Vermummungsverbot: Bei Versammlungen oder auf dem Weg dorthin ist es eine Straftat, sich in einer Weise aufzumachen, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern. Als Ordnungswidrigkeit geahndet wird bereits das Mitführen von dazu geeigneten und bestimmten Gegenständen bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel, Aufzügen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltung unter freiem Himmel oder auf dem Weg dorthin (siehe §§ 17a Abs. 2, 28 VersammlG). Das Anlegen, also Tragen solcher Gegenstände bei oder auf den Weg zu solchen Veranstaltungnen stellt einen Straftatbestand dar. (siehe §§ 17a Abs. 2, 27 Abs. 2 Nr. 2 VersammlG).

th3o
30.04.2010, 15:46
"Wieso nicht?" Auf welche Aussage beziehst du dich gerade?

Lars_SHG
30.04.2010, 16:01
Was mir eingentlich immer gegen den Strich geht, ist das IMMER die falschen was abkriegen.
Wenn es mal Sinn machen würde Videos zu Prävention zu machen (nicht so wie jetzt, wo ein Polizist ne Handycam hat und in Häuser filmt).
Aus 10 Perspektiven alles filmen, von Seiten der Polizei nichts während der DEMO unternehmen (wirkt auch deeskalierend) außer die Demonstranten zu begleiten, die Chaoten die sich daneben benehmen mit Farbpatronen markieren und verfolgen und Namen, Adresse etc. notieren.
Dann alle Kosten hochrechnen, einschließlich Polizei-Einsatz und dann die Chaoten 1:1 damit belasten.
Das machen die 1 - 2 mal, dann wandern die in den Knast, weil sie die Strafe nicht zahlen können.

...nur so eine Idee, schlechter kann es ja eigentlich nicht werden!

aemaeth
30.04.2010, 16:22
Stimmt ja, heute über Nacht zum ersten Mai sind ja wieder die ganzen Idioten unterwegs.. :rolleyes

Lächerlich diese Elemente, als ob der erste Mai ein Feiertag für Zerstörung fremden Eigentums wäre.. mehr geht nich~
Die Linken sind genauso schlimm wie die Rechten oder die Mittleren. Leute wir haben 2010 wo lebt ihr denn? :o

Prom07
30.04.2010, 16:33
Lars_SHG
Geile Idee! Wäre ich auch für - aber ich schätze mal bei den meißten "Assis" aus dem "Block" gibts eh nichts zu holen wenn du die mit den Kosten für einen Polizeieinsatz belasten möchtest ^^
Abgesehen davon ist deine Methode Unruhetäter zu markieren evtl. ein wenig ineffektiv. Wäre ich im Block und würde ´n Ball kassieren, dann zieh ich meinen pulli aus und stopf den schnell in meinen Rucksack --> Zwiebelprinzip :D

Heretic Novalis
30.04.2010, 16:38
das ist ganz simpel.
für die, die eine autorität nicht anerkennen, hat es kein belang was sie mit ihrem tun verbrechen.
du regst dich darüber auf, dass deine hohen werte (DIE staatsgewalt zb) verletzt werden.
die anderen sagen dazu nur: so what?
ich würde mich als anwohner darüber aufregen, dass irgendwelche debilen idioten aus hass auf den staat (also alle bürger dieses landes, der staat besteht nunmal aus uns allen) meine fensterscheiben einschmeissen, mein auto anzünden und vor meinem haus krawall machen.

wenn dann mal härter durchgegriffen wird und einige anwohner zu den gleichen mitteln greifen, sind diese chaoten die ersten, die rumjammern und diese gegenwehr in ihre verdrehte weltsicht einbauen nach dem motto "wir hams ja gleich gesagt, dass da nur gewalt vom staat kommt".

gegen demonstrationen hat glaub ich niemand was. die sind gut und auch notwendig. aber die gewaltfetischisten gehören weggesperrt oder sonstwie aus dem verkehr gezogen. und ganz ehrlich: ich nehme gerne eine anzeige in kauf, wenn ich dafür dem depp, der meint mein auto anzünden zu müssen, seine junkie-beine brechen kann.

solche leute haben in unserer gesellschaft - oder besser: in jeder gesellschaft - nichts verloren. und wer hier ernsthaft diese ausschreitungen gutheisst, hat noch nie für sein ein- und auskommen arbeiten müssen oder sich mal mit der thematik befasst.

@haudrauff
warum nicht härter durchgegriffen wird? weils dann anzeigen hagelt. siehe jedes jahr aufs neue: "unverhältnismäßige" gewalt gegen "friedliche demonstranten". der polizist, der einen steinewerfer ins bein schiesst, wird seines lebens nicht mehr froh, denn in diesem land gilt immer noch der täterschutz, wenn das opfer "stärker" war. jedes jahr aufs neue veranstalten diese subjekte chaos und krawall ... und überziehen die staatsgewalt hinterher mit vorwürfen und klagen. aber ich gebe dir recht: die bekannten terroristen gehören weggesperrt.. wobei das für viele sogar eine verbesserung der lebensumstände mit sich bringen würde. neben den "die haben ja zurückgeworfen! das gilt aber nicht!"-jammereien geht dann sofort das geschrei los von wegen "wir dürfen nciht mal unsere meinung sagen" und nicht lange danach gibts wieder den obligatorischen nazi-vergleich, womit jede diskussion sofort erstickt wird.

diese "menschen" wollen provozieren und sie werden damit nicht aufhören. sie begreifen nicht, dass sie damit nichts erreichen, denn dafür müssten sie sich ein wenig mit der deutschen und europäischen geschichte auskennen (was bei den friedlichen demonstranten auch oft der fall ist!). es sind krawallmacher und sie stehen auf einer stufe mit neonazis, die asylbewerberheime in brand stecken. sie gehören nicht in dieses land und wer den staat ablehnt, hat von diesem normalerweise auch keine hilfe zu erwarten. aber hier hat ja niemand die traute, was dagegen zu unternehmen - aus oben genannten gründen.

fazit: wenn ich einen erwische, der mein eigentum beschädigt oder mich angreift, ist er reif. denn eine andere sprache verstehen diese sozialversager nicht. und mir ists egal wenn der mich verklagt oder anzeigt. DER machts nicht wieder. manchmal (!) muss man sich (für kurze zeit) auf das niveau der störer hinabbegeben, denn in den letzten jahrzehnten hat jedweder friedliche lösungsversuch auch nicht im geringsten was gebracht.

@lars_SHG
eine interessante idee... wenns denn jemand mal durchziehen würde. andererseits: was willst du denn bei den chaoten groß an kosten wieder reinholen? ich bezweifle, dass die etliche millionen aufbringen können, aber einen versuch wärs vielleicht wert.

th3o
30.04.2010, 16:39
@prom
da scheint einer ja block-erfahrung zu haben :p

Prom07
30.04.2010, 17:02
Ne ... auf meiner persönlichen Liste der Dinge die ich nicht leiden kann wetteifern Nazis und Linke Krawallmacher (und BAMM^^) derbe um den ersten Platz - Und der Block ist gerade derbe auf der Überholspur....

Ich habe nur darüber nachgedacht wie ich´s dann anstellen würde ^^ Aber anders herum zünde ich auch nicht den Ford Fiesta einer Friseurin an um es "den Reichen" mal ordentlich zu zeigen...

Boonanza
30.04.2010, 19:15
alles spezialisten hier, was? gewalt und vandalismus ist definitiv zu verurteilen, aber hier wird auf bildzeitungsniveau das übel hochgeredet und völlig indifferenziert betrachtet. wenn hier schon links und rechts in einen topf geschmissen wird, dann stellt gleich mal den schaden und den polizeilichen aufwand ins verhältnis zu nem fußballspiel in der dritten liga - ist nichts im vergleich! statt sich den arsch vom rechner platt zu sitzen und das maul zu zerreissen mal n bisschen bürgerschaftliches engagement zeigen, als freiwilliger bei nem jugendprojekt (da fehlen immer leute) oder so arbeiten - das wäre ein statement! wer doch lieber vorm rechner sitzt, kann ja mal zahlen suchen wieviele gewalttaten und morde auf die konten von rechten und linken gehen.

Prom07
30.04.2010, 19:35
Ohne die Taten Rechtsextremer in irgendeiner Weise relativieren oder verharmlosen zu wollen, aber ich habe in der Zeitung bisher noch nicht gelesen dass Rechte auf den Tod deutscher Soldaten Sekt trinken, auf den 1. Mai Autos anzünden, Polizisten mit Steinen bewerfen ...

Abgesehen davon - Ich halte Extremismus für grundsätzlich falsch - Dabei ist es mir vollkommen egal ob er von Links oder Rechts kommt, nur ist der Unterschied dass "links"-motivierte Gewalt anscheinends viel eher Duldung findet..

h@mster
30.04.2010, 19:53
Die ganzen Assis die an dem Tag randalieren gehört ordentlich "der Arsch versohlt"...kann man nur hoffen, dass die Polizei hart mit Knüppeln vorgeht und denen ordentlich Dampf macht.

Demonstrieren JA, aber ohne Gewalt und Randale.

th3o
30.04.2010, 19:54
@prom
extremismus als begriff, oder als vorwurf an eine andere politische gruppierung, ist äußerst problematisch und durchaus ein modewort, das als politische waffe seitens einer herrschenden ordnung eingesetzt werden kann, um andere ansichten überhaupt zu unterdrücken. daher ist vorsicht geboten bei der benutzung.
wenn man nur sagt dass man gegen "jeden extremismus" sei, dann ist damit eigentlich wenig ausgesagt.
ein recht interessanter text dazu:
http://inex.blogsport.de/2010/03/15/gegen-den-staatlich-verordneten-anti-extremismus/

e-ding
30.04.2010, 20:26
Alle Jahre wieder!
Als Berliner Friedrichshaini werde ich dieses Jahr, wie jedes Jahr, mein Auto umparken und Freunden, die wirklich mittendrin wohnen, Asyl gewähren. Bin grad im HBf eingetrudelt und die Krawalltouris...äähh...Tag der Arbeit - Demonstranten waren auch schon da.

Dann gehts heute Abend wieder bunt los und Anarchos, Antifa, ne Hand voll Nazis und Kreuzberger "Partymigranten" lassen die Sau raus. Auseinanderhalten kann man da eh niemanden (die untereinander allerdings auch nicht).

Am Montag wird Ströbele wieder etwas von Polizeigewalt faseln und alle Anarchiebegeisterten, die sich am Wochenende noch den tief verhassten Systemregeln widersetzt haben, eben diese nutzen, um Schmerzensgeld von der Polizei einzuklagen.

Heidewitzka! Bis wirklich mal jemand heult.

MFG

C3rone
30.04.2010, 23:20
das ist ganz simpel.
für die, die eine autorität nicht anerkennen, hat es kein belang was sie mit ihrem tun verbrechen.
du regst dich darüber auf, dass deine hohen werte (DIE staatsgewalt zb) verletzt werden.
die anderen sagen dazu nur: so what?


Aber gleichzeitig wollen diese Menschen von den Vorteilen profitieren, ja? Sie nutzen die Infrastruktur (z.B. um nach Berlin zu kommen), die Bildungseinrichtungen (sind ja auch genug Studenten dabei) und das Sozialsystem (Kindergeld, BAFÖG), finden aber eigentlich alles doof und erkennen es nicht an.

Seltsame Lebenseinstellung.

Ergänzung vom 30.04.2010 23:25 Uhr: dann stellt gleich mal den schaden und den polizeilichen aufwand ins verhältnis zu nem fußballspiel in der dritten liga.

Im Iran wird auch auf Demonstranten geschossen. Deiner Ansicht darf man ja schlechte Dinge tun, weil andere Dinge ja noch viel schlechter sind. Es wäre also deiner Meinung nach in Ordnung, wenn man das iranische Modell hier anwendet, ja?

Oder bist du vielleicht doch auch eher meiner Meinung, dass man einfach solche Sachen nicht gegeneinander aufwiegen kann?

Ergänzung vom 30.04.2010 23:28 Uhr: @prom
extremismus als begriff, oder als vorwurf an eine andere politische gruppierung, ist äußerst problematisch und durchaus ein modewort, das als politische waffe seitens einer herrschenden ordnung eingesetzt werden kann, um andere ansichten überhaupt zu unterdrücken

Fang doch nicht schon wieder mit Wortklaubereien an. Jeder weiß, was und wie es gemeint ist.

Aber alternativ kann man ja mal versuchen, das Wort Extremisten im deutschen Sprachgebrauch durch "Arschlöcher, Volldeppen, 7,62mmZiel" oder ähnliche Begriffe zu ersetzen. Dann weiß auch jeder, was gemeint ist, aber der fiesböse Gemeinstaat kann die Worte nicht nutzen, um arme Bürger subtil einer Gedankenkontrolle zu unterziehen.

Boonanza
01.05.2010, 00:32
Ohne die Taten Rechtsextremer in irgendeiner Weise relativieren oder verharmlosen zu wollen, aber ich habe in der Zeitung bisher noch nicht gelesen dass Rechte auf den Tod deutscher Soldaten Sekt trinken, auf den 1. Mai Autos anzünden, Polizisten mit Steinen bewerfen ...

mein statement bezog sich etwa auf "linker = rechter extremismus" (heretic). habe nicht behauptet, dass ich damit sympathisiere oder es relativieren will - ich finde allerdings das es ne abstufung gibt zwischen pietätlosigkeit, vandalismus und (politisch motiviertem) mord. bei letzterem hat der rechte extremismus dem linken gegenüber einigen vorsprung. egal ob man dabei auf die letzten jahre schaut, die zeit seit der wende nimmt oder sogar die raf-morde mit rein rechnet. täglich brennt in berlin ein auto, an 3-4 wochenenden im jahr gibt es in 3-4 städten eine größere randaleveranstaltung, dazu noch alle jahre bei irgendeinem gipfel. etwa einmal pro woche gibt es einen tätlichen angriff mit rechtsextremem hintergrund, daraus folgend 5-10 todesfälle pro jahr. müsste ich mich jetzt zwischen leben/gesundheit und meinem auto wählen, ich wüsste was ich nehme...


Im Iran wird auch auf Demonstranten geschossen. Deiner Ansicht darf man ja schlechte Dinge tun, weil andere Dinge ja noch viel schlechter sind. Es wäre also deiner Meinung nach in Ordnung, wenn man das iranische Modell hier anwendet, ja?

Oder bist du vielleicht doch auch eher meiner Meinung, dass man einfach solche Sachen nicht gegeneinander aufwiegen kann?


eindeutiges jein. natürlich will ich kein iranisches modell, keine schlechten sache mit noch schlechteren gut heißen usw. - man sollte aber doch ein paar sachen ins verhältnis setzen. die bisherige diskussion drehte sich zu einem guten teil um "wenn ich mal so einen erwische bzw. die polizei sollte härter zuschlagen (jupp, gut ausgebildete bewaffnete einheiten gegen 16 jährige, angeheiterte, hühnerbrüstige spinner - lets go)"(heretic, basti) und "die sollen für entstehende kosten aufkommen"(haudruf, lars, heretic) - letztere forderung höre ich in bezug auf die bei fußballspielen entstehenden kosten selten, dabei verdienen hier einige leute gutes geld. ich habe auch nciht behauptet, dass das schlimmer ist, aber es ging hier um kosten für "den staat/steuerzahler/betroffenen". wenn man körperliche gewalt als strafe oder gegenmaßnahme bei sachbeschädigung fordert und dies mit einem "volkswirtschaftlichen" hintergrund tut, dann müsste man neben den fußball"fans" auch steuerhinterzieher foltern. was spricht gegen den vorschlag bekannte täter wie in der fußball"fan"szene im vorfeld festzusetzen? gibt es zwischen diesem (http://www.youtube.com/watch?v=k_ZNE6E3jJU) und diesem (http://www.youtube.com/watch?v=lJUWXEoiICI&feature=related)video einen unterschied?

schaut euch das an und überlegt ob ihr rechts und links weiter in einen topf werft:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/825520/Neue+braune+Welle#/beitrag/video/825520/Neue-braune-Welle
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article630877/Nazi-Mord-an-Marinus-16-in-Potzlow-Zeugen-gingen-nicht-zur-Polizei.html
http://www.bz-berlin.de/tatorte/gericht/mord-prozess-gegen-neo-nazis-article343767.html
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/

Odium
01.05.2010, 01:22
Irgendwie wird immer viel zu viel über die Gewalt am 1. Mai geredet. Da tackeln also wieder alle möglichen Leute nach Berlin, machen ihre paar Stunden Anarcho-Urlaub und führen sich ganz toll. Boonanza, was interpretierst du da eigentlich noch an politische Schemas? Meinst du diese Leute, die Steine auf Menschen werfen, sind politisch aktiv? Alles, was die wollen, ist breitflächig austeilen und im Schutze der Masse nichts einstecken müssen. Am Montag dann wieder im Vorlesungssaal sitzen, dem Meister über die Schulter schauen oder mit Kumpels abends anstossen.

Immerhin gab es in den letzten Jahren gute Fortschritte auf dem Gebiet der nicht-tödlichen Waffen Software, die Gesichter analysieren und automatisch erkennen kann, haben wir auch schon. Das ist eigentlich meine einzige Hoffnung, dass wir diese bescheuerte "Tradition" mal langsam abschaffen können.

smacked2
01.05.2010, 02:11
Das die Proteste am 1. Mai heftiger werden liegt schlicht und einfach daran das immer mehr Menschen die Verhältnisse und die strukturelle Gewalt der sie tagtäglich ausgesetzt sind satt haben. Wer die Proteste entpolitisieren will und zu reinen Krawallevents verklärt wie die meisten Medien und Großteile der staatlichen Vertreter will sich nur einer ernsthaften Diskussion über die kritisierten gesellschaftlichen Misstände entziehen.

"Aber ich glaube daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein 'Naturrecht' auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben. Gesetz und Ordnung sind überall und immer Gesetz und Ordnung derjenigen, welche die etablierte Hierarchie schützen; es ist unsinnig, an die absolute Autorität dieses Gesetzes und dieser Ordnung denen gegenüber zu appellieren, die unter ihr leiden und gegen sie kämpfen - nicht für persönlichen Vorteil und aus persönlicher Rache, sondern weil sie Menschen sein wollen (...)

- Herbert Marcuse

C3rone
01.05.2010, 03:22
Das die Proteste am 1. Mai heftiger werden liegt schlicht und einfach daran das immer mehr Menschen die Verhältnisse und die strukturelle Gewalt der sie tagtäglich ausgesetzt sind satt haben. Wer die Proteste entpolitisieren will und zu reinen Krawallevents verklärt wie die meisten Medien und Großteile der staatlichen Vertreter will sich nur einer ernsthaften Diskussion über die kritisierten gesellschaftlichen Misstände entziehen.



Natürlich. Das diskutieren und protestieren mit Steinewerfen so toll funktioniert hat man ja 2001/2002 in Argentinien, im Griechenland der letzten 10 Jahre, die letzten vier Jahre in Thailand, die andauernden Proteste in Frankreich, die actionreichen Gefechte mit Israel (Merkava vs. 750g Kampfstein) oder jeden 1. Mai in Deutschland sehen können.

Nicht zu vergessen die extremen Erfolge des Steinewerfens:
Die Apartheid in Südafrika wäre ohne den extremen Einsatz von Gewalt und Steinewerfen nie abgeschafft worden.
Die DDR hätte nie Reisefreiheit gewährt, währen die Montagsdemonstrationen nicht regelmäßig zu ausschweifenden Gewaltorgien verkommen.
Die Rassentrennung in den USA wurde auch ausschließlich durch den absolut bedingungslosen Einsatz von Gewalt gegen den Staat abgeschafft.
Die Sowjetunion hätte nie Glasnost und Perestroika einleiten müssen, wenn sich nicht täglich 2,3 Milliarden Sowjetbürger nahezu totgeworfen hätten.



Mal im ernst, und ich wiederhole mich da auch gerne:
Wer so einen Vermummten als Avatar-Bild hat ist sicher nicht die Neutralität in Person. Wer mit liegt schlicht und einfach daran das immer mehr Menschen die Verhältnisse und die strukturelle Gewalt der sie tagtäglich ausgesetzt sind satt haben. argumentiert versteht nicht, dass man Gewalt nicht mit Gegengewalt bekämpft. Wobei natürlich viele der Krawallmacher absolut unpolitisch sind, das kommt ja regelmäßig bei Verhaftungen etc. raus. Und die Möchtegern-Linken sind genauso reiche und verzogene Kinder wie Baader und Meinhof, die es einfach "in" finden sich gegen den Staat zu wehren.

Das 'warum' und 'wieso' ist völlig egal, hauptsache man kann Sachen zerstören und sich so richtig toll dabei fühlen. Den blöden Kapitalisten die jeden Tag ihren kleinen Gemüseladen aufmachen mal so richtig eins mitgeben. Der ollen Bonzentussie, die ihren gebrauchten VW Polo Baujahr '98 von der Rente abbezahlt, zeigt man es auch so richtig dreckig.

Wer die Proteste entpolitisieren will und zu reinen Krawallevents verklärt

Gut, vielleicht stammst du aus Somalia, Gaza oder dem Libanon. Aber in der zivilisierten Welt sind mutwillig entfachte Feuer, zerstörte Geschäfte, Barrikaden auf den Straßen, Steine- und Molotowcocktails gegen Polizei und Vermummung nunmal Krawallakte und gehören nicht zum normalen und alltäglichen Straßenbild.


wie die meisten Medien und Großteile der staatlichen Vertreter will sich nur einer ernsthaften Diskussion über die kritisierten gesellschaftlichen Misstände entziehen.

Natürlich. Und so eine Diskussion entfacht man am besten im nächstbesten Auto. Wer unterhält sich nicht gerne und diskutiert konstruktiv über Missstände, während es um ihn herum zugeht wie in Bagdad 2003? Wenigstens kann man sich dank der geplünderten Geschäfte ausreichend gut mit allerlei Leckereien versorgen.


Edit:
Und bevor du nun wieder weinerlich erwähnst, dass man sich ja erkundigen kann, wer dein Avatar-Bildchen ist.
Es ist Subcomandante Marcos und ich habe dich (ihn) nicht grundlos als reich und verzogen hingestellt. Studieren in Mexiko ist nämlich auch nicht für jeden möglich und Dozent wird dort nur, wenn die richtigen Hebel gezogen werden. So jemanden hat man sicher gerne zum Vorbild, was? Auf das Aushängeschild einer Terrorgruppe ("Guerilla", die so links ist, dass sie mit den Bauernverbänden im Krieg ist) kann man sicher extrem stolz sein, vor allem wenn man direkt involviert ist - und nicht etwa tausende Kilometer davon entfernt in Deutschland am PC sitzt, was?

Wenn die linke Fraktion wenigstens Ideale und Vorstellungen hätte. Da sind sogar die Rechten besser aufgestellt. Einfach nur traurig.

th3o
01.05.2010, 03:35
@cerone
"Fang doch nicht schon wieder mit Wortklaubereien an. Jeder weiß, was und wie es gemeint ist."
Nein, es weiß eben nicht jeder, was damit gemeint ist.
Für die meisten Menschen, die diese Schlagwörter benutzen, sind sie einfache Projektionsflächen dessen, was eben nicht so ist, wie sie es sonst kennen und gewohnt sind.
Aber: Nur weil bestimmte Forderungen und Denkbewegungen anders sind als die gesellschaftlich akzeptierten, so sind sie 1) nicht automatisch falsch und 2) schon gar nicht "extremistisch", sondern lediglich anders. Das sollte endlich mal in die bürgerlichen Köpfe gehen.
Deswegen hat mein Fingerzeig in Richtung prom07 nichts mit "Wortklauberei" zu tun, sondern mit tagtäglich exerzierter Praxis in unseren gesellschaftlich anerkannten- und staatlich abgesegneten Debatten.
Übrigens: Der Einwand, dass "linksextreme Elemente" die Errungenschaften des hiesigen Staates genießen würden und daher ja doch wohl eine "seltsame Lebenseinstellung" haben müssen, wenn sie zugleich gegen diesen Staat sind, ist kein Argument gegen die angebrachte Kritik (sofern wirkliche Kritik geübt wird, nicht blinde Autoanzünderei um der Randale willen). Das sind schlicht zwei paar Stiefel.
Warum? Simples Beispiel: Stell dir vor es gibt eine Gemeinschaft, in der alle Menschen davon abhängen, Wasser aus nur einer ganz bestimmten Quelle zu trinken. Nun kommen einige an, und meinen gute Gründe dafür zu haben, die Organisation der Wasserversorgung zu hinterfragen. Dann käme einer wie du an, und würde sagen, dass bereits die Tatsache, dass sie nachwievor Wasser auf die Weise, wie sie von ihnen kritisiert wird, trinken, ihnen die Legitimation für die Kritik an der Organisationsform entzieht. Pfiffig gedacht deinerseits, jedoch schlecht begründet. Denn: Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen 1) der Notwendigkeit Wasser überhaupt zu trinken (egal wie organisiert; nämlich um in der skizzierten Gemeinschaft am Leben zu bleiben) und 2) der Kritik an der Organisationsform dessen, wie das Wasser verteilt/getrunken wird.

Wenn du also Leuten, die diese Gesellschaft kritisieren, vorwirfst, sie würden aber ja doch wohl darin leben, sie mitbenutzen und hätten somit entsprechend auch kein Recht/Legitimation sie zu kritisieren, dann begehst du einen sogenannten naturalistischen Fehlschluss. Bedeutet: Die Bestimmungen/Eigenschaften einer Sache gelten dir zugleich als natürliche Bewährung dieser Sache (in diesem Fall eben der bestehende Staat bzw. die staatliche Herrschaftsform). Dein Denken geht so: Etwas ist gut, eben weil es ist; klassischer Fall von nat. Fehlschluss.

@smacked
Der Marcuse drückt im Grunde das aus, was ich mit diesen einfach(eren) Zeilen ausdrücken wollte: "Für die, die eine Autorität nicht anerkennen, hat es kein Belang, was sie mit ihrem Tun verbrechen. [Man regt sich als Bürger] darüber auf, dass [...] hohe Werte (DIE Staatsgewalt z.B.) verletzt werden. Die Anderen sagen dazu nur: So what?"

C3rone
01.05.2010, 03:56
Nein, es weiß eben nicht jeder, was damit gemeint ist.

Für gewöhnlich schon. Die Leute, die das nicht erfassen können, sollten sich vielleicht generell mit anderen - einfacheren - Themen beschäftigen.

Für die meisten Menschen, die diese Schlagwörter benutzen, sind sie einfache Projektionsflächen dessen, was eben nicht so ist, wie sie es sonst kennen und gewohnt sind.

Das ist doch absurd. Selbst die Regenbogenpresse differenziert da. Es gibt verschiedene Abstufungen und extremistisch ist, wie unglaublich überraschend, die stärkste Form der Abweichung.

1) nicht automatisch falsch und 2) schon gar nicht "extremistisch", sondern lediglich anders.

Nein, natürlich nicht, aber die Chance, dass eine Minderheitenmeinung falsch ist, ist nunmal prinzipiell höher, als dass die Meinung der Masse falsch ist. Vor allem wenn in dieser Masse auch die "Dichter und Denker" vertreten sind. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel (Erde ist eine Scheibe, Sonne kreist um die Erde, blah, alles schon gehört).

'Anders' wird als anders bezeichnet. Die Partei Bibeltreuer Christen ist 'anders'. Weil sie eine abweichende Meinung von dem haben, was die Mehrheit der Menschen, die das betreffen könnte, denkt. Sind sie deswegen extremistisch? Nein. Denn sie hetzen nicht und üben keine Gewalt aus.

Aber hier höre ich auch schon auf jemandem zu erklären, wo die Unterschiede zwischen "normal", "anders" und "extremistisch" liegen. Für weitere Unklarheiten bitte einen Duden kaufen oder an die Deutschlehrerin der örtlichen Grundschule wenden, dankeschön.

Das sollte endlich mal in die bürgerlichen Köpfe gehen.

Genau. Diese doofen Bürgerlichen. Die haben gar keine Ahnung von nichts und erkennen einfach nicht die Wahrheit.

Übrigens: Der Einwand, dass "linksextreme Elemente" die Errungenschaften des hiesigen Staates genießen würden und daher ja doch wohl eine "seltsame Lebenseinstellung" haben müssen, wenn sie zugleich gegen diesen Staat sind, ist kein Argument gegen die angebrachte Kritik (sofern wirkliche Kritik geübt wird). Das sind schlicht zwei paar Stiefel.

Natürlich. Zwei paar Stiefel. Wenn ich gegen Umweltverschmutzung bin, mir aber diverse Chemiefabriken und Kohlekraftwerke gehören, hat das auch nichts miteinander zu tun.

Wenn ich die Waffenindustrie bekämpfen will und mir dafür Sprengstoffe und Sturmgewehre zu eigen mache, sind das auch zwei paar Stiefel.

Genauso wie es zwei paar Stiefel sind, wenn ich gegen einen Staat hetze und ihn verachte, gleichzeitig aber überall seine Vorteile nutze und an ihm teilhabe. Oder verzichten Extremisten etwa auf ihr Wahlrecht? Bauen sie ihre eigene Nahrung an (auf Gebiet welches nicht dem jeweiligen Staat angehört), weil die Nahrung aus Supermärkten ja über feindliche Straßen transportiert wurden?

Und, sag doch mal, wie reisen solche Leute eigentlich zu ihren jährlichen Steinweitwurfwettbewerben? Ich lese da ab und zu etwas über Sonderzüge. Aber Züge gehören doch zur Infrastruktur eines Staates? Das ist ja alles sehr seltsam.....


ihnen die Legitimation für die Kritik an der Organisationsform entzieht.

Wir reden hier nicht über Kritik. Wir reden über (grundlosen) Terror. Kritik am Staat ist natürlich erlaubt und gewünscht, übe ich auch aus. Ich verteufel aber gleichzeitig nicht grundsätzlich die Hand, die mich füttert. Nicht nur aus Anstand, sondern weil es einfach total bescheuert ist.


Pfiffig gedacht deinerseits, jedoch schlecht begründet.

Joa, irgendjemand muss hier ja denken. Und da ich mich nicht hinter einer Vermummung verstecke, meine Identität geheimhalte und so, muss ich das wohl tun.

Wenn du also Leuten... blub ...klassischer Fall von nat. Fehlschluss.

Ein Fehlschuss ist es eher, Extremisten mit Kritikern zu vergleichen. Steinewerfen, plündern, Gewalt ausübend durch Städte ziehen ist keine Form der Diskussion. Wenn du schon nicht zwischen "anders" und "extremistisch" unterscheiden kannst, so hoffe ich doch wenigstens, dass dir der Unterschied zwischen "KRITIKER" und "EXTREMIST" klar ist. Erstere sind die Leute, die am Staat teilhaben und ihn kritisieren und die das meiner Meinung nach auch gerne tun dürfen.
Letztere sind die, die den Staat verteufeln, eventuell sogar abschaffen oder schädigen möchten. Diese verlieren genau dadurch in meinen Augen ihre Legitimation vom Staat zu profitieren.



Der Marcuse drückt im Grunde das aus, was ich mit diesen einfach(eren) Zeilen ausdrücken wollte: "Für die, die eine Autorität nicht anerkennen, hat es kein Belang, was sie mit ihrem Tun verbrechen. [Man regt sich als Bürger] darüber auf, dass [...] hohen Werte (DIE Staatsgewalt z.B.) verletzt werden. Die Anderen sagen dazu nur: So what?"

Na dann hoffe mal, dass hier nicht bald auch die Autoritäten denken "so what?" wie das in Mexiko der Fall ist. Oder Kolumbien. Oder all die anderen Staaten, in denen man Extremisten (bzw. in dem Fall geht es ja schon um Terroristen (für Leute, die Probleme mit Begriffen haben: Das ist eine Steigerung von Extremist mit der endgültigen Abkehrung von der rechtlichen Ordnung)) mit militärischer Gewalt begegnet.

Lars_SHG
01.05.2010, 08:30
@ Prom07
Zum einen muss man ja nicht den Pullover markieren - Hose ist sinnvoller - da wird es auch mit der Zwiebel schwer! - Deswegen aber auch die Kameras - um keinen falschen zu erwischen, aber auch den richtigen nicht entwischen zu lassen.

@ Heretic Novalis & Prom07
Zum anderen ist kmir klar, dass da gelegentlich nichts zu holen ist - das soll aber kein Freibrief sein. Wer nicht zahlt, ab in den Bau.
Der Chaot wird es sich zweimal überlegen, ob er für ein halbes Jahr wieder in den Bau wandert oder diesen Blödsinn zu unterlassen!
In erster Linie geht es um die Abschreckung! Ich glaube einfach nicht, dass die derzeitige Strategie - Kosten zu lasten der Allgemeinheit und Einstufung von Randalierern die über 20 sind als jugendliche ist einfach Blödsinn!
Wer auf ne nicht angemeldete Demo geht um Randale zu machen, wird beim ersten Mal stark verwarnt mit hoher Geldstrafe mit Verweis das es in den Bau geht, wenn er beim zweiten mal nicht zahlen kann - Alternativ, Ersatzleistung Grafitis übermalen auf eigene Kosten usw.

th3o
01.05.2010, 10:59
@cerone
Ich glaube, dass du meinen Einwand bezüglich des "Ausnutzens" des Staates nicht erfasst hast. Was ich deutlich machen will ist, dass du, wenn du in diesem Staat lebst (und es will wirklich keiner in die Steinzeit zurück), dann kannst du an sich schon nicht anders leben, als dadurch, dass du dich nun mal bestimmter Aspekte auch mit bedienst, die dieser Staat erschafft/bereitstellt eben weil diese Aspekte recht allgegenwärtig sind. Man kann sich nicht entziehen wenn man a) nicht verhungern will oder b) unter einer Brücke hausen möchte.
Dein Beispiel mit der Chemiefabrik hinkt zudem gewaltig. Wenn du das Schema des Beispiels tatsächlich auf linke Kritik anwenden wölltest, dann wäre das ungefähr so, als wenn der linke Kritiker Hardcorekapitalist wäre, der dann auf die Straße geht, um gegen Kapitalismus zu sein. Trifft wohl auf wenige intellektuelle Kapitalismuskritiker zu würde ich meinen.
Und: Das bloße Benutzen von Verkehrsmitteln allerdings hat nichts damit zu tun, dass man jetzt diesen Staat und diese Herrschaftsform legitimiert, indem man mitfährt, denn Verkehrsmittel würde es doch in jeder fortgeschrittenen Gesellschaftsform geben. Es geht um die Kritik an bestimmten Organisationsformen einer Gesellschaft. Es ist eben keine richtige Kritik, wenn man innerhalb eines Systemrahmen anfängt andere Systeme aufzuziehen (zb Kommunen). Das ist vielleicht was für Hippies, allerdings taugt das sicher nicht zur Kapitalismuskritik.

"Wir reden hier nicht über Kritik. Wir reden über (grundlosen) Terror."
Du vielleicht, deswegen verstehst du mich evtl. auch nicht. Aber das läßt sich ja klären :)
Ich rede schon die ganze Zeit, wie es auch in meinem Post steht, über "wirkliche Kritik" und "nicht bloße Autoanzünderei".

"Für weitere Unklarheiten bitte einen Duden kaufen oder an die Deutschlehrerin der örtlichen Grundschule wenden, dankeschön."
Zugunsten einer sachlichen Diskussion wären solche Ergänzungen, am Ende der Argumentation, zu unterlassen.

"Nein, natürlich nicht, aber die Chance, dass eine Minderheitenmeinung falsch ist, ist nunmal prinzipiell höher..."
Verfolgen wir mal diesen Gedanken weiter. Was resultiert denn aus dieser Äußerung? Dass man dann etwa pauschal Minderheitenmeinungen nicht einmal anhören und prüfen sollte? Ich hoffe du meinst es nicht ernst damit. Ob eine Meinung populär ist oder in der Minderheit ist, ist kein Beleg über ihre Richtigkeit/Falschheit. Erst die Auseinandersetzung damit gibt darüber Aufschluss.

Wiggum
01.05.2010, 11:06
Aber: Nur weil bestimmte Forderungen und Denkbewegungen anders sind als die gesellschaftlich akzeptierten, so sind sie 1) nicht automatisch falsch und 2) schon gar nicht "extremistisch", sondern lediglich anders. Das sollte endlich mal in die bürgerlichen Köpfe gehen.

Oje, du scheinst dich ja gerne auf solche lächerlichen Details zu versteifen. Die Beiträge von C3rone haben im Gegensatz zu deinen Substanz, das ist dir klar ?

Zu deiner oben zitierten Aussage...gilt das für jedes Gedankengut ?
Gut, dann sind das eben keine Linksextremisten die am 1. Mai versuchen Polizisten zu töten...sondern einfach nur Andersdenkende ?


wer doch lieber vorm rechner sitzt, kann ja mal zahlen suchen wieviele gewalttaten und morde auf die konten von rechten und linken gehen.

Während rechtsextreme Gewalttaten seit Jahren rückläufig sind steigt die Zahl von linksextremen Gewalttaten immer weiter an.
Natürlich ist es wohl immer schwer festzustellen ob eine solche Tat tatsächlich einen rechts- bzw. linksextremen Hintergrund hat, das sollte man bei allen Statistiken bedenken.

Aber deine Behauptungen sind einfach falsch !
Man hört es doch immer wieder, man könne linke und rechte Extremisten nicht in einen Topf werfen...alles Quatsch. Gewalt ist Gewalt, egal von welcher Seite sie kommt !


Laut dem NRW-Verfassungsschutzbericht 2009 stiegen die linksextremen Gewalttaten im Vergleich zum Vorjahr um über fünfzig Prozent auf 219. Die rechtsextremen Gewalttaten sanken dagegen auf 173.
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M55734124ed8.0.html

Was man auch bedenken sollte:
Und nicht zu vergessen: Seit 2008 schlagen auch von unbekannten Tätern verübte Propagandadelikte wie etwa Hakenkreuzschmierereien automatisch in der rechten Statistik zu Buche. Dies hat in den vergangenen Jahren allerlei Aktionsprogrammen im „Kampf gegen Rechts“ reichlich Steuergelder beschert. Daß die schwarz-gelbe Bundesregierung nun den linken Extremismus ins Visier nehmen möchte, hat für Aufregung gesorgt: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), seit Jahren stets um die Meinungsführerschaft bei der „Rechten-Jagd“ bemüht, warnte sogleich davor, daß man „die braune Gefahr auf keinen Fall verharmlosen darf“.
http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=10&File=201014040215.htm&STR1=propagandadelikte&STR2=&STR3=&STR4=

Haudrauff
01.05.2010, 11:25
Also zuallererst mal:

Was soll diese dämlicher Vergleich zu Fußballspielen-Hooligans-Fankrawallen?
Wieso muß man immer einen Vergleich suchen? Nur um sagen zu können: Da wird auch nix dagegen unternnommen, also ist es hier auch okay.
Falsch.
Es braucht keinen Vergleich aus anderen Bereichen um eine Tat verurteilen zu können.
Meine Aussage ist: Es ist absolut nicht annehmbar, diese wirrkürliche Gewalt, Sachbeschädigung und Körperverletzungen. Wenn man dennoch den Vergleich zum Fußball ziehen will, bitte sehr. Wahrscheinlich sind dort die selben Personen zu finden wie hier in Berlin. Aber dann den Vergleich nicht so ziehen, dort wird nix unternommen, also brauchen wir hier auch nix unternehmen.

Auch die Vergleiche in andere Lager, wie z.B. den rechtsradikalen sind nicht unbedingt angebracht. Natürlich sind beide Seiten zu verurteilen. Aber aus den schon genannten Gründen bin ich dafür jede Tat, jeden Vorfall einzeln zu bewerten. Natürlich darf einen der Blick auf die Zusammenhänge nicht völlig abhanden kommen. Aber diese Kindergartenargumentation, was der darf, darf ich auch, ist fehl am Platz.

Und selbstverständlich bin ich prinzipiell dafür, dass der Verursacher von Schäden zur Verantwortung gezogen wird. Egal aus welchen Bereich. Jeder ist vor dem Gesetz gleich. Ob links, rechts oder Fußballfan. Letzten Endes zahl ich für alle Schäden und Polizeieinsätze mit meinen Steuern.

Ich bin also auf jedenfall für eine härtere Gangart. Das soll nicht bedeuten, dass jetzt Polizeibeamte wahllos losknüpeln sollen. Nein, ich meine das ganz anders. Gestern hab ich (auf Focus.de glaub ich) gelesen, dass letztes Jahr in der Nacht zum 1. Mai rund 500 Polizeibeamte verletzt wurde. Dagegen wurden nur 150 Demonstranten verhaftet und angeklagt. Das ist keine gute Quote wie ich finde.

Man muß endlich diesen Randalier-Tourismus einhalt gebieten. Wer vermummt auf den Straßen rumrennt und einen Stein in die Hand nimmt, zack schnappt den euch. Die Idee von Lars mit den farblich markieren ist ja schon mal ein guter Ansatz.
Solche auf frischer Tat ertappte Terroristen sollen mit aller härte verfolgt werden. Und bei dem nächsten Ereigniss dieser Art könnte man einen Hausarrest verhängen. Soll heißen, ein Krawall-Tourist aus München muß sich am nächsten 1. Mai 3 mal am Tag auf ner Müncher Polizeiwache melden. Ich glaube es gibt schon ähnliches bei bekannten Hooligans.

Das sind jetzt natürlich nur Vorschläge die ich mich grad ausgedacht haben. Für tatsächlich anwendbare Vorschläge bin ich nicht der richtige Mann. Da gibt es Experten in Politik und aus dem Sicherheitsbereich die das 1000mal besser drauf haben als ich. Nur der politische Wille dies auch rigoros durchzusetzten fehlt meiner Meinung nach. Und diesen Willen fordere ich hier als Steuerzahler ein.

C3rone
01.05.2010, 14:20
@cerone
Ich glaube, dass du meinen Einwand bezüglich des "Ausnutzens" des Staates nicht erfasst hast. Was ich deutlich machen will ist, dass du, wenn du in diesem Staat lebst (und es will wirklich keiner in die Steinzeit zurück), dann kannst du an sich schon nicht anders leben, als dadurch, dass du dich nun mal bestimmter Aspekte auch mit bedienst, die dieser Staat erschafft/bereitstellt eben weil diese Aspekte recht allgegenwärtig sind. Man kann sich nicht entziehen wenn man a) nicht verhungern will oder b) unter einer Brücke hausen möchte.

Dann muss man sich eben anpassen. Das bedeutet, dass man Kritik nicht wahllos, grundlos und gewalttätig äußert, sondern konstruktiv. Und wenn man etwas ändern möchte, dann kann man das auch auf friedlichem Wege versuchen.

Will ich aber wirklich gegen das System kämpfen, dann muss ich das machen wie Rebellen in anderen Staaten. Aber unter der Woche brav arbeiten, studieren oder Hartz4 beziehen und am Wochenende ist man dann der vermummte Widerstandskämpfer geht halt nicht.

Dein Beispiel mit der Chemiefabrik hinkt zudem gewaltig.

Mein Beispiel unterscheidet sich halt total gar nicht von deinem. Die Kernaussage ist nämlich, dass man etwas verurteilt, gleichzeitig aber daran partizipiert und/oder davon profitiert.

Scheinheilig nennt man das im Deutschen glaub ich...


Es ist eben keine richtige Kritik, wenn man innerhalb eines Systemrahmen anfängt andere Systeme aufzuziehen (zb Kommunen). Das ist vielleicht was für Hippies, allerdings taugt das sicher nicht zur Kapitalismuskritik.

Vor allem ist es keine Kritik, wenn man Gewalt ausübt. Das ist dann Terror.

Du vielleicht, deswegen verstehst du mich evtl. auch nicht. Aber das läßt sich ja klären :)
Ich rede schon die ganze Zeit, wie es auch in meinem Post steht, über "wirkliche Kritik" und "nicht bloße Autoanzünderei".

Dann bist du vielleicht im falschen Thread. Hier geht es meines Wissens nach um den ersten Mai und die damit verbundenen Ausschreitungen sowie deren fehlende politische und kritisierende Legitimation.

Für "Kapitalismus ist doof" hast du doch schon den BGE und den Griechen Thread.

Zugunsten einer sachlichen Diskussion wären solche Ergänzungen, am Ende der Argumentation, zu unterlassen.

Wozu? Wenn's dir oder anderen hilft. Ich bin es halt leid, dauernd alles ausführen zu müssen, also verweise ich auf Alternativen.

Dass man dann etwa pauschal Minderheitenmeinungen nicht einmal anhören und prüfen sollte?

Nein. Aber man muss nicht zwanghaft jede Idee weiterverfolgen.

Ob eine Meinung populär ist oder in der Minderheit ist, ist kein Beleg über ihre Richtigkeit/Falschheit.

Aber ein guter Indikator.

Erst die Auseinandersetzung damit gibt darüber Aufschluss.

Ja, diese Auseinandersetzung hat aber friedlich zu erfolgen und wenn das Thema gegessen ist, dann sollte man es ruhen lassen und nicht immer und immer und immer und immer wieder hervor holen. Das nervt dann nämlich irgendwann.



Nochmal deutlich:
Jeder kann seine Meinung haben. Ich habe schon mehrfach gesagt, dass ich auch linke und rechte Meinungen toleriere. Aber ich erwarte als zivilisierter Mensch in einem zivilisierten Wohlstandstaat wie Deutschland einfach, dass man sowas konstruktiv löst. Wir sind hier nicht im Jemen wo derjenige recht hat, der es schafft, mehr Spinner mit Kalashnikov zu versorgen.
Aber genau so ein Szenario wird durch die Extremisten, welche sich mit der Polizei und normalen Bürgern anlegen (= Steine werfen, Autos anzünden, plündern, Barrikaden aufbauen etc.), aufgebaut.


Gleichwohl muss man anerkennen, dass diese massiven Ausschreitung in der heutigen Zeit quasi ausnahmslos von links erfolgen. Und links heißt hier nicht pauschal Antifa, die Linke oder einfach nur Alternative, sondern auch (wir erinnern uns an diverse (ex)MdB) Grüne und natürlich viele Hobbylinke, die später sowieso mal in Papas Investmentfirma arbeiten.


Das du auf einen guten Teil meiner Aussagen nicht eingegangen bist, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass du zumindest prinzipiell verstehst, worum es geht. Und das du da wohl auch keinen weiteren Diskussionsbedarf siehst. Gut.

jhoech
01.05.2010, 14:40
Gleichwohl muss man anerkennen, dass diese massiven Ausschreitung in der heutigen Zeit quasi ausnahmslos von links erfolgen.

Wo hast du denn dass her? Dolchstoßpolitik von Westerwelle?

th3o
01.05.2010, 15:19
@C3rone
Mein Beispiel mit der Quelle Wasser sollte aufzeigen, dass es Aspekte gibt, um die man nicht umhinkommt. Wasser zu trinken ist sowohl für ein Kritiker in der von mir im Beispiel skizzierten Gemeinschaft genauso lebensnotwendig wie für die, welche die dortige Organisation der Wasserversorgung gut finden.
Bei meinem Beispiel sollte es um das Aufzeigen der Notwendigkeit von Partizipation gehen, die sich nun mal nicht verhindern läßt, egal wie man dazu stehen mag. Dein Beispiel mit der Chemiefabrik ist anders strukturiert und deswegen meinte ich auch dass es hinkt und dass die "Kernaussage" nicht in beiden Beispielen gleiche Stringenz besitzt. Bei deinem Beispiel kann man sich sehr wohl entscheiden, ob man überhaupt diese Fabriken betreiben möchte oder nicht. Ob man aber, bei meinem Beispiel, Wasser trinken will oder nicht, kann man sich, und ich glaube dem kann schlecht widersprochen werden, nicht sehr lange aussuchen. ;)
Damit sollte geklärt sein, dass es eben nicht auf "die Kernaussage" ankommt, sondern vor allem darauf, ob dein Beispiel überhaupt strukturell zu dem meinen passt, oder ob du nicht etwa darin logisch was verdrehst, um mit der Brechstange zur "Kernaussage" zu gelangen.
Soviel zu dem Punkt.
"Prinzipiell" verstehe ich was du ausdrücken möchtest. Ich habe mich ja auch, soweit ichs überblicke, nirgends hingestellt und Leute verteidigt, die aus Spaß an der Freude auf andere Leute Steine werfen oder das Auto von einer armen Lohnabhängigen abfackeln. Wenn du jetzt von mir irgendeine moralische Verurteilung linker oder rechter Ausschreitungen hören möchtest oder irgendeinen erhobenen Zeigefinger, dann kann ich damit nicht dienen. Ist mir zu billig. Been already there, know that...

C3rone
01.05.2010, 16:23
Wo hast du denn dass her? Dolchstoßpolitik von Westerwelle?

Nein, aber ich bin in der Lage, Statistiken zu interpretieren.

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1432519/Linke-Gewalt-hat-stark-zugenommen.html

Jetzt muss aber bedacht werden, dass rechte Staftaten vor allem gegen Einzelpersonen gerichtet sind - Beleidigungen, Körperverletzungen etc.

http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E0D6F803350184E02961A47E73282D0C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Aktuelle linke Gewalt.

Bei Demonstrationen rechter Gruppierungen gehen die Krawalle auch zumeist von Antifa und anderen linken Gruppen aus, währen die Rechten kapiert haben, dass es ihrer Sache mehr dient, wenn sie sich ruhig verhalten und die anderen auflaufen lassen.


Man kann aber natürlich auch so wie du jegliche linke Gewalt leugnen. Gerade in Berlin klappt das dank der entsprechenden Regierung ja ziemlich gut, auch wenn die Polizeigewerkschaft immer etwas dagegen schießt und aufdeckt, wer in Berlin wirklich Probleme macht.

Dies soll auch generell nicht die rechten Straftaten in ein besseres Licht rücken, gegen diese ist natürlich genauso vorzugehen. Aber man muss auch mal sagen können, dass Gewalt gegen Eigentum und Staat nunmal primär von links kommt.

Ergänzung vom 01.05.2010 16:24 Uhr: Ob man aber, bei meinem Beispiel, Wasser trinken will oder nicht, kann man sich, und ich glaube dem kann schlecht widersprochen werden, nicht sehr lange aussuchen. ;)

Natürlich. Ich kann Wasser aus einer Quelle beziehen, aus einem anderen Land. Oder ich gehe in den Supermarkt und kaufe es oder drehe den Wasserhahn auf.

ThomasSilent
01.05.2010, 16:33
leider ist es bittere realität das die polizei (nicht nur bei uns) immer gewalttätiger vorgeht...

oft genug auf unschuldige demonstranten die eine meinung vertreten welche dem staat nicht passt. naja ist ja nix neues das unsere demokratie auf abwegen ist....mal gucken wo der ganze spass enden wird.

was genau in züri los war weiß ich jetzt nicht genau, aber es ist nun einmal fakt das immer öfters einfach mit gas usw losgeballert wird ohne den genauen grund der demo zu hinterfragen. am besten sollen alle daheim hocken und einfach alles über sich ergehen lassen was sich unser staat (und auch andere staaten) ausdenken.

C3rone
01.05.2010, 16:47
leider ist es bittere realität das die polizei (nicht nur bei uns) immer gewalttätiger vorgeht...

Leider ist es bittere Realität, dass die Demonstranten (nicht nur bei uns) immer gewalttätiger vorgehen und die Polzei dem immer aggressiver Einhalt gebieten muss, um normale und anständige Bürger und deren Eigentum, aber auch sich selbst, zu schützen.

oft genug auf unschuldige demonstranten die eine meinung vertreten welche dem staat nicht passt.

Oft genug trifft es nicht nur Polizisten, die auch nur ihren Job machen, sondern auch wie jetzt aktuell Zivilisten, die mit teilweise schweren (Kopf)Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Auf den Schäden bleibt der Steuerzahler bzw. das jeweilige Opfer sitzen.

naja ist ja nix neues das unsere demokratie auf abwegen ist

Naja, ist ja nix Neues, dass solche Extremisten unsere Demokratie durch ihr Verhalten schädigen.

mal gucken wo der ganze spass enden wird.[quote]

Mal gucken, wo der ganze Spaß enden wird, wenn die Polizei und der große, vernünftige Teil des Volkes, einmal ihre Meinung durchsetzen und für spinnende Steinewerfer kein Platz mehr ist.

[quote]was genau in züri los war weiß ich jetzt nicht genau

So wirklich Ahnung was überhaupt vorgeht habe ich nicht.....

aber es ist nun einmal fakt das immer öfters einfach mit gas usw losgeballert wird ohne den genauen grund der demo zu hinterfragen.

..... die wahren Gründe sind mir auch egal, denn die blöde Polzei ist immer gleich total fies und gemein zu den Demonstranten, die nur in Ruhe Geschäfte plündern, Autos anzünden und den Verkehr lahmlegen wollen. Das ihre Minderheitenforderung sowieso niemanden interessiert, sehen sie nicht ein.

am besten sollen alle daheim hocken und einfach alles über sich ergehen lassen was sich unser staat (und auch andere staaten) ausdenken.

Da es uns so richtig dreckig geht und langsam Staaten wie Somalia und Jemen einen besseren Lebensstandard haben, müssen wir möglichst schnell und brutal gegen alles staatliche vorgehen.



(meine Gedanken beim Lesen deines Textes)

jhoech
01.05.2010, 16:50
@C3rone
Ja , ok, deinen Statistiken zufolge hat da was ab und zugenommen. Es ging aber am Ende um "quasi ausnahmslos", deiner Meinung nach, und das ist doch dann nochmal was anderes....und geleugnet habe ich nichts meine ich. Ich habe gefragt.

Statistiken, wie unser aller, sind im Übrigen mit Vorsicht zu genießen, auch von wo und wer diese erstellt hat.

Das Rechte Gruppen evtl. die Polizei besser abkönnen und "friedlicher" sind, wie die Statistiken und du es sagen, dass kann sich schon entwickeln, meine ich, ist die Regierung ja zur Zeit auch eher Rechts, und der Gedanke der Waffen-SS ist ja auch eher staatlich als z.B. Anarchiegedanken, wobei, gefährlich ist beides.

Wobei da immer noch steht:
19 468 RECHTE Delikte
9375 LINKE Delikte

C3rone
01.05.2010, 16:57
"quasi ausnahmslos"

Die Anzahl rechter Straftaten im Sinne von "Steinewerfen" etc. ist verschwindend gering.

Statistiken, wie unser aller, sind im Übrigen mit Vorsicht zu genießen, auch von wo und wer diese erstellt hat.

So kann man sich das natürlich schön reden.

Das Rechte Gruppen evtl. die Polizei besser abkönnen und "friedlicher" sind

Die Rechten sind nicht friedlicher, aber statt Polizisten kloppen sie Ausländer und Linke.

Gleichzeitig respektieren sie die Polizei als solche, da der Staat in der rechten Gesinnung eine ganz andere (autoritäre) Rolle spielt als bei linken Ansichten.

ist die Regierung ja zur Zeit auch eher Rechts

Wo denn? In Berlin? Oder in Deutschland?

Ich denke über die Berliner Regierung muss man kein weiteres Wort verlieren, die Bundesregierung als rechts zu bezeichnen ist jedoch interessant. So gehen weder CDU/CSU noch FDP öffentlich gegen die zunehmende Ausländerkriminalität vor, reden mit anderen Staaten keine deutlichen Worte und kuschen auch sonst, wo es nur geht.

Nur weil sie weiter rechts sind als die Linke oder die SPD bedeutet das nicht, dass sie rechts sind, sondern eher Mitte.

Ein weiteres Indiz dafür ist das quasi öffentliche wegleugnen linker Gewalttaten, während rechte Gewalttaten ausgeschlachtet werden.

und der Gedanke der Waffen-SS ja auch eher staatlich als z.B. Anarchiegedanken, wobei, gefährlich ist beides.

Ich habe überhaupt keine Ahnung, was dieser Satz bedeuten soll. Eventuell magst du es ähm... nochmal anders formulieren?

jhoech
01.05.2010, 17:01
CDU ist eher rechts als links, jetzt bitte...

in den restlichen Punkte wiedersprechen wir uns nicht, wie ich sehe.

Was ich mir schön rede frage ich.

C3rone
01.05.2010, 17:05
CDU ist eher rechts als links

Was sie nicht zu einer rechten Partei macht. Ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, aber es gibt keine Linie und alles auf der einen Seite ist rechts und alles auf der anderen Seite ist links. Die Übergänge sind fließend, in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt und die Mitte deutlich breiter, als du dir offensichtlich vorstellen kannst.

Basti87
01.05.2010, 17:06
Wobei da immer noch steht:
19 468 RECHTE Delikte
9375 LINKE Delikte

Gibts das auch noch aufgedröselt? Ich hoffe mal das Hakenkreuzschmierereien und Antisemitismus nicht dazugehört. Ich befürchte das aber...

Und natürlich ist die CDU rechter als die Linke, aber rechts? Ich bitte dich. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu anderen Ländern doch keine rechte Partei, und so Kleinstparteien wie NPD oder DVU zäht ja jetzt nicht wirklich.

C3rone
01.05.2010, 17:13
Das beinhaltet jegliche erfasste politisch motivierte Straftat.

Also sowohl Hakenkreuzschmierereien (Täter müssen nicht gefunden werden) als auch irgendwelche anderen "Kleinigkeite" (also ohne Körperverletzung etc.)

Gleichzeitig werden natürlich nicht alle Steinewürfe etc. erfasst. Sieht man ja an der geringen Anzahl an Festnahmen.

Das habe ich aber weiter oben schon geschrieben.... zwei Mal sogar ;)

Edit:

Laut C3rone ist z.B. "Steinwerfen" eher links und nicht rechts

Ich fühle mich zwar geehrt, dass du diese Einschätzung mir zuschreibst, dem ist allerdings nicht so. Gleichwohl ist Steinewerfen eher ein Mittel des linken Spektrums, sei das nun in Mexiko, Argentinien, Griechenland, Frankreich oder Deutschland.

Wie erwähnt: Rechte Straftaten richten sich primär gegen Privatpersonen, linke Straftaten mehr gegen die Allgemeinheit, also den Staat und seine Organe bzw. Privateigentum.

Eher geringe Delikte wie unerlaubter Waffenbesitz dürften sich ausgleichen, die Masse machen sowieso Schmierereien und so Zeug aus. Aber an solchen Details wollen wir uns bitte nicht aufhängen. Eine Aufschlüsselung der Daten gibt es mit Sicherheit, allerdings fehlt mir die Motivation danach zu suchen.

Was ist Rechts? Sagen wir bei der CDU & CO evtl. mal "eher konservativ" dazu.

Konservativ und rechts sind aber keines Falles synonym zu verwenden. Das die CDU/CSU konservativ ist, stellt sicher niemand in Frage. Gleichwohl vertritt die FDP nicht nur konservative Standpunkte, man könnte also der Regierung nicht mal nachsagen, sie sei konservativ, sondern eher "leicht konservativ". Genauso wie sie sicher "leicht rechts" ist, was aber nur bedeutet, dass sie eher rechts als links ist.

Eine rechte Regierung wäre z.B. DVU, REP, NPD. Eine Regierung aus SPD/Grüne ist ja auch keine linke Regierung, sondern "eher links".

Was rechts ist? (GANZ ARG vereinfacht!) Nationales Gedankengut mit einem Staat wie wir ihn kennen. Das ist ja rein und für sich auch nichts Schlechtes. Verwerflich wird es, wenn es ins Extreme abgleitet, also z.B. nicht nur eine ablehnende Haltung gegenüber Ausländern, sondern wenn diese verfolgt oder gar gesetzeswidrig behandelt werden.

jhoech
01.05.2010, 17:14
Laut C3rone ist z.B. "Steinwerfen" eher links und nicht rechts...wobei....egal, das hatten wir schon.

Aufdröselungen würden mich auch nochmal interessieren C3rone?

Was ist Rechts? Sagen wir bei der CDU & CO evtl. mal "eher konservativ" dazu.

th3o
01.05.2010, 17:16
@c3rone
Gut, ich lasse es sein, dir das Beispiel nahe zu bringen. Ich kann das wohl nicht so gut erklären. :)
Versuche dir mein Anliegen also anders zu verdeutlichen.
Du sagst ja im Grunde nichts anderes, als dass jemand, der in dieser Gesellschaftsform lebt, allein durch die Tatsache dass er hier lebt, sich das Recht verwirkt, diese Gesellschaftsform als solche in ihren Fundamenten zu kritisieren. Da hätte ich zunächst die Frage: Warum denn das?
Du skizzierst in deinen Ausführungen das Bild des bedingungslosen Dieners an seinem Staat und an seinem Land, der es ja nicht wagen sollte etwas am Land oder am Staat auszusetzen solange er darin lebt. Verstehe ich dich denn soweit richtig?
Die Legitimation zur Kritik an einer bestehenden Ordnung ist nicht notwendig gekoppelt an der Tatsache, dass man als Kritiker in dieser Ordnung lebt. Du kannst gerne versuchen mir diese Notwendigkeit darzulegen. Ich bin sehr interessiert an deiner Argumentationsfigur.

jhoech
01.05.2010, 17:25
Verwerflich wird es, wenn es ins Extreme abgleitet, also z.B. nicht nur eine ablehnende Haltung gegenüber Ausländern, sondern wenn diese verfolgt oder gar gesetzeswidrig behandelt werden.

Ein ablehnende Haltung gegen Ausländer ist IMMER schlecht.

C3rone
01.05.2010, 17:33
Du verwechselst konstruktive Kritik mit extremistischen Ausschweifungen.

Die Möglichkeit, konstruktive Kritik zu üben, verwirkt niemand. Das ist erwünscht, auch ich übe Kritik an meinem Heimatland.

Was ich meine sind die Leute, die keine konstruktive Kritik üben (also indem sie ihre Ziele mit Worten oder schriftlich und vor allem friedlich zum Ausdruck bringen), sondern auf die Gewaltschiene abdriften und/oder sogar den Staat als solchen abschaffen/schädigen wollen.

Verstehe ich dich denn soweit richtig?

Nein, gar nicht. Ich fürchte aber, ich muss dir sagen, dass ich es in diesem Post zum dritten und letzten Male ausgeführt habe.

Die Legitimation zur Kritik an einer bestehenden Ordnung ist nicht notwendig gekoppelt an der Tatsache, dass man als Kritiker in dieser Ordnung lebt.

Stimmt. Deswegen ist vernünftig und argumentativ vorgebrachte Kritik erwünscht und notwendig.

Ich bezog mich aber, wie erwähnt, auf die Leute, die den Staat an sich verachten. Sei es durch direkte Aussage "ich find Deutschland blöd" oder durch Angriffe gegenüber Staatsorganen - ob nun verbal oder physisch.


Wie auch immer, ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich da zu kompliziert oder verwirrend ausgedrückt habe. Ich bin nun aber auch erst Mal weg, dem Kapitalismus sei dank Business Class ;)

Ergänzung vom 01.05.2010 17:37 Uhr: Ein ablehnende Haltung gegen Ausländer ist IMMER schlecht.

Das ist doch so nicht wahr.

Warum sollte man das nicht tolerieren, wenn manche Menschen etwas objektiv oder subjektiv gegen Ausländer haben? Die Probleme, welche Ausländer verursachen, sind doch in quasi jedem Land die Gleichen. Man darf nicht erwarten, dass alle Menschen darüber hinweg sehen wollen.

Ich stehe Ausländern auch skeptisch gegenüber, bin aber in Deutschland selbst einer. Allerdings gehe ich euch Deutschen nur in Foren wie diesem hier auf die Nerven und ziehe nicht mit meinen Brüdern und Cousins durch die Gegend :D Oh, und ich klau einen Arbeitsplatz... das passt sicher auch nicht jedem. Aber damit kann und muss ich umgehen.

Denn Toleranz bedeutet, dass man alle Meinungen respektiert, solange sie nicht ins Extremistische gehen (zumindest für mich).


Fasst das auch bitte nicht immer direkt als Angriff auf, man kann auch anständig über Themen diskutieren, ohne gleich seine politische Meinung durchsetzen zu wollen.

jhoech
01.05.2010, 17:43
Warum sollte man das nicht tolerieren, wenn manche Menschen etwas objektiv oder subjektiv gegen Ausländer haben?

Weil das Wort Gast besser ist.

th3o
01.05.2010, 17:59
@cerone
Ok, so verstehe ich es.
Du schreibst "konstruktive Kritik". Das bedeutet ja eigentlich eine Kritik, die innerhalb des bereits bestehenden Rahmens versucht eben konstruktiv zu sein. Gut.
Was aber ist mit "destruktiver Kritik"? (Weil ich mich darauf die ganze Zeit im Grund beziehe) Also eine fundamentale Kritik der Gesellschaftsform an sich, die eben nicht "konstruktiv" sein will, sondern gerade den Rahmen selbst be- und hinterfragt. Ich meine jetzt auch keine blind Gewalttätigen oder Autoanzünder, sondern eben Denker, politisch Interessierte etc., die "theoretisch" ihre Kritik herleiten und begründen, sie aufschreiben, veröffentlichen usw. Verwirken denn diese Leute durch das factum des Hier-Lebens das Recht zu kritisieren nur weil sie hier leben?

e-ding
01.05.2010, 18:58
Ich meine jetzt auch keine blind Gewalttätigen oder Autoanzünder, sondern eben Denker, politisch Interessierte etc., die "theoretisch" ihre Kritik herleiten und begründen, sie aufschreiben, veröffentlichen usw.

Offensichtlich scheinen die friedlich destruktiven Denker und Kritiker bei den Krawallen irgendwie in der Unterzahl zu sein, was zu dem Schluss führt, dass es eben nicht um Kritik oder einen theoretisch ausgetüftelten Systemwechsel geht, sondern um ne Menge Fusel, Spaß und Gewalt.

Eine politische Botschaft existiert lediglich in den von Gewerkschaften und einigen Parteien organisierten Demonstrationen am Nachmittag.

MFG

th3o
01.05.2010, 19:17
@e-ding
Ich habe nirgends behauptet, dass die von mir gemeinten "destruktiven Kritiker und Denker" in Über-, Unter- oder sonstwas für eine Zahl irgendwo waren und um ehrlich zu sein interessierts mich auch gar nicht. :)
Das war an c3rone eine allgemeine Frage, grundsätzlich.
Von mir aus können die Kritiker auch am Strand hocken und da im Laptop rumtippen.

ThomasSilent
01.05.2010, 19:43
gut zitieren und kommentieren kannste ja, das war so mein gedanke als ich deine ergüsse gelesen habe.

ich muss dir einerseits natürlich recht geben, es gibt immer 2 seiten, aber wenn du dich mal mit solchen demos im ausland beschäftigst, wo die leute massenhaft niedergetasert, mit tränengas usw penetriert werden, nur weil sie ihre freie meinung äußern...

und so toll ist unser staat mittlerweile auch nichtmehr, warte noch mal 5-10jahre und du wirst sehen das die kacke dann mehr als am dampfen ist. bei uns ist das problem hauptsächlich das der staat nurnoch in die taschen der leute greifen will und das nimmt langsam und allmählich überhand.

th3o
01.05.2010, 20:20
@thomassilent
Wen von uns sprichst du in deinem Beitrag mit "du" an?
Finde aber übrigens, dass bisher keiner hier "Ergüsse" produziert. Man bemüht sich um eine Diskussion.

Den Satz hier hättest du evtl zu Ende führen sollen, denn gerade der von dir ausgelassene Teil ist der wichtigste am ganzen Satz, weil da eigentlich deine Wertung kommen würde :) Kannst du ihn vervollständigen?--- "aber wenn du dich mal mit solchen demos im ausland beschäftigst, wo die leute massenhaft niedergetasert, mit tränengas usw penetriert werden, nur weil sie ihre freie meinung äußern..." --- dann...?
Soll der Satz aussagen, dass man mit den Verhältnissen in Deutschland auf den Demos sich noch glücklich schätzen soll?

Aber wie passt dann dein zweiter Absatz zu dem ersten? Also was hat das harte Durchgreifen der Staatsgewalt bei einer Demo im Ausland (erster Absatz) mit deiner Sorge zu tun, dass in fünf bis zehn Jahren "die kacke dann mehr als am dampfen ist" weil hier der Staat deiner Ansicht nach "nurnoch in die taschen der leute greifen will"? Also mir ist der Gedankensprung zwischen a) Demos im Ausland verglichen mit Demos hier und b) Staatsfinanzen nicht so ganz klar.

AeS
01.05.2010, 22:09
Jeder gewaltbereite Mensch, welcher solche Anlässe nutzt, zeigt nur wie degeneriert seine Fähigkeiten sind, Kritik klar zu kanalisieren und effizient als auch effektiv sich für Änderungen einzusetzen, was oft mal an den eigenen geistigen Fähigkeiten scheitert als auch die Scheu vor einem schwierigen und steinigen Weg, dann doch lieber einfach in der Anonymität verschwinden und den niederen Instinkten folgen.

Die Polizei ist folgerichtig dazu angehalten mit voller Härte gegen solche Chaoten vor zu gehen, um das Volk zu schützen, auch und besonders vor sich selbst.
Auch sollten die Kritiker in den eigenen Reihen konsequenter durchgreifen, sich links Orientierte radikal von den Radikalen trennen um ihnen keine Basis zu liefern und ähnliches sollten auch Rechte tun, da ich jedoch hoffe(zumindest behaupten die Leute das ja immer von sich selbst) das ausschließlich die Linken das können, wäre somit ein Problem schon mal durch effektives Handeln aus der Welt geschafft.

Auch setze ich eine konservative Partei nicht mit dem einen rechten Partei gleich, wer das tut, gibt nur dem Eifer seiner Emotionen nach, welche ein deutliches reflektieren der Tatsachen verhindert.

Man sollte nicht gegen das System arbeiten, sondern das System für sich arbeiten lassen, denn die Möglichkeiten sind da, nur wie schon erwähnt, sind die geistigen Fähigkeiten von allen Gewaltbereiten so degeneriert, das dies wohl nicht möglich ist.
Da kann man nur absolut sein, denn Gewalt ist eine absolute Handlung, so muss auch jeder Gewaltbereite mit dem Anderen über einen Kam geschert werden.

C3rone
02.05.2010, 08:49
Weil das Wort Gast besser ist.

Das Wort Gast bedeutet, dass jemand für überschaubare Zeit an einem anderen Ort ist.

Ein Migrant ist jemand, der dauerhaft bleiben möchte.

Und ein Ausländer ist jeder Gast oder Migrant, der aus einem anderen Staat kommt.

Allerdings halten wir uns nun schon wieder an Begrifflichkeiten auf, die jedem klar sein sollten. Versteht das bitte nicht falsch, aber warum kommen solche Punkte immer wieder auf? Ist es nicht besser auf die inhaltlichen Punkte einzugehen als einen völlig unwichtig Nebenkriegsschauplatz zu initiieren?

Ich meine jetzt auch keine blind Gewalttätigen oder Autoanzünder, sondern eben Denker, politisch Interessierte etc., die "theoretisch" ihre Kritik herleiten und begründen, sie aufschreiben, veröffentlichen usw. Verwirken denn diese Leute durch das factum des Hier-Lebens das Recht zu kritisieren nur weil sie hier leben?

Auch hier muss man wohl Begriffe klären.

Konstruktiv bedeutet ja fruchtbar, dienlich, nützlich, erfolgreich (etc.). Eine konstruktive Kritik muss sich also nicht an die aktuelle Gesellschaftsform anpassen, sondern kann natürlich auch diese grundsätzlich kritisieren.

Das ist erwünscht, das muss auch so sein, denn nur so kann man sich weiterentwickeln und vor allem auch einen Konsens finden.


Destruktive Kritik hingegen will eigentlich keine Einigung erzielen. Da geht es dann im Großen und Ganzen nur darum, Schaden zuzufügen. Das ist das, was Steinewerfer machen, was Leute machen, die nicht höflich miteinander reden wie wir hier, sondern die sich nur beleidigend anbrüllen.

Und das ist nicht zu tolerieren, schon alleine aus dem Grund, weil es zu nichts führen kann.



ich muss dir einerseits natürlich recht geben, es gibt immer 2 seiten, aber wenn du dich mal mit solchen demos im ausland beschäftigst, wo die leute massenhaft niedergetasert, mit tränengas usw penetriert werden, nur weil sie ihre freie meinung äußern...

Auch im Ausland (und hier blenden wir Staaten wie den Iran, Jemen, Saudi-Arabien, die VR China etc. aus :) ) wird prinzipiell niemand grundlos getasert, verhauen oder mit Gas vertrieben. Die "friedliche Meinungsäußerung" sieht dann auch eher so wie in Griechenland (Steine- und Molotowcocktailswerfen, Plünderungen, Anarchie) oder in Thailand (sinnfreie Lahmlegung der Infrastruktur, Plünderungen, Gewalt gegen Polizisten und andere Staatsorgane) aus.

Ich selbst habe auch schon mehrere Demonstrationen miterlebt (zufällig vorbei gekommen; sowohl in Deutschland als auch den USA) und die liefen friedlich ab, die Leute konnten ihre teilweise doch schon sehr verstörende Weltansicht kundtun und wurden nicht weggeknüppelt.

und so toll ist unser staat mittlerweile auch nichtmehr,

Verglichen mit den anderen 192 offiziellen Staaten ist Deutschland immer noch viel toller als 190 andere. Mal ernsthaft, wo würdest du lieber wohnen? In Luxemburg oder Liechtenstein, welche nur überleben, weil quasi jeder in der Bankenbranche arbeitet? So ein kleiner Stadtstaat?

In Brunei, wo es zwar dank des Ölreichtums lässig zugeht, du aber genau eine Meinung haben darfst - die des Sultans?

Oder in Australien, wo es nicht nur ununterbrochen verdammt heißt ist, sondern du ohne Flugzeug auch quasi gar nicht von A nach B kommen kannst und dein Wohnort entweder eine riesige Metropole oder ein einsamens Häuschen am Ende der Welt ist?


Das ist das typische "das Gras des Nachbarn ist grüner". Ich habe früher auch viel öfter meine Heimat kritisiert, fand manches zu kompliziert etc. Aber mittlerweile sehe ich die Sache etwas differenzierter, aber das geht nur, wenn man auch mal andere Länder kennenlernt (und damit meine ich nicht als Tourist mal ein paar Tage durchschieben).


bei uns ist das problem hauptsächlich das der staat nurnoch in die taschen der leute greifen will und das nimmt langsam und allmählich überhand.

Dafür bekommst du aber auch ziemlich viel geboten.


@ AeS

Sehr schöner Beitrag.

T&T
02.05.2010, 09:50
Hätte die Mehrheit von den Krawallmachern eine anständige Arbeit, würden schon alleine aus Sorge um den Arbeitsplatz, den 2 Tagen Ruhe- und Entspannungsphase usw. solche Exzesse ausbleiben.

Die Hälfte der freigesetzten Energie aus letzter Nacht eingesetzt in die schulische, berufliche Laufbahn plus die finanziellen veranschlagten Mittel des "Polizei-Staat-Einsatzes" hätten kurz-, mittel-, langfristig eine bessere Rendite, als die zerstörten Scheiben, den Pöbeleien, Handgreiflichkeiten usw. welche nichts bringen und niemals etwas bringen werden. Doch um das zu begreifen waren wir ja wieder zu sehr mit Steine werfen, Biersaufen, Schlagstockschlagen, Wasserwerferspielen beschäftigt! Auf ein neues in 2011!

Wenn ich es nicht trotz über 600 km Entfernung (mit-)zahlen müsste, würde ich sagen, viel Spaß haut euch ruhig den Schädel ein, ein paar Konkurrenten im Leben weniger, aber so geht mir das gehörig auf den Geist!

th3o
02.05.2010, 10:23
@cerone
Wo habe ich dir denn den Eindruck gemacht, dass ich nicht freundlich mit dir rede oder gar beleidige?
Sachlichkeit im Ton, Härte in der Sache :) Das ist vollkommen in Ordnung meine ich.
Ok, dann verstehst du unter "destruktive Kritik" nur etwas rein Negatives. Für mich bedeutet "destruktiv" nicht Kaputt-machen, sondern grundsätzlich gegen einen bestimmten gesellschaftlichen Rahmen als Ganzen sein. Eine Kritik, die an diesem Rahmen mitarbeitet, ihn verbessern möchte, diese nenne ich "konstruktiv". Eine die ihn als Ganzes in Frage stellt, nenne ich "destruktiv". Das hat dann aber nichts mit Steinewerfern und Autoanzündern zu tun, sondern mit der theoretischen Herangehensweise.
Ohnehin: Steinewerfen unter "Kritik" zu subsumieren, finde ich persönlich unangemessen. Da wertet man diesen Akt doch eher auf. Das ist, meine ich, keine Kritik, das ist im besten Falle einfach nur dumm.
Du hast mit deiner Aussage, dass "destruktive Kritik" keine Einigung erzielen möchte nur teilweise Recht. Du hast Recht insofern diese Kritik keine Einigung innerhalb des bestehenden Rahmens finden möchte. Das ist ein wichtiger Aspekt. Damit ist aber nicht gesagt, dass destruktive Kritik unter keinen Umständen eine Einigung erzielen möchte. Ihr geht es zunächst einmal um die Einsicht in dem, was Gegenstand der Kritik ist. Und wie du ja bei uns beiden siehst ist das schon durchaus schwierig manchmal :)
Und nochmal: Bei dem, was ich schreibe, klammere ich Steinewerfer und Autoanzünder von Grund auf aus, das hatte ich in den Posts vorher immer wieder betont. Du aber ziehst sie immer wieder in deine Argumentation rein. Das verschiebt dann wohl auch immer wieder unsere beiden Diskussionsebenen.

jhoech
02.05.2010, 11:14
die finanziellen veranschlagten Mittel des "Polizei-Staat-Einsatzes" hätten kurz-, mittel-, langfristig eine bessere Rendite, als die zerstörten Scheiben,

Hätten ich nur dadurch nicht jetzt auch einen Grund einiges hier kurz und klein zu schlagen? Was das die Finanzielle Situation ändern würde. Kaum auszudenken. Manch Scheibenlieferant würde fair bezahlt zum Krösus. Materialschaden ist halb so schlimm. Evtl. helfe ich jmnd. sogar in der Krise? Das ist einfach assozial, und Punkt. Alles Gelabere von Finanzen und Rendite hier ist äußerst relativ, und ebenfalls assozial.

Außerdem, wer Steuern zahlt zahlt das mit... auch über 600km Entfernung... Ich drücke euch die Daumen Jungs!!!

C3rone
02.05.2010, 12:41
@cerone
Wo habe ich dir denn den Eindruck gemacht, dass ich nicht freundlich mit dir rede oder gar beleidige?

Ich würde dich bitten, meinen Beitrag nochmal zu lesen, du scheinst das falsch verstanden zu haben.

Ok, dann verstehst du unter "destruktive Kritik" nur etwas rein Negatives.

Das ist nunmal die offizielle und allgemeingültige Definition. Daran halte ich mich und es wäre im Allgemeinen einfacher, wenn sich auch alle anderen an die offiziellen Begriffsdefinitionen halten würden.

Prom07
02.05.2010, 12:53
Sooo ich schalte mich auch mal wieder hier ein, (mein letzter Post liegt zwar schon etwas zurück, aber ich habe aufmerksam mitgelesen) und steuere meine Meinung bei :)

@ AeS - Wie C3rone schon sagte- schöner Post =)
@th3o - ich glaube nicht dass C.. dir jetzt eine beleidigende Schreibweise unterstellen wollte
was Leute machen, die nicht höflich miteinander reden wie wir hier, sondern die sich nur beleidigend anbrüllen.
Ich habe das so verstanden dass gerade hier die Höflichkeit im Thread geschätzt wurde ;)

@ jhoech - Sry, aber deinen Posts kann ich wirklich nur in den seltensten Fällen folgen. Ich glaube du hast den Post von T&T unaufmerksam gelesen - Das Geld hätte besser verwendet werden können, müsste man es nicht in Polizeieinsätze und kaputte Scheiben stecken..
Und wem drückst Du jetzt eigentlich die Daumen? Den Randalierern, der Polizei?

@ th3o noch mal ^^

Im Endeffekt wäre deine "destruktive Kritik" auch wenn sie sich gegen den kompletten "Rahmen" richtet im Endeffekt dennoch in gewisser weise "konstruktiv" wenn zu einem "positiven" aufzeigenden Ergebnis führt.

@ Topic - wenigstens verteidigt hier niemand aktiv Randalierer .. xD



EDIT: Da hat C3rone schon während meiner Posterstellung geantwortet... ^^

jhoech
02.05.2010, 13:01
Und wem drückst Du jetzt eigentlich die Daumen? Den Randalierern, der Polizei?

@ Topic - wenigstens verteidigt hier niemand aktiv Randalierer .. xD


Naja, ich drücke eben allen die Daumen und Verteidige damit auch die Randalierer, oder versuche es zumindest mal:

Klar hätte das Geld evtl. sinnvoller verwendet werden können, aber die Bank und die Hooligans passen rein Ideel manchmal schon recht gut zusammen, da braucht man denke ich nix mehr dazu sagen.

th3o
02.05.2010, 13:19
@c3rone
Richtig, mein Fehler, ich habe den entsprechenden Satz falsch gelesen bzgl. Umgangsart im Forum.

Das ist nunmal die offizielle und allgemeingültige Definition. Daran halte ich mich und es wäre im Allgemeinen einfacher, wenn sich auch alle anderen an die offiziellen Begriffsdefinitionen halten würden.

Ich weiß nicht, ob du dir dessen bewusst bist, aber haargenau diese Passage hätte 1:1 auch genauso in der DDR oder in einem sonstigen repressiven System gesagt werden können. So einfach sollte man es sich, meine ich, nie machen.
Denn auch hier begehst du (wieder mal) den Fehler, das, was das Etikett "offiziell" hat, für automatisch richtig zu halten. Die Logik erschließt sich mir schlicht nicht. Alles ist zur Debatte zu stellen. Wenn Ansichten begründet dargelegt werden, dann kann und sollte eine "offizielle Definition" revidiert werden können. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Argumentationsfigur deinerseits strukturgleich bereits beim Wissenschaftsbegriff angewendet wurde wo ich auch schon protestiert habe.

C3rone
02.05.2010, 13:25
Gut, ich drücke mich deutlicher aus:

Es ist ziemlich dumm allgemein gültige und für jeden verständliche Begriffe in Frage zu stellen.

Das hat auch nichts mit irgendwelchen repressiven Systemen zu tun, da geht es einfach um die zwischenmenschliche Verständigung.

Stell dir vor zu gehst in eine Lackiererei, sagst, du willst dein Auto blau haben und der Mechaniker denkt sich "lol, blau, das ist eine einengung des menschlichen Verstandes, das ist falsch" und lackiert dir die Kiste weiß.

Andererseits ist mir Folgendes aber auch schon bei anderen (hier im Forum, aber auch im richtigen Leben) Menschen mit einer eher - nunja - linken und/oder alternativen Einstellung aufgefallen:
Ihr diskutiert nicht über die Kernaussagen, über die wichtgen Punkte, über das, was ja der entscheidende Faktor ist.
Ihr diskutiert über Begrifflichkeiten, eröffnet völlig unwichtige Nebenkriegsschauplätze und sinniert über philosophische Ansichten.


Anders gesagt: Es ist mir sowas von unglaublich völlig egal ob dir die offizielle Definition eines Wortes passt, ich und 99,99% der anderen Menschen halten sich daran und wenn du das nicht möchtest, dann bist du unter normalen Menschen definitiv falsch aufgehoben.

Versteh das bitte nicht als Angriff, aber die ganzen subtilen Hinweise meinerseits haben ja nichts gebracht...

th3o
02.05.2010, 13:41
@c3rone
Keine Sorge, so schnell fühle ich mich schon nicht angegriffen :) Allein schon weil Ausdrücke wie "99,99% der anderen Menschen" oder "normale Menschen" im Grunde nicht wirklich viel aussagen. Ich verstehe jedoch sehr gut, worauf du hinausmöchtest, habe aber durchaus Gründe das so zu machen, wie es dir vielleicht mißfällt. Ich werde versuchen das zu erklären:

Zunächst mal habe ich durchaus hier und dort versucht, Begriffe, so wie ich sie verstehe, darzulegen, eben damit du, wenn du das liest, weißt, wie ich diese Begriffe benutze und welche Gedanken ich damit ausdrücken möchte.
Es ist sehr richtig, dass einige Begriffe gängiger sind als andere. Aber, und da würde ich meinen sollte man immer bereit sein etwas Neues zu lernen, kann man für bestimmte Begriffe auch einen neuen Bedeutungshorizont artikulieren. Es steht ja nichts still und dazu gehört auch nun mal die Sprache und das, was Begriffe auszudrücken vermögen.

Dein anderer Punkt, von wegen dass "Linke" (so wie ich "links-sein" verstehe) nicht auf deine Art von "Kernaussagen" eingehen, hat sehr viel damit zu tun, dass vieles von dem, was etwa aus (neo)liberaler-, konservativer- und selbst aus links-bürgerlicher Ecke (zB Partei Die Linke) an "Kernaussagen" kommt, unterfüttert ist mit Vorannahmen über die Sache, die in der Kernaussage artikuliert wird.
Nun ist es, mit diesem Gedanken im Hinterkopf, nur konsequent vom "Linken" zunächst gar nicht erst auf die "Kernaussage" einzugehen, wenn man meint, dass das Gegenüber Vorannahmen für seine "Kernaussage" getroffen hat, die so selbstverständlich gar nicht sind/sein müssen.
Und jetzt schließt sich der Kreis. Die Pointe dabei ist nämlich: Dekonstruiert man die Vorannahmen, so wird die Kernaussage von selbst unhaltbar oder inkonsistent.

ThomasSilent
02.05.2010, 15:43
In Luxemburg oder Liechtenstein, welche nur überleben, weil quasi jeder in der Bankenbranche arbeitet?

ja und auch die Australienalternative würde mir sehr zusagen ;)

Ich denke aber da ist jeder anderst gestrickt, ich habe z.b lieber 24/7 Hitze als nen arschkalten Winter. Ich denke auch das es gerade in den von dir genannten Staaten (Griechenland usw) deutlich anderst ist als hier bei uns. Meiner Meinung nach pauschalisierst du ein wenig zuviel.

Das friedliche Demos die bessere Alternative sind ist klar, aber leider verschafft man sich so nur selten Gehör...

Basti87
02.05.2010, 16:38
Das friedliche Demos die bessere Alternative sind ist klar, aber leider verschafft man sich so nur selten Gehör...

Vielleicht sollte das einem mal zu denken geben. Der großen Mehrheit der Bevölkerung gehen diese Demos wirklich am Arsch vorbei. Wenn dann randaliert wird, Eigentum von normalen Bürgern zerstört wird, Polizisten angezündet werden usw, das insteressiert die Bevölkerung eher, weil das halt jeden treffen kann. Wenn ich mir meine Freunde und Familie anschaue, dort sehe ich nämlich genau dieses.

Prom07
02.05.2010, 16:40
@ ThomasSilent
Das Problem ist einfach, dass wenn ich Steine werfe und Autos anzünde dass mir zwar evtl. Aufmerksamkeit von der Öffentlichkeit bekomme, aber dass dahinter diffuse meine Pseudo-Kapitalismus/Systemkritik bzw. Heulerei leidet, bzw. versenkt wird...

C3rone
02.05.2010, 16:56
Zunächst mal habe ich durchaus hier und dort versucht, Begriffe, so wie ich sie verstehe, darzulegen, eben damit du, wenn du das liest, weißt, wie ich diese Begriffe benutze und welche Gedanken ich damit ausdrücken möchte.

Das ist nett und das hat ja auch oft geklappt, aber es ist eben deutlich komplexer als gestandene Begriffe zu nutzen.

Es ist sehr richtig, dass einige Begriffe gängiger sind als andere. Aber, und da würde ich meinen sollte man immer bereit sein etwas Neues zu lernen, kann man für bestimmte Begriffe auch einen neuen Bedeutungshorizont artikulieren. Es steht ja nichts still und dazu gehört auch nun mal die Sprache und das, was Begriffe auszudrücken vermögen.

Mein soziales Umfeld (Freunde, Familie, Arbeit) verlässt sich darauf, dass ich mich klar und deutlich ausdrücke. Deswegen kann ich leider Begriffen mit einer bereits vorhandenen Bedeutung keine weiteren Bedeutungen geben. Das führt nur zu Missverständnisse.

Dein anderer Punkt.....

Aber gleichzeitig soll man auf die Punkte der Linken eingehen? Was meinst du, wie viel Zeit es braucht, bis man sich mal vernünftig in das Thema BGE etc. einliest, nur um am Ende zu merken, dass die meisten "Vorurteile" stimmen. Artikuliert man dies, wird man ignoriert, weil man ja Vorurteile hat. Das diese Vorurteile aber auf Wissen beruhen, ist völlig irrelevant für diese Gruppe.

Meiner Meinung nach pauschalisierst du ein wenig zuviel.

Das mag sein. Aber beim Thema Griechenland z.B. nutzt es nichts, wenn man sagt, dass es ja doch auch positive Ausnahmen gibt. Das hilft weder den Leuten an sich (denn die wissen selbst, dass es Ausnahmen gibt), noch dem Land, denn wenn man keinen Druck macht und jede Aussage entschärft, wird kein Handlungsbedarf gesehen.

Das friedliche Demos die bessere Alternative sind ist klar, aber leider verschafft man sich so nur selten Gehör...

Das ist eben meiner Meinung nach eine Fehlannahme. Die großen Errungenschaften der modernen westlichen Welt wurden alle friedlich durchgesetzt.
Die Reisefreiheit in der DDR, das Ende der Apartheid in Südafrika, die Rassentrennung in den USA - das alles waren größtenteils friedliche Aktionen.

Ich denke auch nicht, dass die Deutschen zu faul zum Demonstrieren sind. Aber viele Punkte betreffen einfach nur einen kleinen Teil.
Dieser kleine Teil denkt natürlich, er wäre der Nabel der Welt. Man rechtfertigt die geringe Anzahl der Unterstützer also mit der Faulheit der Anderen, kommt aber gar nicht auf die Idee, dass die Sache, für die man sich einsetzt, für einen absoluten Großteil der Menschen eben einfach nicht diese Priorität hat.

Das betrifft ja nicht nur linke. Auch auf Demonstrationen der Rentner, der Rechten, der Lehrer und auch von Gewerkschaften kommen weit weniger Menschen, als die Masse hergeben würde. Oder wann haben mal 20 Millionen Rentner demonstriert?

Wenn den Menschen ein Thema wichtig genug ist, wie es zum Beispiel gegen Ende der DDR der Fall war, dann werden wir auch in Deutschland Massendemonstrationen erleben. Und bis dahin muss eben jeder Demo-Veranstalter, der nur 10.000 Leute zusammen bekommt einsehen, dass sein Thema völlig uninteressant und unwichtig ist - ob ihm das gefällt oder nicht.

Ergänzung vom 02.05.2010 17:03 Uhr: Aktuelles Beispiel, für mich als US Staatsbürger natürlich interessanter als für euch, aber es wird ausreichen :)

http://www.tagesschau.de/ausland/usproteste104.html

In Los Angeles demonstrieren also 60.000 Menschen dagegen. Jetzt leben aber in der Metropolregion schon über 15 Millionen Menschen. Gleichzeitig ist Los Angeles die Hauptstadt der illegalen Einwanderer in den USA.

Von diesen ganzen Menschen, die ja zumindest zu einem Teil auch bald selbst direkt betroffen sein könnten, gehen ca. 60.000 Menschen auf die Straße.

Wessen Meinung ist wichtiger: Die der 60.000 Menschen oder die der restlichen 14,94 Millionen?

Wäre das Thema wirklich so ein großer Brennpunkt wie dargestellt, würden dann nicht zumindest 1 Millionen Menschen auf die Straße gehen? Das wären zwar auch nur 1/15, aber doch zumindest würde die Zahl nicht so lächerlich wirken, nicht wahr?



Das bedeutet nicht, dass ich das Gesetz gut finde. Aber es soll aufzeigen, dass Demonstrationen - ob friedlich oder gewalttätig - keinen Sinn machen, solange man quasi alleine ist.

Und ja, liebe Antifa, auch 20.000 Menschen in Berlin sind bei einer Einwohnerzahl von 4 Millionen keine Mehrheit.

jhoech
02.05.2010, 17:23
So etwas wie wichtig mit absoluter Mehrheit gleichzusetzen finde ich verfehlt. Es kommt z.B. auch darauf an wer das ist, und um was es geht.

Es gibt z.B. immer eine graue Masse, die einfach nur mitmacht und folgerichtig eher ignoriert werden will. Das fällt schonmal von den Gegnern ab. Eher sollte man gerade auf wenige aktive Demonstranten hören, da diese es notwendig fanden aktiv zu werden, was Obama ja scheinbar auch gerade macht, um eventuellem Frust vorzubeugen. Mitmachstaat nenne ich sowas und freie Meinungsäußerung.

Wie viele waren dafür das du das Licht der Welt erblicktest? Wohl bloß einer.

C3rone
02.05.2010, 17:40
So etwas wie wichtig mit absoluter Mehrheit gleichzusetzen finde ich verfehlt. Es kommt z.B. auch darauf an wer das ist, und um was es geht.

Nein, denn jede Stimme zählt gleich viel. Es geht ja auch nicht um die absolute Mehrheit, in meinem Beispiel meinte ich doch, dass 1/15 (also sehr wenig) ein anzustrebendes Ziel wäre.

Es gibt z.B. immer eine graue Masse, die einfach nur mitmacht und folgerichtig eher ignoriert werden will.

Die aber bei wichtigen Themen ebenfalls zum Teil aktiv wird. Siehe meine drei Beispiele - da lassen sich aber auch sicher noch viel mehr finden, Staatsbankrott in Argentinien 2001/2002 z.B.

Das fällt schonmal von den Gegnern ab.

Nicht wirklich, da jede Stimme zählt. Eine neutrale Stimme ist also genau so viel Wert wie eine ja oder nein Stimme.

Allerdings ist es genau das, was ich meinte: Wenn die große Masse keinen Bedarf sieht, sich zu bewegen, dann hat man das in seine Überlegungen mit einzubeziehen.

Eher sollte man gerade auf wenige aktive Demonstranten hören, da diese es notwendig fanden aktiv zu werden

Wegen jedem Mist wird demonstriert. Würde man all dem Beachtung schenken, hätte man nichts anderes mehr zu tun. Warum sollte man denn gerade auf die paar wenigen Demonstranten hören? Offensichtlich vertreten sie nicht die Meinung des Volkes, sonst wären es ja nicht nur ein paar...

was Obama ja scheinbar auch gerade macht

Das hätte er aufgrund der allgemeinen Problematik mit diesem Gesetz sowieso gemacht. Egal ob 100 Leute demonstrieren, 150.000 (wie geschehen) oder alle 330 Millionen.

Mitmachstaat nenne ich sowas und freie Meinungsäußerung.

Ist ja auch ok. Ich war auch nie dafür, Demonstrationen zu verbieten. Man sollte nur aufhören, Minidemos als die totale Auflehnung zu inszenieren.

Wie viele waren dafür das du das Licht der Welt erblicktest? Wohl bloß einer.

Ich bin (noch) nicht Systemrelevant, Gesetze etc. dafür schon. Also ein eher ungünstig gewähltes Beispiel.

jhoech
02.05.2010, 17:44
Wenn aber Minidemos als totale Auflehnung inszeniert werden, dann nehme ich sie als wichtig an, egal wie es aussieht, da es immerhin weitererzählt wird und sicher nicht grundlos. Was man von Obama hört lässt sich sehen.

Systemrelevant...what's this...

ThomasSilent
02.05.2010, 18:04
@ ThomasSilent
Das Problem ist einfach, dass wenn ich Steine werfe und Autos anzünde dass mir zwar evtl. Aufmerksamkeit von der Öffentlichkeit bekomme, aber dass dahinter diffuse meine Pseudo-Kapitalismus/Systemkritik bzw. Heulerei leidet, bzw. versenkt wird...

da hast du Recht! Es ist schlichtweg die falsche Art der Aufmerksamkeit die erzeugt wird

Das mag sein. Aber beim Thema Griechenland z.B. nutzt es nichts, wenn man sagt, dass es ja doch auch positive Ausnahmen gibt. Das hilft weder den Leuten an sich (denn die wissen selbst, dass es Ausnahmen gibt), noch dem Land, denn wenn man keinen Druck macht und jede Aussage entschärft, wird kein Handlungsbedarf gesehen.

naja gut, Griechenland ist noch ein Fall für sich. Die Leute beschweren sich dort z.B darüber das die Rente ab 4X abgeschafft wird und die Renten deutlich gekürzt werden sollen (im Europavergleich scheinen die Renten dort exorbitant zu sein, Quelle ZDF Heute Journal glaube ich). Gerade die Griechen dürfen sich nicht beschweren da sie ja Jahrzehnte über ihre Verhältnisse gelebt haben und nun die Quittung dafür kassieren. Durch die Randale stagniert natürlich alles und Deutschland solls dann richten????

Das ist eben meiner Meinung nach eine Fehlannahme. Die großen Errungenschaften der modernen westlichen Welt wurden alle friedlich durchgesetzt.
Die Reisefreiheit in der DDR, das Ende der Apartheid in Südafrika, die Rassentrennung in den USA - das alles waren größtenteils friedliche Aktionen.

Sorry aber da bist du fehlinformiert. Forsche mal nach wieviele Leichen den Weg zu diesen Beschlüssen geebnet haben, du wirst in manchen Fällen tief schlucken müssen...

Ich denke auch nicht, dass die Deutschen zu faul zum Demonstrieren sind. Aber viele Punkte betreffen einfach nur einen kleinen Teil.

Ja und Nein, ich finde das wir uns allgemein mehr als eine Nation sehen sollten und daraus würde folgen das mehr Leute an einem Strang ziehen. Je mehr Menschen so handeln desto weniger Gewalt wird es geben da 5000 Randalierer anderst wirken als 2.000.000 friedlich demonstriende Menschen. Aber das trifft natürlich auch nicht immer zu, auch 2Mio Menschen könnten ausrasten was natürlich sehr übel enden würde.


In Los Angeles demonstrieren also 60.000 Menschen dagegen. Jetzt leben aber in der Metropolregion schon über 15 Millionen Menschen. Gleichzeitig ist Los Angeles die Hauptstadt der illegalen Einwanderer in den USA.

Von diesen ganzen Menschen, die ja zumindest zu einem Teil auch bald selbst direkt betroffen sein könnten, gehen ca. 60.000 Menschen auf die Straße.

Wessen Meinung ist wichtiger: Die der 60.000 Menschen oder die der restlichen 14,94 Millionen?

Wäre das Thema wirklich so ein großer Brennpunkt wie dargestellt, würden dann nicht zumindest 1 Millionen Menschen auf die Straße gehen? Das wären zwar auch nur 1/15, aber doch zumindest würde die Zahl nicht so lächerlich wirken, nicht wahr?

Super Beispiel! Ich denke aber das statt den 60.000 wahrscheinlich mindestens 600.000 betroffen sind. Die restlichen 540.000 denken sich nur z.B

"Ach warum, was soll das bringen"
"Muss arbeiten..." oder ähnliches in der Art.

Das liegt aber meiner Meinung nach eher im Denken von uns allen, vorallem in der westlichen Welt. Man schottet sich lieber in seiner kleinen Welt ab und sobald etwas in der eigenen Welt nichtmehr passt, wird man aktiv - vorher nicht. Man denkt zu linear bei vielen Dingen im Leben ohne evtl die Konsequenz zu sehen, das man selber vllt noch nicht jetzt aber wohl in einem Jahr betroffen sein wird.

"ich lebe Heute, was schert mich die Zukunft..."

Duci0602
02.05.2010, 18:55
manche Sachen am 1. Mai sind echt nicht schön anzusehen, wie der Headshot hier

http://www.youtube.com/watch?v=C31AmmbiXEc

C3rone
02.05.2010, 20:13
Und nun? Das relativiert nun die zig verletzten Polizisten und Unbeteiligten, die Sachschäden und alles? Oder was genau möchtest du damit zum Ausdruck bringen?

Basti87
02.05.2010, 20:43
So kann man ganz einfach von den eigenen Terroristen ablenken, ich hab mal in der Taz geguckt, man berichtet lieber über einen Ausnahmenfall als über die Mordversuche an Polizisten. So sind halt die Linken.

Duci0602
02.05.2010, 20:51
€ Ich halte mich hier lieber raus ~_~

Haydar
02.05.2010, 21:00
Muss erstmal sagen dass ich die Aussagen zum größten Teil nur überflogen hab, also seht es mir nach wenn ich jemanden nachplapper,

Aber:
Der Staat hat die Verpflichtung zum Schutz des Bürgers.
Das bedeutet dass das Prinzip der angemessenen Gewalt anzuwenden ist.
Ein Sachschaden wird niemals so hoch bewertet werden wie ein Personenschaden, und sollte es auch nicht.
Wenn euch das nicht gefällt dann ist das euer Pech!
Wir reden hier von klaren Regeln denen jeder unterworfen ist.
Das gilt auch für Polizisten.
Ich werde hier keine Demonstranten verteidigen aber Selbstverteidigung ist ein Grundrecht.
Und auch das gilt auch für Polizisten.
Wenn ihr mit der Deutschen Gesetzgebung nicht einverstanden seid empfehle ich euch, euch mit den Situationen in anderen "Demokratien" auseinanderzusetzen.



Ich frag mich grad schon wieder warum die threads in diesem UF so eindeutig rassistische tendenzen aufweisen?
An alle rechten: ihr bekommt alle euren eignen hitlerbart, lasst ihr uns normaldenkenden dann endlich in ruhe mit eurer schwachsinnigen scheiße?

Wiggum
02.05.2010, 21:03
[...]Casualties[...]headshot[...]

Bitte aufhören...

So kann man ganz einfach von den eigenen Terroristen ablenken, ich hab mal in der Taz geguckt, man berichtet lieber über einen Ausnahmenfall als über die Mordversuche an Polizisten. So sind halt die Linken.

Über die schwerverletzten Polizisten und die ganzen Mordversuche der Linksextremisten wird man nichtmehr viel hören, aber dieses Video wird noch zu so mancher Talkrunde bei ARD und ZDF führen...und die ganzen Berufsbetroffenen (zb. Claudia Roth) haben auch wieder etwas um ganz doll betroffen zu sein.

C3rone
02.05.2010, 21:28
Muss erstmal sagen dass ich die Aussagen zum größten Teil nur überflogen hab, also seht es mir nach wenn ich jemanden nachplapper,

Du scheinst ziemlich viel in deinem Leben nur überflogen zu haben.

Der Staat hat die Verpflichtung zum Schutz des Bürgers.

Und das Eigentum der Bürger und natürlich die Verpflichtung, sich selbst zu schützen.

Das bedeutet dass das Prinzip der angemessenen Gewalt anzuwenden ist.

Richtig, deswegen werden Schlagstöcke und Wasserwerfer eingesetzt - und nicht .338 Lapua Magnum und Schützenpanzer.

Ein Sachschaden wird niemals so hoch bewertet werden wie ein Personenschaden, und sollte es auch nicht.

Das kommt darauf an. Probleme mit dem Finanzamt werden oft als Diebstahl am gesamten Volke ausgelegt und meiner Meinung nach auch gerechtfertigt hoch bestraft.

Gleichzeitig gibt es auch im normalen Straf- und Zivilrecht unterschiede. Eine gebrochene Nase wiegt zum Beispiel weit weniger schwer als wenn man zehntausenden Rentnern ihre Altersvorsorge zerstört.

Wenn euch das nicht gefällt dann ist das euer Pech!

Du meinst das gleiche Pech wie Leute haben, die von Polizisten verschlagen werden? :)

Wir reden hier von klaren Regeln denen jeder unterworfen ist.

Diese Regeln haben offensichtlich in "deiner" Szene wenig Bedeutung.

Das gilt auch für Polizisten. Deswegen hält sich die absolut überwiegende Mehrzahl auch an diese Regeln.

Ich werde hier keine Demonstranten verteidigen aber Selbstverteidigung ist ein Grundrecht.

Natürlich nicht. Du drängst einfach nur alle, die chaotische Extremisten nicht gut finden, in die rechte Ecke.

Wenn ihr mit der Deutschen Gesetzgebung nicht einverstanden seid empfehle ich euch, euch mit den Situationen in anderen "Demokratien" auseinanderzusetzen.

Offensichtlich bist du es, der Probleme mit der Gesetzgebung hat. Sonst würdest du in Deutschland erlaubte Ansichten nicht als "schwachsinnige Scheiße" bezeichnen, sondern tolerieren. So wie es das Gesetz vorsieht.

Ich frag mich grad schon wieder warum die threads in diesem UF so eindeutig rassistische tendenzen aufweisen?

Wo sind hier denn rassistische Tendenzen? Bitte mit Zitat und erklärendem Kommentar deinerseits dazu, danke.

An alle rechten: ihr bekommt alle euren eignen hitlerbart, lasst ihr uns normaldenkenden dann endlich in ruhe mit eurer schwachsinnigen scheiße?

Erst wenn die ganzen Linken Arbeit gefunden haben. Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass Stalin und Hitler einen ähnlichen Bart hatten?

Und wieso genau bezeichnet jemand, der so extrem untolerant wie du ist, sich selbst als normal? Oder als denkend?

Und, überhaupt, wer genau bist du, dass du entscheidest, was schwachsinnige Scheiße ist (und was nicht)? Vielleicht bist du der Kerl mit dem Bärtchen? Immerhin hat Hitler solche Dinge durchaus entschieden und auch aufgrund seiner Macht entscheiden können.

Fragen über Fragen....

Haydar
02.05.2010, 22:02
zitat:
Du scheinst ziemlich viel in deinem Leben nur überflogen zu haben.

Polemik, Nutzlos

zitat:
Und das Eigentum der Bürger und natürlich die Verpflichtung, sich selbst zu schützen.

Der Bürger bildet den Staat steht also an erster Stelle, die Frage ist Leib und Leben oder Persönlichkeit gebildet durch Vermögen

zitat:
Richtig, deswegen werden Schlagstöcke und Wasserwerfer eingesetzt - und nicht .338 Lapua Magnum und Schützenpanzer.

Ich hatte noch nicht die Gelegenheit Bekanntschaft mit einem Schlagstock zu machen aber ich werde berichten ob es nett war. Menschen tendieren dazu in Stresssituationen überzureagieren, Waffen sind im allgemeinen abzulehnen.

zitat:
Das kommt darauf an. Probleme mit dem Finanzamt werden oft als Diebstahl am gesamten Volke ausgelegt und meiner Meinung nach auch gerechtfertigt hoch bestraft.
Gleichzeitig gibt es auch im normalen Straf- und Zivilrecht unterschiede. Eine gebrochene Nase wiegt zum Beispiel weit weniger schwer als wenn man zehntausenden Rentnern ihre Altersvorsorge zerstört.

Kann ich nicht nachvollziehen auch wenn die zerstörung der Lebensgrundlage nicht nett ist.

zitat:
Du meinst das gleiche Pech wie Leute haben, die von Polizisten verschlagen werden?

Ob Sie nun rechts oder links sind. Auch du darfst dich wehren.

zitat:
Diese Regeln haben offensichtlich in "deiner" Szene wenig Bedeutung.

Ich weiß nicht genau welche Szene du meinst.

zitat:
Deswegen hält sich die absolut überwiegende Mehrzahl auch an diese Regeln.

Deswegen brennt Deutschland nicht, so wie Bsp. Griechenland und Frankreich.

zitat:
Natürlich nicht. Du drängst einfach nur alle, die chaotische Extremisten nicht gut finden, in die rechte Ecke.

Mag sein, wer Gewalt ausübt ist Dumm, im Allgemeinen kenn ich das nur von rechten,bis jetzt hat noch kein Punk versucht mich zu verprügeln(Rechtes Gedankengut beschränkt sich in meiner Sicht nicht auf eine Nationalität)

zitat:
Wo sind hier denn rassistische Tendenzen? Bitte mit Zitat und erklärendem Kommentar deinerseits dazu, danke.
Beitrag # 61 Heretic:
[ich würde mich als anwohner darüber aufregen, dass irgendwelche debilen idioten aus hass auf den staat (also alle bürger dieses landes, der staat besteht nunmal aus uns allen) meine fensterscheiben einschmeissen, mein auto anzünden und vor meinem haus krawall machen.

wenn dann mal härter durchgegriffen wird und einige anwohner zu den gleichen mitteln greifen, sind diese chaoten die ersten, die rumjammern und diese gegenwehr in ihre verdrehte weltsicht einbauen nach dem motto "wir hams ja gleich gesagt, dass da nur gewalt vom staat kommt".

gegen demonstrationen hat glaub ich niemand was. die sind gut und auch notwendig. aber die gewaltfetischisten gehören weggesperrt oder sonstwie aus dem verkehr gezogen. und ganz ehrlich: ich nehme gerne eine anzeige in kauf, wenn ich dafür dem depp, der meint mein auto anzünden zu müssen, seine junkie-beine brechen kann.

solche leute haben in unserer gesellschaft - oder besser: in jeder gesellschaft - nichts verloren. und wer hier ernsthaft diese ausschreitungen gutheisst, hat noch nie für sein ein- und auskommen arbeiten müssen oder sich mal mit der thematik befasst.]


Ausgrenzung und Gewaltbefürwortung gegen Andersartige und denkende

zitat:
Erst wenn die ganzen Linken Arbeit gefunden haben. Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass Stalin und Hitler einen ähnlichen Bart hatten?

Und wieso genau bezeichnet jemand, der so extrem untolerant wie du ist, sich selbst als normal? Oder als denkend?

Und, überhaupt, wer genau bist du, dass du entscheidest, was schwachsinnige Scheiße ist (und was nicht)? Vielleicht bist du der Kerl mit dem Bärtchen? Immerhin hat Hitler solche Dinge durchaus entschieden und auch aufgrund seiner Macht entscheiden können.

Google bitte Stalin, ich weiß um die Gulags, ich weiß um den Genozid.
Du bist beleidigend, und Polemik bringt dich in der großen Politik die du betreibst bestimmt noch sehr weit.

Gern geschehen

BelaC
02.05.2010, 22:57
Ausgrenzung und Gewaltbefürwortung gegen Andersartige und denkende


Was meinst du damit? Und was hat das mit Rassismus zu tun? Zum einen, Gewalt gegen Menschen, nur weil sie eine andere (politische) Denkweise haben gehört natürlich zu den widerlichsten Dingen überhaupt, aber das ist für mich kein Rassismus. Zum anderen geht es in dem von dir zitierten Beitrag nicht um Denkende, sondern um Handelnde. Nämlich Chaoten, die das Eigentum (Autos) von anderen Autos mutwillig zerstören. Das hat für mich auch nichts mit Rassismus zu tun, wenn man einem solchen Chaoten dann die Beine brechen möchte. Das nennt man Selbstjustiz und ist natürlich auch nicht die feine Art, aber irgendwo verständlich. Oder wie reagierst du, wenn dir jemand anderes mit voller Absicht dein Eigentum zerstört? Gehst du zu ihm hin und bedankst dich?

Prom07
02.05.2010, 23:14
Und wieso genau bezeichnet jemand, der so extrem untolerant wie du ist, sich selbst als normal? Oder als denkend?


Weil unsere Meinung in der Breite der Bevölkerung wieder zu finden ist. Und "normal" ist ja wohl dass, was innerhalb der Gesellschaft mehrheitlich übereinstimmend als "Standart" zu finden ist.
(Abgesehen davon würde ich hier mit Begriffen wie Intoleranz vll. nen bisschen aufpassen wenn man den Thread eben schnell querliest und sich dann unqualifiziert einschaltet..)

Und, überhaupt, wer genau bist du, dass du entscheidest, was schwachsinnige Scheiße ist (und was nicht)?

Wer genau bist Du, dass Du das anscheinends entscheiden kannst?!


Waffen sind im allgemeinen abzulehnen.
Waffen sind ein notwendiges übel um Gefährdungen für das Volk abzuwenden. Was ist daran abzulehnen?


Kann ich nicht nachvollziehen auch wenn die zerstörung der Lebensgrundlage nicht nett ist.


Weil das Wohl aller über das Wohl des Einzelnen geht - Denk mal drüber nach, denn genau auf diesem Grundsatz arbeitet eine Gesellschaft nun mal.

barista
03.05.2010, 08:04
Zitat: "Weil unsere Meinung in der Breite der Bevölkerung wieder zu finden ist"

es wäre trotzdem ratsam - angesichts der Unsicherheit dieser Anmaßung - die Diskussion mit Argumenten zu führen und auch die unsinnige Wiederholung kindischer Beschuldigungen zu unterlassen. Sich auf dem Volk als Argument zu beziehen ist populistisch (populus = Volk) und tun so wie so alle, Demokraten wie Faschisten (die besonders).

ThomasSilent
03.05.2010, 08:33
Ich frag mich grad schon wieder warum die threads in diesem UF so eindeutig rassistische tendenzen aufweisen?
An alle rechten: ihr bekommt alle euren eignen hitlerbart, lasst ihr uns normaldenkenden dann endlich in ruhe mit eurer schwachsinnigen scheiße?

also da haste wohl ein wenig zu schnell überflogen, rechte Einstellungen kann ich hier nicht erkennen ;)


Waffen sind ein notwendiges übel um Gefährdungen für das Volk abzuwenden. Was ist daran abzulehnen?


Stimmt genau! Zeigt mal wieder das unsere friedliche Demokratie auch auf dem Blut anderer gehalten wird. In manchen Ländern heftiger in anderen weniger...

Alles in allem bin ich froh, eher ländlich aufgewachsen zu sein. Bei uns sah der 1Mai noch deutlich besser aus als diese Randale in den Städten. Schön am Maifeuer was trinken und dann ab in die Kleinstadt und Mülltonnen usw "verziehen" ... dabei war keine hundertschaft Polizisten von Nöten noch wurde jemand verletzt - Good Old Times^^

SheepShaver
03.05.2010, 10:53
@Prom07
Ich bin jetzt verwirrt. Beziehst du dich auf Haydar oder C3rone? P.S.: "Standard" ;)


@Haydar
Ich bin etwas empört darüber, dass für dich anscheinend jeder, der nicht Partei für linke Chaoten ergreift bzw. Linksextremisten nicht "besser" findet als Rechtsextremisten, automatisch selber Rechtsextremist sein muss. Was anderes kann ich jetzt aus deinem Beitrag nicht lesen, sorry.

Haydar
03.05.2010, 12:14
@sheep:
so war das aber nicht gemeint. Ich denk unter bestimmten Voraussetzungen ist das Verhalten der Demonstranten schon gerechtfertigt.
Aber ich rede hier von Grundsätzen, ich spreche auch einem Rechten nicht das Recht zu Selbstverteidigung ab. Selbst wenn ich Sie nicht mag.
Die rigorose Ablehnung ohne Hintergründe zu kennen? Ich weis nicht. Erst mal selbst auf ne Demo gehen und von nem Polizisten angepöbelt werden.
Nochmal: Alle menschen sind gleich, in Ihren Bedürfnissen wie Ihrem Verhalten.

C3rone
03.05.2010, 12:26
@sheep:
so war das aber nicht gemeint. Ich denk unter bestimmten Voraussetzungen ist das Verhalten der Demonstranten schon gerechtfertigt.

Nein, unter keinen Voraussetzungen ist sinnlose Gewalt, wie sie z.B. die Chaoten am 1. Mai ausüben, gerechtfertigt! Man kann sinnlose Zerstörungswut einfach nicht rechtfertigen, ohne den Weg der Werte zu verlassen, die eigentlich jeder Mensch in sich tragen sollte.

Aber ich rede hier von Grundsätzen, ich spreche auch einem Rechten nicht das Recht zu Selbstverteidigung ab. Selbst wenn ich Sie nicht mag.

Es ist keine Selbstverteidigung, wenn man vermummt randaliert und dann aufpassen muss, dass man von Polzei/Betroffenen/anderen Randalieren keine mit bekommt. Jemand, der sich vor einen Zug wirft, verteidigt sich ja auch nicht gegen den Zug.

Die rigorose Ablehnung ohne Hintergründe zu kennen? Ich weis nicht. Erst mal selbst auf ne Demo gehen und von nem Polizisten angepöbelt werden.

Ich bekomme in vielen Städten in vielen Ländern dieses Planeten immer mal wieder Demonstrationen mit.

Und solange da kein schwarzer Block mitläuft, niemand Steine wirft, Polizisten mit Molotowcocktails bewirft etc. wird auch niemand angepöbelt und alles geht friedlich seinen Gang. Egal ob in Deutschland, den USA oder Brasilien.

Nochmal: Alle menschen sind gleich, in Ihren Bedürfnissen wie Ihrem Verhalten.

Weder sind alle Menschen grundsätzlich gleich (verschiedene Veranlagungen, Intelligenz, körperliche Fähigkeiten), noch haben sie gleiche Bedürfnisse (manche mögen kein Fleisch, manche mögen lieber das Meer, andere die Berge, manche essen lieber viel, manche trinken dafür mehr...) oder gleiches Verhalten (manche sind extrovertiert, manche introvertiert, andere suchen die Wahre liebe während wieder andere durch jedes Bett hüpfen)...

Aber natürlich bewegen sich alle Menschen in einem Rechtsstaat wie die BRD nunmal einer ist innerhalb der gleichen Grenzen. Und wenn diese Grenze überschritten wird, dann schadet man automatisch der Allgemeinheit und folglich ist mit Konsequenzen zu rechnen.

Ergänzung vom 03.05.2010 12:41 Uhr:
Polemik, Nutzlos

Nö, passt so.


Der Bürger bildet den Staat steht also an erster Stelle, die Frage ist Leib und Leben oder Persönlichkeit gebildet durch Vermögen

Der Bürger will sein Eigentum aber geschützt haben, deswegen wird dieses ebenfalls durch staatliche Gewalt geschützt.

Ich hatte noch nicht die Gelegenheit Bekanntschaft mit einem Schlagstock zu machen aber ich werde berichten ob es nett war.

Schlagstöcke sollen nicht nett sein, sie sollen lediglich nicht töten oder schwer verletzen.

Menschen tendieren dazu in Stresssituationen überzureagieren

Deswegen rennt man besser nicht vermummt und mit einem Stein in der Hand in einer Demonstration herum. Oder rast mit einem Auto auf einen Checkpoint irgendwelcher Streitkräfte zu. Oder betritt mit seiner neu erworbenen Paintball-Waffe eine Bank. Oder oder oder ... wer das nicht beachtet, muss mit teilweise unschönen Konsequenzen leben.

Waffen sind im allgemeinen abzulehnen.

Waffen bringen den entscheidenden Vorteil. Ich verteidige mein Haus lieber mit einem Sturmgewehr als einem Einbrecher wehrlos gegenüber zu stehen.

Kann ich nicht nachvollziehen auch wenn die zerstörung der Lebensgrundlage nicht nett ist.

Das ist in Ordnung, ich habe auch keine Ahnung von Maschinenbau, deshalb überlasse ich das Ingenieuren...

Du meinst das gleiche Pech wie Leute haben, die von Polizisten verschlagen werden?

Ob Sie nun rechts oder links sind. Auch du darfst dich wehren.

Auf dem Rechtsweg. Was passiert, wenn man sich tätlich gegen "Staatsorgane" wehrt, kann unter dem Zitat 'Schlagstock' nachgelesen werden...

Gleichwohl mag ich aber guten Gewissens behaupten, dass (prinzipiell) niemand einfach so von Polizisten verschlagen wird.


Ich weiß nicht genau welche Szene du meinst.

Da du hier Rassisten siehst wo keine sind, quasi alle in die rechte Ecke stellst, gleichzeitig aber die Polizisten als 'böse' darstellst und die Chaoten zu verteidigen versuchst, ist deine Szene meiner Meinung nach links angesiedelt. Wie weit, weiß ich nicht, ist mir auch egal.


Deswegen brennt Deutschland nicht, so wie Bsp. Griechenland und Frankreich.

Am 1. Mai eben schon.

Mag sein, wer Gewalt ausübt ist Dumm

Nicht unbedingt, die Ausübung von Gewalt kann manchmal notwendig sein. Damit das aber nicht überhand nimmt, liegt das Gewaltmonopol (in Deutschland) in staatlicher Hand.

im Allgemeinen kenn ich das nur von rechten,bis jetzt hat noch kein Punk versucht mich zu verprügeln(Rechtes Gedankengut beschränkt sich in meiner Sicht nicht auf eine Nationalität)

Siehst du, ich hatte bisher noch kein Problem mit rechten, dafür aber schon öfter mal Probleme mit Linken. Das waren aber auch nicht unbedingt Punks.

Ausgrenzung und Gewaltbefürwortung gegen Andersartige und denkende

Das mag Intoleranz und Befürwortung von Selbstjustiz sein, aber kein Rassismus. Niemand wird hier wegen seiner Herkunft oder Ethnie angegriffen oder beleidigt.

Google bitte Stalin, ich weiß um die Gulags, ich weiß um den Genozid.

Schön, warum dann also Hitlerbart und nicht Stalinbart?

Du bist beleidigend, und Polemik bringt dich in der großen Politik die du betreibst bestimmt noch sehr weit.

Ich bin nicht beleidigend, ich steh nur nicht so auf sinnloses kuscheln. Ihr seid hier nicht meine Freunde oder Kumpels, ihr seid Diskussionspartner und genau so - mit Respekt aber eben nicht kumpelhaft - behandel ich euch. Das dir mein Sarkasmus und der ein oder andere polemische Spruch nicht gefällt, ist natürlich extrem bedauerlich, mir im Endeffekt aber auch egal.

Weit gebracht habe ich es in der Tat, ich habe halt schon immer lieber gelesen oder studiert anstatt demonstriert und Steine geworfen ;)

th3o
03.05.2010, 13:45
@c3rone
Also deine Aussage, dass du lieber dein Haus mit einem Sturmgewehr verteidigen würdest, anstatt dem Einbrecher so gegenüber zu stehen, klingt schon sehr stark nach US-amerikanischer republikanischer NRA-Meinung. Aber seis drum.
Meine Überlegung dabei ist aber die, dass meiner Ansicht nach die Gefahr, dass entweder du verletzt wirst und/oder, dass du einen Mord begehst, weil du evtl überreagierst, obwohl der Einbrecher vielleicht nicht mal eine Pistole dabeihat, sondern nur ein Taschenmesser, höher ist, wenn du mit einer Waffe in seinem Gesicht rumfuchtelst.
Und überhaupt. Einbrecher sind keine Killer. Die wollen nur was klauen und nicht Menschen umbringen. Die Gefahr eines Mordes steigt wohl eher, wenn der Hausbesitzer Waffen mit sich führt, als wenn er den Einbrecher einfach machen läßt und dann von der Versicherung sich das Geld für die geklauten Sachen zurückholt. Wozu denn diese Systeme haben, wenn man sie nicht ausnutzt? Weil nach deiner Logik könnte man diese sonst abschaffen und einfach wieder das Naturrecht weltweit installieren. Töten oder getötet werden wäre dann tatsächlich wieder die erste Wahl. In dieser Gesellschaft aber, meine ich, ist sie es nicht.

Edit: Gemäß dem Motto: Wenn der schon am Boden liegt kann ich auch nochmal ordentlich in die Fresse treten: http://video.gmx.net/watch/7515009#.00000002

BelaC
03.05.2010, 16:46
Edit: Gemäß dem Motto: Wenn der schon am Boden liegt kann ich auch nochmal ordentlich in die Fresse treten: http://video.gmx.net/watch/7515009#.00000002

Sowas ist natürlich unschön und dem sollte auch nachgegangen werden! Aber was ich mich bei solchen Szenen immer wieder frage: Warum passiert sowas immer wieder bei Demonstrationen dieser Art wenn hauptsählich Linke, manchmal auch Rechte, demonstrieren? Wenn Kindergärtner, Piloten oder Autobauer streiken sind mir solche Szenen nicht bekannt und da ist doch auch immer die scheinbar so gewalttätige Polizei dabei. Meiner Meinung nach sollten sich vor allem mal diese Art der Demonstranten an die eigene Nase fassen, bevor sie sich über die teilweise übertriebene Härte der Polizei aufregen. Denn wenn man solche Dinge vermeiden möchte ist es wie immer ratsam erstmal nach den Ursachen und nicht nach den Auswirkungen zu suchen. Und die Ursachen liegen hier doch ganz klar bei den Demonstranten, wenn man sich die Bilder anschaut. Denn umsonst rennt sicher nicht ein ganzes Einsatzteam der Polizei durch die Straßen...

C3rone
03.05.2010, 16:53
klingt schon sehr stark nach US-amerikanischer republikanischer NRA-Meinung. Aber seis drum.

Und? Das muss ja an sich nichts Schlechtes sein. Aber Europäern, vor allem Deutschen die Hintergründe und Gefühle dafür verständlich zu machen, habe ich vor langer Zeit aufgegeben.

dass entweder du verletzt wirst und/oder, dass du einen Mord begehst, weil du evtl überreagierst, obwohl der Einbrecher vielleicht nicht mal eine Pistole dabeihat, sondern nur ein Taschenmesser, höher ist, wenn du mit einer Waffe in seinem Gesicht rumfuchtelst.

Ehrlich gesagt ist mir doch völlig gleichgültig ob und wie jemand bewaffnet ist. Ich werde in so einer Situation sicher nicht lieb nachfragen, ob er denn äquivalent ausgestattet ist, oder ob wir uns vielleicht lieber so verkloppen wollen.

Jemand bricht in mein Haus ein - fertig. Alles andere interessiert mich nicht. Und die Konsequenzen hat zu 100% derjenige zu tragen, der für all das ganz bewusst und absichtlich verantwortlich ist. Deswegen ist das auch nicht "Mord", denn Mord wäre ja ein geplanter, kaltblütiger Tötungsanschlag, sondern Notwehr, da man ja sein Hab und Gut gegen jemanden verteidigt, der ganz offensichtlich schlechte Absichten verfolgt.


Einbrecher sind keine Killer.

Und wenn sie als Maurer, Versicherungsvertreter oder Lehrer arbeiten, dann begeben sie sich auch in keine Gefahr, in der sie eventuell umkommen werden.


Die wollen nur was klauen und nicht Menschen umbringen.

Klingt so, als fändest du das in Ordnung. Magst du vielleicht hier im Forum deine Adresse veröffentlichen, sicher kann der eine oder andere noch was brauchen ;)


dann von der Versicherung sich das Geld für die geklauten Sachen zurückholt.
Bei dir wurde noch nie eingebrochen und du hattest noch nie solchen Stress mit der Versicherung, oder? Dazu kommt natürlich, dass diese nur Zeitwert erfasst und ideelle Werte unersetzbar sind.

Wozu denn diese Systeme haben, wenn man sie nicht ausnutzt?

Die Versicherung ist u.a. dafür da, falls etwas passiert, und ich nicht zu hause bin. Zum Beispiel, weil ich mir in Deutschland Geld verdiene, um mir die Versicherung leisten zu können. Primär verlässt man sich doch auch in Deutschland eher auf die eigene Absicherung (Rolladen runter, Fenster schließen wenn man das Haus verlässt), Sicherheitssysteme und sagt sich nicht "mir alles egal, bin versichert!"...

Weil nach deiner Logik könnte man diese sonst abschaffen und einfach wieder das Naturrecht weltweit installieren. Töten oder getötet werden wäre dann tatsächlich wieder die erste Wahl. In dieser Gesellschaft aber, meine ich, ist sie es nicht.

Ich - und eigentlich auch niemand sonst - läuft in der Stadt herum und erschießt Leute, die ihm nicht genehm sind. Es geht hier nur um das eigene Heim und das eigene Leben welches man verteidigt.

Edit: Gemäß dem Motto: Wenn der schon am Boden liegt kann ich auch nochmal ordentlich in die Fresse treten: http://video.gmx.net/watch/7515009#.00000002

Wurde weiter oben schon gepostet und kommentiert...

Edit:
Mal angenommen ich würde einen Polizisten kennen und der hätte vor einigen Jahren etwas ähnliches erlebt, dann könnte es ja so abgelaufen sein:
Die Polizei würde anrücken und gemäß ihrer Order eine Straße abriegeln. Ein netter vermummter Demonstrant würde erscheinen und mit seinen Kumpels herumpöbeln. Schließlich würde er sich die Hose ausziehen und den Polizisten vor die Füße kacken und ihnen auf den Schutzschild pinkeln, doch ihre Befehle würden ein Vorrücken verhindern.

Als dann der Befehl zum Vorrücken kommt, würde der der entsprechende Vermummte das eine oder andere Mal 'verunfallen'. Seine Kollegen blieben unbehelligt.


Schade das es offenbar kein "langes" Video über diesen Typen aus deinem Link gibt. Falls der Polizist nämlich wirklich unbegründet gehandelt hat, ist er sofort aus dem Dienst zu entfernen.

Edit2: Man sieht in dem Video zumindest gut, wie er seine Skimaske verliert. Da wird doch nicht etwa jemand vermummt an einer Demo teilgenommen haben, bei der Steine und Molotowcocktails flogen? Tz...

Haydar
03.05.2010, 17:41
@c3rone:
Da du gern liest
http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

und bitte nicht nach den 1. zwei Sätzen aufhören

mir ist noch was eingefallen,

begeben sich Menschen nicht auf das "selbe Nieau" wie die Randalierer wenn Sie Gewalt anwenden?

th3o
03.05.2010, 18:07
@c3rone
Wie kann man denn deine Edits am Ende deines Beitrags verstehen? Bisher liest sich das so wie: "Der Polizist wird schon seine Gründe gehabt haben einen am Boden Liegenden im vorbeilaufen mit dem Schienbein vors Kinn zu treten. Und siehe da, der hat ja sogar ne Maske auf, also reicht das um das Verhalten des Polizisten in Schutz zu nehmen."
Finde solche Argumentation bedenklich.

Prom07
03.05.2010, 18:49
begeben sich Menschen nicht auf das "selbe Nieau" wie die Randalierer wenn Sie Gewalt anwenden?

Meiner Meinung nach nicht, da sie aus höheren Motiven heraus handeln. Sie wenden Gewalt nicht zum Spaß an oder um Unschuldige zu verletzen sondern um gerade diese zu schützen wenn "sie" Gewalt gegen Randalierer im notwendigen Maße anwenden.

th3o
03.05.2010, 18:57
"Meiner Meinung nach nicht, da sie aus höheren Motiven heraus handeln."
Der Satz besagt im Grunde nichts anderes als den guten alten: Der Zweck heiligt die Mittel. Weiß nicht, ob das so recht als Begründung der Gewaltanwendung reicht.
Dieses Argumentationsmuster läßt sich ja schon ewig zurückverfolgen. Früher waren es dann halt die Götter in deren "Auftrag" man gegen Ketzer und Atheisten Gewalt angewendet hat. Da haben sich die Machthaber das Ganze ja auch so erklärt, dass sie nun mal aus "höheren Motiven" heraus handeln. Es scheint als hätte die Idee vom kapitalistisch-demokratischen Staat einfach nur die Gottesidee ersetzt und schwupps ists hier auf einmal ok, dort aber böse böse.

Prom07
03.05.2010, 19:03
Wenn das Motiv des Chaoten Anarchie, Chaos, sinnlose Gewaltanwendung und Sachbeschädigung lautet, (Ich beziehe mich hier auf reine Krawallmacher - denn den Chaoten die wir in Hamburg und Berlin erlebt haben handeln sicher zu 90% nicht aus politischen Gründen sondern weil´s halt den "Kick" gibt mal aus der Haut zu fahren) während sich die Gegenseite das Motiv hat genau dies zu verhindern und die Bevölkerung zu schützen dann ist das zweite Motiv meiner Meinung nach selbstverständlich höher zu bewerten.
Insofern legitimiert sich dann meiner Meinung auch Gewalt zur Erreichung einer guten und gerechten Sache.
Was dies jetzt mit dem "kapitalistisch-demokratischen" Staat zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

th3o
03.05.2010, 19:11
"Was dies jetzt mit dem "kapitalistisch-demokratischen" Staat zu tun hat, erschließt sich mir nicht."
Na, wir leben ja in einem solchen Staat. Oder nicht? :) Die, die aus deinem "höheren Motiv" heraus handeln und Gewalt anwenden beschützen eben diese Form von Herrschaft: eine kapitalistisch-demokratische Form eben.

Haydar
03.05.2010, 19:19
Diese Differenzierung ist auch wichtig. Trotzdem bin ich anderer Ansicht.
Ich urteile soweit es geht Spezifisch und befürworte Gewalt auch gegen Staatsorgane solange sie der Verteidigung dient.
Alle anderen Beweggründe entziehen sich meinem Verständniss.
Ich sympathisiere zwar mit Linken das hat aber eher mit meiner Vergangenheit zu tun als mit der Bereitschaft den Staat zu lähmen.
Mein klarer Standpunkt: Demostration Ja und Gewaltfrei aber ich bin kein Pazifist.
Solange wir die wahren Hintergründe nicht kennen können wir nicht richtig urteilen.
Im Zweifel stehe ich dem Unterlegenen bei, und es macht keinen Unterschied welche Kleidung oder Gesinnung die Person trägt.
Sinnlose Gewalt führt zu keinem Ziel.

Wiggum
07.05.2010, 14:23
Hamburger Polizei sucht mit Fahndungsfotos nach Randalierern

HAMBURG. Nach den schweren Ausschreitungen von Linksextremisten am 1. Mai in Hamburg sucht die Polizei der Hansestadt mit Fahndungsfotos nach mehreren Randalierern. Die Beamten veröffentlichten sieben Bilder aus Überwachungskameras, auf denen mehrere Personen zu sehen sind, die in einer Bankfiliale randalieren und einen Drogeriemarkt plündern. Der Staatsschutz des Hamburger Landeskriminalamts erhofft sich von der Veröffentlichung der Bilder Hinweise, die zur Identifizierung der Täter führen.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5120629edaf.0.html

barista
07.05.2010, 15:00
Interessant dass die junge freiheit keinen Link zur der Inet-Seite der Polizei. So entsteht der Eindruck die Polizei bedient sich der jungefreiheit-Seite für ihre Suche.

Tuetensuppe
07.05.2010, 17:39
manche Sachen am 1. Mai sind echt nicht schön anzusehen, wie der Headshot hier

http://www.youtube.com/watch?v=C31AmmbiXEc

Dann lies dir mal diesen Live-Ticker (http://www.bild.de/BILD/news/2010/05/01/randale-krawalle-1-mai/polizei-berlin-hamburg-linke-rechte-demonstranten-liveticker.html)durch...

Die Polizisten wurden zuvor mit Steinen und Flaschen beworfen. Und das nicht nur von einer Person, sondern von Dutzenden.

Und als der schwer verletzte Polizist abtransportiert wurde, flogen ebenfalls Steine auf den Polizisten und die Sanis!

Sorry, aber diese Proleten sind nichts anderes als Gewaltverbrecher und sollten auch entsprechend behandelt werden.

Der kleine Kick an den Kopf eines Verbrechers ist nun wirklich nicht schlimm und völlig verständlich.

Wie würdest DU (oder irgend jemand anders) reagieren, wenn du von jemanden mit Steinen beworfen würdest? Du würdest natürlich lächeln und sagen "alles klar, Junge, mache weiter, ist schließlich dein Recht, durch Steinewerfen und andere kriminelle Handlungen deine Meinung kundzutun, wir leben ja in einer Demokratie"

Und diese "Autonomen" sind es, die den Begriff "Demonstration" in den Dreck ziehen, die mit ihrem Tun einen Teil der Demokratie kaputt machen.

Ich habe mal auf einer Zugfahrt gesehen, wie ein Kind einem gegenüber sitzenden Menschen absichtlich ins Schienbein getreten hat. Sowohl das Kind als auch deren Vater haben gelächelt. Und von Entschuldigung war natürlcih keine Rede (Vater war bestimmt Lehrer oder irgend so ein "lass uns mal drüber reden"-Typ). Ganz im Gegenteil, der Vater hat sich sogar aufgeregt, als der Getretene dem Kind in deutlichen Worten seine Meinung gesagt hat (und anschließend dem Vater).
Solche Kinder sind es, die später zu den Steinewerfern gehören.

entsteht der Eindruck die Polizei bedient sich der jungefreiheit-Seite für ihre Suche.

Nein, der Eindruck besteht überhaupt nicht!

Sonst müsste ja bei sämtlichen Nachrichten bei sämtlichen Medien eine Quellenangabe gemacht werden.

Ganz im Gegenteil: der Verdacht käme erst auf, WENN es einen link gäbe.

th3o
07.05.2010, 18:20
Vater war bestimmt Lehrer oder irgend so ein "lass uns mal drüber reden"-Typ

Ah ja ein totaler Schwächling dieser Vater. Absolut der Waschlappen, so ein bekiffter Hippie-Typ gell? Dann wissen wir ja was für ein "Typ" du bist: Das Kind dann gleich grün und blau schlagen bis es aus allen Körperöffnungen blutet. Und die Demonstranten übrigens gehören erschossen...oder wie? Da sieht man mal was unter der Maske der Demokratie steckt wenn sie von den Gesichtern verrutscht.

Wiggum
07.05.2010, 18:57
Vater war bestimmt Lehrer oder irgend so ein "lass uns mal drüber reden"-Typ

Ah ja ein totaler Schwächling dieser Vater. Absolut der Waschlappen, so ein bekiffter Hippie-Typ gell? Dann wissen wir ja was für ein "Typ" du bist: Das Kind dann gleich grün und blau schlagen bis es aus allen Körperöffnungen blutet. Und die Demonstranten übrigens gehören erschossen...oder wie? Da sieht man mal was unter der Maske der Demokratie steckt wenn sie von den Gesichtern verrutscht.

Im überteiben bist du wirklich gut...
Er würde sicherlich nicht wollen das der Vater sein Kind deswegen "grün und blau schlägt bis es aus allen Körperöffnungen blutet" !

Ich habe auch absolut kein Mitleid mit dem "Demonstranten" der von dem Polizisten getreten wurde. Wer sich vermummt in einer steineschmeißenden und extrem gewalttätigen Menge aufhält darf sich nicht wundern wenn auch mal die Polizei Gewalt anwendet !
Mir war sowieso klar das so ein Video wieder auftauchen musste, wäre ja auch zu schön gewesen...
Wie lange wird es noch dauern bis diese Extremisten auch bei uns töten (siehe Griechenland) ?

jhoech
07.05.2010, 18:58
Peinlich, der eine auf den Fotos könnte auch ich sein... :)

Grimsdottîr
07.05.2010, 19:00
Der kleine Kick an den Kopf eines Verbrechers ist nun wirklich nicht schlimm und völlig verständlich.

Dass man hier solchen Schwachsinn lesen muss, echt bedenklich. Klar ist das schlimm und völlig unverständlich. Jemand liegt wehrlos am Boden und ein Polizist kickt ihm im Vorbeigehen in den Kopf, was im ungünstigsten Fall letale Konsequenzen hat. So ein Verhalten ist absolut unakzeptabel, die Polizei ist zum Schutz öffentlicher Interessen da und hat nach meinem Rechtsverständnis keinerlei Bestrafungsfunktion, geschweige denn Legitimität.


Wie würdest DU (oder irgend jemand anders) reagieren, wenn du von jemanden mit Steinen beworfen würdest?

Ich bin kein Polizist. Ich kann im Prinzip machen was ich will, handle selbstverantwortlich und muss gegebenefalls mit den Sanktionen leben, die ich mir eingebrockt habe. Wenn ich gegen ein Gesetz verstosse, dann mache ich das als Privater. Die Polizei hingegen hat sich als Exekutivgewalt des Staates (und der Staat, das sind wir) an geltendes Recht zu halten, egal was die "andere Seite" gerade tut. Wäre ja noch schöner, wenn die Polizei nach ihrem Gusto entscheiden dürfte, ob sie sich nun an geltendes Recht hält oder doch lieber nicht :rolleyes

jhoech
07.05.2010, 19:06
Man sollte da einen Sammeltopf für Geschädigte einrichten, sich von Gewalt fernhalten, und fertig.

lolnwo
07.05.2010, 23:41
Wo ist Fatalist? Der fehlt hier =(