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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verblödet die Menschheit?


BessenOlli
27.01.2008, 23:47
Ich habe eben den Film "Idiocracy" (http://www.youtube.com/watch?v=upyewL0oaWA) gesehen. Sehr interessant und empfehlenswert. Und ich musste bei dem Film auch darüber nachdenken, wie das, was wir "Sozialstaat" nennen, die beschriebene Verblödung der Menschheit (die mir durchaus logisch erscheint) fördert. Und in wiefern der Kapitalismus bisher "Humankapital" zu wenig schätzt - zumindest mittel- und langfristig gesehen.

Hier war teilweise ja auch schon die Rede davon, dass es gut sei, "den Druck" von den Menschen zu nehmen, indem man z.B. ein "bedingungsloses Grundeinkommen" zur Verfügung stellt. Aber was bedeutet es vor dem Hintergrund des Evolution, wenn man eben diesen "Druck" von allen Menschen (oder überhaupt von irgendwem) nehmen würde (bzw. noch mehr Druck abbauen würde, als eh schon der Fall)?

Provokante Frage: Wäre es nicht langfristig besser, wenn arme Menschen sich wesentlich weniger Kinder leisten könnten, als es derzeit z.B. hier in D. der Fall ist?

Bis zu welchem Limit ist es noch sinnvoll, wenn die "Unterschicht" viele Kinder hervorbringt, um überhaupt für Nachwuchs zu sorgen (demographischer Wandel) - und ab wann wird es kontraproduktiv für die langfristige Entwicklung der Gesellschaft(en)?

Ich halte das für eine interessante Diskussion. Alleine schon weil man darüber streiten kann, ob der Sozialstaat für zuviel neue "Dumme" sorgt, oder der Kapitalismus für zu wenig neue "Kluge".

Wie seht ihr das?

BitBoy
28.01.2008, 00:28
kenne den film nicht, hört sich aber intressant an.


Geburtenkontrolle oder vorschreiben wer wieviele und ob überhaupt kinder haben darf is nen ziemlich kritisches thema. hatte man im 3. reich nciht ähnliche ideen?

Ich kenne jetzt keine Zahlen, von daher sehe ich es "als gegeben" an das ärmere Leute mehr kinder als reiche haben (so habe ich meinen vorposter verstanden) dann sollte man sich vllt fragen warum das so ist.

mein erster gedanke dazu wäre das "ärmere" meinetwegen arbeitslose keinem status hinterherhecheln müssen, sie bekommen ihr festes arbeitslosengeld.
damit bleibt auch mehr zeit für die fortpflanzung, bzw (ein sehr krasses beispiel) es wird versucht durch kinder die haushaltskasse aufzubessern, gibt ja kindergeld.
hinzu kommt vllt noch das für "spass" kein geld da ist, ebenso wie für verhütungsmittel, und wenn man sich dann dem körperlichen Spass hingibt....

Reichere gehen da eher in ihrer arbeit auf, sie bietet spass genug, ausserdem ist man vllt zu beschäftigt kariere zu machen und den reichtum zu mehren als sich der körperlichen liebe hin zu geben.
eventuell gibts auch bedenken der klügeren köpfe "das man in so eine welt keine kinder setzen kann"


Wenn es allerdings generell nur um "klug" und "dumm" geht...
sicherlich gibt es da erbfaktoren die da mit rein wirken, aber ich persönlich denke das jeder sehr viel lernen KANN, die einen vllt etwas leichter, die anderen müssten sich mehr mühe geben. Da stellt sich dann natürlich die frage wie gut das bildungssystem ist, nimmt ma sich die zeit, denen die es schwerer haben auch ein 2 und ein 3. mal zu erklären? oder wird sich nur an den "klugen" orientiert, man hat ja einen lehrplan und muss den stoff durch bekommen.


hoffe das ging jetz nciht zu weit am thema vorbei.

Edit:
noch was zum druck auf die menschen, da die menschheit in meinen augen doch ziemlich faul ist (warum hätte jemand nen auto erfinden wollen wenn zu fuss laufen genauso spass macht :P ) würde gar kein druck wohl stillstand bedeuten, ist der druck aber zu hoch, ist damit kurzfristik eine leistungssteigerung zu erreichen, aber langfristig gehen die menschen kaputt daran.

Carparkescape
28.01.2008, 00:33
Zivilisation bedeutet für mich dass jeder ein Recht auf Leben hat. Wer etwas leisten will, der soll dafür nicht bestraft werden, z.B. mit hohen Steuern. Schwache Menschen dürfen aber vom Wettbewerb nicht erdrückt werden. Abzockern gilt es Grenzen zu setzen. Hier sollte der Staat eingreifen. Was ich gar nicht mag, sind übertriebene Sicherheitsvorkehrungen. Es gilt nicht Gefahren komplett zu eleminieren, sondern sie deutlich sichtbar zu machen. Vorsicht ist der beste Schutz.

MoKuM
28.01.2008, 00:57
ein englischer forscher kam zum selben ergebnis
der sagte das in 500 jahren 70 % der menschen so dumm sind das man sie mit neandertaler vergleichen könnte
die restlichen 30 % sind "hochgebildet" und führen ein noch halbwegs normales leben xD

th3o
28.01.2008, 00:58
@besenolli

Beide Extreme wirken sich negativ auf den Menschen aus. Es wirkt sich negativ aus wenn ihm alles vom Staat in den Hintern geschoben wird. Dann wird er bequem und seine ihm eigenen Möglichkeiten liegen dann ungenutzt brach.
Auf der anderen Seite führt zu hoher gesellschaftlicher Druck durch ein unnatürliches Maß der Eigenverantwortung dazu den Menschen psychisch kaputt zu machen und damit ist dann weder ihm noch der Gesellschaft geholfen.

Man müsste bei dieser Diskussion die Bereiche einschränken auf die sich die Analyse beziehen soll. So ist die Frage im Grunde zu frei formuliert.

BessenOlli
28.01.2008, 01:16
@ BitBoy

Klar, eine staatliche Geburtenkontrolle geht mal gar nicht!

@ th3o

Was ist denn bitte ein "unnatürliches Maß an Eigenverantwortung"? Natürlich ist die "Natürliche Auslese" durch "survival of the fittest". Wenn man es ganz nüchtern betrachtet ist das Unnatürliche das staatliche Sicherheitsnetz und Frauen, die die Karriere dem Kinderkriegen vorziehen.

Mir geht es vor allem um die Frage, wie man dafür sorgt, dass dumme Menschen weniger Kinder bekommen und intelligente Menschen mehr. Und das nicht mit mehr Staat, sondern (meiner Meinung nach) besser noch mit weniger Staat.

Meiner Meinung nach läuft da vielleicht in der Industrie etwas falsch. Vielleicht wird da das zukünftige Humankapital massiv vernachlässigt. Aber was könnte man daran machen? Vielleicht sollten gerade Hochtechnologie-Unternehmen, deren Angestellte gut verdienen, sowas wie Highend-Kindergärten direkt am Arbeitsplatz ink. erstklassiger Betreuung einführen? Vielleicht sogar darüber hinaus etwas, wo die Kinder, auch im Schulalter, hingehen können. Eine Art Hochtechnologie-Abenteuerspielplatz für jede minderjährige Altersgruppe?

BitBoy
28.01.2008, 01:33
Mir geht es vor allem um die Frage, wie man dafür sorgt, dass dumme Menschen weniger Kinder bekommen und intelligente Menschen mehr. Und das nicht mit mehr Staat, sondern (meiner Meinung nach) besser noch mit weniger Staat.



um WAS genau damit zu erreichen?

Wintermute
28.01.2008, 01:35
In meinen Augen geht die Überlegung in die falsche Richtung. Meines Erachtens nach sollte man den Menschen deutlich mehr Eigenverantwortung verpassen, als sie im Augenblick haben (Auf D bezogen). Auf der anderen Seite geht es darum auf breiter Ebene für deutlich bessere Bildung und vor allem Medienkompetenz zu sorgen. Die Menschen verblöden sich imho selbst in unserer "Wohlstandsgesellschaft". Was will man dagegen tun wenn es viele freiwillig betreiben?
Mir fällt nicht viel dazu ein ... in meinen Augen kann jeder etwas aus sich machen, die einen haben es schwerer, die anderen leichter. Aber anstatt zu heulen, das es andere leichter haben könnte man auch einfach seinen Arsch in bewegung setzen und sich selbst weiterbringen. Leider bevorzugen die meisten Menschen Version 1 (hinsetzen und meckern, DSDS gucken und sich anziehen wie Christina Aguilera). ;)

Beweise das man mit genug Hingabe trotz Startproblemen (Eltern arm, scheiß Kindheit) sehr weit kommen kann begleiten mich in Form von WG-Kollegen und anderen Freunden schon das ganze Leben. Also bin ich der Ansicht das man nicht fördern sollte das "die Intelligenten" mehr Kinder bekommen, sondern lieber das Problem an der Wurzel angehen und ein weitaus höheres Maß an Bildung mit weniger Druck für alle zur Verfügung stellt (Keine Studiengebühren, mehr Support für die Eltern, Integrationspolitik, abschaffen der Hauptschule und Gesamtschule einführen, etc. etc.).

Luzifers_Engel
28.01.2008, 01:37
"2 - 3 Generationen ungebildeter Menschen vernichten 1000000 Jahre Evolution."

Sorry, ist etwas krass dargestellt, ist aber so.

Ein gewisser kommerziell veranlagter Sender (RTL) brachte heute Mittag wieder so eine schöne Serie (irgendwas mit Finanz-Coach...)

Darin enthalten eine 24-Jährige ohne abgeschlossene Ausbildung, gescheiterter Selbstständigkeit, 3 Kindern, knapp 23.000 Euro Schulden und Harz IV Bezug.

Ich habe wirklich nichts gegen Menschen, die Harz IV beziehen, meine Mutter ist selber Bezugnehmer (mein Vater zum Glück Rentner), allerdings sind beide mehr als 40 Jahre einer beruflichen Tätigkeit nachgekommen.

Wenn allerdings unsere Jugend heutzutage der Meinung ist, man kann auch ein gutes Leben auf Sozialkosten (bzw. auf Kosten der Arbeitnehmer bzw. Selbstständigen) nehmen, so frage ich mich doch, was in diesem Staat schief läuft.

Ich selber habe es seit meinem Schulabgang auf 1 Jahr Arbeitslosigkeit gebracht, welches ich nicht verschweigen will. Allerdings habe ich trotz aller Widrigkeiten (qualifizierter Hauptschulabschluß, mangeldes Interesse) doch geschafft, mein Leben in eine geregelte Bahn zu bringen.

Ich kann heute meinen Facharbeiter vorweisen, bin seit 7 Jahren ununterbrochen arbeitstätig, und habe einen gewissen sozialen Stand. Es kann niemand etwas für die Bahn, die das Leben eines Menschen nimmt, wenn man allerdings das Interesse am eigenen Leben und dessen Verlauf verliert, ist es wirklich die Frage, ob man dieses an zukünftige Generationen vereerben sollte...

th3o
28.01.2008, 01:38
@besenolli
ist dir eigentlich bewußt dass du hier eine neue art rasse heranzüchten möchtest?
wie kannst du bitte von mehr eigenverantwortung reden und von weniger staat und dann im gleichen atemzug verlangen, dass man doch irgendwie es hinbekommen sollte dass dumme menschen weniger kinder bekommen sollen? wenn sowas überhaupt möglich sein würde, dann würde es das sein durch ein massives eingreifen des staates in das leben der menschen.
also in deiner argumentation ist irgendwas mal massiv widersprüchlich und überhaupt erscheint mir deine forderung doch recht auf eine auslese hinauszulaufen wo mal ganz viele faktoren ausgeblendet werden nach denen auch ein sozialer hintergrund für "dummheit" in deinem sinne verantwortlich sein kann.
du aber siehst nur den dummen menschen, abstrahierst von ALLEM was diesen menschen ausmacht (das ist nämlich auch seine umwelt) und dann knallst du ihm vor dass er keine kinder bekommen darf.
mit verlaub...überdenke dein konstrukt nochmal gründlich.

ansonsten stimme ich wintermute völlig zu in seiner betrachtung.

unique28
28.01.2008, 01:40
@MoKuM: Muss man hochgebildet sein, um nicht dumm zu sein?

rueckspiegel
28.01.2008, 01:47
sorry jungs, ... jetzt muss ich mich doch mal einmischen hier, ...

kann von euch jemand mal dummheit bei einem menschen definieren? mir ist das nicht so ganz klar, ...

es gibt genug dumme leute, die ihr abitur bekommen und irgendwelche hochbezahlten jobs haben, ... ! es gibt genug intelligente leute unter den harz4 empfängern und unter den hauptschulschülern, ... ! (ich rede hier vom IQ der ja ganz eindeutig die intelligenz eines menschen angibt!)

wir haben hier ein ganz anderes problem, ... und zwar das der sozialen stellung! es ist sehr schwer für einen jugendlichen, der aus einer -ich nenne es mal- kapputen familie kommt, wo der vater harz4 empfänger ist und die mutter noch nie etwas von pädagogik gehört hat, verdammt schwer aus seinem mitie (schreibt man des so? ^^) heraus zu kommen, ... ! das ist unser problem, ...

ein jugendlicher hat so gut wie keine chance auf einen sozialen aufstieg, wenn er die hauptschule besucht, ... ! (ausnahmen ausgeschlossen) er gerät an die falschen freunde, sucht sich falsche oder garkeine hobbys und gammelt sein leben vor sich hin, ... !

und die geburtenkontrolle ist völliger schwachsinn, ... ! außer in china wüsste ich kein land, dass soetwas vollbringen könnte, ... geschweigedenn nur daran denkt es ein zu führen, ...

_________

rechtschreibfehler dürft ihr behalten und sammeln, ... ;-)

IVIuhahaha
28.01.2008, 02:09
könnten wir bitte strittige punkte peu a peu abarbeiten? ich müsste, wenn ichs umfassend erläutern sollte, hier mal eben 20 seiten schreiben und meine ganzen reader und bücher vom studium ausm karton holen ... und da hab ich keinen bock drauf *gg*

PS: denkt bei "geburtenkontrolle" auch mal an die finanz. aspekte: gleichmacherei vs. stagnierende zuschüsse seit jahren. kita-kosten und MwSt für windeln vs. haustierfutter und fast-food ... usw ;)

DerSauerländer
28.01.2008, 02:36
es ist sehr schwer für einen jugendlichen, der aus einer -ich nenne es mal- kapputen familie kommt, wo der vater harz4 empfänger ist und die mutter noch nie etwas von pädagogik gehört hat, verdammt schwer aus seinem mitie (schreibt man des so? ^^) heraus zu kommen, ... ! das ist unser problem, ...


Ich glaube, daß das so gewollt ist und aus diesem Grunde z.B. die Studiengebühren eingeführt wurden. Die normalen Menschen sollen sich das gar nicht mehr leisten können. Die sollen "unten" bleiben. Diejenigen, die einen hochbezahlten Job haben, können es sich leisten, ihren Söhnen und Töchtern das Studium zu bezahlen und die bekommen dann auch wieder einen gut bezahlten Posten usw.

dahum
28.01.2008, 02:37
Wenn die Menschheit verblödet, dann aufgrund der neuen Medien bzw. des Einflusses der neuen auf die alten. Was heutzutage in den Medien als Experte auftritt oder als wissenschaftliche Theorie vorgestellt wird, ist meist nur ein infotainmentgerechter Aufguss von Wichtigtuern und Scheinproblemen, die wissenschaftlich schon längst diskutiert oder aufgrund von Belanglosigkeit ad akta gelegt wurden.

Leider gibt es kaum noch Menschen, die tatsächlich Bücher, gar wissenschaftliche lesen, denn die taugen meist nicht für aufgeregte Diskussionen in Internetforen. Schon allein deshalb, weil eine wirklich wissenschaftliche Theorie immer sehr komplex ist, und deshalb kaum sinnvoll in den paar Dutzend Zeilen dargelegt werden kann, die man in einem Forum noch zu lesen in der Lage ist.

Kurz und klein, die Argumente, auf denen die ganze Argumentation beruht, sind unsinnig, da es schon einmal keinerlei erfolgreiche Übertragung des Evolutionsbegriffs auf die kulturelle Sphäre gibt (kaum jemand, der heute von Evolution redet, hat wirklich eine Ahnung davon, worum es in der Evolutionstheorie überhaupt geht), und nur sehr wenige wissenschaftlich fundierte Theorieversuche in der Richtung überhaupt unternommen wurden.

Wenn wir also verblöden, dann deshalb, das wir über lieber Fachgespräche über Scheinprobleme simulieren, anstatt uns wirklich zu informieren, was hinter so viel verwendeten Begriffen wie Wissen, Intelligenz, Evolution und Humankapital steckt, die, solange sie so im Nebel liegen, mir viel zu suspekt sind, um sie einfach so zu verwenden. Alle diese Begriffe haben nämlich nicht nur eine wissenschaftliche Bedeutung, sondern auch eine lange und teils hässliche Geschichte, sodass ich mich immer frage, wenn ich sie in "wissenschaftlichen" Sendungen auftauchen sehe, welcher Ideologie (auch ein falsches Wort, genaugenommen) sie diesmal an die Macht helfen sollen.

rueckspiegel
28.01.2008, 02:53
@dahum:
Naja, ... also ich glaube nun allerdings auch nicht, dass früher, ... vor sagen wir mal 20 bis 30 jahren mehr menschen wissenschaftliche texte/bücher gelesen haben, ... zum spaß macht das doch auch wirklich keiner, ... !

und dass man keine hochwissenschaftlichen diskusionen in irgendwelchen foren führen kann ist doch auch klar, ... wenn es der allgemeinheit zugänglich ist, ... weil der normale mensch sich nicht mit wissenschaftlichen texten beschäftigt, was er auch garnicht muss, ... weil er sonst sein leben gleich zum fenster raußschmeißen kann um all die hintergründe zu verstehen usw, ...

wo ich dir rechtgebe ist die geschichte mit den medien und den experten, ... wenn man sich so hoch wissenschaftliche sendungen wie galileo oder irgendwelche reportagen auf n24 ansieht, ... dann stehen mir auch öfters mal die tränen in den augen, ... !

allerdings gibt es auch da wiederum andere beispiele, ... wie z.B. Quarks&Co (WDR). Diese sendung versucht doch schon etwas kompliziertere themen ottonormalmenschen halbwegs verständlich näher zu bringen, ... !

DerSauerländer
AW: Verblödet die Menschheit?
Zitat:

Ich glaube, daß das so gewollt ist und aus diesem Grunde z.B. die Studiengebühren eingeführt wurden. Die normalen Menschen sollen sich das gar nicht mehr leisten können. Die sollen "unten" bleiben. Diejenigen, die einen hochbezahlten Job haben, können es sich leisten, ihren Söhnen und Töchtern das Studium zu bezahlen und die bekommen dann auch wieder einen gut bezahlten Posten usw.

Naja, ... also diese theorie finde ich ja doch ehr etwas einfach und aus den sternen gegriffen, ... ich mein klar sind studiengebüren ne belastung, ... ! aber wenn man sowieso aus so einer unteren schicht kommt, dass man bafög bekommt, ... dann kommt es auf die studiengeübren auch nicht mehr drauf an, ... da man max 10.000€ schulden bei der NRW bank machen kann, ... die man dann später ohne zinsen zurück zahlen muss, ... wenn du dann was anspruchsvolles studierst und das auch durchziehst, ... haste das geld später 3 mal wieder raus, ... !

man muss es nur wollen, ... und man muss den schülern der unteren schicht überhaupt erstmal die möglichkeit bieten bis zum studium zu kommen, ... !

ich kenne aus meinem freundeskreis niemanden, der gesagt hat, ich studiere nicht, nur weil es studiengebüren gibt, ... ! und ich habe weißgott auch freunde die von zuhause wenig bis keine unterstützung bekommen können, ... !

wenn man will, dann geht das alles schon!

DerSauerländer
28.01.2008, 03:02
wenn man will, dann geht das alles schon!

Dann geht das noch, muß es heißen. Noch sind die Studiengebühren zu bezahlen und noch gibt es BAFÖG. Sollte sich das ändern, tritt das ein, was ich beschrieb. Beinnahe täglich können wir aus den Medien erfahren, was alles teurer wird und welche Leistungen gestrichen werden.

deepflowx
28.01.2008, 03:08
mal abgesehen davon das der film absolut stupide ist, hat er trotzdem sehr interessante gedanken ansätze. als popcorn kino gut zu empfehlen, zum nachdenken noch mehr. imo scheint mir der film auch sehr wahr bezüglich der zukunft der menschheit. ^^

LOSTBOYS
28.01.2008, 03:20
Mir geht es vor allem um die Frage, wie man dafür sorgt, dass dumme Menschen weniger Kinder bekommen und intelligente Menschen mehr. Und das nicht mit mehr Staat, sondern (meiner Meinung nach) besser noch mit weniger Staat.
OMG sag mal schämst du doch den gar nicht selbst den lächerlichsten Schmalzgedanken der grade in deinem Bewusstsein schwirrt hier zu veröffentlichen ? Bist du etwa wesentlich intelligenter als die andren menschen, bloss weil du eine schulische Bildung geniessen durftest und in computerbase herumgurkst ?

Ausserdem verstehe ich nicht wieso hier die ALG2 empfäger schlecht geredet werden. 1€ Plichtjobs und maximale regelleistung von 360€ im monat kann man sich ein "Luxusleben" im teuren deutschland sicherlich nicht erlauben !

bazooExcalibur
28.01.2008, 03:32
Der Spruch ist ja bekannt nur die Dummen Arbeiten.
Mal Abgeshen von der Abzocke hier in Deutschland und der Grauenvollen
Politik hier kann ich manche Verstehn warum sie kein Bock auf Arbeiten haben.

Mann sollte den Idioten da Oben mal das Geld Streichen und was für den Regenwald
spenden.

nemomh
28.01.2008, 04:58
@ BessenOlli

Also wenn man sich die armen Länder und sich die Familien dort anschaut is es doch eher so das gerade die "Armen" die meisten Kinder haben, und in den Reichen Ländern haben gerade die Reichen weniger Kinder...so schauts in der Realität aus und von daher is deine Argumentation von der Realität widerlegt.
Die Gründe warum das so ist, kann man sich ruhig mal in der Schule, im Internet & diversen Homepages recherchieren.

P.S. und ich meine wirklich recherchieren denn ich will es dir nicht hinterher tragen!

Zhan
28.01.2008, 05:35
nur ist die frage, ob arm auch gleich dumm ist. es ist weniger das problem, dass die gesellschaftlich erfolglosen sich scheinbar in größerer zahl vermehren, als die erfolgreichen - das wahre problem ist, dass auch heutzutage jemand mit schlechtem background kaum eine chance hat erfolgreich zu werden. wer sagt denn, dass die vielzitierte hungernde afrikanische familie aus irgendeiner savanne nicht 8 genies zur welt gebracht hat? der punkt ist: die kinder werden mehrheitlich vor ihrer volljährigkeit sterben. die restlichen mangels bildung trotzdem nichts aus ihren biologischen resourcen machen können. und selbst hier im ach so aufgeklärten europa: ein kind aus einer mittellosen immigrantenfamilie in neukölln hat - selbst wenn es megaintelligent wäre - bestenfalls eine 1:20000 chance aus dem sumpf dort herauszukommen. anderseits können die blagen aus alteingesessenen geldadelfamilien aufgrund generationenlnager standes"inzest*" (meint hier natürlich nicht strafrechtliche inzest sondern fortpflanzung innerhalb eng umrissener gesellschaftlicher grenzen) noch so strunzblöd sein - geld und beziehungen werden den lebensweg ebnen. die ganze theorie ist also fürn mors.

grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass die auswüchse unseres sozialstaats dazu führen, dass die erfolglosen sich wie die fliegen vermehren können (die beihilfen werdens richten) und die typischen karrierepäarchen - wenn überhaupt - dann irgendwann mit 40 mal EIN kind bekommen (mal stumpf ein statistisches mittel annehmend), einfach weil sie andere ziele im leben haben und viele kinder ihren status verschlechtern und nicht verbessern würden. insofern kann man schon sagen, dass bei uns das heer derjenigen, die äussert miese vorraussetzungen für den lebensweg haben, immer größer wird. das ist aber ein gesellschaftliches problem und weniger ein biologisches.


das wir als volk verblöden liegt weniger an den legionen der sozial gescheiterten, sondern eher an der gleichgültigkeit und faulheit derer, die es eigentlich besser wissen sollten und trotzdem zu allem die klappe halten. für das überleben und die fortentwicklung der menscheit als solche spielen die deutschen aber eh keine rolle.

_/"Y&Y"\_
28.01.2008, 05:50
die tendenz scheint darauf hinaus zu laufen und mag teilweise auch so gewollt sein
denn "verblödete" lassen sich einfacher manipulieren und regieren - wobei "verblödet" an sich
schon ein sehr schwammiger begriff ist - aber dass im zusammenhang mit geburtenkontrolle
zu bringen ist schon sehr gewagt und zeigt auch gewisse narzistische wesenszüge auf
aber das wär schon wieder ein thema für sich...

solange die allgemeine "verblödung" zB in form von medien & konsum voranschreitet mag die zukunft
relativ düster aussehen solange sich die menschen nicht erstrebenswerte ziele vor augen haben
zB: intakte familienverhältnisse - abgesicherte zukunft - das gefühl im lebensweg was zu erreichen...
oder auch mal global gesehen: den planeten erde vor einem vorzeitigen untergang zu bewahren

als erstes sollten grenzübergreifende bildungsreformen durchgeführt werden um den menschen
verschiedener schichten & herkunft überhaupt gleichwertiges bildungspotential zu ermöglichen
und in schulen und universitäten mehr spezielle bildungswege gefördert werden um auch mal die
lücken an qualifizierten fachkräften gezielt zu füllen..usw usf...
estmal genug für heute...

nightporter
28.01.2008, 07:53
wenn ich mir deine wortwahl zu gemüte führe dann gibt es hier nur einen dummen menschen der hoffentlich nie kinder in die welt setzt.

Plyfix
28.01.2008, 08:54
Provokante Frage: Wäre es nicht langfristig besser, wenn arme Menschen sich wesentlich weniger Kinder leisten könnten, als es derzeit z.B. hier in D. der Fall ist?


Können sich denn arme Menschen Kinder wirklich LEISTEN? Hast Du schon mal versucht, von dem Geld zu leben? Wenn sie sich Kinder LEISTEN könnten: Warum leben dann in Deutschland so viele Kinder unter der Armutsgrenze?

Wäre es nicht langfristig wirklich besser, dafür zu sorgen, daß es weniger Arme gibt, als nur die Schild für alles bei ihnen zu suchen?

Was hat die Diskussion über Arme überhaupt mit dem Titel zu tun? Sind Ehepaare, die zu zweit arbeiten müssen, um sich heutzutage überthaupt noch ein vernünftiges Leben leisten zu können und deswegen keine Zeit für Kinder haben, intelligenter? Werden sie plötzlich "dumm", wenn sie arbeitslos werden?

Weiter äußere ich mich zu diesem Blödsinn nicht: Don´t feed the trolls ......

KL0k
28.01.2008, 08:58
dem habe ich nichts weiter hinzuzufügen, sage somit daumen hoch und danke plyfix.

bennog.
28.01.2008, 09:11
Die Diskussion ist hinfällig. In 100 Jahren werden Kinder durch Genmanipulation deutlich intelligenter sein als heute. :evillol

EX-OO
28.01.2008, 09:26
Die Diskussion ist hinfällig. In 100 Jahren werden Kinder durch Genmanipulation deutlich intelligenter sein als heute.

Die Dienstleistung wird dann bestimmt unmengen an Geld kosten und wird nur den Reichen vorbehalten bleiben.

Deutlich intelligentere Kinder müssen aber auch deutlich besser gefördert werden, das kostet wiederum viel Geld, damit dann einen Mehrwert durch die höhere Intelligenz entsteht und von der Gesellschaft genutzt werden kann.


und nochwas:

Der Reichtum weniger muss durch die Armut vieler bezahlt werden!

MFG
EX-OO

1668mib
28.01.2008, 09:41
Ich hab jetzt nicht alles gelesen aber zu argumentieren die Menschheit würde verblöden ist totaler Quatsch. Nur weil man nicht gebildeter wird, wird man noch lange nicht dümmer.

Glaubt ihr die Menschen vor 50, vor 100, vor 300, vor 500, vor 1000, vor 2000 Jahren waren etwa alle klüger als die Durchschnittsmenschen heute? Mit Sicherheit nicht.

Dauntless3523
28.01.2008, 10:03
Früher hatte Bildung allerdings vielleicht nicht eine so große Bedeutung wie heute...
Bildung wird oft als Deutschlands und auch Europas einzige natürliche Ressource genannt, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können.
Ich habe vor kurzem eine Reportage auf Phönix mit dem Titel "Die Harz 4 Schule" gesehen. Den Bericht fand ich sehr besorgniserregend, weil die Schüler dort an einer "Sonderschule" tatsächlich auf ihr bevorstehendes Leben mit Harz 4 vorbereitet werden.
Im Unterricht lernen die Schüler z. B. wie sie später ihre Freizeit mit dem Harz 4 Regelsatz am besten bestreiten können und im Unterricht wurden als Lernmaterialien Prospekte von diversen Supermärkten verteilt und die Schüler mussten errechnen, wie sie möglichst günstig einkaufen können.
Dieses Beispiel verdeutlicht wie ich finde ein generelles Problem in ganz Deutschland. Viele finden sich einfach mit einer schlechten Zukunft ab und es fehlen Anreize und Perspektiven für die Jugendlichen.

Micday
28.01.2008, 10:08
oh man was für ein thema, die evolution läßt sich nicht aufhalten .
der homo sapiens wird irgend wann mal abgelöst, dauert nur noch
so 100000 j oder so , ausser er bekommt es hin und zerstört diesen
schönen planeten bis dahin *lol

Stormtrooper85
28.01.2008, 10:16
Ich denke grundsätzlich ist die These, dass die bildungsfernen Schicht immer größwer werden wird, durchaus richtig.
Ich würde aber nicht pauschal sagen, dass die "Dummen" sich vermehren.
Das was hier als "dumm" bezeichnet wird, würde ich erstmal präziser definieren.
Wie ich bereits geschrieben habe, würde ich solche Leute eher als bildungsfern bezeichnen.
Das hervorragende Merkmal ist sicher nicht der fehlende Intellekt, sondern eher ein bestimmtes Welt- und Wertebild, dass durch Gleichgültigkeit und teilweise mangelnde Grundwerte geprägt ist.
Diese Leute, die kein Interesse haben, mehr aus sich zu machen, sollten dann eben auch keine Kinder bekommen. Denn ich bezweifle, dass sie den Kindern ein Wertemuster beibringen können, dass die Kinder zu produktiven Mitglider einer Gesellschaft macht und in dem sie zu wissbegierigen, wachen Individuen heranwachsen.

Ich sehe hier als eher eine bestimmte Geisteshaltung veranwtworlich, nicht mangelnden Intellekt oder materieller Besitzstand.
Es wäre also demnach durchaus möglich, dass auch einfache Leute ihren Kindern den richtigen Weg ins Leben zeigen, indem sie trotz ihrer schlechten Situation weiterhin versuchen ihre Lage zu verbessern. Aber wer den Kindern eine scheißegal-Mentalität vorlebt, der gibt ihnen damit schon eine schwere Hypothek mit ins Leben.
Und so eine Mentalität findet man wohl am ehesten in der sg. Unterschicht.

Man muss den leuten, die dort verharren, also entweder helfen, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, so dass sie auch auf dem Bildungsweg weit nach oben kommen, oder sie davon abhalten Kinder zu bekommen.
Denn andererseits kann es auch nicht sein, dass es immer mehr "Dumme" gibt, die dann von immer weniger "Klugen" mitdurchgeschleift werden müssen.

Ein Weg wäre sicher, mehr Anreize für die Berufstätigen zu schaffen, Kinder zu bekommen.
Man müsste ebne ein System schaffen, indem eine Frau, auch wenn sie einen hohen Posten innehat, ohne Probleme mal 1-2 Jahre aussetzen kann und dann wieder zurückkommen kann.

keshkau
28.01.2008, 10:19
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sank die Kinderzahl pro Frau in relativ kurzer Zeit von fünf auf unter zwei. Und vor 30 Jahren senkte der Pillenknick die Rate in etwa auf das heutige Niveau von 1,4 Kindern pro Frau. Bei einer so niedrigen Fertilitätsrate schrumpft die Bevölkerung zwangsläufig, sofern der Effekt nicht ausgeglichen wird.

In den Medien wird häufig die Geburtenrate genannt, also die Anzahl der Neugeborenen pro 100.000 Einwohner. Auch wenn die Kinderzahl pro Frau seit 30 Jahren mehr oder weniger konstant ist, nimmt die Geburtenrate ab, weil die Menschen älter werden. Das fiel lange Zeit nicht ins Gewicht, weil zugleich die Kindersterblichkeit zurückging und weil das allmähliche Schrumpfen durch die Zuwanderung von Menschen aus dem Ausland abgefedert wurde. Aber heute reden wir nicht mehr wie noch vor 25 Jahren von Überbevölkerung, sondern erkennen, dass der Anteil der Frauen im gebärfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung stetig sinkt.

Materieller Wohlstand bei gleichzeitiger Armut an Kindern ist für den Soziologen Meinhard Miegel kein Widerspruch: „Die Kinderarmut in individualistischen Wohlstandsgesellschaften ist Ausdruck des Wesenskern dieser Gesellschaft (http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=4387&CategoryID=60)“.

Gemeint ist damit, dass sich „breiten Schichten“ der Bevölkerung (wie Arbeitern, Angestellten, bürgerliche Frauen) mittlerweile genug Alternativen bieten, die attraktiver erscheinen als die Aussicht, Kinder großzuziehen. Für bürgerliche Männer existierte diese Wahlfreiheit schon viel früher. Sie konnten sich leichter gegen eine Familie und für die berufliche Karriere, für das Streben nach Selbstverwirklichung oder für ihre Autonomie entscheiden. Diese Mentalität hat inzwischen große Teile der Gesellschaft erreicht. – Hier könnte man ansetzen, um BessenOlli zu folgen: Die Erfolgreichen („Klugen“) entscheiden sich häufiger gegen Kinder, die Erfolglosen („Dummen“ oder „sozial Schwachen“) entscheiden sich häufiger dafür.

Die Autorin Meike Dinklage (http://www.single-generation.de/sozialstaat/meike_dinklage.htm) betont dagegen einen Zeugungsstreik ( http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugungsstreik). Denn ein Viertel der Männer in Deutschland wollen keine Kinder, jedoch nur 11 Prozent der Frauen. Der Mangel an Vätern ist somit eine wesentliche Ursache für Kindermangel sowie für den Umstand, dass zahlreiche Frauen weniger Kinder bekommen als sie gerne hätten.

Wer heute gutes Geld verdient, berücksichtigt wahrscheinlich eher, dass sein Einkommen und auch seine Rentenansprüche wesentlich von der Erwerbsarbeit abhängen: Wenn die Erziehung von Kindern zu Lasten des Jobs bzw. des Einkommens geht, dann tut das weh. Außerdem geht das Großziehen von Kindern richtig ins Geld und es fällt mehr Arbeit im Haushalt an, für die man nur wenig Wertschätzung erfährt. – Wenn jemand dagegen ohnehin keine Arbeit hat, braucht er für Kinder auf nichts zu verzichten. Im Gegenteil locken das Erziehungs- bzw. Kindergeld sowie eine Anhebung der Sozialleistungen.

Für die berufstätige Frau kann es ein (psychologisches) Problem darstellen, von Sozialleistungen abhängig zu werden, wenn sie wegen ihrer Kinder nicht länger arbeiten gehen kann. Dieses Problem entsteht dadurch, dass Familienpolitik in erster Linie über Geldleistungen abgewickelt wird. Gäbe es mehr Betreuungsplätze und Ganztagsschulen, sähe die Sache nämlich vielleicht anders aus. Aber so wird lediglich Geld gezahlt und man fragt sich als Mutter oder Vater, warum kinderlose Ehepaare über das Ehegatten-Splitting ebenso leicht an Geld vom Staat kommen können, ohne dafür Kinder großziehen zu müssen.

Wer berufstätig ist und Kinder haben möchte, wird von Arbeitgeberseite oft nur unzureichend unterstützt: Die Anzahl der Teilzeitstellen ist weiterhin gering, für höher qualifizierte Jobs sind sie kaum vorhanden..

Die Familienpolitik hat stets das Wohl des Kindes im Auge. Aber wer fragt nach dem Wohl der Mütter bzw. der Eltern? Wenn der soziale Status einer Familie und die Erziehungskompetenz der Eltern entscheidend sind, dann stellen sich potenzielle Eltern die Frage, ob sie dem gewachsen sind und ob ihre Kompetenz ausreichen würde. Sie schieben die Entscheidung für die Elternschaft möglichst lange hinaus und können eine Schwangerschaft mitunter später nicht mehr realisieren. Dann gibt es eben nur noch ein Kind statt der geplanten zwei oder gar keines.

Der persönliche Druck auf die Mütter wird auch dadurch erhöht, dass viele Frauen meinen, sie müssten ganz persönlich für den Fortbestand der Gesellschaft sorgen und jeweils die dafür „erforderlichen“ zwei Kinder zur Welt bringen. Wer davor zurückschreckt, verzichtet vielleicht lieber ganz auf Kinder. Dabei zeigen Beispiele wie die USA oder Finnland, dass es auch anders geht. Dort unterscheidet sich der Anteil der kinderlosen Frauen kaum von dem in Deutschland. Aber die Frauen, die sich für die Mutterrolle entscheiden, bekommen nicht nur ein Kind, sondern zwei, drei, vier oder fünf. (vgl. Siebter Familienbericht der Bundesregierung, Tabelle II 3 auf Seite 70 des Dokuments)

In Deutschland läuft eine Familien mit fünf Kindern bereits Gefahr, als sozial minderbemittelt zu gelten. Und bezahlbare Wohnungen in ausreichender Anzahl gibt es auch nicht für sie. Deshalb haben wir eine gewisse Schieflage bei den Geburten. Die Privilegierten halten sich zurück, die anderen eher nicht. Und die Gesellschaft tut nicht genug dafür, sozial und wirtschaftlich benachteiligten Kindern unter die Arme zu greifen. Auf diese Weise züchten wir uns allmählich eine wachsende Unterschicht heran.

ooh
28.01.2008, 12:05
Dieses Beispiel verdeutlicht wie ich finde ein generelles Problem in ganz Deutschland. Viele finden sich einfach mit einer schlechten Zukunft ab und es fehlen Anreize und Perspektiven für die Jugendlichen.

Ja, aber nicht das Problem was du beschreibst.
Das eigentliche Problem ist, dass deutsche Schulen viel zu Ergebnis orientiert sind.
Um Wissen oder Intelligenz geht es doch im Grunde überhaupt nicht. Es geht nur darum, dass der Lehrplan so effektiv wie möglich abgearbeitet wird. Was nicht in diesem Lehrplan steht ist unwichtig.
Der Lehrplan zielt immer mehr darauf ab, den Schülern, das Wissen was sie für ihre spätere Arbeit brauchen zu vermitteln, sonst nichts.
Genau das ist meiner Meinung nach das Problem. Wenn das Ziel von Schule, die bestmögliche Vorbereitung für den Späteren Arbeitsplatz ist, dann wird Intelligenz und Wissen immer unwichtiger.

Die Aussichten das ein Sonderschüler jemals Arbeit bekommt sind Leider so gut wie Null.
Dadurch das immer weniger Abiturienten Studieren, sondern Berufe ergreifen die vor wenigen Jahren noch als typische Realschüler Beruf galten, führt dazu das sich das ganze immer weiter verschiebt.
Ein Hauptschulabschluss ist Heute fast nichts mehr Wert, wenn es also schon für jemanden mit Hauptschulabschluss in vielen Fällen nicht möglich ist eine Ausbildung oder Arbeit zu finden, wie soll dann ein Sonderschüler ohne Abschluss das jemals schaffen?

es gibt genug dumme leute, die ihr abitur bekommen und irgendwelche hochbezahlten jobs haben, ... !

Woher der Irrglaube kommt, dass alle oder die meisten Abiturienten intelligent sind, ist mir rätselhaft. Das können nur Leute glauben, die selbst kein Abitur haben.

lnstinkt
28.01.2008, 12:23
Meine Erfahrung ist eine andere: wo, wenn nicht in der Schule, wird man (gezwungenermaßen) mit Literatur, Philiosophie, Kunst und den Grundlagen der Mathematik und Naturwissenschaften in Kontakt gebracht?


Praktische Dinge wie Ernährung, Medizin, Verwaltung, Behörden, usw. kommen praktisch gar nicht vor. Dort wird sich auf ein stabiles Elternhaus verlassen. Das hat bis in die 70er Jahre für die ganz große Mehrheit der Deutschen auch funktioniert.


Mit dem Wegfall der traditionellen Familienstruktur, der massenhaften Einwanderung und den beschleunigten Informationsprozessen durch das Internet, ist das klassische Bildungssystem vollkommen neuen Herausforderungen ausgesetzt.


Eigentlich müsste Medienpädagogik und Verbraucherschutz längst Eingang in den Lehrplan gefunden haben.

keshkau
28.01.2008, 12:25
Was wir beim Kampf um die Ausbildungsplätze erleben, ist nichts weiter als ein Verdrängungswettbewerb. Es gibt nicht genügend Stellen und die scheinbar am schlechtesten qualifizierten Bewerber bleiben auf der Strecke. Dabei geht es nicht einmal um Bosheit gegenüber Haupt- oder Sonderschülern, sondern auch darum, dass ehemals rein handwerkliche Berufe in der Zwischenzeit eine umfassende Technisierung erfahren haben (siehe Kfz-Mechaniker), die ein gewisses mathematisches/technisches Verständnis der Arbeitnehmer voraussetzen.

Wenn die Schüler aber nicht einmal den Dreisatz, den Kettensatz oder die Prozentrechnung beherrschen, bekommen sie keine anspruchsvollen Jobs. Sie würden diese Jobs vielleicht nicht einmal dann bekommen, wenn es die Konkurrenz der Abiturienten und Realschüler nicht gäbe.

DJFireDrum
28.01.2008, 12:39
Meine Meinung dazu ist halt nur... ich find einfach, den Reichen wird zuviel unterstützt (wegen Steuern) und die Politiker bekommen zuviel... dazu haben wir noch viel mehr Bürokratie als z.B. in Österreich...
Und dann sollte man dafür sorgen, dass der Armut bei Kindern geringer wird und denn sollte man denen, die Abitur machen wollen und kein Geld haben, eine ... sagen wir mal so... Gutschein gewähren, damit auch diese die Chance haben, hochzukommen...

Spock37
28.01.2008, 12:50
In erster Linie verblödet der Zeitungs-Leser und T-Gucker an den marktwirtschaftlichen Rahmenbedingunen, unter denen Medien gemacht werden.
Sodann unter einer unkritischen und ungebildeteren Journaille.
Und zuletzt daran, daß die Kunden mit den zur Verfügung stehenden Informationen nichts anzufangen wissen.

Von der herrschenden Unmoral in der Führungselite unserer seligen Bananenrepubik spreche ich hier noch gar nicht.

s3k435
28.01.2008, 12:57
Seit wann kostet das Abitur etwas es gibt genug förder Programme um Schülern das Abitur zu ermöglichen. Mir fällt nur eine Bürgerschicht ein die wirklich keine Chance hat und das ist der ganz kleine Arbeiter der gerade so um die runden kommt aber lieber für seine Geld arbeitet als langsam auf seienr Couch so verdumm (und ja Menschen werden auf Dauer dumm). Die Sind nämlich von Staatlichen Förderprogrammen ausgeschlossen da sie ja nicht bedürftigt sind. Deren Kinder haben ein wirkliches Problem allen anderen wird alles ermöglich sie müssten sich nur drum kümmern.

knuddelbaer1989
28.01.2008, 13:06
Also das die Menscheheit dümmer wird ist FAKT!

Ich bin zur Zeit immernoch Schüler und ich sehe einfach was an Wissen bei Kindern/Jugendlichen da ist.

Man kann auch nicht davon reden das Leute die Abitur machen gebildeter sind als Realschüler. Abiturienten haben meist ein speziefisches Fachwissen aber NULL Allgemeinbildung. Und meiner Ansicht nach ist es wichtiger Allgemeinbildung zu haben als jetzt genau die Formel zu kennen um den Fläscheninhalt eines Prismas ausrechnen zu können.

Und auf die Frage die hier aufkam wieso die "Reichen" weniger Kinder bekommen. Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Höhergestellte Frauen (Beruflisch erfolgreich) sehen es nicht ein für ein Kind ihren Job aufzugeben. Diese Einstellung ist an sich nicht verkehrt, allerdings können Männer zum Kindekriegen (noch) nicht zu Hause bleiben.

MFG.:
knuddelbaer

tarrabas
28.01.2008, 13:07
es wird hier immer von den klugen geredet, welche eben gerade ihre fähigkeiten in der heutigen marktwirtschaft umsetzten können. was ist mit den klugen, welche dazu nicht im stande sind ? wenn ich dabei an einstein denke, finde ich, das er im bezug auf seine klare klugheit, nur einen marginalen nutzen daraus ziehen konnte. oder hab ich verpasst, das einstein reich war*g

Rasemann
28.01.2008, 13:22
Grundproblem in den reichsten Ländern:

Zuwenig Arbeit für zu viele Leute.
Und vorallem wesentlich weniger Hilfsarbeiterbedarf.

Wobei noch hinzukommt:
Unsere eigenen Hilfsarbeiter bekommen mehr Arbeitslose als der Pole schwarz am Bau verdient...

Oder noch ärger:
Hatte bei mir auf der Baustelle ECHTE Deutsche(Thüringen) die wären um 8-10 Euro willig gewesen.
Ein österreichischer Bosnier/Serbe/Sonsteiner steht unter 12-15 Euro nicht auf in der Früh!
Alles HILFSSchwarzarbeitspreise, die natürlich nicht in anspruch genommen wurden...

WAS BITTE IST DA BEI EUCH IN DER BRD LOS???
Geht bei euch alles den Bach runter?


Arm war Einstein aber auch nicht.
Wie heutige Forscher eben auch ihr Auslangen finden an den Lehr/Forschungsanstalten.

Lossless
28.01.2008, 13:23
Ein Sprichwort sagt:" Jeder ist seines Glückes Schmied." Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Es liegt an Ihm, ob er sich selbst bejaht und sich einverstanden erklärt mit dem, was er ist und was er hat. Wenn nicht, dann ändere es...!

Sebl
28.01.2008, 13:36
Besser glücklich und dumm als andersherum ...

Immer diese Leute die Reichtum und Intelligenz als die erstrebenswertesten Eigenschaften des Menschen sehen. Meinen Wertvorstellungen entspricht dies jedenfalls nicht.

keshkau
28.01.2008, 13:51
@Sebl
Das Problem ist doch aber ein ganz anderes: Deutschland ist ein Hochtechnologie-Land. An die Arbeitskräfte, die unser "Sozialprodukt" erwirtschaften, werden im Laufe der Zeit immer höhere Ansprüche gestellt. In manchen Bereichen (u. a. im Ingenieurwesen) beklagen wir mitunter schon einen Mangel an qualifizierten Leuten. Jetzt stehen wir vor dem Problem der allmählichen Vergreisung und setzen alle Hoffnung in unsere Kinder. Dumm nur, wenn diese unsere Anforderungen nicht immer erfüllen.

Laut Statistischem Bundesamt verlässt etwa jeder Zwölfte die Schule, ohne den Hauptschulabschluss erworben zu haben. So gab es 2004 rund 80.000 Schulabbrecher. Bei Jugendlichen ausländischer Herkunft liegt die Quote bei 17,5 Prozent. Die Zahlen sind seit Jahren nahezu konstant; für das Schuljahr 2005/2006 liegen sie noch nicht vor. Hinzu kommen nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft 246.000 Berufsschüler ohne Abschluss. Die Abbrecher kosteten den Staat rund 1,5 Milliarden Euro.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,457356,00.html

Ebenso alamierende Zahlen: http://www.arge.schule-hamburg.de/Archiv/STISchulabbrecher.html

s3k435
28.01.2008, 14:14
@ tarrabas Einstein ging es vorallem in den USA recht gut, natürlich war er nicht reich aber es ging ihm besser als so vielen andern Menschen, außerdem ist es heute etwas anderes jeder Hochqualifizierte verdient echt nicht schlecht ich denke nur an die armen Physiker in der freinmarktwirtschaft die mit ~ 50.000 € pro jahr Einstiegsgehalt leben müssen.

Also is qualifizeriung alles es macht nichts wenn jemand nicht sein Abi macht doch nach einer abgeschlossen Ausbildung hat man doch sein Fachabi und kann sich weiterqualifizieren jeder hat die Chance auch ein Stück vom großen Kuchen zu kriegen er muss nur wollen

knuddelbaer1989
28.01.2008, 14:32
@ s3k435

wie kommst du den darauf das man Automatisch nach einer Ausbildung sein Fachabi hat?

Du musst nach der Ausbildung nochmal ein Jahr die Schulbank drücken und Schriftliche und Mündliche Hochschulreifeprüfungen schreiben! Dann HÄTTE man sein Fachabi!

MFG.:
knuddelbaer

s3k435
28.01.2008, 14:55
@ knuddelbaer

Gut dann hatte ich was falsches im Gedächnis.

Aber selbst das sollte nicht das große Hindernis darstellen oder? Ich habe keine Ahnung wie schwer diese Prüfunge sind aber schwerer als Abiturprüfungen sicher nicht ^^.

Also ist es nur für tatsächlich dumme Menschen unmöglich aus seinen Milieu auszubrechen alle andern können dran arbeiten.

Das gilt jedoch nur für die armen in Industriestaaten. Dritte weltländer ist wieder ne ganz andere Sache

knuddelbaer1989
28.01.2008, 15:25
Ja also sonderlich schwer scheinen sie nicht zu sein... kann erst nächstes Jahr davon berichten :D

Aber ich halte es noch nicht einmal für sonderlich wichtig einen Höheren Schulabschluß zu erreichen (Sprich Abi/Fachabi) man muss nur viel WOLLEN und dann kann man es auch schaffen... man muss nicht in der Schule gut sein/gewesen sein um was im Leben zu erreichen...

Aber das geht ja von der Problematik weg... Ursprüngliche Aussage: Intelligente Menschen bekommen weniger Kinder! Und das ist FAKT weil einfach "lieber" gearbeitet wird als sich um die Kinder zu kümmern (Hauptsächlich auf die Frau bezogen weil sie die Kinder ja erstmal gebären muss...)

MFG.:
knuddelbaer

McSnoop
28.01.2008, 16:02
Naja wenn wir das mal auf die Oligarchie beziehen die sich hierzulande vorliegt und auf dem Papier eine Demokratie sein soll, ist das doch gerade gewünscht das die Breite Masse der Bevölkerung reine "DUMME" Konsumenten sind.

Die Frage warum verblöden Menschen?

1. Im Fernsehen geht es zu 99% um Mord & Todschlag und die anderen Sendungen haben 0% geistigen Nährwert.

2. Es wird an zig Stellen suggerriert das materielle Besitzgüter einen Glücklich machen, aber die Realität schaut anders aus. Bei vielen endet sowas in Schuldenbergen oder dem Ruin.

Vielleicht bin ich zu stark Prakmatiker, aber es ist doch immer das liebe Geld was alles ermöglicht oder eben nicht. Die die nicht soviel Geld haben aber eine Familie müssen halt jeden cent 100mal umdrehen und sparen wo es nur geht.

Wenn ich ab und an beim zappen Sendungen sehe wo Erwachsene Menschen gezeigt werden die einfach ihre Ausgaben nicht im Griff haben kann ich nur lachen. Man muss nicht studiert haben um zu wissen was man ausgeben kann und was nicht. Wenn man sich eben nicht auf Kredite hier und da einläßt sondern nur mit dem Geld arbeitet was man wirklich besitzt dann kann doch eigentlich nichts schief gehen. Nur den Verzicht zu leben das ist für viele nicht "lebenswert".

Ich bin zwar noch Student, aber brauche im Monat nicht mehr als 250EUR für alles (Miete, Telefon/DSL, Krankenversicherung und Verpflegung).

perfekt!57
28.01.2008, 17:13
das absolute gegenteil ist der fall.

nur ist bei immer mehr leuten scheinbar der ausschnitt der welt, die sie sehen (oder die sie sind?!) enger. hier bei uns jedenfalls. viele alte - sind alt. hirnleistungseinschränkung fängt ab 50 an... . und nicht zur bildungsarbeit angeleitete junge sind schon "alt". und resignierte mittlere.

global hat die menschheit nie mehr gewusst und gekonnt, als heute. nie waren die zuwachsraten größer.


wenn man es genau nimmt, allerdings auch in beide richtungen:

- zunahme von wissen - und damit einhergehend
- auch "zunahme von vergessen von gestrigem wissen"

(weil hirne eben nicht alles speichern können - und sollen - als je neue und junge festplatten und cpu's immer neu geboren werden),


was aber weiter sicher ist: die differenz aus beiden vorgängen ist weiter massiv positiv. eben auch, weil die weltbevölkerung weiter wächst, und weil immer mehr leute zugang zu bildung und informationen usw. haben, internet und pc sei dank.

sicher wächst der globale entblödungsfaktor aktull mit 10-15% per anno (!).

p.




nur unsere gesellschaft wird dämlicher (und auch nur von dem, was man in der (fernseh-)öffentlichkeit sieht). man lese doch die kommentare zur hessen-wahl: "für die 18-25-jährigen waren die wahlkämpfe (und slogans) nicht gemacht", wie überall zu lesen war. weil diese alterstufe zahlenmässig marginal ist. und die zahlenmässigen mehrheiten bei 40-75-jährigen zu finden sind (die oft immer noch nicht mal einen pc anmachen können(!).) und unsere politik macht da nix falsch: sie soll wahlen gewinnen. also mehrheiten holen, wo sie sind. bilden muss sich jeder selber. jedenfallls inzwischen.



hinschauen: nokia geht mit 2500 stellen weg aus deutschland. die mitarbeiter hier behalten aber zunächst mal ihre qualifikation (geht evtl. mit der zeit verloren). dort aber, wo nokia hingeht, lernen 2500 andere in kürzester zeit, was unsere auch konnten. und dann sind es schon 5000. global gesehen,

und alles gerecht, global gesehen: denn, um es am fiktiven bespiel festzumachen, wenn man hier 2000 euro/monat verdiente, und im nächsten job nur noch 1400 oder 1600, in rumänien aber leute, die bisher 180 euro/monat hatten demnächst 400 oder 500 euro/monat verdienen werden, dann hat die marktwirschaft für eine zunahme der globalen bildung und gerechtigkeit gesogt. denn schließlich ist der unterschied nicht mehr 2000 zu 180 sondern nur noch 1400 zu 450 - was einer deutlichen gerechtigkeitszunahme entspricht.

und wie die leute hier zurecht kommen sollen? "verblödung" ist doch nur, dass die frage der verlagerung von arbeitsplätzen laufend und immer und überall ansteht für deutschland. und das ein überaltertes volk sand in die augen gestreut haben will in der frage. darum übe man sich - ggfls. von alleine und rechtzeitig - darin, auch mit 70 statt 100% einkommen auszukommen. wie wäre es damit? als entblödungsmassnahme. und reisen, dahin, wohin unsere arbeitsplätze gehen? nicht auf meinung aus zweiter hand angewiesen zu sein. glotze aus!

und sorry für die fettschrift.
.

RubyRhod
28.01.2008, 17:31
Verblödet die Menschheit?

Leider gehöre ich zu der geistigen Elite dieses Landes.. aus dieser Sicht muss ich einfach sagen: Ja... die Menschheit verblödet!

s3k435
28.01.2008, 17:53
@ perfekt!57 doch wer entwickelt neues Wissen? Diese Minderheit wird immer kleiner und das schmälert auch die Füllrate an "wahren" Inovationen. Und dabei sind es doch gerade diese die den Menschen so einzigartig machen. Zudem bezweifle ich das Nokia wieder 2500 Arbeiter einstellt ich als Firmenchef würde auch gleich die Produktivität steigern also vielleicht noch 2000 Arbeiter die 2500 deutschen Arbetier werden einfach vergessen da sie keinen Job in ihrem Qualifikationsfeld finden werde ihr Wissen geht verloren. Aber wasist das für ein Wissen? Wie man ein Handy zusammensteckt? Das ist einfach reproduzieren das kann jeder Affe. Zeig ihm was er machen soll und er tut es nur ist er nicht ganz so pflegeleicht wie Bochumer.

e-ding
28.01.2008, 17:55
ist dir eigentlich bewußt dass du hier eine neue art rasse heranzüchten möchtest?


Das ist natürlich unter den gegenwärtigen moralischen und ethischen Werten sehr schwer zu diskutieren. Unsere Generation wird sich mit diesem Problem auch noch nicht beschäftigen müssen. Bei der Enwicklung der Weltbevölkerung werden unsere Nachfahren sich durchaus überlegen müssen wie mit 10 Mrd. 20 Mrd. oder 50 Mrd. Menschen umgegangen werden muss. Das man irgendwann um eine Art Geburtenkontrolle oder künstliche Selektion nicht herumkommt ist klar. Das dabei die Individualität auf der Strecke bleibt auch.

Wenn wir ehrlich sind, ist die Erde jetzt schon überbevölkert. Umweltbelastungen oder Ressourcenknappheit sind nur zwei der Folgen. Unser Wertekanon stellt die Rechte eines jeden Einzelnen über alles andere. Jedes menschliche Leben wird als schützenswert und einzigartig definiert. Nunja, wenn eines mit Sicherheit nicht knapp auf unserem Planeten ist - dann ist das der Mensch.

Sollten wir keine alternativen Lebensräume erschließen können, ist eine Selektion (natürlich funktioniert es ja nicht mehr) unumgänglich. Wie dann der Wert eines Menschen bestimmt wird, denn genau das wird notwendig, ist mir allerdings auch schleierhaft.


MFG

keshkau
28.01.2008, 17:56
@perfekt57
Man kann die Sache noch anders aufziehen: Vor 20 Jahren konnten viele Autorfahrer zahlreiche Reparaturen an ihrem Wagen noch selbst durchführen. Seit die Elektronik vermehrt Einzug in die Automobile gehalten hat, bekommt das kaum noch jemand hin. In dieser Beziehung steht man als Autofahrer mittlerweile tatsächlich etwas "dumm" da.

Thema Medienkonsum: Vor 20 Jahren hatten viele Deutsche ihren Fernseh- und Medienkonsum besser im Griff als heute. Viele Menschen kennen das Wort Sendeschluss überhaupt nicht mehr. Dabei war es bei ARD und ZDF üblich, am späten Abend die letzten Nachrichten auszustrahlen, vielleicht noch auf das Programm des folgenden Tages hinzuweisen und dann kamen (seit 1985) die Nationalhymne und das Testbild. Das war es dann.

Mitte der 80er-Jahre kam erst das Privatfernsehen auf (Sat1, RTL), dann das Frühstücksfernsehen und schließlich das Rund-um-die-Uhr-Fernsehen. Seither läuft in zahlreichen Haushalten das Fernsehen von morgens bis abends bzw. von mittags bis in die späte Nacht, sofern es nicht von PC- und Konsolenspielen unterbrochen wird. Dass die Menschen davon nicht klüger geworden sind, wissen wir bereits.

http://www.golem.de/0509/40628.html

Zumindest stelle ich fest, dass wir Menschen einen immer kleineren Teil des insgesamt vorhandenen Wissens besitzen.

Pl@yer_1
28.01.2008, 17:57
Man muss doch gar nicht so weit von den Menschen weggehen um festzustellen, dass die Menschen (zumindest in D) immer dümmer werden.

Man schaue sich nur mal das Niveau im TV an. Und wenn diese Sachen nicht von vielen Leuten gesehen werden, würde man sie gar nicht senden.
-> Der typische Zuschauer will Sachen, wo er selbst so gut wie nichts denken muss. Dass sorgt mit der Zeit automatisch zu einer Verblödung.

Zwischen der Verblödung und dem heutigen bzw. vorherigen Stand der Intelligenz der Menschen steht daher noch ein entscheidender Punkt: Die Faulheit selbst wirklich zu denken. Das Leben wird immer komfortabler, man muss immer weniger selbst tun und deshalb schaltet sich mit der Zeit das Gehirn einfach ab. Der Effekt daraus wiederum: Die "Denkleistung" eines Menschen entwickelt sich nicht weiter, sondern bleibt auf dem Stand oder geht sogar zurück (weil sie ja nicht mehr benötigt wird).

Das trifft sicher nicht auf alle Leute zu, aber einen Großteil wird sich sicher so verhalten. Einfach aus Faulheit.

Jace
28.01.2008, 18:02
Das vorhandene Wissen nimmt ja auch immer mehr zu. Allwissende Menschen kanns heutzutage gar nicht mehr geben. In der Antike schon.

Geht ja auch nichts mehr verloren, wie im Mittelalter :D

Tendenziell würde ich schon sagen, dass viele Jugendliche.. aber auch Erwachsene sich weniger Bildung angeeignet haben als noch vor 30 Jahren.
Das ist aber 1. eine sehr kurzfristige Sicht und 2. betrifft das wohl eher die Industriestaaten.

Wie bestimmt schon gesagt wurde, wirkt selbst so ein Rüttlischüler nicht unbedingt dümmer als ein Jugendlicher in seinem Alter vor 200 Jahren.

Konzentriert man sich nur auf diese kurze Frist, würde ich einfach behaupten, dass es ein Wohlstandsproblem ist und sich unter Umständen wieder einpendelt, wenn auch der letzte Idiot gemerkt hat, dass er ohne Bildung später von einer Sozialhilfe leben kann, die nichtmal mehr dem Hartz IV Niveau entspricht.

Vielleicht pegelts sich aber auch nicht ein.. wäre doch irgendwo auch lustig in einer technokratisch regierten Zweiklassengesellschaft zu leben.. natürlich vorausgesetzt man sitzt oben. o_O

HappyMutant
28.01.2008, 18:10
Also Leute, die Themeneröffnung ist ja schon menschenverachtend und wie lang sich mit dem Thema auseinandergesetzt wurde, sieht man sicherlich auch an dessen halbgaren Argumenten. Und hier eine mittelmäßige Sci-Fi-Komödie quasi als Grundlage für einen ganzen Strauß an Themen zu gebrauchen, spricht auch nicht gerade für Kompetenz bei diesem Thema. Wer Armut als äquivalent zu Dummheit anpreist, Geld als Selektionsgrundlage, Geld als Indikator für Intelligenz und Geld als Gradmesser für den Wert des Lebens ansieht, der hat den Anspruch über Intelligenz zu referieren eigentlich verloren. Und Verblödung der Menschheit wird wie selbstverständlich zur Verblödung der Unterschicht und dessen Vermehrung in Deutschland.

Zumal man Dummheit und Armut als gleichwertige Begriffe verwendet. Mit bedingungslosen Grundeinkommen, wäre aber "Armut" in diesem Sinne ja gar nicht mehr das Thema. Das ganze hinkt ziemlich anständig und wen wundert dann der Verlauf der Diskussion, wen sich schon der Ersteller nicht im Klaren ist, was seine Worte in der Realität bedeuten würden. Ich mein wenn man sieht, dass arme Schichten mehr Kinder bekommen und reiche Schichten weniger, dann ist die logische Schlussfolgerung die armen Kinder zu beseitigen und nicht etwa die Armut?

Aber irgendwie sprechen gerade solche Themen wohl die meisten dermaßen an, dass sie sich dann mit Einzeilern und teils massiven Abweichungen daran beteiligen. Das fängt schon damit an, dass man kaum jemand die vermeintliche Verblödung belegen kann, alles nur gefühlt wird. Und wenn schon dumm, dann die anderen, nicht ich. Faulheit des Denkens ist es eben auch jeden x-beliebigen Scheiß nachzuplappern. Als wenn 4 Millionen Bild-Zeitungsleser oder Trash-Tv Zuschauer tatsächlich die komplette Verblödung der Gesellschaft belegen können.

Aber wenn man selber in der Schematik gefangen ist, die man kritisiert, was soll auch dabei rauskommen. Unsere, eigentlich jede, Gesellschaft beschäftigt sich wohl doch am liebsten mit der Verdummung/Dummheit der anderen. Sei es "die Unterschicht", "die Jugend", "die Migranten" oder sonst was. Und das geht nun seit Jahrtausenden auch gleich. Und zumindest heute kritisiert sie nicht nur, nein sie orientiert sich sogar noch daran, weil das der am billigsten zu kritisierende Punkt ist. Ständig liest und hört man davon, dass die Dummen gerade eben noch dümmer geworden sind. :freak

Und irgendwie beteiligen sich dann auch noch diverse Boardies mit ihrem Lieblingsthema, obwohl sie zum Thema so gerade mal gar nichts zu sagen haben. Da kommt Rasemann mit seiner Mischung aus Rassismus und Sozialschmarotzer-Bashing, da kommt bazooExcalibur mit dem Regenwald usw.

Also halbgare Eröffnung + viele halbgare Diskussionsbeiträge= Close.

Klar gibt es hier auch ordentliche Beiträge, aber wie immer bei solchen Themen deutlich in der Minderheit. Nur wenn die Mehrheit sich schon ständig wiederholt, dann dreht sich das Thema halt im Kreis.